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Schwanger nach Fehlgeburt: Wie lange sollte man warten?

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Ich erinnere mich sehr genau an meine eigene Fehlgeburt und an die mächtigen Gefühle von Angst und Trauer. Gleichzeitig hatte ich mit der Empfehlung meines Frauenarztes zu kämpfen. Auf meine Frage, wie schnell ich wieder nach der Fehlgeburt schwanger werden dürfte, antwortete er: Schwanger nach Fehlgeburt? Sie sollten drei bis sechs Monate warten. Heute möchte ich dich über Studien informieren, die der Frage nachgegangen sind, ob sich Wartezeiten von weniger als drei bis sechs Monaten negativ auf eine Folgeschwangerschaft auswirken können.

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Wie schnell schwanger nach Fehlgeburt?

Die oft gehörte Empfehlung lautet, dass eine Frau nach einer Fehlgeburt mindestens drei Monate mit dem Schwanger werden warten sollte. Vielleicht hast du diesen Ratschlag selbst auch schon zu hören bekommen. Denn leider enden bis zu 20 Prozent aller Schwangerschaften in einer Fehlgeburt. Neben dem Kampf wieder zurück in ein normales Leben zu finden, stellt sich die Frage, ob es wirklich notwendig ist 3 bis 6 Monate zu warten, um wieder schwanger zu werden.

Klare Antwort: Ein drei bis sechs monatiges Warten ist nicht notwendig!

Wie schnell schwanger nach Fehlgeburt? Die Studienlage

Eine Studie der University of Aberdeen geht der Frage nach, ob eine Schwangerschaft, die innerhalb von 6 Monaten nach einer Fehlgeburt eingetreten ist, ein höheres Risiko für eine Fehlgeburt oder andere Komplikationen mit sich bringt. Dazu führten die Wissenschaftler eine Metaanalyse von insgesamt 10 Studien mit 977 972 Frauen durch. Sie verglichen den Verlauf von Schwangerschaften, die nach weniger oder mehr als 6 Monaten nach einer Fehlgeburt entstanden waren. Zur Disposition standen Komplikationen wie eine erneute Fehl-, Früh- oder Totgeburt, eine Präeklampsie oder vermindertes Geburtsgewicht des Kindes. Die Ergebnisse der Studie sind ermutigend:

Das Fehlgeburtsrisiko der Folgeschwangerschaft bei einem Abstand von weniger als 6 Monaten lag niedriger (RR 0,82; 95% CI 0, 78 – 0,86), die Frühgeburtlichkeit sogar signifikant niedriger (RR 0,79; 95% CI 0,75 – 0,83). Weitere Risiken wie eine Präeklampsie oder die Geburt von Kindern, die zu klein für das entsprechende Reifealter sind (SGA Babys) wurden von der Wartezeit nicht beeinflusst.

Schnell schwanger werden nach Fehlgeburt besser?

Die Ergebnisse erstaunen und sind gleichzeitig ein Trost für alle betroffenen Frauen und Paare. Es muss nicht mindestens 6 Monate nach einer Fehlgeburt gewartet werden, um wieder schwanger zu werden. Vielmehr kann es sogar Chancen bieten, es schnell wieder zu versuchen.

Gebärmutterschleimhaut aufbauen: 7 Tipps, um die Einnistung zu fördern

Sofort schwanger nach Fehlgeburt? Kürzere Wartezeit als 3 Monate

Eine weitere Studie untersuchte die Schwangerschaftsverläufe von Frauen, die weniger oder mehr als 3 Monate gewartet hatten. In dieser Studie wurden 677 Frauen einbezogen und es wurden tatsächlich keine Unterschiede zwischen beiden Gruppen gefunden. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das Warten von mindestens 3 Monaten nach einer Fehlgeburt nicht notwendig ist. Und die Wissenschaftler sprechen eine Empfehlung aus: Paare, die wieder schwanger werden möchten, können dies versuchen, sobald sie sich dafür bereit fühlen.

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Was bedeuten die Ergebnisse bei Kinderwunsch?

