Nach dem sex liegen bleiben wenn man schwanger werden will

Die wichtigsten Tipps, um schnell schwanger zu werden

Manchmal geht es mit dem Schwangerwerden schneller als man denkt. Trotzdem kann es nicht schaden, diese „Verkehrsregeln“ zu beherzigen…

Sex zum richtigen Zeitpunkt

Gar nicht so selten stellt sich schon nach dem ersten Gespräch in der Frauenarzt-Praxis heraus: Der Geschlechtsverkehr findet zu selten oder zur falschen Zeit statt, um „erfolgreich“ zu sein. Zykluskontrolle und Sex zur richtigen Zeit, nämlich an den fruchtbaren Tagen kurz vor dem Eisprung, helfen dann vielleicht schon, schwanger zu werden – ohne dass weitere Massnahmen in Richtung Kinderwunschbehandlung notwendig sind. Übrigens: Nach zwei bis drei Tagen Enthaltsamkeit ist die Kombination aus Spermienkonzentration und -beweglichkeit am besten. Und: Die Wahl des richtigen Zeitpunkts spielt darüber hinaus auch eine Rolle, wenn Sie das Geschlecht Ihres zukünftigen Kindes beeinflussen wollen.

Häufige Fragen zum Thema

Wie lange ist die Eizelle befruchtungsfähig?

Beim Eisprung, der Ovulation, platzt ein reifer Follikel im Eierstock. Ob dies am linken oder rechten Eierstock geschieht, ist völlig zufällig – und keinesfalls immer abwechselnd. Eine oder mehrere Eizellen werden dann von dem trichterförmigen Ende des Eileiters, der sich über den Eierstock stülpt,…

vollständige Antwort lesen Wie lange sind Spermien befruchtungsfähig?

Ausserhalb des Körpers haben Spermien nicht gerade ideale Bedingungen. Gelangen sie an die Luft, beginnt die Samenflüssigkeit sehr schnell einzutrocknen und die Spermien sind nach wenigen Minuten schon nicht mehr befruchtungsfähig.

Auch auf Kleidung oder anderen saugfähigen Stoffe (Bettwäsche oder…

vollständige Antwort lesen Wie erkennt man den Eisprung bzw. die fruchtbaren Tage?

In der Zyklusmitte steigt die Körpertemperatur nach dem Eisprung an drei aufeinanderfolgenden Tagen um etwa ein halbes Grad an. Wer sich ein Kind wünscht, kann seine sogenannte Basaltemperatur täglich messen und weiss dann im nächsten Zyklus, wann mit dem Eisprung ungefähr zu rechnen ist. Um eine…

vollständige Antwort lesen Ava Women

ERHÖHE DEINE CHANCEN

Es gibt 6 Tage im Monat, an denen Du schwanger werden kannst und klinische Tests haben erwiesen, dass Ava 5 davon erkennt. Mehr erfahren

Das hilft den Spermien auf ihrem Weg zur Eizelle

Die Stellung beim Geschlechtsverkehr ist zunächst gleichgültig, solange ein völliges und möglichst tiefes Eindringen des Gliedes in die Scheide möglich ist. Das erleichtert es den Samenzellen, den Weg zum Eileiter zu finden. Wenn das Ejakulat, also der Samenerguss, beim Geschlechtsverkehr tief in die Vagina gelangt, bleiben die Samenfäden auch länger befruchtungsfähig. Lediglich bei Lageveränderung der Gebärmutter (z.B. einer Abknickung nach hinten, was sich bei der körperlichen Untersuchung durch den Gynäkologen leicht herausstellt) kann bei Rückenlage der Frau das Eintauchen des Muttermundes nach dem Samenerguss in den Samensee fraglich sein. Dann sollte der Verkehr in Knie-Ellenbogen-, Bauch- und Seitenlage der Frau erfolgen.

Bei Kinderwunsch kann es günstig sein, wenn die Frau nach dem Verkehr etwa eine Stunde liegen bleibt und das Gesäss durch Unterlegen eines Polsters etwas höher lagert. Das klingt logisch. Ob sich dies aber wirklich auch auf die Schwangerschaftsrate auswirkt, bezweifeln viele Fachleute. Geschlechtsverkehr im Stehen oder Sitzen lässt auf jeden Fall das Sperma nicht so tief in die Scheide gelangen und schneller wieder herausfliessen.

Samenfeindliche Umgebung vermeiden

Da Urin und andere Flüssigkeiten samenfeindlich sind, sollte der Mann in der letzten halben Stunde vor dem Verkehr nicht die Blase entleeren und die Frau keine Scheidenspülung vornehmen. Dementsprechend ist Sex in der Badewanne eher befruchtungsfeindlich – aber das bedeutet umgekehrt natürlich nicht, dass dies eine wirksame Verhütungsmethode ist…

Gleitmittel sind ebenfalls ungünstig, wenn sie nicht einen hohen pH-Wert aufweisen (wie z.B. Pre-Seed), der für die Mobilität der Spermien wichtig ist.

Berechnen Sie Ihre fruchtbaren Tage: Bitte gib ein gültiges Datum ein.Menstruation Eisprung (fruchtbarster Tag) Fruchtbare Tage Einnistung bei Befruchtung Nächste Menstruation weiteren Zyklus berechnen

Wann sind abklärende Untersuchungen angebracht?

Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft beträgt selbst unter optimalen Bedingungen nur ca. 25 % pro Zyklus.

Viele Fortpflanzungsmediziner raten bereits zur vertieften Abklärung, wenn die Frau nach einem Jahr regelmässigem Geschlechtsverkehr – das heisst mindestens zweimal pro Woche – nicht schwanger ist. Andere Ärzte empfehlen, mindestens doppelt so lange zu warten und zuerst die Lebenssituation zu überprüfen: Ist der Mann oder die Frau übermässig gestresst? Dreht sich alles nur noch um den Kinderwunsch? Könnte das Gesundheitsverhalten (Rauchen, Übergewicht usw.) einen Einfluss haben?

Von Sterilität (Unfruchtbarkeit) spricht man eigentlich erst, wenn beide Partner sich ein Kind wünschen und mit einer normalen sexuellen Beziehung und ungeschütztem Geschlechtsverkehr innerhalb von zwei Jahren keine Schwangerschaft eintritt. Reproduktionsmediziner raten jedoch vor allem bei etwas älteren Paaren (über 35 Jahre) dazu, höchstens ein Jahr zu warten und dann eine diagnostische Abklärung anzustreben.

