Nicht schwanger trotz regelmäßigem zyklus und eisprung

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Kinderwunsch

Wenn der Nachwuchs auf sich warten lässt…

Seit vielen Monaten wünschen Sie sich ein Kind, die Voraussetzungen scheinen eigentlich perfekt zu sein, aber Sie werden trotzdem nicht schwanger. Das Wunschkind lässt auf sich warten und dies kann unterschiedlichste Ursachen haben. Es können organische Gründe, hormonelle Störungen oder Probleme im psychischen Bereich vorliegen. Schätzungen gehen davon aus, dass jede siebte Ehe ungewollt kinderlos bleibt, aber mit fortschrittlichen, medizinischen Methoden kann heutzutage häufig der Kinderwunsch doch noch erfüllt werden. Wir klären mit Ihnen gemeinsam, was einer Schwangerschaft im Wege steht, und versuchen Ihnen zu helfen.
Zunächst einmal brauchen Paare aber auch Geduld, denn keineswegs muss Geschlechtsverkehr während der fruchtbaren Tage einer Frau sofort zur Schwangerschaft führen. Im Normalfall liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft in jedem Menstruationszyklus bei 15–25 Prozent. Bei der Hälfte der Paare mit Kinderwunsch klappt es während der ersten 3 Monate. Zwei Drittel der Frauen werden innerhalb eines Jahres schwanger. Bei einem unregelmäßigen Menstruationszyklus dauert es durchschnittlich länger bis eine Schwangerschaft eintritt. Bei einem regelmäßigen Zyklus sollten Sie und Ihr Partner sich ein Jahr Zeit nehmen, bevor Sie einen Arzt zu Rate ziehen.

  • Die besten Voraussetzungen
  • Die Ursachen für Kinderlosigkeit
  • Die medizinischen Möglichkeiten
  • Die ersten Untersuchungen
  • Die Hormontherapie
  • Die Sperma-Analyse
  • Behandlungsmöglichkeiten für den Mann
  • In-vitro-Fertilisation
  • Mehrlingsgeburten und Risiken
  • Die Psyche
  • Links

Die besten Voraussetzungen für eine Empfängnis

Jeden Monat aufs Neue richtet sich der weibliche Körper auf eine Empfängnis ein. Doch bevor es zu einer Schwangerschaft kommt, müssen viele Faktoren ineinandergreifen. Nur in der Zeit um den Eisprung, also in der Zyklusmitte, kann es überhaupt zu einer Befruchtung kommen. Die weibliche Eizelle ist höchstens 24 Stunden befruchtungsfähig. Nach dem Eisprung müssen die Spermien also entweder rasch durch die Gebärmutter in die Eileiter oder sie warten dort bereits auf die Eizelle, wenn der Geschlechtsverkehr vorher stattgefunden hat. Denn im Körper der Frau sind Spermien bis zu 72 Stunden lebensfähig. Die höchste Fruchtbarkeit besteht somit 72 Stunden vor dem Eisprung bis etwa 12 Stunden danach. Eine geglückte Verschmelzung von Ei- und Samenzelle garantiert jedoch noch keine Schwangerschaft. Nur etwa jeder dritte Keim entwickelt sich weiter und nistet sich in der Gebärmutter ein.
Neben dem richtigen Zeitpunkt ist eine gesunde Ernährung besonders wichtig. Leider sind viele Nährstoffe nur unzureichend in der täglichen Kost enthalten. So sollten Sie schon vor einer Schwangerschaft mindestens 0,3–0,8 Milligramm Folsäure und 200 Milligramm Jod zu sich nehmen. Außerdem sollten Sie das Rauchen aufgeben und nicht mehr als drei Tassen Kaffee am Tag trinken, da beides die Fruchtbarkeit einschränkt und das Risiko für Fehl- und Totgeburten erhöht. Auch auf rohes Fleisch sollten Sie jetzt verzichten, um eine Infizierung mit Toxoplasmose zu vermeiden, die Ihren Fötus schädigen kann.
Eine Rötelninfektion in der Schwangerschaft ist für den Fötus sehr gefährlich. Lassen Sie deshalb vor einer geplanten Schwangerschaft Ihren Immunstatus überprüfen.

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Die Ursachen für Kinderlosigkeit

Etwa 15 Prozent aller Paare warten vergebens auf ein Kind. Die Ursachen hierfür liegen etwa zu gleichen Teilen (je 40 Prozent) beim Mann und bei der Frau. In vielen Fällen finden sich Störungen bei beiden. Und bei ungefähr 20 Prozent der Betroffenen kann überhaupt kein Grund festgestellt werden.

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Die medizinischen Möglichkeiten

Zum Kinderkriegen gehören bekanntlich zwei. Deshalb sind auch die Suche nach den Ursachen der Unfruchtbarkeit und die späteren Behandlungen Partnersache. Alles wird um vieles einfacher, wenn Sie sich in Ihrer Partnerschaft auf gegenseitigen Zuspruch und Unterstützung verlassen können.
Bei allen weiteren Schritten stehen wir Ihnen zur Seite. Wir beraten Sie und koordinieren auch die gemeinsame Behandlung mit dem Andrologen Ihres Partners (Andrologie bedeutet Männerheilkunde).
In den letzten Jahren hat sich in der Medizin ein Spezialgebiet für ungewollt kinderlose Paare entwickelt: die Reproduktions- oder Fortpflanzungsmedizin. Reproduktionsmediziner arbeiten in Spezialpraxen und Klinikabteilungen. Falls alle unsere Diagnose- und Therapiemöglichkeiten erfolglos bleiben, werden wir Sie an diese Spezialisten überweisen.

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Die ersten Untersuchungen

Nach einem intensiven Vorgespräch, in dem wir Ihre persönlichen Erwartungen und Voraussetzungen feststellen, findet die erste Untersuchung möglichst genau zur Zyklusmitte statt. Dabei analysieren wir den Schleim des Gebärmutterhalskanals. Durch Ultraschall prüfen wir, ob sich die Eibläschen zeitgerecht entwickelt haben. Bei Unregelmäßigkeiten in Ihrem Zyklus entnehmen wir eine Blutprobe zur überprüfung des Hormonspiegels. Sie ermöglicht weiteren Aufschluss über den Stand der Eireifung.

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Die Hormontherapie

Das Zusammenspiel der Hormone, die den Eisprung auslösen und die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung eines befruchteten Eies vorbereiten, ist äußerst kompliziert. Ist dieses System gestört, kann eine Hormontherapie helfen. Dabei müssen die Hormongaben richtig ausgewählt und vorsichtig dosiert werden. Während der Behandlung wird der Zyklus durch Ultraschall- und Hormonkontrollen genau überwacht. Wenn dabei erkannt wird, dass zu viele Eizellen heranreifen, wird die Behandlung, die den Eisprung auslösen soll, nicht weitergeführt. In diesem Monat sollte auch kein ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfinden, da das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft besteht.

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Die Sperma-Analyse

Eine Sperma-Analyse gibt Auskunft über die Beschaffenheit der männlichen Samenzellen. Aus der Samenprobe macht das Labor das so genannte Spermiogramm: Unter dem Mikroskop werden die Samenzellen gezählt und ihre Form und Beweglichkeit beurteilt. Werden hier Störungen festgestellt, kann oft eine Hormonanalyse weiterhelfen. Diese Untersuchung findet bei einem Urologen statt.

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Behandlungsmöglichkeiten für den Mann

Sind die Ergebnisse des Spermiogramms unbefriedigend, sollte Ihr Partner zunächst unbedingt schädliche Einflüsse wie Rauchen und übermäßigen Stress vermeiden. Aber auch die Medizin hat mehrere Möglichkeiten, die „Qualität“ des Samens zu verbessern. Wenn die Ursache der Störung z. B. eine Krampfader im Hodenbereich ist, kann diese operativ entfernt werden.
Falls die Samenfäden nicht richtig ausreifen, gibt es auch für den Mann die Möglichkeit einer Hormonbehandlung. Eine erfolgreiche Hormontherapie erfordert dann allerdings viel Geduld. Es dauert mindestens 12 Wochen, bis die Hormonkur anschlägt und die Ergebnisse des Spermiogramms besser werden.
Wenn die Menge der Samenzellen reduziert ist oder wenn mehrmals keine beweglichen Samenzellen im Gebärmutterhals-Sekret beobachtet wurden, kann eine Samenübertragung (Insemination) angewandt werden. Dazu wird das Sperma mit einem weichen Katheter durch die Scheide bis in die Gebärmutterhöhle oder sogar bis in die Eileiter eingeführt. So wird der Samen direkt an den Ort der Befruchtung gebracht. Der Samen muss dazu vor der Behandlung im Labor aufbereitet werden.

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Die In-vitro-Fertilisation

Für viele kinderlose Ehepaare ist die In-vitro-Fertilisation eine gute Chance, doch noch ein eigenes Kind zu bekommen. Bei dieser Methode werden Ei- und Samenzellen außerhalb des Körpers (extrakorporal) zusammengebracht. ICSI (intrazytoplasmatische Spermien-Injektion) ist eine Labortechnik im Rahmen der IVF, bei der das einzelne Spermium direkt in die Eizelle mikroinjiziert wird.
Die In-vitro-Fertilisation kann allerdings mit körperlichen und psychischen Belastungen verbunden sein und sollte deshalb sorgfältig überdacht werden, denn eine Behandlung ist auch eine Gedulds- und Bewährungsprobe für das Paar.
Die Zeugung im Reagenzglas kann angewendet werden, wenn die Eileiter so verschlossen oder verwachsen sind, dass eine mikrochirurgische Operation wenig Aussicht auf Erfolg hat, aber auch, wenn keine eindeutig diagnostizierbaren Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch zu finden sind.
Die Durchführung: Damit mehrere Eizellen heranreifen, wird eine Hormonbehandlung durchgeführt. Die Eizellen werden abgesaugt und im Reagenzglas („in vitro“) mit dem Samen zusammengebracht. Im Brutschrank sollen Ei- und Samenzellen dann miteinander verschmelzen. Diese erste Stufe der Befruchtung gelingt etwa bei der Hälfte der Keimzellen. Wenn sich die befruchteten Eizellen nach etwa 28 bis 48 Stunden geteilt haben, werden die so entstandenen Embryonen in die Gebärmutter zurückgegeben. Die Chancen, dass sich Ei- und Samenzellen einnisten und dass es zu einer stabilen Schwangerschaft kommt, liegen pro übertragung bei etwa 20 bis 35 Prozent.

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Mehrlingsgeburten und Risiken

Die moderne Fortpflanzungsmedizin erreicht oft mehr als erwartet. Manchmal verhilft sie Paaren nicht nur zum ersehnten Wunschkind, sondern gleich zu zweien oder dreien. Allerdings bekommt nur eine von hundert behandelten Frauen mehr als zwei Kinder auf einmal. Um das Risiko einer Mehrlingsgeburt so gering wie möglich zu halten, sollten während einer Hormonbehandlung ständig Kontrolluntersuchungen stattfinden.
Eine Befürchtung können wir Ihnen jedoch von vorneherein nehmen: Eine Fruchtbarkeitsbehandlung hat keinen Einfluss auf die Gesundheit Ihres Kindes. Lang ersehnte Kinder sind so gesund wie alle anderen.

