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Hautpilz

Hautpilz: Symptome

Die Hautpilz-Symptome hängen davon ab, welcher Erreger die Infektion verursacht, welche Körperstelle betroffen ist und wie ausgedehnt die Infektion ist. Zu den häufigsten Erregern zählen Fadenpilze (Dermatophyten). Sie können Haut, Haare und Nägel befallen. Weitere häufige Erreger sind Hefe- und Schimmelpilze. Sie können neben der Haut auch Schleimhäute und innere Organe befallen. Im Folgenden erfahren Sie typische Symptome wichtiger Arten von Hautpilz:

Symptome bei Fußpilz (Tinea pedis)

Fußpilz gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten und wird durch Fadenpilze ausgelöst. Die Pilze siedeln sich vor allem in den Zehenzwischenräumen an: Die befallene Haut sieht grauweiß und verquollen aus und zeigt kleine Fisssuren. Über diese winzigen Hautverletzungen können leicht Bakterien eindringen und eine zusätzliche Infektion (Superinfektion) verursachen.

Auch die Fußsohlen können von Fußpilz betroffen sein. Anzeichen dafür ist eine trockene, weiße Schuppung der Haut. Manchmal entwickelt sich auch eine stärker entzündliche Infektion mit Bläschen und Juckreiz. Die Symptome können sich außerdem auf die seitlichen Fußränder ausdehnen. Der Fußrücken bleibt meist symptomlos.

Fußpilz – eine der häufigsten Hautpilzerkrankungen Die Symptome von Fußpilz sind abhängig von der jeweiligen Pilzart

Symptome bei Ringelflechte (Tinea corporis)

Tinea corporis (Ringelflechte) ist ebenfalls ein Hautpilzinfektion durch Fadenpilze. Sie betrifft den Rumpf und die Extremitäten. Die befallenen Hautstellen zeigen runde, schuppige Rötungen, die meist mit deutlichem Juckreiz verbunden sind.

Entlang von Haaren kann sich diese oberflächliche Pilzinfektion in tiefe Hautschichten ausdehnen. Die Folge ist eine verstärkte Entzündungsreaktion, die mit der Bildung schmerzhafter, flüssigkeitsgefüllter Knoten einhergeht. Benachbarte Lymphknoten schwellen an. Zudem können die Patienten allgemeine Krankheitssymptome wie Fieber und Abgeschlagenheit entwickeln.

Mehr über die Ringelflechte erfahren Sie im Beitrag Tinea corporis.

Symptome bei Kopfpilz (Tinea capitis)

Fadenpilze können auch die behaarte Kopfhaut befallen. Die dabei auftretenden Hautpilz-Symptome sind sehr vielgestaltig. Bei manchen Patienten verläuft die Kopfpilzinfektion fast ohne Symptome (keine Entzündungszeichen). Bei vielen anderen entwickeln sich kreis­run­de, scharf be­grenz­te haar­lo­se Be­zirke unterschiedlicher Größe. Die Kopfhaut zeigt an diesen Stellen eine gräu­liche Schup­pung. In anderen Fällen erinnern die befallenen Kopfhautstellen an ein Stoppelfeld – durch den Pilzbefall sind die Haare auf etwa gleicher Höhe abgebrochen.

Eine Sonderform der Tinea capitis ist die seltene Favus (Erbgrind). Diese Form der Pilzinfektion der Kopfhaut tritt heute nur noch in Ländern wie Nigeria, China und Indien auf. Typisch sind narbenartige Veränderungen auf der Kopfhaut, die zu Haarausfall führen.

Symptome bei Gesichtspilz (Tinea faciei)

Eine Fadenpilzinfektion im Gesicht zeigt sich in Form von schuppenden, juckenden Hautpartien. Die Symptome verschlechtern sich meist, wenn man die Gesichtshaut starker Lichteinwirkung aussetzt. Die Tinea faciei kann auch zusammen mit einer Tinea corporis auftreten. Sind die Symptome sehr stark ausgeprägt, kann dies ein Anzeichen für ein geschwächtes Immunsystem sein.

Symptome bei Handpilz (Tinea manuum)

Hautpilz-Symptome an den Händen lassen sich ebenfalls auf eine Infektion mit Fadenpilzen zurückführen. Meist ist zunächst nur eine Hand betroffen. Später kann die Pilzinfektion auf die andere Hand übergreifen. Viele Patienten mit Tinea manuum leiden zugleich unter Fußpilz.

Mediziner unterscheiden zwei Formen von Handpilz:

  • hyperkeratotisch-squamöse Form: Am weitesten verbreitet. Typische Symptome sind schnell eintrocknende Hautbläschen, aus denen sich runde, schuppige Infektionsherde entwickeln. Manchmal ist der ganze Handteller entlang der Hautlinien „mehlstaubartig“ mit feinen Schuppen bedeckt. Später können sich dicke Schuppen bilden, die sich auf der ganzen Handfläche ausbreiten. Zusätzlich können zahlreiche feine, schmerzhafte Hautrisse entstehen. Auch die Haarfollikel auf dem Handrücken kann der Pilz befallen. Dann entwickeln sich runde, entzündliche Infektionsherde, die teilweise von Pusteln bedeckt sind.
  • dyshidrosiformer Handpilz: Kommt seltener vor. Typisch Hautpilz-Symptome sind hier juckende Bläschen im Handteller, an den Handkanten und/oder an den Seitenpartien der Finger.

Eine Sonderform von Tinea manuum ist das „One hand/two feet“-Syndrom. Es ist auch als Tinea palmoplantaris bekannt: Die Hautpilz-Symptome zeigen sich dabei an einer Handfläche und beiden Fußsohlen. Betroffen sind oft Diabetiker, da sie besonders anfällig für Infektionen sind.

Symptome bei Nagelpilz (Tinea unguium)

Auch der Nagelpilz (Tinea unguium oder Onychomykose) wird meist von Fadenpilzen verursacht. Seltener stecken Schimmel- oder Hefepilze dahinter. Am häufigsten sind die Fußnägel befallen. Es kann aber auch die Fingernägel treffen. Manchmal dringen die Erreger unterhalb des Nagels am Nagelende ein. In anderen Fällen befallen sie die Nageloberfläche. Zu den typischen Symptomen gehören in beiden Fällen glanzlose Nägel und eine verdickte Nagelplatte. Außerdem verfärbt sich der Nagelrand weiß oder gelblich. Zusätzlich entstehen weißliche, gelbe oder grau-braune Flecken im Nagel. In fortgeschrittenem Stadium können auch Schmerzen auftreten.

Symptome bei Leistenpilz (Tinea inguinalis)

An Pilzinfektionen in der Leistenregion erkranken oft Männer, die stark schwitzen. Typische Symptome sind juckende, scharf begrenzte Hautrötungen mit betontem Rand und teilweiser Schuppenbildung. Die Infektion beginnt meist an der Haut zwischen Oberschenkeln und Hodensack. Später breitet sie sich häufig in Richtung Anus und Gesäß aus. Der Hodensack selbst ist nur selten direkt beteiligt.

Symptome der Kutanen Candidiasis

Als Kutane Candidiasis wird eine Hautpilzinfektion durch Hefepilze der Gattung Candida (vor allem C. albicans) bezeichnet. Sie entwickelt sich bevorzugt in feucht-warmen Körperregionen. Meist sind die sogenannten intertriginösen Regionen betroffen. Das sind Körperpartien, an denen sich benachbarte, teils direkt gegenüberliegende Hautareale häufig berühren. Beispiele dafür sind Achselhöhlen, Leistenregion, Gesäßfalte, Genitalregion, Zehen- und Fingerzwischenräume sowie der Hautbereich unterhalb der weiblichen Brust.