Häufige Fragen zum Thema

Sollte man immer ein Jahr warten, bevor man eine Arzt konsultiert bei unerfülltem Kinderwunsch?

Nein. Das gilt nur, wenn keine augenscheinlichen Probleme vorliegen wie unregelmässige Zyklen, frühere Operationen, Schmerzen im Unterleib, Hormonstörungen oder ausbleibender Eisprung (gemäss Eisprungstest). In solchen Fällen ist es sinnvoll, die Abklärung sofort zu beginnen.

Die heutige Empfehlung…

vollständige Antwort lesen Was können wir selbst tun, um optimale Voraussetzungen für eine Schwangerschaft zu schaffen?

Der mütterliche Körper wird Umwelt und Schutzraum des zukünftigen Kindes sein. Ihre Lebensgewohnheiten, Ihre Ernährung, Ihre seelische und körperliche Gesundheit sind von grossem Einfluss auf die gesunde und ungestörte Entwicklung des Babys.

Die wichtigsten Empfehlungen:

  • Sprechen Sie mit Ihrem…

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Wissen

Das schnellste Spermium gewinnt

Liegenbleiben zum Schwangerwerden

Newsticker

Eisprung macht wählerisch | 18.11.2016

Hormone beeinflussen auch die Partnerwahl. Frauen bewerten ihre Beziehung während des Monatszyklus unterschiedlich, wie eine Studie der University of California ergab. Wer einen zuverlässigen, aber unattraktiven Partner gewählt hat, anstatt sich für einen attraktiven zu entscheiden, ringt an den fruchtbarsten Tagen unbewusst mit diesem Beschluss. Solche Frauen fühlen sich ihrem Partner in dieser Zeit nicht so nah wie Frauen mit einem sexuell begehrenswerten Mann und haben mehr an ihm auszusetzen. Sie fühlen sich dann kurzzeitig zu anderen Männern hingezogen. Die Wissenschaftler betonen: Diese Emotionen sind schnell vorbei und stellen keine Gefahr für eine langfristige Beziehung dar.

Häufiger Sex hilft | 22.08.2017

Klappt es nicht mit dem Kinderwunsch, weil die Qualität des Spermas nicht optimal ist, wird Männern oft einige Tage Enthaltsamkeit vor dem Sex empfohlen. Das soll die Chancen steigern, weil das Ejakulat dann deutlich mehr Spermien enthält. Allerdings verdoppelt sich dann auch rasch der Anteil der unbeweglichen und geschädigten Spermien, was wiederum eine erfolgreiche Befruchtung erschwert. Eine neue Studie an mehr als 12.000 Samenspendern kommt daher zu dem Schluss, dass täglicher Sex keinen negativen Einfluss auf die Spermienqualität hat, ganz im Gegenteil: Paaren mit Kinderwunsch seien eher kurze Abstände beim „Herzeln“ zu empfehlen. Vor allem bei Methoden zur künstlichen Befruchtung wie ICSI und IMSI, bei denen es weniger auf Quantität, sondern auf Qualität ankommt, sollten die Abstinenzperioden möglichst kurz sein.

Sex macht fruchtbarer | 27.06.2016

Paare, bei denen es mit dem Kinderwunsch nicht klappt, sollten mehr Sex haben. Und das nicht nur während der fruchtbaren Tage, sondern auch zwischendurch. Der Grund: Bei häufigem Verkehr wird das männliche Sperma vom Immunsystem der Frau besser toleriert. Denn für sie sind Spermien in erster Regel Fremdlinge, die von ihren Immunzellen, v.a. den Typ-1-Helferzellen, bekämpft werden müssen. Bei häufigem sexuellem Kontakt verändert sich diese feindliche Haltung. Typ-2-Helferzellen schützen die Spermien und begünstigen die Einnistung der befruchteten Eizelle. Sexuell aktivere Frauen haben ausserdem mehr Immunglobulin G im Blut und im Vaginal- und Gebärmutterschleim, was die Erfolgsaussichten der Spermien unterstützt.

Sex steigert Hirnleistung: Zu dieser neuen Erkenntnis kommen italienische Forscher. Bluttests wurden bei drei verschiedenen Gruppen durchgeführt: Singles, Langzeit-Paare und frisch Verliebte. Die letzte Gruppe zeigte eine gesteigerte Hirnaktivität und vermehrtes Nervenwachstum, beides wichtig für die geistige Aufmerksamkeit. Und umso geringer, je länger ein Paar zusammen ist. Die Forscher meinen, dass regelmässiger Sex, der vor allem am Anfang einer Beziehung praktiziert wird, die Intelligenz steigert und Stress reduziert. (swissmom Newsticker vom 31.3.2013)

Zucker schützt Spermien: Eine neue Studie der Justus-Liebig-Universität Giessen zeigt, wie sich Spermien im weiblichen Reproduktionstrakt vor deren Immunzellen schützen. Solche Immunzellen bilden ein Netz, um körperfremde Zellen wie die Spermien einzufangen und bewegungsunfähig zu machen. Im Ejakulat kommt jedoch ein Enzym vor, das dieses Maschenwerk auflöst, damit sich die Spermien wieder fortbewegen können. Das körpereigene Zuckerpolymer aus sauren Sialinsäuren könnte in der Zukunft dazu dienen, die Spermienanzahl bei Männern mit einer geringen Spermiendichte zu erhöhen. (swissmom-Newsticker, 20.10.2013)

Sex als Fettburner: Wissenschaftler wollten es ganz genau wissen: Wie ist der Kalorienverbrauch beim Sex im Vergleich zu Sport? 21 heterosexuelle Paare durften mit einer speziellen Armbinde eine halbe Stunde auf dem Laufband trainieren, an einem anderen Tag hatten sie Sex. Männer verbrauchten während des Geschlechtsverkehrs rund vier Kalorien pro Minute, Frauen drei, und zwar auch bei langsamem Tempo. Beim Lauftraining wurden ungefähr ein Drittel mehr Kalorien verbrannt. Überraschend: Je länger der Geschlechtsverkehr jedoch dauerte, desto höher kletterte der Energieverbrauch. Er sei nach einer halben Stunde durchaus gleichzusetzen mit dem Lauftraining, so die Forscher.(swissmom-Newsticker, 13.11.2013)

