Neugeborenenakne was hilft

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Neugeborenenakne: Harmlose Pickel in den ersten drei Lebensmonaten

31. Januar 2017 7 Min.

Kaum auf der Welt, bekommen manche Babys schon kleine Pickelchen im Gesicht, besonders an den Wangen. Circa 20 Prozent der Neugeborenen entwickeln nach der Geburt bis zum dritten Lebensmonat eine Neugeborenenakne (Acne neonatorum). Wenn Ihr Baby von einer Neugeborenenakne betroffen ist, ist dies vollkommen harmlos. Die Akne bei Babys heilt meist innerhalb weniger Wochen ab. Wodurch die Säuglingsakne ausgelöst wird und wie Sie die empfindliche Gesichtshaut Ihres Babys pflegen können, erfahren Sie hier.

Neugeborenenakne erkennen

  • Typische Anzeichen: kleine, weiße Pickel, vor allem auf den Wangen, zum Teil auch bis zu den Schultern reichend, eventuell rötlich und eitrig
  • kein Fieber oder Juckreiz
  • Ausbildung bereits vor der Geburt möglich, typischerweise aber in den ersten Lebenswochen
  • heilt oft bis zum dritten Lebensmonat vollständig ab

Was ist Neugeborenenakne?

Die Neugeborenenakne gehört zu den typischen Hautausschlägen bei Säuglingen. Die kleinen Pickelchen können bereits vor der Geburt im Mutterleib entstehen, zumeist entwickeln sie sich allerdings in den ersten Lebenswochen. Häufig tritt die Neugeborenenakne entweder zwischen dem 10. und 14. Lebenstag oder zwischen der vierten bis sechsten Lebenswoche erstmals auf. Ähnlich wie bei der Pubertäts-Akne, spielen auch bei der Säuglingsakne die Hormone eine Rolle.

Typischerweise bilden sich bei der Säuglingsakne weiße, manchmal gerötete, geschlossene Mitesser (Komedone) auf den Wangen des Babys. Bei stärkeren Fällen von Säuglingsakne können sich die Mitesser entzünden und offene Pusteln mit Eiter dazukommen. Selten dehnt sich die Erkrankung auf Stirn, Kinn und Schultern des Babys aus.

Interessant:
Männliche Säuglinge erkranken viermal so häufig wie Mädchen an der Neugeborenenakne. Es wird vermutet, dass Jungen nach der Geburt mit einer größeren Hormonumstellung zu kämpfen haben.

Die Neugeborenenakne heilt in der Regel innerhalb weniger Wochen wieder ab, zuweilen kann der Befall aber auch zwei bis sechs Monate andauern. Tritt die Akne später auf (zwischen dem vierten und neunten Lebensmonat), sprechen Mediziner von Kleinkindakne (Acne infantum). Diese seltenere Hauterkrankung ist zumeist stärker ausgeprägt und deshalb häufiger behandlungsbedürftig.

Ist erhöhter Androgenspiegel für Babyakne verantwortlich?

Die Ursachen der Säuglingsakne sind wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt. Wie bei der Akne im Pubertätsalter sind jedoch weder eine mangelnde Gesichtspflege noch Nahrungsunverträglichkeiten für die kleinen Pickel verantwortlich. Als gesichert gilt, dass es durch die Hormonumstellung von der Schwangerschaft hin zum eigenen kindlichen Stoffwechsel zu einer erhöhten Aktivität der Talgdrüsen im Gesicht kommt. Als Reaktion auf den Wegfall der Schwangerschaftshormone werden diese empfindlicher und zur Produktion von Talg angeregt.

Eine weitere Annahme ist: In den letzten Schwangerschaftswochen steigt die Menge der männlichen Geschlechtshormone, der Androgene, im Körper der Schwangeren an. Demzufolge kommt der Säugling mit einem Androgen-Überschuss auf die Welt. Die Androgene führen nun zu einer Vergrößerung der Talgdrüsen und einer gesteigerten Talgproduktion. Die Drüsen verstopfen und es bilden sich Mitesser. Zudem gibt es wissenschaftliche Hinweise dafür, dass in den ersten Lebenstagen im kindlichen Darm Bakterien gebildet werden, die die Talgdrüsen zum Ausstoß überzähliger Hormone veranlassen.

Gut zu wissen!
Die Theorie, dass ein Androgen-Überschuss für die Säuglingsakne verantwortlich ist, wird dadurch gestützt, dass die Babyakne vor allem bei gestillten Kindern auftritt. Diese bekommen über die Muttermilch weiter die in der Schwangerschaft gebildeten Hormone, unter anderem das Androgen. Da Stillen ansonsten viele Vorteile hat und die Neugeborenenakne nicht gefährlich ist, spricht dennoch nichts gegen das Stillen.

Wenn sich nun Bakterien an den sensibilisierten Öffnungen der Talgdrüsen einnisten, entstehen Entzündungen rund um den Drüsenausgang. Um eine Entzündung der Neugeborenenakne zu vermeiden, sollten Sie die Pickel Ihres Babys niemals ausdrücken, da dies die Gefahr für Infektionen erhöht.

Diagnose der Säuglingsakne

Die Neugeborenenakne kann leicht mit anderen Hauterkrankungen verwechselt werden und sollte deshlab von einem Kinderarzt oder einer erfahrenen Hebamme begutachtet werden. Selbst wenn die Pickel nicht nur im Gesicht auftreten, sollten Sie sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen. Treten die Pickel zwischen dem 10. und 14. Lebenstag oder zwischen der vierten bis sechsten Lebenswoche auf, ist dies schon einmal ein deutliches Zeichen für eine Säuglingsakne.

Akne beim Baby kann eine gewisse Ähnlichkeit mit Hautgrieß (auch Milien genannt) aufweisen. Hautgrieß wird durch Zysten verursacht, die sich als weißlich-gelbliche, harte Knötchen unter der Haut bemerkbar machen. Beide Hautveränderungen sind im Prinzip harmlos und beeinflussen die Lebensqualität des Säuglings nicht.

So lässt sich Hautgrieß von Neugeborenenakne unterscheiden:
Die für Babyakne typischen Mitesser sind weich, ihr Rand ist rötlich. Hautgrieß hingegen ist farblich unauffällig und lässt sich als feste Bindegewebskapsel ertasten.

Tipps zur Hautpflege bei Säuglingsakne

Die Neugeborenenakne verschwindet meistens innerhalb weniger Tage bis Wochen, sobald sich der kindliche Organismus an die neue Hormonsituation gewöhnt hat. Anders als bei der Pubertätsakne hinterlässt die Babyakne keine Narben. Zwar machen die Pickel und Mitesser Ihres Babys optisch keinen guten Eindruck, sie bedürfen medizinisch betrachtet allerdings keiner Versorgung. Sollten sich die Mitesser entzündet haben und Eiter austreten, kann der Arzt in schweren Fällen eine antibiotische Salbe verordnen. Sanfter als Antibiotika können folgende Tipps die Babyakne lindern:

  • Vermeiden Sie parfümhaltige Öle oder Lotionen und verwenden Sie allgemein keine parfümierten oder paraffinhaltigen Pflegeprodukte.
  • Zur Reinigung des Gesichts genügt lauwarmes Wasser.
  • Trocknen Sie Speichel oder ausgespuckte Milch sanft mit einem Tuch ab. Nässe kann die Neugeborenenakne verstärken.
  • Frische Luft verbessert das Hautbild. Kleiden Sie Ihr Baby in atmungsaktive Stoffe und bewegen Sie sich mit ihm in der Natur.

Darüber hinaus kann ein Betupfen der Pickel mit einer Calendula-Tinktur (aus Ringelblumen) die Säuglingsakne verbessern. Geben Sie mithilfe eines Wattepads etwas Calendula-Tinktur (ein bis zwei Teelöffel auf 250 ml abgekochtes Wasser) auf die betroffenen Stellen. Nach 15 Minuten Einwirkzeit vorsichtig mit lauwarmem Wasser abwaschen. Die Calendula-Tinktur wirkt entzündungshemmend und verhindert, dass sich Eiter bildet.

Hier verrate ich Dir, welche Themen uns mit unserem Sohn im Alter von 5 Wochen am meisten beschäftigt haben.

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Babyakne

Unser frisch geschlüpfter Bub hatte zwar trockene, aber sehr weiche Baby-Haut. Von Pickeln oder ähnlichen „Hautunreinheiten“ keine Spur. Nach ungefähr zwei Wochen entdeckte ich vereinzelte Pickelchen in seinem Gesicht und mittlerweile ist sein ganzer Kopf und Hals übersät.

