Nach dem sex liegen bleiben um schwanger zu werden

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Neue Studie gibt Tipp zum Thema „Schwangerwerden“

„Frauen sollen nach dem Sex liegen bleiben und am besten noch die Beine in die Luft strecken.“ Eine neue Studie verbannt diese Theorie nun ins Reich der Mythen. Stattdessen soll ein anderer Tipp beim Schwangerwerden helfen.

Überraschendes Ergebnis der neuen Studie

Forscher des University Medical Center in Amsterdam führten eine Untersuchung durch, an der rund 480 Frauen teilnahmen.

Die Hälfte der Probandinnen wurde angewiesen nach der künstlichen Befruchtung 15 Minuten in einer waagerechten Position liegen zu bleiben, wohin gegen die anderen Frauen in demselben Zeitfenster herumlaufen sollten. Alle Frauen wurden mehrmals untersucht und die Forscher sammelten die Daten zur Auswertung.

Die Erfolgsquoten zeigen:

  1. Bei 32 Prozent der Frauen, die liegen geblieben sind, wurde die Eizelle erfolgreich befruchtet.
  2. Bei 43 Prozent der Frauen, die herumgelaufen sind, war die Befruchtung ein Erfolg.

Das überraschende Resultat: Herumlaufen nach der künstlichen Befruchtung beziehungsweise nach dem Sex erhöht die Chancen schwanger zu werden.

Wie ist das Ergebnis zu erklären?

In einer waagerechten Position auszuharren mache deswegen keinen Sinn, weil die Spermien in der Gebärmutter ohnehin tagelang überleben können. Scheide und Gebärmutter sind zudem nicht geradlinig miteinander verbunden, sondern schief. Aus diesem Grund besteht auch nicht die Gefahr, dass die Spermien wieder aus der Scheide hinausfließen.

Im Gegenteil. Die Spermien setzen sich am Gebärmutterhals fest und starten von dort aus ihren Weg zur Eizelle. Dabei bewegen sich die “kleinen Schwimmer“ immer an den Schleimwänden entlang.
Körperliche Betätigung macht also nicht nur fit und gesund, sondern könnte laut Studie auch dabei helfen, schwanger zu werden.

Mythen, die nicht stimmen

Die neue Studie räumt mit bisherigen Theorien zum Thema “Schwangerwerden“ auf und wiederspricht vor allem der These, Frauen sollten sich nach dem Sex möglichst wenig bewegen, damit die Spermien besser zur Eizelle gelangen und nicht wieder aus der Scheide fließen. Durch das Liegen werde genau dieses Risiko minimiert und die Chancen schwanger zu werden, würden steigen, besagen ältere Theorien.

Aber es gibt noch weitere Mythen, die angeblich die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung erhöhen sollen, es aber nicht tun:

  1. Die Befruchtung ist nur mit weiblichen Orgasmus möglich.
  2. Nach dem Sex nicht duschen oder auf Toilette gehen.
  3. Täglicher Sex verschlechtert die Qualität der Spermien.
  4. Bestimmte Stellungen begünstigen die Befruchtung.
  5. Frauen, die starke Blutungen haben, sind fruchtbarer.
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Fruchtbarkeits-Mythen – was ist dran?

Vom Duft der Frauen

Andere Untersuchungen ergaben zudem, dass Frauen um den Eisprung herum hormonell bedingt rund ein Kilo weniger wiegen. Auch der Duft einer Frau ist um diese Zeit verlockender. Finnische Wissenschaftler von der Uni Jyväskylä ließen Männer und Frauen an getragenen T-Shirts von Studentinnen schnuppern. Die männlichen Testteilnehmer (und nur sie) fanden den Geruch derjenigen Shirts anziehender, deren Besitzerinnen sich gerade in der Eisprungphase befanden. Sogar die Stimme von Frauen klingt anders, wenn die Chance auf eine Schwangerschaft groß ist: Sie wird an den Tagen vor dem Eisprung höher, was vermutlich die Attraktivität für das andere Geschlecht steigert, so eine US-Studie um Gregory Bryant und Martie Haselton an der University of California.

Erhöht ein Orgasmus die Chance auf ein Baby?

