Minipille ohne östrogen

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Pille ohne Östrogen

Verhütung ohne Hormone hat Vorteile

Wer als Frau das gesundheitliche Risiko oder die Möglichkeit von Nebenwirkungen auf Körper und Psyche weitgehend reduzieren möchte, sollte eine Verhütung ohne Hormone in Erwägung ziehen. Mit der Einführung der GyneFix® Kupferkette ist eine sichere und gleichzeitig nebenwirkungsarme Verhütung ohne Hormone möglich geworden.
Viele Frauen, die sich im ersten Schritt für eine Pille ohne Östrogen interessiert hatten, entschieden sich schlussendlich für dieGyneFix® Kupferkette als Verhütungsmethode ohne Hormone. Die Vorteile liegen auf der Hand: die GyneFix® Kupferkette ist in der Anwendung sicherer als die Pille ohne Östrogen, sie ist bequem und erfordert keine tägliche Aufmerksamkeit und sie verursacht keine systemischen Nebenwirkungen.

Die Pille ohne Östrogen und ihre Wirkung

Die Pille ohne Östrogen wird 28 Tage durchgängig am Stück eingenommen und auf eine Einnahmepause wird verzichtet.
Die Pille ohne Östrogen enthält nur das Gestagen Desogestrel in einer relativ hohen Dosierung. Das Desogestrel in der Pille ohne Östrogen hemmt den Eisprung und schaltet den natürlichen weiblichen Zyklus aus. Es kommt zu einer Schleimpfropfbildung am Gebärmutterhals, der den Spermien den Zugang zur Gebärmutter versperren soll. Zusätzlich bewirkt die Pille ohne Östrogen ein Ausdünnen der Gebärmutterschleimhaut, sodass eine Einnistung erschwert werden würde, falls es doch einmal zu einer Befruchtung der Eizelle gekommen sein sollte.

Nachteile der Pille ohne Östrogen

Insbesondere älteren Frauen, Bluthochdruck-Patientinnen, Migräne-Patientinnen, Müttern in der Stillzeit oder Frauen die rauchen, wird die Pille ohne Östrogen als Verhütungsmethode empfohlen.
Trotz dem Verzicht auf Östrogen, kann die Pille ohne Östrogen auch Nachteile haben. Vor einer Verhütung mit der Pille ohne Östrogen sollte man dementsprechend die Packungsbeilage gut studieren, denn obwohl beispielsweise das Thrombose-Risiko geringer ist als bei Kombinationspräparaten der Pille, bleibt das Risiko im Vergleich zu einer Verhütungsmethode ohne Hormone trotzdem erhöht.
Die Liste der möglichen Nebenwirkungen ist auch bei der Pille ohne Östrogen lang. Beobachtet werden Gewichtsveränderungen, Müdigkeit, Depressionen und sexuelle Unlust, Akne, Haarausfall, Brustspannen oder Übelkeit. Bei einigen Frauen treten mit der Pille ohne Östrogen Zwischenblutungen auf. Andere erleben das Ausbleiben ihrer Periode, weil durch die Pille ohne Östrogen der natürliche Zyklus ausgeschaltet wird.
Sie interessieren sich für die GyneFix® Kupferkette als Alternative zur Pille ohne Östrogen?
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Welche Pillenarten gibt es und was unterscheidet sie?

Die Antibabypille gilt als eines der zuverlässigsten Verhütungsmittel. Seit mittlerweile fünf Jahrzehnten verlassen sich Frauen aller Generationen auf die kleine Tablette. Was mit einem einzigen Präparat begann, ist heute ein breit gefächertes Sortiment verschiedener Pillen. Wir geben Ihnen hier einen Überblick über die unterschiedlichen Arten der Pille. Das Wichtigste im Überblick:

  • Minipillen enthalte keine Östrogene und können auch in der Schwangerschaft genommen werden. Sie erfordern aber viel Disziplin in der Einnahme
  • Kombinationspillen enthalten sowohl Gestagene als auch Östrogene.
  • Mikropillen sind niedrig dosierte Kombinationspillen.

Die Antibabypille gilt als eines der zuverlässigsten Verhütungsmittel. Seit mittlerweile fünf Jahrzehnten verlassen sich Frauen aller Generationen auf die kleine Tablette. Was mit einem einzigen Präparat begann, ist heute ein breit gefächertes Sortiment verschiedener Pillen.

Es wird zwischen zwei Arten der Antibabypille unterschieden:

  • Minipillen
  • Kombinationspillen/ Mikropillen

Beide unterscheiden sich anhand ihrer hormonellen Zusammensetzung. Die Wirkstoffe der Pille ähneln den körpereigenen weiblichen Geschlechtshormonen Gestagen und Östrogen, die den weiblichen Zyklus regulieren und eine Schwangerschaft initiieren können.

Richtig eingenommen unterdrücken diese Wirkstoffe der Pille die Reifung des Eis und den Eisprung. Gestagene verhindern zudem den Aufstieg männlichen Samenzellen in die Gebärmutter und dadurch eine Befruchtung.

Minipille Enthalten nur Gestagene als Wirkstoff. Werden daher auch als östrogenfreie Pillen bezeichnet. Sie haben weniger Nebenwirkungen müssen aber immer zur gleichen Uhrzeit eingenommen werden.
Kombinationspille Enthalten sowohl Gestagene als auch Östrogene. Sie werden in Ein-, Zwei-, Drei- und Vierphasenpräparate unterteilt. Größter Nachteil ist das nachweislich erhöhte Thromboserisiko.
Mikropille Niedrig dosierte Kombinationspille mit weniger Nebenwirkungen. Der Östrogengehalt pro Pille darf nicht 0,05 mg nicht überschreiten.

## Die Minipille

Die Minipille wird insbesondere auf Grund ihrer guten Verträglichkeit verschrieben. Im Gegensatz zur Kombinationspille enthält sie keine Östrogene, sondern nur Gestagene. Sie gilt als eine der am besten verträglichen Pillenarten und kommt dementsprechend häufig zum Einsatz. Die Wirkung der Gestagene beruht auf einer Veränderung des Gebärmutterschleims, die das Eindringen von Spermien bzw. die Einnistung durch ein befruchtetes Ei unmöglich macht.

Minipillen, die das Gestagen Desogestrel beinhalten, entfalten ihre Wirkung zusätzlich durch Unterdrückung des Eisprungs. Durch den Einsatz eines einzelnen Wirkstoffs entfallen viele Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Erbrechen oder Übelkeit, die vor allem Östrogen zugeschrieben werden. Im Gegensatz zur Kombinationspille scheint die Minipille zudem nicht zu einem erhöhten Thromboserisiko zu führen.

Ein weiterer Vorteil der östrogenfreien Minipille ist, dass sie von Frauen eingenommen werden können, die auf Grund von Erkrankungen keine Östrogene einnehmen dürfen. Sie ist die einzige Pille, die auch während der Stillzeit eingenommen werden darf.

Die Minipille gilt bei richtiger Anwendung als genauso sicher wie die Kombinationspille.

Nachteil der Minipille

Die Einnahme der Minipille erfordert ein hohes Maß an Disziplin. Sie muss täglich zur gleichen Uhrzeit eingenommen werden. Der Einnahmezeitpunkt darf nicht mehr als drei Stunden abweichen.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie die streng regulierte Einnahme einhalten können, sollten Sie auf eine andere Pillenart zurückgreifen. Die Minipille wird ohne Pause eingenommen. Manche Frauen berichten über unregelmäßige Blutungen unter der Minipille.

Bei Minipillen mit dem Gestagen Desogestrel muss auf den Einnahmezeitpunkt muss weniger genau geachtet werden als bei Minipillen des Gestagens Levonorgestrel.

Pille

Die Pille: Arten und Einnahmeschema

Auf dem Markt befinden sich die klassische Kombinationspille, Mikropille, Minipille und die sogenannte „natürliche“ Pille, die ihrem Namen allerdings nicht gerecht wird, denn auch in ihr stecken synthetisch hergestellte chemische Verbindungen.

Klassische Kombinationspräparate

Klassische Kombinationspräparate enthalten in den verschiedensten Zusammensetzungen und Dosierungen das synthetische Östrogen Ethinylestradiol und ein Gestagen. Sie werden in der Regel über 21 Tage eingenommen, gefolgt von einem siebentägigen hormonfreien Intervall, was zu einer menstruationsähnlichen Blutung (Hormonentzugsblutung) führt. Der Pearl-Index, der den Empfängnisschutz beschreibt, liegt bei korrekter Einnahme zwischen 0,1 und 0,9. Das heißt: Wenn 100 Frauen ein Jahr lang mit diesem Verhütungsmittel verhüten, werden statistisch gesehen nur 0,1 bis 0,9 von ihnen trotzdem schwanger. Die Pille ist damit sehr sicher, was den Verhütungsschutz betrifft.

