Milien im gesicht

Milien beim Baby: Bestes Rezept ist Geduld

Milien gehören zu den typischen Hautveränderungen, die bei fast jedem Säugling auftreten. Woher die Grießkörner kommen und warum Geduld das beste Rezept ist.

Milien: typisch für Neugeborene

Milien beim Baby können in den ersten Lebenswochen ganz plötzlich ausbrechen. Gerade unerfahrene Eltern kann diese Hautveränderung ängstigen. Doch wir können Sie beruhigen: Milien, auch Grießkörner genannt, sind absolut ungefährlich für das Baby. Sie verschwinden meist genauso schnell wieder, wie sie gekommen sind – ganz ohne Behandlung.

Hormone als Ursache für Milien

Die ersten Wochen nach der Geburt sind für das Baby eine große Umstellung. Während der Schwangerschaft wurde es über den Blutkreislauf der Mutter mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Allerdings gelangten so auch mütterliche Hormone in sein Blut. Das ist per se kein Problem. Doch der plötzliche Abfall dieser Hormone nach der Geburt fordert den kleinen Körper. Er muss sein eigenes Gleichgewicht erst finden. Als Reaktion auf diese Umstellung kann es zu verschiedenen Hautveränderungen kommen: Kopfgneis, Neugeborenenakne und eben auch die Milien sind für Säuglinge daher völlig normal. All diese Hautveränderungen treten etwa um die 3. Lebenswoche auf und verschwinden wieder, sobald der Körper den Hormonhaushalt ausbalanciert hat.
Bei Milien handelt es sich um kleine, etwa Stecknadelkopf große, weiße Pünktchen, die vorwiegend im Gesicht des Babys ausbrechen. Leider vermehren sich die Grießkörner recht schnell. Doch im Gegensatz zur Babyakne treten sie einzeln und nicht flächig auf. Das sieht zwar gefährlich und unschön aus, ist aber für das Baby wirklich völlig harmlos. Ihr Baby merkt davon noch nicht einmal etwas. Denn Beschwerden hat es wegen der Milien nicht. Daher lautet die Empfehlung der Ärzte auch, Milien beim Baby einfach von alleine ausheilen zu lassen. Nur wenn sich die Grießkörner über mehrere Wochen hartnäckig halten, können Sie mit Ihrem Kinderarzt eine mögliche Behandlung abklären.

Milien entfernen: bloß nicht!

Auf keinen Fall sollten Sie versuchen, die Milien auszudrücken oder Babys Gesicht mit Peelings oder Ähnlichem zu behandeln. Im schlimmsten Fall kann sich die empfindliche Haut dadurch entzünden und dem Baby wirklich Schmerzen bereiten. Auch von Cremes sollten Sie die Finger lassen. Bei den Milien handelt es sich um eine Überproduktion der Talgdrüsen, fettende Cremes verschlimmern das Problem also eher. Der beste Tipp den wir Ihnen geben können ist also: Haben Sie Geduld. Auch wenn die Milien vielleicht nicht schön anzusehen sind, sie gehören irgendwie zum Säuglingsalter dazu. Und die Hauptsache ist doch, Ihrem kleinen Schatz geht es gut. Die Freude über ein zufriedenes Lächeln und strahlende Augen können ein paar Pickelchen sicher nicht trüben.

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Harmlose Pickelchen: So entsteht Neugeborenenakne

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Trockene Heizungsluft und klirrende Kälte begünstigen die Entstehung von trockenen Augen. Das heißt: Aufbau und Abfluss des Tränenfilms sind gestört. Dadurch kann es zu einem Sekretstau in den Drüsen der Augenlider kommen, der zu einer Entzündung führt. Gerstenkörner können sich auf der Außen- und an der Innenseite der Lidkante bilden – was besonders schmerzhaft ist. Verursacher der „Pickel“ am Auge sind Eiterbakterien (Staphylokokken), die in eine Drüse am Lidrand eindringen. Das Augenlid schwillt an, tut weh, und nach etwa vier Tagen entsteht ein gelbliches Köpfchen an einer begrenzten Stelle. Jetzt braucht das Gerstenkorn noch rund eine Woche zum Reifen. Ist dieses Stadium abgeschlossen, platzt es auf, und der Heilungsprozess beginnt.

Gerstenkorn auf keinen Fall ausdrücken

Auch wenn ein Gerstenkorn wahnsinnig nervt: Finger weg! Es bleibt nur dann harmlos, wenn es in Ruhe reifen und von selbst aufbrechen kann. Jeder Versuch, diesen Vorgang durch Drücken zu beschleunigen, kann katastrophal enden: Durch die Fingerattacken können die Eiterbakterien in die Blutbahn und von dort ins Gehirn geraten. Denn das Blut der Augenlider ist größtenteils durch Venen direkt mit dem Hirn verbunden. Lebensgefährliche Komplikationen wie Hirnhautentzündung können die Folge sein. Wichtig: Wer häufig unter einem Gerstenkorn leidet, sollte seinen Arzt informieren. Denn der lästige Pickel kann ein Hinweis auf Diabetes sein.

