Nach eisprung ziehen

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Mittelschmerz

Veröffentlicht von cyclotest 09.01.2020 Kategorie(n): Mein Babywunsch, Mein Zyklusgeschehen, Wissenswertes

Was ist der Mittelschmerz?

Der Mittelschmerz tritt normalerweise um den Eisprungtag herum auf. Man nennt ihn daher auch Ovulationsschmerz. Da der Mittelschmerz bei einer regelmäßigen Periode ungefähr in der Mitte des Zyklus gespürt wird, wird er auch als Intermenstrualschmerz bezeichnet.

Gehörst Du auch zu den Frauen, die ein Ziehen oder Stechen im Unterleib zum Zeitpunkt des Eisprungs spüren? Nicht bei jeder Frau tritt er auf, der sogenannte Mittelschmerz. Wir erklären Dir, wie Du ihn erspüren kannst, wann er auftritt und wie der Mittelschmerz Dir bei der Bestimmung der fruchtbaren Phase helfen kann.

Der weibliche Körper weist durch viele unterschiedliche körperliche und psychische Beschwerden auf den Eisprung hin. Der Mittelschmerz ist dabei ein sekundäres Zeichen der Fruchtbarkeit, das die befruchtungsfähigen Tage im Menstruationszyklus zusätzlich zur Basaltemperatur und dem Zervixschleim bestätigen kann. Das bedeutet, dass der Mittelschmerz alleine nicht ausreicht, zuverlässig den Eisprungtag zu bestimmen.1,2

Mittelschmerz: Symptome

Der Mittelschmerz macht sich durch Beschwerden im Unterleib bemerkbar und kann einen bis mehrere Tage andauern. Es kann sich auch um ein Ziehen oder einen krampfartigen Schmerz handeln, der nur einige Sekunden, Minuten oder auch Stunden anhalten kann und sich entweder im rechten oder linken Unterbauch bemerkbar macht.2

Manche Frauen spüren ganz genau, wo der Schmerz herkommt – mal links oder mal rechts im Eierstock. Selten wird er auf beiden Seiten gleichzeitig gespürt. Es gibt Frauen, die keinen Schmerz verspüren, andere leiden über mehrere Stunden hinweg an starken, krampfartigen Schmerzen.

Jede Frau, die den Mittelschmerz erlebt, beschreibt den Schmerz etwas anders. Meist wird er eindeutig links oder rechts im Unterbauch gefühlt. Manche Frauen spüren auch ausstrahlende Schmerzen in Rücken und Beinen sowie als drückendes Gefühl im Dammbereich.4

Wenn die Unterleibsschmerzen auf einer bestimmten Seite gespürt werden können, stimmt dies vielfach mit der Seite überein, auf der der Eisprung stattfindet. Die Seite kann dabei monatlich wechseln. Auch beschwerdefreie Monate können auftreten.3

Wann findet der Mittelschmerz statt?

Die Symptome des Mittelschmerzes treten um den Eisprungzeitpunkt in Erscheinung, d. h. von bis zu wenigen Tagen davor oder auch kurz danach. In den meisten Fällen spüren Frauen sie einen Tag vor dem Eisprungtermin.

Bringt man sie als eines der verschiedenen Eisprung-Symptome damit in Verbindung, so kann man davon ausgehen, dass der Mittelschmerz etwa 2 Tage vor dem Temperaturanstieg stattfindet.5 Er tritt oft parallel zu Ovulationsblutungen auf. Dies ist eine Blutung, wahrscheinlich ausgelöst durch die spontanen Hormonschwankungen.6

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Das Auftreten des Mittelschmerzes kann mit cyclotest mySense und cyclotest myWay dokumentiert werden. So erkennst Du einen eventuellen Zusammenhang zwischen Mittelschmerz und dem Eisprung.

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Was löst die Eisprungschmerzen aus?

Die Ursachen des Schmerzes sind nicht eindeutig geklärt. Wissenschaftler haben folgende Auslösemechanismen herausgefunden:

  • Spannung auf das Gewebe durch die wachsende Eizelle:
    Die Symptome können auf eine Kapselspannung im Eierstock zurückgeführt werden, wenn der Follikel rasch wächst. Follikel sind Eibläschen, in denen sich jeweils eine Eizelle befindet.7
  • Platzendes Eibläschen:
    Ursache könnte das Platzen des Eibläschens bzw. Follikels bei der Ovulation sein.8
  • Bauchfell wird gereizt:
    Durch die aus dem Eibläschen austretende Flüssigkeit könnte das Bauchfell gereizt werden. Eine schmerzhafte Reizung des Bauchfells könnte daher damit im Zusammenhang stehen.1
  • Kontraktion der Eileiter:
    Nach dem Follikelsprung ziehen sich die Eileiter zusammen. Damit helfen sie dem Ei, sich in Richtung Gebärmutter zu bewegen. Diese Kontraktion kann zu Schmerzen, Stechen und Krämpfen führen.

Mittelschmerz als Zeichen der Fruchtbarkeit?

Viele Frauen fragen sich, ob sie den Mittelschmerz nutzen können, um den Ovulationszeitpunkt zu bestimmen. Zum Schwangerwerden oder auch zur natürlichen Verhütung kann er zur zusätzlichen Beurteilung der primären Symptome sehr wohl nützlich sein.

Zeigt der Mittelschmerz den Eisprungtag an?

Viele Frauen sind der Meinung, dass es einen deutlichen Zusammenhang zwischen Mittelschmerz und Eisprungtag gibt. Viele glauben, wenn man den Mittelschmerz spürt, dann findet der Eisprung statt. Dies ist allerdings häufig nicht der Fall.

Studie über Mittelschmerz & Eisprungzeitpunkt

Der Mittelschmerz tritt individuell unterschiedlich auf, wie die nachfolgende Grafik zeigt:

Zusammenhang zwischen Mittelschmerz und Eisprungzeitpunkt | Grafik: Eigene Darstellung nach Freundl G. et al. 1991 (12)

In dieser Studie wurden 26 Frauen nach ihrem Mittelschmerz gefragt. Der Eisprung wurde per Ultraschall und LH-Messung festgestellt. Auf der y-Achse sind 26 Frauen aufgeführt, auf der x-Achse die Zyklustage vor und nach dem Eisprungtag. Ein roter Punkt bedeutet, dass der Mittelschmerz genau zu diesem Zeitpunkt wahrgenommen wurde; ein Pfeil bezeichnet die Zeitspanne, während der er gefühlt wurde.

Die Grafik verdeutlicht, dass nur 5 von 26 Frauen den Mittelschmerz tatsächlich am Eisprungtag gespürt haben. Bei 15 von 26 Frauen war der Mittelschmerz bereits spätestens einen Tag vor dem Eisprung beendet. Meist ist die Dauer des Schmerzes nur kurz. Sehr selten wird er über mehrere Tage oder gar einer Woche gespürt. Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass es sich beim Mittelschmerz häufig um ein Ereignis handelt, dass mit dem Östrogenmaximum und -abfall kurz vor dem Eisprung einhergeht.12

Mittelschmerz: Korrelation mit Eisprungzeitpunkt

Die Frage, ob der Mittelschmerz tatsächlich den Sprung des Eis anzeigt, muss man mit „Nein“ beantworten. Die Gründe liegen darin, dass man die zeitliche Verbindung zwischen dem Mittelschmerz und dem Ovulationstermin nicht präzise festlegen kann und jede Frau die Symptome individuell verspürt. Eine exakte Aussage zum Eisprungtag kann der Mittelschmerz somit nicht liefern, sondern lediglich eine ungefähre.1

Mittelschmerz: Anzeige der befruchtungsfähigen Tage?

Mittelschmerzen können bei der Identifizierung der Fruchtbarkeit durchaus unterstützen. Dies kann vor allem sehr hilfreich sein, wenn Du einen Kinderwunsch hast, da während dieser Phase die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung besonders hoch ist.

Mittelschmerz und Sex

Wenn Du schwanger werden möchtest, so ist es durchaus sinnvoll, sich nach dem Mittelschmerz zu richten. Einerseits hat sich gezeigt, dass der Mittelschmerz meist vor dem Eisprungtermin gespürt wird. Gleichzeitig ist der größere Abstand vor dem Eisprungtag von Vorteil, da die Wahrscheinlichkeit, wann man schwanger werden kann, 1 bis 2 Tage vor dem Eisprung am größten ist.

Mittelschmerz ist Sekundärsymptom

Als zuverlässiges Symptom zur Verhütung sind Unterleibsbeschwerden dieser Art jedoch nicht anzusehen, da sowohl Zeitpunkt als auch Intensität variieren können. Zudem tritt er nur bei einem Teil der Frauen regelmäßig auf.

Der Schmerz rund um die Mitte des Menstruationszyklus stellt das bedeutsamste Nebenmerkmal der Fruchtbarkeit dar. Da der Mittelschmerz aber nicht von allen Frauen gespürt wird und auch zeitlich nicht einheitlich im Zyklus auftritt, wird er nicht zu den primären Symptomen gezählt.

Setzt man diesen in Kombination mit dem Zervixschleim oder der Basaltemperatur ein, so kann die fertile Phase auf wenige Tage eingegrenzt werden.

In Kombination mit eisprungsicheren Symptomen können Ovulationsschmerzen die Auswertung zusätzlich untermauern, ob das Ziel nun eine Schwangerschaft oder die Empfängnisverhütung ist.5

Mittelschmerz überwachen

Wenn Du die fruchtbare Phase zuverlässig bestimmen möchtest, kann Dich cyclotest mySense unterstützen. Die App erlaubt Dir zusätzlich zur Eingabe primärer Symptome die Dokumentation verschiedener zyklusrelevanter Zeichen wie den Mittelschmerz. Damit kannst Du erkennen, ob Du zu den Frauen gehörst, die regelmäßig einen Schmerz spüren.

Mittelschmerz: Starke, schwache oder keine Schmerzen?

Der Mittelschmerz ist ein natürlicher Schmerz und bedarf grundsätzlich keiner Behandlung. Ovulationsschmerzen sind normalerweise gesundheitlich unbedenklich. Treten allerdings sehr starke Schmerzen auf, könnte das eventuell für Verunsicherung sorgen.

Gleichzeitig finden es einige Frauen bedenklich, wenn sie überhaupt keine Schmerzen oder Ziehen spüren oder dies nicht jeden Monat.

Was hilft bei starken Eisprungschmerzen?

Manche Frauen leiden an heftigen Ovulationsschmerzen in der Zyklusmitte. Wenn die Beschwerden so spontan wieder abnehmen wie sie aufgetreten sind oder sich wieder rasch abschwächen, so kann man davon ausgehen, dass es sich um den „regulären Mittelschmerz“ handelt. Hier gibt es symptomatische Therapiemöglichkeiten.6

Erste Hilfe bei starken Mittelschmerzen

Ruhe und Wärme, zum Beispiel mittels Wärmflasche, können Dir helfen, wenn Dich Mittelschmerzen plagen. Medikamente und Schmerzmittel können Linderung schaffen. Doch auch Heilpflanzen, die man in Form von Tee einnehmen kann, sollen regulierend wirken. Dazu zählen Frauenmantel oder Gänsefingerkraut.9

Weitere Therapien bei starken Eisprungschmerzen

Für Frauen, die von sehr heftigen Schmerzen betroffen sind, kommen als Therapieform Medikamente wie Ovulationshemmer (zum Beispiel die Pille) in Frage. Alternativ können GnRH-Analoga helfen, z. B. Buserelin, Synrelin oder Dekapeptyl. GnRH-Analoga sind synthetisch hergestellte Derivate des natürlichen Gonadotropin-Releasing-Hormons, welches die Bildung der Hormone LH und FSH hemmt.

