Muttermilch ins auge

Muttermilch ist sozusagen ein Tausendsassa! Neben den im Artikel „Muttermilch und ihre Verwendungszecke“ genannten Möglichkeiten, gibt es natürlich noch viele weitere Ideen, was man damit machen kann, außer das Baby zu stillen.

HINWEIS: Sämtliche Informationen in diesem Beitrag ersetzen nicht den Besuch beim Arzt und stellen keinen medizinischen Ratschlag dar! Anwendung auf eigene Verantwortung!

Muttermilch einfrieren und für Beikost nutzen

Die naheliegendste Möglichkeit ist vermutlich, die Muttermilch einzufrieren. Es gibt extra für diesen Zweck Gefrierbeutel in den großen Drogeriemärkten. Eingefrorene Muttermilch hält sich bis zu 6 Monaten im Tiefkühler und kann dann beispielsweise zum Kochen der Beikost oder zum Anreichern von Brei genommen werden. Auch wenn du vorhast, dein Baby Breifrei aufwachsen zu lassen, kannst du ihm sein Essen damit anreichern.

Muttermilch bei Wunden und Infektionen

Schon in alten Kulturen wie in Ägypten zum Beispiel wurde Muttermilch zur Behandlung von Wunden eingesetzt, wie der Fund alter Papyrusrollen beweist. Vor allem bei Augenentzündungen bei Neugeborenen hilft sie wunderbar. Dies hat inzwischen sogar eine Studie bewiesen. Laut dieser Untersuchung hat Muttermilch nachgewiesenermaßen eine antiinfektiöse und entzündungshemmende Wirkung.

Auch bei Ohrenentzündungen kann Muttermilch helfen. Dazu werden einfach alle paar Stunden ein paar Tropfen davon ins Ohr getropft. Normalerweise beseitigt das innerhalb von 24 bis 48 Stunden die Infektion und ist sicherer und besser als Antibiotika.

Auch bei der Reinigung von Wunden ist Muttermilch ein gutes Hilfsmittel und beugt Infektionen und Entzündungen vor.

Bei vielen Babys kommt es vor, dass der Tränenkanal verstopft. Ähnlich wie bei entzündeten Augen hilft es hier, regelmäßig etwas Muttermilch ins Auge zu träufeln.

Muttermilch gegen Juckreiz

Muttermilch hat eine beruhigende Wirkung auf Juckreiz jeglichen Usprungs. So hilft es, bei Windpocken auf die juckenden Stellen mit einem kleinen Wattebausch Muttermilch aufzutupfen. Dies führt auch zu einer schnelleren Abheilung der Bläschen.

Nach dem Kontakt mit Brennesseln oder Giftefeu und ähnlichen Pflanzen hilft Muttermilch ebenfalls gegen den Juckreiz. Auch hierbei einfach einen Wattebausch damit tränken und sanft auftupfen.

Juckende Insektenstiche werden so ebenfalls beruhigt. Die antiseptische und antibakterielle Wirkung der Muttermilch hilft auch hier beim schnelleren Abheilen.

Auch bei einem Sonnenbrand ist Muttermilch hilfreich. Am besten sanft mit einem Wattebausch aufgetupft hilft sie gegen den Juckreiz, kühlt die Haut, lindert den Schmerz und hilft bei der Heilung.

Wer unter Heuschnupfen leidet, profitiert ebenfalls von der Heilwirkung der Muttermilch. Regelmäßig ein paar Tropfen in die Augen getropft lindert sie den Juckreiz und führt dazu, dass die Augen nicht so gereizt sind.

Muttermilch zur Reinigung

Wer auf Feuchttücher mit Konservierungs- und Duftstoffen verzichten möchte, kann zur Reinigung des Babypopos ebenfalls zum Wundermittel Muttermilch greifen. Zu Hause sind Wasser und Lappen jederzeit bei der Hand, unterwegs jedoch hilft es, eine saubere Ecke der Windel mit Muttermilch zu befeuchten und den Popo damit zu reinigen.

Auch wenn man mit dem Baby im Anhänger mit dem Rad unterwegs ist und beispielsweise die Kette vom Rad springt, kann sich ebenfalls über die gute Reinigungswirkung freuen. Ein paar Tropfen auf die Hände geben und fest reiben. Muttermilch entfernt sogar Fahrradschmiere. Einen Moment sind die Hände danach noch klebrig, doch die Feuchtigkeit zieht schnell ein und die Hände sind danach sauber.

Muttermilch in der Kosmetik

Nicht nur die Haut von Babys macht sie weich und schön, auch Teenager und Erwachsene, die unter Akne zu leiden haben, können sich über ihre heilenden Eigenschaften freuen. Einfach einen Wattebausch mit einer Mischung aus Muttermilch und Kokosöl tränken und betroffene Körperstellen damit abtupfen.

Nach einer schlaflosen oder kurzen Nacht freuen sich auch die roten, schmerzenden Augen von Mama und Papa über Muttermilch. Statt Gurkenscheiben aufzulegen hilft es auch, zwei Wattebäusche mit Muttermilch zu tränken und eine Weile auf die Augenlider zu legen.

Gegen Milchschorf kann es helfen, die Kopfhaut des Babys mit Muttermilch zu betupfen.

Wer keinen Lippenpflegestift zur Hand hat, kann aufgerissene, trockene und spröde Lippen mit Muttermilch einreiben. Die Lippen werden weich und gepflegt.