Die Ergebnisse der Studien liefern wichtige Anhaltspunkte für Paare mit Kinderwunsch:

  • Eine Folgeschwangerschaft nach einer Fehlgeburt ist dann richtig und birgt keine höheren Risiken, wenn sich das Paar bereit für eine Folgeschwangerschaft fühlt. Wenn du dich körperlich und seelisch gut fühlst, gibt es keinen Grund zu warten. Es sei denn, dein Arzt empfiehlt dir aus individuellen medizinischen Gründen, dies nicht zu tun. Deine möglichen Sorgen, dass du vielleicht eine erneute Fehlgeburt erleidest, weil du es zu früh nach einer Fehlgeburt wieder versucht hast, lässt sich durch Studien nicht belegen. Wichtig ist aber auch: Wenn du dich noch nicht bereit fühlst, es wieder zu versuchen, dann nimm das bitte ernst! Warte, bis für dich der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Abschließend möchte ich betonen, dass es bei Studien immer um statistische Analysen geht, die Durchschnittswerte der untersuchten Personen vorstellen und bewerten. Die Studien können nicht deine Lebenssituation und deinen Gesundheitszustand abbilden. Trotzdem bleibt das Ergebnis sehr bedeutend: Es entsteht nach einer Fehlgeburt kein Nachteil, wenn man nicht 3 bis 6 Monate bis zur nächsten Schwangerschaft abwartet.

Herzliche Grüße

Silke

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Literatur:

Kangatharan C, Labram S & Bhattacharya S: Interpregnancy interval following miscarriage and adverse pregnancy outcomes: systematic review and meta-analysis. Human Reproduction Update (2016) doi: 10.1093/humupd/dmw043

Wyss P, Biedermann K, Huch A.: Relevance of the miscarriage-new pregnancy interval. J Perinat Med. 1994;22(3):235-41.

Normale Schwangerschaft nach Fehlgeburt?

Antwort: Zunächst einmal hatten Sie keinen ungewollten Schwangerschaftsabbruch, sondern eine Fehlgeburt. Ein Schwangerschaftsabbruch ist die Entfernung des Embryos oder Feten, der zu dem Zeitpunkt noch lebt. Deshalb gibt es ja die weitreichende Diskussion, ob dies mit einem Mord gleichzusetzen ist. Eine Fehlgeburt (Abort) ist etwas anderes und in der Regel nicht gewollt.

Wenn der Embryo – so heißt er bis zur achten Schwangerschaftswoche nach der Befruchtung – plötzlich abstirbt, und es würden keine Kontrollen erfolgen, kann man davon ausgehen, dass irgendwann eine Blutung einsetzt. Es besteht jedoch die Gefahr, dass die Blutgerinnung im Körper Schaden nimmt. Deshalb muss bei einer nicht intakten Schwangerschaft eine Ausschabung vorgenommen werden.

Die Häufigkeit von Spontanaborten wird mit zehn bis zwanzig Prozent angegeben. Geht man davon aus, dass die frühesten Aborte wie eine verzögerte Periodenblutung ablaufen, dann kann man von einer Häufigkeit von bis zu 50 Prozent ausgehen.

Die Ursachen für einen Abortus in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten sind vielfältig. Die häufigsten sind Chromosomenstörungen des Kindes. Diese Störungen stehen mit dem Alter der Mutter im Zusammenhang. Das ist auch eine Erklärung für den Anstieg von Spontanaborten bei älteren Frauen (ab 30 Jahren). Untersuchungen haben keinen Zusammenhang mit dem Alter des Mannes festgestellt.

Andere Ursachen sind zum Beispiel Infektionen an der Gebärmutter sowie allgemeine Erkrankungen, wie Zuckerkrankheit, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Gebärmutterveränderungen und hormonelle Störungen.

Es ist davon auszugehen, dass gerade wenn der Embryo aufhört zu wachsen und er in der Folge abstirbt, eine gravierende Störung vorgelegen hat. Mit jeder Fehlgeburt steigt das Risiko für eine weitere Fehlgeburt an. Es liegt nach einer Fehlgeburt bei bis zu 24 Prozent. Da es schwer ist, die eigentliche Ursache mit Sicherheit zu bestimmen, bleibt in der Regel nur das Abwarten. Frühzeitige Schonung bringt meistens nichts. Infektionen der Scheide und des Gebärmutterhalses könnten ausgeschlossen werden.

Die meisten Frauen werden recht schnell wieder schwanger und bringen gesunde Kinder zur Welt. Die individuelle Situation ist natürlich nur durch genaue Untersuchungen abzuklären.

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Autoren:
Dr. Britta Bürger, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe

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Gebärmutterausschabung (Kürettage oder Abrasio)

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Hier finden Sie:

  • Was geschieht bei diesem Eingriff?
  • Wann rät Ihnen der Arzt zu diesem Eingriff?
  • Welche Betäubungsmethode wird in der Regel angewandt?
  • Wie lange dauert der Eingriff durchschnittlich?
  • Wer ist eventuell nicht für diesen Eingriff geeignet?
  • Wie ist das Risiko einzuschätzen?
  • Was müssen Sie vor dem Eingriff beachten?
  • Was geschieht nach dem Eingriff und was ist zu beachten?
  • Wann findet in der Regel der nächste Arzttermin statt?

