Milcheinschuss schmerzende brust

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Geschäftsmodell oder Nächstenliebe? Darum spendet Amerikanerin fast 2000 Liter Muttermilch

Muttermilch zu spenden ist ein Vollzeitjob. Die Amerikanerin Elisabeth Anderson-Sierra pumpt täglich über fünf Stunden Milch ab und gewinnt somit ca. sechs Liter am Tag. Ihre eigene Tochter braucht davon lediglich einen halben Liter – der Rest wird in spezielle Beutel gefüllt und in den Kühlschrank gelegt.

Anderson-Sierra hilft damit allen Müttern, die nicht stillen können, schwulen Paaren mit Adoptivbabys oder auch Kliniken mit Frühchen-Stationen. Das sei, wie sie selber sagt: „Ein Dienst aus Liebe. Und weil ich sehen kann, wie die Babys gedeihen!“

Diese stundelange Arbeit, die sie auf sich nimmt, ist jedoch keinesfalls ein lukratives Geschäft: Mit der kleinen Entschädigung für ihre Spende kann die Amerikanerin gerade einmal ihre Unkosten und vor allem den Zeitaufwand decken.

Woher kommt die ganze Muttermilch?

Dass Anderson-Sierra so viel Milch produziert, liegt am Hyperlaktation-Syndrom, dass eine übermäßige Milchproduktion verursacht. Bis zu zehnmal so viel Muttermilch wie der Durchschnitt produziert die junge Mami pro Tag. Die überschüssige Muttermilch kann sie dann abpumpen und im Kühlschrank aufbewahren. Bei Bedarf wird die Muttermilch an Bedürftige gespendet.

Muttermilchbanken in Deutschland

Die Aufbereitung und Lagerung von Muttermilch in Deutschland ist sehr aufwendig und teuer. Denn jede Spende muss untersucht und aufbereitet werden. Und das passiert zurzeit nur noch in 13 Kliniken deutschlandweit. Daher können die Kliniken den stillenden Müttern auch gerade Mal ca. sechs Euro pro gespendeten Liter zahlen. Die Anfrage hingegen wächst stetig. Denn gerade Mütter, die nicht stillen können, empfinden gespendete Muttermilch als bessere Alternative zur Flaschennahrung.

Vor- und Nachteile von Muttermilch-Spenden

Sollte es dir nicht möglich sein zu stillen, ist gespendete Muttermilch eine Option, dein Baby zu versorgen. Worauf du allerdings auf keinen Fall zurückgreifen solltest, sind unseriöse Muttermilchangebote aus dem Internet. Denn du kannst nie wissen, ob eine Frau, die Muttermilch spendet, die hygienischen Bedingungen einhält, gesund ist, nicht raucht und auch keinen Alkohol trinkt. Auch über ihre Ernährungsgewohnheiten kannst du nichts wissen – und die Nahrung spielt gerade beim Stillen eine enorme Rolle!

Entscheidet sich eine Frau, ihre Muttermilch in einer Klinik zu spenden, werden ihre Blutwerte und auch die Qualität der Milch mit jeder Spende erneut strengstens beobachtet und nach besonderen hygienischen Richtlinien gelagert. Wenn du also nicht in der Nähe einer Muttermilchbank wohnst, musst du wohl auf Flaschennahrung zurückgreifen.

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Milcheinschuss: Tipps gegen schmerzende Brüste

In den ersten Tagen nach der Geburt wird dein Baby von der Vormilch, dem sogenannten Kolostrum, satt. Das Kolostrum ist eine Art Vorstufe der Muttermilch, die wiederum nach etwa zwei bis fünf Tagen in deinen Brüsten gebildet wird. Diesen Prozess nennt man Milcheinschuss.

Milcheinschuss – So fühlt er sich an

Deine Brüste:

  • werden deutlich größer
  • spannen
  • sind druckempfindlich
  • fühlen sich heiß an

Mit dem Milcheinschuss wird das Kolostrum durch die Übergangsmilch ersetzt, einer Zwischenstufe, bevor die reife Muttermilch etwa zwei Wochen nach der Geburt gebildet wird.

Tut der Milcheinschuss weh?

Manche Frauen empfinden den Milcheinschuss nur als etwas unangenehm, andere frisch gebackene Mamas leiden mehr darunter und einige haben sogar große Schmerzen, wenn die Milch zu fließen beginnt. Viele Frauen sind dann verunsichert. Doch das Hitze- und Spannungsgefühl in den Brüsten ist normal. Es wird durch die Milchbildung und eine vermehrte Lymphflüssigkeits- und Blutzirkulation hervorgerufen. Die prallen Brüste haben nichts damit zu tun, dass du möglicherweise viel zu viel Milch hast, doch die Milchproduktion muss sich dennoch erst einmal auf dein Baby einstellen. Stillst du nach Bedarf, reguliert sich auch bald die Menge und deine Brust wird wieder weicher.

Das kannst du tun, wenn die Brüste schmerzen

1. Wärmen und Kühlen und sanft massieren

Lege dir kurz vor dem Stillen beispielsweise einen warmen, feuchten Waschlappen oder eine andere warme Kompresse auf die Brust. Dadurch wird der Milchfluss angeregt und der Milchspendereflex schneller ausgelöst. Beim Stillen kannst du deine Brust sanft massieren, aber Vorsicht: Nicht zu stark! Nach dem Stillen kühlst du dann deine Brust, um die Schwellung zu lindern.

2. Duschen und ausstreichen

Eine warme Dusche tut gut und verschafft Linderung. Du kannst auch versuchen, vorsichtig etwas Milch dabei herauszustreichen.

3. Quarkwickel

Einfach ein Mulltuch mit etwas Quark bestreichen und auf die Brust legen. Das kühlt nicht nur angenehm, sondern wirkt auch entzündungshemmend.

4. Kohl
Ähnlich wie Quark kühlt auch Kohl und beugt Entzündungen vor bzw. lindert sie. Hierfür schneidest du einfach den Strunk aus dem Kohlblatt, walzt es etwas platt und legst es auf deine Brust. Du kannst dir auch gleich mehrere Blätter vorbereiten und im Kühlschrank lagern. Dann hast du immer eines parat.

Übrigens: TK-Erbsen eigenen sich auch super zum Stillen. Aber bitte in ein Tuch einwickeln, andernfalls kann es zu Erfrierungen kommen.

5. Lass dich unterstützen

Du hast gerade ein Baby bekommen, ihr müsst euch kennenlernen, aneinander gewöhnen und einen Stillrhythmus entwickeln. Sowohl du als auch dein Baby müssen das Stillen erst lernen, also macht euch bitte keinen Druck, wenn es am Anfang vielleicht ein paar Schwierigkeiten gibt. Umso wichtiger ist es, dass du eine Hebamme oder Stillberaterin an deiner Seite hast, die dich bei Problemen und Fragen unterstützt. Auch dein Partner, deine Familie und Freunde sollten dich so gut es geht in dieser Phase entlasten.

