Nebenwirkung pille absetzen

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Das Absetzen der Pille ist eine bewusste Entscheidung

Aktuellen Trends zufolge möchten immer mehr Frauen ihren Zyklus natürlich verfolgen und auf die tägliche Hormondosis verzichten. Das ist allerdings leichter gesagt als getan! Der Gedanke, die Pille endgültig abzusetzen, geht für viele mit Ungewissheit einher. Was passiert mit dem Körper ohne Pille? Wie lange dauert es, bis der natürliche Zyklus wieder eintritt? Was gibt es für hormonfreie Alternativen und wie sicher sind diese? Wir versuchen, etwas Klarheit ins Dunkle zu bringen.

Kommt der Wunsch auf, die Pille abzusetzen, sollte man trotzdem nicht überstürzt handeln. Die Pille kann zwar im Prinzip jederzeit abgesetzt werden, sinnvoll ist jedoch, die Monatspackung aufzubrauchen und sich vorab von einem Gynäkologen beraten zu lassen. Die Einnahme der Pille zu unterbrechen und dann nach einigen Monaten erneut damit zu beginnen, bedeutet mehrere hormonelle Umstellungen in kurzer Zeit, was eine große Belastung für den Körper darstellt.

Entscheidend ist die Phase nach der hormonellen Verhütung: Ist nach dem Absetzen der Pille eine Schwangerschaft gewünscht? Oder soll weiterhin verhütet werden – nur nicht mehr hormonell? Darüber sollte man sich vorher Gedanken machen und sich etwas Zeit dafür nehmen, um mögliche Methoden wie zum Beispiel die NFP-Methode (NFP = Natürliche Familienplanung) bzw. symptothermale Methode kennenzulernen.

Wie die Hormone der Pille im Körper wirken

Obwohl wissenschaftlich besser erforscht als viele andere Präparate, ist die Pille ein verschreibungspflichtiges Medikament und besteht aus chemischen Hormonen, die dem gesunden Körper zugeführt werden. Diese unterdrücken den natürlichen Einsprung, dem weiblichen Körper wird dadurch quasi eine permanente Schwangerschaft vorgetäuscht.

Mit Absetzen der Pille wird dieser künstliche Ablauf abgeschaltet und das natürliche Zyklusgeschehen reaktiviert – samt Eisprung und Monatsblutung. Gleichzeitig können Nebenwirkungen der Pille wegfallen, wie Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen oder Depressionen, was in der Regel in den ersten Monaten schon zu spüren ist.

Negative Begleiterscheinungen nach Absetzen der Pille

Nicht selten bringt das Absetzen der Pille auch unerwünschte Folgen wie Menstruationsbeschwerden, starke Regelblutungen, Verschlechterung des Hautbildes oder Zyklusstörungen mit sich. Manche Frauen nehmen die Pille sogar aus medizinischen Gründen, um die Beschwerden des natürlichen Zyklus zu unterbinden und eine Regelmäßigkeit herbeizuführen. An dieser Stelle sollte Rücksprache mit einem Arzt/Ärztin gehalten werden, bevor die Pille abgesetzt wird.

Positive Begleiterscheinungen nach Absetzen der Pille

Es gibt auch viele positive Effekte, denn ein großer Teil der Frauen berichtet nach Absetzen der Pille über ein verbessertes Körpergefühl, Gewichtsreduktion, eine höhere Leistungsfähigkeit beim Sport, mehr Lust auf Sex oder weniger Risiko auf Thrombosen oder Embolie. Das wahrscheinlich überzeugendste Argument gegen die Pille liegt darin, dass dem Körper keine künstlichen Hormone mehr zugeführt werden.

Jede Frau muss für sich entscheiden, ob die Pille das geeignete Mittel zur Verhütung ist. Der Absprung von der Pille hin zur natürlichen Alternative führt langfristig zu vielen positiven Nebenwirkungen und Frauen, die diesen Weg gegangen sind, können sich den Weg zurück zur hormonellen Verhütung nicht mehr vorstellen.

Der erste Zyklus nach Absetzten der Pille

Die erste Periode nach dem Absetzen der Pille wird als „Abbruchblutung“ bezeichnet. Die nächste Blutung nach dieser ersten Abbruchblutung ist die erste natürliche Periode. Im Normalfall wird die erste natürliche Menstruation nach etwa vier bis sieben Wochen einsetzen. Es kann aber auch vorkommen, dass die erste reguläre Regelblutung bis zu einem halben Jahr ausbleibt, bekannt als Post-Pill-Amenorrhoe.

Auch Zwischenblutungen können nach dem Pille absetzen als Nebenwirkung auftreten. In beiden Fällen sollte ein Arzt/eine Ärztin zu Rate gezogen werden. Das positive an der Umstellung: Schon im ersten Zyklus beobachten Frauen die hormonellen Veränderungen. Wo die Pille zuvor für einen gleichmäßigen Hormonspiegel gesorgt hat, könnt ihr jetzt das Auf und Ab von Östrogen und Progesteron und die Wirkung auf eure Leistungsfähigkeit beobachten.

Zyklusstörungen nach Absetzen der Pille

Die Pille reguliert den Zyklus der Frau auf eine bestimmte Anzahl von Tagen. Daher ist es für viele Frauen neu, sich nach Absetzten mit dem eigenen Zyklus und der Fruchtbarkeit auseinanderzusetzen. Dies führt aber in der Regel zu einem verbesserten Körperbewusstsein. Entscheidet man sich, den Zyklus per Zyklus-Beobachtung zu verfolgen, zählt der erste Tag nach Absetzen der Pille als „Anfangsdatum“. Man kann nicht davon ausgehen, dass der natürliche Zyklus dieselbe Länge hat, wie der zuvor durch die Pille herbeigeführte.

Bei rund 49 Prozent der Frauen kommt es nach Absetzten der Pille zu Zyklusstörungen – entweder verlängerte oder verkürzte Zyklen. Alles zwischen 23 und 35 Tagen gilt allerdings als normal. Die Beobachtung und Dokumentation des Zervixschleim hilft an dieser Stelle die ovarielle Aktivität zu bestimmen. Aber keine Sorge, Störungen des Zyklus nach dem Absetzen hormoneller Verhütungsmittel normalisieren sich meistens wieder. Einige Frauen benötigen einfach eine längere Regenerationsphase. Zyklusstörungen, die jedoch über drei Zyklen beobachtet werden, sollten ärztlich untersucht werden.

Schon direkt nach Absetzen der Pille ist eine Schwangerschaft möglich

Bereits im ersten Zyklus nach Absetzen der Pille kann eine Frau schwanger werden. Auch wenn keine Blutung eintritt, sind Frauen nach Absetzen der Pille in der Regal ab dem 8. Tag fruchtbar sein. Es spricht zwar nichts dagegen, es sofort zu versuchen, doch warten viele Frauen lieber auf ihren ersten natürlichen Zyklus und bereiten ihren Körper richtig auf eine Schwangerschaft vor. Je nach Alter liegen die Chancen auf eine Schwangerschaft bei etwa 25 bis 35 Prozent pro Zyklus. Es gibt diverse Gründe für eine verzögerte Fruchtbarkeit. Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob sich eine längere Pillen-Einnahme positiv oder negativ auf die Fruchtbarkeit auswirkt. Um grundsätzlich die Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen, kann nach Absetzen der Pille direkt mit der Zyklusverfolgung begonnen werden.

Die Sicherheit von NFP als Verhütung

Bei richtiger Anwendung ist die natürliche Verhütung nach NFP mit einem Pearl Index von 0,6 vergleichbar mit der Pille. Zum Vergleich: Der Pearl-Index der Pille liegt bei 0,1 – 0,8. Hinzu kommt, dass die symptothermale Methode seit den 20er Jahren wissenschaftlich anerkannt und von Gynäkologen als hormonfreie Alternative empfohlen wird. Den Index erreicht ihr allerdings nur, wenn ihr die regelmäßige Dokumentation eurer Körpersignale sicher stellt und mögliche Störfaktoren in Betracht zieht. Diese Selbstbeobachtung sollte v.a. in den ersten Monaten nach der Pille täglich erfolgen, denn es kann einige Monate dauern, bis der Zyklus sich normalisiert hat.

Die Temperaturmessung zeigt Zyklusschwankungen

Viele Frauen mit Kinderwunsch, die vorher mit der Pille verhütet haben, fragen sich, wie sie nach Absetzen der Pille ihre Fruchtbarkeit am besten nachverfolgen können. An dieser Stelle hilft die symptothermale Methode der Zyklusverfolgung, den eigenen Körper besser zu verstehen. Die Methode ist eine Kombination aus der Beobachtung des Körpers (Menstruationsblutung, Zervixschleim, Gebärmutterhals) und Messung der basalen Körpertemperatur. Um den Einsprung herum steigt das Temperaturniveau um 0,2 bis 0,5 Grad an und bleibt bis zur nächsten Menstruation auf diesem Level. Zu beachten ist, dass im ersten Zyklus nach Absetzen hormoneller Verhütungsmittel Temperaturschwankungen auftreten können, die mit dem eigentlichen Eisprung nichts zu tun haben. An dieser Stelle sind Schwankungen, die den Veränderungswert von 0,2°C unterschreiten, zu ignorieren. Diese Schwankungen berücksichtigt die NFP-Methode unter dem Stichwort „Post-Pill-Modus“.

Es gibt zwei Arten von Pillen: die Mikropille und die Minipille. Die Mikropille wird meist drei Wochen lang genommen, dann folgt eine einwöchige Pause, in der die Regelblutung kommt. Die Minipille wird ohne Pause eingenommen.

Die Mikropille kann entweder abgesetzt werden, indem einfach nach der Pause aufhört sie zu nehmen, oder man kann auch mitten in der Packung aufhören, dann tritt nach einigen Tagen meist eine (Abbruch-)Blutung auf. Zum Teil liest man online, es sei ganz wichtig, die Mikropillen-Packung zu Ende zu nehmen, da „sonst der Zyklus durcheinander käme“. Das stimmt nicht, der „Zyklus“ unter der Pille ist gänzlich von den Pillenhormonen gesteuert und hat nichts mit dem natürlichen Zyklus einer Frau zu tun. Bei der Minipille kann jederzeit mit der Einnahme aufgehört werden. Auch hier kommt es oft zu einer (Abbruch-)Blutung ein paar Tage später.