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Die Psyche

Die körperlichen Ursachen für eine ungewollte Kinderlosigkeit sind die eine Seite. Auf der anderen Seite steht die Psyche. Auch sie hat einen maßgeblichen Anteil an der Fruchtbarkeit eines Paares. In jedem Fall stehen Körper und Psyche in enger Wechselwirkung und sollten immer gemeinsam betrachtet werden.
Zu den psychischen Faktoren, die eine Empfängnis verhindern können, gehören z. B.: Stresssituationen bei Mann und Frau, existentielle Sorgen, die Angst vor der Verantwortung oder die Unentschlossenheit zwischen Mutterschaft und Beruf.
Die fortschreitende Medizin gibt kinderlosen Paaren zwar auf der einen Seite neue Hoffnungen, die aber auch immer wieder enttäuscht werden können. Das eigene Selbstwertgefühl wird dadurch möglicherweise eher schwächer als stärker.
In solchen Situationen bieten die Kinderwunsch-Beratungen Hilfe an. Hier können Paare im Gespräch herausfinden, ob sie den Belastungen der Therapie auch psychisch noch gewachsen sind.
Manchmal kann der Verzicht auf ein Kind auch eine Möglichkeit sein, das Zusammenleben neu zu erleben. Ungewollte Kinderlosigkeit muss kein unerfülltes Leben zu zweit bedeuten. Ganz im Gegenteil, vielleicht eröffnen sich gerade im Verzicht auf ein Kind ganz neue Perspektiven für Ihre Beziehung.

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Links

Informationen über weitere Methoden wie ICSI, TESE und MESA finden Sie auf den Internetseiten der Fertilitätszentren. In Nordrhein-Westfalen können Sie sich z. B. an folgende Spezialpraxen wenden:

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Die Ovulation (Eisprung) Der Ablauf der Ovulation

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Eisprung (Ovulation): Was ist der Eisprung?

Letzte Änderung: 02.08.2017
Nächste Aktualisierung von Dr. rer. nat. Geraldine Nagel • Medizinredakteurin Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

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Als Eisprung (Ovulation) wird die Ausstoßung der Eizelle aus dem Eierstock in den Eileiter bezeichnet. Dem geht eine Vielzahl von hormonellen Prozessen voraus, die monatlich mit dem ersten Tag der Menstruationsblutung beginnen.

Bei jedem Mädchen sind bereits bei der Geburt die Eizellen in sogenannten Eibläschen (Follikeln) angelegt. Zu diesem Zeitpunkt enthalten beide Eierstöcke zusammen über eine Million Follikel. Bis zur Pubertät sinkt diese Zahl auf nur noch einige hunderttausend, da die Follikel nach und nach absterben. Ab dann verringert sich die Zahl der Follikel regelmäßig mit jedem Eisprung.

Im Eierstock reifen, angeregt durch das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH), in jedem Zyklus 10 bis 20 Follikel heran, von denen jedoch nur eines zum sogenannten dominanten Follikel ausreift. Der dominante Follikel entlässt letztendlich die Eizelle in den Eileiter, wo sie ihre Wanderung in Richtung Gebärmutter beginnt und auf dem Weg dorthin befruchtet werden kann.

Selten reifen mehrere Follikel zu dominanten Follikeln aus – dann kann es bei einer Befruchtung zu Mehrlingen kommen (z.B. zweieiige Zwillinge). Die restlichen Follikel sterben ab, dienen aber als Östrogenlieferanten, welche für den Menstruationszyklus unverzichtbar sind.

Der dominante Follikel saugt sich mit Flüssigkeit voll und wandert an die Außenseite des Eierstocks. Hier sorgt eine Vielzahl an Hormonen (Östrogene, Progesteron, FSH, LH sowie Prostaglandine) dafür, dass die Follikelwand abgebaut wird und sich das Muskelgewebe des Eierstocks zusammenzieht, um die Eizelle aus dem Follikel auszuschwemmen.

Einige Frauen spüren das Zusammenziehen des Eierstocks, also den tatsächlichen Eisprung, als leicht schmerzhaftes Ziehen im Unterbauch (Mittelschmerz).

Zu diesem Zeitpunkt stülpt sich, durch Hormone gesteuert, der Eileiter über den Eierstock und kann so die Eizelle auffangen. Ein solch feinabgestimmter Vorgang gelingt nicht immer: In dieser Phase kann es deshalb bei Fehlern zu einer Bauchhöhlenschwangerschaft kommen.

Die Eizelle verbleibt nun bis zu 24 Stunden im Eileiter und ist in dieser Zeit befruchtungsfähig. Wird sie befruchtet, wandert sie in die Gebärmutter und nistet sich dort ein. Unbefruchtet stirbt sie ab und setzt so den weiteren Verlauf des Menstruationszyklus – den Abbau der Gebärmutterschleimhaut und die Regelblutung – in Gang.

Anovulation (fehlender Eisprung)

Anzeichen einer Anovulation ist die Amenorrhoe, das Fehlen oder Ausbleiben der menstruellen Blutung ohne weitere Symptome und oder ein unregelmäßiger Zyklus, bei dem die Zykluslänge kürzer als 21 und länger als 35 Tage ist. Aber auch wenn Sie einen regelmäßigen Zyklus von 21-35 Tagen haben, kann es manchmal zum Ausbleiben des Eisprungs kommen.

Wie ist die Anovulation feststellbar?

  • Basaltemperatur
    Wenn Sie regelmäßig die Basaltemperatur messen, so kann anhand der Kurve erkannt werden, ob Sie einen Eisprung haben.
  • Ultraschall
    Ihr Arzt kann durch Ultraschalluntersuchungen einen Eisprung erkennen, ob ein Eisprung bevorsteht, bzw. ob ein Eisprung stattgefunden hat.
  • Blutuntersuchung
    Auch anhand einer kann der Eisprung diagnostiziert werden.

Was tun bei anovulatorischem Zyklus?

Falls dauerhaft kein Eisprung vorhanden ist, wird der Arzt untersuchen, woran dies liegt. Anovulation ist in den meisten Fällen (in etwa 85%) behandelbar.
Zur Feststellung möglicher Hormonstörungen werden alle an der Hormonproduktion beteiligten Systeme überprüft: Hypothalamus, Hirnanhangdrüse, Eierstöcke und andere hormonbildende Drüsen wie Schilddrüse und Nebennieren. Es wird der Zyklus überprüft und eine genaue gynäkologische Untersuchung gemacht.

Auch bei Frauen, die einen regelmäßigen Eisprung haben, ist es möglich, dass mal ein anovulatorischer Zyklus vorkommt. Das ist kein Grund zur Sorge, solange es einmalig vorkommt.

Ursachen der Anovulation

Die hormonellen Ursachen weiblicher Sterilität und der Anovulation sind häufig mit Unregelmäßigkeiten im Zyklus vergesellschaftet. Zur Feststellung möglicher Hormonstörungen werden alle an der Hormonproduktion beteiligten Systeme überprüft: Hypothalamus, Hirnanhangdrüse, Eierstöcke und andere hormonbildende Drüsen wie Schilddrüse und Nebennieren.

Hat der Arzt die Gründe für die Anovulation herausgefunden, kann er diese in den meisten Fällen (etwa in 85 %) erfolgreich therapieren.

Ausfall der Hirnanhangdrüse

Falls die Arbeit des Hypothalamus, der das GnRH ausschüttet, und der Hirnanhangdrüse (Hypophyse), die für das luteinisierende Hormon (LH) und das follikelstimulierende Hormon (FSH) zuständig ist, nicht präzise ineinander greifen, dann kann es zu deutlichen Hormonstörungen, zur Anovulation und somit zu Unfruchtbarkeit kommen.

Wenn die Steuerung versagt
Die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) ist nur dann in der Lage, ihre Hormone zu produzieren, wenn sie die richtigen Kommandos vom Hypothalamus bekommt. Ist dies nicht der Fall, werden FSH und LH nur noch in sehr geringen Mengen ausgeschüttet. Folglich erhalten die Eierstöcke kein ausreichendes Signal zur Ausreifung von Eizellen. Damit findet auch keine Östrogenproduktion und kein Eisprung statt.

Ursachen
Die Mediziner nennen diesen Vorgang „Störung der hypothalamisch-hypophysären Achse“. Eine solche Störung kann auch vorübergehend durch Stresssituationen, durch eine ungesunde Gewichtsverminderung (oder gar Magersucht oder Bulimie) oder durch intensiven Leistungssport erworben werden.

Die Hypophyse kann aber auch direkt geschädigt sein, z.B. durch Tumore und durch eine akute Durchblutungsverminderung. Dies ist aber sehr selten. Medizinisch zeichnet sich ein (teilweiser) Funktionsausfall der Hirnanhangsdrüse durch folgende Befunde aus:

  • Die Hormone der Hypophyse (LH und FSH) sind deutlich erniedrigt.
  • Die Östrogene sind ebenfalls sehr niedrig.
  • Ein Eisprung findet nicht mehr statt.
  • Eine Menstruation tritt nicht oder nur noch sehr selten auf.

Therapie
Als Therapie sollten eventuell bestehende Ursachen beseitigt werden (Stressverminderung, Umstellung der Essgewohnheiten, operative Entfernung eines Tumors). Außerdem kann man dem Körper das GnRH zuführen und damit die Hirnanhangsdrüse zu einer normalen Hormonproduktion anregen.

Ausfall der Eierstöcke

Bei jeder Frau stellen die Eierstöcke ab einem bestimmten Alter ihre Tätigkeit ganz ein. Dieser Vorgang ist ganz natürlich und wird allgemein als „Wechseljahre“ bezeichnet.

Vorzeitige Wechseljahre
Tritt dieser Funktionsverlust der Eierstöcke jedoch vor dem 40. Lebensjahr auf, dann handelt es sich um vorzeitige Wechseljahre. Dieses Phänomen kann schon bei sehr jungen Frauen Anfang 20 auftreten. Von diesem Problem sind etwa ein Prozent aller Frauen betroffen. Die Ursachen sind sehr vielfältig. Es können genetische Erkrankungen vorliegen, aber es wird auch darüber spekuliert, ob es sich um eine Autoimmunerkrankung handeln könnte, bei der der Körper durch fehlgeleitete Abwehrmechanismen die Funktion der Eierstöcke blockiert.

Übrigens kommen starke Raucherinnen deutlich eher in die Wechseljahre.

Symptome der vorzeitigen Wechseljahre
Die Befunde für diese Erkrankung sind sehr typisch. Die Frauen haben die gleichen Symptome wie in den normalen Wechseljahren:

  • Hitzewallungen
  • Schweißausbrüche
  • Trockene Schleimhäute
  • Psychische Verstimmungen bis hin zur Depression.
  • Die Menstruation bleibt aus (Anovulation).
  • Die Östrogene sind deutlich erniedrigt.
  • Das luteinisierende Hormon (LH) und das follikelstimulierende Hormon (FSH) sind stark erhöht.
    Die Hirnanhangsdrüse reagiert auf die geringe Östrogenmenge und versucht durch Erhöhung der Hormonproduktion, also LH und FSH, die Eierstöcke doch noch zu einer Reaktion anzuregen.

Therapiemöglichkeiten
Gelegentlich tritt diese Erkrankung nur vorübergehend auf. Eine Stimulation der Eierstöcke mit hohen Hormondosen kann manchmal zum Erfolg führen, ist jedoch nur im Ausnahmefall sinnvoll. In Deutschland nicht erlaubt ist die Eizellspende, mit deren Hilfe man eine Schwangerschaft auch bei vorzeitigen Wechseljahren erzielen kann.

Gelbkörperschwäche

Die Gelbkörperschwäche (Lutealinsuffizienz) ist selten und wird bei in weniger als 5% aller Fälle von weiblicher Sterilität festgestellt.

Was ist die Gelbkörperschwäche (Lutealinsuffizienz)?
Das Gelbkörperhormon Progesteron ist für die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des befruchteten Eis verantwortlich und zur Erhaltung der Schwangerschaft wichtig. Wird zu wenig Gelbkörperhormon gebildet, kann es zu Problemen bei der Einnistung der befruchteten Eizelle kommen.
Die Lutealinsuffizienz wird festgestellt, wenn das Endometrium sich nicht normal entwickelt – wahrscheinlich wegen eines Mangels an Progesteron. Dadurch ist die Eierstöcke nicht ausreichend auf die eventuelle Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet, was eine erhöhte Fehlgeburtenrate zur Folge hat.
Unter Umständen kann eine Gelbkörperschwäche auch die Ursache eines frühen Abortes sein.