6. Still-BH oder Bustier!

Ein bequeme, gut sitzender Still-BH ist Gold wert in der Stillzeit. Am besten ohne Bügel, die können sonst Druckstellen verursachen und im schlimmsten Fall sogar für einen Milchstau sorgen.

Milcheinschuss: Dann bitte ab zum Arzt

Wenn alle diese Tipps nicht helfen, du vielleicht sogar Fieber über 38°C entwickelst, kannst du auch nach Rücksprache mit deinem Arzt oder deiner Hebamme ein stillfreundliches Schmerzmittel wie z. B. Paracetamol einnehmen. In jedem Fall solltest du dir dann Hilfe von einem Profi holen.

Du hast Fragen zu den Themen Muttermilch abpumpen und Muttermilch aufbewahren? Alle Infos dazu haben wir dir zusammengestellt. Wenn du dich gerne mit andere Mamas zu den Themen austauschen möchtest, schau doch gerne einmal in unserer BRIGITTE Community vorbei.

Zwischen dem 2. und 5. Tag nach der Geburt kommt es zu dem im Volksmund so genannten Milcheinschuss. Ein anderes Wort dafür ist Brustdrüsenschwellung, diese klingt etwas freundlicher und bezeichnet das Geschehen genauer. Ich werde hier aber weiter das Wort Milcheinschuss benutzen, da es einfach geläufiger ist.

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Wie bemerke ich den Milcheinschuss?

Die Wöchnerin bemerkt, meistens am 3. Tag nach der Geburt, dass ihre Brüste spannen. Die Brust erscheint viel größer, voller, schwerer und wärmer. Die Haut zeigt deutliche Venenzeichnungen und die Brustdrüsen erscheinen knotig. Oft ist der Milcheinschuss mit einem leichten Temperaturanstieg verbunden. Die Brüste sind empfindlich und können auch schmerzen.

Was passiert bei einem Milcheinschuss?

Die Brustdrüsen werden vermehrt durchblutet, die lymphatische Versorgung ist erhöht und durch den unbehinderten Anstieg des „Stillhormons“ Prolaktin wird vermehrt Milch gebildet. Die Brüste erscheinen sehr groß, jedoch macht die Milch nur etwa ein Drittel der Schwellung aus.

Wie lange halten die Beschwerden an?

Bei jeder Frau verläuft der Milcheinschuss unterschiedlich. Es gibt Wöchnerinnen, die bemerken die Symptome des Milcheinschusses kaum, andere leiden 1-2 Tage unter den oben genannten Beschwerden, bis sich die Milchmenge reguliert.

Was kann ich gegen die Beschwerden eines Milcheinschuss tun?

  • Lege etwa 5 Minuten vor dem Anlegen feuchte, warme Umschläge auf die Brust. Die Wärme lässt die Milch aus der Brust gut fließen.
  • Nimm die Brust in die Hand und schüttel’ sie sanft, das entspannt die Muskelzellen. Die Brust wird deutlich weicher.
  • Bei Bedarf vor dem Anlegen etwas Muttermilch ausstreichen (lass’ Dir das von einer Hebamme oder Schwester auf der Station zeigen). Durch die Schwellung ist manchmal die Brustwarze sehr flach gezogen und das Kind kann nur schwer die Brustwarze fassen. Das Ausstreichen der Brust soll dies erleichtern.
  • Achte darauf, dass Dein Kind korrekt an der Brust liegt.
  • Lege Dein Kind häufig an. Wenn es sehr viel schläft, muss das Kind eventuell auch mal geweckt werden. Ansonsten kann man auch die Brust zusätzlich ausstreichen, dies funktioniert wunderbar unter einer warmen Dusche.
  • Nach dem Stillen empfinden es viele Wöchnerinnen als Wohltat, die Brüste zu kühlen. Dadurch geht die Schwellung etwas zurück. Dies kann man am besten mit kalten Quarkumschlägen tun.

Es ist wichtig den Milcheinschuss richtig zu behandeln, da es sonst zu einem Rückgang der Milchproduktion kommen kann. Um einen sehr starken Milcheinschuss vorzubeugen sollten diese Regeln nach der Geburt beachtet werden:

  • Das Kind sollte möglichst bald nach der Geburt gestillt werden.
  • Das Kind sollte korrekt an der Brust liegen.
  • Es gibt keine Begrenzung von Stillhäufigkeit und Stilldauer.
  • Sollte das Kind in der Kinderklinik liegen, muss die Frau beim Entleeren der Brust unterstützt werden.

Die später geltende Regel, dass je mehr gestillt wird, umso mehr Milch gebildet wird, gilt für die Tage des Milcheinschusses nicht!

ERSTE HILFE BEI MILCHEINSCHUSS ODER MILCHSTAU

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Erste Hilfe bei Milcheinschuss oder Milchstau
– ungewöhnlich, aber hilfreich

Das Wochenbett.
Die magische Zeit nach der Geburt.
Die Zeit, in der Mutter und Kind ankommen.
Die Zeit, in der alles fließt: Tränen, Muttermilch und Wochenfluss.

Die ganze Schwangerschaft über versuchen Eltern, sich auf das vorzubereiten, was kommt. Die Geburt gefolgt von den ersten gemeinsamen Wochen – dem Wochenbett. Eine Zeit, die hochemotional ist. Eine Zeit, in der die frisch gebackenen Mütter unglaublich verletzbar und sensibel sind. Ja, sie sind zart und weich und verletzlich. Da sind all die Glücksgefühle und nicht selten auch die Tränen. Die Hormone spielen verrückt, der Körper erholt sich von der Geburt, das Baby kommt langsam unserer Welt an und die Familie ordnet ganz langsam ihr System neu. Das Wochenbett ist damit nicht nur eine sehr magische Zeit, das Wochenbett ist vor allem auch geprägt von Emotionen. Oft lese ich, dass in dieser Zeit alles fließt: die Tränen, die Milch und der Wochenfluss. Und ja, das trifft es sehr gut. Heute möchte ich mich aber im speziellen der {fließenden} Milch widmen.