Eine Kutane Candidiasis zeigt sich anfangs mit knotigen Bläschen (Papulopusteln). Daraus entstehen rasch großflächig rote, teils nässende Plaques mit schuppigem Rand, die von kleinen Pusteln begleitet werden.

Generell kann eine Hefepilzinfektion (Candidiasis) neben der Haut auch die Schleimhäute betreffen. Betrifft der Pilzbefall die Genitalregion, spricht man von genitaler Candidiasis. Sie äußert sich bei Frauen als Scheidenpilz. Typische Symptome sind ein starker Juckreiz, eine fleckige Rötung, abwischbare weiße Ablagerungen auf der Schleimhaut sowie ein geruchloser, bröckelig-weißer Ausfluss. Männer sind seltener von einem genitalen Hefepilzbefall betroffen. Wenn doch, äußert er sich als Eichelentzündung (Penispilz).

Symptome bei Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor)

Die Kleienpilzflechte ist eine Hautpilzinfektion mit Hefepilzen der Gattung Malassezia. Sie entwickelt sich vorwiegend auf Brust, Rücken, Schultern und Hals. Manchmal breitet sich die Infektion aber auch auf die Arme und den mittleren Rumpf aus.

Diese Form von Hautpilz beginnt mit scharf begrenzten, rundlichen Flecken, die so groß wie Linsen oder Centstücke sind und kaum jucken. Die Flecken verbinden sich mit der Zeit zu größeren, landkartenförmigen Herden mit glatter Oberfläche. Streicht man mit einem Spatel darüber, schuppt die Haut. Die Hautschuppen erinnern an die namensgebende Kleie.

Die Hautflecken sind gegenüber der gesunden Haut verfärbt. Dabei zeigt sich ein Farbunterschied je nach Hautfarbe: Bei dunkelhäufigen oder gebräunten Patienten sehen die Flecken hell aus. Verantwortlich dafür ist der dichte Pilzteppich auf der Haut, der UV-Strahlen abhält. So kann die Haut darunter kein Farbpigment (Melanin) mehr bilden . Die Folge sind weiße Flecken auf dunkler Haut. Diese Erscheinungsform der Kleienpilzflechte trägt den Namen Pityriasis versicolor alba.

Bei hellhäutigen Patienten dagegen entstehen rötlich-bräunliche Flecken durch Pigmente, die der Pilz selbst produziert. Mediziner sprechen hier von Pityriasis versicolor rubra.

Symptome bei Mikrosporie

Diese Hautpilzerkrankung wird von Fadenpilzen der Gattung Microsporum (wie M. canis) ausgelöst. Diese Pilze befallen oft Haustiere wie Hunde und Katzen. Durch den Kontakt mit solchen infizierten Tieren kann sich ein Mensch mit dem Pilz anstecken. Das passiert vor allem Kindern. Sie entwickeln entzündliche, scheibenförmige Hautveränderungen am Rumpf und auf der Kopfhaut. Bei Befall der Kopfhaut können die Haare an den betroffenen Stellen abbrechen.

Hautpilz: Schnelleinsatz gegen lästiges Jucken

Besonders häufig tun sie das, wo es feucht und warm ist, beispielsweise in den Hautfalten unter der weiblichen Brust oder unter den Achseln. Auch zwischen den windelbedeckten Speckröllchen eines Babypopos oder an der Haut zwischen den Fußzehen finden Hautpilze ideale Wachstumsbedingungen vor. Jeder dritte Deutsche leidet unter Fuß- oder Nagelpilz, bei Menschen ab 65 Jahren sogar jeder zweite, berichtet Hans-Jürgen Tietz, Professor am Berliner Institut für Pilzkrankheiten. Besonders häufig ist der sogenannte „Athletenfuß“. Sportlerfüße stecken regelmäßig in engen und schweißgetränkten Schuhen, wo sich Hautpilze richtig wohlfühlen.

Früh behandeln, Ansteckung vermeiden

Meist beginnt es damit, dass die Haut an den betroffenen Stellen aufweicht. Sie rötet sich, verliert kleine weiße Schuppen und juckt. Manchmal entstehen schmerzhafte Risse. „Wird nichts dagegen unternommen, breitet sich der Pilz über die Haut aus“, weiß Tietz. „Eine Infektion sollte schnell behandelt werden, damit sie nicht auf andere Körperpartien übergreift, beispielsweise vom Fuß auf den Nagel.“ Dort ist sie schwieriger zu bekämpfen. Obwohl gerade bei Fußpilz-Patienten der Leidensdruck hoch sei, gäben viele schnell klein bei, berichtet der Dermatologe. „Dabei ist Hautpilz nicht nur gut heilbar, seine Behandlung ist allein schon wegen des Infektionsrisikos ein Muss. Wer Hautpilz nicht bekämpft, steckt auch andere an.“

Wer zum ersten Mal Hautpilz bei sich entdeckt oder an chronischen Krankheiten wie Diabetes mellitus leidet, sollte vorsichtshalber gleich zum Arzt gehen. Das gilt generell für Kinder und schwangere Frauen. „Ein Arzt kann gegebenenfalls eine Probe nehmen, um den genauen Erreger bestimmen und gezielter bekämpfen zu können oder um andere mögliche Ursachen wie Neurodermitis und Schuppenflechte ausschließen zu können“, sagt Mühlenfeld.

Wirksame Mittel aus der Apotheke

In den meisten Fällen genügt aber ein rezeptfrei in der Apotheke erhältliches Pilzmittel zum Auftragen (Antimykotikum), um einen Hautpilz im Anfangsstadium loszuwerden. „Für nässende Zwischenräume eignet sich eher Puder, an trockenen Stellen eine Salbe.“ Zu bedenken gibt Tietz allerdings, dass die Selbstbehandlung immer eine so genannte „blinde Therapie“ sei, also eine Therapie ohne genaue Kenntnis des Erregers. „Deshalb sollte man in der Apotheke ein Mittel mit einem möglichst breiten Wirkstoffspektrum wählen“, rät der Pilz-Experte. „Dieses sollte man so lange wie vorgeschrieben verwenden – und keinen Tag kürzer.“ Gleichzeitig sollten befallene Hautpartien möglichst wenig schwitzen und viel Luft abbekommen – zum Beispiel in offenen Schuhen oder luftiger Kleidung. Infizierte Wäsche oder Schuhe sollten mit einem wirksamen Mittel aus der Apotheke desinfiziert oder bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Beruhigt sich die Haut nach einigen Tagen trotz Behandlung nicht, ist es spätestens jetzt an der Zeit, zum Arzt zu gehen.

Gut abtrocknen und pflegen

Da eine durchgestandene Hautpilzerkrankung nicht immun macht, legt Hans-Jürgen Tietz seinen Patienten Vorbeugung ans Herz: „Wo viele Menschen barfuß laufen und pilzinfizierte Hautschuppen verlieren, sind Badeschlappen Pflicht.“ Also im Schwimmbad und in der Sauna genauso wie im Fitnessstudio oder auf Teppichböden. Das gelte nicht nur im Hotelzimmer, sondern auch zu Hause, falls ein Familienmitglied an Fuß- oder Nagelpilz erkrankt ist. Um Hautpilzen keinen optimalen Nährboden zu bieten, hilft es, nach jedem Wasserkontakt die Haut und vor allem die Zwischenräume zwischen Hautfalten oder Fußzehen mit dem eigenen Handtuch gründlich abzutrocknen und gegebenenfalls eine Pflegecreme aufzutragen. Kleidung und Schuhe aus atmungsaktivem Material vermiesen Pilzen das Klima.