Die Ausschabung der Gebärmutter und damit die Entfernung der Gebärmutterschleimhaut ist der von Frauenärzten am häufigsten durchgeführte Routineeingriff. Sie wird entweder aus diagnostischen Gründen z.B. bei Blutungsstörungen oder auch therapeutisch z.B. bei verstärkten oder verlängerten Regelblutungen vorgenommen. Die Entfernung der Gebärmutterschleimhaut ist für den Körper kein ungewöhnlicher Prozess: Die Schleimhaut wird auch natürlicherweise jeden Monat in Form der Regelblutung vom Körper abgestoßen und anschließend wieder aufgebaut – bis zur nächsten Regelblutung.

Was geschieht bei diesem Eingriff?

Sie werden wie bei der Routineuntersuchung beim Frauenarzt auf dem gynäkologischen Stuhl mit gespreizten angewinkelten Beinen gelagert. Zuerst werden Schamlippen, Scheide und ein Teil der Oberschenkel mit Jodlösung desinfiziert. Anschließend führt der Arzt eine Art Hohltrichter (Spekulum) in die Scheide ein und stellt den Muttermund dar. Der Gebärmuttermund wird mit speziellen Instrumenten festgehalten und der Gebärmutterhals (Zervix) vorsichtig erweitert.

Anschließend wird mit einer Kurette – einer Art Löffel mit scharfen Rändern – der Gebärmutterhals und die Gebärmutterhöhle vorsichtig ausgeschabt und die Gebärmutterschleimhaut damit abgetragen. Das dabei gewonnene Gewebe wird dabei aufgefangen, mit Formaldehyd konserviert und zur feingeweblichen Untersuchung an den Pathologen (Facharzt, der das Gewebe untersucht) weitergeleitet.

Häufig wird der Eingriff auch noch durch eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) ergänzt, bei der durch Scheide und Gebärmutterhals ein optisches Instrument mit Lichtquelle in das Innere der Gebärmutter eingeführt wird. Hierbei kann der Arzt unter Sichtkontrolle mit entsprechenden Instrumenten auffällige Schleimhautbezirke wie z.B. kleine Schleimhautausstülpungen (Polypen) entfernen und zur Untersuchung unter dem Mikroskop weiterleiten.

Wann rät Ihnen der Arzt zu diesem Eingriff?

Am häufigsten wird eine Gebärmutterausschabung aus diagnostischen Gründen bei Blutungsstörungen empfohlen. Dies können z.B. unregelmäßige oder zu starke Blutungen oder ein Wiederauftreten von Blutungen nach den Wechseljahren sein. Meistens stecken harmlose Ursachen hinter diesen Störungen wie hormonelle Störungen, gutartige Tumoren der Gebärmuttermuskulatur (Myome) oder Ausstülpungen der Gebärmutterschleimhaut (Polypen). In seltenen Fällen können aber auch bösartige Ursachen wie ein Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) dahinterstecken, dem man dann mittels der Ausschabung und ggf. der Gebärmutterspiegelung auf die Spur kommen würde. Auch auffällige Zellabstriche bei der Vorsorgeuntersuchung oder verdächtige Befunde im Ultraschall können mittels einer Gebärmutterausschabung abgeklärt werden.

Die Ausschabung bei zu starken und/oder verlängerten Regelblungen kann auch gleichzeitig die Therapie darstellen. Dies ist z.B. dann der Fall wenn während eines verlängerten Zyklus (z.B. bei fehlendem Eisprung im Rahmen der langsam beginnenden Wechseljahre) die Schleimhaut zu stark aufgebaut wurde oder wenn die Gebärmutter sich aufgrund gutartiger Geschwülste in der Muskulatur nicht richtig zusammenziehen und dann die Blutung nicht richtig stoppen kann.

Auch nach einer Fehlgeburt wird in der Regel eine Ausschabung der Gebärmutter vorgenommen, da trotz der Blutung Gewebereste in der Gebärmutter zurückbleiben können. Ein erlaubter Schwangerschaftsabbruch wird ebenfalls oft in Form einer Gebärmutterausschabung durchgeführt.

Welche Betäubungsmethode wird in der Regel angewandt?

Die Gebärmutterausschabung wird in der Regel in einer kurzen Vollnarkose Vollnarkose durchgeführt, die eingeleitet wird sobald Sie auf dem gynäkologischen Stuhl gelagert worden sind.

Wie lange dauert der Eingriff durchschnittlich?