Der Milcheinschuss

Kurz nach der Geburt sind die Brüste noch weich. In dieser Zeit bildet sich die dickflüssige, meist gelbe Vormilch – auch Kolostrum genannt, welche wichtige Immunfaktoren beinhaltet und für das Baby von großer Bedeutung sind. Erst im Laufe der ersten Tage nach der Geburt kommt der Milchfluss so richtig in Gang. Die Brüste werden gegebenenfalls hart, fühlen sich heiß und prall und geschwollen an. Sie sind gut durchblutet, evtl. sieht man die einzelnen Adern, und alles spannt. Oft nimmt auch das Brustvolumen in dieser kurzen Zeit zu. In der Regel ist nach etwa zwei bis drei Tagen der Spuk vorbei und die zum Teil schmerzhafte Spannung nimmt wieder ab. In der Zeit des Milcheinschusses empfiehlt es sich, ein bequemes Bustier oder aber ein Still-Unterhemd zu tragen. Nichts, das zwickt oder einschneidet. Auch sind Stilleinlagen, es gibt Einmal-Stilleinlagen sowie Wiederverwendbare, eine gute Idee. Denn gerade in den ersten Tagen und Wochen fließt die Milch häufig einfach so von ganz allein. Aber auch das ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Sollte der Milcheinschuss besonders schwer auszuhalten sein oder länger als fünf Tage dauern, befragt unbedingt eure Hebamme oder Arzt. Auch ist es wichtig, das Kind immer wieder anzulegen. Auch wenn es unangenehm ist und vielleicht schmerzt, das Kind bringt a) die Milch in Gang und b) erleichtert euch.

Der Milcheinschuss ist oft schmerzhaft und das Spannungsgefühl ist unangenehm. Was hilft, ist kühlen. Kühlen, kühlen, kühlen. Es gibt viele verschiedene Tipps – von Quarkwickeln über Kohl bis hin zu Kühlpads. Ich persönlich habe immer sehr viel Milch und der Milcheinschuss ist nach jeder Geburt etwas, das für mich sehr unangenehm ist. Dementsprechend habe ich so ziemlich alles an Hebammentipps ausprobiert. Doch jetzt, bei Kind Nummer 3, habe ich den (für mich und vielleicht auch für euch) ultimativen Tipp gefunden.

Babywindeln aus dem Eisfach

Ja, richtig gelesen.

Windeln kurz unter den Wasserhahn halten, damit sie ein wenig Wasser aufsaugen können, und zusammengefaltet, wie man sie aus der Verpackung nimmt, in den Tiefkühler legen. Gegebenenfalls schneidet man mit der Schere noch fix zwei Aussparungen für die Brustwarzen hinein. Ich habe das nicht getan. Aber je nachdem wie es für euch besser und angenehmer ist, könnt ihr das tun.

Die Idee klingt ein wenig kurios, ich weiß, aber es ist der perfekte „Kühlakku“ für schmerzende Mamabrüste. Nicht zu kalt, nicht zu steif, angenehm und vor allem flexibel. Ich kannte die tolle Möglichkeit bis zu Kind Nummer 3 leider nicht. Und als ich dann mit schmerzenden Brüsten und Milcheinschuss auf der Neointensiv saß, gab es eine Schwester, die mir „eingefrorene Babywindeln“ gab. Man klappt sie dann auseinander und legt sie mit der weichen Innenseite auf die Brüste in das Bustier oder Unterhemd. Einfach perfekt zum kühlen bei Milcheinschuss und Milchstau. Und vor allem: Windeln hat man immer parat!

Unsere Windeln von Lillydoo eignen sich dafür u. a. perfekt, da sie frei von Lotionen und Parfum sind!

Achtung: Bei einem Milchstau solltet ihr immer die Hebamme kontaktieren oder euren Arzt fragen!

Lillydoo in vielen neuen Designs
und nun auch bei DM erhältlich!

Seit Anfang März, die meisten von euch werden es sicher schon gesehen und entdeckt haben, gibt es die Produkte von Lillydoo nun auch endlich bei DM. Windeln, Feuchttücher und Wickelunterlagen sind seit letztem Monat in nahezu jedem DM vorzufinden. Yaaaaaay. Ich habe mich sehr gefreut. Wer noch?

Und dann gibt es auch noch einige neue Designs. Egal ob maritimer Anker oder süßer Fuchs – für Abwechslung ist in jedem Fall gesorgt. Die Windeln sind dabei gewohnt zuverlässig, vegan und frei von hormonaktiven Substanzen, Parfümen, PEG-Emulgatoren, Parabenen, Chlor sowie Glyphosat und Dioxin. Eine rundum gute Sache.

Wer seine Lillydoo-Windeln online im Wandel-Abo ordert, spart zudem immer 25% des regulären Preises.
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Initiale Brustdrüsenschwellung und schmerzhafter Milcheinschuss

Im Zuge der initialen Brustdrüsenschwellung schwellen die Brust und der Brustwarzenhof an. Das Erfassen der Brust durch das Baby wird schwieriger.

Etwa zwei Drittel der frisch gebackenen Mütter empfinden zwischen dem 3. und 5. Tag nach der Geburt (bei Kaiserschnitt tendenziell 24–48 Stunden später) ein Anschwellen und Spannen der Brust. Bei manchen Frauen tritt diese initiale Brustdrüsenschwellung – im Volksmund Milcheinschuss genannt – erst am Tag 9 oder 10 auf.

Der Milcheinschuss kann mild und allmählich verlaufen und keine Probleme verursachen. Sie verläuft schätzungsweise bei 25–50% der Mütter unter Auftreten von Schmerzen und Ödemen: Die Haut ist gerötet und glänzend, die Körpertemperatur ist leicht erhöht (< 38,4 ºC) und die Venenzeichnung der Brust ist sehr ausgeprägt. Die verstärkte initiale Brustdrüsenschwellung tritt meist an beiden Seiten auf und geht mit einem gestörten Milchfluss einher.

⇒ Der große Druck in den Brüsten entsteht durch eine verstärkte Durchblutung, die beginnende Milchbildung und durch Lymphstauungen im Zwischendrüsengewebe.

Die Brustdrüsenschwellung kann durch Ödeme – also durch Wassereinlagerungen im Zwischendrüsengewebe – noch verstärkt werden. Diese sind die Folge von allgemeinen Wassereinlagerungen während der späten Schwangerschaft und insbesondere intravenös verabreichter Flüssigkeiten unter der Geburt (z.B. bei „Wehentropf“ oder Periduralanästhesie). Große Mengen intravenöser Flüssigkeiten während der Geburt verstärken und verlängern die Brustschwellung, mitunter bis nach Tag 9.

Ein verstärktes und langes Anschwellen der Brust hat verschiedene unerwünschte Auswirkungen: Schmerzen, eine Hemmung der Milchbildung und Saugprobleme seitens des Kindes. Denn die Brustwarze wird durch Spannung und Schwellung flach ausgezogen und das Neugeborene bekommt Schwierigkeiten, Brustwarze und Warzenhof zu fassen. In der Folge kann es die Brust nicht effizient entleeren. Das Risiko für eine Brustentzündung und wunde Brustwarzen steigt.

Maßnahmen bei einem verstärkten Milcheinschuss

Generell wirkt viel Körper- und Hautkontakt (24-Stunden-Rooming-in / Bedding-in) und häufiges, uneingeschränktes Stillen rund um die Uhr (10–12-mal in 24 Stunden und auch nachts) einer verstärkten Brustdrüsenschwellung entgegen.

