Mit kindern fliegen

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Ab wann kann man mit einem Baby fliegen?

Hierbei solltest Du auf den Flug verzichten

Auf einen Flug sollte man verzichten, wenn das Baby Zahnschmerzen, eine Nasennebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung sowie eine Atemwegserkrankung hat. Am Besten gehst Du also vor dem Flug noch einmal zum Kinderarzt, um das Kind auf seine Reisefähigkeit hin untersuchen zu lassen. Solange Dein Baby gesund ist und keine Probleme beim Schlafen hat, ist auch das Fliegen unbedenklich.

Ansonsten ist es gar nicht so schlimm

Mit einem Baby zu fliegen, ist meistens weniger anstrengend, als man denkt. Gerade bei Kindern, die jünger als ein Jahr sind, hat man nicht sehr viel Stress, da die Kleinen sowieso viel schlafen und noch keinen ausgeprägten Bewegungsdrang haben. Trotzdem gibt es einige Dinge, die Du beachten solltest:

  • Da das Baby noch keinen Druckausgleich machen kann, sollte man dem Kind beim Start und vor allem bei der Landung etwas zu Trinken geben. Durch das Schlucken kommt es automatisch zum Druckausgleich.
  • Da die Luft im Flugzeug meistens sehr trocken ist, solltest Du Nasentropfen dabei haben, um die Schleimhäute Deines Babys zu befeuchten.
  • Damit sich Dein Baby nicht erkältet, solltest Du im Flugzeug immer eine Decke dabei haben, da es durch die Klimaanlage oft zieht.
  • Es ist sicherer, wenn Du für Dein Baby einen eigenen Sitz reservierst. So kannst Du das Kind in einer Babyschale an den Sitz schnallen. Tests vom TÜV ergaben, dass die Gurte, die für das Baby auf dem Schoß vorgeschrieben sind, im Ernstfall lebensgefährlich sein können.

Ansonsten solltest Du natürlich genug Spielzeug, Nahrung, Windeln und Wechselkleidung dabei haben. Babynahrung darfst Du im Handgepäck mitführen. In seltenen Fällen musst Du die Nahrung vor dem Sicherheitspersonal probieren.

Kinderärzte raten von Flugreisen mit Neugeborenen ab

/Tropical studio, stockadobecom

Köln – Eltern sollten ihren vier bis sechs Wochen alter Säuglingen nur in Ausnahmefällen eine Flugreise zumuten, weil die Lunge des Kindes eventuell noch nicht vollständig entwickelt ist. Darauf hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hingewiesen.

„Auch wenn ein Baby unter chronischen Herz- oder Lungenproblemen oder einem Atemwegsinfekt leidet, sollte es nur nach Konsultation des Kinder- und Jugendarztes fliegen“, erklärte Hans-Jürgen Nentwich aus dem wissen­schaftlichen Beirats beim BVKJ. Denn in der Kabine sei die Sauerstoffsättigung geringer als auf dem Boden.

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Der Pädiater warnte, auch Kleinkinder bis zum Vorschulalter würden durch die Druck- und Sauerstoffschwankungen, sehr laute Geräusche, Änderung des Schlafrhythmus und Stress sehr stark belastet. Habe ein Kind zwei Wochen vor der Flugreise eine Ohrinfektion oder Ohroperation durchgemacht, sollten Eltern außerdem sicherheitshalber die Flugfähigkeit mit ihrem Pädiater oder einem auf Kinder spezialisierten HNO-Arzt abklären.

„Bei kleinen Kindern funktioniert der Druckausgleich über die eustachische Röhre noch nicht wie bei Erwachsenen. Sind die Gehörgänge nicht frei, gelingt dies schwer. Das kann starke Schmerzen verursachen und im Extremfall auch ein Barotrauma mit Verletzung des Trommelfells zur Folge haben“, so Nentwich.

zum Thema

  • Flugreiseempfehlungen der American Academy of Pediatrics

aerzteblatt.de

  • Flugreisen: Mehr Notfälle

Gesunde kleine Kinder könnten nur durch ständiges Schlucken den Druck verringern. Säuglinge und Kleinkinder sollten daher beim Steig- und beim Sinkflug nicht schlafen und in kurzen Abständen etwas zu trinken bekommen. Gegebenenfalls könne der Kinderarzt ein abschwellendes Nasenspray empfehlen.

Neben der Belastung durch den Flug sieht der Verband Fernreisen mit Kindern zu tropischen Zielen auch aus anderen Gründen kritisch: Die Kinder reagieren laut BVKJ empfindlich auf veränderte Tagesabläufe, ungewohnte Nahrungsmittel, Hitze und Flüssigkeitsverluste.

Fliegen mit Baby und kleinen Kindern

Ab welchem Alter Babys fliegen dürfen, regeln die Airlines unterschiedlich. Zusammenfassend lässt sich aber sagen, dass Babys schon sehr jung ihre erste Flugreise antreten können: Bei einigen Fluggesellschaften dürfen sie das (mit ärztlichem Attest) schon im Alter von 48 Stunden. Ab einem Alter von ein bis zwei Wochen dürfen sie dann bei fast allen Airlines an Bord.

Informationen wie diese finden Sie meist auf den Internetseiten der jeweiligen Fluggesellschaft. Viele Fluggesellschaften bieten extra Websites, auf denen sie über alle Services und Anforderungen beim Fliegen mit Kindern informieren. Ebenso haben viele Flughäfen spezielle Internetseiten mit Infos über Einrichtungen und Angebote des Airports für Kinder, zum Beispiel wo es eine Spielecke oder Wickeltische gibt. An vielen Flughäfen stehen auch Leih-Buggys zur Verfügung.

Wichtig: Für Reisen ins Ausland benötigen Kinder einen eigenen Reisepass – egal, wie jung sie auch sein mögen. Daher unbedingt vor der Reise das entsprechende Dokument ausstellen lassen! Fliegt ein Kind mit keinem oder nur einem seiner Sorgeberechtigten ins Ausland, muss es bei Reisen in bestimmte Länder eine Reisevollmacht der Erziehungsberechtigten mit sich führen.

Kosten der Flugtickets für Babys und Kleinkinder

Kinder dürfen bis sie zwei Jahre alt sind auf dem Schoß eines Erwachsenen reisen. Ihr Flug kostet dann in der Regel nur eine geringe Pauschale. Soll das Kind hingegen einen eigenen Sitzplatz bekommen, müssen Sie den Kinderpreis bezahlen. Der variiert je nach Fluggesellschaft und beträgt etwa zwischen 75 und 100 Prozent des Tarifs für einen Erwachsenen.

Kinder ab zwei Jahren benötigen zwingend einen eigenen Sitzplatz. Wenn Ihr Nachwuchs während der Reise zwei Jahre alt wird, müssen Sie bei vielen Fluggesellschaften bereits auch schon für den Hinflug den Preis für ein Kinderticket bezahlen.

Aus Sicherheitsgründen darf beim Fliegen auf dem Schoß eines Erwachsenen nur jeweils ein Kind sitzen. Wenn ein Erwachsener allein mit zwei Kindern unter zwei Jahren reisen möchte, hat er aber bei manchen Fluggesellschaften die Möglichkeit, für eines der Kinder einen Sitzplatz zu buchen und darauf ein entsprechendes Kinderrückhaltesystem zu nutzen, z.B. eine Babyschale oder einen Autokindersitz (s.u.)

Schoß, Babybettchen oder eigener Sitzplatz?

Kinder unter zwei Jahren, die auf dem Schoß eines Erwachsenen fliegen, werden mit einem Zusatzbeckengurt gesichert, der am Gurt des Erwachsenen befestigt ist, dem sogenannten Loop Belt. Sicherer und bequemer ist es allerdings, dem Kind einen eigenen Sitzplatz zu buchen und bis zu einem Alter von etwa sieben Jahren ein Kinderrückhaltesystem wie eine Babyschale oder einen Autokindersitz zu verwenden. Das Label „For use in aircraft“ zeichnet für Flugzeuge geprüfte und zugelassene Modelle aus. Die Firma Cares bietet ein spezielles Gurtsystem zur Kindersicherung im Flugzeug für Kinder zwischen einem und vier Jahren, zehn bis 20 Kilo Gewicht und einer Größe bis 100 cm an. Wichtig: Klären Sie bei der Buchung mit der Airline, ob und welche Kindersicherungssysteme im Flieger verwendet werden dürfen und zu welchen Konditionen.

Viele Fluggesellschaften bieten auf Langstreckenflügen Babybettchen an, die an die Wand vor bestimmten Sitzplätzen montiert werden können. Wenn die Kinder darin liegen, wird ein Gurt darüber gespannt, um sie zu sichern. Die Anzahl der Bettchen ist allerdings begrenzt, deswegen sollten Sie sie unbedingt vorher reservieren! Es kann sein, dass dann eine Gebühr für die Sitzplatzreservierung an den Plätzen vor den Wänden nötig wird. Achtung: Die Grenzen für die Nutzung der Bettchen unterscheiden sich teilweise sehr von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft (z.B. bei Lufthansa buchbar für Kinder bis 11 kg oder 67 cm Körpergröße, bei Thai Airways für Kinder bis 6 Monate, 10 kg oder 67 cm, bei Emirates für Kinder bis 2 Jahre oder 11 kg).

Wie viel Gepäck darf ein Kind kostenlos dabeihaben?