Das ist ein unschöner, aber harmloser Ausschlag, den wir bei unserer Tochter bereits beobachteten. Die Babys spüren davon nichts, so unsere Kinderärztin und diese sogenannte „Babyakne“ heile nach einiger Zeit von ganz alleine und ohne Narbenbildung ab. Das Auftragen von Cremes oder anderen Mitteln helfe nicht, es verschlimmere unter Umständen nur das Hautbild, erklärte sie.

Die Ursache für die Pickel sind wohl wieder mal die Hormone. „In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft bildet der mütterliche Körper vermehrt bestimmte Hormone. Sie fördern beim Baby die Entwicklung der Lunge und des Immunsystems. Allerdings wirken diese Hormone auch auf die Talgdrüsen. Dadurch kann es zu kleinen Talgablagerungen auf der Babynase kommen. Oder eben – einige Tage und Woche nach der Geburt – zur Babyakne“.

Haarausfall

Wenige Tage nach der Geburt bemerkte ich wie die vordere Kopfhälfte unseres Buben immer lichter wurde. Er hat Haarausfall! Genau wie unsere Tochter damals.

Diese ebenfalls unschöne Veränderung ist wie die Babyakne hormonbedingt und somit weder gefährlich noch schmerzhaft und schon gar nicht zu verhindern. Schuld seien Sexualhormone, die der Fötus vor der Geburt durch die Mutter bekomme. „Dieser Wert sinke nach der Geburt rapide (da diese Hormone vom Baby nicht selbst produziert werden) und deshalb fallen die Haare aus“ (siehe „Haarausfall“).

Ich als Mutter wünsche mir nun natürlich eine schnelle Stabilisierung des Hormonhaushaltes. Ich wünsche mir die Pickel weg und die Haare wieder her. Und ich bin gespannt, ob sie so dunkel bleiben und der kleine Mann tatsächlich die Haarfarbe seines Vaters geerbt hat oder ob er noch so blond wie seine Schwester wird. Denn es ist nicht unüblich, dass sie Haare nach dem Haarausfall in einer anderen Farbe nachwachsen.

Blähungen

Der dritte Punkt, der uns derzeit beschäftigt, sind Blähungen. Unser Bub wird rund um die Uhr nach Bedarf gestillt und das große Geschäft erfolgt zwar täglich mehrfach, aber vor allem nachts und morgens gegen 5 Uhr quälen ihn Blähungen.

Er wird dann ganz unruhig und strampelt mit seinen Beinchen. Er krampft, drückt, „meckert“ und ballt seine winzigen Händchen zu Fäusten, die er dann gegen mich schlägt.

Ich helfe ihm dann, indem ich seine Beinchen sanft nach oben schiebe. Dieses leichte Drücken gegen den Bauch lässt die Luft entweichen. Zusätzlich massiere ich sein kleines Bäuchlein im Uhrzeigersinn oder ich trage ihn im Tragetuch, denn sein Bauch wird dabei an meinem Körper gewärmt und bei jeder Bewegung sanft massiert. Bei uns hilft das fantastisch.

Auf Tees oder sogenannte Entschäumer wie Sab Simplex verzichte ich. Bei unserem Mädchen experimentierte ich mit letzteren und zwar ohne Erfolg. Mittlerweile bin ich überzeugt, dass sie kaum bis gar nicht helfen. Tees (Kümmel und/ oder Fenchel) würde ich eventuell anwenden, wenn ich nicht stillen könnte. Als Stillberaterin weiß ich jedoch, dass nichts besser und verdauungsfördernder ist als Muttermilch und ein voll gestilltes Kind keine zusätzliche Flüssigkeit benötigt. Also gibt es hier nur „frisch Gezapftes“ 😉

Die Blähungen sind einerseits auf das unreife Verdauungssystem zurückzuführen. Heute weiß man aber auch, dass Stress den kleinen Babybäuchen zu schaffen macht (siehe „Dreimontaskoliken“). Ich versuche den Alltag entsprechend ruhig zu gestalten und zu viel Trubel und Menschen zu vermeiden. Gelingt das nicht, wie z.B. an Weihnachten, reagiert der Bub entsprechend und ist ebenfalls unruhiger.

Glücklicherweise belasten ihn die festsitzenden Pupse nicht so sehr, dass er davon weinen muss. Bei unserer Tochter war das nämlich der Fall. Es ist nur nervig, weil die Nächte davon betroffen sind und ich mich (anstatt zu schlafen) um seinen Bauch kümmern muss. Aber das ist halb so wild, solange ich ihm helfen kann. Außerdem ist der „Blähungen-Spuk“ in der Regel nach 3-4 Monaten vorbei. Also nicht mehr lange…

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Harmlose Pickelchen: So entsteht Neugeborenenakne

Ganz ohne Vorwarnung bricht sie wenige Tage nach der Geburt aus: Neugeborenenakne. Aber keine Angst, du hast bei der Baby-Pflege nichts falsch gemacht. Die Babyakne wird durch Hormone ausgelöst. Vorsicht: Verwechslungsgefahr mit der Säuglingsakne.

Das Baby ist erst wenige Wochen alt und als Eltern wollen wir natürlich alles richtig machen: die gesündeste Ernährung, die beste Pflege und das perfekte Umfeld. Doch plötzlich bekommt das Baby kleine Pickel auf den Wangen. Haben wir doch etwas falsch gemacht? Wir können dich beruhigen, wahrscheinlich ist es eine harmlose Neugeborenenakne oder auch Babyakne genannt. Die kommt bei Säuglingen sogar recht häufig vor – besonders bei Jungs.

Neugebornenenakne sieht meist schlimmer aus, als sie eigentlich ist.

Die Neugeborenenakne tritt immer um die dritte Lebenswoche auf. Etwa bei jedem fünften Baby entstehen dann kleine rote Pusteln mit gelblichen Knötchen in der Mitte. Dagegen tun kannst du wenig. Denn schuld daran sind die mütterlichen Hormone, denen das Baby während der Schwangerschaft ausgesetzt war. Über die Plazenta sind diese stetig in den Blutkreislauf des Babys gelangt. Nach der Geburt kommt es natürlich nicht mehr zu diesem Hormonaustausch zwischen Mutter und Kind.

Die Folge: Der Hormonspiegel sackt schlagartig ab und darauf reagiert die Haut deines Babys mit den Pickelchen. Für dich bedeutet das also, du hast absolut nichts falsch gemacht. Werder eine falsche Ernährung noch die falsche Babypflege können einen Neugeborenenakne auslösen. Übrigens: Auch der Kopfgneis (nicht zu verwechseln mit dem Milchschorf) wird durch die Hormonumstellung ausgelöst.

Was du bei einer Neugeborenenakne tun kannst

Im Normalfall geht die Neugeborenenakne genauso schnell, wie sie gekommen ist. Hat der Hormonspiegel des Babys wieder sein Gleichgewicht gefunden, dann verschwinden auch die Pickelchen – meistens innerhalb weniger Wochen. Keine Angst, die Neugeborenenakne hinterlässt auch keine Narben. Bei der Babyakne ist also Geduld die beste und einzige Therapie. Bitte versuch auf keinen Fall die Pickel mit speziellen Cremes zu behandeln oder die Pickel auszudrücken. Du kannst den Heilungsprozess aber wie folgt unterstützen:

  • Halte das Gesicht des Babys möglichst trocken. Durch den Speichel oder durch ausgespuckte Milch, kann sich die Akne verschlimmern. Lege also immer ein trockenes Spucktuch unter den Kopf des Babys.
  • Generell solltest du immer vermeiden, dass das Baby Zigarettenrauch ausgesetzt ist. Er schadet allgemein der Gesundheit des Baby und kann zudem noch die empfindliche Babyhaut zusätzlich reizen.
  • Das Baby sollte die Pusteln möglichst nicht aufkratzen. Mit speziellen Nagelpflege-Sets für Babys kann man beispielsweise die kleinen Nägel stutzen.

Hautausschlag bei Baby und Kind

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Selbst therapieren solltest du die Akne nicht. Bei falscher Behandlung, kann sie Narben hinterlassen. Damit sich die Haut schneller regeneriert, kannst du ebenso wie bei der Neugeborenenakne darauf achten, das Gesicht deines Babys trocken zu halten. Das sind einfache Sofortmaßnahmen, die einen schlimmen Krankheitsverlauf verhindern können. Nicht nur der Babyakne wegen: Dass Babyhaut keinesfalls Zigarettenrauch ausgesetzt werden sollte, versteht sich von selbst.

Lesetipp

Welche wichtigen Entwicklungsschritte dein Baby in den ersten Lebenmonaten macht, verrät unser Baby-Entwicklungskalender.

