Magen darm BEI baby

Ist es eine Grippe oder Erkältung?

Bei Grippe und Erkältung: Viel Ruhe gönnen

Besonders lästig bei einer ­Grippe oder einem grippalen Infekt: der Husten. Schmerzt der Brustkorb sehr vom vielen Husten und ist der Rachen rot und gereizt, kann es sinnvoll sein, den Kindern einen Hustenblocker zu geben. „Das sollte man aber am besten mit dem Arzt besprechen“, sagt Apothekerin Claudia Schwalbe aus Mettingen. Bei einem produktiven Husten ist es nämlich wichtig, den Schleim abzuhus­ten. Dabei helfen zum Beispiel Säfte mit Thymian oder Efeu oder Präparate, die Wirkstoffe aus beiden Pflanzen enthalten. Sie wirken schleim­lösend und entkrampfen die Atemwege.­ Warme Getränke wie Tee mit Anis und Fenchel können­ das Abhusten unterstützen. Einen reizlindernden Effekt haben Hustensäfte mit ­Eibisch. „Der Pflanzenextrakt bildet­ einen wohltuenden Film um die Bronchien“, erklärt Claudia Schwalbe. Einreibungen mit Latschenkiefer- oder Kiefernnadel­öl machen die Nase frei. Wichtig: Für Säuglinge und Kinder mit ­Asthma bron­­chiale, Keuchhusten oder Pseudokrupp sind die Balsame nicht geeignet. Deshalb unbedingt die Altersangaben und Gegenanzeigen beachten! Gleiches gilt für Inhalationen mit ätherischen Ölen.

„Es ist vor allem entscheidend, dass man den Kindern ­Ruhe gönnt“, sagt Klaus Rodens. Weil das Immunsystem bei einer Grippe­ sehr geschwächt ist, besteht immer die Gefahr, dass die Infektion mit Komplikationen wie etwa­ einer Lungenentzündung einhergeht. Insbesondere chronisch kranke Kinder sind gefährdet. Aber auch alle anderen sollten sich schonen. Das gilt ebenso bei einem eigentlich harmlosen grippalen­ Infekt: „Sonst kann es passieren, dass sich noch eine bakterielle Infek­tion dazugesellt, wie etwa ­eine Mittelohrentzündung“, erklärt der Kinderarzt- und Jugendarzt. Er rät, die Kinder erst wieder in den Kindergarten oder die Krippe zu schicken, wenn sie mindestens zwei Tage fieberfrei sind und sich einigermaßen wohlfühlen. „Das kann bei einer Grippe durchaus mal ein, zwei Wochen dauern“, sagt er.

Grippe / Influenza

Grippe / Influenza

Die Grippe oder Influenza ist eine akute Erkrankung der Atemwege, die durch den Influenzavirus A oder B (oder C) ausgelöst wird. Sie tritt fast nur in den Wintermonaten auf und ist begleitet von Fieber, Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen. In der Schweiz erkranken jedes Jahr rund 200‘000 Menschen an der saisonalen Grippe.

Die Influenzaviren kommen weltweit vor. Sie werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, also beim Niesen, Husten, Sprechen oder Atmen von infizierten Personen. Aber auch durch direkten Kontakt mit infizierten Gegenständen (Türklinken etc.) oder Menschen.

Nach Ausbruch der Krankheit bleiben die Patienten im Allgemeinen bis zu fünf, gelegentlich sogar sieben Tage ansteckend, Kinder oft noch länger.

Oftmals wird der grippale Infekt, bzw. die Erkältung und die Grippe verwechselt: Während die Erkältung relativ harmlos verläuft, kann die Grippe bei geschwächten Menschen gar zum Tode führen. Gemäss Bundesamt für Gesundheit sterben in der Schweiz jährlich 400 bis 1000 Menschen an den Folgen der Grippe, wobei davon die meisten über 60 Jahre alt sind.

Symptome und Verlauf

An einer Grippe kann jeder Mensch erkranken. Während junge Erwachsene sich im Allgemeinen nach der Krankheit gut erholen, kann die Grippe vor allem für Babys, ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen sehr schwerwiegende Folgen haben.

