Milchmenge steigern stillen

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Milchbildung anregen: Diese Lebensmittel und Hausmittel helfen

Wenn du sicher sein willst, dass dein Baby genug Milch bekommt, kannst du deine Milchbildung mit einigen Hausmitteln anregen. Wir zeigen dir, wie du die Milchproduktion mit einfachen Hilfsmitteln steigern kannst.

Viele stillende Mütter fragen sich, mit welchen Hausmitteln sie die Milchbildung anregen können. Bevor du die verschiedenen Hausmittel und Lebensmittel ausprobierst, solltest du dir aber bewusst machen, dass die Milchbildung beim Stillen in der Regel ganz automatisch und zuverlässig von deinem Körper gesteuert wird. Deswegen musst du dir normalerweise keine Sorgen darum machen, ob dein Baby genug zu trinken bekommt.

Wichtig: Deine Hebamme kann dich beraten und dir individuelle Tipps geben, wenn es mit dem Stillen nicht klappen sollte.

Milchbildung anregen: Häufiger stillen

Häufiges Stillen und Hautkontakt sorgen für einen erhöhten Ausstoß des Hormons Ocytoxin, das die Milchbildung anregen kann. (Foto: CC0 / / angel4leon)

Je öfter du dein Baby stillst, desto mehr kannst du auch die Milchbildung anregen. Wenn du dein Kind häufig an die Brust legst, erhöht das den Prolaktinspiegel und die Milchproduktion wird gefördert. Am besten stillst du dein Baby alle ein bis zwei Stunden.

  • Biete deinem Kind beim Stillen immer beide Brüste an. Du kannst auch ab und zu die Seiten wechseln, wichtig ist nur, dass du die Brust regelmäßig entleerst, da das wichtig ist für die Bildung von neuer Muttermilch. Zusätzlich kannst du die Brustentleerung per Hand oder Pumpe unterstützen.
  • Der direkte Hautkontakt zu deinem Baby erleichtert ihm nicht nur, jederzeit an die Brust zu gelangen. Die Berührung führt auch dazu, dass mehr Oxytocin produziert wird. Dieses Hormon ist zuständig für den Transport der Muttermilch zur Brustwarze. Auf diese Weise wird auch die Milchbildung angeregt.
  • Stille dein Kind lieber kurz als lang an einer Brust. Zehn bis 15 Minuten Stillzeit pro Brust unterstützen die Milchproduktion nämlich mehr, als langes Stillen an nur einer Seite.

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Mit Stilltee die Milchbildung anregen

Stilltee enthält milchbildende Gewürze wie Anis und kann so die Milchbildung anregen. (Foto: CC0 / / StockSnap)

Einige Kräuter und Gewürze sollen ebenfalls wirkungsvoll die Milchbildung anregen. Bockshornkleesamen gelten als milchbildend und werden deshalb von Hebammen häufig als Nahrungsergänzungsmittel für Stillende empfohlen, gleichzeitig können die Samen aber auch allergische Reaktionen auslösen. Berate dich deshalb immer erst mit deinem Arzt, bevor du sie verwendest.

Bockshornklee, Brennnessel und viele andere Kräuter finden sich oft in Stilltees. Diese kannst du entweder in der Apotheke kaufen oder einfach selbst machen, um mit ihnen schonend die Muttermilchproduktion anzukurbeln. Brennnessel wird in vielen Kulturen als natürliches Galaktagogum eingesetzt, was bedeutet, dass das Kraut die Milchabsonderung aus den Brustdrüsen fördert.

Weitere Kräuter und Gewürze, deren milchbildende Wirkung zumindest teilweise wissenschaftlich nachgewiesen wurde, sind:

  • Fenchel: Fenchelsamen gelten als wirkungsvolles Galaktagogum.
  • Anis: Anis enthält ebenfalls milchbildende Wirkstoffe, die bei der Produktion neuer Muttermilch helfen.
  • Koriander: Koriander wird nachgesagt, als Galaktagogum wirksam zu sein.
  • Eisenkraut: Eisenkraut kann ebenfalls eine milchbildende Wirkung haben.
  • Kreuzkümmel: In Indien wird Kreuzkümmel als natürliches Galaktagogum eingesetzt, die milchbildende Wirkung ist wissenschaftlich allerdings nicht hundertprozentig belegt.

Eine ähnliche positive Wirkung auf die Milchproduktion kann auch Löwenzahn haben, doch dazu gibt es nur wenige aussagekräftige Studien. Achte immer darauf, dass die Kräuter richtig dosierst und in Absprache mit deinem Arzt einnimmst. So kannst du allergische Reaktionen vermeiden.

Mit viel Wärme die Milchbildung anregen

Wärme deine Brust vor dem Stillen und vor dem Abpumpen immer mit einer Temperaturkompresse oder einem vorgewärmten Handtuch. Die hohen Temperaturen können nämlich dafür sorgen, dass die Milch leichter fließt und die Brust gründlicher entleert wird. So kannst du die Milchbildung ganz natürlich und schonend anregen.

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Brustmassagen, um Milchbildung anzuregen

Brustmassagen unterstützen den Milchspendereflex und können deshalb hilfreich für das Anregen der Milchbildung sein. (Foto: CC0 / / bingngu93)

Eine Massage der Brüste kann dabei helfen, den Milchspendereflex auszulösen und so wird auch die Milchbildung angeregt. Unter der Dusche kannst du deine Brüste am besten massieren. Achtung: Massiere deine Brüste sanft und versuche nicht, Milch aus ihnen „herauszudrücken“. Dadurch kann es zu Blutergüssen in der Brust kommen. Wenn du deine Brustwarzen vor dem Stillen leicht mit den Fingern stimulierst, kann auch das die Milchproduktion fördern.

Eine klassische Rückenmassage wirkt ebenfalls sehr entspannend und kann ein wirkungsvoller Hausmittel sein, um dich besser zu entspannen. Stress ist nämlich häufig der Grund dafür, dass die Milchbildung oder der Milchtransport beeinträchtigt sind.

Milchbildende Lebensmittel

Bei einigen Lebensmitteln wird vermutet, dass sie die Milchbildung anregen können. (Foto: CC0 / / Pexels)

Einigen Lebensmitteln und Getränken wird nachgesagt, die Milchbildung anregen zu können. Diese Wirkung ist allerdings nur in seltenen Fällen wissenschaftlich belegt.

  • Gries wird eine milchbildende Wirkung nachgesagt. Du kannst ihn zum Beispiel als leckeren Griesbrei zu dir nehmen.
  • Malz: Besonders Malzbier soll angeblich die Produktion von Muttermilch fördern.
  • Gerste und Hafer gelten als milchbildend, die Wirkung ist jedoch nicht nachgewiesen.
  • Spargel: Spargel wird als natürliches Galaktagogum eingesetzt, wirkt also milchbildend.

Tipp: Während der Stillzeit solltest du immer ausreichend trinken, denn nur so funktioniert die Milchproduktion problemlos. Am besten greifst du zu Leitungs- oder Mineralwasser mit wenig Kohlensäure oder ungesüßtem Tee und Saftschorlen.

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Milchbildung anregen mit viel Ruhe und Entspannung

Entspannung hilft häufig am besten, wenn du deine Milchbildung anregen willst. (Foto: CC0 / / smpratt90)

Mach dich nicht verrückt, wenn du weniger Milch produzierst. Am besten kannst du die natürliche Milchbildung anregen, indem du dich entspannst und viel Zeit mit deinem Baby verbringst. Verbring zum Beispiel einfach mal einen Tag mit deinem Kind im Bett. Dort kannst du die gemeinsame Zeit und den Hautkontakt mit deinem Baby genießen und es in einer ruhigen Atmosphäre immer mal wieder an die Brust legen. Entspannungsübungen und Yoga können dir ebenfalls dabei helfen, einen kühlen Kopf beim Stillen zu bewahren.

Wenn du das Gefühl haben solltest, dass keines dieser Mittel dir hilft, hole dir am besten Hilfe von einer Hebamme.

