Magnesium in der schwangerschaft

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Magnesium in der Schwangerschaft

Schwangerschaft mit Komplikationen

Manchmal ist aus medizinischen Gründen die zusätzliche Einnahme von Magnesium in der Schwangerschaft ratsam. So wird der behandelnde Arzt bei bestimmten Komplikationen oder nachgewiesenem Mangel der Schwangeren Magnesiumpräparate verschreiben. Solche Komplikationen können sein:

  • Wadenkrämpfe
  • vorzeitige Wehen
  • Präeklampsie

Wadenkrämpfe: Leiden Schwangere häufig an (nächtlichen) Wadenkrämpfen, kann ein Magnesiummangel vorliegen. Nahrungsergänzungsmittel oder verschreibungspflichtige Arzneipräparate mit Magnesium lindern die Beschwerden.

Vorzeitige Wehen unterscheiden sich von normalen Wehen. Sie treten über einen längeren Zeitraum und in kurzen Abständen auf. Wenn der errechnete Geburtstermin noch zu weit entfernt ist, sollten Schwangere dann rasch einen Arzt aufsuchen! Das Kind kann ansonsten zu früh auf die Welt kommen. Gegen vorzeitige Wehen werden häufig Magnesiumpräparate und viel Ruhe und Entspannung verordnet.

Eine Präeklampsie („Schwangerschaftsvergiftung“) zeichnet sich unter anderem durch Bluthochdruck, Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) und Proteinurie (erhöhte Ausscheidung von Eiweißen über den Urin) aus. Bei einer schweren Präeklampsie drohen Frühgeburt, Mangelentwicklung oder der Tod des Ungeborenen. Bei der Schwangeren selbst können neurologische Störungen und Kampfanfälle auftreten. Diese lebensbedrohliche Komplikation der Präeklampsie wird Eklampsie genannt. Zur Vorbeugung der Krampfanfälle erhalten betroffene Frauen Infusionen mit Magnesium.

Wie wirkt sich ein Mangel von Magnesium aus?

Magnesium wird insbesondere für den Eiweiß- und Fettstoffwechsel sowie den Knochenaufbau benötigt. Wenn über die Nahrung nicht ausreichend Magnesium zugeführt wird, kann sich das zum Beispiel in vermehrten Muskelkrämpfen oder Stoffwechselstörungen äußern.

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Darum ist eine ausreichende Zufuhr Magnesium in der Schwangerschaft wichtig:

  • Der Bedarf an Magnesium steigt im Laufe der Schwangerschaft. Es tritt eher an Magnesiummangel auf.
  • Magnesiummangel kann zu Muskelkrämpfen oder Verstopfung führen, aber auch im akuten Fall eine Fehl- oder Frühgeburt begünstigen.
  • Magnesium wird auch vorbeugend zur Wehenhemmung verschrieben.
  • Intravenös verabreicht kann Magnesium Bluthochdruck positiv beeinflussen.

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Magnesiumbedarf von Schwangeren

Schwangere und stillende Frauen haben einen erhöhten Bedarf an Magnesium. Im Laufe der Schwangerschaft steigt dieser noch an. Gleichzeitig scheiden Schwangere vermehrt Magnesium aus. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Schwangeren über 19 Jahren eine tägliche Zufuhr von 310 Milligramm. Schwangere unter 19 Jahren sollten 350 Milligramm Magnesium am Tag zu sich nehmen. Bei Stillenden liegt der Bedarf an Magnesium sogar bei 390 Milligramm täglich.

Ein Kombinationspräparat mit Folsäure und Magnesium kann sinnvoll sein. Vielen Frauen wird auch die zusätzliche Einnahme von Eisen in der Schwangerschaft geraten. Da sich Eisen und Magnesium gegenseitig bei der Aufnahme durch den Körper behindern können, sollten mindestens zwei Stunden zwischen den Einnahmen der Präparate liegen.

Magnesiummangel bei Schwangeren

Ein leichter Magnesiummangel bei Schwangeren ist in der Regel nicht problematisch und kann über die Ernährung oder über ein vom Arzt oder der Ärztin empfohlenes Magnesiumpräparat ausgeglichen werden. Ein andauernder, sehr hoher Magnesiummangel in der Schwanerschaft kann in seltenen Fällen zu einer verzögerten Entwicklung des Fötus oder vorzeitiger Wehentätigkeit führen. Viele Ärzte verschreiben daher Magnesiumpräparate zur Vorbeugung von Fehl- oder Frühgeburt.

Wie äußert sich Magnesiummangel?

Magnesiummangel kann sich bei schwangeren Frauen vor allem in Form von Wadenkrämpfen oder Verdauungsstörungen (Verstopfung) äußern. Erste Hinweise sind nächtliche Wadenkrämpfe. Sie sollten diese unbedingt mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin besprechen. Ein fortschreitender, unbehandelter Magnesiummangel erhöht das Risiko für eine Frühgeburt oder Fehlgeburt.

Wehenhemmung mit Magnesium

Magnesium wirkt sich entspannend auf die Muskulatur aus. Es wird daher auch zur Hemmung von vorzeitigen Wehen eingesetzt. Schwangere, die ein erhöhtes Risiko für Früh- oder Fehlgeburten haben, erhalten Magnesium häufig vorbeugend.

Magnesium gegen Bluthochdruck und bei Eklampsie

Magnesium wird auch als Medikament gegen Bluthochdruck in der Schwangerschaft (meist intravenös) verabreicht. Es wird außerdem bei Eklampsie eingesetzt. Bei der Eklampsie kommt es plötzlich zu heftigen Krampfanfällen. Sie tritt im Rahmen einer Praeklampsie auf beziehungsweise ist eine Folge von Praeklampsie. Eklampsie tritt vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel oder kurz nach der Geburt auf. Gegen die Krampfanfälle wird intravenös Magnesiumsulfat gegeben. Eklampsie ist in Ländern mit guter Schwangerschaftsvorsorge eine sehr seltene Erkrankung.

Wann kann man Magnesium in der Schwangerschaft einnehmen?

Bei Übelkeit und Erbrechen – vor allem in der Frühschwangerschaft – sowie dem behandlungsbedürftigen übermäßigem Erbrechen in der Schwangerschaft (Hyperemesis gravidarum) kann es ratsam sein, die verlorenen Elektrolyte (Kalium, Natrium und Magnesium) wieder zuzuführen.

Bei übermäßigem Sodbrennen (Reflux) in der Schwangerschaft können Kombinationspräparate aus Aluminium-, Magnesium- und Kalziumsalzen helfen, die Magensäure zu neutralisieren.

Nehmen Sie Nahrungsergänzungsmittel oder frei verkäufliche Medikamente in der Schwangerschaft bitte grundsätzlich nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin ein.

Magnesiummangel vorbeugen

Viele Menschen in Deutschland leiden an einem Magnesiummangel – häufig, ohne es zu wissen. Magnesium kann über die Nahrung normalerweise in ausreichender Menge zugeführt werden. Besonders reich an Magnesium sind:

  • Milch und Milchprodukte
  • Sonnenblumen- und Kürbiskerne
  • Grünes Gemüse
  • Beeren
  • Bananen
  • Nüsse und Mandeln
  • Vollkornprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Haferflocken
  • Mineralwasser mit hohem Magnesiumanteil

In Schokolade ist besonders viel Magnesium enthalten: in einer Tafel zwischen 80 und 100 Milligramm. Vor allem dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil können Sie also ohne schlechtes Gewissen hin und wieder naschen, um Ihrem Magnesiumhaushalt etwas Gutes zu tun.

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Magnesiummangel während der Schwangerschaft

Warum ist Magnesium wichtig?