Daher gibt es für Frauen, die sich ein Baby wünschen, die Möglichkeit, Prostaglandinhemmer einzunehmen, um die Mittelschmerzen zu lindern. Es könnte jedoch sein, dass auch diese die Ovulation verhindern, was eine Befruchtung ebenfalls ausschließen würde.11

Sollten diese zu keiner Linderung des Schmerzes führen, muss der Frauenarzt prüfen, ob eine andere Erkrankung vorliegt. Es könnte sich beispielsweise auch um eine Blinddarmentzündung oder Entzündung des Eierstocks handeln.10 Bitte kläre starke Schmerzen unklarer Ursache mit Deinem Arzt ab.

Was ist, wenn ich den Mittelschmerz nicht spüre?

Mache Dir keine Sorgen, wenn du den Ovulationsschmerz nicht fühlst oder nicht in jedem Zyklus. Nur etwa 30–40 % der Frauen spüren diesen besonderen Schmerz. Wenn Du diese Erscheinung bei Dir also bisher nicht beobachten konntest, ist das völlig normal und sollte Dich nicht beunruhigen.5 Es bedeutet nicht, dass bei Dir kein Eisprung stattgefunden hat.

Mittelschmerz nicht mit anderen Schmerzen verwechseln!

Auch andere Schmerzen können im Laufe des Zyklus oder bei bestimmten Gegebenheiten auftreten, welche nicht mit dem Mittelschmerz verwechselt werden sollten:

Schmerzen im Menstruationszyklus

Während dem Andocken der befruchteten Eizelle in der Gebärmutterwand fühlen manche Frauen einen ähnlichen Schmerz wie beim Mittelschmerz. Von der Art des Schmerzes ist er demnach nicht klar abzugrenzen. Allerdings tritt der Einnistungsschmerz zeitlich ca. 4–7 Tage nach dem Eisprung auf.

Anders als Menstruationsschmerzen treten Mittelschmerzen eher einseitig auf. Typische Unterleibsschmerzen sind zudem oftmals stärker und treten regelmäßiger in Erscheinung. Menstruationsschmerzen unterscheiden sich natürlich auch in ihrem zeitlichen Auftreten. Der Mittelschmerz macht sich in etwa in der Zyklusmitte bemerkbar, während Beschwerden während der Menstruation am Zyklusbeginn auftauchen.

Schmerzen aufgrund von Erkrankungen

Der Mittelschmerz ist vollkommen harmlos und nicht krankhaft. Bei Endometriose können ebenfalls regelmäßig wiederkehrende Schmerzen auftreten, die mit dem Mittelschmerz verwechselt werden können. Endometriose ist allerdings eine Erkrankung, bei der Gebärmutterschleimhaut sich auch außerhalb der Gebärmutter bildet.

Im Gegensatz zur Blinddarmentzündung, die nur rechts im unteren Bereich des Bauches zu spüren ist, kann der Mittelschmerz wechselweise einmal links und das nächste Mal rechts auftreten. Außerdem geht eine Blinddarmentzündung oft mit Appetitlosigkeit, Erbrechen und leichtem Fieber einher.

Auch eine Bauchfellreizung lässt sich unter Umständen nicht eindeutig von Mittelschmerzen unterscheiden. Zysten des Eierstocks und Tumore können ebenfalls Ursache für ein Druckgefühl und Schmerzen im Bereich des Eierstocks und Rückens sein. Tritt beispielsweise Flüssigkeit aus der Eizelle in die freie Beckenhöhle, kann dies zu Schmerzen führen. Daher gilt: Im Zweifel die Beschwerden von Deinem Arzt abklären lassen!

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In der Regel findet der Eisprung in der Mitte eures Zyklus statt. Der Zyklus beginnt am ersten Tag eurer Periode und endet am letzten Tag vor eurer nächsten Periode. Bei einem regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen habt ihr euren Eisprung eigentlich am 14. Tag, also in der Mitte eures Zyklus. Bei vielen Frauen ist der Zyklus länger oder kürzer. Dann verschiebt sich der Eisprung.

Eisprung durcheinander?

Es gibt viele Faktoren, die euren Hormonhaushalt durcheinanderwirbeln und somit euren Eisprung beeinflussen können, zum Beispiel eine Schilddrüsenüber- oder –unterfunktion, heftiger Stress und extremes Über- oder Untergewicht. Nicht in jedem Zyklus kommt es zu einem Eisprung. Das müsst ihr gar nicht merken, weil eure Periode am Ende des Zyklus trotzdem ganz normal einsetzen kann. Mit zunehmendem Alter ist es völlig normal, dass der Eisprung ab und zu ausbleibt.

Wenn ihr wissen wollt, ob und wann euer Eisprung stattfindet, könnt ihr das mit sogenannten Ovulations- oder Eisprungtests (gibt’s in der Apotheke) tun. Die haben eine hohe, aber keine hundertprozentige Sicherheit. Oder ihr lasst euren Frauenarzt eine Ultraschall- oder eine Blutuntersuchung machen.

Ab wann Schwangerschaftstest?

Körperliche Anzeichen für den Eisprung

Es gibt auch einige körperliche Anzeichen für den Eisprung, doch nicht alle Frauen haben sie oder empfinden sie gleichstark. Manche Frauen spüren ihren Eisprung als Ziehen in der Leiste oder als Unterbauchschmerzen (sogenannter „Mittelschmerz“). Auch Zwischenblutungen, empfindliche, spannende Brüste, verstärkter Ausfluss (der sogenannte Zervixschleim) und der Anstieg eurer Körpertemperatur bis zu einem halben Grad können Hinweise auf den Eisprung sein.

Zervixschleim – Fruchtbarkeitsanzeige

Der vom Gebärmutterhals abgesonderte Zervixschleim ist ein weißliches Sekret. Seine Konsistenz verändert sich im Laufe eines Menstruationszyklus. Anhand der Konsistenz lässt sich die Fruchtbarkeit anzeigen (als Sicherheit für unverhüteten Geschlechtsverkehr sollte diese Methode aber keine Verwendung finden!).

Zervixschleim Konsistenz

Zervixschleim eiweißartig – fruchtbar: Bereits kurz nach der Monatsblutung nimmt die Menge des Zervixschleims zu. Ist die Konsistenz eiweißartig und der Schleim dehnbar, ist die Fruchtbarkeit sehr hoch.

Zervixschleim wässrig – fruchtbar: Um den Zeitpunkt des Eissprungs wird der Zervixschleim wässriger, fast durchsichtig und dünnflüssig. Spermien gelangen jetzt besonders leicht in die Gebärmutter. Die Fruchtbarkeit ist jetzt am höchsten.

Zervixschleim cremig – nicht fruchtbar: Nach dem Eisprung wird der Zervixschleim dann cremiger und erhält eine perlweiße bis cremige Farbe. Cremiger Zervixschleim ist ein Zeichen dafür, nicht fruchtbar zu sein.

Zervixschleim klumpig & klebrig – nicht fruchtbar: Unmittelbar vor der nächsten Monatsblutung ist man nicht fruchtbar. Das zeigt der Zervixschleim mit seiner klebrigen Konsistenz an.

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Kann man mit Hilfe des Mittelschmerzes den Eisprung genau vorhersagen? Wohl kaum!

Etwa eine von fünf Frauen spürt den sogenannten Mittelschmerz, ein monatlich auftretendes Unbehagen auf einer der beiden Seiten des Unterleibes. Viele Frauen nehmen an, dass der Schmerz genau mit dem Eisprung eintritt. Überraschenderweise ist dies jedoch nicht immer der Fall; Mittelschmerz kann in der Zeit um den eigentlichen Eisprung herum auftreten.

Wie fühlt sich Mittelschmerz an?

Unterschiedliche Frauen erleben Mittelschmerz auf unterschiedliche Weise. Er tritt normalerweise auf einer Seite des Unterleibs auf und kann die Seiten von Zyklus zu Zyklus wechseln (dieser Wechsel geschieht zufällig, da der Eisprung in jedem Zyklus zufällig stattfindet). Bei manchen Frauen ist der Schmerz ein dumpfes Ziehen, das einige Minuten bis wenige Stunden anhält. Für andere ist der Schmerz plötzlich und stechend und dauert nur einen Moment. Der Schmerz ist in der Regel mild, aber ein starker Schmerz kann manchmal mit einer Blinddarmentzündung verwechselt werden.

Woher kommt Mittelschmerz?

Es gibt mehrere Hypothesen dafür, was dem Mittelschmerz tatsächlich zu Grunde liegt.

  • Schwellung der Ovarialfollikel vor dem Eisprung: Zu Beginn des Zyklus beginnen mehrere Follikel zu reifen, wobei einer von ihnen schließlich dominant wird. Da die Follikel auf beiden Seiten der Eierstöcke vor der dominanten Follikelauswahl reifen, kann dies erklären, warum Ovulationsschmerzen gelegentlich auf beiden Seiten des Bauches auftreten.
  • Ruptur der Eierstockwand: Zum Zeitpunkt des Eisprungs durchbricht das Ei die Wand des Eierstock Dies kann bei manchen Frauen zu Schmerzen führen.
  • Kontraktion der Eileiter: Nach dem Eisprung ziehen sich die Eileiter zusammen, um dem Ei zu helfen, sich in Richtung Gebärmutter zu bewegen. Diese Kontraktion kann zu Krämpfen führen.
  • Muskelkontraktionen: Zum Zeitpunkt des Eisprungs ziehen sich die glatten Muskeln in den Eierstöcken und den umgebenden Bändern als Reaktion auf den erhöhtenProstaglandinspiegel (Prostaglandine sind Lipid-Verbindungen die auch Menstruationskrämpfe auslösen können).

Ist Mittelschmerz ein zuverlässiger Weg, um das fruchtbare Fenster zu erkennen?

Mit einem Wort, nein. Es gibt viele verschiedene Dinge, die Schmerzen im Unterleib verursachen können, und einige von ihnen sind völlig unabhängig vom Menstruationszyklus (Verdauungsprobleme – wie zum Beispiel Blähungen!). Ohne Ultraschall ist es unmöglich, sicher zu wissen, dass der Schmerz mit dem Eisprung verbunden ist.

Selbst wenn der Schmerz mit dem Eisprung zusammen hängen sollte, steht der Beweis, dass der Eisprung genau zum Zeitpunkt des Schmerzes stattfindet, noch aus. Der Schmerz kann vor, während oder nach dem Eisprung auftreten, und es gibt keinen einfachen Weg zu wissen, ob der Schmerz mit dem Eisprung zusammenhängt.