Rotlicht und Salben fördern die Heilung

Desinfizierende oder antibiotikahaltige Augensalben (Letztere sind verschreibungspflichtig) verringern die Schwellung und hemmen die Infektion. Trockene Wärme, wie z. B. Rotlicht, beschleunigt zusätzlich die Heilung. Vermeiden sollten Sie dagegen feuchte Wärme (z. B. die beliebte Kompresse mit Kamille). Sie weicht die Haut auf, kann die Bakterien verschleppen und ein weiteres Gerstenkorn hervorrufen.

Milien? Das kannst du gegen Hautgrieß tun

Was sind Milien?

Das Phänomen der weißen Knötchen rund ums Auge kennen viele. Milien werden auch als Hautgrieß oder Grießkörner bezeichnet. Streng genommen sind Milien kleine weiße Zysten, die vornehmlich im Gesicht – meist im Bereich der Augen – , aber auch am gesamten Körper (inklusive Genitalbereich), auftreten können.

Sie sind aber keine Hautkrankheit, sie sind nicht gefährlich, sondern ein rein kosmetisches Problem und können mit den richtigen Methoden entfernt werden. Auch wenn sie harmlos sind, stören die weißen Knötchen einfach. Gerade junge Frauen haben häufig Milien im Gesicht. Darin steckt eine Mischung aus Talg und Keratin. Sie fühlen sich daher recht fest an und werden im Laufe der Zeit härter.

Warum entstehen Milien?

Mediziner unterscheiden zwischen Primären Milien und Sekundären Milien. Bei Primären Milien bildet sich der Hautgrieß ohne ersichtlichen Anlass. Betroffen ist meist das Gesicht und die klassische Zone rund ums Auge. Ein Zusammenhang mit Hormonen wird zwar vermutet, ist aber wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Denn Frauen bekommen Milien häufig im Rahmen des Menstruationszyklus oder während der Wechseljahre. Primäre Milien treten meist an den Schweißdrüsen-Ausgängen auf oder an den Follikeln von Haaren, sie heilen nicht von selbst wieder ab. Wer sich daran stört, kann sie von einem Dermatologen entfernen lassen.

Sekundäre Milien entstehen durch Hautverletzungen. Kleine Schnitte, Aufschürfungen, aber auch Sonnenbrand oder Entzündungen können Hautgrieß verursachen – und zwar genau an der Stelle, an der die Haut verletzt wurde. Manchmal bilden sich Milien auch, nachdem eine Gürtelrose (Herpes zoster) abgeheilt ist. Die Sekundären Milien heilen nach einigen Woche oft von selbst wieder ab.

Was kann man gegen Milien tun?

Wenn ihr nur wenige Milien habt, die nicht direkt am Auge sitzen, kann eine gute Kosmetikerin oder ein Dermatologe die Zysten mit einem kleinen Messer oder einer kleinen Injektionskanüle anritzen und ausdrücken.

Sitzen die weißen Grießkörnchen nah am Auge oder sind es größere Ansammlungen, sollte definitiv der Dermatologe ran. Ein Hautarzt kann die Pickelchen auch mit einem speziellen Laser, dem Erbium Laser, entfernen, indem er die oberste Hautschicht abträgt. Die Haut bildet keine Krusten und verheilt meist innerhalb weniger Tage, ohne dass sich darunter noch Zysten befinden. Nach einer solchen Behandlung sollten die Patienten unbedingt einen Sonnenschutz verwenden, denn die neu gebildete Haut ist extrem empfindlich.

Auf keinen Fall selbst an dem Hautgrieß herumdrücken, das kann schmerzhaft sein und tatsächlich zu Narben führen.

Wie kann ich Milien vorbeugen?

Wer zu Milien neigt, sollte seine tägliche Hautpflege anpassen und die Haut täglich gründlich reinigen. Keinesfalls stark mechanische Reinigungspartikel wie Peelings mit Kernen, Salzen oder Schalen nutzen, sie reizen die Haut zu stark und regen die Talgproduktion zusätzlich an.
Prima eignet sich zur schonenden Reinigung eine Gesichtsbürste, die es mit unterschiedlichen Aufsätzen für Hauttypen gibt. Ein Reinigungsgel, das auch gegen Pickel hilft, kann abends das Gesicht von Unreinheiten und Make-up-Rückständen befreien.

Ein Peeling mit Fruchtsäure entfernt abgestorbene Hautzellen und Talg ebenfalls gründlich, ist aber nichts für sehr empfindliche Haut. Die verträgt besser ein Enzympeeling, das abgestorbene Hautzellen ganz sanft ohne mechanische Reibung sondern nur durch Eiweißspaltung löst. Chemische Peelings wie das mit Salicylsäure oder Alpha-Hydroxysäure (AHA), sind in der Lage, die Porengröße zu verfeinern und Hautunreinheiten zu verbessern, sie sind allerdings wirksam in den tieferen Hautschichten und sollten deshalb nur von einer Kosmetikerin oder von einem Hautarzt durchgeführt werden. Der verwendet chemische Peelings mit einer höheren Konzentration (mehr als 30%).