Die Mineralstoffe Kalzium und Magnesium arbeiten gewissermaßen zusammen: Während das Magnesium die Muskeln entspannt, regt sie Kalzium zum Zusammenziehen an. Darüber hinaus ist Magnesium bei zahlreichen Stoffwechselprozessen unverzichtbar. Für viele Enzyme dient es als eine Art Katalysator und es ist beispielsweise an der Blutzuckerregulation beteiligt.

Wissenschaftler sind sich einig: Magnesiummangel während der Schwangerschaft kann unter ungünstigen Umständen zum Zusammenziehen der Gebärmutter und damit schlimmstenfalls zu einer Früh- oder Fehlgeburt führen.

Magnesiummangel: allgemeine Symptome

Nicht nur während der Schwangerschaft ist Magnesium an so vielen verschiedenen Prozessen im Körper beteiligt, dass sich auch die Mangelerscheinungen auf unterschiedlichste Art und Weise bemerkbar machen:

  • Muskelkrämpfe, wobei nicht nur die klassischen Wadenkrämpfe gemeint sind. Dazu gehören auch Bauchkrämpfe, Herzrhythmusstörungen (das Herz ist ein Muskel) oder Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich.
  • Auch die Gebärmutter besteht zu einem großen Teil aus Muskelgewebe, das sich bei akutem Magnesiummangel unkontrolliert verkrampfen kann.
  • Neurologische Störungen in den Gliedmaßen, wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle.
  • Manchmal verursacht Magnesiummangel auch leichte psychische Probleme, wie depressive Verstimmungen, Reizbarkeit oder gesteigerte Unruhe.
  • Durch Mangel an Magnesium hervorgerufener Bluthochdruck und damit einhergehende Schwindelgefühle sind selten. Sie stellen jedoch ernsthafte Beschwerden dar, die gerade während der Schwangerschaft einer dringenden Therapie bedürfen.

Mögliche Ursachen des Magnesiummangels

Neben einer ungesunden Ernährung mit überwiegend „Fast Food“ spielt bei zu niedrigen Magnesiumwerten vor allem die jahrelange Einnahme der Antibabypille eine wichtige Rolle. Sie führt bei vielen Frauen nämlich dazu, dass es über die Nieren zu einer vermehrten Magnesiumausscheidung kommt und sich somit im Laufe der Jahre ein gewisses Magnesium-Defizit entwickelt. Aber auch Stress sowie extreme körperliche Belastung, etwa durch Hochleistungssport, können einen erhöhten Magnesiumbedarf zur Folge haben.

Bei schwangeren Frauen tragen die Schwangerschaftshormone zusätzlich dazu bei, dass verstärkt Magnesium ausgeschieden wird. Die dadurch mehr benötigte Menge kann über die normale Ernährung nicht mehr aufgenommen werden. Magnesiummangel droht.

Wie gefährlich ist Magnesiummangel in der Schwangerschaft?

Neben Schlafstörungen, Nervosität und andauernder Müdigkeit ist vor allem die erhöhte Krampfneigung ein Grund, weshalb Schwangere auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr achten sollten. Gefährlich sind vor allem die Gebärmutterkrämpfe, die unerwartet und viel zu früh Wehen auslösen können.

Möglichkeiten, Magnesiummangel zu vermeiden

Der Durchschnittbedarf einer erwachsenen Frau beträgt etwa 300 Milligramm Magnesium pro Tag. In der Schwangerschaft steigt dieser Wert auf bis zu 500 Milligramm täglich an. Einerseits benötigt die Mutter infolge der hormonellen Veränderungen und größeren körperlichen Belastung mehr Magnesium. Zusätzlich beansprucht auch das Baby seinen Anteil zum Aufbau der Knochen.

Die meisten Frauenärzte empfehlen deshalb eine präventive Einnahme von Magnesiumpräparaten. Zur genauen Art und Dosierung sollte sich die Frau eingehend von ihrem behandelnden Arzt beraten lassen. Die Furcht vor Überdosierung ist allerdings zumeist unbegründet, weil der Körper überschüssige Mengen einfach über die Nieren wieder ausscheidet.

Zusätzlich sollte jede werdende Mutter selbstverständlich auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten. Das in den Lebensmitteln enthaltene Magnesium lässt sich außerdem leichter und besser vom Körper verwerten. Der Verzehr von viel grünem Gemüse, Vollkornprodukten, Bananen, Kiwis, Trauben, Nüssen und Milchprodukten hilft, akutem Magnesiummangel auf natürliche Art vorzubeugen.

Tipp: Magnesiumhaltiges Mineralwasser kann ebenfalls zur Versorgung mit ausreichenden Mengen dieses wichtigen Mineralstoffs beitragen.

Magnesium: Erste Hilfe bei Verstopfung während der Schwangerschaft

Viele schwangere Frauen leiden hormonell bedingt unter Verstopfung. Das Schwangerschaftshormon Progesteron entspannt nämlich nicht nur die Gebärmutter, sondern auch den Darm. Außerdem benötigen Darmmuskelzellen Magnesium, damit sie reibungslos funktionieren. Sofern die werdende Mutter unter Magnesiummangel leidet und vielleicht noch ein Eisenpräparat einnehmen muss, verstärkt sich das Verstopfungsproblem also noch.

Deshalb verwundert es nicht, dass Magnesiumpräparate nicht nur ein Magnesiumdefizit beseitigen, sondern in ausreichender Menge auch einem trägen Darm auf die Sprünge helfen können. Anders als viele handelsübliche Abführmittel sind die, zusätzlich dem Organismus zugeführten, Magnesiumverbindungen für das ungeborene Baby unschädlich. Wird mehr Magnesium zugeführt, als der Darm aufnehmen kann, wird es einfach wieder ausgeschieden.

Achtung: Sofern sich die Frau bezüglich des gegen Verstopfung am besten geeigneten Präparates und der richtigen Dosis unsicher ist, sollte sie sich nicht scheuen, ihren Arzt oder die Hebamme um Rat zu fragen. Sie darf dabei ruhig auch von sich aus das Thema „Magnesium“ ansprechen.

Wann ist ein Arztbesuch sinnvoll?

Die meisten Gynäkologen und Hebammen sprechen das Thema bereits von sich aus während der Vorsorgeuntersuchungen an und stehen der Frau gleich zu Beginn ihrer Schwangerschaft beratend zur Seite. Viele empfehlen vorbeugend ein entsprechendes Präparat gegen Magnesiummangel als Brausetabletten, Trinkgranulat oder Kapseln.

Geschieht das nicht, oder treten Beschwerden wie Wadenkrämpfe, Muskelzuckungen oder Verspannungen auf, sollte die Frau unbedingt nachfragen, sich eingehend beraten und entsprechende Produkte empfehlen lassen.

Magnesium in der Schwangerschaft: Deshalb ist es so wichtig

Viele werdende Mamis klagen in der Schwangerschaft über Wadenkrämpfe, manche leiden auch verstärkt unter Bauchkrämpfen. Schuld kann eine Unterversorgung mit dem Mineralstoff Magnesium sein.

Darum ist Magnesium in der Schwangerschaft so wichtig

Magnesium ist zwar ein nicht so bekannter, dafür aber umso wichtigerer Mineralstoff. Der Körper benötigt ihn für verschiedene Stoffwechselprozesse sowie zum Aufbau von Knochen. Auch beim Nervensystem sowie bei Wachstumsprozessen wirkt Magnesium mit.
Klar, dass es da in der Schwangerschaft dringend benötigt wird. Das Baby muss schließlich wachsen, Knochen, ein Gehirn sowie Nervenbahnen entwickeln.