Nach Absetzen der Pille benötigt der Körper etwas Zeit, um wieder auf „Eigenregie“ umzuschalten. Viele Frauen haben bereits einige Wochen nach dem Absetzen der Pille wieder ihre Regelblutung, bei anderen dauert es etwas länger. Abhängig ist dies davon, wie gut die körpereigenen hormonellen Vorgänge wieder ihren Lauf finden. Es ist stets hilfreich, sich daran zu erinnern, wie der Zyklus vor Beginn der Pillen-Einnahme war. Hatte eine Frau bereits zu dieser Zeit Probleme mit dem Zyklus, wurde eventuell sogar mit der Pille aufgrund dieser Probleme begonnen, dann kann es sehr gut sein, dass diese Dinge nun wieder in Erscheinung treten. Ein wichtiger Aspekte ist außerdem, in welchem Alter die Pille abgesetzt wird. Siehe dazu auch den Artikel: Wie ist es mit der Fruchtbarkeit?

Wurde die Pille aufgrund eines Kinderwunsches abgesetzt, kann auch schon recht schnell eine Schwangerschaft eintreten (Schöner Satz neulich in meiner Sprechstunde: „Eigentlich hatte ich es doch noch nicht so ernst gemeint…“) Generell gibt man jedem Paar mit Kinderwunsch etwa ein Jahr Zeit, und es wäre auch schön, sich diese Zeit zu nehmen.

Besteht kein Kinderwunsch, sollte bereits vor dem Absetzen der Pille im Detail und gut informiert klar sein, wie danach verhütet wird!

Hier eine Übersicht der verschiedenen Verhütungsmethoden, der Artikel zum Thema hormonfreie Verhütung und der Artikel zu den Wearables zur Zykluskontrolle.

Viele Frauen beschreiben positive Aspekte durch das Absetzen der Pille:

  • mehr Wohlbefinden, besseres Sich-selbst-Spüren („ein neues Lebensgefühl“),
  • weniger depressive Verstimmungen bzw. Stimmungsschwankungen,
  • Verschwinden anderer Nebenwirkungen, die der Pille zugeschrieben werden, wie z.B. Scheidentrockenheit, Scheideninfektionen, Kopfschmerzen,
  • mehr sexuelles Interesse,
  • schnellerer Eintritt einer Schwangerschaft bei Kinderwunsch.

Ganz unterschiedlich sind die Erfahrungen in Sachen Körpergewicht: einige Frauen sagen, sie hätten durch das Absetzen der Pille abgenommen, andere, sie hätten zugenommen. Dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis, siehe auch mein Artikel: Macht die Pille dick?

Durch das Absetzen der Pille können sich zunächst auch einige negative Aspekte ergeben:

  • stärkere Regelblutung, siehe auch: Was tun bei zu starker Regelblutung?,
  • mehr Regelschmerzen, siehe auch: Sind Regelschmerzen normal?,
  • unreine Haut,
  • Haarausfall,
  • unregelmäßiger Zyklus,
  • das Auftreten eines Prämenstruellen Syndroms.

Bei vielen Frauen bessern sich diese Beschwerden nach einer Weile, bei längerem Bestehen sollte man Rücksprache mit der Frauenärztin halten.

Menstruation: Alles, was du über deine Periode wissen musst!

Der weibliche Zyklus ist ein kleines Wunder. Für die meisten Frauen ist er allerdings einfach nur gleichbedeutend mit einer sich monatlich wiederholenden Blutung, der Menstruation. Leider ist das Wissen über den eigenen Körper und seine Funktionen in den letzten Jahren irgendwie abhanden gekommen. Und das gerade dann, wenn Frau lange die Pille genommen hat.

Gerade in der Generation Pille-Community sowie in Mails und Nachrichten, die ich täglich bekomme, werden dazu häufig Fragen gestellt. Diese zeigen ganz eindeutig, dass ein Großteil der Mädchen und Frauen allen Alters völlig überfordert und ratlos ist, wenn nach dem Absetzen der Pille der natürliche Zyklus beginnt. Eigentlich ist das auch nachvollziehbar. Je früher man mit der Einnahme der Pille begonnen und je länger man sie genommen hat, desto kürzer war die Zeit, in der man einen echten Zyklus hatte. Die meisten Frauen können sich an diese Zeit nicht mal mehr erinnern.

Deshalb ist nach dem Absetzen der Pille die Angst groß. Wie lange ist ein Zyklus überhaupt? Wie stark darf die Blutung sein? Ist die Periode zu stark, zu schwach oder normal? Was ist eigentlich normal?

Zyklus & Periode während der Antibabypille

Bevor wir uns gleich mit dem weiblichen Zyklus und speziell der Menstruation widmen, noch eines vorab:

Während der Einnahmedauer der Pille hat Frau keinen echten Zyklus und auch keine Periode.

Die Blutung, die während der einwöchigen Pillenpause auftritt, ist keine Menstruation, sondern eine reine Abbruchblutung. Diese ist ganz einfach eine Reaktion des Körpers auf die abrupt aufhörende Zufuhr an synthetischen Hormonen. Eigentlich ist diese Blutung sogar völlig unnütz. Erfunden und eingeführt wurde diese Blutung von der Pharmaindustrie zu Beginn der Vermarktung der Antibabypille. Dies geschah sehr bewusst und zwar, weil man feststellte, dass sich Frauen unter der Einnahme der oralen Kontrazeptiva weniger wohl fühlten, wenn sie das Gefühl hatten, ihr natürlicher Zyklus würde beeinflusst werden. So schaffte man also einfach eine künstliche Blutung und schon hatten die Konsumentinnen ein sichereres Gefühl.

Das gleiche gilt für die Dauer des “Zyklus” unter der Pille.

Auch dieser wurde bewusst modelliert. Wären die Entwickler damals in einer anderen Laune gewesen, hätten die Zyklen vielleicht 25 oder auch 34 Tage betragen. Sie haben sich damals aber für 28 Tage entschieden. Aus diesem Grund hält sich auch das hartnäckige Gerücht, ein natürlicher Zyklus müsste diese Dauer haben. Dem ist nicht so.

Schmierblutungen nach dem Pille absetzen

Eine der häufigsten Nebenwirkungen nach dem Pille absetzen sind Schmierblutungen. Diese können vor allem in den ersten Wochen oder Monaten nach dem Absetzen der Pille auftreten, wenn der Zyklus sich noch nicht wieder normalisiert hat.

Unter Schmierblutungen versteht man eine schwache Blutung aus der Gebärmutter, die entweder als Zwischenblutung oder auch Zusatzblutung im weiblichen Zyklus auftritt.1

Sie können unterschiedliche Ursachen haben. Neben Verletzungen oder Entzündungen der inneren Geschlechtsorgane der Frau kann auch eine Schwangerschaft Schmierblutungen auslösen. Nach dem Pille absetzen liegt der Grund für die ungewohnten Blutungen jedoch wahrscheinlich eher im hormonellen Ungleichgewicht des weiblichen Körpers.

Während die ungewohnten Blutungen als Folge des Absetzens eines hormonellen Kontrazeptivums bei manchen Frauen nur in den ersten Zyklen auftreten, haben andere Betroffene längerfristig mit dieser Nebenerscheinung zu kämpfen. In einem solchen Fall sollte ein Gynäkologe aufgesucht werden, um die tatsächliche Ursache der Schmierblutungen zu eruieren und zum Beispiel eine eventuelle Gelbkörperschwäche auszuschließen.

Warum kommt es zu Schmierblutungen nach dem Pille absetzen?

Schmierblutungen treten nach dem Pille absetzen aufgrund eines hormonellen Ungleichgewichts auf, bei dem vor allem das Vorkommen des Sexualhormons Östrogen im Fokus steht. Produziert der weibliche Körper nach dem Absetzen des hormonellen Kontrazeptivums in Eigenleistung noch zu wenig des Hormons, kann es zu Schmierblutungen kommen.2

Sind Schmierblutungen nach dem Pille absetzen gefährlich?

Wenn die Schmierblutungen vom Pille absetzen kommen, sind sie normalerweise nicht gefährlich und verschwinden auch nach einiger Zeit wieder. In manchen Fällen sollten Sie dennoch einen Arzt aufsuchen, nämlich dann, wenn die Schmierblutungen …

  • … lange anhalten und zudem noch sehr stark sind.
  • … auffällig und unangenehm riechen.
  • … mit Schmerzen oder einem Ziehen sowie Krämpfen im Unterleib verbunden sind.

Es können in diesem Fall auch Entzündungen der Gebärmutter, der Eierstöcke bzw. Eileiter vorliegen oder aber Sie leiden unter einer bakteriellen Infektion. In einem solchen Fall ist eine ärztliche Behandlung zwingend notwendig.

Sonderform der Schmierblutung: Die Einnistungsblutung

Schmierblutungen oder unregelmäßige Blutungen können nach dem Absetzen des hormonellen Kontrazeptivums jedoch noch eine weitere Ursache haben. Wenn Sie sich ein Kind wünschen und nach dem Absetzen der Pille unverhüteten Verkehr hatten, können die Schmierblutungen auch auf eine sogenannte Einnistungsblutung zurückzuführen sein.

Eine Einnistungsblutung, auch unter der Bezeichnung Nidationsblutung bekannt, kann auftreten, wenn sich das befruchtete Ei in die Gebärmutterschleimhaut einnistet und es dabei zu leichten Verletzungen kommt. Eine solche Blutung tritt jedoch nicht bei jeder Frau auf, da die Blutmengen der Verletzung manchmal so gering sind, dass sie nicht nach außen dringen. Eine Einnistungsblutung erkennen Sie an Farbe und Stärke. Sie ist meist hellrot bis rosa und hält nur wenige Tage an. Dabei nimmt sie nicht an Stärke zu, wodurch Sie sich maßgeblich von einer normalen Periodenblutung unterscheidet. Wünschen Sie sich ein Kind und stellen solche Schmierblutungen fest, empfielt es sich, abzuwarten, ob die eigentliche Menstruation eintritt. Falls dies nicht der Fall sein sollte, können Sie zu einem Schwangerschaftstest greifen.

Was tun bei Schmierblutungen nach dem Pille absetzen?

