Mutter zu sein

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Werde ich eine gute Mutter sein?

Ja, das werden Sie, denn Sie lesen diesen Text und befassen sich überhaupt mit der Frage, was man richtig und was man falsch machen kann. Dann ist man schon auf dem halben Weg.

Aber die anderen sagen doch…

Oh ja, sie sagen viel, die anderen. Dass Sie zu jung seien, zu alt, zu stark beruflich engagiert, noch nicht erfahren genug, finanziell zu schlecht abgesichert, mit dem falschen Partner zusammen, noch nicht genug in der Welt herumgekommen. Aber sind Sie auch verpflichtet, auf diese Einwände zu hören? Nein, es sei denn, Sie hätten eine Ihnen sehr nahe stehende Person nach ihrer Meinung gefragt. Und auch dann steht es Ihnen frei, den Einwand zu bedenken, oder als unbegründet von sich zu weisen.

Aber werde ich es schaffen, alles richtig zu machen?

Nein, das werden Sie nicht und das ist auch nicht nötig. Es wird Tage geben, die sind noch schöner als im Bilderbuch, es wird aber auch Tage geben, an denen einfach alles schief läuft. Kinder brauchen keine perfekten Mütter, sie brauchen Mütter, die mit ihnen in Beziehung stehen und sie durch die Höhen und Tiefen des Grosswerdens begleiten. Als Mutter müssen – und können – Sie nicht fehlerfrei sein, viel wichtiger ist, dass Sie echt sind, den Mut haben, zu Ihren Fehlern zu stehen und sich zu entschuldigen, wenn Sie sich Ihrem Kind gegenüber nicht richtig verhalten haben.

Aber meine Eltern waren so…

Keine Frage, unsere Eltern haben einen grossen Einfluss auf unser Leben und sie prägen unsere Vorstellung davon, was es heisst, Mutter oder Vater zu sein. Und wenn wir erst mal selber in der Elternrolle angekommen sind, merken wir schnell, wie viele Verhaltensmuster wir aus unserer Herkunftsfamilie mitgebracht haben. Manche fangen sogar plötzlich an, die eigenen Eltern zu verstehen. Setzen Sie sich damit auseinander, in welcher Hinsicht Ihre Eltern Ihnen ein Vorbild sind, in welchen Bereichen Sie die Sachen anders angehen möchten und sprechen Sie mit Ihrem Partner darüber, welche Art von Eltern Sie sein möchten.

Werde ich mein Kind zu sehr verwöhnen?

Kinder haben Grundbedürfnisse wie Schlaf, Nahrung, Sicherheit, Schutz, Gesundheit und Respekt. Diese Bedürfnisse zu stillen, ist richtig und wichtig. Kinder haben aber auch eine ganze Menge Wünsche, hinter denen meistens ein ungestilltes Bedürfnis steckt. Verwöhnt wird Ihr Kind dann, wenn Sie immer nur seine Wünsche erfüllen, anstatt seine Bedürfnisse zu stillen. Von liebevoller Zuwendung, ungeteilter Aufmerksamkeit und Liebe kann ein Kind aber nicht zu viel bekommen.

Aber was wird denn eigentlich mit mir?

Kinder zu bekommen, bedeutet nicht, alle eigenen Wünsche und Interessen aufzugeben. Natürlich will ein Baby in den ersten Monaten rund um die Uhr versorgt sein und auch später wird es immer wieder Zeiten geben, in denen Sie Ihre Prioritäten anders setzen müssen, weil das Kind Sie braucht, aber je grösser ihr Kind wird, umso mehr werden Sie auch wieder in der Lage sein, eigene Pläne zu verwirklichen. Und wenn man Ihnen vorwirft, Sie seien eine Rabenmutter, weil Sie Ihren Beruf nicht aufgeben oder sich ein paar Tage Erholung gönnen? Dann denken Sie daran, dass eine zufriedene, erholte Mutter viel besser in der Lage ist, auf die Bedürfnisse Ihrer Familie einzugehen.

Aber was wird denn, wenn mein Kind in die Pubertät kommt?

Zwischen der Geburt und dem Tag, an dem ein pickeliger Teenager mit Ihnen um längere Ausgehzeiten feilscht, liegen viele Jahre, in denen Sie Schritt für Schritt mit Ihrem Kind mitgehen. So abgedroschen es auch klingen mag, man wächst tatsächlich in die Mutterrolle hinein und lernt, die verschiedenen Herausforderungen, die das Heranwachsen mit sich bringt, zu meistern.

Aber ich bin eine miserable Hausfrau…

Mag sein, doch das sagt nichts darüber aus, was für eine Mutter Sie sein werden. Obschon sich unsere Gesellschaft schon längst gewandelt hat, geistert in unseren Köpfen noch das Bild der adrett gekleideten Mama, die Mann und Kinder in ihrem perfekt aufgeräumten Zuhause mit einem ofenfrischen Kuchen empfängt. Dabei sind Haushalt und Mutterschaft zwei Paar Schuhe. Farblich sortierte Legos, perfekt aufgeräumte Küchenschränke und ein stets blitzsauberer Fussboden sagen nichts aus über gute Mutterschaft, sie beweisen nur, dass jemand ausgesprochen talentiert ist im Ordnung halten.

Aber ich hab trotzdem Angst vor der Verantwortung, die auf mich zukommt…

Machen wir uns nichts vor: Ein Kind grosszuziehen, ist eine enorme Verantwortung und so sehr wir uns auch bemühen, ist keine von uns in der Lage, den Nachwuchs vor allem Unheil dieser Welt zu bewahren. Ängste sind nicht grundsätzlich falsch, denn sie können als ein wichtiger Schutzmechanismus funktionieren. Ängste dürfen aber nicht überhand nehmen, so dass wir das Kind daran hindern, seine Welt zu erkunden und allmählich selbständiger zu werden.

Letzte Aktualisierung : 23-01-17, JL / TV

Zweifel: Bin ich eine gute Mutter? Und wie sind die anderen so?

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Ich folge Janni Hönscheid bei Instagram, sie ist Surferin, inzwischen auch Freundin von Peer Kusmagk (Dschungelkönig 2011) und Mutter des gemeinsamen Sohnes Emil-Ocean. Verrückter Name? Ja, aber Hönscheid liebt das Meer eben so! Und sie liebt ihren Sohn, zu seinem ersten Geburtstag verfasste sie eine regelrechte Ode an ihren „Sonnenschein, geliebten Emil-Ocean“. Sie schreibt darin Sätze wie: „Niemand kann so pur lachen, keine Augen können so bedingungslos vertrauen. Danke, das Du zu uns gekommen bist, das Du uns genug vertrauen schenkst, Deine Eltern sein zu dürfen.“ Es war „bestimmt das Du Dich zum freiesten Wesen entwickelst, das Barfuß und ganz ohne Sorgen durch eine blühende Wiese Richtung Sonne läuft, und sich einfach freut, über die Blüten, sich erfreut, an dem Moment.“ (sic!)

Erst fand ich das ganz schön kitschig. Jedes kleine Kind läuft doch gerne barfuß über Wiesen und lacht dabei Blumen an. Und kann man wirklich von „Eltern sein dürfen“ sprechen – Emil-Ocean hat sich das ja nicht ausgesucht? Aber dann fragte ich mich: Sieht Janni Hönscheid vielleicht ein Wunder, wo ich sehr oft nur eine Selbstverständlichkeit entdecken kann? Und ist Emil-Ocean eigentlich nie auch mal anstrengend und nervig?! So was kommt auf Hönscheids Instagramkanal nämlich nicht vor, da finden bloß täglich Vorträge darüber statt, dass man Kindern Freiheit lassen muss, am besten in Barfußschuhen.