Eine Zeitlang glaubten Wissenschaftler, dass die Muskelkontraktionen der Gebärmutter beim Orgasmus die Chance auf ein Baby erhöhen, weil sie den Spermien das Vorwärtskommen erleichtern. Doch dies gilt als überholt. Zwar stimme es, „dass die Spermien dadurch schneller in die Eileiter befördert werden, weil sich die Gebärmutter zusammenzieht“, sagt Dr. Rosenbaum. Trotzdem macht diese Abkürzung für die Spermien frau nicht fruchtbarer: Versuche, die Chancen einer Kinderwunschbehandlung zu erhöhen, indem man mit dem Hormon Oxytocin Kontraktionen der Gebärmutter auslöste, zeigten nicht die erhoffte Wirkung.

Müde Spermien durch häufigen Sex?

Früher wurde empfohlen, ein Paar solle nur alle drei Tage „herzeln“, damit sich die Menge und Qualität der Spermien in dieser Zeit regenerieren könne. Doch es scheint im Gegenteil sogar so zu sein, dass die Spermaqualität mit der Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs ansteigt. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher am Soroka University Hospital in Israel. Sie stellten fest, dass die Beweglichkeit der Spermien bereits bei nur einem enthaltsamen Tag sinkt. Und Biologen der Universität von Adelaide in Australien fanden heraus, dass häufiger Sex wichtig ist, um das Immunsystem der Frau an die Spermien zu gewöhnen. Denn diese werden sonst leicht als Fremdkörper angegriffen.

Hinterher liegen bleiben: kuschelig, aber unnötig

Zwar scheint es plausibel, dass mehr Spermien in die Gebärmutter hinauf wandern können, wenn eine Frau nach dem Sex nicht gleich aufsteht. Tatsächlich aber ist es egal, ob eine Frau liegen bleibt oder sich sogar ein Kissen unter ihr Becken schiebt – oder ob sie sofort aufsteht und duscht, so dass ein Großteil des Spermas rasch herausläuft. Wissenschaftler konnten keine Erhöhung der Zahl der Schwangerschaften feststellen, wenn eine Frau das Sperma möglichst lange im Körper behält.

Anders bei einer Insemination (Kinderwunschbehandlung): In diesem Fall raten viele Ärzte dazu, im Anschluss noch eine Weile liegen zu bleiben. Doch eine Studie des University Medical Center Amsterdam stellt die Wirksamkeit der Prozedur mittlerweile infrage. In ihrer breit angelegten Erhebung hatte das Liegenbleiben bei der aus 236 Frauen bestehenden Testgruppe keinen positiven Effekt. Vielmehr war die Erfolgsquote bei den 243 Frauen, die nach der Insemination schnell aufgestanden sind, leicht erhöht. Die Forscher gehen deshalb davon aus, dass es keinen Grund für eine Ruhezeit nach der Behandlung gibt.

Kann man Mädchen machen?

Um immerhin 25 Prozent lässt sich die Wahrscheinlichkeit für ein Mädchen oder einen Jungen erhöhen, wenn man auf den Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs achtet. Die Spermien tragen entweder ein X-Chromosom, das ein Mädchen zeugen, oder ein Y-Chromosom, das zur Entwicklung eines Jungen führen kann. Das Y-Chromosom aber ist kleiner und leichter, das betreffende Spermium daher schneller bei der Eizelle. „Findet der Geschlechtsverkehr am Tag des Eisprungs statt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine ‚männliche‘ Spermie in der Eizelle einnistet“, so Dr. med. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). Umgekehrt sei es, wenn der Sex mehrere Tage vor dem Eisprung stattfinde: „Die ‚weiblichen‘ Spermien sind langlebiger als die ‚männlichen‘. Bis zum Tag des Eisprungs halten darum mehr weibliche durch“. Der Haken: Einigermaßen genau lässt sich der Eisprungtag nur per Ultraschall bestimmen. Ovulationstests dagegen geben lediglich das Vorhandensein von LH (eisprungauslösendes Hormon) über mehrere Tage an.

Ist die Stellung beim Sex wichtig?

Auch die Stellung beim Sex kann das Geschlecht beeinflussen: Manche Fachleute empfehlen zur Zeugung eines Jungen den „doggy-style“ (von hinten), weil die männlichen Spermien dadurch näher an den Muttermund gelangen und kürzer dem sauren Scheidenmilieu ausgesetzt sind. Wer ein Mädchen möchte, sollte die „Missionarsstellung“ bevorzugen. Der etwas weitere Weg zum Muttermund kommt den säureunempfindlicheren, weiblich belegten Spermien entgegen.