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Die 10 wichtigsten Tipps zum Steigern der Milchbildung

22. August 2016

Zunächst einmal ist es wichtig, herauszufinden, woran Du merkst, ob Du GENÜGEND Milch für Dein Baby bildest. In den ersten beiden Wochen nach der Geburt ist Dein Körper in dieser hormonellen Umstellungsphase, in der umgeschaltet wird von „schwanger“ zu „Baby per Busen satt machen“. Der so genannte „Milcheinschuss“ (wer denkt sich nur alle diesen schrecklichen Wörter aus?!) etwa zwei bis vier Tage nach der Geburt ist meist ein deutlicher Hinweis für diese Metamorphose.

Spätestens zu Beginn der zweiten Lebenswoche dann beginnt die Milch sichtbarer zu fließen, sie rinnt beim Stillen aus der jeweils anderen Brust, plötzlich verstehst Du, wozu denn Stilleinlagen da sind. Bis zum Ende der zweiten Lebenswoche hat Dein Baby vermutlich seinen anfänglichen und normalen Gewichtsverlust von etwa 7 bis höchstens 10% des Geburtsgewichts wieder aufgeholt.

Ein Baby, das genug Milch bekommt, hat täglich mindestens sechs nasse Windeln und mindestens zweimal Stuhlgang etwa ab dem 4. Lebenstag. Seltenerer Stuhlgang ist ab einem Alter von ca. 6 Wochen ok., davor ist es meistens ein Zeichen von zu wenig Milch. Ab jetzt nimmt Dein Baby etwa 150 g pro Woche zu, das ist – je nach Literaturangabe – die untere Grenze. Nach oben hin gibt es keine! (Aber das ist ja hier nicht Thema für diesen Artikel)

Wenn die Milch hingegen nicht ausreicht, sind die Symptome dafür eben die: Das Baby gedeiht nicht (Deine Hebamme wird es – je nach Symptomlage mehr oder weniger häufig wiegen und das „Gefühl“ damit objektivieren), es wirkt ständig unzufrieden. Letztlich will es über weite Strecken des Tages am liebsten non-stop an Deinem Busen sein, schläft aber trotzdem zwischendurch nie so richtig zufrieden ein.

Was kannst Du nun tun, um Deine Milch effektiv zu steigern? Wichtig bei all diesen Dingen ist es meiner Erfahrung nach, damit BALD zu beginnen und nicht zu lange nach dem Motto „ach, wird schon“ rumzueiern. Nutze die frühe Zeit, um die Milchproduktion wirklich effektiv anzukurbeln! In den ersten beiden Lebenswochen ist dieses Zeitfenster weit offen, aber das bleibt es nicht ewig. Frustrierend sind Verläufe, in denen nach sechs Wochen, 100 g über dem Geburtsgewicht, irgendwann der Kinderarzt bei der U3 stutzig wird und alarmiert ist (in solchen Fällen ganz zu Recht) und man dann mal langsam anfängt zu überlegen, was da wohl doof gelaufen ist, nun aber dann gleich mit dem Zufüttern von Kunstmilch beginnen muss, weil es wirklich höchste Eisenbahn ist.

In solchen Situationen hilft eine gute Tabelle, um die Stillmahlzeiten über die nächsten Tage hinweg genau zu dokumentieren und das subjektive Gefühl in konkrete Zahlen zu fassen. Nicht selten berichten nämlich die Eltern: Das Kind trinkt ganz oft und ganz viel – und anhand der wirklichen Dokumentation sieht man dann aber, dass das Baby nicht täglich auf acht Mahlzeiten kommt, die Stillmahlzeiten effektiv auch selten länger sind als 5 Minuten oder die Abstände sind hier und da viel zu lang sind. Eine Tabelle zum Download findest Du hier.

Es stimmen an diesem Punkt beide Dinge: Oft kann man das Zufüttern von Kunstmilch vermeiden und ein verfrühtes „Das Kind braucht jetzt was Richtiges“, drei Tage nach der Geburt, ist fast nie notwendig. Aber: Wenn das Baby wirklich dramatisch an Gewicht verloren hat, keine Gewichtszunahme in den oben beschriebenen Grenzen zu verzeichnen ist, muss man wirklich etwas tun. Je früher, umso effektiver. Und ggf. braucht das Kind wirklich Futter, und manchmal eben auch zusätzlich zur Muttermilch „aus der bösen Flasche“. Und ja, manchmal müssen auch Hebammen „unpopuläre Entscheidungen“ treffen … Chronisches Unterzuckern in den ersten Lebenswochen ist nicht gut fürs Gehirn. Zu wenig trinken nicht gut für die Niere. Zu wenig Ausscheidung nicht gut für den Verlauf der Neugeborenengelbsucht.

Also: Die richtigen Dinge machen.

Erstens.

Anlegen, anlegen, anlegen. Oft und lange. Konkret: mindestens alle 2-3 Stunden für mindestens 15 min. Die Milchbildung gehorcht marktwirtschaftlichen Gesetzen und wird durch die gesteigerte Nachfrage mit einer angekurbelten Produktion reagieren. Wenn Dein Baby nach kürzerer Zeit schon nicht mehr hörbar schluckt oder ungeduldig wird (manche Baby zerren knurrend an der Brust herum wie ein kleiner Hund), wechsele die Seite. Rechts-links-rechts-links.

Damit löst Du häufige Milchspendereflexe aus, die wiederum signalisieren Deinem Körper: Mehr Milch bilden bittesehr!

In der „Milchbildungsanpassungsphase“ der ersten beiden Wochen oder in Wachstumsschüben reicht diese Maßnahme meist völlig aus. Der „Baby will aber mehr als gerade da ist“-Zustand, lässt sich mit Geduld und Spucke relativ schnell und sicher lösen.

Zweitens.

Richtig anlegen. Für eine ausreichende Milchproduktion ist es wichtig, dass die Brüste auch effektiv leer getrunken werden. Rumschnullern reicht dafür nicht! Lasse deine Hebamme noch mal genau zugucken, was genau Dein Baby an Deiner Brust macht.

Drittens.

Für Dich: Ruhe, gut essen, liegen, schlafen. Lege Dich mit Baby ins Bett, kuscheln, Körperkontakt, ganz viel Stillen und lasse Dir Schnittchen, Suppe und Tee ans Bett servieren. Bei einer Kalorienzufuhr von unter 1500 Kalorien sinkt signifikant die Milchmenge. Also: Hau rein, guten Appetit! Besuch absagen.

Viertens.

Das ganze am besten: Nackt! Hautkontakt steigert nachweislich die Oxytocinproduktion und damit fließt die Milch schneller und leichter. Eine Dir skeptisch über die Schulter starrende Schwiegermutter senkt sie übrigens – ebenfalls nachweislich.

Fünftens.

Nahrungsergänzung: Hier ist Bockshornklee an allererster Stelle zu nennen, am einfachsten und standardisierbar sind Kapseln. Nimm davon 2,5-3 g pro Tag, mindestens zwei Wochen lang. Ein häufig empfohlenes Produkt sind die Kapseln von Dr. Pandalis, nimm davon 4-5 mal täglich 2 Stück. Bockshornklee gibt es auch gemahlen als Gewürz, damit kann man gut Suppen, Eintöpfe oder auch Käsebrot würzen. Es schmeckt herb-würzig, ich persönlich finde es ganz lecker. Gibt es am ehesten in gut sortierten Bio- oder Gewürzläden. Und in einigen Stilltees ist auch Bockshornklee drin – zum Beispiel in Milchmädchen hier!

Sechstens.