Wie viel Magnesium wird in der Schwangerschaft gebraucht?

Eine erwachsene Frau benötigt 300 Milligramm Magnesium am Tag, gemäß den Empfehlungen der DGE. In der Schwangerschaft steigt der Wert leicht an: auf 310 Milligramm am Tag. Speziell um die 22. Schwangerschaftswoche ist der Magnesiumbedarf erhöht, was unter anderem an der Umstellung der Hormone liegt.
Die sorgen dafür, dass vermehrt Magnesium über den Urin ausgeschieden wird. Auch Stress kann zu einem erhöhten Mineralstoffbedarf führen. Der erhöhte Bedarf kann in der Regel über magnesiumreiche Lebensmittel gedeckt werden.

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Kann zu viel Magnesium in der Schwangerschaft schaden?

Ohne ärztlichen Rat sollten Schwangere nicht zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen. Denn ein Zuviel an Magnesium ist in der Schwangerschaft auch nicht gut. Speziell gegen Ende kann der Mineralstoff die Wehen verhindern oder hemmen.
Hat der Arzt euch ein Nahrungsergänzungsmittel verordnet, dann achtet darauf, es nicht zeitgleich mit dem Eisenpräparat einzunehmen, das ihr vielleicht auch schlucken müsst. Gemeinsam eingenommen, wird die Aufnahme behindert. Plant einen Zeitabstand von mindestens zwei Stunden ein.

Zeichen für einen Magnesiummangel

Typische Anzeichen für einen Magnesiummangel sind Wadenkrämpfe. Manche Frauen klagen auch über Bauchkrämpfe. In der Schwangerschaft kann ein Mangel zudem zu Fehlgeburten oder frühzeitigen Wehen führen.

Gute Magnesiumlieferanten sind Fleisch und Fisch, Milchprodukte, Obst, Kartoffeln, sowie beim Gemüse Kohlrabi, Fenchel, Brokkoli. Und nicht zu vergessen: Auch Mineralwasser kann einiges an Magnesium enthalten. Schaut euch mal die Zusammensetzung beim nächsten Einkauf genauer an.

Quellen & Informationen:

  • Deutsche Gesellchaft für Ernährung e.V.
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

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Magnesium in der Schwangerschaft und Stillzeit: Warum und wie viel?

Den meisten Frauen ist bekannt, dass während der Schwangerschaft und Stillzeit ein erhöhter Bedarf an Kalorien, Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen besteht. Mit Beginn der Frühschwangerschaft ist in dieser Zeit aber auch eine ausreichende Versorgung mit Magnesium für Mutter und Kind besonders wichtig. Warum das so ist und wieviel Magnesium Sie in der Schwangerschaft und Stillzeit täglich brauchen, haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

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Warum steigt der Magnesiumbedarf in der Schwangerschaft?

In den letzten Jahrzehnten konnte in mehreren Studien dargelegt werden, wie eine gute Magnesiumzufuhr während der Schwangerschaft den Krankenhausaufenthalt verkürzen, den Blutdruck regulieren, Blutungen und vorzeitige Wehen stoppen und die natürliche Geburt eines gesunden Kindes fördern kann.

Das Wachstum des Kindes während der Schwangerschaft führt bei der werdenden Mutter zu einem erhöhten Magnesiumbedarf. Manche Ärzte raten ihren schwangeren Patientinnen deshalb schon frühzeitig zur Einnahme von Magnesiumpräparaten. Diese sind in vielen unterschiedlichen Kombinationen und Dosierungen erhältlich, was mitunter zu Verwirrung führt. Was bewirkt das Magnesium in der Schwangerschaft und weshalb ist der Mineralstoff ausgerechnet in dieser Zeit so wichtig?

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Vorweg: In den meisten Fällen kann der schwangerschaftsbedingte höhere Magnesiumbedarf durch eine ausgewogene Ernährung abgedeckt werden. Nur in wenigen Ausnahmefällen ist eine zusätzliche Versorgung durch magnesiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel unbedingt notwendig.

Zusätzliches Magnesium wird benötigt, wenn:

  • die Aufnahme von Magnesium im Darm durch genetische Voraussetzungen behindert ist und/oder diese zu einer erhöhten Ausscheidung über die Nieren führt,
  • zu wenig Magnesium über die Ernährung zugeführt wird
  • die Aufnahme von Magnesium im Darm gestört ist, wie das bei bestimmten Erkrankungen des Verdauungssystems der Fall ist oder
  • andere Vorerkrankungen bestehen, die die Aufnahme von Magnesium behindern.

Ernährungsfehler sind die häufigste Ursache für einen Magnesiummangel. Eine ausreichende Zufuhr ist während der Schwangerschaft wichtig, weil das rasante Wachstum des Babys und der Plazenta den Magnesiumbedarf besonders in den letzten Monaten stark ansteigen lassen. Magnesium ist unter anderem auch für den Aufbau von Knochengewebe wichtig.

Vor allem gegen Ende der Schwangerschaft lagert das Kind in seinen Knochen und im Körpergewebe täglich bis zu sieben Milligramm Magnesium ein. Zudem steigt aufgrund hormoneller Veränderungen die Ausscheidung von Magnesium über den Urin der Schwangeren an. Gelingt es der Schwangeren nicht, diesen Magnesiumverlust auszugleichen, können innerhalb kurzer Zeit Mangelerscheinungen auftreten.

Wie erkenne ich einen Magnesiummangel?

Die Wirkung von Magnesium gegen Krämpfe ist bekannt, wenn sie durch einen Mangesiummangel verursacht werden. Ein Defizit lässt sich aber unter anderem auch an folgenden Symptomen erkennen:

  • Müdigkeit, rasche Erschöpfbarkeit
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Kribbeln und/oder Taubheitsgefühle
  • Störungen des Herz-Kreislauf-Systems (Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen)
  • Gebärmutterkontraktionen
  • vorzeitige Wehen
  • im Extremfall: Frühgeburten

Magnesiummangel kann den Verlauf einer Schwangerschaft beeinträchtigen. Neben Verstopfung, verstärktem Schwangerschaftserbrechen und nächtlichen Wadenkrämpfen kann Bluthochdruck mit reduziertem Blutfluss in Mutterkuchen und Gebärmutter entstehen. Das Risiko für vorzeitige Wehen, Blutungen und Frühgeburt ist erhöht. Bei Risikoschwangerschaften sollte der Frauenarzt grundsätzlich den Magnesiumgehalt in Blut und Urin überprüfen.

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Wieviel Magnesium sollte ich in der Schwangerschaft und Stillzeit einnehmen?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 310 bis 350 mg Magnesium als tägliche Gesamtmagnesiumzufuhr. Die Schwangere sollte auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit magnesiumhaltigen Lebensmitteln (Vollkornbrot, Milchprodukte, Soja, Naturreis, magnesiumreiches Mineralwasser) achten. Von der Frühschwangerschaft bis zur Geburt wird die Einnahme von Magnesium empfohlen.

Durch das Wachstum des ungeborenen Babys und der Plazenta steigt der Bedarf an Magnesium. Zusätzlich erhöht sich in der Schwangerschaft die Ausscheidung des Mineralstoffs über die Niere. Mit dem Harn gehen der Schwangeren ca. 25 Prozent mehr Magnesium verloren. Stillende Frauen benötigen ca. 390 mg Magnesium täglich, beim Stillen werden mit jedem Liter Muttermilch immerhin 33 bis 37 mg Magnesium an das Kind abgegeben.