Die Kombinationspille gibt es als:

  • Einphasenpräparat: Jede Tablette einer Packung enthält beide Hormon in gleicher Dosierung.
  • Zweiphasenpräparat: Die ersten Tabletten einer Packung enthalten nur Östrogen, die restlichen Östrogen und Gestagen.
  • Zweistufenpräparat: zweifache Abstufung der Hormondosis in einer Packung
  • Dreistufenpräparat: dreifache Abstufung der Hormondosis in einer Packung
  • Vierstufenpräparat: vierfache Abstufung der Hormondosis in einer Packung

Je nach Art des enthaltenen Gestagens spricht man von der Pille der:

  • 1. Generation: Gestagen Norethisteron
  • 2. Generation: Levonorgestrol oder Norgestrel
  • 3. Generation: Gestoden, Norgestimat oder Desogestrel
  • 4. Generation: Cyproteronacetat, Chlormadinonacetat, Dienogest oder Drospirenon

Die Mikropille

Sie gehört zu den klassischen Kombinationspräparaten, enthält aber maximal 50 Mikrogramm Östrogen (in Form von Ethinylestradiol). Ihr Pearl-Index beträgt bei korrekter Einnahme 0,1 bis 0,9. Mehr darüber lesen Sie im Beitrag Mikropille.

Die Minipille

Dabei handelt es sich um ein reines Gestagenpräparat ohne Östrogen. Der Pearl-Index liegt bei korrekter Einnahme zwischen 0,5 und 3. Das besondere dieses Präparats: Man bekommt einen Eisprung trotz Pille (Ausnahme: Minipille mit Desogestrel); die verhütende Wirkung wird über drei andere Wege erzielt. Mehr darüber lesen Sie im Beitrag Minipille.

Die Langzeitpille

Das ist ein Kombinationspräparat, das durchgängig über viele Monate eingenommen wird. Der Pearl-Index beträgt maximal 2,78. Mehr über die Langzeiteinnahme lesen Sie im Beitrag Pille durchgängig nehmen.

Die „natürliche“ Pille

Der Zusatz „natürlich“ ist eigentlich nicht richtig, denn auch dieses Präparat enthält synthetisch hergestellte chemische Verbindungen: Als Gestagen wird derzeit entweder Nomogestrolacetat (Nomac) oder Dienogest hinzugefügt. Als Östrogen wird Estradiolvalerat eingesetzt und nicht wie in anderen Präparaten Ethinylestradiol. Estradiolvalerat wird im Gegensatz zu Ethinylestradiol im Körper in das natürliche Östrogen Estradiol umgewandelt. Die Nebenwirkungen (beispielsweise auf das Herz-Kreislauf-System) sollen dadurch geringer ausfallen. Da die „natürliche“ Pille aber erst seit wenigen Jahren auf dem Markt ist, fehlen noch große Studien, die eine sichere Aussage über zusätzliche erwünschte Wirkungen (wie Schutz der Knochen) und über das Risiko für Nebenwirkungen (wie gefährliche Blutgerinnsel) ermöglichen. Der Pearl-Index dieses Präparats liegt zwischen 0,42 und 1,01.

Für Frauen, die mit Antibabypille verhüten wollen, ist die Minipille eine Option. Sie enthält nur ein Hormon, das Gestagen, weshalb sie in dem Ruf steht, weniger unerwünschte Nebenwirkungen zu haben, als Kombinationspräparate der dritten oder vierten Pillen-Generation, die neben Gestagen auch Östrogen enthalten. Weil die Minipille kein Östrogen enthält, wird sie oft für Frauen empfohlen, die stillen. Aber stimmt es, dass die Minipille eine hormonelle Verhütung mit weniger möglichen Nebenwirkungen ist? Dazu sagt Professor Dr. Gerd Glaeske, Experte für Arzneimittelforschung an der Uni Bremen: „Grundsätzlich muss immer darauf hingewiesen werden, dass Antibabypillen auch Arzneimittel sind. Studien haben gezeigt, dass Frauen leider erschreckend wenig bei der Verordnung über Nebenwirkungen informiert werden. 7 Millionen Frauen nehmen die Pille und viele Mädchen und Frauen sind sich unsicher, ob sie auch das richtige Präparat nehmen.“ Das kann auch bei der Minipille der Fall sein, denn es gibt zwei Gestagene, die von den Pharmafirmen verwendet werden. Und beide erhöhen nachgewiesenermaßen in Kombipräparaten das Risiko für Embolie und Thrombose. Das eine um 6 – 7 und das andere um 12 – 14 zusätzliche Fälle.

Das Gestagen in der Minipille

Für die Minipille werden zwei Gestagene, also Hormone eingesetzt: Levonorgestrel und Desogestrel. Während das Risiko bei der Anwendung von Levonorgestrel im Bezug auf die Entwicklung von Embolien oder Thrombosen sowie die Verträglichkeit auch für stillende Mütter vergleichsweise am niedristen ist, ist der Einsatz von Desogrestel mit einem höheren Risiko verbunden. Susanne Tabbach von der Selbsthilfe-Initiative ‚Risiko PIlle‘:

„Desogrestrel hat in Kombi-Pillen der dritten und vierten Generation zu tausenden von Embolien und Thrombosen geführt. Für die Minipille sind diese Nebenwirkungen nicht ausreichend ausgeschlossen.“

Professor Glaeske empfiehlt Frauen, die sich für die Minipille entscheiden, ein Präparat mit dem Gestagen der zweiten Generation, also einen älteren, gut erforschten Wirkstoff, zu nehmen, z.B. die 28 Mini, die als Gestagen das Levonorgestrel enthält. Sowohl Glaeske als auch Susanne Tabbach von ‚Risiko Pille‘ empfehlen Frauen, in der gynäkoligischen Praxis nachzufragen, wenn der Arzt oder die Ärztin eine Minipille mit Desogestrel, z.B. das Präparat Cerazette, verschreibt. „Ärzte äußern sich leider oft abfällig über ältere Präparate. Sie verschreiben lieber, was en vogue ist oder gerade von Pharmavertretern angepriesen wurde. Viele wissen nicht einmal, welche Nebenwirkungen im Beipackzettel stehen. Sie empfehlen die Pille, weil sie ’niedriger dosiert‘ ist, was Patientinnen natürlich angenehm ist. Unerwünschte Nebenwirkungen kann es trotzdem geben.“

So funktioniert die Minipille

Schutz vor ungewollter Schwangerschaft ist mit der Minipille auf jeden Fall gewährleistet. Wenn du sie SUPER REGELMÄßIG einnimmst. Unahbhängig von der Wirkstoff-Debatte, zeichnet sich das Besondere der Minipille dadurch aus, dass sie nur wirkt, wenn sie jeden Tag auf die Minute genau eingenommen wird. Machst du das nicht, bist du ungeschützt. Das solltest du wissen. Und so funktioniert die Minipille, wenn du sie regelmäßig nimmst: Durch die ständige Zufuhr des Gestagens verdickt sich der Schleim im Gebärmutterhals permanent, was Spermien daran hindert, zur Eizelle durchzudringen und sie zu befruchten. Gleichzeitig unterbindet das Gelbkörperhormon den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, so kann sich – sollte es doch zur Befruchtung kommen – keine Eizelle einnisten. Handelt es sich bei dem Wirkstoff der Minipille um Desogestrel wird außerdem der Eisprung unterdrückt, deshalb spricht man hier auch von einem Ovulationshemmer.

Die Vorteile der Minipille

  1. Du kannst die Minipille nehmen, wenn du stillst, am besten aber erst sechs Wochen nach der Geburt.
  2. Die Minipille hat einen hohen Pearl-Index, ist also sicher. Bei korrekter Anwendung haben die Minipillen mit Levonorgestrel einen Pearl-Index von 0,5, das heißt es werden (bei einer einjährigen Anwendung) 0,5 von 100 Frauen schwanger. Bei Kombinationsprodukten mit Östrogen und Gestagen beträgt der Pearl-Index 0,1 – 0,9.