Symptome
Deutliche klinische Zeichen, wie Zyklusstörungen, finden sich bei einer Gelbkörperschwäche selten. Eine Gelbkörperschwäche kann vorliegen bei:

  • Frauen mit normalen und regelmäßigen Zyklen, bei denen alle anderen Unfruchtbarkeitsuntersuchungen ohne Befund sind (normales Spermiogramm, Eileiter durchgängig).
  • Frauen, die eine verkürzte zweite Zyklushälfte haben – bei denen in der Basaltemperaturkurve die zweite Zyklushälfte kürzer ist als 12-16 Tage ist.
  • Frauen, die mehrere frühe Sponatanaborte hatten.

Diagnose

  • Eine Hormonuntersuchung (auf Progesteron) im Blut zeigt 7-10 Tage nach dem Eisprung oft einen niedrigen Progesteronwert.
  • Eine Biopsie des Endometriums zeigt, dass das Endometrium nicht entsprechend ausgebildet ist.

Siehe auch Hormone im Blut

Therapie
Die Gelbkörperschwäche kann die Folge einer unzureichenden Follikelreifung sein, denn aus dem Eibläschen entsteht nach dem Eisprung ja der Gelbkörper.

Eine Therapie mit Clomifen kann die Follikelreifung verbessern, die Qualität des Gelbkörpers verbessern und zu erhöhtem Progesteronspiegel führen.

Als Behandlung kann unter Umständen eine Unterstützung der Follikelreifung durch die Gabe von Progesteron in der zweiten Zyklushälfte nach dem Eisprung angezeigt sein. Die Progesterontherapie kann die zweite Zyklushälfte verlängern und zu einer Verzögerung der Menstruation führen – auch ohne Schwangerschaft. Deswegen geben viele Ärzte eher Clomifen als Progesteron zur Therapie der Gelbkörperschwäche.

Einige Ärzte verordnen bei Gelbkörperschwäche das pflanzliche Mittel Mönchspfeffer. Wissenschaftlich gesehen ist aber nicht bewiesen, dass Mönchspfeffer bei Lutealinsuffizienz erfolgreich ist oder dass es einen positiven Einfluss auf das Gelbkörperhormon oder den Eisprung hat.

Erhöhte männliche Hormone

Der Körper jeder Frau produziert neben weiblichen auch eine kleine Menge männlicher Geschlechtshormone (Androgene), genau wie Männer umgekehrt auch etwas Östrogen bilden.
Allerdings stört schon eine leichte Überproduktion des männlichen Hormons Testosteron den hormonellen Regelkreis der Frau empfindlich. Bei ungefähr einem Drittel aller Frauen mit unregelmäßiger Menstruation ist ein erhöhter Androgenspiegel (männliche Hormone) die Ursache für eine Unfruchtbarkeit.

Symptome
Eine vermehrte Bildung männlicher Hormone in den Nebennieren oder den Eierstöcken macht sich durch stärkere Behaarung an untypischen Stellen bemerkbar – oft in Zusammenhang mit Akne. Meist kommt es zu Unregelmäßigkeiten des Zyklus oder zum vollständigen Ausbleiben der Menstruation. Ein Eisprung findet oft nicht statt, da die erhöhten männlichen Hormone das Eibläschen an seiner normalen Entwicklung hindern. Eine Erkrankung, die mit einer Überproduktion männlicher Geschlechtshormone einhergeht, ist das PCO-Syndrom.

Ursachen der Androgenerhöhung
Oftmals lassen sich die Ursachen einer Androgenerhöhung nicht feststellen. Beobachten kann man jedoch die vermehrte Synthese der Nebennieren, insbesondere in jugendlichem Alter und bei Übergewicht der Frau. Während sich die erhöhten Werte bei jugendlichen Frauen noch normalisieren können, ist bei übergewichtigen Frauen eine Diät unumgänglich. Andere Ursachen sind Enzymdefekte, welche die normale Produktion der Hormone beeinflussen. Eine weiterer, jedoch deutlich seltenerer Grund für einen Überschuss an männlichen Hormonen sind Tumore, welche Hormone bilden können und sich meist am Eierstock befinden.

Therapiemöglichkeiten
Als Therapie ist zunächst, sofern bekannt, die Beseitigung der Ursachen anzustreben. Häufig bedeutet das Verminderung des Körpergewichtes. Bei Enzymdefekten werden die fehlenden Hormone (die wegen der Defekte nicht hergestellt werden können) ersetzt; dadurch kommt es zur Normalisierung des Androgenspiegels. Tumore, welche für die Überproduktion verantwortlich sind, müssen entfernt werden. Findet man nur erhöhte Werte, ohne die Ursache feststellen zu können, dann ist eine milde Stimulation der Eierstöcke mit Hormongaben angezeigt.

Erhöhtes Prolaktin

Bei etwa jeder 5. Frau, die trotz normaler Menstruation keinen Eisprung hat, liegt eine Störung des Hormonhaushaltes vor.

Prolaktin
Prolaktin wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet. Während der Stillzeit ist der Prolaktinspiegel im Blut erhöht, da dieses Hormon an der Milchbildung beteiligt ist. Da das Prolaktin den Hypothalamus bei der Ausschüttung des GnRH stört, findet auch keine Produktion des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und des luteinisierenden Hormons (LH) statt.

Bei einer Erhöhung des Prolaktinwertes ist somit die Eizellreifung erheblich behindert und es findet nur selten ein Eisprung statt (Anovulation).

Ursachen

  • Prolaktin ist ein Hormon, welches in Stresssituationen, also unter körperlicher oder seelischer Belastung ansteigt.
    Um bei einer Blutabnahme vernünftige Werte ermitteln zu können, sollte während der Blutabnahme keine Stresssituation bestehen.
  • Medikamente, die die Prolaktinproduktion im Körper anregen, könne auch die Ursache sein.
  • Nicht selten kommt es vor, dass gutartige Knoten in der Hirnanhangsdrüse für die (dann meist sehr stark) erhöhten Prolaktinwerte verantwortlich sind: Diese Knoten sind nicht gefährlich, können aber, wenn Sie wachsen, unter Umständen durch einen Druck auf den Sehnerv zu Sehproblemen führen.

Therapie
Mit verschiedenen Medikamenten kann die Ärztin Einfluss auf die Prolaktinproduktion nehmen. Bei den Medikamenten handelt es sich meist um dieselben Wirkstoffe, die auch beim Abstillen gegeben werden.

Schilddrüsenstörungen

Leichte Unterfunktion
Leichte Schilddrüsenunterfunktionen sind in den jodarmen Gegenden Deutschlands häufig. Sie beeinträchtigen zwar nicht das Wohlbefinden, können aber der Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch sein. Schon eine leichte Störung der Schilddrüsenfunktion kann die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen und ein Grund dafür sein, dass es nicht zu einem Eisprung kommt (Anovulation).

Eine leichte Unterfunktion der Schilddrüse kommt bei mehr als 10% aller Frauen mit Fruchtbarkeitsproblemen vor. Liegt aufgrund eines Jodmangels eine Schilddrüsenunterfunktion vor, ist der gesamte Hormonkreislauf betroffen.

In einer Schwangerschaft kann eine Schilddrüsenstörung zu Entwicklungsstörungen des Kindes führen.
Mehr über Schilddrüsenunterfunktion in der Schwangerschaft.

Die Therapie einer Schilddrüsenerkrankung gehört in die Hände eines Internisten oder Endokrinologen.

Eisprung

Der Eisprung ist ein entscheidender Vorgang im weiblichen Zyklus: Die Eizelle verlässt den Eierstock in Richtung Eileiter und kann befruchtet werden.

Du möchtest wissen, wann Dein Eisprung stattfindet? Oder Du möchtest überprüfen, ob das Ziehen im Bauch ein Hinweis auf den Eisprung ist? Wir zeigen Dir, was beim Eisprung passiert und wann der Eisprung stattfindet.

Der Eisprungtag ist oft ein sehr wichtiger Termin.

Wann ist der Eisprung?

Der Follikelsprung findet ungefähr in der Mitte des Menstruationszyklus statt und fällt in den Zeitraum der fruchtbaren Tage. Der Zeitpunkt des Ausstoßens der Eizelle ist allerdings von Frau zu Frau und von Zyklus zu Zyklus verschieden.

Diese Körpervorgänge finden allerdings nur in einem natürlichen Zyklus statt. Du musst also erst die Pille absetzen bzw. andere hormonelle Verhütungsmittel.

Den genauen Eisprungtermin kann man schwer auf den Tag genau bestimmen.1 Es gibt aber Körpersignale, die nützlich sein können, um den Zeitraum einzugrenzen oder auch, um eisprungfreie Zyklen zu identifizieren.

Möchtest Du wissen, wann Dein Eisprung ist, so kannst Du mehrere Methoden zur Auswertung heranziehen. Den Tag sicher bestimmen kannst Du nur anhand von Eisprung-Symptomen. Diese zeigen Dir entweder den Eisprung im Voraus an oder im Nachhinein, ob überhaupt ein Eisprung erfolgt ist.

Eisprung über die Basaltemperatur eingrenzen

Wenn Du regelmäßig Deine Basaltemperatur misst, kannst Du Deinen Eisprung sicher im Nachhinein feststellen. Zu diesem Zeitpunkt steigt Deine Basaltemperatur nämlich geringfügig an – und mit einem guten Tool wie dem cyclotest mySense oder dem cyclotest myWay kannst Du diesen geringen Temperaturunterschied sicher messen und auswerten.

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Eisprung über den Zervixschleim bestimmen

Der Zervixschleim zählt ebenfalls zu den sicheren Fruchtbarkeitsanzeichen. An den ersten Zyklustagen produzieren die Drüsen des Gebärmutterhalses nur wenig Schleim. Einige Tage vor dem Eisprung nimmt die Produktion der Schleimmenge im Gebärmutterhals zu. Der Schleim ist zunächst milchig und zäh. Kurz vor dem Eisprung ist der Ausfluss dünnflüssig und spinnbar.

cyclotest mySense hat hier den großen Vorteil, dass auch die Eingabe Deines Zervixschleims ausgewertet wird. Dadurch weißt Du schon im Voraus, wann die Phase Deines Eisprungs ist. Die NFP-Methode, also die Kombination aus Temperaturmethode und Zervixschleim, ist dabei die sicherste Methode, um diese Tage einzugrenzen.

Gerade, wenn man wissen will, wann man schwanger werden kann, ist die Zervixschleimbeobachtung interessant. Denn dieser verändert sich bereits vor dem Eisprung und zeigt damit im Voraus an, wann der Eisprung ist. Nach dem Eisprung verändert sich der Schleim wieder.

Durch die Veränderungen des Ausflusses kannst Du Deine fruchtbaren Tage und Deinen Eisprung bestimmen. Es braucht etwas Übung, um die Zervixschleimänderungen „lesen“ zu können, aber es bringt Dir auch Monat für Monat viel Wissen zu Deinem Körper und Zyklus.

Eisprung mit Ovulationstest vorhersagen

Auch mit einem Ovulationstest kannst Du den Eisprungtermin näher bestimmen, denn 24 – 36 Stunden vor dem Eisprung steigt die LH-Konzentration in Deinem Körper merklich an. Und dieses Hormon kannst Du in Deinem Urin mit einem Ovu-Test einfach messen. Der Aufwand ist relativ gering und die Durchführung einfach.

Aber Achtung! Zum Erreichen einer Schwangerschaft ist diese Methode gut geeignet. Da aber Spermien einige Tage im Körper überleben können, solltest Du Dich nicht ausschließlich darauf verlassen, das LH in Deinem Urin zu messen. Den dieses steigt erst kurz vor dem Eisprung an. Die Wahrscheinlichkeit ist gegeben, dass ein wartendes Spermium zu einer Befruchtung führt.