Die Schmierblutungen nach dem Pille absetzen müssen Sie zunächst nicht beunruhigen, wenn Sie keine weiteren Beschwerden haben. Benutzen Sie in dieser Zeit Slipeinlagen und haben Sie etwas Geduld – normalerweise regelt Ihr Körper alles Nötige von alleine, er braucht nur ein wenig Zeit dafür. Wenn sich die Blutungen nach langer Zeit nicht geben, sollten Sie aber mit Ihrem Frauenarzt darüber sprechen.

1 http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_glossar_146.html

2 Kleine-Gunk, Bern: Das Frauen-Hormone-Buch. Fürth 2013, S. 52.

Pille absetzen
Das passiert, wenn Sie die Pille nicht mehr nehmen

Es ist eine naheliegende Frage: Steckt Ihr Körper das permanente Einwerfen synthetischer Hormone wirklich so leicht weg? Was würde passieren, wenn Sie einfach damit aufhören? Allein in Deutschland verhüten etwa 7 Millionen Frauen mit der Antibabypille. Wurde sie in den 1960er-Jahren noch als Symbol der weiblichen Selbstbestimmung gefeiert, hat ihr Ruf inzwischen stark gelitten. Denn die Liste der Nebenwirkungen ist lang, die Studienlage erdrückend.

Africa Studio / .com Kann es wirklich gesund sein, jeden Tag synthetische Hormone zu schlucken?

Welche gefährlichen Nebenwirkungen hat die Pille?

Gefährlichste Nebenwirkung der Pille: Die Entstehung von Thrombosen, die zu gefährlichen, manchmal sogar tödlichen Embolien führen können. Bei Pillennutzerinnen steigt die Zahl der Thrombosen deutlich an: Mit der Antibabypille der 2. Generation (etwa Evaluna oder Femigoa) sind es rund 20 von 100. 000 Frauen. Und bei denen, die Präparate der 3. und 4. Generation (etwa Mayra, Yasmin oder Valette) schlucken, verdoppelt sich das Risiko noch einmal. Zum Vergleich: Bei den Frauen, die nicht-hormonell verhüten, sind es ’nur‘ 10 von 100.000 Frauen, die eine Thrombose bekommen, so eine Studie, die im deutschen Ärzteblatt erschienen ist.

Wann erhöht die Pille das Thrombose-Risiko?

Auch die Wahrscheinlichkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Depressionen ist für Frauen, die mit der Pille verhüten, höher. Ein internationales Forscherteam stellte kürzlich fest, dass die Pille schon nach knapp 3 Monaten einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden von Frauen hat. In der Studie gaben die Frauen an, sich weniger schwungvoll und energiegeladen zu fühlen und ihre Emotionen weniger im Griff zu haben.

Was passiert im Körper, wenn ich die Pille absetze?

Obwohl viele Frauen immer wieder darüber nachdenken, die tägliche Hormonzufuhr zu stoppen, sind sie sich unsicher, welche Konsequenzen das für ihren Körper haben wird. Schließlich haben sie jahrelang von den positiven Nebenwirkungen wie der regelmäßigeren Periode, reiner Haut und vollem Haar profitiert. Wir klären, welche Bedenken unbegründet sind und mit welchen Folgen sie tatsächlich rechnen sollten:

1. Die Periode wird unregelmäßiger

Nach dem Absetzen der Pille ist vor allem die Regelmäßigkeit der Periode ein großes Thema: „Der natürliche Zy­klus muss erst mal wieder in Gang kommen“, sagt die Kölner Gynä­kologin Dr. Ursula Sottong. „Etwa ein Drittel der Frauen hat nach dem Absetzen der Pille unregelmäßige Zyklen.“ Denn obwohl sie die Pille nicht mehr nehmen, sind sie nicht sofort ‚clean‘: „Die Hormone der Pille lagern sich in den Fettzellen des Körpers ein und werden nach dem Absetzen erst nach und nach abgebaut.“ Und das dauert seine Zeit: Es kann durchaus sein, dass die Periode wochenlang gar nicht kommt. Wer jedoch 3 Monate nach dem Absetzen immer noch keine Blutung hatte, sollte zum Arzt gehen.

7 hormonfreie Verhütungsmethoden, die Sie kennen sollten

2. Sie werden emotionaler

Dass Sie die Pille abgesetzt haben, bekommen Ihre Liebsten womöglich als Erstes zu spüren – auch wenn Sie ihnen kein Wort gesagt haben. Denn fällt der Einfluss der Pille weg, hat das auch Auswirkungen auf Ihre Stimmung. Warum? Weil der natürliche weibliche Zyklus von Hormonen gesteuert wird, deren Konzentration im Verlauf des Zyklus schwankt: In der ersten Hälfte steigt der Östrogenspiegel bis zum Eisprung stetig an, danach übernimmt Progesteron die Kontrolle – und beide haben einen unterschiedlichen Einfluss auf die Stimmung.

Durch die Einnahme einer Kombi-Pille (häufigster Pillentyp) bleibt der Hormonpegel da­gegen während des gesamten Zyklus gleich. Denn die täglich gelieferten Hormone Östrogen und Gestagen legen den natürlichen Zyklus praktisch lahm. Setzen Sie die Pille ab, fällt entsprechend der konstante Hormonspiegel weg – und die Stimmungsschwankungen sind wieder da. Der Verzicht auf die Pille kann Ihnen aber auch wahre Glücksgefühle bescheren, weil Sie emotionale Höhen intensiver wahrnehmen: „Vor allem kurz vor dem Eisprung ist es sehr gut möglich, dass Sie sich besonders gut fühlen“, erklärt Dr. Katrin Schaudig vom Hormonzentrum Hamburg.

3. Sie bekommen unreine Haut und Haarausfall

Die Pille sorgt ja nicht nur dafür, dass die Verhütung safe ist, sondern auch, dass Ihre Gesichtshaut ziemlich rein ist. Weil in der Zeit der Pilleneinnahme das männliche Hormon Testosteron unterdrückt wird und der Östrogenspiegel sehr hoch ist, sind reine Haut und volles Haar die beliebte Nebenwirkungen der Pille. Fällt der Östrogenspiegel nach dem Absetzen nun aber ab, ändert sich das – und es fällt leider auch etwas anderes aus: „Ziemlich genau 3 Monate nach dem Absetzen haben viele Frauen kurzzeitig Haarausfall“, so Schaudig.

So werden Sie unreine Haut und Pickel los

Denn durch den hohen Östrogenspiegel dank Antibabypille werden mehr Haare als üblich in der Wachstumsphase gehalten. Mit dem Absetzen der Pille fällt der Östrogenspiegel plötzlich ab – und der Körper schickt die Haare von der Wachstums- in die Ruhephase, in der sie noch etwa 3 Monate bleiben, bevor sie ausfallen. Die gute Nachricht: „Innerhalb von 1 bis 2 Mo­naten normalisiert sich der Haarwuchs von allein.“

shurkin son / .com Wer die Pille absetzen möchte, sollte ein paar wesentliche Dinge beachten, um die Umstellung für den Körper möglichst schonend zu gestalten.

4. Die Lust auf Sex steigt

Der Testosteronmangel hat auch sein Gutes: Da das männliche Hormon bei vielen Pillennutzerinnen die Libido eingeschränkt hat, wächst nach dem Absetzen der Pille bei einigen auch die Lust auf Sex.

5. Sie verlieren Gewicht

Abnehmen, ohne etwas dafür zu tun? Klappt! „Das Östrogen der Pille kann 1 bis 2 Kilo Wasser im Körper binden“, so Schaudig. Diese Wassereinlagerungen verschwinden nach dem Absetzen der Pille von allein.

Kann ich gleich nach Absetzen der Pille schwanger werden?

Ja, das ist möglich. Klingt banal, aber wer sich jahrelang keine Sorgen um eine mögliche Schwangerschaft machen musste, sollte nach dem Absetzen der Pille besonders vorsichtig sein, denn: „Direkt nach dem Absetzen ist die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, besonders hoch“, sagt Dr. Schaudig. Das liegt auch daran, dass die Ex-Pillennutzerinnen mit Ihrer neuen Verhütungsmethode oft noch nicht so geübt sind.

Das passiert bei einer Abtreibung

Worauf sollte ich achten, wenn ich die Pille absetze?

Wenn Sie die Pille nach Jahren nicht mehr nehmen, bedeutet das für den Körper eine gravierende hormonelle Umstellung – im Leben einer Frau zwischen Pubertät und Wechseljahren eher selten. „Deshalb gibt es für mich nichts Spannenderes als die Phase nach dem Absetzen der Pille“, sagt Dr. Sottong. „Viele Frauen lernen die eigene Biologie erst dann richtig kennen und sind zum ersten Mal wirklich mit ihrer Fruchtbarkeit konfrontiert.“ Deshalb sollte die Entscheidung, die Pille abzusetzen, nicht gedankenlos getroffen werden: Schaudig rät dringend davon ab, kurze Pillenpausen einzulegen, „nur um mal zu gucken wie es ist“. Denn in den ersten 6 bis 12 Monaten der Einnahme ist das Thromboserisiko am höchsten.

shurkin son / .com Kopfschmerzen und keine Lust auf Sex sind noch die harmlosen Nebenwirkungen der Pille.

Pille absetzen in 5 Schritten

Sie wollen die Pille absetzen, wissen aber nicht, wie Sie es am geschicktesten anstellen? Wir helfen Ihnen dabei, die Pilleneinnahme kontrolliert zu stoppen:

Pille absetzen – Schritt 1: Gehen Sie für ein Check-up zum Arzt

Idealerweise sollten Sie erst einmal Ihre Gynäkologin aufsuchen, um sich über alternative Verhütungsmethoden zu informieren. Vielen jungen Frauen wird die Pille verschrieben, weil sie besonders strake oder unregelmäßige Blutungen hatten. Wenn Sie die Pille also nicht als reine Verhütungsmethode genutzt haben, dann stellen Sie sich sicherheitshalber darauf ein, dass frühere Zyklus-Unregelmäßigkeiten zurückkehren.

