Nach eisprung schmerzen

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Schwangerschaft: Was tun, wenn die Brust spannt?

In der frühen Schwangerschaft liegt das daran, dass sich Ihr Hormonhaushalt umstellt. Das Spannungsgefühl in der Brust ist daher oft das erste Anzeichen an dem Frauen merken, dass sie schwanger sind. Die starken hormonellen Veränderungen in der Schwangerschaft wirken eben auch auf das Brustgewebe. Die Brust wird größer, die Brustwarze oft etwas dunkler. Im dritten Schwangerschaftsmonat lässt das Spannungsgefühl meistens nach, es kann aber gegen Ende der Schwangerschaft erneut auftreten: Dann stimmt sich Ihre Brust auf die Milchbildung ein, damit alles bereit ist für den Start in die Stillzeit.

Es ist hilfreich, einen gut sitzenden BH zu tragen, der Ihre Brust stützt, aber nirgends drückt, reibt oder einengt. Vermutlich werden Sie irgendwann einen neuen BH brauchen, denn mit der wachsenden Brust kann sich Ihre Körbchengröße ändern.

Falls Ihre Brust sehr berührungsempfindlich ist, probieren Sie doch mal die folgende Mischung: Geben Sie in ein Basisöl (ein kaltgepresstes Pflanzenöl, etwa Sonnenblumen-, Oliven-, Jojoba-, Mandel- oder Weizenkeimöl) einige Tropfen Lavendelöl und Neroli. Am besten lassen Sie sich in der Apotheke oder von Ihrer Hebamme dazu beraten, wie Sie die richtige Mischung hinbekommen. Meiner Erfahrung nach empfinden es die meisten Frauen als lindernd, dieses Öl dünn auf die Brüste aufzutragen. Wenn Ihnen das angenehm ist, können Sie Ihre Brust mit dem Öl auch mit leichten Kreisbewegungen sanft massieren. Das mildert die Spannungsgefühle. Bitte die Brustwarzen beim Einölen- oder -cremen aussparen, damit die Haut dort nicht zu sehr aufweicht. Auch die Wärme eines Bades oder beim Duschen empfinden viele Frauen übrigens als hilfreich gegen die Spannungsgefühle.

Eisprung Schmerzen: Wärme kann helfen

Menstruationsschmerzen sind fast jeder Frau bekannt. Manche nehmen aber auch beim Eisprung Schmerzen wahr: Es handelt sich um den Mittelschmerz. Welche Ursache er hat und wie Sie ihn lindern können, lesen Sie hier.

Eine Wärmflasche kann helfen, wenn der Eisprung Schmerzen verursacht. Foto: Jupiterimages, Goodshoot, Thinkstock

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Von Julia Wohlgemuth

Schnelle Hilfe bei Eisprung Schmerzen:

  • Lindern Sie den Schmerz mit Hilfe einer angenehm temperierten Wärmflasche
  • Magnesium als Badezusatz wirkt entspannend auf den Körper
  • Vermeiden Sie kalte Getränke oder Speisen.

Zu allen Tipps geht es hier.

Wie der Name bereits andeutet, tritt der Mittelschmerz oder Intermenstrualschmerz in der Mitte des Zyklus zur Zeit des Eisprungs auf. Manche Frauen nehmen gar nichts wahr, andere spüren ein leichtes Ziehen und wieder andere haben mit starken Schmerzen oder Krämpfen im Unterleib zu kämpfen. Diese können Stunden bis Tage anhalten. Nicht jede Frau leidet regelmässig jeden Monat an Intermenstrualschmerzen. Sowohl Häufigkeit als auch Intensität variieren.

Und wundern Sie sich nicht, dass der Mittelschmerz nur auf einer Seite auftritt: Wer beim Eisprung Schmerzen hat, spürt sie dort, wo der Eisprung geschieht. Und bei jedem Eisprung ist jeweils nur ein Eierstock aktiv. Mitunter kann der Eisprung auch eine leichte Blutung auslösen.

Ursachen: Wieso kann der Eisprung Schmerzen auslösen?

Der Vorgang des Eisprungs löst die unangenehmen Mittelschmerzen aus: Der Follikel (die Hülle, die die Eizelle im Eierstock umgibt) ist prall gefüllt und steht daher unter Spannung. Der Follikel platzt schliesslich auf und gibt die Eizelle frei. Wissenschaftler nehmen an, dass die Spannung und das darauf folgende Aufplatzen des Follikels die Ursache der Intermenstrualschmerzen sind. Zusätzlich tritt beim Eisprung eine Flüssigkeit aus, die das Bauchfell reizen kann. Eine Bauchfellreizung kann ebenfalls sehr schmerzhaft sein.

Linderung: Was tun bei Eisprung Schmerzen?

Eisprung Schmerzen lassen sich auf ähnliche Weise lindern wie Menstruationsschmerzen – durch Wärme und andere krampflösende Massnahmen:

  • Für angenehme Wärme sorgen zum Beispiel eine Wärmflasche, ein erwärmtes Kirschkern- oder Dinkelkissen. Legen Sie die Wärmflasche oder das zu angenehmer Temperatur erwärmte Kissen auf Ihren Bauch.
  • Nehmen Sie ein wärmendes Bad.
  • Wegen seiner krampflösenden Wirkung eignet sich auch die Einnahme von Magnesium. Magnesium wirkt auch bei äusserer Anwendung in Form eines Öls oder als Badezusatz.
  • Weitere vorbeugende Tipps gibt Naturheilpraktikerin Sabine Hurni: Sie empfiehlt als wirksame Heilpflanzen Mönchspfeffer, Frauenmantel und Schafgarbe. Konsultieren Sie vor der Einnahme solcher Heilpflanzen Ihren Arzt oder Heilpraktiker.
  • Während Wärme den Schmerz lindern kann, schadet Kälte ihm: Vermeiden Sie also auch kalte Speisen und Getränke. Auch das Wasser, das Sie trinken, sollte lauwarm sein.

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Lexikon der Frauenkräuter von Margret Madejsky

Mastodynie (zyklusabhängige Brustschmerzen)

(AndreyPopov / iStockphoto)

Durch Selbstuntersuchung die eigene Brustlandschaft kennenlernen

Durch eine regelmäßige Selbstuntersuchung lernt jede Frau ihre eigene „Brustlandschaft“ kennen und kann so Veränderungen im Laufe ihres Zyklus besser wahrnehmen.

Fühlt sich etwas anders an als sonst, sollte frau einen Arzt zu Rate ziehen. Dieser kann durch Abtasten und eventuell durch eine Ultraschall- oder Mammografie-Untersuchung einen eindeutigen Befund erstellen.

Die gute Nachricht lautet: Die meisten Veränderungen an der weiblichen Brust sind gutartig. Haben sie aber einen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko?

Das Spannungsgefühl und die Verhärtungen in der Brust treten vor allem im oberen, äußeren Teil der Brust auf, und die Schmerzen verstärken sich meist kurz vor der Periode.

Die meisten Frauen leiden einige Tage, manche müssen die Schmerzen während ihrer gesamten „fruchtbaren Zeit“ erdulden. Bleibende Erleichterung verschaffen erst die Wechseljahre – außer frau erhält eine Hormonersatztherapie.

Während des weiblichen Zyklus kommt es zu starken hormonellen Schwankungen. Während in der ersten Zyklushälfte (vom ersten Tag der Periode bis zum Eisprung rund um den 14. Zyklustag) das Geschlechtshormon Östrogen überwiegt, so wird in der zweiten Zyklushälfte (ab dem Eisprung bis zum Einsetzen der nächsten Periode rund um den 28. Zyklustag) vor allem das Gelbkörperhormon Progesteron produziert.

++ Mehr zum Thema: Menstruationszyklus ++

Durch diese natürlichen Schwankungen wird vor allem kurz vor der Periode im Gewebe vermehrt Wasser gespeichert, was Spannungsgefühle in der Brust auslösen kann.

Mastodynie gilt jedoch nicht als Krankheit im eigentlichen Sinne und geht auch nicht mit einem höheren Brustkrebsrisiko einher. Die Schmerzen sollten dennoch medizinisch abgeklärt werden, eventuell raten Ärzte zu hormonellen Präparaten.

Auch nicht-hormonelle Strategien können hilfreich sein, wie etwa kühlende Salben oder Akupunktur.

Mastitis: Brustentzündungen während der Schwangerschaft und Stillzeit

Eine Entzündung der Brust (Mastitis) kommt vor allem bei Frauen vor, die ihr Baby stillen. Komplikationen treten meist in den ersten drei Monaten nach der Geburt auf. Der Übergang von einem Milchstau zu einer Entzündung ist fließend und schwer abzugrenzen.

Die Symptome sind stark schmerzende Brüste, die massiv gerötet und warm sind, hohes Fieber über 39 Grad und eine Erhöhung der weißen Blutkörperchen im Blutbild. Fast immer sind Bakterien der Auslöser für eine Brustentzündung.

Meist klingt die Mastitis nach einer entsprechenden Behandlung mit Antibiotika rasch ab und stellt keinen Risikofaktor für eine spätere Brustkrebserkrankung dar. Trotzdem sollte eine Entzündung immer ärztlich untersucht werden um ein so genanntes inflammatorisches Mammakarzinom (Brustkrebs) auszuschließen.

++ Mehr zum Thema: Brustentzündung (Mastitis) ++

Mastopathie: Wenn sich die Brustdrüse umbaut

Bei einer so genannten Mastopathie handelt es sich um eine gutartige Erkrankung, die mit kleinen Gewebsveränderungen wie knotigen Verhärtungen oder Zystenbildung einhergeht, die besonders in der zweiten Zyklushälfte auftreten. Sie betrifft meist beide Brüste und ist auf Umbauvorgänge des Drüsenkörpers zurückzuführen.