Aber selbst wenn man sicher wüsste, dass der Eisprung in genau dem Moment passiert, in dem das Ei aus dem Follikel herausspringt, wäre es nicht sehr hilfreich, um den besten Zeitpunkt zu bestimmen, schwanger zu werden. Denn der beste Zeitpunkt, um Sex zu haben, sind die Tage vor dem Eisprung und nicht der Tag des Eisprungs selbst. Sobald das Ei freigegeben wird, hat es nur eine kurze Lebensdauer von 12 bis 24 Stunden. Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, ist viel größer, wenn die Spermien bereits zum Zeitpunkt des Eisprungs in den Eileitern warten.

Das bedeutet nicht, dass man Mittelschmerz ignorieren sollte, wenn man ihn spürt. Aber er sollte als eines von vielen Fruchtbarkeitszeichen betrachtet werden. Die genauesten Vorhersagen werden gemacht, wenn man das Gesamtbild betrachtet, das durch mehrere verschiedene Fertilitätszeichen, wie etwa Temperatur, Ruhepulsrate, und Zervixschleim, gezeichnet wird. (Oder man kann mehrere Anzeichen gleichzeitig mit dem Ava Armband messen!)

Wie kann man Mittelschmerz von Implantationskrämpfen unterscheiden?

Wenn man den Zyklus verfolgt, sollte es einfach sein, den Unterschied zwischen möglichem Mittelschmerz und Implantationskrämpfen zu unterscheiden. Die Implantation erfolgt normalerweise neun Tage nach dem Eisprung. Also wenn man weiß, wann man einen Eisprung hat, kann man die Verwirrung über die Quelle der Schmerzen vermeiden.

Von Vicky Kummer | Nov 22, 2017 Tags: Bauchkrämpfe, fertile window, Implantationskrämpfe, mittelschmerz, Schmerzen, trying to conceive

Vicky Kummer

Der Mittelschmerz wird von Frauen sehr unterschiedlich beschrieben und kann als Zeichen für Fruchtbarkeit gewertet werden.

Fruchtbare Tage erkennen: so geht’s

Symptom des Mittelschmerzes

Manche Frauen beschreiben ein unspezifisches Ziehen im Unterbauch, welches einen oder mehrere Tage anhält. Bei anderen ist er eindeutig links oder rechts zu spüren und tritt nur einige Minuten oder Stunden auf. Zu den Symptomen gehört ein Unterbauchschmerz, der sich auf unterschiedliche Weise äußern kann:

  • nur auf einer Seite
  • Dauer: nur wenige Minuten bis hin zu mehreren Stunden, er kann 24 bis 48 Stunden andauern
  • stechender, scharfer Schmerz, der krampfartig auftritt und anders als bekannte Schmerzen ist, in seltenen Fällen kann er extrem stark für kurze Zeit sein
  • kann monatlich die Seite wechseln

Wann tritt der Mittelschmerz auf?

Der Mittelschmerz tritt nicht unbedingt in direktem Zusammenhang mit dem Eisprung auf. Er kann vor, aber auch nach dem Eisprung auftreten, in der Regel in der Mitte des weiblichen Zyklus und kann so genutzt werden, um einen Anhaltspunkt für die fruchtbare Zeit zu haben, vor allem bei Kinderwunsch. Oft nehmen Frauen den Mittelschmerz in dieser Phase auch erstmals wahr, da die Zeichen des Körpers bei Kinderwunsch stärker gedeutet werden. Am aussagekräftigsten ist der Mittelschmerz in Kombination mit Temperaturmessung und Zervixschleim (NFP). Diese Punkte können alle in einen Zykluskalender eingetragen werden. Nicht alle Frauen haben einen Mittelschmerz, was aber nicht bedeutet, dass sie keinen Eisprung haben!

Was sind die Ursachen für den Mittelschmerz?

Wodurch der Mittelschmerz ausgelöst wird, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Infrage kommt die Spannung der Kapsel des wachsenden Follikels oder auch eine schmerzhafte Reizung des Bauchfells durch den Follikel oder Blut und Flüssigkeit durch das geplatzte Eibläschen.

Abgrenzung des Mittelschmerz von ernsthaften Erkrankungen

Der Mittelschmerz ist ein natürliches Phänomen und bedarf keiner Behandlung. Eine Untersuchung ist unauffällig und zeigt keine Probleme an Eierstöcken oder Unterleib. Bei Unsicherheit, ob es sich um den Mittelschmerz oder andere Schmerzen handelt, sollte gynäkologisch abgeklärt werden. Außerdem sollte der Gynäkologe aufgesucht werden, wenn

  • der Mittelschmerz sich verändert,
  • der Mittelschmerz länger als üblich anhält,
  • zusätzlich zum Mittelschmerz eine vaginale, frische Blutung auftritt.

Laut einer Studie spürt nur etwa jede 5. Frau einen Mittelschmerz. Deshalb fragen wir unsere Nutzerinnen: Spüren Sie einen Mittelschmerz?

Umfrage Spüren Sie einen Mittelschmerz?

Was dein Mittelschmerz dir sagen will | Schwangerwerden Tipps

Zum Video über den Mittelschmerz →

Manche Frauen spüren während ihrer Eisprungzeit ein bestimmtes Signal in ihrem Körper. Hier decke ich nun auf, wie du die Sprache deines Eisprungzeichens – dem Mittelschmerz – endlich verstehen kannst.

Oft höre ich von meinen Klientinnen, die schwanger werden wollen: „Ich spüre meinen Eisprung – JA ganz deutlich merke ich, wann mein Eisprung ist!“ Aber wie ist das denn zu verstehen? Wie fühlt sich denn ein Eisprung an? Wir schauen uns jetzt die Sprache deines Eisprungs mal genauer an, um dir die Chancen auf eine baldige Schwangerschaft zu erhöhen. Ich werde die auch am Ende verraten, wie ich persönlich meinen Mittelschmerz bisher immer gespürt habe und wie zuverlässig es mir meine hoch-fruchtbare Zeit angesagt hat.

Mittelschmerz – Die Symptome

Ich persönlich verwende nicht mehr so gerne das Wort Symptom im Zusammenhang mit der Körperbeobachtung und den Eisprungzeichen. DENN ich finde, es ist etwas sehr Positives, seinen eigenen Körper und die Fruchtbarkeitszeichen zu beobachten. Das Wort Symptom kommt leider immer mit so einem negativem Touch und Krankheitsgedanken einher. Daher lasst uns zusammen anfangen und nicht mehr Symptom, sondern eher von Eisprungzeichen oder fruchtbaren Körpersignalen sprechen. Im Video „Warum ich nicht mehr Ausfluss, Zyklusstörungen und Körpersymptome sage“ habe ich das auch noch ausführlicher erklärt. Woran erkennst du nun also, dass du ein Mittelzeichen (Mittelschmerz) hast? Viele Frauen spüren es im unteren Bauchbereich als leichtes Ziehen oder Stechen. Einige Frauen nehmen auch intensive Körperzeichen im Rücken wahr – ähnlich wie untere Rückenschmerzen. Manche Frauen können sogar genau sagen, ob es eher links, mittig oder eher rechts im unteren Bauchraum war. Ich würde ja sogar sagen, dass um so intensiver du deinen Mittelschmerz spürst, desto mehr versucht dein Körper mit dir zu kommunizieren und möchte von dir verstanden werden. Deshalb empfehle ich dir auf jedenfall auch deine anderen Eisprungzeichen zu beobachten, wenn du oft einen deutlichen Mittelschmerz spürst. Einige Frauen spüren nur einmal im Zyklus für ein paar Sekunden etwas, andere widerum für Stunden oder wiederkehrend an vielen Tagen hintereinander. Es gibt also eine unglaubliche Varianz, wie genau der Mittelschmerz wahr genommen wird.

TMC möchte die Lebensenergie fließen lassen. Die 7 Chakren sind dabei im Gleichklang – auch das zweit Chakra (orange dargestellt)

Und dazu kommt noch: Nicht jede Frau kann ein solches Ziehen oder ähnliches beobachten, deswegen ist es unter anderem kein Hauptzeichen für die Fruchtbarkeit, sondern die Temperatur und der Schleim – das sollte man schon mal klarstellen. Interessant finde ich an dieser Stelle auch, was ein TCM-Kinderwunsch Spezialist (Herr Noll) einmal in einem Interview zu mir sagte. Herr Noll meinte, dass der Mittelschmerz eine Folge einer energetischen Verspannung ist und bei Frauen, die im energetischen Gleichgewicht sind, nicht auftreten würde. Meine Erfahrung ist ähnlich – es ist auch nicht erforderlich, seinen Eisprung derart intensiv zu spüren, dass es körperliche Schmerzen bereitet. Welchen Sinn sollte das machen? Ein Eisprung ist doch das natürlichste von der Welt. Das wäre ja so, als ob wenn du immer Schmerzen hast, wenn du Hunger hast, auf Toilette musst oder deine Menstruation hast.

Mittelschmerz was tun?

Wenn du einen Mittelschmerz fühlst, musst du nichts konkretes tun. Es ist ein Eisprungzeichen deines natürlichen Zyklus. Falls du aktuell schwanger werden möchtest, empfehle ich dir deine Basaltemperatur zu messen und deinen Zervixschleim genauer anzusehen. Das gibt dir einen viel genaueren Zeitraum im Zyklus an, wann du fruchtbar bist! Weißt du wann genau du fruchtbar bist? Wenn du diese Frage nicht ganz klar für dich mit einem JA beantworten kannst, lohnt es sich für dich wirklich in mehrfacher Hinsicht, deine anderen Eisprungzeichen auch zu beobachten und zu dokumentieren. In unserem eBook “Wann bin ich fruchtbar? “ geht es genau darum, wie du selbst deinen Zyklus perfekt verstehen kannst und genau weißt, wann du fruchtbar bist.

Mittelschmerz: Wann und wie lange?

Es gibt leider keinen Zyklustag, an dem typischerweise ein Mittelschmerz auftritt. Das hängt davon ab, wann der Eisprung im jeweiligen Zyklus stattfindet. Viele Frauen berichteten mir, dass sie ganz genau ihren Eisprung spüren können und meinen damit den Mittelschmerz. Interessanterweise gibt dir dein Mittelschmerz keine exakte Auskunft darüber, wann genau dein Eisprung ist. Zumindest ergab das eine Studie dazu. Auch wie lange und wie oft der Mittelschmerz auftritt, sagt nichts darüber aus, wann genau dein Eisprung war oder sein wird. Es ist auch leider noch gar nicht herausgefunden worden, wieso es denn Mittelschmerz überhaupt gibt bzw. wie er entsteht.

Mittelschmerz in Korrelation zum Eisprung

Hier kannst du dir in der folgenden Grafik (Vgl. Abb. 4.1.9 – NFP heute S.56) einmal ansehen, wie der Mittelschmerz in zeitlicher Relation zum Eisprung steht. Das finde ich schon sehr spannend, was in der Studie herausgefunden wurde. Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Studie: Bis zu neun Tagen Abstand VOR dem Eisprung bis vier Tage NACH dem Eisprung konnten fest gestellt werden. Deshalb kannst du dich nicht darauf verlassen und sagen, ich spüre meinen Eisprung – in den wenigsten Fällen triffst du den Zeitpunkt richtig! Und wie schon erwähnt, spürt es auch nicht jede Frau und auch nicht in jedem Zyklus regelmäßig genug, um es als alleiniges Eisprunganzeichen zum Schwangerwerden zu verwenden.

Mittelschmerz spüren und wann GV/Sex haben, um schwanger zu werden?

