Namen auf hebräisch

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Hebräische Mädchennamen

  • 30. Januar 2020

    Kommentar zu Liah von Ela

    Meine Tochter würde am 19.07.15 geboren, und heißt Liah Sophie Damals kann ich keine Liahs, mittlerweile leider mehr. Trotzdem schöner Name

  • 30. Januar 2020

    Kommentar zu Lenia von Lenchens Mama

    Meine Lenia ist jetzt 1 1/2 Jahre alt und ich krieg nur positive Rückmeldungen bezüglich ihrem Namen. Ist sehr besonders und in der Umgebung gibt es n…

  • 30. Januar 2020

    Kommentar zu Lisa von Ben

    „Die göttliche Schöne“ passt wie die Faust aufs Auge zu den meisten Lisas die ich kenne. Ich finde, dass der Name mega schön, kurz, knackig, süß un…

  • 30. Januar 2020

    Kommentar zu Susanna von Susanna Anna Maria

    Meinen Namen Susanna finde ich sehr schön. Mein kompletter Vorname „Susanna Anna Maria“ ist in vielen Sprachen verständlich und zeitlos. Susi mag ic…

  • 30. Januar 2020

    Kommentar zu Bianca von christina milian 47

    Tolle Namenskombination sind für mich: Tamara-Bianca, Mareike-Bianca, Vivien-Bianca, Andrea-Bianca, Sabrina-Bianca, Maria-Bianca, Patrizia-Bianca…

  • 28. Januar 2020

    Kommentar zu Lisa von Lisa

    Ich heule über die Kommentare. Das Menschen so einen Hass für so einen Namen empfinden können, schmeichelt mir. Manche tun so, als ob der Name ihr Hau…

  • 28. Januar 2020

    Kommentar zu Noa von Noa

    Ich finde vor allem schön, wenn der Name nicht kombiniert wird. Am schönsten klingt Noa allein, ohne einen Zweitnamen

  • 28. Januar 2020

    Ich liebe meinen Namen inzwischen wirklich. Aber was mich immer noch nervt, sind die dummen Kommentare, die ich höre, wenn ich mich vorstelle. Sehr of…

  • 26. Januar 2020

    Ich bin 21 Jahre alt und bin meiner Mama unendlich dankbar so einen schönen Namen zu haben. Außerdem fand ich es immer ganz gut keinen Standardnamen z…

  • 25. Januar 2020

    Kommentar zu Jalea von Max

    Jalea ist das spanische Wort Gelee. Find ich ziemlich ungeeignet.

  • 24. Januar 2020

    Kommentar zu Lya von Jawohl

    Meine Tochter heisst Lya-Talea und wird Lynchen gerufen(als i ausgesprochen). Mit „Y“ ist nur eine seltene Schreibweise des Namen ;). Hat rein gar nic…

  • 23. Januar 2020

    Kommentar zu Johanna von Steffi

    Unsere Tochter ( fast 2 ) heißt Johanna und der Name stand schon immer fest. Alle in der Familie finden ihn super schön und er passt so gut zu ihr. …

  • 22. Januar 2020

    Kommentar zu Johanna von Lisa

    Unsere kleine Tochter heißt Johanna. Sie wird jetzt ein Jahr alt und alle sind begeistert von ihrem Namen. Wir haben noch nie etwas schlechtes gehört….

  • 22. Januar 2020

    Kommentar zu Malia von Melanie

    Meine Tochter wird diesen tollen Namen bekommen! Wir können es kaum erwarten.

  • 22. Januar 2020

    Kommentar zu Lenia von Lauenen

    Wunderschöner Name. Einfache Aussprache. Wunderschöne Bedeutung und als Kurzform einfach Leni♡

Der Trend zu jüdischen VornamenWegen des schönen Klangs

Von Christian Röther

Beitrag hören Podcast abonnieren Jüdische Vornamen wie Ben, Hanna oder Jakob sind bei deutschen Eltern ungebrochen beliebt. (imago / blickwinkel / fotototo)

Der Name Ben war im Jahr 2018 der beliebteste Jungenname in Deutschland. Auch Hannah, Lea, Noah und Jakob nennen deutsche Eltern ihre Kinder gerne. Warum sind jüdische Vornamen heutzutage so beliebt in dem Land, in dem man Juden vor 80 Jahren ermordete?

Hannah und Noah bauen eine Sandburg, Mia und Ben wippen, und Elias, der blockiert die Rutsche. Alltag auf deutschen Spielplätzen. Immer öfter sind hier Vornamen zu hören, die ihre Ursprünge in der Hebräischen Bibel haben. Die Gesellschaft für deutsche Sprache wertet jedes Jahr aus, welche Namen in Deutschland wie oft vergeben werden. Alle diese Namen finden sich aktuell in den Top-Ten. Bei den Jungen sind von den zehn häufigsten Namen vier hebräischen Ursprungs, bei den Mädchen sind es sogar fünf.

„Diesen Trend beobachte ich persönlich schon, seit ich meinen Sohn bekommen habe. Der ist jetzt 13“, sagt Elena Pavda. Sie ist Jüdin. Auch sie und ihr Mann haben für ihre Kinder hebräische Namen ausgesucht.

„Also mein Sohn heißt Samuel, meine Tochter heißt Hannah. Also ganz klassisch.“ Durch ihre Kinder lernte Elena Padva auch viele nicht-jüdische Eltern kennen. Deren Kinder haben ebenfalls oft hebräische Namen.

Viele Kinder kennen nicht die hebrärische Herkunft

„Ich habe auch so einen Geburtsvorbereitungskurs gemacht, und nach dem haben wir uns auch natürlich mit den Eltern getroffen. Und von acht Kindern hatten sechs Namen aus dem Alten Testament, was mich damals auch sehr gewundert hat, aber auch gefreut hat.“

Elena Padva leitet in Kassel das Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben. Hier erklärt sie zum Beispiel Schulklassen, was koscher bedeutet oder was die Thora ist. Manche dieser Kinder tragen selbst Namen aus der Thora – und bemerken das erst im Zentrum für Jüdisches Leben, weil sie hier zum ersten Mal ausführlich etwas über das Judentum erfahren.