Babys und Kleinkinder mit Neurodermitis profitieren von der äußerlichen Anwendung von Muttermilch auf den betroffenen Stellen. Dies zeigte eine klinische Studie. Danach wirkt Muttermilch beinahe genauso gut wie eine 1 % Hydrocortison-Salbe.

Sonstige Verwendungszwecke für Muttermilch

Warzen sind unangenehm. Zwei Mal täglich für mehrere Minuten einen mit Muttermilch getränkten Wattebausch aufzulegen kann helfen, diese innerhalb von ein paar Tagen auszutrocknen.

Wer spontan Kontaktlinsenlösung bräuchte, aber keine zur Hand hat, kann seine Kontaktlinsen auch mit Muttermilch reinigen.

Wie aus anderer Milch auch ist es natürlich möglich, Seife aus Muttermilch herzustellen. Diese nährt die Haut und spendet Feuchtigkeit. Hier gibt es zwei Rezepte für Muttermilchseife. Wer Glück hat, findet auch fertige bei Etsy.

Muttermilch kann auch verwendet werden, um Globuli herzustellen. Diese helfen bei verschiedensten Beschwerden. Mehr Informationen bekommst du bei deiner Apotheke oder im Internet.

Wer sehr experimentierfreudig ist und viel Muttermilch übrig hat, findet auf dieser Seite ein Rezept für Käse aus Muttermilch. Das ist sicherlich nicht für jeden etwas, aber der Vollständigkeit halber darf es in dieser Auflistung nicht fehlen.

Besser als Eiscreme!

Autorin: Diane Wiessinger |
Muttermilch schmeckt so, wie die Milch vom Boden einer Schüssel, die vorher mit süßem Müsli gefüllt war.
Hier sind ein paar weitere schmackhafte Leckerbissen über Muttermilch und Stillen.

  • Unsere Galaxie, die Milchstraße, wurde benannt nach einem Milchstrahl der göttlichen Hera, der Gemahlin des mächtigsten olympischen Gottes der griechischen Mythologie.
    Der antiken Legende nach, spritzte Heras Milch in den Himmel, als sie Herakles (auch Herkules genannt), den unehelichen Sohn von Zeus, von sich stieß. Der kleine Herakles war ihr heimlich, während sie schlief, an die Brust gelegt worden, um göttliche Kräfte zu erhalten. Sein Saugen war jedoch so schmerzhaft, dass sie davon aufwachte und ihn erschrocken von ihrer Brust stieß.
    Aus den Muttermilchtropfen, die dabei auf die Erde herabfielen, sollen Lilien entstanden sein.
  • Frauenmilch tötet im Labor Krebszellen, was die Milch von anderen Tieren offenbar nicht kann und sie tötet sie auf eine Weise, die gesunde Zellen absolut nicht beeinträchtigt.
  • Muttermilch wird zunehmend sahniger und reicher an Abwehrstoffen, je älter das Stillkind wird.
  • Mit künstlicher Säuglingsnahrung ernährte Kleinkinder tendieren dazu, später beim Essen wählerischer zu sein, weil sie über Monate jeden Tag die gleiche Nahrung erhalten haben.
    Dies ist bei (ehemals) gestillten Kleinkindern anders, da sie immer einen leichten Geschmack von dem kennenlernen, was Mama zuvor gegessen hat.
  • Muttermilch enthält viel Laktose (Milchzucker), die eine wichtige „Gehirn-Nahrung“ ist. Es ist außerordentlich selten, dass ein Baby eine echte Laktose-Intoleranz hat. Und Babys sind nie allergisch auf die Milch ihrer Mutter.
  • Menschliche Neugeborene können genau wie alle anderen neugeborenen Säugetiere, selber die Brust finden, wenn sie auf dem Arm sind und gegen eine Schulter gehalten werden.
    Und was ist die instinktive Reaktion einer Mama, wenn ihr Baby weint?
    Es gegen ihre Schulter zu halten! Das ist das „Fütter-das-Baby-Duett“.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt ausschließliches Stillen für etwa 6 Monate und danach neben der Beikost weiterhin teilweises Stillen bis zum 2. Geburtstag oder länger.
  • Muttermilch ins Auge des Babys hilft Augeninfektionen vorzubeugen und zu behandeln. Dies funktioniert übrigens auch bei größeren Kindern und bei Erwachsenen.
  • Der Intelligenzquotient (IQ) tendiert dazu, höher auszufallen, je länger ein Baby gestillt wurde.
  • Stillende Mütter bilden nicht immer mehr und mehr Milch, wenn ihr Baby größer wird. Sondern das Stillkind nutzt die Milch einfach immer effizienter aus, wenn es älter wird.
  • Das Wort „Mammalia“ (lateinisch: Säugetiere) ist wahrscheinlich aus der lateinischen Babysprache für „Brust“ entstanden. Auch heutzutage ist Kindern die Brust und die Beziehung immer noch wichtiger als die Milch an sich.
  • Babys, die niemals gestillt wurden, haben statistisch eine etwa 25 % höhere Wahrscheinlichkeit im Alter von 1 – 12 Monaten zu sterben, im Vergleich zu Babys, die wenigsten ein bisschen Muttermilch bekommen haben.
  • Muttermilch schmeckt wunderbar und kann die verschiedensten großartigen Dinge für das Kind bewirken, das sie bekommt…
    aber es lässt sich kein sonderlich guter Joghurt aus ihr machen.