Doch hat die Position auch Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit? Zwar heißt es, dass bei Sex von hinten die Chancen für eine Schwangerschaft erhöht sind. Er soll zudem besonders hilfreich sein bei Frauen, die eine abgeknickte Gebärmutter haben. Ungünstiger sei dagegen die Reiterstellung, weil die Schwerkraft den aufsteigenden Spermien hinderlich sei. Doch obwohl all dies logisch klingt – der wissenschaftliche Beleg fehlt. Man kann in jeder Stellung schwanger werden.

Kannst du auch dann schwanger werden, wenn das Sperma nach dem Geschlechtsverkehr ausläuft?

Wichtige Fakten

  • Forschungsergebnisse zeigen, dass Sperma innerhalb einer Minute nach der Ejakulation an den richtigen Ort gelangt.
  • Es ist normal, dass nach dem Geschlechtsverkehr Samenflüssigkeit ausfließt und das verringert nicht deine Chancen auf eine Empfängnis.
  • Wasserlassen nach dem Geschlechtsverkehr verringert nicht deine Chancen, schwanger zu werden und sich nach dem Geschlechtsverkehr hinlegen erhöht sie nicht.

Für viele Frauen ist das Wasserlassen nach dem Geschlechtsverkehr ein Muss. Harnlassen nach dem Geschlechtsverkehr ist, wie dein Arzt, deine beste Freundin und deine Mutter dir sicher unzählige Male ans Herz gelegt haben, die beste Vorbeugung gegen eine Harnwegsinfektion. Kuscheln kann man auch anschließend noch.

Aber was, wenn du versuchst, schwanger zu werden? Kannst du auch dann schwanger werden, wenn das Sperma nach dem Geschlechtsverkehr ausläuft?

Warum fließt Sperma nach dem Sex aus?

Um das zu erklären, ist es wichtig zu verstehen, wie sich Sperma verhält: Eine einzige Ladung Ejakulat enthält in der Regel zwischen 20 und 400 Millionen Spermien.

Gleich nach der Ejakulation lösen sich rund 35 Prozent der Spermien von der Samenflüssigkeit und beginnen in Richtung Zervix zu wandern (dabei werden sie von deiner Vaginalflüssigkeit unterstützt).

Das Sperma reist schnell durch deinen Fortpflanzungstrakt und erreicht deine Eileiter innerhalb einer Minute..

Ein Teil des Spermas bleibt eine Weile tief in deiner Vagina (im sogenannten hinteren Scheidengewölbe) und läuft irgendwann heraus, was schon nach einigen Minuten oder erst nach einigen Stunden geschehen kann. Der Rest läuft zusammen mit einer größeren Menge von nicht spermatösem Material, das unter anderem Proteine und Vitamine enthält, sofort wieder aus der Vagina heraus.

(Mach dir keine Sorgen, wenn es sich nach dem Geschlechtsverkehr so anfühlt, als würde sehr viel Flüssigkeit aus deiner Scheide kommen. Nur etwa zehn Prozent der Samenflüssigkeit ist Sperma!

Bis zu dem Moment, in dem du aufstehst, um zur Toilette zu gehen, hat das schnellste Spermium bereits den Gebärmutterhals passiert. Alles, was unmittelbar nach dem Geschlechtsverkehr oder beim Wasserlassen herausläuft, wäre sowieso nie durch die Zervix gelangt.

Verringert Harnlassen nach dem Geschlechtsverkehr die Chancen auf eine Schwangerschaft?

Die gute Nachricht: Pinkeln nach dem Sex hat keinen Einfluss auf deine Chancen auf eine Empfängnis. Wenn du für Harnwegsinfektionen anfällig bist, ist das Wasserlassen eine gute Idee. Wenn nicht, genieße das Kuscheln. Deine Chancen, schwanger zu werden, bleiben in jedem Fall gleich.

Kannst du auch dann schwanger werden, wenn Sperma nach dem Sex ausläuft?