Die Nachteile der Minipille

Auch wenn die Minipille weniger Nebenwirkungen verspricht, kann sie trotzdem Kopfschmerzen, Akne, Brustspannen, Übelkeit, Stimmungsschwankungen und Zwischenblutungen verursachen. Wenn ungewöhnlich starke Schmerzen im Unterbauch auftreten, kann es sich um Eileiterschwangerschaft handeln, da die Minipille nicht immer einen Eisprung sicher verhindert. In diesem Fall sollte sofort eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden. Der Empfängnisschutz kann außerdem bei Durchfall und Erbrechen nachlassen, deshalb solltest du nach einer Krankheitsphase zusätzliche Verhütungsmittel benutzen. Professor Glaeseke zu weiteren Risiken: „Denkbar ist auch eine Verminderung der Verhütungssicherheit bei der gleichzeitigen Einnahme z.B. von Johanniskrautextrakthaltigen Mitteln, die gegen depressive Verstimmungen eingesetzt werden. Und das Risiko für Embolie und Thrombose ist, wie oben ausgeführt, bei der Minipille mit dem Hormon Desogrestrel z.B. in der Minipille Cerazette noch nicht wirklich ausreichend erforscht, es ist nach der derzeitigen Kenntnis aber höher als nach der Einnahme von Pillen mit Levonorgestrel.“

Fragen & Antworten

Frage: Welche Pille birgt das geringste Risiko für Nebenwirkungen? Antwort:

Zu den nebenwirkungsarmen Antibabypille zählen z. B. Minipillen, welche im Gegensatz zu den herkömmlichen Kombinationspillen nur Gestagene, nicht jedoch Östrogene enthalten. Darüber hinaus haben Antibabypille meistens umso weniger Nebenwirkungen, je niedriger sie dosiert sind. Doch auch die Generation der Pille ist ausschlaggebend.

Wir listen in diesem Artikel die Antibabypillen mit den geringsten Nebenwirkungen auf.

Ob Brustspannen, Wassereinlagerungen oder Stimmungsschwankungen – Antibabypillen gewährleisten zwar einen sehr sicheren Schutz, allerdings gehen sie manchmal auch mit Nebenwirkungen einher.

Welche Antibabypille die wenigsten Nebenwirkungen hat, ist hauptsächlich von der Menge und Art der Inhaltsstoffe abhängig. Ob es zu Beschwerden kommt ist aber auch von Frau zu Frau unterschiedlich.

  • Artikel überspringen: Direkt zum Fazit und der Liste der Pille springen

ÜBERSICHT:

Antibabypille mit den wenigsten Nebenwirkungen

  • Die Pille mit wenigen Nebenwirkungen: Grundsätzlich die Minipille

Wie bereits einleitend erwähnt, ist die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen zum Teil von der Art der in der Pille enthaltenen Wirkstoffe abhängig.

Minipille mit wenig Nebenwirkungen

Antibabypille ohne Nebenwirkungen? Die Art der Pille:

  • Kombinationspille (kurz Kombipille): Diese Art der Antibabypille enthält Gestagene und Östrogene als Wirkstoffe. Dadurch ist auch die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen und Risiken etwas höher als bei der Minipille.
  • Minipille (auch Stillpille oder Gestagenpille): Die Minipille enthält nur Gestagene und zählt daher zu den Antibabypillen mit den wenigsten Nebenwirkungen. Da hierbei auf Östrogen verzichtet wird, eignet die Minipille sich z. B. auch für stillende Mütter. Gestagene beeinflussen nämlich nicht die Qualität, Menge oder Zusammensetzung der Muttermilch.

Minipille inklusive Online Rezept:

  • Cerazette

Niedrige Dosierung = geringeres Risiko für Nebenwirkungen

  • Antibabypillen mit den wenigsten Nebenwirkungen: Die Dosierung der Pille ist ausschlaggebend

Sie suchen nach einer Pille ohne Nebenwirkungen? Um die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Beschwerden möglichst gering zu halten, ist es auch sinnvoll, auf die Dosierung der Wirkstoffe zu achten.

Je weniger Wirkstoffe dem Körper zugeführt werden, desto geringer ist entsprechend auch das Risiko für Nebenwirkungen.

Minipille mit wenig Nebenwirkungen:

  • Die meisten Minipillen enthalten lediglich ein niedrig dosiertes Gestagen.
  • Bekannte Minipille mit wenig Nebenwirkungen: Cerazette

Mittlerweile gibt es jedoch auch Minipillen mit einer höheren Wirkstoff-Konzentration. Durch die niedrige Dosierung hat die Pille wenig Nebenwirkungen, allerdings ist sie auch nicht ganz so sicher wie Kombinationspillen oder höher dosierte Minipillen.

Es wird aber durchaus ein sicherer Schutz gewährleistet

  • Mehr erfahren: Wie sicher ist die Minipille?

Mikropille mit wenig Nebenwirkungen:

  • Als Mikropille werden Kombinationspillen bezeichnet, welche höchstens 50 Mikrogramm (μg) Östrogen enthalten.

Diese Antibabypillen enthalten zusätzlich noch ein Gestgagen. Allerdings sind heutzutage die meisten Kombi-Pillen sehr niedrig dosiert und enthalten lediglich 20 bis 35 μg Östrogen. Hoch dosierte Kombinations-Pillen können aber auch 50 μg Östrogen oder mehr enthalten.

Ärzte verschreiben die höher dosierten Antibabypillen jedoch nur in Ausnahmefällen, da die Mikropillen genauso wirksam sind, jedoch ein viel geringeres Risiko für Nebenwirkungen besitzen.

Zu den am niedrigsten dosierten Kombinationspillen mit nur 0,02 mg Ethinylestradiol (Östrogen) zählen:

  • Minisiston 20 fem
  • YAZ
  • Swingo 20
  • Levomin 20
  • Desmin 20
  • Asumate 20
  • Evaluna 20
  • Illinia
  • Leona Hexal
  • Leios
  • Liana-Ratiopharm
  • Miranova

Die Generationen der Antibabypillen mit wenig Nebenwirkungen

  • Antibabypille mit den wenigsten Nebenwirkungen? Auch die Pillen Generation ist wichtig!

Pillen werden, je nachdem welches Gestagen enthalten ist, in vier Generationen unterteilt.

Je nachdem, zu welchem Zeitpunkt das in der Pille enthaltene Gestagen entwickelt wurde, zählt der Wirkstoff bzw. die Pille zu einer anderen Generation.

Welcher Wirkstoff gehört welcher Pillen Generation an?

  • 1. Generation: Lynestrenol, Norethisteron
  • 2. Generation: Norgestrel, Levonorgestrel
  • 3. Generation: Norgestimat, Gestoden, Desogestrel
  • 4. Generation: Dienogest, Chlormadinon, Cyproteron

Es ist jedoch nicht so, dass Pillen bzw. Wirkstoffe neuer Generationen unbedingt besser sind.

Tatsächlich bergen Pillen der 3. und 4. Generation ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Thrombosen.

  • Als besonders nebenwirkungsarm gelten vor allem Pillen der 2. Generation welche Levonorgestrel enthalten.

Zu den Antibabypillen der 2. Generation mit Levonorgestrel zählen:

Minipille:

  • Levogynon
  • Mirena
  • NorLevo
  • Postinor
  • Unofem
  • Vikela

Kombinationspille:

  • Asumate
  • Femigoa
  • Femigyne
  • Leona
  • Microgynon
  • Minisiston
  • Miranova
  • NovaStep
  • Swingo
  • Trigoa

Fazit & Liste – Pille mit wenig Nebenwirkungen

Antibabypillen zählen zu den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln – und wie bei allen Medikamenten, können Nebenwirkungen leider niemals zu 100 % ausgeschlossen werden.

Wenn Sie jedoch einige Dinge beachten, können Sie das Risiko für das Auftreten von unerwünschten Beschwerden auf ein Minimum reduzieren.

Antibabypille mit geringen Nebenwirkungen – Worauf achten?

Wenn Sie nach einer Pille suchen, die möglichst wenig Nebenwirkungen hat, sollten Sie auf folgendes achten:

  • Pillen der 2. Generation mit dem Gestagen Levonorgestrel haben am wenigsten Nebenwirkungen und Risiken
  • Bei Kombinationspillen sollte der Östrogen-Spiegel möglichst gering sein (Mikropillen)
  • Bei Minipillen sollte die Gestagen-Konzentration möglichst gering sein

Sowohl Kombinationspillen als auch Minipillen haben ihre Vor- und Nachteile. Weitere Informationen zu den Unterschieden der Mikro-, und Minipille finden Sie im Ratgeber „Was ist der Unterschied zwischen der Mikropille und der Minipille?„.

Kombinationspille ohne Nebenwirkungen?

  • Kombinationspille mit möglichst wenig Nebenwirkungen:

Suchen Sie nach einer Kombinationspille mit möglichst wenigen Nebenwirkungen, sollten Sie darauf achten, dass das enthaltene Östrogen gering dosiert ist und das Gestagen idealerweise der 2. Generation angehört.