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Grießkörner – Hautpflege kann sie nur bedingt verkleinern

Das solltet ihr beachten, wenn Milien bereits in der Haut entstanden sind:

  • Die Haut vor Sonne schützen, denn bei zu viel UV-Licht können die Körnchen sich verschlimmern. Auch im Winter einen UV-Schutz verwenden, viele Cremes enthalten einen integrierten Sonnenschutzfilter, der zwischen 15 und 25 SPF liegt. Die Sonnencreme sollte nicht zu fetthaltig sein, da sie sonst die Poren weiter verstopfen kann. Fürs Gesicht deshalb lieber ein Sonnenschutzgel verwenden.
  • Was die Haut aufweicht, öffnet die Poren. Verhärtungen von Keratin können sich durch Gesichtsdampfbäder oder mit warmen Kompressen lösen. Kamille oder Heilerde sind Zusätze, die der Haut dann gut tun.
  • Falsche Pflege kann Milien tatsächlich begünstigen. Zu reichhaltige Cremes können die Poren verstopfen. Pflegeserien mit Melissenextrakten tut unreiner Haut und verstopften Poren generell gut. Allerdings kann keine Gesichtscreme eine Wunderwirkung bei Milien vollbringen. Besonders bei Primären Milien nicht. Die kann nur ein Dermatologe entfernen.
  • Bevor der Hautarzt einen Laser ansetzt, kann man es mit Retinol- oder Cortisonsalben versuchen. Selbst bei hartnäckigen Milienansammlungen können Cortison und Retinol gute Erfolge erzielen.

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Diese Hausmittel setzen dem Hautgrieß zu

Sanfte Peelings tragen die Hautschüppchen und Verstopfungen der obersten Hautschicht ab. Und da wir gern auf Mikroplastik und andere chemische Zusätze verzichten, holen wir uns die Hilfe direkt aus der Natur.

  • Peeling hilft, die oberste Hautschicht abzutragen und somit auch die Milien zumindest oberflächlich kleiner zu machen. Ein Zuckerpeeling mit Olivenöl und Honig passt zu jedem Hauttyp und löst kleinste Verhornungen auf sanftem Weg.
  • Apfelessig soll bei kleinen Milien tatsächlich helfen können. Wichtig ist, den Apfelessig nicht direkt auf die Haut auzutupfen, sondern ihn mit ein bisschen Wasser zu verdünnen. So kann die Säure die Haut nicht reizen.
  • Frisches Aloe Vera Gel hilft, die Poren der Haut zu öffnen und wirkt insgesamt entzündungshemmend. Über Nacht einwirken lassen und am nächsten Morgen mit lauwarmem Wasser abspülen, auch bei Milien wohltuend.

Milien bei Babys – verschwinden sie von selbst wieder?

Neugeborenenakne und Milien haben die gleiche Ursache. Vor allem Jungen bekommen oft gleich nach der Geburt Milien. Denn während der Schwangerschaft sind Babys natürlich mit den Hormonen der Mutter in Kontakt.

Nach der Geburt normalisiert sich der Hormonhaushalt der Babys dann wieder, die Millien heilen innerhalb von rund sechs Wochen nach der Geburt von alleine und vollständig ab. Sind die Pickelchen stark ausgeprägt, sollte der Kinderarzt einmal abchecken, ob es sich nicht um eine andere Hauterkrankung wie zum Beispiel einen Hautpilz handelt.

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Milien entfernen: So werdet ihr die Grieskörner unter den Augen los!

Die einen nennen sie Milien, die anderen Grieskörner und die dritten wissen nicht, was das für merkwürdige, weiße bis gelbliche Körner unter ihren Augen sind. Alle haben jedoch eins gemeinsam: Sie wollen die kleinen Pickel am Auge wieder loswerden.
Die gute Nachricht dabei ist, dass Milien vollkommen harmlos sind und man sie theoretisch gar nicht behandeln müsste. Die schlechte Nachricht ist, dass die störenden Pickel am Auge von alleine sehr wahrscheinlich nicht verschwinden werden.

Milien sind ein rein kosmetisches Problem, sie sind keine Krankheit, sondern harmlose Zysten unter der Hautoberfläche. Sie treten meistens im Gesicht auf – mit Vorliebe unter den Augen bzw. am Augenlid – und haben eine weiße, beige bis gelbliche Farbe.
Milien: kleine Pickel am Augenlid?
Viele halten Milien für einfache kleine Pickel am Auge. Im Gegensatz zu Pickeln sind Milien jedoch mit Hornmaterial gefüllt, also mit Keratin. Das Keratin ist verantwortlich dafür, dass sich Milien hart anfühlen und sich auch nicht mal schnell ausdrücken lassen.

Woher kommen die Grieskörner?

Man unterscheidet zwischen primären und sekundären Milien.

  • Sekundäre Milien entstehen als Folge einer Verletzung der Haut, zum Beispiel nach einer Verbrennung – ja, Sonnenbrand zählt auch. Glücklicherweise heilen sekundäre Milien oft ganz von alleine wieder ab.
  • Primäre Milien entstehen dagegen meist durch hormonelle Veränderungen. Aus diesem Grund sind vorrangig Frauen betroffen.