Was ist, wenn du nach dem Geschlechtsverkehr nicht gleich ins Badezimmer gehst, aber trotzdem spürst, dass Sperma herausläuft? Die nächste gute Nachricht folgt sogleich: Wenn Sperma nach dem Geschlechtsverkehr ausfließt, verringert dies nicht die Chancen einer Empfängnis.

Du brauchst nicht liegen bleiben, deine Füße hochlegen oder etwas Besonderes tun, um das Sperma drinnen zu halten.

Hilft das Liegenbleiben im Bett oder das Hochlegen der Füße nach dem Geschlechtsverkehr dabei, schwanger zu werden?

Eines der weit verbreitetsten Ammenmärchen ist, dass das Liegenbleiben und Hochlegen der Füße nach dem Geschlechtsverkehr deine Chancen erhöhen kann, schwanger zu werden. Doch das ist höchstwahrscheinlich falsch.

Eine Studie aus dem Jahr 2017 mit fast 500 Frauen, die sich einer intrauterinen Befruchtung (IUI) unterzogen, stellte keinen Vorteil fest, wenn die Frauen 15 Minuten nach der Prozedur liegenblieben. Tatsächlich wurden 40 % der Frauen, die unmittelbar nach dem Eingriff aufstanden, schwanger, dagegen jedoch nur 32 % der Frauen, die nach dem Eingriff liegenblieben.

Warum empfehlen aber selbst Fachärzte für reproduktive Endokrinologie, sich nach einer IUI hinzulegen? Eine frühere Studie, die von einem kanadischen Forscherteam im Jahr 2000 durchgeführt wurde, ergab eine drastische Verbesserung der Schwangerschaftsraten, wenn die Frau 10 Minuten nach der IUI ruhte: Fast 30 % der Frauen, die sich sich ausruhten, wurden schwanger, verglichen mit nur 10 % derjenigen, die sich nicht ausruhten.

Darüber hinaus zeigte eine breit angelegte randomisierte Studie aus dem Jahr 2009, dass Frauen, die nach der IUI 15 Minuten lang auf dem Rücken liegenblieben, höhere Schwangerschaftsraten aufwiesen als diejenigen, die sofort aufstanden.

Kritiker argumentieren jedoch, dass diese Studien schlecht konzipiert waren und neuere Forschungen konnten diese Ergebnisse nicht replizieren.

Erhöht ein Orgasmus deine Chancen, schwanger zu werden?

Man könnte denken, dass ein Orgasmus helfen könnte, Spermien im Körperinneren zu halten, was die Chancen einer Schwangerschaft erhöhen könnte. Unter Forschern gibt es die sogenannte „Hochsaugtheorie“, die davon ausgeht, dass der weibliche Orgasmus bewirken könnte, dass Spermien durch den Gebärmutterhals und in die Eileiter gesaugt werden.

Das klingt plausibel, aber den Forschern ist es nicht gelungen, die Idee zu belegen, dass der Orgasmus der Frau sich auf ihre Fruchtbarkeit auswirkt.

Während einige Studien eine schwache Korrelation zwischen dem weiblichen Orgasmus und der Empfängnis festgestellt haben, ergab eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2013 keine Nachweise für die Theorie, dass der weibliche Orgasmus die Chancen auf Empfängnis erhöht.

Das Bemühen, schwanger zu werden, macht Paaren schon genug zu schaffen. Sie sollten sich absolut keine Sorgen darüber machen, ob die Frau einen Orgasmus hat. Wenn sie es tut, ist es natürlich prima. Orgasmen stellen sich jedoch eher nicht ein, wenn das Paar sich zu verbissen darum bemüht!

Von Lindsay Meisel | Feb 5, 2019 Tags: trying to conceive, ttc

Lindsay Meisel

Pflicht-Programm: Diese 4 Dinge solltest du nach dem Sex IMMER tun

1. Auf die Toilette gehen

Wir kommen oft gar nicht drumherum nach dem Sex aufs Klo zu gehen. Denn meistens drückt danach die Blase. Das liegt daran, dass ein Teil der Harnröhre während des Sex durch die Stöße des Penis stimuliert wird, was dafür sorgt, dass wir auf Toilette müssen.
Nach dem Sex auf Klo zu gehen, ist aber noch aus einem anderen Grund wichtig: Es werden dadurch eventuelle Bakterien ausgespült werden, die zu einer Blasenentzündung führen können. Gerade Frauen, die zu Harnwegsinfekten neigen, sollten daran denken.
Im Video: Blasentzündung durch Sex – die Expertin weiß Rat