Die Schmerzen der Mutter können durch stillverträgliche Schmerzmittel, und zwar Ibuprofen oder Paracetamol gelindert werden (siehe Arzneimittel und Stillen).

Damit das Baby an der Brust wieder saugen kann, empfiehlt man heute in erster Linie das so genannte „reverse pressure softening„, bei dem eine Druckmassage um die Brustwarze herum die Ödeme nach weiter hinten verschiebt und eine Vertiefung erzeugt. Das Baby kann dadurch besser an die Brust andocken. Hierzu gibt es verschiedene Video-Anleitungen. Eine weitere Vorgehensweise ist die Tiefdruckmassage der Brust. Hierbei massieren geschulte Fachkräfte die Lymphstauungen zurück. Allerdings wird eine Tiefdruckmassage von vielen Frauen als unangenehm – zu invasiv – empfunden und daher abgelehnt. Eine neue Behandlungsmethode ist das „Tapen“: Durch das Anbringen elastischer Bänder an der Brust sollen das Lymphgefäßsystem angeregt und Schmerzen und Stauungsprobleme behoben werden.

Eine weitere Methode, um die Brustwarze für das Baby erfassbar zu machen, ist das Ausdrücken oder Abpumpen von etwas Muttermilch vor dem Stillen. Dadurch wird die Brust weicher. Diese Vorgehensweise ist allerdings umstritten, da das Abpumpen von Muttermilch die Ödeme um die Brustwarzen herum verstärkt. Manche Stillberaterinnen empfehlen daher, beim Pumpen ein möglichst geringes Vakuum zu wählen. Andere bevorzugen das manuelle Entleeren der Brust, wobei auch das die Ödeme um die Brustwarzen herum verstärken kann.

Wenn es nicht gelingt, das Baby erfolgreich anzulegen, sodass es effektiv saugen kann, dann soll die Milch per Pumpe oder manuell gewonnen werden (etwa 8- bis 12-mal in 24 Stunden, s. den Artikel Abpumpen und Aufbewahren von Muttermilch) und das Baby mit alternativen Techniken gefüttert werden. Auf diese Weise wird die Milchbildung trotz Probleme in Gang gebracht und das Baby ernährt.

Traditionell werden zur Linderung von Schmerzen und Entzündung Weißkohlblätter oder Quarkwickel eingesetzt. Die äußeren Weißkohlblätter werden entsorgt, weil sie zu sehr Pestizid-belastet sein können. Dann werden einzelne Kohlblätter durch Beklopfen oder Auswalzen geöffnet und die Brust wird darin eingehüllt. Man kann die Weißkohlblätter in den BH legen und so befestigen oder im Liegen einfach lose auf die Brust legen. Die Brustwarzen werden ausgespart. Quarkwickel lassen sich mit handelsüblichem Quark aus dem Supermarkt zu Hause herstellen: auf Baumwolltücher dünn Quark aus dem Kühlschrank streichen und die gesamte Brust abdecken – auch hier gilt: Brustwarze und Warzenhof aussparen, weil die empfindliche Haut der Brustwarzen durch die Säuren im Quark angegriffen werden kann. Der Handel bietet fertige Quarkwickel extra für den Brustbereich an: den Quarkpack. Der Quarkpack kann lange Zeit im Schrank bei Raumtemperatur aufbewahrt werden, d.h. man braucht keinen frischen Quark zu Hause. Außerdem hat der Quarkpack eine Form, die speziell für den Brustbereich entwickelt wurde.

Darüber hinaus kann die Brust mit Kühlkompressen gekühlt werden, und zwar sowohl vor als auch nach dem Stillen (Achtung: kein direkter Kontakt zwischen Haut und Eis, da die Haut durch Erfrierung beschädigt werden kann!). Die Kühlung wirkt der Schwellung entgegen. Bei Milchstau und Mastitis wird die Brust vor dem Stillen gewärmt (um den Milchfluss zu fördern) und nur nach dem Stillen gekühlt, aber beim Milcheinschuss wird von einigen Stillberaterinnen auch vor dem Stillen Kühlung empfohlen. Auch hierzu bietet der Handel praktische Kühlkompressen für die Brust mit Aussparung für die Brustwarzen.

Auch Akupunktur linderte in einer Studie die Symptome einer übermässigen Brustdrüsenschwellung. Oxytocinsprays, welche bei schmerzhaften Milchstaus früher häufig angewendet wurden, haben sich in Studien als unwirksam herausgestellt und werden heute nicht mehr angewendet.

Quellen:

  • Kraus B: Anlegen nach mütterlichen und kindlichen Reflexen. Workshop auf dem BDL-Kongress, 25.03.2017
  • Berens P, Brodribb W and the Academy of Breastfeeding Medicine: ABM Clinical Protocol #20: Engorgement, Revised 2016. Breastfeeding Medicine 2016;11(4).
  • Mangesi L, Zakarija-Grkovic I: Treatments for breast engorgement during lactation (Review). Cochrane Database of Systematic Reviews 2016, Issue 6. Art. No.: CD006946.
    DOI: 10.1002/14651858.CD006946.pub3.
  • S3-Leitlinie zur Therapie entzündlicher Brusterkrankungen in der Stillzeit 2013.
  • Scheele M: Stillen bei Erkrankung der Mutter aus frauenärztlicher Sicht. In Stillen und Muttermilchernährung, Grundlagen, Erfahrungen und Empfehlungen; Gesundheitsförderung konkret Band 3, von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.), Köln 2001.
  • Lawrence RA und Lawrence RM: Breastfeeding. A guide for the medical profession. 5. Auflage, 1999, Mosby and 6. Auflage, 2005, Elsevier Mosby

Zu viel Milch: Initialer Milcheinschuss

Lassen Sie das Baby so lange an einer Brust trinken, bis es satt ist. Wenn die Brüste zu voll sind, pumpen Sie etwas ab © evgenyatamanenko – Fotolia.com

Zwei bis drei Tage nach der Geburt ändert sich die Zusammensetzung der Muttermilch von der Vormilch zur Übergangsmilch, die sich in den nächsten zwei Wochen zur reifen Muttermilch entwickeln wird.

Die Milchproduktion steigt, die Brüste vergrössern sich, spannen und schmerzen manchmal.

Diese Brustdrüsenschwellung während dieses sogenannten „initialen Milcheinschuss“ ist weniger auf größere Milchmengen, sondern vor allem auf eine Zunahme der Brustduchblutung und auf Lymphstauungen zurückzuführen. In den ersten sechs Wochen kann es immer wieder zu schmerzenden, übervollen Brüsten kommen, bis sich das Gleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot normalisiert.