Milien bei Frauen
Hormonschwankungen im Menstruationszyklus, in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren können dazu führen, dass die Grieskörner plötzlich auftreten.
Milien bei Säuglingen
Ein kleiner Ausnahmefall sind Neugeborene. Babys bekommen manchmal Milien, weil sie auf die Hormone reagieren, die ihre Mütter auf sie übertragen. So manche Eltern sind besorgt, wenn sie die kleinen Pickel am Auge ihres kleinen Schützlings entdecken. Aber keine Panik: Das unschöne Phänomen heilt bei Neugeborenen in der Regel von selbst nach circa sechs Wochen ab.

Milien loswerden: Das hilft gegen die Pickel am Auge!

Ein guter Weg um Milien selbst zu entfernen ist Retinol. Retinol ist ein essenzielles Vitamin, das ursprünglich gegen Akne eingesetzt wurde. Inzwischen weiß man das Powermittel jedoch wegen seiner peelenden Wirkung auch im Kampf gegen Pigmentflecken, Falten und auch Milien zu schätzen. Retinol hinterlässt die Haut feinporiger, ebenmäßiger und glatter.
Vorsicht ist allerdings bei empfindlicher Haut geboten. Retinol ist ein sehr potentes Mittel und kann bei empfindlicher Haut zu Rötungen und Juckreiz führen.

Bei Retinol-Cremes gilt es also, sich langsam zu steigern und wenn man merkt, dass die Haut gereizt reagiert, lieber dem Dermatologen einen Besuch abzustatten. Da Retinol sehr licht-instabil ist, sollte die Creme am besten abends vor dem Schlafengehen aufgetragen werden. Am nächsten Tag sollte man dann unbedingt einen Sonnenschutz auftragen, da Retinol die Haut lichtempfindlicher macht.

Achtung! Liegen eure Milien sehr nah am Auge, solltet ihr die Finger von Retinol lassen. Gelangt es ins Auge, kann das zu starken Irritationen führen. Auf dem Augenlid solltet ihr Retinol daher niemals auftragen.

2. Milien entfernen beim Arzt oder Kosmetiker

Wenn alles nichts hilft und man schon jede Creme und jedes Hausmittel durchprobiert hat, ist die Verlockung groß, selbst an den Grieskörnern herumzudrücken. Davon kann man allerdings jedem nur abraten. Im Gegensatz zu einem Pickel, bei dem der Talg durch Druck aus der Pore herausbricht, würde bei einem Milium die Pore durch das harte Keratin nur blockiert. So erhöht ihr das Risiko eine Narbe durch das Ausdrücken zu bekommen.

Besonders an der empfindlichen Haut ums Auge herum sollte man also lieber nicht selbst herumdrücken. Ein Fachmann kann das Milium dagegen präzise mit einem sterilen Messer aufschneiden, das Hornmaterial herausdrücken und den Bereich dann desinfizieren. So kann die Wunde ganz einfach abheilen und die Milien sollten danach Geschichte sein.

Die Kosten für so eine Behandlung muss man natürlich selbst übernehmen, da es sich ja um ein rein kosmetisches Problem handelt. Im Kosmetikstudio fangen die Preise bei zehn Euro an. Für besonders verhärtete Milien oder solche, die nah am Auge liegen, sollte man jedoch lieber in die Arztpraxis. Das ist zwar etwas teurer, aber auch hier fangen die Preise schon bei 20 Euro an.

3. Milien mit dem Laser entfernen

Etwas teurer wird es, wenn man Milien mit einem Laser entfernen klässt. Hier fangen die Preise bei 80 Euro pro Behandlung an. Beim Dermatologen wird durch einen Laserstrahl die oberste Hautschicht abgetragen. An der betroffenen Stelle bildet sich dann erst etwas Schorf, nachdem der Schorf jedoch abgefallen ist, kommt eine reine und Milien-freie Haut zum Vorschein.

Kann man Milien vorbeugen?

Es gibt Menschen, die zu Milien neigen, sei es durch Veranlagung oder andere Einflüsse. Es kann aber auch passieren, dass bereits ausgedrückte Milien wiederkommen – sogar dann, wenn sie vom Fachmann entfernt wurden. Die Wahrscheinlichkeit dafür steigt, wenn sie nicht korrekt entfernt wurden. Meist ist dann ein kleiner Teil Resttalg übriggeblieben, sodass sich das Milium neu bilden konnte.

Man kann jedoch dazu beitragen, dass das Risiko einer neuer Milienentstehung reduziert wird. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sind Peelings. Durch Peelings werden abgestorbene Hautzellen abgetragen, so können sie sich gar nicht erst zu Zysten bilden. Außerdem wird dadurch überschüssiges Keratin auf der Haut abgetragen. Daher sollten Peelings zur Milien-Vorbeugung, aber auch um die Haut bei der Regeneration zu unterstützen, regelmäßig auf dem Programm stehen. Ein netter Nebeneffekt davon ist übrigens eine lange faltenfreie Haut.