„Ich hatte heute gerade eine Schulklasse gehabt, da war ein türkisches Mädchen dabei und die hieß Sahra. Und die war ganz stolz darauf, dass das ihr Name ist. Und sie hat es mir auch in das Gästebuch so geschrieben. Aber das schreibt man mit H. Sahra. Und das wird auch ein bisschen anders ausgesprochen. Aber ich vermute mal, das hat den gleichen Ursprung, wahrscheinlich.“

Genaue Namensstatistiken aus der Nazizeit gibt es nicht

Sara ist in der Bibel eine Frau Abrahams und damit eine Erzmutter Israels. Und Sara galt in der Nazi-Zeit als der jüdische Frauenname schlechthin. Viele Frauen mussten ihn zwangsweise tragen, um als Jüdin identifizierbar zu sein. Detaillierte Namensstatistiken für diese Zeit gibt es nicht, aber kaum vorstellbar, dass damals nicht-jüdische Eltern ihr Kind Sara genannt hätten oder sich für andere jüdisch-klingende Namen entschieden. Doch nach der Nazi-Herrschaft hat sich das schnell geändert, sagt Frauke Rüdebusch. Die Sprachwissenschaftlerin und Namensexpertin arbeitet bei der Gesellschaft für deutsche Sprache mit an den jährlichen Statistiken der Vornamen.

„Eigentlich sind sogar jüdisch-hebräische Vornamen schon seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf dem Vormarsch. Es hat sich natürlich erst mal etwas langsamer durchgesetzt, aber jetzt gerade in den letzten zehn, 20 Jahren merkt man das tatsächlich verstärkt.“

Schon in den 70ern gab es viel Miriams, Davids oder Leas

Ganz so neu, wie man meinen könnte, ist der Trend zu hebräischen Vornamen also gar nicht. Immerhin stammen schon spätestens seit den 70er-Jahren viele beliebte deutsche Namen aus der Hebräischen Bibel: Miriam und Tobias, Lea und David, und die meisten Namen, in denen die Buchstaben E und L aufeinander folgen – „El“, das hebräische Wort für „Gott“, wie in Michael oder hebräisch ausgesprochen: miecha’äl, was übersetzt bedeutet „Wer ist wie Gott?“, oder Daniel beziehungsweise dani‘äl, „Gott sei mein Richter“. Oder auch Elisabeth, „Gott ist Fülle“. Auf Elena Padva trifft das allerdings nicht zu.

„Ich wurde nach meiner Großtante benannt, und die hieß Yentl. Und Yentl ist ein jiddischer Name, aber in der Sowjetunion so einen Namen zu tragen, so etwas würde man dem eigenen Kind nicht antun. Deswegen hat man den Anfangsbuchstaben genommen, wie es oft in den jüdischen Familien war, und dann hat man einen russisch oder christlich klingenden Namen gegeben, damit das Kind es einfach leichter hat. Und so wurde ich aus Yentl zu Elena.“

Auch Juden aus Russland wählen wieder hebräische Namen

Das russische „Elena“ geht zurück auf das griechische „Helene“: „die Strahlende“. Inzwischen ist der Trend zu hebräischen Vornamen aber auch weit verbreitet unter Jüdinnen und Juden, die wie Elena Padvas Familie aus der Sowjetunion – beziehungsweise deren Nachfolgestaaten – nach Deutschland gekommen sind.

„In der jüdischen Community tragen Kinder mittlerweile auch jüdische Namen. Weil viele Menschen, die aus der Sowjetunion kommen, da war das nicht möglich, sagen wir mal so, weil man immer mit irgendwelchen Schikanen rechnen musste. Und nach dem Zerfall der Sowjetunion hat man den Kindern die jüdischen Vornamen gegeben. Und hier in Deutschland kann man das auch tun natürlich. Und viele machen das. Aber manche auch nicht.“

Vor hundert Jahren sah das noch ganz anders aus. Damals wählten Jüdinnen und Juden in Deutschland zumeist keine jüdischen Vornamen, sondern nannten ihre Kinder Max, Bertha oder Siegfried. Das haben die Historiker Michael Wolffsohn und Thomas Brechenmacher analysiert. Nach 1945 ist bei jüdischen Kindern in der Bundesrepublik dann aber wieder ein deutlicher Trend zu jüdischen Namen erkennbar, wie Rachel, Miriam oder Rafael.

Emma und Karl spielen mit Aaron und Elias

Wenn nicht-jüdische Eltern hebräisch-stämmige Namen wie diese vergeben, wissen sie dann um deren Ursprünge? Meistens nicht, sagt die Namensforscherin Frauke Rüdebusch:

„Wir haben vor ein paar Jahren eine Erhebung durchgeführt. Da hat sich herausgestellt, dass es vor allem der Klang ist, der eine wichtige Rolle bei der Vornamenwahl spielt, viel weniger Bedeutung oder Herkunft. Von daher vermuten wir auch, dass viele Menschen sich gar nicht darüber im Klaren sind, dass auch Namen wie Mia oder Lilly eine hebräisch-jüdische Herkunft haben.“

Elena Padva hat teils ähnliche Eindrücke gesammelt – aber auch andere Erfahrungen gemacht: mit den Eltern, die sie im Geburtsvorbereitungskurs kennengelernt hat.

„Wir wurden dann zu Freunden, mittlerweile, und sie haben mir gesagt, dass sie das sehr bewusst ausgesucht haben, weil es eben jüdische Namen sind.“ Mit den Namen ihrer Kinder hätten die Eltern auch ein Zeichen setzen wollen. „Wegen der Geschichte hier in Deutschland. Das wollten sie unbedingt so machen.“

Lassen sich anhand der Vornamensstatistiken also Rückschlüsse ziehen auf das Verhältnis von jüdischen und nicht-jüdischen Menschen in Deutschland? Oder anders gefragt: Hat es etwas zu bedeuten, dass es inzwischen ganz normal ist, wenn auf deutschen Spielplätzen Emma, Karl und Frieda Sandburgen bauen mit Aaron, Ella und Elias?

„Ich möchte hoffen, dass es so ist, und dass man diese sichtbaren und unsichtbaren Brücken dann mehr baut“, sagt Elena Pavda.