Original: „Better Than Ice Cream!“ von Diane Wiessinger, IBCLC, 2007
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, Juli 2014
Foto: Steven Wilke via photopin cc

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Mückenstich bei Baby – was tun? Die besten Tipps

  • Verzichten Sie bei der Behandlung der Mückenstiche auf chemische Produkte. Die Haut bei jungen Kindern ist sehr weich und zart, dadurch reagiert sie deutlich extremer auf Stiche und auf die Wirkungen der chemischen Produkte. Wenn Sie die Mückenstiche behandeln möchten, sollten Sie lediglich Hausmittel oder Mittel der Apotheke auf natürlicher Basis nutzen.
  • Als besonders geeignete Hausmittel für die Behandlung von Mückenstichen haben sich die Zwiebel oder etwas Quark bewährt. Den Quark legen Sie mit einem Tuch auf den Mückenstich. Falls sich Ihr Baby sehr stark bewegt, können Sie den Quark auch mit einer kleinen Kompresse und einem Verband an der Position halten. Gehen Sie sicher, dass der Quark beim Auftragen kühl ist, dann wirkt er besonders lindernd.
  • Babys können sich selber nicht zurückhalten und bekämpfen den entstehenden Juckreiz in vielen Fällen durch Bewegungen oder sogar eigenes Kratzen. Die Folgen sind vermehrte Entzündungen und aufgekratzte Stiche. Falls Sie einen Mückenstich entdecken, sollten Sie aufpassen, dass Ihr Baby sich dort nicht kratzt und nicht über den Stich bewegt.
  • Schneiden Sie die Fingernägel Ihres Babys früh genug zurück, dann wird es für das Baby schwieriger den Stich aufzukratzen. Wenn Sie den Stich dann noch mit einem Verband schützen und kühlen, wird auch der Schmerz und der Juckreiz schnell verschwinden.
  • Sollte sich der Stich bereits nach sehr kurzer Zeit entzünden oder ungewöhnlich stark anschwellen, empfehlen wir Ihnen einen Arzt aufzusuchen. Möglicherweise liegt eine allergische Reaktion vor oder es ist kein Stich einer gewöhnlichen Mücke.
  • Trick: Sie können Ihr Kind auch vor den Stichen durch Mücken schützen, indem Sie Mutter und Baby Insektenspray nutzen. Das Mittel ist auf natürlicher Basis aufgebaut und sorgt dafür, dass die Mücken fernbleiben.

So schön das warme Wetter auch ist: Leider bringt es auch unzählige geflügelte Plagegeister mit sich. Wenn Mücken, Bremsen, Bienen und Wespen Hochsaison haben, besteht die Gefahr eines Insektenstichs. Wir verraten Euch, wie Ihr Euer Baby schützen könnt und was im Falle eines Stichs hilft.

Inhalt

Klassische Mückenmittel und ätherische Öle

Gegen Mückenstiche helfen Mittel zum Einreiben. Sie bewirken, dass sich Insekten gar nicht erst niederlassen. Für die empfindliche Haut von Babys und Kleinkindern sind jedoch viele Mückenmittel nicht geeignet. Daher unbedingt in der Apotheke nachfragen, was für Euer Baby in Frage kommt. Wirkungsvoll sind auch natürliche Mittel wie das Öl von Anis, Bergamotte oder Kampfer. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, denn die Öle können gerade bei Kleinkindern Hautreaktionen und Allergien auslösen. Außerdem schützen sie weniger lang und weniger zuverlässig als klassische Mückenmittel.

Die Behandlung von Mückenstichen

Meistens sind Mückenstiche harmlos. Eurem Baby hilft ein kühler, feuchter Umschlag. Auch ein altes Hausmittel, die aufgeschnittene Zwiebel kühlt und befeuchtet, allerdings können deren Inhaltsstoffe auch Hautreizungen verursachen. Gegen den Juckreiz helfen Cremes oder Gele aus der Apotheke. Lasst Euch beraten, welche Mittel auch für Babys und Kleinkinder geeignet sind.

Mit Netzen wirksam vorbeugen

Getränke mit dem Strohhalm trinken

Wespen und Bienen, die sich übrigens spinnefeind sind, treten zur gleichen Zeit wie die Mücken auf. Sie stechen, wenn sie sich bedroht fühlen. Bienen können im Gegensatz zu Wespen nur ein einziges Mal stechen. Sie greifen daher niemals grundlos an. Bienen und Wespen werden von bunten Farben und süßlichen Düften angezogen. Wespen zusätzlich von allem Süßen. Passt also beim Picknick im Freien besonders auf. Eure Kleinen sollten ihre Getränke außerdem idealerweise aus dünnen Strohhalmen trinken, so kann die Biene nicht verschluckt werden, wenn sie versehentlich im Becher gelandet ist. Schlagt außerdem eure Picknickdecke nicht unter Obstbäumen und in der Nähe von Abfallkörben auf.

Bienen- und Wespenstiche behandeln

Der Stachel einer Biene, der nach einem Stich zurückbleibt, trägt am hinteren Ende eine kleine mit Gift gefüllte Blase. Den Stachel auf keinen Fall mit den Fingern herausziehen, dabei gelangt das Gift meist erst richtig in die Wunde. Am besten eignet sich zum Entfernen eine Zeckenzange.
Kühlt den Stich mit einer Kühlkompresse. Die Kälte bewirkt, dass die Blutgefäße sich zusammenziehen. Dadurch wird einer Schwellung entgegengewirkt.

