Mit erkältung stillen

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Stillen trotz Erkältung – Gefährde ich mein Baby?

Die Glieder schmerzen, der Hals kratzt und die Nase kribbelt auch schon verdächtig: Eine Erkältung bahnt sich an. Viele Mamis machen sich dann große Sorgen, dass sie ihr Baby anstecken könnten – vor allem, wenn sie stillen.

Darf ich Stillen trotz Erkältung?

Ja, du darfst! Stillen trotz Erkältung ist kein Problem für dein Baby, denn schon in der Schwangerschaft hast du ihm den besten Schutz mitgegeben: deine Antikörper. Dieser sogenannte Nestschutz ist ein cleverer Schachzug der Natur. Der soll nämlich die Kleinsten in ihren ersten Lebensmonaten vor Infekten schützen. Dennoch ist das keine Garantie dafür, dass sich dein Baby nicht ansteckt. Umso wichtiger ist es deshalb beim Stillen trotz Erkältung, besonders auf die Hygiene zu achten. Dazu gehören:

  • richtig die Hände waschen
  • die Desinfektion der Hände
  • engen Gesichtskontakt vermeiden

Solltest du unsicher sein, ob vielleicht etwas anderes als eine Erkältung hinter den Symptomen steckt, dann bitte schnell zum Arzt und einmal checken lassen, ob es für dein Baby gefährlich werden könnte.

Stillen trotz Erkältung: Medikamente in der Stillzeit

Mit Medikamenten solltest du in der Stillzeit vorsichtig sein. Nicht jedes Mittel darfst du einnehmen, da manche deinem Baby schaden könnten. Denn dein kleiner Schatz nimmt die Medikamente über die Muttermilch ebenfalls mit auf. Wenn es aber nicht ohne Medikamente geht, empfiehlt es sich unbedingt den Beipackzettel zu lesen und deinen Arzt darauf hinzuweisen, dass du stillst.

Wichtig: Bei Fieber und starken Schmerzen musst du dich nicht unnötig quälen. Paracetamol und Ibuprofen sind in der richtigen Dosierung auch in der Stillzeit erlaubt und für dein Baby ungefährlich. Am besten nimmst du Medikamente dennoch immer erst nach dem Stillen ein.

Was du gegen die Erkältung tun kannst

Altbewährte Hausmittel gegen Erkältung machen dich schnell wieder fit und unterstützen den Heilungsprozess.

Das hilft dir, schneller wieder gesund zu werden:

  • Inhalieren
  • Zwiebelsaft trinken
  • Einen Tee aus Ingwer und Zitrone kochen
  • Hühnersuppe essen
  • viel Tee trinken
  • Obst und Gemüse essen
  • Erkältungsbad (bitte nicht bei Fieber)
  • Kartoffel- und Quarkwickel helfen bei Husten und Halsweh

Aber Vorsicht! Ätherische Dämpfe können bei Babys und Kleinkindern Atemnot hervorrufen. Daher unbedingt außerhalb der Reichweite des Babys inhalieren.

Gönn‘ dir Ruhe!

Sich auszuruhen und zu schonen, ist einfacher gesagt als getan, wenn man sich um einen Säugling kümmern muss. Dennoch solltest du so gut es geht darauf achten, dass du ausreichend Ruhe bekommst. Bitte auch Freunde und Familie um Unterstützung – umso schneller du wieder fit bist, desto besser ist es für dich und dein Baby.

Wie Sie auf eine Erkältung in der Stillzeit reagieren

Lesezeit: 2 Minuten

Mit Erkältung stillen

Lange Zeit kursierte der Glaube, bei einer Erkältung in der Stillzeit sollte die Mutter ihrem Baby keine Muttermilch zu trinken geben. Experten vom Verband Europäischer Laktations- und Stillberaterinnen raten zum Gegenteil. Gerade jetzt hilft Stillen dem Baby. Der Körper der Mutter bildet während der Erkrankung Abwehrkräfte. Über die Muttermilch erhält das Baby diese Antikörper. Dadurch ist das Baby weitgehend vor einer Ansteckung geschützt. Falls es trotzdem erkrankt, mildert das gestärkte Immunsystem den Krankheitsverlauf.

Erkältung in der Stillzeit behandeln

Schonen Sie sich und Ihren Körper, sobald Sie die ersten Anzeichen der Erkrankung bemerken. Beim Stillen haben Sie den Vorteil, dass Sie Ihr Kind weitgehend im Liegen versorgen können. Denken Sie daran, besonders bei Fieber viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Haben Sie eine leichte Erkältung, helfen Ihnen bewährte Hausmittel wie heiße Dämpfe inhalieren oder einen Löffel Honig gegen Halsschmerzen lutschen. Dauert die Erkrankung längere Tage an und verstärkt sich, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf. Er kann Ihnen Medikamente verschreiben, die Sie auch in der Stillzeit einnehmen dürfen.

Das Baby vor Ansteckung schützen

Obwohl Ihr Baby über das Stillen sein Immunsystem stärkt, kann es sich bei Ihnen anstecken. Eine Erkältung wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Achten Sie deshalb auf die Hygiene und waschen Sie sich regelmäßig die Hände. Wenden Sie Ihren Kopf zur Seite, wenn Sie husten oder niesen. Wenn Sie Ihr Baby zu sich ins Bett nehmen, wechseln Sie öfter die Bettwäsche oder zumindest den Kopfkissenbezug.

Babyfreundliche Apotheke

Mütter haben einen erhöhten Informationsbedarf, den Arzt und Hebamme nicht immer abdecken. Um diese Lücke zu schließen, entstand der Verein Babyfreundliche Apotheke e. V. In Apotheken mit diesem Prädikt berät speziell geschultes Fachpersonal die Eltern zu allen Themen rund um das Baby. Auch das Warenangebot deckt alle Bedürfnisse ab. Besonders hilfreich sind Infobroschüren sowie Kursangebote von Experten.

Liste mit Adressen Babyfreundlicher Apotheken

Bildnachweis: shurkin_son / stock.adobe.com

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Erkältung und Stillen – ist das möglich?

Besteht Ansteckungsgefahr für ein Baby, wenn seine Mutter erkältet ist und weiter stillt? Warum die Muttermilch jetzt besonders wichtig für die Kleinen ist.

Husten, Schnupfen, ein dicker Kopf – erkältet zu sein, ist kein Spaß. Wenn du kürzlich ein Baby bekommen hast, das du noch stillst, dann fragst du dich vielleicht, ob es ratsam ist, trotz Infektion weiter zu stillen. Falls du dir Sorgen machst, dein Kind anzustecken, kannst du beruhigt sein: Wenn du ihm trotz Erkältung weiter die Brust gibst, stärkst du damit sogar seine Abwehrkräfte.

Müde, erkältet: Kannst du trotzdem stillen?

Babys Immunsystem hängt von deinem ab

Wenn du selbst erkältet bist, produziert dein Körper Antikörper, um mit den Viren fertigzuwerden. Bei jeder Infektion lernt dein Immunsystem etwas hinzu, und dieses Wissen gibt es beim Stillen an dein Baby weiter. Damit ist es vor einer Ansteckung geschützt. Und: Es ist sogar riskanter, wenn du gerade jetzt mit dem Stillen pausierst. Du versagst deinem Kind damit die aktuellen Antikörper-Updates, die es braucht, um eine grassierende Erkältungswelle gut zu überstehen.

