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So bereiten Sie Ihr Kind richtig auf die Schule vor

Im Kindergarten wird auch gearbeitet und etwas geschaffen, doch geschieht dies für die Kinder noch eher freiwillig und spielerisch. Hier ist es auch in Ordnung, wenn ein Kind mal ein paar Tage etwas anderes unternimmt oder nicht mitmachen will. In der Regel können die Kinder aus einem großen Angebot wählen.

Doch wie wird es im kommenden Jahr aussehen, wenn die Kinder sich an Regeln halten müssen und in einem zeitlich festgelegten Rahmen täglich neue Dinge lernen? Schon jetzt hören sie immer wieder von Kindern aus der Nachbarschaft, die schon von eins bis 100 zählen können. Ein anderes Nachbarskind kann ohne einen einzigen Fehler das Alphabet aufsagen. Aber was muss ein Kind denn nun können, wenn es in die Schule kommt?

Lesen, Rechnen und Schreiben

Das sind die Fähigkeiten, die einem Kind in der Schule beigebracht werden, von einem Vorschulkind wird das nicht erwartet. Sollte ein Kind also bisher „nur“ in der Lage sein, seinen eigenen Namen zu schreiben und das auch manchmal noch spiegelverkehrt, dann ist das völlig in Ordnung und kein Anlass zur Sorge.

Zahlen erobern

Es ist von Vorteil, wenn Ihre Kinder sich mit Zahlen bereits ein wenig auskennen. Das bedeutet, dass sie bis 10 oder vielleicht auch ein wenig weiter zählen können. Dabei gibt es viele Hilfen und Tricks die Sie anwenden und einsetzen können. Jeder Mensch hat Finger, die er abzählen kann. Fingerspiele helfen dabei. Dann können z.B. Schritte, Stufen, Teller, die auf den Tisch gestellt werden, gezählt werden – und so weiter. Dinge können immer und überall gezählt werden. Besonders spannend wird das Ganze auch dann, wenn es wieder rückwärts sein soll. Dabei kann man dann auch rückwärts gehen, dann macht das Ganze noch viel mehr Spaß!

Auch Würfelspiele sind eine gute Vorbereitung. Nach einiger Übung schaffen es die Kinder, die Würfelbilder nicht mehr auszuzählen, sondern sie kennen den jeweiligen Wert.

Es können auch Nudeln, Perlen, Steine oder andere kleine Dinge gesucht und dann gebündelt werden, so dass sie immer zehn ergeben.

Buchstabensalat

Buchstaben sind ein hochkompliziertes System, mit dem man unsere gesprochene Sprache auf Papier bringen kann.

Was für einen Erwachsenen völlig klar ist, ist für ein Kind zunächst einmal ein totales Chaos aus vielen mehr oder minder ähnlichen Zeichen. Zusätzlich kommt erschwerend hinzu, dass die Buchstaben anders genannt werden, als wir sie aussprechen.
ND heißt für jemanden, der die Namen der Buchstaben nur kennt „Ende“ und RD „Erde“. Das erlernen des Alphabets ist also nicht nur überflüssig, sondern kann den Lese- und Schreiblernprozess leider auch negativ beeinflussen. Wenn Kindern Buchstaben beigebracht werden, dann bitte immer nur die Laute und nicht die Namen der Buchstaben.
Sinnvolle Übungen sind erste Sensibilisierungen der Kinder für Laute. Zum Beispiel „Wir suchen heute Wörter, die alle mit A wie Affe anfangen!“ oder „Wo hörst du das (T) wie Tanne in dem Wort Elefant? Vorne, in der Mitte oder am Ende?“

Aus Zeitschriften oder Katalogen können Dinge ausgeschnitten werden, die alle mit demselben Buchstaben beginnen. Dabei muss noch darauf geachtet werden, dass „Au“, „Ei“, „Sch“ usw. eigenständige Laute sind. Wird nach Wörtern mit E gesucht, dann ist zum Beispiel das „Eis“ nicht gefragt, denn es beginnt mit einem anderen Laut! Spricht man es ganz genau, dann klingt es sogar wie „A-i-s“. Darum sollten diese Worte besser ausgeklammert werden.

Wie kommen die Kinder im Schulalltag klar?

Die meisten Eltern sind mehr als überrascht, wenn sie sich einmal genau anschauen, was ihre Kinder im Kindergarten schon alles gelernt haben.

Hier ein paar Beispiele:

  • Die Kinder kennen ihren Kleiderhaken im Kindergarten, hängen dort ihre Jacke auf und wissen ganz genau, wo ihre sonstigen Dinge zu finden sind.
  • Sie können einen Stuhlkreis mit anderen zusammen bilden, sie können zuhören und auch erzählen.
  • Die Kinder sind in der Lage, sich ihr Spielzeug auszusuchen, sie holen es sich in der Regel selbstständig und stellen es auch wieder eigenständig zurück.
  • Sie richten sich nach Anweisungen der Erzieherinnen und halten diese ein.

Dies ist nur eine kleine Auswahl!

Schule ist in der ersten Zeit nichts anderes. Die Kinder müssen selbstständig in die Klasse gehen, sie müssen arbeiten, erzählen und zuhören – das sind in der Regel alles Fähigkeiten, die sie schon können!

Was sollten Kinder noch können?

Es gibt viele Sachen, die die Kinder können sollten, bevor sie in die Schule kommen und die mit den Eltern gemeinsam eingeübt werden können.

  • Schleife binden:

Dies sollten die Kinder können. Wenn das nicht pünktlich zum Schulanfang klappt, erst einmal auf Schuhe mit Klettverschlüssen zurückgreifen und weiterüben!

  • Stifte halten:

Stifte müssen mit einem Pinzettengriff gehalten werden. Dazu wird der Stift zwischen dem Daumen und dem Mittelfinger der rechten oder linken Hand gehalten. Mit dem Zeigefinger derselben Hand wird dann unterstützt. Dies sollten die Kinder unbedingt können. Geübt werden kann dies beim Malen und Ausmalen.

  • Papier schneiden

Der Umgang mit der Schere ist auch sehr wichtig. Zeitungen und Zeitschriften bieten herrliche Motive zum Ausschneiden.

  • Papier reißen

Zur Schulung der Feinmotorik ist auch das Zerreißen von Papier eine sehr gute Übung. Auch hier sind Zeitungen und Kataloge sehr gut geeignet.

  • Faltübungen

Es müssen nicht immer komplizierte Origamigebilde sein, Schiffe, Portemonnaies, Hüte etc. sind ebenfalls sehr gut geeignet.

  • Merkspiele

„Ich packe in meinen Koffer“ kann man in ganz vielen verschiedenen Abwandlungen spielen. Das klappt auch auf Autofahrten oder in der Badewanne.

  • Lieder

Laut und auch ruhig ein bisschen schief. Singen macht den Kindern jede Menge Spaß!

  • Balancieren und auf einem Bein stehen

Um ein besseres Körpergefühl zu bekommen, sollten Kinder so oft wie möglich jede Art der Bewegung nutzen. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Ausprägung des Gleichgewichts. Auch Fahrradfahren, Roller und Inline-Skates unterstützen dieses.

  • Schulweg einüben

Der Schulweg sollte mit dem Kind geübt werden. Vielleicht können sich mehrere Kinder verabreden und gemeinsam auf dem Schulweg ein wenig spielen und erste Erfahrungen sammeln.

Positives Gefühl zur Schule vermitteln

Kinder sollten nie den Eindruck bekommen, dass die Schule etwas Schlimmes ist oder etwas, das unangenehm sein könnte. Die Kinder sollten das Gefühl bekommen, dass sich alle gemeinsam auf die Schule freuen und es ein großes und spannendes Abenteuer wird.

Checkliste Schulfähigkeit: Ist Dein Kind reif für die Schule?

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Schulfähigkeit: Geistige Entwicklung

Um in der Schule gut zurechtzukommen, sollte Dein Kind auf einem gewissen intellektuellen Entwicklungsstand sein. Folgende Fähigkeiten können darauf hindeuten, dass Dein Kind geistig schon bereit für die Schule ist:

  • Dein Kind kann verschiedene Symbole erkennen und unterscheiden, zum Beispiel Verkehrsschilder, Firmenlogos, Automarken, einzelne Zahlen oder Buchstaben.
  • Dein Kind kann sich über einen Zeitraum von etwa einer halben Stunde auf eine Sache konzentrieren.
  • Dein Kind kann Einzelheiten aus größeren Zusammenhängen erkennen, zum Beispiel einzelne Laute aus einem Wort heraushören, Farben in einem Bild erkennen, detaillierte Bilder selber malen oder Puzzles mit 20 Teilen lösen.
  • Es ist bereit, sich auch mal anzustrengen, um eine Aufgabe zu lösen.
  • Es ist bereit, eine Weile zu warten, bis es Deine ungeteilte Aufmerksamkeit bekommt.
  • Dein Kind kann Regeln akzeptieren und Anweisungen verstehen und befolgen.

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Schulfähigkeit: Körperliche Entwicklung

Für die Schulfähigkeit Deines Kindes spielt auch seine körperliche Entwicklung eine wichtige Rolle. Folgende körperlichen Fähigkeiten braucht Dein Kind in der Schule:

  • Die Sehfähigkeit Deines Kindes ist normal entwickelt und es hat keine Sehschwäche, die eine Einschränkung beim Lesen und Schreiben lernen sein könnte. Früh erkannte Einschränkungen können durch eine Brille ausgeglichen werden.
  • Das Gehör Deines Kindes ist gut entwickelt, sodass keine Hörschädigung dem Lesen- und Schreibenlernen im Weg steht. Auch eine Hörschädigung kann durch ein Hörgerät ausgeglichen werden, wenn sie erkannt wird.
  • Dein Kind hat genügend körperliche Ausdauer, den Schulranzen in die Schule zu tragen und einen ganzen Vormittag durchzuhalten, ohne müde und schlapp zu werden.