Wann es gefährlich wird!

Meist sind sie einfach nur schmerzhaft. Unter Umständen können Wespen- oder Bienenstiche aber auch richtig gefährlich werden. Etwa im Falle eines Stichs im Mundraum. In diesem Bereich können die Schleimhäute schnell anschwellen -es droht die Gefahr des Erstickens. Deshalb muss rasch der Notarzt gerufen werden! In der Zwischenzeit gut kühlen – am besten von innen (Eiswürfel lutschen lassen) und von außen (kalte Umschläge).
Die Stiche, die das größte allergene Potential haben, sind Wespenstiche. Wenn Ihr bemerkt, dass bei Eurem Kind die Stelle um den Stich stark anschwillt oder es Eurem Kind nach dem Stich nicht gut geht, muss ebenfalls der Notarzt gerufen werden!

Bitte beachtet, dass unsere Artikel generell fachlichen Rat – zum Beispiel durch einen Arzt – nicht ersetzen können.

Zum Weiterlesen:

  • Sonnenhut, Sonnencreme, Sonnensegel: Der richtige Sonnenschutz fürs Baby
  • Checkliste für den Urlaub mit Baby
  • mehr zum Thema Urlaub mit Baby

Mückenstiche wirksam vermeiden und behandeln

Dass Mücken „süßes Blut“ lieben und daher die Kleinsten besonders gerne stechen, ist ein Märchen. Allerdings werden Frauen und Kinder tatsächlich bevorzugt von Mücken gepiekst – möglicherweise, weil ihre Haut dünner und weniger haarig als Männerhaut ist. Im Freien können Sie Ihr Kind durch Mücken abschreckende Mittel (so genannte Repellents) schützen. Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten, sich vor den Plagegeistern zu schützen. Leider sind einige beliebte „ungiftige“ Alternativen wie Ultraschall-Mückenpiepser weitgehend nutzlos.

Mückenstiche durch Gift-Verdampfer vermeiden: Wirksam, aber ungesund

Eine praktische Sache: Einfach den kleinen, handlichen Verdampfer in die Steckdose stecken und dank einer kleinen Heizfläche verdunstet die Flüssigkeit auf dem eingelegten Wirkstoffplättchen und vertreibt alle Mücken aus dem Raum. Die Wirkstoffplättchen enthalten Pyrethroide. Diese Insektizide werden dabei kontinuierlich an die Raumluft abgegeben. Pyrethroide sind Nervengifte und können Haut und Schleimhäute reizen. Die Anwendung ist keinesfalls zu empfehlen – und schon gar nicht für Babys oder Kleinkinder! Eine Anwendung wäre höchstens in den Tropen gerechtfertigt, wo die Gefahr durch Mücken übertragener Infektionskrankheiten besteht.

Es gibt auch insektizidfreie Wirkstoffverdampfer auf der Basis ätherischer Öle. Die sind zwar weniger bedenklich, aber leider auch wirkungslos. Das gilt auch für Gartenfackeln oder Kerzen, die Mücken mit ätherischen Ölen vertreiben sollen. Dementsprechend sind auch Hausmittel wie ein Lavendelsträußchen oder eine mit Nelken gespickte Orange oder Zitrone weitgehend nutzlos.

Mückenstiche vermeiden: Am besten gar nicht reinlassen

Zugegeben, in Deutschland muss man nicht panisch jeden Mückenstich vermeiden, da bei uns keine Krankheiten wie Malaria übertragen werden. Trotzdem gibt es Verhaltensmaßnahmen, die Mückenstiche vermeiden helfen.

  • Fliegengitter: Feinmaschige Gaze vor den Fenstern hält natürlich nicht nur Fliegen, sondern auch Mücken fern. Besonders geeignet für Schlafräume! Empfehlenswert ist Synthetikgaze (ab etwa 3 € pro Fenster, in Baumärkten), da sie strapazierfähiger als ein Baumwollnetz ist.
  • Moskitonetz übers Bett: Damit ist Ihr Kind sicher vor Mücken geschützt. In Deutschland ist eine Maschenweite von 2 Millimetern ausreichend, um Hausmücken fernzuhalten.
  • Brutstätten abdecken: Mückenweibchen legen ihre Eier in stehenden Gewässern ab. Decken Sie daher Ihre Regentonne mit einem Fliegennetz ab. Verzichten Sie auf einen Gartenteich – auch wegen der Gefahr, dass Ihr Kind ertrinken könnte!
  • Zimmer absuchen: Machen Sie den kleinen Biestern in der Wohnung mit der Fliegenklatsche oder dem Staubsauger den Garaus.
  • Richtige Kleidung: Insbesondere für Tropenreisen gilt: Im Freien sollten alle Körperteile durch weite, nicht zu leichte Kleidung bedeckt sein. Durch dünne, anliegende Stoffe stechen Mücken problemlos durch! Ein Hut mit Moskitonetz oder ein Kopfnetz schützt Gesicht und Kopf und Mückenstiche lassen sich so vermeiden.

So stoppen Sie den Juckreiz bei Mückenstichen

Mit den folgenden Mitteln lindern Sie den lästigen Juckreiz nach einem Mückenstich:

  • Hausmittel gegen Insektenstiche aus einem Esslöffel Essig, einer Kartoffel und einer Zwiebel. Die Herstellung ist einfach: Kartoffel fein reiben, rohe Zwiebel fein hacken und beides zu etwa gleichen Teilen mit dem Essig zu einer Paste vermengen, die dann auf den Stich aufgetragen wird. Geeignet für Kinder ab einem Jahr.