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Verwechslungsgefahr: Säuglingsakne ab dem 3. Monat

Treten die Pickel bei deinem Baby erst zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat auf, dann handelt es sich vermutlich um die sogenannte Säuglingsakne. Die Säuglingsakne sieht ähnlich aus wie die Neugeborenenakne, kann jedoch einen schwereren Krankheitsverlauf haben. Sie kann jucken und hält meist länger an. In schweren Fällen muss die Säuglingsakne auch mit entzündungshemmenden Mitteln behandelt werden. Eine eindeutige Ursache für diese Form der Akne gibt es nicht, allerdings geht man davon aus, dass die Säuglingsakne erblich bedingt ist. Das heißt, dass dein Kind auch in der Pubertät unter Akne leiden kann. Hast du die Vermutung, dass dein Kind eine Säuglingsakne hat, dann lasse das bitte von einem Arzt eindeutig abklären.

Neugeborenenakne: Was tun?

Die häufigsten Fragen Babyakne

Wer die ersten Pickelchen auf der samtweichen Babyhaut seines Sprösslings entdeckt, überwirft sich schnell mit Vorwürfen. Doch seien Sie unbesorgt. Wir beantworten Ihnen die häufigsten Fragen zum Thema Neugeborenenakne.

Wie wird Neugeborenenakne ausgelöst?

Akne bei Neugeborenen ist ein häufiges Phänomen. Jedes fünfte Baby ist davon betroffen. Machen Sie sich daher keine Sorgen, ob Sie etwas falsch gemacht hätten.
Nach der Geburt kommt es im Neugeborenen zu einer drastischen Hormonumstellung. Bis zur Geburt wurden die Hormone des Neugeborenen von der Mutter gesteuert. Doch nun ist der junge Organismus auf sich gestellt und wird von außen mit Nährstoffen versorgt. Diese Umstellung löst Stress im Baby aus und dieser kann sich hormonell zeigen, was zu einer Talgüberproduktion führen kann. Diese wiederum löst die unschönen Pickelchen aus.

Was tun bei Neugeborenenakne?

Wie so oft, ist die Antwort: Weniger ist mehr. Nach drei bis vier Monaten hat sich die Babyhaut auf die Umstellung eingewöhnt und die Rötungen verschwinden von selbst. Regelmäßiges Waschen mit lauwarmem Wasser entfernt überschüssigen Talg und hält die Poren rein. Doch zu viel Waschen kann zu einer Talgdrüsenüberfunktion führen, was das Erscheinen von Pickeln begünstigt. Seien Sie daher mit der Reinigung vorsichtig.

Halten Sie das Gesicht Ihres Babys möglichst trocken. Haben Sie beim Stillen und Füttern ein Spucktuch griffbereit um die Babyhaut schnell zu trocknen. Denn Feuchtigkeit, wie zum Beispiel durch Speichel und Milch, kann die Neugeborenenakne verschlimmern.

Sollte Ihr Nachwuchs an den Pusteln reiben, verwenden Sie Fäustlinge für Neugeborene. Diese halten die kleinen Händchen schön warm und die scharfen Nägel fern vom Juckreiz.

Auch ausgedrückt sollten die Pusteln nicht werden. Diese Prozedur ist nur schmerzhaft für Ihr Baby und kann zu noch schlimmeren Entzündungen führen. Außerdem sollte Ihr Baby (nicht nur deshalb) nicht von Zigarettenrauch umgeben sein. Dieser kann die empfindliche Babyhaut noch mehr reizen und die Neugeborenenakne verschlimmern.

Was ist Säuglingsakne?

Treten die unschönen Pusteln erst ab dem 3. Lebensmonat auf, handelt es sich nicht mehr um Neugeborenenakne sondern um Säuglingsakne. Die Säuglingsakne ist meist erblich bedingt und verheilt in vielen Fällen nicht von selbst. Es empfiehlt sich der Einsatz von entzündungshemmenden, natürlichen Mitteln, da die Pickel der Säuglingsakne Narben hinterlassen könnten. Reines natives Olivenöl oder eine Calendula-Salbe haben schon oft geholfen. Besprechen Sie jedoch jeden Einsatz von Mitteln mit Ihrem Kinderarzt.

Wie erkenne ich Neugeborenenakne?

Oft wird Neugeborenenakne auch mit Milien verwechselt. Dabei handelt es sich um Hautveränderungen, oftmals ausgelöst durch allergische Reaktionen. Diese Reaktionen verschwinden aber meist nach wenigen Stunden wieder, während die Pusteln einer Neugeborenenakne über Wochen hinweg anhalten können. Milien erscheinen meist mit starkem Juckreiz

Weiters kann Neugeborenenakne mit Grießkörnern verwechselt werden. Grießkörner haben die Größe eines Stecknadelkopfes und treten vorwiegend im Gesicht auf. Im Gegensatz zur Babyakne handelt es sich um vereinzelte Pickel während die Neugeborenenakne flächendeckend auftritt.

Neurodermitis kann ebenfalls mit Neugeborenenakne verwechselt werden. Allerdings löst Neurodermitis starken Juckreiz aus und nässelt. Die Haut ist bei Neurodermitis sehr trocken und schuppig.

Babyakne mit gelber Kruste?

Leidet Ihr Nachwuchs an Neugeborenenakne und erkennen Sie eines Tages plötzlich eine gelbe Kruste darüber, handelt es sich vermutlich um Milchschorf. Dieser lässt sich mit Babyöl behandeln, indem Sie das Öl einige Minuten einwirken lassen. Beim Baden lässt sich der Milchschorf auch mit einem Waschlappen einfach entfernen.

Leidet mein Baby unter der Neugeborenenakne?

Auch wenn die Pickelchen unschön aussehen, dem Baby schaden Sie nicht. Babyakne löst weder Juckreiz aus noch ist sie schmerzhaft. Babyakne ist auch nicht ansteckend, weshalb Sie ruhig die Gesellschaft anderer Babys gemeinsam genießen können.

Als ich mit Amelie (1 Monat alt) aus dem Krankenhaus kam hatte ich ein Termin mit meiner Hebamme ausgemacht. Als meine Hebamme kam war Amelie 2 Wochen alt und die Hebamme machte mich darauf aufmerksam, dass Amelie Neugeborenenakne bekommt.

Mein Gedanke war, woher will sie das den wissen? Amelie hatte kleine weiße Stippen auf der Nase. Dies deutet wohl darauf hin, dass die Babys Neugeborenenakne bekommen. Ich bin dann davon ausgegangen, dass es bei den kleinen weißen Punkten auf der Nase bleibt.

Leider hat mich meine Hebamme im Stich gelassen und nach einem weiteren Termin alle anderen Termine, die ich mit Ihr hatte, sausen lassen. Die erste U-Untersuchung bei meinem Kinderarzt hat Amelie seit Freitag auch hinter sich. Da ist mir aufgefallen, dass sie einige Pickel im Gesicht bekommen hat. Meinen Arzt hatte ich nach den Pickeln im Gesicht nicht gefragt, da ich von Hitzepickel (die Christopher früher auch hatte) ausgegangen bin.

So wie es aussieht, sind es aber keine Hitzepickel. Es ist die Neugeborenenakne, vor der mich meine Hebamme gewarnt hatte.

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Bekommen alle Babys Neugeborenenakne?

Nein, nicht alle Baby bekommen Neugeborenenakne. Es sind vorwiegend Jungs davon betroffen.

Wann bekommen Babys die Neugeborenenakne?

Meist tritt die (Akne) in der 3. – 4. Lebenswoche der Babys auf. Einige Babys kommen mit der Neugeborenenakne schon auf die Welt.

Woher kommt die Babyakne?

In der Schwangerschaft und während der Geburt sind die Babys den mütterlichen Hormonen ausgesetzt, die aus dem Blut der Mutter über die Plazenta auf das Kind übertragen werden. Nach der Geburt des Kindes sinkt der Hormonspiegel schnell ab. Dies bedeutet, dass die Empfindlichkeit der Talgdrüsen sich erhöht. Somit entsteht die Babyakne.

Wie behandelt man die Neugeborenenakne?

Am besten behandelt man die Akne gar nicht. Bitte nie die Pickel versuchen auszudrücken. Dies würde nur Hautreizungen und Entzündungen hervorrufen. Die Akne verschwindet von ganz allein. Sie juckt nicht und hinterlässt keine Narben wie Akne in der Pubertät, die eine ganz andere Art von Akne ist.

Wann geht die Babyakne weg?

In den meisten Fällen verschwindet die Akne innerhalb weniger Wochen oder Monate. In der Zeit stellt sich der Hormonspiegel des Babys ein.

