Mit baby baden

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So lernen wasserscheue Babys das Baden lieben

Viele Babys baden gerne und können gar nicht genug bekommen – andere aber finden es ganz furchtbar, und die Tränen kullern schon, wenn sie das Wasser nur erspähen. Mit diesen 11 Tipps wird aus eurem wasserscheuen Baby bestimmt eine begeisterte Wasserratte!

Baby baden: So haben alle Spaß dabei

Baden ist für Babys allermeist eine ganz wunderbare Erfahrung. Und eine Erinnerung an die schöne Zeit, in der sie in Mamas Bauch im warmen Fruchtwasser geborgen waren. Manchmal schreit der Nachwuchs aber wie am Spieß, wenn Badetag ist. Teilweise lässt sich ein Grund dafür erahnen: Vielleicht war das Badewasser mal zu warm oder zu kalt – oder der Junior hat ein paar Spritzer Wasser ins Auge bekommen. Manchmal ist aber auch kein Grund zu erkennen, warum euer Baby baden doof findet.

11 Tipps, damit Baden für euer Baby endlich Spaß macht

  1. Eine gewöhnliche Badewanne ist ganz schön groß! Zumindest dann, wenn man selbst winzig klein ist. Viele Babys baden lieber in einer kleineren Babybadewanne oder ganz am Anfang in einem Badeeimer. Das gibt ihnen Sicherheit und Geborgenheit. Auch ein Badewannensitz kann eine gute Lösung sein.
  2. Ab in die Wanne mit euch und nehmt euer Kind auf den Schoß. Der Körperkontakt beruhigt euer Baby und ihr können es so am besten spüren lassen, dass alles in bester Ordnung ist.
  3. Das Badewasser sollte angenehm warm sein. Die ideale Temperatur fürs Babybad liegt zwischen 35 und 37 Grad. Ein einfaches Badethermometer hilft bei der Einschätzung der Temperatur. Wenn ihr kein Thermometer zur Hand habt, testet die Wassertemperatur am besten mit dem Ellenbogen: einfach 5 bis 10 Sekunden ins Badewasser halten. Wenn es sich gut anfühlt, sollte es auch für euer Baby beim Baden fein sein.
  4. Befüllt die Badewanne erst einmal nur mit wenig Wasser, dann fühlt sich euer Baby nicht verloren in dem großen Ozean im Badezimmer. Natürlich nur, wenn die Umgebungstemperatur schön warm, also um die 22 bis 24 Grad, ist. Mehr Wasser könnt ihr immer noch einlassen. Manche Babys fürchten sich auch vor dem lauten Geräusch des einlaufenden Wassers, achtet mal darauf.
  5. Rituelles Baden klingt nach Sekte, ist aber eine gute Sache für Babys. Es meint hier, dass es wasserscheuen Babys helfen kann, wenn ihr das Baden immer gleich gestaltet. Dabei solltet ihr selbst viel Ruhe ausstrahlen und nicht hektisch werden. Kinder, auch schon ganz kleine, haben feine Antennen für Stimmungen und nehmen diese schnell als ihre eigene an.
  6. Wasserscheue Babys sollten ganz langsam an das warme Nass gewöhnt werden. Für den Anfang reicht es vielleicht aus, wenn ihr angenehm warmes Wasser über die Füßchen eures Kindes laufen zu lassen. Wenn es sich daran gewöhnt hat, kann nach und nach mehr Wasser zum Einsatz kommen. Und irgendwann wird aus Baby waschen ganz von alleine Baby baden. Nur Geduld.
  7. Aufs Haare waschen verzichten! Wenn ihr ein besonders wasserscheues Baby zuhause habt, verzichtet erstmal aufs Haare waschen. Das sorgt nur für unnötige Aufregung – und kann genauso gut danach mit einem feuchten Waschlappen erledigt werden. Die meisten Babys haben ja eh erstmal nur zarten Flaum auf dem Kopf. Tränen adé!

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  8. Nach dem Baden mollig-warm einpacken! Zum Baden gehört auch die Zeit danach. Wenn euer Kind danach friert, verbindet es diese unangenehme Erfahrung mit dem Baden und mag dann vielleicht nicht mehr ins Wasser. Sorgt deshalb immer für eine warme Temperatur im Badezimmer und wickelt euer Baby nach dem Baden fest in ein (vorgewärmte) Handtuch ein. Eine Wärmelampe kann zusätzlich Wärme spenden.
  9. Eine Runde Kuscheln. Euer Kind soll positive Verbindungen mit dem Baden verknüpfen und was ist schöner als mit Mama oder Papa zu kuscheln? Also kuschelt erst einmal eine Runde nach dem Baden, wenn es die Raumtemperatur erlaubt, auch gerne mit Hautkontakt.
  10. Babys baden am liebsten, wenn sie satt und wach sind. Wer hungrig oder müde ins aufregende Nass soll, reagiert oft mit Empörung.
  11. Dein Baby badet immer noch nicht gerne? Dann eben nicht! Es gibt keinen Grund für häufige Badesessions. Babys sind nicht schmutzig – und im Normalfall reicht es, Po, Hände und Gesicht täglich mit einem Waschlappen zu säubern. Mehr als ein Bad in der Woche muss nicht sein! Und wenn es noch seltener wird, ist es auch nicht schlimm.

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Nur weil euer Baby Baden hasst, muss euer baldiges Kleinkind das noch lange nicht

Spätestens wenn euer Liebling ein bisschen größer ist und entdeckt, wie toll man in der Badewanne spielen kann, will es bald öfters baden als euch lieb ist. Mit Badeenten, Spritztieren, Tieren zum Aufziehen, die lustig durchs Badewasser paddeln kann aber auch so herrlich das Badezimmer unter Wasser setzen. Auch eine schöne Beschäftigung: Mit einer Autofähre können kleine Plastikautos vom einen Wannenrand zum anderen befördert werden. Eimerchen bieten kleinen Wasserratten stundenlang Beschäftigung, die größeren lieben knisternde Badezusätze in bunten Farben oder Badewannen-Malfarben. Das einzige, was vielen Kindern auch im Grundschulalter noch nicht mögen, ist das Haare waschen. Auch auch dafür haben wir 15 tolle Tipps für euch, um Tränen und Geschrei beim Haare waschen zu vermeiden.

Schreibaby: Hilfe für Kind und Eltern durch Schreiambulanz

Babys schreien, das ist ganz normal. Doch wenn sich das Kind durch nichts beruhigen lässt und stundenlang brüllt, kann das Eltern zur Verzweiflung bringen. In so einem Fall können spezielle Einrichtungen helfen: Schreiambulanzen, wie die Münchner Sprechstunde für Schreibabys am kbo-Kinderzentrum München. Seit 1991 wurde hier über 5000 Schreibabys und ihren Eltern geholfen.

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Die kleine Julia war ein Wunschkind, endlich ein Geschwisterchen für die vierjährige Sophie. Doch die Freude über das neue Familienmitglied verging der gesamten Familie in Julchens fünfter Lebenswoche. Da fing sie an zu schreien – stundenlang, Tag und Nacht. „Ich habe sie rumgetragen, geschaukelt, in den Schlaf gestillt. Doch all das hat sie nicht beruhigt. Die einzige Rettung war der fahrende Kinderwagen. Und so bin ich gelaufen, bis zu sechs Stunden täglich – bei Regen und Schnee. Ich war so müde, dass ich schon doppelt sah. Aber wehe ich blieb stehen: Dann brüllte sie sofort wieder los“, erzählt Julias Mutter Melanie K.