Was Gepäck für Babys betrifft, sind die meisten Fluggesellschaften großzügig: Oft gelten für die kleinen Reisenden die gleichen Freigepäckmengen wie für Erwachsene, selbst dann, wenn für sie kein eigener Sitzplatz gebucht wurde. Auch hier gilt: Vorab bei der Airline informieren, die Regelungen unterscheiden sich von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft. Für Kinder ab zwei Jahren gelten immer die gleichen Gepäckmengen wie für Erwachsene. Eine Ausnahme bilden Billigtarife und Fluglinien, bei denen für Erwachsene genauso wie für Kinder das Gepäck hinzugebucht werden muss. Reisebettchen, Babyrückentrage und anderes notwendiges, sperriges Reisegepäck können Sie als Sperrgepäck aufgeben. Je nach Fluggesellschaft ist das sogar für das ein oder andere Teil kostenlos möglich.

Wohin mit dem Kinderwagen?

Ein Kinderwagen darf eigentlich immer kostenlos mit auf die Reise. Nur wenige Airlines gestatten es allerdings, ihn als Handgepäck mit in die Kabine zu nehmen, und das dann auch nur unter bestimmten Bedingungen (z.B. wenn der Buggy sich auf Handgepäckgröße zusammenfalten lässt etc.). In der Regel können Sie aber einen faltbaren Kinderwagen bis zum Gate oder gar bis zur Flugzeugtür mitnehmen. Hier wird er dann vom Bodenpersonal entgegengenommen und verstaut. Direkt nach der Landung können Sie ihn – je nach den Gegebenheiten am Flughafen – an der Flugzeugtür, am Gate oder am Gepäckband wieder in Empfang nehmen. Größere und sperrige Kinderwagen gelten als Sperrgepäck und sollten am Sondergepäckschalter abgegeben werden. Falls Ihr Kinderwagen beschädigt wird oder abhandenkommt, haben Sie – wie bei anderem Reisegepäck auch – Anspruch auf Schadensersatz.

Was darf im Handgepäck mit in die Kabine?

Babygläschen, -milch und -brei unterliegen nicht den strengen Handgepäckbestimmungen und dürfen mit ins Handgepäck. Genauso wie für dringend benötigte persönliche Medikamente gibt es hier eine Sonderregelung. Die Babynahrung darf sich demnach in der Regel auch in Behältern befinden, die mehr als 100 ml fassen, und sie muss auch nicht in einen 1-Liter-Plastikbeutel verpackt werden wie andere Flüssigkeiten. Um Komplikationen beim Sicherheitscheck zu vermeiden, sollten Sie allerdings nur so viel Babynahrung mitnehmen, wie Ihr Kind realistischerweise während des Fluges benötigt.

Versorgung in der Kabine

Bei manchen Fluggesellschaften können Sie für den Flug Babynahrung oder auch Kindermenüs vorbestellen. Viele Fluggesellschaften haben auch ohne vorherige Bestellung Babynahrung an Bord, allerdings ist das Angebot begrenzt. Daher empfiehlt es sich immer, genug eigene Babynahrung mitzubringen. Wickeltische befinden sich üblicherweise in den Waschräumen der Flugzeuge.

Ihr Flug ist verspätet, annulliert oder überbucht? Das sind Ihre Rechte

Unser Flugnebenkostenvergleich 2019: Das kosten Sitzplatz, Gepäck und Co.

Text: tn. Foto: iStock.com/kieferpix.

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Fliegen: Ab wann und was Kinder fürs Fliegen zahlen müssen

Mit der ganzen Familie in den Urlaub – mit dem Flugzeug geht das zwar vergleichsweise schnell, kann aber auch stressig sein. Zudem sind die Regeln der Airlines oft sehr unterschiedlich. Wir geben einen Überblick.

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Vor allem was Rabatte angeht, unterscheiden sich die Angebote stark. Auch über die Menge und Art des Freigepäcks wundern sich viele Eltern. Dürfen Kinderwagen, Babyschale fürs Auto und auch ein Reisebettchen gratis mit? Wie viel Gepäck ist kostenlos?

Generell gilt: Für Kinder ab zwei Jahren müssen Eltern einen eigenen Sitzplatz buchen, für kleinere Kinder ist dies freiwillig. Entscheidend ist das Alter bei Antritt des Rückflugs. Für Kleinkinder zahlen Eltern dabei meist nur einen Bruchteil des regulären Ticketpreises. Auch Sondergepäck lässt sich oft kostenfrei aufgeben.

Beim Boarding kommen Familien oft zuerst

Beim Boarding lassen Airlines Familien in der Regel den Vortritt: Sie dürfen eher an Bord, ohne dafür extra zahlen zu müssen. Das gilt etwa für Lufthansa, Condor, Easyjet und Tuifly. Eine Sitzplatzreservierung ist dagegen oft nicht umsonst. Wer also ganz sicher sein will, dass die Familie im Flieger zusammensitzt, muss dafür Zusatzkosten einkalkulieren. Bei einigen Fluggesellschaften wie Eurowings, Air Berlin, Condor und Lufthansa ist eine Reservierung in manchen Tarifen aber gratis.

Eine Besonderheit gibt es bei Ryanair: Eltern mit Kindern unter zwölf Jahren müssen ab dem 1. September beim Buchen Sitzplätze reservieren. Ein Erwachsener zahlt dabei vier Euro, für die Kinder kostet es nichts.

Die Regeln der Airlines im Überblick

Eurowings

  • Ticketpreis: Kinder unter zwei Jahren ohne eigenen Sitzplatz zahlen eine Servicepauschale, die abhängig von der Streckenlänge ist. Kinder bis elf Jahre erhalten auf den regulären Flugpreis einen Rabatt von 20 Prozent.
  • Gepäck: Kinder bis zwölf Jahre dürfen wie Erwachsene ein Freigepäckstück mit bis zu 23 Kilogramm kostenlos mitnehmen. Ein Sondergepäckstück wie Kinderwagen oder -bett sind pro Kind gratis.

Air Berlin

  • Ticketpreis: Kinder unter zwei Jahren zahlen 15 bis 20 Prozent des Flugpreises. Ältere Kinder bis zwölf Jahre erhalten 20 Prozent Ermäßigung.
  • Gepäck: Ein Freigepäckstück gibt es für Kinder bis elf Jahre – außer beim Tarif Economy Light. Gebührenfrei fliegen sowohl Buggys und Kinderwagen, Kindersitze als auch Reisebettchen mit.

Ryanair

  • Ticketpreis: Mit dem Family-Extra-Tarif gibt es 50 Prozent Rabatt auf Aufgabegepäck und das kostenpflichtige Priority Boarding für Kinder zwischen zwei bis 15 Jahren – die Eltern müssen dafür jedoch den normalen Service buchen. Kinder bis zwei Jahre reisen mit der Airline für 20 Euro, ältere Kinder zahlen den vollen Flugpreis.
  • Gepäck: Eltern dürfen einen Kinderwagen sowie einen Kindersitz oder eine Babytragetasche kostenlos mitnehmen. Weitere Ausstattung mit einem Gewicht bis 20 Kilogramm kann kostenpflichtig aufgegeben werden.

Tuifly

  • Ticketpreis: Kleinkinder unter zwei Jahren zahlen pro Flug 15 Euro auf internationalen Kurz- und Mittelstreckenflügen und 50 Euro auf der Fernstrecke. Ältere Kinder zahlen den regulären Flugpreis.
  • Gepäck: Kinder unter zwei Jahren haben auf Flügen im Pure-Tarif keinen Anspruch auf Freigepäck, beim Perfect-Tarif erhalten sie bis zu 20 Kilogramm Freigepäck. Die Beförderung von Kinderwagen, Buggys und Kindersitzen ist gratis, sollte aber angemeldet werden. Kinderbetten sind abhängig vom Gewicht gebührenpflichtig.

Easyjet

  • Ticketpreis: Kinder unter zwei Jahren zahlen eine Pauschalgebühr von 28 Euro, ältere Kinder den vollen Preis.
  • Gepäck: Zwei Gegenstände wie Kinderwagen oder Kindersitz sind gratis. Kinder über zwei Jahre dürfen wie ein Erwachsener ein Handgepäckstück ohne Gewichtsbeschränkung mitnehmen.

Condor

  • Ticketpreis: Kleinkinder unter zwei Jahren zahlen zehn Prozent des regulären Preises. Das Kind kann dann auf dem Schoß der Eltern mitfliegen.
  • Gepäck: Zusätzlich zum eigenen Handgepäck dürfen Eltern Pflegeutensilien für Kleinkinder mitführen. In der Economy, Premium und Business Class erhalten Kinder unter zwei Jahren zehn Kilogramm Freigepäck – Kinder unter zwölf Jahren sogar 25 bis 30 Kilogramm abhängig vom Tarif. Ab einem Alter von zwei Jahren gelten dieselben Regeln wie bei Erwachsenen. Zwei Sondergepäckstücke wie Buggy oder Babybett fliegen kostenlos mit.