Typisch für die Grippe ist das plötzliche Auftreten eines allgemeinen Krankheitsgefühls, rund vier Tage nach der Ansteckung. Ihr Baby fühlt sich unwohl. Weitere Symptome:

  • plötzliche ansteigendes Fieber über 38°C, oft begleitet von Schüttelfrost, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen.
  • nach wenigen Stunden treten oft Schnupfen, trockener Husten und Hals- und Schluckweh oder Heiserkeit auf.
  • Abgeschlagenheit, Erschöpfung, seltener Schwindelgefühl.
  • Eventuell Fieberbläschen, selten auch ein Hautausschlag.
  • Gerötete, brennende Augen (Bindehautentzündung), Lichtempfindlichkeit, geschwollene Augenlider.
  • Atembeschwerden.
  • bei Kindern können auch Bauchschmerzen, Durchfall oder Erbrechen auftreten.

Komplikationen

Das Grippevirus schwächt die Abwehrkraft des Organismus gegenüber Bakterien, sodass weitere Infektionen auftreten können (Sekundärinfektion oder Superinfektion). Bei Kindern kann dies zu Mandel-, Mittelohr- und Stirnhöhlenentzündungen führen.

Vorbeugen

Die wirksamste Methode, um sich vor der saisonalen Grippe zu schützen, ist die Impfung. Damit lässt sich das Risiko einer Erkrankung reduzieren. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt deshalb, Risikopatienten gegen die Grippe zu impfen. Da der Impfstoff jährlich den neu zirkulierenden Viren angepasst wird, muss die Grippeimpfung ebenfalls jährlich zwischen Mitte Oktober und Mitte November wiederholt werden.

Die Impfung ist für Babys ab sechs Monaten möglich und wird empfohlen für Frühgeborene (geboren vor der SSW 32 oder mit einem Geburtsgewicht unter 1500 g) für die ersten zwei Winter nach der Geburt.

Weitere Vorbeugungsmassnahmen:

  • Ausgewogene, vitaminreiche Ernährung.
  • regelmässige Bewegung und genügend Schlaf.
  • Warme Kleidung und Schutz vor Nässe und Zugluft.
  • Für ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit in Wohn- und Schlafräumen sorgen, zum Beispiel durch regelmässiges, kurz dauerndes Lüften (5 bis 10 Minuten) oder die Anschaffung eines Luftbefeuchters.
  • Hygienemassnahmen
    • Hände regelmässig und gründlich mit Wasser und Seife waschen.
    • Beim Niesen oder Husten wenn möglich ein Taschentuch verwenden, oder die Hand vor den Mund halten. Danach die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen.
    • Einwegtaschentücher verwenden und im Abfalleimer entsorgen.
    • Den Kontakt zu anderen Personen möglichst reduzieren, z.B. zu Hause bleiben, wenn Sie an den oben genannten Symptomen leiden.

Behandlung einer Grippe

Die Grippe selbst kann als Viruserkrankung nicht geheilt werden. Sie dauert zwischen ein bis zwei Wochen – und meist fühlt man sich danach nochmals rund eine Woche krank. Gönnen Sie Ihrem Kind Bettruhe und geben Sie ihm viel zu trinken.

Wenn Ihr Baby oder Kind eine Grippe hat, ist es sinnvoll, die Kinderärztin/den Kinderarzt zu konsultieren, um mögliche fiebersenkende und schmerzlindernde Medikamente zu erhalten. Beachten Sie bitte auch die Symptome, bei denen Sie unbedingt die Kinderärztin/den Kinderarzt kontaktieren sollten:

  • Ihr Baby ist jünger als zwei Monate und bekommt Fieber.
  • Das Fieber steigt über 40 Grad oder dauert länger als drei Tage.
  • Ihr Kind hat Krämpfe.
  • Ihr Kind klagt über Schmerzen beim Atmen oder sie merken, dass es nach Luft schnappt.
  • Es hat einen eitrigen Auswurf, der auf eine bakterielle Infektion der Atemwege hinweist.
  • Mittelohr- und Nasennebenhöhlenentzündungen oder andere Komplikationen.
  • Bewusstseinstrübung und Nackensteife.

Grippe (Influenza)

© fotolia, Kaspars Grinvalds

Wenn jemand sagt „Ich hab die Grippe“, meint er normalerweise einen harmlosen „grippalen Infekt“. Als „echte Grippe“ oder Influenza bezeichnet man aber eine hochansteckende Virusinfektion.