20 Prozent aller Neugeborenen sind Schreibabys

So wie der 38-jährigen Münchnerin ergeht es rund 20 Prozent aller Eltern. Ihre Neugeborenen sind Schreibabys. Typischer Weise beginnt das von Experten als „exzessives Schreien“ bezeichnete Baby-Gebrüll in der zweiten Lebenswoche und endet meist im vierten Monat. Als Abgrenzung zu normalem Schreien gilt die „Dreier-Regel“: Schreien von mindestens drei Stunden pro Tag, an mehr als drei Tagen in der Woche und über den Zeitraum von drei Wochen hinaus. „Diese Definition ist für unsere Arbeit aber gar nicht so wichtig“, erklärt Kinderärztin Margret Ziegler, Leiterin der Spezialambulanz Münchner Sprechstunde für Schreibabys im kbo-Kinderzentrum München. „Trägt die Mutter das Kind permanent am Körper, schreit es vielleicht weniger als drei Stunden und trotzdem ist die Mutter überfordert.“

Die Erschöpfung der Eltern sowie Beruhigungs-, Schlaf- und Fütterprobleme beim Kind seien Faktoren, die eine Vorstellung in der Ambulanz rechtfertigten. Denn stundenlanges Beruhigen schlaucht die Eltern genauso wie übermäßiges Schreien. Chronisch erschöpft gelingt es vielen Eltern dann nicht mehr, Müdigkeitssignale des Säuglings richtig zu deuten und entsprechend auf ihr Kind einzugehen. Und schreit das Baby endlich mal nicht, erledigen die Mütter schnell den Haushalt, essen mal etwas oder gehen duschen, statt die positive Zeit mit dem Kind zu genießen. Die Eltern-Kind-Bindung kann dadurch nachhaltig gestört werden. Ein Teufelskreis entsteht.

Krisentelefon hilft, wenn Mütter nicht mehr weiter wissen

„Ich habe mein eigenes Kind nicht mehr verstanden, es nur noch als brüllendes Etwas wahrgenommen“, bestätigt Melanie K. „Alle halbe Stunde ist Julia schreiend aufgewacht, an einen geregelten Tagesablauf war nicht mehr zu denken – Totalchaos. Ich war fix und fertig.“ Am Rande ihrer Kräfte, voller Enttäuschung und Selbstvorwürfen sowie einem ständig schlechten Gewissen der großen Tochter und ihrem Mann gegenüber, suchte Melanie K. über das Internet nach Hilfe. Sie fand die Nummer des Krisentelefons des kbo-Kinderzentrums: Erste Hilfe für Eltern mit einem schreienden Säugling. „Ich rief an und bekam sehr schnell einen Termin – wahrscheinlich hörte ich mich so fertig an.“

Bauchschmerzen sind meist nicht der Grund für das viele Schreien

Beim Ersttermin untersuchte Ziegler Julia eingehend, um organische Ursachen für das viele Schreien auszuschließen. Verdauungsprobleme, Milcheiweiß-Unverträglichkeit, Säure-Reflux (Sodbrennen) oder andere Erkrankungen sind aber nur bei den wenigsten Kindern der Grund fürs viele Weinen. Heute weiß man: Blähungen und Bauchkrämpfe kommen durch das Luftschlucken beim Schreien und nicht umgekehrt. Dennoch wird das Gebrüll häufig immer noch als „Dreimonatskolik“ bezeichnet – ein irreführender Begriff.

Schreibabys können sich noch nicht selbst beruhigen

Meist sind solche Kinder überfordert: Sie haben eine sehr niedrige Reizschwelle, nehmen mehr auf, als sie verarbeiten können. Dadurch finden sie außergewöhnlich schwer in einen regelmäßigen Tages-Schlaf. Experten sprechen von frühkindlichen Regulationsstörungen, einer Unreife in der Selbstberuhigungsfähigkeit und der Schlaf-Wach-Regulation. Doch wenn ein Baby schreit, sobald man es hinlegt, nimmt jede Mama ihr Kleines wieder hoch. Der Mutterinstinkt lässt uns das nicht aushalten. Was die Mama gut meint, führt beim Kind aber dazu, dass es wieder Reize aufnimmt. Spätestens abends ist „das Fass dann voll“ – das Kind brüllt so lange, bis es vor Erschöpfung endlich einschläft.

Besondere Belastungen in der Schwangerschaft stressen auch das Kind

Ziegler erklärt die Besonderheit dieser Babys den Eltern in einem ausführlichen Gespräch. Zudem zeigen Schlaftagebücher, in denen die Eltern Schlafphasen, Füttern, Spielen, Herumtragen, Quengeln und Schreien für fünf Tage notieren müssen, deutlich, wann das Kind in die Phase der Überreizung kommt. Auch ein Psychologe begleitet das Gespräch. Denn Studien haben gezeigt, dass Säuglinge eher zu exzessivem Schreien neigen, wenn ihre Mütter während der Schwangerschaft besonderen Belastungen ausgesetzt waren: etwa übermäßige Ängste um das Ungeborene, Mobbing und Stress am Arbeitsplatz, Paarkonflikte oder der Tod eines geliebten Menschen. „Das Ungeborene nimmt teil. An schönen, aber auch schwierigen Zeiten. Schüttet die Mutter vermehrt Stresshormone aus, sind die Kinder später leichter irritierbar, hat eine Studie an unserem Zentrum gezeigt“, so Dr. Ziegler. Wissenschaftlich bewiesen ist auch: Kinder rauchender Schwangeren werden doppelt so oft Schreibabys.

„Es hat sehr lange gedauert, bis ich zum zweiten Mal schwanger wurde. Bei jedem Handgriff hatte ich dann Angst, das Baby könne abgehen. Mein Bauch hat sich bei Aufregung in der Arbeit öfters verhärtet, bereits im fünften Monat wurde ich krankgeschrieben und musste viel liegen“, erzählt Melanie K., die als Gymnasiallehrerin arbeitete.

Ein unreguliertes Baby kann man alleine nicht schaffen

Bei ihrem Besuch in der Schreiambulanz stellt sich heraus, dass Julia gesund ist. Mama Melanie hingegen war krank: schwere postnatale Depression. „96 Prozent der Mütter haben ein Erschöpfungssyndrom. Wir schauen, welche individuellen Hilfen die Familie zur Entlastung braucht“, sagt Ziegler. „Schreibabys brauchen sehr viel Unterstützung zur Beruhigung und Regulation. Bis das Kind seinen Rhythmus gefunden und gelernt hat, sich selbst zu regulieren, brauchen die Eltern Unterstützung. Das kann man nicht alleine schaffen!“ Fehlen Familie oder Freunde, können etwa der Sozialdienst, die so genannten „Frühen Hilfen“ oder das „Wellcome-Programm“, bei dem Ehrenamtliche schnell und unbürokratisch helfen, zur Entlastung einbezogen werden. „Wir weisen die Eltern auf solche Angebote hin und begleiten sie, bis sich das Schreien des Babys gebessert hat und wieder Stabilität in die Familie eingekehrt ist.“

Wut auf das Baby kennen die meisten

Die Schreiambulanz ist für die Eltern ein geschützter Raum. Viele trauen sich hier, auch endlich über ihre Wut zu sprechen. „Dass Aggressionen hochkommen, wenn ein Babys stundenlang schreit wie am Spieß, ist ganz normal“, weiß Dr. Ziegler. Deshalb ist diese Gruppe von Babys aber auch hoch gefährdet: Exzessives Schreien ist der häufigste Grund für ein Schütteln des Säuglings. „Eine Sekunde, in der einem die Nerven durchgehen, und das Kind kann Hirnblutungen davontragen: Schwere Behinderungen und Erblindung sind häufige Folgen des Shaken-Baby-Syndroms“, warnt die Kinderärztin. Kommen Wut und Verzweiflung hoch, sollten die Eltern ihr Kind an einem sichern Ort ablegen – auch wenn es dann noch mehr schreit. „Erst sich selbst beruhigen, sich am besten Hilfe etwa über das Krisentelefon holen, bevor man wieder zum Baby geht und es auf den Arm nimmt“, mahnt Ziegler.