Massage: Für die Anregung eines besseren Milchflusses ist ein Erwärmen der Brust vor dem Stillen (praktisch ist eine Rotlichtlampe, die muss man einfach nur in die Steckdose steckern, alternativ feuchtwarme Umschläge mit Mullwindeln oder Handtüchern) hilfreich. Danach massiere jede Brust 1-2 Minuten lang mit eingeölten Händen. Dazu setze Dich etwas vornübergebeugt hin, nimm eine Hand oben auf die Brust, die andere Hand unter den Busen. Dann „rolle“ die Brust sanft in den Händen hin- und her. Auch eine Massage des Nackens und oberen Rückens (zwischen den Schulterblättern) ist ganz toll. Hier sitzen auch Reflex- und Akupunkturpunkte, die direkt mit dem Busen in Kontakt sind! Sag Deinem Mann also: Dies ist eine rein medizinische Indikation!

Siebtens.

Elektrische Milchpumpe: Wahrscheinlich ist, je nach Ausprägung des tatsächlichen Milchmangels, auch der Einsatz einer elektrischen Pumpe eine gute Idee. Damit kannst Du nach jedem Stillen nachpumpen. Erstens entleerst Du damit Deine Brüste (nahezu) vollständig und signalisiert den milchbildenden Alveolen damit „Neubildung, bitte“, zweitens löst Du damit auch noch mal den einen oder anderen Milchspendereflex aus. Deine Hebamme stellt Dir dazu eine Verordnung aus, die Kosten übernimmt dann die Krankenkasse. Am besten besorgst Du Dir eine Medela-Pumpe, und zwar die Symphonie. Eine Verleihstation (meistens Apotheken in Deiner Nähe) findest Du hier. Kaufe unbedingt ein Doppelpumpset (das steht sinnvollerweise auch auf der Hebammenverordnung), dann sparst Du Zeit und kannst an beiden Brüsten gleichzeitig abpumpen. (Ja, ich weiß, was Du jetzt für Bilder im Kopf hast. Und ja, als Mutter findet man sich regelmäßig in skurilen und nie vermuteten Situationen wieder.)

Achtens.

Wenn Du eine Pumpe hast, kannst Du dann auch noch 1-2 mal am Tage etwas machen, das man „Clusterpumpen“ nennt. Dazu würdest Du eine Stunde lang pumpen. Wann, ist egal. Wenn Dein Baby Kunstmilch dazugefüttert braucht, am besten unmittelbar danach, damit Du überhaupt pumpen kannst und das Baby nicht „dazwischenkommt“. Und zwar in diesem Rhythmus: 5-10 min pumpen (oder bis der Milchfluss versiegt ist, mindestens aber so lange, dass Du den Milchspendereflex – ein kribbeliges, manchmal auch „piekiges“ Ziehen, ausgehend von den Brustwarzen – deutlich gespürt hast) und dann 10 min Pause. Im Wechsel, insgesamt eine Stunde lang. Möglicherweise ist zum Abschluss gar nicht so viel Milch in der Flasche, sei nicht enttäuscht. Es ist eine weitere Maßnahme zum Anregen der Milchproduktion. Dennoch kann Dein Baby natürlich auch diese kostbaren Tropfen Milch als „Nachtisch“ nach der nächsten Stillmahlzeit bekommen.

Neuntens.

Wenn das alles nichts hilft: Spätestens jetzt sollte Deine (hoffentlich) erfahrene Hebamme konsequent und engmaschig im Boot sein oder Du suchst Dir ergänzend dazu kurzfristig (in den nächsten drei Tagen!) eine Stillberaterin IBCLC.

Zehntens.

Wenn das alles nicht ausreicht, sollte man an andere medizinisch abzuklärende Dinge denken: Die Schilddrüsenwerte überprüfen und ggf. über ein milchsteigerndes Medikament (Domperidon) nachdenken. Das ist dann alles Sache Deiner Hebamme oder Deiner Stillberaterin. Domperidon ist rezeptpflichtig und wird zur Milchmengensteigerung im so genannten „off-Label“-Verfahren eingesetzt. Dazu findest Du mehr bei Regine Gresens hier (link).

Ich weiß, das ist ein absolut tagesfüllendes Programm. Ich weiß, dass ist nicht das, was Du Dir unter: „Stillen ist total schön. Und sooo praktisch!“ vorgestellt hast. Ich weiß aber auch: Fast immer lohnt es sich! Es bleibt NICHT so! Nach einer, spätestens zwei Wochen, wirst Du Erfolge sehen. Wenn nicht, kannst Du immer noch neu entscheiden und umdenken. Wenn Du diese Maßnahmen aber nicht oder nur halbherzig machst, bist Du möglicherweise zwei Wochen später sehr traurig darüber, dass Du nicht „alles gegeben“ hast, und dann die Milchbildung endgültig versiegt ist. Dann ist es nämlich leider meistens zu spät.

Also: Es lohnt sich. Wirklich.

Mit diesen Lebensmitteln die Milchmenge steigern

Wenn es am Anfang mit der Milchmenge beim Stillen nicht so klappt, gibt es einige Lebensmittel, die die Milchmenge steigern können.

Das Baby hat Hunger und es ist nicht genügend Milch zum Stillen da? Mit den verschiedenen Tricks, die die Hebamme oder die Stillberaterin parat haben, gibt es auch bestimmte Lebensmittel, die frau essen sollte, um die Milchmenge zu steigern. Auch milchbildende Tees sind eine gute Wahl. Vor allem sollte die Mutter viel trinken – bis zu drei Liter am Tag. Nur wer trinkt, produziert genügend Milch. Hier helfen auch stark verdünnte Saftschorlen, da sollte man aber kohlensäurearmes Mineralwasser benutzen.

Mit Vollkornprodukten kann man die Milchmenge steigern. Schwangerschaft

Wie Milchbildungstee beim Stillen hilft

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Milchmenge mit geeigneten Lebensmitteln steigern

Was feste Nahrung betrifft, gibt es eine gute Nachricht: Eine Menge Lebensmittel können helfen, mehr Milch zu produzieren und man kann sie gut in den Ernährungsplan integrieren.

  • Vollkornprodukte: Vollkornbrot, Vollkornreis, Gries und aus ganzem Korn gemahlene Haferflocken sind reich an Vitamin B, was sich milchsteigernd auswirkt.

  • Malzgetränke: Sie gibt es unter anderem in der Apotheke, aber der gute alte Karokaffee hilft ebenfalls. Allerdings: Auch wenn früher in Irland und Großbritannien den frischgebackenen Müttern zu Guinness-Bier geraten wurde – das lässt frau lieber sein.

  • Hefe: Im Reformhaus gibt es Hefeaufstriche oder Hefeflocken, die helfen. Hier schaut man aber besser auf die Menge, denn bei zu viel Hefe kann das gestillte Baby Blähungen bekommen.

  • Nüsse und Mandeln: Letztere enthalten Blausäure, deshalb sollte man auch hier nicht zu viel davon essen, 3-5 Mandeln sollten ausreichen. Nüsse können dagegen mit ein paar Trockenfrüchten und den schon erwähnten Haferflocken zu einem leckeren Müsli verrührt werden – schon hat frau etwas für die Milchproduktion getan.

Baby

Baby stillen: von der ersten Muttermilch bis zum Abstillen

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Diese Lebensmittel wirken dagegen hemmend

Werden die oben genannten Nahrungsmittel eingesetzt, um die Milchmenge zu steigern, sollte man allerdings auf andere in der Stillzeit verzichten. Ein Pfefferminztee hemmt nämlich eher die Milchbildung, ebenso Salbei. Außerdem kann man nicht genug betonen, wie sehr Alkohol den Körper beeinflusst. Beim Stillen ist er gefährlich, weil er in die Muttermilch übergehen kann und so dem Neugeborenen schadet, außerdem wirkt er hemmend auf die Produktion von Muttermilch. So sollte man lieber auf Wein und Bier verzichten. Ein alkoholfreies Bier ist dagegen gar nicht so verkehrt, denn auch Hopfen regt die Milchproduktion an. Und mit einem alkoholfreien Bier kann man sich bis zu der Zeit retten, wenn man wieder ein echtes Hopfengetränk zu sich nehmen darf.