Bei welchen Erkrankungen kannst du stillen und wann besser nicht?

Stillen ist sozusagen die Grundeinstellung, die die Natur für alle Lebenslagen vorgesehen hat und die auch funktioniert, wenn du krank wirst. Stillen kannst du also unter anderem bei folgenden Krankheiten und Symptomen:

  • Erkältung

  • Grippe

  • Fieber

  • Durchfall

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Mastitis

Doch gibt es auch Erkrankungen, Symptome und Behandlungen, bei denen das Stillen unterbrochen werden sollte:

  • Erkrankungen, bei denen die Erreger dein Kind krank machen würden, z.B. Tuberkulose, Masern, Blutvergiftung

  • Herpes-Ekzeme an den Brustwarzen

  • Krebs-Therapien wie Bestrahlung und Chemotherapie

Frag zur Sicherheit lieber einmal öfter bei deiner behandelnden Ärztin oder deinem Arzt nach, wenn du unsicher bist, ob du das Stillen unterbrechen oder fortsetzen solltest. Höre nicht einfach mit dem Stillen auf, ohne weitere Maßnahmen einzuleiten, denn dann droht dir eine Brustentzündung (Mastitis). Der Milchfluss lässt zwar mit der Zeit nach, wenn du nicht mehr stillst; du solltest jedoch zu Beginn der Stillpause die Milch abpumpen, den Milcheinschuss durch Hausmittel wie Salbeitee reduzieren oder Tabletten dafür nehmen.

Baby

Baby stillen: von der ersten Muttermilch bis zum Abstillen

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Wie vertragen sich Medikamente und Stillen?

Wenn du deine Erkältungssymptome mit rezeptfreien Medikamenten wie Paracetamol oder Ibuprofen lindern möchtest, so kannst du trotzdem weiterstillen, wie ´Studien bestätigten. Besprich die Wahl der Medikation und die Dosierung möglichst mit deiner behandelnden Ärztin oder deinem Arzt oder frag in der Apotheke nach. Solltest du ein Antibiotikum benötigen, weise ausdrücklich darauf hin, dass du stillst – dann kann ein passendes Mittel ausgewählt werden.

Starke Schmerzmittel oder codeinhaltige Medizin sollten während des Stillens nicht eingenommen werden. Bei Mitteln gegen Husten oder Grippesymptome kommt es auf die jeweiligen Wirkstoffe an; schleimlösende Präparate können sich beispielsweise auf die Milchbildung auswirken. Ärztlicher Rat, Nachfragen in der Apotheke und das Lesen des Beipackzettels sorgen für Klarheit.

Auch Medikamente, die du langfristig brauchst, beispielsweise zur Asthma- oder Epilepsie-Therapie, können sich mit dem Stillen vertragen. Sicher hast du schon im Zuge deiner Schwangerschaft abgeklärt, welche Mittel deinem Baby nicht schaden – diese kannst du in der Regel auch beim Stillen problemlos nehmen. Zwar möchte man Babys möglichst nicht gleich mit einem Chemie-Cocktail ins Leben starten lassen, doch wenn die Vorzüge des Stillens für das Kind überwiegen, werden minimale Risiken in Kauf genommen. Auch hier gilt: Lass dich ärztlich beraten, dann kannst du mit ruhigem Gewissen stillen.

Zu schwach zum Stillen – was tun?

Bei aller Liebe zu deinem Baby, manchmal kann eine Erkältung oder eine Grippe dich so sehr umhauen, dass du einfach zu erschöpft bist, um im regelmäßigen Turnus zu stillen. Eventuell kannst du jedoch Milch abpumpen und vielleicht hast du sogar noch eingefrorene Muttermilch-Vorräte. Wenn du dann noch den Kindsvater oder andere Helfer um dich hast, die das Fläschchengeben übernehmen können, dann kannst du dich gesund schlafen.

Dasselbe gilt, falls du ins Krankenhaus musst: Versorge dein Baby entweder aus der Ferne mit abgepumpter Milch oder frage, ob du es mitbringen kannst. Besonders bei sehr kleinen Babys ist dies oft möglich. Und falls du tatsächlich eine kleine Stillpause einlegen möchtest oder musst, weil du nur noch schlafen willst, hab kein schlechtes Gewissen: Je schneller du wieder fit bist, desto eher kannst du dein Kleines wieder anlegen und stillen.

Stillen, wenn die Mami krank ist

Muttermilch enthält antimikrobielle, entzündungshemmende und immunmodulatorische Faktoren und kann so Ihr Baby vor ganz vielen Infektionskrankheiten schützen. Auch finden sich Antikörper in der Muttermilch, die sich ganz spezifisch gegen Erreger richten, mit denen die Mutter in Kontakt gekommen ist. Das heisst: Ihr Baby kann gegen Erreger geschützt werden, die Sie selbst krank machen.

Grundsatz: Weiterstillen

Wenn Sie krank werden, ist das in den meisten Fällen kein Grund abzustillen. Im Gegenteil: Denn, wenn Sie krank sind, ist Ihr Baby schon längst den Erregern ausgesetzt – also Sie nämlich noch gar nicht wussten, dass Sie krank sind. Wenn die Krankheit also auf Ihr Baby übertragbar wäre, hätte sich Ihr Baby schon längst angesteckt.

Indem Sie nun weiter stillen, erhält Ihr Baby auch Ihre Antikörper, die helfen, es vor künftigen Infektionen zu schützen.

Zudem: Die meisten Krankheiten können nicht über die Muttermilch übertragen werden.

Wenn Sie jedoch Medikamente brauchen, sagen Sie Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, in der Apotheke oder Drogerie, dass Sie stillen. Sie werden dann spezielle Medikamente erhalten, die Sie während der Stillzeit nehmen können.

Sollten Sie ein Medikament erhalten, das nicht unbedenklich für die stillende Mutter ist, gibt es leider nur eine einzige Möglichkeit: Pumpen Sie so lange Ihre Milch ab und schütten sie weg. So bleibt Ihre Milchproduktion angeregt und Sie können nach der Genesung wieder stillen. In der Zwischenzeit können Sie Ihrem Baby entweder eingefrorene Milch oder Säuglingsnahrung geben.

Hygiene

Wenn Sie krank sind, achten Sie ganz besonders auf gute Hygiene. Viele Krankheiten werden durch Hautkontakt oder durch Absonderungen aus Nase und Mund übertragen.

Waschen Sie sich deshalb gut die Hände, bevor Sie Ihr Baby zu sich nehmen und verzichten Sie auf Küsschen ins Gesicht oder auf die Hände, die es ständig in den Mund nimmt. Reinigen Sie sich auch erst die Brust, bevor Sie Ihr Baby anlegen.