Lufthansa

  • Ticketpreis: Kleinkinder unter zwei Jahren ohne eigenen Sitzplatz zahlen zehn Prozent des regulären Flugpreises. Für Kinder bis elf Jahre gibt es einen Kindertarif – in nahezu allen Tarifen fliegen sie dabei für 75 Prozent des normalen Ticketpreises.
  • Gepäck: Babys unter zwei Jahren haben außer beim Economy-Light-Tarif Anspruch auf ein freies Gepäckstück bis 23 Kilogramm. Außerdem können Familien einen Buggy, Kinderwagen oder Autositz kostenlos aufgeben.
  • Babyschale frühzeitig reservieren: Eine Flugreise mit Baby ist einfacher als man denkt
  • Tipps für die Reiseplanung: Reisen mit Baby – Was Sie beachten sollten
  • Übersicht: Hotlines der großen Airlines und Reiseveranstalter
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Reiseplanung mit Kindern

Ihre Kinder benötigen aufgrund einer EU-Verordnung eigene Reisedokumente mit einem Foto. Einträge in Ihren Pässen sind daher leider – unabhängig vom Alter der Kinder – ungültig. Sollten Ihre Kinder noch keine Kinderreisepässe, Reisepässe oder Personalausweise besitzen, beantragen Sie diese am besten so früh wie möglich.
Bitte geben Sie bei der Flugbuchung die Alter ihrer Kinder an, da sich daraus die betreffenden Flugpreise ableiten. Lufthansa unterscheidet zwischen zwei Kindertarifen:

  • Infant-Tarif: Babys (0-2 Jahre) reisen ohne Sitzplatzanspruch kostenlos auf innerdeutschen Strecken bzw. für 10 Prozent des regulären Tarifs auf allen restlichen Flugstrecken.
  • Child-Tarif: Kinder zwischen 2 Jahren und bis zum vollendeten 11. Lebensjahr benötigen einen eigenen Sitzplatz und reisen auf den meisten Flugstrecken und bei nahezu allen Tarifen für 75 Prozent des regulären Flugpreises. Bitte beachten Sie, dass Babys, die während der Reise 2 Jahre alt werden, einen eigenen Sitzplatz benötigen und der Child-Tarif angewendet wird.
  • Drei Wochen bis vier Monate vorher buchen
    Last minute ist längst nicht mehr gleichbedeutend mit dem besten Preis. Zu früh im Voraus zu buchen jedoch auch nicht. Laut der Studie „Travel Pricing Outlook in 2019“ der Expedia-Gruppe (zu der auch das Reiseportal Ebookers gehört) und der Airlines Reporting Corporation spart man am ehesten Geld, wenn man mindestens drei Wochen vor Abflug sein Flugticket kauft. Diese Einschätzung deckt sich mit der Erfahrung von zwölf Experten, die von der „Handelszeitung“ befragt wurden: Rund sieben Wochen vor dem Flug sei oftmals das günstigste Flugangebot zu kriegen. Doch hänge die Buchungs-Primetime stark vom Reiseziel ab. Für New York zum Beispiel erziele man rund drei Monate im Voraus häufig den besten Preis.
  • Sonntags buchen
    Durchschnittlich 20 Prozent sparen Reisende beim Flugpreis, wenn sie an einem Sonntag buchen – so die Expedia-Studie. Und: Am wenigsten vorteilhaft sind Buchungen, die an einem Donnerstag oder Freitag getätigt werden.
  • Bei Feriendestinationen donnerstags oder freitags starten
    Wer in die Ferien fliegt, startet am besten am Donnerstag oder Freitag. So lassen sich bis zu 10 Prozent gegenüber andern Tagen sparen. Als Faustregel gilt: Am Sonntag liegen die Durchschnittspreise für Flüge am höchsten.
  • Bei City-Destinationen den Samstag dranhängen
    Geschäftsreisende, die nicht am Freitagnachmittag oder -abend zurückfliegen, sondern ihren Aufenthalt bis Samstag verlängern, tun ihrem Reisebudget einen grossen Gefallen: Die Rückreise ist dann bis zu 25 Prozent günstiger, weil Business-Destinationen unter der Woche stark nachgefragt sind.
  • Mittags fliegen
    Die durchschnittlich günstigste Tageszeit für Flüge ist mittags. Morgens ist im Schnitt die teuerste Tageszeit, wie das Vergleichsportal Momondo nach der Auswertung unzähliger Flugpreise herausgefunden hat.
  • Flexible Reisedaten erwägen
    Sparfüchse sollten die Hauptsaisonzeiten des angepeilten Reiseziels meiden. Flugpreise werden stark der realen Nachfrage angepasst. Wer bei seinem Reisezeitraum flexibel ist, kann von beträchtlichen Preisvorteilen profitieren – dies gilt auch bei Hotels.
  • Einmal umsteigen
    Wer mehr Zeit als Geld hat, erwägt eine indirekte Flugverbindung. Insbesondere auf Langstrecken sind Flüge, bei denen man umsteigen muss, meist günstiger als Direktflüge.
  • Flugsuchmaschinen zum Vergleichen nutzen
    Suchportale wie Skyscanner, Opodo, Swoodoo, Kayak, Momondo oder Google Flights zeigen als Netzpfadfinder das Gesuchte über zahlreiche Airlines und Reiseportale an. Im Test der „Handelszeitung“ geht die Flugsuchmaschine Google Flights als Sieger hervor. Generell empfiehlt sich jedoch, dann direkt bei den Airlines zu buchen, sofern kein markanter Preisvorteil durch die Buchung bei der Suchmaschine entsteht. „Extras“ wie Sitzplatzreservation, Änderungsgebühren oder Gepäck sind bei der Direktbuchung oftmals kostenfrei.

An Tag 4 unserer Babywoche: Ab wann darf man mit einem Baby fliegen? Was muss ich vor und während des Flieges mit Säuglingen beachten? All diese Fragen beantwortet euch heute Bloggerin Yasemin.

Eine Flugreise ist auch mit einem Baby kein Problem, vorausgesetzt es ist bereits 7 bis 14 Tage alt, was in den Regeln der meisten Fluggesellschaften festgehalten ist. Jedoch liegt die Altersgrenze fürs Fliegen bei jedem Säugling unterschiedlich und kommt auf das persönliche Befinden an. Da kann es also durchaus sein, dass einige Monate verstreichen müssen, bevor du fliegen darfst. Gerade bei gesundheitlichen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Ohrenentzündungen oder Atemwegserkrankungen sollte auf einen Flug verzichtet werden. Lass also unbedingt vor der nächsten Flugreise dein Baby vom Kinderarzt untersuchen, sodass es gesund und entspannt reisen kann.

Die 10 wichtigsten Tipps fürs Fliegen mit Baby

Gute Vorbereitung ist Alles: Braucht Baby einen Pass?

Auch Babys brauchen bei Reisen ins Ausland einen eigenen Kindereisepass. Alle Informationen zum Thema „Kinderreisepass – Was Eltern bei Auslandsreisen beachten müssen“ kannst du hier nachlesen. Neben dem Kinderreisepass solltest du dir unbedingt vor deinem Urlaub über die Sitzmöglichkeiten im Flugzeug Gedanken machen. Grundregel bei der TUIfly lautet: Jedes Kleinkind (bis 2 Jahre) muss in Begleitung eines Erwachsenen sein und auf dessen Schoß reisen. Kleinkinder haben grundsätzlich keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz, es sei denn, es besteht eine Buchung mit Kinderermäßigung statt einer Kleinkindbuchung. Außerdem verfügen viele Flugzeuge der Fluggesellschaft TUIfly über ein Baby-Körbchen, das an der Bordwand vor der ersten Reihe angebracht wird und für Kleinkinder bis 8 kg geeignet ist. Die Reservierung dafür kannst du problemlos telefonisch im Servicecenter vornehmen.

Bitte beachten: Kleinkinder (unter 2 Jahren) zahlen auch eine Fluggebühr, jedoch ist diese in den meisten Fällen sehr gering. Die TUIfly berechnet hierfür EUR 15 bei internationalen Kurz-und Mittelstreckenflügen und EUR 50 bei internationalen Fernstreckenflügen pro Flugstrecke. Beim Gepäck sieht TUIfly für Kleinkinder unter 2 Jahren im Pure-Tarif kein Freigepäck im Gegensatz zum Perfect-Tarif, bei dem 20 kg Freigepäck inklusive sind (Handgepäck & aufgegebenes Gepäck), vor.

Ferner ist der rechtzeitige Check-In bzw. ein Pre-Boarding eine gute Voraussetzung für einen reibungslosen Urlaub mit dem Baby. Du entgehst den langen Wartezeiten am Schalter und bist viel entspannter beim Einsteigen in den Flieger.

Ab ins Flugzeug: Baby an Bord

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Im Handgepäck solltest du für dein Neugeborenes für den Fall der Fälle ausreichend Wechselkleidung und natürlich Windeln mit Feucht- und Reinigungstüchern dabei haben. Falls du nicht mehr stillst oder ergänzende Babynahrung brauchst, vergiss nicht den einen oder anderen Brei bzw. das Trinkfläschchen einzupacken. Übrigens unterliegt Babynahrung nicht den strengen EU-Handgepäckbestimmungen und kann in einem Behälter mitgeführt werden, der größter als 100ml ist. Ausreichend Trinken von Fruchtsäften, stillem Wasser oder Tee an Bord ist sowieso sehr wichtig, weil die Luft im Flieger teilweise etwas trocken ist.

Im Flugzeug gibt es immer wieder Temperaturschwankungen, daher ist ausreichend wärmende Kleidung ein Muss. Hier ist der sogenannte Zwiebellook zu empfehlen: Mehrere dünne Schichten übereinander sind ideal und einfach zu händeln. Nicht selten sind die Flieger zu stark klimatisiert, sodass man leicht friert, deshalb ist vielleicht auch eine Kuscheldecke von Vorteil.

Um den Druckausgleich bei deinem Säugling zu regulieren, ist es empfehlenswert, etwas zu Essen, Trinken oder den Schnuller zu geben. Falls der oder die Kleine schon alt genug für Spielzeug ist, dann lässt es sich mit Sicherheit im Flieger gut einsetzen und die Flugzeit stressfreier überbrücken.

Falls du irgendein Problem an Bord hast, dann scheue dich nicht und frage einfach die Crew, ob sie dir behilflich sein kann. Die Besatzung wird dir mit Sicherheit freundlich entgegenkommen, wenn sie etwas tun kann.

So nun habe ich noch einen sehr wichtigen allerletzten Tipp für dich: Ein Urlaub mit Baby ist heute keine Seltenheit und daher solltest du vor der anstehenden Flugreise einfach entspannt bleiben. Du bist nicht allein unterwegs, sondern viele andere Mütter und Väter auch. Deshalb freue dich auf deinen Urlaub und mach dir keinen unnötigen Stress.