Mehr als die Hälfte aller Frauen leiden im Laufe ihres Lebens mehr oder weniger stark an einer Mastopathie, besonders 30- bis 50-Jährige sind betroffen. Die Mastopathie ist meist mit unangenehmen Erscheinungen verbunden, die Beschwerden ähneln der Mastodynie.

Vermutlich liegt der Mastopathie eine Verschiebung des hormonellen Gleichgewichtes von Östrogen und Progesteron zugunsten des Östrogens zugrunde. Eine Flüssigkeitsabsonderung aus der Brustwarze kann auf Papillome (gutartige Gewächse in den Milchgängen) hindeuten, steht eine wässrige oder blutige Sekretion nicht mit Schwangerschaft, Stillen oder Hormon-Medikamenten in Zusammenhang, kann jedoch auch Brustkrebs nicht ausgeschlossen werden.

Die meisten Frauen mit Mastopathie entwickeln keinen Brustkrebs. Nur eine bestimmte Form der Mastopathie, nämlich die „atypisch proliferierende“ Form, geht mit einem etwa zwei bis drei Mal erhöhten Brustkrebsrisiko einher. Diese Form ist aber eher selten. Eine Therapie gibt es leider nicht, betroffene Frauen müssen versuchen, ihre Mastopathie als etwas „Normales“ zu akzeptieren. Linderung können jedoch hormonelle bzw. nicht-hormonelle Mittel verschaffen, die auch bei Mastodynie hilfreich sind (s.o.).

Fibroadenome und Lipome- gutartige Knoten

Das Fibroadenom ist ein gutartiger Knoten in der weiblichen Brust, der bei etwa 30 Prozent aller Frauen vor den Wechseljahren auftritt. 15- bis 30-jährige und 45- bis 55-jährige Frauen sind besonders häufig betroffen. Der Knoten schmerzt meist nicht, wenn man ihn berührt, er kann verschoben werden und ist gut abgegrenzt.

++ Mehr zum Thema: Fibroadenom ++

In der Regel wird er chirurgisch entfernt. Das Risiko einer bösartigen Veränderung bei Nichtentfernen ist gering. Lipome zählen zu den Weichteiltumoren und gehen vom Fettgewebe der Brust aus. Sie sind schwer zu ertasten und werden meist nur zufällig bei einer Mammographie oder im Ultraschall entdeckt. Ein erhöhtes Brustkrebsrisiko durch Lipome ist bislang nicht bekannt.

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Autoren:
MMag.a Karin Jirku
Medizinisches Review:
Dr. med. Peter Mahlknecht

Aktualisiert am: 24.11.2014 | 10:23

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Brustschmerzen vor Periode: Woher kommen sie?

Du hast Brustschmerzen vor der Periode? Wir klären Dich über mögliche Ursachen auf und darüber, was die Schmerzen während oder nach der Regelblutung bedeuten können.

Brustschmerzen vor der Periode

Brustschmerzen vor der Periode sind nichts Ungewöhnliches.

Du verspürst ein Ziehen, Spannen oder Schweregefühl bis hin zu tastbaren Verhärtungen in beiden Brüsten? Derartige Brustschmerzen vor der Periode sind ganz normal: Monat für Monat haben zahlreiche Frauen mit eben diesen Menstruationsbeschwerden zu kämpfen. Dass diese Symptome auch schon mal ein, zwei Wochen vor der Regelblutung einsetzen können, ist ebenso nicht ungewöhnlich. In der Medizin wird bei zyklusabhängigen Brustschmerzen von Mastodynie gesprochen. Was genau zu den vom weiblichen Zyklus verursachten Brustbeschwerden führt, ist noch unklar. Sicherlich spielen aber die Schwankungen der weiblichen Hormone und damit verbundene Veränderungen eine Rolle. Um zyklusbedingte Brustschmerzen handelt es sich meist dann, wenn beide Brüste schmerzen – ihre Usachen:

  • Zyklische Mastodynie (innerhalb des prämenstruellen Syndroms, PMS)
  • Fibrozystische Mastopathie (Veränderungen des Brustgewebes, meist im gebärfähigen Alter)

Wenn Du vor dem Einsetzen Deiner Periode beidseitige Brustschmerzen verspürst und diese nach der Regelblutung wieder verschwinden, gibt es also keinen Grund zur Sorge.

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Brustschmerzen während der Periode

Anders als bei schmerzenden Brüsten vor der Regelblutung können die Ursachen für Brustschmerzen während der Periode genauer benannt werden:

  • Vermehrte Wassereinlagerungen (Ödeme) in den Brüsten
  • Verstärkte Durchblutung des Brustgewebes

Übrigens: Ab 30 nehmen zyklusbedingte Brustschmerzen häufig zu. Aber auch jüngere Frauen können bereits von schmerzenden Brüsten geplagt sein. Die Chancen, dass die Unannehmlichkeiten in den Wechseljahren endlich nachlassen, stehen allerdings gut.

Brustschmerzen nach der Periode

Brustschmerzen nach der Periode kommen wesentlich seltener vor als schmerzende Brüste vor oder während der Menstruationsblutung – mögliche Auslöser:

  • Wechseljahre
  • Schwangerschaft

Hinweis: Wenn Du Dich noch nicht in den Wechseljahren befindest, solltest Du bei Brustbeschwerden nach der Periode vorsorglich einen Schwangerschaftsfrühtest machen und einen Termin bei Deinem behandelnden Gynäkologen vereinbaren.

Zyklusunabhängige Ursachen von Brustschmerzen

Einseitige Brustschmerzen über die Periode hinaus sollten ernst genommen werden.

Schmerzende Brüste können auch unabhängig von der Periode entstehen, sind jedoch weitaus seltener als zyklusabhängige Brustschmerzen. Sie treten kontinuierlich ohne Schwankungen auf, betreffen häufig nur eine Brust und sind eventuell mit Knoten, Schwellung, Hautveränderungen oder Absonderungen aus der Brustwarze verbunden – mögliche Gründe:

  • Milchgangserweiterung (Gutartige Zellwucherung)
  • Krankhafte Brustdrüsensekretion (Milchgangsektasie)
  • Behandlung mit Sexualhormonen
  • Brustentzündung (Mastitis)
  • Zyste (Gutartige Brusterkrankungen)
  • Fettgewebsnekrose (Gutartige Brusterkrankungen)
  • Knoten
  • Tumore
  • Brustkrebs
  • Medikamente
  • Nebenwirkung östrogenbetonter Pillen
  • Einlegen eines Verhütungsstäbchens

Je nach Ursache sind die Brustschmerzen unterschiedlich ausgeprägt, können konkret auf einen Bereich eingegrenzt werden bzw. in den Brustkorb oder den betroffenen Arm ausstrahlen.

HINWEIS: Wende Dich bei andauernden und vor allem einseitigen Brustschmerzen über Deine Periode hinaus unbedingt an Deinen Arzt, um die Ursachen abklären zu lassen!

Mit Periodenproblemen bist du nicht allein. Jede Frau kennt sicherlich eines der folgenden Problemchen, die alle vier Wochen auftauchen. 1 und 4 sind besonders ätzend!

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Dir machen nicht nur Brustschmerzen vor der Periode zu schaffen, sondern auch während der Regel hast Du mit weiteren Menstruationsbeschwerden zu kämpfen? Wir wissen, was Du gegen Regelschmerzen tun kannst.

Darum spannen die Brüste während der Periode

Brustspannen: Die Symptome

Nicht wenige Frauen klagen kurz vor und während ihrer Periode über Schmerzen im Busen. In der Zeit nach dem Eisprung bis zur Menstruation werden ihre Brüste empfindlicher – Berührungen oder gar das Anziehendes BHs werden für sie zu einer schmerzhaften Tortur. Der Busen beginnt, zu ziehen oder zu spannen. Und bei mancher Frau sind die Schmerzen so ausgeprägt, dass sie sogar bis in die Achseln oder gar bis zum Ellenbogen ausstrahlen.

Woher kommt das?

Das Brustspannen ist auf das prämenstruelle Syndrom, kurz PMS zurückzuführen. Dabei kommt es nicht nur zu Kopfschmerzen oder Reizbarkeit. Kurz vor der Periode wird vermehrt Östrogen ausgeschüttet. Das Hormon begünstigt Flüssigkeitseinlagerungen im Körper, auch in der Brust. Dadurch, dass sich die Flüssigkeit allerdings nicht gleichmäßig verteilt, entsteht das diffuse Spannungsempfinden.

Tipps zum Vorbeugen

Wollt ihr den Schmerzen schon vor dem Entstehen entgegenwirken, könnt ihr auf einige Tricks zurückgreifen. Als hilfreich haben sich beispielsweise Akupunktur, kalte Kompressen oder Eisbeutel erwiesen. Und auch eine Ernährungsumstellung kann unterstützend wirken: Nehmt in der Zeit viel Vitamin B6, das beispielsweise in Mandelmus enthalten ist, und ungesättigte Fettsäuren zu euch. Insbesondere Letztere stabilisieren den Hormonhaushalt und lindern so die Beschwerden.

Angeber-Fact: Frauen unter 20 und über 40 sind von Brustschmerzen während der Blutung besonders stark betroffen.

Brustschmerzen

Brustschmerzen: Ursachen und mögliche Erkrankungen

Mastodynie: Zyklusabhängige Ursachen

Brustschmerzen treten in den meisten Fällen im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus auf. Als sekundäres Geschlechtsorgan stehen die Brüste unter dem Einfluss der Hormone, vor allem der Östrogene. Diese sorgen dafür, dass während der zweiten Hälfte des Zyklus vermehrt Flüssigkeit ins Brustgewebe eingelagert wird. Zusätzlich werden die Brüste besser durchblutet. Insgesamt werden sie dadurch größer und schwerer, eventuell lassen sich auch knotige Veränderungen ertasten.