In einigen Fällen, wenn es sich um eine hochansteckende Krankheit handelt, können Sie auch einen Mundschutz tragen, damit Ihr Baby möglichst keine Möglichkeit hat, die Bakterien oder Viren einzuatmen.

krank und Stillen

Antwort auf:

krank und Stillen

Liebe Mädchen2010,
bleib ganz ruhig, alles halb so wild ;-).
Es gibt nur sehr wenige Krankheiten, bei denen ein (vorübergehendes) Abstillen erforderlich ist.
Im Gegenteil, in den meisten Fällen ist es sogar sehr sinnvoll, wenn die Mutter weiter stillt, denn
durch die Muttermilch bekommt das Baby maßgeschneiderte Antikörper gegen die Erkrankung,
unter der die Mutter leidet und wird so vor einer Ansteckung geschützt beziehungsweise, falls
es sich doch anstecken sollte verläuft die Erkrankung in der Regel leichter. Wird das Stillen
unterbrochen, kann das Kind unter Umständen sogar eher erkranken, da ihm die Antikörper aus
der Muttermilch fehlen.
Bei den meisten Infekten der Atemwege, Harnwege oder des Magen Darm Traktes kann
deshalb ohne Unterbrechung weitergestillt werden. Insbesondere bei viralen Darminfekten sollte
weiter gestillt werden, da in diesem Fall die Vorteile für das Kind besonders ausgeprägt sind.
Auch Virusinfektionen wie Grippe und Erkältungskrankheiten sind kein Grund für eine
Stillpause. Das Kind wird durch spezifische Antikörper geschützt und das Stillen erleichtert
außerdem der Mutter die Versorgung des Kindes.
Es ist ein sehr weit verbreiteter Irrtum, dass stillende Frauen nicht auf die „normale“ Medizin zurückgreifen dürften. Es gibt in fast jeder Situation stillverträgliche Medikamente, auch Antibiotika.
Bei Unklarheiten kann sich jeder Ärztin/Arzt im Institut für Vergiftungserscheinungen und Embryonaltoxikologie in Berlin (Tel.: 030 30308111) erkundigen. Das Team um Dr. Schaefer hat einen speziellen Beratungsdienst für ÄrztInnen zu Medikamentenfragen usw. in Schwangerschaft und Stillzeit eingerichtet.
Zum Nasenspray zitiere ich dir aus „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit“ Spielmann, Schaefer (das ist der Leiter der Embryotox), 7. Auflage 2006:
Nasentropfen dürfen bei entsprechender Indikation grundsätzlich in der Stillzeit angewendet werden. Aus theoretischen Gründen sollte möglichst auf solche Zubereitungen verzichtet werden, die Chloramphenicol oder Streptomycin enthalten.“
Es wäre gut, wenn Du dir von einer Kollegin vor Ort zeigen lassen würdest, wie das Handausstreichen funktioniert.
Hier eine Beschreibung der „Marmet“ Technik zum Ausstreichen von Milch:
1. Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger etwa 2,5 bis 3,8 cm hinter die Brustwarze legen.
o Dieses Maß, das nicht notwendigerweise den äußeren Rand des Brustwarzenhofs markiert, kann als Richtlinie genommen werden. Die Größe des Brustwarzenhofs ist von Frau zu Frau unterschiedlich.
o Der Daumen liegt oberhalb der Brustwarze und die Finger unterhalb der Brustwarze, so dass die Hand ein „C“ bildet.
o Darauf achten, dass die Finger über den Milchkammern liegen.
o Die Brust nicht mit der ganzen Hand umfassen.
2. Waagerecht in Richtung Brustkorb drücken.
o Die Finger nicht spreizen.
o Mütter mit großen Brüsten sollten die Brust zuerst anheben, bevor sie in Richtung Brustkorb drücken.
3. Den Daumen und die Finger nach vorne rollen, als ob gleichzeitig Daumen und Fingerabdrücke gemacht werden wollen.
o Die rollende Bewegung von Daumen und Fingern drückt die Milchkammern zusammen und entleert sie, ohne das empfindliche Brustgewebe zu verletzen.
o Auf die Position der Fingernägel achten.
4. Die Bewegungen rhythmisch wiederholen, um die Milchkammern zu entleeren. Anlegen, Drücken, Rollen; Anlegen, Drücken, Rollen.
5. Den Daumen und die Finger um die Milchkammern herumwandern lassen, um auch die anderen Kammern zu entleeren. Die Mutter sollte an jeder Brust beide Hände benutzen, um mehr Milch in den Milchgängen zu erreichen.
Abwechselndes Ausstreichen der Milch und Brustmassage, Streicheln und Schütteln stimuliert den Milchspendereflex der Mutter.
Brustmassage, Streicheln und Schütteln Stimulieren des Milchspendereflexes
Du solltest:
Die Milch bildenden Zellen und Milchgänge massieren.
o Es wird oben an der Brust begonnen. Fest gegen den Brustkorb drücken. Die Finger kreisförmig auf einer Stelle bewegen.
o Nach einigen Sekunden wechseln die Finger zur nächsten Stelle der Brust.
o Diese Massage erfolgt spiralförmig um die Brust in Richtung Brustwarzenhof.
o Die Bewegung ist ähnlich wie bei einer Brustuntersuchung.
Die Brust vom Brustansatz zur Brustwarze hin streicheln, mit leichten, dem Kitzeln ähnlichen Bewegungen.
o Die streichelnde Bewegung wird vom Brustkorb zur Brustwarze um die ganze Brust weitergeführt.
o Das trägt zur Entspannung und zur Anregung des Milchspendereflexes bei.
Die Brust schütteln, während sie sich nach vorne beugt, so dass die Schwerkraft hilft, den Milchfluss anzuregen.
Jede Technik zum Handausstreichen sollte zuallererst sanft sein, um das empfindliche Brustgewebe nicht zu verletzen. Aus diesem Grund sollten bestimmte Bewegungen vermieden werden:
o das Quetschen der Brust, da es zu blauen Flecken führen kann.
o an der Brustwarze und an der Brust zu ziehen, da dadurch Verletzungen des Gewebes entstehen können.
o mit den Händen an der Brust abzugleiten, da dies Hautabschürfungen verursachen kann.
Ich hoffe, diese Beschreibung und Erklärung hilft dir weiter, aber wie schon erwähnt, besser wäre es, wenn Du es dir zeigen lässt.
LLLiebe Grüße
Biggi

von Biggi Welter, Stillberaterin am 16.03.2011

Baby stillen: Warum das nicht immer das Beste ist

In der letzten Woche vor dem Geburtstermin unseres zweiten Kindes verbrachten mein Freund und ich noch einen Nachmittag wartend auf dem Standesamt Kreuzberg, um auf den letzten Drücker seine Vaterschaft anerkennen zu lassen.

Wir teilten uns das Wartezimmer mit unzähligen frischgebackenen Eltern, die ihre Neugeborenen dabei hatten, und: keine Frau stillte. Doch, eine einzige. Alle anderen gaben die Flasche. Und da wir ziemlich lange warten mussten, waren es einige, viele, unzählige Fläschchen.

Und ich sagte später zu meinem Freund: Wahnsinn, die stillen alle nicht! Warum? Dabei ist es so praktisch und die Pulvermilch kostet ja auch einen Haufen Geld!