Einfache Vorsichtsmaßnahmen

Besonders wichtig sind diese Vorsichtsmaßnahmen für Menschen, die eine familiäre Neigung zu Pilzerkrankungen haben, sowie für alle, deren körperliche Abwehr durch eine chronische Krankheit wie zum Beispiel Diabetes mellitus geschwächt ist. Ebenfalls gefährdet sind Menschen mit Durchblutungsstörungen, etwa die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), auch „Schaufensterkrankheit“ genannt. Selbst gesunde Menschen, die zu kalten Füßen neigen, müssen besser aufpassen als solche, deren Füße auch im tiefsten Winter warm bleiben. Mit diesen Informationen sollten Sie gewappnet sein, Hautpilz konsequent den Nährboden zu entziehen.

Einen Hautpilz hat bestimmt schon fast jeder einmal gehabt, denn als Fußpilz ist er weit verbreitet. Aber auch andere Bereiche der Haut können von Pilzen befallen werden. In Apotheken erhältliche pilztötende Antimykotika wirken zwar in der Regel gut, haben jedoch immer wieder Nebenwirkungen und können Resistenzen nach sich ziehen. In solchen Fällen und bei immungeschwächten Personen oder Kindern kann ein Pilz, der sich ungehemmt ausbreitet, zur Gesundheitsgefahr werden.

Bei einem lokal begrenzten Befall können jedoch einfache Hausmittel den meist harmlosen Pilz verschwinden lassen und damit auch die lästigen Bläschen, Schuppen und Rötungen.

Hautpilz erkennen

Ein Pilzbefall der Haut kann unterschiedlich in Erscheinung treten. Im Gesicht, am Rumpf sowie an Armen und Beinen treten oft runde, rot-schuppige Flecken mit scharf begrenztem Rand auf. Ein Pilzbefall der Kopfhaut macht sich durch ebenfalls kreisrunde und scharf begrenzte, kahle Stellen und gräuliche Schuppen oder durch großflächig abbrechende Haare bemerkbar. In Hautfalten, etwa unter den Achseln oder im Genitalbereich, und auf Schleimhäuten können die erkrankten Hautbereiche auch nässen.

Auslöser für einen Hautpilz können verschiedene Pilzarten sein. Fadenpilze (Tinea) befallen ausschließlich die Hautoberfläche wie Kopfhaut, Gesicht und Hände. Auf Schleimhäuten und in Hautfalten sind dagegen Hefepilze (Candida) zu finden, die häufig mit starkem Juckreiz einhergehen. Schimmelpilze sind dagegen nur selten Auslöser für Hautpilz-Erkrankungen.

Wenn du unsicher bist, ob du wirklich an einer Pilzerkrankung leidest, solltest du einen Arzt zu Rate ziehen, ebenso bei lang andauernden oder wiederkehrenden Beschwerden.

Hausmittel gegen Hautpilz

An gut erreichbaren Körperstellen, bei lokal begrenztem Befall und wenn keine immunschwächende Grunderkrankung vorliegt, kann ein Hautpilz gut mit Hausmitteln bekämpft werden. Auch eine vom Arzt verordnete Therapie kannst du in Abstimmung mit ihm häufig durch Hausmittel unterstützen.

Apfelessig hilft gegen Hautpilz

Dank seiner vielfältigen Inhaltsstoffe ist Apfelessig bei unterschiedlichen Beschwerden hilfreich. Seine pilzhemmende Wirkung macht ihn zum idealen Mittel gegen Hautpilz. Einfach ein wenig des unverdünnten Essigs auf ein Kosmetikpad geben und die betroffenen Hautstellen morgens und abends damit betupfen.

Beseitige Fußpilz, indem du dünne Socken in einer Lösung aus etwa 100 ml Apfelessig und 250 Milliliter Wasser tränkst und über Nacht trägst. Wenn du dicke Wollsocken darüberziehst, bleiben Bettdecke und Laken trocken.

Sind größere Hautflächen betroffen, kannst du Pilz und Juckreiz zusätzlich bekämpfen durch ein mindestens fünfzehnminütiges Bad mit einem Liter Apfelessig im Badewasser.

Tipp: Auch wenn die betroffene Haut juckt: Nicht kratzen! Es besteht sonst die Gefahr, dass der Pilz in tiefere Hautschichten eindringt oder eine Infektion mit Bakterien hinzukommt.

Teebaumöl hemmt den Pilz effektiv

In der Naturheilkunde ist Teebaumöl als besonders wirksam gegen Keime und Pilze bekannt. Es wird zweimal am Tag unverdünnt auf die betroffenen Hautpartien aufgetupft. Da es die Haut austrocknet, empfiehlt es sich, anschließend ein pflegendes Öl oder eine feuchtigkeitsspendende Hautcreme aufzutragen.

Heilsames Lavendelöl

Ein weiteres ätherisches Öl, das Hefe- und Fadenpilze abtötet, ist Lavendelöl. Die vielfache Wirksamkeit seiner rund 200 Inhaltsstoffe hat außerdem zur Folge, dass sich auch bei mehrfacher Behandlung keine Resistenzen bilden. Mit einem Kosmetikpad mehrmals täglich unverdünnt auf die Haut auftupfen.

Knoblauch als Heilknolle gegen Pilzerkrankungen

Knoblauch ist durch seine umfassende Heilwirkung als wahrer Hüter der Gesundheit bekannt. Die schwefelähnlichen Inhaltsstoffe besitzen eine antibakterielle und antimykotische Wirkung. Halbiere eine frische Knoblauchzehe der Länge nach und reibe die befallenen Hautpartien damit ein. Zwei- bis dreimal täglich mit einer frischen Knoblauchzehe anwenden.

Vor allem bei Pilzbefall der Mundschleimhaut (Soor) hat Knoblauch seine Wirksamkeit bewiesen und kann zudem das Schöne mit dem Nützlichen verbinden. Zusätzlich zum Einreiben der befallenen Stellen mit einer Knoblauchzehe unterstützt der Genuss stark knoblauchhaltiger Speisen die Genesung.

Kokosöl hemmt den Pilz und bringt sanfte Linderung

Insbesondere bei Candida-Infektionen kann das fungizid wirkende Kokosöl die Symptome zurückdrängen. Zusätzlich bringt das pflegende Öl der gereizten, juckenden Haut Linderung. Trage es mehrmals täglich auf die befallenen Haut- und Schleimhautpartien auf. Auch bei einem Scheidenpilz kann Kokosöl zur natürlichen Intimpflege verwendet werden.

Tipp: Ein Deo aus Kokosöl und Natron verhindert nicht nur unangenehmen Körpergeruch, sondern beugt auch Pilzinfektionen der feuchten Achselhaut vor.

Die in Joghurt enthaltenen Bakterienkulturen besitzen pilztötende Eigenschaften und können einen Hautpilz zum Verschwinden bringen. Betupfe die pilzbefallene Haut damit und lasse das Ganze etwa 30 Minuten lang einwirken. Ein in Joghurt getauchter Tampon ist zudem für eine gesunde Bakterienbesiedlung der Scheide hilfreich und damit als Mittel gegen Scheidenpilz geeignet.

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Hautpilz-Behandlung unterstützen

Um den Hautpilz wirklich loszuwerden, ist es wichtig, die Behandlung lange genug fortzusetzen. Je nachdem, wie tief der Pilz in die Haut eingedrungen ist, kann es notwendig sein, das Mittel deiner Wahl bis zu acht Wochen lang nach Verschwinden der Symptome weiter anzuwenden.