Mein Tipp für die schnelle Behandlung von Mückenstichen

Am einfachsten und schnellsten behandeln Sie einen Insektenstich, indem Sie eine Kartoffel oder Zwiebel halbieren und auflegen oder eine Kartoffel- bzw. Zwiebelscheibe auflegen und mit einem Pflaster befestigen.

  • Falls es trotzdem noch juckt: In der Apotheke erhalten Sie Sticks (zum Herausdrehen wie ein Lippenstift, passt in jede Handtasche), die ein Antiallergikum enthalten, das einfach auf den Stich aufgetragen wird und den Juckreiz schnell stillt.
  • Ähnlich wirksam, aber in der Handhabung weniger praktisch sind rezeptfreie antiallergische Gele aus der Apotheke .

Mückenstiche & Kinder

Für Kleinkinder und Babys sind Mückenstiche meist besonders quälend. Zugleich sind Mittel zur Mückenabwehr für sie in der Regel nicht zugelassen. Erfahren Sie hier, welche Schutzmaßnahmen geeignet sind und was Sie tun können, wenn Ihr Baby oder Kleinkind Mückenstiche abbekommen hat.

Mückenstich & Baby

Die meisten Eltern leiden regelrecht mit, wenn ihr Baby plötzlich große, rote Quaddeln auf der Haut hat, weil eine Mücke den kleinen Liebling gestochen hat – weiß man doch selbst, wie unangenehm so ein Mückenstich sein kann.

Aber was können Eltern gegen Mückenstiche tun?

  • Mückenschutz zu Hause: Die meisten Abwehrmittel wie Anti-Mücken-Spray sind für Babys ungeeignet. Daher bleibt nur der klassische Schutz mit Mückengittern am Fenster und einem Moskitonetz über dem Babybettchen. Damit sich Ihr Baby nicht im Netz verheddern kann, empfehlen Experten, dieses an der Zimmerdecke anzubringen, sodass genügend Abstand zu Ihrem kleinen Schatz bleibt. Achten Sie zudem darauf, dass das Netz wirklich dicht abschließt und dass die Löcher klein genug sind. Denn Mücken finden in der Regel auch jede kleinste Lücke.
  • Mückenschutz unterwegs: Wenn Sie mit Ihrem Baby im Freien unterwegs sind, kann unter anderem ein spezielles Mückengitter am Kinderwagen hilfreich sein. Achten Sie zusätzlich auf helle, lange Kleidung, sodass möglichst wenig Babyhaut entblößt ist.
  • Kratzen verhindern: Hat Ihr Baby doch einmal Mückenstiche abbekommen? Dann sollten Sie nach Möglichkeit dafür sorgen, dass Ihr Kind sich nicht kratzt. Kürzen Sie beispielsweise die Fingernägel, sodass Ihr kleiner Liebling sich nicht so leicht aufkratzen kann. Zusätzlich können Sie die Stiche mit einem Verband abdecken – am besten aber erst, nachdem Sie den Stich gekühlt haben.
  • Kühlende Umschläge: Vorsichtiges Kühlen verschafft auch den Kleinen Linderung. Bei Babys sollten Sie dazu aber nur ein in lauwarmem Wasser getränktes Tuch verwenden – Eiswürfel und Co. können schnell zu Erfrierungen auf der zarten Babyhaut führen. Sanfte Hausmittel wie Quark oder Joghurt können Sie verwenden, sofern Ihr Baby den Stich nicht aufgekratzt hat. Hautreizende Substanzen wie Alkohol, Essig oder Zwiebelsaft gehören hingegen nicht auf die empfindliche Haut Ihres Babys.
  • Ab zum Arzt: Wenn der Mückenstich nicht innerhalb weniger Tage deutlich besser wird beziehungsweise sich sogar entzündet oder stark anschwillt, sollten Sie mit Ihrem Baby zum Kinderarzt gehen.

Hätten Sie’s gewusst?

Es sind nur die weiblichen Stechmücken, die uns mit ihren Stichen plagen. Sie brauchen unser Blut für die Entwicklung ihrer Eier. Mehr erfahren

Entgegen aller Gerüchte werden Mücken nicht durch Licht angelockt, sondern es ist ausschließlich unser Körpergeruch, der sie anzieht.

Der Botenstoff Histamin ist schuld daran, dass Insektenstiche zu Schwellungen, Rötungen, Juckreiz und Schmerzen führen. Der Körper versucht durch diese Reaktion, das Insektengift zu bekämpfen. Mehr erfahren

Sieben Hornissenstiche töten ein Pferd, drei einen Menschen? Das ist ein Mythos! Der Stich einer Hornisse ist nicht gefährlicher als der einer Wespe.

Entzündete Insektenstiche sollten Sie ernstnehmen, denn in seltenen Fällen kann es zu Komplikationen bis hin zu einer Blutvergiftung kommen. Mehr erfahren

Mückenstiche bemerken wir in der Regel erst, wenn die Mücke längst weg ist. Denn sie „betäubt“ die Einstichstelle mit ihrem Speichel, sodass der Einstich meist nicht schmerzhaft ist.