Wechselnder Schwimmstil: Bisher ging man davon aus, dass alle Spermien eine fast identische Fortbewegungstechnik haben, manche dabei nur langsamer sind. Jetzt konnten Forscher nachweisen, dass dies nicht stimmt. Spermien können sich für wenige Sekunden an andere Zellen anheften, um danach wieder frei zu sein und in eine andere Richtung zu schwimmen. Art und Geschwindigkeit der Drehung des Spermienkopfes bestimmen dabei, in welche Richtung es vorwärts geht. Durch den Wechsel zwischen verschiedenen Schwimmtechniken können die Samenfäden auch das Anheften an andere Zellen beeinflussen. Spermien, die in Gruppen von zwei bis vier Zellen schwimmen, sind viel schneller. Dies könnte Wissen und Techniken rund um die künstliche Befruchtung beeinflussen. (swissmom Newsticker, 1.10.14).

Sex schützt die Prostata: Eine Studie zweier kanadischer Universitäten hat festgestellt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Sexualpartner und dem Risiko für Prostatakrebs gibt – je mehr Frauen, desto geringer ist das Krebsrisiko. Männer, die mit mehr als 20 Frauen geschlafen haben, weisen ein um 30% geringeres Prostatakrebs-Risiko auf als monogame oder keusche Männer. Schon frühere Studien haben gezeigt, dass der massgebliche Faktor dabei regelmässige Ejakulationen sind, am besten mindestens zweimal pro Woche. Das ist wahrscheinlicher mit wechselnden Partnerinnen. Allerdings gilt das nur für Heterosexuelle. Bei Homosexuellen steigt die Gefahr mit jedem zusätzlichen Sexualpartner.(swissmom Newsticker, 26.3.15)

Letzte Aktualisierung : 17-11-19, BH

Es gibt die wildesten Theorien, wie Paare die Wahrscheinlichkeit erhöhen können, ein Kind zu zeugen. Eine recht etablierte: Nach dem Sex soll die Frau auf dem Rücken liegen bleiben und am besten die Beine noch anwinkeln oder eine Kerze machen, um den Spermien den Weg zum Ei zu erleichtern. Doch das bringt leider gar nichts.

Dabei wird dieses Fruchtbarkeits-Ritual sogar von einigen Hebammen und Kliniken noch empfohlen. Doch eine neue Studie brachte die Erkenntnis, dass es genauso erfolgsversprechend wäre, nach dem Sex einfach zu kuscheln.

Das berichtet nun der „New Scientist“. Es gebe die Angst bei Frauen, dass die Spermien sofort wieder aus der Scheide herausfließen, sollte die Frau nach dem Sex sofort wieder aufstehen oder sich umdrehen.

Und einige Untersuchungen in der Vergangenheit stützten diese Theorie sogar. Doch bei einer wesentlich umfangreicheren Studie im University Medical Center in Amsterdam kam nun heraus, dass dieses Liegenbleiben keine Vorteile nach sich zieht – ganz im Gegenteil.

479 Frauen wurden in der Studie einbezogen, von denen eine Hälfte nach einer künstlichen Befruchtung 15 Minuten lang liegenbleiben, die andere Hälfte herumlaufen sollte. Die meisten teilnehmenden Frauen hatten mehrere Behandlungen. Insgesamt sammelten die Wissenschaftler die Daten aus fast 2000 Zyklen.

Das Ergebnis überraschte: Bei den liegenden Frauen hatten nur 32 Prozent der Befruchtungen geklappt. Bei denen, die sich nach der Befruchtung sofort in Bewegung setzten, waren es 43 Prozent und damit deutlich mehr.

Für die Forscher machen die Ergebnisse Sinn. Spermien können beispielsweise in der Gebärmutter für mehrere Tage überleben. Es gebe also keinen Grund, warum Bettruhe diese beeinflussen sollte.

„Wir haben eine falsche Vorstellung von der weiblichen Anatomie. Vagina und Gebärmutter sind nicht über einen geraden, senkrechten Kanal miteinander verbunden, die Verbindung ist eher schief“, erklärt Wissenschaftler Joukje van Rijswijk. Sie würden sich an den Gebärmutterhals legen und von dort an den Schleimwänden entlang zur Eizelle schwimmen.

Insofern sei es auch egal, in welcher Position die Beine nach dem Akt verharren. Was eigentlich immer im Leben gilt, gilt nun offenbar auch nach dem Sex: Bewegung tut gut.

Warum Sperma nach dem Sex nicht in der Vagina bleibt

Der menschliche Körper besteht, ähnlich wie das Internet, aus einer Vielzahl von Kanälen. Diese Körperkanäle transportieren die verschiedensten Arten von Flüssigkeiten: Blut, Tränen, Sperma, Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit und Urin. Flüssigkeiten sind, das dürfte jetzt für niemanden überraschend kommen, flüssig. Weswegen sie fließen. Deswegen dürfte dem Großteil der Zuhörer des amerikanischen Ratgeber-Podcasts Savage Lovecast die kollektive Kinnlade runtergefallen sein, als ein Mann gefragt hat, was er machen könnte, damit sein Sperma nicht aus der Vagina seiner Frau rausläuft.

Wie der Mann berichtet, finden er und seine Frau es ziemlich ekelerregend, wie das Sperma während des postkoitalen Gangs zum Badezimmer aus ihrer Vagina läuft. „Ich bin nicht sicher, wo das Problem liegt“, sagte der Mann. „Ist ihre Beckenbodenmuskulatur vielleicht zu schwach und muss sie sie mehr trainieren? Oder geht das allen Frauen so und ich kann mich nur nicht daran erinnern, weil ich vor meiner Ehe entweder betrunken oder auf mich selbst fixiert war oder so?“

Für den Moment wollen wir die dringende Frage, ob er immer noch auf sich selbst fixiert ist, mal beiseite lassen und uns mit seiner eigentlichen Frage beschäftigen: Ist es normal, dass Sperma sofort wieder aus der Vagina rausläuft?