Die Zunahme des Volumens kann einen gewissen Dehnungsschmerz verursachen. Außerdem reagiert die Brust empfindlicher auf Berührungen. Normalerweise verschwinden die Beschwerden wieder, wenn der Östrogenspiegel bei Eintritt der Menstruation abfällt, und die Flüssigkeit aus dem Gewebe geschleust wird.

Nicht alle Frauen sind von dieser Erscheinung gleich stark betroffen. Außerdem sind sie auch unterschiedlich empfindlich gegenüber dem Dehnungsschmerz. Zusätzlich bilden Frauen verschiedene Hormonmengen, deren Einfluss sich unterschiedlich stark auswirkt.

Weitere hormonelle Ursachen für Brustschmerzen

Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS): Bei etwa sechs Prozent der Frauen sind die prämenstruellen Beschwerden (Müdigkeit, Bauch-, Rücken-, Kopfschmerzen) so stark, dass sie deutliche Auswirkungen auf den Alltag haben. Seit dem Jahr 2000 ist dies als eigenständige Erkrankung (depressive Störung) anerkannt, die behandelt werden muss.

Fibrozystische Mastopathie: Der Begriff fasst mehrere Veränderungen des Brustgewebes zusammen, die meist beide Brüste betreffen. Ursache ist eine hormonelle Fehlsteuerung: Lokal treten zu große Mengen Östrogen und zu wenig Progesteron auf – das löst eine Art Entzündungsreaktion aus. Es entstehen in der Folge kirschkerngroße Schwellungen, verschiebbare Knoten oder Zysten sowie leichte Druckbeschwerden. Selten kann zudem aus der Brustwarze Flüssigkeit austreten. Die Fibrozystische Masthopathie betrifft vor allem Frauen im gebärfähigen Alter.

Fibroadenome sind gutartige Gewebewucherungen in der Brust, vor allem im Bindegewebe (Fibrom) oder Drüsengewebe (Adenom). Diese „Knoten“ in der Brust entstehen und wachsen unter dem Einfluss der Östrogene. Fibroadenome treten vor allem bei Frauen zwischen 20 und 24 Jahren auf.

Schwangerschaft: Ein gewisses Spannungsgefühl, Brustschmerzen oder schmerzende Brustwarzen gelten als eines der ersten Anzeichen für eine Schwangerschaft. Denn schon kurz nach dem Einnisten der Eizelle beginnt sich die Brust auf ihre künftige Still-Aufgabe vorzubereiten. Durch die Veränderung des Drüsengewebes wird die Brust größer und berührungsempfindlicher.

Gestaute Muttermilch: Wenn das Baby zum Stillen falsch angelegt wird, oder zwischen den einzelnen Stillmahlzeiten zu viel Zeit vergeht, kann sich die Muttermilch in der Brust stauen. Ein erster Hinweis auf einen solchen Milchstau ist, wenn die Brust oder entstehende Schwellungen schmerzen. Jetzt heißt es gegenzusteuern, denn sonst kann es zu einer Brustentzündung kommen!

Wechseljahre: Naturgemäß treten bei Frauen in den Wechseljahren seltener zyklusabhängige Brustschmerzen auf. Es sei denn, sie nehmen gegen die Beschwerden der Wechseljahre gezielt Hormone ein, dann können Brustschmerzen eine mögliche Nebenwirkung sein.

Mastalgie: Zyklusunabhängige Ursachen

Neben dem Anschwellen der Brüste im Zusammenhang mit den zyklusbedingten Hormönveränderungen, gibt es andere Veränderungen im Brustgewebe, die zu Schmerzen und Spannen in der Brust führen können.

Zysten: Eine Zyste ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Blase. Im Brustgewebe können solche Zysten Brustschmerzen verursachen, wenn sie eine gewisse Größe erreichen und das umliegende Gewebe zur Seite drängen. Meist sind Zysten gutartig. Warum sie entstehen, ist nicht genauer bekannt. Häufig treten sie im Alter zwischen 30 und 50 Jahren oder mit Beginn der Wechseljahre auf.

Gutartiger Weichteiltumoren: Dabei handelt es sich um weiche, prall-elastische Knoten direkt unter der Haut. Schmerzen verursachen sie vor allem dann, wenn sie in der Nähe von Nerven entstehen. Mediziner unterscheiden zwischen Veränderungen des Fettgewebes (Lipome), des Bindegewebes (Fibrome) und des Grützbeutels (Artherome) – hier sammeln sich abgestorbene Hautzellen und Talg in der Nähe einer Talgdrüse.

Brustdrüsenentzündung im Wochenbett (Mastitis puerperalis): Bei einer Entzündung der Brustdrüse ist die Brust angeschwollen und rot, die Brustwarzen schmerzen. Aus ihnen kann ein eitriges Sekret austreten. Als Ursache kommen verschiedene Auslöser in Frag, beispielsweise Bakterien, die über die Milchgänge in die Brustdrüse gelangt und dort eine Entzündung verursacht haben. Das betrifft bis zu neun Prozent der stillenden Mütter im Wochenbett, meist in der ersten und zweiten Woche nach der Geburt.

Brustdrüsenentzündung außerhalb der Stillzeit (nonpuerperale Mastitis): Auch bei dieser Form der Brustentzündung dringen Bakterien in das Brustgewebe ein und lösen dort eine Entzündung aus. Betroffen sind vor allem Patientinnen, die jünger als 30 Jahre sind.

Brustkrebs: Dabei handelt es sich um eine bösartige Gewebewucherung (Tumor) im Brustgewebe. Sie geht meist von den Milchgängen und seltener von den Drüsenläppchen aus. Auch hier können Brustschmerzen auftreten, allerdings nicht im Anfangsstadium. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.

Gereizte Brustwarzen: Speziell schmerzende Brustwarzen werden manchmal auch von der falschen Kleidung ausgelöst. Raue Textilien, zu enge Kleidung oder beständige Reibung (zum Beispiel beim Sport) kann die empfindliche Haut dort reizen und so Brustschmerzen verursachen.

Brustschmerzen beim Mann

Auch Männer sind manchmal von Brustschmerzen betroffen – oft in Zusammenhang mit einer ein- oder beidseitig vergrößerten Brustdrüse (Gynäkomastie): Viele Betroffene berichten dabei auch von Spannungsgefühlen und einer gewissen Berührungsempfindlichkeit der Brust. Zudem können die Brustwarzen schmerzen.

Eine Gynäkomastie kann natürlicherweise durch hormonelle Ungleichgewichte auftreten (als Neugeborenen-, Pubertäts- oder Altersgynäkomastie). Vergrößerte Brüste beim Mann können aber auch krankheitsbedingt sein. So gehen etwa manche Erbkrankheiten und chronische Erkrankungen mit einer Gynäkomastie einher. Eine seltene Ursache ist männlicher Brustkrebs: Schmerzen in der Brust und eine tumorbedingte Gynäkomastie sind Anzeichen dafür.

Schmerzen in der Brust? Diese möglichen Ursachen solltest du kennen

Verändert sich die Brust oder schmerzt sie sogar, verfallen wir schnell in Panik. Dieser Angstzustand ist ganz grauenhaft und unerträglich und häufig kann erst der Besuch bei der Gynäkologin beruhigen. Dennoch sollte sich jede Frau darüber im Klaren sein, dass es viele verschiedene Ursachen für Schmerzen in der Brust geben kann.
Glücklicherweise sind Schmerzen in der Brust häufig gar nicht so gefährlich wie angenommen. Gehe also nicht direkt vom schlimmsten Fall aus. Es gibt sehr viele verschiedene Ursachen für Schmerzen in der Brust, hier findest du einen Überblick.

Bei schlecht sitzenden BH’s leidet der Busen

Das Offensichtlichste zuerst: der BH. Werden die Brüste in einen schlecht sitzenden Büstenhalter gezwängt, ist es ganz logisch, dass sie dadurch schmerzen können. Bei Schmerzen dieser Art spricht man von zyklusunabhängigen Brustschmerzen (Mastalgie). Diese Brustschmerzen können auch durch Zysten oder durch eine schnelle Gewichtszunahme verursacht werden. Selbst starke Rückenschmerzen können bis in die Brust hinein abstrahlen.

​Tipp: Vergrößern sich deine Brüste regelmäßig mit dem Zyklus (siehe unten), dann trage in dieser Zeit einen größeren BH. Am besten ein besonders bequemes Modell ohne Push-up-Kissen und piksenden Bügeln. Super angenehm sind da Softschalen-BHs oder Bustiers. So kannst du deinen Boobs eine Pause gönnen.

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Brustschmerzen: Doch nur Muskelkater?

Hast du ein Workout für den Oberkörper und Arme absolviert oder einfach nur zum Spaß ein paar Liegestütze gemacht? Dann kann es natürlich sein, dass sich die Brustmuskeln melden. Teilweise spürt man dann einen sehr unangenehmen Schmerz und ein Ziehen in bzw. unter der Brust, vor allem wenn man die Arme heben möchte. Diese Schmerzen in der Brust sind ganz harmlos.

Abgesehen von Muskelkater kann es aber auch sein, dass nach einem Lauf- oder Seilspringtraining Brustschmerzen auftreten. Hier liegt die Ursache weniger an der ungewohnten Muskelarbeit, sondern eher an zu wenig Halt. Damit das nicht wieder vorkommt, solltest du in einen gut sitzenden Sport-BH investieren, der deinen Busen beim Workout unterstützt.

