Mittel gegen reiseübelkeit BEI kindern

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Zehn Tipps gegen Reiseübelkeit bei Kindern

Endlich Ferien – endlich Urlaub mit der ganzen Familie! Doch im Auto, Flugzeug oder Zug leiden Kinder oft unter Reiseübelkeit, die der ganzen Familie die Urlaubsstimmung vermiesen kann. Wir geben zehn Tipps gegen Reisekrankheit bei Kindern. elkeit.

Grundsätzlich kann die Reiseübelkeit jeden erwischen, doch die Anfälligkeit ist stark vom Alter abhängig. Babys sind für gewöhnlich nicht betroffen, da bei ihnen das Gleichgewichtsorgan noch nicht vollständig entwickelt ist. Auch bei Menschen ab 50 Jahren tritt das Phänomen selten auf. Besonders oft leiden hingegen Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren unter Reiseübelkeit. Experten vermuten, dass im Körper eine Art Lerneffekt wirkt und Erwachsene mit der Zeit einfach weniger empfindlich reagieren.

Symptome und Ursache der Reisekrankheit

Allgemeines Unwohlsein, Kopfschmerzen, Blässe, kalter Schweiß, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen sind die typischen Symptome der Reisekrankheit. Doch was sind ihre Ursachen?

Der Grund dafür, dass vielen Kindern beim Autofahren schlecht wird, liege an der Orientierung des Menschen im Raum, so Burkhard Rieke vom Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf. Die Orientierung hängt von zwei Informationsquellen ab, nämlich von der optischen Wahrnehmung, aus der das Gehirn senkrecht und waagerecht ableitet, sowie vom Gleichgewichtsorgan im Innenohr, dass die tatsächliche Lage einschätzt. Während einer Fahrt ist der optische Bezug der Wagenkasten, der immer gleich bleibt. Das Gleichgewichtsorgan registriert allerdings starke Lageveränderungen, beispielsweise in Kurven.

Kurzum: Das Innenohr registriert Bewegung, Augen und Nerven signalisieren hingegen Stillstand. Darauf reagiert das Gehirn mit einem Übelkeitsreflex.

Die günstigsten Sitzplätze gegen Reiseübelkeit in Bus, Zug und Flugzeug

Hilfreich ist es, nach draußen auf weiter entfernt liegende Dinge zu schauen. Wenn die Familie nicht mit dem Auto in den Urlaub fährt, sollten Kinder, die zu Reiseübelkeit neigen, am besten dort sitzen, wo die Bewegungen am wenigsten zu spüren sind. Das ist im Bus am besten vorn, auf dem Schiff in der Mitte und nahe der Wasseroberfläche und im Flugzeug im Bereich der Tragflächen. Im Zug setzt man sich auch am besten in Fahrtrichtung in einen vorderen Waggon ans Fenster.

Um Reiseübelkeit im Auto vorzubeugen, sollten Kinder während der Fahrt weder lesen noch einen Film schauen oder mit dem Smartphone spielen, rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Medikamente gegen Übelkeit sollten Kinder nur in Ausnahmefällen bekommen.

Zehn Tipps helfen gegen Reiseübelkeit

Da es insbesondere immer wieder Kinder mit der Reiseübelkeit erwischt, fragen sich natürlich Eltern, was sie gegen das Leiden ihrer Kleinen unternehmen können. Wir haben Tipps gegen Reiseübelkeit zusammengestellt:

  • Kindern vor und während der Reise nur leichte, fettarme Kost zu essen geben
  • Homöopathie: Am Vorabend fünf Globuli Cocculus D4 gegen Übelkeit verabreichen
  • Medikamente oder spezielle Kaugummis gegen Reiseübelkeit besorgen
  • Das Kind nach vorne aus dem Fenster schauen lassen
  • Für frische Luft im Auto und regelmäßige Pausen sorgen
  • Mit Musik und Hörspielen für akustische Ablenkung sorgen
  • Das Kind während der Fahrt nicht lesen oder auf dem Handy oder Tablet spielen lassen
  • Bei Übelkeit Akkupressur unterhalb des Handgelenks an der Innenseite des Unterarms anwenden
  • Ein kühles Tuch auf die Stirn legen
  • Für alle Fälle Spucktüte, Feuchttücher und Wasser griffbereit haben

Hier finden Sie eine ausführliche Version der zehn Tipps gegen Reiseübelkeit.

  • Zehn Tipps: Das hilft gegen Reiseübelkeit bei Kindern
  • Fliegen mit Kindern: Sollen Kinder auf Flügen Beruhigungsmittel bekommen?
  • Fernreisen mit Nachwuchs: Mit kleinen Kindern dem Winter entfliehen
  • Gefahr am Hotelpool: Eltern sollten kritisch hinschauen

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Reiseübelkeit bei Kindern

Sonne, Strand und Meer – viele Familien verbringen den Sommer gerne an der Küste. Doch etwa eines von acht Kindern leidet bei langen Fahrten mit dem Auto, dem Bus, der Bahn oder dem Schiff unter Übelkeit und Erbrechen. Diese Beschwerden treten insbesondere bei kurvenreichen Straßen oder häufigem Beschleunigen und Abbremsen auf und machen die Reise zur Qual. Erfahren Sie in diesem Beitrag, was Sie tun können, um diese unangenehmen Beschwerden bei Ihrem Kind vorzubeugen. Lesen Sie auch unseren Artikel „SOS – Nützliche Tipps bei Reiseübelkeit“ und was Sie tun können, wenn Ihrem Kind übel ist.

Das sollten Sie vor Reiseantritt vorbereiten

  • Packen Sie vorsorglich Medikamente gegen Reiseübelkeit ein und verstauen Sie diese griffbereit in Ihrem Handgepäck. Bewährt haben sich Arzneimittel mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat. Dieser ist beispielsweise in Vomex A enthalten, das für Kinder als Sirup oder in Form von Zäpfchen erhältlich ist. Bevor Sie das Medikament Ihren Kleinen verabreichen, sollten Sie sich jedoch von Ihrem Kinderarzt beraten lassen.
  • Auch pflanzliche Arzneimittel wirken gegen Übelkeit und Brechreiz. Ingwer beispielsweise wirkt beruhigend auf den Magen. Diesen können Sie als Kapseln, Sirup, Tropfen oder in Pulverform kaufen. Beachten Sie jedoch, dass Ingwer für Kindern unter sechs Jahren ungeeignet ist. Am besten fragen Sie auch hier bei Ihrem Arzt nach, bevor Sie Ihr Kind selbst behandeln.
  • Eine Alternative zur Schulmedizin sind Homöopathika. In der Apotheke sind verschiedene Mittel erhältlich, die je nach den auftretenden Beschwerden angewendet werden. Lassen Sie sich von Ihrem Kinderarzt, Homöopathen oder Apotheker beraten, welches Mittel das Richtige für Ihr Kind ist. Geben Sie Ihrem Kind nur Globuli, also Zuckerkügelchen, da Verdünnungen, sogenannte Dilutionen, Alkohol enthalten. Um einer Reiseübelkeit vorzubeugen, sollten Sie bereits zwei bis drei Tage vor Reiseantritt mit drei Globuli beginnen.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind vor Reiseantritt eine Kleinigkeit isst. Denn ein nüchterner Magen kann die Reiseübelkeit verstärken. Packen Sie auch kleine Snacks für die Reise ein. Tipps für den richtigen Reiseproviant haben wir in dem Artikel „Ernährungstipps bei Übelkeit“ und im Artikel „Meinem Kind ist übel – was darf es essen?“ zusammengestellt.

Das sollten Sie während der Fahrt beachten

  • Im Auto sollte Ihr Kind möglichst auf der Rückbank in der Mitte sitzen. So kann es geradeaus durch die Frontscheibe schauen. Dabei sollte es sich auf Dinge konzentrieren, die weiter weg sind und sich bewegen wie beispielsweise ein Waldrand am Horizont. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind – egal wie schlecht es ihm geht – immer angeschnallt in seinem Kindersitz bleibt.
  • Setzen Sie sich und ihr Kind im Bus möglichst hinter den Fahrer und lassen Sie Ihr Kind durch die Frontscheibe schauen. Alternativ können Sie sich auch in die Mitte des Busses setzen. Denn dort ist das Fahrzeug weniger Bewegung ausgesetzt.
  • Reisen Sie mit Kindern möglichst nachts. Wenn die Kleinen schlafen, ruht auch das Gleichgewichtsorgan.
  • Lenken Sie ihr Kind während der Fahrt ab. Mithilfe von Suchspielen („Wie viele blaue Autos sind unterwegs?“) richten Sie die Aufmerksamkeit Ihres Kindes auf die Umgebung. Mehr Tipps für Spiele finden Sie hier. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind dabei möglichst nach vorne und nicht zur Seite schaut. Alternativ können Sie ihm auch eine Geschichte erzählen, singen oder eine Hörspiel- oder Musik-CD einlegen. Ungeeignet sind jedoch Fernsehen (z. B. über das Tablet) oder ein Buch anschauen.
  • Reiseempfindliche Kinder sollten auch während der Fahrt Ihren Kopf nicht auf ein Kissen legen, denn dies kann ebenso Übelkeit und Erbrechen fördern.
  • Halten Sie das Auto an, wenn Ihrem Kind übel wird. Lassen Sie es ein paar Schritte draußen gehen oder sich mit geschlossenen Augen ruhig hinlegen. Zusätzlich können Sie Ihrem Kind auch ein kühles Tuch auf die Stirn legen. Dies kann die Beschwerden ebenfalls lindern.
  • Sollten Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auch im oder nach dem Urlaub noch anhalten, sollten Sie mit Ihrem Kind zu einem Kinderarzt gehen, um eine Infektion oder andere Krankheiten auszuschließen.