Mein Kind hat nicht mal einen Garten, in dem es Blumen und Gräser umarmen könnte. (Ich will das nicht ins Lächerliche ziehen, jedes Kind hat einen Garten verdient!) Schlimmer noch: Meine Tochter hat keinen Garten und eine immer mal wieder entnervte Mutter. Zum Beispiel, wenn sie lieber Duplo-Steine im Brei versenkt, als ihn zu essen. Ist doch nicht so schlimm, weiß ich selbst – aber es gibt so Tage, da strengt das mehr an als sonst, da kann man nicht alles weglächeln, da flippt man innerlich aus und legt auch mal einen schärferen Ton an den Tag.

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Janni Hönscheid schimpft in solchen Situationen nie. Sie reflektiert: Hat meine Wut mit meinem Kind zu tun? Oder nicht eher mit meinen Ansprüchen? So schilderte sie das jedenfalls vor Kurzem, auch bei Instagram natürlich. Klar, da muss man schon sehr Zen drauf sein, und Erziehung funktioniert so wohl auch nicht optimal. Aber sie hat doch auch Recht? Oder? In mir lösen solche Beiträge jedenfalls Zweifel aus, im Hinterkopf taucht die Frage auf: Bin ich eine gute Mutter, werde ich meinem Kind gerecht? Oder mache ich das alles bloß so, wie ich es mache, damit es mir damit gut geht?

Noch etwas Gutes an Kindern: Sie stärken die Liebe der Eltern

Man ist immer so unglaublich schnell darin, Urteile über andere Eltern, speziell über die Mütter zu fällen. Auf dem Spielplatz, wenn eine Mutter das Spielzeug ihres Kindes vor anderen Kindern versteckt, damit die es ja nicht nehmen: albern! Im Freibad, wenn die eine Mutter eine andere belehrt, dass Schwimmflügel total gefährlich sind, sie hätte darüber mal einen Forenbeitrag bei Net-Moms gelesen: noch alberner! Aber vielleicht sollte man einfach mal mehr zu sich selbst zurückkehren und zur Frage: Bin ich als Mutter so, dass ich es mit mir vereinbaren kann und es meinem Kind gut tut?

Das ist gar nicht so einfach herauszufinden. Und ja, Instagram ist in diesem Prozess weder ein Kriterium noch eine große Hilfe. Aber es ist eben interessant, wie andere Mütter das so machen. Janni Hönscheid schafft es offenbar, auch in stressigen Situationen mit ihrem Sohn Glück zu finden. Aber vielleicht schaue ich mir bei Instagram in Zukunft doch lieber die Beiträge von der US-Autorin Ilana Wiles (@averageparentproblems) an. Sie hat ein Buch mit dem Titel „The Mommy Shorts Guide to Remarkably Average Parenting“ geschrieben. Schon der erste Satz auf dem Buchrücken hat mich sehr glücklich gemacht:

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„Ilana Wiles ist keine gute Mutter. Sie ist auch keine schlechte Mutter. Wie die meisten von uns ist sie einfach eine normale Mutter.“

10 Tipps, um eine gute Mutter zu werden

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Ist Familie ein Gefühl, eine Wahrnehmung oder ein festes Konzept von Verwandtschaft? Wir haben uns umgehört und nachgefragt, was Familie sein kann.

Da sich das Verständnis von Familie ständig ändert, haben wir zufällig Menschen in Berlin auf der Straße angesprochen und gefragt, was Familie für sie bedeutet. Wir haben fünf sehr spannende Antworten erhalten:

André, Ostwestfalen: „Familie ist für mich ein fester Halt, Geborgenheit, ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Es bedeutet Tradition aber auch Zukunft. Zur Familie gehören für mich meine Kinder, meine Frau, Eltern und Großeltern.“

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Christine und Christoph, Magdeburg: „Familie bedeutet für uns in erster Linie Zusammenhalt. Man fühlt sich zu Hause, selbst wenn man an einem anderen Ort ist. Solange man mit der Familie zusammen ist, ist man irgendwie immer zu Hause. Mit Familie assoziieren wir zuerst uns beide und den Kleinen. Die Eltern gehören natürlich auch dazu. Die anderen laufen eher unter enge Verwandte.“

Sabrina, Rathenow: „Ich verbinde damit Kinder, Liebe, Partnerschaft und Zusammenhalt. Wenn man sich liebt, entstehen manchmal auch Kinder. (lacht.) Ich habe vier Stück. Sie sind für mich das Wichtigste, zusammen mit meiner Beziehung.“

Annett, Berlin-Friedrichshain:„… das große Glück!“

Cornelia, Berlin: „Ich assoziiere mit dem Begriff „Familie“, für einander da zu sein und Zeit miteinander zu verbringen. Das ist mir auch sehr wichtig. Mein Mann und ich haben jeweils vier und drei Geschwister, sodass wir sehr in unsere Familien eingebunden sind. Der Zusammenhalt in unserer Familie entspricht dem, was ich als ideal empfinde.“

Was bedeutet Familie heute eigentlich?

Ich kenne eine Mama – Mitte 40, zwei Kinder, alleinerziehend – die ziemlich ungünstige Arbeitszeiten hat. Sie arbeitet von 12 bis 19 Uhr. Bei älteren Kindern wäre das wohl kein Problem, allerdings ist Ihre Tochter gerade Mal 6 Jahre alt. Letztes Jahr ging sie noch zur Kita. In diesem Jahr ist sie ein Schulkind. Ihr großer Bruder (Teenie) holt sie ab und an ab und passt auf. Allerdings unter großem Murren. Das geht aber natürlich nur, wenn er auch zu Hause ist.

Die restliche Zeit über kommt die Oma vorbei. Sie macht den Kindern Essen, sie passt auf, dass die Hausaufgaben erledigt worden sind und kümmert sich auch um den Garten/Haushalt. Dafür legt sie beinahe täglich (!) eine Strecke von knapp 50 Kilometern (einfach) zurück. Hin und wieder übernachtet sie auch Mal. Eine krasse Leistung, vor allem, da sie auch nicht mehr zu den Jüngsten zählt und man ihr die Erschöpfung mit den zwei jungen Kids doch ansieht. Aber sie hat sich nicht einmal beschwert. Sie liebt ihre Enkel, sie liebt ihre Tochter. Und sie hilft, wo sie kann. Das ist Familie für sie. Und sie hat meinen vollsten Respekt!

Große Alltagshelden

Ein anderes Beispiel: Ein alter Kitafreund von Claire wird im August nicht zur OGS gehen. Stattdessen wird ihn die Oma nach der Schule abholen und betreuen, bis die Eltern von der Arbeit kommen. Auch hier scheint es völlig selbstverständlich zu sein, dass die Großmutter so eng ins Familienleben eingespannt ist. Schon immer! Jeden Tag wartet sie im Auto darauf, dass ihre Tochter den Sohn aus der Kita abholt. Sie winkt mir immer freundlich zu wenn ich aus dem Haus gehe. Ich freue mich immer unglaublich, wenn ich diesen Zusammenhalt sehe – und bin auch ein wenig neidisch, weil ich es mir für meine Mädchen auch wünsche, dass Oma jeden Tag da ist und Teil des familiären Alltags ist <3

Habe ich euch schon gesagt, dass meine Eltern die besten sind.

Ein Schulkind muss aus der Schule abgeholt werden, ich kann ja im Moment nicht fahren, der Mann ist nicht da.

Opa macht sich direkt auf den Weg ❤️

Und ja, ich bin sehr froh, dass wir diesen Rückhalt haben.

— Mama Maus (@MamaMausBlog) 23. Mai 2019

Was ist Familie für euch?