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350 mg des Mineralstoffs stecken beispielsweise in einem halben kleinen Vollkornbrot. Auch ein knappes Kilo Bananen würde den Tagesbedarf an Magnesium in der Schwangerschaft abdecken. Unsere Ernährungsgewohnheiten hindern uns aber oft daran, diese Empfehlungen einzuhalten, und gerade in der Schwangerschaft ändern sich Vorlieben und Abneigungen für bestimmte Speisen rasch. Auftretende Übelkeit kann die gewohnte Nahrungsaufnahme zusätzlich erschweren.

Da die Einnahme von Magnesium zu keinen wesentlichen Nebenwirkungen führt, gehen aktuelle Empfehlungen in die Richtung, Frauen mit 240 bis 480 mg Magnesium täglich über den gesamten Zeitraum der Schwangerschaft zu versorgen. Die Verabreichung sollte auch während der Stillzeit weiter erfolgen.

Wie viel Magnesium eingenommen werden sollte, ist individuell unterschiedlich und unter anderem vom Alter der Schwangeren und bestehenden Vorerkrankungen und Risikofaktoren abhängig. Es ist deshalb sinnvoll, die persönliche Dosis gemeinsam mit dem behandelnden Gynäkologen zu bestimmen. Dabei lässt sich auch gleich eine eventuell notwendige gemeinsame Einnahme mit anderen in der Schwangerschaft wichtigen Spurenelementen und Vitaminen abklären und das individuell am besten geeignete Präparat finden.

Welches Magnesium ist für mich empfehlenswert?

Bei der Auswahl des Magnesiumpräparates sollte auf die vom Arzt vorgeschlagene Dosierung und bei Kombipräparaten natürlich auch auf die empfohlene Dosis der weiteren Inhaltsstoffe geachtet werden. Die Annahme, dass organische Verbindungen wie Magnesiumcitrat für den Körper besser zu verwerten sind als anorganische Verbindungen gilt inzwischen als überholt. Der Vergleich von mehreren Studien zu diesem Thema ergab, dass die Bioverfügbarkeit aller untersuchten Verbindungen ähnlich hoch ist. Relevant für eine effektive Aufnahme ist vor allem die Einnahme über einen längeren Zeitraum hindurch, damit das Magnesium ausreichend im Körper gebunden werden kann.

Generell gilt: Bevor in der Schwangerschaft Magnesium in Form von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen wird, sollten Schwangere immer ihren Gynäkologen konsultieren. Die Selbstmedikation mit einer willkürlich gewählten Dosis ist nicht empfehlenswert, weil damit unter Umständen Mangelerscheinungen nicht ausreichend abgefangen werden können. In seltenen Fällen kann es auch zu einer Überdosierung kommen. Diese sollte besonders bei eingeschränkter Nierenfunktion vermieden werden.

Kann Magnesium Wehen hemmen?

Ludwig Spätling, ein Arzt aus Deutschland, entdeckte in den 1970er-Jahren Magnesium für die Vorbeugung von Frühgeburten. Spätling fand heraus, dass der Mineralstoff einen hemmenden Einfluss auf vorzeitige Wehen haben kann.

Magnesium ist ein gutes Mittel zur Entspannung der Gebärmuttermuskulatur. Deshalb gibt man bei vorzeitigen Wehen heute neben anderen Wirkstoffen hochdosiertes Magnesium. Die Hemmung der Wehentätigkeit wird im Krankenhaus unter ständiger Kontrolle des Magnesiumgehalts im Blut durchgeführt. In manchen Kliniken ist es üblich, zur Regulierung der Wehentätigkeit während der Geburt Magnesium über die Vene zu verabreichen.

Krämpfe der Gebärmuttermuskulatur sind in der Schwangerschaft gefährlich, da sie vorzeitige Wehen auslösen können. Die entspannende Wirkung von Magnesium kann solchen Kontraktionen vorbeugen. Ärzte verordnen daher hochdosiertes Magnesium in der Schwangerschaft, um eine drohende Fehl- oder Frühgeburt zu verhindern. Besonders Frauen, die bereits eine Fehlgeburt erlitten haben, sollten eine individuell dosierte Einnahme des Mineralstoffs mit ihrem betreuenden Frauenarzt besprechen.

Ein häufiges Problem in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft ist eine plötzlich auftretende Verhärtung im Bauchbereich. Das kann mehrere Ursachen haben: Verkrampfungen der Gebärmutter durch Wachstum des Kindes, sogenannte ”Übungswehen” oder Senkwehen, die oben erwähnte Verstopfung oder körperliche Überbeanspruchung kommen als Gründe dafür in Frage.
Die krampflösende Wirkung des Magnesiums kann hier ebenfalls hilfreich sein. Einsetzen und Verlauf der normalen Wehentätigkeit werden, anders als lange Zeit angenommen, durch die Einnahme von Magnesium weder positiv noch negativ beeinflusst. Magnesium wirkt bei normalen Wehen also nicht wehenhemmend. Magnesiumpräparate müssen also in der Zeit vor der Geburt nicht abgesetzt werden.

Hilft Magnesium gegen Verstopfung in der Schwangerschaft?

Viele werdende Mütter leiden während der Schwangerschaft an Verstopfung. Hält diese länger an, ist das nicht nur unangenehm, sondern kann auch zu Komplikationen wie Entzündungen des Darms oder der Entstehung von Hämorrhoiden führen. Unter anderem kommt Magnesiummangel als Ursache für diese Verstopfungen infrage. Magnesium bindet nämlich im Darm viel Wasser und lockert vorhandene Darminhalte auf. Eine erhöhte Magnesiumaufnahme führt in der Folge zu sehr weichen Stühlen. Daher bietet es sich an, Magnesium in der Schwangerschaft bei Verstopfung vermehrt zuzuführen. Die Entscheidung dafür sollte aber gemeinsam mit dem behandelnden Arzt getroffen werden.

Magnesium und die Anti-Baby-Pille

Die Einnahme oraler Kontrazeptiva („Anti-Baby-Pille”) behindert die Magnesiumverwertung und führt zu einer gesteigerten Ausscheidung von Magnesium über die Nieren. Daher kann nach längerer Pilleneinnahme der Magnesiumwert bereits zu Beginn der Schwangerschaft verhältnismäßig niedrig sein.

Außerdem können auch Stress, Alkohol und Veränderungen des Hormonhaushalts zu einer verringerten Aufnahme oder erhöhten Ausscheidung von Magnesium führen. All diese Situationen stellen Indikationen für eine zusätzliche Zufuhr von Magnesium dar. Besonders in der Schwangerschaft empfehlen Frauenärzte deshalb frühzeitig eine vorsorgliche Einnahme von Magnesium.

Frauenärzte raten zu Magnesium in der Schwangerschaft, denn es hilft bei Wadenkrämpfen und unterstützt die Entwicklung des Kindes. Du musst dabei keine Angst vor einer Überdosierung haben, denn zu viel Magnesium in der Schwangerschaft scheidet der Körper einfach aus. Das ist ziemlich praktisch, denn wenn Du Verstopfung hast, dann kann Dir eine größere Menge Magnesium in der Schwangerschaft helfen.

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Wie wirkt Magnesium in der Schwangerschaft?

Die meisten werden es wissen: Magnesium in der Schwangerschaft und auch außerhalb einer Schwangerschaft hilft beim Knochenaufbau und wird für den Fett- und Eiweißstoffwechsel benötigt. Gemeine Wadenkrämpfe – besonders in der Nacht – sind ein Zeichen für einen Magnesiummangel. In diesem Fall ist es besonders wichtig, dass Du mit Deinem Frauenarzt darüber sprichst. Oftmals wird Magnesium in der Schwangerschaft aber auch schon ohne medizinische Indikation empfohlen.