Vornamen als Brücken zwischen Kulturen und Religionen – auch wenn viele Eltern sich darüber bei der Namenswahl vermutlich nicht bewusst sind.

Die schönsten hebräischen Vornamen für Jungs und Mädchen

Sie klingen toll und haben eine besondere Bedeutung: Vornamen mit hebräischer Herkunft sind momentan aus Namen-Rankings nicht wegzudenken. Wir verraten dir unsere 50 Lieblinge

Hebräische Vornamen

Sie sind Tausende von Jahren alt: Hebräische Vornamen kennt man aus der Bibel und oft haben sie tiefere Bedeutung. Man muss aber nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen, um einen dieser Namen für sein Kind auszuwählen. Schließlich haben sie auch einen wunderschönen Klang.

Von Klassisch bis ausgefallen

Klassiker sind hebräische Vornamen wie Elias, David oder Noah für Jungen und Anna, Elisabeth oder Lea für Mädchen. Wir haben aber auch ausgefallenere Namen auf unserer Liste.

Weibliche hebräische Vornamen und ihre Bedeutung

Anja – Die Begnadete

Anna – Gnade

Anouk – Die Feine, Liebliche

Ava – Die Leben Spendende

Bettina – Die Gott verehrt

Daniela – Gott ist mein Richter

Ela – Die Göttliche, die Vollkommenheit

Elisabeth – Gott ist vollkommen

Elisann – Die Begnadete

Elise – Mein Gott hat geschworen

Emanuela – Gott sei mit uns

Eva – Die Leben Schenkende

Gia – Gott ist gnädig

Hanna – Die Begnadete, die Anmutige

Isabell – Die Gott verehrt

Ivana – Jahwe ist gnädig

Josephine – Gott möge hinzufügen

Lea – müde, matt

Lilli – Die Lilie

Magdalena – Die Erhabene

Mara – Die Bitter-Süße

Mariella – Gold, Juwel, Diamant

Miriam – Die Ungezähmte

Naomi – Die Liebliche

Tabea – Die Gazelle

Männliche hebräische Vornamen und ihre Bedeutung

Ben – Der Sohn, die rechte Hand, der Gesegnete

Daniel – Gott ist mein Richter

David – Geliebter, Liebling

Elias – Gottes Fürsorge

Gabriel – Held Gottes

Gideon – Zerstörer, Kämpfer

Hannes – Gott ist gnädig

Isaak – Das Lachen Gottes

Ismael – Gott hört

Jakob – Gott schützt

Jonas – Taube

Jonathan – Geschenk Jahwes

Josef – Gott möge hinzufügen

Liam – Der Stammhalter, der Beschützer

Maik – Wer ist wie Gott?

Manuel – Gott mit uns

Mats – Geschenk Gottes

Matteo – Gabe des Herrn

Melchior – König des Lichts

Michel – Wer ist wie Gott?

Nathan – Gott hat gegeben

Noah – Der Ruhe bringt

Pepe – Koseform von Joseph, der von Gott Gesandte

Raphael – Gott heilt

Samuel – Der Name Gottes

Seit einigen Jahren erfreuen sich hebräische Jungennamen wieder zunehmender Beliebtheit und tauchen in den Toplisten der schönsten Jungennamen häufig auf. Nicht nur jüdische Eltern geben ihren Kindern einen Vornamen, der einen hebräischen Ursprung besitzt. Hebräische Jungennamen sind meist in vielen Fällen auch biblische und sehr traditionelle Vornamen und damit für Eltern aus aller Welt interessant. Bis vor einigen Generationen war es in Europa und damit in Deutschland völlig selbstverständlich, biblische und damit hebräische Vornamen zu vergeben.

Da viele männliche Vornamen aus der hebräischen Sprache wunderschön klingen, entscheiden sich manche Eltern auch aus vollkommen unreligiösen Gründen für einen hebräischen Vornamen für Jungs.

Darüber hinaus kommen Vornamen mit religiösem Bezug häufig bei christlichen und muslimischen Familien vor. Weitere Beispiele dafür findest Du bei biblischen Jungennamen und arabische Jungennamen.

Hier habe ich 100 schöne hebräische Namen für Jungen für dich zusammengestellt.

Top 100 Liste: Hebräische Jungennamen

  1. Elias
  2. Abraham
  3. Samuel
  4. Ephraim
  5. Levi
  6. Eli
  7. Ezra
  8. Noah
  9. Immanuel
  10. Josef
  11. Elon
  12. David
  13. Din
  14. Maleachi
  15. Mikhael
  16. Benn
  17. Aaron
  18. Liron
  19. Menachem
  20. Adam
  21. Joel
  22. Ranon
  23. Hiram
  24. Shimon
  25. Peruda
  26. Amos
  27. Tobijah
  28. Nehemia
  29. Urias
  30. Samuel
  31. Yarden
  32. Yehudi
  33. Elior
  34. Samson
  35. Natan
  36. Doron
  37. Joas
  38. Ijob
  39. Hosea
  40. Abimelech
  41. Rimon
  42. Rephaim
  43. Jaakov
  44. Ori
  45. Absolon
  46. Eliam
  47. Isaak
  48. Henok
  49. Obed
  50. Abiel
  51. Michael
  52. Schmuel
  53. Yaron
  54. Yossi
  55. Kenan
  56. Zechariah
  57. Uri
  58. Schimon
  59. Yithro
  60. Zedekiah
  61. Hezron
  62. Yoash
  63. Adonija
  64. Shia
  65. David
  66. Gideon
  67. Enosch
  68. Hananya
  69. Joshija
  70. Chayim
  71. Jona
  72. Benajah
  73. Absalom
  74. Sem
  75. Yisrael
  76. Baruch
  77. Aviv
  78. Ezechiel
  79. Tomer
  80. Meir
  81. Aviel
  82. Shalom
  83. Adonai
  84. Yared
  85. Danijel
  86. Qeynan
  87. Gamaliel
  88. Tiras
  89. Shemarya
  90. Boas
  91. Anan
  92. Seth
  93. Gavril
  94. Ronen
  95. Pinhas
  96. Josias
  97. Jehudah
  98. Duma
  99. Elan
  100. Abiram

20 biblische Vornamen und ihre Bedeutung

Wenn wir uns die Listen mit den beliebtesten Babynamen der letzten Jahre anschauen, fällt eines dabei auf: Vornamen, die einen Bezug zur Bibel haben, sind nach wie vor im Trend. Kein Wunder, denn viele biblische Vornamen haben eine wirklich tolle Bedeutung und klingen dazu noch wunderschön. Wenn ihr euch auch einen klassischen und zeitlosen Vornamen für euer Baby wünscht, dann schaut doch mal in unsere Liste. Wir stellen euch 20 biblische Vornamen für Jungs und Mädchen samt Bedeutung vor.