Da du schwanger werden möchtest, ist dieser scheinbar große Abstand zum Eisprung aber dennoch von Vorteil, weil es immer sinnvoll ist, einige Tage vor dem eigentlichen Eisprung, Sex zu haben und davon schwanger zu werden. Die Spermien brauchen ja auch eine gewisse Zeit bis sie bei den Eileitern ankommen, wo dann eventuell die große Verschmelzung mit der Eizelle von statten geht. Zusammenfassend kannst du dir merken: so bald du deinen Mittelschmerz bemerkst, beginnt spätestens deine hoch fruchtbare Zeit im Zyklus. Er sagt dir damit: “so nun kannst du Sex haben und die Chance zum Schwangerwerden ist sehr hoch.” Allerdings besteht dann immer noch die Möglichkeit, dass es vielleicht doch kein leichtes Ziehen von deinen Fruchtbarkeitsorganen war, sondern zum Beispiel vom Darm, der ja auch in unmittelbarer Nähe liegt. Um sicher zu gehen, dass es sich wirklich um deinen Mittelschmerz handelt, kannst du einfach deine Basaltemperatur messen und deinen Zervixschleim beobachten. So findest du ganz genau heraus, wann du fruchtbar bist und weißt dann natürlich auch, ob du einen echten Mittelschmerz gespürt hast.

Mittelschmerz als Rückenschmerzen

Einige Frauen orten ihren Mittelschmerz nicht vorne im unteren Bauchraum, sondern eher hinten im unteren Rückenbereich. Die genauen Ursachen hierfür sind nicht wirklich klar. Bisher gibt es dazu keine genaueren Untersuchungen. Vermutlich hat es etwas mit den Bändern zu tun, die deine Fortpflanzungsorgane im Bauchraum an Ort und Stelle halten.

Mittelschmerz in der Schwangerschaft

Da der Mittelschmerz mit dem Eisprung zusammen hängt, kann während einer Schwangerschaft kein Mittelschmerz auftreten. Falls du gerade schwanger bist und Schmerzen oder ein unangenehmes Ziehen im unteren Bauchbereich spürst, gehe sicherheitshalber einmal in eine ärztliche Praxis um dies abzuklären.

Mittelschmerz während einer Blutung

Es kann durchaus passieren, dass dein Mittelschmerz auch während einer Blutung auftritt. Bei sehr frühen Eisprüngen zum Beispiel und einem Mittelschmerz, der relativ viele Tage vor deinem Eisprung auftritt, könnte der Mittelschmerz eventuell bereits am Ende deiner Menstruation spürbar sein. Es kann aber auch passieren, dass du eine Eisprungblutung bei dir bemerkst und gleichzeitig einen Mittelschmerz fühlst. Eisprungblutung und Mittelschmerz sind beides Eisprungzeichen, die dir in Kombination mit der Basaltemperatur und dem Zervixschleim sehr genau verraten können, wann dein Eisprung im Zyklus ist.

Mittelschmerz beidseitig spürbar

Manche Frauen spüren ganz genau, wo der Mittelschmerz her kommt. Mal links oder mal rechts oder mittig. Auf beiden Seiten gleichzeitig ist eher ungewöhnlich und selten. Vermutlich hängt es damit zusammen, dass mal der Eisprung im rechten Eierstock, mal im linken Eierstock und selten mal in beiden gleichzeitig statt findet.

Sehr starker Mittelschmerz

Empfindest du immer oder ab und zu einen sehr starken Mittelschmerz? Wenn es so schmerzhaft ist, dass du es nicht mehr aushältst, du Schmerztabletten deswegen nimmst und dich krank schreiben lässt, solltest du es unbedingt einmal ärztlich abklären lassen. Wie ich oben auch schon erklärt habe, ist es eigentlich n i c h t im Sinne des Körpers, das der Vorgang des Eisprungs schmerzhaft ist. Ich finde auch an dieser Stelle das Wort Mittel SCHMERZ leider nicht so sinnvoll. Denn es ist eigentlich nicht ein Schmerz in dem Sinne, dass es etwas mit Krankheit zu tun hat. Vielmehr ist es doch ein Fruchtbarkeits-Zeichen für einen gesunden natürlichen Zyklus. Toller wäre vielleicht der Name Mittelzeichen oder Eisprungzwicken?! Wenn dir noch ein anderes schönes Wort einfällt, schreib es mir doch bitte als Kommentar. 🙂

Meine persönliche Mittelschmerz Erfahrung

Ich selbst habe auch schon sehr häufig ein Mittelzeichen alias Mittelschmerz gespürt. Meistens habe ich es dann als leichtes Ziehen im Bauch in der Nähe meiner Gebärmutter, linken oder rechten Eierstock gemerkt. Erst kürzlich habe ich wieder ein Mittelzeichen gespürt. Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass es sich um einen echten Mittelschmerz handelte, der die hoch-fruchtbaren Zeit anzeigt. Denn ich befinde mich gerade noch in der Stillzeit – nun seit 13 Monaten – und bisher hatte ich noch keinen Eisprung und keine Menstruation mehr. In meinen früheren Zyklen, die ich vor meinen Schwangerschaften jeweils hatte, spürte ich ab und zu in einigen Zyklen ein Mittelzeichen ungefähr dann, wenn ich auch meinen Zervixschleim-Höhepunkt hatte – also schon relativ gut getroffen zeitlich gesehen 😉 . Dennoch hätte ich mich immer unsicher gefühlt und hätte herum gerätselt, ob es denn nun wirklich zu meiner Eisprungzeit war oder nicht, wenn ich nicht meinen kompletten Zyklus beobachtet hatte mit Basaltemperatur und Zervixschleim.

Fazit: Mittelschmerz verstehen, um schwanger zu werden

Die genauen Ursachen des Mittelschmerzes sind zwar leider noch ungeklärt, aber in den besagten Studien kam heraus, dass es schon immerhin einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Mittelschmerz und dem Eisprung gibt. Wenn du deine morgendliche Aufwachtemperatur misst und deinen Zervixschleim dazu beobachtest, dann wirst du in jedem Fall deinen Mittelschmerz sehr deutlich verstehen können. Du wirst dann generell deinen Zyklus besser verstehen und auch genau wissen, ob du einen echten Mittelschmerz im Zyklus hast oder nicht. Beim Mittelschmerz handelt es sich um ein gewöhnliches Eisprungzeichen, das nicht jede Frau jeden Zyklus beobachten kann. Auch die Varianz zum Eisprung ist zu groß, um sich auf die Aussage „ich spüre meinen Eisprung“ velassen zu können. Es ist ein interessantes Eichsprungzeichen, ABER es ist in jedem Fall immer besser die Temperatur und den Zervixschleim zu beobachten, da du diese Zeichen (fast) jedem Zyklus beobachten kannst und sie dir ganz sicher deine fruchtbaren Tage anzeigen können.

Eisprung-Symptome

Eisprung-Symptome sind Körpersignale, die um die Zeit des Eisprungtags herum auftreten. Sie werden durch hormonelle Veränderungen ausgelöst, und wenn man sie kennt, lässt sich der Eisprung sehr gut eingrenzen. Zu den Eisprung-Symptomen zählen u. a. die Temperatur beim Aufwachen, der Mittelschmerz, die LH-Konzentration und die Zervixschleimqualität.

Du kannst verschiedene Eisprung-Symptome wahrnehmen, die für die Bestimmung der Fruchtbarkeit und Unfruchtbarkeit relevant sind.

Was sind die Eisprung-Symptome?

Den Eisprung kannst Du über individuelle Eisprung-Symptome erkennen. Dabei gibt es sichere und eher unsichere Anzeichen für den nahenden Eisprungtag.

Sichere, auswertbare Eisprung-Symptome

Egal, ob Ihr ein Baby plant oder verhüten möchtet, ein wichtiger Punkt ist die korrekte Bestimmung des Eisprungs. Die zuverlässigsten Eisprung-Symptome hierfür sind die Basaltemperatur sowie der Zervikalschleim.

Erhöhte Basaltemperatur

Die Körpertemperatur der Frau direkt nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen nennt man Basaltemperatur. Sie zählt zu den aussagekräftigsten Eisprung-Symptomen und kann zur Eingrenzung des Eisprungtags sehr nützlich sein.

Die Aufwachtemperatur bewegt sich vor dem Eisprungzeitpunkt auf einem niedrigen Temperaturniveau. Maximal 48 Stunden nach diesem Ereignis kommt es zu einem Temperaturanstieg.1

Veränderte Zervixschleimkonsistenz

Durch die Beobachtung der Konsistenz des Zervixschleims können Rückschlüsse auf den Ovulationszeitpunkt gezogen werden.1 Ein sicherer Hinweis auf die fruchtbaren Tage ist hier ein spinnbarer Schleim. Der Ausfluss ist heller und flüssiger. Er soll die Spermien zur Gebärmutter weiterleiten.

Das Kombinieren der beiden Eisprung-Symptome Aufwachtemperatur und Zervixschleim, die NFP-Methode, gilt als sichere Methode zur Bestimmung der fertilen Tage.

Anstiege des LH-Hormons per Ovulationstest nachweisen

Bis zu 24 Stunden vor dem Sprung der Eizelle steigt die Konzentration des LH-Hormons (luteinisierendes Hormon) an.1 Ein Ovulationstest kann diese Veränderung im Urin nachweisen. Somit kann die Bestimmung der LH-Konzentration ebenfalls eine Hilfe sein, um den Eisprungtermin nachzuweisen.3

Weicher, offener und hoher Muttermund

Der Muttermund, der untere Teil der Gebärmutter, verändert sich während der verschiedenen Zyklusphasen. Nach der Periode ist dieser hart und geschlossen und lässt sich gut ertasten, da er weit hervorsteht. Je weiter sich der Eisprungtermin nähert, desto weicher wird die Beschaffenheit des Muttermundes. Er öffnet sich leicht und steigt wieder etwas nach oben, was das Ertasten erschweren kann.1

Eisprung-Symptome wie Muttermund & Co. erkennen

Unsichere Eisprung-Symptome

Neben den sicheren Eisprung-Symptomen gibt es auch noch Anzeichen, die nicht eindeutig den Eisprung erkennen lassen. Viele Frauen erleben vor, während oder nach dem Eisprungtag Schmerzen im Unterleib. Diese begleitenden Schmerzen treten allerdings nicht bei allen auf und gehören daher zu den „sekundären“ Eisprung-Anzeichen. Sie ermöglichen es Dir jedoch, interessante Einblicke in den Zyklus der Frau zu gewinnen und können für zusätzliche Gewissheit sorgen und helfen, wenn Du Dir ein Baby wünschst und Du eine Befruchtung anstrebst.

Das wichtigste sekundäre Eisprung-Symptom ist der Mittelschmerz.3, 4 Bei ungefähr einem Drittel der Frauen können Mittelschmerzen auf einen geplatzten Follikel (Eibläschen) im Eierstock hinweisen. Manche Frauen beschreiben als Symptome des Aufplatzens des Eibläschens ein Ziehen, Stechen oder krampfartige Schmerzen, die sich meist in der Region um den Eierstock und die Eileiter entweder im rechten oder linken Unterbauch bemerkbar machen.5, 6

Der Mittelschmerz kann allerdings nicht als zuverlässiges Eisprung-Symptom gewertet werden.7 Von den Eisprungschmerzen abzugrenzen sind mögliche Schmerzen, während sich die Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet. Dabei können Einnistungsschmerzen auftreten.