Tipp: Statt mechanischer Peelings mit Salzkörnern solltet ihr lieber auf chemische Peelings setzen. Diese sind schonender zur Haut.

Außerdem ist Sonnenschutz unerlässlich. Sonnenschäden können sekundäre Milien verursachen oder deren Abheilen behindern. Wer also keine Milien hat und möchte, dass das auch so bleibt, sollte Sunblocker und Sonnenhüte zu seiner Grundausstattung machen. Aber Achtung: Verwendet am besten einen ölfreien Sonnenschutz, da ihr sonst unbeabsichtigt dazu beitragen könntet, dass eure Poren verstopfen.

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Gut zu wissen

Milien sind nicht zu verwechseln mit dem Gerstenkorn bzw. mit dem Hagelkorn:

  • Das Gerstenkorn ist, einfach ausgedrückt, eine Entzündung der Drüsen am Augenlid. Diese wird von bestimmten Bakterien verursacht und kann schmerzen.
  • Das Hagelkorn ist eine Schwellung im Augenlid, die meist durch Verstopfung der Meibom-Drüsen an der Innenseite des Augenlids entsteht. Es ist meist größer als das Gerstenkorn, bereitet aber keine Schmerzen.

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Milien selbst entfernen: So klappt’s!

Milien, im Volksmund auch Grieskörner genannt, können ganz schön lästig sein, vor allem, wenn sie im Gesicht sind. In der Regel können Kosmetikerin oder Hautarzt die unschönen Körnchen auf der Haut entfernen, doch es gibt auch Möglichkeiten, wie du sie einfach selbst loswerden kannst.

Was genau sind Milien?

Milien sehen aus wie kleine, weiße Pickelchen und befinden sich auf der Hautoberfläche. Diese Grieskörner sind gutartige Zysten, die überall am Körper auftreten können, meist aber im Gesicht und oft auch am Auge. Im Gegensatz zu Pickeln sind sie nicht mit Eiter gefüllt, sondern bestehen aus altem Hornmaterial der Haut, also abgestorbenen Zellen. Sie sind ungefährlich, gehen aber meist nicht von selbst weg und können daher zum kosmetischen Problem werden. Wir verraten dir Hausmittel gegen Milien und wie du sie selbst entfernen kannst.

Hausmittel gegen Milien

Die meisten Milien können problemlos bei einer Kosmetikerin entfernt werden. Dabei wird das Grieskorn mit einem winzigen Messer angeritzt und ausgedrückt. Dies kostet etwa zehn Euro und geht relativ schnell. Beim Hautarzt kann es da schon mal doppelt so teuer werden. Du kannst jedoch zuerst versuchen, die Milien mit Hausmitteln zu bekämpfen, bevor du dich an eine Fachkraft wendest.

  1. Rizinusöl: Massiere das Rizinusöl* regelmäßig mit kreisenden Bewegungen in die betroffene Stelle ein. Alternativ kannst du auch ein anderes pflegendes Öl nehmen.
  2. Augentrost-Tee: Vor allem bei Milien am Auge kann dieser Tee sehr hilfreich sein. Nachdem du den Augentrost-Tee* aufgekocht hast, lässt du ihn erst einmal abkühlen. Fülle den Tee danach in einen Eierbecher, lehne deinen Kopf nach hinten und drücke den Becher 10 Minuten auf das Auge. Zwischendurch immer mal wieder zwinkern. Dieses Augenbad wiederholst du täglich. Ein Peeling kann gegen Milien helfen.
  3. Aloe Vera: Hier hilft frisch gewonnenes Mark aus einem aufgeschnittenen Blatt oder fertiges Gel* am besten. Massiere die Milie mit dem Gel ein und lasse es über Nacht auf der Stelle einwirken.
  4. Peeling: Ein Peeling, beispielsweise aus Zucker, hilft dabei, abgestorbene Hautzellen abzutragen.
  5. Beinwell-Sud: Dafür braucht du reinen Alkohol*, Wasser und Beinwell-Wurzeln*. Gib alles zu gleichen Teilen in eine kleine Schüssel und lass die Mischung drei Tage lang ziehen. Nun tränkst du ein Wattepad mit dem Sud und legst es für 10 Minuten auf das Grieskorn. Täglich zweimal machen.
  6. Serum mit Retinol: Retinol hat eine leicht schälende Wirkung auf die Haut. Wenn du ein Retinol-Serum* täglich aufträgst, kann es dauerhaft wie ein kleines Peeling wirken.

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Milien selbst entfernen: Anleitung

Wenn die oben genannten Hausmittel nach einiger Zeit noch keine Linderung des Problems geschaffen haben, kannst du ihnen mechanisch zu Leibe rücken. Dies solltest du jedoch nur bei oberflächlich sitzenden Grieskörnern probieren, andernfalls können Narben entstehen. Beim Entfernen gehst du ähnlich vor wie beim Ausdrücken von Pickeln. Bei Milien am Augenlid und bei einer größeren Anzahl solltest auf keinen Fall selbst Hand anlegen, sondern zum Hautarzt gehen.