1. Eine Milch-Überproduktion in den ersten Wochen nach der Geburt

Brustprobleme am Anfang der Stillzeit, vom verstärkten initialen Milcheinschuss bis hin zu Milchstau, Mastitis oder wunden Brustwarzen, gehören zu den häufigsten spürbaren Stillproblemen, weil sie mit Schmerzen einhergehen. Deswegen sind sie auch meist Ursache für frühzeitiges Abstillen. Eine Milch-Überproduktion ist in den ersten Tagen oder sogar Wochen nach der Geburt nicht ungewöhnlich. Unbehandelt kann sie zu Milchstau, Mastitis oder frühzeitigem Abstillen führen.

2. Was ist zu tun, wenn die Milch überreichlich fließt?

Lassen Sie das Baby so lange an einer Brust trinken, bis es satt ist. Wenn die Brüste zu voll sind, pumpen Sie etwas ab, damit Sie sich Erleichterung verschaffen.

Bei Überproduktion von Muttermilch können Sie einige Tage 2-3 Tassen Pfefferminz- oder Salbeitee trinken.

Wenn der Milchspendereflex überaktiv ist, legen Sie nur eine Seite je Mahlzeit an und lehnen Sie sich beim Stillen zurück, so muss das Baby gegen die Schwerkraft ziehen.

3. Symptome bei starkem Milchspendereflex

Beim verstärkten initialen Milcheinschuss (2. bis 10. Tag) sind die Symptome stärker ausgeprägt:

  • geschwollene Brust
  • Spannungs- und Stauungsgefühl
  • Starke Venenzeichnung
  • Hitzegefühl in der Brust
  • Rötung
  • Die Brust unter der Haut ist knotig
  • leichtes Fieber (< 38,4 Grad)

4. Mögliche Ursachen

Eine nicht vollständige Entleerung der Brust, die falsche Anlegetechnik, ein sehr starker Milcheinschuss oder Stress können zu Milchstau führen. Daraus resultiert eine schmerzhafte und empfindliche Brust, die knotig und gerötet sein kann.

4.1) Unzureichende Entleerung der Brust

Ein überaktiver Milchspendereflex wird oft duch unzureichendes Stillmanagement in den ersten Tagen der Stillzeit verursacht, z.B. spätes und seltenes Anlegen des Babys, zeitliche Begrenzung des Stillens, nicht-korrektes Anlegen des Kindes sowie frühes Zufüttern und Beruhigungssauger.

4.2) Schwerergiebigkeit der Brust

Stress, Angst und Unsicherheit der Mutter sowie Brustschmerzen lösen eine Adrenalinausschüttung aus, wodurch die Bildung und Wirkung von Oxytocin eingeschränkt und der Milchspendereflex gehemmt werden kann. Dadurch resultiert Milchstau in den Alveolen, der zusätzlich Schmerzen verursacht. So geraten stillende Mütter in den Teufelkreis einer gestörten Milchbildung.

4.3) Auslösende Faktoren können sein:

  • wunde, verletzte und schmerzende Brustwarzen
  • verspannte Stillposition
  • Verunsicherung
  • Stress
  • Brustimplantat

5. Maßnahmen bei überaktivem Milchspendereflex

Bevor Sie das Baby an der Brust anlegen, lassen Sie etwas Milch ausfließen: Entleeren Sie den Bereich um den Warzenhof von Hand, damit das Kind genügend Gewebe erfassen kann und nicht nur die Brustwarze in den Mund nimmt.

Bei einem überaktiven Milchspendereflex fließt die Milch so stark, dass das Kind nicht schnell genug schlucken kann. Das Baby schluckt dann sehr viel Luft, was zu Bauchschmerzen und grünem Stuhlgang führen kann.

Lassen Sie das Baby dann häufig aufstoßen. Achten Sie auf korrektes Anlegen des Babys.

Geräusche wie „Schmatzen, Klicken oder Schnalzen“ entstehen oft bei einem unvollständigen Saugschluss bzw. beim Verlust des Vakuums. Wenn sich der Unterkiefer beim Saugen weit nach unten bewegt, dringt Luft ein und verursacht diese Geräusche.

Ein starker Milchfluss kann diese Geräusche ebenfalls verursachen. In diesem Fall zieht das Kind die Zunge etwas zurück und wölbt den hinteren Anteil nach oben, um die Mamille abzudrücken bzw. den Milchfluss etwas zu bremsen, damit es sich nicht verschluckt. Das jedoch kann auch sehr häufig und schnell zu wunden und verletzten Mamillen führen.

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Milchfluss anregen bei zu wenig Muttermilch: Tipps

Kommt beim Stillen zu wenig Muttermilch, müssen Sie sich keine Sorgen machen, denn mit speziellen Tricks können Sie den Milchfluss anregen. Dass es kurzfristig zu einem Engpass kommt, ist ganz normal, muss aber nicht heißen, dass Ihr Baby zu kurz kommt.

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Zu wenig Muttermilch? Daran kann es liegen

Erlebt Ihr Kind gerade einen Wachstumsschub, möchte es besonders oft gestillt werden. Ist dann zu wenig Muttermilch vorhanden, müssen Sie nicht verzweifeln. Fragen Sie sich zunächst, ob Sie momentan sehr gestresst sind – das kann laut dem Online-Magazin „Babycenter“ den Milchfluss behindern. Delegieren Sie dann beispielsweise Haushaltspflichten und versuchen Sie sich ein wenig zu entspannen.

Allgemeine Hinweise für stillende Mütter

Es gibt aber auch andere Gründe, weshalb sich nicht so viel Milch bildet wie gewünscht. Geben Sie Ihrem Kind den Schnuller oder ein Fläschchen? Füttern Sie zu? Beides ist kontraproduktiv, wenn Sie den Milchfluss anregen möchten. Zudem sollten Sie viel Hautkontakt zum Kind herstellen und immer abwechselnd mit beiden Brüsten stillen. Dadurch regen Sie das Interesse des Kindes am Saugen an.

Die wichtigste Regel lautet aber: Stillen Sie so oft wie möglich – egal, ob tagsüber oder in der Nacht, denn jedes Mal, wenn das Baby an Ihren Brustwarzen nuckelt, wird der Milchfluss angeregt. Gleiches gilt, wenn Sie vor dem Stillen für einige Minuten feuchtwarme Umschläge auf die Brust legen. Hebammen empfehlen bei zu wenig Muttermilch außerdem, die Brust regelmäßig in sanften, kreisenden Bewegungen zu massieren.

Mit der richtigen Ernährung den Milchfluss anregen

Auch mit der richtigen Ernährung können Sie den Milchfluss anregen. Grundsätzlich sollten Sie viel trinken – etwa zwei bis drei Liter pro Tag. Als Getränke eignen sich Wasser, Milchbildungstee mit Bockshornklee, Kreuzkümmel-, Anis-, Kümmel- oder Fencheltee und sogar Malzbier.

Übertreiben Sie es damit jedoch nicht, da einige Säuglinge von der Hefe Blähungen bekommen. Auf Salbei- oder Pfefferminztee sollten Sie in der Stillzeit lieber ganz verzichten, da diese Kräuter dazu führen können, dass Sie zu wenig Muttermilch produzieren. Alkohol ist ebenfalls tabu.