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Was viele Frauen allerdings nicht wissen: Eine gefüllte Blase kann sogar den Spaß am Sex steigern, da sie von innen gegen die Scheide drückt und das sanfte „Einhalten“ den Beckenboden aktiviert. Der Sex wird dadurch von vielen Frauen als noch lustvoller und intensiver wahrgenommen. Allerdings solltest du selber testen, ob eine volle Blase beim Sex für dich angenehm ist. Der Harndrang sollte nicht so stark sein, dass du dich nur noch darauf konzentrieren kannst.
Interessant für alle, die einen Kinderwunsch haben: Nach dem Sex aufs Klo zu gehen, verringert nicht die Chance schwanger zu werden. Denn egal ob liegen bleiben oder pinkeln gehen – die Wahrscheinlichkeit, dass die Eizelle befruchtet wird, ist gleich groß.

2. Kuscheln

Sex haben, wegrollen, einschlafen – das Klischee, dass Männer nach dem Sex Kuschelmuffel sind, hält sich wacker. Doch auch viele Frauen gehören zum Lager der Kuschelgegner. Du auch? Dann solltest du das ab jetzt ändern! US-amerikanische Forscher von der University of Toronto Mississauga haben nämlich herausgefunden, dass das postkoitale Schmusen die Beziehung nachhaltig verbessert.
Schon 15 Minuten Kuscheln nach dem Sex sorgen dafür, dass beide Partner zufriedener sind. Während wir Frauen uns durch die Streicheleinheiten stärker mit unserem Partner verbunden fühlen, empfinden die Männer das Sexleben als befriedigender. Kuscheln nach dem Sex ist also eine echte Win-Win-Situation!

3. Über den Sex nachdenken

Klingt banal: Aber es ist wichtig, dass du über den Sex nachdenkst. War der super, dann frag dich, was ihn so gut gemacht hat. Notier dir im Kopf, welche Stellung du besonders schön fandest oder was an der Situation besonders gut war. Positives in Gedanken noch einmal zu erleben, ist ein psychologischer Trick, der dir dabei hilft, grundsätzlich glücklicher und zufriedener zu sein.
Es kann aber auch sein, dass der Sex nur ok oder vielleicht sogar schlecht war. Auch dann solltest du den Gefühlen auf den Grund gehen. Hattest du vielleicht einfach keine Lust? War das Vorspiel zu kurz oder der Sex zu grob? Oder hattest du womöglich sogar Schmerzen? Dir nach dem Sex klar zu machen, was du gut und weniger gut fandest, hilft dir dabei dein Sexleben zu verbessern. Was direkt zur vierten Sache führt, die du nach dem Sex tun solltest…

4. Über den Sex reden

War der Sex umwerfend und hat dein Partner dich rundum befriedigt, dann sag ihm das. Wir hören doch alle gern, wenn wir etwas gut gemacht haben. Offen über den Sex zu sprechen, stärkt laut Sexualtherapeuten die Bindung zum Partner und verbessert das Sexleben nachhaltig. Das gilt im Übrigen auch im umgekehrten Fall – nämlich dann, wenn dir beim Sex etwas nicht so gut gefallen hat.
Wichtig, wenn du Kritik äußerst: Sei sensibel und berichte von deinen Gefühlen, ohne deinem Partner Vorwürfe zu machen. Sätze wie, „Du bist zu früh gekommen“ oder „Wegen dir bin ich nicht zum Orgasmus gekommen“ solltest du vermeiden. Versuche stattdessen einfühlsam aber ehrlich zu schildern, wie es für dich war und wie man das, was sich nicht so gut angefühlt hat, zukünftig gemeinsam verbessern kann. Das klappt mit Sätzen wie: „Ich mag es wie du XY tust. Noch schöner wäre es für mich, wenn du XY machen würdest.“

Die Top 5 Sexfantasien von Frauen:

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Blasenentzündung: Warum ihr vor dem Sex nicht pinkeln solltet

Blasenentzündung: Wie? Warum? Woher?