Liste: Niedrig dosierte Kombi-Pillen (Mikropillen) der 2. Generation:

Levonorgestrel = Gestagen / Ethinylestradiol = Östrogen

  • Assumate 20 (0,10 mg Levonorgestrel & 0,02 mg Ethinylestradiol)
  • Evaluna 20 (0,10 mg Levonorgestrel & 0,02 mg Ethinylestradiol)
  • Femigyne Ratiopharm (0,15 mg Levonorgestrel & 0,03 mg Ethinylestradiol)
  • Leona Hexal (0,1 mg Levonorgestrel & 0,02 mg Ethinylestradiol)
  • Microgynon (0,15 mg Levonorgestrel & 0,03 mg Ethinylestradiol)
  • Minisiston (0,125 mg Levonorgestrel & 0,03 mg Ethinylestradiol)
  • Minisiston 20 fem (0,10 mg Levonorgestrel & 0,02 mg Ethinylestradiol)

Minipille ohne Nebenwirkungen?

Minipille mit möglichst wenig Nebenwirkungen:

Wenn Sie nach einer Minipille mit möglichst wenig Nebenwirkungen suchen, ist es sinnvoll, auf ein Gestagen der 2. Generation und eine möglichst geringe Dosierung zu achten.

Liste: Niedrig dosierte Minipillen mit Levonorgestrel (2. Generation):

  • Microlut (0,03 mg)
  • 28 mini (0,03 mg)

Wo erhalte ich eine Antibabypille mit wenig Nebenwirkungen?

Um eine Pille mit möglichst wenigen Nebenwirkungen zu erhalten, benötigen Sie zunächst ein gültiges Rezept.

Sie können das Rezept z. B. auf dem üblichen Weg, also von Ihrem Frauenarzt erhalten. Haben Sie ein Rezept, können Sie die Antibabypille in jeder örtlichen Apotheke erwerben oder auch in einer Online Versandapotheke bestellen.

Online Sprechstunde nutzen?

Alternativ ist es auch möglich, in einer Online Klinik ein Rezept anzufragen.

Hierfür müssen Sie einfach einen Fragebogen ausfüllen, welcher dann von lizenzierten Ärzten, welche in der EU zugelassenen sind, überprüft wird.

Wenn sich die Pille für Sie eignet, bekommen Sie ein Online Rezept ausgestellt. Dieses kann an eine Versandapotheke weitergeleitet werden, sodass Sie die gewünschte Pille innerhalb von 24 Stunden nach Hause geschickt bekommen.

  • Bekannteste Online Klinik Europas:

Online Klinik besuchen Quellen & Links:

  • Low-dose birth control: Effectiveness, risks, and side effects: medicalnewstoday.com
  • Low-Dose and Ultra-Low-Dose Birth Control Pills: webmd.com

Artikel vom 22. August 2019
Artikel aktualisiert am: 25. September 2019

Autor: Daniela vom Pillenhilfe Team. Junge Medizinstudentin mit großen Interesse für Themen rund um die Verhütung.

Der Inhalt wurde medizinisch überprüft und befindet sich auf aktuellen wissenschaftlichen Stand.

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Pille / Kombi-Pille / Mikropille

So sorgt die Pille für einen Schutz vor Schwangerschaften

Die Pille enthält synthetisch (künstlich) hergestellte Östrogene und Gestagene. Dadurch werden die Entwicklung des Eies und der Eisprung verhindert. Außerdem wird der Zervixschleim zäh, so dass beim Geschlechtsverkehr keine Spermien in die Gebärmutter gelangen. Sollte doch einmal der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass ein Eisprung stattfindet und Spermien den Gebärmutterhals passieren, könnte sich eine befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter einnisten, da die Schleimhaut durch die Pillenhormone nicht auf die Schwangerschaft vorbereitet wird. Durch diese drei verschiedenen Wirkprinzipien, hat die Pille eine sehr hohe Verhütungssicherheit.

Mögliche Nebenwirkungen der Mikropille

Nebenwirkungen können als angenehm oder unangenehm empfunden werden und sind nicht risikobehaftet.

Unangenehme Nebenwirkungen durch die Pilleneinnahme treten in der Regel selten auf und sind meist von geringem Ausmaß. Typische Beschwerden in den ersten Zyklen nach Beginn der Einnahme können Zwischenblutungen, Übelkeit oder Brustspannen sein. Auch Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen können auftreten. Da der Körper eine gewisse Zeit braucht, bis er sich auf die veränderte hormonelle Situation einstellt, sollte das Präparat – in Absprache mit dem Frauenarzt – etwa 3 bis 6 Monate eingenommen werden, bevor sich abschätzen lässt, wie es vertragen wird und ob es die Ansprüche der Anwenderin erfüllt. Meist bessern sich anfängliche Beschwerden in dieser Zeit von selbst. Ist das nicht der Fall, kann eine Pille mit anderer Hormonkonzentration oder einem anderen Gestagen vom Arzt ausgewählt werden. Bei einigen Frauen können die Östrogene der Pille dazu führen, dass Wasser ins Körpergewebe eingelagert wird. Dadurch kann auch eine leichte Gewichtszunahme erfolgen, oder die Beine können bei langem Stehen anschwellen.

Mit der Pille kann der Zyklus reguliert werden, Periodenblutungen sind oft schwächer oder schmerzärmer, bei manchen Präparaten können Akne, Haarausfall, unerwünschter Haarwuchs am Körper zurückgehen. Ein positiver Aspekt ist, dass Pillen-Anwenderinnen meist auf den Tag genau wissen, wann ihre monatliche Blutung einsetzt und wie lange sie dauert. Gegebenenfalls kann die Periode auch vorverlegt oder hinausgeschoben werden – Voraussetzung dafür ist die Einnahme eines Einphasenpräparates. Beim Vorverlegen wird auf die letzten maximal 7 Dragees einer Zykluspackung verzichtet und dadurch die Blutung um die entsprechende Zahl von Tagen vorverlegt. Gebräuchlicher ist aber das Hinausschieben der Blutung. Dabei wird auf die 7-tägige Pause verzichtet und sofort mit der neuen Zykluspackung begonnen. Es werden so viele Dragees zusätzlich eingenommen, wie die Blutung nach hinten verschoben werden soll. Auch eine durchgehende Einnahme, z. B. jeweils über drei Monate ohne Pillenpause ist mit bestimmten Präparaten möglich (Langzyklus).

Die Pille beeinflusst nicht die Fruchtbarkeit. Selbst nach langjähriger Einnahme werden die meisten Frauen nach Absetzten der Pille, soweit sie sonst keine Auffälligkeiten aufweisen, schnell schwanger. Nach einem Jahr unterscheidet sich die Schwangerschaftsrate von Frauen, die vorher mit einer Pille verhüteten, nicht von der bei Frauen ohne vorherige Pillen-Einnahme.

Mögliche Risiken der Mikropille

Zu den wichtigsten und schwerwiegendsten Risiken, die durch die Einnahme der Pille gefördert werden können, zählen Thrombosen (Schlaganfall, Lungenembolie). Sie treten vor allem bei Frauen auf, die auch andere Risikofaktoren haben. Vor allem die familiäre Vorbelastung, aber auch Rauchen, starkes Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder Langstreckenflüge können das Thromboserisiko erhöhen. In diesen Fällen muss genau abgewogen werden, ob das Risiko vertretbar ist oder nicht.
Das Krebsrisiko verändert sich durch die Pille. An manchen Organen (Brust und Muttermund) erhöht sich das Risiko zu erkranken leicht. An anderen Organen (Darm und Gebärmutterschleimhaut) senkt sich das Risiko leicht.

Einnahmeschema

Normalerweise wird die Pille 21 Tage eingenommen und dann eine Pause von 7 Tagen eingehalten. Durch die Pilleneinnahme baut sich – ähnlich wie im natürlichen Menstruationszyklus – die Gebärmutterschleimhaut auf. Da in der Einnahmepause keine Hormone zugeführt werden, sinken die Hormonspiegel im Blut ab. Das ist ein Signal für die Gebärmutter, die aufgebaute Schleimhaut abzustoßen. Eine Blutung setzt ein. Man nennt die Blutung, die auf Grund des Absinkens der Hormonspiegel auftritt, Hormonentzugsblutung oder Abbruchblutung. Sie hat nichts mit der natürlichen Menstruationsblutung zu tun, denn sie ist einzig und allein das Ergebnis von Einnahme bzw. Nichteinnahme der Pille.