Die Eltern im Alltag unterstützen

Damit es so weit nicht kommt, geben Dr. Ziegler und Team den Eltern in der Sprechstunde und am Krisentelefon Tipps für den Umgang mit ihrem Kind. Das Wichtigste: Reizabschirmung und ein regelmäßiger Tagesrhythmus. Schreikinder bedürfen einem Nachreifungsprozess, den man durch einen konsequente Struktur unterstützen kann: Füttern, spielen, wickeln, schlafen – alles möglichst ruhig und nach dem Motto „Weniger ist mehr“. Denn in den ersten drei Lebensmonaten sind eineinhalb Stunden Wachzeit das Maximum für ein Kind. „Ein reguliertes Baby merkt dann von selbst, dass es müde wird und geht aus dem Kontakt mit der Mutter raus. Schreibabys können das nicht. Sie haben oft übergroße, weit aufgerissene Augen. Das wird als Interesse fehlinterpretiert, heißt aber, dass das Kind schon total überreizt ist“, weiß Heike Kreß, Dipl. Sozialpädagogin sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin am kbo-Kinderzentrum. Sie besucht betroffene Familien zuhause, hilft ihnen die Signale des Babys richtig zu deuten und die schwierige Zeit durchzustehen.

Reize fürs Kind minimieren

„Die Mamas machen einen ganz schweren Job. Es ist so hart, das Schreien auszuhalten, wenn man das Kind hingelegt hat. Aber ohne Schreien geht das Schlafen-Lernen leider meist nicht.“ Wenn man dann nicht auf seinen Kopf höre, bewirke der Mutterinstinkt, dass man das weinende Baby hochnimmt. Doch das setzt neue Reize, das Gehirn kommt nicht zur Ruhe. Heike Kreß schaut bei den Babys zuhause nach allem, was es überfordern könnte – etwa Mobiles überm Bettchen, blendendes Licht oder der laufende Fernseher. „Gut ist auch, das Kind eng zu betten – dann ist es eher wie im Mutterleib. Allerdings muss dabei unbedingt darauf geachtet werden, dass es dem Kind nicht zu heiß wird! Eine gute Belüftung minimiert nämlich das Risiko des Plötzlichen Kindstods.“ Dicke Decken eignen sich deshalb nicht, eher ein Stillkissen. „Diese Begrenzung unterstützt zudem eine gleichbleibende Position des Babys. Die braucht es über etwa zwanzig Minuten, damit das Gehirn ruhig wird“, erklärt Heike Kreß. „Ich schaue, dass die Mütter während dieser Zeit möglichst entspannt am Bettchen sitzen, frage immer wieder nach, ob sie es noch aushalten. Denn das Schreien ist anders als das regulierter Babys, ganz schrill. Es führt schon bei mir als Außenstehende zu einem erhöhten Puls – und die Mütter führt es an ihre absoluten Grenzen.“

Die Tipps der Experten dann konsequent zu befolgen, ist doppelt schwer. „Bei mir führte Julias Schreien zu absoluter Hektik“, erinnert sich Melanie K. „Frau Kreß war mein Ruhepol. Sie lobte und unterstützte mich. Es war so erleichternd: Endlich sagte mir mal jemand, dass ich das gut mache. Ohne sie hätte ich die Tipps nicht durchgezogen. Denn in der Ambulanz dachte ich mir erst: Was erzählen die da für einen Blödsinn? Julia bekäme die Augen vor lauter Reizen einfach nicht zu. Deshalb solle ich meinem Kind zum Einschlafen die Augen zuhalten.“

Jedes Kind kann Schlafen lernen

Zusammen mit Heike Kreß, hat Melanie K. es dann versucht: „Ich saß im abgedunkelten Raum an Julias Bettchen, habe mit dem Daumen den Schnuller fixiert und mit Zeige- und Ringfinger die Äuglein zugestreichelt. Es war wie ein Wunder, so hat sie Schlafen gelernt – und das Schreien war endlich vorbei.“ Ein weiteres Mittel, das auch Julia half, ist der Pucksack. „Wir fragen die Mütter, ob sie bereit sind, das mal zu probieren, denn häufig wird das Pucken als Zwangsjacke wahrgenommen“, sagt Heike Kreß. 99 Prozent der Schreibabys sind motorisch extrem unruhig. Schnellen die Ärmchen hoch – Moro-Reflex genannt -, weckt sich das Kind selbst auf.“ Pucken, eine uralte Wickelmethode, die Neugeborenen Bewegungsgrenzen setzt, reduziert erwiesenermaßen die Schreineigung in den ersten acht Lebenswochen. „Der Pucksack war das zweite Wunder“, bestätigt Melanie K. „Darin eingewickelt hat Julia vier Stunden geschlafen!“ Heute geht es Melanie K. wieder gut: „Die Depression ist schnell vergangen und Julia eine ganz tolle Schläferin geworden.“

Weitere Infos:

Die Münchner Sprechstunde für Schreibabys erreicht man unter Tel.: 089/71009-330

Das Krisentelefon des kbo-Kinderzentrums, erreichen Sie unter der kostenfreien Rufnummer 0800/7100900. Es ist jeden Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag zwischen 19 und 22 Uhr besetzt – also gerade dann, wenn der niedergelassene Kinderarzt keine Sprechstunde hat. Und vor allem in den Abend- und frühen Nachtstunden neigen unruhige Babys zu exzessivem Schreien.

Das Elterntelefon – die „Nummer gegen Kummer“ – erreicht man unter der gebührenfreien Rufnummer 0800/111 0 550. Das Beratungsangebot bietet montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr spontane Hilfe sowie konkrete Informationen über weitere Hilfen zur Bewältigung von Problemen im Zusammenleben mit Kindern.

Die TelefonSeelsorge ist ein gemeinsames Beratungsangebot der evangelischen und katholischen Kirche und 24 Stunden täglich kostenfrei unter den Telefonnummern 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 zu erreichen.

Konkrete Hilfe bei Baby-Stress, bekommt man auch über die regionalen Sozialdienste sowie durch die Hilfsangebote von www.wellcome-online.de und www.fruehehilfen.de.

  • Baby: Brüllende Verzweiflung – letzter Ausweg Schreiambulanz
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Für Babys ist Baden in der Wanne ein purer Genuss. Damit es dem Nachwuchs in der Wanne gefällt, müssen jedoch einige Dinge beachtet werden. Und auch die Sicherheit spielt hier eine wichtige Rolle. Hier mein Überblick über die wichtigsten Tipps für das Planschen mit dem Kind.

Am besten badet die ganze Familie

Bis zur siebten Woche sollten Babys nur in der Babybadewanne gebadet werden. Diese ist auf die Körpermaße des kleinen Menschen zugeschnitten. Ab etwa der achten Woche ist der Körper groß genug, um gemeinsam mit den Eltern in der großen Wanne gebadet zu werden. Aber auch hier sollte auf Sicherheit geachtet werden. Ich empfehle deshalb ein Bad mit der ganzen Familie. Nicht nur weil es mehr Spaß macht. Wenn sich beide Eltern zu zweit um das Kind kümmern, kann einfach weniger passieren: Einer kann bereits im Bad liegen und der andere beim Einsteigen und Aussteigen helfen. Falls jemand ausrutscht, kann der andere schnell eingreifen.

Die passenden Voraussetzungen beim Wasser schaffen. Temperatur & Co.