Schulfähigkeit: Motorische Entwicklung

Auch die Motorik Deines Kindes spielt für die Schulfähigkeit eine entscheidende Rolle. Folgende feinmotorischen und grobmotorischen Fertigkeiten sollte sich Dein Kind bis zur Einschulung angeeignet haben:

  • Dein Kind kann auf einem Bein stehen und ein paar Mal hüpfen. Es hat keine Probleme, sein Gleichgewicht zu halten, wenn es auf einer kleinen Mauer balanciert.
  • Dein Kind sollte ohne Hilfe die Schuhe binden und sich alleine an- und ausziehen können, denn beim Umziehen für den Sportunterricht wird das von ihm verlangt.
  • Dein Kind beherrscht auch komplexe Bewegungsabläufe, zum Beispiel Seilchenspringen oder einen Ball werfen und fangen.
  • Es kann einen Stift unverkrampft und locker zum Malen in der Hand halten. Beim Ausmalen hält es sich an die vorgegebenen Linien des Ausmalbildes.
  • Auch eine Schere macht Deinem Kind keine Probleme. Es kann beim Basteln auch kleine Formen aus Papier ausschneiden.

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Schulfähigkeit: Sprachliche Entwicklung

Sprachliche Kompetenzen sind in der Schule besonders wichtig, damit Dein Kind richtig lesen und schreiben lernen kann. Schulfähigkeit im sprachlichen Bereich zeichnet sich durch folgende Entwicklungsschritte aus:

  • Dein Kind kann alle Laute der deutschen Sprache erkennen und korrekt aussprechen.
  • Es kann auch längere Sätze ohne grammatikalische Fehler sprechen.
  • Es kann zuhören, wenn jemand anderes spricht und auf das Gesagte reagieren.
  • Es kann eine Geschichte logisch zusammenhängend erzählen.
  • Es kann seinen Namen, seine Adresse und seine Telefonnummer problemlos aufsagen.

Schulfähigkeit: Emotionale Entwicklung

Schulfähigkeit macht sich auch in der emotionalen Entwicklung Deines Kindes bemerkbar. Wenn Dein Kind eingeschult wird, sollte es zu folgenden Dingen in der Lage sein:

  • Dein Kind kann seine Bedürfnisse selbst kontrollieren, es hält eine Weile ohne Toilette aus und kann auch auf die nächste Mahlzeit eine Zeit lang warten.
  • Es ist selbstständig und braucht nicht permanent Beschäftigung oder Zuwendung durch einen Erwachsenen. Es hat auch keine Probleme damit, ein paar Stunden ohne Dich auszukommen.
  • Es ist bereit, sich schnell auf neue, ungewohnte Situationen einzustellen.
  • Es kann auch mal verlieren und hält eigene kleine Fehler und Rückschläge aus, ohne gleich in Tränen auszubrechen.
  • Es stellt viele Fragen, interessiert sich für Hintergründe und Zusammenhänge von alltäglichen Dingen, es ist neugierig und wissensdurstig.

Schulfähigkeit: Soziale Kompetenzen

Die sozialen Kompetenzen Deines Kindes sind ein wichtiger Bestandteil der Schulfähigkeit. Dein Kind wird in der Schule mit einer Gruppe fremder Kinder konfrontiert, mit denen es lernen und seinen Alltag verbringen soll. Darum sind diese sozialen Fähigkeiten bei der Einschulung wichtig:

  • Dein Kind kann auf andere Kinder zugehen und Freundschaften aufbauen, aber auch beenden, wenn es von einem anderen Kind schlecht behandelt wird.
  • Es kann sowohl seine eigenen Interessen durchsetzen, als auch zurückstecken, wenn das nötig ist.
  • Dein Kind ist in der Lage, gemeinsam mit anderen Kindern kleinere Aufgaben zu erfüllen.
  • Auch bei Streitigkeiten und Auseinandersetzungen mit anderen Kindern braucht es nur noch selten Deine Hilfe, denn es löst seine Konflikte weitestgehend alleine.
  • Es kann ein Vertrauensverhältnis zu anderen Personen außer seinen Eltern aufbauen, zum Beispiel zu Erziehern, Freunden, Nachbarn oder Übungsleitern.

Weitere Informationen zur Schulfähigkeit findest Du in unserem Artikel „Schulreife: Was ist das?“. Dort kannst Du nachlesen, was genau unter dem Begriff Schulreife oder Schulfertigkeit zu verstehen ist und wie Du Dein Kind fördern kannst, um es optimal auf die Schule vorzubereiten.

Das sollte Ihr Kind zum Schulanfang können

© fotolia, contrastwerkstatt

Kinder, die sich auf den Schulbeginn meist riesig freuen, würden niemals auf die Idee kommen, dass sie das eine oder andere noch nicht gut genug können und vielleicht noch gar nicht schulreif sind.

Meist sind es eher die Eltern, die zweifeln, ob ihr verspielter kleiner Kindskopf oder ihr unruhiger Zappelphilipp wirklich alle notwendigen Voraussetzungen mitbringt, um in der Schule zurechtzukommen. Vielleicht stellen auch Sie sich die bange Frage: Ist mein Kind wirklich schon so weit? Wir haben Ihnen deshalb im Folgenden eine kleine Checkliste zusammengestellt zu den körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten, die Ihr Kind zum Schulanfang haben sollte.

Jedes Kind ist anders!

Ganz wichtig: diese Checkliste dient nur als grobe Orientierung. Kinder entwickeln sich in den verschiedenen Bereichen oft ganz unterschiedlich. Manch ein großes, kräftiges Kind ist noch sehr verspielt und kann sich noch nicht richtig konzentrieren. Dafür ist ein anderes zartes, sehr kleines Kind vielleicht sprachlich schon sehr fit. Die Punkte, die wir Ihnen aufgeführt haben, sind deshalb lediglich als „kleiner Leitfaden“ zu verstehen. Nur wenn Sie feststellen, dass Ihr Kind in mehreren Bereichen noch große Defizite hat, sollten Sie über eine Zurückstellung und/oder über gezielte Fördermaßnahmen nachdenken. Die meisten Dinge, über die sich Eltern vorher den Kopf zerbrechen, ergeben sich mit dem Beginn der Schule nämlich ganz von alleine. Auf einmal zieht sich Ihr Kind ganz selbstständig an und will alles selber machen, wozu es vorher noch Mamas Hilfe „brauchte“. Oder malt mit Begeisterung, obwohl es bis dato freiwillig keinen Stift in die Hand genommen hat. Denken Sie daran: Im Moment ist Ihr Kind nur ein Kindergartenkind, das demnächst eingeschult wird. Erst die Schule wird aus ihm ein Schulkind machen!

Checkliste Schulfähigkeit

Ob ein Kind wirklich schulfähig ist, setzt sich aus einem Mosaik von Fragen zusammen. Im Einzelnen werden dabei die körperliche und motorische Entwicklung beurteilt, vor allem die Koordination zwischen Hand und Augen, die Fähigkeit sich zu konzentrieren oder eine Geschichte zu verstehen und nicht zuletzt das soziale Verhalten und die Fähigkeit, sich in einer Gruppe zurechtzufinden.

Körperliche Entwicklung

  • Ist mein Kind noch sehr klein oder schwach?
  • Wann wird das Kind 6 Jahre – schon lange vor dem Stichtag oder sogar erst danach?
  • Kann es sich selbstständig anziehen und alleine zur Toilette gehen?
  • Kann es sich alleine waschen und Zähne putzen?
  • Kann es einfache Aufgaben selbständig erledigen?
  • Kann es seinen Schulranzen alleine tragen?

Motorische Entwicklung

  • Malt mein Kind Gegenstände so, dass sie für andere erkennbar sind?
  • Kann es seinen Vornamen schon schreiben?
  • Kann es vorgegebene Formen ausmalen, ohne allzu sehr über die Randlinien zu malen?
  • Kann es mit einer Schere umgehen und eine grobe Form ausschneiden?
  • Kann es einen Ball fangen?
  • Kann es auf einem Bein stehen, Treppen steigen, von einem Hocker herunterspringen?
  • Kann es einen Knoten machen und eine Schleife binden

Konzentrationsfähigkeit und geistige Entwicklung

  • Hört mein Kind beim Vorlesen oder Erklären ruhig und interessiert zu?
  • Kann es sich ein paar Dinge merken?
  • Kann es Farben, Formen oder Größen unterscheiden (z.B. groß/klein oder rund/eckig)?
  • Kann es sich über etwa 20 bis 30 Minuten alleine beschäftigen?
  • Hat es ein gewisses Durchhaltevermögen oder lässt es sich sehr leicht ablenken?
  • Kann es bis 10 zählen?
  • Kann es eine Menge bis fünf erkennen ohne zu zählen?

Sprachliche Entwicklung

  • Spricht mein Kind in verständlichen, ganzen Sätzen ohne Stottern oder Stammeln?
  • Versteht es einfache Texte, die ihm vorgelesen werden?
  • Kann es eine einfache Geschichte mit eigenen Worten wiedergeben?
  • Kann es verständlich erzählen, was es z.B. im Kindergarten heute erlebt hat?