Wenn Sie mehr zu dem Thema Reiseübelkeit erfahren möchten, lesen Sie auch folgende Beiträge:

  • Übelkeit auf Reisen
  • Übelkeit bei Reisen im Auto
  • Übelkeit bei Reisen mit dem Zug
  • Übelkeit bei Reisen mit Fähre & Schiff
  • Übelkeit bei Reisen mit dem Flugzeug
  • Tipps bei Reiseübelkeit

Reiseübelkeit bei Kleinkindern

Eine lange Autofahrt brachte ans Tageslicht: Mein Kind verträgt das Reisen nicht. Autofahren führt bei ihm – wie bei mir in meiner Kindheit – zu Übelkeit und Erbrechen. Auf bislang drei kritischen Tagesreisewegen im Auto hab ich jetzt ein paar Mittel gegen Reiseübelkeit testen können oder besser müssen. Außerdem hab ich nun noch ein wenig recherchiert. Hier also meine Tipps und Infos zu Mitteln gegen Reiseübelkeit bei Kleinkindern. Reiseübelkeit bei Kleinkindern: Zäpfchen

Die meisten Mittel gegen Reiseübelkeit haben als Wirkstoff ein Antihistaminikum. Ich bin bis jetzt mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat ganz gut gefahren. Aber unsere zweite Erfahrung mit Zäpfchen verlief nicht mehr so reibungslos wie die erste. Die Reiseübelkeit tritt ab dem ersten und vermehrt zwischen dem zweiten und dem 12. Lebensjahr auf, kann man nachlesen. Mein Sohn fing pünktlich zum ersten Geburtstag damit an.

In der Apotheke bekamen wir Zäpfchen empfohlen. Klar, dachte ich, bei Spucken müssen ist ein Zäpfchen sinnvoll, das kommt nicht wieder mit raus. Aber das Zäpchen in den Popo Machen regt die Darmtätigkeit an und so kam das Zäpfchen denn auch kurze Zeit später wieder raus. Und der Beipackzettel enthielt keine Informationen dazu, wie lange das Zäpfchen denn hätte im Popo bleiben müssen! Um eine Überdosierung mit Halluzinationen und Wahnvorstellungen beim Kind zu vermeiden, warteten wir also fahrend auf den nächsten Anfall von Reiseübelkeit und Erbrechen.

Gegen Reiseübelkeit: Antihistaminikum als Sirup

Zäpfchen gegen Reiseübelkeit sind genauso doof zu dosieren wie alle anderen Zäpfchen auch. Die zweite “Hälfte” zerbröselt einfach. Und das soll man dann auch noch unterwegs machen, auf irgendeiner Ratsstätte! Für die nächste Urlaubs-Fahrt wählte ich einen Sirup, Tropfen hätte es auch gegeben. Ich recherchierte im Internet, um herauszufinden, wieviel vorher ich den Reiseübelkeits-Saft verabreichen musste.

Dafür hier nochmal meine deutliche Kritik an Vomex A, die haben nichts zur Dauer usw. im Beipackzettel zu stehen! Die Dosierung wählte ich etwas geringer, dafür legte ich vorsichtshalber alle drei Stunden nach, weil eben auch die Dauer der Wirkung nicht beschrieben war. Der Saft schmeckt meinem Sohn, er freute sich sogar drüber. Die Wirkung war top, es gab keine einzigen Anfall von Erbrechen wegen Reiseübelkeit. Einmal simulierte mein kleiner Schatz allerdings, in der Hoffnung auf eine Pause… Ich hatte drei Stunden vor Fahrtantritt begonnen und kam nicht über die vier maximalen Einzeldosen, wiewohl ich ja niedrig angesetzt hatte.

Alternativen gegen Reiseübelkeit

Nachdem wir beim ersten Mal dermaßen viel Erbrochenes im Auto gehabt hatten und bei jeder Kurve ein neuer Schwall zu erwarten war, hatte ich kein Interesse, bei einer anstehenden acht Stunden Fahrt homöopathische Experimente zu betreiben. Wer sich damit aber auskennt, dem sei hier aufgeführt, dass es das homöopathische Mittel Cocculus D4 gegen Reiseübelkeit geben soll. Außerdem soll auch Ingwer den Magen beruhigen.

Das hat bei mir als Kind allerdings nicht geholfen. Die Antihistaminika in Kaugummiform wirken schon ab einer halben Stunde vor Fahrtantritt und sehr gut gegen Reiseübelkeit, sind aber für Kleinkinder noch nicht zu empfehlen. Ich selbst habe damit irgendwann einen Placebo-Effekt einführen können und mich ab Teenager-Alter mit normalen, aber scharfen Kaugummis überlisten können.

Meditation fällt den kleinen Monstern wohl auch noch sehr schwer und wie erklärt man ihnen, dass sie acht Stunden lang bis auf die Pausen in die Weite starren sollen, wie dieser Artikel empfiehlt? Pflaster gegen die Übelkeit auf Reisen soll es noch geben bzw. eine Art Armband., aber ds muss alles schon am Abend vorher versorgt werden.

Ggf. reißen Kleinkinder sowas auch wieder ab, weil sie noch nicht verstehen können, dass es gegen ihr Spucken am nächsten Tag sein solle. Fazit: Ich bleibe bei dem Sirup gegen die Übelkeit, bis die Kaugummis irgendwann kommen können. Und reise erst einmal mehr mit der Bahn. Benzin ist doch eh grad so teuer!

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Über Luise Veltmann

Luise wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.

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Hinter Übelkeit (mit oder ohne Erbrechen) können verschiedene Ursachen stecken. Unter anderem kommen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und des Bauchraumes sowie Infektionskrankheiten in Frage. Häufig geht die Übelkeit mit weiteren Symptomen wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Durchfall einher. Wir verraten, was gegen Übelkeit hilft und welche Hausmittel besonders wirkungsvoll sind.

Ursachen von Übelkeit

Übelkeit ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom, das verschiedenste Ursachen haben kann. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die häufigsten Ursachen:

  • Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
  • Erkrankungen im Bauchraum (zum Beispiel von Bauchspeicheldrüse, Blinddarm, Gallenblase und Leber)
  • Infektionskrankheiten
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Nebenwirkung von Medikamenten (zum Beispiel nach einer Vollnarkose sowie einer Strahlen- oder Chemotherapie)
  • Psychische Ursachen
  • Reizung des Gleichgewichtsorgans (zum Beispiel bei Reiseübelkeit)
  • Stoffwechselstörungen

Daneben kann Übelkeit auch bei einer Gehirnerschütterung, einem Sonnenstich oder im Rahmen eines Migräneanfalls auftreten. Typisch ist außerdem, dass es bei schwangeren Frauen während der Frühphase der Schwangerschaft häufiger zu Beschwerden kommt.

Zeitpunkt der Übelkeit kann weitere Hinweise liefern

Der Zeitpunkt, zu dem die Übelkeit auftritt, sowie mögliche Begleitumstände können weitere Hinweise auf die Ursache der Beschwerden liefern:

  • Übelkeit und Erbrechen am Morgen: Tritt typischerweise während der Schwangerschaft oder nach einem Alkoholüberkonsum auf.
  • Übelkeit und Erbrechen während oder nach dem Essen: Kann auf eine akute Magen-Darm-Entzündung hindeuten, aber auch psychisch bedingt sein.
  • Übelkeit und Erbrechen mehrere Stunden nach dem Essen: Tritt beispielsweise bei einem Magengeschwür sowie bei einer Magenentleerungsstörung auf.

Übelkeit und Erbrechen

Übelkeit geht häufig mit dem Gefühl, sich übergeben zu müssen, einher. Beim Erbrechen handelt es sich um einen Schutzreflex, durch den der Körper versucht, schädliche Substanzen so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Ob es zum Erbrechen kommt oder nicht, entscheidet das Brechzentrum im Gehirn. Es wird durch Reize aus verschiedenen Körperregionen, beispielsweise dem Magen-Darm-Trakt oder dem Innenohr, aktiviert.

Übelkeit und Erbrechen gehen oft mit Begleitsymptomen wie Blässe, Schwindel, erhöhtem Speichelfluss und Schweißausbrüchen einher. Häufig steckt eine Magen-Darm-Infektion oder eine Lebensmittelunverträglichkeit beziehungsweise -vergiftung hinter den Beschwerden. Daneben gehören Übelkeit und Erbrechen auch zu den typischen Symptomen einer Schwangerschaft.

Kommt es häufiger zu Erbrechen, kann dies einen starken Flüssigkeits- und Elektrolytverlust zur Folge haben. Mit der Zeit können außerdem ein Gewichtsverlust sowie eine Schädigung der Zähne auftreten. Wenn Sie sich häufiger übergeben müssen, sollten Sie die Ursache der Beschwerden deswegen immer ärztlich abklären lassen.

Weitere Begleitsymptome

Neben Erbrechen kann es bei Übelkeit außerdem noch zu einer Reihe weiterer Symptome kommen. Dazu gehören unter anderem:

  • Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Durchfall
  • Fieber
  • Bauchschmerzen
  • Schwindel

Jedes der Symptome kann in Verbindung mit Übelkeit auf eine Vielzahl von Erkrankungen hindeuten. Bei Schwindel sollten Sie an Probleme mit der Halswirbelsäule sowie an eine Erkrankung des Innenohres – beispielsweise Morbus Menière oder eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs – denken.

Verbessern sich Ihre Beschwerden nach einigen Tagen nicht oder leiden Sie unter starken Schmerzen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen und die Ursache Ihrer Beschwerden abklären lassen. Eventuell steckt hinter Ihrer Übelkeit nämlich auch eine ernste Erkrankung, die dringend einer ärztlichen Behandlung bedarf.

5 Fakten über Übelkeit – © istockphoto, Guzaliia Filimonova

Übelkeit – Was tun?

Übelkeit (mit oder ohne Erbrechen) ist ein sehr allgemeines Symptom, das bei den verschiedensten Krankheiten auftreten kann. Entscheidend ist daher, dass Sie Ihrem Arzt auch mögliche Begleitsymptome mitteilen – dadurch lässt sich die Diagnose meist vereinfachen.