Pille absetzen – Schritt 2: Suchen Sie sich eine alternative Verhütungsmethode

Wenn Sie die Pille absetzen, aber noch keinen akuten Kinderwunsch haben, sollten Sie sich frühzeitig mit der Frage auseinandersetzen, wie die Verhütung in Zukunft ablaufen soll. Manche hormonfreie Methoden brauchen ein wenig Übung. „Jede Form der Verhütung – auch Pille oder Kondom – ist nur sicher, wenn sie richtig anwendet wird. Je erfahrener Sie damit sind, desto besser“, erklärt Sottong.

Welche Verhütungsmethode passt zu Ihnen?

Pille absetzen – Schritt 3: Setzen Sie nun die Pille ab

Wie Sie die Pille absetzen, ist selbsterklärend: Hören Sie einfach auf, jeden Tag die kleine Filmtablette einzuschmeißen. Aber: Nicht mal eben mittendrin. Bevor Sie den Eierstöcken die Kontrolle überlassen, sollten Sie die letzte Packung aber noch zu Ende nehmen. Wenn Sie mittendrin mit der Pille aufhören, bekommen Sie womöglich Zwischenblutungen und Ihr Hormonhaushalt kommt aus dem Gleichgewicht.

Pille absetzen – Schritt 4: Gönnen Sie Ihrem Körper eine Pause

Manche Frauen fühlen sich nach dem Absetzen der Pille wie auf einer Achterbahnfahrt oder zurück in ihre Jugend versetzt: Stärkere Perioden, schmerzhafte Krämpfe, vielleicht sogar Stimmungsschwankungen und Pickel können die Folge sein. Umgekehrt kann das aber auch bedeuten, dass viele Symptome, die Sie während Ihrer Pillen-Zeit erlebt haben, jetzt verschwinden. Zum Beispiel schmerzende Brüste, Kopfschmerzen, Schwindelgefühle und Zwischenblutungen. Welche Nebenwirkungen tatsächlich auftreten, ist sehr individuell.

Pille absetzen – Schritt 5: Behalten Sie alles im Blick

Geben Sie Ihrem Körper nach dem Absetzen der Pille etwas Zeit, um sich umzustellen. Der natürliche Zyklus muss erst wieder richtig in Fahrt kommen. Zyklus-Apps wie Ovy oder MyCycles können dabei helfen, Ihren Menstruationszyklus besser zu dokumentieren und neben der Periode auch andere Symptome zu beobachten. Wenn Sie nach 3 Monaten immer noch nicht regelmäßig Ihre Tage bekommen oder andere Unannehmlichkeiten feststellen, gehen Sie auf jeden Fall noch einmal zum Arzt, um Ihren Hormonhaushalt überprüfen zu lassen.

Die 10 häufigsten Kondom-Ausreden

shurkin son / .com Wer die Pille nach langer Zeit absetzt, lernt seinen Körper neu kennen

Erfahrungsbericht von Lena: „So fühlte ich mich, als ich die Pille absetzte“

„Wie für viele Frauen war es für mich völlig selbstverständlich, täglich Hormone zu schlucken. Nach über 10 Jahren kannte ich es gar nicht mehr anders – und ich merkte dann: Eigentlich kannte ich auch meinen eigenen Körper nicht. Mit der Pille war mein Zyklus zwar regelmäßig, die Periode weniger schmerzhaft, aber ich fühlte mich irgendwie matt und unglücklich und wusste nicht, warum. Ich hatte schon öfter wegen mangelnder Lust die Pille gewechselt, allerdings ohne wirklichen Erfolg. Dann stoppte ich die tägliche Hormonzufuhr – und alles änderte sich!

Schon in den ersten Wochen fühlte ich mich befreiter. Ich entwickelte ein viel besseres Gespür für meinen Körper. Gleichzeitig bekam ich aber auch die ganze Wucht meiner Fruchtbarkeit zu spüren: Klagten Freundinnen früher über PMS, hielt ich das immer für übertrieben – ich hatte ja keine Ahnung, wie sie sich fühlten!

Die ersten Monate kam meine Periode ziemlich zuverlässig, doch dann geriet alles durcheinander. Manchmal wartete ich 6 bis 7 Wochen auf meine Tage – und wurde natürlich total nervös. Schwangerschaftstest (negativ), Arztbesuch, das volle Programm. Doch meine Gynäkologin gab Entwarnung: ‚Keine Sorge, Sie ovulieren.‘ Aha.

5 Tipps für mehr Energie im Alltag

Seitdem beobachte ich meine Zyklussymptome sehr genau, und es ist faszinierend, meinen Körper in den verschiedenen Phasen wahrzunehmen. Entweder fühle ich mich supersexy (vor dem Eisprung) oder mega ugly (kurz vor der Periode). Und ich gebe gern zu: Das kann ganz schön anstrengend sein! Aber es ist ein gutes Gefühl zu wissen, wie der eigene Körper tickt, und zu merken, wie sich die hormonelle Balance wieder einstellt.

Einen super-durchschnittlichen 28-Tage-Zyklus hatte ich übrigens auch nach 8 Monaten noch nicht. Dafür aber immerhin mehr das Gefühl, ich selbst zu sein. Und wenn es das nicht wert ist, was dann?!“

Wer die Antibabypille absetzt, muss mit einigen kurzfristigen Nebenwirkungen wie zum Beispiel Haarausfall rechnen und sich mit alternativen Verhütungsmethoden auseinandersetzen, gewinnt dafür aber ein ganz neues Körpergefühl und minimiert gesundheitliche Risiken durch die Pille. Wie auch immer Sie sich entscheiden, gehen Sie das Thema Verhütung mit Bedacht an und hören Sie auf die Signale Ihres Körpers.

Anna Ullrich 13.02.2019

Pille absetzen: Das müssen Sie beachten

Die Antibabypille ist ein Hormonpräparat das von Frauen eingenommen wird, um ungewollte Schwangerschaften zu unterbinden. Die Pille setzt dabei durch die Einwirkung der Hormone Östrogen und Gestagen den natürlichen Zyklus außer Kraft, damit es zu keinem Eisprung kommen kann. Außerdem wird der Schleim am Gebärmutterhals verdickt, sodass Spermien dort nicht eindringen können. Das Verhütungsmittel hat einen sehr hohen Pearl-Index zwischen 0,1 und 0,9, was es bei richtiger Anwendung zu 99,9 Prozent sicher macht. Wollen Frauen die Pille jedoch absetzen, weil sie schwanger werden oder auf hormonelle Verhütung verzichten wollen, sollten Sie dabei einiges beachten.

  • Thrombose-Risiko, unreine Haut: Das müssen Sie wissen, wenn Sie die Antibabypille nehmen

Was passiert, wenn man die Pille absetzt?

Dass die Antibabypille mögliche Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, unreine Haut, Stimmungsschwankungen oder ein erhöhtes Thromboserisiko mit sich bringen kann, ist allgemein bekannt. Dass das Absetzen der Pille nach einer längeren Einnahmephase ebenfalls zu Schwierigkeiten führen kann, wissen dabei weitaus weniger Frauen.

Denn selbst wenn zu Beginn der hormonellen Verhütung keinerlei Nebenwirkungen eintraten, kann die Hormonumstellung nach absetzen der Pille unter anderem zu starken Stimmungs- und Gewichtsschwankungen, sowie zu unreiner Haut führen. Dennoch muss das Absetzen der Pille nicht unbedingt mit dem Frauenarzt abgesprochen werden. Man sollte nur darauf achten, den angefangenen Pillenstreifen auch wirklich zu ende zu nehmen und nicht mitten in einer Einnahmephase damit aufzuhören.

Mögliche Nebenwirkungen nach dem Absetzen der Pille

Die möglichen Nebenwirkungen kommen daher, dass sich der Körper an die tägliche Dosis Hormone gewöhnt hat und diese nicht mehr genügend selbst poduziert. Deshalb fallen Frauen nach dem Absetzen der Pille in ein hormonelles Tief, das mit einigen Nebenwirkungen korelliert. Unter anderem kann es mehrere Wochen oder Monate dauern, bis sich der natürliche Zyklus gänzlich wieder eingependelt hat.

Auch unangenehme Schmierblutungen können in dieser Zeit eintreten. Die künstlich zugeführten Hormone selbst sind jedoch bereits nach wenigen Wochen wieder aus dem Körper verschwunden, doch meist dauert es einen Monat bis der eigene Hormonhaushalt wieder das Sagen hat. Viele Frauen haben auch mit so unreiner Haut zu kämpfen, dass nur noch medizinische Cremes helfen, die der Hautarzt verschreiben muss.

Wie lange dauert es, bis der Körper sich an das Absetzen der Pille gewöhnt hat?

Das Absetzen der Pille wirkt sich von Frau zu Frau komplett unterschiedlich aus. Daher kann kein fester Zeitraum genannt werden, ab dem sich der Körper sicher an die Umstellung gewöhnt hat. Bei manchen Frauen reichen einige Monate, andere haben über ein Jahr mit Hautunreinheiten und Stimmungsschwankungen zu kämpfen. In drastischen Fällen kann es sogar bis zu fünf Jahren dauern, bis der Körper sich gänzlich von der Pille erholt hat.

Was die Kinderplanung angeht, sollte man nicht zu viel auf gängige Pillen-Mythen geben. Denn es ist ein Irrglaube, dass es bis zu einem Jahr dauert, um nach absetzen der Pille schwanger zu werden. In der Regel sollte ein Paar auf jeden Fall Verhüten, bis die erste natürliche Blutung wieder eingesetzt hat. Das beispielsweise gestagenbetonte Pillen dafür sorgen, dass die Gebärmutterschleimhaut nur noch aus einem dünnen Film besteht. Zwar kann sich hier eine befruchtete Eizelle einnisten, besteht die erhöhte Gefahr einer Fehgeburt.

Pille absetzen – und dann?

Akne & Zykluschaos nach Absetzen der Pille – Was tun? → JETZT Video ansehen

Du hast dich entschlossen, die Pille abzusetzen? Toll! Und danach? Wie stellt sich der Körper um? Wie schwanger werden oder wie verhüten ohne Hormone?

Pille, Pille, Pille, … Warum die Pille absetzen?