Inhalt dieses Artikels

Biblische Vornamen: zeitlos, zauberhaft und mit toller Bedeutung

Nicht nur Klassiker wie Adam und Eva, Johannes oder Maria stammen aus der Bibel, es gibt auch viele nicht so bekannte und verbreitete biblische Vornamen mit wirklich schöner Bedeutung oder einer tollen Geschichte. Ein weiterer Vorteil: Die meisten Namen sind zeitlos und klingen einfach zauberhaft. Wie zum Beispiel diese hier:

Biblische Vornamen für Jungs und ihre Bedeutung

AARON war der ältere Bruder von Moses. Die Bedeutung des Namens ist nicht gänzlich geklärt, vermutlich bedeutet er „Erleuchter“ oder „Bergmensch“.

BEN hat seit Jahren seinen Platz in den Top 10 der beliebesten Vornamen für Babys sicher. Eigentlich ist Ben die Abkürzung von Benjamin, einem hebräischen Vornamen mit der Bedeutung „Sohn des Glücks“. Da er in der Bibel der jüngste von Jakobs 12 Söhnen ist, wird auch diese Bedeutung häufig für Benjamin verwendet. Seine Mutter Rahel starb bei seiner Geburt und schlug kurz vorher angeblich Ben-Oni als Namen vor, was soviel bedeutet wie „Sohn des Schmerzes“. Sein Vater Jakob änder das allerdings in Benjamin. Ist ja auch deutlich schöner, oder?

DAVID hat wohl eine der schönsten und passensten Bedeutungen für ein Baby. Der hebräische Vorname Dawidh heißt nämlich übersetzt soviel wie „Liebling“ oder „der Geliebte“. Er geht zurück auf König David von Juda und Israel, der auch als Lieblings Gottes bezeichnet wurde. Vor einigen Jahren hat dieser schöne Name es in die Liste der 1ß beliebtesten Vornamen für Jungen geschafft.

ELIAS stammt vom Propheten Elija (Elijah, Eliah) aus dem Alten Testament, der gegen den Baalskult kämpfte. Der Name bedeutet „(mein) Gott ist Jahwe“.

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GABRIEL hieß laut Bibel der Erzengel, der die Geburt Jesu verkündete. Der Name hat ebenfalls einen hebräischen Ursprung und lässt sich mit „Mann Gottes“ oder „Held Gottes“ übersetzen.

JAKOB, Jakobus oder Jacobus geht zurück auf den biblischen Patriarchen Jakob. Die hebräische Ursprungsform dieses Namens bedeutet „Ferse“. Der Name bedeutet demnach etwa „Fersenhalter“. Das kommt von der alttestamentlichen Erzählung, in der sich Jakob bei seiner Geburt an der Ferse seines Zwillingsbruders Esau festhielt. Das Neue Testament kennt mehrere Personen mit dem Namen Jakob.

JONAS stammt von hebräisch Jona/Jonah und heißt „Taube“ oder „der Friedliebende“.

NATHAN ist die Kurzform der hebräischen Namen Jonathan oder auch Nathanel. In der Bibel ist er ein Prophet zur Zeit von König David und hilft dessen Sohn Salomon dabei, den Thron zu besteigen. Nathan bedeutet übersetzt soviel wie „das Geschenk“ (oder „das Gottesgeschenk“) – und genau das sind unsere Babys doch für uns, oder?

NOAH kommt aus dem Hebräischen und steht für „Ruhe“ oder auch „der Ruhebringende“. Im alten Testament bekam er von Gott selbst den Auftrag, eine Arche zu bauen, um damit seine Familie und viele Tiere vor einer großen Flut zu retten. Ganz selten gibt es übrigens auch Mädchen, die Noah heißen.

SAMUEL oder Schmuel war ein biblischer Prophet und der letzte Richter Israels. Er war langersehnte Sohn von Hannah, die eigentlich kinderlos zu bleiben schien.

Viele werdende Eltern entscheiden sich bei ihren Babys wegen der schönen Bedeutung für biblische Vornamen.
Foto: Bigstock

Biblische Vornamen für Mädchen und ihre Bedeutung

ADA kommt von „schmücken“. Ada (griechisch αδα) ist eine biblische Figur im 1. Buch Mose. Ada hat die Bedeutung „die vom Herrn geschmückte“ oder einfach „Schönheit, Zier“.

DELIA war in der Bibel eine philistinische Frau, die den israelitischen Richter Samson den Soldaten ausgeliefert hatte.

HANNAH kommt wie die meisten biblischen Vornamen aus dem Hebräischen und bedeutet übersetzt soviel wie „die Begnadete“, „die Barmherzige“, aber auch „die Liebreizende“. Laut Überlieferung hieß die Mutter des Propheten Samuel Hannah. Es gibt allerdings auch noch eine Prophetin mit diesem Namen, die Jesus erkennt, als er zum ersten Mal eine Kirche besucht. Und auch die Oma von Jesus hieß möglicherweise Hannah, denn ihr Name „Anna“ könnte die lateinische Version des Namens sein.

LEA oder Leah stammt aus dem Hebräischen. Die Bedeutung des Namens ist leider nicht ganz so poetisch: Er bedeutet „Wildkuh“, „die sich vergeblich bemühende“ oder „die Ermüdete“. Die biblische Lea ist eine der vier Erzmütter des Volkes Israel.

LILITH war die erste Frau von Adam. Sie wollte sich Adam nicht unterordnen und musste deswegen das Paradies verlassen. Auf Hebräisch bedeutet der Name „die Nächtliche“.