Übelkeit, die keine ernsthaften Ursachen hat, lässt sich meist gut mit rezeptfreien Medikamenten oder Hausmitteln behandeln. In anderen Fällen sind unbedingt medizinische Maßnahmen – zum Teil sogar Notfallbehandlungen – nötig. Geeignete Medikamente zur Behandlung von Übelkeit sind unter anderem H1-Antihistaminika wie Dimenhydrinat, Meclozin und Promethazin sowie Prokinetika wie Metoclopramid.

Bei Übelkeit, die mit starkem Erbrechen einhergeht, ist es besonders wichtig, dass Sie eine Austrocknung des Körpers verhindern. Diese äußert sich durch Symptome wie einen trockenen Mund, Schwäche, keinen oder kaum Urin sowie Apathie. Um einer Austrocknung vorzubeugen, sollten Sie immer wieder kleine Schlucke stilles Wasser oder Kräutertee zu sich nehmen.

4 Hausmittel gegen Übelkeit

Bei Übelkeit ist es empfehlenswert, auf fettige oder scharf gewürzte Speisen zu verzichten. Tritt Erbrechen auf, sollten Sie eine Zeitlang sogar ganz auf Nahrung verzichten. Fühlen Sie sich etwas besser, können Sie Ihrem Körper langsam etwas magenschonende Kost zuführen. Gut geeignet sind beispielsweise Zwieback, Bananenbrei oder Kartoffelbrei.

Daneben sind bei Übelkeit auch die folgenden Hausmittel empfehlenswert:

  • Trinken Sie eine Tasse warmen Pfefferminz-, Kamillen- oder Ingwertee.
  • Gehen Sie eine Runde an die frische Luft. Wenn Sie sich wackelig auf den Beinen fühlen, setzen Sie sich mit einem Stuhl auf den Balkon oder in den Garten. Alternativ hilft es auch, einmal gründlich durchzulüften.
  • Lutschen Sie eine frisch geschnittene Zitronenscheibe aus oder geben Sie einige Tropfen Zitronensaft in ein Glas Wasser.
  • Möhren enthalten viele Ballaststoffe, die im Darm Giftstoffe binden und somit dazu beitragen, dass die Übelkeit schneller wieder abklingt. Probieren Sie es doch einmal mit einer Möhrensuppe oder einem Möhrenbrei.

Aktualisiert: 19.02.2019 – Autor: Kathrin Mehner

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Hausmittel gegen Übelkeit: Gesunde Helfer lindern Beschwerden

Übelkeit ist nie schön. Wem übel ist, der fühlt sich selten in der Lage, überhaupt noch irgendetwas zu tun, solange das schlechte Gefühl anhält. Manchmal kommt sogar Brechreiz hinzu – nicht immer hilft es aber, sich zu übergeben, und manchmal ist man auch in einer Situation, in der das gar nicht möglich ist.

Gerade dann wünschen sich Betroffene nur eines: Die Übelkeit soll bitte aufhören. Aber sofort Medikamente einnehmen? Ist vielleicht nicht die beste Lösung. Zum Glück gibt’s ein paar Hausmittel gegen Übelkeit, die zumindest ein bisschen Abhilfe schaffen können.

Die Klassiker unter den Hausmitteln gegen Übelkeit: Pfefferminze, Kamille und Fenchel

Eigentlich gilt es ja immer, aber gerade wenn mit dem Körper etwas im Argen ist, gilt: viel trinken! Ein warmer Tee beruhigt den Magen – am besten ungesüßter Kräutertee. Die ätherischen Öle beruhigen den Magen und regulieren die Verdauung. Wenn es sich dann auch noch um Pfefferminze handelt: umso besser. Denn Minze wirkt krampflösend und bringt die angespannte Situation im Bauch wieder ins Gleichgewicht.

Gegen Brechreiz helfen auch ein paar Tropfen Minzöl in lauwarmem Wasser. Aber Vorsicht: Das ist nicht Jedermanns Sache – und das minzige Gefühl im Hals ist definitiv gewöhnungsbedürftig.

Auch Kamille hat eine beruhigende Wirkung auf den Verdauungstrakt, insbesondere auf die Magenschleimhaut. Hat die Übelkeit eine bakterielle Ursache, greift die Heilpflanze sogar doppelt, denn sie wirkt antibakteriell.

Weder Pfefferminz- noch Kamillentee im Haus? Fenchel beruhigt durch seine ätherischen Öle ähnlich. Am besten wirkt er in Kombination mit Anis und Kümmel als verdauungsfördernder Tee.

Wichtig: Trinken Sie erst einmal vorsichtig: Kleine Schlucke belasten den Magen nicht zu sehr. Nach und nach können Sie Ihrem Körper so behutsam die helfende Flüssigkeit zuführen. Trinken ist das wohl einfachste Hausmittel bei Übelkeit. Auch, wenn Sie „nur“ Wasser trinken, achten Sie auch hier auf kleine Schlucke – und keine Kohlensäure! Die bläht den Magen auf und verstärkt so schnell das schlechte Gefühl.

Ingwer: Tolle Knolle

Wer frischen Ingwer zu Hause hat, kann sich davon ein rund 1 cm großes Stück klein schneiden und mit heißem Wasser übergießen. Tipp: Noch ein paar Blättchen frische Minze dazu, und das Anti-Übel-Getränk ist perfekt. Mit Honig süßen ist erlaubt. Auf Zucker sollten Sie verzichten.

Ingwer wirkt antibakteriell und beruhigt den Magen. Schwangere sollten aber auf zu viel Ingwer verzichten, denn er wirkt durchblutungsfördernd – und kann dadurch Wehen auslösen.

Oma hilft: Möhrenbrei oder geriebene Äpfel

Sie haben noch Karotten zu Hause? Klasse – auch wenn Ihnen vielleicht gerade nicht nach Essen zumute ist, Möhrenbrei oder Möhrensuppe kann helfen. Denn das Gemüse besitzt viele Ballaststoffe, die Giftstoffe binden können. Ballaststoffe sind auch als richtige Ernährung bei Reizdarm hilfreich. Nur nicht zu arg würzen – am besten gar nicht! Probieren Sie es etwa mit der Moro’schen Karottensuppe – die hilft als Hausmittel auch bei Durchfalll. Als Alternative können Sie auch Kartoffelbrei zubereiten – aber auch hier bitte ungewürzt.

Ähnlich wirkt auch geriebener Apfel als Hausmittel gegen Übelkeit aus Großmutters Zeiten. Am besten reiben und dann leicht braun werden lassen. Die Apfelschnitze binden Giftstoffe im Verdauungstrakt und sind leicht verdaulich.

Der gute alte Haferschleim: beruhigt die Magenflora

Heutzutage ist der damals so oft verschmähte Haferschleim oder Haferbrei ja eher als Porridge bekannt und schon längst wieder salonfähig. Wird der Brei mit Wasser angerührt, kann er den Magen beruhigen und die Verdauung ankurbeln. Als Hausmittel gegen Übelkeit aber auch hier: bitte nicht zuckern – höchstens mit etwas Honig. Und auf Milch sollten Sie bei Übelkeit nach Möglichkeit auch verzichten. Sie können, ähnlich wie Kohlensäure, den Magen übersäuern und zusätzlich zum Schlechtsein beitragen.

Nutzen Sie aber am besten die zarten Haferflocken. Die sind leicht verdaulicher als die Kernigen.

Ein leckeres, regelmäßiges Haferflocken-Frühstück ist außerdem gesund und kann auch vorbeugen, da es gut sättigt und den Verdauungstrakt in Schwung hält.

Zwieback und Bananenbrei: etwas in den Magen bekommen

Leicht Verdauliches hilft zwar nicht direkt gegen Übelkeit, aber kann zumindest den Magen beruhigen, indem dieser eine Aufgabe bekommt: Zwieback oder Weißbrot eignen sich hervorragend.

Bananenbrei bringt ebenfalls etwas in den Magen, ohne ihn übermäßig zu belasten – und die Banane gibt dem Körper gleichzeitig noch Vitamine und Mineralstoffe mit auf den Weg.

Warme Brühe: bekömmliche Schonkost

Wer bereits unter Erbrechen oder Durchfall leidet oder aber am Tag zuvor ein wenig mit dem Alkohol übertrieben hat, sollte seinem Körper Elektrolyte zuführen. Das geht zu Hause ganz einfach mit einer leichten Gemüse- oder Hühnerbrühe. Nur nicht zu viel Fett sollte sie haben, sonst liegt sie schwer im Magen.

Am besten hilft Brühe gegen Übelkeit, wenn Sie sie selbst machen (oder machen lassen). Denn in Fertigsuppen stecken zu oft etwa versteckte Zucker oder andere Zusätze, die die Verdauung belasten können. Nutzen Sie etwa unser Rezept für Hühnersuppe, die auch bei Erkältung ein bewährtes Hausmittel ist. Sie können dabei einfach auf die Einlage verzichten und sich ein wenig Brühe auf Vorrat kochen. Sie lässt sich wunderbar einfrieren und im Notfall schnell auftauen und – nicht zu heiß – in kleinen Schlucken schlürfen.

Es gibt übrigens nicht nur Hausmittel gegen Übelkeit, sondern auch richtige Natur-Antibiotika. Schauen Sie mal:

Zitronensaft bringt Linderung

Auch frischer Zitronensaft hilft – oder Sie lutschen eine frisch geschnittene Scheibe Zitrone. Das Vitamin C tut außerdem gut.

Kaugummi kauen: unkonventionell, aber wirksam

Wenn Ihnen unterwegs schlecht wird, versuchen Sie es einmal mit einem Kaugummi. Der muss nicht zwingend Pfefferminzgeschmack haben. Er regt aber die Speichelproduktion und damit die Verdauung an – und lenkt durch die Kaubewegung auch noch von der Übelkeit ab.

