Motivationstraining für kinder

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Mein Kind will nicht lernen – was kann ich tun?

Elternfrage zum Thema „Mein Kind will nicht lernen – was kann ich tun?“

Hallo scoyo,

mein Sohn geht in die 5. Klasse und sagt pauschal „Ich lerne eben nicht gern“. Er bemüht sich gar nicht erst, Lerntipps und -strategien von Lehrern oder uns Eltern anzunehmen. Vokabellernen mit Karteikarten? Keine Chance: „Nervt, funktioniert nicht für mich“. Vor Phasen zahlreicher Klassenarbeiten einen Lernplan anlegen? Fehlanzeige. Wichtiges Wissen auf Merkzetteln verdichten – handschriftlich? Auf gar keinen Fall.

Das ist für uns Eltern überhaupt nicht auszuhalten. Weil auch die Einsicht bei schlechten Noten nicht da zu sein scheint. Der Haussegen hängt ständig schief. Klar, ich denke, ich müsste ihn einfach mal voll vor die Wand laufen lassen. Aber das ist doch keine familienalltagstaugliche Strategie?!

Danke für Ihre Antwort. Gruß, Anja

Unsere Experten antworten:

Susanne Egert, Psychologin: Gefühle wahrnehmen und ansprechen

© Susanne Egert

Zum letzten Punkt zuerst: Sie haben völlig recht, Ihren Sohn vor die Wand fahren zu lassen ist keine Option. Er würde sich allein gelassen fühlen und vermutlich würde er sich bestätigt fühlen in seiner Annahme, dass er nicht gut genug ist und sowieso alles falsch macht. Vertrauen Sie Ihrem Gefühl, das Ihnen sagt: Ihr Sohn braucht Ihre Unterstützung. (Ich gehe mal davon aus, dass Sie z. B. durch ein Gespräch mit den Lehrkräften geklärt haben, dass er inhaltlich nicht überfordert ist.)

Aber der Reihe nach: auch wenn es trivial scheint, es gibt immer einen Grund, warum Menschen etwas tun oder lassen – wir erkennen ihn nur nicht immer gleich. Das gilt natürlich auch für Ihren Sohn, wenn er nicht lernen will. Entscheidend sind die Gefühle des Kindes, sie sind der Schlüssel zum Kind. Es geht also nicht so sehr um Sachverhalte.

In Ihrer Schilderung sind die Gefühle Ihres Sohnes nicht erwähnt, die sollten Sie also zunächst versuchen herauszufinden.

„Na klasse, aber wie?“ werden Sie jetzt sagen. Es ist vielleicht zunächst etwas ungewohnt, aber probieren Sie es doch einfach mal aus. Sagen Sie ihm, welche Gefühle Sie bei ihm wahrnehmen, z. B. „Du bist angespannt.“ oder „Du hast Angst, etwas falsch zu machen.“. Hören Sie ihm erst mal nur zu. Daraus werden sich dann Veränderungsmöglichkeiten ergeben, die zur Situation Ihres Sohnes passen.

Um Ihnen eine Idee zu geben, was hinter einem Verhalten wie dem Ihres Sohnes stecken kann, hier drei häufige Gründe:

  • Viele Kinder haben Angst Fehler zu machen. Sie betrachten Fehler als etwas Schlimmes, haben vielleicht die Erfahrung gemacht, dass geschimpft wird oder dass sie ausgelacht werden etc. Und was ist die sicherste Methode, um Fehler zu vermeiden? Genau – gar nichts tun, dann kann man auch nichts falsch machen! Hier ist es wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass Fehler etwas Gutes sind, weil man nämlich daraus lernen kann! Leben Sie Ihrem Kind vor, dass auch Sie Fehler machen oder gemacht haben und wie Sie daraus gelernt haben. Und natürlich sollten Sie auf keinen Fall schimpfen. Es kann eine Weile dauern, bis Ihr Kind die neue Haltung übernimmt und darauf vertraut. Ermutigen Sie Ihr Kind, Dinge auszuprobieren und loben Sie ihn für alles, an das er sich herantraut! So kann er mehr Selbstvertrauen entwickeln.
  • Es hört sich so an, als ob die schulische Situation Ihres Sohnes das Familienleben ziemlich stark bestimmt. Da hat sich vermutlich ein ziemlicher Druck aufgebaut. Sie möchten das Beste für Ihren Sohn erreichen, das ist verständlich und ehrt Sie als Eltern. Aber eine hohe Erwartungshaltung kann ein Kind auch überfordern. Manchmal werden Menschen in so einer Situation reaktant, d. h. sie machen, wie 3-Jährige in der Trotzphase, genau das Gegenteil von dem, was ihnen gesagt wird (das gilt übrigens auch für manche Erwachsene!). Überlegen Sie bitte mal, ob Sie solche Reaktionen schon öfter bei Ihrem Sohn bemerkt haben. Manchmal fühlen sich Kinder auch erdrückt vom Erfolg der Geschwister, der Eltern oder anderer Familienmitglieder. Da liegt die Messlatte dann sehr hoch, vielleicht zu hoch, zumindest im Empfinden des Kindes. Dann ist es wichtig, dem Kind die Chance zu geben, eigene Fähigkeiten und Stärken auszubilden, unter Umständen auch andere als schulische Fähigkeiten, seinen Weg zu gehen und dadurch Selbstbewusstsein aufzubauen. →Mehr dazu: „Ich schaff das!“ Wie Kinder eine starke Persönlichkeit entwickeln
  • Es gibt noch einen weiteren Grund, der leider gar nicht so selten ist: in manchen Klassen gibt es die Norm „Wer im Unterricht mitmacht oder wer die Hausaufgaben macht, wird geschnitten, mit dem redet keiner“. Aus so einer Situation kann sich das Kind nicht alleine befreien! Die Lehrer ahnen in der Regel nichts davon, ebenso wenig wie die Eltern. Die Kinder geraten in eine verzweifelte Lage, die sehr schnell in eine Depression führen kann bis hin zu suizidalen Gedanken: egal was sie tun, es ist falsch. Arbeiten sie im Unterricht nicht mit oder machen die Hausaufgaben nicht, kriegen sie Ärger mit den Lehrern, machen sie die Hausaufgaben, werden sie von den Mitschülern ausgeschlossen. Hier hilft nur das massive Eingreifen der Erwachsenen, die allerdings erst einmal die Vermutung haben müssen, dass so eine Situation vorliegt. In einer 5. Klasse wäre das allerdings eher ungewöhnlich, es kommt eher in 8./9. Klassen vor.

Béa Beste, Bildungsunternehmerin: Von Schulthemen Abstand nehmen, Stärken fördern

© Béa Beste

Oha! Ein lernunwilliges Pubertierchen!!! So etwas gibt es draußen in der Welt in sehr hoher Anzahl. Und Millionen von Eltern verzweifeln daran. Wer Geduld und Vertrauen hat, kann abwarten, denn meistens legt sich die Lernunwilligkeit von selbst. Für ungeduldige Eltern ist das allerdings eine Qual.

Daher einige Tipps:

1. Was NICHT hilft, wenn ein Kind nicht lernen will: Noch mehr Predigen und Zwingen. Die Trotzreaktion ist vorprogrammiert. Noch mehr Lernlösungen anbieten, oder Nachhilfe drauf kippen … ? Vergessen Sie es.

2. Was helfen KANN: Out-of-the-Box Lösungen. Etwas, was nichts mit der Schule zu tun hat, sondern mit dem Lernen an sich.

Ein Ansatz könnte sein, dass Sie Hilfe im Freundeskreis finden: Gibt es vielleicht einen Studenten oder älteren Schüler, der gern mit ihrem Sohn ein sinnvolles eigenes Projekt startet, das beiden Spaß macht? Am besten ein Filmprojekt, oder Blog, oder Schildkrötenretten … irgendetwas, was beide begeistert, sie extra forschen lässt, sie zum experimentieren bringt. Das schafft Interesse und Antrieb – auch für die Schule.

Ein weiterer Ansatz könnte eine ganz andere Maßnahme sein, da müssten Sie aber selbst bereit zu sein: Schauen Sie nach einer Hilfsorganisation, die Obdachlosen oder Analphabeten hilft, und versuchen Sie zusammen mit Ihrem Sohn, unter den Helfern zu gehen. Das kann bei Heranwachsenden ganz neue Horizonte eröffnen und sie die eigene Position völlig überdenken lassen.

Für mehr Motivation und Spaß beim Lernen:

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Falko Stolp, Schulleiter: Ursachen aufspüren, gemeinsam Lösungen suchen

© Falko StolpIhnen als Eltern muss zunächst bewusst sein, dass es hier keine einfache Lösung gibt. Durch „Schalter umlegen“ wird das Problem nicht gelöst. Man sollte versuchen, gezielt und analytisch nach den Ursachen zu suchen:

Gibt es die Leistungsprobleme in mehreren Fächern? Haben mehrere SchülerInnen das Problem in bestimmten Fächern? Ist ihr Kind über- oder unterfordert? Wird der Unterricht binnendifferenziert gestaltet?

Man sollte sich beim Lehrer den Unterrichtsaufbau erklären lassen. Welche Methoden und Medien er verwendet. Wie die Zensierung erfolgt (mündliche, schriftliche Noten, Kompetenznoten usw.). Das sollte natürlich wertfrei und nicht vorwurfsvoll erfolgen. Zeitgleich muss das Kind auch die Möglichkeit haben, seine Sicht darzulegen. Danach kann man gemeinsam mit den Kind und dem Lehrer das Gespräch suchen, um vielleicht Lernverträge o.ä. zu formulieren. →Mehr Tipps für ein gutes Gespräch: Checkliste Eltern-/Lehrergespräch

Wichtiger ist aber die Frage: Wie erreicht man, dass Lust beim Lernen und Wissendurst wieder geweckt werden?

Das ist wohl das schwierigere Unterfangen und das hängt selbstverständlich auch vom Fach ab. Stoisch Vokabellernen zum Beispiel ist meines Wissens out. Das liest und hört man in den Fachmedien. Definitionen pauken und seitenweise auswendig lernen ebenfalls. Pech hat man hier, wenn die Schule gerade das verlangt.

Meine Vorschläge: Anschauliches, kreatives Lernen mit vielen verschiedenen Medien. Man kann auch das ein oder andere mit Bewegung verknüpfen. Lerninhalte in der Wohnung aufhängen, so dass diese einem immer wieder begegnen. Oder mit dem Handy zu Lernendes aufnehmen, um es unterwegs anzuhören. Erklärvideos anschauen oder vielleicht mit den Eltern gemeinsam selbst herstellen. Mir ist bewusst, dass das alles mit Zeit verbunden ist und manches nicht geht. Aber versuchen kann man es!

Wenn die Lust nicht zurück kommt und weiter Erfolgserlebnisse ausbleiben, wird das Problem nur größer. Gerald Hüther hat es meiner Meinung nach mit seinem Zitat auf dem Punkt gebracht:

„Eigentlich braucht jedes Kind drei Dinge: Es braucht Aufgaben, andenen es wachsen kann. Es braucht Vorbilder, an denen es sich orientieren kann und es braucht eine Gemeinschaft, in der es sich aufgehoben fühlt.“

Lustlosigkeit: Kein Bock auf Lernen

Irgendwann kommt die Phase, wenn eure Kinder nicht mehr mit Begeisterung lernen. Mit diesen Tipps könnt ihr ein paar Motivationsfunken wieder sprühen lassen.

Lustlosigkeit Schule: Irgendwann kommt die Phase, wenn eure Kinder nicht mehr mit Begeisterung lernen. Was tun?

Fast jedes Kind hat eine Phase, in der es nicht mehr lernen möchte. Manchmal kommt sie früh, manchmal erst in der Pubertät, wo Lustlosigkeit eines der Hauptsymptome sein kann. Es gibt viele Gründe, warum Kinder keine Lust mehr haben zu lernen, und die gilt es zu ergründen, damit ihr als Eltern sie besser motivieren könnt.

Lustlosigkeit: Wenn das Lernen keinen Spaß macht

Wie gesagt, die Gründe sind zahlreich und so lange es nur eine kurze Phase ist, braucht euch das nicht in Alarmstimmung zu versetzen. Trotzdem solltet ihr nach den Gründen fragen, denn diese kurzfristige Lustlosigkeit kann in eine Lernverweigerung ausarten und dies kann wiederum ernsthafte Konsequenzen haben. Da kann dann die Versetzung gefährdet sein oder die Unlust ist so weit fortgeschritten, dass die Kinder erst gar nicht im Unterricht auftauchen, weil sie keine Perspektive sehen, den versäumten Lernstoff wieder aufzuholen. Das sind allerdings auch die Extremsituationen.

Die meisten von euch werden die Situation kennen, dass bei den Schulaufgaben getrödelt wird oder sie auf wundersame Weise in zehn Minuten erledigt sind. Dann werden Unterrichtsmaterialien absichtlich oder unabsichtlich vergessen. Beim Lernen geht es um Motivation und die könnt ihr nicht antrainieren, denn der Antrieb muss aus euren Kindern selbst kommen.

Belohnung und Bestrafung bringen nur kurzfristige Erfolge

Ihr könnt eure Tochter oder euren Sohn natürlich damit motivieren, dass erfolgreiches Lernen ein Eis, ein Spielzeug oder Geld bedeutet. Genauso gut könnte es für eine Weile klappen, dass Tablets und Handys eingezogen werden, wenn nicht genügend gelernt wird. Aber das sind alles nur kurzfristige Erfolge, denn ihr müsst euch überlegen, ob ihr diese Strategie langfristig durchhalten wollt. Soll es immer ein Eis nach dem Lernen geben? Soll es immer Sanktionen hageln, wenn die Vokabeln oder mathematischen Formeln nicht gelernt wurden? Gerade die Verbote sind für das Familienleben ziemlich anstrengend. Gleich aufgeben solltet ihr aber auch nicht.

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Vorpubertät: Keine Lust auf gar nix

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Lernfrust: Hilft eine bessere Lernumgebung?

Eins der einfacheren Dinge, die ihr als Eltern angehen könnt, sind die Rahmenbedingungen, die das Lernen besser fördern können. Hat euer Kind die richtige Lernumgebung? Ist es ein Platz, wo es sich zurückziehen kann? Ist es ein heller, aufgeräumter Ort, wo es kaum Ablenkung gibt?Manchmal hilft es tatsächlich, den Platz zu ändern, an dem das Kind die Hausaufgaben macht. Oder es bekommt einen bestimmten Tisch und weiß, dass dies der Lerntisch ist. So kommt es besser in die richtige Lernstimmung und es fällt leichter, zwischen Arbeit und Freizeit zu unterscheiden.

Es ist auch entscheidend, wie euer Nachwuchs überhaupt die Dinge begreift. Was für ein Lerntyp ist er – muss er alles besprechen oder aufschreiben? Muss euer Kind vielleicht alles erst durchspielen, bevor es ein Konzept verstanden hat? Bessere Lernstrategien motivieren enorm.

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Verschiedene Lerntypen: So erkennst du wie dein Kind tickt!

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Elternfalle Hausaufgaben

Ein Grund für das lustlose Lernen kann aber auch sein, dass der Schulstoff nicht verstanden worden ist. Hier greift man als Elternteil manchmal gern ein und schießt über das Ziel hinaus. Hilfestellungen sind super, aber ihr solltet dann nicht die Hausaufgaben für eure Kinder übernehmen.