Soziales Verhalten und Integration

  • Ist mein Kind kontaktfreudig und kann sich in eine Gruppe einfügen oder ist es auffallend schüchtern?
  • Kann es sich für einige Stunden von Mama und Papa trennen?
  • Hat es Freunde?
  • Kann es sich in einer größeren Gruppe behaupten?
  • Kann es Regeln einhalten?
  • Kann es Konflikte angemessen – also ohne körperliche Gewalt – austragen?
  • Kann es auch mit Frust umgehen, z.B. Kritik vertragen oder einen Rückschlag wegstecken?
  • Kann es ein Bedürfnis (z.B. Hunger) für eine gewisse Zeit zurückstellen?

Kinder richtig fördern und Defizite ausgleichen

Wie gesagt, das sind nur Richtlinien. Ob Ihr Kind tatsächlich schulfähig ist, zeigt am Ende die Schuleingangsuntersuchung, die von einem unabhängigen Arzt durchgeführt wird. Trotzdem können und sollten Sie Ihr Kind natürlich unterstützen, wenn Sie feststellen, dass es in dem einen oder anderen Bereich noch nicht ganz so fit ist.

Konkret bedeutet das nun aber nicht, dass sie jeden Tag Ausmalen oder Ausschneiden mit ihm üben sollen. Am besten fördern Sie Ihr Kind im alltäglichen Umgang – und möglichst spielerisch! Wenn es beispielsweise sprachliche Defizite hat, sollten Sie viel mit ihm reden, ihm vorlesen und ihm aufmerksam zuhören, wenn es etwas erzählt. Abzählreime und Singspiele können die Sprachentwicklung unterstützen. Falls Ihr Kind motorische Probleme hat, sollten Sie viel mit ihm draußen in der Natur unterwegs sein, Ball spielen, Rad fahren und toben. Melden Sie es in einem Sportverein an, das stärkt auch gleichzeitig die soziale Integration und das Selbstbewusstsein. Geschicklichkeitsspiele wie Mikado fördern die Feinmotorik, Merkspiele wie Memory trainieren das Gedächtnis. Aber bitte immer ganz spielerisch und locker. Nichts verdirbt die Vorfreude auf die Schule so sehr wie Leistungsdruck. Denn der kommt im Leben noch früh genug!

von Maxi Christina Gohlke

Zuletzt überarbeitet: Januar 2019

Einschulung mit 6 oder 7 Jahren?

Die Entscheidung über den richtigen Zeitpunkt für den Schulanfang sollte sorgfältig überlegt werden, denn Experten und Studien warnen vor Überforderung zu früh eingeschulter Kinder. Dies kann mitunter zum „Sitzen bleiben“ führen oder gar Auswirkungen auf die Schullaufbahnempfehlung haben.
Die Einschulung mit sechs oder sogar fünf Jahren kann jedoch sinnvoll sein, wenn der/die Erstklässlerin in spe für das Alter schon sehr weit entwickelt ist, er/sie unbedingt in die Schule möchte und im Kindergarten bereits Langeweile aufkommt. Die körperlichen und geistigen Fähigkeiten sollten dabei nicht isoliert betrachtet werden, auch die individuellen Stärken und Schwächen des Kindes müssen Beachtung finden. Ein Gespräch mit dem Erzieher im Kindergarten sollte ein wichtiger Bestandteil bei der Entscheidungsfindung sein. Gesetzlich vorgeschrieben ist zudem eine Schuleingangsuntersuchung.
Vergleicht man die PISA-Ergebnisse, so zeigt sich, dass Früheinschulung nicht immer zu besserer Schulbildung führt. In Ländern mit sehr guten PISA-Resultaten wie Finnland und Schweden werden Kinder beispielsweise nur mit sieben Jahren eingeschult. In diesem Alter ist meist sichergestellt, dass die Konzentrationsfähigkeit, auch bei für das Kind uninteressanten Themen, vollständig gegeben ist.

Frühe Einschulung: Studie zeigt Nachteile für Kinder

Je früher das Kind in die Schule kommt, desto besser seine Leistungen? Lange war dies das Credo unter vielen Eltern und Bildungsexperten. Doch inzwischen geht der Trend weg von der Frühförderung. Und das ist gut so: Denn die aktuelle Forschung zeigt, dass eine frühe Einschulung Kindern eher schaden kann.

US-Studie: September-Kinder sind schlauer als August-Kinder

Eine Studie aus den USA hat die Schulleistungen von Kindern verglichen, die im August oder im September geboren wurden. Die beiden Monate wurden gewählt, weil die August-Kinder in den Schulen meist die Jüngsten der Klasse sind (sie sind gerade erst 6 geworden), während September-Kinder die Ältesten in der Gruppe sind. Die Daten von mehr als 1 Million Kinder wurden dafür ausgewertet.

Das Ergebnis zeigt eindeutig, dass die September-Kinder bei der intellektuellen Entwicklung generell besser abschnitten als die August-Kinder. Und erstaunlicherweise war dieser Effekt auch Jahre später noch da – der Startvorteil wirkte sich also lange aus. Für die US-Schüler erhöhte es sogar die Wahrscheinlichkeit, auf ein gutes College zu kommen.

Die jüngeren Schüler werden öfter gehänselt

Eine Studie aus Großbritannien kam zu den gleichen Ergebnissen. Die Briten stellten außerdem fest, dass die August-Geborenen von Lehrern schlechter eingeschätzt, häufiger von Mitschülern gemobbt wurden und sich öfter unglücklich in der Schule fühlten.

Geburtsdatum kann sich aufs ganze Leben auswirken

Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder davon profitieren, wenn sie in einer Lerngruppe zu den Ältesten gehören. Das bedeutet auch, dass es statistisch keinen wirklichen Vorteil für Kinder bringt, wenn sie früh eingeschult werden.

Diese Erkenntnis ist inzwischen auch bei den Kulturministerien angekommen. Noch in den 90er Jahren ging der Trend zum späten Einschulungsstichtag, um Kinder möglichst früh an die Schulen zu bringen. Man schaute auf Bildungs-Spitzenreiter wie Singapur, in denen schon Kindergarten-Kinder schreiben und rechnen lernen, – und wollte das auch für Kinder in Deutschland haben. Manche Bundesländer legten den Stichtag sogar in den Dezember.

In Berlin baten viele Eltern um Rückstellung

Inzwischen sind aber die meisten Bundesländer zum 30. Juni als Stichtag zurückgekehrt. Andere haben den 30. August oder 30. September als Stichtag. Seit dem Schuljahr 2017/2018 hat auch Berlin den Dezember-Stichtag aufgegeben und sich für den 30. September entschieden. Grund ist auch, dass dort immer mehr Eltern darum gebeten hatten, ihre Kinder um ein Jahr zurückzustellen. Sie hatten offenbar das richtige Bauchgefühl.

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Kriterien für die Einschulung – Wann ist ein Kind ein Kann-Kind?

In Deutschland herrscht für alle Kinder Schulpflicht, der Zeitpunkt der Einschulung erfolgt nach bestimmten Regularien. Da sich nicht jedes Kind in gleicher Weise entwickelt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den gesetzlich festgelegten Zeitpunkt der Einschulung nach hinten, aber auch nach vorne zu verlegen. Initiiert werden diese Verfahren von den Eltern, mitunter aber auch von den Erziehern oder Vorschullehrern.

Das Jahr der Einschulung – festgelegt durch die Stichtagsregelung

Der sogenannte Stichtag regelt, wann ein Kind unter die Schulpflicht fällt. Bis 1997 galt allgemein der 30. Juni eines Jahres. Kinder die vor diesem Termin sechs Jahre alt wurden, wurden im laufenden Schuljahr nach den Sommerferien eingeschult. Kinder, die danach erst den sechsten Geburtstag feierten, brauchte es eine Sondergenehmigung und eine bestandene Prüfung für die Einschulung. Im Zuge einer flexibleren Gestaltung der Einschulung sehen die Regelungen für den Stichtag heute etwas anders aus: Der Stichtag wurde zur Ländersache und allgemein nach hinten verschoben. In Berlin ist zum Beispiel der 30. September der Stichtag, in Niedersachsen der 31. August (ab 2012 der 30. September).

Muss-Kind und Kann-Kind

In Abhängigkeit vom Stichtag unterscheidet man zwischen Muss- und Kann-Kindern. Kinder die vor dem Stichtag sechs Jahre alt werden, müssen im laufenden Schuljahr eingeschult werden, Kinder, die danach sechs Jahre alt werden, können eingeschult werden. Während die Muss-Kinder auf besonderen Antrag ein Jahr zurückgestellt werden können, brauchen Kann-Kinder einen Antrag für eine vorverlegte Einschulung, die Schulfähigkeit wird geprüft.

Über eine Zurückstellung eines Kindes empfehlen meist Erzieher oder auch die Schulleitung. Den Antrag selbst – der gut begründet sein muss – stellen dann die Eltern. Anhaltspunkte für die Entscheidung geben die Vorsorgeuntersuchung U9, der Kindergarten und eventuell ein psychologisches Gutachten. Haben Sie sich entschieden, Ihr Kind ein Jahr später einschulen zu lassen, zum Beispiel weil es sich nur schlecht konzentrieren kann oder sehr wenig spricht, dann sollten Sie mit Ihrem Kind sprechen. Denn die Welt um es herum wird sich, zumindest im Kindergarten verändern: Die Freunde verlassen die Einrichtung und es muss sich neue Spielpartner suchen. Erklären Sie die Gründe dafür auf kindgerechte und möglichst ehrliche Art und Weise; vermitteln Sie Ihrem Kind aber nicht das Gefühl, es wäre dumm oder unzulänglich.