Wenn ich Familien wie diese sehe denke ich: DAS ist Familie. Sie leben genau das, was Familie (für mich) ausmacht. Halten zueinander. Sie unterstützen sich. Auch eine „Mini-Umfrage“ auf Twitter, hat ein ähnliches Bild ergeben:

Familie definiert sich nicht nur durch Blutsverwandtschaft für mich. Bedeutet aber auch Schuld und Zwang lass ich mir nicht mehr als Familienbindung unterjubeln. Familie ist Liebe und Vertrauen in einander.

— Münstermama (@Muenstermama) 3. Mai 2019

Familie sind die Menschen, die ich in meinem Leben nicht missen möchte. Verwandte und Freunde die mich durch dick und dünn begleiten und selbst am Scheideweg die selbe Abzweigung wählen, selbst wenn es nur eine Parallelstraße ist.

— Lahndaddy (@lahndaddy) 3. Mai 2019

Um eine recht erfolgreiche Fernsehserie zu zitieren „Family doesn’t end with blood“.

Familie ist dort, wo man zusammenhält, sich hilft, sich vertraut, man voneinander lernt,…

— dailymama.org (@Dailymama_org) 3. Mai 2019

Kann ja nicht so gut m Gefühle in Worte fassen, aber„Familie ist da, wo mein Herz ist, mit Leidenschaft fühlen was der andere sagt/denkt u fühlt. Dazu zähle ich auch Freunde; dazu zähle ich aber nicht d Menschen, die blutsverwandt sind u wo noch nie gegenseitig Interesse bestand“

— working Mum🐝🍄 (@hmmm_Brezel) 3. Mai 2019

Familie ist ein Gefühl und keine ganz bestimmten Personen die mit mir blutsverwandt sein müssen. Familie ist das Gefühl zu Hause zu sein. Aufatmen zu können und man selbst sein zu dürfen ohne Angst haben zu müssen verurteilt zu werden. Wo man Sorgen und Ängste einfach teilen

— Kookie_crumble (@crumble_mom) 3. Mai 2019

kann und wo man Hilfe bekommt wenn man sie ganz dringend braucht. Wo Schutz und Geborgenheit selbstverständlich sind. Ich denke das definiert Familie für mich 🙂

— Kookie_crumble (@crumble_mom) 3. Mai 2019

Familie sind die Leute, die man immer anrufen kann, die wirklich involviert sind und die helfen, wenn Not am Mann ist, auch wenn es für sie mit Anstrengung und Kosten verbunden ist. Alle, die nur reden und mitleidig gucken, aber dann wieder verschwinden, sind es nicht.

— BuchKeksKaffee (@BK30074281) 3. Mai 2019

Als Familie bezeichne ich persönlich Menschen, die immer für einen da sind, unabhängig davon ob man blutsverwandt ist. Bedingungslose Liebe und Respekt, sich gegenseitig unterstützen ohne Gegenleistung zu erwarten.Miteinander lachen und weinen zu können.Das ist für mich Familie.

— Alesja K. (@Iphgenie) 3. Mai 2019

(Weitere Antworten sind auf Twitter zu finden)

Familie ist füreinander da sein, füreinander zu sorgen, miteinander lachen und glücklich sein. Aber vor allem: Familie heißt nicht immer, dass man miteinander verwandt sein muss. Familie wohnt im Herzen. Ein ganz wichtiger Aspekt, der an anderer Stelle nochmal ganz wichtig wird!

Familie hat nichts mit dem Verwandtschaftsgrad zu tun

Es ist nicht gerade selten, dass Familie über die Grenzen herausgeht. So ist mein bester Freund (und Ex-Verlobter) zusammen mit seiner Lebensgefährtin eine Art Teil der Familie für mich geworden. Sie waren in schlechten Zeiten für mich da, stehen mir mit Rat und Tat zur Seite. Ich kann mich drauf verlassen. Ein wunderbares Gefühl. Aber es gibt auch eine andere Seite…

Eine sehr gute Freundin leidet zum Beispiel gerade darunter, dass ihre Familie sie irgendwie im Stich gelassen hat. Ihre Situation ist (leider) das beste Beispiel dafür, wie Familie nicht funktioniert. Zumindest nicht nach meinem persönlichen (!) Verständnis: Ihre mittlere Tochter wurde bisher von der Oma nach der Schule betreut (Grundschülerin). Sie selbst hat gerade eine Ausbildung begonnen, um sich einerseits einen lang ersehnten Lebenstraum zu erfüllen, andererseits aber auch, um ihre Zukunft abzusichern. Als Mama dreier Kinder ohne (bisherige) Ausbildung, ist man auf dem Arbeitsmarkt ja in etwa so beliebt wie vaginaler Herpes.

Spontaner Urlaub wirft alles durcheinander

Und nun hat die Oma – völlig spontan – eine Reise gebucht, ist von einem auf den anderen Tag abgereist und kommt erst im Juli wieder. Meine Freundin steht ganz plötzlich ohne Unterstützung da. Eine Tagesmutter o. Ä. zur Randzeitbetreuung findet sie nicht. Schöne Scheiße. Denn immerhin ist hier ihre gesamte Ausbildung in Gefahr! Es gibt keine Möglichkeit, diese zu unterbrechen oder pausieren. Kann sie nicht weiter machen, war´s das mit ihrem Traum.

Für mich (!) Ist das total heftig, sowas zu lesen. Kann das Familie sein? Es geht hier tatsächlich um eine Existenz. Da sollte der Spaß aufhören und familiärer Zusammenhang anfangen, oder nicht? Zeit für Ficki Ficki (ja, es geht um einen Mann) ist immernoch. Zum Glück findet sie aktuell Hilfe in einer Freundin, die sie unterstützt – trotz einer OP wohl gemerkt. Aber bis Juli? Das wird schwierig. Einen Babysitter engagieren kostet zu viel. Sie ist ratlos. Verzweifelt. Zu gern würde ich ihr irgendwie helfen…

Moderne Großeltern: Ein Leben ohne Enkel

Das ist aber ein gutes Beispiel dafür, dass Blut eben nicht dicker als Wasser ist. Freundschaft ist hier mehr wert. Die Oma hat ihr eigenes Wohl, vor das ihrer Enkel gestellt. Natürlich ist es ihr gutes Recht. Absolut. Nur finde ich es sehr traurig, dass dadurch so viel Kummer und Sorgen entstehen und die Zukunft meiner Freundin gefährdet wird. Hätte man es nicht anders lösen können? Zumindest absprechen? Ist es das Ziel der „modernen Generation“ Großeltern? Alles hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen, wenn die Kinder aus dem Haus sind? (Achtung könnte überspitzt formuliert sein).

Denn so wie es aussieht, wird es bald zur Tagesordnung gehören, sich eher auf Freunde oder „externe Kräfte“ (Tagesmutter, Babysitter usw.) verlassen zu müssen, wenn es um Unterstützung geht. Wie ich darauf komme? Ich hatte kürzlich eine ziemlich ungemütliche Diskussion, die ich im Nachhinein mit viel Traurigkeit und Wehmut betrachte. Sie lief via Twitter mit mehreren Parteien ab und hat mir gezeigt, dass mein Blick auf „Familie“ scheinbar recht naiv zu sein scheint. Zu romantisch. Zu treuherzig und loyal.

Was will die „Oma von heute“?

Es ging im Großen und Ganzen darum, dass Großeltern – hier kamen speziell Omas zur Sprache, darum bleibe ich jetzt beim Begriff Oma – nicht mehr das „traditionelle Bild“ erfüllen wollen. Also dieses System der Mehrgenerationenfamilien, die sich gegenseitig unterstützen: Omas, die auf ihre Enkel aufpassen, damit die junge Generation arbeiten kann. Oder vielleicht mit im Haushalt anpacken etc. (was normal ja auch auf Gegenseitigkeit beruht). Die Oma von heute will selbstbestimmt und frei sein. Ihr gutes Recht. Sie haben mit 18, 20 oder 25 Jahre Kinderbetreuung der eigenen Kinder ihren Tribut geleistet und „fangen bei den Enkelkindern sicher nicht mehr bei Null an“ (entstammt einem Zitat).