Bewegung und frische Luft tun gut

Zusätzliches Hausmittel gegen Übelkeit: Gehen Sie raus an die frische Luft. Das bringt den Kreislauf in Schwung und bläst die Lungen mit Sauerstoff durch. Tief durchatmen kann wahre Wunder wirken. Wenn Sie dann noch ein paar vorsichtige Schritte gehen können, fühlen Sie sich hoffentlich schnell wieder richtig gut.

Bitte sein lassen: Hierauf sollten Sie jetzt verzichten:

Milch haben wir schon genannt, ebenso Kohlensäure. Auch blähende Lebensmittel wie Kohl oder Erbsen sollten Sie jetzt im Akutfall nicht konsumieren. Und eigentlich klar und wahrscheinlich ist Ihnen auch gar nicht danach: Trinken Sie jetzt keinen Alkohol und lassen Sie die Zigarette stecken.

Stattdessen sollten Sie sich jetzt nach Möglichkeit Ruhe gönnen. Ein Bett oder Sofa sowie eine Wärmflasche und ein bisschen Zeit können wahre Wunder wirken und die Hausmittel gegen Übelkeit zusätzlich in ihrer Wirkung unterstüzten.

Beobachten Sie Ihre Übelkeit aber. Hört das Unwohlsein nicht auf? Dann sollten Sie einen Arzt konsultieren. Denn die Ursachen können zwar harmlos sein und von selbst wieder weggehen, wie es meist nach ein paar Gläschen am Vorabend zu viel der Fall ist. Aber es können auch Krankheiten wie Magenschleimhautentzündung, ein Sonnenstich oder Hitzschlag, Blinddarmentzündung oder Nierenversagen ursächlich sein. Auch auf einen Herzinfarkt oder auf einen Schlaganfall kann plötzliche Übelkeit hindeuten. Und dann ist schnelles Handeln gefragt. Achten Sie etwa auf typische Symptome eines Schlaganfalls.

Achten Sie auch auf Ihre Ernährung. Beispielsweise kann sogar gesunde Ernährung einen Blähbauch hervorrufen – und der kann auch Unwohlsein und Übelkeit verursachen.

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Übelkeit kann viele Gründe haben. Doch was kann ich tun, wenn mir schlecht wird? PraxisVITA stellt die besten Hausmittel gegen Übelkeit vor und fragt Experten, wie chronische Übelkeit behandelt werden kann.

Unser Bauch kann aus vielen Gründen mit Schmerzen und Übelkeit reagieren. Stress schlägt uns beispielsweise im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen – denn zwischen dem Verdauungstrakt und dem Gehirn besteht eine Verbindung. Wenn wir angespannt sind und das Gehirn Stress-Hormone ausschüttet, steigt nicht nur unser Blutdruck, sondern auch der Magen reagiert beispielsweise mit Übelkeit und Krämpfen. Hält dieser Zustand länger als drei Monate an, kann sich der sogenannte Reizmagen entwickeln. Die Symptome treten dann in der Regel so regelmäßig auf, dass sie die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen können. Hausmittel gegen Übelkeit und Magenprobleme können sanft dagegen helfen. In unserer Bildergalerie erfahren Sie, welche Hausmittel gegen Übelkeit wirklich wirken.

Was tun gegen chronische Übelkeit?

Kehrt die Übelkeit immer wieder, kann es sich um eine chronische Form handeln. Die Ursachen für die Beschwerden bei chronischer Übelkeit sind vielfältig: Neben Verdauungsstörungen kommen auch Erkrankungen der inneren Organe infrage. Wir haben drei Experten befragt, was gegen die Beschwerden hilft und welche Hausmittel gegen Übelkeit sie empfehlen.

Heilpraktikerin Bettina Atteln empfiehlt Engelwurz als Hausmittel gegen ÜbelkeitFoto: Fotolia

Die Heilpraktikerin

Bettina Atteln, Praxis in Leipzig, empfiehlt Hausmittel gegen Übelkeit

„Erkrankungen der inneren Organe, eine Verdauungsschwäche oder auch Stoffwechselstörungen können chronische Übelkeit hervorrufen. Deshalb muss immer die Ursache abgeklärt werden. Bei Übelkeit, die vorwiegend nach gehaltvollem Essen auftritt, empfehle ich, die Leber- und Gallenfunktion durch Bitterstoffe anzuregen. Diese sind zum Beispiel in Angelika (Engelwurz) enthalten. Draus kann ein Tee als Hausmittel gegen Übelkeit zubereitet werden: Einen Teelöffel getrocknete Wurzeln (Apotheke) mit 250 Milliliter kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Bitterstoffe aus verschiedenen Heilpflanzen sind auch Bestandteil von Amara-Tropfen (Apotheke). Sie sollten eine Stunde vor den Mahlzeiten eingenommen werden (zehn Tropfen in ein Glas Wasser geben). Um vorzubeugen, ist Ingwer ein bewährtes Hausmittel gegen Übelkeit. Einfach ein kleines Stück frische Ingwerwurzel vor den Mahlzeiten kauen oder mit kochendem Wasser überbrühen, zehn Minuten ziehen lassen und als Tee trinken.“

Der Facharzt

Dr. Matthias Bramkamp, Praxis in Bochum

„Chronische Übelkeit ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom, das verschiedene Ursachen haben kann. Häufige Auslöser sind unter anderem seelische Ängste oder Stress. Dann hilft es zum Beispiel, über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen und alle schweren, stark gewürzten Speisen zu vermeiden. Tritt Erbrechen auf, sollte eine Zeit lang sogar ganz auf feste Nahrung verzichtet werden. Anschließend kann dem Körper magenschonende Kost zugeführt werden. Gut geeignet sind unter anderem Zwieback und Bananen- oder Kartoffelbrei. Bringen diese Maßnahmen keinen Erfolg, ist ein Arztbesuch wichtig. Die Behandlung setzt eine exakte medizinische Diagnostik voraus und richtet sich dann zunächst nach der zugrunde liegenden Erkrankung. So wird zum Beispiel eine Magenschleimhaut-Entzündung mittels magensäurehemmender Präparate behandelt. Begleitend können unter anderem bestimmte Wirkstoffe wie Metoclopramid und Domperidon verordnet werden. Bei Übelkeit, die mit Erbrechen einhergeht, sollten mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag getrunken werden. Das verhindert ein Austrocknen des Körpers.“

Bei einer Laktoseintoleranz kann auch der Verzehr von Milchprodukten für Übelkeit verantwortlich seinFoto: Fotolia

Die Apothekerin

Birgit Dumke, apo-rot Apotheke, Hamburg

„Zum einen können Nahrungsmittelunverträglichkeiten (unter anderem Kuhmilch, Fructose und Gluten) zu Übelkeit führen. Zum anderen sind psychische Ursachen mögliche Gründe. Auch hektisches Essen und zu reichliche Mahlzeiten führen zu einer Überlastung des Magens und damit zu Völlegefühl und Übelkeit. Zudem kann eine Nebenwirkung verschiedener Medikamente (zum Beispiel Eisenpräparate und einige Herzmedikamente) dahinterstecken. Sie legen sich jedoch meist nach einer kurzen Gewöhnungsphase. Als Hausmittel gegen Übelkeit empfehle ich Kamillen- und Pfefferminztee. Linderung verschaffen auch Tabletten mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat. Diese dürfen jedoch nicht bei einem Glaukom (grüner Star) oder zusammen mit Alkohol eingenommen werden.“

Das sagt die Kinderärztin Dr. med. Nadine McGowan

Kinder leiden häufig unter Reiseübelkeit und müssen sich bereits übergeben, wenn nur eine kurze Fahrt zum nächsten Supermarkt ansteht. Das Problem: Der Gleichgewichtssinn eines Kindes kommt beim Autofahren schnell durcheinander. Denn die Informationen, die das Auge beim Fahren erhält, passen meist nicht zu dem Gefühl der Fortbewegung des Körpers. Das liegt daran, dass sich Kinder im Auto häufig auf einen Punkt konzentrieren, der sich nicht bewegt: Beispielsweise auf ein Bilderbuch in ihrer Hand. Die Informationen des Gleichgewichtsorgans und der Augen stimmen deshalb nicht überein – und bringen das Gehirn so durcheinander, dass es mit Übelkeit reagiert.

Wenn dem Kind im Auto übel wird

Neben den widersprüchlichen Informationen sorgt aber noch ein weiterer Faktor dafür, dass einem Kind im Auto übel wird: Das Gehirn ist noch nicht vollständig entwickelt und kann die Eindrücke deshalb nicht so gut verarbeiten. Jugendliche und Erwachsene haben dieses Problem nicht und sind von einer Reiseübelkeit beim Autofahren deshalb deutlich seltener betroffen. Allerdings kann auch bei ihnen der Gleichgewichtssinn beim Autofahren durcheinanderkommen – meistens dann, wenn sie beispielsweise ein Buch lesen.

Leidet das Kind im Auto unter Übelkeit, wird es das für gewöhnlich von alleine äußern. Ist neben dem Fahrer noch eine erwachsene Person im Auto, kann diese aber auch auf typische äußere Anzeichen wie Schweißausbrüche oder Blässe achten. So kann besonders bei kleinen Kindern plötzliches Erbrechen verhindert werden. Generell gilt: Wenn dem Kind im Auto schlecht wird, sollten Sie so schnell wie möglich anhalten und den Nachwuchs aussteigen lassen. Ein paar Schritte an der frischen Luft können die Übelkeit bereits vertreiben. Ein kühler Waschlappen im Nacken beruhigt zusätzlich.

Apfelschorle ist gut verdaulich und erfrischend. Daher kann sie auch bei Übelkeit getrunken werdenFoto: Fotolia

Wie kann man Reiseübelkeit bei Kindern vorbeugen?