Motivieren & Tipps geben

Hausaufgaben: Hilfe bitte nur in Maßen

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Keine Lust auf lernen: Bestätigung motiviert

Auch lernunwillige Kinder haben bestimmte Themen, die sie interessieren. Und da könnt ihr ansetzen. Loben und bestätigen bringt Selbstbewusstsein. Dieses verbesserte Selbstbewusstsein kann wiederum dazu führen, dass eure Tochter oder euer Sohn auch die langweilige Geografieaufgabe meistert. Wir alle tragen so genannte Glaubenssätze mit uns herum – „Ich kann kein Mathe“ oder „Ich kann keine Fremdsprachen“. Das behindert ungemein, denn damit machen wir unnötig alle Schotten dicht und und geben dem als schwierig empfundenen Lernstoff erst gar keine Chance.

Was bedeutet dies nun für die Lustlosigkeit beim Lernen? Wenn eure Kinder euch erzählen, dass der Schulstoff zu schwer ist und sie „ein Fach nicht können“, macht sie darauf aufmerksam, dass sie bestimmte Aspekte begriffen haben. So nach dem Motto: „Ja, bei Algebra hast du Schwierigkeiten, aber schau mal, bei Geometrie hattest du keine Probleme.“ Das macht sie jetzt nicht zu Mathe-Assen, aber lässt sie auch nicht in Hoffnungslosigkeit versinken, dass sie den gesamten Lernstoff nie kapieren werden.

Dies alles sind Lösungsansätze, die voraussetzen, dass ihr überhaupt wisst, was los ist und warum eure Kinder plötzlich keine Lust mehr haben zu lernen. Nehmt den Druck aus der Unterhaltung, wenn ihr nachfragt, warum es nicht mehr so klappt und schaut, wo ihr helfen könnt. Liegt es am Schulstoff, liegt es an den Lehrern oder sind die Rahmenbedingungen ungünstig? Setzt dort an, wo ihr helfen und unterstützen könnt. Die Hauptarbeit müssen sowieso eure Kinder machen, denn sie müssen sich schließlich gegen die Lustlosigkeit, was Schule und Lernen betrifft, stemmen. Aber mit eurer Hilfe könnten allerdings wieder einige Motivationsfunken entfacht werden.

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Sie kennen es sicher aus Ihrer Schulzeit: Es gibt Phasen, da möchte man alles tun, nur nicht für die Schule lernen. Die Liste für mögliche Gründe ist lang. Sie reicht von Liebeskummer, Ärger mit Mitschülern oder dem Lehrer bzw der Lehrerin über Prüfungsangst bis zu handfesten Wissenslücken. Auch Ihrem Kind wird dies nicht fremd sein oder bleiben, begegnet doch erfahrungsgemäß Schulfrust jedem Schüler bzw. jeder Schülerin im Laufe seiner Schulzeit. Damit es bei einer vorübergehenden Phase bleibt, ist schnelles Handeln gefragt.

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Wie äußert sich Schulfrust?

Der Frust hat viele Gesichter: Er reicht von vorübergehender Lustlosigkeit bis hin zur Schulverweigerung. Aber keine Angst, so weit muss es nicht kommen. Folgende Fragen geben Ihnen Aufschluss darüber, ob Ihr Kind frustriert ist:

  • Ihr Kind ist schwerer aus dem Bett zu kriegen als sonst?
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  • Die Noten sacken ab?

Können Sie eine oder mehrere Fragen mit Ja beantworten, sollten Sie im gemeinsamen Gespräch mit Ihrem Kind überlegen, woher der Frust kommt und was Sie tun können, um ihn zu besiegen.

Wie entsteht Schulfrust?

Um die Schule führt kein Weg herum. Und eine Verpflichtung, die auch noch frühes Aufstehen oder stundenlanges Herumsitzen mit sich bringt, kann furchtbar lästig sein. Spielen dann noch folgende Faktoren hinein, ist der Frust nicht fern:

  • Nicht jedes Kind lernt im gleichen Tempo. Daran ändert auch der beste Lehrer bzw. die beste Lehrerin nichts. Entspricht das allgemeine Lerntempo in einem Fach also nicht dem Ihres Kindes, kann es den Anschluss verlieren.
  • Auf die individuellen Bedürfnissen der verschiedenen Lerntypen kann im Unterricht nicht immer eingegangen werden. Vielleicht kann Ihr Kind mit den angebotenen Materialien nicht optimal lernen und benötigt daher für das Aneignen des Stoffes länger.
  • Je größer die Wissenslücken, umso größer die Gefahr, dass Ihr Kind aufgibt. Fehlende Erfolgserlebnisse können eine „Das bringt alles eh nichts“-Haltung nach sich ziehen.

Das Schwierige im Umgang mit Schulfrust ist, dass es ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr reicht, die ursprüngliche Ursache zu beseitigen. Denn schnell findet sich Ihr Kind in einer Spirale wieder: Die anfängliche Unlust führt dazu, dass im Unterricht Verpasstes nicht nachgeholt wird. Die Wissenslücken werden größer und sorgen dafür, dass Ihr Kind immer weniger Erfolgserlebnisse verspürt. So geht die Lernfreude und die Faszination für einige Fächer verloren. Denn je größer der Nachholbedarf, desto ferner scheint das Ziel. Für Ihr Kind wird es somit immer schwieriger, sich aus dem Stimmungstief zu befreien.

Der 4-Punkte-Plan gegen Schulfrust

Aber egal, ob vorübergehende Unlust oder ausgewachsener Schulfrust – vier scheinbar kleine Veränderungen im Schul- und Lernalltag können langfristig helfen, den Spaß an der Schule und die Lernfreude zurückzugewinnen.

Punkt 1: Entspannte Lernumgebung und feste Zeiten für mehr Konzentration

Der Schreibtisch ist unaufgeräumt. Ständig kommen die Geschwister herein. Und dann kommt noch der Termindruck hinzu – da bleibt die Konzentration auf der Strecke. Schaffen Sie die optimale Lernumgebung und einen festen Zeitplan. Hat Ihr Kind Ruhe und Zeit, alle Aufgaben zu erledigen, nimmt die Antihaltung nach und nach ab.

Punkt 2: Kleine, regelmäßige Lerneinheiten statt Bulimielernen


Stundenlanges Pauken, um Wissenslücken zu schließen, dämpft die Lernfreude und das Ziel rückt in unerreichbare Ferne. Am effektivsten ist es, kleine Lerneinheiten regelmäßig in den Alltag zu integrieren: Mit kurzen und leicht verständlichen Videos, beispielsweise von sofatutor, kann sich Ihr Kind den Schulstoff mithilfe lustiger Geschichten erklären lassen und durch Übungen festigen – in wenigen Minuten und ohne ewiges Bücherwälzen. Wie das funktioniert, sehen Sie im Beispielvideo.

Punkt 3: Die richtigen Lernmethoden für Abwechslung mit Struktur

Damit das Lernen spannend bleibt, ist Abwechslung in den Lernmethoden gefragt: Spielen Sie mit Ihrem Kind Vokabelspiele oder verbinden Sie das Auswendiglernen eines Gedichts mit einem Spaziergang, um die klassischen Lerneinheiten aufzulockern. Ihr Kind wird bald merken, dass Lernen viel mehr ist, als nur stundenlanges Herumsitzen vor Büchern. Dabei ist wichtig, dass gewisse Strukturen gelegt werden, so dass das Lernen zum Ritual wird. Hier finden Sie weitere Lernmethoden.

Punkt 4: Mehr Erfolgserlebnisse für mehr Motivation

Erfolg macht süchtig, das heißt, ist man erstmal wieder auf der richtigen Spur, nimmt diese schnell von selbst Fahrt auf. Wie das geht? Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind täglich kleine Erfolge feiert. Das müssen nicht immer gute Noten, sondern kann z. B. auch das fehlerfreie Lösen einer Übung sein. Wie das funktioniert, können Sie hier ausprobieren.

Fazit: Nehmen Sie Ihrem Kind die Angst, indem Sie den scheinbar nicht zu bewältigenden Berg in kleine Stücke aufteilen. Kontinuität, Verständnis und positives Feedback hilft, Ihr Kind langfristig zu motivieren.

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Gesunden Ehrgeiz wecken: So motivieren Sie Ihr Kind

Ehrgeiz und Motivation

Umgangssprachlich ist mit dem Ausdruck Ehrgeiz in der Regel die lustvolle und freudige Bereitschaft gemeint, etwas Wertvolles zu leisten, Hindernisse zu überwinden und auftretende Probleme zu lösen. Auf die Schule übertragen, bedeutet Ehrgeiz, sich mit Interesse und Spaß neue Lerninhalte zu erarbeiten und sich über den Wissenszuwachs zu freuen. Diese Form von gesundem Ehrgeiz würden vermutlich die meisten Eltern bei ihren Kindern gerne sehen. Doch welche Möglichkeiten haben Sie im Erziehungsalltag, Ihrem Kind diesen Ehrgeiz zu vermitteln und es zu motivieren.

Motivieren Sie Ihr Kind – verwöhnen Sie es nicht

Kein Erfolg ist so befriedigend wie der, für den sich Ihr Kind richtig anstrengen musste. Das Überraschungsei als Siegprämie beim Stadt-Land-Fluss-Spiel ist sehr viel wertvoller, als das Überraschungsei, das Ihr Kind einfach so vom Einkaufen mitgebracht bekommt. Das Glücksgefühl des Siegens wird Ihr Kind in Zukunft motivieren. Erlebt ein Kind dieses Gefühl nicht, fehlt auch der Anreiz, neue Ziele in Angriff zu nehmen. Ebenso ist es bei den Hausaufgaben und beim Lernen.

Motivieren Sie Ihr Kind durch Anerkennung

Wenn Ihr Kind eine gute Note schreibt, sollten Sie dieses Erfolgserlebnis immer im Zusammenhang mit seinen Anstrengungen sehen. Betonen Sie, dass das Lernen und die Vorbereitung den Grundstein für das Erfolgserlebnis gelegt haben. So verknüpft Ihr Kind sein aktives Lernen mit dem Erfolg. Damit können Sie Ihr Kind motivieren, sich künftig weiter anzustrengen! Ermöglichen Sie Ihrem Kind also unbedingt auch das Glücksgefühl, ein Lob der Lehrkraft für seine selbst gemachten Hausaufgaben zu bekommen, es ist ebenso wertvoll wie das gewonnene Ei. Ein Erfolg spornt zu neuen Erfolgen an, und wird Ihr Kind in Zukunft motivieren, ein weiteres Lob einzuheimsen.

Achtung: So vermeiden Sie Rückschläge, wenn Sie Ihr Kind motivieren

Echtes Lob und Anerkennung für eigene Leistungen zeigen Ihrem Kind, dass sich sein Ehrgeiz gelohnt hat. Wenn Sie Ihr Kind motivieren möchten, sollten Sie außerdem die folgenden Punkte beachten:

  • Rückschritte sind ein normaler Vorgang im Entwicklungsprozess von Kindern.
    Eltern müssen geduldig sein, wenn Sie Ihr Kind motivieren.
    Beispiel: Der Prozess des Lesenlernens geht mal schneller und mal langsamer voran. Es ist auch in Ordnung, ein Buch einer niedrigeren Klassenstufe zu lesen – Hauptsache, Ihr Kind liest überhaupt. Freuen Sie sich mit ihm über die kleinen Erfolge.
  • Die Leistungen verschiedener Kinder miteinander zu vergleichen, schafft unnötigen Druck.
    Die Unterschiede sind groß, und es kann nicht der gleiche Maßstab angelegt werden.
    Beispiel: Per kann schon in der ersten Klasse im Hunderterbereich rechnen, Jana tut sich sogar mit dem Zehnersprung noch schwer, liest aber dafür besser. Betonen Sie die Individualität, wenn Sie Ihr Kind motivieren.

4 Tipps, wie Sie Ihr Kind beim Lernen und Üben motivieren

  1. Lassen Sie Ihr Kind die Hausaufgaben auf jeden Fall zunächst einmal selber probieren, bevor Sie Ihre Unterstützung anbieten. Betonen Sie dann die Schritte, die Ihr Kind bereits selber geschafft hat.
  2. Unterstützen Sie den Forscherdrang Ihres Kindes, auch wenn dabei Unordnung oder Chaos entsteht. Solange nichts beschädigt wird, sollte Ihr Kind seine Ideen ausleben und seine Grenzen kennen lernen dürfen.
  3. Loben Sie den Inhalt, auch wenn die Form zu wünschen übrig lässt! Fehlerfreie Hausaufgaben müssen nicht immer super ordentlich geschrieben sein. Über die nicht sehr leserliche Schrift können Sie später sprechen.
  4. Seien Sie offen für kreative und ungewöhnliche Lösungswege. Warum sollte Ihr Kind nicht bestimmte Textaufgaben praktisch „nachspielen“, zum Beispiel bei Aufgaben mit Mengen oder Einheiten. Loben Sie solche Einfälle, sodass Sie Ihr Kind motivieren.

Auch bei Misserfolgen können Sie Ihr Kind motivieren

Misserfolge wie eine schlechte Note oder ein schlechtes Zeugnis erlebt fast jedes Kind einmal. Für die Entwicklung des gesunden Ehrgeizes, der durch die innere Motivation gesteuert wird, ist es wichtig, wie Sie als Eltern darauf reagieren. Ihr Kind sollte lernen, sich an seinen eigenen Erfolgserlebnissen (innere Motivation) zu orientieren und nicht nur auf Äußerlichkeiten wie Noten oder Vergleiche mit anderen Kindern (äußere Motivation) zu reagieren. Finden Sie anhand der folgenden Tabelle heraus, ob diese Reaktionen die innere oder die äußere Motivation unterstützen.

Mit diesen Herausforderungen können Sie Ihr Kind motivieren

Wenn Kinder einmal erlebt haben, dass es Freude und Befriedigung bereiten kann, sich Lerninhalte selber zu erarbeiten, werden sie auch künftig Spaß am Lernen empfinden können. Doch leider wird oft schon den Erstklässlern diese Möglichkeit vorenthalten. Immer mehr Kindern fehlt es an Aufgaben, die ihnen die Möglichkeit geben, über sich hinauszuwachsen. Viel zu schnell greifen Eltern ein und erledigen die Aufgaben für ihr Kind. Dabei wäre es viel besser, das Interesse und die Begeisterung beim Kind selbst zu wecken, so dass es die Aufgabe weitgehend allein erledigen kann, auch wenn sie dann nicht perfekt gelöst wird.

Hobbys fördern gesunden Ehrgeiz

Ein vielfältiges Freizeitprogramm, das freiwillig und lustvoll absolviert wird, ist für die meisten Kinder durchaus positiv. Allerdings ist es wichtig, dass sie die Teilnahme genießen, sich auf den Kontakt zu anderen Kindern freuen und die gestellten Herausforderungen nicht zu hoch sind. Erfolgserlebnisse müssen sein! Solange Kinder mit Freude und Spaß Sportvereine besuchen oder an anderen Gruppen mit Gleichaltrigen teilnehmen, fördert das ihren gesunden Ehrgeiz. Besonders im Sport können die erzielten Erfolgserlebnisse schulischen Druck ausgleichen.