Brauche ich mehr Magnesium in der Schwangerschaft?

Schwangere und stillende Frauen brauchen mehr Magnesium als andere Menschen. Im Laufe der einer Schwangerschaft steigt der Bedarf an Magnesium an, daher ist es wichtig, diesen auch regelmäßig zu prüfen. Laut der Deutschen Bundesgesellschaft für Ernährung brauchen schwangere Frauen (über 19 Jahre) etwa 310 Milligramm Magnesium täglich.

Die Einnahme von Foläure ist in den ersten Monaten einer Schwangerschaft – und auch schon beim Kinderwunsch – ist unerlässlich für eine gesunde Entwicklung des Kindes. Daher kann es sinnvoll sein, mit dem Arzt über die Einnahme eines Kombipräparates zu sprechen.

Beachte: wenn Du zusätzlich Eisenpräparate einnehmen musst, musst Du das zeitlich abgrenzt (mindestens zwei Stunden vor oder nach der Einnahme von Magnesium) tun.

Magnesiummangel in der Schwangerschaft

Wie auch bei nicht-schwangeren Personen ist ein leichter Mangel an Magnesium in der Schwangerschaft kein Grund zur Sorge. Dein Arzt wird Dich darüber aufklären und Du kannst mit einer gesunden Ernährung oder mit Magnesium-Präparaten entgegenwirken. Vorsicht ist dann geboten, wenn der Magnesiummangel in der Schwangerschaft sehr hoch oder von anhaltender Dauer ist. Das kann zu einer verzögerten Entwicklung Deines Babys oder sogar zu vorzeitigen Wehen führen.

Wie bemerke ich einen Magnesiummangel in der Schwangerschaft?

Leidest Du häufig unter Wadenkrämpfen in der Schwangerschaft? Hast Du schlimme Verstopfung? Dann liegt sehr wahrscheinlich ein Magnesiummangel in der Schwangerschaft vor. Solltest Du eines oder beide dieser Symptome haben, solltest Du sofort zum Arzt gehen und ihn darüber informieren. Ist der Mangel an Magnesium in der Schwangerschaft zu hoch, drohen Früh- oder Fehlgeburten und Du gefährdest die Entwicklung Deines Kindes.

Wie wirkt Magnesium noch?

Magnesium in der Schwangerschaft kommt auch dann zum Einsatz, wenn die Patientin Bluthochdruck oder Eklampsie hat. Letzteres tritt auf, wenn man unter Praeklampsie leidet und ist mit Krampfanfällen verbunden. In diesem Fall wird das Magnesium direkt in die Vene verabreicht.

Wie kann ich Magnesium einnehmen?

Damit Deinem Körper ausrechend Magnesium zugeführt wird, gibt es mehrere Varianten. Du kannst Dir in der Apotheke Magnesium-Pulver besorgen, dass Du entweder in Wasser auflöst oder direkt auf der Zunge zergehen lässt. Brausetabletten aus dem Drogeriemarkt eignen sich nicht um einen hohen Magnesiummangel in der Schwangerschaft auszugleichen.

Zudem gibt es in der Apotheke auch Magnesium-Tabletten, die kannst Du meinem großen Glas Wasser runterspülen.

Aber auch über eine gesunde und ausgewogene Ernährung kannst Du Deinem Körper Magnesium zuführen (bei einem andauernden oder hohen Mangel funktioniert das nicht):

  • jede Art von Milch und Milchprodukten
  • Grünes Gemüse
  • versch. Beeren
  • Nüsse
  • Bananen
  • Hülsenfrüchte

Und jetzt die gute Nachricht für alle Naschkatzen: dunkle Schokolade enthält auch viel Magnesium. Aber hier ist Vorsicht geboten, denn zu viel Zucker ist nicht gesund, zudem enthält dunkle Schokolade einen nicht ganz geringen Anteil an Koffein.

Nebenwirkungen von Magnesium

  • Durchfall
  • Müdigkeit
  • Magnesium in größeren Mengen bis zum Ende der Schwangerschaft, kann in sehr seltenen Fällen bei Deinem Kind zu einer Schwäche der Muskulatur kommen
  • Bei der gleichzeitigen Einnahme von Magnesium und Eisen kann es sein, dass das Eisen nicht mehr optimal aufgenommen werden kann
  • Auch bei der Einnahme von Antibiotika kann eine gestörte Aufnahme die Folge sein, dass das Antibiotika schlechter wirkt
  • In manchen Fällen berichten die Frauen auch über Schmerzen an den Brustwarzen

Alternative zum Magnesium

Wenn Du aber unter Wadenkrämpfen leidest, kannst Du das Magnesium auch durch das Schüssler Salz Magnesium phosphoricum einnehmen.

Nimm dazu 3 mal am Tag 5 Tabletten. Schüssler Salz Nr. 7, aufgelöst in lauwarmen Wasser. Diese Form von Magnesium kann von Körper ebenfalls gut aufgenommen werden.

Letzter Tipp: Trink’ dazu noch über den Tag verteilt viel magnesiumreiches Mineralwasser.

Ratgeber zu Magensium in der Schwangerschaft

Besonders während der Schwangerschaft gilt es den Körper fit und gesund zu halten und das persönliche Wohlbefinden der werdenden Eltern sowie das Wachstum des Kindes zu schützen. Neben Ruhe und einem ausgeglichenen, stressarmen Tagesrhythmus spielt in der Schwangerschaft auch eine ausgewogene Ernährung eine maßgebliche Rolle.

Der Bedarf an Kalorien steigt dabei tatsächlich nur geringfügig, Mineralstoffe wie zum Beispiel Magnesium hingegen müssen jedoch in deutlich höherer Dosis zugeführt werden. Ihre Wichtigkeit, wie die von Magnesium etwa, wird dabei allerdings häufig unterschätzt.

Dabei ist Magnesium ein aktiver Alleskönner im Körper der schwangeren Frau, der viele Beschwerden lindern und sogar verhindern kann.

Magnesium – Alleskönner für Körper und Geist

Mineralstoffe sind Stoffe, die für den Körper lebensnotwendig sind und in der Regel besonders während der Schwangerschaft verstärkt eingenommen werden müssen. Wie Magnesium, das auch als „Leistungs- oder Muskelmineralstoff“ bezeichnet wird, liefern sie keine Nahrungsenergie, sondern haben andere, oft vielfache Aufgaben zu erfüllen, ohne die unser Organismus nicht voll funktionstüchtig wäre.

Das Besondere an Magnesium ist, dass es nicht vom Körper produziert wird – Magnesium muss, insbesondere in der Schwangerschaft, dem Körper zugeführt werden. Geschieht dies in unzureichendem Maße können langfristig Mängel auftreten, die die Gesundheit von sowohl Mutter als auch Kind beeinträchtigen können.

Magnesium ist ein echter Tausendsassa, wenn es um unser Wohlbefinden geht. Denn neben anderen Elementen ist Magnesium notwendig für den Aufbau von Knochen, Zähnen und für das Muskel- und Nervenbild. Der Mineralstoff optimiert die Sauerstoffversorgung der Zellen, weitet Blutgefäße und hat einen positiven Einfluss auf Migräne und Herzanfälle (Angina pectoris). Ebenso hemmend wirkt Magnesium auf Schlafstörungen und Ohrtöne (Tinnitus). Zeitgleich steuert Magnesium über 300 Enzymaktivitäten, die alle unterschiedlichste Aufgaben im Körper übernehmen. Die wichtigsten Allgemeinfunktionen von Magnesium haben wir noch einmal für Sie aufgelistet.