Für das Entfernen brauchst du:

  • Milienmesser* oder dünne Nadel
  • Kosmetiktücher
  • Alkohol zum Desinfizieren*
  1. Übergieße das Milienmesser oder die Nadel mit kochendem Wasser. Tauche sie anschließend in Alkohol, um sie sicher zu desinfizieren.
  2. Ritze die Oberfläche der Milie ganz vorsichtig an.
  3. Wickel beide Zeigefinger in Kosmetiktücher.
  4. Drücke den Inhalt des Korns ganz vorsichtig heraus. Hier ist viel Fingerspitzengefühl gefragt! Drücke dabei von unten nach außen.
  5. Ist die Milie geleert, solltest du auch deine Haut desinfizieren. Nach wenigen Tagen sollte alles abgeheilt sein.

Milien in Augennähe solltest du lieber vom Hautarzt entfernen lassen.

Milien vorbeugen

Manche Menschen neigen leichter zu Milien, als andere. Wenn du also dazu gehörst, solltest du auf ein paar Dinge achten. Die Hauptursache für Milien sind verstopfte Poren. Verzichte also auf öliges Make-up sowie Cremes. Reinige deine Haut zweimal täglich und führe regelmäßig ein Peeling durch. Es gibt auch sekundäre Milien, die durch Verbrennungen, zum Beispiel in der Sonne, entstehen können. Diese heilen meist von selbst wieder ab. Meide daher zu starkes Sonnenlicht und nutze nur ölfreien Sonnenschutz.

Hier im Video geben wir dir ein paar Tipps gegen unreine Haut, die auch dabei helfen, Milien vorzubeugen. Denn so kannst du deine Poren tief reinigen und verhinderst so, dass sie verstopfen und neue Milien entstehen:

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Wenn du unter wirklich hartnäckigen Milien leidest und sie auch nicht selbst entfernen kannst, solltest du dich doch lieber an einen Dermatologen wenden. Mittlerweile kann man Grieskörner auch narbenfrei mit dem Laser entfernen lassen, dies kostet um die 80 Euro.

Pickelchen beim Baby: Was steckt dahinter?

Neugeborenen-Akne

Was ist das? Kleine Pickelchen, manchmal mit einem ­gelben Punkt in der Mitte. „Es sind typische Mitesser“, sagt Teichmann. „Sie sitzen meistens auf Nase, Stirn und Kinn, selten auf den Wangen.“

Woher kommt sie? Auch hier beeinflussen die Hormone den Zustand der Haut. Durch die Umstellung nach der Geburt arbeiten die Talgdrüsen zu stark, Pickel entstehen.

Was tun? Eine Therapie ist nicht notwendig. Nach drei Monaten verschwindet die Neugeborenen-Akne in der Regel von alleine. Wer die Hautunreinheiten behandeln möchte, sollte die Therapie mit dem Kinderarzt besprechen. „­­Bitte keine herkömmlichen Akne-­Mittel benutzen!“, warnt Apothekerin Münch.

Säuglings-Akne

Was ist das? Die entzündlichen, eitrigen Pickel erscheinen ab dem dritten Lebensmonat. Jungs trifft es häufiger als Mädchen. „Die Säuglings-Akne ist eine Hautkrankheit, die auf jeden Fall vom Kinderarzt behandelt werden muss“, sagt Medizinerin Teichmann.

Woher kommt sie? Die Säuglings-Akne kann eine sehr starke Reak­tion auf die Hormonumstellung im Körper sein. Auch die Gene spielen häufig eine Rolle, wenn ein Elternteil ebenfalls unter Akne litt oder leidet.

Was tun? Wird die Säuglings-­Akne nicht behandelt, bleibt sie dauerhaft. „Gegen die Entzündungen helfen antientzündliche Salben, auch Antibiotika verschreiben Ärzte in einigen Fällen“, erklärt Pharmazeutin Münch.

Das sagt die Kinderärztin Dr. med. Nadine McGowan

Die betroffenen Hautbereiche waren leicht gerötet, beim Darüberfahren mit dem Finger fühlte es sich leicht sandpapierartig an. Mitesser (Komedonen) wie bei einer Neugeborenenakne fanden sich nicht. Das Kind hatte keine sichtbaren Kratzspuren, der Mutter war auch sonst nichts Besonderes aufgefallen.

Bis auf diese Hautveränderungen entwickelte sich das kleine Männlein prächtig. Er wurde voll gestillt, nahm gut an Gewicht zu und schlief schon sieben Stunden am Stück durch.

„Haben Sie oder Ihr Mann Allergien, Asthma oder Neurodermitis?“, fragte ich die Mutter. Sie verneinte. „Wieso? Denken Sie, das ist eine Neurodermitis?“ – „Nein, das kann man jetzt noch nicht sagen. Aber es ist ein Ekzema infantum, also ein Säuglingsekzem. Das heißt noch lange nicht, dass sich daraus eine Neurodermitis entwickelt, mit all den Szenarien von völlig zerkratzen Kindern, die schwer betroffen sind, vor Augen. Es kann gut sein, dass wir das mit ein bisschen zusätzlicher Pflege in den Griff bekommen“.