  • Mein Tipp: Freizeitstress entsteht erst, wenn die Gefühle von Zeitknappheit und Überforderung überhand nehmen. Überprüfen Sie daher nicht nur den Zeitplan Ihres Kindes, sondern betrachten Sie auch Ihre eigenen Möglichkeiten objekiv. Ständig abgehetzte Eltern, die ihre eigenen Bedürfnisse nach Ruhe und Entspannung zugunsten des Nachwuchses komplett ignorieren, wirken sich auch auf den Stresspegel ihrer Kinder negativ aus.

Test: Unterstützen Sie die innere oder äußere Motivation?

Beantworten Sie die folgenden Fragen mit JA oder NEIN und notieren Sie Ihre Antworten
1. Ihr Kind hat eine Klassenarbeit geschrieben und kommt nach Hause. Sie fragen als Erstes, um welches Thema es sich bei der Arbeit gehandelt hat.
2. Ihr Kind hat eine Klassenarbeit geschrieben und kommt nach Hause. Sie fragen als Erstes, ob Ihr Kind meint, eine gute Note geschrieben zu haben.
3. Ihr Kind hat eine schlechte Klassenarbeit geschrieben. Sie fordern es auf, sich künftig mehr anzustrengen.
4. Ihr Kind hat eine schlechte Klassenarbeit geschrieben. Sie trösten es und unternehmen zusammen etwas, um seine Laune aufzubessern.
5. Ihr Kind könnte in der Schule besser sein. Sie schränken seine Freizeit ein und fordern es auf, stattdessen zu lernen.
6. Ihr Kind könnte in der Schule besser sein. Sie sind der Ansicht, dass es seine Hobbys deswegen auf keinen Fall einschränken sollte.
7. Ihr Kind hat sein Zeugnis bekommen. Für jede Eins und jede Zwei erhält es eine finanzielle Belohnung. Nur gute Noten werden belohnt.
8. Ihr Kind hat sein Zeugnis bekommen. Sie feiern diesen Tag und gehen mit der ganzen Familie ein Eis essen. Die Anstrengungen des gesamten Schuljahres werden belohnt.
9. Ihr Kind hat eine Vier geschrieben, sein bester Freund eine Zwei. Sie vergleichen die Leistungen miteinander und halten Ihrem Kind die bessere Note des Freundes vor.
10. Ihr Kind hat eine Vier geschrieben, sein bester Freund eine Zwei. Sie trösten Ihr Kind und bieten ihm an, für die nächste Arbeit gemeinsam zu lernen.
11. Ihr Kind hat seine Hausaufgaben richtig gemacht, aber Sie finden die Schrift zu unordentlich. Sie fordern es auf, die Aufgabe noch einmal abzuschreiben.
12. Ihr Kind hat seine Hausaufgaben richtig gemacht, aber Sie finden die Schrift zu unordentlich. Sie schlucken Ihre Kritik herunter und freuen sich, dass es die Aufgabe richtig gelöst hat.

Auswertung der Fragen:

Sicher haben Sie beim Durchlesen der Liste schon bemerkt, wie stark die jeweilige Aussage sich an der entsprechenden Schulnote, den eigenen Erwartungen oder an der Leistung anderer orientiert. Je öfter Sie die Schulnote oder den Schulerfolg in den Vordergrund stellen, desto mehr unterstützen Sie einen oberflächlichen, äußeren, instabilen Ehrgeiz, der nicht auf dem eigenen, inneren Interesse Ihres Kindes gründet.

  • „ja“ bei den Aussagen 1, 4, 6, 8, 10, 12:
    Hier stehen nicht die Noten, sondern die Anstrengung und die Verfassung des Kindes im Vordergrund. Indem Sie das Thema von Klassenarbeiten und nicht die Note in den Vordergrund stellen, zeigen Sie echtes Interesse an den Inhalten und können so Ihr Kind motivieren. Sie vergleichen die Leistungen Ihres Kindes nicht mit anderen und schränken es auch nicht in seinen Hobbys ein, die einen wichtigen Ausgleich zu den schulischen Anforderungen darstellen. Durch diese Haltung wird die innere Motivation der Kinder nach Erfolg unterstützt. Diese innere Motivation ist die nachhaltigste und wichtigste Antriebsfeder für gesunden Ehrgeiz.
  • „ja“ bei den Aussagen 2, 3, 5, 7, 9, 11:
    Hier steht immer die Schulnote oder der direkte Vergleich mit anderen Schulkindern im Vordergrund. Es geht nicht so sehr um die Inhalte der Klassenarbeit oder die Anstrengungen, die ein Kind geleistet hat, sondern mehr um das äußere Ergebnis im Vergleich zu anderen. Dabei wird der schulische Erfolg über den Erfolg im Freizeitbereich gestellt. Mit dieser Haltung wird die äußere Motivation eines Kindes unterstützt. Es lernt für gute Noten und nicht weil ihm der Lerninhalt Spaß macht. Dabei steht es jedoch ständig unter Druck, nicht so gut wie die anderen zu sein. Auf Dauer kann das dem gesunden Ehrgeiz schaden.

Was Du über Motivation wissen musst:

Jeder Mensch ist grundsätzlich motiviert – vor allem Kinder. Ich arbeite seit Jahren mit ihnen, im Leistungssport und in der Talententwicklung, und werde häufig von Schulen als Motivationsexperte und Vortragsredner angefragt. Lehrer und Eltern sind immer wieder ratlos, warum ihre Schüler und Kinder keine Lust aufs Lernen haben und scheinbar völlig unmotiviert sind. Die Motivation ist aber nicht der Kern des Problems. Einen Anteil trägt natürlich unser Bildungssystem, aber davon will ich hier nicht anfangen. Vielmehr will ich Dir konkrete Tipps geben, was DU tun kannst, um Leidenschaft bei Kindern zu wecken – ob bei Deinen eigenen oder Dir anvertrauten.

Dass sich Motivation nicht trainieren lässt und welche Mythen sich noch um dieses Thema ranken, habe ich ausführlich in meinem Buch „Totmotiviert?“ behandelt. Daher hier nur ein paar wichtige Punkte in Kürze.

  • Trotz der zahlreichen Angebote an „Motivationstrainings“ gilt: Motivation lässt sich nicht trainieren.
  • Trainieren lassen sich lediglich Willenskraft und Disziplin.
  • Seinen Ursprung hat der Begriff Motivation im lateinischen Wort motivum, was so viel heißt wie Bewegung oder Antrieb.
  • Jeder Mensch verfügt über die gleichen emotionalen Grundbedürfnisse wie Bedeutsamkeit, Sicherheit oder Verbundenheit. Sie sind aber bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt.
  • Ich strebe immer dorthin, wo ich meine emotionalen Bedürfnisse befriedigen kann.
  • Motivation ist daher immer defizitär geleitet. Sie geht dorthin, wo ich etwas ausgleichen kann, was mir bisher fehlt. Diese Defizite hat jeder Mensch, daher ist Motivation auch nicht trainierbar. Ich kann sie nicht besser oder schlechter machen. Was ist tun kann, ist diese Defizite zu erkennen und zu befriedigen oder nicht.
  • Was Menschen manchmal fehlt ist daher nicht die Motivation, sondern ein klares Bewusstsein für das, was sie wirklich wollen. Ihnen fehlt die Orientierung. Nicht Training, sondern Bewusstwerdung ist daher der Schlüssel zum Glück.

„Ein Kind ist kein Gefäß, das gefüllt, sondern ein Feuer, das entzündet werden will“

Dieses Zitat stammt vom französischen Dichter Francois Rabelais und ich benutze es sehr gerne. Müssen wir ein Baby dazu animieren, seine Umwelt zu erforschen? Nein! Neues zu entdecken und verstehen zu wollen liegt in unserer Natur. Wichtig ist nur, die Leidenschaft und Begeisterung aufrechtzuerhalten oder wieder neu zu entfachen. Wer lediglich von außen vorgegebene Ziele erreichen soll, beispielsweise durch die Schule oder die Eltern, entwickelt dabei keine positiven Emotionen.

Gefördert wird Wissen, nicht die Lust am Wissen

Für die individuellen Motive der Kinder ist im Schulsystem oft kein Platz. Wissen wird meist vermittelt, aber nicht gemeinsam entdeckt. Aber auch außerhalb dieses starren Schulsystems gibt es individuelle Auswege:

  1. Über Visionen und Träume sprechen anstatt über Noten:

Gute Zensuren allein begeistern wenige. Sind es doch nur Zahlen in einem System. Emotionen sind es, die Menschen wirklich bewegen. Du kannst Dir daher sparen, mit Deinem Kind über die letzte Mathenote zu sprechen und welche Note das Ziel für die nächste Klausur ist. Entwickle mit Deinem Kind lieber gemeinsam einen Traum, für den es innerlich brennt: Ein Lebenstraum oder Fernziel, das über den Schulabschluss hinausgeht, denn Träume sind mit Emotionen verbunden. Die zentralen Fragen lauten: Was würde ich in meinem späteren Leben am liebsten machen? Wie könnte ich mir diesen oder einen ähnlichen Traum erfüllen? Kinder arbeiten für Träume, nicht für Zahlen.

Streiche den Standardsatz „Und wie war’s heute in der Schule?“ aus Deinem Fragenkatalog und spreche mit Deinem Kind wieder über Träume. Ermutige es bei der Verfolgung der eigenen Visionen – ganz gleich, ob Du sie persönlich für unrealistisch hältst. Wenn Kinder für etwas in ihrem Leben kämpfen, können sie sich weiterentwickeln. Auf dem Weg zum Ziel wird den Meisten von alleine klar, dass es sinnvoller ist, die Zielvision zu korrigieren und auf eine realistischere Ebene zu bringen.

Kinder werden von alleine realistisch. Zerstöre nicht zu früh ihre Träume, denn solange ein Mensch Träume hat, geht er motiviert durch seinen Alltag. Wenn ein Kind seine Vision kennt und weiß, worauf es langfristig gesehen hinarbeitet, werden die kurzfristigen Hürden wie Schulaufgaben auch mit mehr Energie in Angriff genommen.

  1. Die individuelle Motivation entdecken

Wir müssen akzeptieren, dass Kinder und junge Menschen anders motiviert sind als wir selbst. Um ihren inneren Antrieb zu erkennen, musst Du ihnen zuhören. Was liebt Dein Kind? Ist es ein Sportnarr? Ist es gerne für sich alleine oder ein Herdentier? Manche Kinder lernen deswegen ungerne, weil sie dabei meist alleine sind. Viele Kinder brauchen die Gruppe, das Teamwork, den ständigen Austausch mit Menschen. Sie sind in einer Lerngruppe viel besser aufgehoben als alleine an ihrem Schreibtisch. Mache Dir bewusst, wobei Dein Kind strahlende Augen bekommt, denn hier liegen seine inneren Motive verborgen. Genauso wichtig ist aber auch, wovor Dein Kind am meisten Angst hat, denn auch hier liegen Motive im Gegenteil verborgen.

  1. Dem Kind die lange Leine lassen

Kinder, die Angst davor haben, alleine gelassen zu werden, sind klare Beziehungsmenschen. Sie brauchen einen ihnen wohlgesonnenen Partner. Meistens gilt jedoch: Wahlfreiheit motiviert Menschen. Wer jemanden an die kurze Leine nimmt, fesselt sich damit selbst. Nur Kinder, die Raum zur Entwicklung bekommen, können wachsen. Mütter und Väter, die ihre Kinder zur Selbstständigkeit erziehen, vergrößern auch deren Selbstmotivation.

  1. Wetten abschließen

Manche Kinder sind über Harmonie zu motivieren. Viele über den direkten Wettbewerb, denn Kinder lieben Spiele. Ist Dein Kind ein Wettkampf-Typ und sucht gerne den Vergleich mit anderen? Mache aus einem Ziel ein Wettspiel und vereinbare Preise für Erfolg oder Misserfolg. Das sorgt für ein emotionales Erlebnis. Aber Achtung: Es geht nicht darum, Dein Kind mit Lob und Belohnungen zu überschütten. Je nach Persönlichkeit kann Lob sogar zu Verunsicherung und einer Verschlechterung der Leistungen führen oder Du züchtest Dir damit einen kleinen Belohnungsjunkie heran. Lob und Belohnungen müssen richtig eingesetzt werden und funktionieren nur bei einer intakten persönlichen Beziehung.

  1. Mit Spaß zum Erfolg

Die Wissenschaft hat gezeigt, dass das Gehirn nur einhergehend mit Spaß richtig gut lernen kann. Sorge für Lockerheit und Freude, anstatt mit Deinem Kind verbissen auf etwas hinzuarbeiten. Und gönne Deinen Kindern Zeit für intensive Entspannung, das heißt nicht einfach nur passiv Fernsehen oder YouTube-Videos schauen, sondern gezielte Aktivitäten, die sie auf andere Gedanken bringen und ihnen spielerisch neue Erfahrungen ermöglichen.

Willst Du mehr darüber erfahren, wie du Deine und die Persönlichkeit Deiner Kinder stärken kannst? Willst Du Dich weiterentwickeln und Deinen Zielen näherkommen? Dann empfehle ich Dir den Besuch meines zweitägigen Lebensstark-Seminars. Hier bekommst Du fundiertes Wissen und erprobte Erfolgs- und Glücksstrategien, die mit viel Spaß, Lebensfreude und sehr positiven, bewegenden Emotionen kombiniert werden.

Dein Steffen Kirchner

Nun reduziert nicht nur die Pubertät das Engagement für die Schule, sondern auch der Leistungsdruck, der viele Kinder belastet. Können Eltern an dieser Situation überhaupt etwas ändern?

Viele Studien besagen, dass der Leistungsdruck gestiegen ist. Da ist es wichtig, Kindern schon in der Grundschule zu zeigen, wie sie mit Stress umgehen können. Jüngere Schulkinder sprechen eher von Bauchschmerzen, weil sie nicht wissen können, dass ihnen zu großer Druck zu schaffen macht. Sind zum Beispiel zu viele Hausaufgaben die Ursache, sollten die Eltern etwas unternehmen und die Situation beim Lehrer ansprechen. So wird auch dem Kind vermittelt: Ein Problem darf nicht ignoriert werden, es kann gelöst werden, wenn man es angeht. Das Wissen, etwas tun zu können, reduziert auch schon Stress.

Was sorgt für Ausgleich?

Wenn sich ein sportliches Kind nach der Schule erst einmal eine halbe Stunde austoben will, wunderbar. Leider wollen gerade Jugendliche oft gar nicht rausgehen, sondern sich vor Computer oder Fernseher setzen. Sie haben subjektiv das Gefühl, abzuschalten, müssen sich aber trotzdem weiter konzentrieren. Dennoch sollten Eltern das nicht komplett verbieten, sondern einen Mittelweg finden, etwa die Zeiten begrenzen und auch darauf hinweisen, wenn diese Zeit herum ist. Übrigens sollten Erwachsene das „Chillen“ der Jugendlichen gar nicht so belächeln.

Weshalb?

Weil Nichtstun eine gute Strategie ist, um zu entspannen. Und wenn sie dabei dauernd mit dem Handy kommunizieren, was ist daran so schlimm? Wir haben früher auch ewig telefoniert.

