Nabelschnurblut spenden nachteile

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Nabelschnurblut einlagern: Ja oder nein?

Viele werdende Eltern stellen sich daher die Frage, ob sie Nabelschnurblut ihres Kindes bei einem privaten Anbieter für später einlagern lassen sollten. Die Kryokonservierung (Einfrieren des Nabelschnurblutes in flüssigem Stickstoff) für die Dauer von 20 Jahren kostet je nach Anbieter zwischen 1500 und 2500 Euro.

Gewinnorientierte Unternehmen, die Nabelschnurblut einlagern, wie etwa Vita 34 (der Marktführer, Umsatz im Jahr 2005 10,2 Millionen Euro) werben damit, dass Nabelschnurblut eine Art „Lebensversicherung“ für das Kind ist – also eine langfristige Investition in seine Gesundheit. Doch stimmt das wirklich? Unabhängige Experten sehen den Nutzen der privaten Einlagerung von Nabelschnurblut als fragwürdig an.

Stammzellen werden heute z.B. bei Blutkrebs (Leukämie) eingesetzt. Nachdem das kranke Knochenmark durch eine Bestrahlung abgetötet wurde, bekommt der Patient wieder Stammzellen übertragen. Allerdings nimmt man dafür immer Stammzellen eines anderen Spenders (am besten eines nahen Verwandten, etwa eines Geschwisters oder Elternteils), denn die eigenen Stammzellen aus dem Nabelschnurblut könnten den Defekt, der zur Erkrankung geführt hat, bereits in sich tragen.

Private Nabelschnurblutbanken führen auf, dass in naher Zukunft Diabetes (Zuckerkrankheit), Herzerkrankungen und Hirnschäden mit Stammzellen aus dem Nabelschnurblut behandelt/geheilt werden könnten. Dieser Einsatz in der so genannten regenerativen Medizin ist allerdings noch weitgehend spekulativ. Zudem muss das Nabelschnurblut bis zu seiner Verwendung kryokonserviert werden und es ist derzeit nicht möglich, aus dem eingefrorenen Blut ausreichende Mengen an Stammzellen für die regenerative Medizin anzuzüchten.

Weitere Punkte, die gegen eine private Nabelschnurblut-Einlagerung sprechen:

  1. Therapieverfahren, die mit Stammzellen aus dem Nabelschnurblut durchgeführt werden können, sind in der Regel auch mit Stammzellen aus dem Blut oder Knochenmark eines passenden Spenders oder sogar eigenen Stammzellen aus dem Blut (nach entsprechender Sammlung) möglich. Die Verwendung von aus Knochenmark oder Blut gewonnenen Stammzellen ist in der Medizin derzeit am weitesten verbreitet.
  1. Die Wahrscheinlichkeit, dass eigene Nabelschnur-Stammzellen später einmal zur Therapie von Krebs oder anderen Erkrankungen angewendet werden können, ist extrem gering. Nahe Verwandte (etwa Geschwister) können jedoch von eingelagertem Nabelschnurblut profitieren. Aber auch hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Nabelschnurblut benötigt wird, sehr gering. Wegen der begrenzten Zahl an Stammzellen im Nabelschnurblut ist die Übertragung zudem hauptsächlich für Kinder bis 40 kg Körpergewicht geeignet. Und in der Regel können hierfür auch Stammzellen aus Blut oder Knochenmark verwendet werden.
  1. Wie lange eingefrorenes Nabelschnurblut einsatzfähig bleibt und verwendet werden kann, ist bislang nicht bekannt. Bislang liegen nur Erfahrungen mit Blut, das nicht älter als 15 Jahren ist, vor. Zwar betont Vita 34, dass kryokonservierte biologische Materialien „perspektivisch“ jahrhundertelang problemlos haltbar seien. Doch in der Praxis erwiesen ist dies bisher nicht.

Fazit: Nabelschnurblut ist ein wertvoller Lieferant von Stammzellen und viel zu schade, um es wegzuwerfen. Die private Einlagerung von Nabelschnurblut kann aber zum jetzigen Zeitpunkt (und im Verhältnis zu den entstehenden Kosten!) nicht unbedingt empfohlen werden. Wesentlich sinnvoller ist es, das Nabelschnurblut einer öffentlichen Nabelschnurblutbank zur Verfügung zu stellen. Das ist kostenfrei und die Wahrscheinlichkeit, dass die Blutprobe sinnvoll verwendet werden kann, ist wesentlich höher. Für den seltenen Fall, dass das gespendete Nabelschnurblut später doch einmal selbst gebraucht würde, gibt es die Blutbank kostenfrei wieder heraus, wenn es noch nicht abgerufen wurde (und die Chancen dafür stehen nicht schlecht, aber es gibt eben keine Garantie!).

Unabhängige Informationen/Expertenmeinungen:

www.urbia.de/magazin/gesundheit/stammzellen-aus-der-nabelschnur

www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=67053

www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=67054

Gut zu wissen: Hinter vermeintlich unabhängigen Info-Seiten zum Thema Nabelschnurblut wie etwa nabelschnurblut.de, nabelschnurblut-experten.de, nabelschnurblut-tv.de steht das Unternehmen Vita 34.

Ärzte (noch?) gegen Einlagerung von Nabelschnurblut

Tausende Kinder verdanken ihr Leben gespendetem Nabelschnurblut – es ist oft die letzte Hilfe bei hartnäckigem Blutkrebs. Doch öffentliche Banken können nur einen Bruchteil des wertvollen Bluts einlagern, chronischer Geldmangel setzt ihren Möglichkeiten enge Grenzen.

Eine Alternative bieten private Nabelschnurblutbanken. Deren Kapazität ist deutlich größer, und fast jede Blutprobe kann eingelagert werden. Die Kosten müssen die Eltern jedoch selbst tragen.

Einlagerung von Nabelschnurblut

Nabelschnurblut-Stammzellen lassen sich jahrzehntelang in flüssigem Stickstoff einfrieren.

Wie sinnvoll ist eine private Einlagerung von Nabelschnurblut? Die Ansichten von Anbietern und Ärzten liegen hier oft weit auseinander. Ihre Perspektive ist zu unterschiedlich: Ärzte blicken auf die Gegenwart, während private Anbieter in die Zukunft schauen. Fortschritte in der Medizin könnten die gegensätzlichen Lager jedoch in absehbarer Zeit versöhnen.

Vorteile von Nabelschnurblut

Unbestritten ist, dass Stammzellen aus dem Nabelschnurblut zahlreiche Vorteile bieten. Sie sind sehr jung, Schäden am Erbgut bleiben daher auf ein Minimum reduziert. Auch sind sie sofort einsatzbereit – bei leukämiekranken Kindern ist Nabelschnurblut daher das Mittel der ersten Wahl.

Außerdem sind die Stammzellen aus der Nabel­schnur leicht zugänglich. Die Hebamme fängt das Nabelschnurblut direkt nach der Geburt in einem Behälter auf – für Mutter und Kind ist das völlig schmerzfrei. Nachteile gibt es kaum, der leichte Verlust von Blut und dem darin enthaltenen Eisen bereitet einem gesunden Baby wenig Probleme1.