Diese Erkrankung wird durch das Influenzavirus A, seltener auch B, ausgelöst. Sie ist um einiges gefährlicher als ein banaler grippaler Infekt und verläuft meist mit sehr heftigen Symptomen. Das tückische am Grippe-Virus A ist, dass es in der Lage ist, sich zu verändern. Gegen das neue Virus haben die Menschen dann noch keine Abwehrkräfte. Deshalb kommt es alle 3 bis 5 Jahr – typischer Weise im Winter – zu einer regelrechten Grippe-Welle und etwa alle 30 Jahre zu Pandemien, die sich über die gesamte Welt ausbreiten. Entsprechend kann man die Grippe auch immer wieder bekommen, weil das Virus so wandlungsfähig ist. Wissenschaftler arbeiten an einem jedes Jahr aktualisierten Impfstoff, so dass man sich mit der Impfung sehr wirkungsvoll schützen kann. Die Virus-Grippe ist vor allem für kleine Kinder, Schwangere, bereits geschwächte Personen und ältere Menschen gefährlich. Für sie wird eine Impfung in jedem Fall empfohlen.

Ansteckung mit der Grippe

Das Grippe-Virus ist hochgradig ansteckend. Es wird über kleinste Tröpfchen übertragen (beim Husten, Sprechen, Niesen) und gelangt mit der eingeatmeten Luft tief in die Atemwege, wo es sich rasant ausbreitet. Die Infektion bricht meist 2 bis 3 Tage, oft sogar schon Stunden nach der Ansteckung aus (Inkubationszeit). Der Patient ist allerdings schon einen Tag, bevor er die ersten Symptome spürt, ansteckend und er bleibt dies für etwa 5 Tage, Kinder bis zu 7 Tage.

Symptome bei Grippe

  • Sehr plötzlicher Krankheitsbeginn
  • Hohes Fieber bis 40 Grad
  • Starkes Krankheitsgefühl mit Kopf- und Gliederschmerzen und ausgeprägter Müdigkeit
  • Schüttelfrost
  • Trockener Husten
  • Bei Kindern oft auch Magen-Darm-Beschwerden

Verlauf der Grippe

Eine echte Grippe (im Unterschied zu einem grippalen Infekt) erkennt man daran, dass sie sehr plötzlich beginnt. Innerhalb weniger Stunden fühlt sich der Patient „hundeelend“, bekommt hohes Fieber (um die 40 Grad), Kopf- Glieder und Muskelschmerzen, Schüttelfrost und fühlt sich völlig erschöpft. Oft wird eine Grippe begleitet von Erkältungssymptomen wie verstopfter Nase, trockenem Husten und tränenden Augen (Bindehautentzündung). Kleinere Kinder leiden auch unter Übelkeit und Erbrechen. Die Virusgrippe dauert, wenn es zu keiner zusätzlichen Infektion kommt, meist etwa eine Woche, manchmal auch länger. Oft vergeht noch eine ganze Zeit, bis man sich wieder richtig fit fühlt.

Komplikationen bei Grippe

Das gefährliche an der Virusgrippe ist, dass sie den Körper so sehr schwächt. Dadurch haben Bakterien leichtes Spiel, die sich im Körper ansiedeln und sogenannte „Superinfektionen“ auslösen. Besonders häufige Komplikationen sind Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Mittelohrentzündungen (Otitis), Herzmuskelentzündung (Myokarditis) und Gehirnentzündung (Enzephalitis). Am gefährlichsten ist die Lungenentzündung (Influenzapneumonie), die für die meisten Todesopfer in Folge einer Grippe verantwortlich ist. Besonders anfällig sind ältere Menschen, deshalb sollten Sie Ihr Kind mit Grippe sorgfältig von Oma und Opa fernhalten!

Behandlung von Grippe

Nachdem eine Influenza von Viren ausgelöst wird, sind Antibiotika unwirksam. Sie kommen lediglich bei den bakteriellen Folgeinfektionen zum Einsatz. Meistens genügt es, bei ansonsten gesunden, kräftigen Kindern die Symptome zu behandeln. Gegen das hohe Fieber und die Schmerzen verschreibt der Kinderarzt dem kleinen Patienten Paracetamol oder Ibuprofen. Aspirin darf bei Kindern unter 12 noch nicht angewendet werden. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind genügend trinkt. Bei hohem Fieber trocknen Kinder sehr schnell aus! Ansonsten sollte Ihr Kind ein paar Tage im Bett bleiben, bis es sich wieder richtig fit fühlt.

In den ersten 48 Stunden nach Ausbruch kann man die Infektion recht wirkungsvoll mit einer antiviralen Therapie (z.B. Tamiflu) eindämmen. Das verkürzt die Dauer und verhindert lebensgefährliche Komplikationen. Vor allem sehr kleine oder bereits geschwächte Kinder oder Kinder und Jugendliche mit einer Immunschwäche sollten so behandelt werden. Die antivirale Therapie kann auch vorbeugend bei Verdacht auf Ansteckung erfolgen.