Die „Anti-Baby-Pille“, kurz Pille, ist das am meisten verwendete Verhütungsmittel in Deutschland. Immer mehr Frauen entscheiden sich mittlerweile jedoch dafür, die Pille abzusetzen. Dass immer mehr Frauen sich gegen die Pille entscheiden, hat auch der Dokumentarfilm „Und tschüss, Hormone!” sehr gut aufgedeckt. Entweder wollen diese Frauen schwanger werden ODER sie wollen (erstmal) auf eine hormonfreie Verhütung umsteigen aufgrund von Nebenwirkungen der Pille oder anderen Gründen. Hiermit berichte ich einmal meine Erfahrungen als Beraterin für Natürliche Familienplanung (NFP) zum Thema Pille absetzen.

Pille absetzen wegen Nebenwirkungen

Ich selbst habe die Pille im Jahr 2009 abgesetzt, weil ich mich damit insgesamt nicht wohl gefühlt habe. Nebenwirkungen waren mir zu diesem Zeitpunkt gar nicht bewusst und sind mir erst nach dem Absetzen aufgefallen, als es mir besser ging. In meinen Kursen der Natürlichen Familienplanung (NFP) befinden sich etwa 50% der Kursteilnehmerinnen in der Situation „nach Absetzen der Pille“. Einige haben sie schon länger abgesetzt und andere erst kürzlich. Die allermeisten haben die Pille wegen Nebenwirkungen abgesetzt. Die mir von den Frauen geschilderten Nebenwirkungen durch die Pille reichen von Kopfschmerzen, Hautausschlag, Libidoverlust, Depressionen, häufige Scheidenpilze über Lungenembolie und Thrombose. Es tut mir oft sehr leid, welche langen und steinigen Verhütungswege diese Frauen meist hinter sich haben. Umso mehr erfreut es mich, dass sie die Möglichkeit einen NFP Kurs zu besuchen überhaupt im Internet gefunden haben (!) und sie fast alle spätestens nach der vierten und letzten Kurseinheit überzeugte Anwenderinnen sind und sich oft fragen, warum ihnen das nicht schon viel eher jemand erklärt hat?! Es gibt auch Frauen, die wollen die Pille gerne absetzen, aber wissen nicht genau wann der richtige Zeitpunkt dafür ist…

Pille absetzen? Aber wann?

Wenn du dir die Frage stellst, WANN du am besten die Pille absetzen solltest, gibt es verschiedene Situationen, in denen du dich befinden kannst:

Situation: An welchem Zyklustag absetzen?
Du willst einfach nur wissen, an welchem Zyklustag man die Pille am besten absetzen sollte? Normalerweise nimmt man die angefangene Pillenpackung bis zum Ende und beginnt dann einfach keine neue Packung mehr – und schon ist die Pille abgesetzt! 😀 Ich gebe hier leider keinen ärztlichen Rat, deshalb empfehle ich, im Zweifelsfall lieber eine/einen GynäkologIn zu befragen oder zumindest die Sprechstundenhilfen anzurufen.

Situation: leichter Kinderwunsch
Es kann sein, dass du einen „leichten“ Kinderwunsch verspürst, dir aber noch nicht sooo sicher bist, ob es nun der richtige Zeitpunkt ist? In diesem Fall kann ich nur sagen: Kinderkriegen ist nichts für Feiglinge 😉 . Einen optimalen Zeitpunkt für Kinder gibt es nicht wirklich – entweder man macht es oder halt nicht.

Situation: Wechseljahre
Eine weitere Möglichkeit, die passieren kann, ist, dass du in den Wechseljahren (ca. 40.-55. Lebensjahr) bist und die Pille noch nimmst. Du weißt nicht, ob du nicht schon längst die Menopause überschritten hast und ohne Pille gar keine Blutung mehr hättest?! Dann sprich am besten auch mit deinem/deiner GynäkologIn. Im Zweifelsfall gehört dazu einfach nur etwas Mut, die Pille nach vielen Jahren der Pilleneinnahme abzusetzen. Ab dem 45. Lebensjahr der Frau besteht nur noch eine 5 %ige Wahrscheinlichkeit ohne Verhütung schwanger zu werden. Ab dem 50. Lebensjahr ist übrigens die Wahrscheinlichkeit bei fast null Prozent. Nach der letzten Menstruation (Menopause) liegt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft bei null Prozent ( M. Sara Rosental). In Kombination mit den NFP Wechseljahre Regeln und Kondomen lässt sich die Familienplanung in dieser besonderen Lebensphase gut und sehr sicher regeln. An meinen Kursen nehmen ab und zu Frauen über 40 teil und diese haben meist noch sehr klare auswertbare Zyklen. Dank der Zyklusbeobachtungen können sie dann kleine feine Änderungen sehr gut wahrnehmen. Beispielsweise werden die Zyklen zunächst etwas kürzer und es kann zu immer früher stattfindenden Eisprüngen kommen.

Pille absetzen – wie lange dauert Umstellung?

Bei etwa der Hälfte der Frauen, die die Pille absetzen, ist der natürliche Zyklus sofort nach Absetzen der Pille wieder da und es kommt in regelmäßigen Abständen von 23-35 Tagen zu einer Menstruationsblutung. Bei der anderen Hälfte kann es bis zu einem Jahr andauern (Gnoth 2002). Von den Frauen, bei denen es etwas länger dauert, sind ca. 6 Prozent sehr schwer betroffen. Bei ihnen kann es vorkommen, dass 3-11 Monate gar keine Blutung kommt. Welche genauen Ursachen dies hat, ist noch nicht geklärt. Jedoch reguliert sich bei fast allen Frauen der Zyklus wieder und ist nach spätestens zwei Jahren wieder relativ regelmäßig. Eine deutsche ausführliche Erklärung dieser Studienergebnisse kann dem Buch „Natürliche Familienplanung heute“ entnommen werden. Manche Frauen leiden jedoch an einer Zyklusstörung aufgrund des PCO-Syndroms. Wenn eine am PCOS leidende Frau die Pille absetzt, hat sie also auch einen sehr langen unregelmäßigen Zyklus, der aber auch unter normalen Umständen sehr lang und unregelmäßig ist. Ich kann Frauen mit dem PCO-Syndrom raten, unbedingt die Pille abzusetzen, wenn sie schwanger werden möchten und es auf natürlichem Weg zu versuchen – das kann definitiv funktionieren!

Am Zervixschleim kann man die Umstellung von der Pille auf den natürlichen Zyklus auch sehr gut beobachten. Frauen haben nachdem sie die Pille abgesetzt haben oft ein eher untypisches Zervixschleimmuster. Die Zervixschleimqualität ist bei manchen Frauen beispielsweise an den meisten Tagen immer gleich oder sie sehen kaum bis gar kein Zervixschleim in den ersten Monaten nach Absetzen der Pille. Das ist für die Frauen in meinen Kursen oft das Schwierigste am Anfang. „Warum habe ich so wenig Zervixschleim?“ oder „Warum sieht mein Zervixschleim immer gleich aus?“ sind häufige und berechtigte Fragen von Frauen, die direkt nach Absetzen der Pille angefangen haben, ihren Zyklus zu beobachten. Ich beruhige die Frauen dann damit, dass es normal ist und die natürlichen Zervixschleim-Veränderungen sich erst wieder einpendeln. Sie sind oft sehr froh in mir eine Ansprechpartnerin zu haben, die sie unterstützen und zu diesem speziellen Thema beraten kann. Denn trotz alledem kann die symptothermale Methode direkt nach Absetzen der Pille angewendet werden. Allerdings gibt es speziell für den ersten Zyklus nach Absetzen der Pille eine kleine Sonderregel bei der Zyklusauswertung.

Pille absetzen und schnell schwanger werden

Viele Frauen möchten die Pille absetzen, um schwanger zu werden. Natürlich wollen sie dann ganz schnell schwanger werden oder am besten SOFORT! Nicht selten kommt es dazu, dass es dann doch länger dauert als gedacht. Das hat verschiedene Ursachen. Zum einen ist es ganz natürlich, dass man in einem Zyklus nur eine maximale Wahrscheinlichkeit von ca. 30% (im besten Alter ca. 24 Jahre) hat, schwanger zu werden. Zum anderen entscheiden sich Frauen in Deutschland immer später dazu, ein Kind bekommen zu wollen. Die meist langjährige Pilleneinnahme bis zum Zeitpunkt des Kinderwunsches ist nicht in allen Fällen förderlich, um schwanger zu werden. Manche Frauen setzten die Pille ab und schwups – sind sie im ersten Übungszyklus gleich schwanger. Bei ungefähr der Hälfte der Frauen kann es jedoch sein, dass der Zyklus sich bis zu einem Jahr wieder einpendelt und regelmäßiger wird. Regelmäßig heißt hier, dass die Zykluslängen zwischen 23 und 35 Tagen schwanken dürfen. Wenn die Paare mit Kinderwunsch nicht genau wissen, wann die hochfruchtbare Zeit im Zyklus ist, empfehle ich mein Kinderwunsch Starter Set. In diesem Set findest du alles was du brauchst, um deine hochfruchtbaren Zeit um den Eisprung durch Körperbeobachtung von Temperatur und Zervixschleim zu bestimmen. Überdies gebe ich in meinem wöchentlichen Email Newsletter immer wieder Tipps wie du erfolgreich schwanger werden kannst. Wenn du Dich noch heute unter dem Artikel oder in der rechten Sidebar anmeldest bekommst du als Dankeschön ein Gratis Video, indem ich dir meine 3 besten Tipps zum schwanger werden verrate.

Pille absetzen – und dann? Wie verhüten?

Das ist ja super, wenn Mann und Frau sich gemeinsam dazu entschieden haben, die Pille abzusetzen. Aber wie geht es dann weiter? Welche Art der Verhütung gibt es denn noch, die sicher ist, aber nicht hormonell wirkt und auch nicht im Körper eingesetzt werden muss? Ich hatte damals meinen Gynäkologen gefragt und leider keine zufriedenstellende Antwort erhalten. Zum Glück informieren sich mittlerweile viele Menschen online selbst nochmal – so ähnlich wirst du wahrscheinlich auch auf diesen Beitrag hier aufmerksam geworden sein. Mir ging es selbst damals so, dass ich über einige Umwege und letztendlich über die eigene Internetrecherche zu NFP mit der symptothermalen Methode gekommen bin. Mit dieser symptothermalen Methode bestimmt man durch Beobachtung der Basaltemperatur und der Veränderungen des Zervixschleims, die fruchtbaren Tage im Zyklus. Somit braucht man an den unfruchtbaren Tagen nicht verhüten. Diese Methode hat keinerlei gesundheitliche Nebenwirkungen und ist natürlich hormonfrei 😉 .