Du siehst, tatsächlich kann das Fliegen mit Baby weniger anstrengend sein als mit Kleinkindern, wenn du diese wichtigen Tipps bedenkst. Vergiss außerdem nicht, dass Babys im Vergleich zu Kindern mehr schlafen und somit die Flugzeit regelrecht verpennen, wenn du Glück hast 🙂

Hier noch einmal eine Zusammenfassung der 10 wichtigsten Tipps für das Fliegen mit Baby:

1. Gesundheits-Check beim Kinderarzt durchführen lassen (auch Impfschutz beachten)
2. Flugreise-Zeitpunkt mit Bedacht wählen
3. Rechtzeitig einen Kinderreisepass bei Auslandsreisen beantragen
4. Über die Sitzplatzmöglichkeiten & Gepäckbestimmungen informieren
5. Rechtzeitiger Check-In bzw. Pre-Boarding
6. Wechselkleidung, Trinken, Nahrung, Windeln , Kuscheldecke etc.
7. Beachte den Druckausgleich im Flugzeug
8. Vergiss das Lieblingsspielzeug nicht
9. Die Crew im Flugzeug um Hilfe bitten
10. Entspannt bleiben

Übrigens, für Alle, die schwanger sind und ihr Baby erst erwarten, haben wir wichtige Informationen zum „Fliegen in der Schwangerschaft“.

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ZusammenfassungArtikel Name Die 10 wichtigsten Tipps für das Fliegen mit Baby Beschreibung An Tag 4 unserer Babywoche: Ab wann darf man mit einem Baby fliegen? Was muss ich vor und während des Flieges mit Säuglingen beachten? All diese Fragen beantwortet euch heute Bloggerin Yasemin. Autor TUI Bloggerin Yasemin Schlagworte:BabywocheTravelhacksUrlaub mit BabyVerreisen mit Baby

Fliegen mit Baby – kein Drama, Baby!

Ab wann darf man mit einem Baby Fliegen?

Gerade Erstlingseltern fragen sich natürlich oft: Ab welchem Alter kann ich denn meinem Baby überhaupt einen Flug zumuten? Gibt es konkrete Empfehlungen, dass Babies ab 1 Monat, ab 2 Monaten oder vielleicht erst ab 4 Monaten fliegen sollten?

Die Antwort ist aber eigentlich ganz einfach: Grundsätzlich dürfen schon ganz junge Babys fliegen. Bei den meisten Fluglinien ab einem Alter von 1-2 Wochen. Will heißen: Ihr dürft selbst entscheiden! Ich persönlich wäre in den ersten 6 Wochen mit meinem Baby einfach nicht gerne in den Flieger gestiegen. Zu stressig und zu aufregend auch für mich. Unsere Urlaube haben wir daher immer so geplant, dass der jüngste Nachwuchs mindestens 3 Monate alt war. Ab 3 Monaten wird sowieso alles einfacher. Viele Babies schreien dann weniger und sind einfacher zu beruhigen. Also ein optimales Alter für den ersten Flug…

Ausweisdokumente – braucht ein Baby schon einen Reisepass?

Ja, brauchen sie. Seit 2012 reicht es nicht mehr das Baby einfach im Reisepass der Eltern einzutragen. Kinder brauchen jetzt ein eigenes Ausweisdokument. Wenn Euer Reiseziel außerhalb der USA liegt, ist die beste Variante für ein Baby der Kinderreisepass für 13 Euro. Wollt Ihr es genauer wissen – wie Ihr diesen beantragt, was es noch für Alternativen gibt und vor allem was Ihr machen könnt, wenn Euch das mit dem Pass erst in letzter Minute einfällt, lest Ihr hier.

Wichtiger Tipp für das Fliegen mit Baby – Druckausgleich für die Ohren!

Wer schon mal mit Triefnase ins Flugzeug gestiegen ist, kennt das: Der Flieger setzt zur Landung an und die Ohren fangen an zu schmerzen. Babys haben auch ohne Erkältung das Problem, dass sie den Druckausgleich nicht selbst machen können. Daher würde ich auf jeden Fall die Stillmahlzeit oder das Fläschchen auf den Landeanflug verschieben – das Schlucken sorgt für den Druckausgleich. Auch ein Schnuller oder Gummibärchen bei Kleinkindern machen Sinn im Gepäck beim Fliegen mit Baby und Kleinkind. Das Nuckeln bzw. Kauen sorgt automatisch für den nötigen Druckausgleich. Bei einem leichten Schnupfen kann man mit Nasentropfen nachhelfen. Babys mit einer heftigen Erkältung gehören jedoch nicht ins Flugzeug. Und weil kleine Menschen einfach häufiger krank werden, würde ich auf jeden Fall vor dem Fliegen mit Baby eine Reiserücktrittversicherung abschließen (nein, ich bin nicht mit der Versicherungswirtschaft verbandelt. Nur ein guter Rat aus eigener Erfahrung…).

Fliegen mit Baby: Bequem im Babybettchen auf Langstreckenflügen!

Unter 2 Jahren fliegen Kleinkinder für sehr günstig bis umsonst mit. Denn sie brauchen keinen eigenen Sitz. Sie werden bei Start und Landung auf dem Schoß der Eltern mit einem Extragurt angeschnallt. Allerdings sollte man sich gerade bei Langstreckenflügen genau überlegen, ob man dieses Privileg in Anspruch nehmen möchte. Mein Mann und ich sind nach einem Flug von Toronto mit eingeschlafenen Beinen ausgestiegen, weil unsere Tochter quer auf unserem Schoß geschlafen hatte. Bei Langstreckenflügen macht es daher nur Sinn, keinen Sitz fürs Baby zu nehmen, wenn man vorher ein Babybettchen in der ersten Reihe reservieren konnte. Das macht man am besten gleich bei der Buchung mit! Diese Bettchen sind nämlich sehr begehrt – auch weil die Babys während des Fluges am Boden in der ersten Reihe mehr Platz zum krabbeln haben. Die Betten werden einfach in der Wand eingehängt und die Babys schlafen so wie in einer Wiege.

Nicht vergessen – das Unterhaltungsprogramm!

Vorbereitung ist hier die halbe Miete. Wenn ich mit meinen Kindern verreise, habe ich immer allerlei Überraschungen im Gepäck. Bei kleinen Flug-Babys ist diese Aufgabe natürlich anspruchsvoller – aber Mütter kennen ja ihre Pappenheimer. Vielleicht war in letzter Zeit die raschelnde Alufolie besonders spannend? Oder es gibt eine Lieblingsrassel? Dann natürlich einpacken! Und als Notfallpaket muss eben das Tablet oder Smartphone herhalten. Eine nette App schon für ganz kleine Babies ist zum Beispiel Animatch von Lima Sky, ein Memory mit Tierköpfen und Geräuschen (kostet nur 0,99 Euro, persönliche Empfehlung).

Gepäck beim Fliegen mit Baby und Kleinkind – lieber zu viel als zu wenig!

Im Flugzeug gibt es kein „schnell mal holen“. Was man vergessen hat, ist eben nicht da. Auch wenn ich beim sonstigen Gepäck eine absolute Verfechterin des schlanken Reisens bin, Handgepäck fürs Fliegen mit Baby oder Kleinkind ist bei mir üppig! Viele Fluglinien haben zwar – gerade auf Langstreckenflügen – für Babys und Kleinkinder eine Notration an Feuchttüchern, Windeln und sogar Babybrei an Bord, verlassen kann man sich aber darauf nicht. Deshalb: Babybrei, Milchpulver und andere Leckereien am besten selbst mitbringen. Und bedenkt: Da oben ist die Luft recht trocken und für Flugreisende mit Baby oder Kleinkind gelten die strengen Regeln für das Mitnehmen von Flüssigkeiten nicht. Und zum Schluss noch ein echter „Mami-Tipp“ für die Klamotten: Zwiebellook und genug Pullis mit Kapuze mitnehmen! Auch wenn die Sonne noch so schön scheint – auf ein paar tausend Meter Höhe ist es manchmal ganz schön zugig und kalt.

Sicherheit beim Fliegen: Ist das Baby auf meinem Schoß sicher?

Babys unter 2 Jahren ohne eigenem Sitzplatz werden auf dem Schoß der Eltern gesichert wenn das Anschnallzeichen für Start, Landung oder Turbulenzen erscheint. Dies ist Pflicht in allen Flugzeugen. Dafür wird ein sogenannter Schlaufengurt (oder Loop Belt) verwendet, den Ihr im Flugzeug bekommt. Allerdings sind die meisten Sicherheitsexperten gar nicht glücklich mit dieser Lösung, da im Falle eines Unfalls das Baby so nicht gut geschützt ist. Wer sich damit unwohl fühlt, kann daher bei den allermeisten Fluglinien einen eigenen Kinderautositz mitnehmen und die Babys so auf einem eigenen Sitzplatz sichern. Dafür muss dann jedoch der Kindertarif gezahlt werden (zu Tarifen und Bedingungen der verschiedenen Airlines haben wir hier noch mehr geschrieben). Und Ihr solltet zu Hause checken, ob Euer Kinderautositz oder die Babyschale für Flugzeuge geeignet ist. Die entsprechenden Sitze sind mit „for use in aircraft“ gekennzeichnet.

Kinderwagen und Freigepäck – unterscheiden sich die Airlines?

Die Bedingungen für das Gepäck und die Extras mit Babys unterscheiden sich tatsächlich von Airline zu Airline. Alle Internetseiten der Airlines bieten detaillierte Informationen zum Fliegen mit Baby. Für gestresste Mütter hier ein Management Summary:

Mit Baby fliegen mit der Lufthansa

Bei der Lufthansa darf für Babys bis zu zwei Jahren ein eigenes Gepäckstück (bis zu 23 Kilogramm) mitgenommen werden. An Bord gibt es Babybettchen, Windeln und Babybrei. Mitgebrachte Babynahrung wird beim Fliegen mit Kleinkind aufgewärmt. Die Lufthansa hat für das Reisen mit Baby sogar eine Checkliste für Eltern zum Ausdrucken bereitgestellt (hier).