Wann ist ein Kind schulreif?

Die meisten Bundesländer prüfen mit einer Einschulungsuntersuchung, ob ein Kind schulreif ist. Kognitive und motorische Fähigkeiten werden abgeprüft. So muss das Kind zum Beispiel logische Reihen fertigstellen, einen Menschen malen oder auf einem Bein hüpfen. Die Testergebnisse dürfen allerdings nicht überbewertet werden. Wir alle wissen, wie unterschiedlich die Tagesform eines Kindes sein kann. Wirkt unser Fünfjähriger am Montag noch wie ein kleines Genie, können wir am Dienstag bereits den Eindruck gewinnen, der Sprössling wäre höchstens Drei. Bei den Einschulungsuntersuchungen, die unterschiedlich durchgeführt werden können, werden folgende Bereiche des Kindes geprüft:

  • Körperliche Voraussetzungen, insbesondere fein- und grobmotorische Fähigkeiten
  • Geistige Fähigkeiten, wie zum Beispiel die Fähigkeit, einzelne Buchstaben aus Wörtern herauszuhören oder die Entnahmefähigkeit, das ist die Fähigkeit, etwas nachzubauen oder abzumalen.
  • Sprechen und Verstehen sind unverzichtbar, will ein Kind in die Schule gehen. Es muss sich mitteilen und das Gesagte aufnehmen und verstehen können.
  • Im emotionalen und sozialen Bereich muss ein Kind Kontakte knüpfen können. Es muss sich konzentrieren, sich anstrengen wollen und in der Lage sein, Teil einer Gruppe zu werden.

Zurückstellung allein reicht nicht aus

Hat die Einschulungsuntersuchung ergeben, dass das Kind, obwohl es das richtige Alter hat, nicht schulfähig ist, sind die Eltern zum Handeln aufgefordert. Denn eine Rückstellung allein ist nicht immer ausreichend. Sicher wachsen sich manche Entwicklungsdefizite aus und häufig sind Kinder eben einfach tatsächlich noch nicht so weit, dass sie in die Schule gehen können. Sehr oft liegen aber auch echte Entwicklungsstörungen vor: Sind diese in der U9 bereits erkannt worden, sollten entsprechende Maßnahmen zur Förderung angegangen werden. Probleme mit dem Sprechen und der Sprache können mit Logopädie behandelt werden; motorische oder soziale Defizite lassen sich durch eine ergotherapeutische Therapie beheben. Lassen Sie sich beraten und denken Sie daran: Es muss Ihnen auf keinen Fall peinlich sein, wenn Ihr Kind in einigen Bereichen etwas später dran ist oder Unterstützung braucht. Allzu leicht werden Kinder dann in die Schublade behindert oder geistig unterentwickelt gesteckt.

Soll ich mein Kind früher einschulen?

Es gab eine Zeitlang den Trend Kinder möglichst früher einzuschulen. Jetzt hat sich dieser Trend wieder gedreht. So wurde zum Beispiel in Berlin die 2005 vom Senat verordnete verpflichtende Früheinschulung mit fünf Jahren wieder gekippt. Ab dem Schuljahr 2017/18 gilt wieder der Stichtag 30. September statt dem 31. Dezember.

Es gibt aber weiterhin in allen Bundesländern Regelungen für die „Kann-Kinder“. Das bedeutet, auf Antrag der Erziehungsberechtigten können Kinder auch früher eingeschult werden. Die Rahmenbedingungen dafür sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich, siehe Stichtagsregelungen. Wenn Ihr Kind schon sehr weit entwickelt ist, es unbedingt in die Schule will und sich im Kindergarten nur mehr langweilen würde, sollten Sie auch über eine vorzeitige Einschulung nachdenken.

Achten Sie vor allem auch auf die emotionale und soziale Reife!

Die körperliche und geistige Reife alleine sollten nicht entscheidend sein. Um sich in einer Klasse von 25 bis 30 Kindern behaupten zu können, braucht das Kind eine gewisse innere Sicherheit und Selbständigkeit. Es sollte auch mit „Niederlagen“ und Konfrontationen gut umgehen und sich problemlos von Ihnen mehrere Stunden trennen können. Kann es schon ausreichend lang genug sitzen bleiben und sich konzentrieren?
Wichtig ist der Gesamteindruck!

Möglich Bedenken gegen eine vorzeitige Einschulung:

  • Beim Lösen von Aufgaben benötigen die jungen Kinder oft die gesamt vorgegebene Zeit. Die Älteren dagegen, haben meist ein paar Minuten Verschnaufpause. Deshalb empfinden jüngere Kinder die Schule oft als sehr anstrengend.
  • In der 3. Klasse beginnt im Hinblick auf den Übertritt in die nächste Schule ein Leistungsdruck, dem jüngere Kinder oft noch nicht gewachsen sind.
  • In den ersten zwei Schuljahren wird das Fundament gelegt. Wenn das Fundament noch wackelt und Ihr Kind beim Lesen und Schreiben noch unsicher ist, fehlen später bei schriftlichen Tests Kraft und Zeit für die inhaltlichen Lösungen.
  • Die Bildungsforscherin Frau Dr. Gabriele Bellenberg hat mit Ihrer Studie belegt, das früher eingeschulte Kinder bis zur 10. Klasse fast doppelt so oft sitzenbleiben wie regulär eingeschulte Kinder. (Bellenberg, Gabriele (2005). Wege durch die Schule – Zum Zusammenhang zwischen institutionalisierten Bildungswegen und individuellen Bildungsbiographien. In: Bildungsforschung, Jahrgang 2, Ausgabe 2)
  • Viele Jüngere Kinder sind im Unterricht häufig unruhiger und haben Probleme sich zu konzentrieren.
  • Die Studie der LMU (Ludwig-Maximilians Universität München) belegt, dass früh eingeschulte Kinder besonders häufig die Diagnose ADHS und Medikamente bekommen. (Quelle)
  • Ein frühes Scheitern wirkt sich langfristig oft sehr negativ auf die Schulleistung und das Selbstbewusstsein aus.
  • Es ist weniger belastend später eingeschult zu werden, als später eine Klasse wiederholen zu müssen.
  • Bedenken Sie auch, dass Ihr Kind während der ganzen Schulzeit immer zu den jüngsten Kindern in der Klasse zählt. Dies macht sich oft beim Übertritt in die nächste Schule und in der Pubertät negativ bemerkbar. Während die Älteren sich schon für Smartphones und Mädchen interessieren, hinken die Jüngeren oft deutlich hinterher und leiden darunter.

Fazit:

Eine vorzeitige Einschulung ist oft eine Gratwanderung und sollte gut überlegt werden. Holen Sie den Rat der Erzieherinnen Ihres Kindes und Ihrem Kinderarzt oder einem Schulpsychologen ein. Auch die Einstellung des Kindes ist wichtig. Will es schon in die Schule? Oder würde es sich für ein weiteres Jahr im Kindergarten wohler fühlen, weil es jetzt z. B. zu den Ältesten gehört? Viele Schulen bieten einen „Probeunterricht“ an. Nutzen Sie diese Möglichkeit.

Sind Sie unsicher? Dann gönnen Sie Ihrem Kind noch ein Jahr unbelasteter Kindheit!

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Wann frühe Einschulung besser ist

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Aufmerksam lauscht Jasper Ohler der Vorlesung. Er sitzt in einem Hörsaal mit über 200 Personen. Alle in der gleichen Situation wie er, Studierende, die die Prüfung trotz des schweren Stoffs bestehen müssen. Doch im Gegensatz zu vielen anderen ist Jasper Ohler erst 18 Jahre alt und schon im zweiten Semester. Mit fünf Jahren wurde er eingeschult, mit 17 hat er vor einem Jahr sein Abitur absolviert und sich direkt entschieden, ein Studium zu beginnen. Nun studiert er BWL an der Humboldt-Universität in Berlin – und ist wieder einer der Jüngsten.

Wie Jasper Ohler werden noch heute einige Kinder mit fünf Jahren eingeschult. Das hängt in den meisten Fällen damit zusammen, dass die Kinder am Stichtag ihrer Einschulung fünf sind und erst im Zuge des ersten Schuljahres sechs werden. Es gibt aber auch Eltern, die ihr Kind in der geistigen Entwicklung seinem Alter weit voraussehen und glauben, die Kinder bräuchten die Herausforderung in der Schule.

Doch die Anzahl der frühzeitig eingeschulten Kinder sinkt. In Berlin haben sich beispielsweise im letzten Jahr die Eltern von 8000 Kindern entschieden, diese sogar noch ein Jahr zurückzustellen. Das sind 25 Prozent mehr als im Jahr 2016. Zu groß ist die Angst vieler Eltern, dass die Kinder noch nicht bereit für die Schule sind, dem Unterricht nicht folgen können, mit ihrer Leistung abfallen und frustriert den Spaß am Lernen verlieren.

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Verschiedene Studien vertreten die Meinung, dass eine frühzeitige Einschulung Nachteile für die Kinder mit sich bringen kann. Viele Forscher befürchten eine Überforderung bei zu früh eingeschulten Kindern. Laut der Hamburger Studie ,,LAU“ würden vorzeitig eingeschulte Kinder häufiger sitzen bleiben. Der US-Wirtschaftsprofessor Todd Elder von der Michigan State University fand zudem heraus, dass bei jüngeren Kindern in der ersten Klasse häufiger Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) diagnostiziert werden – allerdings liege der Verdacht nahe, dass es nicht wirklich ADHS sei, sondern zum Beispiel eine altersbedingte Konzentrationsschwäche.