Die Gebärmutterausschabung dauert in der Regel nur 5-10 Minuten.

Wer ist eventuell nicht für diesen Eingriff geeignet?

Im Prinzip gibt es keine Erkrankungen oder Umstände, bei denen sich eine Ausschabung völlig verbietet – mit Ausnahme natürlich einer gewollten Schwangerschaft. Ein Problem kann bei einigen Erkrankungen die Vollnarkose sein, alternativ kann die Ausschabung aber auch nach einer örtlichen Betäubung des Muttermundes stattfinden.

Wie ist das Risiko einzuschätzen?

Die Gebärmutterausschabung ist ein risikoarmer Routineeingriff, der problemlos ambulant vorgenommen werden kann.
Über sehr seltene, aber nicht hundertprozentig auszuschließende Komplikationen wie Verletzungen der Gebärmutter, Thrombose oder Infektionen wird Ihr Arzt Sie vor dem Eingriff umfassend aufklären.

Was müssen Sie vor dem Eingriff beachten?

Am Tag des Eingriffs sollten Sie nüchtern in die Praxis kommen, d.h. für Sie mindestens 6 Stunden vor dem Eingriff nicht essen, trinken, rauchen oder Kaugummi kauen. Falls Sie regelmäßig Medikamente brauchen, können Sie diese in Absprache mit dem Narkosearzt mit etwas Wasser wie gewohnt einnehmen.

Was geschieht nach dem Eingriff und was ist zu beachten?

Auch bei der ambulanten Gebärmutterausschabung bleiben Sie nach dem Eingriff noch für einige Stunden unter Beobachtung – so lange bis Sie sich fitt für den Heimweg fühlen. Die Narkose wird relativ schnell nachlassen, so dass sie bald wieder ansprechbar sind. Bis Sie wieder völlig klar im Kopf sind, kann es aber noch etwas länger dauern. Sie dürfen daher am Tag des Eingriffs nicht selbst Auto fahren und sollten sich auch nicht alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg machen. Lassen Sie sich von Angehörigen oder Freunden abholen oder nehmen Sie ein Taxi nach Hause. Noch mehrere Stunden nach dem Eingriff können sie erschöpft und schläfrig sein. Legen Sie sich also ruhig ins Bett und ruhen sich aus. Einige Schritte sollten Sie aber noch am Operationstag laufen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.

Die ersten Tage nach dem Eingriff besteht noch eine Wundblutung, wobei der Blutverlust dabei meist sehr gering ist. Nach 3-5 Tagen kann die Blutung noch einmal etwas zunehmen, vergleichbar mit einer normalen Regelblutung. Nachfolgend kann noch für etwa 14 Tage bis zur nächsten Regelblutung ein blutig/bräunlicher Ausfluss bestehen.

Eventuell spüren sie in der ersten Zeit nach dem Eingriff leicht ziehende Schmerzen, ähnlich den normalen Menstruationsbeschwerden. Hierüber brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.
Da der Muttermund in der ersten Zeit noch etwas geöffnet ist sollten Sie in den ersten drei Wochen nach dem Eingriff nicht baden oder Schwimmen gehen, keinen Geschlechtsverkehr haben, keine Tampons benutzen und auf Saunabesuche verzichten. Eine körperliche Schonung wird für etwa eine Woche empfohlen.

Hatten Sie vor dem Eingriff regelmäßige Monatsblutungen ist mit der nächsten Regelblutung etwa 4-8 Wochen nach der Ausschabung zu rechnen. Schon vor dieser Blutung kann aber eine Schwangerschaft eintreten, so dass Sie auch in diesem Zeitraum auf Empfängnisverhütung achten sollten. Eine Schwangerschaft sollte frühestens drei Monate nach dem Eingriff geplant werden.

Wann findet in der Regel der nächste Arzttermin statt?

Noch am Tag des Eingriffs, wird Ihr Arzt Ihnen mitteilen, wann Sie zur nächsten Kontrolluntersuchung wiederkommen sollen. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie diesen Termin unbedingt einhalten. Zu diesem Zeitpunkt liegt Ihrem Arzt dann meist auch schon das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung vor und er kann die Befunde und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.

Bei plötzlich eintretenden oder sehr heftigen Schmerzen und bei sehr starken Blutungen oder Fieber sollten Sie aber sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen. Auch wenn Sie unsicher sind und noch Fragen zum normalen Heilungsverlauf haben, wird Ihnen in der Praxis niemand böse sein, wenn Sie sich telefonisch Rat holen.