Fliegen mit Baby und Condor

Bei Langstreckenflügen werden bei Condorflügen Fläschchen, Babybrei und Windeln zur Verfügung gestellt. Auch ein Autokindersitz kann mitgenommen werden, der jedoch spätestens 48 Stunden vor Abflug anmeldet werden muss. Ein Formular zum Autositz findet Ihr hier.

Wenn das Baby mit Ryanair unterwegs ist

Bei Ryanair kann man beim Fliegen mit Kind zwar zusätzlich zum eigenen Handgepäck ein zusätzliches Gepäckstück für den kleinen Fluggast mitnehmen. Für Babys, die auf Ihrem Schoß mitreisen, gilt das leider nicht. Zwei Transportmittel (Kinderwagen, Kindersitzerhöhung oder Babytragetasche) werden kostenlos mitgenommen. Näheres hier.

Der es ganz genau wissen will: Das Buch zum Thema Fliegen von kidsaway

Kidsaway ist eine Internetseite, die Tipps und Ratschläge rund um das Thema Reisen mit Kind gibt. Nun gibt es auch ein Buch von kidsaway zum Thema Fliegen. Das heißt „Fliegen mit Baby und Kleinkind. 190 Fragen und Antworten“. Könnt Ihr bei Amazon kaufen, auch als praktische Kindle-Version für die Reise (keine Werbung – persönliche Empfehlung!). Das steht dann wirklich alles drin…

Last but not least. Der super Tipp für das Fliegen mit Baby und Kleinkind – cool bleiben!

Wenn der Umweltaspekt nicht wäre – ich würde ja auch bei Kurzstrecken lieber fliegen als Zug- oder Autofahren. Die Kleinen sind beschäftigt und nicht so lange im Sitz eingeklemmt. Erst mal geht´s zum Check-in, dann kommt der Bummel durch den Flughafen, dann steht man im „Finger“, Essen wird serviert von netten Stewardessen, die auch noch Spielzeug mitbringen…. und schwupps ist man schon da. Trotzdem können die vielen Eindrücke natürlich auch dazu führen, dass Baby im Flugzeug RICHTIG sauer wird (muss sich dieser Pilot aber auch genau wenn das Baby eingeschlafen ist, megalaut über den Lautsprecher melden?!). Wenn dann noch die Ohren dazu kommen ist´s oft vorbei. Das kann manchen Eltern die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Denn im Flugzeug kann man nicht einfach flüchten wie auf dem Spielplatz. Und die Blicke der Mitfliegenden sind nicht immer wohlwollend wenn das Baby gerade eine Oktave höher schaltet mit seinem Geschrei. Aus meiner Sicht ist die einzige Lösung: Cool bleiben und ignoriert die bösen Blicke! Babys und Kinder sind Teil unserer Gesellschaft – da müssen die anderen durch. Die Babys haben das auf jeden Fall gleich wieder vergessen… Am besten Ihr lächelt in die Runde und stellt Euch einfach das hier vor:

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So! Keine Angst mehr vorm Fliegen mit Baby und Kleinkind? Dann schaut doch mal bei uns um wo es jetzt hingehen könnte!

Mit dem Baby im Flugzeug

Die Flugreise mit einem Baby kann sehr viel angenehmer sein, als eine Autofahrt derselben Länge. Vor allem, wenn man alle Möglichkeiten der Vorbereitung nutzt! Andererseits muss man auf alles gefasst sein, wenn man mit einem Baby oder Kleinkind ins Flugzeug steigt.

Wie ein Kind auf die langen Wartezeiten oder beengenden Verhältnisse im Flugzeug reagiert, ist unvorhersehbar. Manchmal schläft es schon vor dem Start ein, beruhigt vom Summen der Motoren. Das schont Ihre Nerven, ist jedoch im Hinblick auf die Belüftung der Ohren und den Druckausgleich nicht günstig. Im schlechtesten Fall brüllt und quengelt Ihr Sprössling während des ganzen Fluges. Dann ist Ruhe und Gelassenheit gefragt, um genervte Blicke der Sitznachbarn zu ertragen.

Was ist richtig für Babys und Kleinkinder im Flugzeug? Eigener Sitzplatz, Kindersitz, auf dem Schoss der Eltern oder Babybett?

Sicherheit

Kindersitz im Flugzeug?

10 Fragen und Antworten

Leider werden im Flugzeug immer noch keine Kindersitze bereit gestellt. Manche Luftfahrtgesellschaften, z.B. die Lufthansa, empfiehlt inzwischen, die eigene Babyschale mitzubringen und entgegen der Flugrichtung mit dem Sicherheitsgurt auf einem separaten Sitzplatz zu fixieren. Dafür eignen sich besonders Fensterplätze in einer Sitzreihe ohne Notausgang. Den benötigten Sitzplatz im Flieger gibt es allerdings nicht zum Nulltarif! Er kann bis zu 2/3 des normalen Ticketpreises betragen. Tipp: Informieren Sie sich bei der Buchung nach den Möglichkeiten und Kosten des Babytransports. Besitzen Sie eine solch eine Babyschale, erkundigen Sie sich vorher, ob sie zum Transport geeignet und von der Luftfahrtgesellschaft erlaubt ist.

Empfehlenswert ist auch das Einchecken schon am Vortag, wenn noch die meisten Sitze frei sind. Sie geben Ihr Gepäck ab und erhalten dabei gleich schon Ihre Bordkarte. So können Sie am Abflugtag direkt zur Passkontrolle gehen.

Einige Fluggesellschaften halten Leihbuggys vor dem Abflug bereit. Dann können Sie Ihren eigenen Kinderwagen ruhig mit dem Gepäck aufgeben. Ansonsten behalten Sie das Gefährt lieber und nehmen Sie es direkt mit ans Flugzeug. Dort können Sie es dann beim Einsteigen abgeben. Beim Aussteigen wird es Ihnen wieder ausgehändigt. Das erleichtert die Wege im Flughafen, und während der Wartezeiten kann Ihr Kind im Buggy schlafen. Aber: Je nach Fluglinie werden die als „Handgepäck“ am Eingang des Flugzeugs abgegebenen Buggies beim Aussteigen NICHT wieder ausgehändigt, sondern erst bei der Endstation auf/neben dem Rollband wieder zur Verfügung gestellt. Diese Erfahrung haben swissmom-Leser bei Hapag-Lloyd (TUI) und EasyJet gemacht. Das bedeutet, dass man die Kinder ziemlich lange tragen muss, evtl. sogar noch beim Umsteigen. Also fragen Sie schon bei der Buchung nach.

Oft werden Eltern mit Kleinkindern gebeten, früher einzusteigen (Pre-Boarding). Widerstehen Sie der Versuchung und gehen Sie möglichst als letzte ins Flugzeug. Lassen Sie Ihre Kinder lieber noch etwas länger herumlaufen oder krabbeln, denn im Flugzeug werden die Kleinen schnell ungeduldig, wenn es nicht sofort losgeht. Der Nachteil, wenn Sie zuletzt an Bord gehen: Es kann sein, dass das Raumangebot in den Overhead-Compartments schon ausgeschöpft ist bzw. nur noch weiter entfernt Platz ist.

Für unvorhergesehene Wartezeiten ist ein kleiner Windel- und Nahrungsvorrat empfehlenswert. Auch Feucht- und Reinigungstücher und kleine Plastiksäcke zum Versorgen sind sinnvoll. Bitte lesen Sie unsere Tipps, was alles ins Handgepäck gehört. Die meisten Fluggesellschaften haben aber auf Langstreckenflügen auch einen kleinen Vorrat für den Notfall an Bord.

Damit Ihr Baby nicht friert im vielleicht zu stark klimatisierten und evtl. zugigen Flugzeug und andererseits aber auch nicht gleich schwitzt bei der Ankunft im heissen Ferienland, empfiehlt sich der Zwiebel-Look: Mehrere dünne Schichten übereinander anziehen, ein leichtes Jäckchen, Söckchen und Mützchen in’s Handgepäck. Und Ersatzkleidung (vielleicht auch ein T-Shirt für Sie selbst?) nicht vergessen! So sind Sie gewappnet, wenn Ihr Kind etwas verschüttet oder erbricht.

Babys vertragen Flugreisen sehr gut; sogar umso besser, je jünger sie sind. Schon in der ersten Lebenswoche dürfen sie fliegen! Wichtig dabei ist, dass Sie Ihrem Kleinen beim Starten und Landen (bzw. 20 Minuten vorher) den Nuggi, einen Teeschoppen oder die Brust geben. Durch das Schlucken wird über die eustachische Röhre, die Verbindung zwischen Rachenraum und Mittelohr, der Druckausgleich hergestellt. Bei älteren Kindern hilft Kaugummi, ein Bonbon oder etwas zum Knabbern. Probleme kann es allerdings geben, wenn Kinder erkältet sind oder vor der Reise über Ohrenschmerzen klagen. Zwar helfen Kindernasentropfen (Wirkdauer ca. drei Stunden, vor Start und Landung geben!) meist schon sehr gut, vorsichtshalber sollten Sie Ihr Kind jedoch lieber noch einmal vom Arzt untersuchen lassen.

Lassen Sie Ihr Kind auf jeden Fall viel trinken. Im Flugzeug ist die Luft sehr trocken. Am besten löscht Wasser den Durst, verdünnter Saft oder Tee. Kohlensäure bläht – und Colagetränke sind tabu, weil sie wie alle koffeinhaltigen Getränke wassertreibend wirken. Während des Fluges können übrigens Schoppenflaschen oder Gläschen vom Bordpersonal erwärmt werden. Auch Wasser für das Schoppenfläschchen gibt es im Flieger. Zusätzlich sollten Sie eine Zwischenmahlzeit, die nicht bröselt oder klebt, einpacken.