Die Kosten für eine private Einlagerung sind moderat, je nach Anbieter beginnen sie bei etwa 2000 Euro. Dafür wird das Blut mindestens 20 Jahre lang aufbewahrt, gut gekühlt bei -196 °C in Behältern mit flüssigem Stickstoff.

Die Stammzellen können so Jahrzehnte überdauern, ohne ihre heilenden Fähigkeiten zu verlieren. Bei einer Erkrankung sind dann körpereigene Zellen verfügbar, die sofort helfen können – ohne die Gefahr von Unverträglichkeiten und verschleppten Infektionen.

Nabelschnurblut – Heilen mit Stammzellen
Lohnt es sich, das Nabelschnurblut auf eigene Kosten einzulagern? Dieser Ratgeber informiert über Chancen und Probleme

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Welche Krankheiten werden geheilt?

Doch bei welchen Krankheiten sollen diese Zellen helfen? Nach dem heutigen Stand der Medizin sind das nicht allzu viele. Denn fast alle Therapien – gegen Blutkrebs und Erbkrankheiten etwa – verwenden bislang Blut von fremden oder erwachsenen Spendern. Eigenes Nabelschnurblut wird nur in Ausnahmefällen eingesetzt.

Der Grund: Bei kleinen Kindern, die an Blutkrebs erkranken, haben sich Vorläufer der Krebs­zellen oft schon vor der Geburt gebildet5. Die Vorläufer wandern auch in die Nabelschnur, bei einer Transplantation würden sie wieder zurück in den Körper gebracht. Eigenes Nabelschnurblut erhöht daher in den ersten Lebensjahren die Gefahr, dass der Krebs erneut ausbricht.

Auch bei Erbkrankheiten ist das eigene Nabelschnurblut ungeeignet – die Zellen tragen den gleichen Gendefekt. Auch hier sind Stammzellen eines fremden Spenders die bislang einzige Lösung.

Die meisten Ärzte sind daher der Meinung, dass es – nach dem heutigen Stand der Medizin – keine Anwendungsmöglichkeiten für die eigenen Nabelschnur-Stammzellen gibt. Sie raten daher von einer Einlagerung in private Nabelschnurblutbanken ab2-4.

Mehr als Blutkrebs und Erbkrankheiten?

Private Nabelschnurblutbanken hingegen schauen in die Zukunft. Sie verweisen darauf, dass die Entwicklung neuer Therapien mit Nabelschnurblut rasch voranschreitet. So wird schon heute Nabelschnurblut meist bei Erwachsenen eingesetzt. Neue Methoden, mit denen die Nabelschnurzellen um ein Vielfaches vermehrt werden, könnten in einigen Jahren einsatzbereit sein und diesen Trend weiter verstärken.

Auch jenseits von Blutkrebs und Erbkrankheiten besteht Hoffnung. Kleine experimentelle Studien laufen für Typ-1-Diabetes und Autismus. Große Hoffnungen haben einzelne Erfolge bei der Behandlung von Hirnschädigungen geweckt, die durch Komplikationen während der Geburt verursacht werden. Diese Studien stecken jedoch noch in den Kinderschuhen, auf aussagekräftige Ergebnisse wird man noch einige Jahre warten müssen.

Noch spekulativer ist die Hoffnung auf Fortschritte bei der Gentherapie oder bei der iPS-Zelltechnologie. Stammzellen aus dem Nabelschnurblut sind für beide Anwendungen gut geeignet – auf lange Sicht könnten sich auch hier neue Möglichkeiten eröffnen.

Mittlerweile ist es auch möglich, Stammzellen aus dem Stützgewebe der Nabelschnur einzulagern. Diese mesenchymalen Zellen sind sehr wandlungsfähig und sollen bei der Regeneration von Organen und Behandlung von Immunstörungen helfen.

Lebensversicherung oder Hoffnung?

Ein Durchbruch bei einer dieser Studien wäre ein Wendepunkt: Viele Ärzte, die bislang von der privaten Einlagerung abrieten, müssten ihren Standpunkt überdenken7. Hirnschädigungen bei der Geburt etwa sind eine relativ häufige Komplikation, die eine vorsorgende Einlagerung von Nabelschnurblut auch medizinisch rechtfertigen könnten.

Es ist zum Glück sehr unwahrscheinlich, dass ein Kind in den ersten Lebensjahren Nabelschnurblut benötigt. Auch deshalb ist bislang nur ein Bruchteil der Eigenspenden eingesetzt worden6. Noch ist das Einfrieren dieser Stammzellen keine Lebensversicherung für das eigene Kind, sondern eine Hoffnung auf den Fortschritt der Medizin.

Wer nicht auf eigene Kosten einlagern will, hat in manchen Kliniken die Möglichkeit, das Nabelschnurblut einer öffentlichen Spenderbank zu überlassen: Das kann einem schwerkranken Kind das Leben retten – auch wenn es nicht das eigene ist.

Teil 1/4: Ärzte (noch?) gegen Einlagerung von Nabelschnurblut
Teil 2/4: Hoffnung auf neue Therapien mit Nabelschnurblut
Teil 3/4: Öffentliche oder private Banken – wo spenden?
Teil 4/4: Nabelschnurblut einfrieren – Pro und Contra 1 E. Semple, When to clamp the umbilical cord for full term babies?, Parents Guide to Cord Blood Foundation, Dezember 2016 ()
2 Thronley et al., Private Cord Blood Banking: Experiences and Views …, Pediatrics (2009) ()
alle Referenzen anzeigen 3 Samuel et al., Umbilical cord blood banking: public good or private benefit?, MJA (2008), vol. 188, pp. 533-5 ()
4 Reimann et al., Stammzellen aus Nabelblut in der Transplantations- und regenerativen Medizin, Dt. Ärzteblatt 2009, vol. 106 pp. 831-6 ()
5 M. Greaves, Pre-natal origins of childhood leukemia, Rev. Clin. Exp. Hematol. (2003), vol. 7, pp. 233-45 ()
6 Chou et al., Expansion of Human Cord Blood Hematopoietic Stem Cells for Transplantation, Cell Stem Cell (2010), vol. 7, pp. 427-8 ()
7 Ballen et al., Umbilical cord blood donation: public or private?, Bone Marrow Transplantation 2015 ()

