Nabelbruch BEI babys

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Hernie: Welche Arten es gibt und wie man sie erkennt

Ob innen oder außen: Meist ist bei einer Hernie eine Operation ratsam. © iStock.com/MarsBars

Die Hernie (auch Eingeweide- oder Weichteilbruch) ist eine Ausstülpung des Bauchfells (Peritoneum) durch eine angeborene oder auch im Laufe des Lebens erworbene Bruchlücke. Das Bauchfell und Organe im Bauch verlassen dann ihren angestammten Ort und gleiten durch Schwachstellen in der Bauchwand in die Umgebung. Hernien werden letztlich nach dem Ort der Bruchpforte benannt. Also beispielsweise Leistenbruch, wenn die Bruchlücke in der Leiste liegt, oder Nabelbruch, wenn sich der Bruchsack am Nabel seinen Weg nach außen sucht. Außer der Bauchdecke sind weitere mögliche Lokalisationen für Bruchlücken möglich, zum Beispiel am Schenkel.

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Arten der Hernie

Demnach unterscheidet man folgende Arten der Hernie:

  • Hiatushernie (Zwerchfellbruch oder Zwerchfellhernie), 90 Prozent davon kommen als axiale Hiatushernie (Gleitbruch) vor
  • Leistenhernie (Leistenbruch)
  • Nabelhernie (Nabelbruch)
  • epigastrische Hernie (Bauchwandbruch oder abdominale Hernie)
  • Schenkelhernie (Schenkelbruch)
  • Narbenhernie (Narbenbruch)

Außerdem werden Hernien nach folgenden Kriterien unterschieden:

Angeborene Hernie: Sie entsteht dort, wo sich fetale Bauchfellausstülpungen nicht zurückgebildet haben.

Erworbene Hernie: Sie tritt durch erweiterte Lücken aus (zum Beispiel in den Leistenkanal als indirekter Leistenbruch).

Äußere Hernie: Sie tritt durch Lücken der Bauchwand nach außen an die Bauchoberfläche. Äußere Eingeweidebrüche können angeboren sein (beispielsweise der Nabelbruch) oder im Laufe des Lebens erworben werden.

Innere Hernie: Bei inneren Eingeweidebrüchen liegt die Bruchpforte im Bauchraum und es ist von außen keine Vorwölbung zu sehen. Der Bruchsack wölbt sich in eine Ausstülpung des Bauchfells vor oder in einen regelhaft angelegten Hohlraum im Bauchraum. Auch innere Hernien können angeboren oder erworben sein. Ein Beispiel für innere Hernien ist der Zwerchfellbruch.

Tritt eine epigastrische Hernie als Anzeichen einer Erkrankung im Bauchraum in Erscheinung, bezeichnet der Mediziner sie auch als symptomatische Hernie.

Symptome: So äußert sich eine Hernie

Lässt sich diese Vorwölbung nicht mehr von außen zurückdrücken und werden die Schmerzen stärker, kann dies ein Hinweis auf die Einklemmung des Bruchsacks mitsamt Inhalt in der Bruchlücke sein. Die sogenannte Inkarzeration ist ein chirurgischer Notfall und muss schnellstmöglich operiert werden.

Beschwerden beim unkomplizierten Weichteilbruch

Das erste Krankheitszeichen eines neu auftretenden Weichteil- oder Eingeweidebruchs ist ein ziehender oder stechender Schmerz im Bereich der Bruchpforte, der auch in die nähere Umgebung ausstrahlen kann. Er wird stärker, wenn Organteile durch die Pforte hindurchtreten.

Gleichzeitig tritt dann eine sichtbare Vorwölbung an der Bauchdecke beziehungsweise beim Leistenbruch in der Leistenregion in Erscheinung. Sie ist weich und von außen über die Bruchlücke zurück in den Bauchraum zu drücken. Sie verschwindet bei Entspannung der Bauchdecke mitunter von selbst, beispielsweise wenn der Patient sich hinlegt. Die Schmerzen lassen bei Entlastung ebenfalls deutlich nach, was dem Patienten ein wichtiger Hinweis dafür ist, dass keine Einklemmung des Bruchs vorliegt.

Symptome des komplizierten und eingeklemmten Weichteilbruchs

Treten bei einem Weichteilbruch plötzlich starke, meist stechende Schmerzen auf, bildet sich die Vorwölbung bei Entspannung der Bauchdecke nicht von selbst zurück und lässt sie sich auch nicht mit der Hand zurückdrücken, spricht der Mediziner von der eingeklemmten oder inkarzerierten Hernie. Es ist ein plötzlicher, innerhalb von Sekunden oder Minuten ablaufender Vorgang, ausgelöst beispielsweise durch das Heben einer schweren Last. Der komplizierte Weichteilbruch verursacht immer stärker werdende Schmerzen durch die Reizung des eingeklemmten Bauchfells und der Organteile.

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    zum Schwerpunkt Faszien

Die Vorwölbung färbt sich zunehmend rot und wird größer, da der eingeklemmte Bruchsack mit seinem Inhalt (zum Beispiel Dünndarmschlinge) durch die Stauung ebenfalls anschwillt. Bei der Einklemmung von Darmanteilen kommen Übelkeit und Erbrechen, starke Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen bis hin zu Krankheitszeichen des Darmverschlusses hinzu (zum Beispiel gespannte Bauchdecke, keine Darmgeräusche und somit keine Darmbewegungen mehr).

Der Darmverschluss, verursacht durch einen eingeklemmten Weichteilbruch, ist für den Patienten lebensbedrohlich und stellt einen chirurgischen Notfall dar. Es muss schnellstmöglich operiert werden, sonst drohen der Untergang des eingeklemmten Gewebes und eine Bauchfellentzündung mit Sepsis als möglicher Folge.

Ursachen der Hernie: Wie ein Eingeweidebruch entsteht

Angeborene Hernien entstehen, weil sich Bauchfellausstülpungen während der Embryonalentwicklung nicht ordnungsgemäß zurückgebildet haben. Bei den erworbenen Hernien tritt der Bruchsack durch erweiterte, natürlicherweise angelegte Lücken aus. Die Erweiterung dieser Lücken kann durch einen erhöhten Druck im Bauchraum verursacht werden.

Entstehung einer angeborenen Hernie

Bei den angeborenen Brüchen hat sich eine Ausstülpung des Bauchfells nicht, wie eigentlich vorgesehen, während der Embryonal- und Fetalentwicklung zurückgebildet. Dadurch wird eine Lücke – zum Beispiel in der vorderen Bauchwand – offengehalten, durch die dann beispielsweise Teile von Darmschlingen nach außen vor die Bauchwand treten können. Man sieht eine Wölbung oder Schwellung an der Bauchdecke oder auch in der Leistenregion.

Oft treten Hernien bei Frühgeborenen auf, da diese nicht den gesamten Zeitraum einer Schwangerschaft (40 Wochen) Zeit hatten, sich zu entwickeln. Warum Eingeweidebrüche auch bei nicht zu früh geborenen Babys auftreten, ist wissenschaftlich nicht geklärt.