Gegen Langeweile helfen faszinierende kleine Spielsachen, die das Kind vorher noch nie gesehen hat und die auch ruhig verloren gehen dürfen. Grössere Kinder sollten sich einen Rucksack selbst packen dürfen.

Bei der Ankunft am Zielflughafen stellt sich oft das nächste Problem: Auch in Urlaubsländern besteht nämlich in Autos eine Gurttragpflicht und Kinder müssen in einer Rückhaltevorrichtung (Sicherheitssitz) geschützt sein. Buchen Sie gleich mit dem Mietwagen auch den passenden Kindersitz. Für Familien, die gerne auf ein Mietauto verzichten, aber trotzdem vom Flughafen zum Hotel kommen wollen, gibt es leider kaum Taxis mit Kindersitzen, und wenn, dann höchstens für ein Einzelkind. Entweder geht man also das Risiko ein (z.B. Bussgeld in allen EU-Staaten) oder nimmt zusätzlich noch einen Kindersitz von zu Hause mit – der aber nicht automatisch in jedes Auto passt.

So erleichtern Sie Ihrem Baby die Zeitverschiebung

Häufige Fragen zum Thema

Kann man ein vier Monate altes Kind schon mitnehmen in die Karibik-Ferien?

Von ärztlicher Seite gibt es keine Einwände, wenn Ihr Kind gesund ist. In diesem Alter geht es sogar noch sehr gut – mit einem mobilen, aufgeweckten Zweijährigen wäre ein langer Flug eine echte Strapaze!

Lassen Sie sich bei der Buchung schon die Plätze in der 1. Reihe geben, dort kann man eine Art…

vollständige Antwort lesen Kann ich mehrere Schoppenflaschen auf einmal vorbereiten zum Mitnehmen, wenn ich mit dem Baby unterwegs bin?

Wenn Sie mehrere Schoppenflaschen vorbereiten, werden sie kalt. Leider kann man die fertige Schoppenmilch auch nicht in einer Thermoskanne mitnehmen: Innerhalb von nur einer Stunde kann die zubereitete Milch ranzig werden.

Die beste Lösung für Mütter, die mit ihren Babys viel unterwegs sind, ist…

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Newsticker

Fliegen mit Babys | 05.08.2018

Im ersten Lebensjahr sind Babys gegenüber Sauerstoffschwankungen sehr empfindlich, das gilt vor allem bei Frühgeborenen und ganz besonders wenn eine chronische Lungenkrankheit besteht. In der Fachzeitschrift Paediatrica werden folgende Empfehlungen gegeben: Gesunde termingeborene Säuglinge können bereits nach einer Woche eine Flugreise antreten. Bestimmte Fluggesellschaften lassen Neugeborene schon 48 h nach Geburt an Bord zu, andere verlangen in der ersten Lebenswoche eine ärztliche Bescheinigung der Reisefähigkeit. Bei akuten Atemwegserkrankungen (Atemregulationsstörungen oder eine pulmonale Hypertonie) innerhalb der ersten sechs Monate sollten Säuglinge nicht fliegen. Auch gesunde ehemalige Frühgeborene (insbesondere vor der 32. Schwangerschaftswoche mit Lungenproblemen) sollten in den ersten Lebensmonaten eher aufs Fliegen verzichten. Weitere Infos zu Flugreisen mit Babys…

Letzte Aktualisierung : 25-11-19, BH

Mit Baby an Bord: So fliegen Sie gelassen

Fliegen mit einem Baby gilt als eine besondere Herausforderung. Je wohler sich das Baby am Flughafen und im Flugzeug fühlt, umso entspannter wird das Unternehmen. Sinnvoll ist es deshalb, sich gut auf die Flugreise vorzubereiten.

Fliegen mit Baby geht auch ganz gelassen. Erfahren Sie hier, was Sie vorbereiten sollten. Foto: iStock, Thinkstock

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Von Sigrid Schulze

Mit einem schreienden, nicht zu beruhigenden Baby im engen Flugzeug sitzen zu müssen, ist ein Alptraum, der Eltern Schweiss auf die Stirn treibt. Eine gute Vorbereitung kann entscheidend dazu beitragen, relativ entspannt zu fliegen.

Ab wann mit einem Baby fliegen?

Manche Eltern wollen bereits mit einem sehr jungen Baby fliegen, das erst wenige Tage oder Wochen alt ist. Sinnvoll ist es in diesem Fall, mit dem Kinderarzt abzuklären, ob individuelle Gesundheitsrisiken vorliegen. „Ein Neugeborenes unter sieben Tagen braucht eine Bescheinigung der Reisefähigkeit vom Kinderarzt“, berichtet Annina Just, Trainee bei der Swiss. Die Helvetic Airways dagegen befördert Babys grundsätzlich erst ab einem Alter von acht Tagen.

Eigener Sitzplatz für das Baby beim Fliegen

Eltern müssen für ein Baby oder Kleinkind unter zwei Jahren keinen Sitzplatz buchen. Das Kind muss aber angemeldet werden. Es ist dennoch empfehlenswert für einen separaten Platz zu zahlen. Denn auf diesem Sitz lässt sich die Babyschale mit einem Sicherheitsgurt entgegen der Flugrichtung fixieren. Hier ist das Baby während des Starts und der Landung viel sicherer aufgehoben als auf Mamas oder Papas Schoss.

Weitere Tipps gibt es von den deutschen Kinderärzten unter www.kinderaerzte-im-netz.de

Darüber hinaus gibt es in vielen Flugzeugen Babybettchen. Sie sollten gleich bei der Buchung reserviert werden. Sinnvoll ist es, sich zu erkundigen, bis zu welchem Gewicht und Alter sie zulässig sind.

Richtig packen für das Fliegen mit dem Baby

Eltern haben keinen Anspruch auf Freigepäck für ein Baby, das nur angemeldet wurde. Doch gerade für ein Baby ist viel einzupacken. Wer für das Kind keinen separaten Sitz buchen möchte, sollte sich deshalb frühzeitig erkundigen, wie viel Zusatzgepäck kostet.

Das braucht das Baby während des Fluges:

  • Das Lieblings-Kuscheltier gibt emotionalen Halt in allen Situationen.
  • Der Schoppen muss noch nicht gefüllt sein, denn das Personal kann das Milchpulver im Flieger anrühren.
  • Sinnvoll ist es, so viele Babybrei-Gläschen einzupacken, wie während der Flugdauer voraussichtlich benötigt werden. Zusätzlich sollten zwei Reserve-Gläschen dabei sein, falls das Gepäck nach dem Fliegen auf sich warten lässt. Mehr Gläschen sollten es nicht sein, damit es nicht zu Problemen beim Sicherheits-Check kommt. Die Crew erwärmt die mitgebrachten Gläschen. Ob die Fluggesellschaft selbst Gläser mit Gemüsebrei und Fruchtbrei anbietet, lässt sich bei der Buchung klären. Zum Essen gehören natürlich auch ein Löffel, ein Lätzli und ein Waschlappen.
  • Neben Windeln, Feuchttüchern, Tüten und Ersatzkleidung wird oft auch eine Wickelunterlage benötigt, denn nicht in allen Flugzeugen gibt es einen Wickeltisch.
  • Falls der Nuggi unterm Sitz verloren geht, ist es gut, einen Ersatznuggi dabei zu haben.
  • Im Flugzeug ist es oft kühl. Eine Strickweste und Socken, auch eine kleine Decke wärmen.

Ohne Ausweis geht es nicht. Auch für Babys gelten die normalen Einreisebestimmungen der jeweiligen Länder. Eltern benötigen also für ihr Baby innerhalb von Europa eine ID-Karte, ausserhalb Europas einen Reisepass. Manche Länder verlangen ein Visum.

Weitere Informationen: www.eda.admin.ch

Fliegen mit Baby: Frühzeitig einchecken

Wer bereits einen Tag vor dem Flug eincheckt, kann am Reisetag ohne langes Warten am Schalter mit der Bordkarte direkt zur Passkontrolle und weiter zum Gate gehen. „Fragen Sie am Check-In, ob es möglich ist, Ihren klappbaren einteiligen Kinderbuggy bis zum Einstieg ins Flugzeug mitzunehmen“, empfiehlt Annina Just. „Je nach Ankunftsort erhalten Sie den Buggy direkt beim Verlassen des Flugzeuges zurück oder Sie finden ihn bei der Gepäckausgabe.“ Bevor der Buggy abgegeben wird, sollte er ausgeräumt sein, sodass sich im Netz und anderen Fächern keine Utensilien mehr befinden.

Es geht los

Endlich ist es so weit: Der Tag der Flugreise ist gekommen. Jetzt kann nur noch eine Krankheit der Reise entgegen stehen. Annina Just: „Bei ansteckenden Kinderkrankheiten wie Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln und Windpocken ist eine Umbuchung vorgeschrieben.“ Bei Erkrankungen mit hohem Fieber und nach Operationen sollten Kinder grundsätzlich zu Hause bleiben. Probleme beim Fliegen kann es auch geben, wenn ein Baby sehr erkältet ist oder unter einer Ohren-Entzündung leidet. Im Zweifel ist es immer sinnvoll, sich mit dem Kinderarzt zu beraten.

Viele Fluggesellschaften laden Eltern mit Baby ein, zuerst das Flugzeug zu betreten. Durch dieses so genannte Pre-Boarding haben sie die Möglichkeit, sich in aller Ruhe am Sitzplatz einzurichten. Doch für Babys kann die Zeit hier lang werden. Gelassener bleibt die Familie, wenn zunächst nur ein Elternteil einsteigt, während der andere noch draussen mit dem Baby spazieren geht.