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Zyklusabhängige Schmerzen in der Brust

Die hormonellen Veränderungen während des Zyklus verursachen bei manchen Frauen Schmerzen in den Brüsten (im Fachjargon auch Mastodynie). Meistens treten zyklusabhängige Schmerzen in der Brust als PMS-Beschwerden ein bis zwei Wochen vor der Menstruation auf. Einige Frauen verspüren dann eine erhöhte Druckempfindlichkeit im Busen.
​Durch die Hormonschwankungen verändert sich das Brustdrüsengewebe und auch Wassereinlagerungen können dazu führen, dass sich der Busen vergrößert und dadurch unangenehm spannt. Diese Schmerzen sind ganz gut einzuordnen und zu erkennen, weil sie nach der Monatsblutung wieder verschwinden.

Einfluss der Menopause

Bei vielen Frauen kann auch eine Mastopathie, also eine gutartige Veränderung des Drüsengewebes für den Schmerz in der Brust verantwortlich sein. Besonders häufig tritt diese Form der Veränderung in den Wechseljahren (Klimakterium) auf. Dann verändert sich der gesamte weibliche Körper, auch der Busen.
Eine Mastopathie kann aber auch schon früher auftreten, beispielsweise als Zysten, Knoten und Schwellungen. Während der Wechseljahre und durch hormonelle Veränderungen, beispielsweise der Mangel weiblicher Geschlechtshormone, bildet sich das Brustdrüsengewebe zurück, was dann ebenfalls für ein unangenehmes Gefühl sorgen kann.

Schmerzen in der Brust: Wann muss ich zum Arzt?

Ob die Brustschmerzen nun direkt mit dem Zyklus zu tun haben oder nicht, es ist immer ratsam, dass du dich von einem Arzt untersuchen lässt. Dieser kann Veränderungen der Brust untersuchen, einordnen und eine Diagnose stellen, um ein mögliches Risiko einer schwerwiegender Krankheiten auszuschließen oder eine vorliegende Erkrankung zu behandeln.

Spürst du die Schmerzen vor allem im linken Brustbereich, muss man nicht direkt einen Herzinfarkt vermuten. Bewahre Ruhe und gehe diese Symptome durch:

  • Du hast das Gefühl deine Brust schnürt sich im Bereich deines Herzens zusammen.
  • ​​Du spürst einen starken Druck.
  • Du bist kurzatmig.
  • ​Du hast Atemnot.
  • Dir ist übel.
  • Du musst dich übergeben.
  • Die Schmerzen strahlen in die Schulter hinein.
  • Dein Kiefer tut weh.
  • Du hast Schmerzen im Oberbauch.

Die Symptome für einen Herzinfarkt bei Frauen unterscheiden sich deutlich von denen bei Männern und werden häufig nicht richtig eingeordnet. Deshalb wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig zu spät erkannt. Hast du den geringsten Verdacht, dann wähle den Notruf 112!

Schmerzende Brüste während der Schwangerschaft

Die starken körperlichen Veränderungen während einer Schwangerschaft sind ebenfalls deutlich in den Brüsten zu spüren. Während der Schwangerschaft werden die Brüste auf die Produktion der Muttermilch vorbereitet. Ein ziehender Schmerz, der PMS-Beschwerden ähnelt, kann auch schon im ersten Trimester auftreten.
Vor allem nach der Geburt, also während des Stillens, klagen viele Mütter über Schmerzen in der Brust. Werden die Brüste auch nach dem Stillen nicht wieder weich, kann dies ein Anzeichen für eine Brustentzündung (Mastitis) sein. Es kommt zwar nur selten vor, aber eine Mastitis kann sich auch unabhängig von einer Schwangerschaft entwickeln.

> Richtig Stillen: Was frischgebackene Mamis wissen sollten

Der Einfluss künstlicher Hormone

Eine bekannte Nebenwirkung östrogenhaltiger Medikamente wie der Antibabypille sind Schmerzen in der Brust. Auch andere hormonhaltige Medikamente beispielsweise zur Behandlung von Akne, Bluthochdruck oder Haarausfall können ebenfalls solche Brustschmerzen hervorrufen.

> Brustmuskeln trainieren & Dekolleté straffen: Die 5 besten Übungen für einen schönen Busen

Brustkrebs: Sind Schmerzen in der Brust ein Symptom?

Viele Frauen denken schnell an Brustkrebs, wenn ihnen die Brüste weh tun. Dabei verursacht dieser im frühen Stadium meist keinerlei Beschwerden oder Symptome. Umso wichtiger ist es, die eigenen Brüste regelmäßig und aufmerksam abzutasten. Die Deutsche Krebsgesellschaft empfiehlt Frauen ab 25 ihre Brüste einmal im Monat abzutasten und bei gutem Licht im Spiegel zu betrachten.
Tipp: Am besten tastet ihr eure Brust eine Woche nach Beginn der letzten Periode ab. Denn dann ist der Busen besonders weich und Veränderungen lassen sich besser spüren.
Durch das sorgsame Abtasten und Betrachten können einerseits Veränderungen wie Knoten in der Brust ertastet werden. Aber auch optische Veränderungen werden so bemerkt, wie neu aufgetretene Einziehungen oder Einsenkungen der Brustwarzen oder eine Veränderung der Brustgröße. All das sind Alarmsignale, die unbedingt von einem Gynäkologen abgeklärt werden sollten.

VIDEO: Wie entsteht Krebs?

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Brust selbst abtasten: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Quellen:

  • Deutsche Krebsgesellschaft
  • Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums
  • onmeda.de

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Neben Hitzewallungen, Haarverlust und Heißhunger-Attacken sind Brustschmerzen eine häufige Beschwerde in den Wechseljahren, mit der Frauen zu kämpfen haben. Sie betrifft etwa ein Drittel aller Frauen und wird, wie auch die anderen Wechseljahresbeschwerden, durch die Schwankungen des Hormonspiegels hervorgerufen. Diese hormonbedingten Brustschmerzen werden auch Mastodynie genannt und schmälern die Lebensqualität ungemein. Umso besser ist es zu wissen, dass man sie mit pflanzlichen Präparaten schonend eindämmen kann.

Auch lesenswert: 10 Dinge, die Sie in den Wechseljahren vermeiden sollten

So äußern sich die Brustschmerzen in den Wechseljahren

Das Spektrum der Schmerzarten ist sehr groß – viele Frauen erleben die Symptome unterschiedlich. Am häufigsten wird aber von diesen drei Arten berichtet:

  • Spannungsgefühl, das ein- oder beidseitig auftreten kann
  • Stechen oder auch ein Ziehen in einer oder beiden Brüsten
  • Berührungsempfindlichkeit, die oft mit dem Spannen oder Stechen einhergeht, verstärkt beim Liebesspiel auftritt und die Lust hemmen kann

Die Ursache der Schmerzen

Schuld an den Brustschmerzen ist die in den Wechseljahren immer weiter zurückgehende Produktion von weiblichen Geschlechtshormonen. Das sind zum einen Östrogen und zum anderen das Gelbkörperhormon Progesteron. Im Zusammenspiel haben diese Hormone in der Fruchtbarkeit der Frau die Aufgabe, den Zyklus zu regulieren. Mit Beginn der Wechseljahre stellt der Körper sich darauf ein, nicht mehr fruchtbar sein zu müssen – und drosselt die Produktion der dafür notwendigen Hormone.

Auch interessant: Hormontherapie in den Wechseljahren: Wie sinnvoll ist sie?

Das Hormondefizit löst im Körper Ausgleichsreaktionen aus, die sich in Wechseljahresbeschwerden wie Haarausfall, Hitzewallungen und auch Brustschmerzen äußern. Dies geschieht besonders deshalb, da der Körper nicht beide Hormonproduktionen gleich schnell einstellt: Die Eierstöcke bilden noch eine Weile länger Östrogen, jedoch kein Progesteron mehr, was zu einer Östrogendominanz führt.

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Gutartige Knötchen in der Brust als Folge

Durch das hormonelle Ungleichgewicht treten auch Veränderungen des Brustgewebes auf. Durch den Rückgang des Drüsengewebes entstehen manchmal gutartige Knötchen oder Zysten, die Schuld an Brustschmerzen in den Wechseljahren sein können. Auch, wenn die Knötchen gutartig sind, sollten Sie sie von Ihrem Frauenarzt untersuchen lassen.

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Pflanzliche Mittel gegen Brustschmerzen in den Wechseljahren

Wer unter den Schmerzen oder anderen Wechseljahresbeschwerden leidet, kann diesen auf verschiedene Arten entgegenwirken. Dazu gehören unter anderem Präparate mit Mönchspfeffer (zum Beispiel Agnucaston, um 16 Euro). Durch die Wirkstoffe der Pflanze wird die Bildung des Botenstoffs Dopamin gehemmt und die Ausschüttung des milchbildenden Hormons Prolaktin im Gehirn normalisiert. Der Brustschmerz geht dadurch zurück – allerdings erst nach mehrwöchiger Einnahme der Präparate.

Andere Hausmittel, die gegen Brustschmerzen in den Wechseljahren helfen können, sind sanfte Massagen mit Lavendelöl und kühlende Quarkwickel. Sie sollten besonders darauf achten, die richtige BH-Größe zu tragen, damit Ihre Brüste nicht zusätzlich strapaziert werden.

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Ein Besuch beim Arzt ist unverzichtbar

Nicht nur, wenn Knötchen auftreten, sollten Sie Ihren Arzt bei wechseljahresbedingten Brustschmerzen konsultieren. Er kann untersuchen, ob die Schmerzen gegebenenfalls einen anderen Ursprung haben und entsprechende Therapieansätze empfehlen oder verschreiben. Dabei könnte es sich zum Beispiel auch um eine physiotherapeutische Behandlung oder die Empfehlung von leichten Yoga-Übungen handeln.