Damit es gar nicht erst zu Übelkeit oder Erbrechen kommt, sollten Sie Ihr Kind dazu anhalten, beim Fahren aus dem Fenster geradeaus in die Ferne zu schauen, damit das Gehirn keine widersprüchlichen Informationen erhält. Falls das allein dem Nachwuchs zu langweilig ist, lohnen sich besonders bei langen Fahrten entsprechende Spiele. Veranstalten Sie beispielsweise einen Wettbewerb, wer auf der Autobahn die meisten roten Autos zählt. Spielsachen dürfen natürlich mit auf die Reise, aber das aktive Spielen sollten übelkeitsempfindliche Kinder lieber lassen. Gerade für diese Kleinen ist es wichtig, dass sich die Eltern mit ihnen beschäftigen. Sorgen Sie außerdem für eine gute Luftzirkulation im Auto und fahren Sie so gleichmäßig wie möglich. Denn besonders rasante Kurven und plötzliche Bremsmanöver bringen den Gleichgewichtssinn schnell durcheinander. In der Apotheke bekommen Sie außerdem sogenannte Akupressurarmbänder für Kinder, die Übelkeit ebenfalls verhindern können. Extra-Tipp: Manche Kindersitze sind so niedrig, dass das Kind nicht aus dem Fenster schauen kann. Gegen Übelkeit hilft daher oft bereits ein erhöhter Kindersitz. Natürlich geht das nur bei einem Modell, das höhenverstellbar ist – achten Sie außerdem unbedingt darauf, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Essen und Getränke auf der Fahrt

Ein leichter Imbiss ist besonders vor langen Fahrten eine gute Vorbereitung. Gut verdaulich ist beispielsweise Obst. Um eine Dehydrierung während der Fahrt zu vermeiden, eignet sich übrigens Milch als Getränk besser als Wasser – das haben Forscher in einer Studie in Schottland herausgefunden. Alle Ergebnisse der Untersuchung erfahren Sie im Artikel „Welches Getränk eignet sich am besten für lange Autofahrten?“ Allerdings sollte keine Milch getrunken werden, wenn bereits Übelkeit vorhanden ist – denn diese ist etwas schwerer verdaulich und belastet sonst zusätzlich. Greifen Sie in diesem Fall beispielsweise auf Apfelschorle zurück.

Reiseübelkeit

Erbrechen, Kreislaufprobleme (schneller Pulsschlag), starke Müdigkeit (Gähnen), Speichelfluss, Blässe, schnelles und oberflächliches Atmen sowie Schwitzen gehören zu den typischen Symptomen der „Kinetose“, also Bewegungskrankheit oder Seekrankheit.

Die Reisekrankheit ist aber gar keine Krankheit, sondern eine Reaktion auf widersprüchliche Bewegungsreize, die das Gehirn überfordern. Sie tritt häufig dann auf, wenn das Gehirn unterschiedliche Informationen von den Augen und dem Gleichgewichtsorgan im Ohr aufnimmt. Die Augen melden dem Gehirn beim Autofahren die schnelle Bewegung, aber das Gleichgewichtszentrum im Ohr registriert, dass der Körper ruhig und bewegungslos sitzt.

Meist beginnt die Reisekrankheit erst im Alter von zwei Jahren, wenn der Gleichgewichtssinn vollständig entwickelt ist. Babys sind davon nicht betroffen. Ab zwölf Jahren verbessert sich die Reisekrankheit deutlich, und bis zum Erwachsenenalter hat sie sich meist „ausgewachsen“.

Tipps zur Vermeidung der Reiseübelkeit

Das hilft Ihrem Kind bei Übelkeit unterwegs

Tipps gegen Reiseübelkeit bei Kindern

Vielen Kindern wird im Auto übel. Frischluft-Pausen und das Sitzen in der Mitte der Rückbank können helfen, die Reiseübelkeit zu lindern. Vor längeren Fahrten können – in Absprache mit dem Kinder- und Jugendarzt – vorbeugend Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen eingenommen werden…

Viele Babys und Kleinkinder reisen ohne Beschwerden, doch manchen Kindern wird schnell übel. Vor allem bei kurvenreichen Strecken im Auto oder bei einem unruhigen Flug müssen sie sich teilweise sogar übergeben. Ursache dafür kann eine übermäßige Reizung des Gleichgewichtsorgans im Ohr sein. Leidet ein Kind bei längeren Fahrten oder Flügen unter der Reisekrankheit, helfen leichtes Essen und vorbeugende Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen, um fit in den Urlaub zu starten. Eltern sollten bei Autofahrten öfter Frischluft-Pausen machen und Kinder mit Geschichten ablenken.

Selbst wenn einem Kind nicht wohl ist, muss es während der Autofahrt angeschnallt bleiben und darf nicht vorne sitzen. Unter Umständen kann es helfen, wenn es sich hinten auf den mittleren Platz setzen darf. Dort kann es durch die Frontscheibe blicken, so dass die Übereinstimmung zwischen Gleichgewichtswahrnehmung und dem tatsächlichen Sehen verbessert wird. Kindern wird bei der Autofahrt seltener übel, wenn sie auf den Horizont blicken. Die Übelkeit während der Fahrt entsteht, wenn der Körper sich bewegt, das Auge das aber nicht einordnen kann. Schaut das Kind nach vorne auf die Straße oder auf den Horizont, kriegt es mit, wenn zum Beispiel eine Kurve kommt. Bei Busreisen sollten die Kleinen möglichst in der Mitte oder vorne sitzen, denn über den Achsen oder weiter vorn ist weniger Bewegung.

Wenn Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auch nach einem Urlaub noch anhalten, sollten Eltern auf jeden Fall zum Kinder- und Jugendarzt, um eine Infektion oder andere Krankheiten auszuschließen.

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Reisekrankheit bei Kindern – Vorbeugende Maßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten

von Petra Müller
verfasst am 10.03.2018

Inhalte:

“ Vorbeugende Maßnahmen gegen die Reisekrankheit
“ Allgemeine Maßnahmen
“ Mit Medikamenten Beschwerden lindern und vorbeugen
“ Mit Homöopathika vorbeugen und behandeln

Viele Kinder ab zwei Jahren leiden unter der Reisekrankheit, auch Kinetose genannt. Besonders bei kurvenreichen Autofahrten, plötzlichem Bremsen, im Flugzeug oder stärkerem Wellengang auf Schiffen kommt es zu Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufproblemen. Hervorgerufen wird die Reisekrankheit durch „Fehlmeldungen“ zwischen dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr und dem Gehirn.

© www.fotolia.deNormalerweise erzeugt jede Bewegung durch verschiedene Sinneswahrnehmungen (Sehen, Hören, Tasten) und das Gleichgewichtsorgan ein stimmiges Bild im Gehirn. Passen aber für das Gehirn verschiedene Sinnesreize nicht zusammen, entstehen die typischen Symptome der Reisekrankheit. Ein Beispiel hierfür ist das Lesen während der Autofahrt. Das Auge richtet sich auf die ruhigen Buchseiten im Auto und signalisiert dem Gehirn Stillstand, doch gleichzeitig wird durch andere Sinnesorgane Bewegung vermittelt. Durch diesen Widerspruch im Gehirn entstehen dann Beschwerden wie Übelkeit und Brechreiz. Bei Säuglingen ist der Gleichgewichtssinn noch nicht vollständig entwickelt. Die Reisekrankheit tritt daher in der Regel erst bei Kindern ab zwei Jahren auf, wobei Mädchen scheinbar empfindlicher reagieren als Jungen.

Reiseübelkeit kann plötzlich auftreten, meist jedoch kündigt sie sich durch Vorboten wie Müdigkeit, zwanghaftes Gähnen, vermehrter Speichelfluss, Kopfschmerzen oder kalten Schweiß an. Im Anschluß wird den Betroffenen dann schwindlig, übel und nicht selten müssen sie erbrechen. Bei schweren Formen kann es auch zu einem Kreislaufkollaps kommen.

Vorbeugende Maßnahmen gegen die Reisekrankheit

  • Vor Fahrtantritt nur leichte Speisen essen (Brot, Zwieback…)
  • Das Kind am ruhigsten Platz des Fahrzeuges in aufrechter Körperhaltung sitzen lassen (z. B. im Bus möglichst weit vorne und in Fahrtrichtung; im Flugzeug in der Mitte, in Höhe der Flügel)
  • Nicht lesen oder Spiele spielen, sondern aus dem Fenster schauen oder über Kopfhörer Musik oder ein Hörspiel hören
  • In gleichmäßigem Tempo fahren
  • Mindestens alle 2 Stunden eine Pause machen, eine Kleinigkeit essen und trinken und das Auto lüften
  • Im Auto nicht rauchen
  • Bonbons lutschen/ Pfefferminzkaugummis kauen

Treten trotz oben genannter Tipps Symptome der Reisekrankheit auf, gibt es verschiedene Möglichkeiten zu helfen:

Allgemeine Maßnahmen

  • Tief durch den Mund atmen, nicht durch die Nase
  • Frisches Wasser trinken und salzige Cracker essen
  • Ruhig hinlegen und eventuell die Füße hochlagern (vor allem bei Kreislaufbeschwerden)
  • Kalte Tücher/ Waschlappen auf die Stirn und in den Nacken legen
  • Eine längere Pause einlegen
  • Frische Luft einatmen

Mit Medikamenten die Beschwerden lindern und vorbeugen

Mittel der Wahl sind hier Antihistaminika, vor allem der Wirkstoff Diphenhydramin. Dieser Wirkstoff ist ohne Rezept in Form von Tabletten, Kaugummis (auch für Kinder ab dem Alter von 6 Jahren), Tropfen oder Zäpfchen erhältlich. Bei Kaugummis setzt die Wirkung bereits nach wenigen Minuten ein. Sie helfen deshalb besonders gut, wenn bereits die ersten Symptome aufgetreten sind.
Zäpfchen eignen sich vor allem für kleinere Kinder und stehen in verschiedenen Stärken, je nach Alter, zur Verfügung.
Die beste Wirkung erzielt man, wenn das Arzneimittel bereits eine halbe Stunde vor Reiseantritt gegeben wird. So kann das Auftreten von Reiseübelkeit meist komplett vermieden werden.
Diphenhydramin ist sehr gut verträglich, macht aber müde. Die meisten Eltern sehen das, gerade auf längeren Fahrten, allerdings eher als Vorteil.