Wie motiviert man die Kinder, das Handy wieder wegzulegen und etwas für die Schule zu tun?

Den Jugendlichen muss bewusst werden, dass sie für sich selbst lernen, nicht für die Eltern. Dafür müssen sie wissen, was ihre Ziele sind – erst dann sind sie motiviert, diese erreichen zu wollen. Wer weiß, welchen Traumberuf er ausüben will, kann dann auch einschätzen, was er dafür in kleinen Etappen schaffen muss. Und diese kleinen Erfolge machen Spaß und sogar glücklich, das motiviert wiederum – und zwar von innen heraus und nicht von außen.

Aber etliche Teenager haben noch keine Ahnung, was sie später mal beruflich machen wollen.

Dann spielen Hobbys eine große Rolle, um zu lernen, dass es Ausdauer und Durchhaltevermögen braucht, um kleine und große Erfolge zu erreichen. Da darf man ein jüngeres Kind ruhig mehr ausprobieren lassen, es muss erst herausfinden, ob es eher sportlich, musisch oder künstlerisch veranlagt ist. Und ob der Gitarrenunterricht blöd ist oder nur der Musiklehrer. Wenn es dann ein Hobby gefunden hat, sollten es die Eltern unterstützen, auch Durststrecken durchzustehen.

Womit kann man Kinder und Jugendliche auf jeden Fall motivieren?

Es gibt zwei Wundermittel: Lob und Optimismus. Wettstreit beflügelt nicht jedes Kind. Und die Frage „Was haben denn die anderen in der Klasse für Noten?“ mit einem negativen Vergleich fürs Kind frustriert eher. Besser sollten Eltern die individuellen Stärken des Kindes herausheben: „Der Stoff war sehr schwierig, aber du hast dich richtig toll reingehängt beim Lernen. Da bin ich stolz auf dich.“

Und der Optimismus?

Generell ist im Leben und in der Erziehung eine optimistische Grundhaltung Gold wert. Manche Kinder merken gar nicht, wie negativ sie etwas sehen: „Das kann ich nicht, das schaffe ich nie.“ Wenn Eltern ihnen dabei helfen, die Dinge etwas optimistischer zu sehen, motiviert das ungemein: „Wenn du lernst und dir die Aufgaben noch mal erklären lässt, schaffst du das.“ Das Dumme ist, dass wir Menschen uns von negativen Erfahrungen viel länger und stärker beeinflussen lassen. Daher müssen wir uns die kleinen und größeren positiven Dinge umso bewusster machen, als Gegengewicht. Wenn Ihr Kind also etwas toll gemacht hat, reiten Sie ruhig ein bisschen auf dem Thema herum.

Die Pädagogin und Erziehungswissenschaftlerin Petra Buchwald ist Professorin am Institut für Bildungsforschung der Universität Wuppertal und Autorin unter anderem des Buches „Selbstbewusst ins Leben – Kinder und Jugendliche stärken, fördern und motivieren“.

Leider steigen die Ansprüche an die Schüler genau dann an, wenn sie wegen der Pubertät eine eher geringe Motivation verspüren, sich so unwichtigen Dingen wie Lernen zu widmen. Und selbst wenn der Sohn plötzlich wieder sehr gerne zur Schule geht, hat das nicht unbedingt mit dem spannenden Geschichtsunterricht zu tun. Die Erziehungs-Kolumne „Kinder – der ganz normale Wahnsinn“

101 Power-Zitate für mehr Motivation im Studium

von Tim Reichel

Studieren ist wie Fahrradfahren.

Nur, dass das Fahrrad brennt. Und du brennst. Und alles brennt.

Studieren ist manchmal die Hölle: Dein Kalender ist rappelvoll, deine To-do-Liste noch voller und bald stehen die nächsten Prüfungen an. Du hast keine Lust mehr, musst dich aber trotzdem aufraffen und zurück an den Schreibtisch. Der Druck nimmt zu – deine Motivation ab. Dein Alles-wird-gut-Mantra muss im Minutentakt herhalten, doch allmählich verlieren deine aufmunternden Worte ihre Wirkung.

Du brauchst etwas Neues.

Gute Nachrichten: Ich habe etwas für dich.

Zitate.

Bekannte Sätze von herausragenden Persönlichkeiten oder Sinnsprüche, die nicht albern oder spirituell sind, sondern ein wahres Feuerwerk der Motivation in dir auslösen, können der perfekte Anschub für dich sein. Ein schönes Zitat zur passenden Zeit kann dich zum Nachdenken anregen und dir neuen Mut machen – im besten Fall motiviert es dich zudem ungemein.

Und von dieser Sorte habe ich 101 Exemplare für dich gesammelt.

Motivation auf Knopfdruck!

In diesem Buch findest du für jeden Tag ein schönes Zitat, das dir neue Energie gibt und deine Motivation dauerhaft verbessert. Die ersten 31 Zitate bekommst du geschenkt. Trage dich dazu einfach in die E-Mail-Liste ein:

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101 Zitate, aus denen du neue Motivation für dein Studium schöpfen kannst

Zitat #1

Es ist immer zu früh, um aufzugeben.

Norman Vincent Peale

Zitat #2

Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren.

Winston Churchill

Zitat #3

Gib nicht auf. Leide jetzt und lebe den Rest deines Lebens wie ein Champion.

Muhammad Ali

Zitat #4

Ich habe nicht versagt. Ich habe nur 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren.

Thomas A. Edison

Zitat #5

Müde macht uns die Arbeit, die wir liegen lassen – nicht die, die wir tun.

Marie von Ebner-Eschenbach

Zitat #6

Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.

Paulo Coelho

Zitat #7

Ich kann, weil ich will, was ich muss.

Emmanuel Kant

Zitat #8

Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen.

Buddha

Zitat #9

Die Schwierigkeiten wachsen, je näher man dem Ziel kommt.

Johann Wolfgang von Goethe

Zitat #10

Man muss erst einige Male sterben, um wirklich leben zu können.

Charles Bukowski

Zitat #11

Hör auf, zu warten, denn der perfekte Zeitpunkt kommt nie.

Napoleon Hill

Zitat #12

Die Entfernung ist unwichtig. Nur der erste Schritt ist wichtig.

Marquise du Deffand

Zitat #13

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

Lucius A. Seneca

Zitat #14

Die Mitte der Nacht ist der Anfang des Tages.

Demokrit

Zitat #15

Wenn alles gegen dich zu sein scheint, dann erinnere dich, dass ein Flugzeug nur gegen den Wind abhebt und nicht mit dem Wind.

Henry Ford

Zitat #16

In einem Jahr wirst du dir wünschen, du hättest heute angefangen.

Karn Lamb

Zitat #17

Der größte Ruhm im Leben liegt nicht darin, nie zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.

Nelson Mandela

Zitat #18

Es gibt zwei Arten, Schwierigkeiten zu begegnen: entweder du änderst die Schwierigkeiten, oder du änderst dich.

Phyllis Bottome

Zitat #19

Du bist mutiger als du glaubst, stärker als du scheinst und intelligenter als du denkst.

A. A. Milne

Zitat #20

Im Walde zwei Wege boten sich mir dar und ich ging den, der weniger betreten war – und das veränderte mein Leben.

Walt Whitman

Zitat #21

Je härter ich arbeite, um so mehr Glück scheine ich zu haben.

Thomas Jefferson

Zitat #22

Nicht wie tief du fällst zählt, sondern wie hoch du zurückfederst.

Brian Tracy

Zitat #23

Mut ist Widerstand gegen die Angst, Sieg über die Angst, aber nicht Abwesenheit von Angst.

Mark Twain

Zitat #24

Verschiebe nur dann etwas auf morgen, wenn es dir nichts ausmacht, darüber zu sterben.

Pablo Picasso

Zitat #25

Die Leute sagen oft, dass Motivation nicht anhält. Naja, das macht das Duschen auch nicht – deshalb empfehlen wir es ja täglich.

Zig Ziglar

Zitat #26

Erfolg heißt, sich selbst zu mögen, zu mögen, was man tut, und zu mögen, wie man es tut.

Maya Angelou

Zitat #27

Positives Denken und der Glaube an sich selbst sind der Weg zum Erfolg.

Josef Dlask

Zitat #28

Entwickeln Sie Erfolg aus Fehlern. Entmutigung und Misserfolg sind zwei der sichersten Sprungbretter zum Erfolg.

Dale Carnegie

Zitat #29

Es ist schwierig, eine Person zu schlagen, die niemals aufgibt.

Schweinchen Babe

Zitat #30

Lassen Sie die Angst vor dem Verlust nicht größer werden als die Spannung zu gewinnen.

Robert Kiyosaki

Zitat #31

Wünsche dir nicht, es wäre einfacher, wünsche dir, dass du besser wirst.

Jim Rohn

Zitat #32

Wenn mein Kopf es sich ausdenken kann, wenn mein Herz daran glauben kann – dann kann ich es auch erreichen.

Muhammad Ali

Zitat #33

In meiner Erfahrung gibt es nur einen Motivator, und das ist das Verlangen.

Jane Smiley

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Zitat #34

Es ist nicht mein Ziel, besser zu sein als alle anderen, sondern besser als ich selbst zuvor.

Wayne Dyer

Zitat #35

Auf einfache Wege schickt man nur die Schwachen.

Hermann Hesse

Zitat #36

Wunder erleben nur diejenigen, die an Wunder glauben.

Erich Kästner

Zitat #37

In den Tiefen des Winters erfuhr ich schließlich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer liegt.

Albert Camus

Zitat #38

Das wahre Geheimnis des Erfolgs ist Begeisterung.

Walter Chrysler

Zitat #39

Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel anders setzen.

Aristoteles

Zitat #40

Gehe du deinen Weg und lass die Leute reden.

Dante Alighieri

Zitat #41

Wenn dir etwas wichtig genug ist, solltest du es versuchen, egal ob das wahrscheinlichste Ergebnis ein Misserfolg ist.

Elon Musk

Zitat #42

Wenn wir an unseren Stärken zweifeln, stärken wir unsere Zweifel.

Tse Tsang

Zitat #43

Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen.

Robert Lembke

Zitat #44

Jeder Fortschritt findet außerhalb der Komfortzone statt.

Michael John Bobak

Zitat #45

Habe keine Angst, das Gute aufzugeben, um das Großartige zu erreichen.

John D. Rockefeller

Zitat #46

Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden.

John F. Kennedy

Zitat #47

Wer arbeitet, macht Fehler. Wer viel arbeitet, macht mehr Fehler. Nur wer die Hände in den Schoss legt, macht gar keine Fehler.

Alfred Krupp

Zitat #48

Es geht nicht darum, wie hoch du springen kannst, sondern wie hoch du glaubst, dass du springen kannst.

Julia Engelmann

Zitat #49

Niemand weiß, was er kann, bis er es probiert hat.

Publilius Syrus

Zitat #50

Der erfolgreiche Kämpfer ist der Durchschnittsmensch – mit laser-ähnlichem Fokus.

Bruce Lee

Zitat #51

Du musst bereit sein, die Dinge zu tun, die andere niemals tun werden, um die Dinge zu haben, die andere niemals haben werden.

Les Brown

Zitat #52

Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.

Lucius A. Seneca

Zitat #53

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.

Johann Wolfgang von Goethe

Zitat #54

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.

Franz Kafka

Zitat #55

Du kannst niemals aufhören. Gewinner hören niemals auf und Drückeberger gewinnen niemals.

Ted Turner

Zitat #56

Schwierige Zeiten lassen uns Entschlossenheit und innere Stärke entwickeln.

Dalai Lama

Zitat #57

Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.

Konfuzius

Zitat #58

Motivation hängt zusammen mit Begeisterungsfähigkeit, mit Sinngebung, mit Visionen – und zwar aus mir selbst heraus.

Reinhold Messner

Zitat #59

Einige sehen die Dinge und fragen „Warum?“. Doch ich träume von Dingen, die es nicht gibt und frage „Warum nicht?“

George Bernard Shaw

Zitat #60

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.

Henry Ford

Zitat #61

Streite niemals mit dummen Leuten. Sie werden dich auf ihr Level runterziehen und dich dort mit Erfahrung schlagen.

Mark Twain

Zitat #62

Wenn du dich veränderst, verändert sich alles für dich.

Jim Rohn

Zitat #63

Lass deine Träume nicht Träume bleiben.

Jack Johnson

Zitat #64

Wer lange glücklich sein will, muss sich oft genug verändern.

Konfuzius

Zitat #65

Jeder Champion war mal ein Herausforderer, der sich geweigert hat, aufzugeben.

Rocky Balboa

Zitat #66

Ich kämpfte mich sozusagen durch den Dschungel, um Dschungelkönig zu werden.

Sebastian Czypionka

Zitat #67

In drei Worten kann ich alles zusammenfassen, was ich über das Leben gelernt: Es geht weiter.

Robert Frost

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Zitat #68

Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen.

Walt Disney

Zitat #69

Glaube nicht alles, was du denkst.

Byron Katie

Zitat #70

Fühlen Sie sich schlecht. Oder motivieren Sie sich selbst. Was immer getan werden muss, es ist immer Ihre Entscheidung.

Wayne Dyer

Zitat #71

Wer tiefer irrt, der wird auch tiefer weiser.

Gerhart Hauptmann

Zitat #72

Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen.

Friedrich Nietzsche

Zitat #73

Dem Geist sind keine Grenzen gesetzt außer denen, die wir als solche anerkennen.

Napoleon Hill

Zitat #74

Ein tiefer Fall führt oft zu höherem Glück.

William Shakespeare

Zitat #75

Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.

Hermann Hesse

Zitat #76

Wenn du fliegen willst, musst du die Sachen loslassen, die dich runterziehen.

Toni Morrison

Zitat #77

Das Leben ist wie ein Film: Schreibe dein eigenes Drehbuch, glaube daran und spiele danach.

Jim Henson

Zitat #78

Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.

Mark Twain

Zitat #79

Zähl nicht deine Tage. Mach, dass deine Tage zählen.

Muhammad Ali

Zitat #80

Das Glück ist mit den Mutigen.

Virgil

Zitat #81

Zur Hölle mit Umständen. Ich kreiere Möglichkeiten.

Bruce Lee

Zitat #82

Ich habe einen ganz einfachen Geschmack. Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.

Oscar Wilde

Zitat #83

Wenn Sie wirklich etwas wollen, warten Sie nicht darauf – lehren Sie sich selbst, ungeduldig zu sein.

Gurbaksh Chahal

Zitat #84

Wir können nicht zu dem werden, der wir sein möchten, indem wir der bleiben, der wir sind.

Max DePree

Zitat #85

Wer aufhört, besser werden zu wollen, hört auf, gut zu sein.

Marie von Ebner-Eschenbach

Zitat #86

Es sind unsere Entscheidungen, die zeigen, wer wir wirklich sind, weit mehr als unsere Fähigkeiten.

J.K. Rowling

Zitat #87

Um große Dinge zu erreichen, müssen wir nicht nur handeln, sondern auch träumen, nicht nur planen, sondern auch glauben.

Anatole France

Zitat #88

Um erfolgreich zu sein, musst du alle Herausforderungen akzeptieren, die dir in den Weg kommen. Du kannst nicht nur die akzeptieren, die du magst.