Leistenhernien bei Säuglingen werden möglichst in den ersten Lebenstagen oder -wochen operiert, da die Einklemmungsgefahr hier wesentlich größer ist als bei Erwachsenen.

Entstehung einer erworbenen Hernie

Erworbene Hernien entstehen meistens dort, wo natürliche Schwachstellen der Bauchwand vorliegen. Das heißt an Stellen, wo die Muskulatur von Natur aus schwächer ausgeprägt ist oder dort, wo Gefäße ihre Durchtrittsstellen durch die Bauchwand haben (zum Beispiel im Bereich des Nabels oder in der Leistenregion).

Die Erweiterung dieser Schwachstellen oder natürlicherweise vorkommender, kleinerer Lücken wird durch verschiedene Faktoren begünstigt:

  • erhöhter Druck im Bauchraum: Dieser kann zum Beispiel bei Übergewicht, einer Schwangerschaft oder einer sogenannten Bauchwassersucht (Ascites) entstehen. Die Bauchwassersucht entsteht vor allem bei schweren Lebererkrankungen.

  • häufiges Pressen während des Stuhlgangs, zum Beispiel bei dauerhafter (chronischer) Stuhlverstopfung oder bei Harnabflussstörungen aufgrund einer vergrößerten Vorsteherdrüse

  • Überdehnung der Bauchdecke: Große gut- oder bösartige Geschwülste im Bauchraum können durch ihr verdrängendes Wachstum zu einer Überdehnung der Bauchdecken führen.

  • Schwäche der Bauchdecke: Die vererbte, veranlagungsbedingte (konstitutionelle) Bindegewebsschwäche verringert die körpereigene Widerstandsfähigkeit des Gewebes.

  • Verletzungen der Bauchwand: Durch Verletzungen kann es zu einer Schädigung der Bauchwand kommen.

Diagnose: Daran erkennt man die Hernie

Äußere Hernien werden durch die Befragung des Patienten nach seiner Vorgeschichte (Anamnese) festgestellt. Danach folgen körperliche Untersuchungen und eventuell Ultraschallverfahren.

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Körperliche Untersuchungen

Die Untersuchung besteht aus der genauen Betrachtung des Patienten, dem Betasten des Bauchs und dem Abhören verdächtiger Bezirke mit dem Stethoskop.

In folgenden Regionen finden sich potentielle Bruchpforten:

  • Leistenregion (Ort des Auftretens einer Leistenhernie)

  • Innenseite des Oberschenkels (Ort des Auftretens der Schenkelhernie)

  • Nabelbereich (Ort des Auftretens der Nabelhernie)

  • Mittellinie des Oberbauchs (Ort des Auftretens der epigastrischen Hernie)

  • eventuell vorhandene Narben (Ort des Auftretens der Narbenhernie)

Neben der Region der möglichen Bruchpforte werden durch ärztliches Betasten auch beurteilt:

  • die Größe der Bruchpforte
  • der Bruchkanal
  • der Inhalt des Bruchsacks
  • ob der Bruchsack zurück durch die Lücke in den Bauchraum zu drücken ist (Reponierbarkeit)

Apparative Untersuchungen

Die Durchleuchtung großer Eingeweidebrüche (Diaphanoskopie) dient vor allem der Unterscheidung eines echten Leistenbruchs mit Darmanteilen im Bruchsack vom sogenannten Wasserbruch. Meist schließt sich noch eine Ultraschalluntersuchung an. Röntgenuntersuchungen sind den seltenen inneren Hernien vorbehalten.

Therapie der Hernie

Die dauerhafte Beseitigung einer Hernie ist nur durch den Verschluss der Bruchlücke zu erreichen, was eine Hernien-OP bedeutet. Die Behandlung mit dem Bruchband ist aufgrund der deutlichen Verbesserung von Operations- und Narkoseverfahren heutzutage obsolet. Das Zurückdrängen des Bruchsacks in die Bauchhöhle ist nur vorsichtig und bei entspannter Bauchdecke angezeigt.

Bruchband – eine mechanische Stütze

Ein Bruchband ist eine Art Leibbinde mit einer Aushöhlung für den sich vorwölbenden Bruch, der dadurch zurückgedrängt und besser abgestützt werden soll. Die Vorwölbung wird in die Aushöhlung eingepasst und die Leibbinde wird wie ein Gürtel um den Bauch gebunden. Erhältlich sind Bruchbänder zum Beispiel in Sanitätshäusern. Sie sind lediglich eine unterstützende Maßnahme, nie eine heilende.

Bei der dauernden Anwendung eines Bruchbands bei Eingeweidebrüchen kommt es häufig zu Hautreizungen bis hin zu Geschwüren. Der Patient wiegt sich in einer falschen Sicherheit, was die körperliche Belastbarkeit angeht.

Operation längst auch laparoskopisch möglich

Aufgrund der deutlich schonenderen Narkoseverfahren (etwa der Spinalanästhesie oder örtlichen Betäubung bei offenen Operationsverfahren) sollte die Operation als Behandlung der Wahl bei einem Weichteilbruch durchgeführt werden. Bei laparoskopischen Operationen (Bauchspiegelung) ist immer eine Vollnarkose notwendig, dafür sind meist die Krankenhausliegezeiten etwas kürzer, da keine größeren Bauchschnitte notwendig sind. Außerdem werden oft Fremdmaterialen (Kunststoffnetze), zum Beispiel zur Stabilisierung der Bauchwand bei wiederaufgetretenen Leistenbrüchen verwendet, die ebenfalls einige Nähte überflüssig machen.

So läuft eine Operation von Hernien im Bauchbereich ab:

  • Die Haut, Fett- und Bindegewebe sowie Muskulatur werden am Ort des Bruchs durchtrennt (in der Leistenregion oder im Bereich des Nabels).

  • Der Bruchsack wird aufgesucht und sein Inhalt wird nach seiner Eröffnung begutachtet.

  • Sind alle Eingeweideteile (meist Darmabschnitte) unbeschädigt, werden sie in die Bauchhöhle zurückverlagert.

  • Anschließend werden große Bruchsäcke weggeschnitten und die Bruchlücke wird in umgekehrter Reihenfolge schichtweise wieder verschlossen.

  • In manchen Fällen werden stabilisierende Dopplungsnähte angelegt, wobei die gegenüberliegenden Ränder von Muskelhäuten (Faszien) überlappend aneinander genäht werden. Als Alternative werden bei den laparoskopischen Operationen Kunststoffnetze verwendet.

Bei Schädigungen von Darmanteilen (zum Beispiel nach längerer Minderdurchblutung bei einer Einklemmung in der Bruchlücke), muss das Darmstück entfernt werden. In seltenen Fällen muss die Bauchhöhle dazu weiter eröffnet werden. Erst dann kann der Wundverschluss erfolgen.

Reposition ist keine Dauerlösung

Der Versuch, einen eingeklemmten Eingeweidebruch durch die Bruchlücke in die Bauchhöhle zurückzudrängen, wird in der medizinischen Fachsprache als Reposition bezeichnet. Sie soll den Patienten schnell von starken Schmerzen befreien und Schädigungen der eingeklemmten Eingeweideteile verhindern.