Bei erstmaliger Pillen-Anwendung wird die Pille am ersten Tag der Menstruationsblutung eingenommen. Wird das Präparat gewechselt bzw. eine neue Packung begonnen, nimmt man die erste Tablette nach der 7-tägigen Pause. Der gewünschte Empfängnisschutz beginnt mit dem ersten Anwendungstag und besteht auch während der Pause, so lange diese nicht länger als 7 Tage ist. Nach einer mehr als 7 Tage dauernden Pause, ist ein sicherer Schutz nicht mehr gewährleistet. Ein zusätzliches Verhütungsmittel, wie z. B. ein Kondom, sollte dann verwendet werden.
Zu welcher Tageszeit die Pille eingenommen wird, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass die Einnahme täglich ungefähr zur gleichen Uhrzeit erfolgt.

Werden zusätzlich zur Pille andere Medikamente eingenommen, ist Vorsicht geboten. Antiepileptika, Tuberkulosemittel, johanniskrauthaltige Präparate, Medikamente, die die Magen-Darm-Passage beschleunigen und einige andere können die Wirksamkeit der Pille herabsetzen. Erkrankungen, die vor allem den Magen-Darm Trakt und die Leber betreffen und sich in Durchfall und Erbrechen äußern, führen zu einer verminderten Aufnahme der Hormone und können ebenfalls den Empfängnisschutz verringern. Schmerzmittel und wahrscheinlich auch Antibiotika reduzieren den Verhütungsschutz nicht. Im Zweifel sollte die Frauenärztin oder der Frauenarzt befragt werden.

Langzyklus

Langzyklus bedeutet nichts anderes, als dass nach der 21-tägigen Einnahme auf die 7-tägige Pause verzichtet wird. Ohne Pause kommt es auch nicht zum Abfall der Hormonspiegel und somit nicht zu Blutungen. Die Dauer dieser blutungsfreien Zeit kann die Frau in Absprache mit ihrem behandelnden Frauenarzt selbst festlegen. Meist wird eine 12-wöchige Einnahme mit anschließendem 7-tägigem, einnahmefreien Intervall praktiziert. Zur Langzyklus-Anwendung eignen sich niedrig dosierte Einphasenpräparate (Mikropille). Durch die pausenlose Pillen-Anwendung wird die Sicherheit erhöht. Der Langzyklus hat – ebenso wie eine „normale“ Pillenanwendung – keine Auswirkungen auf die spätere Fruchtbarkeit. Auch Nebenwirkungen treten nicht häufiger auf als bei der konservativen Anwendungsform. Gegebenenfalls kann das Risiko für Zwischenblutungen zu Beginn des Langzyklus etwas höher sein. Aber der Körper gewöhnt sich in der Regel schnell an die neue Situation.

Der Langzyklus bietet sich in Absprache mit dem Frauenarzt für Frauen an, denen ein Hormonspiegelabfall während der Pause zwischen den Einnahmeintervallen regelmäßig große Beschwerden macht, beispielsweise, weil in dieser Zeit verstärkt Migräneattacken auftreten. Dadurch, dass die zyklusbedingten Hormonschwankungen unterbunden werden, können sich diese Symptome bessern. Auch für Frauen, die während der Menstruation unter Stimmungsschwankungen leiden oder schmerzhafte Blutungen haben, kann der Langzyklus eine Option sein. Andere Beschwerden bzw. Erkrankungen, bei denen Frauenärzte den Langzyklus in Erwägung ziehen, sind: Endometriose, PCO-Syndrom, Myome, Eisenmangelanämie, wiederkehrende Eierstockzysten, therapieresistente Akne, andere blutungsbedingte Beschwerden wie Bauch-, Rücken- und Kopfschmerzen. Zusätzlich bietet sich der Langzyklus bei chronischen Krankheiten an, deren Ausprägung von hormonellen Zyklusschwankungen mitbestimmt wird, z. B. Multiple Sklerose, Diabetes mellitus Typ I, Asthma, Depressionen, Epilepsie sowie die Parkinson-Krankheit.

Was macht die neue Minipille?

Die neue Minipille ist mit der Pille vergleichbar, weil sie ebenfalls den Eisprung verhindert – herkömmliche Minipillen verhindern den Eisprung in der Regel nicht.
Für die Einnahme der neuen Minipille bleibt Zeit. Der große Vorteil der neuen Minipille ist, dass man sie zum einen nicht mehr täglich pünktlich zum gleichen Zeitpunkt einnehmen muss, um ihre verhütende Wirkung zu gewährleisten und zum anderen empfinden viele Frauen die Hormon-Zusammensetzung verträglicher.

Anwendung der neuen Minipille

Die neue Minipille wird ohne Unterbrechung 28 Tage lang eingenommen. Es gibt daher keine Einnahmepause von einer Woche im Monat.

Funktionsweise der neuen Minipille

Die neue Minipille enthält den Wirkstoff Desogestrel. Sie verhindert den Eisprung, verändert die Gebärmutterschleimhaut sowie die Konsistenz des Schleimpfropfs im Muttermund.

Vorteile der neuen Minipille

  • geringe Hormon-Konzentration
  • spontaner Sex ist ohne weitere Vorbereitungen möglich

Nebenwirkungen der neuen Minipille

  • Gewichtzunahme
  • Akne
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit möglich
  • Störung der Libido (sexuelle Unlust)
  • Depressive Verstimmungen
  • Die Pille erfordert Disziplin, da sie täglich eingenommen werden muss
  • Tägl. hormonelle Belastung, auch wenn nur gelegentlich Geschlechtsverkehr stattfindet
  • Nur in Abhängigkeit vom Arzt einsetz- bzw. absetzbar
  • Schützt weder vor AIDS noch vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten

Pille ist nicht gleich Pille! Es gibt mittlerweile viele unterschiedliche hormonelle Zusammensetzungen für oral einzunehmende Verhütungsmittel. Hier erklären wir, wie die sogenannte Minipille funktioniert und was sie von anderen Pillen wie der Mikropille unterscheidet.

Was ist die Minipille?

Bei den Minipillen wird unterschieden zwischen der „herkömmlichen Minipille“ und der „neuen Minipille“, die beide nur Gestagene enthalten und keine Östrogene. Diese Pillenarten haben den Vorteil, dass sie auch von vielen Frauen vertragen werden, die durch die Einnahme von Östrogenen Beschwerden bekommen oder ihre Gesundheit gefährden würden. Auch stillende Frauen können mit einer der beiden Minipillen sicher verhüten, ohne die Milchbildung zu verändern. Deshalb wir die Minipille oft auch als „Stillpille“ bezeichnet.

Dennoch gibt es zwischen beiden Minipillen Unterschiede in der Wirkweise, der Verträglichkeit und der maximalen Zeitspanne, in der die Pille genommen werden muss, um sicher zu wirken.

  1. Die herkömmliche Minipille enthält Levonorgestrel. Dieses wirkt sich auf den Schleimpfropf aus, der sich verdickt und undurchlässiger für Spermien wird. Außerdem verändert sich der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut so, dass sich ein möglicherweise befruchtetes Ei nicht mehr einnisten kann. Diese Minipille verhindert jedoch nicht immer die Reifung einer Eizelle. Die Sicherheit dieser Pillenart ist daher niedriger als die der neuen Minipille und der Mikropille. Sie hat außerdem den Nachteil, dass sie sehr diszipliniert eingenommen werden muss. Die Uhrzeit für die regelmäßige Einnahme darf nicht mehr als drei Stunden abweichen, um den Verhütungsschutz nicht zu gefährden.
  2. Die neue Minipille enthält das Gestagen Desogestrel, das neben den Wirkweisen der herkömmlichen Minipille zusätzlich den Eisprung unterdrückt. Dazu kann eine vergessene Pille noch bis zu 12 Stunden später nachträglich eingenommen werden, ohne dass der Schutz gefährdet ist. Insgesamt ist sie dadurch etwa so sicher wie die Mikropille – also sehr sicher.
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  • Wie unterscheiden sich Minipille und Mikropille?

    Die bisher am meisten verschriebene Pillenart wird als Mikropille bezeichnet. Sie enthält künstlich hergestellte Geschlechtshormone, meist die Kombinationen von Östrogenen und Gestagenen, die den Hormonspiegel weitgehend konstant halten sollen. Dadurch wird zum einen der Schleim im Gebärmutterhals verdickt, sodass er undurchlässiger für Spermien wird. Zweitens wird der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut so sehr reduziert, dass sich kein Ei mehr einnisten kann. Da allerdings drittens auch der Einsprung durch die Pille verhindert wird, kann ohnehin kein Ei zur Befruchtung auf seine Reise gehen. So gehört die „klassische“ Pille zu den sichersten hormonellen Verhütungsmitteln.