Weitere Nebenwirkungen sind Magenschmerzen, Durchfall oder Verstopfung, Mundtrockenheit, Muskelschwäche, Stimmungsschwankungen, Sehstörungen, Pulsbeschleunigung und besonders bei Kindern Unruhe und Erregung, Schlaflosigkeit, Angstzustände oder Zittern.

Mit Homöopathika vorbeugen und behandeln

Folgende homöopathische Mittel haben sich bei der Behandlung und Vorbeugung der Reisekrankheit bewährt:

Cocculus D12 (Das wichtigste Mittel bei Reisekrankheit.)
Symptome: Das Kind leidet vor allem beim Autofahren unter starker Übelkeit und Brechreiz. Die Beschwerden bessern sich im Liegen und nehmen beim Aufrichten wieder zu. Häufiges Erbrechen, Schwindel und Erschöpfung. Abneigung gegen Essen.

Borax D12
Symptome: Das Kind reagiert vor allem auf plötzliche, schnelle Abwärtsbewegungen empfindlich (z. B. „Luftlöcher“ beim Fliegen, steile Abwärtsfahrten mit dem Auto, mit dem Fahrstuhl nach unten fahren).

Petroleum D12
Symptome: Vor allem im Auto, aber auch auf dem Schiff und im Flugzeug wird dem Kind übel und schwindlig (besonders beim Aufstehen). Es hat trotz starker Übelkeit einen guten Appetit. Essen bessert die Beschwerden. Symptome entstehen und verschlimmern sich auch durch Fahrzeugabgase und „stop and go“-Verkehr. Das Kind klagt über Sodbrennen mit saurem Aufstoßen.

Tabacum D12
Symptome: Starke Übelkeit, das Kind ist schwach und fühlt sich „sterbenselend“. Schon wenn es die Augen aufmacht wird es ihm schwindlig und übel. Das Gesicht ist blass und mit kaltem Schweiß bedeckt. Wärme, Tabakrauch und die geringste Bewegung verschlimmern die Beschwerden. Das Kind verlangt nach frischer Luft. Nach Erbrechen geht es ihm besser.

Dosierung für alle oben genannten homöopathischen Mittel:
Akutfall: 3-mal je 5 Globuli im Abstand von 10-15Minuten
Vorbeugung: 2-3 Tage vor Reiseantritt 3-mal täglich 3 Globuli

Homöopathisches „Notfallmittel“ bei akuten Kreislaufbeschwerden:

Veratrum album D6
Symptome: Das Kind/der Patient fühlt sich sehr schwach und erschöpft, neigt zur Ohnmacht, Kältegefühl am ganzen Körper, kalter Schweißausbruch, blasses Gesicht, Durst auf kalte Getränke, evtl. auch Bauchschmerzen/ -krämpfe, Durchfall, Erbrechen
Dosierung: 3-mal im Abstand von 2-3 Minuten 3 Globuli

Homöopathie bei Übelkeit

Homöopathische Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden

Arsenicum album

  • wirkt besonders bei Magen-Darm-Infekten
  • wenn Durchfall und Erbrechen eintreten
  • bei Übelkeit nach kalten Getränken oder Eis
  • bei einer Lebensmittelvergiftung, besonders durch Fleisch, Fisch und Pilze

Ipecacuanha

  • bei Übelkeit und flauem Gefühl im Magen
  • bei Ekel vor allen Speisen
  • wenn außerdem der der Kopf verschwitzt ist
  • bei zusätzlichem Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall

Nux vomica

  • bei Übelkeit durch zu viel Essen, zu fettes Essen oder zu viel Alkohol
  • bei Übelkeit durch zu viel Arbeit, zu wenig Schlaf oder Stress
  • wenn die Übelkeit sich durch Erbrechen bessert

Phosphorus

  • bei Leeregefühl im Magen
  • bei großer körperlicher Schwäche
  • bei Durst auf kaltes Wasser, das aber nach fünf Minuten wieder erbrochen wird
  • bei Durchfall
  • Podophyllum
  • besonders bei Magen-Darm-Infekten
  • bei Übelkeit, Würgen, Erbrechen
  • wenn die Beschwerden schlimmer nach jeder Nahrungsaufnahme besser werden

Tabacum

  • bei starker Übelkeit
  • bei zusätzlich kaltem Schweiß auf der Stirn
  • bei flauem Gefühlbei im Magen

Veratrum album

  • gleichzeitigem Erbrechen und Durchfall
  • bei Neigung, ohnmächtig zu werden
  • bei Verlangen nach kaltem Wasser

Homöopathische Mittel gegen Schwangerschaftsübelkeit

Cocculus

  • bei Übelkeit durch Essensgerüchen oder beim Denken an Essen
  • wenn der Appetit von der Übelkeit nicht beeinträchtigt ist

Natrium muriaticum

  • besonders bei Schwangeren mit Kummer, Sorge und Enttäuschung
  • wenn die Übelekeit durch zu viel oder zu fettes Essen ausgelöst wird
  • wenn die Übelkeit durch Schlafmangel oder emotionale Belastungen schlimmer wird
  • wenn die Übelkeit besser durch Erbrechen besser wird
  • besonders bei sehr ängstlichen Schwangeren

Pulsatilla

  • bei schnellem Wechsel der Emotionen
  • wenn die Übelkeit in warmen Räumen schlimmer wird
  • wenn die Übelkeit sich an der frischen Luft bessert
  • wenn man empfindlich auf übermäßiges Essen, Fett, Brot, Milch und Obst regiert

Sepia

  • bei Übelkeit durch Essensgerüche
  • bei Abneigung gegen Fleisch und Milch
  • wenn die Übelkeit sich durch Essen bessert
  • wenn die Übelkeit sich durch Bewegung an der frischen Luft bessert

Homöopathische Mittel gegen Reiseübelkeit

  • bei Übelkeit durch äußere Bewegung (Schaukeln, Fahren oder Schwanken)
  • wenn die Übelkeit sich durch Essengerüche verschlimmert
  • wenn vor der Reise ein üppiges Essen mit viel Alkohol eingenommen wurde
  • wenn die Person sehr reizbar ist

Petroleum

  • wenn die Übelkeit sehr schnell kommt, aber genauso schnell wieder verschwinden
  • wenn Kaugummi kauen und andauerndes essen die Übelkeit bessert
  • wenn die Übelkeit sich durch Essensgerüche verstärkt
  • wenn die Übelkeit sich durch Bewegung an der frischen Luft verbessert

Wenn Dein Kind von der Reiseübelkeit betroffen ist, kann es sich im besten Fall schon mitteilen und sagen: „Mama, mir ist schlecht!“ – im ungünstigsten kann es sich jedoch noch nicht mitteilen und erbricht, wie es meinem Sohn bei unserer ersten großen Autofahrt in den Urlaub passiert ist. Hier sind einige Tipps und Infos, wie Du Reiseübelkeit vorbeugen und verhindern kannst.

Inhalt

Allgemeine Infos zum Thema Reiseübelkeit

Die Reiseübelkeit oder „Reisekrankheit“ ist eine Reaktion auf widersprüchliche Bewegungsreize, die das Gehirn Deines Kindes überfordern. Das heißt, die Augen melden dem Gehirn, zum Beispiel beim Autofahren, „wir bewegen uns schnell“, aber das Gleichgewichtszentrum im Ohr argumentiert dagegen, da der Körper ruhig und bewegungslos sitzt.

Babys und Kleinkinder bis zu zwei Jahren leiden in der Regel eher seltener unter der Reiseübelkeit, da der Gleichgewichtssinn noch nicht vollständig entwickelt ist. Meistens hält die Reiseübelkeit bis zum zwölften Lebensjahr an und wird danach deutlich besser!

Zu den Symptomen der Reiseübelkeit gehören: Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufprobleme, aber auch starke Müdigkeit und kalter Schweiß.

Tipps zum Vorbeugen und Verhindern der Reiseübelkeit:

  1. Versuche die Reisezeit auf die Schlafenszeit Deines Kindes zu legen, da beim Schlafen keine Reiseübelkeit auftritt.
  2. Fahrt möglichst ein gleichmäßiges Tempo, das heißt ständiges Anfahren und Abbremsen im Stau ist eher ungünstig. Versucht kurvige Strecken zu meiden. Außerdem solltest Du regelmäßige Pausen einlegen, bei denen Dein Kind frische Luft schnuppern kann.
  3. Sorge für kühle Temperaturen im Wageninneren, zum Beispiel durch einen Sonnenschutz am seitlichen Fenster.
  4. Im Auto darf nicht geraucht werden!!!
  5. Lass Dein Kind vor bzw. bei der Autofahrt immer wieder nur eine kleine Mahlzeit essen. Am besten sollte es sich um leichte Mahlzeiten handeln.
  6. Dein Kind sollte nicht lesen, Bücher anschauen oder am Handy spielen. Hörspiele oder Musik dagegen lenken ab und vermeiden Übelkeit.
  7. Denke Dir Spiele aus oder animiere Dein Kind anderweitig, vorne aus dem Frontfenster zu schauen.

Wie kann ich es erkennen, wenn mein Kind unter Reiseübelkeit leidet?