Pille absetzen und hormonfrei verhüten

Die symptothermale Methode ist zwar technisch gesehen keine Verhütungsmethode, aber praktisch gesehen kann man damit sehr sicher eine Schwangerschaft vermeiden. Künstliche Hormone sind also nicht nötig, um eine Schwangerschaft sicher zu umgehen. Es gibt übrigens insgesamt eine Menge Vorteile, wenn man diese Art der Empfängnisregelung wählt.

Ich zumindest habe das „Natürlich und sicher – Praxisbuch“ sehr schnell verschlungen und war total begeistert von dieser Art der hormonfreien Empfängnisregelung. Das Dokumentieren der Körpersymptome und das Erlernen der Methode selbst hat mir und meinem Partner solchen Spaß gemacht, dass wir gemeinsam diesen Blog gegründet haben.

Fazit

Wenn du die Pille absetzen möchtest und es wirklich schaffen möchtest hormonfrei und sicher zu verhüten, dann empfehle ich dir unser Webinar. Dort erklären wir dir alles, was du für den Start in die Hormonfreie Verhütung mit der symptothermale Methode brauchst. Alle die am Webinar Gratis-Webinar teilnehmen bekommen 15 Expertinneninterviews zu verschiedensten hormonfreien Methoden – sodass du deine optimale Methode finden kannst.

Viel Spaß beim Entdecken deines natürlichen Zyklus wünscht dir

Anne Zietmann
Beraterin für Natürliche Familienplanung (NFP)

Pille abgesetzt?12 Nebenwirkungen, mit denen du rechnen musst

Pickel? Haarausfall? Gewichtszunahme? Natürlich hat das Pille absetzen anfangs Nebenwirkungen, weil sich der Körper erst wieder auf den natürlichen Zyklus einstellen muss. Mit welchen Folgen du wirklich rechnen musst und was übertriebene Panikmache ist.

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von Linda Freutel

Ist die eine Pille abgesetzt, folgt die nächste bittere Pille. So lesen und hören wir es zumindest sehr oft. Immer mehr junge Frauen nehmen die Antibabypille allein deshalb, weil sie schönere Haut und schönere Haare machen soll und die lästigen Mensbschwerden damit erledigt sind – und natürlich um das Risiko einer Schwangerschaft beinahe verschwinden zu lassen.

Aber mit der täglichen Antibabypille schlucken wir auch einen ziemlich hochprozentigen Hormon-Cocktail. Die Pille hält unserem Körper auf einem konstanten Hormon-Level. Dass das Pille absetzen Nebenwirkungen nach sich zieht, ist deshalb nur logisch. Haut, Haar, Gewicht, aber auch unsere Psyche geraten dabei häufig aus dem Gleichgewicht.

Kinderwunsch, wofür schwanger werden und eine Schwangerschaft offensichtlich unumgänglich sind, den eigenen Körper natürlich wirken zu lassen und besser zu spüren oder gesundheitliche Risiken vermeiden – es gibt viele Gründe, die Antibabypille nicht mehr zu nehmen. Nur unvorbereitet müssen wir nicht sein, denn wenn wir die häufigsten Nebenwirkungen kennen und verstehen, können wir uns auch besser mit ihnen arrangieren. Wir berichten über die gängigsten Erfahrungen nach dem Pille absetzen.

Pille absetzen Erfahrungen: 12 häufige Folgen und Nebenwirkungen

1 Auch wenn es mehrere Monate dauern kann, ehe sich der Körper nach dem Absetzen der Pille hormonell ausbalanciert hat, ist eine Schwangerschaft theoretisch sofort möglich. Spontaner, ungeschützter Sex ist also – jedenfalls, wenn man keinen Kinderwunsch hat und definitiv nicht schwanger werden möchte – nicht mehr möglich.

Informiere dich also frühzeitig über alternative Verhütungsmethoden, damit du kein Risiko eingehst, schwanger zu werden.

Hormonfreie Verhütung im Test

Pille absetzen wegen Kinderwunsch?

2 Theoretisch ist es zwar möglich, sofort nach dem Pille absetzen schwanger zu werden. Mediziner raten aber dazu, rund drei Monate ohne Pille zu leben, ehe man versucht schwanger zu werden.

Der Körper brauche diese Zeit, um hormonell wieder neutral zu werden und Reste der eingenommenen Präparate vollständig abzubauen. Danach steht einer Schwangerschaft grundsätzlich nichts mehr ihm Wege.

Finde das passende Verhütungsmittel für dich:

Haut: Pickel nach dem Pille absetzen

3 Als typische Folge des Absetzen der Pille gelten vermehrt Unreinheiten der Haut und Pickel. Schuld daran sind ebenfalls die Hormone – grösstenteils Östrogen. Die mit der Pille eingenommenen Botenstoffe hemmen nämlich die Aktivität der Talgdrüsen. Je weniger Talg produziert wird, desto weniger neigen die Poren zu Verstopfungen, desto trockener ist die Haut jedoch auch.

Die Pille erzeugt zudem auch einen veränderten pH-Wert, der die Schutzbarriere der Haut stärkt und so besser vor Bakterien abschirmt. Nach dem Absetzen der Pille fühlt sich die Haut daher oft satter an, ist aber eben auch unreiner.

Gerade in der hormonellen Umstellungsphase unmittelbar nach dem Absetzen sind die Beschwerden oft am extremsten. In vielen Fällen pendelt sich das Hautgleichgewicht, und die Hormone, aber nach wenigen Monaten ein und das Hautbild wirkt wieder beruhigt. Ist dies nicht der Fall, sollte mit einem Dermatologen besprochen werden, welche alternativen kosmetischen oder medizinischen Hilfen es gibt.

Tipps für schöne Haut:

Pille abgesetzt: Neues Gefühl der Weiblichkeit

4 Mit Einnahme der Antibabypille wird der Eisprung unterdrückt, der weibliche Körper unterliegt also gar keinem echten Menstruationsgeschehen. Hört man jedoch auf die Pille zu nehmen, entwickeln sich Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, Eisprung und Periode wieder in einem natürlichen Rhythmus – Östrogen sei dank!

Dieser Zyklus ist in seinen einzelnen Schritten für viele Frauen spürbar. Vor allem der Zeitpunkt des Eisprungs wird durch ein leichtes Ziehen im Unterleib erlebt. Viele Frauen erfahren sich selbst zu dieser Zeit als sensibler, aber gleichzeitig weiblicher.

Bild: Eva Dang/Unsplash

Mehr Lust nach Absetzen der Pille

5 Ohne Pille haben Frauen angeblich ein gesteigertes Lustempfinden. Wirklich wissenschaftlich belegt ist diese Vermutung zwar nicht, doch unzählige Frauen berichten von einer positiven Veränderung ihres Liebeslebens.

Grund könnte die spürbare Wahrnehmung des Körpers sein. Oft wird auch vermutet, dass es ein natürlicher Instinkt der Frau ist, sich zum Zeitpunkt des Eisprungs zu ihrem Partner hingezogen zu fühlen.

22 Tipps für Paare:

Gewicht: Gewichtsschwankungen nach Pille absetzen

6 Schwankungen auf der Waage sind nicht zwingend, aber durchaus möglich und nicht unnormal nach dem Absetzen.

Der Grund liegt meist in Einlagerungen von Wasser. Manche Frauen neigen zu Wassereinlagerungen, andere wiederum entwässern leicht und wieder andere zeigen überhaupt keine derartigen Nebenwirkungen.

Mit Schwankungen bis zu drei Kilo sollte man nach Absetzen der Pille aber durchaus rechnen.

Wassereinlagerungen loswerden – so geht’s

Haare: Risiko für Haarausfall nach Pille absetzen

7 Der Verlust von Haaren ist durchaus eine normale Nebenwirkung nach dem Absetzen der Pille. In der Regel ist der Haarausfall aber nur eine vorübergehende Reaktion auf die Hormonumstellung und pendelt sich nach circa drei bis vier Monaten wieder ein.

Sollte der Verlust übermässig stark sein oder länger andauern, sollte Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden. Ein Hormonstatus kann Auskunft über mögliche andere Ursachen bringen.

Depressionen und Stimmungsschwankungen

8 Das prämenstruelle Syndrom (PMS) kann ebenfalls eine Nebenwirkungen nach dem Absetzen der Pille sein. Die zyklischen Hormonveränderungen im weiblichen Körper lassen nämlich auch die Psyche nicht unberührt.

Auch hier variieren die Auswirkungen von Frau zu Frau. Von leichter psychischer Sensibilität, über Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen können die seelischen Nebenwirkungen, vor gerade vor der Periode, schwanken.

Regelschmerzen

9 Auf die monatliche Pillenpause reagiert der Körper mit Blutungen, die jedoch nicht mit dem natürlichen Menstruationsgeschehen, also der Periode, zu verwechseln ist.

Diese so genannte Abbruchblutung ist eine Reaktion auf die Pillenpause. Sie ist damit nicht nur schwächer und weniger lang als die normale Menstruationsblutung, sondern kommt oft auch ohne deren typischen Nebenwirkungen, wie Schmerzen im Unterleib, Kopfweh oder Übelkeit, aus. All diese Beschwerden kehren nach dem Absetzen der Antibabypille häufig zurück oder treten ungewohnt auf.

So linderst du Mensbeschwerden:

Periode nach dem Pille absetzen

10 Die Pille folgt einem exakten Rhythmus von 28 Tagen, denen eine wöchentliche Abbruchblutung folgt. Anschliessend beginnt der Zyklus wieder von Neuem.

Der natürliche Zyklus, der ohne Pilleneinnahme eintritt, ist leider nicht immer genauso pünktlich. Vor allem direkt nach dem Absetzen kann es zu gröberen Schwankungen oder sogar zum Ausbleiben der Periode kommen. Der weibliche Zyklus ist nicht immer auf den Tag genau. Und wenn die Periode einmal ausbleibt, müssen wir uns auch nicht sofort verrückt machen. Das ist absolut normal.

Zwischenblutungen nach Absetzen der Pille

11 Während unter Einfluss der Pille alles gut überschaubar und kalkulierbar ist, hat die Natur ihre ganz eigenen Regelmässigkeiten. Und eben auch Ausnahmen. Leichte Zwischenblutungen sind daher durchaus normal und gar nicht mal selten, wenn du aufhörst die Antibabypille zu nehmen.