Mehr lesen: Das Märchen vom Fischgeruch: So sollte deine Vagina wirklich riechen

„Es ist ganz natürlich, dass Flüssigkeiten wieder aus dem Vaginalkanal rauslaufen und es ist absolut nichts falsch daran“, sagt die Sexual- und Paartherapeutin Vanessa Martin. „Der Vaginalkanal ist zwar ziemlich klein, aber er ist nun mal auch eine Körperöffnung, wie jede andere. Das heißt, Flüssigkeiten werden rauslaufen, egal wie stark die Beckenbodenmuskulatur ist.“

„Heterosexueller Verkehr ist widerlich“, sagte der Moderator Dan Savage in seiner ursprünglichen Antwort. „Mit Hintern hat man solche Probleme nicht.“ Nun ja … Ja, aber das liegt auch daran, dass Hintern dafür gemacht sind, Sachen drin zu behalten. Der Hintern ist die letzte Barrikade zwischen einem langen, gewundenen Verdauungsweg und der Außenwelt und der Anus bleibt fest verschlossen, bis er das Zeichen bekommt, dass er sich entspannen kann. Im Gegensatz dazu sind Vaginas darauf ausgelegt, Sex zu haben und Kinder zu gebären oder Gras zu transportieren, falls du zufällig in Florida lebst. Sie sind also dafür gedacht, dass sich Dinge relativ frei rein und raus bewegen können. Und rein und raus und rein und raus. Man kann sich die Vagina wie die Kanäle in Venedig vorstellen: Alle Gondoliere sollten sich bequem bewegen können. Der Anus dagegen ist eher wie der Landwehrkanal.

Die Natur ist wunderschön. Foto: Mark Doliner | Flickr | CC BY 2.0

Nur weil man seinen Schwanz in beide Öffnungen stecken kann, heißt das noch lange nicht, dass sich das Sperma in beiden Fällen gleich verhält. Wieso ist das nicht allgemein bekannt? Vermutlich kann man Pornos die Schuld daran geben. Die Pornoindustrie pflegt einen seltsamen Umgang mit Orgasmen. Seit Jahren spritzen die meisten Darsteller auf jemanden statt in jemanden ab, weil es scheinbar der einzige Weg ist, einen sichtbaren „Beweis“ für den Höhepunkt zu liefern. In einer Welt, in der AIDS nach wie vor ein wichtiges Thema ist, hat es schon fast einen verbotenen Beigeschmack, in jemanden zu kommen. Es gibt sogar ein eigenes Pornogenre dafür, das unter dem Fachbegriff „Creampie“ (auf gut Deutsch „Cremetörtchen“) bekannt ist. Weil der weibliche Intimbereich aussieht wie ein Puddingkrapfen, wenn das Sperma aus ihm herausläuft—und Männer bekanntermaßen nichts heißer finden als Backwaren, richtig?

Viele wundern sich wahrscheinlich auch, was sich der Mann wohl dachte, was mit seinem Sperma passieren würde. Wollte er, dass es für immer in der Vagina seiner Frau bleibt, als wäre sie sein persönlicher Saatgut-Tresor? Oder will er einfach nur nicht über sein Sperma nachdenken? Einer der Zuhörer fasst es mit folgendem Gefühlsausbruch eigentlich recht gut zusammen: „Alter, das ist dein Sperma! Warum gibst du ihr die Schuld, suchst die Gründe bei ihrer Vagina und nennst es dann eklig? Das kam doch aus dir raus! Was stimmt nicht mit dir?“

Diese Frage können wir zwar nicht beantworten, Fakt ist aber: Sperma wird in jedem Fall wieder aus der Vagina rauslaufen. Wie schnell das passieren wird, hängt allerdings sowohl vom weiblichen Geschlechtsorgan, als auch der männlichen Körperflüssigkeit ab. Die Konsistenz von Sperma kann variieren und je wässriger es ist, desto schneller kommt es logischerweise auch wieder raus. (Wenn es aber aussieht wie Kokoswasser, kann das ein Symptom für eine vergrößerte Prostata sein und der Typ sollte vermutlich dringend zum Arzt.)

Die Ratgeberseite Go Ask Alice von der Columbia University empfiehlt, eine Slipeinlage zu tragen, wenn man es satt hat, dass sich der Gang zum Badezimmer anfühlt wie ein Eierlauf. Oder du entspannst dich einfach und akzeptierst deinen Körper für das, was er ist: unkontrollierbar und schmutzig. Sex ist großartig, wenn man es richtig macht. Konzentrier dich darauf und alles wird gut.

Baden in der Schwangerschaft: Ist heiß erlaubt?

Für viele werdende Mütter ist Baden in der Schwangerschaft gleichbedeutend mit Entspannung pur. Besonders im fortgeschrittenen Stadium einer Schwangerschaft und mit zunehmend wachsendem Babybauch entlastet das warme Wasser, zum Beispiel bei einem Heublumenbad oder einem speziellen Sitzbad, den Rücken und die Gelenke und entspannt verkrampfte Muskeln. Trotzdem ist Baden in der Schwangerschaft mit Vorsicht zu genießen und sollte nicht übertrieben werden. Warum, erfährst Du hier!

Baden in der Schwangerschaft: Pure Erholung oder Risiko für’s Kind?

Kaum etwas ist so wohltuend für eine werdende Mutter wie ein Entspannungsbad. Mit einem angenehmen Badezusatz und einem guten Buch entspannt ein warmes Bad nicht nur den Körper, sondern auch die Seele und ermöglicht der Schwangeren eine Auszeit vom stressigen Alltag. Baden in der Schwangerschaft entlastet zudem den Rücken und die Gelenke und kann damit den häufig auftretenden Rückenschmerzen in der Schwangerschaft entgegenwirken. Einige Maßgaben sollten beim Baden in der Schwangerschaft aber unbedingt eingehalten werden, um den Kreislauf der werdenden Mutter nicht zu überanstrengen und kein Risiko für die Schwangerschaft einzugehen.

Ist ein heißes Bad in der Schwangerschaft erlaubt?

Grundsätzlich ist gegen das Baden in der Schwangerschaft nichts einzuwenden, solange ein gesundes Maß eingehalten wird. Ein warmes Bad kann einer werdenden Mutter Entspannung bringen. So ist der vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel stark anwachsende Babybauch im Wasser nicht mehr so stark spürbar. Baden in der Schwangerschaft entlastet dadurch den Rücken und die Gelenke der werdenden Mutter und hilft, Muskelpartien zu entkrampfen, die durch die Schwangerschaft stark beansprucht werden, wie zum Beispiel den Schulter-, Nacken- und Lendenwirbelbereich.