Ovulationsblutung

Wenige Frauen nehmen eine Blutung zum Eisprungzeitpunkt wahr. Ursache für die sogenannte Ovulationsblutung soll ein schnelles Abfallen des Östrogenniveaus sein. Es handelt sich dabei um eine leichte Zwischenblutung oder auch um eine leichte Verfärbung des Ausflusses.

Eine solche Blutung ist kein Grund zur Besorgnis. Wichtig ist in solchen Fällen, weitere Eisprung-Symptome – primär die Aufwachtemperatur – zu beobachten, wenn Du Dir eine Schwangerschaft wünschst oder natürlich verhüten möchtest.2

Schmerzende Brüste

Veränderungen der Brust sowie Brustschmerzen werden unter dem Begriff Brustsymptom zusammengefasst. Diese Schmerzen zeigen sich bei manchen Frauen meist einige Tage vor der Menstruationsblutung. Dabei werden üblicherweise die Brust und die Brustwarzen schmerzempfindlicher und größer und ein Spannungsgefühl tritt auf.2

Prämenstruelles Syndrom

PMS ist ebenfalls ein zyklusbedingtes Leiden. Dabei können zum einen physische Beschwerden wie Schmerzen im Unterleib, Brustschmerzen, Übelkeit oder auch Gewichtszunahme festgestellt werden, die sich im BMI niederschlagen. Zum anderen können psychische Symptome eine Rolle spielen, wie beispielsweise Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder Schlafstörungen.12

Lust auf Sex

Auch Schwankungen der Libido unterliegen der hormonellen Veränderung. So nehmen Frauen während der fertilen Phase oftmals eine vermehrte Libido wahr. Ursache hierfür scheint der in dieser Zeit erhöhte Östrogenspiegel zu sein.1 In der 2. Zyklushälfte vermindert sich die sexuelle Lust bei Frauen häufig wieder.

Körpersprache

Neue Studien wollen beweisen, dass Eisprung-Symptome sich nicht nur körperlich, sondern sogar im Verhalten niederschlagen sollen. Dabei soll sich die Fruchtbarkeit positiv im Gesicht der Frau ausdrücken8, im weiblichen Gang9, im Tanzstil10 sowie in der Art und Weise, wie Frauen sich kleiden und schminken.11

Pickel & Co.

In der zweiten Zyklushälfte kommt es zu einem sinkenden Östrogenspiegel. Das verursacht häufig unreine Haut, und die Haut wirkt oft fahl. Zugleich neigt sie aufgrund der höheren Körpertemperatur und der vermehrten Talgproduktion zu Pickeln und verstopften Poren.

Weitere Eisprung-Symptome wie Brustsymptom & Co.

Eisprung-Anzeichen sicher auswerten

Das Ziel der Auswertung der Eisprung-Symptome ist es, den Eisprungtermin möglichst genau zu bestimmen. Hierzu müssen die verschiedenen Symptome des Körpers Monat für Monat dokumentiert und ausgewertet werden, um genau zu bestimmen, ob der Follikel im Eierstock gesprungen ist. Am einfachsten geht dies mit bestimmten Hilfsmitteln.

Die Beobachtung und Dokumentation auswertbarer Eisprung-Anzeichen können Dir dabei helfen, Deine fruchtbaren Tage zu bestimmen. Hierzu reicht es nicht, nur den Eisprung zu erkennen, sondern es muss auch die Lebenszeit der Eizelle und der Spermien in die Kalkulation miteinbezogen werden.

App, Computer & Co. zum Bestimmen der Eisprung-Symptome

Ein Basalthermometer inkl. App oder ein Zykluscomputer können Dich dabei unterstützen, Deine Eisprung-Symptome zu dokumentieren und auszuwerten. Die Grundlage bei der Anwendung des cyclotest mySense bzw. cyclotest myWay ist die Temperatur beim Aufwachen.

Optional hast Du in der App oder dem Zykluscomputer die Möglichkeit, weitere Eisprung-Symptome einzugeben, die bei der Ermittlung des fertilen Zeitfensters von Bedeutung sind. Möchtest Du die Zervixschleimbeschaffenheit beobachten, so kannst Du die unterschiedlichen Konsistenzen eingeben. In der Kombination kann die Fruchtbarkeit sicher bestimmt werden.

Du kannst auch das Ergebnis eines LH-Tests eintragen und danach auswerten. Darüber hinaus ist es möglich, den Mittelschmerz oder auch die Beobachtungen zum Muttermund dokumentarisch zu hinterlegen. Die zuverlässigen Helferlein erkennen auf Basis Deiner Eingaben Deine individuellen Zyklusverläufe und zeigen Dir auch unter Berücksichtigung der Lebensdauer der Spermien täglich den aktuellen Status Deiner Fruchtbarkeit an.

Eingabe der Eisprung-Symptome in die cyclotest mySense-App

CYCLOTEST MYSENSE

Was können Eisprung-Onlinekalender?

Kann man den Sprung des Follikels auch mit einem Eisprungkalender berechnen? Sie ermitteln die empfängnisbereiten Tage anhand eines monatlich gleichen Menstruationszyklus. Dem liegt oftmals die Annahme der Anwenderin zugrunde, dass der Eisprung immer regelmäßig zur gleichen Zeit im Zyklus stattfindet. Die Aussagekraft eines Eisprungkalenders ist damit praktisch bei null anzusiedeln.13

Eisprung-Symptome bestimmen: Störfaktoren beachten

Beachte bitte, dass verschiedene Störfaktoren wie z. B. Stressbelastung oder Alkoholkonsum die Temperatur sowie andere Symptome beeinflussen können, die in Verbindung mit dem Sprung der Eizelle stehen. Diese können die unfruchtbaren Tage verkürzen oder verlängern und verändern dadurch die Fruchtbarkeit. Informationen darüber und wie man mit diesen Störungen umgeht sind unerlässlich bei der Auswertung der Eisprung-Anzeichen.

Wir haben eine Frauenärztin befragt, ob es bestimmte Medikamente gibt, die ihrer Erfahrung nach die Interpretation der Eisprungsignale erschweren bzw. beeinflussen.

Die Expertin für Frauenheilkunde, Prof. Dr. Ingrid Gerhard, antwortet:

Prof. Dr. Ingrid Gerhard

Clomifen, was bei Babywunsch zum Auslösen des Eisprungs verordnet wird, kann den Schleim sehr verschlechtern, so dass trotz Ovulation keine oder zu schwache Eisprungzeichen da sind. Außerdem kann das Medikament, bevor der Follikel springt, über mehrere Tage davor schon zu Ziehen, Stechen oder Schmerzen führen, die mit dem Eisprungschmerz verwechselt werden können. Auch Antihistaminika, Medikamente gegen Allergien, sollen den Schleim verschlechtern können.

Keine Eisprung-Anzeichen?

Viele Frauen sind der Meinung, weil sie keinen Eisprung erkennen können, dass dieser auch nicht stattgefunden hat. Zum Teil kann dies an einer fehlerhaften Beobachtung der Anzeichen liegen – so kann sich beispielsweise ein vermeintlicher Zyklusverlauf ohne Eisprungsignale doch als einer mit gesprungener Eizelle entpuppen und es wurde lediglich ungenau gemessen oder die Symptome falsch gedeutet. Gerade Mittelschmerzen werden vielmals als zentrales Symptom fehlgedeutet. Es kann aber auch sein, dass tatsächlich keiner eintritt.

Wichtig ist, den Zyklus sofort nach dem Pille absetzen zu beobachten. Denn dieser kann zunächst schwankend sein. Auch ist man zunächst nicht mit den „normalen“ Symptomen während dem Menstruationszyklus vertraut und kann dann körperliche Anzeichen fehlinterpretieren. Die Dokumentation der Basaltemperatur möglichst in Kombination mit dem Zervixschleim liefert Dir sichere Erkenntnisse zum Eisprungzeitbereich.

Was andere Frauen zu diesem Thema interessiert

Die wichtigsten Eisprungsymptome sind die Basaltemeratur und der Zervixschleim; aber auch der Status Deines Muttermundes zählt dazu. Wie Du diese Symptome auswertest, erfährst Du hier. Wichtig für die Auswertung ist, dass die Symptome genau dokumentiert und ausgewertet werden. Beides kann mySense für Dich übernehmen. Wie das funktioniert, kannst Du hier lesen.
Beim Eisprung wird die reife Eiszelle aus dem Eierstock ausgestoßen. Wie das im Detail abläuft, haben wir hier erklärt. Dann schau mal genauer hin – es passiert leicht, dass die Symptome falsch gedeutet werden. Wir haben Tipps zum Feststellen eines Eisprungs.

Eisprung Schmerzen: Hilfe und Ursachen

Viele Frauen erleben vor, während oder nach dem Eisprung Schmerzen im Unterleib. Diese werden häufig auch als „Mittelschmerzen“ bezeichnet und können in unterschiedlicher Form und Intensität auftreten. Dementsprechend leiden manche Betroffene ein bis zwei Tage unter einem starken, krampfartigen Ziehen im unteren Bauch, während die Beschwerden in anderen Fällen nur schwach ausgeprägt sind und für wenige Minuten anhalten. In den meisten Fällen sind Mittelschmerzen harmlos, da es sich um ein ganz natürliches Phänomen handelt, welches im Zusammenhang mit dem Eisprung auftritt.

Normalerweise ist keine medizinische Behandlung erforderlich, stattdessen können die Beschwerden oft schon durch verschiedene Hausmittel und pflanzliche Heilmittel rasch gelindert werden. Trotz dessen sollte bei anhaltenden und/oder sehr starken Schmerzen während des Eisprungs immer vorsichtshalber ein Arzt aufgesucht werden, um andere mögliche Ursachen wie beispielsweise eine Blasenentzündung oder eine Blinddarmreizung ausschließen zu können.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Eisprung?

Mit dem Begriff „Eisprung“ (auch „Ovulation“ oder „Follikelsprung“ genannt) wird die Ausstoßung der reifen, unbefruchteten Eizelle aus dem Eierstock in den Eileiter bezeichnet. Dieses Ereignis markiert den Zeitpunkt im Menstruationszyklus, in dem die Frau ihre so genannten „fruchtbaren Tage“ hat und dementsprechend empfängnisbereit ist. Jeden Monat reifen etwa 10 bis 20 Eibläschen (Follikel) im Eierstock heran, von denen sich jedoch normalerweise nur eins zum sogenannten „dominanten“ bzw. „sprungreifen“ Follikel entwickelt. Dieser entlässt schließlich die Eizelle in den Eileiter, von wo aus sie in Richtung Gebärmutter wandert und während der nun folgenden ca. 24 Stunden befruchtet werden kann. In selteneren Fällen reifen auch mehrere dominante Follikel aus, wodurch bei einer Befruchtung z.B. zweieiige Zwillinge entstehen können. Die übrigen Follikel sterben ab, wobei sie durch die Produktion des Hormons Östrogen weiterhin eine wichtige Funktion im Menstruationszyklus übernehmen.