Der Patient liegt während der Reposition auf dem Rücken, eine Narkose ist dabei nicht erforderlich. Es wird mit beiden Händen gearbeitet. Eine Hand des Arztes umfasst den Bruchsackhals, die andere versucht mit langsamen, massierenden Bewegungen den Inhalt des Bruchsacks durch die Bruchlücke zurück zu drücken. Es muss sehr vorsichtig vorgegangen werden und die Bauchdecke des Patienten muss möglichst entspannt sein. Das ist notwendig, weil es andernfalls zu Ausrissen des Bauchfells oder zu Darmverletzungen kommen kann. Notfalls müssen zunächst Schmerzmittel und muskelentspannende Medikamente verabreicht werden.

Die Behandlung einer eingeklemmten Hernie muss durch einen Arzt erfolgen, da es bei unsachgerechter Anwendung zu lebensgefährlichen Darmverletzungen kommen kann.

Nach einer erfolgreichen Zurückverlagerung von Eingeweideteilen und somit der Behebung des Notfalls wird die weitere individuelle Behandlung des Patienten besprochen. Eine Operation kann die Bruchlücke verschließen und eine Heilung bewirken. Sie sollte möglichst zeitnah erfolgen, um eine wiederholte Einklemmung zu vermeiden.

So beugt man einer Hernie vor

Viele Risikofaktoren für die Entstehung von Hernien kann oder möchte man nicht vermeiden. Dazu zählen beispielsweise Bindegewebsschwäche und Schwangerschaft. Es gibt jedoch Umstände, die man selbst positiv beeinflussen kann, um Hernien zu verhindern:

  • Auf schwere körperliche Arbeiten, die der individuellen Statur nicht angemessen sind, sollte man verzichten. Das Heben schwerster Lasten ohne entsprechende Hilfsmittel zum Beispiel führt zur abrupten, ruckartigen Beanspruchung der Bauchdecke und kann einen Bruch hervorrufen.

  • Die chronische Verstopfung (Obstipation) ist eine vermeidbare Zivilisationskrankheit. Pressen beim Stuhlgang beansprucht die Bauchdecke und leiert sie aus. Ballaststoffreiche Ernährung (zum Beispiel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide, Vollkornbrot) und eine Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern (zum Beispiel Tee, Wasser und verdünnte Obstsäfte) bewirken einen geformten, aber weichen Stuhl.

  • Auch regelmäßige sportliche Betätigung und Bewegung im Allgemeinen regt die Darmtätigkeit an. Überdies kann sie gezielt zum Training der Bauchmuskulatur eingesetzt werden. So wird die Bauchdecke stabilisiert und einer Hernie vorgebeugt.

Nabelbruch bei Babys

Nabelbruch – was ist das?

Bei neugeborenen Babys ist das Muskelgewebe im Nabelbereich häufig noch nicht so ausgeprägt. Beim sogenannten Nabelbruch tritt Bindegewebe durch eine Lücke, wodurch außen eine kleine Beule entsteht.

Die Lücke kann am Nabelring entstehen, einer natürlichen Schwachstelle der Bauchwand, wo vorgeburtlich die Nabelschnur verlief. Im Normalfall verkleinert sich der Nabelring einige Tage nach dem Abfallen der Nabelschnur. Kommt es zu Heilungsstörungen, verzögert sich das Verkleinern des Nabelrings, was einen Bruch begünstigt. Starkes Pressen des Bauches beim Schreien in den ersten Tagen nach der Geburt kann ebenfalls zu einem Nabelbruch führen. Frühgeborene sind aufgrund des schwächeren Gewebes häufiger betroffen.

Ein solcher Bruch ist normalerweise unbedenklich und bereitet Ihrem Baby weder Schmerzen noch andere Probleme. Muskel- und Bindegewebe werden mit zunehmendem Alter fester, und die Lücke schließt sich in den ersten zwei bis drei Lebensjahren von alleine.

Einen Nabelbruch erkennen

Manchmal wird ein Bruch im Nabelbereich gar nicht bemerkt. Die kleine, meist nur bis zu zwei Zentimeter messende Beule fällt nur auf, wenn der Druck im Bauch ansteigt und die Bauchmuskeln angespannt werden, wie es beim Lachen, Schreien oder Husten der Fall ist.

Entspannen sich die Muskeln, verschwindet die Ausbuchtung wieder. Wenn sie ohne besondere Muskelanspannung sichtbar ist, muss das ebenfalls kein Grund zur Sorge sein, sofern Ihr Baby keine Schmerzen dadurch erleidet.

Dennoch ist es sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann die kleine Ausbuchtung abtasten und die Ausprägung begutachten. Er stellt die Größe des Bruchs fest, ob möglicherweise ein Teil des Darms hindurchgetreten ist, oder ob es sich sogar um eine Einklemmung handelt. Bei dieser treten Teile des Darms zusammen mit dem Bindegewebe nach außen und verklemmen in der Lücke. Ist dies sehr schmerzhaft, ist eine Operation erforderlich. Diese sollte zeitnah erfolgen, da andernfalls Darmgewebe absterben kann. Eine solche Brucheinklemmung ist jedoch im Nabelbereich im Gegensatz zum Leistenbruch sehr selten.

Behandlung

Gibt der Arzt Entwarnung, ist es ausreichend, wenn Sie die Entwicklung des Nabelbruchs beobachten und bei den künftigen Vorsorgeuntersuchungen erneut medizinisch begutachten lassen. Zur Unterstützung der Muskulatur und des Gewebes kann zusätzlich ein sogenanntes Taping von einem erfahrenen Therapeuten durchgeführt werden. Ist die Lücke allerdings spätestens nach dem zweiten Geburtstag noch recht groß, sollten Sie noch einmal ärztlichen Rat einholen.

Ist die Situation kritisch, schließt sich die Lücke nicht, verfärbt sich die Bruchstelle oder verhärtet, kann der Nabelring durch eine Naht verschlossen werden, um das Gewebe und gegebenenfalls den Darm künftig an Ort und Stelle zu halten. Eine solche Operation erfolgt unter Narkose, wird aber häufig ambulant durchgeführt. Sie können Ihr Kind dann noch am selben Tag wieder mit nach Hause nehmen.

Gelegentlich wird bei Mädchen, unabhängig von der Ausprägung des Bruchs, eine Operation empfohlen, um späteren Problemen bei einer Schwangerschaft vorzubeugen.

Was Sie nicht tun sollten

In vielen Fällen lässt sich die Ausbuchtung einfach zurück in die Bauchhöhle schieben. Als Laien sollten Eltern dies jedoch nicht tun, vorsichtiges Abtasten zu Kontrollzwecken ist hingegen kein Problem.

Keinesfalls ist anzuraten, das Gewebe zurückzudrücken und die Stelle derart durch ein Pflaster oder Ähnliches zu fixieren, dass es in der Bauchhöhle bleibt.