Wie häufig ein warmes Bad genossen wird, bleibt der Schwangeren überlassen. Allerdings sollte das Bad nicht länger als 10 – 15 Minuten genossen werden und die Temperatur sollte 37 Grad niemals überschreiten. Zu langes und zu heißes Baden in der Schwangerschaft belastet den Kreislauf der werdenden Mutter. Durch eine zu hohe Wassertemperatur können sich die Blutgefäße erweitern, sodass der Blutdruck infolgedessen sinkt. Da viele Frauen in der Schwangerschaft ohnehin zu niedrigem Blutdruck neigen, kann Baden in der Schwangerschaft zu Schwindel und Kreislaufproblemen führen, im Extremfall sogar zu einem Kreislaufzusammenbruch. Deshalb ist es ratsam, beim Baden in der Schwangerschaft nicht allein zu Hause zu sein, damit bei einem Kreislaufzusammenbruch sofort Hilfestellung geleistet werden kann.

Gegen Baden in der Schwangerschaft ist prinzipiell nichts einzuwenden, wenn Du Dich an ein paar Regeln hältst.

Baden in der Schwangerschaft: Vorsichtsmaßnahmen treffen

Auch ein kühles Glas Wasser oder eine Tasse abgekühlter Tee neben der Badewanne sind hilfreich, da regelmäßiges Trinken beim Baden in der Schwangerschaft den Kreislauf entlastet. Neben dem Kreislauf der Schwangeren hat die Temperatur des Badewassers auch einen direkten Einfluss auf das ungeborene Baby. Dieses spürt die Wassertemperatur in der Plazenta ebenfalls. Ein Unwohlsein wie bei Fieber ist dann oft die Folge. Deshalb ist eine gemäßigte Wassertemperatur von maximal 37 Grad beim Baden in der Schwangerschaft auch für das ungeborene Baby wichtig. Im letzten Trimester kann zu heißes Baden in der Schwangerschaft sogar zu frühzeitigen Wehen führen. Deshalb ist gegen Ende der Schwangerschaft auch beim Baden besondere Vorsicht geboten.

Badezusätze für das Baden in der Schwangerschaft

Baden in der Schwangerschaft sorgt zwar für Entspannung, belastet neben dem Kreislauf aber auch die Haut der Schwangeren. Die Wahl des Badezusatzes sollte deshalb besonders beim Baden in der Schwangerschaft mit Bedacht erfolgen.

  • Sprudelbäder mit Brausetabletten belasten durch die aufsteigenden Dämpfe den Kreislauf besonders und sind daher wenig geeignet. Besonders stark schäumende Badezusätze sind dagegen eher schlecht für die Haut, da sie diese besonders stark austrocknen.
  • Ein rückfettendes Ölbad ist sinnvoller und gibt der Haut die Feuchtigkeit zurück, die sie durch das Baden in der Schwangerschaft verliert. Bei einem öligen Badezusatz ist beim Verlassen der Wanne allerdings besondere Vorsicht geboten, da eine erhöhte Rutschgefahr besteht.
  • Ein natürlich rückfettender Badezusatz ist Milch oder Sahne. Eine halbe Tasse Milch oder Sahne im Badewasser verhindert das Austrocknen der Haut und hält sie glatt und geschmeidig. Außerdem ist sie ein gut geeigneter Emulgator für ätherische Öle. Werden ätherische Öle pur ins Badewasser gegeben, vermischen sie sich nicht mit dem Wasser, sondern schwimmen an der Oberfläche. Dort sind sie dann sehr stark konzentriert und können beim Kontakt mit der Haut zu Hautirritationen und Ausschlag führen. Werden jedoch einige Tropfen ätherisches Öl mit einer halben Tasse Milch oder Sahne vermischt, lässt sich der Badezusatz wunderbar mit dem Badewasser vermischen und ermöglicht ein besonders aromatisches Baden in der Schwangerschaft.
  • Ein duftneutrales Pflegebad erfüllt denselben Zweck wie Milch oder Sahne. Bei der Verwendung von ätherischen Ölen ist allerdings besonders beim Baden in der Schwangerschaft Vorsicht geboten, da nicht alle ätherischen Öle für Schwangere geeignet sind. Einige Öle wie zum Beispiel Kampfer, Nelke oder Zimt, können wehenanregend wirken, wenn sie in den Körper gelangen. Deshalb ist es ratsam, die Wahl des Badezusatzes vorsichtshalber mit dem Arzt oder der Hebamme abzustimmen.

Baden in der Schwangerschaft als Vorbereitung auf die Geburt

Baden in der Schwangerschaft ist für eine werdende Mutter eine gute Möglichkeit, um sich auf die Geburt des Kindes vorzubereiten. Besonders im fortgeschrittenen Stadium einer Schwangerschaft kann ein heißes Bad wehenfördernd wirken. Wenn der Termin der Entbindung bereits überschritten ist, kann die Schwangere durch ein heißes Bad selbst überprüfen, wie weit die Wehentätigkeit fortgeschritten ist und wie nah die Geburt bevorsteht. In diesem Fall ist auch ausgiebigeres Baden in der Schwangerschaft erlaubt. Wenn die Wehen bei einem entspannenden Bad auch nach 20 Minuten nicht abklingen, ist es empfehlenswert, in die Klinik zu fahren und die Wehen per CTG beobachten zu lassen. Sollten die Wehen während des warmen Bades aber von selbst wieder aufhören, ist davon auszugehen, dass die Geburt des Kindes noch eine Weile auf sich warten lässt.

Baden in der Schwangerschaft kann viel zur Entspannung einer werdenden Mutter beitragen. Es entlastet Rücken und Gelenke und entspannt verkrampfte Muskeln. Für den Stressabbau ist Baden in der Schwangerschaft deshalb gut geeignet. Eine gemäßigte Wassertemperatur und eine sorgfältig bemessene Badezeit sollten aber unbedingt berücksichtigt werden, damit das Baden in der Schwangerschaft kein gesundheitliches Risiko für die werdende Mutter und ihr Baby bedeutet.