Das Zweitbeste ist auch super

Nun, ein paar Tage später sollte ich mich schämen für diese Sätze. Denn Stillen ist nicht einfach. Es läuft nicht immer “wie von selbst”. Eigentlich sogar eher selten. Und es kann auch einen Haufen Geld kosten. Vor allem braucht man sehr viel Überzeugung, eine sehr gute Betreuung, gutes Zureden und Durchhaltevermögen, wenn es nicht läuft. Wer das nicht alles hat – stillt eben ab. Und ganz ehrlich: ist ja auch völlig okay so. Breast is best? Das Zweitbeste ist auch super.

Was war passiert? Nun, wir hatten richtig schlimme Stillprobleme. Ich erinnere mich daran, dass es mit meinem ersten Kind auch in der ersten Woche durchwachsen war, dass der Vormilch-Tag die Hölle war, weil meine Brustwarzen so weh taten und weil der Kleine vor Hunger schrie. Dass ich danach die ein oder andere kleine Brustentzündung hatte. Dass mir der Rücken weh tat und ich wochenlang nur im Liegen stillen konnte. Dass es beim Andocken auch nach einiger Zeit immer noch höllisch brannte. Dass ich oft in meiner eigenen Milch lag, wenn ich nachts aufwachte.

Irgendwann hatten wir uns aber eingependelt. Und dann habe ich erfolgreich und problemfrei gestillt. Wir waren ein sehr harmonisches Team, mein Sohn Xaver und ich. Er stillte ziemlich “nach der Uhr”, alle drei Stunden nämlich. Er trank gut und schnell, war immer satt und nahm rasant zu. Und nach etwa sieben Monaten ließ er sich völlig problemlos abstillen. Ich habe gerne gestillt, und aber auch genauso gerne abgestillt. Und natürlich dachte ich, dass es mit dem zweiten Kind eher einfacher würde.

Die Pulle war innerhalb von fünf Minuten weggezischt

Falsch gedacht. Wahrscheinlich hatte meine Tochter Quinn von Anfang an ein bisschen falsch angedockt. Am zweiten Tag war auf jeden Fall schon richtig der Wurm drin, es tat weh und ich merkte, dass etwas nicht stimmte. Da das Kind aber schrie vor Hunger und am nächsten Tag zum Glück die Milch da war, stillte ich fleißig weiter. Bei Xaver hatte es am Anfang ja auch geschmerzt, auch weh getan. Am Abend waren die Brustwarzen schon wund, am nächsten Tag blutete es bereits. Ich hatte regelrecht Angst, sie weiter anzulegen. Und sie schrie.

Ich will euch das Dilemma der folgenden Tage im Detail ersparen, aber ich bin zum Glück mit einer sehr motivierten Hebamme gesegnet, die, ohne Druck zu machen, alles daran setzte, dass es klappte. Zusammengefasst: Abpumpen. Die teure Pumpe aus der Apotheke besorgen (ich habe mehrere hundert Euro ins Stillen investiert, denn entgegen der gängigen Meinung ist Stillen nicht umsonst). Salzbäder. Rotlicht. Zinnhütchen. Kompressen. Laser-Behandlung für die Brustwarzen. Diverse Stillhütchen, Cremes und Stillkissen. Medikamente für die Milchbildung. Ein schreiendes, unruhiges Kind. Und: Pre-Milch. Ich war nie gegen Pulvermilch und ich wollte nicht, dass mein Kind vor Hunger schreien muss, also schickte ich meinen Mann in die Drogerie.

Die Pulle war innerhalb von fünf Minuten weggezischt und dann: Aha. Ruhe! Zufriedenheit! Wer erlebt hat, dass er um seine Milch kämpft (denn die versiegt natürlich auch, wenn das Kind nicht richtig trinkt, Quinn nuckelte stundenlang am Stillhut ohne wirklich etwas herauszubekommen), dass das Abpumpen fast genauso weh tut wie Stillen, wer erleben muss, dass das Baby schreit vor Hunger und dann sieht, wie unfassbar einfach es mit der Pulvermilch zufrieden zu stellen ist, der stellt doch einiges in Frage. Warum ist das so? Warum ist Stillen so schwer? Da war die Natur doch wirklich nicht besonders clever. Und: Warum tue ich mir das überhaupt an? Ist Stillen wirklich immer das Beste?

Nicht jede Frau kann stillen, nicht jedes Kind kann trinken

Weil ich ja so erfolgreich gestillt hatte bei Xaver, habe ich oft zu Freundinnen, die schworen, sie bekämen ihre Kinder nicht satt, gesagt: Nein, das kann nicht sein. Jede Frau kann stillen. Und es ist immer genau richtig viel Milch da. Jetzt weiß ich: Das stimmt nicht. Weder kann jede Frau gut stillen, noch wird jedes Kind dadurch zufrieden. Und niemand muss sich den Wahnsinn antun, um das Stillen zu kämpfen, wenn es nicht funktionieren will.

Ich kann es nun aus eigener Erfahrung nachvollziehen, wenn man sich einfach für die Flasche entscheidet. Es ist oft einfacher, stressfreier, schmerzfreier. Es ist absolut legitim, sich genau zu überlegen, in welchem Verhältnis die Vorteile des Stillens zum eigenen Leiden stehen. Wenn es einfach nicht klappen will, wenn man wochenlang pumpen und arbeiten muss, wenn das Kind nie ruhig wird – dann ist es toll, einfach die Pre-Nahrung auszupacken und zu sagen: Ich habe es versucht und es hat nicht geklappt.

Nicht nur das. Auch wenn man einfach keine Lust hat auf Stillen, den Gedanken, dass Milch aus der Brust läuft, absurd findet – auch dann nimmt man halt die Flasche. Niemand hat das zu verurteilen. Jede Frau kann mit ihrem Busen machen, was sie will. Wir waren dann auch noch bei einer Osteopathin mit Quinn. Tatsächlich klappte das Trinken danach viel besser, aber die Osteopathin sagte vor allem als allererstes zu mir: “Ich kann nicht garantieren, das wir das noch hinbekommen. Sie machen sich bitte keinen Stress, ja?“ Meine Tochter war noch so klein, ein bisschen wollte ich es noch versuchen. Ich versicherte der Osteopathin aber auch, dass ich überhaupt kein Problem damit hätte, eventuell abzustillen.

Flaschenkinder sind genauso glücklich, wie Still-Kinder

Wie? Die sagt, Stillen ist nicht das BESTE? Ja, ich bin nicht vollends überzeugt vom Stillen. Es gibt tausend gute Gründe, um zu stillen, und tausend gute Gründe, um nicht zu stillen. Von den gesundheitlichen Vorteilen der Muttermilch bin ich persönlich gar nicht überzeugt. Dafür kenne ich viel zu viele kerngesunde Menschen, die nicht gestillt wurden (meine Mutter beispielsweise wurde mit Kuhmilch großgezogen) und ich bin das beste Beispiel für das andere Extrem. Ich wurde nämlich gestillt, sogar nach Bedarf (was in den Achtzigern revolutionär war) und habe Asthma, alle möglichen Autoimmunerkrankungen und diverse Allergien.