Mike Gafka

Zitat #89

Ich habe 30 Jahre gebraucht, um über Nacht berühmt zu werden.

Harry Belafonte

Zitat #90

Man kann zwar kein neues Leben beginnen, aber täglich einen neuen Tag.

Henry D. Thoreau

Zitat #91

Je größer die Schwierigkeit, die man überwand, desto größer der Sieg.

Marcus T. Cicero

Zitat #92

Erfolgreiche Menschen sind erfolgreich, weil sie das tun, was andere Menschen nicht tun.

Henry Ford

Zitat #93

Das Scheitern ist das Gewürz, das dem Erfolg seinen Geschmack gibt.

Truman Capote

Zitat #94

Vermische nicht das, was du nicht kannst, mit dem, was du kannst.

John Wooden

Zitat #95

Es ist besser, an Originalität zu scheitern, als erfolgreich zu imitieren.

Herman Melville

Zitat #96

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.

Mahatma Ghandi

Zitat #97

Erfolg ist die beste Rache.

Michael Douglas

Zitat #98

Die meisten wichtige Dinge in der Welt sind von Menschen erreicht worden, die nicht aufgehört haben, etwas zu versuchen, selbst wenn keine Hilfe in Sicht war.

Dale Carnegie

Zitat #99

Du stehst jeden Morgen mit Überzeugung auf, wenn du zufrieden ins Bett gegangen bist.

George Lorimer

Zitat #100

Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.

Oscar Wilde

Zitat #101

Die Kunst ist einmal mehr aufzustehen, als man umgefallen ist.

Winston Churchill

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Fazit

Motivation gibt es beim Studieren nicht geschenkt. Doch mit ein paar Tricks kannst du dir selbst Feuer unterm Hintern machen und dich Tag für Tag neu anspornen. Motivierende Zitate gehören zu diesen Wundermittelchen und helfen dir dabei, entschlossen am Ball zu bleiben – und das nicht nur beim Studieren.

Lass dich von den Worten bekannter Persönlichkeiten inspirieren und schöpfe Kraft aus ihren Ideen. Wenn es in deinem Studentenalltag phasenweise nicht rundläuft, darfst du dich davon nicht runterziehen lassen – durchbrich diese negativen Abschnitte stattdessen und nutze externe Impulse wie Zitate, um deine Motivation neu zu beleben.

Solltest du also an dir zweifeln und glauben, dass du deine Ziele ohnehin nicht erreichen wirst, dann hol dir einen Denkanstoß von Menschen, die eine ähnliche Situation durchgemacht haben. Lerne von den Besten der Besten und lass dich durch Worte, die schon Millionen anderer Menschen aktiviert haben, ebenfalls in Schwung bringen.

Denn dann ist Studieren wirklich wie Fahrradfahren – nur, dass du innerlich brennst und Vollgas geben kannst.

PS: Wenn du wissen willst, wie du im Studium dauerhaft motiviert bleiben kannst, dann sieh dir mein Arschtritt-Buch an. Hier entlang bitte (klick!)

Mitarbeiter motivieren: 31 Tipps und Beispiele

Man kann Mitarbeiter motivieren, indem man sie antreibt, gute Leistungen zu bringen. Das ist allerdings anstrengend und sorgt mitunter für Frust auf beiden Seiten. Ein zweiter Weg, der Mitarbeitermotivation ist, sie zu manipulieren – mit Geld, Boni, Beförderungen, Status, Versprechen. Kurz: mithilfe der sprichwörtlichen Möhre vor der Nase. Das funktioniert kurzfristig, wie zahlreiche Studien immer wieder bestätigen, ist aber unethisch und verrät überdies eine fragwürdige Einstellung zu den eigenen Kollegen: Wer so führt, hält seine Mitarbeiter offenbar für Esel. Auch sprichwörtlich. Der dritte Weg, Mitarbeiter zu motivieren, ist sie – ganz konkret – zu ermutigen und Leistungen anzuerkennen…

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

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Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

Mitarbeiter motivieren: Alles Manipulation?

Zugegeben, auch das könnte eine Form der Manipulation sein. Aber nur dann, wenn das Lob unaufrichtig ist. Mit dem guten Willen, das beste aus den Menschen herauszuholen, ihnen dabei aber eine Wahl zu lassen, macht es jedoch beiden Spaß und hat in der Regel auch die größeren und nachhaltigen Effekte.

Schon Albert Bandura, Psychologie-Professor an der Stanford-Universität, konnte die positive Wirkung der Ermutigung nachweisen: Derart gelobte sind motivierter, stecken sich höhere Ziele, fühlen sich diesen stärker verpflichtet, teilweise unterstellen sie sich sogar bessere Fähigkeiten, was wiederum ihre Leistungskraft verbessert.

Hyler Bracey, Vorsitzender und CEO der Atlanta Consulting Group, steckt sich zum Beispiel jeden Tag fünf Münzen in die Tasche seiner Anzugjacke. Jedes Mal, wenn er im Laufe des Tages einen Mitarbeiter für seine gute Arbeit lobt, steckt er eine Münze in die andere Tasche. Diese Technik hat ihm dabei geholfen, das Loben zur Gewohnheit zu machen – täglich müssen alle Münzen die Tasche wechseln.

Motivationsforschung: Was Menschen wirklich motiviert

Zu ähnlichen Ergebnissen gelangt David McClelland. Laut seinen Studien sind es vor allem drei Bedürfnisse, die uns (und damit natürlich auch Mitarbeiter) motivieren:

  1. Menschen wollen ihre Ziele erreichen.

    Und sie möchten, dass dies bemerkt wird. Kurz: Sie wollen stolz auf ihr Tun sein. Entsprechend vermeiden Sie Situationen, in denen keine Aussicht auf Erfolg besteht oder diese nur gering ist.

  2. Menschen suchen soziale Beziehungen und Zugehörigkeit.

    Erfolg lässt sich schließlich erst genießen, wenn er durch andere bestätigt wird. Denn auf Anerkennung folgt meist auch Zugehörigkeit. Weil das aber nicht universell gilt, suchen wir den Anschluss zu unterschiedlichen (Interessen-)Gruppen.

  3. Auch Macht motiviert.

    Die beiden ersten Punkte führen automatisch zu einem gewissen Einfluss auf die jeweilige Gruppe: Respekt, Status und Einfluss steigen. Und das ist ebenfalls ein enormer Ansporn. Psychologische Studien zeigen immer wieder: Das permanente Gefühl von Ohnmacht hingegen demotiviert und macht Menschen sogar krank.

Auch der Autor Richard Conniff hat sich mit dem Thema Mitarbeitermotivation intensiv beschäftigt und herausgefunden: Regelmäßiges Feedback kann die Motivation und Leistung von Mitarbeitern um 10 Prozent steigern. Diese für erreichte Ziele und gute Leistungen zu würdigen und dies aufrichtig anzuerkennen, verbesserte die Motivation gar um 17 Prozent. Nebenbei verbesserte es die Beziehungen untereinander und zum Chef.

Lob und Anerkennung sind nicht dasselbe

Nicht wenige setzen Lob mit Anerkennung gleich, häufig werden beide Begriffe sogar synonym verwendet. Doch das ist so nicht richtig. Es gibt einen entscheidenden Unterschied:

  • Lob

    ist eine Form spontaner Wertschätzung. Es muss möglichst konkret sein, damit es wirkt und der Gelobte weiß, warum er oder sie es erhält. Loben können der Chef ebenso wie die Kollegen oder Kunden. Vergleichbar ist diese Form der Wertschätzung mit einem gelegentlichen Schulterklopfen.

  • Anerkennung

    ist hingegen mehr Haltung als spontane Wertschätzung: Jemand erkennt die regelmäßige Qualität oder Leistung einer Person an – und respektiert und schätzt die Person dafür. Anerkennung muss nicht konkret sein, im Gegenteil: Sie beurteilt das Gesamtbild. Und sie muss sich auch nicht unbedingt verbal äußern, aber wenn sie es tut, dann meist durch ein qualifiziertes Feedback, ausführlicher als ein spontanes Schulterklopfen. Die meisten spüren, ob sie anerkannt werden oder nicht.

Regelmäßiges Lob im Job ist daher ein wichtiger Motivator, keine Frage. Damit Mitarbeiter aber dauerhaft motiviert bleiben, müssen sie die Anerkennung dahinter spüren.

Mythos Motivation: Kann man überhaupt Mitarbeiter motivieren?

Über das Thema Motivation wird seit Jahren viel geforscht und gestritten. Dabei steht eine Frage immer im Fokus der Debatte:

Ist es überhaupt möglich, andere Menschen zu motivieren?

Reinhard Sprenger, Autor des Bestsellers „Mythos Motivation“ sagt, das sei unmöglich. Zwar werde es von Unternehmen durch allerlei Anreize, wie Firmenwagen, Boni und Geschenke immer wieder versucht, doch die Bemühungen laufen ins Leere. Stattdessen wird ein Teufelskreis in Gang gesetzt, bei dem letztendlich die Belohnung und nicht mehr die Arbeit im Vordergrund steht. Wie bei einer Droge muss die Belohnung stetig steigen, damit die Motivation aufrecht erhalten wird.

Auch Dieter Frey, Sozialpsychologe an der LMU München, ist überzeugt davon, dass durchgängige Motivation und Freude an der Arbeit Privilegien sind, die nur wenige genießen. Das gilt sowohl für Chefs als auch für deren Mitarbeiter:

Viele Menschen sind motiviert, weil sie die Arbeit zur Sicherung ihrer Existenz brauchen. Sie benötigen Geld zum Leben und gehen deshalb arbeiten. Aber die Befriedigung dieses existenziellen Bedürfnisses ist ein extrinsischer, also von außen kommender Grund, jeden Tag zur Arbeit zu gehen. Aber auf Dauer nur intrinsisch, also von innen motiviert, sind die wenigsten. Deshalb müssen Führungskräfte die verschiedenen Sehnsüchte und Interessen ihrer Kollegen jeden Tag aufs neue hinterfragen – also eine Antwort darauf finden, wie Leistung und Fairness miteinander vereinbar sind. Gute Stimmung hilft dabei, aber sie reicht nicht.

Auf der anderen Seite zählen Lob und Anerkennung vom Chef häufig mehr als vom eigenen Lebenspartner. Das zumindest ergibt sich aus Umfragen, wie sie etwa das Forsa Institut zuletzt für das Happiness Institut (eine Coca-Cola-Tochter) unter mehr als 2000 Menschen in Deutschland durchführte. Ergebnis: Für mehr als jeden Zweiten (54 Prozent) ist das schönste Lob im Job vom Chef. Erst danach folgt die aufmunternde Wirkung durch ein nettes Wort, ein Dankeschön oder ein Schulterklopfen durch den Partner (47 Prozent) oder von Bekannten (43 Prozent).

Und es stimmt ja auch: Jeder möchte geschätzt werden, Manager ebenso wie Mitarbeiter. Selbst wenn es den Anschein hat, wir wären unabhängig und selbstständig, brauchen wir andere zur Stärkung unseres Selbstwertgefühls. Und die Motivation ist umso stärker, je mehr Begeisterung und Selbstwertgefühl die Anerkennung hervorruft und möglicherweise sogar die Form einer Geschichte annimmt, die der Mitarbeiter noch nach vielen Jahren seiner Familie, seinen Freunden und Kollegen erzählen kann. Es ist die Belohnung unserer Arbeit und Leistung – eine Art wertsteigerndes Feedback.

Die meisten Belohnungen entsprechen zwei Kategorien:

  • Formelle Belohnungen

    sind in der Regel geplante, strukturierte Programme, die im Laufe der Zeit wiederholt und über Jahre durchgeführt werden, zum Beispiel Auszeichnungen wie Mitarbeiter des Monats oder Dienstleister des Jahres.

  • Informelle Belohnungen

    erfolgen eher sofort, sind spontane Formen aufrichtiger Dankbarkeit und der Anerkennung guter Arbeit. Sie sind häufig individuell, witzig und zeichnen ein spezielles Verhalten aus, wie besonderer Kundenservice, kostenreduzierende Ideen oder ausgezeichnetes Teamwork, oder sie werden für besondere Leistungen erteilt wie dem Fertigstellen eines Zwischenberichts oder eines Projekts oder dem Abschluss eines wichtigen Verkaufs.

Entscheidend daran aber ist vor allem eines: Damit Motivation überhaupt funktionieren kann, muss sie persönlich und situationsbezogen ausfallen. Wenn es um Anerkennung geht, gibt es keine Einheitslösung.

Deshalb, daher und darum:

  • Passen Sie Belohnung der Person an. Beginnen Sie mit den persönlichen Präferenzen des Betreffenden und belohnen Sie denjenigen auf eine Weise, die er oder sie als lohnend empfindet. Um die Wirkung einer Anerkennung nicht auf Spekulation beruhen zu lassen, müssen Sie Ihre Mitarbeiter fragen, was diese am meisten schätzen. Vielleicht legen Sie sogar Karteikarten an, auf der alle Arten von Anerkennung aufgelistet sind, die der jeweilige Mitarbeiter schätzt.
  • Passen Sie die Belohnung der Leistung an. Belohnung sollte maßgeschneidert sein, um der Bedeutung der Leistung Rechnung zu tragen. Natürlich sollte ein Mitarbeiter, der ein Zweijahresprojekt abschließt, stattlicher belohnt werden als jemand, der Ihnen lediglich einen Gefallen getan hat. Und selbstverständlich sollte die Belohnung den Zeitaufwand widerspiegeln, den Sie zur Planung und Durchführung aufgewendet haben, und den Betrag, den Sie investieren mussten.
  • Seien Sie zeitnah und spezifisch. Um wirkungsvoll zu sein, müssen Belohnungen so schnell wie möglich nach dem gewünschten Verhalten oder Resultat erfolgen. Geschieht dies erst Wochen oder Monate später, so wird die Belohnung den Mitarbeiter kaum zu einer Wiederholung seiner Handlungen motivieren. Sie sollten immer sagen, warum die Belohnung überreicht wird, das heißt einen Zusammenhang zu der Leistung herstellen.

ABC der Motivation

Natürlich spielt auch Selbstmotivation bei allem eine wichtige Rolle – erst recht, wenn man davon überzeugt ist, dass andere einen nicht wirklich antreiben, anstecken und begeistern können, solange man nicht selbst von sich aus dazu motiviert ist. 26 wichtige Faktoren rund um das Thema Motivation haben wir in diesem ABC zusammengestellt, das Sie hier als PDF kostenlos herunterladen können.

Mitarbeiter motivieren: Mehr als 30 Ideen und Beispiele

Einige der hier geschilderten Ideen und Beispiele stammen aus dem Buch von Bob Nelson „1001 Ideen, Mitarbeiter zu belohnen & zu motivieren“, viele sind aber auch eigene Erfahrungen und belegte Beispiele aus anderen, vorbildlichen Unternehmen, denen natürlich auch Sie nacheifern können…

Generelle Wege Mitarbeiter zu motivieren

  1. Zeigen Sie Interesse.

    Von allen genannten Beispielen ist das der einfachste wie auch effektivste Weg, andere zu ermutigen: Zeigen Sie, dass Sie sich wirklich dafür interessieren, was der oder die andere macht oder erreichen will. Stellen Sie Fragen, bewundern Sie. Nichts wirkt stärker.