Kratzen kann den Juckreiz bei Mückenstichen verschlimmern – und böse Entzündungen verursachen. Daher lautet die oberste Regel: Finger weg vom Stich! Mehr erfahren

Manche Menschen werden tatsächlich häufiger von Mücken gestochen als andere. Schuld sind die Zusammensetzung des Schweißes und die Menge an ausgeatmetem CO2.

Nach einem Bienenstich steckt in der Regel der Stachel noch in der Haut. Dieser muss sofort vorsichtig entfernt werden, damit nicht noch mehr Bienengift in den Körper gelangt. Mehr erfahren

Für Bienen bedeutet ein Stich zugleich ihr Todesurteil. Daher stechen sie in der Regel nur, wenn sie sich massiv bedroht fühlen.

Wespen wirken auf uns aggressiver als Bienen. Das liegt daran, dass die Tiere sich bereits durch Herumfuchteln und Anpusten massiv bedroht fühlen.

Im Gegensatz zu Bienen können Wespen mehrfach zustechen. Dadurch steigt das Risiko, dass sich ein Stich entzündet. Denn hat das Tier zuvor schon mal zugestochen, können Bakterien am Stachel haften, die dann beim Stich übertragen werden.

Tritt nach einem Insektenstich eine allergische Reaktion auf, sollte sofort ein Notarzt gerufen werden. Denn es kann zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen. Mehr erfahren

Mücken legen ihre Eier in stehenden Gewässern ab – dazu zählt auch die Regentonne im Garten. Mehr erfahren

Kühle Räume sind ein guter Mückenschutz – denn die kleinen Blutsauger mögen es gerne warm.

Bunte Kleidung zieht Wespen an? Falsch! Die Tiere orientieren sich ausschließlich an Gerüchen – anders als Bienen: Diese fühlen sich zum Beispiel von Gelb und Rot angezogen. Mehr erfahren

Wespen anzupusten ist eine schlechte Idee. Denn das Kohlendioxid aus unserer Atemluft ist ein Warnsignal für die Tiere, das sie aggressiv macht. Sie stechen dann eher zu. Mehr erfahren

Mückenstich & Kleinkind

Ein zugeschwollenes Auge oder dicke Beulen an Armen und Beinen: Kleinkinder sehen nach Mückenstichen oft ganz schön schlimm aus. Die besten Tipps, was Sie gegen Mückenstiche bei Ihrem kleinen Schatz tun können, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Kühlen

Bei Kleinkindern sollten Sie Stiche am besten kühlen, um die Schwellung zu reduzieren und Entzündungen vorzubeugen. Geeignet ist beispielweise ein mit kaltem Leitungswasser getränkter Waschlappen. Auch Hausmittel wie Quark oder eine Gurkenscheibe aus dem Kühlschrank können lindernd wirken.

Wichtig: Bei Kindern die Haut keinesfalls mit Eiswürfeln kühlen, da es bei ihnen viel schneller zu Erfrierungen kommt.

Sicher ist sicher: Den Stich abdecken

Nachdem Sie den Stich gekühlt haben, können Sie ihn mit einem Pflaster abdecken. So kann beim Herumtollen im Freien kein Schmutz in die Mini-Wunde gelangen. Zusätzlich kann ein Pflaster dafür sorgen, dass Ihr Kind den Stich nicht direkt aufkratzt. Verwenden Sie am besten spezielle Kinderpflaster mit bunten Motiven – diese sind bei den Kleinen besonders beliebt und lassen den fiesen Stich bestimmt ganz schnell vergessen.

Tipp: Auf die Wundauflage können Sie zum Beispiel einen Tropfen kühlendes Aloe-vera-Gel oder eine kleine Menge eines lokal wirksamen Antihistaminikums aus der Apotheke geben. Letzteres kann Symptome wie Juckreiz und Schwellungen lindern. Fragen Sie im Zweifel den Kinderarzt um Rat.

Fenistil Gel
Der Klassiker bei Insektenstichen

Fenistil Gel ist ein echter Klassiker, wenn es um die Behandlung von Insektenstichen geht. Das angenehm kühlende Gel und der bewährte antiallergische Wirkstoff Dimetindenmaleat lindern schnell den lästigen Juckreiz und das Brennen bei Insekten- und Mückenstichen.

  • Lindert schnell den Juckreiz – dank angenehmem Kühl-Effekt und antiallergischem Wirkstoff
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Kratzen vermeiden

Bei Mückenstichen lautet die wichtigste Regel: Nicht kratzen! Nur so lassen sich Infektionen weitgehend vermeiden. Aber wie bekommt man ein Kind dazu, die Finger vom Stich zu lassen? Sorgen Sie auf jeden Fall für Ablenkung. Egal ob Malen, Spielen oder zusammen ein Buch anschauen – alles, das Ihr Kind auf andere Gedanken bringt, ist gut. Achten Sie zusätzlich darauf, dass die Fingernägel Ihres Sprösslings nicht zu lang sind und kürzen Sie diese gegebenenfalls. So führt zumindest ein kurzes Kratzen noch nicht direkt zu einer offenen Wunde.

Wann zum Arzt?