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Verwenden Sie beim Kochen viele Vollkornprodukte wie Brot, Reis, Grieß und Haferflocken aus dem ganzen Korn – diese enthalten ebenso wie Malzgetränke und Hefe viel Vitamin B, was sich positiv auf die Milchbildung auswirken kann. Die gleiche Eigenschaft wird Nüssen und Mandeln zugeschrieben.

Das Baby ernähren, wenn das Stillen noch nicht klappt

Autorin: Diane Wiessinger, IBCLC
Ein mögliches Vorgehen bei der Ernährung Deines Neugeborenen, wenn es mit dem Trinken an der Brust (noch) nicht klappt:

Zu Beginn – Hautkontakt

Bleibe nach der Geburt im kontinuierlichen Haut-zu-Haut-Kontakt. Das ist oft das Einzige, was notwendig ist, um das Stillen zu unterstützen.

Auch Babys, die bis dahin noch nie an der Brust waren, bewegen sich selbständig zur Brust, wenn sie auf dem Bauch ihrer Mutter liegen (vor allem, wenn die Mutter während der Geburt keine Schmerzmittel erhalten hat).

Viele dieser selbst-gesteuerten Babys beginnen dann von ganz alleine oder mit wenig Hilfe an der Brust zu trinken.

Wenn Du bei der Geburt Schmerzmittel erhalten hast – Streiche gegen Ende der 1. Stunde Kolostrum aus

Bleibe weiter im konstanten Haut-zu-Haut-Kontakt.

Erfahrungsgemäß ist für diese erste Mahlzeit viel mehr Kolostrum („Vormilch“) vorhanden als für die nachfolgenden Mahlzeiten. Normalerweise würde sich das Neugeborene diese große Portion selbst aus der Brust holen.

Wenn Du aber Schmerzmittel bekommen hast, ist es wahrscheinlich, dass Dein Baby dafür einige Zeit lang Hilfe benötigt.

Ihm jetzt eine größere Menge Kolostrum zu geben, kann das Risiko verringern, dass ihm später künstliche Säuglingsnahrung zugefüttert werden muss.

In dieser frühen Zeit kann das Entleeren der Brüste mit einer Pumpe für Dich funktionieren, aber das Kolostrum mit der Hand auszustreichen ist viel weniger aufwändig.

Nach etwa 6 Stunden – Beginne mit Handentleerung

Bleibe weiter im Haut-zu-Haut-Kontakt.

Streiche mit der Hand Kolostrum in einen Plastiklöffel aus und fütter Dein Baby alle 2-3 Stunden mit dem Löffel und außerdem jedes Mal, wenn einer von Euch beiden in der Nacht wach wird.

Neugeborene nehmen an ihrem ersten Lebenstag sehr kleine Nahrungsmengen auf und Du kannst ihm auf diese Weise recht schnell eine gute Portion füttern, während es weiter mit Dir kuscheln kann.

Deine Brüste zu entleeren ist in dieser Zeit genauso wichtig, wie dem Baby Deine Milch zu füttern.

Nach 24 Stunden, oder früher – Weiter von Hand ausstreichen und eventuell pumpen

Setze den Haut-zu-Haut-Kontakt fort.

Betrachte Tag 2 als den „Kalibrierungs-Tag“, d.h. der Tag, an dem die Brustdrüsen anfangen sich auf ihre künftige Produktionsmenge einzustellen.

Entleere Deine Brüste weiter von Hand und erwäge mit dem Abpumpen mit einer elektrischen Klinikpumpe anzufangen, 8-10x in 24 Stunden.

Erwarte am Anfang keine großen Mengen beim Abpumpen – vielleicht sind es nur ein paar Tropfen, die in der Brustglocke hängen bleiben. Du kannst sie mit dem sauberen Finger aufnehmen und direkt auf die Lippen Deines Babys geben.

Streiche weiter Dein Kolostrum mit der Hand in den Plastiklöffel aus, solange dies für Dich effektiver ist.

Die dicke, klebrige Konsistenz des Kolostrums und sein relativ geringes Volumen machen es am Anfang schwierig, mit einer Pumpe etwas heraus zu holen.

Höre mit dem Ausstreichen von Hand auf, sobald das Pumpen effektiver wird. Die zusätzliche Entleerung und die Massage durch das Pumpen sorgt für noch mehr Milch in den kommenden Tagen.

Füttere Dein Baby mit einer Pipette, Spritze oder einem Becher.

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Wenn die Milchmenge zunimmt und der Entlassungstermin naht – Stillhütchen/Flasche, Pumpen, Handentleerung

Setze den Haut-zu-Haut-Kontakt weiter fort.

Pumpe 8x oder öfter in 24 Stunden und streiche anschließend die noch in den Brüsten verbliebene Milch von Hand aus.

Zieh den vorübergehenden Einsatz von Stillhütchen in Betracht, um das Andocken zu unterstützen.

Wenn das Andocken mit Stillhütchen nicht erfolgreich ist oder dabei kein ausreichender Milchtransfer stattfindet, überlege die abgepumpte Milch vorübergehend mit einer Flasche zu füttern, um die Fütterung zu beschleunigen.

Sobald die Milchmenge ansteigt, kann eine Flasche der stressärmste Weg für die Mahlzeiten sein, die (noch) nicht an der Brust stattfinden.

Wenn Deine Milchmenge noch nicht mehr geworden ist, könnte von Hand auszustreichen für Dich weiterhin effektiver sein, als eine Pumpe einzusetzen.

Wenn Deine Milchmenge erst einmal größer und Deine Milch dünnflüssiger ist, geht Pumpen oft schneller als die Entleerung mit der Hand, sollte es aber nicht vollständig ersetzen.

Nach der Entlassung – Stillhütchen/Flasche, Pumpen, Handentleerung, Unterstützung, Geduld, Zuversicht

Bleibe so viel wie möglich im Haut-zu-Haut-Kontakt.

Entleere Deine Brüste 8x oder öfter in 24 Stunden.

Reduziere die Häufigkeit allmählich, wenn Dein Baby anfängt an Deiner Brust zu trinken.

Versuche nach und nach eine, später zwei Mahlzeiten im Voraus im Kühlschrank aufzubewahren, um ein „Sicherheitspolster“ zu haben.

Bis Du diesen Vorrat angelegt hast, kann es einige Zeit dauern. 1-2 Tage lang 10x am Tag zu pumpen wird dabei behilflich sein.

Such Dir Hilfe durch eine Stillexpertin.

Wenn Dein Baby nicht an der Brust trinkt, fahre für die ersten 2 Wochen fort, mindestens 8x am Tag zu pumpen und anschließend noch die restliche Milch von Hand auszustreichen, um den „Regler“ hoch einzustellen. (10x am Tag wäre großartig, ist aber schwierig. 6x am Tag ist absolutes Minimum.)