Ständiges Gähnen, Schwitzen und Kopfschmerzen können Anzeichen für die Reisekrankheit sein. Wenn Du bei Deinem Kind eines dieser Symptome erkennen kannst, solltest Du:

  • Lüften und Dein Kind tief und langsam durch den Mund atmen lassen.
  • Manchmal helfen kühles Wasser oder salzige Snacks.
  • Legt eine längere Pause ein.
  • Wenn das alles nichts hilft, solltest Du immer eine Plastiktüte bereithalten…

Wenn Dein Kind unter starker Reiseübelkeit leidet, kannst Du Dich auch bei Deinem Kinderarzt oder in der Apotheke über Medikamente gegen Reisekrankheit informieren.

Alternativ kannst Du auch die Behandlung mit Globuli probieren. Mittel der Wahl sind Globuli Cocculus D12. Davon solltest Du Deinem Kind für die Akutbehandlung 3-mal 5 Globuli alle 15 Minuten geben. Vorbeugend kannst Du auch drei Tage vor der Reise jeweils 3-mal täglich 3 Globuli verabreichen.

Zum Weiterlesen:

  • Tipps für lange Autoreisen mit Kindern
  • Checkliste für den Urlaub mit Baby
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  • Reisen mit Baby

Hausmittel gegen Übelkeit: Was wirklich hilft

  • Ruhige Atmung und eine bequeme Seitenlage entspannen den Magen-Darm-Trakt
  • Erbrechen ist eine natürliche Schutzfunktion des Körpers, um Schadstoffe aus dem Körper zu befördern
  • Warme Kräutertees und Wärmekissen sind hilfreiche Hausmittel gegen Übelkeit und wirken entkrampfend
  • Schonkost versorgt den Körper mit fehlenden Nährstoffen und überfordert den Magen nicht
  • Sollten Übelkeit und Erbrechen länger andauernd, muss der Rat eines Arztes eingeholt werden

Übelkeit kann viele Ursachen haben, beispielsweise eine Magen-Darm-Grippe, eine Reizung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr (Reiseübelkeit beziehungsweise Seekrankheit), eine vorangegangene Operation oder eine Lebensmittelunverträglichkeit. Häufig geht sie mit Erbrechen einher.

Wenn Übelkeit eintritt, hilft tiefes und ruhiges Durchatmen. Am besten begeben Sie sich an die frische Luft oder öffnen ein Fenster. Bequeme und lockere Kleidung hilft, den Bauch nicht einzuschnüren, und freier atmen zu können. Hilfreich ist auch, sich in die Seitenlage zu legen. Das entspannt den Magen-Darm-Trakt und kann die Beschwerden lindern.

Im Falle von Erbrechen und Durchfall: Denken Sie daran, dass es sich dabei um eine natürliche Schutzfunktion des Körpers handelt, um Krankheitserreger oder andere Schadstoffe aus dem Körper zu befördern. Der angeschlagene Körper kann sich häufig erst erholen, wenn sich die Schadstoffe nicht mehr im Körper befinden.

Wärme und Tees sind ein bewährtes Hausmittel gegen Übelkeit

Wärme hilft, Magenkrämpfe zu lindern. Neben Wärmflaschen und Dinkel- oder Kirschkernkissen, sind deshalb Kräutertees ein hilfreiches Hausmittel gegen Übelkeit.

Fenchel, Anis und Kümmel wirken, besonders in Form von warmen Tee, verdauungsfördernd und krampflösend. Kamillen- oder Ingwertee entspannen verkrampfte Muskeln im Magen-Darm-Trakt und wirken entzündungshemmend. Doch nicht für jeden eignet sich Ingwer als Hausmittel gegen Übelkeit: Für Schwangere können einige Inhaltsstoffe Wehen fördernd sein. Ingwer kann auch die Blutgerinnung hemmen. Wer Medikamente einnimmt, welche die Blutgerinnung beeinflussen, sollte deshalb einen Arzt um Rat fragen.

Stilles Wasser mit ein paar Tropfen Zitronensaft ist auch ein hilfreiches Hausmittel gegen Übelkeit. Unbedingt ist auf kalte oder mit Kohlensäure versetzte Getränke zu verzichten. Das strengt den Magen an und kann die Übelkeit verstärken. Ebenfalls darauf achten, in kleinen Schlucken zu trinken, damit der Körper die Flüssigkeiten leichter aufnehmen kann.

Mit dem Essen vorsichtig sein

Wenn sich der Magen etwas erholt hat, sollte auf Schonkost zurückgegriffen werden, um den angegriffenen Magen nicht zu überfordern. Bananen und Äpfel sind deshalb ein gutes Hausmittel gegen Übelkeit. Sie sind leicht verdaulich und belasten den Magen nicht. Besonders Bananen beinhalten viel Magnesium, Kalzium und Stärkegehalt.

Karotten wirken entgiftend und erhalten viele Ballaststoffe, die helfen, die Übelkeit schneller abklingen zu lassen. Für eine leichtere Verdauung, sollten die Karotten in einer Suppe oder als Brei zubereitet werden. Auch Zwieback ist leicht verträglich. Grundsätzlich ist beim Verzehren immer darauf zu achten, die Nahrung gut zu zerkauen, um dem Magen die Arbeit zu erleichtern

Damit der Körper mit reichlich Flüssigkeit versorgt wird, dienen Gemüsesuppen als besonders hilfreiches Hausmittel gegen Übelkeit. Der Mix aus nährstoffhaltigen Kartoffeln, Karotten und Sellerie, kann Magensäfte aufnehmen und einen Überschuss reduzieren. Meiden Sie Mahlzeiten, die zu scharf gewürzt oder sehr fetthaltig sind.

Bei anhaltender Übelkeit den Arzt holen

Doch auch Hausmittel gegen Übelkeit reichen alleine manchmal nicht aus, um die Beschwerden zu lindern. Sollten Übelkeit und Erbrechen länger als zwei bis drei Tage anhalten oder Symptome wie starker Schwindel, Schmerzen, Fieber oder blutiges Erbrechen auftreten, ist in jedem Fall ein Arzt aufzusuchen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Kinder erkrankt sind. Kinder können bei großem Flüssigkeitsverlust schnell dehydrieren.

Übelkeit bei Kindern – Ursachen und Linderung ohne Medikamente

Übelkeit bei Kindern ist keine Seltenheit. Es kommen verschiedene Ursachen in Betracht – von unverträglichen Lebensmitteln bis hin zu positiver oder negativer Aufregung. Oftmals tritt auch beim Reisen Übelkeit auf. Gemeinhin sind die Gründe für das Unwohlsein relativ harmlos und gut zu behandeln. Dieser Beitrag informiert Sie ausführlich, wie Übelkeit beim Kind einzuschätzen ist und wie Sie Ihrem Nachwuchs ohne Medikamente helfen können.

Warum Übelkeit bei Kindern häufiger auftritt als bei Erwachsenen

Dass Kinder schneller und häufiger unter Übelkeit leiden als Erwachsene, liegt daran, dass ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Es muss erst noch lernen, Erreger von Magen-Darm-Infektionen zuverlässig abzuwehren. Bei Reiseübelkeit kommt noch der Punkt hinzu, dass der Gleichgewichtssinn eines Kindes beim Auto-, Bus- oder Schifffahren sowie beim Fliegen rasch(er) durcheinander kommt.

Plötzliche Übelkeit? Typische Ursachen von Übelkeit bei Kindern in der Übersicht

  • durch Viren oder Bakterien ausgelöste Magen-Darm-Infektionen
  • schlechte Verträglichkeit konsumierter Lebensmittel (z.B. extrem fetthaltige Speisen oder eiskalte Getränke)
  • positive oder negative Aufregung
  • seelische Probleme (z.B. Überforderung in der Schule)
  • Gehirnerschütterung nach einem Sturz (Übelkeit als mögliches Symptom)
  • Kopfschmerzen (z.B. bei Migräne)
  • Reiseübelkeit (z.B. bei längeren Autofahrten)

Extra: Reiseübelkeit unter der Lupe

Von den genannten Ursachen ist Reiseübelkeit eine der häufigsten. Oft muss sich ein Kind bereits übergeben, wenn lediglich eine kurze Autofahrt zum nächsten Supermarkt ansteht. Noch wahrscheinlicher und intensiver wird Übelkeit bei Kindern im Falle längerer Reisen – ob mit dem Auto, Bus, Schiff oder Flugzeug. Wie bereits angedeutet, ist das Hauptproblem der Gleichgewichtssinn beim Kind.

Im Detail: Meist passen die Informationen, die das Auge bei der Fahrt- oder Flugbewegung erhält, nicht zum Gefühl der Fortbewegung des eigenen Körpers. Dies liegt daran, dass sich Kinder in Verkehrsmitteln gemeinhin auf einen Punkt konzentrieren, der nicht in Bewegung ist, beispielsweise ein Buch, Tablet oder Smartphone in der Hand. So finden die Augen und das Gleichgewichtsorgan keinen Konsens. Das Gehirn kommt damit nicht zurecht – schon macht sich die Reiseübelkeit bemerkbar.

Anders als bei Jugendlichen und Erwachsenen ist das Gehirn bei Kindern noch nicht voll entwickelt. Deshalb kann es die divergierenden Eindrücke weniger gut verarbeiten, sodass Reiseübelkeit wesentlich schneller Einzug hält. Allerdings sind auch Teens und Erwachsene nicht komplett gegen Übelkeit auf Reisen gefeit. Bei ihnen gerät der Gleichgewichtssinn genauso durcheinander – vor allem, wenn sie den Blick nach unten gerichtet haben (auf ein Buch etc.).