Blasenentzündungen sind eine weitverbreitete Krankheit: Statistische Erhebungen haben gezeigt, dass jede zweite Frau auf der Welt mindestens einmal im Leben daran leidet. Doch woher kommt die lästige Entzündung? Bei der typischen Blasenentzündung liegt eine bakterielle Infektion der Harnröhre und der Blase vor. Rund 80 Prozent der Harnwegsinfektionen gehen auf Kolibakterien aus dem Darm zurück. Beim Sex können diese leicht in die Vagina gelangen, von wo aus sie zur Harnblase aufsteigen und die schmerzhafte Infektion auslösen.
Als Ursachen für eine Blasenentzündung kommen aber auch Unterkühlung, die Verwendung von Intimlotionen sowie chemisch behandelte Slip-Einlagen infrage. Frauen leiden übrigens deutlich häufiger an Harnwegsinfektionen als Männer, da die Harnröhre anatomisch kürzer ist, und damit auch die „Bakterien-Wanderung“ zur Blase.

Warum ihr besser nach dem Sex pinkelt

Um eine Blasenentzündung nach dem Sex zu vermeiden, müsst ihr lediglich eine einfache Faustregel einhalten: Geht immer nach dem Geschlechtsverkehr auf Toilette, niemals davor! Grund dafür: Mit dem Urinieren werden potenzielle Krankheitserreger aus der Harnröhre gespült, die sich dort während des Aktes festgesetzt haben könnten. Klar, wenn die Blase vor dem Sex drückt, ist ein Gang zum Klo unvermeidlich. In diesem Fall solltet ihr jedoch genug Flüssigkeit zu euch nehmen, damit die Harnröhre auch danach durchgespült werden kann.

Was eine Hochzeitsreise mit der Infektion zu tun hat

Eine Blasenentzündung wird von Medizinern als „Honeymoon-Zystitis“ bezeichnet. Ein Begriff, der auf den Beginn des 19. Jahrhunderts zurückzuführen ist. Damals war es üblich, dass eine Frau ihr erstes Mal in der Hochzeitsnacht erlebte. Der Urogenitaltrakt der Frau war mit neuen, unbekannten Bakterien konfrontiert, sodass es schnell zur Infektion der Harnwege kommen konnte. Heute versteht man unter der Bezeichnung die Infektion der Blase von sexuell aktiven Frauen.

Gesundheitsgefahr! Darum solltest du vor dem Sex nicht pinkeln

Mit voller Blase Sex haben oder doch vorher noch mal schnell auf die Toilette huschen? Ist doch eigentlich total egal oder? Denkste!

Laut dem New Yorker Urologen David Kaufman kann der Zeitpunkt, wann Frauen ihre Blase entleeren, das Risiko einer Blasenentzündung enorm beeinflussen.

Vor dem Sex pinkeln begünstigt Blasenentzündung

Der Urologe rät daher vor allem Frauen erst NACH dem Sex pinkeln zu gehen. Aus einem ganz einfachen Grund: Beim Geschlechtsverkehr können Keime in die Harnröhre gelangen, die sich dort vermehren und eine schmerzhafte Blasenentzündung zur Folge haben können.

Durch das Urinieren nach dem Sex, werden diese bösartigen Keime gleich ausgespült und die Harnröhre so gereinigt.

Frauen, die ihre Blase jedoch schon kurz vor dem Sex entleeren, machen es den Keimen leichter, sich zu vermehren, so der Experte.

Dir fällt es schwer, mit voller Blase Spaß mit deinem Partner im Bett zu haben oder du kannst es mal nicht aushalten, mit dem Toilettengang bis nach dem Geschlechtsverkehr zu warten? Auch kein Problem! Dann solltest du allerdings vorher möglichst viel Wasser trinken. So bist du gleich nach dem Akt wieder in der Lage, den kleinen Reinigungsprozess durchzuführen.

Diese 5 Dinge solltest du IMMMER nach dem Sex tun

Sex ist eine der wunderbarsten Dinge auf der Welt, doch er kann auch gefährlich für die Gesundheit sein. Durch den Geschlechtsverkehr können Bakterien und Schadstoffe an Stellen in unserem Körper gelangen, wo sie nicht hingehören. Die Folge können Infektionen wie beispielsweise eine Blasenentzündung sein. Aber keine Panik! Dir kann kaum etwas passieren, wenn du diese 5 Dinge beherzigst:

1. Wasser lassen

Es klingt vielleicht ein bisschen unromantisch, aber nach dem Sex solltest du unbedingt immer sofort auf die Toilette gehen. So können Bakterien, die möglicherweise in denen Harntrakt geraten sind, direkt ausgeschwemmt werden. Das Risiko, an einer Blasenentzündung zu erkranken, wird deutlich reduziert.