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Euer Baby bekommt kurz nach der Geburt kleine Pickel im Gesicht? Dann handelt es sich vermutlich um die weit verbreitete Neugeborenenakne. Weshalb diese auftritt, ob ihr damit zum Kinderarzt müsst und was ihr gegen die Pickelchen tun könnt, erfahrt ihr in diesem Artikel. Zudem klären wir euch über weitere Hautreaktionen auf, die im Säuglingsalter auftreten können.

Was ist Neugeborenenakne und wann tritt diese auf?

Wirklich gemein: Das Baby ist gerade erst auf die Welt gekommen und schon machen sich kleine Pickel bemerkbar, die vorwiegend im Gesicht, aber auch am Nacken sowie Schulter- und Brustbereich auftreten können. Die Neugeborenenakne, die auch Babyakne oder Acne neonatorum genannt wird, ist eine harmlose und weit verbreitete Hauterkrankung, die sogar bei jedem 5. Baby in den ersten Lebenswochen auftritt. In vielen Fällen breitet sich die Babyakne körperabwärts aus und wandert vom Gesicht zum Schulter- sowie Brustbereich.

Die Neugeborenenakne tritt häufig um dritte Lebenswoche herum und vorwiegend bei Jungs auf. Bei manchen Babys sind die Pickelchen bereits wenige Tage oder sogar direkt nach der Geburt sichtbar. Außerdem macht sich die Akne oft beim ersten Wachstumsschub, der in der Regel zwischen der vierten und sechsten Lebenswoche auftritt, bemerkbar. Zu diesem Zeitpunkt stellt sich der Hormonhaushalt des Kindes um und gleichzeitig geht die Entwicklung des Verdauungstraktes voran. Im Darm werden nun unterschiedliche Bakterien gebildet, die unter anderem dafür sorgen, dass überschüssige Hormone über die Haut ausgeschieden werden.

Gut zu wissen: Bei den kleinen Männern der Schöpfung tritt die Neugeborenenakne bis zu viermal häufiger auf als bei Mädchen. Experten vermuten, dass Jungs stärker unter der Hormonumstellung nach der Geburt leiden.

Symptome der Neugeborenenakne und wie ihr diese erkennen könnt

Bemerkbar macht sich die Akne bei Neugeborenen in den meisten Fällen durch kleine weiße oder rötliche Pickelchen. In der Mitte befinden sich gelbliche Knötchen, die mit etwas Eiter gefüllt sein können. Oft machen sich die Pickelchen zuerst auf den Wangen bemerkbar und können sich anschließend bis hin zum Schulter-, Brust- und Nackenbereich ausbreiten. Die Stirn sowie das Kinn bleiben hingegen häufig von den Pickelchen verschont.

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Neugeborenenakne sieht zum Glück schlimmer aus, wie sie eigentlich ist. Für euer Baby sind die Pickelchen absolut ungefährlich und gesundheitlich völlig unbedenklich. Da die Neugeborenenakne nicht juckt oder schmerzt, wird euer kleiner Liebling gar nichts von seiner vorübergehenden Hautreaktion mitbekommen. Zudem bleiben durch die harmlose Neugeborenenakne keine Narben auf der zarten Gesichtshaut zurück, weshalb in der Regel keine ärztliche Behandlung nötig ist.

Wir haben euch die Symptome von Neugeborenenakne auf einen Blick zusammengefasst:

  • Tritt meist um die dritte Lebenswoche oder im Zuge des ersten Wachstumsschubs auf.
  • Macht sich durch kleine meist rötliche Pickelchen bemerkbar.
  • In der Mitte befinden sich häufig gelbliche Knötchen, die mit Eiter gefüllt sein können.
  • Sind nicht mit einem Juckreiz oder Schmerzen verbunden.
  • Es bleiben keine Narben zurück.
  • Ist harmlos und heilt von allein wieder ab.
  • Jungs sind häufiger betroffen als Mädchen.

Ursachen der Neugeborenenakne

Ist eine falsche Pflege oder gar die Ernährung schuld daran, dass das Gesichtchen eures Schatzes mit kleinen Pickeln übersäht ist? Wir können euch beruhigen, denn ihr habt bestimmt nichts falsch gemacht! Verantwortlich für die Neugeborenenakne ist in erster Linie die große Hormonumstellung nach der Geburt. Während der Schwangerschaft sind die Babys kontinuierlich den mütterlichen Hormonen ausgesetzt, welche über die Plazenta und die Nabelschnur in den Blutkreislauf des Kindes gelangen. Vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft ist die Hormonproduktion stark erhöht, um unter anderem die Entwicklung des Immunsystems sowie der Lunge zu fördern.

Nach der Entbindung ist der Hormonaustausch zwischen Mutter und Baby natürlich nicht mehr vorhanden und der Hormonhaushalt des Neugeborenen gerät vorübergehend aus dem Gleichgewicht. Durch den abrupten Abfall des Hormonspiegels können die Talgdrüsen leichter verstopfen und es kommt zu harmlosen Pickelchen im Gesicht. Gleichzeitig können sich meist direkt nach der Geburt Talgablagerungen auf der winzigen Babynase zeigen.

Hinzu kommt, dass die Nebennieren der Neugeborenen ihre Arbeit aufnehmen und nun vermehrt eigene Hormone gebildet werden. Laut neueren Studien aus Amerika kann eine Neugeborenenakne zudem in Verbindung mit bestimmten Medikamenten stehen, die in der Stillzeit eingenommen werden. Zu warme Kleidung, Fieber, eine falsche sowie unsachgemäße Gesichtspflege können die Symptome der Neugeborenenakne verschlimmern.

Gut zu wissen: Ihr seht selbst, die Neugeborenenakne hat mit der plötzlichen Hormonumstellung nach der Geburt zu tun und liegt weder an einer falschen Pflege noch an einer falschen oder ungesunden Ernährung. Im Gegenteil: Die Babyakne stellt einen ganz natürlichen Prozess in den ersten Lebenswochen eures Lieblings dar und ist völlig harmlos.

Wann verschwindet die Neugeborenenakne wieder?

In der Regel verschwinden die Pickelchen sowie die Pusteln nach einigen Wochen und oft vor dem 3. Lebensmonat wieder und ohne, dass ihr diese behandeln müsst oder gar Narben zurückbleiben. Sobald sich der Hormonhaushalt in den ersten Lebenswochen wieder normalisiert und eingependelt hat, ist auch das Gesicht eures Schatzes wieder zart wie der sprichwörtliche Baby-Popo. Bis die Akne vollständig abgeheilt ist, dauert es meist zwischen vier und sechs Wochen. Spätestens nach drei bis vier Monaten sind die Pickelchen dann komplett verschwunden.

Gut zu wissen: Zwar spielen die Hormone auch in der Pubertäts-Akne eine große Rolle, dennoch steht diese nicht in Zusammenhang mit der Neugeborenenakne. Dies bedeutet, dass die Akne in der Pubertät nicht automatisch zurückkommt, nur weil bei eurem Baby Neugeborenenakne aufgetreten ist.

Müsst ihr bei Neugeborenenakne zum Kinderarzt?

Eine unkomplizierte Neugeborenenakne heilt in den meisten Fällen von ganz allein wieder ab und bedarf deshalb keiner ärztlichen Behandlung. Zudem ist diese Form der Hautirritation weder mit Schmerzen noch mit einem Juckreiz verbunden und es bleiben keine Narben zurück.

Verschwinden die Symptome nicht und zeigt sich im 3. bis 6. Lebensmonat keine Besserung, handelt es sich womöglich um die Säuglingsakne, bei welcher in den meisten Fällen eine Behandlung vonnöten ist. Tritt also nach mehreren Wochen keine Verbesserung des Hautbildes auf, solltet ihr vorsichtshalber euren Kinderarzt zur Abklärung aufsuchen. Das Gleiche gilt, sollten sich die Pickelchen auf den restlichen Körper ausbreiten oder mit einer Entzündung einhergehen.

So könnt ihr Neugeborenenakne behandeln

Zwar ist eine ärztliche Behandlung bei einer Neugeborenenakne nicht nötig, dennoch könnt ihr den Verlauf mit einigen Hilfsmitteln verkürzen. Wir haben euch einige hilfreiche Tipps und Tricks zusammengestellt, um die Haut eures Lieblings bestmöglich zu pflegen:

Weniger ist mehr

Diese altbewährte Weisheit gilt auch, wenn es um das Thema Pflege von zarter Babyhaut geht. Das A und O ist, dass keine Duft- oder künstlichen Zusatzstoffe, welche häufig in Cremes oder Lotionen enthalten sind, an die Haut eures Kindes kommen. Zu viele Öle, Cremes oder Lotionen können die Neugeborenenakne sogar noch verschlimmern und die Poren zusätzlich verstopfen. Selbst eine Seife ist nicht nötig, um das Gesicht von Neugeborenen zu pflegen, denn dieses hatte noch gar keine Gelegenheit, um richtig dreckig zu werden. Zudem wird Neugeborenenakne weder durch Schmutz noch von Dreck oder Staub ausgelöst.