Wann ist der Eisprung? Unsichere Methoden

Viele Frauen verwenden die Kalendermethode, um zu bestimmen, wann der Eisprung stattfindet. Basierend auf Deiner wahrscheinlichen Zykluslänge kannst Du den Eisprungtermin berechnen, indem 14 Tage rückwärts vom voraussichtlichen Tag der nächsten Periode gerechnet werden. Der Zyklusbeginn (1. Tag der Menstruation) kann in einem Regelkalender festgehalten werden. Auf Basis der bisherigen Regelblutungen wird dann der nächste 1. Zyklustag geschätzt.

Auch Eisprungrechner bzw. Eisprungkalender aus dem Internet basieren auf dieser Berechnung. Mit der Kalendermethode erhältst Du allerdings kein zuverlässiges Ergebnis, da jeder Zyklus unterschiedlich ist und Du nicht weißt, wann der Beginn Deines nächsten Zyklus sein wird.

Andere wiederum verspüren um den Eisprung herum den sog. Mittelschmerz, der als ziehender oder stechender Schmerz beschrieben wird und einseitig auftritt. Er kann als deutliches Eisprungzeichen gewertet werden; den exakten Tag kann man damit aber nicht hundertprozentig berechnen.

Was passiert beim Eisprung?

Die Eizelle reift als Eibläschen im Eierstock heran und wird an dem Tag, an dem sie reif ist, in den Eileiter ausgestoßen. Diesen Vorgang nennt man Eisprung oder Ovulation. Ob er im linken oder rechten Eierstock ausgelöst wird, ist zumeist zufällig.

Was ist der Eisprung?

Wenn sich der Eisprungtag nähert, produziert der Körper größere Mengen Östrogen und der Östrogenspiegel steigt an. Durch das Östrogen ist die Gebärmutterschleimhaut angewachsen. Die hohe Östrogenkonzentration führt im Zyklus der Frau zu einem raschen LH-Anstieg und einem erhöhten Progesteron-Level. Das Progesteron bewirkt jetzt eine weitere Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des befruchteten Eies.

Dieses sorgt wiederum dafür, dass an einem Tag die Eihülle des am weitesten gereiften Follikels platzt und die reife Eizelle aus dem Eierstock ausgestoßen wird. Die Eizelle wandert dann den Eileiter hinab bis zur Gebärmutter. Dort wird sie dann während der nächsten Menstruationsblutung ausgestoßen, falls keine Befruchtung durch ein Spermium erfolgt.

Eine Eizelle ist eigentlich nur bis zu 24 Stunden überlebens- und befruchtungsfähig. Aber: Schwanger werden kannst Du dennoch an bis zu 6 Tagen rund um Deinen Eisprung, da Du auch die Überlebensdauer der Spermien mit berücksichtigen musst. Diese können nämlich bei Sex vor dem Eisprung einfach noch eine Weile abwarten und bleiben in der Gebärmutter bis zu 5 Tage befruchtungsfähig.

Hast Du also ungeschützten Geschlechtsverkehr in diesen Tagen, kann es zur Befruchtung der Eizelle und ihrer Einnistung in die Gebärmutter kommen: Eine Schwangerschaft tritt ein.

Kein Eisprung?

Um mit Sicherheit das Vorliegen eines Follikelsprungs feststellen zu können, eignet sich, wie oben beschrieben, am besten die Messung der Temperatur beim Aufwachen. Die Körpertemperatur weist bei fehlendem Eisprung keinen Anstieg aus. Wenn dieser also ausbleibt, kann man davon ausgehen, dass keiner stattgefunden hat. Auch ein Arzt kann mittels Ultraschalluntersuchung oder Blutuntersuchung feststellen, dass kein Follikelsprung passiert ist.

Warum kein Eisprung?

Es ist vollkommen normal, wenn es mal einen Zyklus ohne Eisprung und es damit nur unfruchtbare Tage gibt. Es gibt Faktoren, die die Ovulation beeinflussen können, dazu zählen eine Schilddrüsenüber- oder Unterfunktion, bestimmte Medikamente sowie übermäßiger Konsum von Alkohol. Es gibt zudem eine Vielzahl von äußeren und inneren Einflüssen, die einen Zyklus ohne Follikelsprung nach sich ziehen können. Dazu zählen Diäten, Reisen, Klimaveränderungen, Krankheiten sowie ein Zuviel an Stress. Darauf reagieren manche Frauen sensibler als andere.

Zyklen ohne Eisprung sind aber erst dann als Krankheitsanzeichen zu sehen, wenn sie über einen längeren Zeitraum auftreten. Gerade in jungen Jahren und bei älteren Frauen kommen einzelne solcher Zyklen hin und wieder vor. Das Auftreten der Regelblutung ist übrigens nicht zwangsläufig ein Hinweis darauf, dass auch ein Eisprung stattgefunden hat. Wenn keiner stattfindet, kann dies aber wiederum zum Ausbleiben der Monatsblutung führen.

Kein Eisprung – Wie kann dem Ei auf die Sprünge geholfen werden?

Gibt es tatsächlich keine Eisprung-Anzeichen und auch keinen Eisprung, sollte man nicht in Panik verfallen. Eine ausgewogene Ernährung, weniger Stressbelastung sowie bestimmte Heilkräuter können unter Umständen schon dabei unterstützen, den Zyklus zu harmonisieren und zu fördern, dass eine Eizelle springt. Tipps zu diesen Themen findest Du auf unserer Seite „Unregelmäßiger Zyklus“.

Möchtest Du Deinen Kinderwunsch erfüllen, fragst Du Dich sicher, was man bei einem ausbleibenden Eisprung tun kann, um die Chancen auf eine Befruchtung zu erhöhen. Diskutiert werden hier auch bestimmte Medikamente wie Clomifen, welches die Hirnanhangdrüse dazu stimuliert, das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH) herzustellen. Diese Hormone können beim Auslösen des Eisprungs unterstützen und Dir helfen.

Es ist sinnvoll, Deinen Frauenarzt mit ins Boot zu holen, vor allem, wenn Du einen Babywunsch hast. In der Regel untersucht er Dein Blut, führt einen Ultraschall durch und klärt ab, ob eine Hormonstörung vorliegt, z. B. eine Gelbkörperschwäche.

Auch PCO kann Ursache eines seltenen oder ausbleibenden Eisprungs sein. Hierdurch kann es Probleme mit der Fruchtbarkeit geben, wodurch eine Schwangerschaft erschwert wird.

Eisprung
Was Sie über Zyklus und Fruchtbarkeit wissen sollten

Es kann durchaus wichtig werden für Sie, Ihre fruchtbaren Tage zu kennen. Etwa wenn Sie ungeschützen Verkehr hatten. Aber vor allem, wenn Sie gerade die Pille abgesetzt haben und schwanger werden wollen.

Viele Frauen beobachten in dieser Situation Ihren Körper in der Zyklus-Mitte sehr achtsam. Einige von ihnen meinen sogar, Ihren Eisprung erfühlen zu können. Doch damit liegen sie leider selten richtig, weiß Professor Henry Alexander, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Leipzig. Hier lernen Sie, wie Sie Ihre fruchtbaren Tage richtig einschätzen.

Was ist ein Eisprung?

Der Eisprung, auch Ovulation oder Follikelsprung genannt, ist ein zentraler Zeitpunkt innerhalb des Menstruationszyklus‘. Dabei öffnet sich das in der ersten Zyklushälfte im Eierstock herangereifte Eibläschen und setzt eine befruchtungsfähige Eizelle frei. Von einem der beiden Eierstöcke aus wandert die Eizelle dann durch den Eileiter zur Gebärmutter. In der Regel dauert diese „Ovulationsphase“ 3 bis 4 Tage und findet etwa in der Mitte des Zyklus statt, also ungefähr 14 Tage nach dem ersten Tag der Periode.

Warum ist der Eisprung wichtig für die Schwangerschaft?

Ob eine weibliche Eizelle befruchtet wird oder nicht, entscheidet sich bei Frauen, die nicht verhüten, während des Follikelsprungs. In diesem Zeitfenster haben Frauen ihre „fruchtbaren Tage“. Denn wenn während des Eisprungs Spermien in den Eileiter gelangen, können diese die reife Eizelle befruchten und eine Schwangerschaft ermöglichen.

So erkennen Sie Anzeichen einer Eileiterschwangerschaft

Kommt der Eisprung immer zum selben Zeitpunkt?

Dass der Eisprung nach 14 Tagen stattfindet, weil Frauen ja alle 28 Tage ihre Regel haben, stimmt nur in manchen Fällen. „70 Prozent der Frauen haben ihren Eisprung nach dem 15. oder vor dem 13. Zyklustag. Bei 5 Prozent der Frauen lag der Zeitpunkt des Eisprungs sogar nach dem 27. Tag“, sagt Professor Henry Alexander.

Die 10 wichtigsten Fakten zum Thema Fruchtbarkeit

Jacob Lund / .com Es stimmt nicht, dass Frauen, die sehr viel Sport treiben, keinen Eisprung haben.

Stören Faktoren wie Übergewicht oder Leistungssport die Fruchtbarkeit?

Das kommt drauf an. Ganz allgemein gibt Alexander Entwarnung: „Viel und extremer Sport sowie starkes Übergewicht steigern die Fruchtbarkeit zwar nicht unbedingt, aber ein Eisprung findet meist trotzdem statt.“ Dann stellt sich aber die Frage: Was ist viel Sport und was zu viel? US-Forscher sagen, dass es Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben kann, wenn Sie täglich trainieren oder regelmäßig Sport bis zur totalen Erschöpfung betrieben. Mehr dazu hier:

So gefährdet zu viel Training Ihre Fruchtbarkeit

Zu große Belastung ist allerdings auch in anderer Hinsicht ein Problem: „Richtig ist, dass zu viel Stress nicht gut für die Empfängnis ist“, sagt der Mediziner.

Was sagt die Körpertemperatur über den Eisprung?

Einiges, wenn richtig gemessen wird. Das Problem: Ihr Körper unterliegt ständig Temperaturschwankungen. Während des Schlafs sinkt die Temperatur etwa auf ein relatives Minimum, die sogenannte Basaltemperatur. Viele Frauen messen ihre Basaltemperatur allmorgendlich um dieselbe Uhrzeit, um die hormonellen Abläufe in ihrem Körper ablesen zu können und herauszufinden, welcher Zeitpunkt in Sachen Familienplanung der günstigste ist. „Ein Messpunkt am Tag ist jedoch viel zu wenig, zudem erfordert es extrem viel Disziplin, tatsächlich jeden Morgen dieselbe Zeit zu erwischen“, sagt der Experte aus Leipzig.

Gibt es bei einem verlängertem Zyklus keinen Eisprung?

Das lässt sich so nicht sagen. Es gibt Frauen, die lediglich 3- oder 4-mal im Jahr ihre Regel haben. Steht ein Kinderwunsch an, bekommen sie häufig Hormone, um einen „normalen“ Zyklus von etwa 28 Tagen herzustellen. Die Chance auf eine Schwangerschaft muss dies nicht unbedingt verbessern, im Gegenteil: Der Eisprung wird dann häufig wegkuriert. „Ohne Hormone kann eine Frau auch am 28. oder am 36. Zyklustag schwanger werden. Das ist alles erstens schon vorgekommen und zweitens normal“, so Professor Alexander.

Kinderwunsch? Ja, nein, vielleicht?

Kann ich die fruchtbaren Tage mit Urinstreifen bestimmen?

Jein. Mit einem Urinstreifen lässt sich die Konzentration des Luteinisierenden Hormons, kurz LH genannt, im Urin messen. Dies ist ein Indikator für den Eisprung. „Häufig liegen jedoch die Frauen, die ihren Hormonspiegel mit diesen Streifen bestimmen, daneben“, weiß Professor Alexander. In klinischen Studien lag die höchste LH-Konzentration durchschnittlich mehr als 24 Stunden nach dem Eisprung. Und nicht, wie angenommen, davor.