Magnesium wirkt mit bei:

  • Knochenbildung
  • Energiestoffwechsel
  • Herstellung von Eiweißen
  • Nervenfunktionen
  • Muskeltätigkeit (das beinhaltet auch die Linderung bei muskelbedingten Regelschmerzen)
  • Bereitstellung von Nukleinsäuren und damit auch für die Erbsubstanz

Auch kleinere Unzulänglichkeiten werden durch Magnesium unterbunden. Viele werdende Mütter leiden in der Schwangerschaft zum Beispiel an Verstopfung. Hält diese länger an, können Hämorrhoiden entstehen. Ärzte raten, bei Verstopfung in der Schwangerschaft Magnesium in konzentrierter Menge zuzuführen, denn bei einem ausgewogenen Magnesiumspiegel bindet der Mineralstoff im Darm Wasser und weicht verhärtete Darminhalte auf. Durch die Einnahme von Magnesium wird der Stuhl lockerer und weitere Beschwerden verhindert.

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Magnesium in der Schwangerschaft – Warum es so wichtig ist

Eine verstärkte Magnesiumzufuhr in der Schwangerschaft ist deshalb so wichtig, weil der Magnesiumhaushalt durch das Wachstum von Baby und Plazenta insbesondere in den letzten Schwangerschaftsmonaten strapaziert wird. Zudem scheiden durch die Umstellungen im Hormonhaushalt schwangere Frauen knapp ein Drittel mehr an Magnesium aus. Dieser Verlust muss ausgeglichen werden, das bedeutet konkret: Schwangere Frauen müssen ihre Tageseinnahme an Magnesium stetig erhöhen, damit sie auf dem Niveau ihres Eigenbedarfs bleiben und die Gesundheit von Kind und Selbst sichern.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. benötigen Frauen in der Schwangerschaft circa 350 bis 400 Milligramm Magnesium pro Tag.

Dabei handelt es sich jedoch um einen Mindestwert bei vorwiegend sitzender Tätigkeit. Der genaue Richtwert wird im Abschnitt „Magnesiumreich ernähren in der Schwangerschaft“ erläutert. Gleicht die schwangere Frau diesen Verlust nicht aus, können nach kurzer Zeit Mangelerscheinungen auftreten.

Typische Symptome für einen Magnesiummangel sind:

  • Muskelverspannungen und Wadenkrämpfe
  • Schwangerschaftsübelkeit
  • Hämorrhoiden (in Folge von Verstopfung)
  • Müdigkeit, Schlaflosigkeit
  • Nervosität
  • Parästhesie (gestörtes Temperatur- und Schwellungsgefühl)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Gestationshpertonie (Schwangerschaftsbluthochdruck, auch als Folge einer Präeklampsie)
  • Bauchkrämpfe, Gebärmutterkontraktionen, vorzeitige Wehen

Eine anerkannte Studie von 2013 stellte jüngst den Zusammenhang zwischen der gefährlichen Eklampsie (umgangssprachlich fälschlicherweise als schwere Schwangerschaftsvergiftung bekannt) und Magnesium dar. In der Studie wurden 59 schwangere Frauen mit täglich 300 Milligramm Magnesiumcitrat oder dem Placebo (Scheinmedikament) versorgt. In der Gruppe mit Magnesiumgabe entwickelten die Frauen so gut wie keinen Bluthochdruck und hatten im Gegensatz zur Gruppe mit dem Scheinmedikament keinerlei Symptome.
Grundsätzlich zu beachten ist, dass die genannten Beschwerden eines Magnesiummangels nicht immer gemeinsam auftreten müssen. Auch müssen Bauchkrämpfe nicht immer gleich einer Mangelerscheinung an Magnesium zugrunde liegen. Schwangere sollten jedoch auf keinen Fall solche Frühwarnsignale abtun, sondern umgehend ihren Haus- oder Frauenarzt aufsuchen.

Magnesiumreich ernähren in der Schwangerschaft

Gerade in physisch stressvollen Lebensphasen oder nach langer Einnahme von Medikamenten kann ein Mangel an Magnesium entstehen. Typische Risikogruppen hierfür sind Ausdauer- und LeistungssportlerInnen, SeniorInnen, DiabetikerInnen, Menschen mit Darm- und Nierenerkrankungen sowie Schwangere und stillende Mütter.

Viele Frauen sind bereits zu Anfang der Schwangerschaft mit Magnesium unterversorgt. Zu diesem Zeitpunkt oder noch besser vor einer geplanten Schwangerschaft könnte eine ausführliche Ernährungsberatung dazu beitragen, den Magnesiumhaushalt zu verbessern.

Einer erwachsenen Person empfehlen Ärzte eine tägliche Magnesiumzufuhr von 300 bis maximal 400 Milligramm, schwangeren Frauen älter als 19 Jahre 400 bis 600 Milligramm Magnesium (Wert mit Verlauf der Schwangerschaft langsam steigend). Auch stillende Frauen benötigen nach wie vor mindestens 390 Milligramm Magnesium täglich, denn mit jedem abgegebenen Liter Brustmilch verlieren sie bis zu 37 Milligramm. Glücklicherweise gibt es viele leicht erhältliche magnesiumreiche Nahrungsprodukte. Besonders Vollkornprodukte, Milch und Milchprodukte, Kartoffeln, Obst, Gemüse und Kleie bieten sich als Magnesiumspeicher an.

Weitere magnesiumreiche Nahrungsmittel umfassen:

Magnesium für schwangere Veganer:

Für vegan lebende Schwangere und stillende Mütter kommen Milchprodukte und andere tierische Nahrungsmittel natürlich nicht in Frage. Eine pflanzliche Alternative für die nötige Magnesiumzufuhr in der Schwangerschaft bieten daher vor allem

  • Meeresalgen
  • Amaranth und Quinoa
  • Ingwer
  • Mohn
  • Getreide: Gerste, Dinkel (enthalten etwa so viel Magnesium, dass eine 100-Gramm-Portion etwa ein Viertel des offiziellen Tagesbedarfs in der Schwangerschaft deckt)
  • Grünes Blattgemüse: Mangold, Portulak, Brennnessel, Spinat
  • Gartenkräuter: Basilikum, Majoran und Salbei

Trotz des Überangebots an Nahrungsmitteln, findet sich der lebensnotwendige Mineralstoff Magnesium seltener auf den Tellern der Deutschen als erwünscht. Laut der Nationalen Verzehrsstudie II (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, 2008) nehmen heute knapp 29% der Frauen über ihre Ernährung weniger Magnesium zu sich als offiziell empfohlen. Bei jungen Frauen und Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren sind es sogar über 56%. Stehen Sie also in der Planung der Familiengründung, werfen Sie erst einmal ihren Blick auf den eigenen Körperhaushalt.

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Magnesium in der Schwangerschaft richtig anwenden und dosieren

Stellt der Arzt eine Schwangerschaft fest, empfiehlt er der Frau eine Magnesiumsubstitution und berät sie bei der genauen Einnahme. Im Folgenden werden noch einmal die häufigsten Fragen zur Dosierung, Anwendung und Absetzung von Magnesiumpräparaten beantwortet.

Welches Magnesiumpräparat in der Schwangerschaft?

Magnesiumpräparate helfen dabei, den täglichen Bedarf an dem Mineralstoff Magnesium in der Schwangerschaft zu decken, Mangelerscheinungen zu verhindern und Beschwerden zu mildern. Dabei sollte die Schwangere bei der Produktauswahl nicht gänzlich auf den reinen Magnesiumgehalt schauen. Vielmehr ist darauf zu achten, dass unter den Inhaltsstoffen Magnesiumverbindungen wie Magnesiumcitrat oder Magnesiumoratat aufgeführt werden, denn dieses Magnesium kann der Körper leichter verarbeiten.