Julia Jäkel, Professorin am Fachbereich für Kinder- und Familienstudien an der University of Tennessee, ist der Meinung, dass der Erfolg des Kindes in der Schule abhängig ist von der Persönlichkeit des Kindes und auch seinem Umfeld. Ebenso wichtig sei aber auch der individuelle Entwicklungs- und Leistungsstand. Auch die Körpergröße und das Selbstbewusstsein eines Kindes seien nicht ganz unwichtig dafür, ob sich das Kind einfügen kann, ob es still sitzen, zuhören und sich der Schulordnung fügen kann, so Jäkel. Aus ihrer Sicht ist es zudem entscheidend, wie frontal oder spielerisch das erste Schuljahr in einem Schulsystem gestaltet ist. ,,Jüngere Kinder können zum Beispiel nicht so lange still sitzen oder sich konzentrieren, das hat auch mit der Entwicklung des präfrontalen Kortex zu tun, dem Teil der Großhirnrinde, der als oberstes Kontrollzentrum angesehen wird“, sagt die klinische Psychologin.

So gibt es in anderen Ländern Mischformen zwischen Grundschule und Kita. In Frankreich besuchen Kinder beispielsweise mit drei Jahren die ,,école maternelle‘‘. In Klassenzimmern wird den Kindern spielerisch rechnen und schreiben beigebracht. In der Schweiz sind die Kindergärten sowohl auf das Lernen als auch auf das Spielen ausgerichtet. So kann eine Schulpflicht mit vier Jahren ermöglicht werden. In Spanien beginnt die Schulpflicht zwar erst mit sechs Jahren, aber viele spanische Eltern schicken ihre Kinder ab drei Jahren zu der ,,cole‘‘, der Vorschule.

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In England hingegen gehen die Kinder schon sehr früh fest in die Schule. Trotz Debatten und einiger kritischer Studien ist man hier der Meinung, dass Kinder so früh wie möglich mit dem spielerischen Lernen anfangen sollten. Aus diesem Grund entschied man sich sogar das Schuleintrittsalter von ursprünglich fünf Jahren auf vier herabzusetzen. Kinder dürfen nun im September nach ihrem vierten Geburtstag eingeschult werden. Auch in Dänemark, Schweden und Neuseeland gibt es Möglichkeiten der Vorschule ab drei Jahren, in Schweden und den Niederlanden sogar schon ab einem Jahr. Bei den Pisa-Studien schnitten diese Länder bisher gut ab. Aber auch finnische Kinder, die erst mit sieben Jahren eingeschult werden, erzielten im Pisa-Vergleich gute Ergebnisse, obwohl sie ein bis zwei Jahre kürzer die Schule besuchten als die 15-Jährigen der meisten anderen Pisa-Staaten.

Jasper Ohler hatte nie das Gefühl, es schwerer zu haben als andere. Zu jung habe er sich nie gefühlt und sei auch nicht so behandelt worden. Er hat sein Abitur ohne Wiederholung und Komplikationen in 12 Jahren abgeschlossen. Seine frühe Einschulung sieht er nicht als Nachteil. Aufgrund seines jungen Alters hatte er bei der Bewerbung um einen Studienplatz sogar Vorteile. In Berlin gibt es den sogenannten Minderjährigen-Bonus, der ihm die Zulassung für sein Studium sicherte. Berliner Universitäten reservieren fünf Prozent der Plätze eines Studienganges für Minderjährige, die sie nicht zwingen wollen, allein in einer anderen Stadt zu leben.

Aber ohne seine Eltern und seinen älteren Bruder hätte Ohler das nicht geschafft. Sie haben ihm in der Schule geholfen. Ohne familiäre Hilfe dürften früh eingeschulte Kinder Schwierigkeiten haben, glaubt Ohler: ,,Bei den meisten früh eingeschulten Kindern, die sich überfordert fühlen, spielen wahrscheinlich auch mehrere Faktoren, wie zum Beispiel auch die familiäre Situation zu Hause eine Rolle.“ In Julia Jäkels Analysen der Bayrischen Entwicklungsstudie schnitten beispielsweise die frühzeitig eingeschulten Kinder durchschnittlich besser ab, deren Eltern einen höheren Bildungsstand und sozioökonomischen Hintergrund hatten. Trotzdem habe eine frühzeitige Einschulung wenige Vorteile – solange eine individuelle Förderung und Lernmöglichkeiten in der Vorschule oder im Kindergarten zur Verfügung stehen. Auch eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsförderung in Mannheim in Zusammenarbeit mit der Leibniz-Universität in Hannover sieht in der frühen Einschulung mehr Nachteile als Vorteile.

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Trotz seiner guten Erfahrung ist auch Jasper Ohler sich nicht sicher, ob er seine Kinder später frühzeitig einschulen will. In der Freizeit habe er die Auswirkungen seiner frühen Einschulung bemerkt: ,,Fast alle meine Freunde waren älter als ich. Besonders in Bezug auf Kino-, Klubbesuch und auch Alkoholkonsum war das nervig.“ Mit 15 Jahren entstand für Jasper beispielsweise das Problem, dass er nicht mit seinen Freunden ins Kino gehen konnte. Sie wollten immer in Filme gehen, die um 20 Uhr begannen und somit nach 22 Uhr endeten. Doch dafür musste man 16 Jahre alt sein. Trotzdem fand er es cool, mit Älteren seine Zeit zu verbringen. ,,Ich würde auch rein objektiv sagen, dass es einen reifen lässt, wenn man mit älteren Menschen befreundet ist. Man passt sich einfach an“, so Ohler.

Auch Lara Böhland (17) hat positive Erfahrungen gemacht. Sie wurde mit fünf Jahren eingeschult. Optisch habe man ihr oft angesehen, dass sie jünger als ihre Klassenkameraden war. Überfordert habe sie sich aber zu keinem Zeitpunkt gefühlt. Trotzdem kann sie sich vorstellen, dass es für manche eine Herausforderung sein kann, mit fünf Jahren zur Schule zu gehen: ,,Zum einen wird einem ein Jahr ,Kind-Sein‘ genommen, und zum anderen fühlt man sich mit 17 Jahren oft noch nicht bereit für die Arbeitswelt.“

Eltern sollten sich also in jedem Fall gut überlegen, ob sie ihr Kind früher einschulen. Beispiele wie Jasper Ohler und Lara Böhland zeigen aber, dass die Grundschule mit fünf auch gut funktionieren und sogar Vorteile haben kann.

In diesen Wochen nach den Sommerferien sind wieder etliche Fünfjährige eingeschult worden. Nach dem ersten PISA-Schock hofften einige Experten, dass viele Kinder davon profitieren würden, wenn sie früher in die Schule gingen: Kinder mit Migrationshintergrund sollten zum Beispiel früher ihre Deutschkenntnisse erweitern. Man wollte speziell die Kinder erreichen, die keine Kita besuchen. Soweit die guten Absichten.

Die Früheinschulung sollte wohl auch dazu dienen, dem Arbeitsmarkt immer jüngere Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen. Dazu passt die (teilweise wieder aufgehobene) Reduzierung der Gymnasialschulzeit von neun auf acht Jahre. Außerdem reformiert man ja so gern im deutschen Bildungswesen. Um dann wieder alles rückgängig oder ganz anders zu machen.

Jedenfalls folgte eine Reihe von Bundesländern den Empfehlungen der Kultusministerkonferenz und zog nach den ersten Pisa-Studien den Stichtag nach vorn. Kinder, die bis zum 31. Dezember eines Jahres (anstatt bis zum 30. Juni) sechs Jahre alt wurden, waren nun schulpflichtig. Doch Bildungsexperten und Eltern protestierten, weil sie Fünfjährige noch als zu verspielt und zu unkonzentriert für den Schulbetrieb empfanden.

Pisa-Sieger Finnland schult erst mit sieben ein

Nur Berlin hält bis jetzt an der Früheinschulung fest – allerdings wurde im letzten Jahr jedes achte Kind zurückgestellt. Die meisten anderen Bundesländern sind wieder zurückgerudert – manchmal ist der Stichtag nun am 31. August, manchmal am 30. September, in einigen Bundesländer gilt wieder der 30. Juni. Aus gutem Grund. Die mit fünf Jahren eingeschulten Kinder bleiben öfter sitzen, werden seltener fürs Gymnasium empfohlen – und ihr Selbstvertrauen leidet darunter. Viele Studien wie eine hessische Studie mit 10.000 Kindern oder die Hamburger LAU-Studie belegen dies.

Außerdem hat die frühe Einschulung offenbar wenig Einfluss auf die Leistungen. Pisa-Sieger Finnland beispielsweise schickt seine Kinder erst mit sieben Jahren in die Schule. Der Grund für den Erfolg der finnischen Kinder ist offenbar nicht in der Anzahl der Schuljahre, sondern in der sehr effektiven Förderung der schwächeren Schüler zu finden.