Damit der Hautpilz nicht wiederkommt, kannst du zudem folgendes tun:

  • Pilze mögen eine feuchte Umgebung. Halte deine Haut warm und trocken, trockne dich nach dem Duschen gründlich ab und trage luftige Kleidung, um ihnen die Lebensgrundlage zu entziehen.
  • Wasche die mit der erkrankten Haut in Berührung gekommene Wäsche bei 60 °C, um Pilzsporen sicher abzutöten.
  • Achte insbesondere in Schwimmbädern und Saunen sowie auf öffentlichen Toiletten auf Hygiene.
  • Verwende milde, möglichst pH-neutrale Hautpflege- und -reinigungsmittel, um den Säureschutzmantel der Haut nicht zu beeinträchtigen.
  • Bestimmte Pilzarten können auch von Haustieren übertragen werden. Lass vom Tierarzt untersuchen, ob Hund oder Katze an einer Pilzinfektion leiden und sie bei Bedarf entsprechend behandeln.

Wenn der Pilz trotz konsequenter Behandlung nach mehreren Wochen nicht verschwunden ist oder immer wieder kommt, ist ein Arztbesuch anzuraten.

Tipp: Insbesondere immungeschwächte Personen werden häufiger von Pilzinfektionen heimgesucht. Du kannst dein Immunsystem auf natürliche Weise stärken und damit gleichzeitig den Pilz bekämpfen.

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Hast du schon einmal einen Hautpilz mit Hausmitteln bekämpft? Teile deine Erfahrungen und Tipps mit uns in einem Kommentar!

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Nagelpilz bei Kindern

Nagelpilz bei Kindern und Säuglingen ist ebenso wie in jedem anderen Alter möglich, betrifft bei diesen aber vor allem die Zehennägel. Schuhe, die schnell und unbemerkt zu eng werden, Schwimmbäder und Gemeinschaftsduschen in der Schule und nicht allzu gründliches Abtrocknen können zu einer Pilzinfektion führen. Auch angestoßene Nägel, Nagelkauen oder das Einreißen der Nagelplatte erhöhen das Infektionsrisiko, da derlei Schäden ideale Eintrittspforten für die Sporen bilden. Dazu stellt die Behandlung von Nagelpilz bei Kindern eine Herausforderung dar, kann mit den richtigen Mitteln aber dennoch schnell abgeschlossen sein.

Nagelpilz bei Kindern erkennen

Nagelpilz äußert sich beim Nachwuchs ebenso, wie bei Erwachsenen. Der betroffene Nagel verfärbt sich gelb und wird merklich dicker. Die Nagelplatte weist zudem oftmals deutliche Rillen auf und kann brüchig werden. Ist die Erkrankung schon fortgeschritten, kann die ärztliche Diagnose oftmals bereits auf den ersten Blick gestellt werden. Auch erste Anzeichen, zu denen alle Veränderungen am Nagel gehören, sollten aber ernstgenommen und von einem Arzt kontrolliert werden. Suchen Sie dazu einen Allgemeinmediziner, Kinder- oder Hautarzt auf.

Schulsport = erhöhtes Risiko

Vermuten Sie bei Ihrem Kind einen bestehenden Nagelpilz, sollten Sie umgehend einen der genannten Ärzte aufsuchen. Gerade bei Kindern ist das Risiko für Pilzinfektionen durch Schulsport und Turnbeutel, in denen Schuhe kaum zum Abtrocknen kommen, das Vergessen der Badeschuhe im Schwimmbad und fehlendes Abtrocknen zwischen den Zehen, erhöht. Hinzukommen häufigeres Anstoßen und enges Schuhwerk. Trotz allem war die Häufigkeit von Nagelpilz bei Kindern bisher vergleichsweise gering. Studien belegen aber, dass die Zahlen merklich steigen. Dennoch können Ärzte aufgrund der vermeintlich geringen Wahrscheinlichkeit einen Nagelpilz bei Kindern als vorrübergehende Nagelveränderung durch Verletzungen fehldiagnostizieren. Es empfiehlt sich daher, direkt einen erfahrenen Hautarzt aufzusuchen oder zumindest einen Abstrich des Nagels anfertigen zu lassen.

Den Nagelpilz bei Kindern richtig behandeln

Die Behandlung von Nagelpilz bei Kindern stellt eine Herausforderung dar, zum einen, da sie teils unangenehm ist und Geduld erfordert. Zum anderen bemerken sie die Veränderungen an den Nägeln häufig erst sehr spät. Es obliegt also Ihnen als Eltern, gerade bei besonders sportlichem Nachwuchs, den Zustand der Haut und Nägel regelmäßig zu kontrollieren. Zudem sollten Sie auf Mittel setzen, die sowohl bei Kindern angewendet werden können, als auch schnelle Therapieerfolge erbringen. Viele Antimykotika, also Medikamente, die gegen Pilze wirken und diese abtöten, sind für Kinder nicht zugelassen.

Nagelpilz im Kindesalter

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Trichophyton rubrum ist wie bei den Erwachsenen der häufigste Erreger

Nagelpilz ist auch im Kindesalter heute keine exotische Erkrankung mehr. Die Diagnose Nagelpilz wird in den letzten Jahren auch immer häufiger bei Kindern diagnostiziert.

Eine aktuelle Untersuchung zur Häufigkeit einer Nagelpilzerkrankung hat die Ergebnisse eines englischen Zentrallabors über den Zeitraum von März 2006 bis Oktober 2014 ausgewertet. Dabei wurden über 1400 Einsendungen von Nagelmaterial mit der Diagnose Nagelpilz von Kindern und Jugendlichen bis zum Alter von 17 Jahren erfasst und ausgewertet.

Die klinische Verdachtsdiagnose „Nagelpilz“ wurde in

  • 50% der Einsendungen mikroskopisch bestätigt
  • 36% der Einsendungen kulturell bestätigt
  • 35% der Einsendungen mikroskopisch & kulturell bestätigt.

Unter den drei möglichen Erregergruppen von Nagelpilz, nämlich Dermatophyten, Hefepilze und Schimmelpilze, wurden die Dermatophyten am häufigsten isoliert, gefolgt von dem Hefepilz Candida albicans mit 13% in der Altersgruppe der 0-5-jährigen und 3% der älteren Kinder. Schimmelpilze spielten eine unbedeutende Rolle und waren lediglich bei Kindern über 12 Jahren nachweisbar.

Wie bei den Erwachsenen war der am häufigsten isolierte Dermatophyt Trichophyton rubrum, der in 92% der Fälle isoliert werden konnte, gefolgt von Trichophyton interdigitale mit 4%.

Wie bei Erwachsenen stieg die Häufigkeit die Diagnose Nagelpilz mit dem Alter der Kinder. Als Ursache hierfür werden folgende Gründe aufgeführt:

  • langsameres Nagelwachstum
  • größere Nageloberfläche und somit ein höheres Risiko für Schädigungen der Nagelplatte und folgende Pilzbesiedelung
  • größere Wahrscheinlichkeit für Kontakt mit Pilzen durch Besuch öffentlicher Einrichtungen
  • eine höhere Auftretenshäufigkeit von Fußpilz, der, wenn er nicht behandelt wird, im Verlauf dann auch den Nagel infizieren kann

Zusammenfassend zeigte die Studie, dass auch im Kindesalter die Diagnose Nagelpilz heute regelmäßig gestellt wird. Das Erregerspektrum gleicht dem der Situation im Erwachsenenalter, so dass die Therapiestrategien übernommen werden können.