Es ist einfacher, eine zu große Milchmenge zu reduzieren, als eine zu geringe Milchmenge zu erhöhen.

Babys brauchen manchmal Wochen um effektiv zu stillen, aber so gut wie alle können es schaffen, wenn die Mutter ihre Milchmenge aufrecht erhält.

Wenn es möglich ist, einem Tiger beizubringen durch einen brennenden Reifen zu springen, können wir einem Baby allemal helfen, das zu tun, wofür es sowieso bestimmt ist!
Original: Nonlatchprotocol von Diane Wiessinger, IBCLC,
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, Juli 2014
Foto: Jason Hutchens via photopin cc

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Stillen lernen

Stillen ist unbestritten das Beste für Ihr Baby

Stillen ist Ernährung, Nähe, Geborgenheit, Wärme, Zärtlichkeit und der Duft von Mama und der weichen, warmen Brust. Es ist das Stillen von vielen Bedürfnissen – längst nicht nur des Hungers. Daher auch der Begriff. Gewiss ist es auch die Erinnerung Ihres Babys an die Zeit in Ihrem Bauch, an die Zeit der körperlichen Verbindung zwischen Ihnen beiden. Und nicht zu vergessen: Stillen ist nichts Unnormales oder Außergewöhnliches. Es ist schlicht die ganz natürliche Ernährung für Menschenkinder. Ganz normal.

Besonderheiten der Muttermilch

Man nennt sie auch „weißes Blut“ und „Mutters Gold“. Lässt man sich das durch den Kopf gehen, leuchtet schnell ein, warum: Sie ist kostbar wie Blut, ein Schatz wie Gold und ein Saft des Lebens als Basis für ein gesundes Aufwachsen Ihres Babys. Stillen senkt nachweislich das Allergierisiko und das Risiko für chronische Atemwegserkrankungen Ihres Babys. Außerdem besteht für Sie persönlich ein signifikant geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Dieses Risiko minimiert sich sogar je länger Sie stillen.

Nahrung nach Maß

Muttermilch ist für jedes einzelne Baby vollkommen individuell zusammengesetzt. Je nachdem, wie der Bedarf an Nährstoffen gerade ist. Nie wieder im Leben wird man wohl ein so maßangefertigtes Lebensmittel zu sich nehmen! Insgesamt können Sie sich sicher sein, dass die Natur das Stillen ernährungsphysiologisch nur mit Vorteilen für Sie und Ihr Baby gesegnet hat.

Vorbereitung auf die Stillzeit kann Ihnen helfen

Sicher haben Sie auch schon über Ihren persönlichen Stillwunsch nachgedacht. Oft fragen die Mamis, was sie tun müssen, um sich bereits in der Schwangerschaft auf die Stillzeit vorzubereiten.

Die Brustwarzen müssen nicht gezielt abgehärtet werden. Sie werden sich im Laufe der Stillzeit von allein an die vermehrte Belastung gewöhnen. Aber auch der Kopf spielt beim Stillen eine Rolle: Sind Sie unsicher, haben Sie Angst, sehr viel Stress oder Kummer? Die Brust merkt alles. Sozusagen ein Gradmesser Ihres Wohlbefindens. Daher ist es von großem Vorteil, sie beschäftigen sich bereits im Laufe Ihrer Schwangerschaft mal mit dem Thema Stillen und notieren sich alles, was Ihnen zum Thema Stillen unter den Nägeln brennt. Es gibt keine dummen Fragen. Denken Sie daran, dass es Ihnen einfach Sicherheit gibt, viel zu wissen. Um eventuelle Bedenken oder Fragen zu äußern, sprechen Sie am besten mit Ihrer Hebamme, die Sie im Wochenbett und der Stillzeit begleitet.

Aber was ist, wenn die Milch nicht reicht?!

Einer der schlimmsten Gedanken für alle Eltern ist der, dass ihr Kind nicht satt wird, Hunger hat und deshalb weint. Völlig verständlich! Wer will das schon? Trotzdem: Haben Sie keine Angst vor dem Spukgespenst „zu wenig Milch“! Es ist medizinisch betrachtet extrem selten, dass der Körper einer Frau aufgrund von Erkrankungen tatsächlich zu wenig Milch produziert, um das Kind zu sättigen – die Zahl liegt bei 1-2%. Oftmals sind „zu wenig Milch“-Gefühle mit ein wenig Unterstützung gut zu lösen und das Stillen wird gar nicht beeinträchtigt.

Keine Panik – die Natur hat vorgesorgt

Nehmen Sie sich selbst den Stress, indem Sie einfach davon ausgehen, dass Sie Ihr Kind ganz allein ausreichend ernähren können. Denn das können Sie. Sie haben genug Milch, auch wenn Sie das Gefühl haben, es gibt Tage, an denen Ihr Kind alle halbe Stunde trinken möchte. Das hat mit Wachstums-und Entwicklungsschüben Ihres Lieblings zu tun. Es kurbelt die Milchproduktion an, denn diese richtet sich nach der Nachfrage. Wird mehr gefordert, wird die Brust mehr produzieren.

Ihre Milch wird Ihrem Kind immer das Allerbeste geben, was es bekommen kann, denn ein weiblicher Körper ist in aller Regel mit allem ausgestattet, was benötigt wird, um ein Baby in sich wachsen zu lassen und es danach zu stillen. Die Natur ist wahnsinnig klug. Sie schenkt uns Frauen ja keine Babys und hat dann aber vergessen, wie Sie sie auch groß kriegen. Haben Sie Vertrauen!

Wie fange ich an? So geht Stillen

Für einen guten Stillstart empfiehlt es sich, dass Baby direkt nach der Geburt nackt auf Ihre nackte Brust zu legen und solange ausgiebig zu kuscheln, bis es das erste Mal an der Brust getrunken hat. Lässt man die Kinder, robben sogar die Kleinsten nach der Geburt ganz selbstständig zur Mutterbrust. Auch wenn Sie einen Kaiserschnitt haben sollten, können Sie mit dem Klinikpersonal besprechen, dass es Ihnen wichtig ist, Ihr Baby sofort bei sich zu haben. An der Brust angekommen bekommt Ihr Baby das Kolostrum.

Was ist eigentlich das Kolostrum?

Vielleicht haben Sie ja schon einmal gehört, dass es sich dabei um Vormilch handelt. Kolostrum ist trotz des Namens richtige Milch – nämlich Milch, die eine Vielzahl von Immunstoffen enthält und die optimale Zusammensetzung für Ihr gerade geborenes Kind hat. Kolostrum ist extrem nahrhaft und enthält viele Kalorien, so dass auch die kleinen Mengen, die Sie sehen, Ihrem Baby ausreichen bis die reifere Muttermilch nach 2-3 Tagen einschießt. Auch wenn Sie den Eindruck haben, es seien nur Tropfen an Vormilch da – diese reichen Ihrem Baby aus. Die Natur hat vorgesorgt und Ihrem Baby Energiereserven mitgegeben.