Eine Studie des Instituts für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg hat in diesem Sommer jedoch ein eher positives Fazit gezogen. Die Leistungen der früh eingeschulten Kinder seien in der achten Klasse „mindestens auf dem Niveau“ der Älteren, sagt der Verfasser der Studie, Martin Brunner. Doch hierbei wird nicht berücksichtigt, wie sich ein Kind fühlt, das über die gesamte Grundschulzeit hinweg mit Misserfolgen zu kämpfen hat. Autoren wie der Schweizer Kinderarzt und Sachbuchautor Remo Largo betonen immer wieder, wie sehr dieses frühe Scheitern Kinder bis in die Teenagerzeit in ihrem Selbstwertgefühl beeinträchtigt. Auffällig bleibt im Übrigen auch nach dieser Studie, wie oft die Jüngeren eine Klasse wiederholen müssen.

Tatsächlich kann eine frühe Einschulung jenseits der Leistungen die Entwicklung eines Menschen beeinträchtigen: Für seine berühmt gewordene Langzeitstudie (The Logevity Project), die mehrere Forschergenerationen beschäftigte, hat der Stanford-Psychologe Lewis Terman 1.500 überdurchschnittlich intelligente, um 1910 geborene Jungen und Mädchen ausgesucht. Die Probanden wurden acht Jahrzehnte lang detailliert zu verschiedenen Lebensbereichen befragt. Das Ziel war eigentlich, etwas über die Faktoren von Langlebigkeit zu erfahren.

Ist mein Kind schulreif?

Der Beginn der Schulzeit ist eine große und einschneidende Veränderung im Leben von Kindern, die sie vor viele Herausforderungen stellt. Sie müssen in einer neuen Umgebung mit vielen neuen Menschen, einem veränderten Tagesablauf und vielen weiteren Anforderungen zurechtkommen. Viele Eltern fragen sich: Ist mein Kind schon schulreif und bereit dafür? Wir erklären, wie das festgestellt wird und welche Möglichkeiten Eltern haben, wenn sie ihr Kind frühzeitig einschulen lassen wollen oder zurückstellen wollen.

1. Einschulung: Wann ist mein Kind schulreif?

In Deutschland herrscht die allgemeine Schulpflicht, das heißt, jedes Kind muss eine Schule besuchen – auch unabhängig von Nationalität oder geistiger und körperlicher Entwicklung.

Wann ein Kind schulpflichtig wird, bestimmt die sogenannte Stichtagsregelung: Jedes Kind, das vor einem bestimmten Datum geboren wurde, gilt als schulpflichtig. Den Stichtag legen die Bundesländer einzeln fest, in Hamburg sind im Moment beispielsweise alle Kinder schulpflichtig, die vor dem 1. Juli ihr sechstes Lebensjahr vollendet haben, in Berlin diejenigen, die bis zum 30. September sechs werden.

Schulreife & Schulfähigkeit: Wann ein Kind bereit für die Schule ist

Wann ein Kind seine Schulreife erreicht, ist ganz unterschiedlich. Inzwischen erleichtern flexible Regelungen sowohl Frühstartern als auch Spätzündern einen erfolgreichen Schulbeginn. Hier kannst du außerdem testen, ob dein Kind die Schulfähigkeit bereits besitzt.

Fünf, sechs oder sieben? Wann ist ein Kind schulreif?

Wann das Thema Schule in deine Familie einzieht, hängt erstmal davon ab, in welchem Bundesland du lebst. Jedes Bundesland hat seinen individuellen Stichtag, ab diesem herrscht in Deutschland Schulpflicht. Der Stichtag variiert zwischen dem 30. Juni und dem 31. Dezember. Abhängig von seinem Entwicklungsstand kann das Kind aber auch vor dem Stichtag eingeschult oder zurückgestellt werden. Während man noch von einigen Jahren von der „Schulreife“ sprach, lautet heute der Fachbegriff dafür „Schulfähigkeit“. Die Anforderungen für diese Schulfähigkeit darf man sich nicht als fest definierten Kriterienkatalog vorstellen. Sie stellen eine Mischung dar aus körperlichen, kognitiven und sozialen Voraussetzungen. Wenn ein Kind schon mit fünf lesen kann, ist das zwar eine tolle Leistung – es sagt aber überhaupt nichts darüber aus, ob das Kind schon reif für die Schule ist. Das ist es erst, wenn es auch emotional stabil und sozial reif ist, beim Spielen auch mal verlieren und sich über längere Zeit konzentrieren kann. Wichtig für einen guten Schulstart – egal in welchem Alter – ist eine gute Portion „Seelenspeck“!

Schulreife: Von „Kann-Kindern“ und „Muss-Kindern“

Oder: Wann ist ein Kind schulfähig?
Die Stichtagsregelung lautet: Wenn das Kind vor dem Stichtag seinen sechsten Geburtstag feiert, ist es schulpflichtig und damit ein „Muss-Kind“. Alle, die nach dem Stichtag sechs werden, sind „Kann-Kinder“. Hier dürfen bzw. müssen die Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind schon in die Schule schicken wollen. Eine schwierige und weitreichende Entscheidung, die Angst vor einer Überforderung bei einer frühen Einschulung, bzw. einer Unterforderung bei einer späten Einschulung ist groß. Allgemeine Empfehlungen gibt es hier (leider) nicht. Jedes Elternpaar muss die für sein Kind passende Entscheidung treffen. „Gespräche mit dem Kinderarzt, mit den Erziehern im Kindergarten oder der Besuch eines Probeunterrichts, wie ihn viele Schulen anbieten, helfen Eltern herauszufinden, wie schulfit ihr Kind wirklich ist“ rät Erziehungswissenschaftler Peter Struck. Auch wer sein Kind beim Spielen oder beim Erledigen kleiner Aufgaben genau beobachtet, kann seinen Entwicklungsstand abschätzen.

Ist dein Kind schon reif für die Schule?

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Kriterien für die Schulreife

Es gibt ein paar Kriterien, die dir bei der Entscheidung helfen können:

  • Was rät die Erzieherin? Sie kennt das Kind gut und kann gut vergleichen und seine Fähigkeiten einschätzen.
  • Wie lautet das Ergebnis der Schuleingangsuntersuchung ? Wie lautet das Ergebnis der U9 beim Kinderarzt?
  • Denke nicht nur an den Jetzt-Zustand. Heute ist dein Kind zwar mit fünf vielleicht schon reif für die Schule, aber dank der frühen Einschulung wird es zeitlebens zu den jüngsten Kindern in der Klasse zählen. Das macht sich vor allem beim Übertritt in die weiterführende Schule und beim Start in die Pubertät bemerkbar. Während die Älteren sich schon für Smartphones und das andere Geschlecht interessieren, hinken die Jüngeren da häufig deutlich hinterher und leiden darunter.
  • Schaue nicht nur darauf, wie intelligent und wissbegierig dein Vorschulkind ist, sondern schätze auch ganz ehrlich ab: Wie selbständig ist es? Wie steht es um sein Selbstbewusstsein? Und wie gut kann es schon still sitzen und sich konzentrieren?
  • Wichtig ist es zudem, die schulischen Rahmenbedingungen zu checken. Gibt es für Frühstarter die Möglichkeit, ohne großen Aufwand in eine Vorschulklasse zu wechseln? Ab wann wird die Leistung des Kindes benotet? Wer entscheidet nach der vierten Klasse über seine weitere Schullaufbahn? Leider haben sich auch hier die Bundesländer nicht auf allgemeine Standards geeinigt.
  • Nicht zuletzt ist zudem die Einstellung des Kindes wichtig. Hat es überhaupt schon Lust auf die Schule? Oder fürchtet es sich vor der Langeweile, wenn alle großen Freunde schon in die Schule gehen?
  • Wenn es um die Einschulung geht, darf nicht der „Je früher desto besser“-Gedanke bestimmen.

>> Linktipp: Checkliste für die Schulreife

Bereit für die Schule?

Schuleingangs­untersuchung: Das wird untersucht

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Einschulung: Im Zweifel lieber später als früher?

Inzwischen geht der Trend wieder eindeutig in Richtung späte Einschulung, nicht jede „Chance“ auf einen frühen Schulstart wird von den Eltern mit Begeisterung angenommen und genutzt, wie es noch vor einigen Jahren der Fall war. Der Grund? Ab der dritten Klasse steigt schon für Grundschüler der Leistungsdruck, das Thema Übertritt zieht sich durch zwei lange Schuljahre und sorgt für Stress bei den Kindern. Dazu kommt die auf acht Jahre verkürzte Gymnasialzeit. Diese beiden Punkte bringen Eltern immer wieder zu dem Schluss: „Wir wollen unserem Kind noch ein bisschen unbelastete Kindheit gönnen“.

Was sagt die Wissenschaft zum besten Alter für die Einschulung?

Viele Studien zeigen, dass jüngere Kinder im Unterricht häufig unruhiger sind und mehr Probleme haben, sich zu konzentrieren. Ein weiteres Studienergebnis zeigt: Früh eingeschulte Kinder wechseln später seltener aufs Gymnasium, die Quote ist um ein Drittel niedriger als bei älteren Kindern. Und auch der Blick auf die PISA-Ergebnisse zeigt: In Ländern mit guten PISA-Ergebnissen werden die Kinder eher spät eingeschult (zum Beispiel Finnland und Schweden). Diese Ergebnisse sprechen allesamt gegen eine frühe Einschulung deutlich vor dem Stichtag. Aber auch eine Rückstellung scheint nicht unbedingt die beste Lösung zu sein: Bei einer deutsch-englischen Studie kam heraus, dass altersgemäß eingeschulte Kinder im Vergleich zu verspätet eingeschulten im Alter von acht Jahren einen deutlichen Vorsprung hatten. Untersucht wurden die Lese-, Schreib-, Rechenfähigkeit sowie die Aufmerksamkeit des Kindes.