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Brustschmerzen (Mastodynie)

Von einer Mastodynie spricht man, wenn die Spannungsgefühle mit starken Schmerzen und Berührungsempfindlichkeiten einhergehen. Häufig tritt die Mastodynie in der zweiten Zyklushälfte in Verbindung mit einer Gelbkörperunterfunktion auf. Sie kann aber auch unabhängig vom Zyklus ein Symptom von gutartigen Veränderungen des Brustdrüsengewebes (Mastopathie) darstellen oder auf eine Schilddrüsenfunktionsstörung Schilddrüsenfunktionsstörung hinweisen.

Brustschmerzen lassen sich einteilen in

  • regelmäßig auftretende (zyklische) Schmerzen
  • zyklusunabhängige Schmerzen
  • Schmerzen, die nichts mit der Brust selbst zu tun haben

Schmerzen sind in der Regel kein Hinweis auf Krebs. Sowohl zyklische als auch zyklusunabhängige Schmerzen können viele andere Ursachen haben. Trotzdem sollten Sie insbesondere bei einem genau lokalisierbaren, zyklusunabhängigen Schmerz zur eigenen Beruhigung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen. So können eventuelle Ursachen abgeklärt und eine bösartige Erkrankung ausgeschlossen werden.

Zyklusabhängige Brustschmerzen

Zyklusabhängige Brustschmerzen sind häufig und können auftreten, weil sich die Brust während des weiblichen Zyklus verändert.

Hormonelle Schwankungen im monatlicher Zyklus

Viele Frauen spüren zyklusbedingte Veränderungen der Brust, die bei manchen mit starken Beschwerden einhergehen. Unmittelbar vor der Periode bis zum Beginn der Blutung können die Brüste sehr empfindlich sein und häufig hören die Beschwerden mit Beginn der Periode wieder auf. Viele Frauen haben schon um den Eisprung rum Brustschmerzen und die Brüste sind sehr empfindlich und spannen. Manchmal handelt es sich um einen regelrechten starken Schmerz, der in einer oder auch in beiden Brüsten zu spüren ist. Es gibt tatsächlich auch Frauen, die nur Brustschmerzen links oder nur rechts empfinden. Die Schmerzen können bis in die Achselhöhle oder bis zum Ellbogen ausstrahlen.

Zyklische Brustschmerzen und Spannungsgefühle stehen in engem Zusammenhang mit dem hormonellen Zyklus der Frau. Studien führen Brustschmerzen auf einen schwankenden Hormonhaushalt oder sogar ein erniedrigtes Verhältnis von Progesteron zu Östrogen zurück. Auch persönlicher Stress kann die Symptome verstärken.

Die Veränderung des Hormonspiegels in verschiedenen Lebensabschnitten nimmt zudem Einfluss auf die Beschwerden. So sind besonders junge Frauen unter 20 betroffen, aber auch ältere über 40 – also zu Beginn und zum Ende des gebärfähigen Alters.

Brustschmerzen nach der Periode kommen wesentlich seltener vor als Brustschmerzen im Rahmen des PMS, also vor der Periode. Viele Frauen berichten von Brustschmerzen nach der Periode zu Beginn ihrer Wechseljahre. Bei Frauen im gebärfähigen Alter könnte eine Schwangerschaft vorliegen. Zu Beginn der Schwangerschaft bekommen einige Frauen noch ihre Monatsblutung – meist in abgeschwächter Form. Brustschmerzen nach der Periode können ein Hinweis auf eine bestehende Schwangerschaft sein. Die Brüste spannen, nehmen eventuell schon etwas an Umfang zu. Im Zweifel ist es daher empfehlenswert, einen Schwangerschaftstest durchzuführen beziehungsweise einen Arzt aufzusuchen und die Beschwerden abklären zu lassen.

Verschiedene Therapieansätze

Außer der individuellen Hormontherapie, die sich nach Ursache, Hormonstatus und Alter der Patientin richtet, gibt es verschiedene andere Therapieansätze, die die Beschwerden lindern oder heilen können:

  • fettarme, nährstoffreiche Ernährung
  • Akupunktur
  • Mönchspfeffer
  • Nachtkerzenöl (Vorsicht, es kann Fehlgeburten auslösen)
  • Acetylsalicylsäure („Aspirin“)
  • kalte Umschläge oder Eisbeutel
  • ein gut sitzender Büstenhalter

Auch Isoflavone können Brustschmerzen reduzieren

Eine erhöhte Aufnahme von Isoflavonen beeinflusst den Östrogenhaushalt sowie die Länge des Menstruationszyklus. Isoflavone sind Pflanzenstoffe, die besonders in Sojaprodukten zu finden sind und die wie Östrogene wirken. Nach einer neuen Studie, die im Elsevier Science veröffentlicht wurde, können Isoflavone auch die zyklisch abhängigen Brustschmerzen ohne weitere Nebenwirkungen reduzieren.

Von den 18 untersuchten Patientinnen wurden zwölf mit Isoflavonen (40 oder 80 mg) und sechs mit Placebo therapiert. Dabei zeigten 75 Prozent der mit Isoflavonen behandelten Frauen eine deutliche Besserung ihrer Brustschmerzen, aber nur 33 Prozent der Frauen, die mit Placebo behandelt wurden.

Andere Ursachen müssen ausgeschlossen werden

Wenn nur eine Brust betroffen ist oder beide Brüste unterschiedlich stark schmerzen, können neben Hormonschwankungen auch andere Ursachen für die Beschwerden verantwortlich sein. Zum Ausschluss anderer Erkrankungen ist eine ärztliche Untersuchung empfehlenswert.

Zyklusunabhängige Brustschmerzen

Zyklusunabhängige Brustschmerzen sind weitaus seltener als zyklusabhängige Schmerzen. Man schätzt, dass nur etwa ein Viertel aller von Mastodynie betroffenen Frauen unter zyklusunabhängigen Brustschmerzen leiden. Häufig tritt bei ihnen die Mastodynie einseitig auf.

Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass sie koninuierlich ohne Schwankungen und ohne Bezug zum weiblichen Zyklus vorkommt. Je nach Ursache sind die Schmerzen unterschiedlich ausgeprägt, können lokalisiert sein oder in den Brustkorb oder den betroffenen Arm ausstrahlen.

Mögliche Ursachen

Zyklusunabhängige Brustschmerzen können verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel eine Verletzung oder Prellung der Brust, Biopsie (Gewebeentnahme) oder auch eine Zyste. Zyklusbedingte Hormonschwankungen sind selten der Grund für diese Beschwerden. Manchmal kann auch ein größerer Knoten oder Tumor die Ursache für solche Brustschmerzen sein, der sich in der Selbstuntersuchung der Brüste tasten lässt. Zum Ausschluss von Brustkrebs sollten weitere ärztliche Untersuchungen stattfinden.

Weitere Diagnostik

Brustschmerzen sollten ärztlich abgeklärt werden. Wenn sich durch die Tastuntersuchung und Sonografie der Brust keine Erklärung für die unregelmäßig auftretenden Brustschmerzen findet, sollten Sie in Absprache mit ihrem behandelnden Arzt auch eine Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie) (empfehlenswert für Frauen frühestens ab 35 Jahren) durchführen lassen.

Auch sollten mögliche andere Gründe für die Brustschmerzen berücksichtigt werden, die nicht direkt von der Brust selbst ausgehen. In einigen Fällen lässt sich nicht immer eine Ursache für zyklusunabhängige Brustschmerzen finden. Manchmal kann es auch sein, dass ein Ziehen in der Brust oder Brustschmerzen ein Hinweis darauf ist, dass eine Frau schwanger ist.

Mastodynie: Behandlung von Brustschmerzen mit Hausmitteln

Die Behandlung der Mastodynie ist abhängig von der eigentlichen Ursache. Wurden Brustkrebs, gutartige Tumoren oder Zysten als Ursache für die Brustschmerzen ausgeschlossen und kommen Wirbelsäulenprobleme und Entzündungen ebenfalls nicht infrage, können naturheilkundliche Verfahren, sogenannte Hausmittel, versucht werden.

Brustauflagen sind ein bewährtes Hausmittel bei Mastodynie zur Linderung akuter Beschwerden, die vor allem entstauend wirken sollen:

Weißkohlauflage: Rohe Kohlblätter auf die betroffene Brust wie Dachziegel auflegen, mit Kompressen fixieren und einen gut sitzenden BH anziehenden. Die Weißkohlauflage bis zu sechs Stunden auf der Haut lassen. Anschließend die Haut waschen und nach Belieben mit einem natürlichen Öl sanft eincremen.

Quark- oder Heilerdeauflagen: Quark oder Heilerde wenn vorhanden mit einem Esslöffel Calendulatinktur (Ringelblumentinktur) mischen und mit der Mischung die Brüste dick eincremen. Mit einem feuchten Baumwolltuch abdecken und ein warmes Handtuch darüberlegen, mindestens 30 Minuten einwirken lassen und mit Wasser abwaschen.

Kühlender Brustwickel nach Kneipp: Ein großes, grobes Leinentuch in eine Mischung aus 1 Esslöffel Wasser und ein bis drei Tropfen Pfefferminzöl tauchen und dann straff von den Achselhöhlen bis über die Rippen auf die Haut legen. Darüber ein Baumwoll- oder Handtuch sowie eine Wolldecke legen. Nach etwa 30 Minuten den Brustwickel abnehmen und noch eine Weile ruhen.

Mönchspfeffer als natürliches Mittel bei zyklusabhängiger Mastodynie

Der Mönchspfeffer ist aufgrund seiner zyklusregulierenden Eigenschaft ein bewährtes „Hausmittel“ bei prämenstruellem Syndrom. Er regt die Produktion des Gelbkörperhormons Progesteron an, was zu einer verminderten Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe führen kann. Dadurch wird das Spannungsgefühl bei zyklusabhängiger Mastodynie reduziert.