In der Regel heilt ein Mückenstich auch bei Kindern innerhalb weniger Tage ab. Schwillt der Stich stattdessen stark an, bilden sich eitrigen Krusten oder kommt es zu sehr ausgeprägten Rötungen, sollten Sie mit Ihrem Kind zum Arzt – denn dann kann eine Infektion vorliegen. Zum richtigen Notfall wird ein Stich, wenn die Reaktion über den eigentlichen Ort des Stichs hinausgeht – wenn also beispielsweise nach einem Stich in den Knöchel der Oberschenkel anschwillt. Auch wenn eine Rötung oder Schwellung sich übermäßig ausbreitet, ist das ein Warnsignal. Das Gleiche gilt, wenn zusätzlich Übelkeit, Schwindel, Erbrechen oder Atemprobleme auftreten. In diesen Fällen kann es sogar das Beste sein, direkt eine Notaufnahme aufzusuchen.

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  • Hausmittel gegen Mückenstiche
  • Mückenstiche vermeiden

Insektenstiche

Die Stiche von Mücken (Stechmücken, Schnaken, Moskitos) sind nicht gefährlich; im Gegensatz zu den Tropen werden in Europa in der Regel keine Krankheiten durch Mücken übertragen. Der Juckreiz kann aber auch für Kinder sehr lästig sein. Dagegen hilft ein kühlender Umschlag oder ein spezielles Gel. Aufkratzen sollte vermieden werden, weil sich dann Bakterien ansiedeln und eine Infektion entsteht. Bei frischen Mückenstichen einfach ein kleines Stück Heftpflaster (z.B. Leukoplast) aufkleben – so wird der Juckreiz schnell gestillt und eine Entzündung verhindert. Mehr zur Behandlung von Mückenstichen und erprobte Hausmittel…

Auf die Stiche anderer Insekten wie Bienen, Wespen und Hornissen können Kinder rasch überempfindlich reagieren (Insektenallergie). Die Haut ist mit Quaddeln oder Flecken übersät. Es kann auch zu einer Schockreaktion mit Fieber, Blutdruckabfall, Übelkeit, Schwindel und Atemnot kommen, dann muss sofort ein Notarzt gerufen werden oder Sie müssen schnellstens ins nächste Spital fahren.

Beachten Sie!

Gut geschützt

Schutz vor Insekten

Zeckenbiss

Die wirksamsten Hausmittel bei Insektenstichen

Bienen stechen sehr selten und eigentlich nur, wenn sie sich angegriffen fühlen und verlieren beim Stechen im Gegensatz zu Wespen ihren Stachel. Nach einem Stich muss dieser deshalb erst entfernt werden. Am besten nimmt man eine Bankkarte und streicht im Gegenrichtung des Stiches. Mit einer Pinzette besteht die Gefahr, die Giftblase auszudrücken. Dann sollte die Stelle sofort mit einem Eiswürfel, Kühlkissen oder kaltem Wasser gekühlt werden. Ein Hausmittel: Reiben Sie eine angeschnittene Zwiebel eine Weile über die Einstichstelle. Gegen den Juckreiz helfen auch Gels, Salben und Tinkturen mit juckreizstillender Wirkung, die Sie in der Apotheke besorgen können. Essigsaure Tonerde oder Arnikagel beruhigen die Haut auf natürliche Art. Entwickelt sich Stunden oder Tage nach dem Stich ein roter Strich von der Einstichstelle her, kann dies auf eine Entzündung oder Blutvergiftung hinweisen. Dann sollten Sie ebenfalls zum Arzt gehen. Zu Infektionen kommt es vor allem nach Bremsenstichen und wenn sich das Kind mit unsauberen Händen kratzt.

Bienen-, Wespen oder Hornissenstiche im Kopf- und Halsbereich sind besonders gefährlich. Die Schwellung kann schlimmstenfalls zur lebensbedrohlichen Behinderung der Atmung führen. In solchen Fällen sollte ebenfalls sofort ein Rettungsdienst verständigt werden. Wurde ein Insekt verschluckt, zum Beispiel mit einem Stück Obstkuchen oder mit einem Schluck süssem Getränk, sollte der Oberkörper des Kindes hochgelagert werden. Ist das Kind bei Bewusstsein, kann es Eis lutschen, um die Schwellung zu reduzieren.

Ist eine Allergie gegen Insektengift bekannt, muss das Kind ein Notfallset mit verschiedenen Medikamenten bei sich tragen. Dazu kommt es bei allergisch veranlagten Kindern nach wiederholten Insektenstichen. Innerhalb von Minuten entwickelt sich auch weiter vom Einstich entfernt ein Ausschlag mit Juckreiz, Schwellung der Augenlider und Atemnot bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Letzte Aktualisierung : 16-01-20, BH

Dr. med. Nadine McGowan: „Sollte die Schwellung nach einem Mückenstich bleiben und zusätzlich noch rot werden, kann es zu einer Superinfektion kommen, die behandelt werden muss.“ Foto: privat

Ganz wichtig nach einem Mückenstich: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich nicht kratzt, sonst kann sich der Mückenstich entzünden. Möchten Sie einen Mückenstich behandeln, sollten Sie eine bestimmte Reihenfolge einhalten.

Mückenstich behandeln – erste Hilfe

1. Mückenstich kühlen

Kühlen Sie den Mückenstich mit kalten Umschlägen. Geben Sie dazu zwei Esslöffel Essig in ein Glas Wasser, tränken Sie ein Leinentuch darin (z.B. ein Geschirtuch) und wringen Sie es gut aus. Legen Sie es nun auf die Einstichstelle und fixieren Sie es mit einem zweiten Tuch. Entfernen Sie den Essigwickel, sobald er sich auf Körpertemperatur erwärmt hat.