Fußpilz und Nagelpilz: Gefahr für Kinderfüße

Letzte Änderung: 19.12.2019
Zuletzt bearbeitet von Till von Bracht • Medizinredakteur Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

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Stiefel erhöhen das Risiko für Fußpilz und Nagelpilz. Bei Kindern werden die Hautinfektionen oft spät entdeckt.

Während fast jeder dritte Erwachsene an Fußpilz leidet, sind Kinder bis vor wenigen Jahren weitgehend von der Hautinfektion verschont geblieben. Das hat sich geändert. Inzwischen kommen bereits Kindergartenkinder mit Fußpilz oder Nagelpilz in die Hautarztpraxen. „Vor zehn Jahren hat man noch die ganze Klinik zusammengerufen, wenn man mal ein Kind mit Nagelpilz gesehen hat. Das war eine richtige Sensation. Heute kommt es immer wieder vor, dass schon Kinder zwischen drei und acht Jahren Pilznägel haben“, sagt die Münchner Dermatologin Dr. Christina Schnopp.

Mit ausgeprägten Fußpilz-Infektionen in die Arztpraxis

Diese Erfahrungen hat auch der Dermatologe und Mykologie-Experte Prof. Pietro Nenoff aus Leipzig gemacht. „Ich gehe davon aus, dass inzwischen 0,5 bis 1,5 Prozent aller Kinder von Nagelpilz betroffen sind. Das ist ganz schön viel“, sagt er. Bei Fußpilz ist die Zahl noch höher, Schätzungen liegen bei etwa zwei Prozent. Meist geht einem Nagelpilz nämlich eine Fußpilzinfektion voraus. Sie wird bei Kindern oft gar nicht oder erst spät entdeckt: „Darauf achtet man nicht“, sagt Nenoff. „Wenn die Kinder in die Praxis kommen, haben sie oft schon sehr ausgeprägte Nagelpilzinfektionen.“

Bei Pilzbefall verfärben sich die Nägel meist weißlich bis gelblich, später werden sie brüchig. Die Infektion ist zwar in der Regel harmlos. Dennoch sollte sie behandelt werden: „Das ist auch ein ästhetisches Problem. Einen Achtjährigen stört ein Nagelpilz vielleicht noch nicht, mit 16 sieht das aber anders aus“, sagt der Mykologe. Außerdem kann sich Nagelpilz auf die Füße ausbreiten und von dort auf die Hände übergreifen. Durch Pilzbefall entstehen manchmal auch schlecht heilende Wunden.

Kinder weniger anfällig für Fußpilz und Nagelpilz

Eigentlich sind Kinder weniger anfällig für Fußpilz, da sich ihre Haut schnell erneuert und die Nägel rasch wachsen. Dass sie trotzdem befallen werden, hat verschiedene Gründe. „Wahrscheinlich stecken sich die Kinder bei Erwachsenen an“, sagt Hautpilzexperte Prof. Martin Schaller von der Universitätshautklinik Tübingen. Hinter den meisten Fußpilz- und Nagelpilzinfektionen steckt die Fadenpilzart „Trichophyton rubrum“. Besonders groß ist die Ansteckungsgefahr, wenn ein Familienmitglied bereits Fußpilz hat. Bei Pilzerkrankungen spielt wohl auch die Veranlagung eine Rolle. Nenoff beobachtet nämlich oft „Nagelpilz-Familien“, in denen die Infektionen gehäuft vorkommen – möglicherweise wegen eines lokalen Immundefizits.

Kinder können sich aber auch im Schwimmbad oder im Sportverein anstecken. Wo Menschen barfuß gehen, befinden sich Hautschüppchen mit Pilzsporen. Sie haften sich an Füße an und können über Risse oder kleine Wunden in die Haut eindringen. Kinder, die viel Sport treiben, sind zusätzlich gefährdet, da sie sich schnell Blasen und Druckstellen an den Füßen holen. Dadurch findet der Pilz leichter eine Eintrittspforte.

Eine große Rolle spielen die Schuhe. „Je weniger atmungsaktiv die Schuhe sind, desto leichter bekommen die Kinder Käsefüße. Das begünstigt eine Fußpilz-Infektion“, sagt Nenoff. In die aufgeweichte Haut können Pilze gut eindringen. „Fast alle betroffenen Kinder haben Schweißfüße.“ Im Winter sollte man darauf achten, dass Kinder nicht stundenlang in dicken Winterstiefeln herumsitzen.

Tabletten sind für Kinder nicht zugelassen

Behandelt wird Fußpilz wie bei Erwachsenen über mehrere Wochen mit antimykotischen Cremes und Sprays. Nagelpilz ist sehr viel hartnäckiger. Antimykotische Nagellacke oder Tinkturen helfen den Dermatologen zufolge nur, wenn weniger als 50 Prozent des Nagels und nicht mehr als drei von zehn Zehen befallen sind. Sonst kommt man um eine Tablettenkur nicht herum. Moderne Antimykotika wie Terbinafin seien wirksam und gut verträglich, sagt Nenoff. Für Kinder sind diese Präparate aber nicht zugelassen, da Studien fehlen. Eltern müssen der Behandlung schriftlich zustimmen. Eine Alternative zu Anti-Pilz-Tabletten sieht der Experte bei starkem Befall nicht: Ätherische Öle wie Teebaumöl gelten allenfalls als schwach wirksam. Und eine Laser-Behandlung, die manchmal bei Erwachsenen eingesetzt wird, kommt für Kinder nicht in Frage, wie die Hautärztin Schnopp betont: „Das wäre viel zu schmerzhaft. Außerdem ist fraglich, wie effektiv diese Therapie überhaupt ist.“

Noch eine schlechte Nachricht: Nach einer erfolgreichen Behandlung kehrt der Nagelpilz oft wieder zurück. Die Rückfallquote liegt Nenoff zufolge bei 20 bis 25 Prozent. Deshalb müsse man die Nägel auch nach der Therapie gelegentlich mit einem Anti-Pilz-Lack behandeln.

Vorbeugen

Schuhe: Fußpilze lieben es feucht-warm. Schuhe sollten möglichst atmungsaktiv sein. Für die Schule sind im Winter Hausschuhe empfehlenswert.

Freizeit: Die Böden in öffentlichen Bädern und Sportvereinen sind oft stark mit Pilzsporen belastet. Eltern sollten Kinder dazu erziehen, dort Schlappen zu tragen. Nach dem Duschen sollte man darauf achten, dass Kinder die Füße, vor allem die Zehenzwischenräume, gut abtrocknen. Auf trockener Haut gedeihen die Pilze schlecht.

Hygiene: Socken und Handtücher, an denen Pilzsporen haften könnten, bei 60 Grad waschen. Strümpfe täglich wechseln. Wer Fußpilz hat, sollte auch Schuhe desinfizieren , etwa mit einem antimykotischen Spray.

Quellen

Gespräch mit Dr. Viktor Czaika, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Charité, Berlin, Nov. 2014′

Gespräch mit Prof. Dr. Pietro Nenoff, Labor für medizinische Mikrobiologie Mölbis, Nov. 2014

Gespräch mit Prof. Dr. Martin Schaller, Universitäts-Hautklinik Tübingen, Nov. 2014

Gespräch mit PD Dr. Christina Schnopp, Fachärztin für Dermatologie, Allergologie in München, Nov. 2014

Letzte inhaltliche Prüfung: 15.01.2015
Letzte Änderung: 19.12.2019

Mykosen bei Kindern

Pilzinfektionen bei Kindern sind häufig Grund für den Besuch in einer Hautarztpraxis. Etwa jedes dritte Kind ist in jungen Jahren von einer Pilzerkrankung betroffen. Die korrekte Diagnose und eine effektive Therapie erfahren die kleinen Patienten bei der Dermatologin oder dem Dermatologen.