Empfohlen wird die Einnahme von Mönchspfeffer ab der Zeit nach dem Eisprung bis zum Einsetzen der Periode, am besten über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten.

Ob die Homöopathie auf die Mastodynie einen positiven Effekt hat, konnte bislang nicht belegt werden. Einige Experten empfehlen homöopathische Komplexpräparate mit Auszügen aus Mönchspfeffer, Alpenveilchen, Brechnuss, Tiger-Lilie, Lebensbaum sowie Lupulinum.

Brustschmerzen beim Stillen

Stillende Frauen haben gelegentlich Probleme mit Brustschmerzen. Die Ursachen sind vielfältig und in den meisten Fällen harmlos. Häufig kommt es insbesondere in den ersten Wochen nach der Geburt zu wunden Brustwarzen. Das Einüben der richtigen Anlagetechnik kann helfen, wunde Brustwarzen zu vermeiden. Weitere Ursachen können sehr volle Brüste, anatomische Besonderheiten, Soor oder das KiSS-Syndrom beim Säugling sein.

Der Milchstau ist ebenfalls eine häufige Ursache von Brustschmerzen beim Stillen. Da die Muttermilch beim Milchstau nicht mehr richtig abfließen kann, schmerzen die Brüste. Sie verhärten sich, werden druckempfindlich und spannen. Einige Frauen spüren auch einen Knoten oder verhärtete Stellen in der betroffenen Brust. Obwohl die Brustschmerzen beim Stillen unangenehm sind, sollte trotz Milchstau weiterhin gestillt werden. Ein Ausstreichen der Brust und Massage der verhärteten Stellen helfen, den gestauten Milchgang frei zu bekommen. Schmerzlindernd wirken Quarkwickel und das Kühlen der Brust.

Auch eine Brustentzündung (Mastitis) kann zu Brustschmerzen beim Stillen und darüber hinaus führen. Sehr häufig tritt die Mastitis in Schwangerschaft und Stillzeit auf. In der Stillzeit ist ein nicht behobener Milchstau die häufigste Ursache der Mastitis. Feine Risse an Brustwarzen und Warzenhof ermöglichen es Bakterien, leichter in das Brustgewebe einzudringen, was ebenfalls zu einer Mastitis führen kann. Die Symptome einer Brustentzündung sind denen eines Milchstaus ähnlich: Brustschmerzen, Spannungsgefühl, Verhärtungen und heiße, gerötete Haut. Das Fieber ist allerdings höher. Auch bei einer Brustentzündung ist es ratsam, trotz Brustschmerzen weiter zu stillen. Zu Behandlung sollte ein Arzt aufgesucht werden. Denn als Folge einer unbehandelten Mastitis kann sich ein Abszess bilden, der in der Regel vom Arzt geöffnet werden muss.

Brustschmerzen beim Atmen

Brustschmerzen bei Frauen und Männern können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Bei Brustschmerzen beim Atmen denken die meisten Menschen schnell an einen Herzinfarkt. Tatsächlich können Brustschmerzen bei oder nach körperlicher Anstrengung auf eine Verengung der Herzkranzgefäße (Angina pectoris) hindeuten. Der Angina-pectoris-Anfall dauert wenige Minuten bis maximal 30 Minuten. Typisch ist ein Gefühl von „Enge in der Brust“ und Atemnot. Die Brustschmerzen können in angrenzende Bereiche – Schultern, Arme, Rücken – ausstrahlen. Tritt ein solcher Anfall auf, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Im Gegensatz zu Angina pectoris dauern die Brustschmerzen beim Atmen länger an, wenn es sich um einen Herzinfarkt handelt. Sie können ebenfalls in Arme, Schultern, Rücken, Kiefer oder den Oberbauch ausstrahlen. Begleitet werden die Brustschmerzen von Atemnot, Engegefühl in der Brust sowie häufig Übelkeit und Erbrechen. Betroffene haben Todesangst, ihnen bricht der kalte Schweiß aus, häufig sind sie nicht ansprechbar bis hin zur Bewusstlosigkeit. Ein Herzinfarkt stellt einen medizinischen Notfall dar. Es sollte sofort ein Notarzt gerufen sowie bei Bewusstlosigkeit eventuell mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden.

Schmerzen in der Brust aufgrund von Krankheiten

Schmerzen in der Brust müssen nicht immer vom Brustgewebe ausgehen, sondern können auch ein Hinweis auf eine Erkrankung sein, die gar nichts mit dem Brustgewebe zu tun hat. So gehen Knorpelentzündungen (Tietze-Syndrom), Venenentzündungen (Mondor-Krankheit) oder Probleme mit der Wirbelsäule bei beiden Geschlechtern mit Schmerzen einher, die bis in die Brust ausstrahlen. Bei Brustschmerzen sollte deshalb neben den brustspezifischen Ursachen auch immer an andere Erkrankungen gedacht werden.

Wirbelsäulensyndrome

Bandscheibenvorfälle in der Hals- und Brustwirbelsäule, Skoliosen der Brustwirbelsäule und Verspannungen der Wirbelsäulen- und Schultermuskulatur können mit Schmerzen einhergehen, die bis in die Brustmuskulatur ausstrahlen. Psychische Überlastung und Stress kann auch Auslöser von Verspannungen im Schulter-Nackenbereich sein.

Je nach Ursache können Chirotherapie, Krankengymnastik, Physiotherapie sowie regelmäßige Rückengymnastik die Beschwerden lindern und vorbeugen.

Tietze-Syndrom

Das Tietze-Syndrom ist eine Knorpelentzündung aufgrund von sehr kleinen Ermüdungs- oder Überlastungsfrakturen im Bereich der Rippen-Brustbeinverbindungsstellen, meist ist die erste bis dritte Rippe betroffen. Die Schmerzen treten seitlich des Brustbein am Rippensansatz auf und können in die Brust einstrahlen. Häufig sind kleine schmerzhafte Rippenauftreibung tastbar.

Bei Druck auf das Brustbein, unter Belastung und beim tiefen Einatmen verstärkt sich der Schmerz. Wenn Aspirin die Schmerzen lindert, kann das ebenfalls ein Hinweis auf eine Knorpelentzündung sein. Die Schmerzen können auch so stark und plötzlich auftreten, dass man an einen Herzinfarkt denkt.

Mondor-Krankheit

Bei der Mondor-Krankheit (Morbus mondor) handelt es sich um eine oberflächliche Entzündung der Venen im vorderen und seitlichen Bereich des Brustkorbs (Vena thoracoepigastrica), die sich auf der Brust in verschiedene Äste aufspalten. Manchmal kann man auch die verdickten und schmerzhaften Venenstränge tasten.

Therapie

Je nach Art und Ausprägung der Beschwerden werden das Tietze-Syndrom und die Mondor-Krankheit in Absprache mit dem behandelnden Arzt mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt. Lokal helfen auch antithrombotische und antiphlogistische Salben oder kühlende Umschläge.

Bei Verdacht auf Hals- oder Brustwirbelsäulenbeschwerden sollten sie sich von ihrem Orthopäden untersuchen und eine entsprechende Therapie verordnen lassen.

Sinupret® extract
Bei akuten, unkomplizierten Entzündungen der Nasennebenhöhlen (akute, unkomplizierte Rhinosinusitis).

Sinupret® forte, Sinupret®, Sinupret® Tropfen
Bei akuten und chronischen Entzündungen der Nasennebenhöhlen. Sinupret Tropfen enthält 19 % (V/V) Alkohol.

Sinupret® Saft
Zur Besserung der Beschwerden bei akuten Entzündungen der Nasennebenhöhlen. Sinupret Saft enthält 8 % (V/V) Alkohol.

Bronchipret® Saft TE, Bronchipret® TP
Zur Besserung der Beschwerden bei akuter Bronchitis mit Husten und Erkältungskrankheiten mit zähflüssigem Schleim. Bronchipret Saft TE enthält 7 % (V/V) Alkohol.

Bronchipret® Tropfen
Zur Besserung der Beschwerden bei akuten entzündlichen Bronchialerkrankungen und akuten Entzündungen der Atemwege mit der Begleiterscheinung „Husten mit zähflüssigem Schleim“. Enthält 24 Vol.-% Alkohol.

Bronchipret® Thymian Pastillen
Zur Besserung der Beschwerden bei Erkältungskrankheiten der Atemwege mit zähflüssigem Schleim und bei Beschwerden der Bronchitis.

Tonsipret® Tabletten, Tropfen
Homöopathisches Arzneimittel bei entzündlichen Erkrankungen des Rachens. Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Akute Hals- und Mandelentzündung (Tonsillitis). Tonsipret Tropfen enthalten 55 Vol-% Alkohol.

Imupret® N Dragees, Imupret® N Tropfen
Traditionell verwendet bei ersten Anzeichen und während einer Erkältung, z. B. Kratzen im Hals, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Hustenreiz. Hinweis: Imupret N ist ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel, das ausschließlich aufgrund langjähriger Anwendung für das Anwendungsgebiet registriert ist. Imupret N Tropfen enthalten 19% (V/V) Alkohol.

Canephron® Uno
Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur unterstützenden Behandlung und zur Ergänzung spezifischer Maßnahmen bei leichten Beschwerden (wie häufigem Wasserlassen, Brennen beim Wasserlassen und verstärktem Harndrang) im Rahmen von entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege.

Canephron® N Dragees, Canephron® N Tropfen
Traditionell angewendet zur unterstützenden Behandlung und zur Ergänzung spezifischer Maßnahmen bei leichten Beschwerden im Rahmen von entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege.

Canephron® Uno, Canephron® N:
Zur Durchspülung der Harnwege zur Verminderung der Ablagerung von Nierengrieß.