Frauenärztin Neustadt-Glewe – Dr. med. Rita Burmeister

Patienteninformation Gebärmutterspiegelung

Ein normal geformter Gebärmutterinnenraum.
Die roten Stellen weisen auf Hormonmangel hin.
Diese Bilder zeigen die Behandlung von Blutungsstörungen durch Entfernung eines Schleimhautpolypen mit einer Greifzange.

Gebärmutterspiegelung oder Hysteroskopie ist die Bezeichnung für eine Methode bei der die Gebärmutterhöhle mit speziellen optischen Instrumenten sichtbar gemacht wird. Diese Technik wird zur Abklärung fraglicher Befunde und zum Feststellen von Erkrankungen der Gebärmutterhöhle eingesetzt (diagnostische Hysteroskopie); ermöglicht aber auch Operationen innerhalb der Gebärmutter (operative Hysteroskopie).

Die diagnostische Hysteroskopie gilt heute als Methode der Wahl zur Abklärung von krankhaften Veränderungen der Gebärmutterhöhle. Durch die technischen Entwicklungen der letzten Jahre ist es möglich, die Innenseiten bzw. den Hohlraum der Gebärmutter (Cavum uteri) optisch darzustellen und so unter direkter Sicht zu untersuchen. Es handelt sich dabei um die einzige Methode, bei der die Gebärmutterhöhle unmittelbar betrachtet werden kann. Aus dem Grund gilt die Hysteroskopie als exakteste und genaueste Untersuchungsmethode ihrer Art. Die diagnostische Präzision ist wesentlich höher als bei der „blinden Ausschabung“, die deshalb heute ohne begleitende Hysteroskopie nicht mehr durchgeführt werden sollte. Auch gegenüber dem Ultraschall erweist sich die Gebärmutterspiegelung als überlegene Methode, wenn es um Veränderungen im Gebärmutterinnenraum geht.

Eine diagnostische Hysteroskopie kann ambulant und prinzipiell auch ohne Narkose durchgeführt werden. Wir möchten aber eher eine kurze Narkose empfehlen. Es können eventuelle Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut schonender und gründlicher entfernt werden, ohne die Patientin zu belasten.

Der natürliche Zugang ist die Scheide. Zu Beginn des Eingriffes (in Narkose) ist es meist erforderlich, den Gebärmutterhalskanal mit kleinen Instrumenten ein wenig aufzuweiten. Dann wird ein 3-5mm dünner Lichtstab – das Hysteroskop – in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Dieser Hohlraum ist normalerweise ein nicht entfalteter, dreizipfliger Spalt und muss, um überhaupt inspiziert werden zu können, mit einem Gas oder einer Flüssigkeit (bei uns sterile Kochsalzlösung) gefüllt werden.

Das Hysteroskop ist mit Kamera und Bildschirm verbunden.Es werden die Innenwände der Gebärmutter vergrößert dargestellt. Die Innenauskleidung des Organs(Gebärmutterschleimhaut oder Endometrium) und die Abgänge der Eileiter können betrachtet werden. Veränderungen wie Myome oder Polypen, die als Ursache für Blutungsstörungen bekannt sind, können so entdeckt und meist auch bei einer diagnostischen Hysteroskopie entfernt werden.

Mit speziellen Mikroinstrumenten können punktgenaue Gewebeproben von verdächtigen Läsionen entnommen, Polypen abgetragen oder verlegte Spiralen entfernt werden. Mit einer Curette (ähnlich einem kleinen scharfen Löffel) wird gezielt eine Gewebeprobe (Biopsie) der Gebärmutterschleimhaut entnommen, die später von einem Spezialisten unter dem Mikroskop untersucht wird. Dies ermöglicht nicht selten die Erkennung eines Gebärmutterkrebses.

Die Hysteroskopie ist eine einfache Untersuchung, dauert etwa 5-7 min und kann in 98% der Fälle ambulant durchgeführt werden.

Die diagnostische Hysteroskopie wird bei folgenden Beschwerden bzw. Fragestellungen eingesetzt:

  • Alle Formen von Blutungsstörungen wie
    • Starke Regelblutunge
    • Verlängerte Regelblutunge
    • Unregelmäßige Regelblutunge
    • Schmerzhafte Regelblutunge
    • Blutungen nach den Wechseljahren
  • Sterilitätsprobleme und Kinderwunsch
  • Auffällige Ultraschallbefunde
  • Verlegte Spiralen
  • Verdacht auf Fehlbildungen der Gebärmutter

Mögliche Komplikationen: In Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass die Gebärmutterwand mit einem der dünnem Instrumente unbeabsichtigt durchstoßen wird. Dies ist meist ungefährlich. Nur in sehr selten ist wegen einer akuten Gefahr (z.B. einer Blutung in die Bauchhöhle) eine weitere Operation, evtl. sogar mit Entfernung der Gebärmutter erforderlich. Entzündungen von Gebärmutter und Eileitern können noch mehrere Tage nach dem Eingriff auftreten. Sie sind mit ärztlicher Behandlung meist gut beherrschbar.