Was das Wasser in der Wanne betrifft, gebe ich drei wichtige Tipps: Es sollte nicht zuviel Wasser in der Wanne sein. Beim Aufstehen sollte man langsam vorgehen, so dass der Wasserspiegel nicht zu sehr schwankt. Das könnte ansonsten zu einem Risiko für den Nachwuchs werden oder ihn erschrecken. Wenn die Temperatur des Badewassers bei 37 Grad liegt, kann das Baden losgehen. Heißeres Wasser eignet sich nicht und bei kälteren Temperaturen könnte sich das Baby erkälten. Also stellt das lieber ganz genau ein. Dafür gibt es Digitale Thermometer mit flexibler Spitze für ein paar Euro zu kaufen.

Was dem Kind den Badetag noch versüßt

Das Baden kann für das Kind noch verschönert werden, wenn es Spielsachen mit in die Wanne nehmen darf. Es gibt eine breite Auswahl an Spielzeug, das speziell dafür geschaffen wurde. Ich empfehle dazu gezielt das passende Material einzukaufen. Ein besonderes Tier oder Schiffchen kann dem Kind viel Freude bereiten. Das passende Material sorgt zudem dafür, dass die Wanne keine Kratzer davon trägt. Mit dem kleinen Spielzeug verbindet sich zudem ein weiterer Vorteil: Das Kind wird es künftig bewusst mit dem Badetag in Verbindung bringen. Das Spielzeug kann ihm dann eine angenehme Vorfreude auf das warme Nass bieten. Zum Beispiel Quietscheenten, Bälle, Spritztiere …

Wohlfühlfaktor und Wärme für das Kind

Nicht nur das warme Wasser alleine auch andere Faktoren sorgen beim Baden für mehr Wohlfühlgefühl. Am wichtigsten ist hierbei, dass das Kind nach dem Baden abgetrocknet und gut gewärmt wird. Meine klare Empfehlung: Vor dem Baden ein Handtuch auf die Heizung legen. Mit dem warmen Handtuch kann das Kind nach dem Bad abgetrocknet werden. Es wird sich bereits freuen, wenn ihm das Handtuch um seine kleinen Schultern gelegt wird.

Die richtige Pflege für Kinderhaut nicht vergessen

Auf Badezusatz wie zum Beispiel Schaumbäder sollte beim Baden mit dem Baby verzichtet werden. Sie sind in der Regel für erwachsene Menschen und nicht für Babys gemacht. Stattdessen empfehle ich ein pflegendes Babyöl bereit zu halten. Mit diesem kann das Baby nach dem Baden eingeölt werden. Das sorgt dafür, dass seine Haut gut gepflegt bleibt und nicht trocken wird. Außerdem wirkt das Einreiben auf das kleine Kind wie eine angenehme Massage. Es wird sich auch über diese freuen.

Babys baden – Gebrauchsanweisung für junge Väter

Lange Zeit war es üblich, Babys täglich zu baden. Heute weiß man, dass zu viel Wasser den Säureschutzmantel der Babyhaut zerstört. Einmal die Woche baden reicht im Normalfall völlig aus, die übermäßige Verwendung von Seife ist ebenfalls nicht nötig. Im Prinzip reicht klares Wasser, wer möchte, der kann dem Badewasser geeignete Baby-Badezusätze zugeben, die die empfindliche Haut pflegen, reinigen und gleichzeitig schützen.

Wo kann das Baby baden?

Grundsätzlich gibt es drei Arten, ein Baby zu baden: In einer speziellen Babywanne, im Badeeimer oder in der normalen Badewanne, in der Papa dann gleich mit baden kann. Welche Badeart man wählt, bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen, die Regeln bleiben im Prinzip die gleichen. Lediglich bei der Verwendung eines Badeeimers ist eine etwas andere Vorgehensweise zu beachten, die jedoch beim Kauf des Eimers mitgeliefert wird.

Die Vorbereitung auf das erste Bad

Wenn der Nabel abgeheilt ist, dann kann das Baby zum ersten Mal gebadet werden. Meist ist es dann etwa zwei bis drei Wochen alt und schon ein klein wenig „handlicher“. Bevor es zum ersten Bad geht, sind einige Vorbereitungen zu treffen:

  • Sorgen Sie für eine angenehme Zimmertemperatur. Die Raumtemperatur kann für den Zeitraum des Bades ruhig 23° bis 25°C betragen. Fenster und Türen sollten geschlossen sein, damit es nicht zieht.
  • Weiterhin sollten Sie sich alles, was für das Bad erforderlich ist, bereits zurechtlegen: Zum Baden selbst brauchen Sie einen weichen Waschlappen, weiterhin 2 Handtücher, eine Windel, die Pflegeutensilien, und eine neue Garnitur Kleidung.
  • Liegt alles bereit, können Sie das Badewasser einlassen: die optimale Wassertemperatur liegt zwischen 37°C und 38°C, dies überprüfen Sie am besten mit einem speziellen Babybadethermometer. Wenn Sie mögen, geben Sie einen Baby-Badezusatz hinzu. Dieser sollte allerdings nicht ölhaltig sein, da Sie sonst Probleme beim Halten des Babys im Wasser bekommen.
  • Der Wasserspiegel in der Wanne sollte eine Höhe von 12 bis 15cm haben. Bevor Sie nun das Baby ausziehen und in die Wanne setzen, kontrollieren Sie unbedingt noch einmal den festen Stand der Badewanne! Außerdem sollte die Wanne in einer Höhe stehen, die für Sie angenehm ist.

Ab ins Wasser – Das Baby in die Wanne setzen

Sind alle Vorbereitungen getroffen, können Sie Ihr Baby ausziehen und anschließend in die Wanne setzen. Wenn es gerade die Windeln voll hatte, sollten Sie es mit Feuchttüchern oder einem Waschlappen nochmals reinigen.

Nun lassen Sie das Baby langsam mit den Füßen zuerst in die Wanne gleiten. Halten Sie es dabei mit einer Hand am oberen Rücken und stützen Sie Nacken und Kopf, die andere Hand liegt unter dem Po. Beobachten Sie Ihr Baby, um zu prüfen, ob es sich wohlfühlt und sprechen Sie mit ihm. Wenn das Baby in der Wanne ist, halten Sie nachwievor seinen Kopf. Dies ermöglicht ihm einerseits, sich im Wasser zu bewegen, zum anderen haben Sie nun eine Hand für den Waschlappen frei.

Wem dieser Badegriff zu instabil ist, der kann auch mit der Hand hinter dem Nacken vorbei den Oberarm greifen. Dann liegt der Kopf Ihres Babys sicher auf Ihrem Unterarm.

Aus hygienischen Gründen wird immer von oben nach unten gewaschen. Zuerst waschen Sie das Gesicht, anschließend Ohren und Hals. Die Haare zu waschen ist nicht wirklich nötig, sie können aber dem Kind mit dem nassen Waschlappen über den Kopf fahren. Nach dem Kopf waschen Sie den Körper, zum Schluss kommen Genitalregion und Po dran. Hilfreich ist auch ein Becher, mit dem Sie Ihrem Kind immer wieder warmes Wasser über den Körper gießen können. Es geht allerdings auch mit der Hand. Die Badezeit sollte 5 bis 7 Minuten nicht überschreiten, da Babys durch ihre verhältnismäßig große Oberfläche leicht auskühlen (kleines Körpervolumen, große Fläche an Haut).

Nach dem Bad

Holen Sie Ihr Baby aus der Wanne, indem sie es wieder unterm Po fassen. Nun ist es wichtig, das Baby schnell in ein Handtuch zu hüllen und gründlich abzutrocknen. Besonders wichtig dabei ist, dass der Kopf schnell trocknet, am besten durch kurzes Fönen auf niedrigster Stufe. Anschließend sollten Sie den Kopf mit einer Baumwollmütze warmhalten. Außerdem müssen die Falten am Hals, unter den Achseln und in der Leiste sehr sorgfältig getrocknet werden. Nun muss das Baby wieder angezogen werden. Am besten von oben nach unten, das vermeidet ein weiteres Auskühlen.