Vor allem um den Zeitpunkt des Eisprungs kann es zu leichten Blutungen kommen. Treten solche Nebenwirkungen jedoch ausgesprochen stark oder häufig auf, sollte ein Gynäkologe den möglichen Grund hierfür klären.

Übersäuerung durch Absetzen der Antibabypille

12 Nach dem Absetzen der Pille ist der Organismus mit dem Ausscheiden der medikamentösen Rückstände beschäftigt. Der Säurepegel kann dadurch kurzzeitig ausser Gleichgewicht geraten.

Kommt es zu einer Übersäuerung, kann dies ebenfalls eine Ursache für Unwohlsein, Haarausfall oder schlechte Haut sein.

Eine basenreiche Ernährung wird in der Folgezeit des Pille absetzen häufig empfohlen. Das bedeutet: Viel Gemüse und Vollkornprodukte, wenig Zucker, Alkohol und tierische Fette.

Wie lange dauert die hormonellen Umstellung im Körper?

Es ist egal, ob man die Antibabypille über Jahre eingenommen hat oder nur wenige Monate. Für die hormonelle Umstellung nach dem Absetzen der Pille benötigt der Körper immer eine gewisse Zeit. In der Regel geht man von drei bis sechs Monaten aus, die es braucht, um ins natürliche Hormon-Gleichgewicht zu finden.

In dieser Zeit können Nebenwirkungen extremer ausfallen. Hat sich nach einem halben Jahr noch immer kein Zustand eingestellt, in dem du deinen natürlichen Zyklus als rhythmisch und angenehm empfindest, solltest du ärztlichen Rat suchen.

Hormone natürlich regulieren: So geht’s

Titelbild: Zohre Nemati/Unsplash

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10 Dinge, die fast niemand über das Absetzen der Pille weiß

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Als ich die Pille nach der Trennung von meinem langjährigen Freund erstmals absetzte, nahm ich an, es würde sich nicht so viel ändern. Außer vielleicht, keinen Stress mehr zu haben, wenn es um das Abholen der Rezepte und deren regelmäßige Einnahme geht.

Dann kam meine nächste Periode.

Woran ich mich hauptsächlich erinnere, ist die große Blutmenge. Ich dachte ernsthaft, dass ich verbluten würde. Doch mir ging es gut und die Blutungen wurden im Laufe der Zeit glücklicherweise wieder weniger beängstigend. Laut Dr. Mary Jane Minkin, einer klinischen Professorin für Geburtshilfe und Gynäkologie der Yale Universität, ist dies keine ungewöhnliche Folge, wenn man die Pille nach langer Einnahmezeit absetzt. Eine flutartige Blutmenge ist aber nicht die einzige Veränderung, die eintreten kann.

1. Wenn Du vor der Pille starke Blutungen hattest, wirst Du sie wieder bekommen

Wenn man normalerweise starke Blutungen hat, gehen diese durch die Einnahme der Pille oft radikal zurück. Auch die Dauer der Menstruationsblutung verkürzt sich häufig. Dies liegt daran, dass die Pille den Eisprung unterdrückt. Wenn man also aufhört, die kleinen Tabletten einzunehmen, wird der Eisprung fortgesetzt; mit allen Schwankungen und Eigenheiten, die den ungehinderten Menstruationszyklus in der Vergangenheit begleiteten. „Falls Frauen vor der Pille verrückte Perioden hatten, werden sie wahrscheinlich leider genauso erneut stattfinden“, sagt Dr. Minkin.

2. Deine Libido kann sich steigern

Es ist richtig, dass die Einnahme der Pille auch Freiheit bedeutet. Du weißt, dass Du jederzeit Sex haben kannst, ohne Dir darüber Sorgen machen zu müssen, schwanger zu werden. Aus physiologischer Sicht jedoch haben Frauen oftmals weniger Lust auf Sex, denn Antibabypillen senken häufig den Testosteron-Wert. Wenn die Pille also abgesetzt wird, kann es sein, dass Deine sexuelle Lust wieder wächst.

3. Deine Brüste könnten anschwellen und sensibler werden

„Ein Vorteil der Pille ist die Steuerung der Progesteron- und Östrogen-Levels“, sagt Dr. Minkin. Wenn man sie jedoch absetzt und einen Eisprung hat, werden Progesteron und Östrogen erneut natürlich ausgeschüttet, da diese den Körper bei jedem menstruellen Zyklus auf die Möglichkeit vorbereiten, schwanger zu werden. Das bedeutet auch, dass die Brüste darauf vorbereitet werden, Milch zu produzieren und freizugeben. Ein üblicher Nebeneffekt ist eine schmerzhafte Empfindlichkeit. Dies bedeutet natürlich nicht zwingend, dass man tatsächlich schwanger ist.

4. Du könntest Dich aufgebläht fühlen

Falls Du das Gefühl hast, nach dem Absetzen der Pille aufgedunsen zu sein oder gehäuft Blähungen zu haben, bildest Du Dir das mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ein. „Das Progestin in manchen Pillen ist ein Diuretikum, ein Stoff also, der Gewicht in Form von Flüssigkeit über die Niere ausscheidet“, erläutert Dr. Minkin. Daher hält der Körper nach dem Absetzen das Wasser zunächst zurück.

5. Deine Haut könnte temporär zu Unreinheiten oder Ausschlag neigen

Schlechte Nachrichten, falls Du vor Einnahme der Pille eine Neigung zu Pickeln hattest: Diese werden nach dem Absetzen wahrscheinlich wiederkommen. „Wenn man die Antibabypille einnimmt, produzieren die Eierstöcke sehr viel weniger Testosteron“, sagt Dr. Minkin. „Testosteron kann sich nachteilig auf die Haut auswirken“, weshalb, wie sie hinzufügt, „Jungs generell mehr Pickel haben als Mädchen.“ Es kann also sein, dass sich Dein Hautbild verschlechtert, wenn Du die Pille absetzt.

6. Die Krämpfe von früher kommen wieder

Manche Frauen haben das Glück, nie von Menstruationskrämpfen betroffen zu sein, die im Übrigen durch kontrahierende Gebärmuttermuskeln entstehen. Frauen, die von Krämpfen betroffen sind, werden diese normalerweise mit der Einnahme der Pille los. Die Pille führt dazu, dass der Körper weniger hormonähnliche Substanzen wie Prostaglandine produziert, die für diese schmerzhaften Kontraktionen der Gebärmutter verantwortlich sind. Wenn man aufhört, die Antibabypille einzunehmen, wird die Produktion der Prostaglandine wieder angekurbelt.

7. Dein Zyklus kann unregelmäßiger werden

„Die Pille reguliert in vielen Fällen sowohl den Zyklus als auch die Dauer der Monatsblutung”, sagt Dr. Minkin. Wird die Pille abgesetzt, kann es sein, dass Du, insbesondere anfangs, das Gegenteil hiervon erlebst: unregelmäßige Blutungen, nicht-planbare Zyklusdauer sowie unerklärliche Schmierblutungen, zwischendurch. Es nicht unnatürlich, dass sich das Blutungsverhalten von Zeit zu Zeit verändert.

8. Stimmungsschwankungen können auftreten

Dr. Minkin sagt, dass sich manche Patientinnen über Stimmungsschwankungen beklagen, wenn sie die Pille absetzen. Da man, zusätzlich zur hormonellen Veränderung, plötzlich wieder mit Krämpfen und Blähungen kämpfen muss, ist es klar, dass man gereizter sein kann. Die Prostaglandine, die durch die Pille unterdrückt werden, können auch zu Blähungen, Durchfall und allgemeinen Bauchbeschwerden führen.

9. Dein Körper kann Myome und Zysten entwickeln

Myome sind gutartige Tumore, die in den Wänden der Gebärmutter und um sie herum wachsen können. Zysten sind mit Flüssigkeit gefüllte, Gewebehohlräume. Obwohl ihre genaue Entstehung noch nicht vollständig geklärt ist, geht man davon aus, dass ihr Auftreten genetisch oder hormonell bedingt ist. Laut Dr. Minkin können Myome und Zysten bereits bestehen, während man die Pille noch einnimmt. Diese hemmt jedoch deren weiteres Wachstum.

10. Du kannst unmittelbar nach Absetzen der Pille schwanger werden

Die Fruchtbarkeit einer Frau lässt sich nicht immer genau berechnen. Der Glaube, dass man nach Absetzen der Pille etliche Monate brauchen würde, um schwanger zu werden, ist schlicht Humbug. Natürlich kann es dauern, bis man schwanger wird; dies hat aber, in der Regel nichts mit der Verhütungsmethode zu tun. Falls also nach Beendigung der Pilleneinnahme kein unmittelbarer Kinderwunsch besteht, sollte man nahtlos zu einer anderen Art der Verhütung übergehen.

Pille absetzen – Und dann? Vier Frauen zählen Vor- und Nachteile auf

Über die Hälfte der erwachsenen Frauen wählt die Pille als Verhütungsmittel, so das Ergebnis einer repräsentativen Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Viele von ihnen entschließen sich aber dazu, sie abzusetzen – was nicht ohne Folgen bleibt. Vier Frauen berichten.

Mikropillen enthalten die Hormone Östrogen und Gestagen. Minipillen hingegen nur Gestagen. Die künstlichen Hormone verhindern den Eisprung und verdicken den Schleim im Gebärmutterhals. Dadurch wird eine Schwangerschaft verhindert. Zudem hilft die Pille vielen Frauen gegen unreine Haut und Menstruationsbeschwerden. Manche Frauen nehmen die Pille sogar durch und haben überhaupt keine Periode mehr.

Die Pille ist zwar ein effektives Verhütungsmittel, doch sie kann auch schwere Nebenwirkungen haben. (Quelle: Emil Umdorf/imago images)

Libidoverlust und Blutgerinnsel: Die Einnahme der Pille birgt Risiken

Doch die Pille birgt auch Risiken. Mit der Einnahme der Pille steigt das Risiko, ein Blutgerinnsel zu entwickeln, das eine Beinvenenthrombose, eine Lungenembolie, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall auslösen kann. Auch die Entwicklung verschiedener Krebsarten wie Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs wird im Zusammenhang mit der Pille immer wieder diskutiert und ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Unter anderem gehören depressive Verstimmungen sowie ein verringertes Lustempfinden ebenso zu den möglichen Nebenwirkungen der Pille wie Kopfschmerzen, Brustspannen und Pilzinfektionen der Scheide. Viele Frauen fühlen sich mit der Einnahme daher nicht mehr wohl und setzen die Pille ab.