Hinweis:
Canephron® Uno und Canephron® N sind traditionelle pflanzliche Arzneimittel, die ausschließlich aufgrund langjähriger Anwendung für das Anwendungsgebiet registriert sind. Canephron® N Tropfen enthalten 19 Vol.-% Alkohol.

Allunapret® Filmtabletten
Unruhezustände und nervös bedingte Einschlafstörungen.

Agnucaston® Filmtabletten
Bei Regeltempoanomalien, prämenstruelles Syndrom, Mastodynie. Hinweis: Bei Spannungs- und Schwellungsgefühl in den Brüsten sowie bei Störungen der Regelblutung sollte zur diagnostischen Abklärung zunächst ein Arzt aufgesucht werden.

Mastodynon® homöopathische Mischung, Tabletten
Homöopathisches Arzneimittel für die Frauenheilkunde. Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Beschwerden vor der Periodenblutung wie z. B. Spannungs- und Schwellungsgefühl in den Brüsten (Mastodynie), Beschwerden während der Periodenblutung und unregelmäßige Periodenblutungen (Zyklusstörungen). Bei anhaltenden, unklaren oder wiederkehrenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden, da es sich um eine Erkrankung handeln kann, die einer ärztlichen Behandlung bedarf. Mastodynon Mischung enthält 53 Vol.-% Alkohol.

Klimadynon® Filmtabletten, Uno Filmtabletten:
Wirkstoff: Cimicifugawurzelstock-Trockenextrakt
Klimadynon®: Pflanzliches Arzneimittel zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und übermäßigem Schwitzen.
Klimadynon® Uno: Pflanzliches Arzneimittel zur Besserung von Wechseljahresbeschwerden wie z.B. Hitzewallungen und übermäßige Schweißausbrüche.
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Rheumatische Beschwerden, Fieberhafte Erkrankungen, Kopfschmerzen. Hinweis: Bei Fieber, das länger als 3 Tage anhält oder über 39 °C ansteigt, bei akuten Zuständen, die z.B. mit Rötung, Schwellung oder Überwärme einhergehen sowie bei andauernden Beschwerden, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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Zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen, Leberzirrhose und toxischen (durch Lebergifte verursachten) Leberschäden.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Brustschmerzen bei Frauen: Ursachen und Hilfe

Besonders bei Frauen kommt es häufig zu Spannungsgefühlen, Berührungsempfindlichkeit und schmerzhaften, tastbaren Knoten in den Brüsten sowie schmerzenden Brustwarzen. Die Gründe für Schmerzen in den Brüsten sind vielfältig, meist sind sie harmloser Natur und haben eine hormonelle Ursache. Vor allem aber, wenn die Schmerzen von knotigen Veränderungen begleitet werden, sind betroffene Frauen verängstigt und befürchten, beispielsweise Brustkrebs zu haben. Diese Furcht ist in nahezu allen Fällen unbegründet.

Im Überblick:

  • Was sind Brustschmerzen?
  • Ursachen für Brustschmerzen
  • Wann zum Arzt bei Brustschmerzen?
  • Was hilft bei Brustschmerzen?

Die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen für Frauen

Was sind Brustschmerzen?

Brustschmerzen unterscheiden sich in der Art der Schmerzen, dem Zeitpunkt ihres Auftretens und ihrer Ursache. Brustschmerzen kommen rechts ebenso oft vor wie Brustschmerzen links. Sie können nur eine Brust oder beide Brüste betreffen.

Es gibt unterschiedliche Auslöser für Brustschmerzen. Der Begriff Mastodynie bezeichnet Schmerzen im Gewebe der Brust, die durch hormonelle Schwankungen ausgelöst werden – dann sind meistens beide Brüste und Brustwarzen betroffen. Von Mastalgie sprechen Mediziner hingegen, wenn die Schmerzen in den Brüsten unabhängig vom weiblichen Zyklus auftreten. Schmerzen in den Brüsten sind von Schmerzen zu unterscheiden, die den Brustkorb und die darin befindlichen Organe betreffen. Bei der Mastodynie schmerzen nur die in der Medizin als Mammae bezeichneten Brüste und die Brustwarzen.

Wie fühlen sich Brustschmerzen an?

Brustschmerzen werden sehr unterschiedlich empfunden. Typisch sind ein Spannungsgefühl sowie eine Berührungsempfindlichkeit der Brüste und Brustwarzen. Oft kommen zusätzlich sicht- und spürbare Schwellungen oder Knotenbildung hinzu, die bei Berührung oder auch dauerhaft schmerzhaft sind. Bei Entzündungen zeigt sich außerdem eine flächige oder punktuelle Rotfärbung der Haut über dem entzündeten Gewebe.

Welche Ursachen können Brustschmerzen haben?

Der häufigste Grund für Brustschmerzen sind Schwankungen im weiblichen Hormonhaushalt. Die Brustschmerzen können vom weiblichen Zyklus abhängig sein oder von Hormonveränderungen, wie sie in der Pubertät, beim Eisprung, während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren vorkommen.

Brustschmerzen können aber auch Ursachen haben, die nicht primär mit dem Hormonhaushalt zusammenhängen. Hierzu zählen beispielsweise Entzündungen oder Schmerzen, die durch falsche Kleidung oder mechanische Belastungen entstehen. Aber auch diese Arten der Brustschmerzen werden durch den Einfluss der Hormone meist verschlimmert. Auch andere Auslöser werden durch Hormonschwankungen meist verschlimmert oder in ihrer Ausprägung verändert.

Hormonabhängige Brustschmerzen

Die meisten Schmerzen in den Brüsten stehen mit den Sexualhormonen im Zusammenhang. Folgende Brustschmerzen bei Frauen sind von Hormonen anhängig:

  • Zyklusabhängige Brustschmerzen beim prämenstruellen Syndrom (PMS): Viele Brustschmerzen entstehen in Abhängigkeit vom weiblichen Zyklus, der durch die weiblichen Sexualhormone gesteuert wird. Diese zyklusabhängigen Brustschmerzen treten insbesondere bei Frauen im Alter zwischen 25 und 55 Jahren auf und zählen zu den klassischen Beschwerden des prämenstruellen Syndroms. Betroffene Frauen haben regelmäßig vor der Periode Brustschmerzen und Spannungsgefühle in den Brüsten, die hauptsächlich durch Wassereinlagerungen im Brustgewebe bedingt sind. Meist beginnen die prämenstruellen Brustschmerzen nach dem Eisprung und werden bis zur Periode zunehmend stärker. Das zeitliche Ende dieser Beschwerden sind die Wechseljahre. Brustschmerzen als Symptom des PMS enden dann.

  • Ausbleibender Eisprung (Follikelpersistenz): Auch ein Ausbleiben des Eisprungs kann zu Brustschmerzen führen. Findet kein Eisprung statt, entfällt auch meist die monatliche Blutung. Die Brustschmerzen bei ausbleibendem Eisprung entstehen durch den Einfluss von Östrogen, das in solch einem Fall vermehrt im Eibläschen weitergebildet wird, sowie durch das Fehlen des Gelbkörperhormons, das normalerweise nach dem Eisprung produziert wird.

  • Schwangerschaft: Oftmals sind Frauen mit Brustschmerzen schwanger. Schmerzende Brüste in der Schwangerschaft sind die Folge davon, dass sich die Milchdrüsen darauf vorbereiten, Muttermilch zu produzieren. Im Zeitraum zwischen der fünften und achten Schwangerschaftswoche werden die Brüste der Schwangeren größer und schwerer, was in der Schwangerschaft Brustschmerzen und Spannungsgefühle auslöst. Oft kommt es neben den Spannungsschmerzen der Brüste auch zu empfindlichen und schmerzhaften Brustwarzen, die sich teilweise wund anfühlen können.

  • Medikamente: Durch Hormonmedikamente können ebenfalls Brustschmerzen ausgelöst werden. Die Antibabypille verändert den Hormonhaushalt des Körpers und kann so für Brustschmerzen verantwortlich sein. Das gleiche gilt für andere Eingriffe in den weiblichen Sexualhormon-Haushalt wie beispielsweise durch Hormonspiralen oder implantierte Hormonstäbchen. Aber auch manche Medikamente gegen Haarausfall, Akne oder Depressionen enthalten Hormone und können Brustschmerzen bedingen.

  • Wechseljahre: Auch bei Frauen in den Wechseljahren sind Brustschmerzen häufig. Besonders bei Frauen, die in den Wechseljahren mit Hormonen zur Linderung der Wechseljahresbeschwerden behandelt werden, kann eine Mastodynie auf eine Überdosierung der Hormonmedikation hindeuten.

  • Stillzeit: Bei stillenden Frauen können Entzündungen des Brustgewebes für starke Brustschmerzen verantwortlich sein. Neben mechanischen Gründen können Hormonveränderungen, vor allem kurz nach der Geburt, diese Brustschmerzen und Entzündungen begünstigen.

  • Mastopathie: Hierbei handelt es sich um gutartige Veränderungen der Brust, die bei Frauen im gebärfähigen Alter auftreten können. Es kommt zu Schwellungen, Knoten- und Zystenbildung sowie Schmerzen. Knoten und Zysten lassen sich oft gut tasten, sind gut abzugrenzen und verschiebbar. Etwa eine Woche vor der Periode werden die Knoten größer und sehr schmerzhaft. Oft ist dann die ganze Brust berührungsempfindlich und selten kommt es zu einer Absonderung aus den Brustwarzen. Verantwortlich für die Mastopathie ist eine hormonelle Fehlsteuerung, die in einem Östrogenüberschuss und einem gleichzeitigen Progesteronmangel besteht. Im Gegensatz zum eher harmlosen Brustspannen beim prämenstruellen Syndrom kommt es bei der Mastopathie zu bleibenden knotigen Veränderungen des Bindegewebes der Brust sowie zu zystischen Veränderungen im Drüsengewebe. Die tastbaren Knoten verursachen starke Schmerzen, die unmittelbar vor der Periode oft bis in die Achsel ausstrahlen. Mit Einsetzen der Blutung werden die Schmerzen besser und die Knoten kleiner. In den meisten Fällen bleiben die Knoten aber weiterhin tastbar. Die Tumoren bei der Mastopathie sind immer gutartig, erschweren aber das Abtasten und Beurteilen der Brüste zur Krebsvorsorge erheblich und haben eine minimale Tendenz, sich bösartig zu verändern. Mit Einsetzen der Wechseljahre nehmen die Beschwerden ab, nach dem Klimakterium ist die Mastopathie verschwunden.