Nabelschnurblut einlagern lassen ja/nein …

Hallo,
ich bezweifle, dass die Gelbsucht damit etwas zu tun hatte bzw dass auf jeden Fall auch andere Faktoren da mit eine Rolle gespielt haben müssen.
Zum Verständnis:
Nach der Geburt baut sich das fetale Blut zu „unserem normalen“ Blut um, genauer gesagt die Erythrozyten (rote Blutkörperchen). Dabei entsteht als Abfallstoff das Bilirubin, welches für die Gelbsucht verantwortlich ist. Dieses wird über Stuhl und Urin ausgeschieden. Da die Organe des Babys allerdings noch unreif sind, kommen sie nicht schnell genug mit der Ausscheidung des Bilirubin voran und es lagert sich unter der Haut ab. Dadurch werden die Kinder gelb. Dies ist bis zu einem gewissen Maße ein normaler und physiologischer Zugang. Es gibt aber Faktoren, die eine behandlungsbedürftige Gelbsucht begünstigen. Dazu gehören z.B. Frühgeburtlichkeit (die Organe sind noch unreifer, dadurch dauert der ganze Umwandlungsprozess und die Ausscheidung des Bilirubin noch länger) oder aber auch ein hoher Hb bzw allgemein ein erhöhtes Vorkommen fester Bestandteile im Blut (es entsteht durch den Umbau noch mehr Bilirubin, welches nicht so schnell ausgeschieden werden kann und sich daher unter der Haut ablagert).
In eurem Fall hätte der „Logik“ nach also das Kind mit der auspulsierten Nabelschnur viel eher eine Gelbsucht entwickelt als das schnell abgenabelte Kind, da bei diesem ein höherer Hb zu erwarten ist.
Bei Frühgeborenen nimmt man die Gelbsucht übrigens „gern“ in Kauf dafür, dass sie mit einem hohen Hb ins Leben starten können und nicht sofort bzw im besten Falle gar keine Bluttransfusion benötigen. Bei drohender Frühgeburt würde ich darauf bestehen, dass mein Kind das Nabelschnurblut selbst erhält. Bei einem gesunden und vitalen Neugeborenen KANN man darauf verzichten und das Nabelschnurblut spenden.

Was kostet das Einfrieren von Stammzellen?

Ablauf der Stammzellentnahme und anschließende Stammzelleinlagerung

Stammzellen aus Nabelschnurblut werden im Anschluss an die Entbindung aus der abgetrennten Nabelschnur entnommen. Im Gegensatz zu einer Stammzellentnahme aus dem Knochenmark, die durch einen operativen Eingriff erfolgt, ist die Entnahme von Stammzellen aus Nabelschnurblut nicht sonderlich aufwendig. Weiterhin verläuft diese Art der Stammzellentnahme ohne Schmerzen und birgt keine Risiken für Mutter und Kind. Im Anschluss werden die Stammzellen von der ausgewählten Stammzellenbank mithilfe der Kryokonservierung eingelagert. Dabei werden die jungen Stammzellen in flüssigem Stickstoff bei -180° C eingefroren und somit vor einem natürlichen Alterungsprozess und negativen Umwelteinflüssen geschützt. Sollte Ihr Kind im Laufe seiner Kindheit oder im späteren Leben erkranken, kann es auf die eingelagerten Stammzellen zurückgreifen und für eine Behandlung in Form einer Stammzelltherapie nutzen. Therapien mit Stammzellen aus Nabelschnurblut finden bereits bei verschiedenen Erkrankungen Anwendung. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass das Einfrieren von Stammzellen zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Lebensversicherung darstellt. Die Entwicklung neuer Stammzelltherapien schreitet angesichts der fortlaufenden medizinischen Forschung allerdings rasch voran, sodass es in Zukunft immer mehr vielversprechende Behandlungsmethoden mit Stammzellen geben wird.

Kosten einer privaten Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut

Diverse private Stammzellenbanken bieten inzwischen eine Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut an. Die Leistungsangebote variieren dabei ebenso wie die Kosten der Stammzelleinlagerung. Möglicherweise haben Sie bereits etwas von den kostenlosen Diensten öffentlicher Stammzellenbanken gehört. Öffentliche Stammzellenbanken bieten in der Regel eine kostenlose Stammzelleinlagerung aus Nabelschnurblut an, lassen sich eine Anwendung im Krankheitsfall aber gut bezahlen. Kosten in Höhe von ca. 15.000 bis 25.000 € sind keine Seltenheit und für öffentliche Stammzellenbanken ein lohnendes Geschäft für. Diese hohen Kosten machen eine Stammzelltherapie nicht für jeden Erkrankten möglich, sofern die eigene Krankenkasse die Kosten nicht übernimmt oder zumindest bezuschusst. Hinzu kommt, dass Ihre eingelagerten Stammzellen bei einer öffentlichen Stammzellenbank der Allgemeinheit zur Verfügung stehen und im Bedarfsfall von einer anderen erkrankten Person genutzt werden können. Die Deutsche Stammzellenbank hat sich zum Ziel gesetzt, eine Stammzelltherapie für alle Menschen bezahlbar zu machen und so jedem die gleiche Chance auf ein gesundes und langes Leben zu bieten. Eine Anwendung der eingelagerten Stammzellen ist im Krankheitsfall daher kostenlos. Wir bieten Ihnen verschiedene Leistungspakete für eine Einlagerung Ihrer Stammzellen aus Nabelschnurblut an. Hiermit ist eine unbegrenzte Einlagerung möglich. Die Einlagerungskosten für 18 Jahre sind im Festpreis enthalten. Weiterhin bietet Ihnen die Deutsche Stammzellenbank das Leistungspaket DSB Stammzellenpolice an, bei dem Sie zwischen Komfort- und Premium-Angebot wählen können. Das DSB Stammzellenpolice-Paket verbindet die Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut mit einer Altersvorsorge und stellt somit eine doppelte Vorsorge dar. Diese Leistung wird von uns in Kooperation mit der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. angeboten. Die Deutsche Stammzellenbank ist hinsichtlich dieser Vorsorge-Kombination der aktuell günstigste Anbieter in Deutschland.

Rufen Sie uns kostenfrei an und informieren Sie sich bei der Deutschen Stammzellenbank.: 0800-3223221 oder [email protected]

Wissenswertes für Eltern – Weiter lesen…

Was sind Stammzellen?


Unsere Angebote

Der schlimmste Gedanke liebender Eltern: Ihr Kind könnte eines Tages eine lebensbedrohliche Krankheit bekommen. Wenn es doch nur eine Versicherung dagegen gäbe. Ein Wunsch, der verständlich macht, warum viele werdende Eltern heute mit dem Gedanken spielen, die Stammzellen aus dem Blut ihres Babys einfrieren zu lassen.

Drei von hundert Eltern entschließen sich heute dazu – als „Lebensversicherung“ für das eigene Kind oder als Spende für einen anderen Kranken. „Bei den Vorbereitungsabenden für werdende Eltern ist das Nabelschnurblut immer ein Thema“, sagt Babett Ramsauer, leitende Oberärztin am Perinatalzentrum des Berliner Vivantes-Klinikums Neukölln , einer der größten Geburtskliniken Deutschlands.

Doch wie sinnvoll ist das Einlagern von Nabelschnurblut? Wie wahrscheinlich ist, dass die Stammzellen daraus dem eigenen Kind eines Tages wirklich helfen? Lohnt sich die teure Gebühr, die private Anbieter dafür verlangen? Oder ist das Blut in Spendenbanken besser aufgehoben? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

Was ist Nabelschnurblut?
Die Nabelschnur ist so etwas wie das „Kabel“, über das Mutter und Kind während der Schwangerschaft miteinander verbunden sind: Sie verbindet das Kind über die Plazenta mit dem Blutkreislauf der Mutter und stellt so die Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff sicher. Nach der Geburt des Babys pulsiert sie noch ein wenig, dann wird sie abgeklemmt. Für den Abfall ist die Tasse voll kindlichem Blut, das sie enthält, eigentlich zu schade. Denn die darin enthaltenen Stammzellen können helfen, Krankheiten zu heilen. Bisher werden sie hauptsächlich zur Therapie von Leukämien verwendet. Weltweit haben inzwischen mehr als 10.000 Kranke davon profitiert.