Kinder sind häufiger als Erwachsene Opfer von Pilzinfektionen, da ihre natürliche Hautbarriere noch nicht voll ausgebildet ist und den Erregern nicht standhalten kann. „Abklärung und eine rasche Therapie sind besonders wichtig, um ein Fortschreiten der Infektion zu verhindern“, unterstreicht Prof. Dietrich Abeck vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen. Eltern, die angesichts der schuppenden, kreisförmigen Hautrötungen am Körper ihres Kindes panisch reagieren, kann der erfahrene Hautarzt beruhigen: „Pilzerkrankungen sind gut behandelbar und die modernen zur Verfügung stehenden Arzneimittel sind extrem nebenwirkungsarm. Sie werden von den betroffenen Kindern gut vertragen.“ Wichtig sei aber die Konsultation eines Dermatologen, denn unbehandelt schreitet die Infektion fort. Mykosen, so der Fachbegriff für Pilzinfektionen, sind ein Spezialgebiet der Hautärzte.

„Es genügt nicht allein die Diagnose ‚Pilzinfektion‘. Auch eine Erregerdiagnostik sollte vorgenommen werden, um den Ursprung der Erkrankung sicher eingrenzen zu können und so eine erneute Infektion zu vermeiden“, erläutert der Münchener Dermatologe. „Eine solche Diagnose kann nur im hautärztlichen Labor erfolgen.“

Die häufigsten Auslöser seien infizierte Haustiere, mit denen die Kinder schmusen oder sie streicheln und so die Pilzsporen auf ihre Haut übertragen. „Etwa zehn Prozent aller Hauskatzen tragen die Pilzerreger im Fell, auch Meerschweinchen sind häufig der Überträger der Infektion“, klärt Abeck über den Ubertragungsweg der weit verbreiteren Krankheitserreger auf. Diese sogenannten Dermatophyten sind für die am häufigsten auftretende Pilzinfektion verantwortlich, die Tinea corporis (Pilzinfektion am Körper).

Durch Tiere übertragene Pilzerkrankungen gehen häufig mit Juckreiz einher. Durch Kratzen findet der Erreger weitere Verbreitung auf dem Körper, neue Infektionsherde können entstehen. „Das kann dazu führen, dass eine oberflächliche Therapie mit einer pilztötenden Creme nicht mehr ausreicht, sondern ein Antimykotikum in Tablettenform eingenommen werden muss“, erklart Abeck. Eine äußerliche und innerliche Behandlung ist auch grundsätzlich bei der weniger häufig vorkommenden Tinea capitis, dem Kopfpilz, notwendig. „Bei einer solchen Pilzerkrankung kommt es zu Haarausfall in kreisrunden, scharf abgegrenzten Arealen. Hier ist eine genaue Diagnostik mit Laboruntersuchung erforderlich, um den Erreger zu klassifizieren”, so Abeck.

In seiner Münchner Praxis erlebt der Hautarzt nicht selten, dass Kinder mit einer falschen Diagnose und einer daraus resultierenden erfolglosen Behandlung vom Haus- oder Kinderarzt zu ihm kommen. „Die weniger mit dem Hautorgan vertrauten Kollegen halten etwa das so genannte nummulare Ekzem für eine Tinea corporis, da auch diese entzündliche Hautreaktion durch runde, schuppende Rötungen gekennzeichnet ist. Erster Ansprechpartner bei plötzlich auftretenden Hautveränderungen sollte daher der Dermatologe sein“, empfiehlt Prof. Abeck.

Auch unbehandelte Nagelmykosen der Eltern sind laut Prof. Abeck ein häufiger Auslöser für die Pilzinfektion eines Kindes. „Die Erreger lauern besonders häufig im Badezimmer oder im Teppich, und so werden auch die Kinder von den ansteckenden Pilzsporen erreicht. Infektionsherde sind nicht etwa die häufig in Verdacht stehenden Schwimmbäder, sondern das heimische Umfeld“, so Abeck. Daher rät er auch den Eltern, auf ihre Nägel zu achten und bei Veränderungen dringend einen Hautarzt aufzusuchen, um eine mögliche Nagelmykose behandeln zu lassen: „Von selbst geht eine Pilzinfektion der Nägel nicht weg, und das Ansteckungsrisiko für die Kinder bleibt hoch“, so Abeck.

Die Erreger von Hautpilzen können jede Körperregion befallen: Füsse, Nägel, Kopf, Arme, Beine, Oberkörper.

Hautpilze werden nach Art des Erregers in drei Gruppen eingeteilt, das sogenannte DHS-System:

  • D steht für „Dermatophyten“. Dabei handelt es sich um sogenannte Fadenpilze, die für gut zwei Drittel aller Pilzerkrankungen verantwortlich sind. Fadenpilze ernähren sich vom Eiweiss Keratin, das sich in Haaren, Nägeln und der Hornschicht der Haut befindet. Sie verursachen meist oberflächliche Erkrankungen. Zu den typischen Anzeichen gehören Hautrötungen, Juckreiz und teilweise Schuppen. Die häufigste Form ist der Fusspilz. Die Erkrankungen können grundsätzlich an allen Hautstellen auftreten. Bevorzugt entstehen sie an feuchten, warmen Orten wie Hautfalten oder in den Zehenzwischenräumen. Dermatophyten können auch Nägel befallen, also Nagelpilz verursachen. An der Kopfhaut und an anderen Stellen mit Haarwuchs, besonders im Bereich von Bartwuchs, können Pilzinfektionen tiefer gehen. Dann erscheinen oft kleine starke Rötungen, Knötchen oder Pusteln, Krusten und Eiter. Pilzinfektionen durch Dermatophyten treten auch bei sonst gesunden Menschen auf. Sie infizieren sich über direkten Kontakt zu befallenen Personen oder über die Berührung von Gegenständen, die gemeinsam mit Erkrankten benutzt werden, wie zum Beispiel Handtücher oder feuchte Böden in Schwimmbädern. Auch Haustiere wie Hunde und Katzen übertragen die Fadenpilze.
  • H steht für „Hefepilze“ (auch Sprosspilze genannt). Sie sind für rund ein Viertel der Pilzerkrankungen verantwortlich. Häufigster Erreger ist der Hefepilz Candida albicans, der ganz natürlich auf Schleimhäuten, etwa in Mund und Scheide, und im Verdauungstrakt zu finden ist. Namen für Pilzerkrankungen durch Candida sind Candidose und Soor. Sie können entstehen, wenn das Gleichgewicht der Keime auf oder im Körper gestört ist, zum Beispiel durch Hormonpräparate wie die Antibabypille, Antibiotika, Immunschwäche oder Medikamente, die die Immunabwehr hemmen (z.B. Kortison).
  • S steht für „Schimmelpilze“. Sie verursachen etwa eine von zwanzig Pilzerkrankungen, am ehesten solche der inneren Organe bei Menschen mit sehr stark geschwächtem Immunsystem. Erkrankungen an Haut, Schleimhäuten oder Nägeln durch Schimmelpilze sind möglich, aber selten. In der Regel haben Betroffene die Erreger mit der Atemluft oder mit Speisen aufgenommen. Die Infektionen breiten sich rasch im Körper aus und können tödlich verlaufen.