Baden in der Schwangerschaft: Das solltest du beachten

Baden in der Schwangerschaft kann dir dabei helfen, dich zu entspannen. Hier erfährst du, was du beim Schaumbad in der Wanne oder beim Schwimmen in der Schwangerschaft beachten musst.

Das Baden in der Schwangerschaft ist eine schöne Möglichkeit, um dir und deinem Baby ein bisschen Ruhe und Entspannung zu gönnen. Trotzdem solltest du einige wichtige Ratschläge beherzigen, wenn du verhindern willst, dass du deinem Baby schadest oder Wehen auslöst.

Tipps fürs Baden in der Schwangerschaft

Beim Baden in der Schwangerschaft solltest du besonders auf die Temperatur des Badewassers achten. (Foto: CC0 / / StockSnap)

Grundsätzlich ist das Baden in der Schwangerschaft erlaubt. Denn das warme Wasser bringt einige Vorteile mit sich: Baden lockert zum Beispiel verspannte Muskeln und entlastet deinen Rücken und die Gelenke. Außerdem kann ein warmes Schaumbad dir bei Krämpfen helfen.

Diese Tipps solltest du beim Baden in der Badewanne beachten:

  • Nicht zu heiß baden: Die Temperatur des Badewasser spielt eine wichtige Rolle. Badest du in Wasser, das heißer als 37 Grad ist, riskierst du, dass dein Blutdruck in den Keller geht. Am besten verwendest du immer etwas kühleres Wasser, 34 Grad reichen völlig aus.
  • Bade nicht länger als 15 Minuten: Achte aber darauf, dass du immer nur maximal zehn bis 15 Minuten in der Wanne bleibst, um deinen Kreislauf nicht zu überlasten.
  • Immer ein Glas Wasser in Reichweite: Bei einem heißen Bad schwitzt du und dein Körper verliert Flüssigkeit. Deshalb solltest du auch hier immer ausreichend trinken. Stell dir einfach ein Glas Wasser an die Wanne.
  • Vorsicht bei ätherischen Ölen: Auf ätherische Badeöle solltest du besser verzichten, denn einige Inhaltsstoffe wie Kampfer, Zimt oder Nelken können wehenfördernd wirken. Wenn du dir unsicher bist, sprich am besten mit deinem Arzt. Wenn du unter trockener Haut leidest, kannst du aber gerne rückfettende Zusätze ins Wasser geben.

Duschen in der Schwangerschaft

Die richtige Hautpflege ist nach dem Duschen und Baden in der Schwangerschaft besonders wichtig, damit deine Haut nicht austrocknet. (Foto: CC0 / / chezbeate)

Beim Duschen in der Schwangerschaft solltest du darauf achten, dass du deine Haut nicht mit ungeeigneten Pflegeprodukten austrocknest. Seife solltest du zum Beispiel nur sehr sparsam benutzen. Sie trocknet deine ohne ohnehin beanspruchte Haut schnell aus. Greife deshalb lieber auf rückfettende und reichhaltige Duschöle zurück. Mit dem folgenden Tipp kannst du zusätzlich Schwangerschaftsstreifen vorbeugen.

  • Massiere nach dem Duschen ein paar Tropfen Weizenkeimöl in Bauch, Brust und Oberschenkel ein.
  • Kneife jetzt leicht in die einmassierte Haut. So sorgst du dafür, dass das Öl noch besser von deiner Haut aufgenommen wird und reduzierst das Risiko für Dehnungsstreifen.

Tipp: Auch Mandelöl oder Jojobaöl spendet deiner Haut nach dem Duschen oder Baden in der Schwangerschaft Feuchtigkeit.

Schwangerschaftsanzeichen gibt es viele: Neben Übelkeit und Heißhunger kann eine Schwangerschaft noch viele weitere Symptome mit sich bringen. Welche das…

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Whirlpool in der Schwangerschaft besser meiden

Baden im Whirlpool solltest du in der Schwangerschaft besser vermeiden. (Foto: CC0 / / PublicDomainPictures)

Im Whirlpool zu baden, kann in der Schwangerschaft sehr verlockend sein. Trotzdem solltest du besser auf ein Bad im Whirpool verzichten. Das warme Wasser ist ein wahres Paradies für Bakterien und Pilze, besonders wenn das Wasser nicht so häufig gewechselt wird. Während der Schwangerschaft verändert sich der Hormonhaushalt deines Körpers. Dadurch verringert sich das Säureniveau in der Scheide, was deine lokale Immunabwehr schwächt. Deshalb kannst du dir im warmen Wasser schnell eine vaginale Pilzinfektion holen.

Während der Schwangerschaft haben viele Frauen einen Eisenmangel. Denn Schwangere haben in dieser Zeit einen erhöhten Bedarf an Eisen. Doch…

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Schwimmen in der Schwangerschaft – kein Problem!

Schwimmen in der Schwangerschaft entlastet deinen Rücken und die Gelenke. (Foto: CC0 / / Pexels)

Wenn du schwanger bist, ist Schwimmen eigentlich der ideale Sport für dich. Dabei ist es ganz egal, ob du regelmäßig trainierst oder nur ab und zu ein paar Bahnen im Schwimmbad ziehst. Die Bewegung im Wasser hat viele Vorteile in der Schwangerschaft:

  • Im Wasser drückt dein Babybauch nicht so stark nach unten. Damit entlastest du deine Gelenke.
  • Beim Schwimmen in der Schwangerschaft trainierst du außerdem alle Muskelgruppen und deine Ausdauer. Eine gute Kondition kann dir die Geburt erleichtern.
  • Wenn du schwimmst und zusätzlich Wassergymnastik machst, kannst du außerdem das Risiko für Ödeme senken und Rückenschmerzen lindern.

Tipp: Wie bei allen Sportarten gilt auch beim Schwimmen in der Schwangerschaft: Hör auf deinen Körper und überanstrenge dich nicht. Besonders in den letzten Wochen solltest du nur kleine Strecken und langsam schwimmen.

Die Checkliste für die Erstausstattung eines neu geborenen Babys kann eine Herausforderung sein – was benötigst du wirklich und was…

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  • Kaffee in Schwangerschaft und Stillzeit: Die wichtigsten Fakten
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Spermienqualität bei täglichem GV: Wann sind Spermien am fruchtbarsten?