  2. Wertschätzen Sie.

    Sprichwörtlich: Also nicht nur Schulterklopfen, sondern schätzen Sie den Wert der Sache und bestätigen Sie die große Bedeutung dieses Beitrags. Menschen hassen das Gefühl, nur ein unbedeutendes Rädchen im Getriebe – oder (noch schlimmer) das Reserverad – zu sein. Umgekehrt: Wenn Sie ihren Plänen und Projekten einen hohen Wert beimessen – am besten öffentlich – schlägt das sofort auf das Selbstbewusstsein durch, baut auf und weckt neuen Enthusiasmus.

  3. Bitten Sie um Rat.

    Es ist die subtilste Form des Lobes – und kaum jemand kann diesem Antrag widerstehen, sein Können und Wissen weiterzugeben, weil er darum gebeten wird. Erstens, weil Sie ihn dadurch erhöhen (Er der Meister – Sie der Schüler); zweitens, weil er sich so verewigen kann. Schließlich setzen Sie sein profundes Wissen damit weiter. Und am Ende ist es einfach ein sehr erbauliches Gefühl, der Welt etwas Gutes von sich hinterlassen zu haben.

  4. Zeigen Sie Dankbarkeit.

    Es gibt Menschen, die helfen gerne. Sobald sie Probleme sehen, packen sie an oder erledigen die Dinge, die getan werden müssen, ungefragt, als wäre es selbstverständlich. Ist es aber nicht. Und mangelnde Dankbarkeit kann diese Menschen sehr schnell bitter machen. Dann fühlen sie sich nur noch ausgenutzt. Traurig und folgenschwer – denn nicht selten sind sie die guten Seelen, die einen Betrieb oder eine Familie enorm bereichern.

  5. Revanchieren Sie sich.

    Die Pop-Ikone Madonna singt in ihrem Hit „Sorry“ die Zeile Don’t explain yourself cause talk is cheap. Recht hat sie! Ein Dankeschön, gelegentlicher Beifall und Wertschätzung tun zwar gut – auf Dauer aber können Sie Taten nicht ersetzen. Reden ist billig. Revanchieren Sie sich ab und an auch – und zeigen Sie damit, wie wertvoll der vorherige Gefallen oder die gezeigte Leistung tatsächlich für Sie war.

  6. Überraschen Sie.

    Die meisten Menschen, die Überdurchschnittliches leisten oder sich herausragend engagieren, haben ein gutes Gespür dafür, das dies auch so ist. Deswegen erwarten Sie meist auch irgendeine Reaktion ihrer Umwelt darauf. Das Mindeste sind Lob oder Anerkennung. Viel größer aber ist der ermunternde Effekt, wenn Sie über solche Erwartungen hinausgehen. Etwa, wenn Sie dem Betreffenden aufgrund seiner Leistung einen Tag frei geben. Oder ihm und seinem Partner ein romantisches Wochenende in einem Nobelhotel spendieren – schließlich haben sich die beiden in den vergangenen Wochen wegen des wichtigen Projekts kaum noch gesehen… Egal wie, seien Sie kreativ, spontan und gehen auch Sie bei Ihrer Wertschätzung über Durchschnittliches hinaus.

  7. Suchen Sie ein gemeinsames Ziel.

    Sie haben ein bestimmtes Ziel vor Augen und wollen, dass Ihr Team dieses mitträgt. Dann muss es mit den Vorstellungen und Wünschen jedes Teammitglieds übereinstimmen. Fragen Sie sich: Was sind die Ziele der Mitarbeiter? Wo gibt es einen gemeinsamen Nenner?

  8. Seien Sie sich treu.

    Nehmen Sie einen klaren Standpunkt ein. Nichts verwirrt Mitarbeiter so sehr wie Sprunghaftigkeit. Entscheiden Sie sich für eine klare Linie und bleiben Sie dieser treu. Betonen Sie, dass Sie auf die Ergebnisse der Arbeit achten und nicht, wie lange jemand im Büro sitzt.

  9. Nutzen Sie eine positive Sprache.

    Wollen Sie Ihr Team begeistern, verzichten Sie auf Verbote, Einschränkungen, negative Formulierungen und Sätze mit „nicht“. Statt die sich häufenden Kundenbeschwerden zu thematisieren, versuchen Sie es mit: „Wir möchten wieder mehr zufriedene Kunden. So schaffen wir das…“ Damit konzentrieren Sie sich auf die positiven Aspekte und beziehen Ihre Mitarbeiter mit ein. Besser noch mit der Frage ans Team: Wie schaffen wir das?

  10. Verurteilen Sie niemanden für Fehler.

    Um über sich selbst hinauszuwachsen, gehört es auch dazu, ungewohntes Terrain zu betreten und Neues auszuprobieren. Manchmal wird man dafür mit Erfolg belohnt, manchmal nicht. Klar, ärgern sich Chefs über die Fehler ihrer Mitarbeiter – erst recht, wenn sie folgenreich sind. Aber geben dem Mitarbeiter trotzdem nie das Gefühl, eine Niete zu sein. Denn er oder sie kann (und sollte) daraus lernen. Wichtiger aber war, dass er oder sie unternehmerisch gedacht und gehandelt hat.

  11. Erhalten Sie den Spaß.

    Am besten arbeitet man in einer entspannten und lockeren Arbeitsatmosphäre. Bei allen Anstrengungen sollte der Spaß am Job aber nicht verloren gehen. Lassen Sie witzige Momente zu, gemeinsames Lachen verbindet. Ebenso das Feiern von Erfolgen.

  12. Wie einige Unternehmen ihre Mitarbeiter motivieren

  13. Wenn einer der Mitarbeiter von Marty Stowe im New-England-Regionalbüro von Paychex besonders hart arbeitet, sendet Stowe eine handschriftliche Notiz an dessen Ehepartner. Wenn sich dieser Mitarbeiter dabei auch noch selbst übertrifft, überreicht Stowe einen Geschenkgutschein für ein Abendessen zu zweit.
  14. Bei Sea World San Diego überreichen die Teamleiter sogenannte Spotlight-Karten an Mitarbeiter, wenn sie sehen, dass diese gute Arbeit leisten. Sie schreiben auf, was sie beobachtet haben und was ihnen daran gefällt. Dann bringen sie mindestens zwei weitere Teamleiter oder Vorgesetzte dazu, die Karte zu unterschreiben, und überreichen sie dem Mitarbeiter. Eine Kopie wird am Infobrett der Mitarbeiter ausgehängt.
  15. In Marietta, Georgia, führte Wellstar Health System ein einfaches Anerkennungsprogramm für Führungskräfte auf gleicher Ebene ein, genannt „Die sieben Eigenschaften von Stars“. Manager erhalten vorgedruckte Notizzettel. Darauf können sie Eigenschaften ankreuzen, die von Kollegen verkörpert werden, und beschreiben, warum derjenige dafür gewürdigt werden sollte. Jede Führungskraft, der fünf oder mehr Eigenschaften zugestanden werden, wird beim nächsten Führungsmeeting öffentlich gewürdigt und kann sich eines von fünf Büchern aussuchen.
  16. Ein eher informeller Weg, wie wir die Leistung von Teamkollegen bei der EMC Mortgage Corporation in Irving, Texas, würdigen, ist die „Mitteilung an meinen fantastischen Teamkollegen“. Dazu werden Mitteilungen auf farbiges Papier geschrieben und dieses an der Wand im Zimmer des Teamkollegen angebracht. Dies geschieht in Abwesenheit des Betreffenden, sodass die Fanpost zu einer angenehmen Überraschung wird.
  17. Das New England Aquarium erlaubt Mitarbeitern, Kollegen mit einem „Danke Dorsch“ (eine Karte in Form eines Dorsches) Anerkennung zu zollen. Die eine Hälfte der Karte bekommt der Mitarbeiter und die andere Hälfte landet in der vierteljährlichen Verlosung von Geschenkgutscheinen für bezahlten Freizeitausgleich.
  18. Angela Gann von Kaiser Permanente sendet jedem, den sie für einen Job interviewt, ein paar persönliche Zeilen. Für Neueinstellungen hält sie jedoch ein besonderes Begrüßungsritual bereit: Am Morgen des ersten Arbeitstages schmückt sie den Arbeitsplatz des neuen Mitarbeiters mit Glitzersternen oder Bannern.
  19. Don Eggleston, Leiter Organisationsentwicklung bei SSM Healthcare in St. Louis, sagt: „Ich mache einen Vermerk in meinem Kalender und sende Mitarbeitern Karten oder Blumen am Jahrestag wichtiger Ereignisse in ihrem Leben. Zum Beispiel habe ich Karten am Jahrestag des Todes eines Elternteils oder des Schulabschlusses oder Geburtstag eines Kindes verschickt. Damit kann ich die Mitarbeiter auf dezente Weise wissen lassen, dass sie mir nicht gleichgültig sind, ohne meine Nase in ihre Angelegenheiten zu stecken.“
  20. Bei Business First in Louisville, Kentucky, sendet die Werbeabteilung täglich an alle eine motivierende Sprachmitteilung – das kann ein Witz sein oder eine Erfolgsgeschichte oder was immer der Mannschaft hilft, während des Arbeitstages gut gelaunt zu bleiben.
  21. Eine Abteilung von Hewlett Packard hielt in San Diego einen Tag der Würdigung für eine außergewöhnliche Mitarbeiterin ab, die Computerwissenschaftlerin Jennifer Wallick. Kollegen reservierten sich 10-minütige Zeitblöcke, um sie zu besuchen, ihr Blumen zu überreichen und sich bei ihr für das zu bedanken, was sie für das Unternehmen geleistet hatte. Den ganzen Tag über wurde sie alle 15 Minuten geehrt.
  22. Als sie bei Time Warner in Milwaukee arbeitete, verwendete Noelle Sment eine wirkungsvolle Anti-Stress-Strategie: Die „Schlechter-Tag-Tafel„. Auf dieser Tafel waren die Namen sämtlicher Mitarbeiter mit einem Magneten befestigt und konnten verschoben werden. Damit wurde angezeigt, wer unter starkem Stress stand, persönliche Probleme hatte, sich mit schwierigen Kunden abmühte und Ähnliches. Ursprünglich war die Tafel als Warnsystem für andere gedacht. Aber schon bald begann die Gruppe, jeden aufzumuntern, der einen „schlechten Tag“ hatte – und das mit großer Begeisterung.
  23. Chris Giangrasso, Leiter Management- und Organisationsentwicklung bei der Aramark Corporation in Philadelphia (Eventmanagement) empfiehlt, einen Anerkennungstag zu organisieren. Aramark plant einen ganzen Tag zu Ehren dieser Person (zum Beispiel den Bob-Jones-Tag) und schickt an alle Mitarbeiter eine Benachrichtigung, in der das Datum und der Grund für die Ehrung genannt werden. Der Geehrte kommt in den Genuss diverser Extras, wie Computerbanner und ein kostenloses Mittagessen.
  24. Die Wells Fargo Bank hat einige ungewöhnliche Belohnungen entwickelt, die keine Kosten verursachen. Zum Beispiel wird ein Gericht in der Kantine nach einem verdienten Mitarbeiter benannt.
  25. Als Southwest Airlines das fünfte Jahr in Folge in puncto Pünktlichkeit und Gepäckabfertigung auf den ersten Platz kam sowie die wenigsten Beschwerden pro Kunden zu verbuchen hatte, widmete es seinen 25.000 Mitarbeitern ein Flugzeug, indem es deren Namen auf den Gepäckfächern über den Sitzen anbrachte.
  26. Federal Express in Memphis schrieb auf die Nase jedes Flugzeugs, das es kaufte, den Namen eines Kindes eines Mitarbeiters. Das Unternehmen führte eine Verlosung durch, um den Namen auszuwählen, und flog die Familie des Kindes zur Taufe in das Herstellerwerk.
  27. Bei Xerox hat ein Kundenservicezentrum die Entscheidung über die Arbeitszeiteinteilung den Mitarbeitern selbst überlassen. Indem die Mitarbeiterteams die Verantwortung für die Planung übernahmen, stieg die Arbeitsmoral, verbesserte sich der Kundendienst und die Fehlzeiten reduzierten sich um 30 Prozent.
  28. Bei Chaparral Steel in Midlothian, Texas, genießen die Mitarbeiter viele Freiheiten und das Vertrauen, Geld und Ressourcen der Firma für die Verbesserung der Arbeitsprozesse einzusetzen. Durch diese Freiheit waren zwei Wartungsmitarbeiter in der Lage, die benötigten Teile zu kaufen, um eine Maschine zum Verbinden von Stahlstäben zu Kosten von 60.000 Dollar zu erfinden und zu bauen – fast 200.000 Dollar weniger als die Kosten der alten Maschinen.
  29. Die Filialleiter vom Einrichtungshaus Crate and Barrel in Houston haben für ihre Mitarbeiter ein Programm ins Leben gerufen, zu dem auch eine „unerwartete Stunde Freizeit“ gehört. Einmal in der Woche sucht sich jeder Filialleiter einen Verkaufsmitarbeiter aus, übernimmt dessen Schicht für eine Stunde und sagt: „Du arbeitest hart, das weiß ich zu schätzen – nimm dir eine Stunde frei und komm ausgeruht zurück, um noch mehr zu verkaufen.“
  30. Jeff White, Manager bei Chick-fil-A im Renaissance Tower in Detroit belohnt Mitglieder seines Teams für besondere Leistungen mit einem zusätzlichen bezahlten Urlaubstag.
  31. Der Arbeitstag der Mitarbeiter bei Northrop Grumman, einem Luft-und Raumfahrtunternehmen, sowie andere Auftragnehmer der Regierung in San Diego umfasst neun Stunden – dafür haben sie jeden zweiten Freitag frei. Mitarbeiterbefragungen haben ergeben, dass diese Regelung der Arbeitszeit von vielen höher geschätzt wird als Versorgungsleistungen im Gesundheitsbereich, und dass dies ein Schlüsselfaktor für die Mitarbeiterbindung ist.
  32. Workman Publishing in New York bietet sogenannte „May Days“ an, was bedeutet, dass die Mitarbeiter von Mai bis September einmal monatlich mit Zustimmung ihres Vorgesetzten entweder einen Montag oder einen Freitag freinehmen können. Auf diese Weise können sie während der Sommermonate verlängerte Wochenenden genießen.

Pizza motiviert Mitarbeiter mehr als Geld

Statt Geld spendieren Sie Ihren Mitarbeitern lieber Pizza! Echt jetzt. Wir würden das nicht erwähnen, stünde nicht ausgerechnet der renommierte Verhaltensökonom Dan Ariely hinter den Experimenten dazu.

Die Forschungsergebnisse dazu stammen aus Arielys neuem Buch „Payoff: The Hidden Logic That Shapes Our Motivations“. Der Psychologieprofessor forschte dazu in einer israelischen Fabrik, die Computerchips für Intel produziert. Der Charme daran: Hier lässt sich die Tages-Produktivität der Mitarbeiter genau messen.

Entsprechend wurden die Mitarbeiter dann zum Wochenbeginn motiviert:

  • Der eine Teil der Belegschaft wurde erzählt, bei guter Arbeit bekämen sie ein persönliches Lob vom Chef.
  • Der zweite Gruppe wurden Bonus-Zahlungen dafür in Aussicht gestellt – rund 30 Extra-Dollar pro Tag.
  • Der dritten Gruppe wiederum wurden Pizzagutscheine versprochen.
  • Die vierte Kontrollgruppe bekam keinerlei Anreize.