Die Einnahme von Gerinnungshemmern teilen Sie uns bitte vorher mit.

Verhalten nach dem Eingriff: Nach einer Narkose dürfen Sie die Praxis nur in Begleitung verlassen und an dem Tage nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Sie sollten ein Telefon in der Nähe haben. Zu Hause können Sie normal essen und trinken. Leichte Nachblutungen für 5-7 Tage sind normal. Schmerzen können in geringem Maße auftreten. Die Krankschreibungsdauer beträgt 3-5 Tage. Körperliche Schonung ist angeraten.

Haben wir alles gut erklärt? Haben Sie noch Fragen?
Dr. Rita Burmeister und Praxisteam

Nach dem Eingriff sind wir für Sie unter unserer Praxisnummer oder 0173 63 58 268 zu erreichen.

Vor einer Abrasio (Gebärmutterausschabung, Kürettage) untersucht der Frauenarzt die Patientin gründlich gynäkologisch. Dabei achtet er besonders darauf, wie die Gebärmutter (Uterus) liegt. Dies hilft dabei, Komplikationen bei der Abrasio zu vermeiden.

Die Kürettage kann sowohl unter Vollnarkose (häufigste Form) als auch unter Regionalanästhesie (z.B. Lokalanästhesie oder Spinalanästhesie) durchgeführt werden. Für den Eingriff muss die Frau gewöhnlich nicht für längere Zeit ins Krankenhaus – die Abrasio kann ambulant in einer gynäkologischen Praxis oder Klinik erfolgen. Je nach Grund für die Ausschabung kann jedoch auch ein kurzer stationärer Aufenthalt notwendig sein.

Während die Patientin in Vollnarkose liegt, führt der Operateur über die Scheide ein spezielles Instrument ein, mit dem er den Muttermund aufdehnt. Anschliessend führt er die Kürette – ein löffelartiges Instrument – ebenfalls über die Scheide in die Gebärmutter ein. Mit der Kürette, die aufgrund ihrer Form auch als scharfer oder stumpfer Löffel bezeichnet wird, schabt der Arzt die obere Schleimhautschicht der Gebärmutter ab.

Das entfernte Gewebe wird im Labor auf Veränderungen und Auffälligkeiten untersucht. Dies gibt Rückschluss auf verschiedene Erkrankungen, zum Beispiel Tumoren.

Eine besondere Form der Gebärmutterausschabung ist die Saugkürettage, bei der der Operateur ein spezielles elektrisches Absauggerät verwendet. Über ein dünnes Rohr, das der Arzt in die Gebärmutter einführt, kann er die Gebärmutterschleimhaut entfernen.

Die Saugkürettage ist die schonendste Form der Ausschabung der Gebärmutter. Sie wird häufig auch für einen Schwangerschaftsabbruch (Abtreibung) verwendet.

Eine weitere Sonderform der Abrasio ist die Aspirationskürettage. Dazu ist keine Vollnarkose notwendig, da der Arzt den Muttermund nicht aufweiten muss. Mithilfe einer dünnen Spezial-Kürette kann der Arzt eine kleine Menge Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) gewinnen, um diese im Labor untersuchen zu lassen. Die Aspirationskürettage ist nicht dazu geeignet, grössere Schleimhautmengen zu entfernen. Auch eine Nachkürettage nach einer Fehlgeburt (Abort) ist mit dieser Abrasio-Methode nicht möglich.

Ausschabung

Wann führt man eine Ausschabung durch?

Frauenärzte führen eine Abrasio oft zu diagnostischen Zwecken durch. Ein Pathologe untersucht die Schleimhaut nach der Gebärmutterausschabung dann mikroskopisch und kann so eventuelle Veränderungen der Zellen erkennen, die beispielsweise auf Krebs hinweisen.

Die fraktionierte Abrasio, bei der man die Schleimhäute der einzelnen Gebärmutterabschnitte getrennt untersucht, lässt Rückschlüsse auf den genauen Ort einer Zellveränderung zu – zum Beispiel bei Gebärmutterschleimhautkrebs. Die Abrasion wird dann zusätzlich häufig mit einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) kombiniert, um die Aussagekraft der Ausschabung weiter zu erhöhen.