MIA ist in den Top 10 der beliebtesten Mädchennamen seit einigen Jahren ganz vorn dabei. Der Name kommt aus dem Hebräischen und Lateinischen und lässt sich mit „Gottesgeschenk“ übersetzen. Außerdem ist Mia eine Kurzform von Maria, der Mutter von Jesus.

NOEMI (Noomi oder Naomi) bedeutete auf Hebräisch: „die Liebliche“. Im Buch Rut des Tanach ist Noemie die Ururgroßmutter von König David.

SALOME kommt von hebräisch „Salomo“: der Friedliche.

SARAH ist die englische Version des biblischen Namens Sara. Der Name stammt ebenfalls aus dem Hebräischen und bedeutet „Prinzessin“ (oder auch „Herrin“, aber Prinzession finden wir deutlich schöner). In der Bibel ist Sara die Frau von Abraham und die Stammesmutter Israels und hieß ursprünglich Sarai – bis Gott ihren Namen änderte.

TABEA kommt von aramäisch Tabitha und bedeutet: „die Gazelle“.

Wunderschöne Vornamen, oder was meint ihr?

Einige dieser tollen biblischen Vornamen sind heute sehr geläufig, auch wenn es vermutlich nicht immer an der Bedeutung liegt, sondern auch am tollen Klang. Denn auch wenn man nicht unbedingt bibelfest ist, sind die meisten Namen doch einfach wunderschön! Das gilt genauso für die Vornamen aus der Liste, die heute noch eher selten sind. Wir würden hier auf jeden Fall einen Namen finden – und ihr?

Vorname Benjamin

Der für Jungen häufig gebräuchliche Vorname Benjamin stammt aus der Bibel und hat hebräische Wurzeln. Er geht auf den zweigliedrigen Namen „binjamin“ zurück. Dieser setzt sich zusammen aus den Worten „bin“ bzw. „ben“ und „jamin“. „Ben“ steht im Hebräischen für „Sohn“. „Jamin“ lässt sich mit „rechte Hand“, „Süden“ oder „Glück“ bzw. „Freude“ übersetzen. Benjamin bedeutet daher soviel wie „Sohn der rechten Hand“, „Sohn des Südens“ oder „Sohn der Freude“ bzw. „Sohn des Glücks“.

Der biblische Benjamin war der letztgeborene der zwölf Söhne Jakobs. Aus der Bibel wird daher auch die Bedeutung „Der Jüngste“ abgleitet. In vielen Familien wird bis heute das jüngste Familienmitglied als „unser Benjamin“ vorgestellt – auch wenn der Betreffende ganz anders heißt. Die Mutter des biblischen Benjamins ist Rahel, die bei seiner Geburt stirbt. Laut den biblischen Überlieferung schlug Rahel Jakob kurz vor ihrem Tod den Namen Ben-Oni (Kind des Schmerzes) vor. Doch sein Vater Jakob entschied sich anders. Der Name Benjamin wird daher auch als „Sohn des Trostes“ gedeutet. Im Alten Testament gilt Benjamin, der um 1.800 vor Christus gelebt haben soll, mit seinen zehn eigenen Söhnen als Begründer des Stammes „Benjamin“, der zu den zwölf Stämmen Israels zählt.

Im Kirchenkalender werden für Benjamin zwei Namenstage geführt. Am 19. Dezember gedenken Katholiken an Benjamin, den Sohn des Jakob. Am 31. März dagegen wird an den christlichen Märtyrer Benjamin von Persien erinnert.

Benjamin aus den Hitlisten der beliebtesten Vornamen für Jungen nicht wegzudenken

Der Name Benjamin wurde erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland populär. Zuvor war er kaum gebräuchlich. Seitdem schafft er es jedoch immer wieder auf die Hitlisten der beliebtesten Vornamen für Jungen – auch in Abwandlungen wie Ben, Benny, Benji, Benno oder Bennet, was übrigens gängige Kosenamen und Spitznamen für Benjamin sind. Im Arabischen findet sich auch die Schreibweise Benyamin. In Italien wird aus Benjamin Beniamino, in Russland Wenjamin und in der Türkei Bünyamin. Für Mädchen wurde als weibliche Form des Namens Beniamina abgeleitet. Benjamin ist ein klassischer Vorname. Es gibt ihn jedoch auch als Familiennamen.

Heute ist Benjamin längst Teil der Popkultur. So führt beispielsweise Captain Benjamin Lafayette Sisko im Star Trek-Ableger „Deep Space Nine“ die gleichnamige Raumstation. In Deutschland hat der Vorname für Jungen seine Renaissance zum Teil der Popularität der Hörspiel- und Zeichentrickfigur Benjamin Blümchen zu verdanken. Weitere berühmte Namensvertreter sind zum Beispiel der israelische Politiker Benjamin Netanjahu, der Gründervater der Vereinigten Staaten von Amerika Benjamin Franklin oder der deutsche Journalist und Autor Benjamin von Stuckrad-Barre.

68 jüdische Vornamen für Mädchen und Jungen

Du suchst jüdische Vornamen für dein Kind? Wir haben eine Auswahl hebräischer Namen für Mädchen und Jungen samt Herkunft bzw. Bedeutung für dich in zwei Listen zusammengestellt.

Jüdische Namen & ihre Bedeutung

Wenn von jüdischen Vornamen die Rede ist, sind in der Regel Namen gemeint, die ihren Ursprung in der hebräischen Sprache – wie sie in der Bibel vorkommt – haben. Aber auch das sogenannte moderne Hebräisch als heutige Amtssprache Israels bringt einige schöne jüdische Mädchen- und Jungennamen hervor.

Unser Tipp: Klick dich durch unsere Bildergalerie, bevor du dich für einen Vornamen entscheidest! So kannst du Fehler vermeiden, die andere Eltern bei der Namenswahl ganz schön bereuen. Fehler Nummer zwei, drei und sieben sind bei hebräischen Namen besonders wichtig!

Babynamen suchen: Vermeide diese 7 Fehler

BILDERSTRECKE STARTEN (8 BILDER)

Jüdische Mädchennamen

Jüdische Vornamen für Mädchen sind besonders wohlklingend und enden meist auf „a“.