Sie möchten ihre Wünsche verwirklichen, arbeiten gehen, ihren Träumen nachjagen – und bei all dem ist für Enkelkinder kein Platz. Ich verstehe sehr wohl, dass viele Generationen von Frauen an Küche, Familie und Herd „gekettet“ waren. Sie waren für den Haushalt und die Kinderbetreuung zuständig. Karriere gab´s nicht. Es ist noch gar nicht so lange her, da hatten Frauen so gut wie keine Rechte. Ja, ich weiß das. Alles!

Es gibt nicht nur schwarz oder weiß

Aber ich verstehe nicht, warum es von einem Extrem ins andere gehen muss. Warum es keinen Mittelweg zwischen „ständiger Verfügbarkeit“ und „keiner Verfügbarkeit“ geben kann. Ich verstehe sehr wohl, dass sich einige Frauen jahrelang in ihrer Rolle unwohl gefühlt haben. Sie wollten vielleicht „mehr vom Leben“, waren aber lange Zeit für Haushalt und Kinder zuständig. Jetzt haben sie die Chance sich anders zu verwirklichen. Machen das auch. Und das gönne ich ihnen von Herzen. Aber warum ist da kein Platz – also Zero – für Enkelkinder?

Es geht mir nicht darum, dass sie täglich oder mehrmals die Woche mehrere Stunden Zeit miteinander verbringen sollen, wie in den Beispielen am Anfang. Das sind echt „Extremfälle“. Einmal im Monat für 2 bis 3 Stunden fände ich schon total schön. Um eine Bindung zu schaffen und konstant zu halten. Doch selbst das ist manch Mensch zu viel. Es macht mich so traurig, wenn Zeit mit den Enkeln, begrenzte Zeit, so negativ betrachtet wird. Und nachdenklich.

Ich frage mich, was da alles „passiert“ sein muss. Nicht abwertend gemeint. Es stellt sich mir einfach die Frage, worauf ich achten kann, damit es mir nicht auch mal so ergeht… Ich möchte mir selbst dieses Gefühl meinen „Tribut geleistet zu haben“, fernhalten und die gleiche Freude im Herzen empfinden, wie ich sie jetzt empfinde, wenn ich daran denke, dass meine Kinder auch mal Eltern werden. Ich hoffe es gelingt mir für meine Familie da zu sein, wenn ich älter bin (wie es kommt, weiß ich dann in 20 Jahren).

„Haben Sie denn keine Oma in der Nähe?!“

Kleiner Funfact: Wenn man in Beratungsstellen, Anlaufstellen zur Selbsthilfe, in der Twitter-Bubble, in Facebook-Gruppen oder anderen Plattformen unterwegs ist, kommt meist ein und dieselbe Frage, wenn man von Überbelastung spricht: „Gibt es denn keine Oma in der Nähe, die das Kind ein paar Stunden nehmen könnte?“ Tja nun.

Die Oma mag es vielleicht sogar in unmittelbarer Umgebung geben. Sie will das Kind nur nicht (in den angesprochenen Fällen). Für manche Omas scheinen ein paar wenige Stunden im Monat bereits zu „große Opfer“ abzuverlangen. Ein „zu großer Einschnitt ins selbstbestimmte Leben“. Ich war ehrlich gesagt verblüfft über derlei Aussagen.

Keiner verlangt 24/7 Dienste

Keiner verlangt, dass eine Oma 24/7 greifbar sein muss oder gar ins Haus der Enkel miteinzieht. Also, zumindest ich nicht. Ich will das auch gar nicht – Oh Gott. Aber Großeltern, die nur zu den Feiertagen und einem Ausflug im Jahr Zeit haben, sind das andere Extrem, welches ich nicht für mich akzeptieren kann und will. Es gibt doch etwas dazwischen? Ein, zwei Besuche im Monat? Gemeinsame Kaffeenachmittage. Oder eben auch der Notanker, wenn man das Kind anders nicht unterbekommt. Das kann man widerrum aber nur sein, wenn die Enkel die Omma auch kennen. Man kann die Großeltern-Enkel-Beziehung ja verschieden ausgestalten – keine Frage. Für mich existiert aber gar keine echte Beziehung, wenn die Großeltern die Enkel nur zu den „Pflichtterminen“ sehen. Weihnachten, Ostern, ein jährlicher Zoobesuch. Ende. Ist ähnlich schräg, wie Sex nach Wochentag, finde ich.

Da stelle ich mir die Frage, ob es nicht sinvoller wäre, die Ressourcen anders einzusetzen. Aufgrund der Entfernung sieht meine eigene Mutter die Enkel beispielsweise kaum (blöd, aber ich verstehe es aus mehreren Gründen). Wir sehen uns zu ein paar Gelegenheiten im Jahr. Zwei oder dreimal… Das Ergebnis: Jedes Mal, wenn ich ankündige, dass wir zu Oma A fahren, schaut mich Claire mit großen Augen an: Oma A? Wer war das nochmal?

Bindung basiert auf Gegenseitigkeit

Das finde ich ziemlich belastend. Und traurig. Aufgrund der Entfernung geht es nicht anders. Ja. Kein Vorwurf! Aber, ich verstehe für mich nicht, warum eine Oma (oder auch ein Opa) für sich aktiv entscheidet, genau so (k)eine Bindung erzeugen zu wollen. Warum sollte ich dann meine Energie dazu aufbringen, das Verhältnis überhaupt aufrechterhalten zu wollen? Bindung muss von beiden Seiten gewünscht sein.

Darum geht es ja schließlich auch. Die Familie zu einen, die Bindung zueinander aufbauen und stärken. Ich finde Vorwürfe wie „Omas werden ja nur zur kostenlosen Kinderbetreuung missbraucht“ daher mehr als übergriffig und gemein. Ja, sie können eine super Ergänzung sein. Sie können uns den Arsch retten! Und selten bezahlt man das (wir haben früher beispielsweise das Spritgeld bezahlt). Das ist widerrum auch eine Entlastung! Nicht jeder hat das notwendige Kleingeld und muss die Kinder dennoch untergebracht bekommen. Schöner wäre es natürlich, wenn man die Großeltern auch bezahlen könnte. Aber andererseits: Wir sprechen hier von Familie. Und die beruht doch auch immer auf Gegenseitigkeit.

Sei es das Netzwerkkabel, dass dem Vater im neuen Haus verlegt wird, sei es Geld, welches der Mutter geliehen wird (Beispiele aus dem persönlichen Umfeld) – schon jetzt helfen wir doch unseren Eltern, wenn wir es können. Spätestens, wenn sie älter werden. Wenn sie Hilfe beim Einkaufen benötigen, das Pflegeheim bezahlt werden muss oder wir gar selbst die Eltern pflegen – es kommt alles zurück. Familie ist ein Kreislauf. Ein Geben und Nehmen. Ein für mich gesunder Kreislauf. Warum möchte man daraus ausbrechen und alles hinter sich lassen?

Familie wird enger

Es fällt mir wirklich sehr schwer, das alles nachzuvollziehen. Mein Familienbild hat wirklich Risse bekommen. Familie wird zukünftig wohl anders definiert werden. Enger. Kleiner. Zumindest für mich. Auch ich habe mich schon von Teilen der Familie abgewandt und ich würde es wieder tun – wenn ich sehe, dass mir der Umgang nicht gut tut und meine Ressourcen nachhaltig schwächt. Das ist aber keinesfalls mein Ziel. Mein Ziel wäre eine Einheit. Worauf ich mich verlassen kann. Ist das nun ein naiver Traum? Vielleicht. Ja. Vielleicht wandelt sich wirklich alles. Vielleicht ist es aber nur eine kurze Momentaufnahme gewesen. Eine Randerscheinung?