Was ist an den Stammzellen aus diesem Blut so besonders?
„Stammzellen aus dem Nabelschnurblut teilen sich besser als solche, die aus dem Blut Erwachsener gewonnen werden, sodass man für die Behandlung nur ein Zehntel der Menge braucht“, erklärt Wolfram Ebell, Kinderonkologe und Stammzellexperte von der Berliner Charité . Zudem gelten sie als besonders verträglich, weil die Abwehrzellen des Immunsystems, die in ihnen enthalten sind, noch nicht ausgereift sind. Die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger müssen deshalb nicht hundertprozentig übereinstimmen. Und sie sind besonders für die Behandlung sehr kleiner Kinder interessant, die noch mit wenigen Krankheitserregern Kontakt hatten. „Die immunologische Naivität dieser Zellen kann allerdings auch nachteilig sein, in manchen Fällen ist ein Spender vorteilhafter, dessen Immunsystem schon durch Infektionen geprägt ist“, schränkt Ebell ein.

Segensreich ist oft, dass die Stammzellen aus dem Blut der Neugeborenen im Bedarfsfall auf Abruf sofort verfügbar sind, während das Knochenmark von in Frage kommenden Spendern dann erst in einem aufwändigen Verfahren durchgetestet werden muss. Eine negative Besonderheit ist allerdings, dass eine „Portion“ Nabelschnurblut (45 bis 190 Milliliter) nur Stammzellen in einer Anzahl enthält, die oft für erwachsene Empfänger, etwa zur Behandlung einer Leukämie, nicht ausreicht. In öffentlichen Nabelschnurblutbanken werden deshalb Spenden aufbewahrt, die mindestens 500 Millionen Stammzellen enthalten. Bei Erwachsenen werden manchmal „Tandem-Transplantationen“ von zwei Spendern gemacht. Insgesamt kommen heute aber nur bei drei bis vier von 100 Stammzell-Transplantationen Zellen aus Nabelschnurblut zum Einsatz.

Wer gewinnt das Nabelschnurblut – wer lagert es ein?
Das Blut wird im Kreißsaal der Geburtskliniken aus der Nabelschnurvene gewonnen, in einem Plastikbeutel gesammelt und an eine Stammzellbank oder private Firma geschickt. Inzwischen bieten im ganzen Bundesgebiet zahlreiche Kliniken jungen Eltern diesen Service an. Die behördlichen Auflagen, die sie erfüllen müssen, sind allerdings deutlich strenger, wenn das Blut als mögliche Spende gesammelt wird, da dann das Arzneimittelrecht zum Tragen kommt.

Im Labor werden die Gewebemerkmale des Blutes bestimmt, die Stammzellen isoliert und anschließend bei minus 180 Grad Celsius in flüssigem Stickstoff eingefroren. Einige der Firmen, die Eltern den – kostspieligen – Service der Aufbewahrung für den „Eigenbedarf“ anbieten, kooperieren inzwischen mit Stammzellbanken und machen den Eltern Kombi-Angebote: Die Stammzellen werden bei ihnen kostenpflichtig eingelagert, die Daten der Typisierung gehen allerdings (anonym) auch an eine Stammzellbank, die um die Spende der eingelagerten Zellen bitten kann, wenn sie genau für einen Patienten passen. In diesem Fall bekommen die Eltern die Kosten für die Einlagerung erstattet, wie die Firmen versichern.

„Die Stammzellen im Nabelschnurblut sind wertvoll und können Krankheiten heilen. Daher muss früh abgenabelt werden, um möglichst viel davon zu gewinnen!“

„Das Nabelschnurblut gehört dem Baby. Deshalb darf es nicht abgenabelt werden, bevor die Nabelschnur aufgehört hat zu pulsieren!“

Bei vielen Fachfragen, die mir gestellt werden, habe ich eine ganz klare Meinung. Aber es gibt Themen, die sind nicht einfach nur mit Richtig oder Falsch zu beantworten, sondern sind so komplex, dass sie nur jeder selbst für sich und sein Kind entscheiden kann.
Was mit dem Nabelschnurblut nach der Geburt passieren soll, ist für mich so ein Thema.
Zum Einen gehört dieses Blut – meiner Meinung nach – dem Baby und daher sollte es davon auch maximal profitieren. Zum Anderen kann dieser wertvolle Stoff aber auch kranken Menschen helfen wieder gesund zu werden. So ist die Nabelblut-Spende eben auch ein legitimer Ansatz.

Heute stelle ich euch hier beide Möglichkeiten mit allen mir bekannten Vor- und Nachteilen evidenzbasiert vor. Die Entscheidung liegt am Ende dann bei euch.

Warum ist das Nabelschnurblut so wertvoll?

Das Nabelschnurblut ist das Blut des Kindes, das sich zum Zeitpunkt nach der Geburt noch in den Blutgefäßen von Nabelschnur und Plazenta befindet. Es enthält zu diesem Zeitpunkt extrem viele Stammzellen. Diese Stammzellen sind die Vorläufer verschiedener Körperzellen. Die Stammzellforscher arbeiten daran, wie sie diese Zellen quasi als Ersatz für beschädigte oder erkrankte Körperzellen nutzbar machen können.
Bei einigen Erkrankungen wird das schon gemacht. Gerade letzte Woche gab es eine neue Meldung zu einer erfolgreichen Transplantation von aus Stammzellen gezüchteter Haut für ein Kind. Es konnte dadurch von einer lebensbedrohlichen Erkrankung geheilt werden.
Laut der Deutschen Nabelschnurblutbank (DKMS) konnten bereits 80 Erkrankungsarten mit Stammzellen aus dem Nabelschnurblut behandelt werden. Das bekannteste Beispiel ist die Leukämie (Blutkrebs). Hier werden die blutbildenden Stammzellen schon lange zur Aufbaubehandlung nach der Chemotherapie eingesetzt.
In vielen anderen Gebieten wird zwar geforscht, dort kommen die Stammzellen aber noch nicht erfolgreich zum Einsatz.

Wie kann man Nabelschnurblut spenden?

In jeder Geburtsklinik, die mit DKMS kooperiert, kann man das Nabelschnurblut spenden. In anderen Kliniken, beziehungsweise Geburtshäusern, ist diese Nabelschnurblut-Spende nicht möglich. Es gibt allerdings noch weitere Anbieter, deren Angebot erfragt werden kann:

  • DKMS Nabelschnurblutbank GmbH
  • Universitätsklinikum Erlangen
  • Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern
  • Deutsche Nabelschnurblutbank
  • Deutsche Stammzellspenderdatei Nabelschnurblut (DSSD)

Warum spenden, wenn man das Blut auch für das eigene Kind einlagern lassen kann?