“Mir ist so schlecht…” – welche Symptome bei Kindern auftreten

Kinder äußern es normalerweise von allein, wenn ihnen übel ist. Auch die Aussage “ich hab’ Bauchweh” kann bei kleineren Kindern Übelkeit bedeuten. Ansonsten sind die ersten Anzeichen Blässe und Schweißausbrüche. Je nach Ausmaß der Übelkeit muss sich das Kind übergeben. Was das Erbrechen betrifft, gilt es verschiedene Arten zu unterscheiden:

  • Speien/Spucken: Erbrechen einer kleineren Menge Nahrung 30 bis 60 Minuten nach dem Essen (dem Spucken liegt gemeinhin keine Krankheit zugrunde)
  • atonisches Erbrechen: kraftloses Herauswürgen/Herauslaufenlassen von Nahrung (deutet eventuell auf eine Erkrankung der Speiseröhre hin)
  • Erbrechen im Schwall: Erbrechen mit hohem Druck und großen Mengen (häufigste Form, auch bei Reiseübelkeit beziehungsweise generell Übelkeit bei Kindern und Erwachsenen)
  • Erbrechen im Strahl/spastisches Erbrechen: Erbrechen in hohem Bogen 30 bis 60 Minuten nach dem Essen

Was tun bei Übelkeit? Wie Sie Ihrem Kind bei plötzlicher Übelkeit sofort helfen können

Die nachfolgende Schritt-für-Schritt-Anleitung erklärt, welche Vorgehensweise Übelkeit bei Kindern lindern kann:

  1. Schritt: Ruhe bewahren, keinesfalls in Hektik verfallen. Das würde Ihr Kind nur zusätzlich verunsichern.
  2. Schritt: Beruhigen und trösten Sie Ihr Kind, zeigen Sie ihm, dass Sie für es da sind.
  3. Schritt: Sorgen Sie für eine möglichst ruhige und angenehme Atmosphäre.
    a) Zuhause: Bereiten Sie Ihrem Kind ein komfortables Lager auf dem Sofa oder im Bett, mit weichem Kissen und flauschiger Decke.
    b) Unterwegs im Auto: Halten Sie bei der nächsten Gelegenheit an und lassen Sie Ihr Kind aussteigen. Ein paar Schritte an der frischen Luft können bereits Wunder wirken.
    Hinweis: Frischluft ist generell empfehlenswert – auch wenn Sie zuhause sind, kann es gut tun, einige Minuten draußen zu spazieren. Fühlt sich Ihr Kind noch nicht danach, sollten Sie regelmäßig gründlich lüften.
    c) Unterwegs im Bus: Bitten Sie die Personen, die ganz vorne sitzen, mit Ihnen und Ihrem Kind Platz zu tauschen. Beim Geradeausschauen durch die Frontscheibe wird die Übelkeit bei Kindern meist weniger.
    d) Unterwegs auf dem Schiff: Gehen Sie mit Ihrem Kind an Deck und stellen oder setzen Sie sich im vorderen Bereich hin. Gemeinhin lindern der frontale Blick in Richtung Horizont und die frische Luft die Übelkeit bei Kindern.
    e) Unterwegs im Flugzeug: Bitten Sie das Bordpersonal um Hilfe. Möglicherweise kann sich Ihr Kind im Mitarbeiterbereich ein wenig hinlegen.
  4. Schritt: Geben Sie Ihrem Kind ausreichend zu trinken und achten Sie darauf, dass es die Flüssigkeit auch wirklich zu sich nimmt. Gerade bei Erbrechen ist dies enorm wichtig. Wenn möglich, bereiten Sie ihm Kräutertees mit Fenchel, Anis und Kümmel oder Kamille zu. Diese Kräuter beruhigen den Magen.
  5. Schritt: Bei Übelkeit hat Ihr Kind vielleicht keinen Appetit. Es ist nicht schlimm, wenn es einen Tag fastet. Um ein starkes Absinken des Blutzuckers zu verhindern, rühren Sie einfach Honig oder Traubenzucker in die Tees. Will Ihr Nachwuchs doch einen Happen essen, geben Sie ihm leicht Verdauliches wie Zwieback.

Tipp: Nach dem Erbrechen sollte sich Ihr Nachwuchs den Mund mit Wasser ausspülen und die Zähne putzen. So verschwindet der brennende Geschmack der Magensäure.

Extra: Reiseübelkeit gezielt vorbeugen

Reiseübelkeit lässt sich oftmals durch einige Maßnahmen verhindern:

  • Halten Sie Ihr Kind dazu an, geradeaus in die Ferne zu schauen (im Bus und auf dem Schiff einen entsprechenden Platz wählen). Bücher, Tablet etc. sind tabu!
  • Um möglicher Langeweile entgegenzuwirken, ist aktives Spielen sinnvoll. Veranstalten Sie einen Wettbewerb à la “Wer auf der Autobahn die meisten roten Autos zählt, darf sich am Zielort eine Süßigkeit aussuchen”.
  • Haben Sie selbst das Steuer in der Hand, so fahren Sie gleichmäßig. Rasante Kurven und plötzliche Bremsmanöver fördern Übelkeit bei Kindern. Achten Sie außerdem auf eine gute Luftzirkulation. Machen Sie zwischendurch Pausen für kurze Aufenthalte an der Luft.
  • Reisen Sie am besten nachts. Wenn das Kind schläft, ruht sein Gleichgewichtsorgan.

Was hilft gegen Übelkeit? Hausmittel bei Magenbeschwerden

Übelkeit kann vielerlei Ursachen haben. In den meisten Fällen hat man eine Magenverstimmung durch eine Lebensmittelunverträglichkeit, einen Magen-Darm-Infekt oder einen Kater. Auch Schwangere haben bekanntlich oft mit Übelkeit zu kämpfen. Damit dieses flaue Gefühl im Magen verschwindet, gibt es bestimmte Hausmittel gegen Übelkeit, die deine Beschwerden lindern.

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Flauer Magen? Zum Glück gibt es Hausmittel, die die Symptome lindern.

Flau im Magen? Das hilft gegen Übelkeit

Ingwer als bewährtes Hausmittel

Ingwer kannst du auf zweierlei Art zu dir nehmen: Entweder du kaust ihn pur oder du kochst ihn als Tee. Dafür schneidest du einfach eine kleine, frische Ingwerwurzel in Scheiben und gibst sie in eine Tasse. Übergieße den Ingwer nun mit kochendem Wasser und lass das Ganze rund 15 Minuten lang ziehen.

Der Grund, weshalb dieses Hausmittel gegen Übelkeit so wirksam ist, sind die in der Wurzel enthaltenen Scharfstoffe Gingerole und Shogaole. Sie können deine Verdauung unterstützen und gleichzeitig den Brechreiz unterdrücken. Sogar überschüssige Säuren im Magen sollen so absorbiert werden.

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Ingwertee ist ein bewährtes Hausmittel bei Übelkeit.

ACHTUNG: Dieses Hausmittel gegen Übelkeit ist nichts für Schwangere, da größere Mengen an Ingwer Wehen auslösen können.

Tee als gängiges Hausmittel gegen Übelkeit

Wenn du unter Übelkeit leidest oder gar erbrechen musst, solltest du viel Flüssigkeit zu dir nehmen, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Am besten geeignet ist hierfür Tee als Hausmittel. Vor allem Pfefferminz- und Kamillen-Tee wirken wohltuend auf deinen Magen. Sie beruhigen ihn und wirken so dem flauen Gefühl entgegen. Trinke den Tee in kleinen Schlucken und am besten nicht zu heiß und ungesüßt, um deinen Magen nicht zu überfordern.

Hausmittel gegen Übelkeit: Diese Lebensmittel hat jeder Zuhause

Neben Tee gibt es noch eine Reihe anderer Lebensmittel, die bei Übelkeit und gegen einen Kater helfen können. Dazu gehören Bananen, Zwieback, Haferflocken, Salzkartoffeln und leichte Suppen. Auch Möhren haben sich als Hausmittel gegen Übelkeit bewährt. Der Grund: Möhren enthalten viele Ballaststoffe, die helfen, Giftstoffe im Darm zu binden und die Übelkeit so schneller zu überwinden. Um das Gemüse besser zu verdauen, wird es bei Magenproblemen am besten gedünstet oder in Form von Brei oder einer Suppe gegessen.

Auch wenn dir gerade nicht danach ist, etwas in den Mund zu nehmen, wird dir ein wenig Nahrung helfen, deinen schwachen Körper mit Energie und wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Hierbei ist es wichtig, die Nahrung sehr gut zu kauen, um deinen Magen und Darm nicht unnötig anzustrengen.

Durchatmen an der frischen Luft

Auch wenn du bei Übelkeit am liebsten im Bett bleiben möchtest: Ein Spaziergang an der frischen Luft ist ebenfalls ein effektives Mittel gegen Übelkeit. Atme dabei am besten ein paar Mal tief ein und aus. Du fühlst dich zu schwach für einen Spaziergang? Dann setz dich einfach kurz auf den Balkon oder in den Garten. Alternativ hilft es, das Fenster zu öffnen und Sauerstoff ins Zimmer zu lassen. Unangenehme Gerüche oder stickige Luft verstärken die Übelkeit hingegen nur.

Das ist bei Übelkeit Tabu

Abgeraten wird bei Übelkeit von scharfen, fettigen und stark gewürzten Speisen. Lass die Finger auch von stark gesüßten Mahlzeiten. Des Weiteren solltest du auf säurehaltige Getränke und Kaffee verzichten. Wenig überraschend ist, dass du bei einem flauen Magen Nikotin und Alkohol nicht zu dir nehmen solltest.

Flaues Gefühl im Magen: Wann zum Arzt?

Wenn es dir trotz der Hausmittel gegen Übelkeit nicht besser geht und du sogar des Öfteren brechen musst, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Vor allem bei Kleinkindern ist hier Vorsicht geboten, da sie wegen des Flüssigkeitsverlusts schnell dehydrieren können. Einen Arzt solltest du ebenfalls aufsuchen, wenn zu der Übelkeit weitere Symptome wie Schwindel oder Fieber hinzukommen.

Fazit der Redaktion

Gegen ein flaues Gefühl im Magen helfen Hausmittel in vielen Fällen auf die Schnelle, sodass die Übelkeit spätestens nach ein paar Tagen vorbei ist. Sollte das flaue Gefühl anhalten oder mit anderen Symptomen einhergehen, solltest du aber besser einen Arzt zurate ziehen.

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