20 Tipps gegen Regelschmerzen

Hormonunabhängige Brustschmerzen

Brustschmerzen können auch unabhängig vom Einfluss weiblicher Hormone auftreten. Diese Brustschmerzen verschlimmern sich aber bei Frauen oft in Zeiten wechselnder Hormonsituationen, da es dann zusätzlich zu Wassereinlagerungen und somit zu Spannungsschmerzen kommt. Die häufigsten Ursachen für hormonunabhängige Brustschmerzen sind:

  • Schlechtsitzende Kleidung, schlecht passende Büstenhalter: Oft werden Brustschmerzen durch gereizte Brustwarzen ausgelöst, die von rauen Textilien oder zu enger Kleidung ständig gereizt werden. Auch ein zu eng sitzender Büstenhalter, bei dem die Bügel sehr stark eindrücken, können Schmerzen auslösen. Aber auch zu wenig Halt kann zu Schmerzen führen.

  • Muskelkater und Fehlhaltung: Überlastungen des Brustmuskels sowie Verspannungen im Bereich des Brustkorbes durch Fehlhaltungen und insbesondere durch eine gekrümmte Sitzhaltung, können sich durch Ausstrahlung als Brustschmerzen bemerkbar machen.

  • Zysten: Im Alter zwischen 30 und 50 Jahren sowie zu Beginn der Wechseljahre haben viele Frauen Zysten in den Brüsten. Allerdings können Zysten auch bei jüngeren und älteren Frauen auftreten. Zysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, die erhebliche Größen erreichen können. Oft treten mehrere Zysten gleichzeitig auf. Durch die Zyste wird das umliegende Gewebe zur Seite gedrängt und es kann zu Schmerzen in den Brüsten kommen. Zysten sind im Allgemeinen gutartig und es ist nicht genau bekannt, warum sie entstehen. Da sich Zysten im Laufe der Zeit verändern oder ein Symptom anderer Krankheiten sein können, sollten sie regelmäßig kontrolliert werden.

  • Gutartige Tumoren der Weichteile: Unter der Haut liegende Weichteiltumoren wie Fettgeschwulste (Lipome), Bindegewebstumore (Fibrome) oder Grützbeutel (Atherome) können besonders dann Brustschmerzen verursachen, wenn sie in der Nähe von Nerven liegen. Ansonsten sind diese gutartigen Tumore meist schmerzfrei.

  • Brustdrüsenentzündungen (Mastitis): Durch die Entzündung der Milchdrüsen kann es zu einer Mastitis kommen. Diese kann auf einen Bereich begrenzt sein oder das gesamte Brustdrüsengewebe betreffen. Es kommt zu Schwellung, Rötung, Überhitzung und Schmerzen in der betroffenen Brust. In schweren Fällen kann aus der Entzündung durch Bakterienbefall eine Eiterung entstehen und es können sich Abszesse bilden. In den meisten Fällen entstehen Brustentzündungen bei stillenden Frauen, vor allem in den ersten Wochen nach der Geburt. Hierbei spielen Milchstau und Bakterienbefall als Auslöser die Hauptrollen. Dies nennt man Mastitis puerperalis.

  • Erweiterte Milchgänge (Duktektasien): Milchgänge können aus vielen Gründen erweitert sein. Am häufigsten sind die Duktektasien die Folge von Brustentzündungen. Es kann zu zyklusunabhängigen Brustschmerzen, besonders zu Spannungsschmerzen und Schmerzen direkt unterhalb der Brustwarze kommen. Duktektasien treten besonders bei Frauen zwischen 30 und 50 Jahren auf.

  • Prolaktinom (ein Tumor der Hirnanhangdrüse): Bei diesem Tumor wird in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) vermehrt das Hormon Prolaktin ausgeschieden. Die Hauptsymptome des Prolaktinüberschusses sind das Ausbleiben der Regelblutung sowie Brustmilchfluss außerhalb der Stillzeit. Neben diesen Hauptsymptomen kann es auch zu Brustschmerzen kommen. Frauen haben etwa fünfmal so häufig ein Prolaktinom als Männer.

  • Brustkrebs: Bösartige Tumoren der Brust sind meist schmerzfrei, vor allem im Anfangsstadium der Erkrankung. Je nachdem, wo sich der Brustkrebs bildet, können aber in Ausnahmefällen trotzdem Brustschmerzen eines der ersten Symptome sein.

Das kann hinter Brustschmerzen stecken

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Wann zum Arzt bei Brustschmerzen?

Brustschmerzen sollten immer abgeklärt werden. Besonders wenn die Schmerzen von Gewebeverhärtungen, Tumoren oder Absonderungen aus den Brustwarzen begleitet werden, muss eine bösartige Veränderung oder eine Vorstufe von Brustkrebs ausgeschlossen werden. Dies gilt auch für Brustschmerzen, die nach der Regelblutung nicht von selbst abklingen.

Untersuchungen bei Brustschmerzen

Die Diagnostik bei Brustschmerzen führt im Allgemeinen ein Frauenarzt durch. Nach einer ausführlichen Krankenbefragung folgt das Abtasten der Brust, der Achselhöhle und des Bereiches über den Schlüsselbeinen. Es wird nach Knoten und geschwollenen Lymphknoten gesucht.

Mithilfe der Sonografie (Ultraschalluntersuchung) können Veränderungen, insbesondere flüssigkeitsgefüllte Zysten, nachgewiesen und beurteilt werden.

Durch eine Mammografie (Röntgenuntersuchung der Brust) werden eventuelle Gewebeveränderungen, Tumoren und Mikroverkalkungen dargestellt. Es ergeben sich so Hinweise auf die Natur der Tumoren. Um genau nachzuweisen, ob ein gut- oder bösartiges Wachstum vorliegt und von welchen Strukturen der Tumor ausgeht, muss eine Probe aus der betroffenen Brust entnommen (Biopsie) und diese feingeweblich untersucht (Histologie) werden.

Veränderungen der Hormonwerte werden durch Blutproben untersucht.

Was hilft bei Brustschmerzen?

Die Behandlungsmöglichkeiten der Mastodynie sind von der Ursache abhängig. Da in den meisten Fällen Hormonungleichgewichte oder Hormonveränderungen für die Schmerzen in den Brüsten bei Frauen verantwortlich sind, können Hormonpräparate helfen. In diesen Fällen muss aber der Nutzen einer Hormonbehandlung gut mit den möglichen Folgen und Nebenwirkungen abgeglichen werden. Entscheidet man sich für eine Hormontherapie, stehen neben Hormontabletten auch Hormonpflaster und hormonhaltige Cremes zur Verfügung.

Da auf der anderen Seite manchmal hormonhaltige Medikamente wie die Antibabypille für die Brustschmerzen verantwortlich sind, müssen bei Problemen die verordneten Medikamente genau auf die Notwendigkeit und Dosierung hin überprüft werden. Unter Umständen können Präparate ausgetauscht oder Dosierungen verringert werden.

Sind Zysten der Grund für die Schmerzen in den Brüsten, so können diese mithilfe einer Spritze durch die Haut angestochen und entleert werden (Punktion). Die Schmerzen werden durch diese Entlastung sehr schnell deutlich verringert. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich die Zysten wieder füllen und die Punktion wiederholt werden muss.

Bei Entzündungen helfen kühlende Anwendungen wie kalte Auflagen oder Quarkwickel, um die Schwellung zu lindern und die Entzündung zu beruhigen. Bei Brustentzündungen im Wochenbett sollte die Stilltechnik von einer Hebamme kontrolliert werden. Wurde die Brustentzündung durch Bakterien ausgelöst, müssen meist Antibiotika eingesetzt werden.

Welche Hausmittel helfen bei Brustschmerzen?

Je nach Ursache für die Schmerzen in der Brust helfen oft schon einfache Maßnahmen, wie ein gut passender BH oder die Beseitigung von Haltungsfehlern. Auf Übungen, bei denen die Brüste sehr stark belastet werden, beispielsweise Seilspringen, sollte verzichtet werden.

Mit folgenden Hausmitteln können Schmerzen in der Brust oft selbst behandelt werden:

  • Mönchspfeffer (Vitex agnus castus oder auch Keuschlamm) kann die Hormonsituation normalisieren. Die Einnahme muss mindestens drei Monate lang erfolgen.

  • Meditation und Entspannungsübungen helfen einigen Frauen bei Brustschmerzen, die beim prämenstruellen Syndrom (PMS) auftreten.

  • Umschläge mit dem Sud von Himbeerblättern sowie Auflagen von Sellerie- oder Weißkohlblättern helfen, Schwellungen an der Brust zu vermindern.

  • Ein Tee aus Blättern der schwarzen Johannisbeere kann bei prämenstruellem Brustspannen getrunken werden.

  • Die Einnahme von Nachtkerzenöl, Ginkopräparaten oder Johanniskraut kann bei zyklusabhängigen Brustschmerzen helfen.

  • Verschiedene homöopathische Medikamente sowie Akupunkturbehandlungen bringen einigen Frauen bei Brustschmerzen Erleichterung.

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