Zudem kommt es auf die portionierte Einnahmeart an: Mehrere kleine Portionen sind besser als die gesamte Tagesmenge auf einmal. Dabei gibt es Magnesiumpräparate in den unterschiedlichsten Formen:

  • Tabletten / Dragées – MAGNESIUM VERLA N Dragees
  • Kapseln – Magnesium 400mg Complex
  • Tropfen –
  • Brausetabletten / Granulat – Magnesium-Diasporal 300 Trinkgranulat

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Wie lange sollte man Magnesium in der Schwangerschaft einnehmen?

Das Magnesiumergänzungsmittel ist von der Frühschwangerschaft bis zur Geburt zu nehmen. Je nach ärztlicher Beratung kann es sinnvoll sein, die Magnesiumsubstitution nach der 36. Schwangerschaftswoche abzusetzen, da Magnesium wehenhemmend wirken kann.

Während der Schwangerschaft dient die Magnesiumergänzung jedoch nicht als Nahrungsersatz. Die Frau sollte auf jeden Fall weiterhin auf eine gesunde, magnesiumreiche Ernährung achten.

Verträglichkeit mit anderen Präparaten

Kann man Mineralstoffpräparate kombinieren?

Die Einnahme mit anderen Mineralstoffergänzungen ist je nach Inhalt mit Vorsicht zu genießen. Führt die Schwangere etwa ein Eisenpräparat zu, sollte sie darauf achten, zwischen der Einnahme von Eisen- und Magnesiumpräparat ein bis zwei Stunden zu warten, damit sich die beiden nicht gegenseitig neutralisieren. Es ist jedoch immer ratsam, alle Zusatzpräparate mit dem Haus- oder Frauenarzt zu besprechen.

Magnesium und andere Medikamente

Im Falle einer Langzeiteinnahme von Medikamenten sollte der behandelnde Arzt mögliche Wechselwirkungen mit Magnesiumverbindungen untersuchen. Besondere Vorsicht gilt für Frauen mit Nierenfunktionsstörungen, die in der Schwangerschaft magnesiumhaltige Antazida (Säureblocker) einnehmen – es kann zu einer Überdosierung kommen.

Mögliche Wechselwirkungen bestehen bei:

  • Abführmitteln
  • Aminoglykosiden und einige andere Antibiotika
  • Anti-Baby-Pille
  • Blutdrucktabletten (Kalziumkanalblocker)
  • Chemotherapeutika
  • Entwässerungsmitteln
  • Herzmedikamenten
  • Kortison
  • Muskelrelaxanzien/Barbiturate/Narkosemitteln
  • Protonenpumpenhemmern

Kann man Magnesium überdosieren?

Auch wenn 400 Milligramm Tagesbedarf sich nicht nach viel anhört: Im Gegensatz zu anderen Elementen wie etwa Vitamin C gelingt es kaum einem ausgewachsenen Menschen, allein durch die Nahrungsaufnahme „zuviel“ Magnesium aufzunehmen. Bei der Einnahme von Magnesiumpräparaten kommt es bei manchen Menschen gelegentlich selbst unter Beachtung der Zufuhrempfehlung zu sehr weichem Stuhl oder Durchfall als Nebenwirkungen. Dennoch: Ein gesunder Mensch hat im Normalfall nicht viel zu befürchten, wenn er versehentlich zuviel Magnesium einnimmt. Sollte die empfohlene Tagesmenge allerdings regelmäßig überschritten werden, etwa durch intravenöse Zufuhr (das heißt: weit über 600 Milligramm täglich mittels Injektionen in die Vene), kann das sprichwörtlich an die Nieren gehen.

Ursachen und Risiken einer Überdosierung

In der Regel verarbeitet der Körper zuverlässig Überschüsse an Mineralstoffen. Erhält der Körper Magnesium, so nimmt der Darm die Menge auf, die der Körper braucht und scheidet das Überangebot mit Hilfe der Nieren einfach aus. Eine solche Überdosierung kann bei Magnesiumgabe über die Venen, etwa bei vorzeitigen Wehen oder während der Geburt, oder bei einer Magnesiuminjektion in den Muskel vorkommen. Doch auch selbst dann merkt die schwangere Frau nichts von einer Überdosierung, weil ihr Körper problemlos damit umgeht.

Kritisch wird es erst bei Nierenleiden, etwa einer Niereninsuffizienz oder einer Unterfunktion der Nebennierenrinde (Morbus Addison). In diesem Fall kann ein Magnesiumüberschuss für den Körper gefährlich werden. Erst hier könnte das Absetzen der Magnesiumergänzung sinnvoll sein. Sollte bei der schwangeren Frau eine Nierenschwäche bestehen, ist es höchst ratsam, den Hausarzt oder Gynäkologen darüber in Kenntnis zu setzen und sich über eine abgestimmte Magnesiumdiät beraten lassen.

Symptome einer Magnesiumüberdosierung sind:

  • Müdigkeit
  • Muskelschwäche, Ausfall der Muskelreflexe
  • sehr weicher Stuhl und/oder Durchfall, auch im Wechsel mit Verstopfung möglich
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Blasenfunktionsstörung
  • Herzrhythmusstörungen
  • Blutdruckabfall
  • flache Atmung, Atemlähmung (bis hin zum Herzstillstand)

Bei Nierenschwäche: Hypermagnesiämie behandeln

Wenn der Magnesiumüberschuss die Nieren der Schwangeren angreift, wird Kalzium gegenwirkend gespritzt. Kalzium ist ein natürlicher Gegenspieler von Magnesium. Als Entwässerungsmittel entfernt Furosemid das Magnesium über die Niere aus dem Blut. Um weichen Stuhl oder Durchfall zu vermeiden, sollte das Magnesiumpräparat kurz vor dem Schlafengehen eingenommen und die Magnesiumzufuhr auf mehrere kleine Portionen am Tag verteilt werden. Bei Nierenversagen muss eine Dialyse durchgeführt werden.

Magnesium in Bezug auf Wehen

Nicht jede Muskelkontraktion bedeutet gleich eine echte Komplikation. Es ist völlig normal, dass es ab Mitte der Schwangerschaft in vielen Fällen zu ersten Übungswehen kommt. Hier muss Magnesium nicht als Wehenhemmer wirken. Sollte es aber sehr häufig zu Kontraktionen und einem harten Bauch kommen, können daraus auch vorzeitige Wehen entstehen. Anzeichen für echt Wehen sind schmerzhafte Krämpfe in der Gebärmuttermuskulatur, die nicht mehr abebben und somit eine Fehl- oder Frühgeburt ankündigen können.

Ärzte verordnen deshalb häufig, insbesondere bei Frauen, die bereits eine Früh- oder Fehlgeburt hatten, in etwa ab der 16. Schwangerschaftswoche hochdosiertes Magnesium. Vor allem in oftmals hart werdender Bauch in Verbindung mit anderen Symptomen eines Magnesiummangels sind Grund für eine ärztliche Vorordnung.

Wenn das Baby reif genug ist, ist es nicht mehr nötig, Magnesium aufgrund seiner wehenhemmenden Wirkung einzusetzen.

Warum Magnesium in der Schwangerschaft wichtig ist

Unsere Hebammen-Hotline gibt dir Tipps

Magnesium ist ein Mineralstoff, der in fast allen menschlichen Zellen enthalten ist und auch während der Schwangerschaft ein wichtiger Baustein ist. Der durchschnittliche Magnesiumbedarf einer erwachsenen Frau beträgt zwischen 300 und 350 Milligramm pro Tag. In der Schwangerschaft hingegen erhöht sich der Magensium-Bedarf auf etwa 450 bis 500 Milligramm täglich.