Trotzdem ist Stillen natürlich das, was sich die Natur eigentlich ausgedacht hat, um ein Baby zu ernähren. Muttermilch ist ein komplett natürliches Produkt, während Pulvermilch komplett künstlich ist. Stillen tut Mutter und Kind gut, es hilft bei der Rückbildung. Die Brust ist immer steril und die Milch immer perfekt auf das Baby abgestimmt.

Aber nicht zu stillen hat auch viele Vorteile. Man kann das Füttern gleichberechtigt mit dem Papa teilen. Man muss nicht in der Öffentlichkeit den Busen freilegen. Man ist als Mutter viel unabhängiger. Man kann mal ein Gläschen Wein trinken. Mir persönlich machten auch die Hormone in der Stillzeit ziemlich zu schaffen. Und: Man muss sich den anfänglichen Stress, den das Stillen bedeuten kann, nicht antun. Mag sein, dass erfolgreiches, schmerzfreies Stillen einigen zufliegt. Bei den meisten ist das aber nicht so. Es gibt auch Frauen, die einfach keine Milch haben.

Auf den Frauen lastet ein immenser Druck

Es gibt gute Gründe, sich für oder gegen das Stillen zu entscheiden. Und jede Frau darf das ganz individuell für sich entscheiden. Ich persönlich finde es auch etwas nervig, dass überall “Stillen ist das Beste für ihr Kind” steht. Ich will mir nicht ausmalen, wie schlecht man sich als Erst-Mama, die den Kampf um das Stillen verloren hat, fühlt, wenn man das immer lesen muss. Was soll der Druck? Für mich ist es keine große Sache, wenn das Kind mal eine Flasche bekommt und es kann die Situation entspannen.

Eine Freundin von mir beispielsweise hat geweint vor Glück, als ihr Baby nach wochenlangem Drama in Papas Arm an der Flasche hing und endlich zufrieden war! Ja, ich weiß, viele Babys bekommen im Krankenhaus ein Fläschchen und danach ist der Wurm drin beim Stillen. Für viele Hebammen ist Pulvermilch Teufelszeug. Aber es gibt doch kein falsch oder richtig. In unserem Fall war es total hilfreich, als Übergangslösung das Kind mit der Pre-Nahrung einfach mal satt zu machen.

Wie es jetzt bei uns läuft? Nun, die viele Zeit, Geduld und Kraft haben sich zum Glück gelohnt: Quinn wird mittlerweile quasi voll gestillt. Dank der Zuversicht unserer Hebamme, dank der vielen Maßnahmen, um meine Brustwarzen wiederherzustellen, dank der Osteopathin und dank viel Geduld, Pumpen usw. haben wir es also doch noch geschafft. Ursprünglich wollte ich ab und zu ein Fläschchen füttern (für den Papa wäre das auch sehr schön gewesen). Aber dann war ich doch zu faul.

Auch ohne Stillen wird alles gut

Und ja, ich bin froh, dass es jetzt klappt. Nicht, weil ich dadurch eine bessere Mutter bin oder weil die Bindung zu meiner Tochter sonst geschädigt gewesen wäre. Sondern weil es eben doch praktisch ist. Denn bei so einem kleinen Baby läuft der Sterilisator ansonsten rund um die Uhr und es ist ziemlich aufwendig, das Wasser immer auf die richtige Temperatur zu bringen. Außerdem habe ich das Gefühl, dass Quinn das Stillen zum Stressabbau sehr gut tut. Xaver war ein Turbo-Trinker, der sich nie wirklich an der Brust beruhigt hat. Quinn hingegen schläft nach wie vor oft nur an der Brust richtig gut ein, sie braucht die Wärme und das Nuckeln, um sich zu beruhigen. Mit der Flasche klappte das nicht so gut.

Ich empfinde es aber nicht als Triumph oder als meine eigene Leistung, dass es jetzt so gut läuft. Es hatte vielmehr damit zu tun, dass ich die Möglichkeit dazu hatte: eine warmherzige Rundum-Betreuung von lauter Profis, genug Zeit, einen Mann, der mich unterstützt hat und eben auch die finanziellen Mittel, um das Stillen zu kämpfen. Es wäre ganz sicher auch ohne Stillen alles gut geworden und Quinn wäre genauso gut groß und glücklich geworden.

Stillen ist schön, natürlich, praktisch. Aber nein, es ist nicht immer und in jedem Fall das Beste für Mutter und Kind. Wenn es zu anstrengend, zu schmerzhaft, zu kompliziert ist. Wenn frau einfach überhaupt nicht will oder kann. Wenn das Kind nicht gut trinkt, nicht satt und zufrieden wird, kaum zunimmt. Dann freuen wir uns doch einfach, dass Baby-Nahrung hierzulande so gut kontrolliert und die hygienischen Bedingungen so grandios sind, dass wir Kinder auch mit der Flasche ganz wunderbar großziehen können. Ich werde den Teufel tun, jemals wieder eine Flaschen-Mama heimlich ein kleines bisschen schief anzuschauen.

Erkältung in der Stillzeit

Auf eine Erkältung können die meisten Menschen gut und gerne verzichten. Besonders wenn sie in der Stillzeit auftritt, hat leider auch ein einfacher Schnupfen meist schon Auswirkungen auf Mutter und Kind.

Müdigkeit, Fieber, Schmerzen, Schlafmangel und viele weitere Symptome tun dann ihr übriges. Das erkältete Kind hat Probleme beim Saugen und Schlucken, schläft schlecht und sucht enorm viel Körperkontakt. Vermutlich möchte es auch sehr viel, aber immer nur kurz, stillen und verweigert möglicherweise alle anderen Arten der Nahrung (sollte es denn schon im Beikostalter sein). Die meisten Mütter fangen spätestens jetzt an sich Sorgen zu machen.

Die Folge ist dann eine Stressreaktion im Körper der Mutter. Dadurch bedingt kommt es zu einer Hormonreaktion unter der die Milchbildung und der Milchfluss leidet. Ab diesem Augenblick ist es entscheidend, wie viel Sicherheit der Mutter vermittelt wird und wie viele korrekte Informationen Sie bekommt. Ruhe, Schlaf, Entspannung und Unterstützung ist genau das, was Mutter und Kind jetzt brauchen.

Grundsätzlich gehört ein Säugling unter drei Monaten erst einmal zum Arzt, bevor Ihr irgendetwas ausprobiert. Auch bei älteren Kindern ist bei schlechtem Trinkverhalten, Fieber mehr als 38°C., Erbrechen, Durchfall, eingeschränkter Atmung bzw. eingeschränktem Allgemeinbefinden ein Arztbesuch absolut nötig.