Versuchen Sie, wenn möglich, lange Schreiphasen zu vermeiden, da durch die Anspannung weiteres Gewebe nach außen dringen bzw. sich die Lücke weiter vergrößern kann. Ansonsten sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Sie können Ihr Baby ganz normal wickeln, baden und den Nabelbereich wie üblich pflegen.

Unterschied zum Nabelschnurbruch

Im Gegensatz zum meist harmlos verlaufenden Nabelbruch ist der Nabelschnurbruch bedenklicher. Es handelt sich dabei um eine angeborene Fehlbildung, bei der mehrere Organe nach außen gestülpt sein können. In einer Operation werden diese wieder in die Bauchhöhle zurückverlagert.

Es handelt sich dabei um eine Fehlbildung, bei der mehrere Organe nach außen gestülpt sein können. In einer Operation werden diese wieder in die Bauchhöhle verlagert.

Nabelbruch – Baby

Nabelbruch – Baby: Ursache

Der Nabelbruch beim Baby kann zwei Ursachen haben. Bei der angeborenen Form bleibt der natürliche (physiologische) Nabelbruch, der während der Entwicklung des Embryos entsteht, erhalten. Bei der erworbenen Form entsteht der Nabelbruch, noch bevor sich eine Nabelnarbe bilden kann, durch erhöhten Druck im Bauchraum.

Physiologischer und angeborener Nabelbruch

Während der Entwicklung des Kindes im Mutterleib entsteht ein natürlicher (physiologischer) Nabelbruch. Dabei dehnt sich der Darm des Kindes ab dem 32. Schwangerschaftstag in die Nabelschnurhaut aus und bildet eine Nabelschleife. Diese wächst, dreht sich und dehnt sich weiter aus. Schließlich wird sie aus der Bauchhöhle hinausgedrängt. Der physiologische Nabelbruch bleibt etwa bis zur neunten Schwangerschaftswoche bestehen und bildet sich dann zurück. Falls nicht, kommt das Kind mit dem Nabelbruch zur Welt. Das ist dann ein angeborener Nabelbruch.

Erworbener Nabelbruch

Nach der Geburt bildet sich nach dem Entfernen der Nabelschnur der Bauchnabel: Der nabelring – die ursprüngliche Durchtrittsstelle der Nabelschnur (bzw. ihrer Gefäße) – vernarbt. Passiert dies nicht, sprechen Mediziner von einem erworbenen Nabelbruch. Durch die Lücke in der Bauchwand können Teile der Bauchorgane wie Dünndarm- oder Dickdarmschlingen nach außen gedrückt werden. Meist betrifft der Nabelbruch Frühgeborene mit Lungeninfekten, bei denen sich durch häufiges Husten oder Schreien den Druck im Bauchraum erhöht. Außerdem tritt der erworbene Nabelbruch oft in Zusammenhang mit Stoffwechselkrankheiten wie Mukopolysaccharidosen oder Hypothyreoidismus sowie bestimmten Erbkrankheiten (Trisomien) auf.

Bei einer besonders schweren Fehlbildung der Bauchdecke (Omphalozele) sind die Darmschleifen sichtbar und liegen innerhalb der Nabelschnurhaut (Nabelzolöm). Die Darmschleifen kehren nicht mehr in den Bauch zurück. Der Nabelbruch ist im Unterschied zur Omphalozele immer mit Haut überdeckt.

Wie gefährlich ist ein Nabelbruch?

Wie verläuft eine geplante Operation?

„Kinder, die älter sind als ein halbes Jahr, operieren wir meist ambulant“, sagt Tillig. Bei dem Eingriff ­unter Vollnarkose macht der ­Chirurg ­einen bogenförmigen Hautschnitt im Nabel. Er drückt den Darm in die Bauchhöhle und verschließt die Lücke. Darüber näht er die Bauch­muskeln zusammen und verschließt den Schnitt im Nabel. Dann verbindet er die Wunde mit einem Pflas­ter. Die OP dauert meist nicht länger als ­eine halbe Stunde. Die Fäden müssen nicht gezogen werden. Sie lösen sich auf. Der Eingriff ist risikoarm. In seltenen Fällen können etwa Wundinfektionen auftreten wie bei anderen Eingriffen auch.

Wie sieht die Nachsorge aus?

Damit das Kind nach der OP ­keine Schmerzen spürt, bekommt es in Absprache mit dem Arzt Schmerzmittel. Nach dem Eingriff finden mehrere Kontrollen beim Kinder­chirurgen oder -­arzt statt. „Der Arzt wechselt das Pflas­ter und prüft die ­Wunde“, sagt ­Menzel. In der ­Regel verheilt die ­Stelle inner­­halb ­einer ­Woche. In ­dieser Zeit darf das Kind nicht baden oder schwimmen. Duschen ist nach drei Tagen erlaubt, wenn die Wunde gut verheilt.

Wann kann das Kind wieder in den Kindergarten?

In den Tagen nach der OP sollte es nicht so wild toben und zu ­Hause bleiben. „Geht es dem Kind gut, kann es aber schon nach drei oder vier Tagen zurück in den Kindergarten gehen“, erklärt Menzel.

Was können Eltern tun, wenn keine OP nötig ist?

Eltern müssen gar nichts machen. Expertin Menzel beruhigt: „Der Bruch sieht – gerade wenn das Neugeborene schreit – oft dramatisch aus, aber er bereitet keine Schmerzen.“ Von Nabelpflastern, Kompressen oder Bruchbändern raten beide Experten ab. Sie helfen nicht, können aber zu Hautirritationen führen.

Nabelbruch (Nabelhernie) beim Baby

Letzte Änderung: 28.05.2018
Nächste Aktualisierung von Wiebke Posmyk • Medizinredakteurin Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

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Ein Nabelbruch (Nabelhernie) ist häufig und in aller Regel harmlos. Dabei stülpen sich Eingeweideteile durch eine vergrößerte Muskellücke in der Bauchdecke. Jedes fünfte Baby hat einen Nabelbruch, unter Frühgeborenen tritt die Nabelhernie sogar bei vier von fünf Kindern auf.

© Jupiterimages/Digital Vision

Inhaltsverzeichnis

  • Welche Symptome treten auf, welche Therapie ist nötig?
  • Weitere Informationen

Die Prognose ist sehr gut: Meist verschließt sich die Lücke in den ersten beiden Lebensjahren ganz ohne Therapie.

Ein Nabelbruch beim Baby verursacht typische Symptome:

  • Der Nabel wölbt sich nach außen, ohne dabei Schmerzen zu verursachen (außer bei der seltenen Brucheinklemmung).
  • Die Ausstülpung füllt sich beim Pressen und heftigen Schreien.
  • Sie misst bis zu drei Zentimeter.
  • Die „Beule“ lässt sich leicht in die Bauchhöhle zurückdrücken bzw. -schieben.

Entdecken Eltern bei ihrem Baby eine Ausbuchtung am Nabel, sind sie oft verunsichert: Hat mein Kind Schmerzen? Ist der Hubbel gefährlich? Muss mein Baby operiert werden?