Eine regelmäßige „Katzenwäsche“ mit lauwarmen Wasser und gegebenenfalls mit einem weichen Waschlappen oder einem weichen Einmaltuch reichen demzufolge bei der Gesichtspflege völlig aus. Wollt ihr dennoch hin und wieder eine Seife verwenden, achtet darauf, dass diese mild und feuchtigkeitsspendend ist. Zudem sollte das Gesicht weder mit dem Waschlappen noch mit einem Handtuch trockengerieben werden. Stattdessen könnt ihr das Gesicht sanft trocken tupfen. Bei Neugeborenenakne solltet ihr außerdem auf Feucht- oder Babytücher verzichten.

Bitte beachten: Früher wurde häufig empfohlen, Olivenöl für die Pflege von Babyhaut zu verwenden. Neuesten Studien zufolge hat Olivenöl jedoch einen hautaustrocknenden Effekt und sollte daher nicht in der Säuglingspflege angewandt werden.

Eincremen – ja oder nein?

Babyhaut im Allgemeinen bedarf keiner Creme. Dies gilt auch, sollte euer Liebling Pickelchen oder gerötete Stellen aufgrund der Neugeborenenakne aufweisen. Bei sehr trockener Haut und sichtbar schorfigen Stellen könnt ihr hingegen eine ganz dünne Schicht Panthenol auftragen und auch Ringelblumensalbe hat sich bei trockener Babyhaut bewährt. Dennoch gilt, dass eine gesunde Babyhaut keine Creme-Pflege benötigt.

Zudem solltet ihr unbedingt darauf verzichten, die Pickelchen mit einer kortisonhaltigen oder antibiotischen Salbe sowie einer Anti-Pickel-Creme zu behandeln. Dies ist absolut nicht nötig und schadet der zarten Haut eures Kindes. Habt einfach ein bisschen Geduld, in einigen Wochen verschwinden die Pickelchen wieder von ganz allein und zurück bleibt eine zarte und rosige Gesichtshaut.

Guter Tipp: Neben Cremes, die Ringelblume oder Panthenol enthalten, könnt ihr außerdem Stiefmütterchen-Tee verwenden, um Babyakne zu behandeln. Brüht den Tee auf, lasst diesen anschließend abkühlen und tragt diesen ein- bis zweimal täglich auf die betroffenen Hautstellen auf.

Nicht ausdrücken oder aufkratzen

Drückt die Pickelchen unter keinen Umständen aus, um Verletzungen an der Haut, Entzündungen sowie Narben vorzubeugen. Außerdem kann das Ausdrücken bei eurem Liebling zu Schmerzen führen und sollte daher tunlichst vermieden werden. Achtet außerdem darauf, dass sich euer Baby die Pickel nicht aufkratzt, denn genauso wie das Ausdrücken von Pickeln kann dies zu Entzündungen führen.

Unter anderem aus diesem Grund ist es wichtig, die Nägel eures Lieblings regelmäßig mit einer stumpfen und gebogenen Baby-Nagelschere oder mit einem Baby-Nagelclipser zu kürzen. Um die Nägel eures Kindes weich zu halten, könnt ihr außerdem etwas Mandelöl auf diese geben. So beugt ihr gleichzeitig Kratzern an eurer Brust vor, die beim Stillen und im Eifer des Gefechts auftreten können. Im Notfall könnt ihr eurem Baby spezielle Handschühchen aus leichter Baumwolle überziehen, die ein Aufkratzen der Pickel verhindern.

Gesicht möglichst trocken halten

Ausgespuckte Milch oder Speichel können die Neugeborenenakne verschlimmern, weshalb ihr den Bereich um den Mund und das Gesicht eures Kindes regelmäßig mit einem Tuch trocknen solltet. Zudem bietet es sich an, im Bettchen ein trockenes Spucktuch unter den Kopf eures Kindes zu legen.

Viel frische Luft

Frische Luft kann das Hautbild bei Neugeborenenakne verbessern und hat generell viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit von Babys. Zudem solltet ihr darauf achten, dass euer Kind nicht schwitzt, denn durch eine Überhitzung, sei es durch Fieber oder zu warme Kleidung, kann sich die Akne verschlimmern und die empfindliche Babyhaut wird zusätzlich gereizt. Atmungsaktive Kleidung (zum Beispiel aus Seide oder Baumwolle) kann dabei weiteren Hautirritationen vorbeugen.

Zigarettenrauch unbedingt vermeiden

Zigarettenrauch ist Gift für die Gesundheit von Babys und Kindern und sollte unbedingt vermieden werden. Zudem sorgt der gesundheitsschädigende Rauch dafür, dass die Haut des Kindes gereizt wird.

Der Alleskönner Muttermilch

Ihr könnt die Pickelchen und geröteten Stellen eures Kindes hin und wieder mit etwas Muttermilch betupfen. Gebt hierfür einfach einige Tropfen eurer heilenden Muttermilch auf ein weiches Baumwolltuch und behandelt damit die Pickelchen eures Kindes.

Unterschied zwischen Neugeborenen- und Säuglingsakne

Treten die Pickelchen nicht in den ersten Lebenswochen, sondern erst nach dem 3. bis 6. Lebensmonat auf, handelt es sich höchstwahrscheinlich um die sogenannte Säuglingsakne, welche sich in Sachen Symptome, Dauer und Behandlung stark von der harmlosen Neugeborenenakne unterscheidet. Zwar sehen beide Hautirritationen mit rötlichen Pickelchen und einem gelben Knötchen in der Mitte ähnlich aus, im Gegensatz zur beschwerdefreien Babyakne ist die Säuglingsakne jedoch schwerwiegender und meist mit einem starken Juckreiz verbunden.

Zudem hält die Säuglingsakne nicht nur einige Wochen, sondern oft mehrere Monate an. In ganz schlimmen Fällen kann es sogar 1 bis 2 Jahre dauern, bis sich die Haut komplett von der Akne erholt hat. Da es unter anderem aufgrund des starken Juckreizes leicht zu einer Narbenbildung kommen kann, bedarf die Säuglingsakne einer ärztlichen Behandlung. Je nachdem wie stark die Säuglingsakne ausgeprägt ist, kann der Kinderarzt entzündungshemmende Mittel oder in schlimmen Fällen Antibiotika verschreiben, um einer Narbenbildung sowie einer Infektion vorzubeugen.

Wird die Säuglingsakne behandelt, klingt diese in der Regel nach einigen Monaten wieder ab, wobei nicht selten unschöne Narben zurückbleiben. Auf fettende Öle, Lotionen oder Salben sollte, genauso wie bei der Neugeborenenakne, verzichtet werden und stattdessen auf eine sanfte Hautreinigung und -pflege zurückgegriffen werden.

Ursachen und Symptome von Säuglingsakne

Woher die Säuglingsakne, die auch Acne infantum oder Kleinkindakne genannt wird, genau kommt, ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt. Allerdings wird davon ausgegangen, dass diese erblich bedingt ist, weshalb Säuglingsakne leider häufig auch ein Vorbote von Akne in der Pubertät ist. Zudem gilt eine vorübergehende gesteigerte Produktion von männlichen Geschlechtshormonen, welche auch Androgene genannt werden, als mögliche Ursache der Säuglingsakne.

Die Symptome einer Säuglingsakne auf einen Blick:

  • Tritt meist zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat auf.
  • Die Pickelchen befinden sich vorwiegend auf den Wangen.
  • Starker Juckreiz.
  • Es kann zu einer Narbenbildung kommen.
  • Meist ist eine Behandlung mit entzündungshemmenden Mitteln notwendig.
  • Die Akne ist häufig mehrere Monate sichtbar.

Gut zu wissen: Um die Symptome einer Säuglingsakne zu lindern, könnt ihr zusätzlich zu den verschriebenen Medikamenten die gleichen Hilfsmittel und Tipps anwenden, die sich auch bei der Neugeborenenakne bewährt haben.

Weitere Hautprobleme, die bei Neugeborenen auftreten können:

Atopisches Ekzem/Neurodermitis: Chronische Hauterkrankung im Kindesalter, die schubweise verläuft und meist mit einem starken Juckreiz verbunden ist.