Die beste Zeit fürs Baden

Wann die beste Zeit ist, das Baby zu baden, hängt zum einen vom Schlaf-Wachrhythmus ab, aber auch davon, wie ein Bad auf Ihr Baby wirkt. Manche Kinder sind nach dem Bad hellwach, andere schlafen anschließend sofort ein. Direkt nach dem Essen sollten Babys nicht baden, wenn sie hungrig sind, allerdings auch nicht. Testen Sie verschiedene Zeiten aus und sehen Sie selbst, welche Tageszeit am besten zu Ihnen und Ihrem Baby passt.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist ein gemeinsames Bad mit dem Baby in der großen Badewanne. Die Grundbedingungen sind die gleichen, allerdings sollte eine zweite Person assistieren und das Baby in die Wanne hineinreichen und am Ende des Bades wieder herausholen.

Das Babybad – so geht’s 

Denken Sie zuerst daran, alle zum Baden notwendigen Utensilien griffbereit zu haben. Nehmen Sie sich Zeit, aber vermeiden Sie langes Herumhantieren. Länger als 6-7 Minuten sollte Ihr Baby nicht in der Wanne sein.

Säuglinge frieren schnell, daher sollte man das Kind in einem warmen Raum (mindestens 22°C, besser 24°C Raumtemperatur, evtl. mit einem Heizstrahler oder einer Wärmelampe) und ohne Zugluft baden. Dieser muss allerdings nicht zwangsläufig das Badezimmer sein. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass es je nach Temperament Ihres Babys ausserhalb der Babywanne recht nass werden kann.

Füllen Sie die Wanne mit genügend warmem Wasser. Die Temperatur können Sie gut mit Ihrem Ellenbogen testen. Das Wasser sollte sich dabei weder kalt noch heiss anfühlen. Ideal sind etwa 37°C, also Körpertemperatur. Befindet sich der Wasserhahn gleich über der Badewanne, lassen Sie unbedingt am Schluss ein wenig kaltes Wasser heraus, damit sich Ihr Kind nicht daran verbrennen oder am heraustropfenden Wasser verbrühen kann. Falls Sie nicht ganz auf Badezusätze oder Shampoos verzichten können, achten Sie auf milde, hypoallergene Produkte mit rückfettenden Eigenschaften und ohne Konservierungsstoffe. Sie sollten nur spezielle Babypflegeprodukte kaufen! Dosieren Sie ausserdem möglichst sparsam.

Ziehen Sie Ihr Kind zunächst nur bis auf Windel und Hemdchen aus, damit es nicht friert, während Sie ihm das Gesicht mit einem Waschlappen und klarem Wasser waschen. Die Augen bitte immer vom äusseren Augenwinkel zur Nase hin waschen. Verwenden Sie bei Bedarf für die Reinigung von Nase und Ohren einen Wattebausch, den Sie selbst zur Spitze drehen. Wattestäbchen sind hier nicht zu empfehlen, denn sie verletzen leicht das Trommelfell oder die Nasenschleimhaut und zerstören die Härchen im Gehörgang. Mehr zur Reinigung der Ohren.

Falls nötig, säubern Sie danach den Po und Windelbereich erst mit Wasser oder feuchten Reinigungstüchern, damit das Badewasser nicht verunreinigt wird. Entkleiden Sie Ihr Kind erst dann ganz.

Nach nochmaliger Kontrolle der Wassertemperatur lassen Sie Ihr Baby dann langsam mit den Füssen voran in die Babywanne gleiten. Am sichersten ist es, wenn Sie mit Ihrem Arm unter dem Kopf des Kindes durchgreifen und es am Oberarm festhalten. So liegt es mit dem Hinterkopf auf Ihrem linken Unterarm (wenn Sie Linkshänderin sind auf dem rechten Unterarm), und der Kopf kann sicher nicht untertauchen. Lassen Sie sich diesen Griff in der Geburtsklinik von einer Pflegeperson zeigen! Das Kind sollte bis zu den Schultern im Wasser sein, damit es nicht friert. Wenn das Bäuchlein aus dem Wasser ragt, hält ein Frotteewaschlappen warm.

Mit der freien Hand können Sie Ihr Kind nun waschen. Dem Kind gefällt das Bad meist besser, wenn es mit den Füssen an der Badewannenwand anstossen kann, da es dadurch eine Begrenzung wie zuvor im Mutterleib spürt und sich dadurch sicherer fühlt. Wenn Sie schon etwas Routine haben, können Sie anschliessend das Baby auch auf den Bauch drehen, sein Gesicht muss dabei jedoch unbedingt über das Wasser ragen.

Zuletzt wird der behaarte Teil des Kopfes gewaschen; gelegentlich können Sie dabei auch ein mildes Baby-Shampoo verwenden, vor allem wenn etwas Milchschorf vorhanden ist.

Nachdem die Haare gewaschen sind, sollten Sie das Kind möglichst schnell abtrocknen, denn über den nassen Kopf verliert es rasch viel Wärme. Trocknen Sie es besonders in den Hautfalten der Leistenbeuge und der Kniekehlen, auch am Hals und zwischen den Fingerchen sorgfältig ab. Aber bitte diese empfindlichen Stellen nicht zu sehr reiben, besser nur sanft trocken tupfen!

Wenn Ihr Baby sehr trockene Haut hat, können Sie es nach dem Bad noch mit Mandelöl oder Jojobaöl oder einer Babylotion pflegen. Babypuder, v.a. in Verbindung mit Creme oder Lotion, ist nicht zu empfehlen, da es die Haut austrocknen und zu Reizungen führen kann. Anschliessend können – falls nötig – noch die Finger- und Zehennägel geschnitten werden.

Letzte Aktualisierung : 18-11-19, MR / BF

10 Tipps, um Deinem Baby die Angst vor dem Wasser zu nehmen

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Mögliche Gründe für Angst vorm Wasser

Wenn Dein Baby Angst vor dem Wasser hat, dann kann das viele Gründe haben. Bei den wenigsten Babys ist diese Angst jedoch von Geburt an vorhanden. Meist entwickelt sich die Wasserscheu erst nach einiger Zeit, zum Beispiel, weil Dein Kind einmal versehentlich mit dem Kopf untergetaucht ist, Seife ins Auge bekommen hat oder sonstige stressige oder unangenehme Situationen mit der Wanne in Verbindung bringt. Und auch, wenn es in Deinen Augen nur ein kleiner Vorfall war, können schon kleine Unsicherheiten im fremden Element für Dein Baby ein traumatisches Erlebnis darstellen.

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Dem Baby Sicherheit geben

Wenn die Angst vor dem Wasser erst einmal da ist, erfordert es viel Geduld und Einfühlungsvermögen, Deinem Kind dabei zu helfen, wieder Vertrauen zu gewinnen und das Baden genießen zu können. Es ist dabei besonders wichtig, dass Du Dir und vor allem Deinem Baby Zeit gibst, sich Schritt für Schritt an die Situation zu gewöhnen. Es muss spüren, dass Du ihm Sicherheit geben kannst, da es vollkommen von Dir abhängig ist. Hier findest Du wertvolle Tipps, mit denen Du Deinem Baby das Baden so angenehm wie möglich machen kannst:

  • Wassertemperatur prüfen: Ein Grund, warum sich Dein Baby in der Wanne unwohl fühlen könnte, ist eine zu hohe Wassertemperatur. Überprüfe deshalb vor jedem Bad sehr sorgfältig, dass das Wasser nicht zu heiß ist. Die ideale Temperatur liegt zwischen 35°C und 37°C. Auch zu kaltes Badewasser kann für Dein Baby unangenehm sein, da es in diesem Fall schneller zu frieren beginnt.
  • Wasserhöhe: Wenn Du Dein Neugeborenes badest, muss nicht sein ganzer Körper mit Wasser bedeckt sein. Einige Zentimeter reichen vollkommen aus, um Dein Baby gründlich zu waschen. Das hat auch den Vorteil, dass Dein Baby nicht im Wasser schwebt, sondern mit dem Po auf dem Wannenboden aufliegen kann, was den meisten Kindern ein Gefühl von Sicherheit vermittelt. Bei einem zu hohem Wasserstand ist die Gefahr außerdem höher, dass Dein Kind Dir entgleitet und Wasser schluckt.
  • Andere Wanne: Eine geräumige Wanne mag für Dich komfortabel sein, Babys mögen es in der Regel jedoch eher eng. Schließlich sind sie vor der Geburt auch mit sehr wenig Platz ausgekommen und waren dort immer geborgen. Du kannst deshalb darüber nachdenken, statt einer herkömmlichen Babywanne einen sogenannten Badeeimer zu verwenden. Dein Baby nimmt darin automatisch eine Haltung ein, die der im Mutterleib ähnelt und kann sich darüber hinaus mit dem eigenen Körper an der Wannenwand abstützen, was ihm Sicherheit verleiht. Außerdem kann es nicht wegrutschen und mit dem Kopf untertauchen.
  • Anders ins Wasser setzen: Viele Babys werden unruhig, wenn sie zu schnell und mit dem Rücken voran in die Badewanne gesetzt werden. Sie können dann nicht nachvollziehen, was mit ihnen geschieht und fangen an zu weinen. Du kannst Deinem Baby den Einstieg ins Wasser angenehmer machen, indem Du zunächst seine Füße ins Wasser steckst und Dein Baby so ganz vorsichtig das nasse Element erkunden lässt. Führe dann langsame, wiegende Bewegungen aus, um Dein Kleines Stück für Stück weiter ins Wasser einzuführen.
  • Griff überprüfen: Damit Dein Baby Dir beim Baden nicht aus der Hand rutscht, solltest Du es gut festhalten. Allerdings ist der Körper Deines Kindes sehr zart und empfindlich und ein zu fester Griff kann schnell unangenehm werden. Achte deshalb darauf, Dein Baby nicht zu grob anzufassen und lockere gegebenenfalls Deinen Griff. Wenn Du Deinen linken Arm unter den Rücken Deines Babys legst und mit der Hand seine linke Schulter umfasst, kannst Du es auch ohne große Krafteinwirkung sicher halten.
  • Spielzeug: Es ist gut möglich, dass Dein Baby sich während des Waschens einfach langweilt und deshalb zu schreien beginnt. Versuche, ihm ein Spielzeug anzubieten, mit dem es sich beschäftigen kann, während Du seinen Körper wäschst. Das kann zum Beispiel eine Quietscheente sein. Vielen Kindern reicht jedoch auch schon ein eigener Waschlappen, an dem sie Saugen können oder das Badethermometer.
  • Feste Abläufe: Versuche, darauf zu achten, dass die Badeprozedur immer gleich abläuft. Sich wiederholende Strukturen können auch schon sehr kleinen Kindern dabei helfen, sich zu orientieren und das, was um sie herum geschieht, richtig einzuordnen. Du kannst beispielsweise eine Art Ritual einführen, mit dem Du Dein Kind in die Badesituation holst oder Dein Baby immer auf die gleiche Art in die Wanne setzen. So kannst Du verhindern, dass Dein Baby in der ohnehin schon aufregenden Situation überfordert wird.
  • Richtige Atmosphäre: Wenn Dein Baby sich beim Baden nicht sehr wohl fühlt, ist es besonders wichtig, dass es dabei Ruhe finden kann. Wähle deshalb einen Zeitpunkt für das Bad, zu dem auch Du ruhig und entspannt bist und Dir viel Zeit für Dein Kleines nehmen kannst. Versuche, Lärm und Störungen während des Badens zu vermeiden und vermittle deinem Kind das Gefühl, dass das Bad ein eigenständiges Erlebnis ist und keine Routineaufgabe, die einfach nur abgewickelt wird.
  • Gute Vorbereitung: Eine gute Vorbereitung ist sehr wichtig, damit Du Dich während des Badens ausschließlich auf Dein Kind konzentrieren kannst. Was Du alles vor dem Bad beachten solltest, erfährst Du im Artikel „5 wichtige Vorbereitungen für das Babybad“.
  • Gemeinsam baden: Lebe Deinem Kind vor, dass Baden ein schönes Erlebnis ist. Dazu bietet es sich an, gemeinsam mit deinem Kind in die Wanne zu steigen. Die Nähe im Wasser kann deinem Kind zusätzliche Sicherheit verleihen und die Bindung zwischen Dir und Deinem Baby festigen.

Wichtig: Du solltest Dein Baby nie zu etwas zwingen. Wenn es sich trotz aller Bemühungen immer noch sträubt und von der Situation sehr gestresst wird, solltest Du das Bad besser abbrechen. Mit Geduld und viel Zuneigung kannst aber sicher auch Du es schaffen, Deinem Baby die Angst vor dem Wasser zu nehmen und das Baden zu einer seiner Lieblingsbeschäftigungen werden zu lassen.

Baby baden

Baby baden: Schreien beim Baden? Nicht alle Babys lieben es

Wenn Sie Ihr Baby baden, ist dies oft eine große Freude für alle Beteiligten. Das Plantschen im warmen Wasser und der Körperkontakt zu Mutter oder Vater gefallen vielen Babys. Macht das Baby aber mit lautem Geschrei deutlich, dass es das Baden nicht mag, sollten Eltern darauf hören und ihr Kind lieber von Kopf bis Fuß mit dem Waschlappen waschen. Babys sollten nicht zum Baden gezwungen werden.

Badewanne, Babywanne, Waschschüssel oder Badeeimer für Babys?

Normale Badewannen eignen sich weniger als Babywannen oder –eimer, denn in ihnen ist das Baden von Babys oft recht unhandlich. Der Fachhandel bietet verschiedene Modelle an, in denen Ihr Baby baden kann. In kleinen Babybadewannen liegen die Babys, während sie vom badenden Elternteil gehalten werden müssen. Im sogenannten Badeeimer sitzt das Baby vertikal, so hat Vater oder Mutter beide Hände frei.

Viele Babys lieben das Baden im Badeeimer, da er ihnen das Gefühl von Geborgenheit vermittelt. Zur Not kann auch mit einer großen Schüssel aus der Küche improvisiert werden.

Aber egal worin das Baby gebadet wird, es sollte keinesfalls auch nur einige Sekunden allein gelassen werden!

Welche Utensilien werden zum Baden benötigt?

Neben dem Behälter, in dem das Baby gebadet wird, werden noch einige Dinge benötigt. Hierzu zählen möglichst kuschelige Handtücher, zwei Waschlappen, frische Kleidung und ein Badethermometer. Eine Wärmelampe, unter der das Baby anschließend abgetrocknet und angezogen werden kann, ohne dass das Kind frieren muss, kann hilfreich sein, ist aber kein Muss. Badezusätze oder Lotionen sind nicht unbedingt erforderlich, da die Babyhaut hierfür meist noch zu sensibel ist. Auch Shampoo für die Haare ist die ersten Monate noch nicht notwendig.

Eltern, die bei ihrem Baby nicht auf Badezusätze verzichten wollen, können das Badewasser mit einer Tasse Kuh- oder Muttermilch, einem Esslöffel Olivenöl oder einem Schuss Sahne ergänzen. Wichtig ist jedoch, dass Badezusätze für Babys tensidfrei, ölig und rückfettend sind. Nach dem Bad können eventuell trockene Körperstellen des Babys mit Creme versorgt werden.