Alternativ können Sie auch ein paar Eiswürfel oder einen Kühlakku in ein Tuch wickeln. Achten Sie darauf, dass das Eis nie direkt mit dem Körper in Berührung kommt, sonst können lokale Erfrierungen die Folge sein.

Sie können auch jeweils eine Zitronen- oder Kartoffelscheibe für etwa fünf Minuten mit der Schnittstelle auf die den Mückenstich legen, um den Juckreiz zu lindern.

Eine Zitronenscheibe auf frische Mückenstiche gelegt, lindert sofort den Juckreiz und verhindert durch die antiseptische Eigenschaft des Safts eine Entzündung Foto: istock/Dimitris66

2. Mückenstich desinfizieren

Ein Mückenstich sollte schnellstmöglich desinfiziert werden, damit keine Krankheitskeime durch die Haut dringen und er sich nicht entzündet. Am besten eignen sich Desinfektionssprays ohne Alkohol speziell für Hautanwendungen. Alternativ können Sie auch eine leicht desinfizierende, etwas austrocknende Lotion auf die Einstichstelle geben. Die Anwendung können Sie bei Bedarf mehrmals täglich wiederholen, um den Mückenstich zu behandeln.

Habe ich eine Allergie auf die Mückenstiche?

Eine Insektenstichallergie erkennt man an folgenden Symptomen:

  • großflächige Anschwellungen der Einstichstelle
  • Schluckbeschwerden
  • Atemnot
  • oder Durchfall.

Suchen Sie in diesen Fällen einen Arzt auf.

Mückenstich behandeln – Erfahrungen aus der Praxis

Kürzlich stellte eine Mutter ihren fast dreijährigen Sohn vor – er hatte einen ganz geschwollenen, leicht überwärmten Knöchel links, ein fast zugeschwollenes Auge rechts und diverse, wirklich große Insektenstiche. „Wo waren Sie denn am Wochenende? An einem See?“ fragte ich. „An der Alster, sonst nirgends…“ Aber damit war meine Frage schon vollumfänglich beantwortet und die Ursache für die ausgeprägten Schwellungen gefunden.

Dies war nämlich nicht mein erster Patient mit den Beschwerden: Mehrere Freunde hatten mich am Wochenende, nach ausgedehnten Grillabenden an eben diesem schönen Hamburger Gewässer, kontaktiert, weil auch sie unter ausgeprägt großen und stark juckenden Stichen litten. Ob es nun besondere Mücken oder eine andere, stechende Insektenart gewesen ist, kann ich nicht sagen, helfen – und die Mückenstiche behandeln – konnte ich jedoch allen.

Mückenstich behandeln – was Sie bei Kortison beachten sollten

Mückenstiche behandeln mit Kortison-Gel: Am Auge muss man mit der Anwendung sehr vorsichtig sein – Eltern sollten darauf achten, dass kein Kortison ins Auge gelangen kann Foto: Fotolia

Mit der Mutter vereinbarte ich, dass sie die besonders betroffenen Stellen an Auge und Knöchel ein bisschen kühlen sollte, richtige „Tobe-Orgien“ waren für den Tag gestrichen und ich rezeptierte ein juckreizstillendes Gel, das ein wenig Kortison enthielt. Am Auge muss man mit der Anwendung sehr vorsichtig sein, Kortison sollte (außer in besonderen Fällen) nicht ins Auge geraten. Da der Stich aber in Höhe der Augenbraue war, war das Risiko, dass etwas von dem Kortison ins Auge gelangen konnte, geringer und ich besprach mit der Mutter, dass das Gel wirklich nur dort aufgetragen werden durfte.

Außerdem riet ich, dass sie beim Mückenstich behandeln gezielt darauf schauen sollte, dass der Kleine sich möglichst nicht die Augen rieb. Das Gel sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden – erstens wirkt es durch die Kühle noch leicht abschwellend und zweitens ist es so noch besser juckreizstillend.

Sollte die Schwellung bleiben und zusätzlich noch rot werden, sollte sie sich wieder melden – in dem Fall konnte es zu einer Superinfektion gekommen sein, die man zusätzlich zu einem Mückenstich behandeln muss. Glücklicherweise war das aber nicht der Fall und bereits am nächsten Tag waren die Schwellungen und auch der Juckreiz deutlich zurückgegangen.

Durch kühlen lässt sich der Juckreiz bei Mückenstichen lindern Foto: Steve Debenport/iStock

Mückenstich behandeln – was ist, wenn die Schwellung nicht verschwindet?

In einigen Fällen kann es zu einer sogenannten persistierenden Insektenstichreaktion kommen. Hierbei jucken die Stiche teilweise sogar noch mehrere Wochen nach dem Stich und sind gut sichtbar. Wieso manche Kinder zu solchen Reaktionen neigen, ist unklar. Wichtig ist jedoch, dass sie irgendwann von alleine wieder verschwinden.

Wie sollte man diese persistierenden Mückenstiche behandeln? In der Zwischenzeit sollte versucht werden, den Juckreiz zum Beispiel mit Lotio alba zu stillen und zu verhindern, dass es durch das vermehrte Kratzen zu einer bakteriellen Superinfektion kommt.

Tipps für den Mückenschutz

Um lästigen Mückenstichen sicher vorzubeugen, helfen Anti-Mückenmittel mit dem Wirkstoff Icaidin. Sie bieten fünf bis acht Stunden Schutz vor heimischen und zwei Stunden Schutz vor tropischen Stechmücken.

VIDEO: Hausmittel gegen Insektenstiche

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