  1. Adaja – „Der Herr hat sie geschmückt“
  2. Amiel – „Gott ist der Beschützer“
  3. Ava – „Die Leben Spendende“
  4. Aviva – „Frühling“
  5. Bathia – „Tochter von Jahwe“
  6. Chana – „Die Begnadete“
  7. Chavah – „Lebendige Freude“
  8. Devora – „Biene“
  9. Elana – „Lotusblüte“
  10. Ephraima – „Doppelt fruchtbar“
  11. Estha – „Stern“
  12. Gilah – „Die Freude“
  13. Hava – „Die Lebendige“
  14. Haviva – „Die Liebe“
  15. Ilana – „Wachsender Baum“
  16. Jahdis – „Die Gott gehört“
  17. Jalda – „Mädchen“
  18. Jiska – „Er (Gott) schaut“
  19. Joela – „Jahwe ist Gott“
  20. Keren – „Das Horn“
  21. Leora – „Mein Licht“
  22. Libi – „Mein Herz“
  23. Livana – „Der Mond, Weiß“
  24. Mahalia – „Die Anmutige“
  25. Mava – „Hübsch“
  26. Neria – „Gottes Licht“
  27. Nuriel – „Flamme/Feuer Gottes“
  28. Odeya – „Dank an Gott“
  29. Rivka – „Die Fesselnde“
  30. Saliah – „Die große Tat“
  31. Sheva – „Eid, Schwur, Versprechen“
  32. Tali – „Tau, Tropfen“
  33. Tovi – „Gott ist gütig“
  34. Yeriel – „Gemacht von Gott“
  35. Zuria – „Fels Gottes“

Hebräische Vornamen: Jüdische Mädchennamen klingen besonders melodisch.

Jüdische Jungennamen

Jüdische Vornamen für Jungen sind ebenso klangvoll wie weibliche israelische Namen.

  1. Aleph – „Der Ochse“ bzw. erster Buchstabe im Alphabet
  2. Amiaz – „Mein Volk ist stark“
  3. Asael – „Von Gott geweiht“
  4. Aviel – „Gott ist mein Vater“
  5. Benaja – „Jahwe hat gebaut“
  6. Chayim – „Das Leben“
  7. Din – „Recht, Gesetz“
  8. Duma – „Ruhe, Stille“
  9. Eli – „Die Höhe, das Aufsteigen“
  10. Eliam – „Zu Gottes Familie gehörend“
  11. Elon – „Eiche, Baum“
  12. Gidon – „Holzfäller“
  13. Hezron – Name diverser Personen in der Bibel
  14. Ilan – „Wachsender Baum“
  15. Immanuel – „Gott sei mit uns“
  16. Isaiah – „Gott ist Heil“
  17. Jaakov – „Jahwe möge schützen“
  18. Jehoschua – „Gott ist Hilfe“
  19. Jona – „Die Taube“
  20. Lior – „Mein Licht“
  21. Liron – „Mein Lied“
  22. Manoah – „Ruheplatz“
  23. Miron – „Reich an Frieden“
  24. Ori – „Mein Licht“
  25. Rephael – „Gott hat geheilt“
  26. Ronen – „Freudengesang“
  27. Sacharja – „Jahwe hat sich erinnert“
  28. Tiras – „Wunsch“
  29. Tobijah – „Jahwe ist gütig“
  30. Tuvia – „Gott ist gütig“
  31. Uri – „Gott ist mein Licht“
  32. Yaron – „Er wird singen“
  33. Zedekiah – „Gott ist meine Gerechtigkeit“

Vielleicht gefallen dir auch diese christlichen, hebräischen Namen aus der Bibel?

Artikel lesen

Video: Die beliebtesten Kindernamen der Deutschen

Chantalle oder Jennifer? In unserem Video erfährst du, welche Namen deutsche Eltern bevorzugen.

Jüdische Vornamen sind nicht das Richtige für deine Tochter bzw. deinen Sohn und dennoch möchtest du beim Namen deines Babys nicht auf einen religiösen Hintergrund verzichten? Dann solltest du unbedingt einen Blick auf unsere Liste für biblische Mädchennamen werfen. Über weitere Vorschläge, Ideen und Anregungen für hebräische Vornamen freuen wir uns in den Kommentaren!

Die beliebtesten Babynamen in Israel

(Geburtsjahrgang 2015)

Alle Babys

Mädchen Jungen
  1. Tamar
  2. Adele
  3. Miriam
  4. Sarah
  5. Avigail
  6. Noa
  7. Shira
  8. Talia
  9. Yael
  10. Leah
  1. Mohammed
  2. Yosef/Yusef
  3. David
  4. Daniel
  5. Uri/Ori
  6. Omer
  7. Eitan
  8. Ariel
  9. Noam
  10. Adam

Nur jüdische Babys

Mädchen Jungen
  1. Tamar
  2. Avigail
  3. Adele
  4. Noa
  5. Shira
  6. Talia
  7. Yael
  8. Sarah
  9. Leah
  10. Roni
  1. Uri/Ori
  2. David
  3. Ariel
  4. Noam
  5. Eitan
  6. Yosef/Yusef
  7. Itai
  8. Daniel
  9. Yehonatan
  10. Moshe

Quelle: Central Bureau of Statistics

Moderne Namensgebung in Israel

“Morgentau, Bach, Koralle und Geschenk! Ich will während des ganzen Unterrichts kein Wort mehr von euch hören”, meint Lehrerin Mein-Licht zu ihren vier Schülern. Eine Situation, die sich in israelischen Klassen täglich abspielt – auch die Namen sind alles andere als erfunden. Denn die modernen israelischen Vornamen besitzen Bedeutungen, die mit den klassischen jüdischen Namen nichts mehr gemein haben.

Der Journalist Oren Geller aus Tel-Aviv hat für beliebte-Vornamen.de die aktuellen Namenmoden in seinem Heimatland recherchiert:

  • Teil 1: Natur und Tierwelt statt Religion in der Namensgebung
  • Teil 2: die aktuellen Babynamentrends in Israel
  • Teil 3: Vornamen der hebräischen Sprache angleichen
  • Teil 4: Wie Einwanderer in Israel ihre Kinder nennen

Häufige Vornamen in Israel

Für die folgende Liste wurden die Vornamen aus dem Telefonbuch der israelischen Stadt Tel Aviv von 1991 ausgewertet.