Milien: Kleine weiße Pünktchen, die vorwiegend im Gesicht von Neugeborenen auftreten können und hormonell bedingt sind. Die harmlosen und unbedenklichen Milien können um die 3. Lebenswoche herum auftreten und bedürfen keiner Behandlung.

Kopfgneis: Weißlich-gelbliche Schüppchen, die sich in erster Linie auf die behaarte Kopfhaut von Neugeborenen beschränkt. Kopfgneis zeigt sich in den ersten Lebenswochen und muss nicht behandelt werden. Hervorgerufen wird der harmlose Kopfgneis, der nicht mit Milchschorf verwechselt werden darf, durch die hormonelle Umstellung nach der Geburt.

Fazit

Durch die hormonelle Umstellung nach der Geburt kommt es in den ersten Lebenswochen bei fast jedem 5. Baby und vorwiegend bei Jungen zur sogenannten Neugeborenenakne. Diese ist völlig harmlos, bedarf keiner ärztlichen Behandlung und verschwindet nach einigen Wochen wieder von ganz allein. Zudem ist die Neugeborenenakne nicht mit Schmerzen oder einem Juckreiz verbunden, weshalb es auch nicht zu einer Narbenbildung kommt. Betroffene Babys weisen rötliche Pickelchen mit gelblichen Knötchen in der Mitte auf, die vorwiegend im Gesicht, aber auch auf dem Nacken sowie dem Schulter- und Brustbereich auftreten.

Pötzlich überall Pickel: Das hilft bei Babyakne

Der Ausschlag beginnt meistens im Gesicht: Dort tauchen rote Pickelchen auf, die in der Mitte einen kleinen gelben Fleck haben. Danach breitet sich der Ausschlag allmählich körperabwärts aus. Manche Kinder „blühen“ dabei regelrecht auf und sehen wie kleine Streuselkuchen aus.

Zum Glück ist der Ausschlag völlig harmlos!

Die so genannte Babyakne ist ein ganz natürlicher körperlicher Vorgang. Meistens treten die Pickelchen im Zusammenhang mit Wachstumsschüben auf.

  • Und das steckt dahinter: In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft bildet der mütterliche Körper vermehrt bestimmte Hormone. Sie fördern beim Baby die Entwicklung der Lunge und des Immunsystems. Allerdings wirken diese Hormone auch auf die Talgdrüsen. Dadurch kann es zu kleinen Talgablagerungen auf der Babynase kommen. Oder eben – einige Tage und Woche nach der Geburt – zur Babyakne.
  • Die Babyakne tritt meistens beim ersten Wachstumsschub zwischen dem zehnten und 14. Lebenstag auf sowie zwischen der vierten bis sechsten Lebenswoche. In dieser Zeit stellt sich der Hormonhaushalt des Kindes um und die Entwicklung seines Verdauungssystems schreitet fort: Im Darm werden nun verschiedene wichtige Bakterien gebildet. Sie sorgen unter anderem dafür, dass überschüssige Hormone über die Haut ausgeschieden werden.

Für die Hautpflege gilt: Weniger ist mehr

Bitte versuchen Sie nicht, die Pickelchen auszudrücken. Das tut weh und begünstigt Entzündungen. Die Babyakne ist ein Begleiter völlig normaler Entwicklungsvorgänge – ebenso, wie später die hormonbedingten Pickel in der Pubertät. Daher ist es auch nicht nötig, ihr medikamentös zu Leibe zu rücken (etwa mit kortisonhaltigen oder antibiotischen Salben). Am wichtigsten ist Geduld, die Pickelchen verschwinden meistens innerhalb von zwei, drei Monaten wieder.

Bis dahin verzichten Sie am besten auf parfümierte und mit dem Inhaltsstoff „Parafinum“ versehene Pflegeprodukte. Wasser und eine normale Ringelblumensalbe (Calendula) oder auch reines, natives Olivenöl eignen sich jetzt am besten. Hautärzte empfehlen Olivenöl z.B. auch bei Kindern mit Neurodermitis zur Hautpflege.

Bei kleinen Jungs tritt die Babyakne etwas häufiger auf. Ihr Körper hat mehr damit zu tun, mit den weiblichen Hormonen aus der Schwangerschaft zurecht zu kommen.
Übrigens: Dass ihr Kind eine Babyakne hat, bedeutet nicht, dass es auch in der Pubertät Akne bekommen wird.

Was ist Neugeborenenakne?

Bei der Neugeborenenakne handelt es sich um kleine Pickel, die circa in der dritten Lebenswoche zuerst im Gesicht und im Verlauf auch am gesamten Körper auftreten können.

Was sind die Ursachen für eine Babyakne?

Die Entstehung der Pickel wird durch eine Veränderung des Hormonhaushalts hervorgerufen.

Wie lässt sich eine Neugeborenenakne behandeln?

In der Regel ist bei einer Babyakne keine Behandlung notwendig. Nach wenigen Wochen bzw. Monaten verschwinden die Pickel von selbst.

Wenn Babys auf die Welt kommen, muss sich der gesamte Körper erst einmal auf die neue Situation umstellen. Vor allem die Haut hat oft darunter zu leiden, dass nun nicht mehr feuchtes, sondern trockenes Milieu herrscht. Die Neugeborenenakne ist dabei eine sehr häufige Hautreaktion.

Sie zeigt sich durch kleine rote Pickel, die auf dem gesamten Körper auftreten können. Woher die Pickel kommen, wie lange sie bleiben und welche Behandlung in diesem Fall notwendig ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

1. Jedes fünfte Baby leidet unter einer Neugeborenenakne

Bei den meisten Babys treten die Pickel vor allem an den Wangen und der Stirn auf.

Männer und Frauen, die zum ersten Mal Eltern werden, achten in den ersten Lebenswochen und -monaten besonders darauf, dass sie alles richtig machen und es ihrem Baby an nichts fehlt. Aber auch eine ausgezeichnete Pflege kann manche Hautirritationen nicht verhindern.

Die Neugeborenenakne, auch Babyakne genannt, bekommen etwa 20% der neugeborenen Babys. Bei Jungs tritt sie statistisch gesehen häufiger auf als bei Mädchen, denn in vier von fünf Fällen sind Jungen davon betroffen.

Babyakne ist harmlos und auch nicht ansteckend. Allerdings kann sie so stark ausgeprägt sein, dass viele Eltern unsicher sind, ob dieser Ausschlag noch normal ist.

Die Symptome einer Neugeborenenakne sind:

  • kleine Pickel mit weißem Punkt in der Mitte
  • Pusteln treten zunächst im Gesicht, im Verlauf dann auch am Bauch, an der Brust oder am gesamten Körper auf
  • Pickel jucken nicht und bereiten keine Schmerzen
  • in einigen Fällen kommt es zusätzlich zu trockener Haut
  • Dauer der Neugeborenenakne beträgt wenige Wochen bis Monate

Die Symptome treten in aller Regel wenige Tage bis Wochen nach der Geburt auf. In den meisten Fällen jedoch in der dritten Lebenswoche.

Tritt der Ausschlag hauptsächlich auf der Kopfhaut auf, kann es sich auch um Milchschorf handeln. Diese Hautentzündung kann im Verlauf auch in Neurodermitis übergehen.

Wichtige Informationen zum Thema Neugeborenenakne bekommen Sie auch in diesem Video:

2. Babyakne vs. Säuglingsakne – das sind die Unterschiede

Säuglingsakne sollte unbedingt von einem Arzt behandelt werden.

Im Zusammenhang mit dem Begriff Neugeborenenakne tritt auch häufig das Wort Säuglingsakne auf. Auch wenn sich diese beiden Begriffe sehr ähnlich sind, handelt es sich um zwei verschiedene Erkrankungen.

Während die Neugeborenenakne im Normalfall harmlos ist, handelt es sich bei der Säuglingsakne um eine Hauterkrankung, die einen schweren Krankheitsverlauf haben kann. Die Pickel sind entzündet und können starken Juckreiz auslösen. Aus diesem Grund sollte die Säuglingsakne dringend von einem Arzt untersucht und behandelt werden.

Entscheidend bei der Unterscheidung ist, wann die Pusteln auftreten. Kommt es etwa in der dritten Lebenswoche zu diesem Ausschlag, handelt es sich um die Neugeborenenakne bzw. Babyakne. Entwickeln sich die Pickel erst zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat, ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihr Kind unter einer Säuglingsakne leidet.

Die Ursachen für die Entstehung der Säuglingsakne sind noch nicht vollständig geklärt. Forscher gehen davon aus, dass diese genetisch bedingt ist. Daher ist es wahrscheinlicher, dass die betroffenen Kinder auch in der Pubertät unter Akne leiden.