Milchmangel: Tipps zur Anregung der Milchbildung

Tipps zur Anregung der Milchbildung. Bild: ©drubig-photo – Fotolia.com

In den ersten Wochen der Stillzeit sind viele Mütter beunruhigt und haben Angst, zu wenig Muttermilch bzw. eine geringe Milchproduktion zu haben. Die Milchbildung d.h. der Milchspendereflex, der kurz nach der Geburt einsetzt, hängt von vielen Faktoren ab.

Ein häufiger Grund für eine (vermeintlich) zu geringe Milchproduktion ist der Stress: z.B. wenn Sie das Baby nicht ständig bei sich haben, bei wunden und verletzten Brustwarzen oder wenn das Kind nicht richtig angelegt ist, etc.

Die Gesundheit der Mutter, die hormonelle Umstellung sowie Emotionen spielen hier eine sehr große Rolle. Nicht zuletzt ist Stillen ein „Learning by doing“-Prozess für Mutter und Kind und naturgemäß mit anfänglichen Unsicherheiten verbunden. Hierfür haben wir für Sie ein paar nützliche Tipps zur Anregung der Milchbildung zusammengefasst.

1. Milchbildung: Nachfrage bestimmt das Angebot

Die Milchproduktion hängt von der Häufigkeit und der Dauer der Stillmahlzeiten sowie von der Effektivität des Saugens ab. Ein Baby, das nach Bedarf gestillt wird, reguliert die Milchproduktion durch seine Nachfrage. Wenn es häufiger an der Brust trinkt, wird entsprechend auch mehr Milch produziert. Ein Kind trinkt die Brust praktisch nie leer.

2. Tipps zur leichten Anregung des Milchspendereflexes

2.1.) Stillen Sie häufiger

Stillen Sie Ihr Baby so oft und so lange es möchte. Die Nachfrage regelt das Angebot.

Je häufiger Sie stillen, desto höher ist der Prolaktinspiegel und desto mehr Milch wird gebildet.

Beim Stillen ist es ratsam, dem Baby beide Brüste anzubieten bzw. die Seiten zu wechseln. Eine Brust ist nie ganz leer, denn Milch wird ständig produziert. Deswegen ist die regelmäßige Entleerung der Brust für eine ausreichende Milchbildung entscheidend.

2.2.) Stilltee

Auf dem Markt gibt es verschiede Sorten von Stilltees, denen eine milchbildende Wirkung nachgesagt wird, wie Anis, Fenchel, Kümmel, Bockshornklee, Geißraute.

Diese Kräuter sollten die Milchproduktion bei geringer Laktation (Milchmangel) ankurbeln. Zwar gibt es bis jetzt keine bekannten negativen Effekte von Stilltees, da es bislang jedoch nicht viele wissenschaftliche Studien gibt, sollte man laut des internationalen Ärzteverbands „Academy of Breastfeeding“ den Placeboeffekt beim Stilltee nicht unterschätzen.

Info: Galaktagoga oder Galaktogene: Darunter werden Medikamente und pflanzliche Substanzen verstanden, von denen man annimmt, dass sie Beginn, Aufrechterhaltung oder Steigerung der Milchbildung positiv beeinflussen.

Es werden 2-3 Tassen Stilltee über den Tag verteilt, empfohlen. Man sollte es jedoch nicht übertreiben, um eine nachteilige Wirkung oder Blähungen zu vermeiden.

2.3.) Wärmekissen

Legen Sie Wärmekissen und Kompressen auf die Brust oder lassen Sie sich von Ihrem Partner massieren.

2.4.) Massieren

Eine sanfte Massage unter der warmen Dusche entspannt die Brüste.

2.5.) Brustmassage – Stillreflexe vor dem Stillen oder Abpumpen auslösen

Stimulieren Sie Ihre Mamillen leicht durch sanftes Rollen zwischen den Fingern. So lässt sich der Milchspendereflex vor dem Stillen oder Abpumpen leichter auslösen.

2.6.) Ruhe & Entspannung für die Mutter

Entspannen Sie sich und stellen Sie sich vor, wie Sie das Baby stillen oder die Milch fließt. Wenn Sie vom Kind getrennt sind, kann ein Foto oder ein Kleidungsstück des Babys helfen.

2.7.) Flüssigkeitszufuhr

Stellen Sie sich ein warmes Getränk oder etwas zu trinken in Reichweite.

2.8.) Unterstützung & Hilfe

Stillen und Brustentleerung müssen gelernt werden. Deswegen ist viel Unterstützung von der Hebamme, dem Partner, der Stillberaterin und der Familie hilfreich. Haben Sie Geduld!

3. Milch mit elektrische Pumpe nach der Stillmahlzeit abpumpen

Um sich bei der Brustentleerung wohlzufühlen, schaffen Sie eine entspannte und gemütliche Atmosphäre. Die Verwendung eines Doppelpumpsets beim Entleeren der Brust mit elektrischer Pumpe regt die Milchbildung noch schneller und effizienter an als z.B. das Handausstreichen. Jede Brust sollte nach der Stillmahlzeit ca. 10 Minuten stimuliert werden.

Wie wir Milch bilden

Autorin: Diane Wiessinger, IBCLC
Die Brüste von Müttern, die Flaschennahrung geben, platzen nicht. Das liegt daran, weil wir aufhören Milch zu bilden, wenn keine Milch entnommen wird. Wenn eine Frau nur einmal am Tag stillt oder abpumpt, hat sie nur ganz wenig Milch.

Wenn sie 5mal am Tag stillt, hat sie viel mehr. Wenn sie 10mal am Tag stillt, hat sie sogar noch viel mehr Milch.

Je öfter die Brüste entleert werden, desto mehr Milch bilden wir.

Okay, wenden wir uns dem unweigerlichen Vergleich zu.

Stell Dir eine Kuh vor! Eine Kuh, die dreimal am Tag gemolken wird, gibt pro Tag mehr Milch als eine Kuh, die nur zweimal am Tag gemolken wird.
(Bauern beschränken die Melkzeiten nur deshalb auf zweimal am Tag, weil sie die Lohnkosten für die Melker begrenzen müssen, nicht um die Produktion zu maximieren.)

Und ein Baby, das nur ein paar Mal am Tag an der Brust trinkt, wird keine sehr große Milchmenge stimulieren.

Häufigeres Stillen bringt unsere Brüste zu einer höheren Produktion.

Nun stell Dir eine Kuh vor, die den ganzen Tag an eine Melkmaschine angeschlossen ist. Aber stell Dir vor, es wäre eine sehr schlechte Melkmaschine, die nur ganz kleine Mengen Milch entnimmt oder nur ganz langsam.

Diese Kuh würde nur noch sehr kleine Milchmengen produzieren, selbst wenn ständig Milch entnommen würde.

Für eine gute Milchproduktion muss die Milch effizient entnommen werden.

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Was geschieht bei einem Baby, das sehr oft an der Brust ist, aber nicht effektiv trinkt?

Genau wie die ineffiziente Melkmaschine, kann es den ganzen Tag damit verbringen, zu „stillen“ und dabei trotzdem nicht die Brüste leeren … oder seinen Magen füllen. Und wenn es nicht genug Milch entnimmt, bilden wir nicht genug Milch.

Schlecht trinkende Babys führen zu geringen Milchmengen.

Wir bilden dann gerade am schnellsten Milch, wenn sich unsere Brüste am leersten anfühlen. Wir bilden dann gerade am langsamsten Milch, wenn sich unsere Brüste am vollsten anfühlen.

Also, was passiert, wenn wir mit dem Stillen warten, bis „sich unsere Brüste gefüllt haben“?

Wenn wir die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten vergrößern, verringern wir die Anzahl der möglichen Brustentleerungen pro Tag. Und das bedeutet: weniger Milch.

Unsere Brüste immer voller und voller werden zu lassen, führt schlicht und einfach dazu, dass die Milchbildung immer langsamer und langsamer wird. Und das bedeutet: weniger Milch.

Die Milch oft zu entnehmen und effektiv zu entnehmen, sind das Signal für unsere Brüste mehr Milch zu bilden.