Keine Sorge: Ein Nabelbruch schmerzt nur in seltenen Fällen; meist bereitet er dem Baby keinerlei Beschwerden. In neun von zehn Fällen bildet sich der Nabelbruch bis zum vierten Lebensjahr von selbst zurück – ohne Operation. Denn wenn die Bauchmuskeln kräftiger werden, verkleinert sich die Lücke zusehends.

Wichtig zu wissen: In sehr seltenen Fällen kommt es zu einer sogenannten Einklemmung (Inkarzeration). Hierbei gelangen Teile des Darms durch die Lücke nach außen und klemmen ein. Dies ist äußerst schmerzhaft und muss schnell operiert werden.

Wie entsteht ein Nabelbruch beim Baby? Bei einer Nabelhernie treten Teile der Eingeweide (meist des sogenannten Bauchfells) durch einen vergrößerten Nabelring sichtbar hervor. Jedes Kind hat natürlicherweise einen Nabelring, durch den die Nabelschnur hindurchtritt. Wenn in den ersten Tagen nach der Geburt der Rest der Nabelschnur abgefallen ist, verkleinert er sich im Normalfall so sehr, dass ein Nabelbruch nicht möglich ist.

Weitere mögliche Ursachen für einen Nabelbruch beim Baby:

  • Heilungsstörung der Nabelwunde
  • starke Beanspruchung der Bauchpresse, etwa beim Schreien oder Husten

© Jupiterimages/Goodshoot Der Arzt erkennt einen Nabelbruch an den typischen Symptomen.

Wenn Sie bei Ihrem Baby einen Nabelbruch vermuten, sollten Sie zeitnah mit ihm zum Kinderarzt gehen. Weil ein Nabelbruch beim Baby typische Symptome zeigt, kann der Arzt ihn sehr zuverlässig feststellen, indem er den Nabel begutachtet und abtastet.

Welche Therapie bei einer Nabelhernie erforderlich ist, richtet sich vor allem danach, ob Teile des Darms mit durch die Lücke hervortreten oder gar eingeklemmt sind.

Zudem spielen die Größe des Bruchs eine Rolle und der zeitliche Verlauf: Verkleinert sich die Muskellücke beziehungsweise der Nabelbruch mit der Zeit? Ist dies der Fall, liegt sehr wahrscheinlich eine „normale“ Form des Nabelbruchs vor – dann steht keine spezielle Therapie an.

Wichtig sind regelmäßige Kontrollen: Zeigen Sie den Nabelbruch zum Beispiel bei den regulären Vorsorgeuntersuchungen dem Kinderarzt – er entscheidet dann, ob und wann eventuell eine Operation nötig ist.

In folgenden Situationen kann ein Eingriff erforderlich sein:

  • wenn der Nabelbruch nach dem zweiten Geburtstag noch recht breit ist (über 1 cm)
  • wenn sich Teile des Darms mit dem Bruch durch die Bauchdecke wölben

In einer kleinen, nebenwirkungsarmen OP verschließt der Chirurg den Nabelring durch eine Naht. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und in vielen Fällen ambulant; das Kind darf dann am selben Tag die Klinik wieder verlassen.

Wichtig: Versuchen Sie keinesfalls selbst, den Nabelbruch zurückzudrängen, etwa durch ein Nabelpflaster, ein Band oder Ähnliches. Diese Maßnahmen haben keinen Effekt und schaden Ihrem Kind unter Umständen sogar!

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Nabelbruch beim Baby

Der Name mag erschrecken, meistens ist ein Nabelbruch aber ganz harmlos. Bei Neugeborenen entsteht er, wenn die Bauchdecke noch nicht richtig geschlossen ist. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen eine Nabelbruch-OP nötig wird.

Keine Panik!Einen Nabelbruch kann auch ein Erwachsener bekommen, am häufigsten aber tritt er bei Babys auf.Beim Wort Bruch erschrickt man erst einmal. Gebrochen heißt ja zumeist, dass etwas kaputt gegangen ist. Nicht so zum Glück beim Nabelbruch. Beim Baby zumindest ist er in aller Regel harmlos. Etwa jedes fünfte Neugeborene hat einen Nabelbruch. Bei Frühchen tritt er sogar noch häufiger auf. In den meisten Fällen verheilt ein Nabelbruch beim Baby aber ganz von alleine.

Nabelbruch – was ist das?

Bei einem Nabelbruch handelt es sich um eine Bindegewebsschwäche des Nabelringes, durch den die Nabelschnur geführt hat. Während der Schwangerschaft wurde das Baby über die Nabelschnur mit allem versorgt, was es zum Wachsen gebraucht hat. Nach der Geburt wird sie aber nicht mehr benötigt und hinterlässt uns unseren Bauchnabel als sichtbare Erinnerung. Genau hier ist die Nabelschnur in den Körper des Fötus eingetreten. Normalerweise vernarbt der Nabelschnurring nach der Geburt. Schließt sich diese Öffnung in der Bauchdecke jedoch nur langsam, bleibt eine Lücke im Bauchfell zurück. Genau an dieser Stelle, an der die Bauchdecke noch nicht komplett geschlossen ist, entsteht der Nabelbruch.

Wie bemerkt man einen Nabelbruch?

Bei manchen betroffenen Kindern ist diese Lücke im Bauchfell nur zu ertasten. In anderen Fällen stülpt sich aber auch ein Stück Bauchfell nach vorn, so dass der Nabelbruch deutlich zu sehen ist. Schmerzhaft für das Kleine ist ein Nabelbruch zumeist nicht, auch wenn die Wölbung so groß wie ein Hühnerei werden kann. Die Beule ist auch ganz weich und lässt sich zurückschieben und wieder zurückziehen. Neben der schon äußerlich gut erkennbaren Vorwölbung können Kinderärztin und Kinderarzt einen Nabelbruch bei der klinischen Untersuchung leicht ertasten. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung können zusätzlich, wenn nötig, Größe und Verbindung zur Bauchhöhle beurteilt werden.

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Wie kommt es zu einem Nabelbruch?

Säuglinge haben noch sehr schwaches Bindegewebe. Dadurch ist die Durchtrittstelle des Nabels durch die Haut erweitert. Die Bezeichnung Nabelbruch rührt daher, dass an dieser kleinen Lücke der Bauchinhalt seine natürliche Barriere durchbricht. Ein Stück Bauchfell schiebt sich heraus und es kommt zu einem Nabelbruch. Ausgelöst wird ein Nabelbruch in der Regel, wenn besonders viel Druck auf den Bauch ausgeübt wird, also wenn das Baby Stuhlgang hat, beim Niesen oder beim Schreien. Dann tritt die Wölbung im Nabelbereich auch am deutlichsten hervor.

Was ist bei einem Nabelbruch zu tun?