Es tauchen nun Fragen auf, wie zukünftig die Kinderbetreuung gestaltet werden kann. Vor allem in finanziell schwachen Familien. Und dort, wo es einfach keine Betreuungsplätze gibt. Wie baue ich soziale Netze auf, die mir helfen können? Wenn nicht nur Omas (bzw. Großeltern), die weiter weg wohnen, wegfallen, sondern auch Großeltern vor Ort, dann wird die Luft doch ziemlich eng. Ich hoffe sehr, dass sich diese extreme Entwicklung nur in meiner Filterbubble zeigt und gar nicht so krass ist. Ich wünsche mir ganz viele Familien, wie die zu Anfangs genannten Beispiele. Weil ich es einfach als wunderschön erlebe und das das Bild von Familie ist, welches ich immer im Herzen getragen habe.

Mama ist man ein Leben lang

Ich versuche Familie jedenfalls so zu leben, wie ich es für richtig halte. Auch später werde ich für meine Kinder UND Enkel (sollte es welche geben) da sein. Denn ich bin der Meinung mit dem 18. Geburtstag meiner Kinder hört mein Mamasein nicht auf. Das ist eine Entscheidung, die ich für das Leben getroffen habe.

Ich werde mein Leben lang auch dazu stehen. Denke ich. Das Mamasein ist ein Teil von mir. Ich muss einfach nur darauf achten, dass es mich nicht (weiter) auffrisst und ich meine Grenzen rechtzeitig ziehe. Dann werde ich wohl auch (hoffentlich) das Gefühl umgehen, mich plötzlich von der Verantwortung ganz lösen zu müssen, um selbstbestimmt zu sein (so der Plan).

Die größte Herausforderung des Mamaseins

Das ist denke ich, eine der größten Herausforderungen im Mamasein: Für die Kinder da sein und dennoch selbstbestimmt und ein eigener Mensch bleiben. Eine Aufgabe, an der ich auch immer wieder scheitere. Aber ich arbeite dran. Und ich wünsche allen Müttern, dass sie mit dem Erwachsenwerden ihrer Kinder nicht das Gefühl haben werden, sie hätten ihr Leben für das ihrer Kinder weggegeben und müssten es nun nachholen. Ein verständliches Gefühl, aber es macht mich auch traurig, das so zu erleben… Familie sollte keine Last sein. Auf keinen Fall! Das möchte ich nicht für mich, und auch nicht für andere. Aber manchmal ist es Arbeit, harte Arbeit.

In diesem Sinne, stelle ich mir zukünftig die Frage: Macht es mich glücklich, oder kann das weg? Man kann nicht nur Gegenstände ausmisten 😉

Wie ist es bei euch? Nach welchem Familienbild lebt ihr? Gehören die Großeltern fest dazu, oder sind sie eine Randerscheinung in eurem Leben? Glaubt ihr, dass wir zukünftig auf „Ommas Hilfe“ verzichten müssen? Oder waren das nur Stimmen am Rande?

PS: Sorry für den Gedankenzwurbel. Mein Kopf ist in den letzten Wochen ziemlich matschig geworden und meine Gedanken sind es auch 🙂

©Michal Zacharzewski/Stock.xchng

Kann man heutzutage überhaupt noch von „Familie“ sprechen und was bedeutet sie noch für den Einzelnen? Wenn wir miterleben, wie viele Familien kaputt gehen, stellt sich die Frage: Hat Familie überhaupt Zukunft? Oder vielleicht anders herum gefragt: Ist Familie denn überhaupt noch so wichtig?

Hier einige interessante Zitate zum Thema:

„Die Familie ist die wichtigste Schule für unser Leben.“ J. Piaget

Dr. Martin Luther King Jr. bezeichnete die Familie als die „Schule der Liebe“

Papst Johannes Paul II bezeichnete die Familie als die „Schule des Friedens“

Bill Clinton sagte 1996 in seiner Unionsrede: „Unsere erste Herausforderung ist, unsere Kinder zu lieben und die Familie zu stärken. Familien sind das Fundament des Lebens. Wenn wir stärkere Familien haben, werden wir eine stärkere Nation haben.“

Die Familien sind die Grund-Einheiten, die unsere Gesellschaft aufbauen. Jeder stammt aus einer Familie und verbringt die meiste Zeit seines Lebens in einer Familie.

Wenn Familien zerbrechen, geht auch die Gesellschaft zugrunde.

Familie – früher und heute

Der lateinische Begriff „familia“ umfasste früher den gesamten Herrschaftsbereich des Mannes, also alles, was zu seinem Haus und Hof gehörte.

Früher lebten oft noch die ledige Tante, der Onkel, Knecht und Magd mit im Haus. Mit der Industrialisierung kam die Entwicklung hin zur bürgerlichen Kleinfamilie (1850-1950). Das bedeutete, ein verheiratetes Ehepaar lebte mit den eigenen leiblichen Kindern in einem Haushalt. Der Vater war der Hauptverdiener und Familienvorstand, die Mutter organisierte den Haushalt und hatte in 70 % der Fälle einen Teilzeitjob.

Im späten 20. Jahrhundert war zwar die „Kernfamilie“ (also Vater, Mutter, Kinder) noch am häufigsten, jedoch gibt es seither immer mehr Alleinerziehende, kinderlose Ehepaare und nichteheliche Lebensgemeinschaften, Single-Haushalte.

©Dacht Vlo/Stock.xchng

Leider wenden sich die Menschen mehr und mehr von christlichen Werten ab, so dass heute Scheidung nichts Ungewöhnliches und homosexuelles Zusammenleben eine Alternative ist. Ein loser und moralisch-ethisch unverantwortlicher Lebensstil bewirkt eigentlich das Gegenteil von dem, was sich die Menschen dadurch erhoffen, er ist selbstzerstörerisch.

Unsere Gesellschaft – das sind wir – wird immer individualistischer (ein anderes Wort für Egoismus). Es geht darum, sich selbst zu verwirklichen, ohne sich verpflichten zu müssen. Das „ich“ steht im Vordergrund. Dies geht auf Kosten der Gemeinschaft und führt letztlich in die Vereinsamung. Übergeordnete Werte spielen keine wirkliche Rolle mehr.

Auch Menschen, die christlich leben möchten und sich an den Geboten Gottes orientieren wollen, werden davon beeinflusst. Christliche Ehen werden genauso häufig geschieden, wie nichtchristliche.

Die Bedeutung der Familie

Die „Familie“ ist eine von Gott gegebene natürliche Institution.

Die Familie ernährt und versorgt ihre Mitglieder nicht nur, die Familie beeinflusst das Leben aller Beteiligten maßgeblich.

Die Beziehungen in der Familie prägen unser ganzes Leben. Was wir in der Familie mit unseren nächsten Angehörigen erleben, prägt unseren Umgang mit Menschen in der Gesellschaft. Gute zwischenmenschliche Beziehungen sind wichtig im Beruf, der Freizeit, im öffentlichen Leben usw. Erfüllende zwischenmenschliche Beziehungen haben einen sehr großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Jemand, der überall mit Anderen im Konflikt lebt, ist unanziehend und in vielem sehr wenig effektiv.

Die Familie ist sozusagen der Trainingsplatz für unsere Beziehungsfähigkeit mit Anderen.

Die Geborgenheit und der Schutz der Familie sind entscheidend für die Entwicklung.

In der Familie werden wichtige Werte vermittelt, nach denen man als Jugendlicher und Erwachsener lebt.

Die Familie Gottes

Vielleicht bist du recht frustriert über deine eigene Familie, gerade, wenn du diesen Artikel liest. Vielleicht bist du sogar verzweifelt über die Verhältnisse und was z.B. die Scheidung deiner Eltern mit dir gemacht hat.