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Wie oft solltest du Geschlechtsverkehr (GV) haben, um schwanger zu werden? Um diese wichtige Frage zu klären, stell ich dir in diesem Beitrag die Ergebnisse zweier Studien vor.

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Kinderwunsch: Jeden Tag GV oder jeden zweiten oder dritten?

Bestimmt hast du dir schon die Frage gestellt, ob es bei Kinderwunsch sinnvoll ist, jeden Tag Sex zu haben.

Aus der rein weiblichen Perspektive betrachtet, ist die Antwort eindeutig nein.

Denn jede Frau hat fruchtbare und unfruchtbare Tage im Zyklus. Es gilt, die fruchtbarsten Tage herauszufinden und möglichst effektiv zu nutzen.

Doch wie sieht es bei deinem Partner aus?

Steigt die Spermienqualität bei täglichem Geschlechtsverkehr oder ist es sinnvoller, einige Tage enthaltsam vor dem Sex zu sein? Fördert sexuelle Abstinenz die Spermienanzahl und auch die Spermienqualität?

Lesetipps:

  • Spermientests im Überblick
  • Spermienqualität verbessern
  • Wie lange überleben Spermien?

Kurze oder längere Abstände beim Sex?

All diesen Fragen sind Wissenschaftler der Universität in Salt Lake City nachgegangen.

Sie werteten dazu Daten von 12.000 Samenspendern aus, bei denen ein Spermiogramm zu Erfassung der Spermienqualität durchgeführt worden war und die im Durchschnitt 32 Jahre alt waren.

Das Team um Dr. Sorena Keihani bezog dabei sowohl Männer mit normalem Spermiogramm als auch Männer mit Oligozoospermie (OAT-Syndrom) in die Studie ein. Dabei wurde eine Spermiendichte unter 15 Millionen pro ml als oligozoosperm (d.h. es lag eine anormal niedrigen Zahl von Spermien in der Samenprobe vor) betrachtet.

Wichtig: Alle Männer mussten angeben, wie lange sie vor der Ejakulation abstinent waren und ob es Probleme mit der Fruchtbarkeit gibt. Der angegebenen Mittelwert lag vor der Samenspende bei 4 Tagen Abstinenz.

Spermienqualität nimmt bei Abstinenz ab

Bei den Männern mit normalem Spermiogramm nahm die Anzahl der Spermien mit steigender Anzahl der enthaltsamen Tage zu, während die Qualität der Spermien abnahm.

Die Studie konnte nachweisen, dass das Ejakulationsvolumen mit zunehmender Abstinenzenzdauer von 2,7 ml bei zwei oder weniger Tagen auf 3,6 ml bei acht und mehr Tagen anstieg.

Auch die Spermienanzahl stieg in gleicher Relation. Besonders bei den beweglichen Spermien konnte eine Steigerung von 122 Millionen Spermien nach bis zu zwei Tagen Abstinenz und 194 Millionen nach acht und mehr Tagen festgestellt werden.

Eine weitere Studie des American Center für Reproduktionsmedizin in Cleveland kommt zu sehr ähnlichen Ergebnissen. Diese Untersuchung konnte nachweisen, dass sich das Samenvolumen nach elf Tagen Abstinenz verdoppelt und die Spermienanzahl sogar dreimal so hoch ist als nach einem Tag Pause.

Allerdings erhöhte sich der Anteil der Spermien mit DNA-Schäden von 10% nach zwei Tagen sexueller Enthaltsamkeit auf 20% nach elf Tagen.

Fazit: Spermienqualität bei täglichem GV leidet nicht

Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass täglicher Sex keinen negativen Einfluss auf die Spermienqualität hat.

Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Paare, die sich ein Baby wünschen, sollten in kurzen zeitlichen Abständen Geschlechtsverkehr haben.

Sex Abstinenz bietet keinen Vorteil, um schwanger zu werden.

Je länger die sexuelle Enthaltsamkeit andauert, desto stärker verschlechtert sich die Qualität der Spermienparameter.

Dies gilt auf für Männer mit Oligozoospermie. So lag die Vitalität der Spermien nach bis zu zwei Tagen bei 39%, nach fünf bis sieben Tagen bei 33%.

Der Anteil der progressiv beweglichen Spermien sank bei diesem Vergleich von 26 auf 17% Prozent ab.

Zwar stieg bei dieser Männergruppe mit zunehmender Abstinenzdauer das Ejakulationsvolumen, gleichzeitig konnte jedoch keine signifikante Verbesserung der Spermienkonzentration nachgewiesen werden.

Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass die Spermienqualität bei täglichem Sex nicht leidet.

Die Wissenschaftler regen an, die von der WHO empfohlene Abstinenzzeit von zwei bis sieben Tagen bei unerfülltem Kinderwunsch entsprechend abzuändern.

Paaren, die sich für eine künstliche Befruchtung entschieden haben, sind kurze Abstinenzphasen zu empfehlen, da es bei einer ICSI oder IMSI sehr auf die Qualität der Spermien ankommt.

Herzliche Grüße

Silke

Literatur zum Thema Spermienqualität bei täglichem GV

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Ihr hegt einen großen Kinderwunsch, seid aber skeptisch, ob häufiger Sex die Spermien müde macht und die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft schmälern könnte? Ammenmärchen oder Tatsache?

Inhalt

Die Aktivität von Spermien

Stimmt das tatsächlich? Dass häufiger Sex die Spermientätigkeit beeinflusst? Und die Spermien irgendwann ihre “Arbeit” vielleicht sogar einstellen? Um es vorweg zu nehmen: Mach’ Dir keine Sorgen! Dies ist nur ein Mythos. In Wahrheit ist sogar das Gegenteil der Fall. Aber Schritt für Schritt.

Im Durchschnitt ist es so, dass männliche Hoden pro Tag mindestens 40 Millionen Spermien produzieren. Zur typischen (und vor allem befruchtungsfähigen) Kopf-Körper-Schwanz-Spermie kommt es, wenn die Spermien in den Nebenhoden wachsen, Proteine tanken und dabei zur “gereiften” Form kommen. Nach diesem Prozess sammeln sich die Spermien an unterschiedlichen Stellen des Nebenhodengangs.