In der überwiegenden Mehrheit, etwa 90% der Fälle, verschwindet der Nabelbruch in den ersten Lebensjahren wieder von selbst. Daher heißt die beste Behandlungsmethode: abwarten. Hab Geduld und versuche keinesfalls, den Nabelbruch selbst mit einem Nabelpflaster oder einem Bauchband zurückzudrängen. Das bringt überhaupt nichts, vielmehr kann es deinem Baby eher schaden. Hat sich der Nabelbruch bis zum 3. Lebensjahr nicht von selbst zurückgebildet, sollte er spätestens bis zum Vorschulalter operativ beseitigt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Nabelbruch einklemmt. Bei Mädchen kommt hinzu, dass ein bestehender Nabelbruch bei einer späteren Schwangerschaft Probleme bereiten kann.

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Wann ist eine Nabelbruch-Operation nötig?

In ganz seltenen Fällen können Teile des Darms durch die Lücke nach außen gelangen und sich verklemmen. Ärzte sprechen dann von einer Einklemmung. Diese ist wirklich schmerzhaft und kann für das Baby gefährlich werden. Eine Einklemmung erkennst du daran, dass die Beule nicht weich, sondern sehr fest ist, dein Baby bei einer Berührung der Beule Schmerzen hat und die Vorwölbung sich mit sanftem Druck nicht mehr in die Bauchhöhle zurückdrücken lässt. Dann solltest du umgehend den Arzt aufsuchen. Das kommt zwar nur in Ausnahmefällen vor, doch dann muss ein Nabelbruch unbedingt schnell operiert werden. Der chirurgische Eingriff ist aber keinerlei Grund zur Sorge. Dabei handelt es sich nur um einen kleinen Eingriff. Ein Nabelbruch kann oft sogar ambulant behandelt werden, und du kannst deinen kleinen Liebling gleich wieder mit nach Hause nehmen. Nebenwirkungen musst du nicht befürchten – auch keinen Schönheitsmakel. Die Operationsnarbe ist in der Regel so nah am Nabel, dass sie später gar nicht auffällt.

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Nabelbruch (Nabelhernie) beim Baby

Durch eine Lücke in der Bauchwand treten beim Nabelbruch Eingeweide oder Teile von Organen aus dem Inneren der Bauchhöhle in einen Bruchsack. Der Bruchsack stülpt sich durch den Nabel nach außen. Manchmal ist der Nabelbruch auch nur bei schreienden Babys sichtbar.

Nur ganz selten – bei Schmerzen, Einklemmung von Organen oder sehr großen Nabelhernien) ist wegen des Nabelbruchs eine Operation des Babys nötig.

Nabelbruch bei Säuglingen und Erwachsenen

Ein Nabelbruch kommt häufig bei Säuglingen vor und ist eher unkompliziert und oftmals nicht behandlungsbedürftig. Bei älteren Kindern oder Erwachsenen ist in der Regel eine Operation erforderlich.

Wodurch wird ein Nabelbruch verursacht?

Bei Säuglingen besteht oftmals noch eine Lücke im Bereich des Bauchnabels, die so genannte Bruchpforte. An dieser Stelle ist die Bauchwand nicht ganz geschlossen, sie stellt sozusagen eine Schwachstelle dar. Durch die Zunahme von Bauchmuskeln wird diese Lücke normalerweise geschlossen.

Bei einigen Säuglingen bleibt jedoch eine Lücke zurück. Vor allem bei Frühgeburten geschieht dies häufig, weil sich der Bauchdeckel noch nicht vollständig geschlossen hat. Durch Druck im Bauchinnenraum, beispielsweise beim Schreien oder Husten, kommt es dann zum Nabelbruch.

Ursachen für einen Nabelbruch bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen wird der Nabelbruch durch verschiedene Umstände erworben: Häufige Ursachen sind Übergewicht Übergewicht, Schwangerschaften, schwere körperliche Belastungen oder Bauchwassersucht (Aszites). Auch starke Druckausübung wie sie etwa bei ständigem Pressen beim Stuhlgang ausgeübt wird, kann die Ursache für einen Nabelbruch sein.

Welche Symptome verursacht ein Nabelbruch?

In den meisten Fällen löst ein Nabelbruch bei Säuglingen keine Beschwerden aus. Lediglich die äußeren Anzeichen weisen auf einen Nabelbruch hin: Eine weiche Vorwölbung im Nabel bildet sich. Sie kann von unterschiedlicher Form und Größe sein. Zudem muss sie nicht ständig auftreten. Oftmals verschwindet sie in der Nacht, wenn sich die Bauchmuskulatur des Säuglings wieder entspannt. Durch Pressen, zum Beispiel beim Schreien, wird die Vorwölbung größer.

Auch bei Erwachsenen treten eher geringe Beschwerden auf. Vor allem der hervortretende Bruchsack ist auch hier ein typisches Anzeichen für einen Nabelbruch.

Kommt es zur Einklemmung der Organe im Bruchsack, treten sowohl bei Säuglingen als auch bei Erwachsenen heftige Schmerzen im Bauchbereich auf. Auch Übelkeit und Erbrechen kommen vor. Die ausgetretenen Organe können nicht mehr ausreichend durchblutet werden. Dann ist eine Operation erforderlich.

Wie wird ein Nabelbruch diagnostiziert?

Die Abtastung und äußerliche Begutachtung des Bruchsacks reicht meist für die Diagnose eines Nabelbruchs aus. Um festzustellen, ob sich Teile des Darms im Bruchsack befinden, wird der Bruchsack mithilfe eines Stethoskops abgehört. Gluckernde und plätschernde Geräusche deuten auf ausgetretene Darmteile hin.

Gelegentlich kann zusätzlich eine Ultraschall-Untersuchung erforderlich sein. Sie dient vor allem auch der Verlaufskontrolle des Nabelbruchs.

Wie wird ein Nabelbruch behandelt?

Bei Säuglingen ist eine Behandlung des Nabelbruchs meist nicht nötig. Innerhalb der ersten drei Lebensjahre, vor allem im ersten Lebensjahr, bildet sich der Nabelbruch meist spontan zurück und die Lücke in der Bauchwand schließt sich. Nur in besonders schweren, schmerzhaften Fällen ist bei Säuglingen eine operative Therapie des Nabelbruchs nötig. Ist der Durchmesser der Bruchpforte größer als 1,5 Zentimeter, kann ebenfalls über eine Operation nachgedacht werden. Das gleiche gilt für sehr große Nabelbrüche, bei denen die Haut des Bruchsacks schon sehr dünn ist und zu reißen droht.

Nabelbruch-Operation: meist bei Erwachsenen

Der Nabelbruch bei Erwachsenen wird in der Regel operativ behandelt. Dafür kommen eine Reihe von Operationsmethoden in Frage. Häufig wird die Operation nach Spitzy angewendet: Dabei wird der Nabel halbkreisförmig umschnitten und anschließend die Haut des Bruchsacks abgelöst. Der Inhalt wird wieder hinter die Bauchwand geschoben und die übrige Haut entfernt. Anschließend kann die Bruchpforte verschlossen werden.

Wie verläuft ein Nabelbruch?

In den ersten drei Lebensjahren heilt bei Säuglingen und Kleinkindern ein Nabelbruch häufig von allein ab. Hier verläuft er normalerweise komplikationslos.