Anstatt das Blut als „freie Spende“ zur Verfügung zu stellen, kann man das Nabelschnurblut auch für den eventuellen Eigenbedarf seines Kindes einlagern lassen. Dafür muss man einen privaten Vertrag mit einem der kommerziellen Anbieter machen. Für einen Preis ab 1900,- € (Stand: November 2017) bekommt man dann das personalisierte Abnahmeset zugesandt. Auch hier muss man sich dann erkundigen, ob der Wunschgeburtsort die nötige Schulung des Unternehmens gemacht hat, um das Nabelschnurblut abnehmen zu können. (Dabei ist die Abnahme keine Rocket-Science). Das Blut wird dann zunächst für 20 Jahre eingelagert. Eine weitere Einlagerung kostet zusätzlich.

Sollte das Kind irgendwann erkranken, könnte (so die Hoffnung) das eingelagerte Nabelschnurblut vielleicht zur Heilung verwendet werden.

Aber:

  • Die Menge ist nur ausreichend für ein Kind. Im Erwachsenenalter reicht das Blut nicht mehr für die vollständige Behandlung aus.
  • Bei einer Leukämie-Erkrankung ist es besser, das Kind mit fremden Stammzellen zu behandeln, da die eigenen ja schon einmal bei einer Erkrankung beteiligt waren.
  • Viele der Heilungsmöglichkeiten, die von den entsprechenden Firmen versprochen werden, erscheinen mir eher utopisch.

Es gibt auch die Möglichkeit einer gerichteten Spende

Ist ein Geschwisterkind oder ein naher Verwandter erkrankt und es besteht bereits eine Indikation zur Transplantation, so kann man die eigentlich freie Spende auch als (ziel)gerichtete Spende für diese Person reservieren. Dies ist ein sinnvolles Prozedere, denn die Wahrscheinlichkeit der Kompatibilität ist bei nahen Verwandten deutlich höher, als bei einer Fremdspende. Es ist nämlich so, dass bestimmte Merkmale der Spende so genau wie möglich mit denen des Empfängers übereinstimmen müssen, damit es keine Abwehrreaktionen der gespendeten Zellen seitens des Empfänger-Organismus gibt.

Ausschlussgründe für eine Nabelschnurblut-Spende

Es gibt bestimmte Ausschlusskriterien für eine Nabelschnurblut-Spende, die vor allem auf der Anamnese der Mutter beruhen. Nicht alle Schwangeren werden zur Spende zugelassen.

Ausschlusskriterien sind:

  • Wenn die Mutter jünger als 18 Jahre ist
  • Wenn die Mutter oder der biologische Vater bestimmte Erkrankungen hat
    z.B.: Herz-Kreißlauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 1, Lungenfibrose, Krebserkrankungen, bei schweren psychischen Erkrankungen…
  • Wenn genetische Erkrankungen innerhalb der Familie vorliegen
  • Bei erworbenen, schweren Infektionskrankheiten
    z.B.: HIV, Hepatitis, Malaria…
  • Bei einer Suchterkrankung der Mutter
  • Nach Transplantationen

Bemerkenswert finde ich, dass von der Gesamtheit der zugelassenen Spenden etwas 25% verworfen werden müssen, da sie nicht die zur Aufbewahrung erforderlichen strengen Qualitätskriterien erfüllen, oder einfach mengenmäßig nicht ausreichen.
Da ja auch schon vorher, an Hand der oben genannten Kriterien, aussortiert wird und ohnehin nicht gerade besonders viele Menschen spenden, ist die Menge der tatsächlich nutzbaren Präparate am Ende eher gering.

Wie läuft die Nabelschnurblut-Entnahme ab?

Zunächst wird bei der Mutter eine geringe Menge Blut abgenommen, um noch mal nach akuten Infektionen, oder weiteren Ausschlußkriterien zu suchen.
Wenn das Baby dann geboren ist und die Nabelschnur durchtrennt wurde, beginnt die Entnahme. Um eine ausreichende Menge Blut zu gewinnen, sollte die Abnabelung relativ früh durchgeführt werden. Die Nabelschnurvene wird punktiert (das tut weder Mutter noch Kind weh) und das Blut in einem sterilen Beutel aufgefangen. Dann wird es innerhalb kürzester Zeit zur Nabelschnurblutbank transportiert. Dort werden dann noch einige Tests durchgeführt. Dann wird das gesammelte Nabelschnurblut für die Einlagerung zunächst zentrifugiert. Das gewonnene Zellkonzentrat wird anschließend mit einer Konservierungslösung tiefgefroren und anschließend – bis es benötigt wird – in Flüssigstickstoff bei unter -135 °C gelagert.

Wie viel Blut wird benötigt?

60 ml (besser 80) kindliches Nabelschnurblut ergeben eine Spende. Reicht die Menge nicht aus, wird das Präparat verworfen.

Bekommt man diese Menge zuverlässig zusammen?

Nein. Sehr oft reicht die Menge nicht aus. Vor allem dann, wenn das Abnabeln verzögert stattgefunden hat.

Verändert eine Nabelschnurblut-Spende den Ablauf der Nachgeburtsperiode für Mutter und Kind?

Die Nabelblut-Spende beeinflusst vor allem das Abnabel-Szenario. Ohne die Blutentnahme kann man die Nabelschnur ganz in Ruhe auspulsieren lassen. Das bedeutet, dass man mit dem Abnabeln so lange wartet, bis die Blutzufuhr von der Plazenta zum Kind hin von alleine stoppt und die Nabelschnurgefäße kollabieren (in sich zusammenfallen). Durch dieses herausgezögerte Abnabeln profitieren Säuglinge von einem entsprechend erhöhten Eigenblutvolumen von bis zu 30%, sowie von einem besseren Eisenwert. Und selbst sechs Monate später ist dieser Unterschied in den Blutwerten noch deutlich erkennbar, wie eine Cochrane Studie zeigt.
Die Nachgeburtsperiode selbst wird durch die Spende aber nicht wesentlich verändert. In beiden Fällen kann das Baby schon auf dem Bauch der Mutter kuscheln. Nur eben einmal mit und einmal ohne Blutzufuhr aus der Nabelschnur. In beiden Fällen kann der Partner die Nabelschnur durchtrennen, wenn dies gewünscht ist. In beiden Fällen ist eine ruhige Atmosphäre im Kreißsaal möglich.

Das Dilemma mit der Nabelschnurblut-Spende

Eine Spende ist ein Geschenk an einen fremden Menschen. Aber auch man selbst oder eine nahe stehende Person könnte sich irgendwann in der Position befinden, so eine Spende zu benötigen. Wenn man sich vorstellt, dass zum Beispiel das eigene Kind zukünftig einmal erkrankt und ihm fremde, kindliche Stammzellen helfen könnten, dann finde ich die Möglichkeit der Nabelschnurblut-Spende absolut naheliegend und großartig. Die Stammzellen zu gewinnen ist denkbar einfach und kostet den Spender (bei einer freien Spende) keinen Cent.