Schutz/Impfung gegen Grippe

Gerade zur kalten Jahreszeit fliegen die Grippe-Viren praktisch überall herum. Deshalb ist als vorbeugender Schutz eine Impfung sehr sinnvoll, vor allem bei Babys und Kleinkindern, bereits geschwächten Kindern und Jugendlichen, Schwangeren und älteren Menschen. Sie wird am besten im Oktober oder November durchgeführt, muss aber – weil sich das Virus permanent verändert – jedes Jahr aufs Neue aufgefrischt werden. Gegen die gängigen Erkältungsviren hilft die Grippe-Impfung aber leider nicht.

Grippe in der Schwangerschaft

Normalerweise wird das ungeborene Baby durch eine Grippe-Infektion nicht direkt beeinträchtigt. Komplikationen wie hohes Fieber oder Lungenentzündung können aber zu Fehl- oder Frühgeburten führen. Außerdem haben Mütter durch ihre geschwächten Abwehrkräfte ein höheres Risiko, an Grippe zu erkranken und bekommen auch öfter schwere Komplikationen. Deshalb wird mittlerweile allen Schwangeren empfohlen, sich routinemäßig gegen Grippe impfen zu lassen. Am besten nach der 14. Schwangerschaftswoche, wenn die Entwicklung des Babys weitgehend abgeschlossen ist. Nur bei besonderen Risiken wie Diabetes, Asthma oder Bluthochdruck sollte gleich zu Beginn geimpft werden. Die Grippe-Impfung ist für das Baby ungefährlich und hat den Vorteil, dass es auch für die ersten Wochen nach der Geburt einen gewissen Nestschutz mitbekommt.

Nachdem es für antivirale Mittel wie Tamiflu keine umfangreichen Tests in der Schwangerschaft gibt, sollten sie nur nach allerstrengster Risiko-Nutzen-Abwägung eingenommen werden. Fragen Sie hierzu bitte Ihren Frauenarzt.

Wenn Sie allgemeine Fragen zu diesem Thema haben, können Sie diese gern im kinderärztlichen Forum von Kinderarzt Dr. Busse stellen.

von Maxi Christina Gohlke

Zuletzt überarbeitet: Februar 2019

Magen-Darm-Grippe

(siehe auch Gasteroenteritis)
Symptome
• Durchfall und Erbrechen
• manchmal Fieber
Inkubationszeit
4 bis 48 Stunden
Vorbeugung
Händewaschen, sorgfältige Hygiene bei der Zubereitung von Essen und Babykost
Behandlung
Der Magen-Darm-Infekt wird meist durch Viren, seltener durch Bakterien verursacht. Das größte Problem: Weil der Körper bei Erbrechen und Durchfall viel Flüssigkeit verliert, droht Austrocknung – besonders bei dem unter Babys und Kleinkindern weit verbreiteten Rota-Virus. Säuglinge unter 6 Monaten sollten daher auf jeden Fall von einem Arzt untersucht werden! Auch wenn ihr Kind älter ist, ist ein Arztbesuch zu empfehlen.

Bei Babys: Das Sie tun können
Das Baby sollte viel trinken, bieten Sie ihm daher immer wieder kleine Schlucke zu Trinken an, gut sind Kamille- und Fencheltees, die Flüssigkeit liefern und die Darmschleimhaut beruhigen.
Stillkinder weiter stillen, die Muttermilch enthält Wirkstoffe gegen Durchfall, zusätzlich von Zeit zu Zeit abgekochtes Wasser oder Fencheltee geben.
Falls ihr Baby Flaschennahrung erhält, diese lediglich etwas mit Tee verdünnen.
Kann ihr Baby schon feste Nahrung zu sich nehmen, Löffel und Wasser vorher abkochen.
Wechseln Sie häufig die Windel und lassen Sie Ihr Baby möglichst „unverpackt“ strampeln, um einer Windeldermatitis vorzubeugen. Zinkoxidhaltige Salbe beruhigt Entzündungen.

Kind hat Magen-Darm-Infekt – wie Baby schützen?