Hier erst einmal einige Grundsätzliche Infos zum Thema Erkältungszeit:

  • Erkältung und grippaler Infekt haben nichts mit einer echten Grippe zu tun
  • In den meisten Fällen handelt es sich um eine virale Erkrankung, d.h. Antibiotika helfen nicht und sind dann unnötig.
  • Egal ob eine Erkältung symptomatisch behandelt wird oder nicht – bis zu Ihrem Ende vergehen etwa 7-10 Tage.
  • Für stillende Mütter gibt es mittlerweile eine Vielzahl an stillfreundlichen Medikamenten. Embryotox und Reprotox können hier bei Bedarf beraten.
  • Auch Hausmittel können sehr gute Dienste leisten und unterstützend wirken.
  • Bei unklaren oder länger anhaltenden Symptomen bzw. Fieber ist der Gang zum Arzt nötig.
  • Vorsicht bei pflanzlichen Mitteln und ätherischen Ölen, nicht alle sind in der Stillzeit bzw. für einen Haushalt mir Säuglingen geeignet!
  • Bitte keine Desinfektionsmittel und desinfizierende Seifen etc. verwenden, solange keine ansteckende Erkrankung vorliegt. Wir brauchen den Kontakt mit Viren, Bakterien und Keimen, um unser Immunsystem zu trainieren. Besonders bei Babys ist das wichtig, um überhaupt erst einmal einen Schutzmechanismus aufzubauen.
  • Stillen ist der beste Schutz vor Erkältungen und Erkrankungen, selbst wenn Du als Mama bereits erkrankt bist. Die Muttermilch enthält dann deutlich mehr Antikörper und Immunfaktoren, die Dein Kind schützen bzw. unterstützen.

Ansteckungsgefahr vermeiden, bedeutet nicht das Ihr Euch vor der Öffentlichkeit schützen müsst, sondern:

  • Frische Luft und regelmäßiges Lüften ist wichtig für das Raumklima zu Hause. Die Luftfeuchtigkeit sollte etwa bei 50% liegen. Feuchte Tücher und Schüsseln mit heißem Wasser (Kindersicher aufstellen) können zu niedrige Luftfeuchtigkeit gut regulieren.
  • Spaziergänge erleichtern meist das Atmen und befreien die Nase. Sie fördern die Entspannung und die feuchte Luft pflegt die Schleimhaut.
  • Viel trinken. Flüssigkeit löst den Schleim bzw. verflüssigt ihn, was ein Abhusten und Ausschniefen erleichtert. Babys nach Bedarf stillen, zusätzliche Flüssigkeit ist in der Regel und auch (solange nicht ärztlich verordnet) nicht nötig.
  • Hygiene ist das A und O, um eine Ansteckung zu vermeiden. Bakterien können erstaunlich lange auf Gegenständen überleben. Ein feucht warmes Klima macht es ihnen einfacher sich zu vermehren. Also ruhig öfters mal die Hände waschen, besonders wenn Ihr von draußen reinkommt, nach dem Toilettengang, nach dem Niesen und in die Hand husten. Auch das vermehrte Abwischen von Türklinken, Lichtschaltern und Griffen an Schränken kann sinnvoll sein. Auch das Reinigen von Spielzeug und die alleinige Nutzung ist in der Erkältungszeit ratsam. Zudem sind Papiertaschentücher deutlich hygienischer als Stofftaschentücher, bitte nach jedem Gebrauch entsorgen, sonst wird die Hosentasche zur echten Keimschleuder.
  • Die Nase als Erwachsener bitte korrekt putzen, d.h. ein Nasenloch zu halten und dabei das andere schnäutzen. Das verhindert das der Druck den Schleim höher in die Nebenhöhlen drückt. Niesen und Husten immer in die Ellbeuge und bitte nicht in die Hand. So ein freies Niesen schafft, für seine Tröpfchen und Erreger, im übrigen eine Entfernung von etwa 7 Meter.

Das hilft Dir als stillende Mama bei einer Erkältung…

  • bei Husten: Präparate mit Efeu, Primel, Thymian
  • bei Halsschmerzen: Islamoos, Gurgeln mit Salzlösung oder Salbei (Gurgeln mit Salbei wirkt sich nicht auf die Milchmenge aus, die Einnahme von Salbei bzw. Pfefferminz unter Umständen schon. Beides kann die Milchmenge reduzieren.)
  • bei Schnupfen: NaCl Nasentropfen (Kochsalznasentropfen), Meersalztropfen, abschwellende Nasentropfen
  • Viel trinken bedeutet min. 30ml/Kg Körpergewicht
  • Wickel und Auflagen mit Kartoffel, Zwiebel, Quark, Zitrone, warme Wickel helfen bei Husten bzw. wirken teils antientzündlich.
  • Kraftsuppe, Hühnersuppe, Rindfleischsuppe: bringen Flüssigkeit und wertvolle Inhaltsstoffe, aber bitte frisch kochen (bzw. kochen lassen). Fertigsuppen aus der Dose, Tüte wirken meist nur wenig bis gar nicht.
  • Wärme entspannt und lässt Sekrete fließen. Also ein warmes Bad genießen, Einkuscheln oder gerne auch mal die Rotlichtlampe nutzen.
  • Viel frische Luft, Entspannung und Schlaf gepaart mit Körperkontakt (am besten mit Deinem Kind) fördert die Genesung.
  • Wenn Mama oder Papa Medikamente einnehmen, die Müde machen bzw. Euer Reaktionsvermögen beeinträchtigen bitte kein Familienbett! Euer Schlafverhalten ändert sich und Ihr könnt weniger auf ein Kind im Bett reagieren.
  • Wenn Medikamente nötig sind, immer einzelne Mittel gegen das vorliegende Symptom verwenden. Kombipräparate enthalten oft auch Mittel gegen Symptome die gar nicht vorliegen.
  • weitere Infos zum Thema Medikamente in der Erkältungszeit gibt es hier. (klicken)

Und was hilft Deinem Baby?

  • Stillen, Füttern nach Bedarf. Hier können sehr viele kleine Mahlzeiten deutlich sinnvoller sein, als wenige große.
  • Eine aufrechte Position beim Stillen/Füttern erleichtert das Atmen und Schlucken.
  • Schlafen mit erhöhtem Oberkörper vermindert Hustenanfälle.
  • Besonders bei Ohrenbeschwerden und verstopfter Nase schlafen Babys gerne in der Trage bzw. aufrecht auf dem Arm, das lindert die Beschwerden.
  • Isotonische Kochsalzlösung (NaCl) als Nasentropfen bzw. ggf. Muttermilch in die Nase vor dem Trinken
  • Lasst Euch vom Kinderarzt das Abklopfen und Vibrieren zeigen.
  • Nasensauger können eine Hilfe sein, hierbei ist aber auf korrekte Anwendung und hygienische Handhabung zu achten, sonst werden diese zu Keimschleudern. Ein gedrehtes Taschentuch hilft aber auch schon beim Reinigen der Nase.
  • Bitte keinen Honig für Kinder unter einem Jahr.