Schmerzen bei der Regel oder während des Eisprungs. Bild: Henrie/fotolia

Der Eisprung findet etwa zur Mitte des weiblichen Menstruationszyklus statt, bei einem regelmäßigen 28-Tage-Zyklus also am 14. Tag nach dem ersten Tag der letzten Periode. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um einen Durchschnittswert, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass der Eisprung bei einem überwiegenden Teil der Frauen tatsächlich an einem anderen Tag des Zyklus erfolgt. Zudem kann der Zeitpunkt auch von Monat zu Monat unterschiedlich sein, wobei aus medizinischer Sicht ein Zyklus zwischen 25 und 35 Tagen als „normal“ betrachtet wird.

Symptome bei Eisprung Schmerzen

Knapp die Hälfte der Frauen im gebärfähigen Alter ist von Eisprungbeschwerden betroffen, welche medizinisch als „Mittelschmerzen“ oder „Intermenstrualschmerzen“ bezeichnet werden. Diese können zum Teil nur wenige Minuten anhalten, aber auch mehrere Stunden oder sogar bis zu zwei Tage bestehen. Zudem kann der Mittelschmerz bei einigen Frauen jeden Monat zur Zyklusmitte auftreten, bei anderen wiederum auch zwischendurch aussetzen oder in wechselnder Intensität erlebt werden. Der Schmerz wird dabei als ein Stechen oder Ziehen beschrieben, welches teilweise leicht, aber auch stark und krampfartig sein kann. Im Gegensatz zu Regelschmerzen zeigen sich die Beschwerden während des Eisprungs meist nur auf einer Seite, je nach dem, welcher Eierstock gerade aktiv ist. In einigen Fällen treten parallel zu den Unterbauchschmerzen zudem leichte Blutungen, empfindliche Brüste, Übelkeit oder Rückenschmerzen auf.

Wie lange dauern Eisprungschmerzen?

Die Beschwerden können von Frau zu Frau ganz unterschiedlich sein und von wenigen Minuten über Stunden bis hin zu zwei Tagen anhalten. Dementsprechend können die Mittelschmerzen zwar nicht zur konkreten Bestimmung der Fruchtbarkeit genutzt werden, in Kombination mit Fruchtbarkeitstests oder der Basaltemperaturmessung aber durchaus sinnvoll bei der Familienplanung sein. Hier gilt es allerdings zu berücksichtigen, dass die Intermenstrualschmerzen normalerweise etwa zwei Tage vor dem Anstieg der Basaltemperatur einsetzen, teilweise sogar noch eher. Zudem sollte bedacht werden, dass die Beschwerden nicht in jedem Fall auf einen stattfindenden Eisprung hindeuten müssen, sondern auch eine Reihe anderer Ursachen wie zum Beispiel einen Harnwegsinfektion haben können. Daher sollte ein ausbleibendes oder beendetes Ziehen oder Stechen im Unterleib auch niemals als Empfängnisverhütung genutzt werden.

Ursachen von Mittelschmerzen

Wodurch die Schmerzen während des Eisprungs ausgelöst werden, ist bislang wissenschaftlich nicht vollständig geklärt. Häufig wird jedoch vermutet, dass diese durch das Aufplatzen des Eibläschens (Follikel) verursacht werden. Bei diesem handelt es sich um einen mit Flüssigkeit gefüllten Hohlraum in den Eierstöcken, welcher eine einzige, zunächst unentwickelte Eizelle enthält. Beim Eisprung platzt der Follikel und stößt die Eizelle aus, welche dann vom Eileiter aufgefangen wird. Eine weitere Theorie betrifft die zunehmende Größe des dominanten Follikels, denn da sich dieser kurz vor dem Sprung bis auf 25 Millimeter ausdehnt, kann auch die dadurch entstehende Spannung zu Schmerzen am Eierstock führen. Darüber hinaus ist es denkbar, dass es durch Blut oder Gewebeflüssigkeit aus dem geplatzten Follikel zu einer lokalen Reizung des Bauchfells und dadurch zu stechenden, ziehenden Schmerzen kommen kann.

Eisprung Schmerzen rechts

In den meisten Fällen handelt es sich bei Mittelschmerzen um eine ganz „normale“ und damit harmlose Begleiterscheinung des natürlichen Eisprungs. Im Unterschied zu Problemen während der Periode treten die Beschwerden typischerweise entweder rechts oder links auf, je nach dem, aus welchem Eierstock die Eizelle ausgestoßen wird. Wird das Ziehen oder Stechen auf der rechten Seite verspürt, sollte jedoch in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden, denn gerade in diesem Fall müssen auch andere Ursachen berücksichtigt werden. Hierzu zählen vor allem eine Entzündung des Wurmfortsatzes des Blinddarms (Appendizitis) oder von Eileiter und Eierstock (Adnexitis) sowie Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn.

Auch eine Eileiterschwangerschaft (Tubargravidität) kann zu starken, einseitigen Bauchschmerzen führen, die häufig von Blutungen, leichtem Fieber und einer erhöhten Berührungsempfindlichkeit der Bauchdecke begleitet werden. Wird diese nicht frühzeitig erkannt, kann es in schweren Fällen auch zu einem Riss des Eileiters und dadurch zu einer lebensbedrohlichen Blutung in den Bauchraum kommen. In diesem Fall treten die Schmerzen jedoch normalerweise plötzlich und im gesamten Unterleib auf, hinzu können weitere Symptome wie Schweißausbrüche, Erschöpfung, Schwindel, Schmerzen beim Stuhlgang oder Durchfall sowie ein Zusammenbruch (Kollaps) oder Kreislaufversagen infolge der schweren inneren Blutung kommen.

Als weitere mögliche Ursachen für Mittelschmerzen kommen unter anderem Nierensteine, eine Entzündung der Magen- und Dünndarmschleimhaut (Gastroenteritis) oder eine Lebensmittelvergiftung in Frage, bei linksseitigen Schmerzen im Unterbauch sollte zudem eine Entzündung von Ausstülpungen der Darmwand (Divertikulitis) in Betracht gezogen werden.

Behandlung von Mittelschmerzen

Da die Mittelschmerzen normalerweise ganz natürlich im Zusammenhang mit dem Eisprung auftreten und gesundheitlich ungefährlich sind, bedürfen sie im Regelfall auch keiner Behandlung. Sind die Beschwerden sehr stark ausgeprägt, kann unter Umständen die Einnahme von Schmerztabletten hilfreich sein, meist bieten jedoch bereits verschiedene Hausmittel und naturheilkundliche Heilmittel eine wirksame Hilfe zur akuten Linderung. Halten die Schmerzen länger an und/oder werden als sehr stark erlebt, sollte die betroffene Frau allerdings dringend einen Gynäkologen aufzusuchen. Gleiches gilt, wenn sich die Art des Schmerzes verändert oder weitere Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, Zwischenblutungen oder Schwindel auftreten, damit die Ursache der Beschwerden genau abgeklärt werden kann.

Hausmittel bei Eisprungschmerzen

Bei ziehenden oder stechenden Schmerzen während bzw. nach dem Eisprung können verschiedene Hausmittel schnell für eine Linderung sorgen. Bewährt hat sich vor allem die Zufuhr von Wärme, indem z.B. eine Wärmflasche oder ein erwärmtes Kirschkernkissen auf den Unterleib gelegt wird. Viele Frauen empfinden auch ein heißes Bad als sehr wohltuend, wobei der Zusatz von ätherischen Ölen im Sinne der Aromatherapie die Wirkung erheblich verstärken kann. Hier eignen sich vor allem Öle, die generell entspannend und krampflösend wirken, wie beispielsweise Lavendel, Melisse, Wacholder oder Muskatellersalbei.

Schmerzen beim Eissprung. Linderung kann z.B. Wärme verschaffen. Bild: rico287/fotolia

Auch der so genannte „Mönchspfeffer“ (Vitex agnus-castus) kann helfen, die Beschwerden zu lindern, da dieser eine beruhigende Wirkung auf den Hormonhaushalt hat. Eingenommen wird dieser entweder als Flüssig- oder Trockenextrakt in Form von Kapseln oder Tabletten, wobei der Geschmack dem normalem Pfeffer recht ähnlich ist. Vor der Einnahme sollte jedoch in jedem Fall mit einem Arzt gesprochen werden, da in selteneren Fällen auch Nebenwirkungen wie juckender Hautausschlag, Kopfschmerzen oder Magen-Darmbeschwerden auftreten können. Da Eisprung-Schmerzen auch durch Mangelerscheinungen verstärkt werden können, kann zudem die gezielte Gabe von Mineralien wie Magnesium hilfreich sein, ebenfalls hilft bei vielen betroffenen Frauen Frauenmantel (als Tee oder Tinktur) oder die ebenfalls krampflösende Heilpflanze Schafgarbe.

Darüber hinaus bietet die Homöopathie wirksame Mittel wie zum Beispiel Beladonna oder Arnika, wobei auch hier über die jeweils passenden Globuli sowie Dosierung und Einnahmedauer immer im Vorfeld mit einem erfahrenen Homöopathen oder naturheilkundlich ausgerichteten Arzt beraten werden sollte. Neben dem kommen bei krampfartigen Schmerzen während des Eisprungs Schüssler Salze in Frage. Hier hat sich vor allem das Salz Nr. 7 (Magnesium phosphoricum) bewährt, welches als so genannte “Heiße Sieben” angewendet wird. Dabei handelt es sich um eine besonders intensive Anwendung, für welche 10 Tabletten in einer Tasse mit heißem Wasser aufgelöst und anschließend schluckweise getrunken werden. Dabei sollte jedoch stets bedacht werden, zum Umrühren keinen Metalllöffel zu verwenden, da dieser mit dem Magnesium reagieren und dementsprechend die Wirksamkeit des Mittels verändern kann.

Sind die Beschwerden noch aushaltbar, kann zudem Bewegung bzw. sportliche Aktivität oder eine sanfte Massage sehr hilfreich sein, denn auch Verspannungen im Bauchraum oder Gesäß oder ein verschobener Wirbel können unter anderem im Zusammenhang mit Mittelschmerzen stehen. Generell sollte demnach bei einem Ziehen oder Stechen während des Eisprungs darauf geachtet werden, sich möglichst viel Gutes zu tun. Häufig hilft es beispielsweise schon, wenn während der fruchtbaren Tage darauf geachtet wird, möglichst nur warme Speisen und Getränke zu sich zu nehmen, da kalte Nahrungsmittel oft zu einer Verstärkung der Schmerzen führen. Auch Stress sollte dringend vermieden werden, damit die Beschwerden wirksam gelindert werden können. Hier bieten sich vielfältige Übungen und Verfahren zum Stressabbau wie z.B. Yoga oder autogenes Training an, durch welche die Körpermitte gestärkt und Verkrampfungen gelöst werden können. Bei stärkeren und/oder länger anhaltenden Eisprungschmerzen sollte jedoch immer vorsichtshalber ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache abklären und gesundheitliche Risiken vermeiden zu können. (nr)

Quellen anzeigen Autor: Dipl. Sozialwiss. Nina Reese Quellen:

  • Jörg Grünwald, Christof Jänicke: Grüne Apotheke, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, 1. Auflage, 2015
  • Johannes-Martin Hahn: Checkliste Innere Medizin, Thieme Verlag, 8. Auflage, 2018
  • Bernhard Uhl: Gynäkologie und Geburtshilfe compact, Thieme Verlag, 6. Auflage, 2017
  • Jörg Grünwald, Christof Jänicke: Grüne Apotheke, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, 1. Auflage, 2015

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Der Mittelschmerz

Er tritt ungefähr zum Zeitpunkt des Eisprungs auf, also rund 8 bis 10 Tage nach der Menstruation. Etwa 20% aller Frauen spüren ihn in jedem Monat, manche nur für wenige Minuten, bei anderen dauert der Schmerz sogar mehrere Tage: Gemeint ist hier der Mittelschmerz, Intermenstrualschmerz oder Ovulationsschmerz, ein krampfartiges Stechen oder Ziehen im Unterleib in der Mitte des Zyklus, der manchmal auch von einer kleinen Blutung, der Ovulationsblutung, begleitet wird. Da der Eisprung immer abwechselnd im linken oder rechten Eierstock stattfindet, kann man auch den Mittelschmerz abwechselnd einmal auf der einen, dann auf der anderen Seite spüren.