Was ist am frühen Morgen, wenn wir uns am vollsten fühlen und das Baby am meisten schluckt?

Nun, es hat sich viel Milch angesammelt – das ist es, was das Baby trinkt – aber unsere Milchproduktions-Rate ist in diesem Moment ziemlich niedrig.

Und später am Tag, wenn das Baby anscheinend dauernd trinkt und wir das Gefühl haben, als wäre keine Milch mehr da?

Dann ist nicht viel angesammelte Milch in den Brüsten und das Baby hat sie schnell geleert, aber die Rate unserer Milchproduktion ist wahrscheinlich auf ihrem Höhepunkt während des gesamten Tages.

Manche Mütter sind frustriert, wenn sie häufiger pumpen und bei jedem Pumpvorgang weniger Milch gewinnen.

Das ist verständlich, aber wenn sie vorher zum Beispiel alle 4 Stunden 60 ml hatten, also insgesamt 360 ml in 24 Stunden, haben sie nun, sagen wir 45 ml alle 2 Stunden und damit insgesamt 540 ml in 24 Stunden.

Die Gesamtmenge in 24 Stunden ist größer und darauf kommt es an.

Häufiges Stillen und effektives Stillen.
Das sind die Schlüssel zu einer guten Milchbildung.

Original: „How We Make Milk“ von Diane Wiessinger, MS, IBCLC, 2006
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, Juli 2013
Foto: GuilleDes via photopin cc

Fürs Liken, Teilen und Pinnen sage ich herzlich Danke!

Aller Anfang ist schwer, das gilt auch für das Stillen. Bis die Milch zuverlässig fließt, dauert es oft einige Tage. Versucht deshalb, entspannt zu bleiben. Um die Milchbildung etwas anzukurbeln, haben wir hier einige Tipps parat. So können zum Beipiel viel Ruhe, Stilltee und milchbildende Lebensmittel helfen. Lasst das Baby außerdem häufig zur Brust.

Babys Gewicht regelmäßig kontrollieren

„Beim Stillen reguliert die Nachfrage das Angebot“, erklärt Hebamme Theresia Romberg-Frede aus Unterföhring bei München. Durch häufiges und langes Anlegen auf beiden Seiten werde die Milchproduktion automatisch gesteigert. Auch viel Körperkontakt zwischen Mutter und Kind wirke sich günstig auf das Stillen aus. Ob das Baby genügend zunimmt, überprüft zu Anfang die Nachsorgehebamme durch regelmäßiges Wiegen. Sie gibt auch Tipps rund um die optimale Stillsituation. Wird das Baby dennoch nicht schwerer, sollte neben der Nachsorgehebamme auch der Kinderarzt konsultiert werden. Er kann zum Beispiel körperliche Ursachen wie ein verkürztes Zungenbändchen ausschließen. In seltenen Fällen hat die Brust der Mutter nicht genug Drüsengewebe und Muttermilch allein reicht nicht aus, damit das Baby zunimmt.

„Bei Frühgeborenen und schwachen Babys kann eine Milchpumpe helfen“, sagt Romberg-Frede. Dabei pumpt die Mutter die Milch zunächst mit der Pumpe ab und gibt sie ihrem Baby dann mit Hilfe eines Fläschchens. Auf diese Weise werden Babys Kräfte geschont, denn an der Flasche muss das Kleine weniger stark saugen als an der mütterlichen Brust.

Milchbildung fördern mit Stilltees, Malzbier und Hühnerbrühe

Um die Milchbildung zusätzlich anzuregen, gibt es Stilltees aus der Apotheke. Anis, Basilikum, Bockshornklee, Brennnessel, Dill, Fenchel, Gartenraute, Kümmel, Majoran und Zitronenverbenenblättern wird eine milchbildende Wirkung zugeschrieben. Zu den milchbildenden Lebensmitteln zählen unter anderem Gries, Reis, Kartoffelprodukte, Gerste, Hafer und Malz (z.B. als Malzbier). Mit einer über mehrere Stunden gekochten Hühnerbrühe werden Mamas im Wochenbett mit neuer Energie versorgt. Wichtig ist es auch, viel zu trinken. Nur wer viel trinkt, hält die Milchproduktion aufrecht. Ideal sind kohlensäurearme Mineralwässer, stark mit Wasser verdünnte Säfte sowie ungesüßte Tees.

Hebammentipp zum Milchbildung anregen

Tipp zur Milchbildung von Hebamme Theresia Romberg-Frede:

Ein wunderbares und sehr wirkungsvolles „Therapeutikum“ bei Milchmangel ist, wenn sich Mutter und Baby einen ganzen Tag miteinander ins Bett verkriechen, viel schmusen und das Kind, wann immer es will, angelegt wird

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  • Stillprobleme

Wirkt sich meine Ernährung auf die Muttermilch aus?

Muss ich extra viel trinken, damit meine Milch mehr wird?
Gibt es bestimmte Getränke oder Lebensmittel zum Steigern der Milchmenge?

Kann ich mit meiner Ernährung die Inhaltsstoffe der Muttermilch beeinflussen?
Kann mein Essen Farbe oder Aroma meiner Muttermilch verändern?

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In diesem Beitrag geht es darum, ob und wie sich Deine Nahrung in der Stillzeit auf die Menge oder die Qualität Deiner Muttermilch auswirken kann.

Eine Frage, die mir dazu oft gestellt wird, ist: Muss ich zusätzlich trinken, damit meine Milch mehr wird?

Nein, Deine Milchmenge steigerst Du nicht durch vermehrtes Trinken.

Im Gegenteil, wenn Du zu viel trinkst, steigt Deine Urinausscheidung an und Deine Milchmenge nimmt sogar ab.

Wenn Du zu wenig trinkst, sinkt Deine Urinausscheidung, aber es kommt nicht zu einer Reduktion der Milchmenge. Deshalb ist es auch nicht sinnvoll, zum Abstillen oder beim initialen Milcheinschuss die Trinkmenge zu verringern.

Die Milchmenge wird erst weniger, wenn Du selbst durch starkes Erbrechen oder Durchfall einen akuten Flüssigkeitsmangel hast und Deine eigene Urinausscheidung schon sehr signifikant – also deutlich messbar – reduziert ist.

Und was ist mit Stilltees?

Es gibt leider nur ganz wenige wissenschaftliche Belege über die Wirksamkeit und auch über die Nebenwirkungen von pflanzlichen Kräutern, sowohl zur Steigerung, als auch zur Verringerung der Milchmenge.

Es gibt jedoch bekannte Risiken. Zum Beispiel können, je nach Herkunftsland, gefährliche Mengen an Schwermetallen, Pflanzenschutzmitteln oder auch anderen toxischen Stoffen in den Kräutern, aus denen der Tee zubereitet wird, enthalten sein.

Und Kräuter sind Arzneimittel. Sie sollten nicht bedenkenlos oder exzessiv konsumiert werden, da sie Nebenwirkungen haben können und auch gesundheitsschädigend sein können.

Was ist mit Bier? Davon soll doch die Milchmenge mehr werden.

Ja, das stimmt tatsächlich.

Gerste und Malz erhöhen die Ausschüttung von Prolaktin, das ist wissenschaftlich belegt. Prolaktin ist das Milchbildungshormon.

Daher können Malzbier oder auch alkoholfreie Biere tatsächlich getrunken werden, um die Milchmenge zu steigern.

Aber Du solltest sie auch nur dann trinken, wenn sie Dir schmecken und, wie schon gesagt, sie müssen nicht über den Durst hinaus getrunken werden, da das überhaupt keinen Effekt hätte.

Kann ich durch meine Ernährung die Zusammensetzung der Muttermilch beeinflussen?

Sie zum Beispiel nahrhafter machen, damit mein Baby besser zunimmt?

Da muss ich Dich leider enttäuschen.