Die verschiedenen Erreger verursachen unterschiedliche Hautpilzerkrankungen. Fadenpilze zum Beispiel sind unter anderem verantwortlich für:

  • Fusspilz (Tinea pedis): häufigste Pilzinfektion
  • Nagelpilz (Onychomykose, Tinea unguium): zunehmende Häufigkeit mit dem Alter
  • Hautpilz am Rumpf (Ringflechte, Tinea corporis): kreisförmige Hautrötungen, teilweise mit Schuppen
  • Leistenpilz (Tinea inguinalis): kann sich auf Hodensack und Gesäss ausbreiten
  • Hautpilz auf der behaarten Kopfhaut (Tinea capitis): häufig bei Kindern, unter denen er sich zum Beispiel im Kindergarten oft schnell verbreitet
  • Hautpilz im Bereich des Bartwuchses (Tinea barbae): schuppige, rote Hautstellen und Pusteln, der Erreger wird beim Rasieren auf weitere Hautpartien verbreitet

Die Fadenpilzerkrankungen auf dem Kopf und im Bereich des Bartwuchses sind sogenannte tiefer gehende Dermatophytosen. Die Erreger können entlang der Haarwurzel tiefer in die Haut eindringen als bei den oberflächlichen Fadenpilzerkrankungen. Dadurch kommt es häufig zu entzündeten und verkrusteten Hautarealen. Die Gefahr ist gross, dass hier zusätzlich Bakterien eindringen und eine weitere Infektion hervorrufen.

Hefepilze sind unter anderem verantwortlich für:

  • Scheidenpilz (Scheidensoor, Vaginalsoor): verbreitete Geschlechtserkrankung, meist verursacht durch den Erreger Candida albicans
  • Eichelpilz (Penispilz, Balanitis): verbreitete Geschlechtserkrankung, meist verursacht durch den Erreger Candida albicans
  • Mundpilz (oraler Soor): Candida-Infektion der Schleimhäute im Mund, häufig bei Babys und Kleinkindern anzutreffen
  • Pityriasis versicolor (Tinea versicolor, Kleienflechte): harmlose Hautpilzerkrankung durch den Hefepilz Malassezia furfur, die zu auffällig dunklen oder hellen Hautflecken führt und im Gegensatz zu den anderen Pilzarten nicht ansteckend ist
  • Darmpilz: Erkrankung meist durch übermässiges Wachstum von Candida albicans mit sehr unterschiedlichen Symptomen wie zum Beispiel Blähbauch, Bauchschmerzen, Völlegefühl, Juckreiz

Schimmelpilze sind nur selten Verursacher von Hautpilzerkrankungen. Sie können allerdings genauso wie Hefepilze innere Organe befallen und dadurch eine schwere systemische Mykose auslösen.

Hautpilz – nicht gefährlich, aber unangenehm

2. Mai 2016 6 Min.

Juckende, gerötete und trockene Hautstellen sind erste Anzeichen für Hautpilz. Diese Hautkrankheit ist nicht gefährlich, aber äußerst unangenehm und in manchen Fällen auch sehr hartnäckig. Hautpilzinfektionen sind Entzündungen, die durch Fadenpilze (Dermatophyten), Schimmelpilze und Hefepilze verursacht werden können. Hautpilz wird in der Medizin auch Mykose genannt. Die ansteckenden Krankheitserreger dieser Infektionskrankheiten können von anderen Mensch oder auch von Tieren übertragen werden.

Hautpilzarten

Die Ansteckung erfolgt entweder durch direkten Körperkontakt oder indirekt durch das Berühren von Gegenständen, die mit dem Pilz kontaminiert sind. Besonders wohl fühlen sie sich in einem dunklen, feuchten und warmen Milieu. Sie sind jedoch in der Lage, sich ihrer Umgebung anzupassen. Hautpilze können erhebliche Schäden verursachen, wenn sie nicht behandelt werden und sich unkontrolliert ausbreiten. Grundsätzlich unterscheidet man verschiedene Typen des Hautpilzes. In der Dermatologie ist die Unterscheidung nach Arten der Erreger gebräuchlich. Diese sind Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilze – das sogenannte DHS-System.

1. Dermatophyten

Dermatophyten sind Fadenpilze. Die Sporen werden durch Infektionen übertragen und nisten sich auf der Haut oder in Haaren oder Nägeln ein. Ihre Nahrung ziehen sie aus Keratin, einer Hornsubstanz. Der durch Dermatophyten bedingte Hautpilz ist deshalb nur oberflächlich anzutreffen. Diese Form zählt zu den verbreitetsten Hautpilzen.

Dermatophyten treten als Fuß- oder Nagelpilz in Erscheinung. Fußpilz zeigt sich zuerst zwischen den Zehen und führt zu Juckreiz, Brennen, Rötungen und verursacht rissige Hautpartien. Das befallene Areal verfärbt sich weißlich, es entstehen Bläschen und es kann sich ein unangenehmer Geruch bilden.

Nagelpilz befällt vorwiegend Fußnägel, manchmal auch Fingernägel. Symptomatisch für Nagelpilz sind weiß-gelblich verfärbte Nägel, die sich mit der Zeit verdicken und porös werden. Nur eine konsequente, langfristige Behandlung führt zum Erfolg.

Dermatophyten werden in drei Unterkategorien unterteilt:

  • Epidermophyten infizieren die Hornschichten der Oberhaut, der Epidermis. Am häufigsten treten sie als Fußpilz in Erscheinung.
  • Die Trichophyton-Art tritt ebenfalls in der Hornhaut auf, kann sich aber auch in Haarfollikeln und dem angrenzenden Bindegewebe sowie auf den Nägeln ansiedeln. Sie sind die Ursache für Nagelpilz und Kopfpilz.
  • Die dritte Art ist das Microsporum. Es befällt die Kopfhaut und löst die sogenannte Mikrosporie aus.

2. Hefepilz Candida

Candida ist ein Hefepilz, der am häufigsten als Pilzinfektion der Scheide (Vaginalmykose) in Erscheinung tritt. Da sich Candida auf Schleimhäuten wohl fühlt, kann sich dadurch auch Darmpilz oder eine Pilzerkrankung des Mund- und Rachenraums entwickeln. Eine Candida-Infektion in der Scheide verursacht ein unangenehmes Brennen und Jucken. Symptomatisch ist ein grau-weißlicher Ausfluss und Schmerzen beim Wasserlassen oder Geschlechtsverkehr. In der Regel breitet sich Candida nicht übermäßig aus und kann keinen Schaden verursachen. Diese Krankheitserscheinung wird mit einem Antimykotikum (Antipilzmittel) therapiert, das meist innerlich und äußerlich angewendet werden kann.

Systemische Mykose oder Schimmelpilz

Die gefährlichste Pilzerkrankung ist die systemische Mykose, der Schimmelpilz. Hierbei gelangen die Erreger in den Blutkreislauf und befallen innere Organe. Die systemische Mykose tritt selten auf. Gefährdet sind hier ganz besonders Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Ansteckungsgefahr

Besonders die lokalen Mykosen wie Fuß- und Nagelpilz werden von Mensch zu Mensch übertragen, meist durch Sporen, die sich in kleinen Hautschuppen befinden. Ansteckungsgefahr besteht deshalb ganz besonders dort, wo sich Personen barfuß bewegen und die Umgebung perfekte Voraussetzungen für Pilze darstellt. Diese Orte sind zum Beispiel Saunen und Schwimm- oder Hotelbäder. Ist die Haut vorgeschädigt oder die Abwehr geschwächt, haben Pilzinfektionen ein leichtes Spiel.