Checkliste für die Schulreife

Die Schulreife ist entscheidend für einen erfolgreichen Schulstart. Mit unserer Checkliste kannst du die Schulreife deines Kindes testen. Die wichtigsten Kriterien im Überblick.

Wenn du für dich klären möchtest, ob dein Kind schon bereit für den neuen Lebensabschnitt „Schulkind“ ist, oder ob ihm ein Jahr länger im Kindergarten vielleicht noch gut tut, dann mache dir Gedanken zu folgenden Fragen.
Je mehr Punkte du mit „Ja“ beantworten kannst, desto besser wird dein Kind den Schulstart meistern.

Schulreife: Körperliche Entwicklung

⃞ Kann dein Kind auf einem Bein hüpfen, balancieren, einen Ball werfen/fangen?
⃞ Kann es sich selbst anziehen, Schleifen binden, Knöpfe öffnen und schließen?
⃞ Kann es mit einer Schere einfache Formen ausschneiden?
⃞ Kann es ausmalen, ohne die Umrisse zu überkritzeln?
⃞ Entspricht die Körpergröße deines Kindes seinem Alter?

Schulreife: Geistige Entwicklung

⃞ Kann dein Kind flüssig sprechen und versteht es sprachliche Anweisungen?
⃞ Kann es sich Liedtexte merken?
⃞ Kann es kurze Geschichten in eigenen Worten wiedergeben?
⃞ Kann es mindestens bis zehn zählen?
⃞ Kann es Gegenstände nach Größe und Gestalt ordnen?
⃞ Beherrscht es Spiele wie Memory und Puzzle?
⃞ Kann es sich längere Zeit auf eine Sache konzentrieren?
⃞ Zeigt es Interesse an Spiel- und Lernangeboten?
⃞ Entwickelt es eigene Spielideen?
⃞ Bringt es Aufgaben selbstständig zu Ende?

Schulreife: Soziale und emotionale Entwicklung

⃞ Hat dein Kind Freude am Spiel in der Gruppe?
⃞ Knüpft es leicht Kontakte?
⃞ Kann es sich einfügen und die Regeln einer Gruppe akzeptieren?
⃞ Kann es seine eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und äußern?
⃞ Kann es eigene Bedürfnisse auch zurückstellen?
⃞ Hat es gelernt, mit Konflikten umzugehen?
⃞ Ist es fähig, Kompromisse zu schließen?
⃞ Kann es sich im vertrauten Umfeld leicht von den Eltern lösen?
⃞ Kann es Enttäuschungen auch ohne den Trost der Eltern ertragen?

Zurückstellung der Einschulung ist die Ausnahme

Nicht jedem Kind tut es gut, schon früh eingeschult zu werden. Doch eine Zurückstellung der Einschulung ist dennoch nur die Ausnahme. In einigen Bundesländern wurde stattdessen das Schulsystem flexibler gestaltet.

Nicht jedem Kind tut es gut, schon früh eingeschult zu werden. Doch eine Zurückstellung der Einschulung ist dennoch nur die Ausnahme. In einigen Bundesländern wurde stattdessen das Schulsystem flexibler gestaltet. „Grundschulen sollen heute möglichst alle Kinder eines Jahrgangs und alle schulfähigen jüngeren Kinder einschulen und sie anschließend ihren Fähigkeiten entsprechend fördern. Nur noch in Ausnahmefällen werden schulpflichtige Kinder zurückgestellt oder gleich in Förderschulen aufgenommen“, erklärt die Schulpsychologin Katharina Melbeck-Thiemann.

Die Idealvorstellung der Bildungspolitik: Die schwachen Kinder bekommen Förderstunden oder pädagogische Zuwendung, die starken Kinder erhalten Zusatzaufgaben. Doch Wunsch und Wirklichkeit sind oft weit voneinander entfernt: „Einerseits will die Schule jedem einzelnen Kind eine gute Chance auf Bildung bieten. Andererseits aber erfolgt das Lernen wegen großer Klassen und häufigem Unterrichtsausfall oft im Gleichschritt. Zudem wird durch Vergleichstests der Leistungs- und Zeitdruck erhöht. Das passt nicht gut zur Philosophie des individualisierten Lernens“, gibt die Schulpsychologin zu bedenken.

Flexible Einstiegsphase fürs Kind

Um jedem Kind ein erfolgreiches Lernen zu ermöglichen, haben einige Bundesländer die flexible Einstiegsphase eingeführt. Die funktioniert so: Die ersten beiden Grundschuljahre werden als Einheit betrachtet. Je nach Entwicklungsstand bleiben die Kinder ein, zwei oder drei Jahre in dieser Einheit, bevor sie in die 3. Klasse versetzt werden, wo es oft die ersten Schulnoten gibt.

Die Vorteile dieses flexiblen Systems liegen für Struck auf der Hand: „Jedes Kind kann ohne Auswahlverfahren eingeschult werden. Die Spätzünder haben Zeit zu reifen, die Schnell-Lerner können problemlos eine Klasse überspringen, und die Eltern von ,Kann-Kindern` gehen kein Risiko ein.“ Weil es solche Schulmodelle leider nicht überall gibt, bleibt vielen Eltern nichts anderes übrig, als ihr Kind an der Schule anzumelden, in deren Einzugsgebiet sie wohnen.

Dennoch lohnt es sich, nach Alternativen Ausschau zu halten und sie zu prüfen. Um ihr Kind an einer anderen als der zugewiesenen Schule anmelden zu können, müssen Eltern allerdings nachvollziehbare Gründe angeben: zum Beispiel verlässliche Öffnungszeiten als Voraussetzung für die eigene berufliche Tätigkeit.

Einschulung: Ist mein Kind schulreif?

Je mehr der unten aufgelisteten Eigenschaften und Fähigkeiten auf ein Kind zutreffen, desto vielversprechender ist der Übertritt vom Kindergarten in die Primarschule.

Soziale Reife: Das Kind kann…

  • Kontakt zu Gleichaltrigen aufnehmen
  • sich in eine Gruppe einfügen
  • sowohl zurückstehen wie sich behaupten
  • sich wehren, ohne handgreiflich zu werden
  • Vereinbarungen und Regeln einhalten
  • anderen Kindern beistehen, wenn sie Hilfe brauchen
  • sich auf neue Bezugspersonen einlassen

Körperliche Reife

  • Körpergrösse, Körperbau und Gestaltwandel sind altersentsprechend.
  • Es kann hüpfen, springen, klettern und so seine Bewegungen steuern, koordinieren und kontrollieren.
  • Es kann die Schuhe schnüren und die Hose zuknöpfen. Es kann mit Messer und Schere umgehen, basteln und zeichnen.

Geistige Reife

  • Wahrnehmung: Es kann einfache geometrische Figuren 
erfassen und zeichnen und stellt Fragen, um seine Umwelt 
zu verstehen. Es kann Farben unterscheiden.
  • Raumorientierung: Es kennt Begriffe wie vorne, hinten, oben, unten, links, rechts.
  • Sprache: Es kann sich verständlich ausdrücken, kann Gehörtes mit eigenen Worten wiedergeben, versteht Anweisungen und Verbote, hat einen altersgemässen Wortschatz und kann ganze Sätze bilden.
  • Gedächtnis: Es kann mehrere Anweisungen im Kopf behalten und auch ausführen.
  • Logik: Es kann Zusammenhänge erkennen und Neues schnell erfassen.
  • Mathematik: Es kann zählen und kennt Begriffe wie 
mehr/weniger und grösser/kleiner.
  • Kreativität: Es hat eigene Ideen und kann diese verfolgen.
  • Ausdauer/Konzentrationsfähigkeit: Es kann sich längere Zeit mit einem Thema beschäftigen.

Seelische Reife: Das Kind kann…

  • mit Misserfolg und Kritik, aber auch mit Lob umgehen
  • einen eigenen Willen und Eigeninitiative zeigen
  • sich mit unterschiedlichen Dingen beschäftigen
  • einmal gefasste Vorsätze zielgerichtet umsetzen
  • sich allein an- und ausziehen
  • seine Sachen altersgerecht in Ordnung halten
  • sich auf das Lernen einlassen
  • Fantasie und Realität trennen

Stichtag zur Einschulung

Kategorie(n): Kindergarten & Schule

Lange Zeit war der Stichtag der Einschulung in ganz Deutschland einheitlich geregelt. Der Termin hierfür war der 30. Juni. Alle Kinder, die bis dahin 6 Jahre alt wurden, wurden nach den folgenden Sommerferien eingeschult. 1997 beschloss die Kultusministerkonferenz eine zeitliche Ausdehnung der Stichtagsregelung. Dadurch war es den einzelnen Ländern fortan möglich, die Schulpflicht sehr viel flexibler zu gestalten. Zusätzlich wurde eine vorzeitige Einschulung erleichtert, wobei gleichzeitig die Zurückstellung erschwert wurde. Der aktuelle Zeitraum der unterschiedlichen Stichtage befindet sich zwischen dem 30.6. und dem 31.12..