Selbst, wenn Du Dich nicht wirklich gut ernährst, enthält Deine Muttermilch trotzdem alles, was Dein Baby braucht. Durch Deine Ernährung kannst Du da nur sehr wenig Einfluss nehmen.

Der Kaloriengehalt der Muttermilch ist zum Beispiel völlig unabhängig von Deiner Ernährung. Du hast auch keinen Einfluss auf den Gehalt an Eiweiß und an Laktose – also dem Milchzucker.

Die Mineralstoffe kannst Du in der Menge nicht beeinflussen, mit Ausnahme von Jod, Fluor und Mangan.

Und auch fettlösliche Vitamine lassen sich nur schwer beeinflussen. Kurzfristige Veränderungen der Ernährung haben da überhaupt keinen Einfluss.

Nur bei unterernährten Müttern kann durch zusätzliche Gabe von Vitamin A und Vitamin K – die auch fettlöslich sind – der Gehalt in der Muttermilch erhöht werden.

Bei Müttern mit einem ausgewogenen Ernährungszustand ist das nicht möglich und hier bei uns haben eigentlich alle Mütter – oder so gut wie alle Mütter – einen guten Ernährungszustand.

Nur die wasserlöslichen Vitamine B und C sind stark von der Ernährung der Mutter abhängig und können daher auch von ihr beeinflusst werden.

Der Fettgehalt der Muttermilch

Die Fettmenge der Muttermilch ist auch unabhängig von Deiner Ernährung.

Der Fettgehalt verändert sich zwar in der Milch, aber er steigt mit der Entleerung der Brust und variiert auch je nach Tageszeit.

Aus einer vollen Brust kommt wasserhaltigere Milch mit einem geringen Fettgehalt, was auch an dem dünnen Fettfilm zu sehen ist, der sich absetzt, wenn die Milch eine Weile steht.

Je leerer die Brust wird, desto fetthaltiger wird die Milch, was an ihrer Farbe und am dickeren Fettfilm zu erkennen ist.

Nur die Zusammensetzung des Fettes, das heißt: die Art der Fettsäuren und das Verhältnis von ungesättigten zu gesättigten Fetten, kannst Du mit Deiner Ernährung beeinflussen.

Bunte Muttermilch

Farbveränderungen der Muttermilch fallen normalerweise nur in abgepumpter Muttermilch auf. Sie entstehen durch Farbstoffe, die die Mutter über die Nahrung, über Medikamente, Kräuter oder pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen hat.

Eine orange-rosa Färbung der Muttermilch, entsteht z.B. durch Rote Beete. Aber auch andere rote und gelbe Farbstoffe, wie etwa in Karotten, Fruchtgetränken und Gelatine-Desserts, Sunkist oder anderen Orangegetränken, können eine orange-rosa Milch machen.

Eine rosa-gefärbte Milch entsteht meistens durch kleine Blutbeimengungen, etwa durch blutige Brustwarzen.

Und eine rote Milch durch rote Farbstoffe.

Muttermilch mit einer grünlichen Färbung entsteht beispielsweise durch Getränke wie Gatorade oder Powerade oder auch Seetang, wie etwa Kelp in Tablettenform, viel Spinat oder Brennesseltee und auch andere natürliche Vitamine, die beispielsweise auch den mütterlichen Urin grün färben, können so eine grüne Milch machen.

Es gibt auch schwarze Milch, die durch ein Antibiotikum verursacht wird, das Minocyclin, das gegen starke Akne verordnet wird.

Solche Farbveränderung der Muttermilch sind eine ganz normale Folge der mütterlichen Ernährung und sind auch ungefährlich für das Baby.
Wenn Du durch eine Veränderung der Farbe beunruhigt bist, könntest Du Deine Ernährung überprüfen und dann gegebenenfalls verdächtige Nahrungsmittel absetzen. dann sollte sich eigentlich binnen kurzer Zeit, das heißt innerhalb von 1 bis 2 Tagen, die Farbe der Milch wieder normalisieren.
Können durch die Ernährung das Aroma und der Geschmack der Muttermilch verändert werden?
Ja, Nahrungsmitten, die selber ein starkes Aroma haben, wie z.B. Knoblauch, Zwiebeln, Spargel, Vanille, Curry, Pfefferminz, Eukalyptus und andere, können den Geschmack und auch das Aroma der Muttermilch verändern.
Meist geschieht das aber nur, wenn wirklich höhere Mengen der Aromastoffe aufgenommen werden.
Das muss aber gar keine negativen Folgen haben. Nach dem Genuss von Knoblauch wurde zum Beispiel beobachtet, dass die Babys länger und mehr aus der Brust tranken als sonst.
Außerdem lernen die Kinder durch die unterschiedlichen Aromen und Geschmäcke der Muttermilch schon ganz nebenbei die übliche Familienkost kennen und wenn ihnen dann später die Lebensmittel angeboten werden, nehmen sie diese gerne an, weil ihnen das Aroma ja schon vertraut ist.

Autorin: Regine Gresens, IBCLC, März 2014
Foto: YIM Hafiz via photopin cc

Ob sich Deine Ernährung in der Stillzeit auf das Baby auswirken kann, erfährst Du in diesem Video.

Und hier erfährst Du, wie Du Dich in der Stillzeit gesund und ausgewogen ernähren kannst.

5 Booster, die deine Milchmenge beim Stillen erhöhen

Was ist die beste Ernährung, wenn es um das Stillen deines Kindes geht. Gibt es spezielle Lebensmittel, die du essen solltest oder gibt es gar Nahrungsmittel die helfen, die Milchproduktion zu steigern? Hier findest du eine Zusammenfassung über 5 sogenannte Superfoods, die jede stillende Mutter zu sich nehmen sollte.

Die 5 Superfoods haben es in sich und unterstützen die Milchproduktion beim Stillen

1. Bockshornkleesamen

Bockshornkleesamen oder auch Methisamen sind reich an Phytoöstrogenen, die eine ähnliche Wirkung wie das bekannte Östrogen simulieren. Die Samen sind reich an Diosgenin, was die Milchproduktion fördert. Doch vorsicht, Bockshornkleesamen sind nicht für jede stillende Mutter geeignet. Diabetiker sollten keine Bockshornkleesamen verzezehren, da dies den Blutzuckerspiegel senken. Ansonst sind Bockshornkleesamen ein wahrer Geheimtipp für die Stillzeit.

2. Kreuzkümmel-Samen

Kreuzkümmelsamen, auch Jeera oder nur Kreuzkümmel genannt, ist ein fester Bestandteil der indischen Küche. Es schmeckt nicht wie Kümmel und schmeckt wirklich gut. Kreuzkümmel ist dafür bekannt, die Milchmenge zu steigern weshalb du darauf nicht verzichten solltest. Verwende es am besten zum Würzen deiner Speisen.

3. Hafer

Hafer ist ein weit verbreitetes und gesundes Nahrungsmittel. Die wenigsten wissen, dass es auch die Milchmenge beim Stillen erhöht. Verwende doch einfach Hafermilch, wenn du während der Schwangerschaft nicht auf deinen Kaffee verzichtest. Hafer ist außerdem reich an Eisen und hilft auch gegen Verstopfung. Es ist leicht verdaulich und wirkt positiv auf den gesamten Magen Darm Trakt.

4. Knoblauch

Ja, du hast richtig gelesen. Auch Knoblauch hilft bei der Milchproduktion und sollte ein Bestandteil deiner Ernährung beim Stillen sein. Ein kleiner Nebeneffekt ist der Geschmack deiner Muttermilch, der sich durch eine überschwängliche Einnahme von Knoblauch verändern wird. Wenn deinem Baby dieser Geschmack nichts ausmacht, ist alles in bester Ordnung. Wenn dein Baby damit beginnt, aufgrund des neuen Geschmacks, die Brust zu verweigern, solltest du besser kein Knoblauch mehr essen oder zumindest die Menge reduzieren.