    Die Pille wird 21 Tage durchgenommen und in der siebentägigen Einnahmepause kommt es zu einer Blutung. Danach wird die nächste Packung begonnen. Bei Einnahmefehlern haben die Anwenderinnen bis zu 12 Stunde Zeit die vergessene Pille nachträglich zu nehmen, ohne den Verhütungsschutz zu gefährden.

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  • Diese östrogenhaltige Pillenart wird jedoch nicht von allen Frauen vertragen und es gibt konkrete Gründe, die gegen die Einnahme dieser Präparate sprechen. Von einer Einnahme wird vor allem Raucherinnen abgeraten, aber auch Frauen mit Thromboserisiko, Bluthochdruck, Diabetes, Blutgerinnungsstörungen, Übergewicht sowie stillenden Müttern.

    Anwendung der Minipille

    Die Minipillen werden durchgehend täglich eingenommen. Mit der ersten Pille wird am ersten Tag der Regelblutung begonnen. Die Frau ist auf diese Weise vom ersten Tag an vor einer Schwangerschaft geschützt. Anders als bei östrogenhaltigen Verhütungsmitteln kommt es seltener zu Brustspannen und Übelkeit als bei der Mikropille.

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  • Nebenwirkungen der Minipille

    Zu den häufigen Nebenwirkungen der Minipille gehören Zyklusstörungen wie Zwischenblutungen, stärkere Blutungen oder das Ausbleiben der Menstruation. Oft pendeln sich die Unregelmäßigkeiten nach den ersten Einnahmemonaten wieder ein. Der Empfängnisschutz wird jedoch bei korrekter Einnahme trotz unregelmäßigem Zyklus nicht geschwächt. Da sich Hormone immer auch auf unsere Stimmung auswirken können, werden als Nebenwirkung der Minipille auch Stimmungsschwankungen und Depressionen beobachtet. Weitere Nebenwirkungen sind möglich. Im Zweifelsfall sollten Anwenderinnen immer ihren Frauenarzt kontaktieren, wenn sie Nebenwirklungen bei sich beobachten.

    Minipille und Gestagenpille / Östrogenfreie Pille

    Minipille und Gestagenpille enthalten als Pillenbestandteil nur ein Gestagen – bei der Minipille ist die Dosierung sehr niedrig. Die Wirkung der meisten reinen Gestagen-Pillen beruht überwiegend darauf, dass die Samenzellen am Eindringen in die Gebärmutter gehindert werden durch Veränderungen des Schleimpfropfes am Gebärmutterhals. Sie verhindern jedoch nicht immer die Ausreifung einer Eizelle. Zusätzlich beeinträchtigen sie den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, so dass selbst eine möglicherweise befruchtete Eizelle sich nicht einnisten könnte. Die Sicherheit der Gestagenpille ist höher als die der Minipille, da sie auch die Ausreifung der Eizelle verhindert.

    Weil die Minipille jeden Tag zur gleichen Uhrzeit eingenommen werden muss, verlangt ihre Anwendung in der Regel größere Disziplin als die der Kombinationspille oder der Gestagenpille. Für einen sicheren Empfängnisschutz bei der Anwendung der Minipille ist es wichtig, die Anwendungshinweise im Beipackzettel des jeweiligen Präparates genau zu beachten. So gilt beispielsweise bei der Minipille der Empfängnisschutz bereits bei einer um mehr als drei Stunden verspäteten Einnahme als nicht mehr sicher. Bei der Gestagenpille mit dem Wirkstoff Desogestrel gilt der Empfängnisschutz erst ab einer verspäteten Einnahme von zwölf Stunden als gefährdet.

    Die Minipille und Gestagenpille wird daher vor allem Frauen verschrieben, die eine Mikropille nicht anwenden können, weil z. B. Gegenanzeigen (Alter, Rauchen) bestehen. Besonders geeignet sind die Minipille oder Gestagenpille für Frauen in der Stillzeit, da die Milchmenge und die Milchzusammensetzung nicht beeinträchtigt werden und das Gestagen nur in sehr geringen Mengen mit der Muttermilch auf den Säugling übergeht.

    Der Pearl-Index der Minipille liegt bei korrekter Anwendung etwa bei 0.5, in der Praxis aber, bedingt durch das Einnahmeschema bei etwa 3 bis 4. Der Pearl-Index für die Gestagenpille liegt insgesamt bei etwa 0,5.

    Die Einnahme der Minipille und Gestagenpille beginnt – wie auch bei der Mikropille – am ersten Menstruationstag. Dann wird aber jeden Tag ohne Pause eine Tablette eingenommen.

    Mögliche Nebenwirkungen der Minipille und der Gestagenpille

    Die Minipille und die Gestagenpille werden im Allgemeinen gut vertragen. Beide Pillen enthalten nur das Hormon Gestagen, bei der Minipille ist die Dosierung sehr niedrig. Ein Nachteil der Minipille oder Gestagenpille ist die schlechte Kontrolle des Zyklus. Bei jedem zweiten bis dritten Zyklus kommt es zu Menstruationsstörungen, wie Schmierblutungen oder Durchbruchblutungen. Außerdem können die Zyklen sehr kurz oder auch stark verlängert sein. Manchmal bleibt die Menstruation komplett aus, was beunruhigen kann aber ungefährlich ist. Die Minipille muss täglich zur exakt gleichen Uhrzeit eingenommen werden. Wird die Minipille einmal vergessen, kann sie nur innerhalb von maximal 3 Stunden nachgenommen werden, ohne dass die Sicherheit beeinträchtigt wird. Kommt es trotz Einnahme zu einer Schwangerschaft, ist das Risiko einer Eileiterschwangerschaft erhöht, da das Gestagen in der Minipille den Eitransport stört. Die Gestagenpille muss nicht auf die Stunde genau eingenommen werden. Wie die Mikropille kann sie innerhalb eines Zeitfensters von 12 Stunden noch nachgenommen werden.

    Mögliche Risiken der Minipille und der Gestagenpille

    Bisher wurden keine Risikoerhöhung bei Thrombosen oder Krebs durch die Minipille oder Gestagenpille gefunden.

    Deswegen können die Minipille und die Gestagenpille auch in der Stillzeit und bei erhöhtem Thromboserisiko eingenommen werden.

    Minipille: Nur mit einem Gestagen verhüten?

    Die hormonale Empfängnisverhütung ist in westlichen Industrieländern inzwischen gang und gäbe. Doch nur die wenigsten Frauen verwenden ein Gestagen-Monopräparat, landläufig „Minipille“ genannt. Weltweit sind es weniger als zehn Prozent. In Deutschland wird der Anteil sogar unter einem Prozent geschätzt. Die meisten davon sind jenseits des 35. Lebensjahres.

    Zweifache Wirkung

    Das Wirkprinzip der „Minipille“ ist bekannt: Der Zervixschleim verdickt und verdichtet sich und bildet so eine meist sichere Barriere gegen „angreifende“ Spermien. Außerdem verändert sich unter dem Einfluss des Gestagens die Gebärmutterschleimhaut so, dass auch ein befruchtetes Ei sich nicht einnisten kann.

    Allerdings kommt es im Gegensatz zu östrogenhaltigen Präparaten lediglich bei etwa 50 Prozent der Zyklen auch zu einer Ovulationshemmung. Um sicher zu verhüten, müssen Minipillen immer zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt eingenommen werden, während bei Kombinationspräparaten immerhin zwölf Stunden „Spielraum“ besteht, um eine vergessene Pilleneinnahme nachzuholen.

    Enges Einnahmefenster und Blutungsstörungen

    Dieses enge Einnahmefenster ist ein wesentlicher Grund für die Zurückhaltung von Frauen und auch ein Grund dafür, dass die Schwangerschaftsrate unter „Minipillen“ vergleichsweise hoch ist. Bei perfekter Anwendung liegt sie zwar bei 0,5 Prozent pro Jahr und kann mit den Kombinationspräparaten mit einer Empfängnisrate von 0,1 Prozent pro Jahr noch gut mithalten. Bei typischer Anwendung hingegen, und auf die kommt es letztlich an, schnellt die Zahl der ungewollten Kontrazeptionen auf fünf Prozent pro Jahr in die Höhe. Ebenfalls ein großes Problem ist die hohe Rate an Extrauteringraviditäten, die bei vier bis sechs Prozent aller Schwangerschaften liegt.