Häufiger Grund für eine Ausschabung: Fehlgeburt und Fruchttod

Ein Embryo kann aus verschiedenen Gründen schon in der Frühschwangerschaft im Mutterleib versterben. Dieser sogenannte Fruchttod kann zu einer Geburt mit normalen Wehen führen oder auch vollkommen still verlaufen. In Fällen einer Fehlgeburt ohne Ausschabung können gefährliche Komplikationen auftreten. So sind Infektionen und Blutungen typische Risiken bei einem Abort. Abrasio und eine gleichzeitig Therapie mit Antibiotika helfen, diese schweren Folgeerkrankungen zu verhindern.

Ausschabung nach Geburt

Nach einer Geburt bleiben sehr oft Teile des Mutterkuchens oder der Eihäute in der Gebärmutter zurück. Kann sich die Gebärmutter nicht richtig zusammenziehen, bluten diese Gewebereste. In der Regel helfen dann bestimmte Medikamente, durch die sich die Gebärmutter wieder zusammenzieht. Wirken diese jedoch nicht ausreichend, hilft nur noch eine Curettage der Schleimhaut, in schweren Fällen muss der Frauenarzt die Gebärmutter vollständig entfernen.

Unregelmäßige Regelblutungen

Auch vermehrte, verstärkte oder unregelmäßige Regelblutungen begründen oft eine Ausschabung. Wechseljahre sind ein üblicher Zeitpunkt für das Auftreten von solchen Symptomen. Ursache sind oft gutartige Zellveränderungen in der Gebärmutterschleimhaut (zum Beispiel Polypen). Auch Zwischenblutungen machen eine Abrasion notwendig. Diese sind häufig auf eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis) zurückzuführen.

Schwangerschaftsabbruch

Wenn sich eine Frau gegen eine Schwangerschaft entscheidet, kann diese durch eine Saugkürettage abgebrochen werden. Machen keine medizinischen Gründe wie zum Beispiel eine Gefährdung der Mutter eine frühzeitige Ausschabung notwendig, ist ein Schwangerschaftsabbruch in Deutschland bis zur zwölften Schwangerschaftswoche möglich.

Etwa jede fünfte Frau verliert in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen ihr Baby bei einer Fehlgeburt. Das abrupte Ende der Schwangerschaft und der Verlust des Babys ist ein großer Schock für die betroffenen Paare: Trauer, Wut und sogar Schuldgefühle können auftreten.

Schwanger nach Fehlgeburt: Das Geschehene erst verarbeiten

In den allermeisten Fällen handelt es sich bei einer Fehlgeburt um einen natürlichen Selektionsvorgang des Körpers und nicht um fehlerhaftes Verhalten der Mutter während der Schwangerschaft. Dennoch sind Frauen häufig von Zweifeln geplagt, ob sie etwas falsch gemacht haben. Nun ist es besonders wichtig, die Gefühle zu verarbeiten und der Trauer um das verlorene Kind Zeit und Raum zu geben. Dabei geht natürlich jeder anders mit dem Schmerz um – Männer oft auf eine andere Art und Weise als Frauen. Unter diesen Umständen als Paar zusammenzuhalten und sich aufgrund seiner eigenen Trauer nicht zu entzweien, kann zu einer Herausforderung für die Beziehung werden. Nun ist es besonders wichtig, dass Sie über Ihre Gefühle und Bedürfnisse sprechen.

Es noch einmal versuchen: Wie schnell wieder schwanger nach Fehlgeburt?

Bevor ein Paar die Entscheidung trifft, einen weiteren Schwangerschaftsversuch nach der Fehlgeburt zu wagen, sollte eine ausreichende Trauerphase stattgefunden haben und die Beziehung gefestigt sein. Wann das soweit ist, entscheidet jedes Paar selbst. In einigen Fällen wünschen sich beide Partner nichts sehn­licher, als möglichst schnell wieder schwanger nach der Fehlgeburt zu werden. Aber der Kinderwunsch muss bei Mann und Frau nicht gleichzeitig auftreten. Frauen leiden häufig noch viel stärker unter den Folgen einer Fehlgeburt und sind auch körperlich davon betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt nach einer Fehlgeburt bis zur erneuten Schwangerschaft eine Wartezeit von sechs Monaten. Aufgrund aktueller Studien zum Thema „Schwanger nach Fehlgeburt“ gilt diese Empfehlung heute allerdings als veraltet. Sofort schwanger nach Fehlgeburt? Theoretisch geht das. Eine Schwangerschaft ist rein körperlich mit dem ersten Eisprung wieder möglich, wenn medizinisch nichts dagegen spricht.