Wenn eine Nabelschnurblut-Spende dann tatsächlich einem Menschen hilft, informiert DKMS das Haus, aus dem die Spende kam. Als wir in meinem Kreissaal einmal so eine Nachricht erhielten, hat mich das unglaublich berührt. Ich bin jedem Menschen dankbar, der der Allgemeinheit so ein Geschenk macht.

Aber, wie oben bereits erwähnt gilt:
Direkt nach der Geburt profitiert das neugeborene Baby von dem zusätzlichen Blut, das es durch das späte Abnabeln erhält. Es hat an den Tagen nach der Geburt einen höheren Hämoglobinwert, den wir als Indikator für gesunde Blut- und Eisenwerte betrachten. In einer schwedischen Studie war der Ferritinwert (Speichereisen) bei den Babys im Alter von vier Monaten – im Vergleich zu früh abgenabelten Babys – um 45% erhöht. Und selbst sechs Monate nach der Geburt sind die Unterschiede noch merkbar. Spät abgenabelte Babys haben, bzw. entwickeln, also weitaus seltener einen Eisenmangel.

Eisen ist ein Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und wichtig für die Sauerstoffversorgung der Muskeln und Organe. Ist nicht genug Eisen frei verfügbar, so werden zunächst die körpereigenen Speichereisenreserven (Ferritin) aus Knochenmark und Leber verbraucht. Besteht der Mangel weiterhin, so wird das Transporteisen (Transferrin) für die notwendige Blutbildung verwendet. Dieses Transporteisen bindet sich normalerweise an Eiweiße, mit denen es in die verschiedenen Organe gelangt. Nun sind die Eiweiße aber nicht mehr ausreichend mit Eisen bestückt und es kommt nicht mehr genügend Eisen und somit auch Sauerstoff in den Organen an. Besteht der Mangel weiterhin fort, kann sich nur noch wenig roter Blutfarbstoff bilden und eine Anämie (Blutarmut) entsteht.
Es ist aber natürlich nicht so, dass ein früh abgenabeltes Kind in jedem Fall Eisenmangel bekommt. Es gibt mehrere Faktoren, die zu solch einem Mangel führen können.

Jetzt seid ihr dran

In diesem Text gibt es kein Fazit. Jede(r) muss seine Entscheidung selbst treffen. Ich finde beide Sichtweisen absolut gleichwertig und legitim.
Wollt ihr wissen, wie ich mich entschieden habe? Nun, ich kann mich rausreden: Denn als ich meine Tochter geboren habe, gab es dieses Angebot so noch gar nicht und meinen Sohn brachte ich ja zu Hause auf die Welt. Da ging es also auch nicht. So musste ich mich nicht entscheiden.
Ich schätze aber, ich hätte mich für das späte Abnabeln entschieden. Im Falle eines Kaiserschnittes hätte ich aber gespendet. Denn da wird mit dem Abnabeln eh nicht so lange gewartet.

Ich selbst bin aber immerhin eine bei DKMS registrierte, potentielle Spenderin. Denn auch Erwachsene können Stammzellen spenden. Und ich möchte wirklich dafür werben (natürlich unentgeldlich!), das zu tun. Die Registrierung bei DKMS ist ganz einfach und tut nicht weh. Macht das doch einfach mal!

Jetzt interessiert mich natürlich sehr, was ihr über die Nabelschnurblut-Spende denkt. Wie habt ihr eure Entscheidung getroffen – oder werdet sie treffen? Was war oder ist für euch ausschlaggebend?

Ich freue mich auf eure Gedanken dazu.

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Du bereitest Dich gerade auf die Geburt vor und machst Dir Gedanken darüber, wie Dein Baby abgenabelt wird? Vielleicht fragst Du Dich, warum man über das Thema spätes Abnabeln und Nabelschnur auspulsieren lassen im Moment so viel hört und liest. Und was es für einen Sinn hat, mit dem Abnabeln des Babys so lange zu warten, bis durch die Nabelschnur kein Blut mehr fließt.

Vielleicht überlegst Du auch, Nabelschnurblut zu spenden oder für Dein Kind einzulagern. Warum ist das mit dem Auspulsieren lassen der Nabelschnur nicht vereinbar? Oder möchtest Du einfach nur wissen, aus welchen Gründen spät oder früh abgenabelt wird?

Alle Fragen zum Thema Nabelschnur auspulsieren lassen möchte ich heute klären.

Inhalt

Was bedeutet Nabelschnur auspulsieren lassen?

Beim Auspulsieren der Nabelschnur wartet das geburtshilfliche Team mit dem Durchtrennen der Nabelschnur so lange, bis die Nabelschnur nicht mehr pulsiert und die Gefäße in sich zusammenfallen.

Wenn das Baby ganz frisch geboren ist, kannst Du Dir die Nabelschnur wie ein pralles, etwa daumendickes Kabel vorstellen. Ähnlich wie früher die geringelten Kabel an alten Telefonen aussahen. Durch dieses Kabel wird immer noch Blut zum Baby gepumpt. Das erkennst Du daran, dass die Nabelschnur pulsiert — das heißt, im Herzschlagrhythmus des Babys “klopft”. Bestimmte Vorgänge im Körper von Mutter und Kind sorgen aber dafür, dass das Blut lediglich in eine Richtung fließen kann, nämlich zum Baby hin. Es kann kein kindliches Blut in die Plazenta zurückfließen und das Baby verliert auch kein Blut.

Nabelschnur auspulsieren lassen: Dauer

Das späte Abnabeln findet für gewöhnlich innerhalb der ersten halben Lebensstunde statt. In vielen Kreißsälen wird aber bereits ab der zweiten Lebensminute vom späten Abnabeln gesprochen.

Welche Vorteile hat das Auspulsieren der Nabelschnur?

Neben dem ganzheitlichen Ansatz, bei dem man dem Kind die “Entscheidung” überlässt, wann es alleine und ohne Mamas Unterstützung durch die Nabelschnur seinen Körper versorgt, gibt es weitere praktische und gesundheitlich relevante Aspekte, die für das späte Abnabeln sprechen.

  • Das Blutvolumen und die Zahl der roten Blutkörperchen beim Baby steigen an, da sich bei der Geburt noch eine beachtliche Menge an Blut in der Plazenta befinden kann.
  • Gerade Frühgeborene oder Kinder nach anstrengenden Geburten profitieren von der zusätzlichen Blutmenge, da der Eisenwert und auch das Geburtsgewicht sich dadurch erhöhen.
  • Das Baby bekommt wertvolle Stammzellen mit, die Immunabwehr wird verbessert.
  • Die Lösung des Mutterkuchens ist mit deutlich weniger Komplikationen verbunden.

Diese Vorteile des späten Abnabelns lassen sich durch unterschiedliche Studien belegen und sind seit langer Zeit bekannt. In der außerklinischen Geburtshilfe werden die Babys nahezu immer spät abgenabelt, manchmal sogar erst, wenn die Nabelschnur schon komplett eingetrocknet ist.

Hat das Nabelschnur auspulsieren lassen Nachteile?