Maksym Azovtsev / .com Viele Frauen meinen, ihren Eisprung zu spüren. Eher unwahrscheinlich…

Kann ich den Zeitpunkt meines Eisprungs fühlen?

Auch wenn das viele Frauen von sich behaupten, ist das so nicht haltbar. „Klinische Studien haben bewiesen, dass etwa 85 Prozent der Frauen, die einen selbst gespürten Termin für den Eisprung angaben, daneben lagen“, sagt Professor Alexander.

Ist Sex am Tag des Eisprungs der sicherste Weg, schwanger zu werden?

Das klingt schlau, ist aber nicht besser als an anderen Tagen. „Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, ist erstaunlich gering. Sogar wenn eine Frau jeden Tag Sex hat, liegt die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, bei lediglich 37 Prozent“, so der Mediziner. Wenn Sie einmal pro Woche Sex haben, wie das bei Langzeit-Paaren oftmals der Fall ist, liegt die Chance nur noch bei 15 Prozent. Häufig dauert es 12 Zyklen, bis sich der ersehnte Nachwuchs ankündigt. Auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel.

Daran erkennen Sie eine vorzeitige Menopause

Ist bei Sex vor dem Eisprung eine Schwangerschaft ausgeschlossen?

Klares Nein. „Spermien überleben bis zu fünf Tage im Körper der Frau. Das bedeutet, sie kann auch schwanger werden, obwohl die letzte Liebesnacht vier oder fünf Tage vor dem Eisprung stattgefunden hat“, so Professor Alexander. Nach der Ovulation hält sich das Ei etwa 24 Stunden. Für den Rest des Zyklus ist es dann nicht mehr wahrscheinlich, schwanger zu werden.

Es ist für jede Frau wichtig, über ihren Eisprung und ihre fruchtbaren Tage Bescheid zu wissen. Wenn Sie trotzdem nicht sofort schwanger werden, liegt das nicht an Ihnen, sondern ist ganz natürlich. Denn die Chance, schwanger zu werden, liegt pro Zyklus bei nur 15 Prozent. Das Wichtigste ist, entspannt zu bleiben und ein gutes Körpergefühl zu behalten.

Kein Eisprung: Hormontherapie oder Gewichtsveränderung können helfen

Wenn kein Eisprung stattfand, kommt es nicht zur Schwangerschaft. Eine Ursache dafür ist, dass sich der weibliche Körper vor zu hoher Belastung schützt. Der Kinderwunsch muss deshalb nicht unerfüllt bleiben, denn in den meisten Fällen weiss die Medizin Rat.

Wenn es mit der Schwangerschaft nicht klappen will, kann es auch daran liegen, dass kein Eisprung stattfindet. Foto: Jupiterimages, Brand X Pictures, Stockbyte, Thinkstock

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Vor einem Eisprung wachsen in den Eileitern kleine Bläschen heran und zwar rund 10 bis 20 in jedem Eierstock. Jedes enthält eine Eizelle. Diese werden als Follikel bezeichnet. Eines dieser Follikel entwickelt sich am besten und platzt. Die reife Eizelle wird ausgestossen und wandert in Richtung Gebärmutter. Der Eisprung findet etwa in der Mitte des Zyklus statt, wobei sich der genaue Zeitpunkt nicht genau vorhersagen lässt.

Nicht selten kommt es vor, dass bei Frauen ab dem 30. Lebensjahr kein Eisprung stattfindet, und zwar auch dann, wenn die Monatsblutung ganz regelmässig stattfindet. Zugleich ist es auch möglich, dass bei einem fehlenden Eisprung die Blutung ausbleibt oder der Zyklus plötzlich unregelmässig wird. Wer sich in diesem Punkt nicht ganz sicher ist oder Unregelmässigkeiten bei der Periode feststellt, sollte einen Termin mit seinem Gynäkologen abmachen. Ob kein Eisprung, im Fachjargon Anovulation genannt, stattgefunden hat, wird der Arzt mit Hilfe eines Ultraschalls oder einer Blutuntersuchung feststellen.

Kein Eissprung: Ursachen

Nicht selten sind die Hormone am fehlenden Eisprung schuld, weshalb der Arzt die Eierstöcke, die Schilddrüse und die Nebennieren genau untersuchen wird. Bei einem Jodmangel kann es beispielsweise zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommen, welche den Eisprung verhindern kann. Der Hormonhaushalt kann auch durch grosse körperliche Belastungen durcheinander geraten: zum Beispiel durch eine hohe Gewichtsabnahme oder Durchblutungsstörungen. Bei fünf Prozent aller Frauen kann eine Gelbkörperschwäche zum fehlenden Einsprung beitragen, was dazu führt, dass die Gebärmutterschleimhaut nicht aufrechterhalten bleibt. Einige Frauen produzieren zu viele männliche Hormone, welche den Eisprung verhindern. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom PCO Syndrom.

Kein Eisprung: Behandlungsmöglichkeiten

Insgesamt können die Behandlungsmöglichkeiten sehr vielfältig sein, wobei der Arzt zuerst die Ursache finden muss. Sind zu viele männliche Hormone vorhanden, dann kann eine Gewichtsabnahme helfen. Eine weitere Möglichkeit der Behandlung kann die Gewichtszunahme sein, so zum Beispiel bei geringem Körpergewicht unter dem BMI. Mit Hilfe von zahlreichen Hormonpräparaten, hierzu gehören unter anderem Clomifen und Mönchspfeffer, kann die Eizellenreifung angeregt werden.

Weitere Informationen zur einer der häufigsten Ursachen für Unfruchtbarkeit, dem PCO-Syndrom lesen Sie auf den Seiten des Gynäkologen Lagger aus Bern unter www.dr-lagger.ch

Fruchtbarkeitsprobleme

Unfruchtbarkeit betrifft einen hohen Anteil der Bevölkerung – bei ungefähr 16 % der Paare kommt es auch nach einem Jahr ungeschütztem Geschlechtsverkehr nicht zu einer Empfängnis.1 In diesem Artikel befassen wir uns mit verschiedenen Problemen, die die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen beeinträchtigen können:

  • Bei ungefähr einem Drittel der Fälle von Unfruchtbarkeit liegt die Ursache bei den Frauen, bei 20 % ist die Unfruchtbarkeit bei den Männern begründet und bei fast der Hälfte der Fälle liegt die Ursache bei beiden Partnern oder ist nicht erklärbar.2
  • Bei Frauen steht die Unfruchtbarkeit häufig in Zusammenhang mit Hormonen oder Problemen der Eileiter oder der Gebärmutter.
  • Wenn eine Frau keinen Eisprung hat, ermöglicht eine frühzeitige Ermittlung dieses Problems, dass geeignete klinische Maßnahmen ergriffen werden können.
  • Bei Männern wird Unfruchtbarkeit häufig durch eine geringe Spermienzahl und eine erektile Dysfunktion verursacht.
  • Aspekte der Lebensführung, wie Gewicht sowie Nikotin- und Alkoholkonsum, können bei Männern und Frauen die Fruchtbarkeit verringern.
  • Wenn Sie seit einem Jahr erfolglos versuchen, schwanger zu werden, und Sie unter 35 Jahren sind, sollten Sie sich von Ihrem Arzt beraten lassen. Wenn Sie älter als 35 Jahre sind, sollten Sie bereits nach 6 Monaten einen Arzt aufsuchen, und wenn Sie über 40 Jahre alt sind, wenden Sie sich direkt an Ihren Arzt.

Welche Faktoren verursachen Fruchtbarkeitsprobleme?

Verstehen Sie die Gründe und erkunden Sie die Möglichkeiten.

Wenn Sie mehr über die Ursachen von Fruchtbarkeitsproblemen von Frauen, Männern und Paaren erfahren möchten, lesen Sie den nachstehenden Text über die häufigsten Erkrankungen oder Ursachen für Unfruchtbarkeit. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Sie sollten Ihren Arzt aufsuchen, um Unterstützung für Ihre individuelle Situation zu erhalten.

Welche Faktoren wirken sich auf die Fruchtbarkeit von Frauen aus?

Es gibt zwei Bereiche, in denen etwas schief laufen kann und die eine Schwangerschaft erschweren – dies sind Probleme mit den Hormonen sowie mit den Eileitern und der Gebärmutter.

1. Hormonelle Probleme

Anovulation

Der Eisprung wird durch Ihre Fruchtbarkeitshormone gesteuert. Wenn Ihr Hormonspiegel aus irgendeinem Grund gestört ist, kann sich dies auf den Eisprung auswirken. Anovulation bedeutet, dass der Eierstock der Frau nicht in der Lage ist, Eizellen zu produzieren, diese ausreifen zu lassen bzw. freizusetzen.

Bei den meisten Frauen kommt es im Laufe ihrer gebärfähigen Lebensphase irgendwann zu Menstruationszyklen ohne Eisprung. Bei jungen Frauen, deren Periode erst begonnen hat, oder bei älteren Frauen, die sich der Menopause nähern, kommt dies häufig vor, aber auch bei gesunden Frauen mit einem regelmäßigen Menstruationszyklus treten Zyklen ohne Eisprung auf.

Einige Frauen leiden unter einem chronischen Ausbleiben des Eisprungs (chronische Anovulation), was ein Hinweis auf eine zugrunde liegende hormonelle Störung sein kann, wie z. B. das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS), das eine natürliche Empfängnis erschwert.3

Ein Zeichen dafür kann beispielsweise eine unregelmäßige oder das Ausbleiben der Periode sein.

Hormonelle Störungen, die sich auf den Eisprung auswirken, können von vielen Faktoren abhängen. Dazu zählen starke Gewichtsveränderungen, Stress, anstrengender Sport und Krankheiten.

Wenn eine gesunde Frau mit einem regelmäßigen Menstruationszyklus Ovulationstests oder den Clearblue Fertilitätsmonitor Advanced verwendet und vereinzelte Zyklen ohne Eisprung feststellt, so ist dies ganz normal und sollte keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben. Wenn Ovulationstests jedoch in drei aufeinanderfolgenden Zyklen keinen LH-Anstieg erkennen können („Maximale Fruchtbarkeit“ beim Clearblue Fortschrittlich & Digital Ovulationstest), empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen.

Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)

Der Begriff „polyzystische Eierstöcke“ beschreibt Eierstöcke, die zahlreiche kleine „Zysten“ oder Follikel mit nicht richtig ausgereiften Eizellen enthalten, die häufig durch ein hormonelles Ungleichgewicht entstehen. Zu den Symptomen zählen eine unregelmäßige Periode oder das Ausbleiben der Periode, Gewichtszunahme sowie Probleme, schwanger zu werden. In Großbritannien leidet schätzungsweise jede fünfte Frau an polyzystischen Eierstöcken.4

Kurze Lutealphase

Ist der Zeitraum zwischen Ihrem Eisprung und dem Beginn Ihrer nächsten Periode zu kurz (kürzer als 10 Tage), kann dies bedeuten, dass zwar eine Empfängnis stattfindet, aber dass die befruchtete Eizelle abgestoßen wird, bevor sie sich in der Gebärmutterschleimhaut einnisten kann. Dies können Sie mit einem Ovulationstest oder Fertilitätsmonitor feststellen. Um die Länge Ihrer Lutealphase zu bestimmen, zählen Sie die Tage ab dem zweiten Tag mit maximaler Fruchtbarkeit bis zum Beginn der Periode. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Lutealphase zu kurz ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, da dies möglicherweise behandelbar ist.

Meine Zyklen sind sehr kurz. Ist das der Grund, warum ich nicht schwanger werde?