Du wünschtest dir so sehr Geborgenheit, Annahme, Liebe, Sicherheit. Doch irgendwie fühlst du Einsamkeit, Zerbruch, Angst und Verlust.

©Stephanie Hofschlaeger/Stock.xchng

Lass Gott dahinein. Er möchte dir ganz praktisch helfen, Er möchte dir alles sein, was du brauchst und dich erfüllen mit Seiner Liebe. Er möchte dir zuerst Geborgenheit bei Ihm selbst und dann in Seiner Familie – das heißt in der Gemeinschaft mit anderen, die an ihn glauben – geben und dann darfst du in deiner Familie ein Licht für Ihn sein.

Johannes 1,12: Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.

Link zum Artikel „Die weltweite Familie“

Die 10 wichtigsten Eigenschaften einer guten Mutter

Ein Junge umarmt seine Mutter. Sie hält Blumen in der Hand.

Foto: © iStock, evgenyatamanenko

  • 1. Körperliche Nähe schenken und zulassen

Körperliche Nähe ist ein elementares Grundbedürfnis eines jeden Kindes, so wichtig wie Essen und Schlafen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten und kleine Gesten, um diese Nähe herzustellen, z.B. durch Kuscheln, Schmusen, aber auch durch spielerisches Rangeln, Kitzeln und Raufen. Die Geborgenheit, die Kinder durch Zärtlichkeit ihrer Mutter (und natürlich auch ihres Vaters) erfahren, stärkt sie für ihr ganzes weiteres Leben.

  • 2. Wirkliches Zuhören und ehrliches Interesse am Kind

Wenn uns jemand richtig zuhört, dann geht uns das Herz auf und wir fühlen uns angenommen, bedeutsam, gesehen und einfach wohl. Kein Wunder, dass das wirkliche Zuhören ganz oben auf dieser Liste der wichtigen Eigenschaften einer guten Mutter (und eines guten Vaters) steht.

  • 3. Bedingungslose Liebe

Kinder wünschen sich eine mütterliche Liebe, die keine Bedingungen stellt, die also nicht an Wohlverhalten oder Leistung gekoppelt ist. Geliebt werden, auch wenn man schlecht gelaunt, bockig, nervig ist – das wünschen sich alle Kinder von ihren Müttern (und Vätern).

  • 4. Vertrauen und Zutrauen ins Kind

Wenn uns jemand etwas zutraut, beflügelt uns das! Auch Erwachsene spüren und schätzen den Effekt des Vertrauens und Zutrauens noch sehr. Und noch viel wichtiger ist diese Haltung des Vertrauens für Kinder. Eine Mutter (und ein Vater), die ihr Kind ausprobieren lässt und ihm zutraut, Lösungen zu finden, befähigt es dazu, Herausforderungen, kleine und große, selbst zu meistern. Und daraus erwächst Selbstvertrauen – ein Kapital fürs ganze Leben.

  • 5. Verlässlichkeit, also da zu sein, wenn sie gebraucht wird

Sie ist von den ersten Lebensstunden eines Babys an überlebenswichtig und bleibt für immer bedeutsam: Verlässlichkeit. Wenn Kinder das Gefühl haben können, dass Mama verlässlich für sie da ist, wenn sie sie brauchen, wächst so etwas wie eine unsichtbare Schutzschicht um sie herum, die sie in allen Lebenslagen stärkt.

  • 6. Akzeptanz gegenüber dem Kind, so wie es ist

Eine gute Mutter versucht nicht, ihr Kind nach ihren eigenen Wunschvorstellungen zu formen, sondern versucht es als das Menschenwesen anzunehmen, zu lieben und zu fördern, das es nun einmal ist. Dafür braucht sie einen offenen und liebevollen Blick auf ihr Kind und sollte mit sich selbst im Reinen sein (um nicht eigene Wünsche an das Leben allzu sehr auf ihr Kind zu projezieren).

  • 7. Selbstreflexion und Offenheit

Eine gute Mutter (und ein guter Vater!) reflektiert sich selbst. Sie stellt sich zum Beispiel genau diese Frage: Bin ich eine gute Mutter? Und was macht überhaupt eine gute Mutter aus? Oder sie fragt sich, ob die Erziehungs-Vorsätze, die sie noch während der Schwangerschaft hatte, wirklich so alltagstauglich sind und hat keine Angst, diese immer wieder über Bord zu werfen und ihr Verhalten nachzujustieren.

  • 8. Mut zu Unvollkommenheit und keine Angst vor Fehlern

Eine gute Mutter ist keine Übermutter. Wer mag schon Menschen, die glauben alles richtig zu machen? Menschen sind unvollkommen und überhaupt nicht perfekt und am wunderbarsten sind solche, die ihre Schwächen mit einem liebevollen Augenzwinkern auch zugeben können. Mütter, die dies tun, leben ihrem Kind vor, dass sich Authentisch-Sein gut anfühlt und sie sind nachsichtig gegenüber der Unvollkommenheit ihrer Kinder.

  • 9. Zeit haben für Kinder, und das gerne und mit Freude

Nein, eine gute Mutter muss nicht andauernd mit ihren Kindern spielen und sie bespaßen! Aber alle Kinder wünschen sich eine Mutter (und einen Vater), die sich immer wieder auch Zeit für sie nimmt, sie z.B. einbezieht bei einfachen Tätigkeiten im Haushalt, ihnen Dinge zeigt und erklärt, mit ihnen spricht, z.B. beim lustvoll zelebrierten Abendessen mit der ganzen Familie am Familientisch. Und die manchmal einfach unbeschwerte, scheinbar nutzlose Zeit mit ihnen verbringt, gemeinsam Blödsinn macht und mit ihren Kindern Spaß hat.

  • 10. Eigene Zufriedenheit und Freude am Leben

Eine gute Mutter kümmert sich auch um sich selbst und sagt „ja“ zum Leben. Dieses Vorbild lässt Kindern Flügel wachsen. Eine Mutter, die Zufriedenheit ausstrahlt, macht auch Kinder zufrieden, ja, so einfach ist das manchmal.

Die Eigenschaften einer guten Mutter wurden von urbia-Müttern in unserem Forum beschrieben. Lies hier mehr zur Frage: „Was macht eine gute Mutter aus?“ . Welche Eigenschaften fehlen dir hier? Diskutiere mit!

10 Eigenschaften einer guten Mutter

Bin ich eine gute Mutter?

Hier auf dieser Seite findest du 10 Eigenschaften einer guten Mutter.

Jetzt für später merken 🙂

Irgendwann überkommt jeder Mutter einmal dieser Zweifel: Bin ich eine gute Mutter? Was macht für mich eine gute Mutter aus? Welche Mutter möchte ich für mein Kind sein?

Gut ist es, sich diese Frage auch ruhig schon vor der Geburt zu stellen, denn das Leben kommt häufig dazwischen und da hilft es uns immer eine Vision zu haben.

Ich habe das Netz durchstöbert und bin u.a. beim Urbia Magazin fündig geworden. Ergänzt durch meine community und ein paar eigene Gedanken ist dann dieser Blogpost entstanden.

Hier sind die meist genannten Antworten:

Die 10 Eigenschaften einer guten Mutter

Dies ist ein Bedürfnis, dass gerade auch in meinen Babyspaß Kursen immer wieder thematisiert wird.

Auf grausame Weise haben wir Menschen inzwischen herausgefunden, dass Babys ohne körperliche Nähe nicht überlebensfähig sind, selbst wenn alle anderen Grundbedürfnisse befriedigt werden.

Dieses Bedürfnis ist im ersten Lebensjahr am größten, doch grundsätzlich suchen Kinder immer wieder die Geborgenheit durch die körperliche Nähe. Auch Toben und Rangeln sind Ausdruck körperlicher Nähe.