Diese Frage stellt sich unweigerlich. Denn sonst würde das späte Abnabeln ja überall praktiziert, oder? Ehrlich gesagt denke ich, dass die Gründe, aus denen in den meisten Kliniken standardmäßig rasch abgenabelt wird — also bereits wenige Sekunden, nachdem das Baby geboren ist– größtenteils organisatorischer Natur sind.

Und obwohl Studien diese Behauptungen teilweise widerlegen, hatte ich in meinem Arbeitsumfeld häufig auch mit nicht korrekt erfassten Nachteilen, Vorurteilen oder Ängsten zu tun.

So hat zu mir beispielsweise einmal ein Kinderarzt gesagt, die Kinder seien nach dem Nabelschnur auspulsieren lassen deutlich häufiger polyglobul. Das heißt, sie hätten einen viel zu hohen Eisen- und Hämatokrit-Wert, also platt formuliert zu dickes Blut. Gerade in den ersten Tagen, wenn die Kinder wenig Flüssigkeit aufnehmen, könne dieses zu dicke Blut zu einer erhöhten Belastung für Herz und Nieren führen. Und tatsächlich habe ich bei meiner Recherche für diesen Artikel in einer Fachzeitschrift etwas darüber gefunden. Dort wird aber eindeutig darauf verwiesen, dass lediglich reife Neugeborene mit einem ausdrücklichen Risiko für diese Polyglobulie, wie es z.B. bei einem schlecht eingestellten Gestationsdiabetes der Fall sein kann, nicht zu spät abgenabelt werden sollten. Frühchen oder Kinder, die in Ländern mit vielen Eisenmangelanämien geboren werden, profitieren aber immer und ein gesundes, reifes Neugeborenes entwickelt in der Regel gar keine Polyglobulie.

Ebenso enkräftet ist die Behauptung, dass es beim späten Abnabeln zu einem höheren Blutverlust der Mutter kommt. Wie oben erwähnt, belegen Studien sogar, dass Komplikationen bei der Plazentageburt und damit einhergehende Blutungen oder Folgeeingriffe nach dem Auspulsieren der Nabelschnur seltener auftreten.

Keine Nabelschnurblut-Spende nach spätem Abnabeln möglich

Es gibt nur drei Gründe, die gegen das das späte Abnabeln sprechen:

  • Die Nabelschnurblutspende ist nicht möglich, da das Blut, das eigentlich gesammelt und eingelagert wird, eben ins Baby fließt und nicht abgenommen werden kann.
  • Nach einem Kaiserschnitt ist das Auspulsieren nicht möglich, da die große Wundfläche am Bauch der Mutter schnellstmöglich wieder verschlossen werden muss.
  • Die Gefahr für einen erhöhten Bilirubin-Wert und eine damit einhergehende Neugeborerengelbsucht ist leicht erhöht

Entsprechend der Zahlen, auf die ich im Rahmen meiner Recherche gestoßen bin, ist Letzteres eher zu vernachlässigen, da die positiven Aspekte des Nabelschnur auspulsieren lassens deutlich überwiegen.

Außerdem ist eine gute Prophylaxe gegen kindliche Gelbsucht beispielsweise frühes Anlegen und ein früher Milcheinschuss. Ich kann mir vorstellen, dass das ungestörte Bonding von Mutter und Kind durch ein spätes Abnabeln durchaus einen guten Puffer bietet. Dafür sprechen ebenfalls wieder die Zahlen und Erfahrungen aus der außerklinischen Geburtshilfe. Dort kommt es trotz des späten Abnabelns nicht häufiger zu einer Neugeborenengelbsucht als bei früh abgenabelten in der Klinik geborenen Babys.

Warum ist frühes Abnabeln in vielen Kreißsäalen trotzdem normal?

In Notsituationen, wenn Mutter oder Kind schnell einzeln versorgt werden müssen, ist ein zügiges oder sofortiges Abnabeln natürlich unumgänglich. Ich denke aber auch, dass damit die wenigsten Eltern ein Problem haben. Denn oberste Priorität haben natürlich immer die Gesundheit von Mama und Kind.

Die Frage ist eher, warum in den allermeisten Kliniken standardmäßig früh abgenabelt wird. Ich habe selbst viele Geburten in unterschiedlichen Kreißsälen betreut und deshalb auch Erfahrung aus der alltäglichen Praxis. Ganz sicher sind oftmals eingefahrene Muster ein Grund dafür, an bestehenden Abläufen nichts zu verändern. Im Stil von “das machen wir schon immer so und den Kindern geht’s nach der Geburt ja gut” hält man an alten Zöpfen fest. Teilweise vielleicht aus Bequemlichkeit. Oder, weil man die Vorteile gar nicht so sehr vor Augen hat oder als nicht so bedeutend erachtet.

Nabelschnur auspulsieren lassen verzögert die Nachgeburt

Aber es gibt auch einen anderen, nicht zu unterschätzenden Aspekt, den Du Dir klar machen musst. Und zwar die Hebammen und Geburtshelfer, die im Kreißsaal nicht selten vier Füße und acht Hände brauchen könnten.

Frühes Abnabeln geht einfach schneller und ist für das Personal, gerade in stressigen Zeiten mit vielen Geburten parallel, viel leichter zu bewerkstelligen. Bis zur Geburt der Plazenta muss eine Hebamme die Mutter intensiv betreuen. Erst, wenn auch der Mutterkuchen geboren ist, gilt die Geburt als beendet. Dann kann die Hebamme sich mit voller Aufmerksamkeit der nächsten Frau und dem nächsten Baby zuwenden. Wenn ich nach 5 Sekunden die Nabelschnur abklemme und das Baby abnable, dann sofort ein Wehenmittel zur Plazentageburt gebe, ist der Mutterkuchen innerhalb von 5-15 Minuten in der Regel geboren.

Beim späten Abnabeln kann es locker 20-30 Minuten dauern, bis die Nabelschnur auspulsiert hat und die Plazenta geboren wird. Manchmal sogar über eine Stunde. Für eine Hebamme, die mehrere Frauen gleichzeitig betreuen muss, ist dieser höhere Zeitaufwand ein echter Spagat. Somit sehen viele Kliniken standardmäßig ein frühes Abnabeln vor.

Das soll keinesfalls eine Rechtfertigung sein, Deinem Wunsch nach einem Auspulsieren lassen der Nabelschnur nicht nachzukommen. Sondern lediglich eine Erklärung, dass es in Zeiten von Hebammenmangel und schließenden Kreißsälen auch praktische Gründe für bestimmte Abläufe gibt.

Was kannst Du tun, wenn Dir das späte Abnabeln wichtig ist?

Ganz kurz und klar: Kommuniziere das so! Nutze zunächst den Infoabend Deiner Wunschklinik, um einen ersten Eindruck zu bekommen, wie generell das Vorgehen beim Abnabeln ist. Trau Dich ruhig auch, entsprechende Fragen zu stellen.

Ansonsten gibt es einen Termin zur Vorstellung zur Geburt oder ein Geburtsplanungsgespräch, bei dem Du die Möglichkeit hast, diesen Wunsch in Deiner Akte festhalten zu lassen. So weiß die Hebamme, die Dich unter der Geburt betreut, dass es Dir wichtig ist. Dann wird man natürlich immer versuchen, das Nabelschnur auspulsieren möglich zu machen.