Professor Michael Thomas

Die normale Zykluslänge beträgt zwischen 23 und 35 Tagen. Bei Zyklen, die länger oder kürzer sind, kann es möglicherweise zu Fruchtbarkeitsproblemen kommen. Im Laufe der gebärfähigen Jahre einer Frau liegen die Zyklen in der Regel in diesem Zeitrahmen. Wenn Ihre Zyklen meistens kürzer als 23 Tage sind, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Die Verwendung eines Fertilitätsmonitors oder Ovulationstests zur Heimanwendung unterstützt Sie dabei, den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen.

Frühe Menopause

Sobald Sie in der Menopause sind, ist eine Schwangerschaft nicht mehr möglich. In der Zeit vor der Menopause (die Perimenopause) kann es sehr schwierig sein, schwanger zu werden. Wenn Ihre Mutter früh in die Menopause kam, besteht auch bei Ihnen eine höhere Wahrscheinlichkeit dafür. Sollten Sie also von einer evetuellen frühen Menopause betroffen sein, wenden Sie sich an Ihren Arzt, um über Ihre Familienplanung zu sprechen.

2. Probleme der Eileiter oder der Gebärmutter

Die Eileiter transportieren die Eizelle vom Eierstock in die Gebärmutter. Eine Blockade in Ihren Eileitern verhindert, dass Sperma die Eizelle erreichen kann; Tumore in der Gebärmutter können das Einnisten einer befruchteten Eizelle verhindern.

Unbehandelte Chlamydieninfektion

Die häufigste Ursache für eine Blockade der Eileiter ist eine unbehandelte Chlamydieninfektion. Bei Chlamydien handelt es sich um eine häufig auftretende Infektion, die durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen wird. Manche Frauen sind sich überhaupt nicht bewusst, dass sie jemals eine Chlamydieninfektion hatten, da häufig keine Symptome auftreten. Wenn die Möglichkeit besteht, dass Sie eine Chlamydieninfektion gehabt haben, sollten Sie bei Ihrem Arzt einen Test durchführen lassen.

Myome der Gebärmutter

Hierbei handelt es sich um anormale Wucherungen der Gebärmuttermuskulatur, die zu einer Blockade der Eileiter führen können oder verhindern, dass eine befruchtete Eizelle sich einnisten kann. Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Arzt und lassen Sie sich beraten.

Endometriose

Bei einer Endometriose wächst Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter. Dadurch kann es zu einer Blockade der Eileiter und somit zu einer Verhinderung der Befruchtung kommen. Endometriose kann auch der Grund für eine sehr starke oder sehr schmerzhafte Periode sein. Sie kann medikamentös oder durch operatives Entfernen des überschüssigen Gewebes behandelt werden. Ihr Arzt kann Sie hierzu ausführlich beraten.

Ich leide an Endometriose und befürchte, dass ich vielleicht nicht schwanger werden kann. Ist das wahr?

Professor William Ledger, Fruchtbarkeitsspezialist

Viele Frauen mit leichter Endometriose können ganz normal empfangen, jedoch ist das Risiko von Fruchtbarkeitsproblemen bei diesen Frauen höher. Schwere Endometriose kann zu einer Schädigung der Eileiter und Eierstöcke führen, und Verklebungen, die mit einer Endometriose verbunden sein können, können die Eileiter blockieren. Ihre Frauenärztin bzw. Ihr Frauenarzt kann Sie über mögliche Vorgehensweisen in diesem Fall beraten. Wenn Sie an Endometriose leiden, sollten Sie nicht länger als ein paar Monate versuchen, schwanger zu werden, bevor Sie einen Arzt aufsuchen.

Was sind die typischen Ursachen für Fruchtbarkeitsprobleme beim Mann?

Es gibt drei Hauptursachen für die Beeinträchtigung der männlichen Fruchtbarkeit: geringe Spermienzahl oder schlechte Spermienqualität, erektile Dysfunktion und weitere seltenere Ursachen.

Geringe Spermienzahl oder schlechte Spermienqualität

Wenn das männliche Ejakulat nicht die gewöhnliche Spermienzahl aufweist, sind die Chancen, dass es zu einer Befruchtung einer Eizelle durch ein Spermium kommt, verringert. Ist die Spermienqualität schlecht, erreichen die Spermien möglicherweise nicht die Eizelle und können nicht die Membran durchdringen, um die Eizelle zu befruchten.

Wenn die Temperatur der Hoden zu sehr ansteigt, kann die Spermienproduktion eingeschränkt sein. Durch eine locker sitzende Unterwäsche kann Ihr Partner dafür sorgen, dass die Temperatur seiner Hoden nicht zu sehr ansteigt. Die Spermienzahl und -qualität kann durch einen einfachen Test, der bei Ihrem Arzt erhältlich ist, bestimmt werden.

Erektile Dysfunktion

Wenn ein Mann aufgrund körperlicher oder psychologischer Probleme keine Erektion bekommt oder diese nicht aufrechterhalten kann, fällt ihm der Geschlechtsverkehr möglicherweise schwer. Dieses Problem ist behandelbar, bitten Sie Ihren Arzt um weitere Informationen.

Weitere Faktoren

Zu den weniger verbreiteten Ursachen von Fruchtbarkeitsproblemen bei Männern zählen eine Blockade des Samenleiters, der die Spermien aus den Hoden weiterleitet, eine genetische Erkrankung, hormonelle Probleme oder weitere seltenere Erkrankungen. Ihr Arzt kann anhand von Tests die Ursache dieser Probleme feststellen.

Weitere Faktoren für eine verminderte Fruchtbarkeit

Es gibt weitere Faktoren, die die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen beeinträchtigen können.

Konsum von Alkohol

Sowohl die Fruchtbarkeit von Frauen als auch von Männern kann durch einen zu hohen Alkoholkonsum beeinträchtigt werden. Eine Verringerung der von Ihnen konsumierten Alkoholmenge kann Ihre Chancen erhöhen, schwanger zu werden. Beachten Sie außerdem, dass Alkoholkonsum während einer Schwangerschaft zu Gesundheitsschäden beim Baby führen kann. Wenn Sie also ein Kind bekommen möchten, ist es sinnvoll, den Alkoholkonsum schon jetzt deutlich zu verringern, denn Sie wissen ja nicht genau, wann Sie schwanger werden.

Konsum von Tabak

Im Vergleich zu Nichtrauchern können Raucher eine geringere Spermienzahl und/oder eine höhere Zahl abnormer Spermien aufweisen. Bei Frauen kann sich der Tabakkonsum auf die Fruchtbarkeit auswirken und eine frühe Menopause auslösen. Tabakkonsum kann auch das Risiko für eine Fehl- oder Frühgeburt erhöhen. Rauchen ist schädlich für die Gesundheit Ihres ungeborenen Kindes, deshalb sollten Sie unbedingt mit dem Rauchen aufhören, bevor Sie schwanger werden.

Sowohl Sie als auch Ihr Partner sollten versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören, wenn Sie schwanger werden möchten.

Freizeitdrogen

Heutzutage werden viele verschiedene Freizeit- und illegale Drogen konsumiert und die Auswirkungen dieser Drogen auf die Fruchtbarkeit sind nicht ausreichend untersucht. Da viele Drogen schädliche Auswirkungen auf die Entwicklung von Babys haben, sollten Sie den Konsum von Freizeit- und illegalen Drogen sofort einstellen, wenn Sie schwanger werden möchten.

Gewicht

Über- oder Untergewicht kann Ihren Menstruationszyklus verändern und die Chancen einer Empfängnis verringern. Übergewichtige Männer haben eine niedrige Spermienzahl und eine schlechte Spermienqualität. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer medizinischen Fachkraft über Ihr Idealgewicht und gegebenenfalls über Möglichkeiten der Gewichtszunahme bzw. -abnahme.

Medikamente

Wenn Sie oder Ihr Partner Arzneimittel einnehmen, klären Sie mit Ihrem Arzt ab, dass diese Medikamente nicht zu einer Verringerung Ihrer Fruchtbarkeit führen. Sollten diese Medikamente jedoch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Alternativen es gibt.

Gleitmittel

Vaginale Trockenheit ist stärker verbreitet als man zunächst annehmen könnte. Eine in 11 Ländern mit 6.500 Frauen durchgeführte Studie hat ergeben, dass bis zu 18 % der Frauen zwischen 18 und 34 Jahren immer oder häufig unter vaginaler Trockenheit leiden.5 Da Versuche, schwanger zu werden, mit häufigem Geschlechtsverkehr verbunden sind, kann sich die vaginale Trockenheit noch verschlechtern. Einige der gebräuchlichsten Gleitmittel können negative Auswirkungen auf Spermien haben, daher kann die Verwendung eines solchen Gleitmittels die Chancen verringern, schwanger zu werden. Spermienfreundliche Gleitmittel sind im Handel erhältlich.

Alter

Eine Frau verfügt bei ihrer Geburt über genügend Eizellen, die für ihr ganzes Leben ausreichen. Die Anzahl der Eizellen nimmt mit dem Alter allmählich ab. Ab einem Alter von 38 bis 40 Jahren nimmt diese Zahl schneller ab und auch die Qualität der Eizellen verringert sich. Wenn Sie älter als 35 Jahre sind, sollten Sie nachdem Sie etwa sechs Monate versucht haben, schwanger zu werden, einen Arzt aufsuchen. Wenn Sie über 40 Jahre alt sind, sollten Sie sich sofort von Ihrem Arzt bezüglich einer Schwangerschaft beraten lassen. Über die Fruchtbarkeit älterer Männer ist weitaus weniger bekannt. Allerdings weiß man, dass sie ab einem Alter von 40 Jahren ebenfalls abnimmt.

Nicht erklärbare Unfruchtbarkeit

Manchmal weisen alle klinischen Tests normale Werte auf und Sie werden trotzdem nicht schwanger, obwohl Sie es bereits mehrere Jahre versuchen. Eine solche Situation kann sehr frustrierend und belastend sein, da es keine offensichtliche Ursache dafür gibt, die behandelt werden könnte. Es wird angenommen, dass ungefähr ein Drittel aller Frauen, die sich in einer Partnerschaft mit nicht erklärbarer Unfruchtbarkeit befinden, innerhalb von drei Jahren ohne medizinische Intervention schwanger wird.3