Baby baden: Anleitung – so funktioniert es

Manche Babys schlafen nach dem Baden besonders gut, andere sind nach dem Bad wacher und lebhafter. Es gibt hier also keine empfehlenswerte Tageszeit fürs Babybad. Wichtig ist jedoch, dass Eltern und Kind vor dem Baden schon eine gewisse Ruhe haben sollten. Planen Sie am besten einen festen Badetag in Ihren Alltag ein, um eine Routine zu entwickeln.

Das Badewasser für Babys sollte etwa 36 bis 37° C betragen. Mit dem Thermometer lässt sich die Temperatur leicht bestimmen. Die Raumtemperatur sollte bei etwa 24° C liegen und im „Badezimmer“ sollte Zugluft vermieden werden. Diese Voraussetzungen gelten ebenso für Winter wie für Sommer. Idealerweise stehen zwei Waschlappen zur Verfügung, einer für Po und Genitalbereich, der andere für den Rest.

Ein Baby sollte von oben nach unten gewaschen werden, zuerst Gesicht und Kopf, dann die Arme und den Oberkörper, später die Beine und zuletzt Genitalbereich und Po. Bei Mädchen werden im Genitalbereich nur die äußeren Schamlippen gereinigt, und zwar von Genital in Richtung Po, damit keine Keime in den Genitalbereich gelangen können. Bei Jungen darf beim Reinigen des Genitalbereichs nicht die Vorhaut zurückgezogen werden, diese löst sich nämlich erst zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr.

Baby baden: Wie lange?

Kleine Babys sollten noch nicht länger als fünf Minuten baden, bei älteren Babys kann die Badezeit dann schon zehn Minuten betragen.

Baby baden: Wie oft?

Prinzipiell reicht ein einmaliges Baden pro Woche aus, wobei ein Bad nicht zwingend notwendig ist. Babys, die das Baden nicht tolerieren, können auch gut mit einer Ganzkörperwäsche mit dem Waschlappen gereinigt werden. Zu häufiges Baden ist nicht gut für die empfindliche Haut der Babys.

Baby baden nach Stillen: Ist das in Ordnung?

Der richtige Zeitpunkt zum Baden ist dann, wenn Ihr Baby munter ist. Es sollte nicht ungeduldig sein, weil es gerade eigentlich Hunger hat. Baden Sie Ihr Kind also, nachdem Sie es gestillt haben – aber nicht unmittelbar danach.

Welche Regionen werden beim Baby baden gereinigt?

Babys werden nicht wirklich schmutzig, was jedoch passieren kann ist, dass sich Fussel der Kleidung in Körperfalten verstecken und so Hautirritationen hervorrufen können. Besonders in den Kniekehlen, hinter den Ohren, im Nacken und den Achseln können sich Fasern der Kleidung befinden. Die Reinigung der Ohren darf nicht bis in den Gehörgang reichen, Wattestäbchen sind tabu. Mit ihnen kann der Gehörgang des Babys verletzt oder der Ohrenschmalz ins Innenohr geschoben werden, was keinesfalls geschehen sollte.

Baby baden: Ohren unter Wasser?

Generell halten Sie Ihr Baby beim Baden in einer Position, in der sich die Ohren über der Wasseroberfläche befinden. Natürlich lässt es sich trotzdem nicht immer vermeiden, dass die Ohren mal kurz unter Wasser kommen. Trocknen Sie die Ohren danach gut ab und sorgen Sie dafür, dass sie durch eine Kopfbedeckung vor Zugluft geschützt sind.

Muss der Bauchnabel des Babys zum Baden schon ganz verheilt sein?

Beim Baby baden spielt es keine Rolle, ob der Nabelschnurrest noch da ist. Wichtig ist, dass dieser in Ordnung ist und keine Auffälligkeiten zeigt. Nach dem Baden sollte der Nabel und die Nabelgegend gut trockengetupft werden. Manche Mütter trocknen die Nabelgegend behutsam mit dem Fön. In den ersten 14 Tagen, in denen der Nabel verheilt, sollte die Windel des Kindes nur bis unterhalb des Nabels reichen, um ihn nicht zu reizen.

Bei Unsicherheiten Fachleute fragen

Wenn Eltern in Fragen rund um das Baden von Babys nicht sicher sind, sollte die Hebamme oder der Kinderarzt um Rat gebeten werden.

BADEN: AB WANN, WIE LANGE UND WOMIT?

Euer Baby baden will geübt sein: ab wann, wie lange und womit? Damit beim Planschen im Wasser der Spaß auch nicht zu kurz kommt, haben wir für euch alle wichtigen Fragen zum Thema zusammengefasst. Viel Freude beim Ausprobieren und Entdecken.

Ab wann dürft ihr euer Baby baden?

Direkt nach der Geburt sollte euer Baby nicht gebadet werden. Wartet bitte, bis die Nabelschnurreste abgefallen sind und alles schön verheilt ist. Seid ihr euch unsicher, könnt ihr auch eure Hebamme oder den Kinderarzt um Rat fragen. Davor reichen ein weicher Waschlappen und klares Wasser vollkommen aus.

Worin könnt ihr euer Baby baden?

Das erste Bad eures Säuglings kann ganz entspannt in der heimischen Badewanne stattfinden. Auch eine erhöhte Babybadewanne erfüllt ihren Zweck. Findet eine Höhe, bei der ihr selbst nicht verkrampft stehen müsst. Habt ihr euch für einen Badeeimer entschieden, verwendet bitte dafür vorgesehene Babybadeeimer.

Was braucht ihr noch?

Bevor es losgeht, solltet ihr ein Badethermometer und einen weichen Waschlappen bereitlegen. Legt auch ein saugstarkes Handtuch bereit, das den kleinen Körper sanft trocknet. Handtücher mit Kapuze oder ein Baby-Poncho schützen zusätzlich das kälteempfindliche Köpfchen nach dem Baden.

Wie hoch ist die optimale Temperatur?

Die optimale Wassertemperatur liegt zwischen 37 und 38 Grad. Badethermometer helfen, die Temperatur während des Badens im Blick zu behalten. Auch auf die Raumtemperatur solltet ihr achten. Angenehme 22 Grad sind im Badezimmer von Vorteil. Vermeidet unbedingt Zugluft, indem Türen und Fenster während des Badens geschlossen bleiben.

Wie lange dürfen Babys baden?

Bis zu einem Alter von drei Monaten sollten Babys maximal 5 bis 10 Minuten im Wasser verbringen. Mit jedem Lebensmonat darf der Badespaß um 5 Minuten verlängert werden. Kurzes Beispiel: Euer Baby ist fünf Monate alt? Dann beträgt die maximale Badezeit 15 bis 20 Minuten. Badet euer Baby besser nicht so lange und dafür bei angenehmen 37 bis 38 Grad.

Braucht ihr beim ersten Baden spezielle Babypflege?

Ihr könnt vom ersten Badetag an ein paar Tropfen Baby Bio-Öl mit ins Badewasser geben. Das Baby-Entspannungsbad pflegt zudem sanft die sensible Babyhaut. Der feine Kamillenduft hat eine beruhigende Wirkung. Wichtig ist, dass alle Produkte frei von Konservierungsstoffen sind und speziell für die empfindliche Haut von Babys entwickelt wurden.

Wie oft dürft ihr euer Baby baden?

Ab der sechsten bis achten Woche könnt ihr euer Baby ein- bis zweimal pro Woche baden. Ob ihr euer Baby besser morgens oder abends badet, bleibt euch überlassen. Ein festes Ritual, wie zum Beispiel vor dem Schlafengehen, schafft Vertrauen. Wichtig ist, eine Tageszeit zu wählen, in der ihr nicht gestresst oder abgelenkt seid. Badet euer Baby am besten nach dem Füttern und einer kleinen Verdauungspause von mindestens 15 Minuten – so kommt der große Hunger nicht während dem Badespaß auf.