Nach einem Bad mit spreitendem Öl gegen das Säuglingsekzem sollten Sie Ihr Baby nur vorsichtig trockentupfen, um den pflegenden Film auf der Haut zu schützenFoto: shutterstoc

Creme und Badezusatz gegen Pickel beim Baby

Und so war es dann auch. Ich verordnete eine angemischte Creme mit Nachtkerzensamenöl und Glycerin (das Glycerin hält die Feuchtigkeit in der Haut) sowie einen Badezusatz, der seifenfrei, dafür aber mit einem spreitenden Öl ausgestattet ist. Spreitend bedeutet, dass sich das Öl nicht in wenigen Klecksen auf der Wasseroberfläche befindet, sondern sich ganz viele, feine, kleine Ölpunkte bilden, die sich beim Herausnehmen aus dem Badewasser wie ein Film über die gesamte Haut legen. Vorsichtig, das Kind kann dann ganz schön glitschig werden! Anschließend sollte die Haut nicht trockengerubbelt, sondern nur abgetupft werden. Sonst landet der ganze schöne Ölfilm statt auf der Haut im Handtuch.

Säuglingsekzem – mögliche Ursachen

Mit diesen Maßnahmen war der pickelige Ausschlag, der ein Säuglingsekzem war, schnell Geschichte. Allerdings brauchte mein kleiner Patient, wie in den meisten Fällen von Säuglingsekzemen, dauerhaft ein bisschen mehr Hautpflege als andere Kinder. Also ein bis zweimal täglich eincremen und beim Baden oder Duschen auf rückfettende, seifenfreie Zusätze achten.

Zusätzlich klärte ich die Mutter auf, dass es in Infektphasen, nach Impfungen oder auch beispielsweise während des Zahnens zu einer plötzlichen Verschlechterung des Hautbefundes kommen kann. Dies ist nicht schlimm und dem sollten Sie mit einer erhöhten Pflegefrequenz (also noch häufiger eincremen) begegnen. Keinesfalls bedeutet die vorübergehende Verschlechterung der Haut, dass man Impfungen nicht durchführen sollte.

Hautveränderungen treten bei fast allen Neugeborenen auf, auch Milien gehören dazu. Die kleinen hellen Pünktchen, auch “Grießkörner” genannt, treten plötzlich auf, verschwinden in der Regel aber auch schnell wieder. Was genau Milien sind, woher sie kommen und was Du dagegen tun kannst, erfährst Du hier.

Inhalt

Milien – die Ursachen

Der Körper Deines Babys wird auch nach der Geburt noch von Deinen Hormonen beeinflusst. Während der Schwangerschaft wurde Dein Baby mit den wichtigsten Nährstoffen über Deinen Blutkreislauf versorgt, jetzt fallen die mütterlichen Hormone nach und nach ab und der Körper muss sein eigenes Hormongleichgewicht finden. Auf diese Umstellung reagiert Dein Baby etwa in der dritten Lebenswoche — manchmal auch schon früher — mit verschiedenen Hautveränderungen:

  • Kopfgneis
  • Neugeborenenakne
  • Milien

Milien sind also keine Krankheit! Auch bei bei Kleinkindern können Grießkörner an Verletzungen auftauchen. Hat sich Dein Kind z. B. am Kinn verletzt, können sich auch dort kleine weiße Pünktchen bilden.

Was sind Milien und wie erkennst Du sie?

Die Hormone im Körper Deines Kindes verursachen eine Überreaktion der Talgdrüsen — ähnlich, wie es in der Pubertät der Fall ist. An den Ausgängen der Talgdrüsen befinden sich kleine Zysten, die mit Hornmaterial gefüllt sind, sogenannte Milien. Sie tauchen in Form von winzigen weiß-gelblichen Pünktchen vorwiegend im Gesicht auf. Sie bedecken Nase, Stirn, Wangen und Kinn, können aber auch rund um die Augenpartie auftreten. Milien werden auch “Grießkörner” oder “Hautgrieß” genannt und verbreiten sich sehr schnell, sind aber nicht ansteckend. Im Gegensatz zur sogenannten Baby-Akne werden die Pickelchen nicht rötlich und treten auch eher vereinzelt statt flächendeckend auf. Auch wenn die Milien gefährlich und schmerzhaft aussehen: Deinem Baby tun die Grießkörner nicht weh und es bekommt gar nichts davon mit.

Oft lassen sich Hautveränderungen und -krankheiten nur schwer voneinander unterscheiden. Du bist unsicher, ob Dein Kind etwas Ansteckendes haben könnte oder ob es “nur” Grießkörner sind? Ein sicheres Zeichen für Milien ist, dass sie nur im Gesicht und im Schulterbereich auftreten, aber nicht am ganzen Körper. Hat Dein Kind allerdings einen flächigen rötlichen Ausschlag und sogar Fieber, solltest Du Dich auf jeden Fall an Deinen Kinderarzt wenden.

Wie können Milien behandelt werden?