Diese Nähe stärkt die Kinder von Innen.

2) Bedingungslos lieben und annehmen

Als Eltern lieben wir unsere Kinder – egal wie. Sie sind für uns wunderschön und genau richtig.

Auch später wenn sie älter werden, ist es für die Kinder enorm wichtig, so angenommen zu werden wie sie sind.

So schwer es manchmal fällt: den offenen Blick für unsere Kinder zu behalten auch wenn sie so gar nicht unseren „Vorstellungen“ entsprechen, ist wohl eines der größten Geschenke, das wir unseren Kindern machen können.

Sie wünschen uns, dass wir hinter ihnen stehen, wenn sie Unterstützung benötigen oder vor sie stellen, wenn sie zu unrecht beschuldigt werden. Wir dürfen auch gerne neben ihnen stehen, wenn wir uns auf Augenhöhe mit ihnen unterhalten.

Eine Sache, die immer wieder genannt wurde war, dass sich Kinder wünschen, dass ihnen erst einmal zugehört wird, auch wenn sie augenscheinlich „Mist gebaut“ haben. Sie möchten zunächst die Möglichkeit bekommen ihre Version der Geschichte zu erzählen.

Damit kommen wir auch schon zur dritten Eigenschaft einer guten Mutter:

3) Gerne zuhören, ohne zu bewerten

Alle Kinder freuen sich, wenn sie einfach erzählen dürfen, ohne die Angst haben zu müssen, ver- oder beurteilt zu werden.

Das trifft auf alle Menschen zu, daher ist diese Eigendchaft auch im Umgang mit anderen Menschen extrem hilfreich.

Ein offenes Ohr zu haben, bedeutet präsent zu sein, nicht nebenbei am Handy zu tippen oder fernzusehen. Wenn wir das Gefühl haben, das uns achtsam zugehört wird, dann fühlen wir uns angenommen und wertgeschätzt.

4) Vertrauen und zutrauen

Eine der wichtigsten Eigenschaften einer guten Mutter ist das Vertrauen und das Zutrauen in das eigene Kind.

Vertrauen kommt von Trauen. Wir selber müssen unsere Ängste bei Seite schieben und dem Leben und der Natur vertrauen, dass alles schon gut werden wird.

Nicht immer ist das Gute in einer Situation sichtbar. Wir müssen selber vertrauen, damit wir auch unseren Kindern diese Zuversicht schenken können.

Wir sollten unsere Kinder ausprobieren lassen, auch Frust aushalten. Unseren eigenen und den der Kinder.

Wie oft muss ein Baby/ Kleinkind immer wieder aufstehen, bis es dann seinen eigenen Schritte ohne hinzufallen gehen kann?

Dies Auszuhalten ohne wirklich helfen zu können ist auch für Eltern ein Lernprozess.

Als Eltern freuen wir uns dann über die selbstgemeisterten Erfolge unserer Kinder mit und schenken ihnen dadurch noch mehr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. So unglaublich wertvoll!

5) Loslassen

Diese Eigenschaft hängt viel mit dem Vertrauen und Zutrauen zusammen. Nur wenn wir vertrauen und zutrauen, dann können wir auch loslassen.

Allerdings ist es wichtig, sich dies immer wieder bewußt zu machen.

Es gibt im Leben immer wieder neue Situationen, in denen wir loslassen (müssen), obwohl die durchsichtige Nabelschnur uns so gerne zurückhalten möchte: das erste Mal mit dem Fahrrad alleine zum Bäcker war für mich z.B. so eine Situation.

Ich wußte, es war der nächste Schritt, doch am liebsten wäre ich hinterher gefahren oder vielleicht gleich mit? Unsere Tochter ist dann gefahren – mit Helm ohne Handy 😉 Loslassen.

Alles ist gut gegangen und sie war soooo stolz!

6) Über sich selbst lachen können

Das Leben locker nehmen und auch die eigenen Fehler mit Humor anerkennen, ist eine der Eigenschaften einer guten Mutter, die auch strubbelige Phasen in Zeiten des Trotzes oder der Pubertät gut überstehen lassen.

Unsere Kinder brauchen keine Übermutter, die in allen Bereichen perfekt und vollkommen zu sein scheint. Sie brauchen eine echte Mama mit echten Gefühlen, die auch dazu steht, dass sie vielleicht nicht immer alles im Griff hat und auch nicht für alles die perfekte Lösung auf der Hand.

Diese Mama kann dann aber im Chaos improvisieren und macht dann das nächste Mal in der gleichen Situation vieles besser. Sie zeigt den Kindern wie sie mit eigenen Schwächen umgehen können, ohne dass sie ihr Selbstwertgefühl verlieren.

7) Auch mal „Nein“ sagen

Kinder mögen bzw. brauchen Eltern, die zu ihren Werten stehen. Auch wenn die Kinder vielleicht später an der ein oder anderen Stelle sagen werden. „Boah, da wart ihr aber echt streng mit uns.“ Sie bewundern, dass ihr nicht nachgegeben habt. Das ist wertvoll, weil die Kinder dadurch lernen, dass auch Gruppenzwang aushaltbar ist, solange man für seine Werte und Überzeugungen eintritt.

Als Eltern sind wir wie Leitplanken für unsere Kinder. Wie können wir ihnen die Richtung weisen, wenn wir flexibel wie Gummi sind und unsere Worte immer von den Meinungen und Werten anderer abhängig machen? Gerade in stürmischen Zeiten brauchen wir eine innere Haltung, die fest steht und an der sich unsere Kinder auch reiben dürfen. Haltung kommt von aushalten. Als Eltern halten wir auch unfreundliches Verhalten unserer Kinder aus, weil wir sie lieben und es nicht persönlich nehmen.

Dem eigenen Herz zu folgen, das eigene Kind zu berücksichtigen, dass ist das, was bei unseren Kindern ankommt.

Und das führt mich direkt zu einer der nächsten Eigenschaften einer guten Mutter.

8) Andere Meinungen zulassen und über sich selber nachdenken

Auch als richtungsweisende Mutter mit Werten darf ich immer mal wieder mein Verhalten spiegeln und überlegen, ob ich in dieser oder jenen Situation so reagiert habe, wie ich mir das von mir gewünscht hätte.

Es ist nichts in Stein gemeißelt und wir erleben jede Situation zum ersten Mal mit diesem Kind.

Und wenn die Kinder älter sind, können wir auch nachfragen. Wie hast du das empfunden? Das bedeutet nicht, dass wir nachgeben. Wir bleiben nur im Gespräch und zeigen uns verletzlich.

Eine der Eigenschaften einer guten Mutter ist as auch, dass sie Regeln, die sich als nicht umsetzbar erweisen, abwandelt, ohne zu befürchten, dass sie dadurch unglaubwürdig wird. Sie bleibt im Gespräch mit ihren Kindern.

9) Sich Zeit nehmen

Kinder freuen sich immer über Exklusiv-Zeit mit ihrer Mutter. Wenn es uns also gelingt, dass wir immer wieder auch Zeit zu Zweit erschaffen, in der wir nur für ein Kind ganz präsent sind, dann erwärmen wir das Herz unserer Kinder.

Das müssen auch keine abgedrehten Abenteuer sein. Ein Einkauf zu Zweit ohne Hektik, bei dem ein paar Leiblingsspeisen des Kindes im Korb Platz finden, reicht da manchmal schon völlig aus.

Oder abends im Bett kuscheln und Quatsch machen, was für eine Freude für Mama und Kind.

10) Das eigene Glück im Blick haben

Als gute Mutter kümmern wir uns auch um uns selber. Wir sind nicht die, die sich für andere ohne Ende aufopfert und immer als Letzte drankommt.