3. Ursache ist der Abfall mütterlicher Hormone

Babyakne durch Medikamente

In neueren Studien haben Forscher herausgefunden, dass es wahrscheinlich einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft und dem Auftreten der Neugeborenenakne gibt. Diese Ergebnisse sind jedoch noch nicht vollständig gesichert.

Viele Eltern fragen sich, ob die Neugeborenenakne etwas mit der Ernährung zu tun hat oder ob sie irgendetwas falsch machen. Dies ist jedoch nicht der Fall. Dass es zu einer Babyakne kommt, hat ganz natürliche Ursachen. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft werden enorm viele Hormone freigesetzt, die für die Entwicklung des Kindes zuständig sind.

Nach der Geburt muss sich der Hormonhaushalt des Babys jedoch völlig umstellen, da der Hormonspiegel zunächst schlagartig absackt. Durch das zwischenzeitliche Ungleichgewicht kann es zu einer vermehrten Talgproduktion kommen. Der Talg tritt dann wiederum durch die Pickel im Gesicht, am Bauch und an der Brust aus.

Da sich der Hormonhaushalt relativ schnell reguliert, ist die Neugeborenenakne auch nicht von langer Dauer. Wie lange sie genau anhält, ist jedoch von Kind zu Kind sehr unterschiedlich.

Dass Jungen häufiger als Mädchen betroffen sind, erklären Forscher damit, dass der Hormonhaushalt bei Jungen einer größeren Umstellung ausgesetzt ist.

4. Die Neugeborenenakne verschwindet in der Regel von selbst

Halten Sie die Haut trocken, indem Sie regelmäßig Speichel und Milchreste wegwischen.

In Bezug auf die Hautpflege von Babys herrscht noch immer Uneinigkeit. Während einige Kinderärzte beispielsweise empfehlen, Babys in den ersten Wochen nur selten und lediglich mit Wasser zu baden, sind andere wiederum der Meinung, dass milde Badezusätze und Cremes kein Problem darstellen.

Daher haben Professoren der Charité Berlin zusammen mit Hautexperten einige Empfehlungen zur Hautpflege von Babys zusammengestellt.

Viele Eltern sind jedoch unsicher, was sie tun sollen, wenn die Babyhaut solch kleine Pickelchen aufweist. Leidet Ihr Kind an einer Neugeborenenakne ist es am sinnvollsten, abzuwarten und nichts dagegen zu unternehmen. Eine spezielle Behandlung ist nicht notwendig. Die Dauer einer solchen Babyakne beträgt in der Regel nur wenige Wochen. Danach verschwindet sie von selbst ohne Narben zu hinterlassen.

Verzichten Sie daher bitte unbedingt darauf, eigenhändig spezielle Cremes oder Salben aufzutragen. Im schlimmsten Fall führen diese zu schweren Entzündungen. Gleiches gilt für den Versuch, die Pickel auszudrücken.

Was Sie jedoch tun können, ist, die Haut Ihres Babys stets trocken zu halten. Das bedeutet, dass Sie Milch oder Speichel von dem Mund und den Wangen entfernen sollten. Waschen Sie das Gesicht Ihres Kindes außerdem regelmäßig mit einem Waschlappen und etwas warmem Wasser ab. Ein beliebtes Mittel aus dem Bereich der Homöopathie sind verschiedene Schüssler-Salze.

Achtung: Werden die Pickel sehr eitrig, fangen sie an zu jucken oder merken Sie, dass sich Ihr Kind unwohl fühlt, sollten Sie zur Sicherheit den Kinderarzt aufsuchen.

5. Weiterführende Literatur zur Pflege von Neugeborenen

Entspannt erleben: Babys 1. Jahr: Alles Wichtige: Ernährung, Schlafen, gesunde Entwicklung, Pflege

  • 264 Seiten – 17.12.2014 (Veröffentlichungsdatum) – TRIAS (Herausgeber)

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Unser Baby. Das erste Jahr: Ernährung – Gesundheit – Pflege (GU Einzeltitel Partnerschaft & Familie)

  • 288 Seiten – 16.12.2017 (Veröffentlichungsdatum) – GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH (Herausgeber)

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“Weich wie ein Babypopo”. Aufgrund diverser Sprüche wie diesem hatte ich mir immer vorgestellt, dass die Haut meines Babys zart und glatt sein würde. Als er dann geboren wurde, hatte er weiße Pickelchen auf der Nase und kurze Zeit später entwickelte er starken Milchschorf. Babyakne blieb ihm zum Glück erspart. Sie ist jedoch auf die gleichen Vorgänge im Körper eines Neugeborenen zurückzuführen.

Was ist Babyakne?

Neugeborenenakne (medizinisch Akne neonatorum oder Neugeborenen-Exanthem) ist ein Ausschlag, der aus roten Pickeln mit weißem Punkt in der Mitte besteht. Die Ausprägung ist von Säugling zu Säugling unterschiedlich. Sie kann von ein paar unscheinbaren Pickelchen im Gesicht oder auf dem Bauch bis hin zu starkem Auftreten der Babyakne am ganzen Körper reichen. Die ersten Pickel erscheinen aber fast immer im Gesicht.

Wenn Dein Baby davon betroffen ist, hat das rein gar nichts mit Deiner Ernährung in der Stillzeit oder mangelnder Hautpflege zu tun. Es handelt sich auch nicht um eine Allergie. Grund für diese Erscheinung sind hormonelle Veränderungen vor der Geburt und in den ersten Lebenswochen. Zur Reifung der Lungen und des Immunsystems schüttet der Körper einer Schwangeren im letzten Schwangerschaftsdrittel vermehrt Hormone aus. Nach der Geburt fällt der Pegel mütterlicher Hormone im Körper des Babys langsam ab und die Nebennieren beginnen, eigene Hormone zu erzeugen. Der Hormonspiegel im Körper verändert sich, worauf unter anderem die Talgdrüsen der empfindlichen Babyhaut reagieren. Auch der harmlose Kopfgneis und weiße Talgablagerungen auf der Nase eines Neugeborenen sind auf diese hormonellen Einflüsse zurückzuführen.

Babyakne ist harmlos

Babyakne ist also nicht nur normal, sondern auch völlig harmlos. Sie kommt vor allem in den ersten Lebenswochen vor und bedeutet nicht zwangsläufig, dass später in der Pubertät Acne vulgaris auftreten wird. Meistens tritt die Babyakne erstmals mit dem ersten Wachstumsschub im Alter von 10-14 Tagen auf oder in der 4.- 6. Lebenswoche. Sie erzeugt weder Schmerzen noch Juckreiz und heilt narbenfrei wieder ab. Etwa 20 Prozent aller Babys sind von dieser Erscheinung in den ersten Lebenswochen betroffen. Jungs leiden statistisch gesehen viermal häufiger unter Neugeborenenakne als Mädchen, haben also mit der hormonellen Veränderung mehr zu kämpfen.

Nicht zu verwechseln ist Neugeborenenakne mit der sog. Säuglingsakne: Sie tritt erst nach einigen Monaten auf und erfordert oft ärztliche Behandlung. Wenn Dein Baby also schon älter ist als 6 Wochen und die Pickelchen dann zum ersten Mal auftreten, solltest Du auf jeden Fall einen Arzt hinzuziehen. Im Unterschied zur Babyakne juckt die Säuglingsakne und Dein Baby wird versuchen, sich zu kratzen.

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Was tun bei starker Babyakne?

Weil die Neugebornenakne völlig harmlos ist, musst und solltest Du sie nicht behandeln. Hier hilft tatsächlich keine Creme und keine Medizin, sondern nur etwas Geduld. In den meisten Fällen ist der Spuk schnell wieder vorbei und die Haut Deines Babys ist so zart und ebenmäßig, wie Du sie aus den ersten Tagen kennst. Spätestens nach drei bis vier Monaten sollte das Thema Neugeborenenakne dann endgültig erledigt sein. Damit sich keine Entzündungen oder Narben bilden, solltest Du auf das Ausdrücken der Pickelchen verzichten. Das tut ohnehin weh und wäre für ein Baby eine sehr lästige Prozedur.

Wasche die Haut einfach mit warmem, klaren Wasser. Seife oder Pflegemittel mit Parfumzusätzen sind unnötig und reizen womöglich die Haut. Wenn Du das Gefühl hast, die Babyhaut braucht zusätzliche Pflege, empfehlen viele Hebammen etwas Muttermilch oder abgekühlten Stiefmütterchentee. Ist die Haut wirklich sehr trocken, kannst Du auch etwas Olivenöl versuchen.

Falls Du dir nicht sicher bist, ob es sich wirklich um Babyakne oder vielleicht um eine Vireninfektion oder Hautkrankheit handelt, wenn der Ausschlag juckt, Schmerzen erzeugt oder unangenehm riecht, suche besser eine Arzt auf.