Eine mögliche Komplikation, die sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern vorkommt, ist die Einklemmung von Organen im Bruchsack. Dann besteht die Gefahr, dass die Organe ungenügend oder gar nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden und versagen. In diesem Fall ist eine sofortige Operation erforderlich.

Um einen nochmaligen Bruch nach einer Operation zu vermeiden, ist es wichtig, sich mindestens sechs Wochen nach dem Eingriff keinen körperlichen Belastungen auszusetzen. Dazu gehört auch der Verzicht auf Sport.

Wie kann man einem Nabelbruch vorbeugen?

Der Nabelbruch bei Säuglingen ist in den meisten Fällen angeboren, deshalb lässt sich ihm auch nicht vorbeugen. Erwachsene können einem Nabelbruch vorbeugen, indem sie die Risikofaktoren für dessen Entstehung vermindern. Dazu gehört in erster Linie die Minderung von Übergewicht. Es ist auch ratsam, erhöhten Druck durch körperliche Belastung zu vermeiden. Sinnvoll ist auch der Verzicht auf starkes Pressen beim Stuhlgang.

Ihr seid noch nicht lange Eltern und werdet sie sicher kennen: die ständige Sorge ums Kind. Ist der blaue Schimmer neben dem Auge normal? Warum sieht der Nabel so seltsam aus? Ist mein Baby krank? Hier kommen gängige Ängste und sicherlich können Euch jetzt einige davon genommen werden.

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Hilfe, der Nabel meines Babys steht ab!

Eine der ersten Sorgen frischgebackener Eltern dreht sich häufig um den Nabel des Babys. Nach der Geburt hängt immer noch ein kleines Stück der Nabelschnur am Nabel. Es ist dunkel, wird nach einigen Tagen hart, fällt aber meist nach drei bis fünf Tagen von selbst ab. In dieser Zeit solltest Du den Nabel gut schützen und am besten beim Reinigen nur mit Kochsalzlösung “behandeln”. Weil er sich entzünden kann, ist Vorsicht geboten. Manchmal hat man Glück und der Nabel ist nach dieser Zeit völlig normal und es bedarf keiner Handlung mehr.

Manchmal bemerken Eltern aber auch Symptome, die auf einen Nabelbruch hinweisen können:

  • Er ist nach außen gewölbt, das Baby hat aber keine Schmerzen (Ausnahme: die seltene Brucheinklemmung).
  • Die Wölbung kannst Du leicht in die Bauchhöhle schieben.
  • Die Ausstülpung füllt sich, wenn Dein Kind stark schreit oder presst.
  • Die Ausstülpung ist etwa drei Zentimeter groß.

In den meisten Fällen ist ein Nabelbruch harmlos

Stellst Du solche Symptome fest, musst Du Dir aber keine schlimmen Sorgen machen. Ein Nabelbruch, die sogenannte Nabelhernie, kommt häufig vor und ist oftmals harmlos. Eingeweide-Teile stülpen sich durch eine vergrößerte Muskellücke in der Bauchdecke. Zur Orientierung: Etwa jedes fünfte Baby hat einen Nabelbruch, bei Frühgeborenen kommt es sogar deutlich häufiger vor.
Dennoch solltest Du direkt zum Kinderarzt gehen, wenn Du einen Nabelbruch vermutest. Der Arzt kann dann feststellen, ob Handlungsbedarf besteht. Meistens verschließt sich die Lücke aber in den ersten beiden Lebensjahren von selbst. Spätestens bis zum vierten Lebensjahr, wenn die Bauchmuskeln kräftiger werden, verkleinert sich die Lücke zusehends.

Hautwülste am Nabel: was tun?

Anders sieht es aus, wenn Du am Nabel Deines Babys nach dem Abfallen der Nabelschnur-Rückstände Hautwülste entdeckst. Auch die verursachen keine Schmerzen, sehen aber seltsam aus und stören viele Eltern. Manchmal fallen sie von selbst wieder ab. Manchmal muss dieses sogenannte Nabelgranulom aber vom Kinderarzt behandelt werden. Dieser verätzt es, sodass es austrocknet und abfällt. Es wird nach dem Verätzen schwarz und hart. In dieser Zeit ist etwas Geduld gefragt. Aber auch hier ist in der Regel kein Grund zur Sorge geboten.

Warum hat mein Kind einen blauen Fleck neben dem Auge?

Bei Babys und Kleinkindern kann es oft vorkommen, dass Du einen blauen Fleck neben dem Auge (zwischen Auge und Nasenbein) entdeckst. Aber keine Sorge, Dein Kind hat sich nicht gestoßen und auch keine Schmerzen. Meist sieht man hier die bläulichen, oberflächlich liegenden Venen, die durch die noch sehr dünne Haut durchscheinen.

Wann bilden sich die Fontanellen zurück?

Wenn Du Dein Kind nach der Geburt zum ersten Mal siehst, kann es vorkommen, dass Du Dich etwas erschreckst. Das könnte daran liegen, dass Dein Baby vielleicht einen spitzen oder einen schrägen Kopf hat. Keine Angst: Der Schädel stellt innerhalb weniger Tage bis Wochen seine symmetrische Form wieder her. Diese Formbarkeit des Schädels ist aber wichtig, damit Dein Baby durch den Geburtskanal passt. Und auch später ist sie noch wichtig, denn sie gibt dem Gehirn den nötigen Platz zum Wachsen.

Bevor sich die Fontanellen zurückbilden, wachsen sie zunächst noch ein bisschen. Schließlich beginnt auch der Schädel zu wachsen. Das Schließen der Schädelknochen eines Kindes hat unterschiedliche Zeitpunkte: Manchmal geschieht dies schon mit zwölf Monaten, in der Regel dauert es aber eher zwei Jahre. Dein Kinderarzt wird diese Entwicklung während der Vorsorgeuntersuchungen überwachen und Unregelmäßigkeiten direkt feststellen.

Auf Warnsignale reagieren

Sorgen solltest Du Dir erst machen, wenn sich die Kopfhaut an der Stelle, wo sich die Fontanelle befindet, nach außen wölbt oder einfällt. Dann solltest Du schnellstens einen Kinderarzt aufsuchen. Und: Du darfst Dein ruhig behutsam am Kopf berühren. Fontanellen sind durch ein Gewebe bedeckt, das recht robust ist und dem Gehirn somit Schutz bietet. Empfindlich sind diese Stellen aber gerade am Anfang schon und daher sollte man den Kopf gut schützen.

Ist es normal, dass mein Kind beim Pressen rot anläuft?

Gerade in den ersten Monaten muss Dein Baby so einiges neu lernen: Das richtige Verdauen gehört auch dazu. Manchmal haben Säuglinge Probleme damit, den Schließmuskel richtig zu “bedienen”. Sie pressen, ziehen aber den Muskel zusammen. So staut sich natürlich alles und es läuft rot an. Es strengt sich an, hat aber keinen Erfolg damit. Das ist nicht nur anstrengend für Dein Kind, sondern kann auch zu Verdauungsproblemen und Bauchschmerzen führen. Leider kannst Du da nicht viel tun. Dein Baby muss selbst lernen, wie es richtig mit dem Schließmuskel umgeht. Nach drei Monaten hat es dies aber meist gelernt und das Problem ist vergessen.