5. Ingwer

Lange Zeit galt Ingwer als Heilmittel für viele Beschwerden. Heute hat der Ingwer seinen Weg zurück in unsere Küche gefunden und ist auch bestens für die Stillzeit geeignet. Ingwer steigert nicht nur die Milchproduktion, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle beim Milchausstoß Prozess der Brust. Ähnlich wie beim Knoblauch, sollte der Ingwer nur in Maßen genossen werden, da auch der Ingwer den Geschmack der Muttermilch verändert.

Im Grunde gibt es keine festgeschriebenen Regeln, was man während der Stillzeit essen sollte und was nicht. Es gibt sicherlich bestimmte Richtlinien oder gewisse Leitblanken, innerhalb man sich bewegen sollte. Alkohol, Drogen und Zigaretten sollten unbedingt tabu beim Stillen sein. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung gilt während der Stillzeit gleichermaßen, wie während der Schwangerschaft. Wohlsein, kann durch eine gesunde Ernährung erwirkt werden. Wenn es dir gut geht, geht es auch deinem Baby gut, da dein Körper in der Lage ist, die optimale Muttermilch für dein Baby zu produzieren.

Quellen und Weiterführendes

Milchproduktion natürlich anregen

Die Muttermilch ist für Neugeborene und Kleinkinder eine sehr wichtige Nahrungsquelle. Sie versorgt das Baby mit wertvollen Nährstoffen und stärkt es. Es gibt verschiedene Ursachen, die dazu führen, dass nicht mehr genug Milch produziert wird. Die Einnahme der Antibabypille, hormonelle Veränderungen im Körper, Ernährungsmängel, bestimmte Krankheiten oder eine falsche Anlegeposition des Babys gehören zu den häufigsten Auslösern einer mangelnden Milchproduktion.

Es gibt verschiedene Lebensmittel und Tipps, um die Produktion der Muttermilch natürlich anzuregen.

Warme Kompressen

Warme Kompressen fördern die Durchblutung der Brust und regen die Milchproduktion an. Eine niedrige Blutzirkulation gehört zu den Hauptgründen einer unzureichenden Muttermilchversorgung. Die Anwendung warmer Brustkompressen direkt vor dem Stillen, erhöht die Durchblutung und fördert die Milchproduktion.

Dafür vor dem Stillen die Brüste sanft massieren, ein sauberes Tuch in warmem Wasser eintauchen und das überschüssige Wasser auswringen. Mit dem warmen Tuch den Bereich um die Brustwarze sanft massieren und dabei die Brust leicht gegen den Brustkorb streichen. Nach 5 bis 10 Minuten Massage den Oberkörper leicht nach vorne lehnen und das Baby stillen.

Diese Anwendung dient auch als Entspannungstechnik bei schweren Brüsten und kann den Milchfluss erleichtern.

Bockshornklee

Bockshornklee stimuliert die Milch produzierenden Drüsen. Es enthält Phytoöstrogene, welche die Brustmilchproduktion erhöhen. Es wird oft auch vermutet, dass durch Bockshornklee die Schweißdrüsen stimuliert werden und dadurch die Milchdrüsen angeregt werden. Milchdrüsen sind modifizierte Schweißdrüsen.

Bockshornklee für mehr Milch: 1 Esslöffel Bockshornkleesamen in eine Tasse Wasser geben und über Nacht einweichen. Am nächsten Morgen dieses Wasser zusammen mit den Bockshornkleesamen für einige Minuten kochen. Die Flüssigkeit abseihen und den Tee jeden Morgen trinken, um positive Ergebnisse zu erzielen.

Zimt

Zimt hilft, die Sekretion der Muttermilch zu erhöhen. Er verbessert den Geschmack der Muttermilch, sodass viele Babys diese lieber trinken. Zimt hilft auch das Auftreten der Menstruation nach der Geburt zu verzögern und verhindert eine frühe Empfängnis.

Einfach eine Prise Zimt mit einem halben Teelöffel Honig in warme Mandelmilch geben, gut vermischen und für 1 bis 2 Monate jeden Tag vor dem Schlafengehen trinken.

Fenchelsamen

Fenchelsamen wirken als natürliches Galaktagogum, welcher die Milchabsonderung aus den Brustdrüsen fördert. Fenchelsamen unterstützen außerdem die Verdauung und schützen vor schmerzenden Koliken bei kleinen Babys.

Einfach 1 Esslöffel Fenchelsamen in eine Tasse mit heißem Wasser geben, bedecken und 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend die Lösung abseihen und den Tee für 1 Monat 2 Mal täglich trinken.

Um die Wirkung zu verstärken, sollten zusätzlich Fenchelsamen in die Ernährung integriert werden.

Indisches Basilikum

Indisches Basilikum regt den Milchfluss an und hilft nervöse Anspannungen der jungen Mutter zu beruhigen. Es liefert reichlich Carotin, Niacin, Thiamin und Eisen und schützt Mutter und Kind vor vielen Krankheiten.

1 Tasse Wasser und 6 bis 8 fein gehackte Basilikumblätter in einen Topf geben und die Mischung 1 bis 2 Minuten Kochen. Die Hitze reduzieren und die Mischung für 5 Minuten weiter köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die Mischung abseihen. Die Flüssigkeit nach Geschmack mit etwas Honig versüßen und 2 Mal täglich mehrere Monate nach der Geburt trinken.

Okra

Okraschoten enthalten viele Nährstoffe, die für die Milchproduktion sehr vorteilhaft sind. Sie stimulieren die Brustdrüsen, regen die Durchblutung der Venen um die Brust an und fördern dadurch die Milchproduktion.

Einfach den Saft von frischen Okraschoten entnehmen und ein halbes Glas Okrasaft täglich für 1 Monat trinken.

Knoblauch

Knoblauch hilft, die Stillzeit zu verlängern. Er wirkt als natürliches Galaktagogum, regt die Produktion der Muttermilch an und soll sogar den Geschmack der Milch verbessern.

Knoblauch für mehr Milch: 3 Knoblauchzehen fein reiben und in einen Topf mit 1 Tasse warmem Wasser geben. Alles zum Köcheln bringen, bis sich die Menge auf etwa ein Viertel reduziert hat. 1 Tasse Mandelmilch zur Mischung dazugeben und alles wieder zum Kochen bringen. Den Topf vom Herd nehmen, ½ Teelöffel Honig untermischen und die Mischung jeden Morgen während der Stillzeit trinken.

Karotten und Rote Beete

Karotten und Rote Beete liefern reichlich Beta-Carotin, was für die Milchproduktion außergewöhnlich gut ist. Beta-Carotin hilft mehr Muttermilch bereitzustellen und ist für das Wachstum des Neugeborenen sehr wichtig.

Karotten und Rote Beete sind außerdem sehr reich an Mineralien, die eine stillende Mutter benötigt.

Einfach 2 Karotten und kleine Rote Beete in eine Saftpresse oder mit etwas Wasser in einen Mixer geben und zu einem feinen Saft verarbeiten. Nach Geschmack mit etwas Salz oder Honig abschmecken. Den Saft 2 Mal täglich mehrere Wochen hintereinander trinken.

Karotten und Rote Beete schmecken ebenso lecker im Salat oder Suppen.

Weitere Tipps, um die Milchproduktion natürlich anzuregen:

  • Ausreichend trinken: Je nach Körpergröße benötigt der Körper 2 bis 3 Liter reines Wasser am Tag, um ausreichend Milch zu produzieren.
  • Nährstoffreiche Ernährung: Der Körper benötigt verschiedene Nährstoffe, um Muttermilch zu produzieren.
  • Anlegeposition vom Baby optimieren, sodass Mutter und Baby während des Stillens bequem sitzen.
  • Regelmäßig Stillen: Je mehr gestillt wird, desto mehr Milch kann produziert werden.
  • Das Baby von einer Brust füttern, bis diese leer ist und dann zur nächsten wechseln.
  • Rauchen und Alkohol während der Stillzeit vermeiden.