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Häufig auftretende Hautprobleme bei Babys

Pickel, Pusteln, Rötungen: Manchmal zeigen sich an der zarten Babyhaut Veränderungen. Doch bei einem Hautausschlag besteht nicht gleich Anlass zur Sorge. Nachdem Babys bei der Geburt den schützenden Mutterleib verlassen haben, müssen sie sich erst einmal an die neue Umgebung gewöhnen und auf die veränderte Umwelt einstellen. Auf die neuen Umweltbedingungen reagiert der kleine Organismus vielfach mit Veränderungen der Haut, die dadurch gewissermassen Anpassungsschwierigkeiten darstellen und meist nach wenigen Wochen wieder abklingen. An dieser Stelle haben wir häufig auftretende Hautprobleme bei Babys für Sie aufgelistet.

Hautausschlag bei Babys – häufig, aber meist ungefährlich

Bei vielen Babys kommt es innerhalb der ersten Wochen und Monate zu Hautausschlag in verschiedenen Ausprägungen. Dabei handelt es sich um häufig auftretende Hautprobleme bei Babys, mit denen die neuen Erdenbürger auf ihre neue Umgebung reagieren. Meist verschwinden die Anpassungsschwierigkeiten in Form von Hautausschlag spätestens zum ersten Geburtstag des Kleinen wieder.

Wenn sich im Gesicht Ihres Babys etwa drei bis vier Wochen nach Geburt viele weisse Punkte bilden, manchmal aber auch am ganzen Körper, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Milien. Die auch als Grieskörner bezeichneten Pickelchen sind vollkommen ungefährlich und verschwinden schnell wieder. Hautprobleme dieser Art treten bei vielen Babys auf. Es handelt sich dabei um eine Reaktion auf die Hormone der Mutter, die sich von der Schwangerschaft kurz nach der Geburt noch im kindlichen Kreislauf befinden.

Auch Neugeborenenakne zählt zu den häufig auftretenden Hautproblemen, die in den ersten Wochen bei Säuglingen auftreten können. Die kleinen weissen Pusteln, die unter Umständen auch rot sein können, zeigen sich meist im Gesicht, manchmal aber auch auf der Brust. Im Gegensatz zu Milien sind die Pickel bei Akne flächig angeordnet. Mit Neugeborenenakne setzt sich der kleine Körper ebenfalls gegen die mütterlichen Hormone zur Wehr, die sich nach der Geburt noch in seinem Kreislauf befinden. Ob Milien oder Babyakne: Ausdrücken sollten Sie kleine Pickel auf der Babyhaut auf keinen Fall. Am besten lassen Sie sie in Ruhe und die Hautprobleme bei Ihrem Baby verschwinden von ganz allein. Mit mehr als einer milden Babypflege mit natürlichen Ölen sollten Sie die Haut auch nicht eincremen.

Exanthem

Rötungen auf der Haut stellen weitere häufig auftretende Hautprobleme bei Babys dar. Zeigen sich die Hautrötungen auf dem gesamten Körper und lediglich die Fusssohlen und Handinnenflächen bleiben verschont, leidet Ihr Baby relativ sicher an einem Exanthem, das sich bei knapp der Hälfe aller Säuglinge kurz nach der Entbindung entwickelt. Ein solches Exanthem kann mit Pusteln und Knötchen sowie mit leicht erhöhter Temperatur einhergehen. Die drei Millimeter grossen Pusteln sind teilweise mit Eiter gefüllt und breiten sich meist vom Gesicht über den ganzen Körper aus. Hinter einem solchen Neugeborenen-Exanthem vermutet man eine Abwehrreaktion des kindlichen Immunsystems.

Weiter typische Hautprobleme bei Babys sind Milchschorf beziehungsweise Kopfgneis, Milchkaffee-Flecken und Storchenbiss. Als Storchenbiss werden hellrote Flecken bezeichnet, die sich in der Nackenmitte, an den Augenlidern, der Nasenwurzel oder Stirn bilden können. Verursacht wird der Storchenbiss durch die Erweiterung eines Gefässes, sodass die Haut an dieser Stelle einfach stärker durchblutet wird. Spätestens wenn der Nachwuchs drei Jahre alt wird, hat er sich zurückgebildet.

Hitzepickel

Hitzepickel – hirsekorngrosse, wasserhelle Bläschen –treten ebenfalls sehr häufig auf. Der Hautausschlag zeigt sich meist an bedeckten Stellen des Körpers und wird durch starken Schweissfluss verursacht. Das liegt daran, dass viele Eltern befürchten, ihrem Kind sei zu kalt und deshalb ziehen sie es zu warm an. Luftige, nicht zu dicke Kleidung verhindert die Hautprobleme. Hitzepickel lassen sich gut mit einer Zinksalbe oder einem Babypuder behandeln, welche die Pickel austrocknen. Wird der Hautausschlag von Juckreiz begleitet, empfiehlt sich der Gang zum Kinderarzt.

Leidet Ihr Baby plötzlich unter roten Flecken, die ungefähr so gross wie eine Zwei-Euro-Münze sind, handelt es sich um eine Nesselsucht, die entweder an einzelnen Stellen oder am ganzen Körper auftritt. Die Nesselsucht stellt eine allergische Reaktion des kleinen Körpers auf die unterschiedlichsten Substanzen dar – von Nahrungsmitteln, über Tierhaare, bis hin zu Pflanzen oder Arzneimittel. Allerdings ist die Nesselsucht vollkommen ungefährlich, der damit verbundene Juckreiz kann für das Baby schnell unangenehm werden. Am besten lindern Sie das Jucken, in dem Sie die betroffene Haut kühlen. Meist verschwinden diese Hautprobleme jedoch so schnell wieder, wie sie gekommen sind, ansonsten sollten Sie Ihr Baby einem Kinderarzt vorstellen.

Windeldermatitis

Ein geröteter und wunder Po weist auf einen Windelausschlag hin, der bei jedem Baby mindestens einmal vorkommt. Meist beginnt die Windeldermatitis mit kleinen roten Punkten, die bei den Babys schnell zu grossen Flecken werden, typisch sind auch offene nässende Stellen. Ohne Behandlung kann sich die Entzündung weiter ausbreiten. Wichtig ist es bei einer Windeldermatitis, die betroffenen Hautstellen trocken zu halten. Auch eine Wundschutzcreme bringt den Babys Linderung. Verantwortlich für diese Hautprobleme ist das feucht-warme Milieu im Windelbereich, das die zarte Babyhaut reizt. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihr Baby regelmässig wickeln. Windeln, Feuchttücher und Wickelunterlage sollten Sie daher immer in ausreichendem Mass dabei haben, auch wenn Sie mit Ihrem Nachwuchs unterwegs sind. Aber auch die übermässige Verwendung von Pflegeprodukten sowie bestimmte säurehaltige Lebensmittel können diese Hautprobleme auslösen.

Bis zum zweiten Lebensjahr kann sich bei Babys ein sogenanntes Blutschwämmchen bilden. Bei Neugeborenen zeigt es sich zunächst vor allem in der Form eines kleinen Punktes, der sich allmählich in Grösse und Aussehen ändert und sich zu tiefroten blutgefüllten Knötchen entwickeln kann. Dabei handelt es sich um eine gutartige Fehlbildung der Blutgefässe, die sich meist von allein wieder zurückbildet.

Trockene Haut

Trockene Haut ist ein weiteres Hautproblem, an dem viele Babys leiden. Diese Hautprobleme liegen daran, dass die Haut von Neugeborenen die Feuchtigkeit noch nicht richtig speichern kann. Hier kann eine leichte Hautpflege das Problem mindern. Setzen Sie der Haut Ihres Babys daher keine unnötigen Reizungen aus. Dazu gehört auch, beim Waschen der Kleidung auf Weichspüler zu verzichten.

Hautprobleme beim Baby? Im Zweifel zum Arzt

Zwar sind die meisten Hautprobleme völlig harmlos, im Zweifelsfall sollten Sie Flecken oder Pickel aber beim Kinderarzt abklären lassen, denn ein Hautausschlag kann auch als Symptom einer Kinderkrankheit auftreten, von der ein hohes Ansteckungsrisiko ausgeht und die im schlimmsten Fall zu Komplikationen führen kann. Mit roten Stellen im Gesicht- und Halsbereich sowie durch Milchschorf kann sich bei Neugeborenen ausserdem eine beginnende Neurodermitis bemerkbar machen. Ob dies gegebenenfalls auf Ihr Baby zutrifft, kann allerdings nur der Arzt abklären.

Babyhaut pflegen

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