Allerspätestens bei der Geburt darfst Du oder auch Dein Partner darauf hinweisen, dass Ihr Euch das Nabelschnur auspulsieren wünscht. Damit Euer Wunsch nicht in Vergessenheit gerät und Dein Baby den besten Start in Euer “getrenntes” gemeinsames Leben hat.

Nabelschnurblut – spenden oder einlagern?

Über das Nabelschnurblut wird das Baby im Mutterleib in den Monaten der Schwangerschaft optimal versorgt. Auch nach der Geburt bleibt dieses Blut eine Kostbarkeit, weshalb du überlegen solltest, es einzulagern oder zu spenden.

Die Nabelschnur bleibt auch nach der Geburt kostbar.

Die Nabelschnur ist die Lebensader zwischen Mutter und Kind. Über sie ist das Baby im Mutterleib mit der Plazenta und damit mit dem mütterlichen Kreislauf verbunden. Unzählige Adern darin versorgen das Kind. Im Nabelschnurblut werden während der Schwangerschaft alle wichtigen Nährstoffe und Sauerstoff von der Mutter zum Baby transportiert. Gleichzeitig werden darüber auch alle Stoffwechselabbauprodukte wie Kohlendioxid wieder zum mütterlichen Kreislauf zur Entsorgung befördert.

Mit der Entbindung und dem ersten Atemzug des Babys außerhalb des Mutterleibs stoppt der Blutstrom in der Nabelschnur abrupt: Der Austausch zwischen Mutter und Kind über das Blut der Nabelschnur ist nicht mehr notwendig, beide Kreisläufe sind nun komplett getrennt. Damit verliert die Nabelschnur ihre Bedeutung. Doch nicht ganz! Das in der Nabelschnur enthaltene Blut ist eine Kostbarkeit, die es lohnt zu nutzen.

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Nabelschnurblut – darum ist es so kostbar

Im Nabelschnurblut (aber auch in der Nabelschnur selbst) befinden sich – anders als in unseren Adern – auch nach dem Abnabeln noch unzählige Stammzellen. Stammzellen haben, als eine Art Urzelle oder Zell-Vorstufe, die einzigartige Fähigkeit, sich anzupassen und sich zu jeder Zelle des menschlichen Körpers zu entwickeln. Sie können sich zum Beispiel zu Nierenzellen, Herzzellen, Blutzellen oder Muskelzellen werden.

Je jünger die Stammzellen sind, umso größer sind die Ausdifferenzierungsmöglichkeiten – deshalb haben Stammzellen aus dem Nabelschnurblut das größte Potenzial. Diese Zellen sind, anders als zum Beispiel Stammzellen aus dem Knochenmark, frei von Umwelteinflüssen und Alterungsprozessen. Und genau das macht sie so kostbar. Sie sind, unter fachgerechter Lagerung, die ideale Gesundheitsvorsorge, die dem Kind für den Ernstfall ein Leben lang zur Verfügung steht. Die Zellen können zum Beispiel im Rahmen einer Stammzellentherapie eingesetzt werden, ohne dass anderweitig Spender gesucht werden müssten. Aber nicht nur Knochenmarkserkrankungen, Leukämie oder Anämie können mit Stammzellen behandelt werden. Auch ihr Einsatz bei Diabetes Typ 1, Schlaganfall oder Herzinfarkt wird weiterhin erforscht.

Weil Nabelschnur-Stammzellen frisch, jung und ohne jegliche Belastung sind, ist der Behandlungserfolg mit ihnen im potenziellen späteren Ernstfall meist größer, als mit einer Knochenmarkspende.

Gewinnung des Nabelschnurblutes

Möchtest du für euer Kind Nabelschnurblut konservieren, solltest du vor der Entbindung dem Arzt, der Hebamme und den Schwestern Bescheid geben. Nach der Abnabelung pulsiert das Nabelschnurblut nur noch für eine kurze Zeit in der Nabelschnur und es sollte so zügig wie möglich nach der Geburt abgenommen werden. Die Nabelschnur wird so früh wie möglich abgeklemmt und ein möglichst langes Stück abgeschnitten. Daraus werden etwa 50 bis 100 ml Nabelschnurblut entnommen. Das geschieht völlig schmerzfrei.

Anschließend wird das Blut untersucht, um sicherzugehen, dass auch genügend Stammzellen im Nabelschnurblut enthalten sind, und um Krankheitserreger auszuschließen.

Einlagerung des Nabelschnurblutes

Das Nabelschnurblut wird so schnell wie möglich nach den bestandenen Tests bei minus 196 Grad schockgefroren. So eingelagert sind die Stammzellen des Nabelschnurblutes unbegrenzt haltbar und frisch. In Deutschland gibt es bis dato sechs private Stammzellenbanken, die auch Nabelschnurblut einlagern.

Wer trägt die Kosten?

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten der Einlagerung in der Regel nicht. Jeder muss privat für seine Vorsorge aufkommen, dennoch lohnt eine Nachfrage bei der eigenen Krankenkasse immer. Die Kosten für die Entnahme, die Untersuchungen, die Aufbereitung des Nabelschnurblutes und die so genannte Einlagerung summieren sich auf bis zu 500 Euro, jährliche und fachgerechte Lagerungsgebühren in Speziallabors kommen noch dazu. Die relativ hohen Kosten stehen einem vergleichsweise geringen Risiko gegenüber, dass das eigene Kind so ernsthaft erkrankt, dass es eine Stammzellentherapie benötigt.

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Die Vorteile der Einlagerung von Nabelschnurblut:

Die Einlagerung des Nabelschnurblutes deines Kindes hat viele Vorteile:

  • schmerzfreie Gewinnung
  • kein Verfall – ein Leben lang haltbar und nutzbar
  • beste Verträglichkeit für den Empfänger
  • junge, unbelastete und nicht mutierte Zellen
  • risikoärmer als Gewinnung von Stammzellen aus dem Knochenmark
  • größte Behandlungserfolge, da junge Zellen mit einer hohen Ausdifferenzierungsfähigkeit

Nachteile der Einlagerung von Nabelschnurblut

Trotz vieler Vorteile, gibt es auch einige Aspekte, die nicht so optimal sind:

  • es kann nur eine begrenzte Menge Nabelschnurblut gewonnen werden
  • das Baby muss sehr früh abgenabelt werden, das kann durch die geringere Blutmenge den Eisenspiegel herabsenken
  • längere Ausdifferenzierungszeit in gewünschte Zellen als bei Knochenmark-Stammzellen
  • hohe Lagerungskosten

Eine andere und wesentlich günstigere Alternative, das kostbare Nabelschnurblut zu nutzen, wäre, das Blut mit seinen Stammzellen zu spenden und damit sofort und ohne lange Lagerungskosten akut Bedürftigen zu helfen. Solltest du dir unsicher sein, ob du das Nabelschnurblut deines Kindes einlagern oder spenden solltest, sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin – sie können dich umfangreich beraten

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