Am besten gar nicht! Du solltest die Grießkörner auf keinen Fall ausdrücken oder daran kratzen. Damit kannst du die Haut verletzen und den Milieninhalt in die tieferen Hautschichten hineindrücken, was zu Entzündungen kommen. Auch Cremes oder Salben solltest Du nicht auftragen, da die Grießkörner am besten an der Luft abheilen. Da die Haut sowieso schon zu viel Talg produziert, wäre eine weitere Fettschicht durch Cremes kontraproduktiv.

Hier hilft tatsächlich nur eines: Geduld! Hautveränderungen gehören bei Babys nun mal dazu und verschwinden normalerweise nach kurzer Zeit wieder von ganz alleine. Solange es Deinem Schatz gut geht und er keine Schmerzen hat, kannst Du beruhigt sein. Sind die Pünktchen allerdings nach vier bis sechs Wochen noch nicht abgeheilt, solltest Du sicherheitshalber beim Kinderarzt nachfragen.

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Der häufigste Grund für weiße Flecken im Mund ist eine Infektion mit einem Pilz, auch Soor genannt. Solltet ihr bei eurem Baby weiße Flecken entdecken, ist schnelles Handeln gefragt. Am besten ihr geht in eine Apotheke oder zu eurem Kinderarzt und lasst euch beraten.

Wie ihr Baby Soor erkennt

Die weißen Flecken im Mund sehen auf den ersten Blick aus wie Milchrückstände. Sie lassen sich aber nicht so einfach wegwischen. Milch wäre durch ein wenig Wasser fast verschwunden. Auch Rückstände von Quark oder Joghurt wären leicht (mit einem Tuch) zu entfernen.

Oft beginnt eine Soor Infektion im Rachen, an den Mandeln oder auf der Zunge. Wenn euer Baby eine kleine weiße Stelle im Mund, an der Lippe oder am Rachen hat, ist es wichtig diese etwa einen Tag zu beobachten.

Etwa ab dem 5. Lebensmonat nehmen Babys alles in den Mund und können sich auch mit diesen Gegenständen verletzten. Ist am Folgetag die betroffene Stelle größer geworden, spricht dies nicht für eine kleine Verletzung sondern eher für Soor. Am besten macht ihr jetzt ein Termin beim Kinderarzt.

Wenn ihr frühzeitig mit der Behandlung (meistens mit einer Mundcreme) beginnt, ist die Infektion in 4 bis 5 Tagen ausgestanden. Wenn die Symptome abgeklungen sind, ist es sehr empfehlenswert die Creme noch weitere 1-2 Tage zu benutzen. Erst nach dieser Zeit ist die Pilzerkrankung ausgestanden.

Kann ich mich als Mutter anstecken?

Wer sein Baby gerne küsst oder beim Füttern den Löffel in den Mund nimmt, hat ebenfalls ein Infektionsrisiko. Sehr unangenehm kann es allerdings für Mütter werden, die noch stillen. Ein Soor in den Milchgängen und an der Brustwarze ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch oft ein Grund abstillen zu müssen.

Viele Mütter bauen während einer Soorinfektion negative Gefühle zum Stillen auf, so dass sie nicht weiter stillen möchten. Die Behandlung der Brust erfolgt in der Regel mit Tabletten und einer Creme. Wer die Tabletten ablehnt, weil die Wirkstoffe in die Muttermilch übergehen können, muss damit rechnen länger an den Symptomen zu leiden.

Was begünstigt eine Soorinfektion?

Wie bereits beschrieben ist Baby Soor eine Pilzinfektion, welche vielmals an feuchten Körperregionen entsteht. Zu diesen Körperregionen gehören:

  • Mund
  • Intimbereich
  • Achseln
  • Füße
  • Selten auch die Hände

In diesem feuchten Milieu (Körperstellen) vermehren sich Hefepilze besonders gerne. Zudem wird angenommen, dass der Zuckerkonsum eines Menschen die Infektion begünstigt. Weitere günstige Faktoren für eine Pilzerkrankung sind mangelnde Hygiene, ständiges Nuckeln oder der Kontakt mit vielen Gegenständen und dem Mund.

Soor Symptome beim Baby

Oft bemerken Eltern, dass ihre Kinder mehr weinen, schlechter trinken oder schlechter essen als an anderen Tagen. Es kann auch sein, dass euer kleiner Schatz den Schnuller verneint. Selten kommen zu den Symptomen Fieber. Fieber kann dann oftmals ein Anzeichen für eine Entzündung sein und sollte unbedingt vom Arzt abgeklärt werden.

Allgemeines zu Soor

Soor ist ein Hefepilz, welchen alle Menschen im Darm haben. Dieser Pilz ist wichtig für die tägliche Verdauung und daher unabdingbar. Eine Soorinfektion kann auch immer durch eine Geburt beim Baby auftreten. Wenn die Mutter eine leichte Pilzinfektion vor der Geburt hatte, ist es sehr wahrscheinlich das diese während der Geburt an den Säugling weitergegeben wurde. Viele Babys bekommen Soor im ersten Lebensjahr.

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