Ätherische Öle:

  • Vorsicht beim Einsatz von ätherischen Ölen! Diese müssen ausdrücklich für den Gebrauch im Säuglingsalter geeignet sein. Kampfer, Eukalyptus, Pfefferminze, Menthol und Cineol können extrem gefährlich für Säuglinge und Kleinkinder werden. Selbst die so beliebten Engelwurzbalsam und Thymian-Myrthe Balsam sind nicht für Kinder unter 6 Monate geeignet und selbst Kinder im 2-3 Lebensjahr können davon unter Umständen noch Pseudokruppanfälle bekommen. Bitte sprecht bei empfindlichen Kindern immer mit dem Kinderarzt.
  • Ätherische Öle werden über die Haut, die Schleimhaut, die Atemwege oder den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und können so auch ganz unterschiedliche Symptome machen bei einer Unverträglichkeit.
  • Je jünger das Kind, desto niedriger darf die Konzentration sein. Daher sind Öle für Säuglinge sehr stark verdünnt. Zudem ist Pflanze nicht gleich Pflanze. Die Konzentration und Zusammensetzung der Öle kann je nach Herkunftsort der Pflanze stark variieren. Thymian ist hier nicht gleich Thymian.
  • Etliche pflanzliche Mittel für Erwachsene enthalten ätherische Öle. Bei regelmäßiger Einnahme dünstet und atmet der Körper diese aus. Auch hier durch kann es unter Umständen zu Problemen beim Säugling kommen, besonders beim nächtlichen Co-Sleeping. Also Inhalt checken!
  • Eltern von Säuglingen sollten sich keine ätherischen Öle auf Oberkörper auftragen. Beim Kuscheln, Stillen hat das Kind unter Umständen direkten Kontakt mit den Ölen/Dämpfen. Hier kann es zu Reizungen der Augen und zu einer Beeinträchtigung der Atmung kommen.

Während der Erkältungszeit biete ich immer wieder das Thema in den Stillgruppen an. Kommt doch einmal vorbei. Hier erfährst Du einiges mehr.

Stillen
 Medikamente in der Stillzeit – was ist erlaubt?

  • Die erste Wahl sind immer die altbekannten Hausmittel wie Umschläge, Wickel oder das Inhalieren von heißen Dämpfen.
  • Bei Medikamenten sollten Sie generell Medikamente bevorzugen, die schon länger auf dem Markt sind. Hier ist mehr über Nebenwirkungen bekannt als bei neuen Medikamenten.
  • Präparate mit nur einem Wirkstoff sind während der Stillzeit besser als Kombipräparate.
  • Schnell wirkende Medikamente am besten NACH dem Stillen einnehmen. Bis zur nächsten Stillmahlzeit hat sich dann der Wirkstoffgehalt in der Muttermilch schon wieder reduziert. Es gibt allerdings auch Mittel, die zeitverzögert wirken (sogenannte Retatard-Präparate). Wie die Halbwertzeit des Medikaments ist, können Sie bei Ihrem Arzt oder in der Apotheke erfragen.
  • Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen: Einige Portionen Muttermilch einfrieren. Dann haben Sie für alle Fälle eine Reserve, wenn Sie kurzfristig etwas nehmen müssen, was Ihrem Kind nicht gut tut.
  • Oft helfen auch niedrige Dosierungen sehr gut. Bei Nasensprays können Sie’s ruhig mal mit der Kinderversion probieren.
  • Bei vielen der hier genannten Wirkstoffe findet sich im Beipackzettel nichtsdestotrotz eine Warnung bezüglich der Einnahme in der Stillzeit. Auch wenn Mittel als unbedenklich gelten, versuchen sich die Firmen rechtlich absichern lassen. Wenn Ihr Arzt oder Apotheker Ihnen das Okay für ein Medikament gibt: Lassen Sie sich nicht irritieren, sondern vertrauen Sie ihm.
  • Greifen Sie nicht zu homöopathischen oder pflanzlichen Mitteln, ohne einen Homöopathen, Apotheker oder Ihre Hebamme gefragt zu haben. Einige Pflanzen (zum Beispiel Salbei oder Pfefferminze) wirken milchreduzierend.

Am besten ist es natürlich – soweit wie möglich – auf Medikamente in der Stillzeit komplett zu verzichten. Gerade in dieser Jahreszeit gibt es jedoch Situationen, in denen dies nicht immer möglich ist. Dieser Artikel soll Euch helfen, bei kleineren Beschwerden, wie Schmerzen, Schnupfen oder Husten während der Stillzeit Medikamente zu finden, die Euch wieder fit machen und gleichzeitig für Euer Kind mit einem minimalen Risiko verbunden sein.

Inhalt

Medikamente bei Schmerzen, Fieber, Entzündungen

Acetylsalicylsäure (ASS), wie zum Beispiel Aspirin wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend, entzündungshemmend und gerinnungshemmend. Eine einmalige Dosis ist nach heutigen Kenntnisstand unproblematisch, jedoch sind Schmerzmittel, wie Paracetamol oder Ibuprofen, in der Stillzeit besser geeignet.

Ibuprofen, wie zum Beispiel IbuHexal, Dolormin ist der Entzündungshemmer der Wahl in der Stillzeit. Falls dies nicht ausreicht, ist eine Kurzzeittherapie mit Diclofenac akzeptabel! Andere Entzündungshemmer sollten eher gemieden werden, da sie nicht ausreichend untersucht sind.

Paracetamol, wie zum Beispiel ben-u-ron wirkt schmerzlindernd und fiebersenkend. Nebenwirkungen beim Kind treten extrem selten auf, daher ist eine Einmaldosis ziemlich sicher unproblematisch.

Medikamente bei Schnupfen

Nasentropfen lassen die geschwollene Nasenschleimhaut abschwellen. Da in bzw. auch außerhalb der Stillzeit ein schneller Gewöhnungseffekt eintritt, sollten sie nicht länger als drei Tage hintereinander angewendet werden. Wenn sich daran gehalten wird, sind auch keinen Nebenwirkungen bei Eurem Kind zu erwarten. Beispiele für Nasentropfen sind zum Olynth oder Nasivin.

Nasentropfen, die die Schleimhaut lediglich befeuchten (zum Beispiel Hysan Nasenspray), über Salzlösung abschwellend wirken (zum Beispiel Emseer Nasenspray) oder mit Panthenol die wunde Schleimhaut pflegen (zum Beispiel Nasenspray-ratiopharm Panthenol) sind unbedenklich und können auch in der Stillzeit über einen längeren Zeitraum angewendet werden.

Arzneimittel und Einreibungen mit Eukalyptus- oder Pfefferminzöl sowie Cineol oder Menthol sollten in der Stillzeit nicht angewendet werden! Sie können bei Kindern unter zwei Jahren einen Kehlkopfkrampf mit Atemstillstand auslösen.

Medikamente bei Husten

Als erstes sollte immer das Inhalieren mit Salz-Lösung und viel Trinken ausprobiert werden. Falls dies nicht ausreicht, können Husten- und Schleimlöser auch in der Stillzeit genommen werden. Mittel der Wahl sind Acetylcystein, Ambroxol und Bromhexin. Diese Wirkstoffe sind zum Beispiel in Acemuc, Mucosolvan und Bisolvon enthalten. Ebenfalls möchte ich hier noch einmal darauf hinweisen, dass Ihr keine Arzneimittel und Einreibungen mit Eukalyptus- oder Pfefferminzöl, Cineol oder Menthol anwenden dürft! Dies kann bei Kindern unter zwei Jahren einen Atemstillstand auslösen!