Werbung

Horror! Gestern Nacht kam der große Sohn ins Schlafzimmer und sagte, er hätte gespuckt. Wahnsinn, wie trocken er das rüber bringt. Keine Träne läuft, keinen Trost will er. Immer wenn wir die Kotzeritis im Haus haben, ist der Mann gefragt…

Inhaltsverzeichnis

Der Mann pflegt das Spuckkind

Zugegeben, meine ersten Gedanken waren: Oh nein, hoffentlich stecken wir uns nicht an! Wie schütze ich mein Baby vor dem Magen-Darm-Infekt? Danach eilte ich in die Küche, um für Tee zu sorgen und von weitem meinem Sohn mein Mitgefühl mitzuteilen. Schwach, ich weiß, aber sicher für Baby 2.0?

Der Mann hat (wie immer) Pflegedienst für das spuckende Kind. Ich kümmere ich um die Versorgung in der Ferne. Der große Sohn bekam Zutrittsverbot für unser Schlafzimmer, ich holte panisch die Wäsche aus dem eigentlichen Gästeklo (und umgebauter Wäschekammer), um dieses auch notfalls nutzen zu können. Der Papa machte dem Sohn eine Schlafecke neben der Couch, auf der er dann schlief, um bei dem Kind zu sein. Ich stillte in dieser Nacht gefühlt jede Stunde (Baby hat doch nicht etwa auch etwas abbekommen?) und begrüßte am Morgen mein geschwächtes Kind. Die Kinderkrankenschwester beruhigte mich am Telefon und gab mir Tipps.

Symptome – Kind erbricht plötzlich

Wir wurden vom kindlichen Erbrechen wirklich überrascht. Dieses war wasserähnlich und wurde leider von Durchfall begleitet. Die Alarmglocken sollten an dieser Stelle erklingen:

  • Wie sieht der Gesundheitszustand aus? Ist das Kind schlapp?
  • Nimmt das Kind genug Flüssigkeit zu sich?
  • Bleibt eine Hautfalte stehen, wenn man in diese kneift? —> Alarm!
  • Hören das Erbrechen und der Durchfall schnell wieder auf?

Zum Glück dauerte unser Anfall nur ein paar Minuten. Das Kind konnte danach friedlich einschlafen. Bis zum nächsten Erbrechen. Es ist übrigens sehr schlimm Wechselwäsche und Handtücher zu besorgen, wenn man gerade mitten im Umzug steckt. (Erinnert euch: vor kurzem hatte der Sohn eine Mittelohrentzündung…) In der Kita scheint er alle Krankheiten mitzunehmen. Sein Gewicht war bereits reduziert, Alarm! Die Hautfalte am Bauch – deren Fehlen auf Austrocknung hinweist, war jedoch noch in Ordnung. Das heißt für uns: das Baby genau beobachten und stets alarmiert sein, wenn sich der Allgemeinzustand verschlechtert. Sollte dieser übers Wochenende abnehmen, gilt es, sofort ins Krankenhaus zu fahren. Die dortigen Ärzte und Schwestern greifen dann auf einen Tropf zurück, der dem Baby wichtige Nährstoffe zurückgibt und dem Kind hilft, sich bald wieder besser zu fühlen.

Werbung

Magen-Darm-Infekt bei Babys

Als unser erster Sohn einen Magen-Darm-Infekt hatte, gingen wir sofort zur Kinderärztin, was bei Babys und kleinen Kindern oft eine gute Idee ist. Sie können feststellen, wie der Allgemeinzustand ist, ob das Kind die Krankheit gut wegsteckt. Sie empfahl eine Elektrolytlösung zum Ausgleich des Wasserhaushaltes sowie Heilnahrung. Heilnahrung? Noch nie gehört, ich dachte Möhrchenbrei stopft auch? Also ab in die Apotheke und teuren Kleister mit Bananengeschmack gekauft. Stinkt wie Tütensuppe, “schmeckt” wie Industrie. Beide Dinge plus Stillen haben mein Baby (Sohn 1.0) wieder fit gemacht. Stille ist eh eine sehr gute Idee: bei Magen-Darm soll Muttermilch mit den zauberhaften Enzymen den Kindern helfen, mit der Krankheit fertig zu werden. Unsere Kinderärztin in Berlin hatte noch weitere Tipps für uns.