Wofür wird Magnesium in der Schwangerschaft gebraucht?

In der Schwangerschaft tragen Schwangerschaftshormone zu einer stärkeren Ausscheidung von Magnesium und somit zu einen erhöhten Bedarf an Magnesium bei. Daher ist bei Schwangeren eine zuverlässige Abdeckung des erhöhten täglichen Bedarfs alleine durch die Nahrung nicht immer gewährleistet.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Schwangeren über 19 Jahren eine tägliche Zufuhr von 310 Milligramm. Schwangere unter 19 Jahren sollten 350 Milligramm Magnesium am Tag zu sich nehmen.

50 bis 60 % dieses körpereigenen Magnesiums wird in Knochen und Zähnen gespeichert. Der Rest des Magnesium-Bedarfs wird unter anderem für zahlreiche lebenswichtige Enzymreaktionen des Körpers benötigt. So wird Magnesium insbesondere für den Eiweiß- und Fettstoffwechsel sowie den Knochenaufbau gebraucht. Der Mineralstoff beeinflusst die Erregbarkeit der Muskulatur und der Nerven und reguliert außerdem den Energiestoffwechsel.

Magnesium-Mangel in der Schwangerschaft

Ein leichter Magnesium-Mangel bei Schwangeren ist in der Regel nicht problematisch und kann über die Ernährung oder über ein von der Hebamme oder der Ärztin empfohlenes Magnesiumpräparat ausgeglichen werden. Ein andauernder, hoher Magnesium-Mangel kann in seltenen Fällen zu einer verzögerten Entwicklung des Fötus oder vorzeitiger Wehentätigkeit führen

Magnesium wirkt sich zudem entspannend auf die Muskulatur aus. Es wird daher auch zur Hemmung von vorzeitigen Wehen eingesetzt. Schwangere, die ein erhöhtes Risiko für Früh- oder Fehlgeburten haben, erhalten Magnesium häufig vorbeugend.

Schlafstörungen, erhöhte Nervosität, innere Unruhe sowie übermäßiges Frieren, Schlappheit und chronische Müdigkeit können die Folgen eines Magnesiummangels sein.

Magnesium-Mangel kann zu Wadenkrämpfen, Verstopfungen oder Stoffwechselstörungen führen.

Bei Übelkeit und Erbrechen in der Frühschwangerschaft, sowie dem behandlungsbedürftigen übermäßigem Erbrechen in der Schwangerschaft (Hyperemesis gravidarum) kann es ratsam sein, die verlorenen Elektrolyte (Kalium, Natrium und Magnesium) wieder zuzuführen.

Bei starkem Sodbrennen können Kombinationspräparate aus Aluminium-, Magnesium- und Kalziumsalzen helfen, die Magensäure zu neutralisieren.

Wie kann man Magnesium in der Schwangerschaft nehmen?

Normalerweise kann Magnesium über die Nahrung in ausreichender Menge zugeführt werden.
Diese Lebensmittel sind besonders reich an Magnesium:

  • Milch und Milchprodukte
  • Haferflocken
  • Beeren
  • Nüsse
  • Mandeln
  • Hülsenfrüchte
  • Sonnenblumen- und Kürbiskerne
  • grünes Gemüse
  • Bananen
  • Vollkornprodukte
  • Mineralwasser mit hohem Magnesiumanteil
  • Schokolade – vor allem in dunkler Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil

Welches Magnesium kannst du in der Schwangerschaft nehmen?

Ein Magnesiumpräparat sollte viele organische Magnesiumverbindungen wie Magnesiumaspartat, Magnesiumoxid oder Magnesiumglutamat enthalten. Diese können vom Körper leichter verwertet werden. Sie sollten das Präparat in mehrerer kleineren Dosen am Tag zu sich nehmen.

Falls du zusätzlich zum Magnesium noch Eisen einnimmst, lass mindesten zwei Stunden zwischen den Einnahmen der Präparate vergehen. Denn Eisen und Magnesium können sich gegenseitig bei der Aufnahme behindern.

Niedrig dosiertes Magnesium kann bis zum Ende der Schwangerschaft eingenommen werden. Musste eine Frau während der Schwangerschaft sehr hoch dosiertes Magnesium einnehmen, kann es sinnvoll sein, die Dosis in den letzten vier Wochen etwas zur reduzieren. Frag dazu am besten deine Hebamme oder gern auch uns.

Wie viel Magnesium brauchen Schwangere?

Eigentlich klingt es ja ganz logisch. Der Körper leistet während der Schwangerschaft ganze Arbeit: Das Kind und die Plazenta entwickeln sich im Eiltempo, der ganze Körper verändert sich. Und folglich braucht es doch auch ein Mehr an Magnesium, um die ganzen Umstellungen zu bewältigen. Oder? „Da scheiden sich die Geister“, sagt Professor Dr. Ekkehard Schleußner, Geburtsmediziner am Universitätsklinikum Jena. „Wahrscheinlich entwickelt man eher einen Mangel, wenn man sich schlecht ernährt, als wegen der Schwanger­schaft.“

Magnesium-Mangel stellt der Arzt fest

Fest steht: Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, den der Körper ausschließlich über die Nahrung aufnehmen kann. Er ist, so Schleußner, an der Reizweiter­leitung von Nerven- und Muskelzellen beteiligt, beeinflusst den Stoffwechsel, weitet die Blutgefäße und trägt zur Stabilisierung der Knochen bei. Entsprechend macht sich ein Mangel bemerkbar: Nächtliche Wadenkrämpfe, Verstopfung, Durchfall, Herzrasen oder auch unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Schwäche können Symptome sein. Ob tatsächlich ein Mangel vorliegt, kann nur der be­handelnde Arzt fest­­stellen – und dann entsprechende Präparate verschreiben.

Erhellendes zum Magnesiumbedarf in der Schwangerschaft

Mineralwasser mit Magnesium angereichert, geschälte Mandeln und viel grünes Gemüse beugen Magnesiummangel vor.
Ich kenne allerdings kaum noch eine Schwangere, die nicht mit Tabletten versorgt wird.

Magnesiumreiche Lebensmittel sind Vollkornprodukte, Milch- und Milchprodukte, Geflügel, Fisch Kartoffeln, Beerenobst, Orangen und Bananen.

Wird der Uterus häufig hart, oder bei Verdacht auf vorzeitige Wehen, ist Magnesium das Mittel der Wahl. Es beruhigt zwar die Muskeln, hält aber wirkliche Eröffnungswehen nicht auf.

Zu seinen Nebenwirkungen gehören beispielweise Durchfall. Darum wird das Mittel von den Frauen eigenmächtig häufiger bei Verstopfungen genommen oder einfach die Dosis erhöht. Bitte tun Sie das nicht!!! Als durchschnittliche Tagesdosis werden in der Schwangerschaft 350mg empfohlen

Eine gut verträgliche Alternative (besonders bei akuten Wadenkämpfen) ist das Schüsslersalz Nr. 7.

Bitte fragen Sie im Forum nach.

Seien Sie immer wählerisch, wenn es sich um Nahrungsergänzugen oder Vitamintabletten handelt. Viele Produkte halten nichts von dem, was sie versprechen. Andere sind völlig überflüssig, und manchmal ist zu viel auch nicht förderlich. Die Qualität hat auch nicht unbedingt etwas mit dem Preis zu tun. Billigbrausetabletten aus dem Supermarkt sind sicher nicht geeignet. Dazu gibt es bei der Stiftung Warentest eindeutige Ergebnisse.

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