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Durch seine zeitliche Abhängigkeit vom Eisprung ist der Mittelschmerz ein ziemlich unsicherer, ungefährer Anzeiger Ihrer fruchtbaren Tage. Wenn Sie aber nicht nur Ihren Mittelschmerz, sondern auch Ihre Körpertemperatur (Basaltemperatur) und die Beschaffenheit Ihres Zervixschleims untersuchen, ist er eine gute Hilfe, Ihre fruchtbaren Tage zu bestimmen

Was den Mittelschmerz auslöst, ist wissenschaftlich noch nicht genau geklärt. Eine Erklärung klingt aber sehr plausibel: Der pralle Follikel löst beim Platzen einen hohen Druck aus, den man dann als Schmerz spürt. Das erklärt auch, warum er in einem Zyklus auf der linken Seite, im nächsten dann auf der rechten Seite zu spüren ist. Gleichzeitig tritt beim Aufplatzen nicht nur die Eizelle, sondern auch etwas Flüssigkeit aus. Diese Flüssigkeit kann das Bauchfell reizen, wodurch Schmerzen verursacht werden können. Eine weitere Theorie besagt, dass der Mittelschmerz durch Kontraktionen des Eileiters verursacht wird.

Ruhe und Wärme sind eine gute Therapie, wenn der Mittelschmerz Sie sehr plagt. Legen Sie sich eine Bettflasche oder ein Wärmekissen auf den Bauch – oder entspannen Sie sich in der warmen Badewanne. Wenn Ihre Schmerzen sehr stark sind, helfen die gleichen Medikamente, die auch bei Menstruationsschmerzen helfen. In diesem Fall sollten Sie aber zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen, der Schmerz kann auch andere Ursachen haben (z.B. eine Blinddarmreizung).

Letzte Aktualisierung : 12-02-18, BH

Schmerzen beim Eisprung


Medizinische Qualitätssicherung am 25. September 2019 von Dr. med. Nonnenmacher

Schmerzen beim Eisprung sind nicht selten und treten in unterschiedlichen Ausprägungen bei vielen Frauen auf. Sie sind in den allermeisten Fällen harmlos und lassen sich mit einfachen Mitteln lindern oder vermeiden.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Was sind Schmerzen beim Eisprung?
  • 2 Ursachen
  • 3 Krankheiten mit diesem Symptom
  • 4 Diagnose & Verlauf
  • 5 Komplikationen
  • 6 Wann sollte man zum Arzt gehen?
    • 6.1 Ärzte & Therapeuten in Ihrer Nähe
  • 7 Behandlung & Therapie
  • 8 Aussicht & Prognose
  • 9 Vorbeugung
  • 10 Das können Sie selbst tun
  • 11 Quellen

Was sind Schmerzen beim Eisprung?

Unter Schmerzen beim Eisprung, den so genannten Mittelschmerzen leiden etwa 40 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter.

Unter Schmerzen beim Eisprung, den so genannten Mittelschmerzen leiden etwa 40 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter. Sie können wenige Minuten, einige Stunden, aber auch mehrere Tage andauern und in ihrer Intensität unterschiedlich ausgeprägt sein.

Oftmals sind sie nur als leichtes Ziehen um Unterbauch wahrzunehmen. In manchen Fällen können aber auch heftige Schmerzen durch den Eisprung ausgelöst werden.

Ursachen

Der Eisprung (auch Follikelsprung oder Ovulation) findet in der Mitte des etwa 23-35 Tage andauernden Menstruationszyklus statt. Bei diesem Vorgang wird eine noch unbefruchtete Eizelle aus den Eierstöcken in den Eileiter der Frau abgestoßen.

Der Eisprung ist Voraussetzung dafür, dass die Eizelle von einem männlichen Spermium befruchtet werden kann. Der Eisprung wird durch ein Zusammenspiel weiblicher Hormone ausgelöst. An ihrer Wirkung beteiligt sind der Hypothalamus im Zwischenhirn, sowie die Hirnanhangsdrüse und die Eierstöcke. Im Laufe eines Zyklus reifen in den Eierstöcken etwa 10-12 Follikel heran. Follikel bestehen aus den Eizellen und ihren jeweiligen Begleitzellen.

Aus dieser sogenannten Kohorte der Follikel setzt sich schließlich jeweils eines durch, welches zum sprungreifen Follikel heranwächst. Man geht davon aus, dass die Schmerzen beim Eisprung im Aufplatzen des Follikels und der Freilegung ihrer Eizelle begründet liegt. Der Follikel ist kurz vor dem Eisprung prall gefüllt. Platzt er, so kann dies als Ziehen im Unterleib oder in Form von Krämpfen wahrgenommen werden. Außerdem tritt bei diesem Vorgang Flüssigkeit aus dem Follikel aus, die kurzzeitig im Bauch verweilt und das Bauchfell reizen kann.

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Diagnose & Verlauf

Im Gegensatz zu Regelschmerzen, die ein großflächiges Ziehen um Unterbauch hervorrufen, treten die Schmerzen beim Eisprung meist nur einseitig auf. Dies hängt davon ab, welcher der beiden Eierstöcke gerade an der Abstoßung der Eizelle beteiligt ist.

Gelegentlich kann während des Eisprungs auch eine leichte Blutung eintreten. Die Mittelschmerzen dauern in der Regel nur kurze Zeit an und können in ihrer Stärke auch von Monat zu Monat unterschiedlich sein. Maximal sollte der Mittelschmerz allerdings 1-2 Tage dauern. Halten die Schmerzen über einen längeren Zeitraum an, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, da hier auch eine andere Schmerzursache wie etwa eine Blinddarmentzündung oder eine Zyste vorliegen kann.

Schmerzen und Eisprung müssen nicht synchron auftreten. Es kann durchaus sein, dass der Schmerz bereits früher auftritt als der Eisprung stattfindet, oder erst die Flüssigkeit des Follikels den Schmerz verursacht, dieser also erst verspätet einsetzt. Als verlässliche Verhütungsmethode oder als Mittel zur Familienplanung eignet sich die Orientierung am Mittelschmerz also nicht. Besteht ein Schwangerschaftswunsch, bietet die Planung mit Fruchtbarkeitstests eine sicherere Methode.

Komplikationen

Während des Eisprungs kann es häufig zu Schmerzen im Unterleib kommen. Es gilt daher eine genaue Unterscheidung zum Normalzustand während vorangegangener Zyklen herzustellen. Der normale sogenannte Mittelschmerz, hält generell ein bis zwei Tagen an. Ist dies nicht der Fall, sollte ein Arzt befragt werden. Das Merkmal des schmerzenden Unterleibes kann auch andere, schwerwiegende Ursachen anzeigen.

Es besteht die Möglichkeit einer Eileiterschwangerschaft, bei der sich eine befruchtete Eizelle in der Schleimhaut des Eileiters einnistet. Die Behandlungsmethode sieht in den meisten Fällen eine operative Entfernung dieser Eizelle vor, da es ansonsten zu Beschädigungen des Eileiters kommen kann. Bei manchen Patientinnen wird die Eileiterschwangerschaft auch durch eine natürliche Fehlgeburt beendet.

Plötzlich auftretende Schmerzen sollten außerdem beobachtet werden, da es sich um eine geplatzte Eierstockzyste handeln könnte. Dies würde einen operativen Eingriff zu deren Entfernung und der Verringerung von Schäden unumgänglich machen. Die Ovarialzysten sind bei Frauen sehr häufig zu finden und sind meist nicht weiter gesundheitsschädlich. Sie können aber immer wieder Schmerzen während des Eisprungs auslösen. Dieser Mittelschmerz kann zudem mit einer Blinddarmentzündung verwechselt werden, die in jedem Fall behandelt werden sollte.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Nicht jede Frau hat Schmerzen beim Eisprung – wenn, dann sind sie aber sehr leicht und halten nur wenige Sekunden an. Frauen verspüren dabei einen winzigen Stich, der normalerweise sofort wieder verschwindet. Bald darauf beginnt die Regelblutung oder die Eizelle wird befruchtet und sie setzt aus. Treten Schmerzen beim Eisprung häufiger oder gar bei jedem Mal auf, ist das noch kein Grund für einen sofortigen Arztbesuch, auch wenn die betroffene Frau ihren Eisprung davor gar nicht gespürt hat.

Allerdings sollte die Frau die nächste Vorsorgeuntersuchung nutzen, um die neue Beobachtung anzusprechen. Im Ultraschallbild kann der Gynäkologe ihr meist schon bestätigen, dass alles in Ordnung ist – falls nicht, würden ihm erste Unregelmäßigkeiten auffallen, damit er eine Diagnose stellen kann. Hellhörig werden sollten Frauen dagegen, wenn Schmerzen beim Eisprung nicht nur regelmäßig auftreten, sondern auch noch schmerzhafter als ein kleiner Stich sind oder die Schmerzen länger anhalten.

Bei körperlichen Veränderungen an den Eierstöcken ist es nur zu erwarten, dass auch der Eisprung sich anders anfühlt und sogar mit Schmerzen verbunden sein kann. Schmerzen beim Eisprung können ein erster Hinweis auf eine Erkrankung sein, die dadurch rechtzeitig erkannt und behandelt werden kann. In solchen Fällen ist es sinnvoll, mit der ärztlichen Konsultation nicht mehr bis zur nächsten Vorsorgeuntersuchung zu warten.

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Behandlung & Therapie

Ein altbekanntes Mittel, das auch bei Regelschmerzen oft erste Abhilfe schafft, ist Wärme. Wärmflaschen oder Dinkelkissen tragen aufgewärmt zur Linderung der Mittelschmerzen bei. Optimalerweise begibt man sich mit einem warmen Kissen und einer heißen Tasse Tee ins Bett und versucht, sich zu entspannen.

In vielen Fällen kann auch ein heißes Bad zur Entspannung und Mäßigung der Schmerzen beitragen. Da Schmerzen beim Eisprung auch durch eine Mangelerscheinung des Körpers verstärkt werden können, hat sich auch die Vergabe von Mineralien wie Magnesium zur Linderung der Symptome bewährt.