Damit das Kind auch während des Fliegens entspannt bleibt, ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass beim Start und Landen möglichst wenig Druck auf den Ohren entsteht. Weil Schlucken den Druckausgleich begünstigt, ist es hilfreich, dem Baby die Brust oder den Schoppen zu geben.

Ist das Baby dennoch unruhig oder schreit während des Fluges, hilft nur eines: selber möglichst gelassen bleiben und fröhlich auf das Kind eingehen, mit ihm spielen, es ablenken oder in den Schlaf schunckeln. Vor allem gilt es, ärgerliche Bemerkungen von Mitreisenden nicht zu beachten. Kommt es trotzdem zu Missstimmungen, kann das Flugpersonal vermitteln.

Das Video gibt weitere Tipps für das Fliegen mit Babys

So viel kosten Flugtickets für Kinder und Babys

Reisende müssen für ihr Baby zwar in den meisten Fällen kein separates Flugticket lösen, doch oft fallen trotzdem Zusatzausgaben an. Was es kostet, wenn Babys (0 bis 2 Jahre) und Kinder unter 12 mitfliegen – die Übersicht über Regelungen und Gebührenbei verschiedenen Airlines.

Condor

Condor berechnet für den Transport eines Kleinkindes unter zwei Jahren etwa 10 Prozent des Nettoflugpreises plus Steuern und Gebühren, wobei das Kind keinen Anspruch auf einen Sitzplatz hat. In den Tarifbestimmungen heißt es zudem: „Sollte das Kleinkind vor dem Rückflug oder zum Rückreisetermin das 2. Lebensjahr vollenden, so ist aus Sicherheitsgründen eine Buchung als vollzahlendes Kind (2 – 11 Jahre) mit Sitzplatz zwingend erforderlich.“

Lufthansa

Bei der Lufthansa fliegen Babys unter 2 Jahren auf innerdeutschen Strecken kostenlos (ohne Sitzplatzanspruch). Auf allen internationalen Flugstrecken werden 10 Prozent des regulären Flugpreises fällig. Für Kinder zwischen 2 und 12 Jahren werden auf den meisten Flugstrecken und bei nahezu allen Tarifen 75 Prozent des regulären Flugpreises für den eigenen Sitzplatz berechnet.

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Easyjet

Für Babys unter 2 Jahren nimmt Easyjet eine Pauschalgebühr von 24 Euro je Flug, jedoch müssen sie auf dem Schoß eines Elternteils sitzen. Für einen eigenen Sitzplatz und alle Kinder ab 2 Jahre berechnet die britische Billigfluggesellschaft den vollen Ticketpreis.

Kinder zwischen 2 und 12 zahlen bei den meisten Fluglinien den vollen Ticketpreis
Foto: Getty Images

Tuifly

Für Kleinkinder unter 2 Jahren berechnet Tuifly pro Flugstrecke eine pauschale Gebühr von 15 Euro auf Kurz-und Mittelstreckenflügen und 50 Euro auf Fernstreckenflügen. Einen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz haben Babys nicht. Dabei ist laut den Bestimmungen der deutschen Airline zu beachten: „Grundlage für die Berechnung des Kleinkindtarifs ist das Alter des Kindes bei Reiseantritt, bei Hin- und Rückflügen gilt das Alter bei Antritt des Rückfluges.“ Ab dem zweiten Geburtstag zahlen Kinder den vollen Flugpreis.

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Germanwings

Bei Germanwings zahlen Kleinkinder unter 2 Jahren, die auf dem Schoß der Eltern sitzen, pro Strecke eine pauschale Gebühr von 15 Euro auf Kurz- und Mittelstreckenflügen und 75 Euro auf Langstreckenflügen. Babys, die mit Kindersitz auf einem eigenen Platz reisen, erhalten eine Ermäßigung von 20 Prozent auf den regulären Flugpreis. Auch Kinder von 2 bis einschließlich 11 Jahren zahlen 20 Prozent weniger. Bei Germanwings ist die Regel: „Es gilt grundsätzlich das Alter bei Antritt des letzten Fluges der Buchung.“ Ist ein Kind also beispielsweise beim Hinflug noch 11 Jahre, beim Rückflug aber schon 12 Jahre, erhält es auf keinem der Flüge eine Ermäßigung.

Auch interessant: So viel kostet es extra, wenn Kinder allein fliegen

Ryanair

Die Gebühr für die Mitnahme eines Kleinkindes beträgt bei Ryanair pauschal 20 Euro pro Flugstrecke. „Wenn ein Kleinkind vor dem Rückflug zwei Jahre alt wird, fallen für diesen Flug die geltenden Tarife, Steuern und Gebühren für Erwachsene an“, heißt es auf der Website der irischen Billigairline. Kinder über 2 Jahren zahlen den regulären Ticketpreis. Immerhin gewährt Ryanair Passagieren unter 16 Jahren einen Rabatt aufs Gepäck und andere Service-Leistungen – aber nur wenn diese mit einer Begleitperson fliegen, die den vollen Preis zahlt.

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In der Tarifsprache wird ein Kleinkind bis zum Alter von 23 Monaten als „Infant“ bzw. Baby bezeichnet. Ein Kleinkind hat keinen Anspruch auf einen Sitzplatz und muss auf dem Schoß des Vaters oder der Mutter mitreisen. Im Normalfall berechnen die Fluggesellschaften für Babies etwa 10 % des Tarifes, jedoch ist auch eine kostenlose Beförderung bzw. ein höherer Prozentsatz (bis zu 25 %) möglich.

Ab dem 2. Lebensjahr gilt der Passagier als Kind bzw. „Child“ und hat Anspruch auf einen Sitzplatz. Zumeist ist der Kindertarif ermäßigt (häufig werden 50 % bis 75 % des Flugtarifs berechnet). Bei Sonderpreisaktionen findet der Kindertarif teilweise keine Anwendung.

Ab dem 12. Geburtstag (d.h. ab dem vollendeten 11. Lebensjahr) gilt ein Kind als Erwachsener („Adult“) und muss voll zahlen.

Bitte beachten Sie, dass sowohl bei Kleinkindern als auch bei Kindern das Alter bei Antritt der Rückreise für die Tariffindung entscheidend ist.

Fragen und Antworten auf www.fluege.com

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8 Rechte, die Sie beim Fliegen mit Kindern kennen müssen

Planen Sie bald einen Flug mit Ihren Kindern? Wir wissen, dass es schon eine gewaltige Aufgabe sein kann, die ganze Familie ohne Zwischenfälle an Bord eines Flugzeugs zu bringen.

Fliegen ist stressig und wie jedes Elternteil bestätigen kann, ist es noch viel stressiger, wenn man ein Baby bei sich hat, das nicht aufhört zu weinen, egal was man tut. Wenn sich Ihr Flug dann noch verspätet oder storniert wird, steht Ihnen ein harter Tag bevor! Sie versuchen mit Ihrem Gepäck auf der einen und einer Wickeltasche auf der anderen Seite den Kinderwagen durch eine Menschenmenge zu bekommen und gleichzeitig Ihr Baby zu trösten, während Sie stundenlang auf Ihren nächsten Flug warten – ein Albtraum!

Um es Ihnen ein bisschen einfacher zu machen, gibt es einige Rechte, die Sie als Familie haben, wenn Sie fliegen. Wir sind hier, um diese für Sie aufzuschlüsseln, indem wir einige der häufigsten Fragen beantworten, die Eltern beim Fliegen mit Kindern stellen.

  1. Wie alt muss mein Baby sein, um fliegen zu dürfen?
  2. Kann ich neben meinem Kind sitzen während des Fluges?
  3. Kann ich Babynahrung und Milch mit ins Flugzeug nehmen?
  4. Kann ich einen Kindersitz und einen Kinderwagen mitnehmen?

Was, wenn der Flug meiner Familie ausfällt oder sich verspätet?

  1. Hat mein Baby Anspruch auf eine Entschädigung?
  2. Wie viel Entschädigung steht meinem Kind zu?
  3. Erhält meine ganze Familie Essen und Getränke, wenn mein Flug verspätet ist?
  4. Übernimmt die Fluggesellschaft die Kosten für die Unterkunft für die ganze Familie?

Um das Fliegen mit Kindern einfacher zu machen, ist es wichtig zu wissen, welche Rechte Sie haben, auch wenn etwas schief geht. Hier sind einige Dinge, an die Sie denken sollten:

Ihre Rechte, wenn Sie mit einem Baby fliegen

Sie können mit Säuglingen fliegen — aber das vorgeschriebene Mindestalter ist von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft unterschiedlich.

Foto von Rainer Maiores von

Eine Frage, die Eltern häufig stellen, ist, ob das Fliegen mit Kleinkindern Einschränkungen unterliegt. Während es Fluggesellschaften gibt, die Neugeborene schon ab einem Alter von 2 Tagen fliegen lassen, erlauben die meisten Fluggesellschaften nur Säuglingen, die mindestens 14 Tage alt sind, an Bord zu gehen.

Lufthansa und Eurowings haben offiziell kein Mindestalter für Babys, Iberia erlaubt Säuglingen ab 2 Tagen die Flugreise. Alle drei Fluggesellschaften raten aber, zu warten, bis das Baby eine Woche alt ist. Andere Fluggesellschaften wie Ryanair legen ihr Mindestalter gleich auf 7 Tage fest und alle Personen die jünger sind dürfen nicht fliegen. Easyjet lässt Babys erst ab dem 15. Lebenstag an Bord. Wenden Sie sich immer zuerst an Ihre Fluggesellschaft, wenn Sie mit einem sehr kleinen Kind fliegen möchten.