Woran erkenne ich Koliken?

Apropos Bauchschmerzen: In den ersten drei Monaten haben viele Eltern Angst vor Koliken. Es heißt, dass diese durch ein unausgereiftes Verdauungssystem des Babys zustande kommen. Dein Kind kann dann häufige Bauchschmerzen aufgrund einer Allergie oder Intoleranz auf bestimmte Substanzen in der Muttermilch oder auch Säuglingsnahrung haben. Du erkennst Koliken oft daran, dass Dein Kind regelmäßige Schreianfälle hat und untröstlich weint; es die Beine an den Bauch zieht und sie beim Weinen in den Rücken durchdrückt oder auch Blähungen beim Weinen hat.

Natürlich ist diese Zeit für Dich besonders stressig. Du solltest auch mit Deinem Baby zum Arzt gehen, um es auf Koliken untersuchen zu lassen. So kann auch ein Leistenbruch oder ein anderes medizinisches Problem ausgeschlossen werden. Koliken schaden Deinem Kind aber nicht dauerhaft, vielmehr bist Du es, der diese Phase ertragen muss. Wenn Du aber herausgefunden hast, was die Kolik ausgelöst hat, ist es leichter, damit umzugehen. Lösungen können sein:

  • Vielleicht versuchst Du als Mama in der Stillzeit Deine Ernährung umzustellen. Es könnte sein, dass bestimmte Spuren in Nahrungsmitteln, die in Deine Muttermilch gelangen, Koliken auslösen können. Etwa Kuhmilch, Schokolade, Kohl-Arten, Zwiebeln und anderes.
  • Bekommt Dein Kind Säuglingsnahrung, könnte es eine Milchallergie haben. Hypoallergene Säuglingsnahrung könnte die richtige Wahl sein. Aber unbedingt mit dem Kinderarzt abstimmen!
  • Auch der Milchzucker (Laktose) in Deiner Muttermilch oder Säuglingsnahrung kann zu Problemen führen. Bei einer Laktoseintoleranz Deines Kindes kann der Kinderarzt Laktase verordnen, das Deinem Baby hilft, die Laktose zu verdauen. Die Intoleranz kann sich dann nach einiger Zeit wieder legen.
  • Füttert wirklich nur nach Bedarf. Zu viel Nahrung kann zu Problemen führen.
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Nabelbruch Baby – Symptome und Behandlung

Es erinnert ja fast ein wenig an die eigene Schwangerschaft. Ein kleiner Nabel, der statt eine typische Vertiefung in der Bauchmitte darzustellen, kugelrund nach vorne steht. Was bei uns Schwangeren einfach das Ergebnis eines riesigen Babybauchs ist, hat bei Babys einen ganz anderen Ursprung. Ein Nabelbruch, medizinisch Nabelhernie genannt, kommt bei Babys recht häufig vor.

Betroffen sind ca. 75% aller Frühgeborenen unter 1500g und ca. 3% aller Neugeborenen.

Während der Schwangerschaft wird das Baby über die Nabelschnur mit Nährstoffen etc. versorgt, dafür befindet sich an der Stelle des späteren Nabels eine Lücke im Bindegewebe der Bauchwand des Babys. Nach der Geburt wird die Nabelschnur durchtrennt und die Überreste vertrocknen. Im Normfall heilt die kleine “Wunde” aus und der spätere Nabel ist geformt. Die verbliebene Lücke zwischen dem Bindegewebe der Bauchwand verkleinert sich dann automatisch und die Bauchhöhle wird verschlossen. Wenn diese Verkleinerung aber unerwartet ausbleibt oder nur unvollständig geschieht, kann es passieren, dass einzelne Darmschlingen durch diese Öffnung nach aussen gedrückt werden. Zusehen ist eine leichte Wölbung an der Stelle des Bauchnabels, die sich leicht zurückdrücken lässt. Dies bezeichnet man dann als Nabelbruch.

Nabelbruch – Symptome bei Babys

Nicht immer sieht man den Nabelbruch dauerhaft. Denn die Vorwölbung des Nabels tritt bei vielen Babys auch ausschließlich beim Schreien oder Pressen hervor. Sie kann bis zu 3 cm groß sein und lässt sich wie erwähnt widerstandslos zurückdrücken.

Auswirkungen / Risiken

Ein Nabelbruch erzeugt beim Baby meist keinerlei Schmerzen und ist daher eigentlich relativ harmlos. In ganz seltenen Fällen allerdings kann es passieren, dass sich die Darmschlingen in der Bindegewebslücke einklemmen. Dann kommt es zu krampfartigen Schmerzen, die auch mit Erbrechen und Übelkeit einhergehen können, und die Ausbuchtung lässt sich nicht mehr in die Bauchhöhle zurückschieben. Die Gefahr einer solchen Einklemmung ist das Absterben von Teilen des Darmes, weil dieser nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. In diesem Fall sollte rasch ein Arzt aufgesucht werden, da dann eine Notfalloperation nötig wird.

Behandlung – nur selten bedarf es einer Operation des Babys

Bei den meisten betroffenen Babys bildet sich der Nabelbruch bis zum zweiten, spätestens bis zum vierten Lebensjahr ganz von allein zurück, da mit Verstärkung der Bauchmuskulatur, die Lücke automatisch kleiner wird. In seltenen Fällen, weniger als 1 von 10, muss der Nabelbruch in einer kleinen Operation, die ambulant stattfindet, verschlossen werden. Wichtig für Therapie sind die reglmäßigen Kontrollen beim Kinderarzt. Dieser wird den Nabelbruch genau beobachten und feststellen, ob oder wann eine Operation nötig ist. Auf keinem Fall sollte versucht werden den Nabelbruch zu Hause selbst zu behandeln, z.B. mit Nabelpflastern oder ähnlichem, denn dies kann möglicherweise dem Baby schaden.

Kann man einen Nabelbruch im Baby-Alter später sehen?

Ein Nabelbruch der sich natürlich zurückgebildet hat ist in keinem Falle sichtbar. Auch eine operativ verschlossene Bauchdecke sieht später nicht anders aus als jeder andere Bauchnabel. Ängste rein kosmetischer Natur sind also völlig unnötig.

Einem Nabelbruch kann man nicht vorbeugen, da er rein anatomische Ursachen hat. Bei der Pflege des Bauchnabels sollte man deshalb also auf ganz einfache Mittel zurückgreifen. Warmes Wasser um gelöste Verkrustungen zu entfernen und etwas Desinfektion während des Heilungsprozesses reichen aus. Cremes oder Wundheilsalben sind nicht nötig. Bei einem Nabelbruch bedarf es vor allem Zeit, die man dem Körper des Babys geben muss. Auch wenn der Anblick ungewohnt und befremdlich sein mag – in den meisten Fällen heilt ein Nabelbruch ganz von allein aus und ist kein Grund zur Sorge.

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