Wir nehmen unsere Bedürfnisse wahr und kommunizieren sie auch. Wir achten darauf, dass unser Leben in Balance bleibt, weil wir wissen, dass wir nur dann auch unser bestes Ich leben können.

Wir geben unseren Kindern damit die wichtige Botschaft, dass auch sie sich um ihre Bedürfnisse kümmern dürfen und nicht immer bis an den Rand der Erschöpfung gehen müssen, um Anerkennung zu bekommen.

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Karriere und Familie schließen einander schon lange nicht mehr aus. Das sieht auch Lisa Janvrin so, die Gründerin von YouthfulNest. Sie selbst hat vier Kinder und sagt aus, das Muttersein habe sie auf das Leben als Unternehmerin vorbereitet. Eine Firma aufzubauen könne nämlich genauso nervenaufreibend und erfüllend sein, wie ein Kind zu erziehen. Um auch andere Frauen zu ermutigen den Schritt ins Unternehmertum zu wagen, erklärt sie anhand von 6 Beispielen wieso Mütter die besseren Entrepreneure sind.

1. Der bessere Umgang mit Problemen und Konflikten

Als Mutter ist man es gewohnt, dass nicht alles läuft wie geplant. Egal ob nächtlicher Pipi-Unfall oder Wutanfall auf dem Spielplatz, Kinder sind unberechenbar. Doch egal wie stressig manche Situationen sind, im nächsten Moment kann der Nachwuchs einen wieder mit einem herzerweichenden Lächeln beschenken. Und genau diese Momente sind es, die einer Mutter in Erinnerung rufen, dass Aufwand und Stress sich lohnen. Bei der Gründung eines Unternehmens kann es ganz ähnlich ablaufen. Pläne werden zunichte gemacht, finanzielle Engpässe drohen und manchmal fühlt man sich einfach ausgelaugt. Doch wie mit dem Lächeln eines Kindes, können die kleinsten Gewinne deines Unternehmens dich wieder auf die richtige Bahn lenken. Denn gerade als Mutter weißt du auch die kleinen Dinge im Leben zu schätzen.

2. Die Gelassenheit als wahrer Segen

Die meisten Mütter verlieren nicht wegen jeder Kleinigkeit die Nerven. Stolpert das Kind einmal, muss nicht sofort der Krankenwagen gerufen werden. Und macht es mal etwas kaputt, passiert das einfach. Die Aufmerksamkeit liegt eher darauf Zeit mit dem Kind zu verbringen und diese zu genießen, trotz kleiner Malheure. Genau diese Art von Fokus ist auch für Entrepreneure wichtig. Man sollte sich nicht panisch auf jedes kleine Problem stürzen, sondern die Langzeitziele im Auge behalten. So wird die Arbeit nicht nur entspannter, sondern auch vorangetrieben.

Auch im Tierreich ist die Kindererziehung nicht immer so friedlich wie auf dem Bild. © Jametlene Reskp – Unsplash

3. Das perfekte Zeitmanagement im stressigen Alltag

Manche Tage sind einfach komplett durchgeplant. Schule, Einkäufe, Training, Klavierunterricht, all das muss unter einen Hut gebracht werden. Doch genau darin sind Mütter meist Experten, denn trotz allem was ansteht, bleibt der Tagesablauf geregelt. Selbst bei spontanen Änderungen.

Moms easily wade through daily to-do’s distinguishing urgent tasks from long-term goals, making us very efficient at our job.

Zeitmanagement ist für Entrepreneure ebenso wichtig. Man darf den Überblick nicht verlieren und muss genau wissen, zu wann Aufgaben zu erledigen sind, damit ein bestimmtes Ziel erreicht werden kann. Bei vielen kleinen To-Dos sollte man einschätzen können, worin am meisten Zeit investiert wird. Nur so kann ein Unternehmen genauso effektiv geführt werden wie eine Familie.

4. Der ständige Rollenwechsel

Mütter stehen täglich diversen Rollen gegenüber. Neben der Mama sind sie oft noch Handwerkerin, Seelsorgerin für überforderte Teens, Sterneköchin oder eben Spielkameradin. Manche Fähigkeiten muss sie sich auch erst im Laufe der Zeit aneignen, doch gerade diese Bereitschaft auch Neues auszuprobieren, zeichnet eine Mutter aus. Ähnlich verhält es sich wieder mit Entrepreneuren. Diese haben natürlich auch eine gewisse Grundausstattung, müssen aber im Laufe ihrer Karriere flexibel bleiben und sich neue Skills antrainieren. Ansonsten läuft man Risiko, bei Herausforderungen direkt zu kapitulieren. Wie man sieht, sind Mütter auch unter diesem Aspekt im Vorteil.

5. Der bessere Umgang mit Selbstzweifeln

Ablehnung gehört zum täglichen Geschäft einer Mutter. Zum Beispiel dann, wenn das liebe Kleine sich zum Vaterkind entwickelt, oder der Teenie keine Umarmungen mehr möchte und sich im Auto duckt, wenn man an seinen Freunden vorbeifährt. Das sind keine einfachen Situationen, besonders wenn man immer alles für sein Kind gegeben hat. Doch andersherum bereuen Mütter ihre Hingabe im Normalfall nicht, denn sie wissen, wieso sie es getan haben. So beschreibt Lisa Janvrin:

We continue giving of ourselves because we know unwavering dedication makes all the difference in raising a good human.

Und bekanntlich ist Ablehnung auch für Entrepreneure nichts Neues. Manchmal finden sich einfach keine Kreditgeber oder die gesamte Kernidee des Unternehmens stellt sich als totaler Flop heraus. Viele Unternehmer nehmen diese Rückschläge persönlich, anstatt ihren Blick nach vorn zu richten. Hier sind Mütter wieder im Vorteil: Ähnlich wie bei ihrem Kind, sind sie eher fähig ihren Fokus auf das große Endziel zu richten und lassen sich deswegen auch weniger aus der Ruhe bringen, wenn Pläne schiefgehen.

6. Der Überblick über alle Finanzen

Oft liegt die Familienkasse in Mutters Händen, heißt, sie hat Ausgaben für Einkäufe und alles Andere gut im Blick. Kinder groß zu ziehen ist nicht billig, deshalb ist es wichtig zu entscheiden, wofür Geld ausgegeben werden soll. Gerade hinsichtlich großer Extraausgaben, wie Tagesausflüge in Freizeitparks oder Familienurlaub, müssen Prioritäten gesetzt werden. Gründet man ein eigenes Unternehmen, verhält es sich ganz ähnlich. Entrepreneure starten meist mit begrenztem Eigenkapital und müssen ein Gefühl dafür entwickeln, worin sich eine Investition lohnt. Geld an falscher Stelle auszugeben, kann dem Unternehmen das Genick brechen. Genau deswegen ist es von Vorteil, wenn man vor der Gründung, bereits Kenntnisse im Management von Finanzen hat. Wie eine Mutter.

Fazit

Immer noch gibt es Personen, Männer sowie Frauen, die anderen weismachen wollen, dass man nur Familie oder Karriere haben kann. Diesen Irrtum hat Lisa Janvrin mit ihren Erkenntnissen aus dem eigenen Leben gründlich wiederlegt. Natürlich ist es nicht einfach, beides unter einen Hut zu bekommen, besonders in Hinsicht auf Zeit und Geld. Doch eine Mutter ist nicht nur eine brave Hausfrau, sondern eine starke Seele. Zudem liegen häusliche Pflichten und Kindererziehung heutzutage nicht mehr allein bei der Frau. Auch viele Väter packen mit an und gehen in Elternzeit, um ihren Frauen damit den Rücken zu stärken. Also liebe Mütter, träumt ihr davon ein Unternehmen zu starten? Dann nur zu und lasst euch nicht erzählen, ihr könntet es nicht schaffen.

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