Nicht immer findet er monatllich statt

Kein Eisprung – Auch das liebe Alter spielt hierbei eine Rolle

Bild:©Anatolii – Fotolia.com

Kein Eisprung bedeutet keine Möglichkeit schwanger zu werden. Es ist aber auch kein Grund zur Panik. Denn bei jeder Frau kommt es hin und wieder einmal vor, dass der Körper sich denkt: Diesen Monat lass ich kein Ei springen. In manchen Lebenssituationen ist es auch nur ganz natürlich, dass es zu keinem Eisprung kommt. Hier schützt sich der Körper vor zu hoher Belastung. Es kann aber auch andere Ursachen dafür geben, dass es nicht zum Eisprung kommt. Zum Glück weiß hier die Medizin meist Rat.
Der Eisprung
Als Wunschmami kann es nicht schaden, dass ein oder andere über den Zyklus zu wissen. Bevor es zu einem Eisprung kommt, wachsen in den Eileitern auf jeder Seite ungefähr 20 kleine Bläschen heran. Die größte und am besten ausgebildeste macht das Rennen. Sie springt! Das bedeutet das Follikelbläschen platzt auf und die Eizelle wandert los in Richtung Gebärmutter. Ungefähr in der Zyklusmitte findet der Eisprung statt, aber er lässt sich keineswegs genau hervorsagen. Dein Körper ist ja keine perfekt gestellte Uhr und so kann sich auch der Eisprung verschieben.
Kann ein Eisprung ausbleiben?
Gerade bei Frauen über 30 ist es normal, dass hin und wieder der Eisprung ausbleibt. Hier kann Dein Körper Dir auch einen Streich spielen, denn Deine Regel kann ganz regelmäßig auftreten und Du merkst gar nicht, dass keine Eizelle auf Wanderschaft gegangen ist. Kein Eisprung kann aber auch zum Ausbleiben der Regel führen oder zu einem sehr unregelmäßigen Zyklus. Wenn Du einen unerfüllten Kinderwunsch hegst und vielleicht noch zusätzlich eine unregelmäßige Periode hast, steht der Besuch beim Frauenarzt an.
Feststellung
Hattest du keinen Eisprung, kann der Arzt das anhand einer Blutuntersuchung oder eines Ultraschalls feststellen. Auch die natürliche Familienplanung kann Dir helfen: Miss regelmäßig Deine Basaltemperatur und beobachte, ob Du eine erhöhte Körpertemperatur in der zweiten Hälfte des Zyklus hast. In diesem Fall kannst Du aufatmen, denn Dein Eisprung lässt Dich nicht im Stich.
Häufig liegen die Ursachen im den Tiefen des weiblichen Hormonhaushalts begraben. Deshalb untersucht Dein Arzt auch die Funktionsweise aller Hormonsysteme, die am Zyklus beteiligt sind, wie zum Beispiel die Eierstöcke und die Hirnanhangdrüse. Auch die Schilddrüse und die Nebennieren können die Bösewichte sein, wenn der Eisprung ausbleibt. Nimmst du zum Beispiel zu wenig Jod zu Dir, kann das zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen. Jede Zehnte mit unerfülltem Babywunsch hat dieses Problem. Die Produktion der wichtigen Hormone für den Eisprung, LH und FSH, wird in den Steuersystemen Hirnanhangdrüse und Hypothalamus vorangetrieben. Wenn die Steuerung nicht funktioniert, bleibt der Eisprung auf jeden Fall aus. Das Hormoncockpit wird durch Stress, starke Gewichtsabnahme oder enorme körperliche Belastungen aus dem Ruder gebracht. Ganz selten sind auch Tumore oder Durchblutungsstörungen verantwortlich, wenn das Steuersystem seinen Kurs verliert.
Und immer wieder die Hormone. Sie werden zu Deinen besten Freunden werden, vor, während und nach der Schwangerschaft. Sie sind für Deinen Eisprung verantwortlich, machen Dich übermäßig sensibel während der Schwangerschaft und sorgen dafür, dass Du Deinen Nachwuchs stillen kannst. Bei 5 % aller Frauen mit Kinderwunsch ist die Gelbkörperschwäche Schuld daran, dass kein Eisprung stattfindet. Der Körper produziert zu wenig Progesteron; die Gebärmutterschleimhaut kann nicht aufrecht erhalten werden. Zu viele männliche Hormone können ebenfalls verantwortlich für das Ausbleiben des Eisprungs sein. Befindet sich zu viel Prolaktin in Deinem Hormonhaushalt, kannst Du ebenfalls nicht schwanger werden. Prolaktin regt die Milchdrüsen an, wird aber auch bei zu viel Stress produziert.
Behandlung wenn nötig
Die Behandlung bei ausbleibendem Eisprung ist sehr vielfältig, je nachdem, welche Ursache dafür verantwortlich ist. Gewichtsverlust bei zu vielen männlichen Hormonen; Gewichtszunahme bei einem zu geringen Körpergewicht unter dem BMI; Clomifen oder Mönchspfeffer für eine bessere Eizellenreifung oder andere Hormonpräparate: Das sind Therapiemöglichkeiten, wenn es zu keinem Eisprung kommt.

Um den Eisprung zu erkennen, verschreibt ein Frauenarzt normalerweise eine Reihe an Ultraschalluntersuchungen.

Dabei sollen die Reife des Follikels, die Eigenschaften des Endometriums, der Eisprung und die Bildung des Gelbkörpers bestätigt werden.

Normalerweise reichen 3 bis 4 Untersuchungen mit einem Abstand von 2 bis 3 Tagen aus, um diese Vorgänge zu beobachten.

Passend zur Zyklusphase können auch Bluttests für die Hormone durchgeführt werden.

In der Follikelphase (Tage 3 bis 5) werden die Spiegel der follikelstimulierenden (FSH) und luteinisierenden (LH) Hormone, Prolaktin, Schilddrüsenhormone und Estradiol gemessen.

Zusätzlich wird bei einem regelmäßigen Zyklus der Progesteronwert in der Mitte der Lutealphase gemessen (Tage 20 bis 23).

Ein vollständiger Eisprung ist bestätigt, wenn eine Ultraschalluntersuchung zeigt, dass der Gelbkörper gebildet wurde und in der Lutealphase ein Höchststand an Progesteron festgestellt wurde.

Im Fall eines ausbleibenden Eisprungs oder einer unvollständigen zweiten Phase kann der Frauenarzt je nach Ursache der Störung eine Behandlung verordnen.

Wenn der Follikel nicht reift und das Ei nicht freigesetzt wird, wird der Zyklus anovulatorisch genannt.

Du kannst von einem ausbleibenden Eisprung ausgehen, wenn:

  • Deine Perioden unregelmäßig sind und sich bis zu 10 Tage und mehr verspäten. (In sehr seltenen Fällen können auch regelmäßige Zyklen anovulatorisch sein.)
  • Du kurze Zyklen hast (kürzer als 25 Tage).
  • Du an endokrinen Erkrankungen leidest: polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS), erhöhter Prolaktinspiegel, Schilddrüsenfehlfunktion.

Anovulation kann auch die Folge von Stress, unausgewogener Ernährung und einem zu hohen oder niedrigen Körpergewicht sein.

Kein Eisprung

Kein Eisprung bedeutet in der Regel, dass es auch keine Möglichkeit gibt, schwanger zu werden. Viele Frauen reagieren deswegen auf das Ausbleiben der Ovulation verständlicherweise mit der Sorge, dass dieser Zustand unveränderbar ist. Dies ist aber keineswegs der Fall. Wenn zur Zeit kein Eisprung zu erkennen ist, bedeutet dies noch lange nicht, dass das für immer so bleiben muss, denn ganze 85 Prozent aller Fälle sind behandelbar.

Was bedeutet es, wenn kein Eisprung stattfindet?

Wenn bei einer Frau kein Eisprung stattfindet, sprechen die Experten allgemein von einer Anovulation, was so viel bedeutet wie „ohne Eisprung“. Die Ovulation einer Frau erfolgt in der Regel in der Mitte des Zyklus. In der ersten Phase des Menstruationszyklus, der so genannten Follikelphase, reift die Eizelle im Eierstock mit der Hilfe des follikelstimulierenden Hormons (FSH) sowie Östrogen und Progesteron heran. Wenn diese Reifung abgeschlossen ist, erfolgt in der Regel die Ovulation. Hierbei wird die noch unbefruchtete Eizelle aus dem Eierstock ausgestoßen und wandert in Erwartung einer Befruchtung den Eileiter entlang. Wenn bei einer Frau kein Eisprung zu erkennen ist, bedeutet dies deswegen, dass sie auch nicht schwanger werden kann, bis wieder eine Ovulation stattfindet. Da die Gründe dafür, dass kein Eisprung stattfindet jedoch in der Regel hormonell sind, kann ein Besuch beim Arzt das Problem in den meisten Fällen schnell beheben.

Kein Eisprung: Symptome und Diagnose

Zu erkennen, dass kein Eisprung stattgefunden hat, ist oft nicht sonderlich schwer. Auf eine geglückte Ovulation folgt üblicherweise der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut durch das luteinisierende Hormon (LH) und Progesteron. Findet keine Befruchtung statt, wird die überflüssige Gebärmutterschleimhaut nach ein paar Tagen abgestoßen und es folgt die Menstruation. Falls kein Eisprung stattgefunden hat, findet in den meisten Fällen jedoch auch keine Monatsblutung statt. Denkbar ist jedoch auch, dass der Zyklus aufgrund einer ausbleibenden Ovulation wesentlich kürzer oder länger ist als üblich. Alles unter 21 Tagen und über 35 Tagen gilt hierbei als ungewöhnlich. Doch auch wenn Dein Zyklus regelmäßig ist, kann es in einigen Zyklen vorkommen, dass der Eisprung ausbleibt. Neben dem Ausbleiben oder dem sehr unregelmäßigen Zyklus gibt es noch einige andere Wege, um festzustellen, dass kein Eisprung stattgefunden hat. Eine Methode, die Du selbst anwenden kannst, ist das Messen der Basaltemperatur. Hierfür musst Du jeden Morgen für drei Minuten Deine Ruhetemperatur mit einem Thermometer, welches zwei Stellen nach dem Komma anzeigt, messen. Findet eine Ovulation statt, steigt die Temperatur üblicherweise sichtbar in den darauffolgenden Tagen an. Bleibt der Temperaturanstieg aus, kann dies ein Anzeichen dafür sein, dass kein Eisprung stattgefunden hat. Selbstverständlich kann auch Dein Frauenarzt feststellen, ob Du an einer Anovulation leidest. Anhand eines Bluttests lässt sich feststellen, ob eine Hormoninsuffizienz vorhanden ist und auf einem Ultraschall kann Dein Frauenarzt ganz genau sehen, ob gerade ein Eisprung stattfindet, stattgefunden hat oder unmittelbar bevorsteht.

Kein Eisprung aufgrund einer Störung der Eierstöcke

Wenn kein Eisprung stattfindet, hat dies in der Regel hormonelle Ursachen, die in 90 Prozent der Fälle sehr gut behandelbar sind. Da diese hormonellen Störungen jedoch ihren Ursprung an diversen Orten haben können, wird Dein Arzt sämtliche an der Hormonproduktion beteiligten Organe auf ihre Funktion überprüfen. Am naheliegendsten sind hier natürlich die Eierstöcke. Falls sie dafür verantwortlich sind, dass kein Eisrpung stattfindet, hat dies häufig eine direkte Schädigung als Ursache. So kann hierfür sowohl ein Tumor verantwortlich sein als auch eine Störung aufgrund von vorangegangenen Erkrankungen. Bei einem Tumor stellt dessen Entfernung in der Regel den normalen Eisprung wieder her. Seltener kommt es dazu, dass die Eierstöcke ihre Funktion aufgrund von vorzeitigen Wechseljahren einstellen. Als vorzeitig gelten Wechseljahre, wenn sie vor einem Alter von 40 eintreten, teilweise kann dies bereits in den frühen Zwanzigern geschehen. Häufige Anzeichen dafür sind Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schweißausbrüche. In bestimmten Fällen kann eine Gabe von Hormonen den Eisprung wieder anregen, ob dies sinnvoll ist, ist jedoch von Fall zu Fall unterschiedlich.

Wenn bei Dir kein Eisprung stattfindet, ist dies in der Regel gut behandelbar.

Kein Eisprung: Hypothalamus und Hirnanhangdrüse

Zwei weitere wesentliche Bereiche, die für den Eisprung zuständig sind, sind der Hypothalamus und die Hirnanhangdrüse. Diese beiden Sektionen des Gehirns arbeiten bei einem gesunden Menschen zusammen, um FSH und LH zu produzieren. Um die Hormone zu produzieren, benötigt die Hirnanhangdrüse jedoch das entsprechende Kommando vom Hypothalamus. Wenn dieses Kommando ausbleibt, kann aufgrund eines Mangels an Hormonen kein Eisprung stattfinden. Dass Hypothalamus und Hirnanhangdrüse nicht arbeiten wie üblich, kann diverse Gründe haben: eine Schädigung durch eine schlechte Durchblutung, ein Tumor, aber auch nur vorrübergehende Probleme wie Stress oder eine radikale Gewichtsabnahme. Sobald die Ursache beseitigt ist, zum Beispiel durch eine Entfernung des Tumors oder durch verminderten Stress bzw. eine Gewichtsstabiliserung, findet der Eisprung in der Regel wieder wie gewohnt statt.