Das Ergebnis überraschte denn auch einen alten Verhaltensforscher wie Ariely:

  • Die potenzielle Gehaltserhöhung hatte den geringsten Effekt – ein Motivationsschub von 4,9 Prozent. Laut der Studie verringerte sie allerdings gleichzeitig die Produktivität.
  • Die Aussicht auf Lob und Anerkennung dagegen zeigte Wirkung: Hier steigerten die Mitarbeiter ihre Leistung um stolze 6,6 Prozent.
  • Getoppt wurde das allerdings von der Pizza-Gruppe: Sie erhöhten ihren Output sogar um 6,7 Prozent.

Von Jeff Bezos, dem Gründer von Amazon.com, stammt übrigens das schöne Bonmot:

Wenn Sie die Personen in einem Meeting nicht mit zwei Pizzen satt kriegen können, sind es zu viele Menschen im Meeting.

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  1. Machen dir klar, was die Schule dir eigentlich bringt – sowohl im Kleinen als auch als großes Ganzes. Ob „Ich brauche das Abi für mein Traumstudium!“ oder so etwas Simples wie: „Mit den Buchzitaten aus dem Deutschunterricht kann man super Eindruck bei den Mädels machen!“ – Hauptsache, du machst dir ein paar Gedanken zu deinem persönlichen Warum.
  2. Steck dir kleine Etappenziele für überschaubare Hürden, statt immer gleich den ganzen Berg bezwingen zu wollen. Das können die einfachsten Dinge sein, wie zum Beispiel „Ich werde mich heute in Mathe zweimal melden!“ oder „Ich will es ohne fehlende Hausaufgaben oder Ermahnungen bis zum nächsten Wochenende schaffen.“
  3. Belohn dich selbst an doofen Tagen und plane auch immer mal wieder kleine Belohnungen im Voraus ein. Wenn du weißt, dass ein besonders langer und/oder anstrengender Tag vor dir liegt, wirst du es dir selber danken, wenn du mittags genüsslich das kleine Stück Kuchen aus der Tasche holen kannst.
  4. Überlege, warum du eigentlich so viel Zeit in deine Hausaufgaben steckst. Statt nur darüber nachzudenken, was du noch alles erledigen musst, richte deinen Blick mal bewusst darauf, was du damit bewirkst. „Ich muss noch die Mathehausaufgaben für morgen machen!“ klingt wenig motivierend. „Ich investiere ein bisschen Extra-Zeit ins Üben, damit das Rechnen direkt sitzt und ich bei dem, was darauf aufbaut, direkt durchsteige!“ hört sich doch gleich ganz anders an.
  5. Zieh nach jedem Schultag eine kurze Positivbilanz: Was hat gut geklappt, war besonders schön oder hat dir Spaß gemacht? Notiere dir täglich ratzfatz die schönsten Punkte. So sammelst du schwarz auf weiß Beweise, dass du in der Schule ganz oft eine gute Zeit hast – und an schlechten Tagen kannst du das zur Aufmunterung nachlesen.
  6. Recherchier doch mal ein bisschen, welche Werdegänge Promis, die du bewunderst, oder andere Vorbilder so hatten. Du wirst feststellen: Auch wenn der eine oder andere Studienabbrecher dabei ist – ganz ohne die Schule hätten sie es wohl kaum so weit gebracht.
  7. Erinnere dich selbst gezielt an deine Begeisterung für bestimmte Fächer oder Themen. Warum ist dein Lieblingsfach dein Lieblingsfach, warum interessiert und begeistert es dich besonders? Wenn du dir vor Augen führst, dass viele Unterrichtsthemen für dich eigentlich total spannend sind, gehst du mit viel mehr Schwung an sie heran.
  8. Brich mal aus dem normalen Lern- und Hausaufgabentrott aus und tu etwas Verrücktes. Du kannst deine Mathehausaufgaben mit pinker Tinte schreiben, die Vokabeln mit Quietschstimme lesen oder aus jedem i-Punkt etwas Lustiges zeichnen. Hauptsache, du sorgst für Abwechslung und hebst den Spaßfaktor.
  9. Überleg gezielt: Was würde dir fehlen, wenn du nicht mehr zur Schule gehen würdest? Was oder auch wen würdest du vermissen? Deine Liste liefert dir gute und handfeste Antworten auf die Frage, warum du auch morgen wieder gehen solltest.
  10. Hinterfragen mal bewusst deine Tagträume und „Fluchtfantasien“. Was würdest du tun, wenn du nicht mehr zur Schule gehen würdest? Wie würdest du deinen Alltag gestalten? Dann machst du einen ehrlichen Realitätscheck: Wo lägen die Schwierigkeiten? Was würde dir wohl auf Dauer auf die Nerven gehen, dich frustrieren oder auslaugen? Du wirst feststellen: Keine Alternative, kein Beruf und kein Lebensentwurf ist auf Lange Sicht nur rosig.
  11. Stellen dir vor, du würdest interviewt. Die einzige Frage: Was ist das Schön(st)e am Schülersein? Nenn so viel Schönes, wie dir nur einfällt – und wirklich nur Schönes.

10 Tipps für Eltern: So motivieren Sie Ihr Kind zum Lernen

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  • Warum die Lernmotivation mit der Zeit abnimmt
  • Ratgeber Lernmotivation
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Warum die Motivation zum Lernen abnimmt

Die meisten Schüler starten hochmotiviert in die erste Klasse. Sie sind wissbegierig und lernbereit. Doch immer wieder ebbt diese Motivation zum Lernen schon nach wenigen Jahren ab. Das ist fatal, denn der Lernerfolg steigt vor allem dann, wenn Schüler motiviert sind zu lernen. Woran liegt das?

Während der Nachwuchs im Kleinkindalter noch alles Neue aufsaugt, voller Stolz von seinen neuen Erkenntnissen erzählt und den ersten Schultag kaum abwarten kann, lässt dieser Eifer laut psychologischen Studien spätestens ab der Pubertät, aber meist schon beim Wechsel auf die weiterführende Schule nach. Während noch die Hälfte der Erstklässler durchgängig Spaß am Lernen hat, sind es bei den 13-Jährigen nur noch sechs Prozent. Das ist die Bilanz einer Studie von scoyo und ZEIT LEO.

Sie trifft den Kern des Problems: Das Schulsystem, das zum Lernen motivieren soll, bewirkt meist das Gegenteil. Gute Noten als Maß aller Dinge und das Muss eines hohen Bildungsabschlusses erzeugen Erfolgsdruck bei Kindern, Eltern und Lehrern. G8 und PISA tragen ihren Teil dazu bei.

Das Resultat: Oft bleibt von dem natürlichen und angeborenen Wissensdurst der Kinder nur Lernschmerz zurück, ein Frust, den die Schüler vermehrt körperlich erleben. Es werden Lernvermeidungsstrategien ausgeklügelt, das Lernen bekommt einen negativen Beigeschmack, erzeugt Druck oder sogar Angst.

Eltern fühlen sich in der Pflicht, ihre Kinder zum Lernen zu motivieren, sind jedoch oft ratlos oder haben schlichtweg keine Zeit.

Können Schüler Motivation lernen? Ratgeber Lernmotivation

Daniel Bialecki, Geschäftsführer von scoyo, beschäftigt sich seit über zwölf Jahren mit kreativen Methoden der Wissensvermittlung und weiß, dass die Gründe für die sinkende Lernmotivation von Schülern zwar vielschichtig, aber lösbar sind:

„Kinder und Jugendliche haben besonders viel Spaß am Lernen und eine hohe Motivation, wenn sie Lerninhalte aus einem inneren Antrieb heraus verstehen wollen. Nur was sie wirklich interessiert, machen sie auch wirklich gern und gut“, so der Familienvater.

Für Lernforscher schafft diese so genannte intrinsische Motivation die idealen Voraussetzungen zum Lernen. Das ist auch der Grund, warum Schüler Motiviation nur bedingt lernen können – echtes Interesse und Begeisterung sind viel wichtiger.

Im Schulalltag können diese Erkenntnisse jedoch kaum umgesetzt werden. Den Lehrern fehlt aufgrund des straffen Zeitplans die Zeit, sich jedem Schüler einzeln zu widmen. So rückt die extrinsische Motivation durch Belohnungen und Noten in den Vordergrund. Langfristig schwächt das den inneren Antrieb vieler Schüler.

Kinder motivieren

Die folgenden zehn Tipps zum Thema Lernmotivation erschienen nach und nach auf unserer Facebook-Seite.

Viel Spass beim Lesen und viel Erfolg beim Umsetzen!

Texte: Fabian Grolimund und Stefanie Rietzler

Lernmotivation Tipp 1: Wann sind wir motiviert?

Viele Eltern möchten, dass ihre Kinder – vor allem in der Schule und bei den Hausaufgaben – mehr Motivation zeigen. Dabei ist es hilfreich, wenn wir uns zuerst überlegen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Kinder (und Erwachsene) motiviert sind. Diese Voraussetzungen lassen sich in drei Fragen beschreiben:
1. Muss ich überhaupt (heute) etwas tun?
2. Fühle ich mich in der Lage / fähig, das zu tun?
3. Ist mir diese Tätigkeit oder deren Resultat wichtig?
Das schwierige dabei: Jede Frage muss mit „ja“ beantwortet werden, damit wir bereit sind, etwas zu tun:
3 x ja = Motivation
Wir haben damit drei unterschiedliche Gründe, weshalb ein Kind unmotiviert sein könnte:
1. Es ist unterfordert oder sieht nicht ein, weshalb es schon jetzt etwas tun sollte (wo die Hausaufgabe doch erst in drei Tagen fällig ist)
2. Es ist tatsächlich überfordert oder unterschätzt seine Fähigkeiten
3. Das Kind sieht keinen Sinn in dieser Tätigkeit / dem gelehrten Stoff.
Je nachdem benötigt ein Kind auch andere Hilfestellungen:
1. Ein unterfordertes Kind sollte gefordert werden.
2. Überforderte und hilflose Kinder benötigen Erfolgserlebnisse, Eltern die auf kleine Fortschritte achten und sich über diese freuen können und das Gefühl, dass die eigenen Anstrengungen zu Verbesserungen führen.
3. Kinder, denen die Schule und das Lernen nicht wichtig ist, müssen Zusammenhänge zwischen dem Schulstoff und ihrem Leben klarer erkennen können. Sie benötigen zudem Anerkennung für ihre Anstrengungen, Ermutigung und klare Erwartungen.
In den nächsten Posts zum Thema Motivation werden wir Ihnen jeweils eine Möglichkeit vorstellen, die Motivation Ihres Kindes zu beeinflussen.

Lernmotivation Tipp 2: Anerkennung

Uns allen fällt die Arbeit leichter, wenn wir dafür Anerkennung erhalten. Anerkennung lässt sich über Lob ausdrücken, wobei nicht jede Art von Lob gleich förderlich ist.
Welche Art von Lob welche Wirkung zeigt, wollte die Professorin Carole Dweck der Uni Standford genauer wissen. Sie unterteilte 400 Kinder in drei Gruppen und liess diese Aufgaben eines Intelligenz-Tests lösen. Den Kindern aller Gruppen sagte sie nach dem Lösen der Aufgaben, dass sie gut abgeschnitten und 80% der Aufgaben richtig gelöst hätten.

Den Kindern der Gruppe 1 sagte sie zusätzlich, dass sie sehr intelligent sein müssten, wenn sie so viele Aufgaben gelöst hätten.

Die Kinder der Gruppe 2 bekamen zu hören, dass sie sich ganz schön angestrengt haben müssen, um so gut abzuschneiden.

Die Kinder der Gruppe 3 erhielten kein weiteres Lob.

Danach hatte die Professorin den folgenden Vorschlag für die Kinder: „Du kannst nun entweder eine schwierige Aufgabe lösen oder eine leichte. Bei der schwierigen ist es nicht gesagt, dass du sie lösen kannst – du kannst aber sicher etwas dabei lernen. Die einfache Aufgabe kannst du bestimmt lösen – du lernst aber nichts dabei. Welche Aufgabe soll ich dir geben?“

Wie viele Kinder wählten nun die schwierigere Aufgabe? Die Resultate mögen auf den ersten Blick erstaunlich wirken:

Gruppe 1 (Lob für Intelligenz) wählte zu 35% die schwierige Aufgabe

Gruppe 2 (Lob für Anstrengung) wählte zu 90% die schwierige Aufgabe

Gruppe 3 (kein Lob) wählte zu 55% die schwierige Aufgabe.

Wie lässt sich dies erklären? Dweck und andere Forscher gehen davon aus, dass Kinder, die oft für ihre Intelligenz gelobt werden, Übung nicht für sinnvoll halten. Die Kinder in Gruppe 1 haben ja bereits bewiesen, dass sie intelligent sind – weshalb sollten sie sich dann noch weiter anstrengen und die schwierige Aufgabe machen?

Eine zweite Erklärung könnte im Umkehrschluss liegen. Die Kinder könnten sich denken: „Wenn die mich intelligent findet, weil ich die Aufgaben gut gelöst habe – was hält sie dann von mir, wenn ich die schwierige Aufgabe nicht lösen kann? Bin ich dann dumm?“

Die Kinder der Gruppe 2 hingegen haben erfahren, dass die Versuchsleiterin sie schätzt, wenn sie sich Mühe geben. Da liegt es nahe, die schwierige Aufgabe zumindest zu versuchen…

Wenn wir möchten, dass sich unsere Kinder Mühe geben, dann sollten wir sie für Dinge loben, die sie selbst aktiv beeinflussen können. Wir könnten es toll finden, dass sie:

– sich früh genug vorbereitet haben
– sich angestrengt haben
– es nochmals versucht haben
– von alleine angefangen haben
– die neue Lerntechnik ausprobiert haben

Lernmotivation Tipp 3: gezielt loben

Bereits im letzten Tipp ging es um das Thema Anerkennung und Lob. Wir haben darauf hin gewiesen, dass Kinder sich eher anstrengen, wenn sie für Dinge gelobt werden, die sie selbst beeinflussen können (z.B. sich Mühe geben / früh genug mit dem Lernen anfangen / eine neue Lernstrategie ausprobieren) und es die Motivation sogar negativ beeinflussen kann, wenn man Kinder für ihre Begabung oder Intelligenz lobt.

Wenn wir Lob einsetzen möchten, um die Motivation unserer Kinder zu stärken, gibt es noch andere Punkte, auf die es sich zu achten lohnt. Ein wichtiger davon ist:

Gezieltes Lob ist wirksamer als allgemeines Lob!

Was ist damit gemeint? Beim allgemeinen Lob sagen wir Dinge wie: „Toll“, „gut“, „das hast du schön gemacht“.

Beim gezielten Lob fragen wir uns, was wir uns am meisten von unserem Kind wünschen und beschränken uns auf ein bis zwei Punkte, die uns besonders wichtig erscheinen. Jede kleine Veränderung oder Anstrengung des Kindes in diese Richtung greifen wir auf und zeigen ihm dafür Anerkennung.