Symptome von Hautpilz

Hautpilz lässt sich an geröteten und scharf begrenzten Hautarealen erkennen, die Schuppen und nässende Bläschen bilden.

Typische Symptome für Hautpilze, insbesondere Dermatophyten, sind juckende, leicht gerötete und schuppende Hautbereiche, auf denen sich auch nässende Bläschen bilden können. Auch wenn der Juckreiz unerträglich scheint, sollte man Kratzen vermeiden. Dadurch besteht nämlich die Gefahr, dass sich kleine Wunden bilden und sich der Hautpilz über die Finger auf andere Körperstellen oder in tiefere Hautschichten ausbreitet.

So behandeln Sie Hautpilz

Mykosen, die nur auf der Oberfläche der Haut auftreten, werden in den meisten Fällen äußerlich mit einem Antimykotikum behandelt, meist als Salbe oder Tinktur.

Ist die Pilzinfektion sehr stark oder breitet sich weiter aus (auch auf innere Organe), muss das Antimykotikum oral verabreicht werden. Jedoch sollten Sie das Medikament nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind, stillen oder an Allergien oder Lebererkrankungen leiden. Sprechen Sie unbedingt mit einem Arzt über die Therapie.

Bei vielen Pilzinfektionen ist die Behandlung eine langwierige Prozedur. So muss beispielsweise bei Nagelpilz so lange therapiert werden, bis das befallene Nagelgewebe herausgewachsen ist.

Was sind die Symptome von Hautpilz?

Ob es sich bei Ihren Symptomen tatsächlich um Hautpilz handelt, kann nur ein Arzt feststellen. Da es diverse unterschiedliche Erreger für Hautpilz gibt, können auch die Symptome stark variieren.

Im Gesicht ist die Haut bei einem Hautpilz oft stark gerötet, juckt und schuppt sich. Tritt ein Hautpilz an den Händen auf, können hier auch trockene Bläschen entstehen. Die Haut ist stark verschuppt und die Stellen können jucken. Außerdem kann die Haut auffällige Risse vorweisen. Die Kleienpilzflechte hat die Besonderheit, dass sich hier auch farbliche Veränderungen auf der Haut zeigen können. Diese können sich je nach Bräunungsgrad der Haut als weiße oder dunkle Flecken zeigen.

Auch interessant: Wie Sie Nagelpilz effektiv behandeln

Wenn Sie Veränderungen an Ihrer Haut feststellen, sollten Sie auf jeden Fall einen Dermatologen aufsuchen. Dieser kann einen Pilzbefall mit einer mikroskopischen Untersuchung feststellen. Bei der Form des Hautpilzes wird dann zwischen Fadenpilz, Hefepilz oder Schimmelpilz unterschieden.

Welche Hausmittel gegen Hautpilz gibt es?

Die Hausmittel sollen die Haut beruhigen und den Juckreiz lindern. Verzichten Sie bei Hautpilz auf aggressive Kosmetika und nutzen Sie stattdessen nur sanfte Pflege und lauwarmes Wasser auf Ihrer Haut.

Apfelessig

Geben Sie etwas Apfelessig auf ein Wattepad und tupfen Sie damit die betroffene Hautpartie ab. Sie können auch ein Bad in Apfelessig nehmen. Dazu einfach einen Liter Apfelessig in ihre Badewanne geben und den Rest mit warmen Wasser auffüllen. Der Apfelessig tötet Pilzsporen und lindert den Juckreiz. Achtung: Nutzen Sie Apfelessig nicht zu oft, da er die Haut sonst zu stark austrocknen kann.

Knoblauch

Dieses Hausmittel ist ebenfalls besonders effektiv und kann unterstützend zu anderen Maßnahmen benutzt werden. Die Knoblauchzehe einfach aufschneiden und mit der offenen Seite über die Haut sanft reiben.

Naturjoghurt

Mit einem Einweglöffel den Naturjoghurt auf die Hautpartie schmieren. Etwa 15 Minuten einwirken lassen und dann unter laufendem Wasser wieder abspülen. Der Naturjoghurt kühlt die Haut und lindert Juckreiz. Wichtig: Nehmen Sie wirklich nur natürlichen Joghurt ohne Zusätze wie Zucker und Ähnliches.

Sehen Sie in diesem Video außerdem fünf Tipps gegen Fußpilz (Artikel wird unter dem Video fortgeführt)

Zimt

Zimt haben Sie sicherlich im Küchenschrank. Das Gewürz hilft gegen Pilze und kann in Form eines Bades als Hausmittel gegen Hautpilz eingesetzt werden. Dazu einfach eine halbe Tasse Zimt (in Pulverform) in ein Vollbad geben und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Darin für bis zu 20 Minuten baden.

Kokosöl

Kokosöl ist besonders einfach anwendbar, denn Sie streichen das Öl einfach nur über die Haut: Achtung: Vorher und danach unbedingt die Hände waschen.

Teebaumöl

Auch beim Teebaumöl können Sie einfach einen Wattebausch tränken und damit dann über die Haut tupfen.

Lesen Sie hier, bei welchem Problem Teebaumöl auch hilft.

Pilzinfektionen (Hautpilz, Nagelpilz)

Symptome bei Fußpilz
• Risse in den Zehenzwischenräumen
• Haut ist rot bis weißlich
• es treten rote schuppige Hautstellen auf
• Symptome können sich auf ganzen Fuß ausbreiten

bei Nagelpilz
• Nägel sind gelblich gefärbt
• Nägel werden dicker und brüchig
bei Hautpilz an anderen Körperregionen
• ringförmige, rote Stellen, die im Gegensatz zur restlichen Haut leicht erhaben sind
bei einem Pilzbefall auf der Kopfhaut
• Haarausfall an der betroffenen Stelle
• geschuppte, gerötete Hautstelle
• die betroffene Stelle kann nässen
Ansteckungsgefahr
je nach Pilzart unterschiedlich, kann sehr hoch sein (Bsp: Fußpilz)
Erklärung
Hautpilz und Fußpilz werden von den so genannten Fadenpilzen erregt. Davon gibt es viele Arten, übertragen werden Sie beispielsweise durch Fußböden und Schwimmbäder (Fußpilz), von Haustieren oder anderen Menschen.
Behandlung
Hautpilze sind weitgehend mit speziellen Salben und Lotionen in den Griff zu kriegen. Bei stärkerem Ausmaß kann zusätzlich eine medikamentöse Behandlung von Nöten sein. Wichtig ist, dass die Therapie langfristig (4 bis 6 Wochen) durchgehalten wird. Lassen Sie sich dazu in der Apotheke oder von Ihrem Arzt beraten.
Zur Schule oder in den Kindergarten kann Ihr Kind übrigens trotzdem gehen – wenn der Hautpilz oder Fußpilz wirksam behandelt wird, ist er schnell nicht mehr ansteckend.
Vorbeugen
Versuchen Sie bei einer Pilzerkrankung in der Familie bestimmte Hygienemaßnahmen zu ergreifen und einzuhalten. So sollten Kleidung und Schuhwerk luftdurchlässig sein, da besonders feuchte Haut eine gute Grundlage für Pilze ist.
Das Gleiche gilt für Duschen und Baden. Danach sollte Ihr Kind sich gründlich abtrocknen, besonders auch zwischen den Zehen
Hat Ihr Kind einen Haut- oder Fußpilz sollte es immer separate Handtücher verwenden, um eine Ansteckung zu vermeiden
Bei Fußpilz nicht barfuß herumlaufen!

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