    Unbeliebt sind Minipillen jedoch nicht nur wegen ihrer mangelnden Sicherheit, sondern auch wegen der Blutungsstörungen. Oligomenorrhöen und Hypermenorrhöen sind relativ häufig. Etwa ein Drittel der Frauen muss innerhalb der ersten sechs Monate mit Blutungsstörungen rechnen, in den nächsten sechs Monaten sind es noch 25 Prozent. Für etwa zehn Prozent der Frauen immerhin Grund genug, die Einnahme abzubrechen. Ebenfalls ein Drittel der Frauen leidet im ersten Jahr unter allgemeinen Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Brustspannen und Übelkeit. Deswegen brechen allerdings nur drei Prozent der Frauen die Einnahme ab.

    Minipille als Alternative

    Wenn die Wahl dennoch auf eine „Minipille“ fällt, gibt es meist Gründe gegen die Verhütung mit Kombinationspräparaten, beispielsweise Kontraindikationen gegen Ethinylestradiol, Stillen, höheres Lebensalter oder allein die Tatsache, dass eine Frau mit der Mikropille nicht zurechtkommt. Bedarf für Minipillen gibt es also allemal.

    Verbesserungen sind von einem neuen Gestagenpräparat für die Kontrazeption zu erwarten, das 75 µg Desogestrel (Cerazette®) enthält. Es wirkt wie die herkömmlichen Minipillen. Sein Vorteil: Es hemmt die Ovulation in 97 Prozent aller Anwendungszyklen und bietet deshalb eine höhere Sicherheit. In einer doppelblinden Vergleichsstudie verhüteten insgesamt etwa 1400 Frauen entweder mit 75 µg Desogestrel oder mit 30 µg Levonorgestrel. Insgesamt sieben Frauen wurden während eines Beobachtungszeitraums von einem Jahr schwanger. Daraus errechnete sich ein Pearl-Index für Desogestrel von 0,14, für Levonorgestrel dagegen von 1,17. Zum Vergleich: Der Pearl-Index von Mikropillen liegt zwischen 0,03 und 1,0.

    Blutungsstörungen bleiben

    Nur geringfügig verändert ist allerdings die Blutungssituation unter Desogestrel. Wenig berechenbare Blutungsstörungen und Schmierblutungsepisoden sind nur geringfügig seltener als unter herkömmlichen Minipillen. Amenorrhoische Phasen treten häufiger auf. Besonders wichtig ist hier die Beratung. Die Frauen müssen darüber informiert werden, dass die Blutungen zumindest bis zu einem gewissen Ausmaß nicht kritisch sind und dass sich hinter einer Amenorrhö nur in seltensten Fällen eine Schwangerschaft verbirgt. Der Hinweis, dass die Blutungsunregelmäßigkeiten im Laufe der Zeit zurückgehen, kann verhindern, dass die Frauen die Einnahme voreilig abbrechen.

    Kein Einfluss auf die Muttermilch

    Ein besonderer Blick galt den Gerinnungsparameter, da Desogestrel als Gestagen der dritten Generation ein negativer Einfluss auf das Gerinnungssystem unterstellt wurde. In der Studie wurde nur eine marginale, klinisch nicht relevante Veränderung festgestellt. Auch der Lipid- und Glucosestoffwechsel blieb unbeeinflusst. Da die Minipille grundsätzlich auch zur Kontrazeption während der Stillzeit indiziert ist, bekommt auch der Einfluss von Desogestrel auf die Laktation besondere Bedeutung. Hier zeigte sich in einer weiteren Untersuchung, dass Milchvolumen und Zusammensetzung der Milch nicht beeinflusst werden.

    Die Pille

    Was Sie tun können

    Natürlich sollte die Pille regelmäßig eingenommen werden. Doch in der Praxis ist das manchmal gar nicht so einfach. Wenn eine Frau zum ersten Mal die „Pille“ einnimmt, kann es schwierig sein, sich an die regelmäßige Einnahme zu gewöhnen. Auch bei Frauen, die schon über einen langen Zeitpunkt mit der „Pille“ verhüten, können Situationen entstehen, in denen sie vergessen wird. Stress, Krankheit oder die vergessene Pillenpackung während eines Kurzurlaubs, es gibt viele Gründe, warum die Pille vergessen werden kann. Frauen sind keine Roboter. Häufig kommt es nach einer oder mehreren vergessenen Tabletten zu Fragen: Sind wir wirksam geschützt oder müssen wir zusätzlich verhüten, kann eine Schwangerschaft entstanden sein etc.?

    Unsere Empfehlung soll Ihnen helfen, trotz „vergessener Pille“ wirksam geschützt zu sein. Sie gilt für „Pillen“, die 21 gleiche Tabletten in der Kombination Östrogen/Gestagen (siehe Packungsbeilage) enthalten und bei denen nach 21 Tagen eine 7tägige Pause eingelegt wird. Wenn Sie eine andere Pille, z. B. eine Pille mit 3 verschiedenen Tabletten, einnehmen, sollten Sie vorsichtshalber bei Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder in der nächsten pro familia-Beratungsstelle nachfragen.

    Generell sollten Sie zwei Punkte beachten:

    • Die Tabletteneinnahme darf nie länger als 7 Tage unterbrochen werden
    • Um einen ausreichenden Empfängnisschutz aufzubauen, ist eine ununterbrochene Tabletteneinnahme über mindestens 7 Tage erforderlich

    Vorgehen bei vergessener Pille

    pro familia hat für Sie eine Empfehlung zusammengestellt, wie sie bei vergessener Pille vorgehen können. Unsere Hinweise sind erarbeitet auf der Grundlage der Empfehlungen des Bundesinstitutes für Arzneimittelsicherheit von April 2005.

    Sie haben eine Tablette in Woche 1 vergessen

    Holen Sie die Einnahme so schnell wie möglich nach, auch wenn dies bedeutet, dass Sie zwei Tabletten zur gleichen Zeit einnehmen. Setzen Sie die Einnahme dann wie gewohnt fort. In den nächsten 7 Tagen muss jedoch zusätzlich eine Barrieremethode zur Empfängnisverhütung (z. B. Kondom) angewendet werden. Wenn Sie in der Woche vor der vergessenen Tabletteneinnahme Geschlechtsverkehr hatten, besteht das Risiko einer Schwangerschaft. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft ist umso höher, je früher die Pille in der ersten Woche vergessen wurde.

    Um eine Schwangerschaft zu verhindern, können Sie die „Pille danach“ nehmen.

    Sie haben eine Tablette in Woche 2 vergessen

    Holen Sie die Einnahme so schnell wie möglich nach, auch wenn dies bedeutet, dass Sie zwei Tabletten zur gleichen Zeit einnehmen. Die folgenden Tabletten nehmen Sie dann wieder zur gewohnten Zeit ein. Wenn Sie die „Pille“ an den vorausgegangenen 7 Tagen vor der vergessenen Tablette regelmäßig eingenommen haben, ist die empfängnisverhütende Wirkung gewährleistet und Sie müssen keine zusätzlichen empfängnisverhütenden Maßnahmen anwenden. Bei sehr großem Sicherheitsbedürfnis verwenden Sie in den nächsten 7 Tagen eine Barrieremethode (z. B. Kondom).

    Sie haben eine oder mehrere Tabletten nacheinander in Woche 3 vergessen

    Ein Empfängnisschutz ist nicht mehr voll gewährleistet, wenn Sie die normale Pause nach dem Ende der Packung machen. Durch einen veränderten Einnahmebeginn der nächsten Packung lässt sich die empfängnisverhütende Wirkung erhalten. Wenn Sie eine der beiden im Folgenden erläuterten Vorgehensweisen einhalten, besteht keine Notwendigkeit für zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahmen. Dies gilt jedoch nur, wenn die Einnahme an den 7 Tagen vor der ersten vergessenen Tablette korrekt erfolgte.

    Wenn dies nicht der Fall ist, sollten Sie nach der Anweisung vorgehen. Außerdem sollte in den nächsten 7 Tagen zusätzlich eine Barrieremethode zur Empfängnisverhütung (z. B. Kondom) anwendet werden. Sie können zwischen zwei Möglichkeiten wählen:

    • 1. Nehmen Sie die verbliebenen Tabletten aus der aktuellen Packung zur gewohnten Zeit ein. Lassen Sie die einnahmefreie Pause aus und beginnen Sie direkt mit der Einnahme der Tabletten aus der nächsten Packung. Höchstwahrscheinlich kommt es dann solange nicht zu einer Abbruchblutung bis Sie diese zweite Packung aufgebraucht haben, jedoch treten möglicherweise Schmier- und Durchbruchblutungen während der Einnahme aus der zweiten Packung auf.

    oder

    • 2. Sie können die Einnahme aus der aktuellen Packung auch sofort abbrechen und nach einer einnahmefreien Pause von nicht mehr als 7 Tagen (der Tag, an dem die erste Tablette vergessen wurde, muss mitgezählt werden!) direkt mit der Einnahme aus der nächsten Packung beginnen. Wenn Sie mit der Einnahme aus der neuen Packung zu Ihrem gewohnten Wochentag beginnen möchten, können Sie die einnahmefreie Pause entsprechend verkürzen.