Stichtag Einschulung – einzelne Bundesländer

Je nachdem, in welchem Bundesland man lebt, sollte man wissen, welches der dortige Stichtag für die Einschulung ist:

  • Baden-Württemberg
    Seit 2007/2008 gilt in Baden Württemberg der 30.09. als Stichtag.
  • Bayern
    Seit dem 01.08.2010 gilt auch in Bayern der 30. September als Stichtag für die Einschulung. Möchte man sein Kind hier allerdings früher einschulen lassen, so findet dieser Wunsch eine besondere Berücksichtigung. Die letztendliche Entscheidung liegt jedoch an der Schulleitung.
  • Berlin
    In Berlin ist der Stichtag für die Einschulung der 31. Dezember. Alle Kinder, die bis zum Beginn des neuen Schuljahres das 6. Lebensjahr vollendet haben, werden eingeschult. Dasselbe gilt auch für die Kinder, die bis zum folgenden 31. Dezember sechs Jahre alt werden.
  • Brandenburg
    In Brandenburg ist der Stichtag für die Einschulung ebenfalls der 30. September. Alle Kinder, die bis dahin ihren sechsten Geburtstag hatten, werden im neuen Schuljahr des gleichen Kalenderjahres eingeschult. Vorzeitig eingeschult werden können jedoch auch die Kinder, die zwischen dem 1. Oktober und dem 31. Dezember 6 Jahre alt werden.
  • Bremen
    In Bremen gilt als Stichtag nach wie vor der 30. Juni. alle Kinder, die bis zum 31. Dezember das 6. Lebensjahr vollenden, gehören zu den „Karenzzeitkindern“, die vorzeitig zur Schule angemeldet werden können, wenn der Wunsch besteht.
  • Hamburg
    In Hamburg ist der 1. Juli der Stichtag der Einschulung. Ist eine vorzeitige Einschulung erwünscht, so spielen hierbei der sprachliche, der körperliche, der geistige und der seelische Zustand des Kindes eine große Rolle.
  • Hessen
    Der Einschulungs-Stichtag in Hessen ist der 30. Juni. Für alle Kinder, die bis dahin 6 Jahre alt sind, beginnt die Schulpflicht mit dem neuen Schuljahr des gleichen Jahres.
  • Mecklenburg-Vorpommern
    Alle Kinder, die ihren 6. Geburtstag bis zum 30. Juni eines Jahres hatten, werden in Mecklenburg-Vorpommern zum nächsten 1. August eingeschult.
  • Niedersachsen
    Die Kinder, die mit Beginn des neuen Schuljahres 6 Jahre alt sind oder dies bis zum kommenden 30. September werden, gelten als Schulpflichtig. Auch noch nicht schulpflichtige Kinder können, auf Antrag der Eltern, vorzeitig eingeschult werden.
  • Nordrhein-Westfalen (NRW)
    Der Stichtag in Nordrhein-Westfalen (NRW) wurde 2011 auf den 30. September festgelegt. Kinder, die danach 6 Jahre alt werden, können nach einem Antrag ebenfalls eingeschult werden.
  • Rheinland-Pfalz
    In Rheinland-Pfalz sind all die Kinder schulpflichtig, die das sechste Lebensjahr bis zum 31.08. vollendet haben.
  • Saarland
    In Saarland gilt der 30. Juni als Stichtag für die Einschulung. Auch hier können noch nicht schulpflichtige Kinder auf Antrag eingeschult werden. Die Entscheidung wird schließlich von der Schulleitung der gewählten Grundschule getroffen.
  • Sachsen
    Der 30. Juni gilt als Stichtag in Sachsen.
  • Sachsen-Anhalt
    Auch in Sachsen-Anhalt ist der Stichtag für die Einschulung der 30. Juni.
  • Schleswig-Holstein
    Alle Kinder, die in Schleswig-Holstein ebenfalls bis zum 30. Juni sechs Jahre alt werden, sind somit schulpflichtig.
  • Thüringen
    In Thüringen ist der Stichtag der Einschulung der 1. August. Kinder, die im folgenden Jahr 6 Jahre alt werden, werden eingeschult.

Die Rückstellung von der Schulpflicht

Hin und wieder kann es vorkommen, dass Eltern ihre Kinder noch zu unreif für einen Schulbesuch halten. So kann es unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein, dass eine Zurückstellung auch außerhalb der Stichtage in Frage kommt.

Die Voraussetzungen für eine solche Rückstellung sind unter anderem:

  • Dass das Kind, zum Zeitpunkt der Einschulung, gerade erst 6 Jahre alt geworden oder noch jünger ist.
  • Ein Entwicklungsbericht der Erzieherinnen des Kindergartens vorliegt, in dem zu lesen ist, dass das Kind noch nicht die notwendige Reife für einen Schulbesuch besitzt und ein weiteres Kindergartenjahr empfehlenswert ist.
  • Wenn man bei der Schuluntersuchung explizit darauf hinweist, dass das Kind noch zu unreif für einen Schulbesuch ist.

Einer der größten Vorteile ist, dass das Kind, in einem weiteren Kindergartenjahr, noch mehr heranreifen kann. Viele sehen die zusätzlichen Jahre im Kindergarten als eines der sinnvollsten Geschenke zur Einschulung, auch wenn Kinder diesen Wert sicherlich lange nicht zu schätzen wissen. Eltern können ihr Kind zudem, in diesem gewonnenen Kindergartenjahr, bestens fördern. Große Vorteile bestehen auch für sehr schüchterne Kinder, denn diese können ihr Selbstvertrauen stärken. Zappelphillipe hingegen können lernen, etwas ruhiger zu werden.

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Wenn Ihr Kind zu den „Kann“-Kindern gehört, müssen Sie sich als Eltern also darüber Gedanken machen, ob Sie es ein Jahr früher einschulen lassen möchten. Dabei fließen verschiedene Überlegungen mit ein: – Früher eingeschulte Kinder sind in der Regel jünger als der Großteil der Klasse und sie müssen sich trotzdem behaupten. Dazu brauchen sie viel Selbstsicherheit. Wenn diese fehlt, obwohl alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind, kann es schwierig werden. – Selbst wenn jüngere Kinder erfolgreich alle Aufgaben lösen, brauchen sie dafür oft ein bisschen länger. Dadurch fehlt ihnen gegenüber den anderen Kindern oftmals die ein oder andere Atempause. – Wird das Kind damit zurechtkommen, dass es in der Klasse zu den Jüngsten und vielleicht auch Kleineren gehört, während es im Kindergarten zu den Großen gehörte? Wird es schon andere Kinder in der Klasse kennen, sodass es als jüngstes Kind nicht alleine dasteht? – Ein sehr häufiger Grund für eine frühzeitige Einschulung ist, dass Eltern glauben, ihr Kind käme auf diese Weise recht früh zu seinem Schulabschluss und hätte damit im Leben grundsätzlich einen gewissen Vorsprung. Diese Möglichkeit besteht natürlich. Andererseits belegen Studien, dass vorzeitig eingeschulte Kinder häufiger eine Klasse wiederholen müssen, als „pünktlich“ eingeschulte Kinder. Zudem ließe sich andersherum argumentieren, dass sich bei einem Kind, wenn es in der Schule immer gut mitkommt, gewissermaßen die Kindheit um ein Jahr verkürzt. – Und schließlich stellt sich die Frage danach, ob das Kind selbst dazu bereit ist, früher eingeschult zu werden. Vielleicht möchte es nicht von seinen besten Freunden getrennt werden; oder es möchte im zukünftigen Klassenverband nicht immer das jüngste Kind sein. Vielleicht langweilt es sich aber als eines der ältesten Kinder im Kindergarten auch bereits; oder es ist besonders lernwillig.

Gespräche mit Ärzten und Erziehern führen

Die Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchung U9 helfen Eltern bei ihrer Entscheidung. Zwischen dem 60. und 64. Lebensmonat prüft der Kinderarzt die körperlichen, geistigen, sozialen, emotionalen und sprachlichen Fähigkeiten des Kindes. Ausgehend von den Ergebnissen dieser Untersuchung kann er die Eltern bei ihrer Entscheidung beraten. Die Eltern können sich aber auch an die Erzieher im Kindergarten wenden. Diese haben die Entwicklung und das Verhalten des Kindes innerhalb einer sozialen Gruppe über einen langen Zeitraum hinweg verfolgt und können Vergleiche zu gleichaltrigen Kindern ziehen. Wenn Eltern daran denken, ihr Kind früher einzuschulen, sollten sie Arzt und Erzieher gezielt darauf ansprechen.

Voraussetzungen für Rückstellung

Wenn auf Grund des geistigen und körperlichen Entwicklungsstandes zu erwarten ist, dass das Kind am Unterricht nicht erfolgreich teilnehmen kann, kann ein Antrag, dass es erst ein Jahr später eingeschult wird, gestellt werden. Besucht das Kind bereits die 1. Klasse, ist eine Zurückstellung während des ersten Schulhalbjahres ebenfalls möglich. Dieser Zurückstellung müssen die Eltern zustimmen. Die Zurückstellung des Kindes vom Schulbesuch kann formlos schriftlich bei der jeweiligen Grundschule beantragt werden. Es ist empfehlenswert, den Antrag gleich bei der Schulanmeldung zu stellen. Die Grundschule entscheidet darüber und benachrichtigt die Eltern etwa 4 bis 6 Wochen (abhängig vom Termin für das Gutachten des Gesundheitsamtes) schriftlich. Die Schule bezieht in die Entscheidung ein Gutachten des Gesundheitsamtes mit ein. 1. Hinweis: Die Zeit der Zurückstellung zählt nicht zur Dauer der Grundschulpflicht. Das Kind wird ohne besonderen Antrag im nächsten Schuljahr eingeschult. 2. Hinweis: Eltern können schulpflichtige, vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder für eine Grundschulförderklasse anmelden. Tipp: Eine Beratung vor der Antragsstellung ist entweder bei der Schulleitung, bei der Kooperationslehrkraft der Grundschule oder bei der für die Grundschule zuständige Beratungslehrkraft möglich.

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