Wie geht’s dann weiter?

Die beste Art und Weise, Ihr Baby so viel Vormilch wie möglich trinken zu lassen und gleichzeitig die Milchproduktion in Gang zu bekommen, ist denkbar einfach: Legen Sie Ihr Baby so oft an die Brust, wie es geht und wie es möchte. Tun Sie nach der Geburt nichts außer stillen und chillen. Mama ins Bett, Baby zur Mama ins Bett und los geht die Milchparty!

Aller Anfang ist schwer… oder kann zumindest etwas holprig sein

Bestimmt denken Sie nun: „Autsch, das wird sicher schmerzhaft, wenn meine Brüste plötzlich so beansprucht werden“. Es ginge ein bisschen an der Realität vorbei, Ihnen weismachen zu wollen, Stillen sei vom ersten Moment an eine rosarote und völlig schmerzlose Angelegenheit.

Durchhalten lohnt sich

Wenn Sie noch nie gestillt haben, werden Sie eine derartige Nuckel-Frequenz noch nie an Ihrer Brust gehabt haben. Daher ist es klar, dass es ungewohnt und auch mal unangenehm ist. Vielleicht sogar mal richtig nervtötend oder zum Weinen. Aber nun kommt das Licht am Ende des Tunnels: In der Regel sind es nur etwa die ersten zwei, drei Wochen, die hart sein können, nicht müssen. Halten Sie durch! Es lohnt sich! Nach diesen Anfangswochen ist Stillen für Sie beide so wie Auto fahren nach einigen Jahren: Man tut die Handgriffe völlig automatisiert, denkt gar nicht mehr darüber nach, wie es funktioniert und bekommt Spaß daran.

Die richtige Stillposition

Wichtig, um wunde oder extrem schmerzende Brustwarzen zu vermeiden, ist eine korrekte Anlegetechnik: Das Baby sollte mit Ihnen z.B. Bauch-an-Bauch positioniert werden und möglichst viel vom Warzenhof in den Mund nehmen. Nicht nur die Brustwarze! Andere Stillpositionen zeigt Ihnen Ihre Hebamme auch gerne zu Hause. Am Anfang Ihrer Stillbeziehung sollten Sie wirklich penibel darauf achten, dass Ihr Baby richtig angelegt ist. Später wird es Ihnen in Fleisch und Blut übergegangen sein – und Ihrem Baby auch.

Glukose, Tee, Fläschchen-Nahrung – alles nicht nötig!

Die große Angst vieler Eltern, ihr kleines, zartes und noch hilfloses Baby könne nicht satt werden, kann einen schon in der Geburtsklinik übermannen. Manchmal auch in Gestalt einer strengen Oberschwester, die mit der Gewichtsabnahme des Kindes das Damokles-Schwert schwingt. Noch mehr steigert sich die Angst, wenn wenig Vormilch zu sehen ist und die Brust keine fröhlichen Springbrunnen produziert, wenn man sie nur anschaut.

Natur ist Trumpf

Unbestritten kann es Situationen geben, die ein Zufüttern rechtfertigen. Aber die Regel sieht anders aus. Haben Sie als gesunde Frau ein normalgewichtiges Babylein in der Nähe Ihres errechneten Entbindungstermins geboren und Sie möchten es stillen, dann geht es einfach los – und zwar mit Muttermilch. Stillen, stillen, stillen. Egal wie oft, egal was die Uhr sagt. Solange es sich für Sie gut anfühlt, ist alles richtig. Es ist nicht nötig, Fläschchennahrung, Tee oder Glukoselösung zuzufüttern. Im Gegenteil: Ein fremder Sauger kann Ihr Baby auch verwirren und es danach schlechter an der Brust trinken lassen. Ist Ihr Baby geboren, ist sein Magen in etwa so groß wie eine kleine Murmel – da geht sowieso nur Ihre Vormilch rein. Und die reicht!

Stillen ist natürlich! Aber nicht verpflichtend und kein Mama-Wettbewerb.

Es steht ja bereits oben: Stillen ist die von der Natur vorgesehene Ernährung für Menschenkinder. Das ist so, aber in Zeiten der Fläschchen-Nahrung stehen jeder Frau Wahlmöglichkeiten offen: Jede Frau kann ganz persönlich für sich entscheiden, ob sie stillen oder Ihr Baby mit Milch aus dem Fläschchen füttern möchte. Oder ob sie den Mittelweg geht: Milch abpumpen und diese per Fläschchen (oder Becher, Löffel, Fingerfeeder) füttern.

Keine Frau ist eine bessere oder schlechtere Mutter, weil sie stillt oder nicht stillt. Das hängt von so viel mehr Dingen ab! Die Beziehung zwischen Mama und Baby (oder Papa und Baby) kann ebenso liebevoll sein, wenn es Fläschchen-Milch bekommt. Nur Sie treffen die Entscheidung, denn Sie sind es auch, die damit leben muss. Jeder andere kann Ihnen kluge Hinweise geben, aber in Ihnen drin stecken nur Sie. Machen Sie das Stillen nicht zu einem Dogma in Ihrem Kopf. Möchten Sie stillen, dann stillen Sie mit ganzem Herzen. Möchten Sie es nicht, dann lassen Sie es – auch mit ganzem Herzen.

Sie sind nicht allein!

Sie werden jederzeit Unterstützung beim Stillen bekommen können. Entweder durch erfahrenes Personal auf der Entbindungsstation Ihrer Geburtsklinik oder nach Ihrer Entlassung durch Ihre Hebamme, die Sie zu Hause besucht. Scheuen Sie sich nicht zu fragen! Woher sollen Sie alles wissen? Dafür ist das Fachpersonal da. Und ein Ratgeber ist noch zusätzlich da: Ihr Bauchgefühl. Hören Sie ihm zu! Es ist intuitiv und weiß auch oft, was zu tun ist.

Zusätzlich zu Hebammen und Krankenschwestern gibt es speziell weitergebildete Stillberaterinnen, also Experten zum Thema Stillen. An vielen Orten gibt es auch Stillgruppen, die sich regelmäßig treffen. Es ist schön, sich mit Müttern in ähnlichen Situationen und mit ähnlichen Gefühlen und Gedanken auszutauschen und bei Problemen Rat zu bekommen. Hier finden Sie Informationen zu Stillgruppen und Kontaktdaten von Stillberaterinnen: www.afs-stillen.de

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Seien Sie sicher, Stillen ist für Mutter und Kind ein Lernprozess. Geben Sie sich etwas Zeit, sich aufeinander einzustellen und lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn mal etwas nicht sofort reibungslos läuft. Es wird werden!

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