2. Duschen

Je heißer der Sex, um so schwitziger geht es dabei zu. Das kann sehr antörnend sein und Spaß machen. Nach dem Sex jedoch solltet ihr euch wieder von den ausgetauschten Körperflüssigkeiten befreien. Damit es nicht den Eindruck erweckt, als wolltest du ihn möglichst schnell von dir abwaschen, macht es doch zum Teil des Rituals und steigt nach dem Liebesakt gemeinsam in die Dusche.

3. Trinken

Wo wir wieder beim Schwitzen wären: Durch den schweißtreibenden Akt verlieren wir beim Sex Flüssigkeit. Daher solltest du danach ebenso Wasser trinken, wie du es auch nach dem Sport tun würdest. So bleibt dein Körper hydriert, reinigt sich von innen und es fällt dir auch leichter Wasser zu lassen.

4. Unterhose wechseln

Auch in deiner Unterwäsche können sich über den Tag oder während des Vorspiels Bakterien angesammelt haben. Wechsle deshalb unbedingt die Unterhose, wie du es sonst nach dem Duschen auch tun würdest. Das gibt dir gleich ein sauberes Gefühl und verringert die Gefahr bakterieller Infektionen im Intimbereich. Der gute alte Baumwoll-Schlüpfer ist übrigens nicht nur bequemer, sondern auch atmungsaktiver als Synthetik-Unterwäsche.

5. Kuscheln

Wenn ihr euch erfrischt und sauber fühlt, geht’s ab zurück ins Bett zum Kuscheln. Denn es ist nachgewiesen, dass der Körperkontakt Beziehungen inniger macht. Paare, die nach dem Sex kuscheln, empfinden ihr Liebesleben als wertvoller. Also schön sauber zusammen kuscheln und im Arm des Liebsten einschlafen. Was gibt es Schöneres?

Duschen vor dem Sex? Besser nicht!

Duschst du lieber nach oder vor dem Sex? Wer jetzt denkt „Ist doch egal – Hauptsache man duscht überhaupt!“ mag diese Frage zwar humorvoll übergehen. Allerdings begeht man einen gravierenden Fehler. Denn es ist keineswegs egal, ob man nach oder vor dem Sex duscht.

Erst einmal der harte Fakt: Wir sollten nicht frisch geduscht zum Liebemachen ansetzen. Argumente wie „Aber ich muss mich doch nassrasieren“, „Ich will ihn mit meinem Gestank doch nicht anwidern“ oder „Ich dusche nun mal immer abends“ ändern auch nichts an der Tatsache, dass es nachteilig für den Sex ist. Aber warum ist das so?

Schweiß, Sperma, Vaginalsekret

Um diese Frage zu beantworten, benötigen wir eine Hintergrundinfo: Sexuelle Erregung wird durch unsere fünf Sinne ausgelöst. Sehen, Schmecken, Hören, Fühlen und Riechen. Und der letzte Punkt ist bei der Nicht-duschen-Regel ausschlaggebend: Denn uns erregt – ob unterbewusst oder bewusst – der Duft von Sex. Und der besteht aus einer Mischung aus Schweiß, Sperma und Vaginalsekret.

Vernichten wir den Schweißgeruch durch Duschen, zerstören wir die betörende Mixtur, die unsere Lust in die Höhe treibt. Das gilt für Männer und Frauen gleichermaßen – wobei Frauen je nach Zyklusstand mal mehr und mal weniger auf diesen Geruchscocktail reagieren.

Ausnahme zur Dusch-Regel

Doch: Keine Regel ohne Ausnahme! Wer einen beschädigten Geruchssinn hat, dem verhilft auch das Duschverbot nicht zu besserem Sex. Traurigerweise verringert ein gestörter Geruchssinn sogar nachweislich die Lust auf Sex. (Wer betroffen ist, kann aufatmen: In der Regel lassen sich Störungen des Geruchssinns mit Medikamenten oder Operationen gut behandeln.)