Dieser kann fünf bis sechs Meter lang sein und ist schlauchförmig. Hier verweilen die Spermien bis zu ihrem Einsatz. Dabei geht es im Grunde nach dem Spruch “Wer zuerst kommt, mahlt zuerst” vor: Die Älteren stehen also ganz vorn an, wenn es um ihren Einsatz geht. Wie gesagt, prinzipiell. Denn es kommt natürlich dennoch zu einer Durchmischung. Schließlich machen sich bei jedem Samenerguss einige hundert Millionen gemeinsam auf den Weg zur Eizelle. Dieser Weg ist etwa 15 Zentimeter lang. In einer Stunde werden davon meist etwa neun Zentimeter zurückgelegt. Ist nun die Konzentration an jungen Spermien hoch, ist es umso wahrscheinlicher, dass eines das Ziel (also das Ei) tatsächlich erreicht. Die älteren Spermien sind nicht so fit und schaffen diesen Weg oftmals nicht.

Seid aktiv, nicht passiv

Müde und weniger beweglich werden die Spermien nicht durch Geschlechtsverkehr, sondern durch Warten. Dadurch verkümmern die Proteine und zerfallen in Einzelteile. Habt Ihr dann nach einigem Warten wieder Sex, verbessert Ihr dadurch die Qualität der weniger beweglichen bzw. abgelebten Spermien auch wieder. Aber: Das Ejakulat besteht dann zum großen Teil aus alten und nicht unbedingt den besten Spermien. Solltet Ihr dagegen häufig die Aktivität der “Samen” abrufen, sorgt Ihr für immer wieder frischen und beweglicheren Nachschub. Dieser sorgt natürlich dann auch für ein besseres Ejakulat.

Das raten Experten

Da die Spermien – wie oben beschrieben – verfallen können, raten Experten Paaren mit Kinderwunsch, dass sie nicht länger als zehn Tage ohne Sex bleiben sollten. Das erhöht die Chancen. Auch wenn eine geringere Spermienqualität nicht automatisch heißen muss, dass der Mann unfruchtbar ist. Nur minimiert es eben die Wahrscheinlichkeit, dass eine Spermie davon sein Ziel erreicht.

Manche Experten sind sogar noch “radikaler”: Australische Wissenschaftler sind nämlich der Meinung, dass Ihr beim Wunsch nach einem Kind eine Woche vor dem Eisprung einmal täglich Geschlechtsverkehr haben solltet. So seien die Spermien nur eine kurze Zeit schädigenden Einflüssen ausgesetzt und Ihr erhaltet die Qualität. Die Studie verlief über einen Zeitraum von sieben Tagen. Daher ist es nicht ganz sicher, ob auch vielleicht schon drei oder fünf Tage solche Effekte herbeiführen können. Aber: Hat der Mann ohnehin schon eine geringe Spermienmenge, ist die Ein-Mal-Sex-pro-Tag-Praxis für ihn nicht zu empfehlen.

Zu viel Sex ist also nicht schädlich?

Habt Ihr sehr viel Sex, vielleicht auch mehrmals am Tag, kann es den Informationen oben zufolge passieren, dass die “Lager” sich leeren, noch bevor frische Spermien nachgereift sind. Dem könnt Ihr entgegenwirken, wenn Ihr ein paar Tage gemeinsame Schläferstündchen meidet. Bei täglichem Sex gilt aber: Auch wenn die Spermienmenge abnimmt, steigt die Spermienqualität an. Diese hat übrigens den größten Einfluss darauf, ob eine Frau schwanger wird oder nicht. Ihr könnt Euch also ruhig austoben und müsst Euch keine Sorgen darüber machen, dass die Chance auf eine Schwangerschaft geschmälert wird.

So erhöht Ihr auch im Alter die Spermienqualität

Was aber die Qualität von Spermien schmälern kann: ein hohes Alter. Eine Studie zeigte aber jetzt, dass auch ältere Männer diese wieder zurückerobern können. Die Zaubermittel hier sind Vitalstoffe. US-Forscher der Universität von Berkely/Kalifornien testeten, ob die Einnahme von Vitalstoffen und Spurenelementen die Qualität von Spermien bei Männern in höherem Alter beeinflussen kann. Die Rahmenbedingungen der Studie: Die Forscher rund um Thomas Schmid schauten sich die Wirkung spezieller Mikronährstoffe bei 80 Männern zwischen 20 und 80 Jahren an. Die Getesteten waren alle Nichtraucher und hatten ähnliche Lebensgewohnheiten. Nun wurde die tägliche Vitaminaufnahme der Probanden aus deren Nahrung sowie aus Nahrungsergänzungsmitteln festgestellt. Untersucht wurde der Vitamin C-, Vitamin E-, Betacarotin-, Zink- und Folsäuregehalt. Dann wurde die Spermienqualität hinsichtlich der DNA-Schäden unter die Lupe genommen.

Vitamin C, Vitamin E, Zink und Folsäure erhöhen die Qualität

Das Ergebnis: Die Spermien der Männer mit der höchsten Vitamin-C-Aufnahme weisen etwa 16 Prozent weniger DNA-Schäden auf als die derer mit der niedrigsten Vitamin-C-Aufnahme. Vitamin E, Zink und Folsäure haben ähnlich positive Effekte auf die Spermienqualität. Der Gehalt von Betacarotin scheint laut der Studie dagegen keine Auswirkung auf die Qualität der Spermien zu haben.

Interessant: Auf junge Männer (20 bis 44 Jahre) schienen die Vitalstoffe während der Studie zu keiner messbaren Verbesserung der Spermienqualität geführt zu haben. Anders aber bei älteren Männern über 44 Jahre. Hier zeigte sich, dass die mit der höchsten Vitamin C-, Vitamin E- und Zink-Aufnahme während der Studie circa 20 Prozent weniger DNA-Schäden in ihren Spermien aufwiesen als die, die am wenigsten dieser Stoffe zu sich nahmen. Für ältere Männer sehr spannend: Die Studie der US-Forscher zeigt auf, dass jene Männer, die am meisten Vitamin C, Vitamin E und Zink zu sich nahmen, auch im höheren Alter (älter als 44 Jahre) in etwa über dieselbe Spermienqualität verfügten wie jüngere Männer zwischen 20 und 44 Jahren!

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