Weibliche Vornamen Männliche Vornamen
  1. Sarah
  2. Miryam
  3. Rachel
  4. Esther
  5. Chana
  6. Shoshana
  7. Rivka
  8. Leah
  9. Yehudit
  10. Ruth
  11. Chaya
  12. Aliza
  13. Chava
  14. Malka
  15. Devorah
  16. Ilana
  17. Tziporah
  18. Shulamit
  19. Tova
  20. Rinah
  1. Moshe
  2. Yaakov
  3. Yosef
  4. Avraham
  5. David
  6. Shlomo
  7. Ytzchak
  8. Chaim
  9. Shmuel
  10. Tzvi
  11. Mordechai
  12. Yisrael
  13. Aharon
  14. Yehudah
  15. Meir
  16. Biyahu
  17. Shimon
  18. Michael
  19. Binyamin
  20. Menachem

Der amerikanische Namenforscher Edwin D. Lawson hat sich mit dieser Statistik auseinandergesetzt und herausgefunden, dass 70% der Männernamen und 40% der Frauennamen aus der Bibel stammen. 95% der Männer und 90% der Frauen führten einen hebräischen Namen. Es gab eine deutlich größere Namensvielfalt bei den weiblichen Vornamen. (Referenz: Names, Vol. 39, No. 2, Juni 1991)

Die Dominanz der hebräischen Namen in Israel verwundert nicht, denn seit der Gründung des Staates Israel versucht das israelische Innenministerium, Neueinwanderer zu animieren, einen hebräischen Namen anzunehmen.

Esthers Mann hat rote Haare. „Als ich schwanger war, haben unsere Freunde alle darauf gewettet, dass unser Kind auch rothaarig sein wird. Da kam, falls es ein Junge würde, nur ein Name in Frage: David, weil König David rote Haare hatte.“ Esthers Sohn hat übrigens dunkelblonde Haare. Wie gut, dass er noch einen zweiten Namen bekommen hatte: Israel, nach seinem Urgroßvater und nach Israel David Goodkind, einer Figur aus dem Lieblingsbuch seiner Mutter, Inside Outside (auf Deutsch: Der Enkel des Rabbi), einem Roman von Herman Wouk.

Auch die neunjährige Anne trägt in ihrem Namen die Erinnerung an ihre Vorfahren. So heißt sie mit zweitem Namen Zoe, eine feminine Aneignung von Szoel, dem Namen ihres früh verstorbenen Großvaters. Fejga, so ihr dritter Name, geht auf ihre Urgroßmutter zurück.

Hoffnungsträger Namen sind also keineswegs Schall und Rauch. Sie sind vielmehr – so formuliert es der Historiker Michael Wolffsohn – „ein Signal vom Inneren der Eltern nach außen“, ein beredter Ausdruck von deren Wünschen und Hoffnungen für das Leben ihres Kindes und auch ein Indikator dafür, wie und wo sie sich selbst innerhalb der Gesellschaft sehen oder gerne sehen würden.

Wolffsohn, der bis 2012 an der Universität der Bundeswehr München Neuere Geschichte lehrte, ist deshalb überzeugt, dass sich anhand von Vornamen die „Identifizierungen, Identitäten und Mentalitäten“ der namensgebenden Eltern näher bestimmen lassen. In dem Buch Deutschland, jüdisch Heimatland (2008) hat er daher, zusammen mit seinem Kollegen Thomas Brechenmacher, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Potsdam, die Namenswahl bei deutsch-jüdischen Familien in der Zeit zwischen 1860 und 1939 und von 1945 bis 1999 untersucht und statistisch ausgewertet.

Siegfried Das Ergebnis dieser Recherche bringt Erstaunliches zutage: So zeichnet sich während der zweiten Hälfte des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts eine deutliche Tendenz weg von erkennbar jüdischen Vornamen ab. Beliebt werden in dieser Zeit eher neutrale, universell gebräuchliche Namen wie Alexander, Rose, Anna, Max oder Henry, bis schließlich sogar immer häufiger germanische Namen wie Siegfried, Hermann, Bertha und Gertrud in den Gemeinderegistern auftauchen.

„Einer Rutschbahn gleich“, so beschreiben Wolffsohn und Brechenmacher diese Entwicklung, „führt die Linie für die jüdischen Vornamen seit 1860 nach unten, von etwa 17 Prozent im Jahr 1860 bis zum absoluten Tiefpunkt von nur noch fünf Prozent im Jahr 1926“. Darin sehen die beiden Historiker einen frappierenden Hinweis darauf, „wie durchschlagend der Prozess der Angleichung, der Akkulturation an die deutsche Leitkultur gewesen sein muss“.

Lea Ganz anders das Bild nach 1945. Findet sich bis 1939 in der Liste der bei jüdischen Familien beliebtesten zehn Vornamen für Mädchen kein einziger jüdischer Name, rangieren in der jüdischen Gemeinschaft in Nachkriegsdeutschland bis auf eine Ausnahme („Natalie“) ausschließlich Namen wie Miriam, Esther, Lea, Sarah, Rachel und Rebekka ganz oben.

Ähnlich verhält es sich mit den Jungennamen: Nach 1945 findet sich unter den bevorzugten Namen kein Hermann, kein Alfred, kein Kurt und auch kein Hans mehr. Vielmehr nennt man die Neugeborenen jetzt am liebsten David, Daniel, Benjamin, Rafael und Samuel.

In den 80er-Jahren wählen mehr als 60 Prozent der jüdischen Eltern jüdische Vornamen für ihre Kinder aus. Darin erkennen die Autoren einen eindeutigen Beleg für „die Auferstehung des deutschen Judentums“, für eine neue Orientierung am Judentum und ein neu erwachtes Bekenntnis dazu.