Die meisten Babys lieben das Baden. Kein Wunder, schließlich hat euer Spross über neun Monate im komfortabelsten Pool der Welt verbracht. Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren, auch wenn euer Baby mal nicht gleich baden will. Probiert einfach verschiedene Sachen aus und ändert die Details. Manchmal führen viele Wege zum vergnügten Badespaß.

Du hast es Dir so schön vorgestellt: Wie Du Dein Baby regelmäßig in seiner Babywanne badest, Du es später mit in die große Badewanne nimmst oder Ihr die ersten Planschversuche beim Babyschwimmen unternehmt. Doch dann kommt alles anders: Dein Baby schreit wie am Spieß, sobald es mit Wasser in Berührung kommt. Was Du tun kannst, wenn Dein Baby Angst vor Wasser hat, erfährst Du in diesem Artikel.

Warum hat Dein Baby Angst vor Wasser?

Die meisten Babys baden gerne, da sie das warme Wasser an die Zeit im Mutterbauch erinnert. Deshalb besteht die Angst vor Wasser normalerweise nicht von Anfang an, sondern durch schlechte Erlebnisse, beispielsweise wenn der Kopf des Babys aus Versehen ins Wasser getaucht wurde. Oder Du hast selbst Angst davor, Dein Baby im Wasser falsch zu halten, und diese Angst überträgt sich auf das Baby.

Wie kannst Du Deinem Baby die Angst vor Wasser nehmen?

Wenn Dein Baby bereits schlechte Erfahrungen mit Wasser gemacht hat, erfordert es viel Einfühlungsvermögen und Geduld von Dir, damit Dein kleiner Schatz wieder Vertrauen fasst und Wasser mit etwas Positivem verbindet. Du selbst musst dabei absolute Ruhe und Sicherheit ausstrahlen und Deinem Baby vermitteln, dass es sich auf Dich verlassen kann.
Dabei solltest Du auf folgende Dinge achten:

Nicht zu heiß oder zu kalt baden

Vielleicht badet Dein Baby nicht gerne, da ihm das Wasser in der Wanne zu warm oder zu kalt war. Miss deshalb die Wassertemperatur mithilfe eines Thermometers, sie sollte etwa 36 Grad betragen.

Wanne oder Eimer?

Vielleicht mag Dein Baby auch einfach die Badewanne nicht, die Du gekauft hast. Babys mögen die Enge, die sie aus dem Bauch kennen. In einer kleineren Wanne oder einem Badeeimer hat es einen besseren Kontakt zur Wannenwand und kann nicht so schnell wegrutschen. Dies gibt Deinem Baby die Sicherheit, die es unbedingt braucht. Ein Neugeborenes kannst Du vielleicht auch einfach im Waschbecken baden.

Nie müde in die Wanne

Dein Baby sollte während des Badens und auch zum Babyschwimmen-Termin weder müde noch hungrig sein, so dass es sich gut gelaunt in die Fluten stürzen kann 😀 Wir baden unseren Sohn meist etwa 30 Minuten nach dem Abendessen, damit die Mahlzeit schon etwas verdaut wurde. Anschließend geht es ins Bett, da das Baden ihn immer sehr müde macht.

Gut vorbereitet sein

Bereite schon vor dem Baden alles vor, was Du dafür und danach benötigt, sodass Du beispielsweise nicht anschließend noch schnell das Handtuch, neue Kleidung oder Windel holen musst. Mache schon einige Minuten vorher die Wärmelampe an oder lege das Handtuch auf die Heizung, so dass Deinem Baby nach dem Bad nicht kalt wird. Gut vorbereitet kannst Du Dich vollständig auf Deinen Schatz konzentrieren und verbreitest keine Hektik.

Badewanne nicht zu voll machen

Wir haben anfangs den Fehler gemacht, dass wir zu viel Wasser in die Wanne gegeben haben. So schwebte unser Sohn im Wasser und wir mussten aufpassen, dass er uns nicht untergluckert. Viel besser ist es, wenn Du nur einige Zentimeter hoch Wasser in die Wanne gibst, so dass Dein Baby mit seinem Po auf dem Wannenboden liegt. Dieser Kontakt vermittelt Deinem Baby Sicherheit und es wird deutlich ruhiger sein.

Gewöhne Dein Baby sanft ans Wasser

Babys sollten auf keinen Fall sofort mit dem ganzen Körper ins Wasser getaucht werden. Stattdessen tauchst Du erst die Füßchen ein, lässt ein wenig Wasser über die Beine und Arme laufen und lässt es dann nach und nach immer weiter ins Wasser gleiten, damit es sich langsam an die neue Situation gewöhnen kann.

Baby beim Baden richtig festhalten

Gerade am Anfang sind sich Eltern oft unsicher, wie genau sie ihr Baby im Wasser halten sollen. Aus Angst wird das Kleine dann oft zu stark gehalten, so dass es ihm unangenehm ist und zu schreien anfängt. Dabei ist es gar nicht so schwer, das Baby sicher im Wasser festzuhalten: Dazu nimmst Du Deinen linken Arm und führst ihn unter dem Rücken deines Babys zu dessen linken Schulter, die Du mit der Hand umfasst. So brauchst Du kaum Kraft, um Deinen Schatz sicher im Wasser zu halten.

Entspannte Bade-Atmosphäre

Du solltest Dein Baby nur baden, wenn Du genügend Zeit dafür hast und nicht im Stress bist. Versuche, Lärm oder andere Störungen zu vermeiden. Wenn Dein Baby Musik mag, mach’ ein wenig Hintergrundmusik an und zeige ihm, dass Du es gerne badest und ganz entspannt bist.

Findet Euer Bade-Ritual

Sicher hast Du schon davon gehört, wie wichtig Rituale für Babys sind. Auch beim Baden trifft dies zu. Gehe deshalb jedes Mal gleich vor, so dass Dein Baby schon weiß, was als nächstes kommt. Du könntest beispielsweise jedes Mal ein bestimmtes Lied singen, Badespielzeuge herausholen und Dein Baby nach dem Bad noch auf dem Wickeltisch unter der Wärmelampe massieren. Diese Bade-Rituale schafft Sicherheit und Vertrauen bei Deinem Baby.

Spielzeug zur Ablenkung

Bei meinem Sohn hat es immer sehr gut funktioniert, wenn mein Mann ihn während des Waschens mit einem Spielzeug ablenkte. So war er nicht gelangweilt und die Zeit ging schneller für ihn vorbei. Sehr beliebt war seine Badeente oder Spritzfiguren.

Gemeinsam mit Deinem Baby baden

Manche Babys fühlen sich deutlich geborgener und sicherer, wenn sie mit Mama oder Papa zusammen in der großen Badewanne baden. Ein schönes gemeinsames Erlebnis, das die Bindung zwischen Dir und Deinem Baby festigen kann.

Wichtig ist, dass Du nicht alleine bist, wenn Du mit Deinem Baby gemeinsam badest – vor allem, wenn es noch nicht sitzen kann. Es sollte immer jemand da sein, der Dein Baby entgegennehmen und sofort warm einpacken kann, wenn Du aus der Wanne steigst. Eine Anti-Rutsch-Matte in der Wanne macht das gemeinsame Baden ebenfalls sicherer.

Geh das Thema Wasser entspannt an

Wichtig ist, dass Du Dein Baby oder Kleinkind nie zu etwas zwingen solltest! Breche das Bad notfalls ab, wenn Dein Schatz sich nicht beruhigt, und versuche es einige Tage später erneut mit ganz viel Ruhe, Gelassenheit und Liebe. Ich drücke Dir die Daumen, dass Dein kleiner Schatz die Angst oder Abneigung vor dem Wasser schnell wieder verliert und wieder Freude am Wasser findet.

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