Schwanger nach Fehlgeburt mit Ausschabung

In einigen Fällen – zum Beispiel, wenn Embryo oder Plazentareste nicht komplett ausgestoßen wurden – kann nach einer Fehlgeburt eine Ausschabung der Gebärmutter nötig sein, um das Risiko für Blutungen und Infektionen zu minimieren. Theoretisch ist es auch nach einer Ausschabung wegen Fehlgeburt mit dem ersten Eisprung wieder möglich schwanger zu werden.

Schwanger nach Fehlgeburt: Wie hoch ist das Risiko einer wiederholten Fehlgeburt?

Eine Studie an der schottischen Universität Aberdeen fand heraus, dass der Kinderwunsch nach einer Fehlgeburt nicht zu lange aufgeschoben werden sollte. Die Erfolgschancen seien sogar höher, wenn Frauen innerhalb von sechs Monaten wieder schwanger werden. Generell spielt dabei natürlich auch die Ursache der vergangenen Fehlgeburt (z. B. Myome, Zervizitis, Chromosomenstörungen oder Infektionen) eine Rolle – obwohl diese leider nicht immer eindeutig geklärt werden kann. Waren erbliche oder körperliche Ursachen dafür verantwortlich, erhöht sich das Risiko einer erneuten Fehlgeburt.

Schwanger nach Fehlgeburt Kinderwunsch: Hilfe für Paare

Wenn Sie den Wunsch haben wieder schwanger zu werden, sollten Sie sich von Ihrem Arzt beraten lassen. Lag eine Schwangerschaftserkrankung als Ursache vor, ist ggf. eine Untersuchung erforderlich. Leiden Sie nach der Fehlgeburt unter starken seelischen Problemen (z. B. Depressionen) sollten Sie eine psychologische Beratung in Anspruch nehmen. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen (z. B. in einer Selbsthilfegruppe) kann Ihnen dabei helfen, den Verlust zu verarbeiten.

Schwanger nach Fehlgeburt: Angst vor erneutem Verlust

Hat es mit dem Schwanger werden geklappt, ist es besonders wichtig, dass Sie sich Unterstützung holen. Familienmitglieder, Partner und Freunde – ziehen Sie Ihre Mitmenschen ins Vertrauen. Gespräche und Zuspruch können Ihnen dabei helfen, wieder Mut zu fassen und zuversichtlich zu sein. Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme: Sie hilft Ihnen die Situation einzuschätzen, mit der Angst vor dem Verlust umzugehen und Sie bei Sorgen zu beruhigen.

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Wissenswertes zur Curettage
(„Gebärmutterausschabung“)

Was versteht man unter einer Curettage?

Unter Curettage versteht man eine Ausschabung der Gebärmutter.
Dabei wird die Gebärmutterschleimhaut mit Hilfe von chirurgischen Instrumenten entfernt, um sie histologisch untersuchen zu können.

Warum wird eine Curettage durchgeführt?

Die Curettage ist die häufigste gynäkologische Operation. Sie wird durchgeführt aus diagnostischen Gründen, d.h. zur Abklärung einer Blutungsstörung oder eines unklaren Befundes in der Gebärmutter, oder aus therapeutischen Gründen, z.B. zur Beendigung einer Blutungsstörung.
Die Ursachen für Blutungsstörungen (unregelmäßige oder zu starke Blutungen, Dauerblutungen oder Blutungen nach den Wechseljahren) sind zumeist gutartiger Natur, d.h. hormonell oder z.B. durch Myome oder Gebärmutterschleimhautpolypen bedingt. Manchmal kann eine Blutungsstörung auch ein Hinweis auf eine bösartige Erkrankung sein.
Andere Gründe für eine Gebärmutterausschabung sind Fehlgeburten, da trotz Blutung oftmals noch Gewebsreste in der Gebärmutter verbleiben, die in der Folge Blutungen, Entzündungen oder Verklebungen hervorrufen können, oder ein medizinisch indizierter Schwangerschaftsabbruch.

Blutung nach einer Curettage

Die während der ersten Tage nach einer Behandlung bestehende Blutung ist eine Wundblutung und der Blutverlust dabei ist sehr gering. Nach einigen Tagen (meistens nach 3-5 Tagen) kann der Blutverlust für kurze Zeit ein wenig zunehmen, vergleichbar mit einer normalen Monatsblutung. Danach kann über ca. 14 Tage ein blutig-bräunlicher Ausfluss bis zur nächsten Monatsblutung bestehen.
Leichte ziehende Schmerzen sind kein Grund zur Besorgnis.

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