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Weitere Gründe dafür, dass kein Eisprung stattfindet

Eine weitere Erkrankung, die vorliegen kann, wenn kein Eisprung stattfindet, ist die Gelbkörperschwäche. Hierbei fehlt das für die Reifung der Eizelle wichtige Progesteron, sodass der Eisprung entweder ganz ausbleibt oder es zu einem frühen Abort kommen kann, da die Einnistung der Eizelle gestört ist. Neben einem Hormonmangel kann auch ein Hormonüberschuss dafür verantwortlich sein, dass kein Eisprung stattfindet. Besonders problematisch sind hier zu viele männliche Hormone (Androgene). Dies zeigt sich unter anderem anhand einer starken Behaarung an ungewöhnlichen Stellen. Eine Ursache für diesen Überschuss ist meist nicht erkennbar. Auch zu viel Prolaktin kann eine Ovulation verhindern. Das Hormon wird üblicherweise in der Stillzeit ausgestoßen und behindert die Produktion von FSH und LH. Auslöser sind häufig Stress, ein Knoten an den Eierstöcken oder Medikamente, die den Prolaktinspiegel im Blut erhöhen. Außerdem kann die Schilddrüse, die auf den ersten Blick nichts mit dem Eisprung zu tun hat, dafür sorgen, dass dieser ausbleibt. Wenn hier eine Unterfunktion vorliegt, zum Beispiel aufgrund von Jodmangel, kann dies den Hormonspiegel vollständig durcheinander bringen. All diese Gründe, dass kein Eisprung stattfindet, haben eins gemeinsam: Sie sind relativ leicht durch die Zugabe von Hormonen behandelbar.

Kein Eisprung ist in 90 Prozent der Fälle keine große Hürde, wenn es darum geht, sich einen Kinderwunsch zu erfüllen. In der Regel sind hormonelle Ursachen für die fehlende Ovulation verantwortlich und können durch die Zugabe von Medikamenten ausgeglichen werden. Da die Ursachen dafür, dass kein Eisprung stattfindet, jedoch vielseitig sein können, ist es möglich, dass die fehlende Ovulation auch auf ernstere Probleme wie einen Tumor hindeuten kann. Es ist deswegen immer angeraten, einen Arzt aufzusuchen, auch wenn Du möglicherweise keinen Kinderwunsch hast.

Der weibliche Zyklus – mal kurz, mal lang

© fotolia, Emmanuelle Guillou

Der weibliche Zyklus funktioniert nicht wie ein Uhrwerk. Bei manchen Frauen ist er kurz, bei anderen lang.

In besonderen Lebenssituationen wie nach einer Schwangerschaft oder vor den Wechseljahren gerät er auch mal völlig aus dem Rhythmus. Meist ist das kein Problem, solange Sie nicht darunter leiden. Alles was sich zwischen 25 und 34 Tagen bewegt, gilt medizinisch in der Regel als normal.

Wie funktioniert der weibliche Zyklus?

Bei einer gesunden geschlechtsreifen Frau reift jeden Monat eine Eizelle heran. Diesen Zyklus der Fruchtbarkeit kann man grob in zwei Phasen einteilen: Die Phase vor und die Phase nach dem Eisprung. Die erste Zyklusphase ist bei jeder Frau unterschiedlich lang und kann auch in jedem Monat um ein paar Tage schwanken. Die zweite Phase ist normalerweise immer etwa gleich lang und bewegt sich bei einer gesunden Frau zwischen 12 und 16 Tagen.

Vor dem Eisprung

Jeder Zyklus beginnt mit einer Regelblutung. Dabei wird die Gebärmutterschleimhaut, die aufgebaut wurde, um eine befruchtete Eizelle aufzunehmen, wieder abgestoßen. Mit dem Beginn des Zyklus reifen in beiden Eierstöcken mehrere Eibläschen (Follikel) heran, die potentielle Kandidaten für eine Befruchtung abgeben. Nur eines von diesen Bläschen kommt jedoch zur vollständigen Reife und schießt zum Zeitpunkt des Eisprungs eine befruchtungsfähige Eizelle heraus. Das Heranreifen der Eizelle wird durch das weibliche Hormon Östrogen gesteuert, das in den Eibläschen gebildet wird. Kurz vor dem Eisprung ist der Östrogenspiegel am höchsten – eine Zeichen für den Körper, ein weiteres Hormon auszuschütten, das luteinisierende Hormon, kurz LH. Es löst seinerseits dann den Eisprung aus.

Nach dem Eisprung

Wenn sich die Eizelle auf ihren langen Weg durch den Eileiter hinunter in die Gebärmutter gemacht hat, verkümmert das leere Eibläschen zum sogenannten Gelbkörper und beginnt ein weiteres Hormon zu produzieren, das Progesteron oder Gelbkörper-Hormon. Das Progesteron signalisiert dem Körper, dass jetzt die Gebärmutterschleimhaut vorbereitet werden muss, um eine befruchtete Eizelle aufnehmen zu können. Kommt es zur Befruchtung, nistet sich die Eizelle in der Gebärmutter ein – ein neues Leben entsteht. Ansonsten kommt es zur Menstruation und ein neuer Zyklus beginnt.

Welche Zykluslänge ist normal?

Neuere wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass lediglich 13 Prozent aller Frauen einen Rhythmus von genau 28 Tagen haben. Auch innerhalb eines Jahres schwankt die Zykluslänge oft um mehrere Tage. Vor allem bei jungen Mädchen, nach einer Schwangerschaft, nach dem Absetzen der Pille oder vor den Wechseljahren ist das Zyklusgeschehen oft sehr unregelmäßig.

Wann spricht man von Zyklusstörungen?

Als medizinisch normal gilt eine Zykluslänge von 25 bis 34 Tagen. Ist der Rhythmus bis zur nächsten Blutung häufig kürzer oder länger, kann eine Zyklusstörung vorliegen. Auch besonders heftige, lange Regelblutungen oder Zwischenblutungen sind nicht normal. Solche Unregelmäßigkeiten sollten Sie von Ihrem Frauenarzt abklären lassen, weil sie ein Zeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein können. Eine Zyklusstörung kann aber auch bei einer ganz normalen Länge vorliegen, wenn beispielsweise kein Eisprung stattfindet (monophasischer Zyklus) oder die zweite Phase des Zyklus (Gelbkörper-Phase) zu kurz ist. Zyklusstörungen können auf dem Weg zum Wunschkind zum Problem werden. In vielen Fällen lassen sich diese Probleme aber relativ einfach behandeln.

Die häufigsten Zyklusstörungen und ihre Ursachen

Zyklen ohne Eisprung (monophasischer Zyklus)

Einen Zyklus ohne Eisprung kann man nicht unbedingt an seiner Länge erkennen. Ein deutliches Anzeichen ist aber der Verlauf der Körpertemperatur, deshalb wird Ihr Arzt Sie vermutlich erst mal bitten, einen Zykluskalender zu führen und die morgendliche Aufwachtemperatur zu messen. In einem normalen Zyklus steigt sie nach dem Eisprung an und sinkt dann erst kurz vor der Blutung wieder ab. Eine mehr oder weniger gleichbleibende Temperaturkurve deutet auf einen „monophasischen“ Zyklus hin, in dem kein Eisprung stattgefunden hat. Zyklen ohne Eisprung kommen von Zeit zu Zeit bei allen Frauen vor, besonders häufig nach der Pubertät und kurz vor den Wechseljahren, und können auch Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch sein. Es könnte eine hormonelle Störung zugrunde liegen (z.B. zu viele männliche Hormone, vorzeitige Wechseljahre, PCO), eine funktionelle Störung der Eierstöcke, der Schilddrüse oder auch ein Tumor im Bereich der Eierstöcke oder Gebärmutter.

Ausbleibende und verspätete Regelblutungen
(Sekundäre Amenorrhoe / Oligomenorrhoe)

Alle diese Ursachen können auch zu einer sogenannten „Amenorrhoe“, also einem Ausbleiben der Regelblutung führen. Häufig kommt es aber auch nach Absetzen der Pille oder anderer hormoneller Verhütungsmittel zu längeren Blutungspausen, ebenso bei Extremsportlerinnen, sehr dünnen Frauen oder während einer Diät.

Zu starke, schmerzhafte Menstruation (Hypermeorrhoe)

Starke, langandauernde und schmerzhafte Regelblutungen sollten für Sie immer ein Grund sein, zum Frauenarzt zu gehen. Zum einen liegt hier fast immer eine organische Ursache vor, die behandelt werden muss. Sehr häufig sind Myome, Zysten oder auch eine Krankheit, die man Endometriose nennt die Ursache. Zum anderen führt der starke Blutverlust auf Dauer zu einem akuten Eisenmangel. Wenn kein Kinderwunsch besteht, kann man hier durch den gezielten Einsatz von Hormonen (z.B. Pille im Langzyklus) eine längere Blutungspause herbeiführen.

Schwache, kurze Menstruation (Hypomenorrhoe)

Bei manchen Frauen ist die Regelblutung kurz und schwach. Wenn Sie mit der Pille oder Hormonspirale verhüten, kommt es häufig nur noch zu leichten Blutungen. Zwischenblutungen und neu auftretende schwache Regelblutungen sollten durch eine Untersuchung abgeklärt werden.

Zwischenblutungen (Dysfunktionelle Blutung)

Wenn Sie mit der Hormonspirale verhüten, können Zwischen- und Schmierblutungen auftreten. Bei neu auftretenden Blutungen außerhalb der normalen Zeit sollten Sie aber immer Ihren Arzt aufsuchen. Es könnte sich um Myome, Zysten, Polypen, eine Hormonstörung usw. handeln. Schmierblutungen nach der Regel deuten auf eine Gebärmutter- oder Eierstockentzündung hin.

Gelbkörperschwäche (Corpus Luteum Insuffizienz)

Wenn die zweite Zyklushälfte sehr kurz ist (10 Tage und weniger), spricht man von einer Gelbkörper-Schwäche. In diesem Fall produziert der Körper nicht genug Progesteron, damit sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann. Eine Gelbkörper-Schwäche kann man ebenfalls anhand einer Zykluskurve erkennen. Gestagene, die man in der zweiten Zyklushälfte einnimmt, können dabei weiter helfen.

Stress und psychische Belastung

Übermäßiger Stress oder eine belastende psychische Situation (z.B. auch durch unerfüllten Kinderwunsch) können die Regel ebenfalls durcheinander bringen. In diesem Fall können Yoga, Entspannungsübungen oder manchmal auch etwas Ablenkung z.B. durch einen kurzen Urlaub hilfreich sein.

Vorzeitige Wechseljahre

Eine unregelmäßige oder ausbleibende Regelblutung kann auch auf vorzeitige Wechseljahre hindeuten. Normalerweise beginnen sie durchschnittlich mit 48 bis 52 Jahren. Bei etwa 1 Prozent der Frauen setzen sie aber schon wesentlich früher ein – um die 40, im Extremfall sogar schon mit Mitte 20. Nicht immer treten dabei typische Beschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen auf. Ist der Wechsel erst mal abgeschlossen, ist ein Kinderwunsch meist auch mit einer Hormontherapie nicht mehr realisierbar, da die Eierstöcke keine Eizellen mehr produzieren. Deshalb rechtzeitig zum Arzt gehen!

Was kann man selber bei Zyklusstörungen tun?

Grundsätzlich sollten Sie versuchen, alle übermäßigen Extreme zu meiden. Dazu gehören psychische und körperliche Belastungen genauso wie Extremsport, extreme Diäten und Hungerkuren, starkes Über- oder auch Untergewicht. Eine gesunde, vitaminreiche und ausgewogene Ernährung ist einem regelmäßigen Zyklus in jedem Fall zuträglich. Außerdem hat sich bei sehr vielen Zyklusstörungen das pflanzliche Mittel „Mönchspfeffer“ (Agnus Castus) bewährt, das sich ausgleichend auf den weiblichen Zyklus auswirkt.

von Maxi Christina Gohlke

Zuletzt überarbeitet: April 2019

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