Das heißt im Umkehrschluss aber auch: Wer eine empfindliche Nase hat, hat besseren Sex! Frauen bekommen sogar häufiger und intensivere Orgasmen, wenn sie einen guten Riecher haben.

Besserer Sex, mehr Orgasmen

Wer seinen Geruchssinn nun verbessern möchte, kann folgende Tipps beherzigen:

  • Vor dem Sex nicht duschen! Lass dich von natürlichen Gerüchen antörnen.
  • Nase feucht halten! Eine trockene Nasenschleimhaut kann nicht so gut schnuppern wie eine feuchte (Tipp: Sport durchblutet die Schleimhäute, verbessert den Geruchssinn).
  • Mit dem Rauchen und Trinken aufhören! Unter Zigaretten und Alkohol leiden Geruchs- und Geschmackssinn.
  • Vor dem Sex die Nase putzen! So ist sie frei für den Duft der Liebe.
  • Geruchssinn trainieren! Unsere Riechsinneszellen erneuern sich regelmäßig. sodass man ihn mit Übungen verbessern kann (z.B. indem man täglich an intensiven Düften je 15 Sekunden lang schnuppert, wie etwa Kaffee, Gewürznelken, Zwiebeln oder diversen ätherischen Ölen)

Das Pinkeln vergessen

Viele Frauen haben sich nach dem Sex schon einmal eine Blasenentzündung eingefangen. Warum? Während des Geschlechtsverkehrs können Bakterien bis in die Harnröhre gelangen. Werden es zu viele, wandern die Bakterien nach etwa 18 Stunden in die Blase und könne dort eine Infektion auslösen.

Dies kannst du verhindern, wenn du innerhalb der ersten Stunde nach dem Geschlechtsverkehr einmal auf die Toilette gehst.

Noch ein Hinweis zum großen Geschäft: Auch hier solltest du darauf achten, dass keine Darmbakterien in deine Vagina gelangen. Säubere dich also von vorne nach hinten.

Die sexy Unterwäsche wieder anziehen

Im Anschluss an eine heiße Runde zwischen den Laken ist unsere Haut erhitzt und feucht. Unterwäsche aus Baumwolle ist da kein Problem. Sie lässt deine Haut weiterhin atmen. Doch andere Fasern wie Nylon oder Polyester hindern deine Haut daran, richtig zu schwitzen. Die mögliche unangenehme Folge: eine Infektion der Vagina.

Nach dem Sex in den Whirlpool hüpfen

Die Vorstellung in das schöne warme und blubbernde Wasser zu hüpfen, nachdem ihr euch eben noch körperlich verausgabt habt, mag dir vielleicht gefallen. Doch nicht mehr, wenn du das hier gelesen hast: Im Whirlpool können sich viele Bakterien tummeln. Normalerweise kommt dein Körper damit zurecht. Doch nach dem Sex ist deine Vagina angeschwollen, so ist der Eingang zur Vulva freigelegt. Dadurch können wiederum Bakterien leichter eindringen. Besser du wartest also, bevor du dich ins warme Nass stürzt.

Feuchtes Toilettenpapier verwenden

Sei vorsichtig mit der Verwendung von feuchtem Toilettenpapier nach dem Sex. Insbesondere dann, wenn du sehr empfindliche Haut hast, solltest du davon absehen, Produkte zu verwenden, die zum Beispiel Alkohol oder Glycerin enthalten. Denn die Haut deines Unterleibs ist nach der starken Stimulation durch den Geschlechtsverkehr womöglich noch empfindlicher als sonst.

Das ist ja wohl eine Frechheit! So unhöflich verhalten sich einige Menschen nach dem Sex!

Deine Vagina mit Seife reinigen

Wir können verstehen, dass du dich nach dem Sex säubern möchtest. Allerdings würden wir dir dazu raten, deine Vagina beim Duschen am besten nur mit Wasser zu reinigen. Seife kann zu Trockenheit und Irritationen führen. Auch eine allergische Reaktion ist möglich. Die Haut kann nach dem Sex anders auf die Produkte reagieren, die sonst vielleicht keine unangenehmen Nebenwirkungen haben.

Gut zu wissen: So reinigst du deine Sextoys richtig

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