Es gibt verschiedene Lebensmittel und Tipps, welche die Milchproduktion natürlich anregen. Indem nur 1 bis 2 der Tipps in den Alltag integriert werden, kann mehr Milch produziert und das Kind mit wertvollen Nährstoffen versorgt werden.

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Welche Nahrungsmittel sind Milchfördernd?

Neben Nahrungsmitteln- und Ergänzungen, die eine abstillende Wirkung haben können, gibt es natürlich auch Nahrungsmittel, die milchfördernd sind. Die wichtigsten Stellen wir hier vor.

Lebensmittel und Kräuter, die milchfördernd sind

  • Samen wie z.B. Dill
  • Basilikum
  • Majoran
  • Eisenkraut
  • Zitronenverbenenblätter
  • Gartenraute
  • Bockshornklee
  • Fenchel, Anis, Kümmel (alle drei meist in Stilltee – Vorsicht: nicht mehr als 3 Tassen am Tag, sonst kanns nach hinten losgehen)
  • Gerste
  • Hafer
  • Malz. (Cerealienkaffee, Malzbier, alkoholfreies Erdinger Weißbier)
  • Hühnersuppe+ Angelikawurzel, die beim kochen hinzu gegeben wird
  • Stilltee
  • Milchbildungsöl
  • Täglich 3 – 4 Stillkugeln/Milchbildungskugeln essen
  • Himbeersirup

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Milchbildende /-fördernde Globuli

Nachfolgend genannte Globuli sind im Zusammenhang mit der Michbildung empfehlenswert; im Zweifel fragen Sie jedoch Ihren Arzt oder Apotheker 😉 Auch eine Heilpraktikerin kann sicherlich noch gute weiterführende Tipps bzgl. einer Kombination mehrerer natürlicher Methoden zusammenstellen, ebenso arbeiten gute Hebammen und Still- bzw. Laktationsberaterinnen damit.

Globuli bei Problemen beim Milcheinschuß

  • Agnus castus C12 (N)

Milchbildung im Allgemeinen, Stimulation, Verbesserung der Milchqualität

  • Urtica D3 (A)
  • Agnus castus D6
  • Lecithinum C2 (N) (nach Krankheit;Nervenschwäche;Schlafstörungen,Anämie)
  • Lac caninum C6 (N) sehr empfindliche Brustwarzen
  • Pulsatilla C12 (N) seelisches Ungleichgewicht, kein Durst
  • Calciumphosphoricum C12 (N) nach zu langem stillen; Erschöpfung, Gewichtsabnahme; Kind verweigert die Milch
  • Bryonia C6 (N) (Ärger, Gemütserregung, Kälte,Mutter sehr durstig)
  • Chamomilla C12 (N) (nach einem Wutausbruch)
  • Ignatia C12 (N) – (Kummer, Leid und Sorgen)

Welche Nahrungsmittel erhöhen die Milchmenge?

Antwort:

Liebe Olivia,
was Sie beschreiben ist völlig normal und in Ordnung!
Neugeborene trinken manchmal (vor allem in den ersten Wachstumsschüben mit 14 Tagen, 4 Wochen und 3-4 Monaten) stündlich! Und dass morgens mehr Milch da ist, als abends liegt an der nächtlichen Ruhepause.
Und der Fress-Flash (meistens abends!) hat einen Namen: Clusterfeeding!
„So kleine Babys wollen im Schnitt zwischen acht und zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden gestillt werden. Im Schnitt heißt, es gibt Babys die seltener nach der Brust verlangen (eher wenige Babys) und es gibt Babys, die häufiger an die Brust wollen (die Mehrzahl). Nun ist es jedoch nicht so, dass ein Kind zügig zwanzig Minuten trinkt und sich dann nach drei Stunden das nächste Mal rührt, sondern es kommt immer wieder zu Stillepisoden, die so ablaufen: das Kind trinkt eine kurze Weile, hört auf, döst vielleicht sogar weg und beginnt erneut kurz zu trinken usw. Dieses Verhalten heißt Clusterfeeding und ist absolut normal für kleine Babys. Besonders gehäuft treten diese Stillepisoden am Nachmittag und Abend auf, wie überhaupt die Abstände zwischen den Stillzeiten im Verlauf des Tages immer kürzer werden. Dazu kommt, dass in bestimmten Alterstufen Wachstumsschübe zu erwarten sind, in denen die Baby manchmal schier ununterbrochen an die Brust wollen. So einen Wachstumsschub macht Ihr Kind gerade durch.
Das Dauerstillen kann sehr anstrengend und auch nervend sein, aber es hat seinen Sinn. Rein wissenschaftlich gesehen ist es so, dass das Baby durch den Stillmarathon die Prolaktinausschüttung anregt und so dafür sorgt, das die Milchbildung angeregt wird und genügend Milch für das Kind zur Verfügung steht.“ (Text Biggi Welter)
Wenn Sie jetzt die morgens zusätzlich gepumpte Milch füttern, dann fehlt dieser Reiz für die Milchbildung.
Außerdem:
Ihr KInd verarbeitet gegen Abend seinen Tag, auch wenn dieser anscheinend ganz ruhig verlief. (Ruhig für uns: für ein Kind in diesem Alter ist der Rasenmäher, die laute Stimme des Nachbarn, das Müllauto usw. jedesmal eine neue Erfahrung- und zwar aus dem Nichts!). Und das ist okay so!
Wichtig ist , dass Sie diese Unruhe akzeptieren lernen! Es ist die Sprache Ihres Kindes! Es kann nicht anders ausdrücken, was Ihm auf der Seele liegt! Und da ist es egal, ob es sagen will: „Mir ist warm“ oder „Ich habe Dich lieb und will hier nie mehr weg!“
Diese Unruhe ist für Eltern sehr schwer auszuhalten und sie tun (fast) alles für Ihr KInd! Und da liegt manchmal die Crux!
Denn jede Intervention (Schnuller rein, mal auf dem Arm, mal in die Wiege oder Wippe, hier ein Spielzeug und da eine Rassel, zwischendurch Wickeln ) stört es in seiner Mitteilung: es will erzählen und darf nicht!
An Ihnen ist es, DAS auszuhalten und DA zu sein!
Diese Stunden heißen auch „Großmutter-Stunden“, da Großmütter einfach die Ruhe haben, damit umzugehen. Kind in Wiegehaltung auf dem Arm, leise erzählend und auf-und-ab gehend.
Diese Ruhe hat frau als frisch gebackene Mutter einfach noch oder als Mehrfach-Mutti manchmal aus Zeitgründen nicht, da immer im Hintergrund das Bild des seelig lächelnden Säuglings (aus Werbung und Literatur) im Hinterkopf spukt. Und natürlich macht frau sich auch Sorgen, ob das Kind etwa krank ist. Und ob frau gar eine schlechte Mutter ist, da sie das Kind nicht zur Ruhe kriegt! Wie gesagt, Ihr Kind ist okay – halten Sie es, geben Sie ihm Sicherheit.
Läßt Ihr Baby die Brust von selber los – oder wechseln Sie nach der Uhr?
Wichtig ist, dass Sie während einer Mahlzeit eine Seite gut leertrinken lassen, bevor Sie wechseln oder am besten eh nur eine Seite anbieten.
Und zwar aus folgendem Grund: die Brust spendet zuerst Vordermilch (nicht mit Vormilch zu verwechseln), die dient dem Durstlöschen. Erst nach 3-7 Minuten wird die sattmachende Hintermilch produziert.
Bekommt ein Kind z.B. immer beide Brüste 5 Minuten, dann bekommt es fast nur durstlöschende Milch!!!
Also: eine Seite pro Mahlzeit. An dieser Seite kann es während der Mahlzeit natürlich mehrmals angelegt werden.
Ein Glas Sekt wirkt manchmal wirklich Wunder – und sei es nur, dass Mutter entspannt (und angeheitert) auf der Couch sitzt (bitte Kind nicht selber tragen!!!!) und den ganzen Stillstress Stillstress sein läßt!
Liebe Grüße
Martina Höfel

von Martina Höfel am 17.02.2011

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