Ist der Schmerz eher leicht, kann man versuchen, die Durchblutung durch Sport anzuregen und den Mittelschmerz auf diese Weise zu lindern. Auch eine leichte Massage der Bauchdecke bewirkt in manchen Fällen wahre Wunder. Fallen die Schmerzen beim Eisprung jedoch stark aus, so kann auch die Einnahme von Schmerztabletten eine Lösung sein. Diese sollten jedoch nur in Erwägung gezogen werden, wenn durch die Schmerzen der Alltag beeinträchtigt wird.

Unter andauerndem Stress wird es schwierig werden, die Schmerzen effektiv zu bekämpfen. Entspannung ist bei der Behandlung des harmlosen Mittelschmerzes also besonders wichtig.

Aussicht & Prognose

Die meisten Frauen bemerken ihren Eisprung nicht direkt. Einige verspüren jedoch regelrechte Schmerzen beim Eisprung, die sich wie ein kleiner Stich anfühlen. Sie treten zwar nicht immer auf, werden aber alle paar Monate oder von einzelnen Frauen tatsächlich jeden Monat wahrgenommen. Die Schmerzen signalisieren, dass eine Eizelle sich auf dem Weg zum Eileiter befindet.

In der Regel handelt es sich bei dem Schmerz nur um einen kleinen, stechenden Schmerz, der zwar bemerkt wird, aber auch nicht weiter schlimm ist. Wenn er als schlimm empfunden wird, liegt das meistens nur daran, dass er unerwartet kommt und die Frau selbst einen Augenblick braucht, bis sie versteht, um was es sich gehandelt haben könnte.

Manche Frauen erleben Schmerzen beim Eisprung nur einmal im Leben, bei anderen treten sie vor allem in der Pubertät, weitere Frauen erleben ihn wiederum einige Male nach einer Geburt. All diese Fälle sind vollkommen ungefährlich.

Tritt jedoch etwa zur Zeit des Eisprungs regelmäßig ein stärkerer Schmerz auf, sollte die Frau diesbezüglich einen Arzt aufsuchen. Starke Schmerzen beim Eisprung sind nicht normal und deuten entweder auf ein Problem hin oder haben eine andere Ursache und liegen nicht am Eisprung selbst. Eine sichere Antwort kann hier nur ein Arzt geben.

Da Schmerzen beim Eisprung durch einen natürlichen Vorgang des gesunden Körpers hervorgerufen werden, ist es nicht möglich, effektive Vorbeugung dagegen zu betreiben. Der akute Schmerz kann jedoch gut mit den oben genannten Mitteln behandelt werden.

Eine Ausnahme bildet die Einnahme der Antibabypille. Da die Pille den monatlichen Eisprung unterdrückt, treten in den allermeisten Fällen auch keine Mittelschmerzen auf. Zur Vorbeugung des Mittelschmerzes sollte man die Antibabypille aber unter keinen Umständen einnehmen. Da diese stark wirksame hormonelle Wirkstoffe besitzt und Nebenwirkungen verursachen kann, empfiehlt sich die Pille nur für den Einsatz als Verhütungsmethode.

Das können Sie selbst tun

Störungen beim Eisprung äußern sich oftmals als stechende, ziehende Schmerzen im Unterleib, die in Wellen auftreten und über ein bis zwei Tage anhalten können. Betroffene Frauen sollten in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, um eine ernsthafte Erkrankung der Sexualorgane auszuschließen.

Liegt keine ernstzunehmende Grunderkrankung vor, können diese Leiden auch mit Hausmitteln therapiert werden. Vielen Frauen hilft eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen auf dem Unterbauch oder ein heißes Bad. Auch eine gesunde, pflanzenbasierte Ernährung in Kombination mit ausreichenden Sport soll sich günstig auswirken. Mäßiger Ausdauersport, zum Beispiel Schwimmen, Radfahren oder Walken, kann während der akuten Schmerzwelle dazu führen, dass diese schneller und dauerhaft abebbt. Darüber hinaus können Entspannungsmassagen, insbesondere des Unterbauchs und des unteren Rückens, lindernd wirken.

Außerdem werden Entspannungstechniken wie Tai Chi, Yoga oder autogenes Training empfohlen. In der Naturheilkunde kommen eine Reihe von Tees und Tinkturen zum Einsatz. Empfohlen wird zum Beispiel ein Tee aus getrocknetem Frauenmantel. Dazu werden zwei Teelöffel des Krauts mit heißem Wasser übergossen. Der Tee muss ziehen, bis das Wasser soweit abgekühlt ist, dass der Sud in kleinen Schlucken getrunken werden kann. Manche Frauen trinken statt Kräutertee auch Soja-Milchkaffe. Wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit dieser Hausmittel bestätigen, gibt es bisher nicht. Hilfreich sind aber in jedem Fall freiverkäufliche Schmerzmittel aus der Apotheke.

Quellen

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Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Schmerzen beim Eisprung?

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Redrose kommentierte am 05.02.2015

Habe seit einigen Jahren jedes Monat eine Woche lang starke Schmerzen beim Eisprung. Jeder Gynäkologe halt mich für verrückt, weil es das angeblich in keinem Medizinfachbuch gibt. Ich nehme fast eine Woche lang Parkemed 500mg, sonst halte ich es nicht aus. Zusätzlich habe ich eine Wärmflasche beim Schlafen dabei. Zusatzinfo: Bin unterbunden und hatte wegen starker Regelbeschwerden eine Hormonspirale. Hormonspirale – Regel aus – Schmerzen beim Eisprung. Jetzt ist die Spirale draussen, Eisprungschmerzen, 14 Tage später sehr starke Regel. Gibt es eine Lösung für mein Problem, ohne die Gebärmutter rauszunehmen?

redrose kommentierte am 11.05.2015

Ich habe seit Jahren sehr starke Schmerzen. Manchmal sogar eine Woche lang, beim Eisprung. Kein Gynäkologe konnte mir bis jetzt helfen, außer, dass ich Schmerztabletten nehmen soll. Zu Beginn nehme ich bis zu 3 Tabletten pro Tag. Jeden Monat, tagelange, nun schon zirka 8 Jahre. Scheinbar tritt dieses Phänomen zu selten auf, als dass sich die Ärzteschaft darüber schon den Kopf zerbrochen hätte. Ich bin sicher eine der wenigen Frauen, die sich auf den Wechsel freuen.

Mittelschmerz kommentierte am 26.05.2015

Ich leide seit ich meine Periode habe an sehr starken Mittelschmerz, also ungefähr seit 20 Jahren und das eine ganze Woche lang. Kein Arzt konnte mir helfen und ein Wundermittel habe ich auch bisher nicht entdeckt. Mein Frauenarzt hat gemeint, eine Hormonspirale wäre sehr vielversprechend und er wäre sich ziemlich sicher, dass die Schmerzen danach auch verschwinden würden, aber leider ist dies auch ohne Erfolg. Ich bin sozusagen eine Woche im Monat nicht zu gebrauchen, da die Schmerzen einfach unerträglich sind. Ausserdem beeinträchtigt es auch mein Sexualleben sehr stark. Ich wünsche mir und allen Mitleidenden eine baldige Lösung gegen diese lästigen Schmerzen. Ich wäre für alle Ratschläge sehr dankbar.

Redmoon kommentierte am 10.06.2015

Ich bekomme unregelmäßig so starke Mittelschmerzen, dass mir nur noch Schmerzmittel und Stillliegen hilft. Das alles trotz Antibabypille. Gott sei dank, nur für wenige Stunden. Der oben stehende Tipp, mit dem Vitaminmangel, ist für mich interessant, da ich durch meine Glutenunverträglichkeit unter ständigen Mangelerscheinungen (wie Muskelkrämpfe) leide. Da heißt es wohl für mich richtige Magnesium Präparate aus der Apotheke holen.

Shaina kommentierte am 10.06.2015

Krass, und ich zerbreche mir den Kopf, wenn ich die Mittelschmerzen 2-3 Tage verspüre. Dann lese ich hier solche Schicksale. Das tut mir so leid und ich hoffe, dass es für Euch eine Antwort gibt. Viel Glück Euch beiden. Bei mir hat ein warmes Bad und Joga geholfen. Shaina

Mandy kommentierte am 11.07.2015

Hi Mädels, ich war die Tage beim Arzt, weil ich wiederholt ca. eine Woche lang üble Schmerzen im Unterleib hatte (beidseitig) – samt Blähbauch. Ihre erste Idee: Mittelschmerz (trotz Pille?). Sie machte eine Ultraschalluntersuchung. Als sie in meinem Unterleib „herumrührte“, hatte ich direkt wieder dieses krasse Ziehen. Bingo. Sie sagte, es könnte ein „verdrehter Eierstock“ sein oder mein Darm (leide auch unter Reizdarm). Einen verdrehten Eierstock sieht man wohl generell nicht im Ultraschall – ich soll jetzt erstmal wieder den Darm untersuchen lassen, denn so wäre nichts Auffälliges zu sehen gewesen. Toll, von Arzt zu Arzt zu Arzt. Mädels, ich wünsch Euch mehr Erfolg!

huessi79 kommentierte am 15.09.2015

Ich habe das gleiche Problem gehabt. Jahrelang, Monat für Monat extreme Mittelschmerzen. Diese wurden im Laufe der Jahre so schlimm, dass ich schon fast durchgehend Schmerzen hatte. Mein Bauch war sogar jedesmal so dick als wenn ich im fünften Monat schwanger wäre. Meine Ärztin konnte mir nicht mehr helfen und Tabletten wollte ich nicht nehmen. Nicht mal aufrecht sitzen konnte ich. Habe dann mal die Frauenärztin gewechselt. Diese hat mir zu einer Bauchspiegelung geraten. Da man mit Ultraschall nicht alles sehen kann. Daraufhin wurden bei mir Zysten und Myome in der Gebärmutter festgestellt, und umgehend entfernt. Das ist jetzt zwei Jahre her und ich bin seit der OP schmerzfrei. Kein Mittelschmerz, keine Regelschmerzen. Ich würde jeder Frau mit solchen Beschwerden dazu raten. Ich hoffe, ich konnte helfen.

Cala kommentierte am 29.09.2015

Kann da nur zustimmen. Die wirklichen Probleme sieht man erst bei der Bauchspiegelung. Es kann eine Endometriose sein oder – wie bei mir – ein verklebter Eierstock und einer, der mit dem Darm verwachsen war. Die Bauchspiegelung selbst ist ein Klacks, würde ich immer wieder machen. Bis auf eine kleine Narbe am Bauchnabel ist nichts zurück geblieben.

Karmai kommentierte am 29.11.2015

Ich habe mittlerweile seit drei Jahren diese Problematik.
Angefangen hat es mit einmal am Tag Schmerzen. Bis es schlimmer wurde, zwei- bis dreimal die Nacht für zwei Tage. Man bedenke nur der Eisprung. Bei der Regelblutung traten keine Schmerzen auf. Ich war dann Anfang des Jahres wegen Verdacht auf Endometriose auf dem OP-Tisch. Nun hab ich das Gefühl, dass es einfach nur noch schlimmer wird und keiner weiß warum. Vier- bis fünfmal krampfartige Schmerzen am Tag. Drei- bis viermal krampfartige Schmerzen in der Nacht.
Das geht bis zu sechs, sieben Tage so. Schmerztabletten helfen mir nicht. Es hilft nur Wärme. Was kann ich machen?

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