Zu ätherischen Ölen und pflanzlichen Hustenmitteln aus Efeublättern (zum Beispiel Prospan), Thymian (zum Beispiel Aspecton) oder pflanzlichen Mixturen von Weleda Hustenelexier, Wala Plantago Hustensaft liegen keine Studien zur Verträglichkeit in der Stillzeit vor. Wie Erfahrungen zeigen, sind sie vermutlich verträglich. Ihr müsst allerdings beachten, dass Ätherische Öle den Geschmack der Muttermilch verändern können. Dies kann zu Trinkproblemen führen.

Wenn die Stillende unter einem trockenen Husten leidet, ist nur Dextromethophan (zum Beispiel Siloma) geeignet und ohne Rezept in der Apotheke zu haben. Nach kurzfristiger Anwendung in der Stillzeit wurden keine Nebenwirkungen bei Kindern beobachtet, das heißt: Falls Inhalieren nicht die nötige Linderung bringt, können Einzeldosen von Dextromethorphan genommen werden.

Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel

Gerade im Herbst fragen stillende Frauen immer wieder nach Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln. Ihr als stillende Mutter selbst benötigt bei ausgewogener Ernährung keine Zusatzpräparate. Wenn man gesund ist und sich ausgewogen ernährt, könnt Ihr solche Produkte getrost liegen lassen. Müssen Präparate eingenommen werden, um einen Mangelzustand auszugleichen, wirkt sich die Einnahme der Mutter nicht auf das Kind aus. Es gelangt zu wenig von der Substanz in die Muttermilch.

Die oben genannten Präparate sind in der Apotheke ohne Rezept zu erhalten. Wird Eure Erkrankung nicht besser, oder müsst Ihr sie länger therapieren, solltet Ihr immer einen Mediziner zu Rate ziehen! Im nächsten Bericht möchte ich Euch über Medikamente in der Stillzeit rund um den Magen-Darm Trakt aufklären.

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Medikamente in der Stillzeit – Schlecht fürs Baby?

Lassen Sie sich in der Apotheke beraten welche
Medikamente man in der Stillzeit nehmen kann
Foto: © detailblick

Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

  • Was tun, wenn man in der Stillzeit krank wird?
  • Wo erfahre ich welche Medikamente ich während der Stillzeit nehmen darf?
  • Muss ich jetzt abstillen?

Was tun, wenn man in der Stillzeit krank wird?

Mit Husten, Halsweh und Gliederschmerzen liegt die junge Mama fiebernd auf der Couch. Wäre da nicht der Säugling an ihrer Seite, würde sie jetzt mit Sicherheit zum Medikamentenschränkchen gehen und sich so Linderung schaffen. Doch Medikamente in der Stillzeit? Gehen diese nicht in die Muttermilch über und schaden dem Baby?
Andere Szene: eine Schwangere leidet schon seit Jahren unter einer chronischen Krankheit und muss deshalb regelmäßig Medikamente einnehmen. Sie ist sich unsicher, ob sie deshalb nach der Geburt ihr Baby überhaupt stillen kann. Schaden die Tabletten dem Kind? Oder gibt es vielleicht doch eine Möglichkeit das Kleine mit Muttermilch zu ernähren?

Fragen über Fragen. Wohl jede Mutter ist sich unsicher, wenn es um die Thematik Medikamente in der Stillzeit geht. Und doch machen Erkrankungen auch vor stillenden Frauen nicht Halt. Was also tun, wenn die Mutter erkrankt und Hilfe benötigt? Was tun, wenn Mama und Baby krank sind?

Wo erfahre ich welche Medikamente ich während der Stillzeit nehmen darf?

Nun, zuallererst sollte sich jede stillende Mama darüber im Klaren sein, dass über die Muttermilch nicht nur lebensnotwendige, sondern unter Umständen auch schädliche Stoffe zum Baby gelangen können. Alkohol und Koffein beispielsweise können dem Kind nachhaltig schaden. Ähnlich verhält es sich mit bestimmten Medikamenten. Daher sollte keine stillende Mutter leichtfertig und ohne den Rat ihres Arztes zu Tabletten, Pülverchen & Co greifen. Schlagen bewährte Hausmittel bei einer Erkrankung nicht an, so sollte sich die Mutter nicht scheuen und einen Fachmann zu Rate ziehen. Idealerweise wird dies der Hausarzt oder Gynäkologe sein – jedoch erhält man auch von erfahrenen Apothekern oder der betreuenden Hebamme einen ersten Rat. Immer gut: halten Sie nach Alternativen Ausschau! Oftmals können homöopathische Arzneimittel oder pflanzliche Zubereitungen bei leichten Erkrankungen genauso gut helfen wie schulmedizinische Medikamente. Doch auch diese Präparate sollten nicht wahllos geschluckt werden, da auch pflanzliche Arzneimittel nicht in jedem Fall für das Baby unschädlich sind.

Muss ich jetzt abstillen?

Oftmals schwingt bei einer Erkrankung – egal ob akut oder chronisch – die Angst mit, das Baby nun nicht (mehr) stillen zu können. Diese Ängste sind absolut verständlich. Leider wird immer noch viel zu häufig bei bestimmten Erkrankungen von Seiten der Ärzteschaft das Abstillen beziehungsweise eine Stillpause empfohlen. Doch zum Glück gibt es fast immer die Möglichkeit auf ein Medikament auszuweichen, welches sich mit dem Stillen vereinbaren lässt. Das Problem ist nur: der behandelnde Facharzt (z.B. der HNO-Arzt) verschreibt der Mutter ein Medikament und lässt sie mit der Frage, ob sie damit ihr Baby weiterstillen kann, allein. Daraufhin muss sich die Frau selbst informieren und gegebenenfalls ihren Arzt zu einer Änderung des Rezeptes auffordern. Kennt dieser sich mit dem Stillen nicht aus, so wird er die Mutter unter Umständen falsch beraten. Folglich kommt die stillende Mutter nicht drum herum, sich selbst notwendige Informationen zu beschaffen und sichere Beratungsstellen „anzuzapfen“.

Eine dieser sicheren Quellen stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) dar. In ihrem Buch „Stillen und Muttermilchernährung“ ist eine Übersicht der häufigsten Arzneimittelgruppen zu finden. Die Medikamente werden dabei generell in „Mittel der Wahl“, „Reservemittel“ und „Medikament meiden“ unterteilt. Schlägt das Mittel der Wahl nicht an, so kann der Arzt seiner Patientin ein Medikament aus der Kategorie Reservemittel verschreiben. Bei fast jeder Erkrankung ist dies möglich. Hebammen, Stillberaterinnen und Ärzte können sich zudem beim Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie ausführliche Informationen zur medikamentösen Therapie in der Stillzeit einholen.

Medikamente müssen nicht das Ende der Stillzeit bedeuten. Wichtig ist, dass die stillende Mutter für sich und ihren Wunsch zu stillen eintritt und sich nicht von den leider manchmal auf diesem Gebiet unerfahrenen Ärzten vorschnell zum Abstillen überreden lässt. Das erfordert manchmal ein hohes Maß an Durchsetzungsvermögen und den Willen, notwendige Informationen einzuholen. Doch es lohnt sich – denn Stillen ist nicht nur die optimale Form der Säuglingsernährung, sondern es fördert auch auf einzigartige Weise die Mutter-Kind-Beziehung.
Text: K. L. – Stillberaterin / Stand: 02.02.2020

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