Unabhängig vom Alter, müssen Sie einen Ausweis für das Kind vorlegen. Aufgrund einer EU-Verordnung braucht jedes Kind ein eigenes Reisedokument mit Foto. Stellen Sie also sicher, dass Sie genügend Zeit haben, um einen gültigen Ausweis für Ihr Kind zu erhalten.

Haben Sie das Recht, während eines Fluges mit Ihrem Kind zusammenzusitzen?

Man könnte meinen, dass es üblich ist, dass Erwachsene während eines Fluges mit ihren jüngeren Kindern zusammensitzen. Derzeit gibt es in Europa jedoch kein Gesetz, das dies vorschreibt. In den meisten Fällen können Eltern jedoch ohne zusätzliche Kosten mit ihren Kindern zusammensitzen.

Wenn Sie mit einem Kleinkind reisen und sich auf einem Flug ohne reservierte Sitzplätze befinden, dürfen Sie in der Regel vor den anderen Passagieren einsteigen, damit Sie einen Sitzplatz auswählen können. Einige Billigfluggesellschaften haben jedoch andere Sitzplatzbestimmungen. Zum Beispiel verlangt Ryanair, dass mindestens ein Erwachsener für einen reservierten Sitzplatz bezahlt. Anschließend teilt er Ihren Kindern kostenlos Plätze neben Ihnen zu. Andernfalls werden Ihnen nach dem Zufallsprinzip Plätze zugewiesen, und es gibt keine Garantie dafür, dass sie sich in der Nähe befinden.

In Fällen von geringfügig älteren Kindern, zumindest im Vereinigten Königreich, schlägt die Zivilluftfahrtbehörde (Civil Aviation Authority, CAA) vor, dass Kinder nicht mehr als eine Sitzreihe vom begleitenden Erwachsenen entfernt sein sollten. Bitte erkundigen Sie sich zuerst bei der Fluggesellschaft nach den Sitzplatzbestimmungen für Kinder.

In den USA gibt es Gesetze, die Familien das Recht einräumen, ohne zusätzliche Gebühren zusammenzusitzen. Laut FAA Reauthorization Bill von 2016 müssen alle Kinder unter 13 Jahren neben ihren Eltern oder ihrem begleitenden Erwachsenen sitzen.

Babynahrung und Milch sind von Flüssigkeitsbeschränkungen befreit

Foto von Laura21de von

Während Flüssigkeiten bei Fluggesellschaften häufig Beschränkungen unterliegen, gilt dies nicht für Babynahrung und Milch. Wenn Sie mit einem Kind unter 2 Jahren reisen, dürfen Sie so viel Essen mitbringen, wie Sie für Ihre Reise benötigen. Dies beinhaltet Babynahrung, Milch, Fruchtsaft und destilliertes Wasser.

Sie können bei den meisten Airlines Kindersitze und Kinderwagen für Ihr Baby mitnehmen

Sie können bei vielen Fluggesellschaften Kindersitze und Kinderwagen für Ihr Baby mit ins Flugzeug nehmen, ohne etwas extra bezahlen zu müssen. Kinderwagen können oft bis zum Flugsteig mitgenommen werden, wo die Flugbesatzung diese für Sie verstaut, bevor Sie Platz nehmen. Sie bekommen den Kinderwagen zurück, nachdem Sie das Flugzeug verlassen haben. Es gibt allerdings auch Fluggesellschaften, bei denen das nicht der Fall ist. Eurowings zum Beispiel lässt Sie zwischen Kinderwagen, Kinderbett, Trolley und Kindersitz wählen. Sie dürfen nur eines dieser Gegenstände kostenlos als Gepäck aufgeben. Kinderwagen und Buggys sind an Bord des Flugzeugs nicht erlaubt.

Kindersitze können meist an Bord und in die Kabine mitgenommen werden. Sie sind für Babys sicherer und bequemer, als wenn sie während des gesamten Fluges auf dem Schoß eines Elternteils sitzen würden. Wenn Sie jedoch einen Kindersitz mitbringen, müssen Sie einen Platz für Ihr Baby im Flugzeug bezahlen. Dies bedeutet häufig, dass Sie den vollen Preis anstelle des vergünstigten Preises für Kleinkinder zahlen müssen, da Ihr Kind einen eigenen Sitzplatz belegt. Informieren Sie Ihre Fluggesellschaft im Voraus, dass Sie einen Kindersitz mitbringen, um Missverständnisse und Verwechslungen zu vermeiden.

Ihre Rechte, wenn etwas schief geht

Wenn Sie jemals mit einem unglücklichen Kind im Schlepptau auf einem Flughafen stranden sollten, behalten Sie im Hinterkopf, dass es Gesetze gibt, die Sie und die Rechte Ihres Kindes beim Fliegen schützen.

Hier sind genau die Informationen, die Sie über die Passagierrechte Ihrer Familie wissen müssen, wenn etwas schief geht:

Wenn Sie mit Kindern eine Verspätung oder einen Flugausfall erleben, haben diese auch Anspruch auf Entschädigung.

Foto von Ibrahim Rifath von Unsplash

Eines der wichtigsten Dinge, die Sie beim Fliegen mit einem kleinen Kind beachten sollten, ist, dass Ihr Kind Anspruch auf Entschädigung bei Flugausfall oder Verspätung hat.

Der Fall ist für Kinder ab 2 Jahren ziemlich einfach. Haben Sie für den Sitzplatz des Kindes bezahlt, steht Ihnen auch eine Entschädigung zu, wenn etwas schief geht.

Aber wie sieht es aus, wenn Sie mit einem Kind auf dem Schoß fliegen? Babys fliegen oft zu einem ermäßigten Preis, wenn diese auf dem Schoß ihrer Eltern sitzen – seht ihnen trotzdem eine Entschädigung zu? Wenn Sie mit einem Kleinkind unter 2 Jahren fliegen, berechnen die meisten Fluggesellschaften eine Gebühr zwischen 10% und 15% des Flugpreises für Erwachsene, zuzüglich Steuern und einer zusätzlichen Gebühr für einen Sicherheitsgurt für Kleinkinder.

Seit Jahren weigern sich Fluggesellschaften, Kleinkinder zu entschädigen, und argumentieren, dass keine Entschädigung zu zahlen sei, da sie keinen Sitzplatz bezahlt haben.

Dies änderte sich jedoch 2017, als AirHelp eine Klage gegen Thomas Cook Airlines gewann und so einen neuen Präzedenzfall in der EU schuf. Mehr dazu können Sie hier lesen.

Wenn Sie nun eine Gebühr, ohne Sitzplatz, für den Flug Ihres Kindes zahlen und Ihr Flug stark verspätet oder annulliert wurde, hat Ihr Baby laut Gesetz Anspruch auf eine Entschädigung durch die Fluggesellschaft.

Hier erfahren Sie mehr über Fluggastrechte.

Ihr Kind hat Anspruch auf eine Entschädigung in gleicher Höhe wie ein Erwachsener

Auch wenn das Ticket für den Sitzplatz Ihres Kindes nur einen Bruchteil der Kosten eines Tickets eines Erwachsenen ausmacht, hat es dennoch Anspruch auf den vollen Entschädigungsbetrag. Die Höhe der Entschädigung, die Sie erhalten, hängt davon ab, ob Sie ein bestätigter, zahlender Passagier auf dem Flug sind, von der Entfernung Ihres Fluges und der Länge der Verspätung — NICHT vom Betrag, den Sie für das Ticket bezahlt haben.

Die einzige Ausnahme ist, wenn Ihr Kind kostenlos geflogen ist. Wenn Sie keine Gebühren oder Flugkosten zahlen mussten, haben Sie keinen Anspruch auf Entschädigung.

Hier erfahren Sie mehr über die Berechnung der Entschädigung.

Ihre Familie hat Anspruch auf Essen und Getränke

Foto von Maple Horizons von

Wenn Sie am Flughafen festsitzen und auf Ihren Flug warten, muss die Fluggesellschaft Sie mit Essen und Erfrischungen versorgen — Ihrer Kinder ebenfalls! Einige Fluggesellschaften bieten Ihnen möglicherweise Gutscheine an oder erstatten Ihnen die Kosten für Lebensmittel und wichtige Dinge, die Sie gekauft haben während Sie warten.

Die Gesetze legen fest, wann Sie Anspruch auf diese Versorgung haben — alles hängt von der Länge Ihres Fluges ab. Sie können hier mehr lesen.

Ihre Familie hat Anspruch auf kostenlose Unterkunft und Flughafentransfer

Bei längeren Verspätungen oder Flugstreichungen, bei denen eine Übernachtung erforderlich ist, muss die Fluggesellschaft Ihnen und Ihrer Familie eine kostenlose Unterkunft sowie einen kostenlosen Transport zum und vom Flughafen zur Verfügung stellen. Sie in ein Hotelzimmer oder andere Unterkunft gebracht werden, die groß genug ist, um Ihre ganze Familie unterzubringen.

Kennen Sie Ihre Rechte!

Mit kleinen Kindern zu fliegen ist nicht einfach — aber wenn Sie Ihre Rechte kennen und sich mit ihnen vertraut machen, können Sie das Flugerlebnis stressfreier gestalten. Denken Sie immer daran, dass Ihre Kinder auch Fluggäste sind und alle Rechte haben, die ein erwachsener Passagier haben würde. Und AirHelp ist immer da, um diese Rechte für Sie verständlicher zu machen, damit Sie sie durchsetzen können!

Flugverspätungen passieren, aber das bedeutet nicht, dass Sie diese hinnehmen müssen. Ihnen könnten bis zu 600€ (abzgl. Erfolgsprovision) Entschädigung zustehen, wenn Ihr Flug in den letzten drei Jahren Verspätung hatte, annulliert wurde oder überbucht war.

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