    Sie haben mehr als eine Tablette in Woche 1 oder 2 vergessen

    Wenn Sie die Einnahme von mehr als einer Tablette in Woche 1 oder 2 vergessen haben, ist der Empfängnisschutz nicht mehr sicher gegeben. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft ist umso höher, je mehr Tabletten Sie vergessen haben und je näher dies zeitlich an der vorausgegangenen einnahmefreien Pause liegt.

    Um eine Schwangerschaft zu verhindern, können Sie die „Pille danach“ nehmen. Bis zum Auftreten der nächsten üblichen Entzugsblutung sollte zusätzlich eine Barrieremethode zur Empfängnisverhütung (z. B. Kondom) angewendet werden.

    Wenn nach Aufbrauchen der aktuellen Packung in der ersten normalen einnahmefreien Pause keine Blutung auftritt und Sie in der Woche vor den vergessenen Tabletten Geschlechtsverkehr hatten, sind Sie möglicherweise schwanger. In diesem Fall sollten Sie eine Schwangerschaft ausschließen.

    Welche Pillen gibt es?

    Die Pille zählt zu den hormonellen Verhütungsmitteln. Sie enthalten häufig zwei Hormone: ein Östrogen und ein Gestagen und werden dann Kombinationspräparate genannt. Diese Pillen werden auch Mikropillen genannt, da sie – im Gegensatz zu den ersten Pillen, die auf den Markt kamen – deutlich geringere Östrogenmengen enthalten. In Ausnahmefällen können auch Östrogenkonzentrationen ≥ 50 µg enthalten sein.

    Eine weitere Ausnahme ist die sogenannte Minipille, die nur ein Hormon enthält, ein Gestagen. Für viele Frauen sind hormonelle Verhütungsmittel die bequemste Art, eine Schwangerschaft zu vermeiden: Sie müssen beim Geschlechtsverkehr oder davor nicht mehr an die Verhütung denken und haben selbst die Kontrolle darüber.

    Einteilung nach Wirkstoffen und Wirkstoff-Kombinationen

    Je nach Inhaltsstoffen und Dosierungen unterscheidet man folgende Antibabypillen:

    • Die meisten Einphasenpillen enthalten 21 Dragees mit jeweils der gleichen Menge von Östrogen und Gestagen. Danach folgt eine siebentägige Einnahmepause. Es gibt auch Einphasenpillen mit 22 oder 24 Tabletten in einer Packung. Bei diesen Präparaten sind nur sechs beziehungsweise vier Tage ohne Pilleneinnahme vorgesehen. Außerdem sind Einphasenpillen mit 28 Dragees in der Packung erhältlich. In den letzten sechs oder sieben Tagen des Zyklus nimmt man eine Tablette ohne Wirkstoff.
    • Die Zweiphasenpillen und die Dreiphasenpillen enthalten Östrogen und Gestagen in unterschiedlichen Konzentrationen, die dem weiblichen Zyklus angepasst sind. Sie sind genauso sicher wie die Einphasenpillen.
    • Die Minipille besteht nur aus Gestagenen. Sie muss jeden Tag zur selben Uhrzeit genommen werden, damit sie sicher verhütet.

    Eine Pille – vier Generationen

    Seitdem die erste Antibabypille 1961 auf den deutschen Markt kam, wurde sie stetig weiterentwickelt.
    Die erste Generation der Pille enthielt noch sehr große Mengen an Östrogen und das Gestagen Norethisteron. Sie spielt heute in dieser Zusammensetzung keine Rolle mehr. Im Handel sind heute vorwiegend Mikropillen mit einer deutlich geringeren Menge Östrogen und dem Gestagen Norethisteron.

    Nach der allerersten Pille folgten nur noch Präparate mit deutlich reduzierten Östrogenmengen, die mit dem Gestagen Levonorgestrel kombiniert wurden. Antibabypillen der jüngeren Generationen enthalten neu entwickelte Gestagene, beispielsweise Gestoden oder Desogestrel bei den Pillen der dritten Generation und Drospirenon (vierte Generation).

    Die folgende Liste gibt einen Überblick über die 40 am häufigsten verschriebenen Pillen im Jahr 2014 in Deutschland, aufgeteilt nach Generationen:

    Pillen der 1. und 2. Generation

    Präparat

    Hersteller (Markteinführung)

    Gestagen

    Asumate®

    Velvian (08/2010)

    Levonorgestrel

    Evaluna®

    Madaus (08/2010)

    Levonorgestrel

    Femigoa®

    Pfizer (02/1992)

    Levonorgestrel

    Femigyne®

    ratiopharm (02/2011)

    Levonorgestrel

    Femikadin®

    Dr. Kade/Besins (06/2012)

    Levonorgestrel

    Illina®

    Sandoz (04/2008)

    Levonorgestrel

    Leanova AL®

    Aliud (07/2012)

    Levonorgestrel

    Leios®

    Pfizer (04/1996)

    Levonorgestrel

    Leona-Hexal®

    Hexal (04/2008)

    Levonorgestrel

    Levomin®

    mibe (03/2011)

    Levonorgestrel

    Microgynon®

    KohlPharma (01/1994)

    Levonorgestrel

    Minisiston®

    Jenapharm (01/1981)

    Levonorgestrel

    Minisiston® 20

    Jenapharm (10/2007)

    Levonorgestrel

    Swingo®

    Aristo Pharma (04/2011)

    Levonorgestrel

    Trigoa®

    Pfizer (10/1995)

    Levonorgestrel

    Pillen der 3. und 4. Generation

    Präparat

    Hersteller (Markteinführung)

    Gestagen

    Aida®

    Jenapharm (09/2006)

    Drospirenon

    Aristelle®

    Aristo Pharma (03/2012)

    Dienogest

    Belara®

    Grünenthal (02/1992)

    Chlormadinon

    Bellissima®

    Madaus (10/2008)

    Chlormadinon

    Bonadea®

    Zentiva (02/2012)

    Dienogest

    Chariva®

    Gedeon Richter (12/2009)

    Chlormadinon

    Chloee®

    Zentima Pharma (02/2012)

    Chlormadinon

    Desmin®

    Gedeon Richter (10/1998)

    Desogestrel

    Dienovel®

    mibe (08/2012)

    Dienogest

    Enriqua®

    Jenapharm (12/2009)

    Chlormadinon

    Lamuna®

    Hexal (09/2000)

    Desogestrel

    Lilia®

    Aristo Pharma (03/2010)

    Chlormadinon

    Maitalon®

    Gedeon Richter (05/2012)

    Drospirenon

    Maxim®

    Jenapharm (01/2011)

    Dienogest

    Mayra®

    Madaus (02/2012)

    Dienogest

    Minette®

    Dr. Kade/Besins (06/2012)

    Chlormadinon

    Mona-Hexal®

    Hexal (12/2009)

    Chlormadinon

    Neo-Eunomin®

    Grünenthal (01/1985)

    Chlormadinon

    Starletta Hexal®

    Hexal (09/2012)

    Dienogest

    Valette®

    Jenapharm (03/1995)

    Dienogest

    Velafee®

    Velvian (02/2012)

    Dienogest

    Yasmin®

    Jenapharm (11/2000)

    Drospirenon

    Yasminelle®

    Jenapharm (09/2006)

    Drospirenon

    Yaz®

    Jenapharm (09/2008)

    Drospirenon

    Zoely®

    MSD (01/2012)

    Nomegestrolacetat

    Quelle: IMS, 2015, nur kombinierte orale Kontrazeptiva / Pillenreport 2015

    Für den Notfall: Die „Pille danach“

    Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur „Pille danach“

    Studienband Pillenreport

    Bedeuten die neueren Pillen tatsächlich einen therapeutischen Fortschritt? Wie sieht es mit Nutzen und Risiken aus? Mit diesen Fragen setzt sich der Studienband Pillenreport auseinander, der hier zum Download zur Verfügung steht:

    Studienband Pillenreport 2015

    PDF, 1,2 MB , nicht barrierefrei Downloadzeit: eine Sekunde

    Die Pille ist ein Arzneimittel, das zuverlässig vor einer ungewollten Schwangerschaft schützt! Aber macht die Pille auch schön? Hat sie Nebenwirkungen? Und wenn ja, welche? Erfahre alles Wichtige rund um die Pille , zum Beispiel, welche Pillen es gibt und wie sie sich unterscheiden.

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