Pia (35): „Endlich wieder Lust auf Sex“

Die 35-jährige Pia entschied sich nach 18 Jahren der Einnahme gegen die Pille. „Was mir am meisten Sorgen bereitet hatte, waren meine ständigen depressiven Verstimmungen, die anhaltende Müdigkeit und meine sexuelle Lustlosigkeit“, erzählt sie. Mit der Pille brachte sie die Beschwerden zuerst nicht in Verbindung. Es war ihre Hausärztin, die sie darauf hinwies und eine Pillenpause vorschlug. „Nach etwa drei Monaten habe ich deutliche Veränderungen bemerkt. Ich war plötzlich wacher und konzentrierter, hatte weniger Kopfschmerzen. Auch die depressiven Verstimmungen wurden besser. Es war, als hätte jemand einen Vorhang gelüftet und dahinter war alles hell und freundlich.“

Pia spürte auch ihren Körper wieder mehr: Sie nahm das leichte Zwicken ihres Eisprungs wahr sowie das mit ihm verbundene vermehrte Lustempfinden. „Ich hatte endlich wieder Lust auf Sex und habe eine ganz neue Leidenschaft empfunden. Das war total befreiend. Ich habe mich endlich wieder als Frau gefühlt.“ Die Pille erneut zu nehmen, kann sie sich nicht vorstellen. „Natürlich was es schön, die Menstruation auch mal verschieben zu können. Und die unreine Haut, die ich jetzt habe, ist auch nicht schön. Trotzdem: Das ist es mir wert.“

Karina (37): „Mein Körper soll seinen natürlichen Rhythmus leben dürfen“

Karina entschied sich nach 17 Jahren gegen die Einnahme der Pille. „Ich wollte, dass mein Körper endlich wieder seinen eigenen Rhythmus leben kann und nicht ständig durch künstliche Hormone manipuliert wird“, sagt sie. „Allein der Gedanke, ohne den Einfluss der Pille zu sein, tut mir gut. Ich habe das Gefühl, wieder mehr ich selbst zu sein.“ Zudem berichtet die 37-Jährige, dass sie seit dem Absetzen der Pille deutlich weniger Stimmungsschwankungen vor ihrer Periode hat und auch währenddessen unter deutlich weniger Schmerzen leidet.

Daniela (34): „Seit Absetzen der Pille habe ich keine Unterleibsschmerzen mehr“

Daniela hat ähnliche Erfahrungen gemacht wie Karina. Auch sie hat seit dem Absetzen der Pille keine Unterleibsschmerzen mehr. „Auch mein Lustempfinden hat deutlich zugenommen. Vor allem um meinen Eisprung herum ist mir das sehr bewusst“, sagt sie. Acht Jahre hat Daniela die Pille genommen und sie gut vertragen. „Trotzdem war es mir wichtig, meinem Körper seinen natürlichen Rhythmus zurückgeben und fühle mich jetzt mehr im Einklang mit meinem Körper. Außerdem wollte ich nicht länger gesundheitskritische Nebenwirkungen riskieren. Wenn man sich den Beipackzettel durchliest, bekommt man Gänsehaut.“ Nochmal die Pille nehmen will die 34-Jährige nicht.

Caro (35): „Nach Absetzen der Pille habe ich richtig schlechte Haut bekommen“

Auch Caro wünschte sich ihren natürlichen Rhythmus und ihren Eisprung zurück. Vor etwa einem halben Jahr nahm sie die letzte Pille. „Schon kurze Zeit nach Absetzen der Pille fühlte ich mich besser. Irgendwie wacher und ausgeglichener. Meine Stimmung wurde optimistischer und heiterer. Das ist mir sehr positiv aufgefallen. Auch mein Lustempfinden ist deutlich intensiver“, erzählt sie. „Interessant ist zudem, zu beobachten, wie sich die Stimmung im Laufe des Zyklus verändert. In Woche eins und zwei habe ich besonders viel Energie und Dinge gehen mir leicht von der Hand. In Woche drei und vier fühle ich mich etwas erschöpfter und suche viel Ruhe und Entspannung.“

  • Mögliche Nebenwirkungen: Was passiert, wenn man die Pille absetzt?
  • Sechs-Stunden-Regel: Wann die Wirkung der Pille bei Durchfall nach der Einnahme gefährdet ist
  • Verhütung für Männer : Dies Fragen sollten sich Männer vor der Sterilisation stellen
  • Nervenbündel im Hormonrausch: Pille für den Mann – ein Selbstversuch

Weniger zufrieden ist Caro mit ihrem schlechten Hautbild, das sich seitdem entwickelt hat. Auch ihre Haare fetten deutlich schneller nach als früher. „Und der Haarausfall zu Beginn hat mir zu schaffen gemacht. Aber das pendelt sich mittlerweile wieder ein.“ Allerdings nahmen bei ihr auch die Menstruationsbeschwerden zu. Am ersten Tag der Periode steht sie Rückenschmerzen und Migräne-Attacken nur mit Hilfe von Schmerzmitteln durch. „Ich hoffe, auch das wird mit der Zeit besser und ist im Moment noch der Umstellung zuzuschreiben.“ Auf die Frage, ob sie die Pille wieder nehmen wird, antwortet sie: „Schon möglich. Sie ist ein zuverlässiges und unkompliziertes Verhütungsmittel. Es ist immer ein Abwägen von Vor- und Nachteilen.“

Sie gilt immer noch als eines der beliebtesten Verhütungsmittel bei Frauen: die Pille. Dabei darf man – trotz der einfachen Anwendung – die Nebenwirkungen nicht vergessen. Es sind schließlich Hormone, die sich die Anwenderinnen täglich zuführen und dass diese auf irgendeine Art und Weise in unserem Körper wirken, ist doch logisch, oder? Die größte Sorge vieler Frauen: Zunehmen durch die Pille. Ist die Angst unbegründet oder hat die Pille wirklich so starken Einfluss auf unser Gewicht?

  • Östrogenfreie Pille Das solltest du über die östrogenfreie Pille wissen
  • Macht die Pille wirklich dick?

    Als ich damals im Teenageralter mit der Pille begonnen habe, habe ich unglaubliche 10 Kilo (!!!) zugenommen. Dank der „falschen“ Pille hatte ich Heißhunger, Fressattacken und Wassereinlagerungen, die mich am Ende ganz schön aufgeschwemmt haben. Ein erneuter Besuch beim Gynäkologen brachte zum Glück die Erlösung: Eine neue Pille und die Kilos purzelten allmählich wieder.

    Allzu große Angst vorm Zunehmen durch die Pille muss keine Frau haben: Die meisten hormonellen Verhütungspräparate, die Ärzte heute verschreiben, sind so gering dosiert, dass eine starke Gewichtszunahme nicht sehr wahrscheinlich ist.

  • Video Wahrheit über die Antibabypille Was dein Frauenarzt dir bisher über die Pille verschwiegen hat
  • Eine Pille muss also nicht zwangsläufig dick machen, aber sie kann. Das ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Und es ist ja nicht direkt die Pille, sondern es sind die Hormone, die zu einer Gewichtszunahme führen können. Man ist also auch bei der Verwendung von anderen hormonellen Verhütungsmitteln nicht davor gefeit.

    Die Gewichtszunahme ist bei der Pille eine mögliche Nebenwirkung, die auch in jeder Packungsbeilage erwähnt wird. Der wir aber selten große Beachtung schenken – bis wir dann doch selbst davon betroffen sind…

    Gewichtszunahme durch Pille – warum eigentlich?

    Grund für eine Gewichtszunahme durch die Pille können zum Einen Wassereinlagerungen sein, vor allem im Bereich der Brüste. Diese können innerhalb eines Zyklus schwanken, so dass du mal mehr, mal weniger wiegst bzw. mal mehr oder weniger im Körbchen hast. Das Phänomen beobachten übrigens auch Frauen, die nicht mit der Antibabypille verhüten. Allerdings neigen auch nicht alle Frauen dazu, Wasser einzulagern.

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  • Gleichzeitig steigert das weibliche Sexualhormon Östrogen, das in der Pille enthalten ist, den Appetit, weshalb einige Frauen durch die Pille mehr essen und zunehmen. Alleredings ist, wie oben erwähnt, der Östrogengehalt inzwischen so gering, dass dein Appetit kaum beeinflusst wird.

    Kann ich durch das Absetzen der Pille mein Gewicht reduzieren?

    Wer tatsächlich durch die Pille zugenommen hat, denkt sicher: Alles klar, durch die Einnahme der Pille habe ich zugenommenn – wenn ich sie also wieder absetze, dann nehme ich automatisch ab! Ganz klar, oder?!

    Jein, so einfach funktioniert das leider nicht. Denn was erstmal auf den Hüften ist, das kriegt man leider nur schwer wieder runter. Aber: Das Absetzen der Pille kann auf jeden Fall zu einer Gewichtsreduktion beitragen. Besonders die fiesen Wassereinlagerungen, welche sich durch die Hormone angesammelt haben, können sich langsam „abbauen“ und uns wieder schlanker werden lassen. Setzt man die Pille ab, fallen die künstlich hinzugeführten Hormone weg, die uns den Heißhunger, Fressattacken sowie die Wassereinlagerungen beschert haben. Yippieh!

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  • Durch die Pille zugenommen – und jetzt?

    Wenn du das Gefühl bekommst, dass du durch die Pille vermehrt an Gewicht und Wassereinlagerungen zunimmst, dann sollte dein erster Gang immer zu deinem Gynäkololgen führen. Denn: Durch Sport kannst du zwar Fett ab- und Muskeln aufbauen, gegen Wassereinlagerungen kommst du aber nicht an. Manchmal hilft es auch schon auf ein anderes Pillen-Präparat umzusteigen. Oder eben ganz auf die hormonelle Verhütung zu verzichten und stattdessen beispielsweise das hier auszuprobieren:

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