Bei den Juden aus der ehemaligen Sowjetunion lässt sich ebenfalls ein interessantes Phänomen beobachten. So zeichnet sich dort während der 90er-Jahre ein regelrechter Boom jüdischer Vornamen ab, und zwar vor allem vor der Emigration der Familien nach Deutschland: Das kann als Zeichen der Befreiung gewertet werden, denn endlich schien man keine staatlichen Repressionen mehr befürchten zu müssen, wenn man sein Jüdischsein offen zeigte.

Top Ten Seit mehreren Jahren ist es anscheinend auch unter Nichtjuden in Deutschland schick geworden, den Nachwuchs auf einen jüdischen Namen zu taufen. In Kitagruppen und Schulklassen gibt es meist mehrere Davids, Benjamins, Miriams und Sarahs. Drei jüdische Vornamen haben es im vergangenen Jahr sogar unter die Top Ten der beliebtesten Vornamen geschafft. Nach Angaben der Gesellschaft für Deutsche Sprache in Wiesbaden rangierten Ben und Elias 2012 auf den Plätzen fünf und acht bei den Jungen; Hannah konnte sich bei den Mädchen auf dem siebten Platz behaupten.

Eine irgendwie geartete religiöse oder politische Motivation lässt sich dahinter allerdings kaum vermuten. „Der Klang spielt eine weit größere Rolle als die Bedeutung“, erklärt vielmehr Frauke Rüdebusch, Sprecherin der Gesellschaft für Deutsche Sprache, auf Anfrage.

Chaim Und aktuell? Wolffsohns und Brechenmachers Untersuchung endet mit der Jahrtausendwende. Ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit zu erheben – die Recherche in den Simches, den freudigen Nachrichten über Brit Mila und Namensgebung im Archiv der Frankfurter Jüdischen Gemeindezeitung hat folgenden Trend offenbart: In den vergangenen fünf Jahren hat fast jedes Kind als Ruf- oder Zweitnamen einen hebräisch-israelischen Namen erhalten wie zum Beispiel Malka, Bracha, Aliyah, Yuval, Dow, Elinor, Arie und Chaim.

Diese Tendenz gab es schon einmal, vor allem unter nach Palästina ausgewanderten deutschen Juden: Damals manifestierte sich darin ein Bekenntnis zum Zionismus, heute ist es wohl eher Ausdruck der Verbundenheit mit Israel.

Auch Esther kann diesen Trend bestätigen: Vor fünf Jahren hat sie einen zweiten Sohn bekommen. „Damals war er der einzige Levi weit und breit. Ein Jahr später gab es plötzlich drei oder vier kleine Jungen in unserem Bekanntenkreis, die auch Levi gerufen wurden“, erzählt sie. Aber nicht alle heißen auch Mayer, wie ihr Sohn: „Das schien uns passend für einen Jungen aus Frankfurt, als Reminiszenz an Mayer Amschel Rothschild, der auch aus dieser Stadt stammte.“ Nomen ist eben omen, auch bei Juden.

Sara: Ein Name mit Geschichte

Sarah ist in Deutschland heute kein außergewöhnlicher Name. Besonders in meiner Generation häufen sich die Sarahs. Ich bin 1983 geboren und von der Grundschule an brauchte ich einen Namenszusatz wie „Sarah H.“ oder „Sarah J.“, da es mehrere von meiner Sorte gab. Zufall? Es mag nicht für alle Eltern gelten, aber meine haben mir gegenüber die Bedeutung dieses Namens immer betont. Sarah war der Name, den die Nazis jüdischen Frauen in ihre Pässe schrieben. Es ist der biblische Name von Abrahams Frau, der Mutter Isaaks, der Mutter aller Juden, Christen und Muslime. Von den Nazis degradiert zum Todeszeichen.

Meine Eltern – mehr oder weniger die 68er Generation, die gegen ihre Nazi-Eltern rebelliert hatten – konnten diese Verbrechen nicht wiedergutmachen, aber sie wollten ein Zeichen setzen. So gaben sie mir bewusst den Namen Sarah und erzählten mir schon als Kind von der Geschichte der deutschen Juden.

DW-Redakteurin Sarah Hofmann

Nie zuvor jedoch war mir die Bedeutung dieses Namens so bewusst geworden, wie auf einer Reise für das Projekt „Spurensuche“ der Deutsche Welle nach Litauen. In Vilnius, der Stadt, in der vor dem Zweiten Weltkrieg ein Drittel der Bevölkerung jüdischen Glaubens war und in der heute nur noch wenige Juden leben, habe ich als dritte Generation nach Kriegsende zum ersten Mal die Schuld der Täter gespürt. Mir kam es seltsam vor, mich den Zeitzeugen, die wir interviewten, als „Sarah“ vorzustellen, so als habe ich nicht das Recht, diesen Namen zu tragen.

Bis ich Irena Veisaité traf. Die Goethe-Preisträgerin des Jahres 2012 hatte uns zum Interview in ihre Wohnung eingeladen. Sie berichtete uns von den Grausamkeiten der Nazis in Litauen, von ihrer Jugend im Ghetto Kaunas und von ihrer Liebe zur deutschen Sprache, die mit dem Hitlerregime, wie sie sagte, nichts gemein habe. Irena Veisaité hat mich in diesem Gespräch tief beeindruckt.

Irena Veisaité beim Tee in ihrer Wohnung in Vilnius

Als wir uns nach Tee und Keksen von ihr verabschiedeten, nahm mich die zierliche Irena Veisaité plötzlich in den Arm und sagte: „Sarah, grüßen Sie Ihre Eltern von mir. Und sagen Sie Ihnen, wie viel es mir bedeutet, dass Sie Ihnen diesen Namen gegeben haben.“

Ich stand vor dieser kleinen Frau, in der alle menschliche Größe steckte, und hätte beinah geheult.

Am 1. Januar 1939 trat die sogenannte „Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen“ in Kraft. Damit sollten jüdische Deutsche anhand ihrer Namen kenntlich gemacht werden. Sofern sie nicht ohnehin bereits von den Nationalsozialisten als „typisch jüdisch“ eingestufte Namen trugen, mussten sie ab diesem Zeitpunkt zusätzlich den Vornamen Israel oder Sara in ihren Pass eintragen lassen. Es war ein weiterer Schritt der Diskriminierung der jüdischen Deutschen im Dritten Reich und der Organisation des Holocaust.

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