Ist ein Kind sehr unselbständig und lässt es sich bei allem helfen, könnte Selbständigkeit ein solches Ziel sein. Spezifisches Lob wäre dann beispielsweise:

„Schön, dass du die Hausaufgaben schon alleine vorbereitet hast“
– „Wow – so weit bist du bereits alleine gekommen?“
– „Ich habe das Gefühl, du bist in letzter Zeit viel selbständiger geworden – vor allem bei den Hausaufgaben. Ich wollte dir sagen, dass mich das sehr freut“
– „Super, dass du diese beiden Aufgaben selbst gelöst hast – was meinst du, schaffst du diese auch noch alleine?“

Gibt ein Kind immer gleich auf, könnte es beispielsweise Anerkennung erhalten, wenn es nicht gleich aufgibt:

– „Hey toll, dass du es nochmal versucht hast!“
– „Ich habe das Gefühl, dass du hartnäckiger an Aufgaben dran bleibst als früher – das finde ich richtig schön!“
– „Ich weiss – es kommt dir manchmal so vor, als wäre das alles nicht zu schaffen – es ist nicht einfach, dann trotzdem weiter zu machen. Heute bist du trotzdem dabei geblieben und ich bin richtig stolz auf dich“

Wenn Sie möchten, können Sie sich überlegen:

1. Was Sie sich momentan am meisten von Ihrem Kind wünschen
2. Wann sich Ihr Kind bereits (in Ansätzen) auf diese Weise verhält
3. Wie Sie Ihrem Kind Anerkennung zeigen könnten, wenn es kleine Schritte in die richtige Richtung unternimmt

Vielleicht sind Sie – wie viele Eltern in unseren Seminaren – erstaunt, wie schnell Ihr Kind darauf reagiert.

Lernmotivation Tipp 4: Interesse zeigen

Anerkennung lässt sich nicht nur über Lob ausdrücken: Interesse und Aufmerksamkeit ist für Kinder mindestens ebenso wichtig.
Hat Ihr Kind eine Zeichnung gemacht, können Sie ihm sagen, dass Ihnen die Zeichnung gefällt. Vielleicht bedeutet es ihrem Kind aber mehr, wenn sie sich zum ihm setzen und es fragen:

– Wow – was hast du denn da gezeichnet?
– Piraten! Was gefällt dir an Piraten?
– Hey hier hat einer ein Holzbein. Hast du auch einen mit Augenklappe gezeichnet?
– Der hier spiesst ja einen anderen mit dem Säbel auf – grausam Wen greifen die denn an? Wozu?

Das tolle an solchen Fragen ist, dass Sie Interesse an der Tätigkeit und nicht am Resultat zeigen. Werden Kinder regelmässig für „schöne Zeichnungen“ gelobt, kann man oft zusehen, wie die Zeichnungen nach und nach „schöner“ werden – und braver, unkreativer und langweiliger. Bis am Ende – wie es mal jemand pointiert ausgedrückt hat – beim Zeichenlehrer in der zehnten Klasse 25 schöne Zeichnungen an der Wand hängen, die sich dermassen ähnlich sehen, dass die Schüler selbst nicht mehr wissen, welches ihre war.

Mit Fragen ermuntern Sie Ihr Kind nicht nur weiterhin zu zeichnen, sondern auch seine eigenen Interessen zu verfolgen und kreativ zu bleiben.

Zeichnung: Ein Wildschwein wird wütend und schiesst zurück aus Fabians kreativen Tagen 😉

Lernmotivation Tipp 5: Der richtige Ort

Der richtige Ort kann die Motivation beträchtlich erhöhen. Falls Sie Sport treiben, haben Sie vielleicht auch schon die folgende Erfahrung gemacht: Sie sind hundemüde und fühlen sich ganz und gar nicht nach Bewegung – aber sobald Sie im Tanzstudio, Fitnesscenter, Dojo, der Tennishalle oder auf Ihrer gewohnten Laufstrecke sind und Ihr Trainingszeug angezogen haben, kommt die Energie fast von alleine. Solche Effekte kommen durch Konditionierung zustande.

Nun gibt es viele Lernberater, die deswegen empfehlen, dass ein Kind immer am gleichen Ort lernen sollte. Ein guter Tipp, solange ein Kind bisher gute Lernerfahrungen an diesem Ort gemacht hat.

Ein schlechter Rat, wenn dieser Ort für das Kind mit Konflikten, Mühsal und Stress verbunden ist. In diesem Fall hat eine negative Konditionierung stattgefunden: Der Ort alleine löst bereits Frust und Lähmung aus.

In diesem Fall ist es sinnvoll, den Ort zu wechseln und einmal in der Küche, ein andermal im Wohnzimmer zu lernen. Achten Sie darauf, wo sich Ihr Kind am besten konzentrieren kann und machen Sie dies zum neuen Lernort.

Teilweise zeigen sich dabei Überraschungen. Ich selbst kann mich beispielsweise in Cafés am besten konzentrieren. Dort ist zwar etwas los, es geht mich jedoch nichts an – und ich fühle mich optimal aktiviert. Meine Lizentiatsarbeit, die meisten Texte unserer Internetseite und mein Buch entstanden in Cafés. Vielleicht fühlt sich auch Ihr Kind an einem Ort am wohlsten und produktivsten, den Sie nie und nimmer als Lernort gewählt hätten?

Lernmotivation Tipp 6: Der richtige Zeitpunkt

Wir alle haben einen sogenannten Biorhythmus: Zu bestimmten Zeiten sind wir leistungsfähiger als zu anderen Zeitpunkten. Viele Menschen haben beispielsweise ein Morgenhoch, ein Nachmittagstief und am späteren Nachmittag nochmals ein Hoch. Andere Menschen sind am Abend besonders leistungsfähig.

Generelle Empfehlungen wie:

– Kinder sollten nach Hause kommen, eine halbe Stunde Pause machen und dann die Hausaufgaben erledigen

Sind daher immer nur bei bestimmten (im besten Fall bei den meisten) Kindern sinnvoll. Es kann jedoch sein, dass Ihr Kind ganz anders „tickt“. Eine Mutter meinte zu mir:

„Wir hatten jeden Tag Streit wegen der Hausaufgaben. Ich wollte, dass mein Sohn nach Hause kommt und sie gleich macht. Seit ich ihm erlaubt habe, die Hausaufgaben gleich nach dem Abendessen zu machen, haben wir keinen Streit mehr. Er scheint sie dann fast gerne zu erledigen. Ich dachte früher immer: Wenn er am Nachmittag schon zu müde dazu ist – wie soll er dann am Abend fit genug sein?“

Dieser Junge scheint eine ausgeprägte Nachteule zu sein. Wahrscheinlich hat er morgens Mühe damit, in die Gänge zu kommen, ist in den ersten Schulstunden müde und kann abends nicht gut einschlafen. Dagegen lässt sich wenig ausrichten. Ein Entgegenkommen ist aber zumindest bei den Hausaufgaben möglich.

Falls Sie nun denken: „Mein Kind möchte die Hausaufgaben auch immer später machen – aber ich glaube nicht, dass das gut kommt“ – dann dürfte Sie unser nächster Post interessieren. Er wird Ihnen einen risikofreien Weg zeigen, um den richtigen Zeitpunkt zu finden.

Lernmotivation Tipp 7: Der Hausaufgabenvertrag

Im letzten Tipp haben wir geschrieben, dass Kinder zu unterschiedlichen Tageszeiten Leistungshochs haben – und es sein kann, dass sich ein Kind am Abend viel besser konzentrieren kann und viel motivierter ist als am Nachmittag. Viele Eltern haben jedoch ein ungutes Gefühl dabei, Ihre Kinder mit unterschiedlichen Zeitpunkten experimentieren oder das Kind sogar selbst entscheiden zu lassen, wann es die Hausaufgaben macht. Sie haben Angst, das Kind würde diese Freiheit ausnutzen.

Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie feierlich einen Vertrag aufsetzen. Dieser könnte folgendermassen lauten:

Mit dem Vertrag vermitteln Sie Ihrem Kind indirekt, dass es mehr Freiheit erhält, wenn es bereit ist, mehr Verantwortung zu übernehmen.

Zeigt sich hingegen, dass Ihr Kind mit dieser Freiheit noch überfordert ist, geht die Kontrolle bis Ende Monat an Sie als Eltern zurück. Vielleicht haben Sie und Ihr Kind in diesem Fall Lust, zu diskutieren, wie Ihr Kind sich selbst besser motivieren und sich selbst an die Hausaufgaben erinnern kann – und wer weiss, vielleicht probieren Sie es nächsten Monat nochmals aus – mit einem besseren Ergebnis?

Lernmotivation Tipp 8: Lesemuffel motivieren

Im Laufe der Zeit haben wir viele Eltern beraten, deren Kinder eine Lese-Schwäche aufweisen oder sonst nicht gerne lesen.
Oft hatten die Eltern von der Schule den Auftrag erhalten, regelmässig 10 bis 15 Minuten mit dem Kind zu lesen, um Rückstände aufzuholen. Keine einfache Sache! Die Kinder weigern

sich oft, sind bockig und möchten lieber Lego spielen oder nach draussen gehen.
Das Vorhaben wird fast sofort leichter, wenn Sie den richtigen Zeitpunkt wählen. Wenn Sie Ihr Kind während dem Lego-Spiel unterbrechen und es zum Lesen auffordern, kommt das Lesen einer Bestrafung gleich.

Viele Kinder gehen jedoch abends gar nicht gerne schlafen. Wir haben diesen Umstand schon oft genutzt und die Eltern gefragt, wann ihr Kind schlafen gehen muss. War beispielsweise um 21 Uhr Schlafenszeit, haben wir den Eltern folgendes vorgeschlagen: „Sagen Sie um 21 Uhr zu Ihrem Kind: Möchtest du lieber gleich schlafen oder noch 15 Minuten mit mir lesen?“ Sehr viele Kinder waren in diesem Fall durchaus bereit für eine Leseübung. Soll sich das Kind zwischen „lesen und schlafen“ entscheiden, wird es eher lesen wollen, als wenn es sich zwischen „lesen und Lego“ entscheiden soll.

Natürlich sollte das Kind immer noch genügend Schlaf erhalten – aber meist kommt es auf 15 Minuten nicht an. Sie können diese Methode auch verwenden, wenn ihr Kind ein wenig älter wird: Bauen Sie eine Zeit ein, in der das Kind im Bett sein muss, aber noch lesen darf, anstatt das Kind einfach länger aufbleiben zu lassen.

Lernmotivation Tipp 9: Gemeinsam geht es leichter

Viele Kinder sind schlicht und einfach ungern alleine. Wird erwartet, dass sie ihre Hausaufgaben im Kinderzimmer am Pult erledigen, fühlen sie sich schnell isoliert. Nicht wenige Kinder reagieren darauf, indem sie ständig aus dem Zimmer kommen, um ihren Eltern Fragen zu stellen. Manche werden immer unselbständiger – nicht, weil sie es nicht alleine könnten, sondern weil sie nicht alleine sein wollen.

Die einfache Lösung für dieses Problem: Lassen Sie Ihr Kind neben sich arbeiten, während Sie etwas anderes tun. Sagen Sie Ihrem Kind, dass Sie sich konzentrieren müssen und es sich Fragen aufschreiben soll, um diese am Ende zu stellen. Wenn Ihr Kind Sie unterbricht, können Sie es jeweils darauf hinweisen, dass es gerne neben Ihnen arbeiten darf, solange es sich die Fragen aufschreibt und Sie für eine vorher festgelegte Zeit nicht unterbricht.

Mein Vater war Lehrer und hat nach dem Abendessen meist noch einen Spaziergang zum Schulhaus gemacht, um in seinem Klassenzimmer Prüfungen zu korrigieren oder Lektionen vorzubereiten. Musste ich als Jugendlicher eine Prüfung vorbereiten, bin ich gerne mitgegangen. Ich setzte mich an ein Schülerpult und bereitete die Prüfung vor, während mein Vater am Lehrerpult arbeitete. Auf dem Hin- und Rückweg hatten wir oft gute Gespräche und das Lernen am Abend fühlte sich bedeutend weniger anstrengend an, wenn man nicht als einziger „leiden“ musste.

Wie ist das bei Ihnen zu Hause? Welche Erfahrungen haben Sie mit dem gemeinsamen Arbeiten gemacht? Und mit welchen Tätigkeiten lässt sich das Hausaufgabenmachen am besten kombinieren?

Lernmotivation Tipp 10: Fortschritte auf Übung zurückführen

Wir sind dann motiviert, wenn wir das Gefühl haben, durch unser eigenes Verhalten etwas bewirken zu können. Als Mutter oder Vater können Sie Ihrem Kind zeigen, dass seine Anstrengungen zu Fortschritten führen, indem Sie es immer wieder darauf hinweisen. Mit simplen Feststellungen geben Sie Ihrem Kind das Gefühl: Was ich tue bringt etwas!
Sie könnten beispielsweise zu Ihrem Kind sagen:

-Ich habe das Gefühl, dass du viel flüssiger liest, seit wir am Abend jeweils 15 Minuten zusammen lesen. Was meinst du dazu?

-Ich finde, dass du dir mit dieser neuen Textlernstrategie die Texte viel schneller merken kannst…

-Toll, dass Ihr gewonnen habt. Das harte Training scheint sich ausgezahlt zu haben!

Ein Vater in einem unserer Seminare bastelte mit seinem Sohn eine Schatzkiste. In diese Kiste kam alles, worauf sein Sohn stolz war: Schwimmabzeichen, gute Aufsätze, ein Buch, das er selbst von vorne bis hinten gelesen hatte. Von Zeit zu Zeit warfen die beiden einen Blick auf die alten Schätze. Der Sohn war regelmässig erstaunt, wie viel er in kurzer Zeit dazugelernt hatte. Kinder machen in den ersten Schuljahren riesige Fortschritte: Wenn wir ihnen Texte vom Vorjahr oder alte Rechentests zeigen, sehen sie, was sie alles dazugelernt haben.

Je mehr man Kinder aktiv darauf hinweist, welche Fortschritte es sich selbst durch seine Anstrengungen erarbeitet hat, desto sicherer wird es, dass es auch zukünftige Herausforderungen meistern kann.

Im Fussball kann man in die nächst höhere Liga kommen, im Karate oder Judo erhält man mit jeder Prüfung einen „höheren“ Gurt und die Helden in Videospielen sammeln Erfahrungs-punkte und steigen mit der Zeit ein Level auf. Ein Kind, das das Einmaleins lernen musste, zog von sich aus den Vergleich zu seinen Computer-Spiel-Helden: „Das ist wie in meinem Spiel: Je mehr ich etwas tue, desto mehr Erfahrung sammle ich, bis ich eine Stufe aufsteige!“ Die Meister-Stufe hat es zusammen mit seinem Vater so definiert, dass es 100 Rechnungen in fünf Minuten lösen kann.

In Computerspielen werden die Fortschritte zum Beispiel durch schön gestaltete Fähigkeitsbäume dargestellt. Man sieht und spürt, wie der Held sich entwickelt. Wie merkt Ihr Kind, wie es sich entwickelt und dazulernt?

Autorenteam

Fabian Grolimund und Stefanie Rietzler sind Psychologen und leiten gemeinsam die Akademie für Lerncoaching in Zürich.

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