Tipps bei Magen-Darm bei Kindern

  • Gekühlten Tee löffelweise geben – wird meist besser vertragen
  • Elektrolytlösung ist oft nicht nötig (im Zweifel zum Arzt!)
  • Trinkverhalten beobachten – wichtiger als Essen!
  • Zum Arzt bei Fieber, kein Trinken, starke Schlappheit
  • Leichte Speisen
    • Salzstangen
    • Toastbrot
    • Brezeln / Zwieback
    • Kartoffelbrei (ohne Milch und Fett)
    • Geriebener Apfel

Unser großer Sohn hat leicht erhöhte Temperatur und war den Tag über müde und machte sogar Mittagsschlaf. Ausruhen hilft ihm: Kassetten hören, iPad spielen, TipToi-Bücher ansehen etc. Im Hintergrund lief die Wäsche, der Mann muss seine Arbeit im Home Office wuppen. Und irgendwie schafft er es, trotz Seuche, produktiv zu sein. Wir boten ihm Essen an, zwangen ihn jedoch nicht, etwas zu sich zu nehmen.

Und wie schütze ich mein Baby?

Ich halte Baby 2.0 und mich fern von dem kranken Bruder. Wir nutzen verschiedene Wohnbereiche und Toiletten. Der Mann reinigt zwischendurch die Schüsseln, Eimer und Bäder mit Chlorreiniger und benebelt sich mit Desinfektionsmittel. Die Hoffnung bleibt, dass wir verschont bleiben. Das klingt doof, ist neben der Gesundung des Großen jedoch nicht zu vernachlässigen. Was bringt einem gesunden Kind zwei kranke Eltern und ein schreiender Bruder? Ein Kind mit Magen-Darm ist nämlich die Hölle auf Erden…

Seit 7 Stunden hat er nicht mehr gespuckt. Seit dem Morgen aß er zwei Mini-Brezeln und trank löffelweise Fenchel- und Pfefferminztee. Vielleicht war es nur ein kurzer Spu(c)k. Genug haben wir jedenfalls.

Was sind eure Tipps zur Linderung der Übelkeit? Was gebt ihr euren Kindern zu essen?

Werbung

Magen-Darm Infektionen bei Säuglingen

Hilfe, schon wieder macht eine Magen Darm Infektion Ihre Runden. Meist ist Ihr Motto kurz und heftig und wir Erwachsene stehen Sie in 2-3 Tagen durch. Doch wie schaut dies bei unseren Babys aus?

Werden die Kleinen noch gestillt so haben Sie einen großen Vorteil, denn ist die Mutter erkrankt so befinden sich in der Milch gleich auch die Abwehrkräfte für das Baby. Also unbedingt weiter stillen, so bleibt Ihr Baby gesund oder es übersteht die Infektion leichter.

Ist das Kind erkrankt so bekommt die Mutter über die Montgomery Drüsen an den Brustwarzen durch den Speichel des Kindes die Information über den Virus und so bildet auch hier die Mutter spezielle Abwehrzellen die sie dem Kind über die Muttermilch schickt. Gestillte Kinder verweigern meist auch Breis oder anderes Essen aber Sie trinken immer von der Brust und aus diesem Grund werden Sie nicht so schnell dehydriert ( ausgetrocknet ). Auch wenn es so scheint als ob das Baby die ganze Muttermilch wieder erbricht.

Wie stellt sich die Situation für das abgestillte Kind wenn es erbricht oder Durchfall hat? Daß Kinder, wenn Sie krank sind nicht mehr essen, ist vorläufig kein Problem. Wichtig ist, daß sie genug Flüßigkeit zu sich nehmen. Die Therapie ist natürlich abhängig vom Alter und je jünger die Babys sind um so schneller sollten Sie den Arzt aufsuchen.

Bieten Sie Ihrem Kind ständig Wasser oder z.B. Rotbuschtee oder Saft an. Ihr Arzt verschreibt Ihnen auch ein Elektrolytgetränk welches die Kinder aber aus Erfahrung oft ablehnen. Die Milchnahrung können Sie, insofern sie vertragen wird, etwas dünner anmachen. Überprüfen Sie ob und wie viele nasse Windeln das Baby hat. Der Harn soll nicht zu gelb (konzentriert) sein. Achten Sie auf rissige Mundwinkel und ob die Hautspannung Ihres Kindes abnimmt.

Leider gibt es gegen einen Virus kein Medikament, er muß einfach raus und das Kind muß selber mit ihm fertig werden. Bei Kindern unter einem halben Jahr sollte man recht schnell den Arzt aufsuchen. Die Gefahr des Austrocknens ist doch recht hoch und nur über ein Blutbild richtig beurteilbar. Bessert sich der Zustand bei einem größeren Kind nicht nach einem Tag oder verweigert es sämtliche Getränke so ist es auch ratsam den Arzt aufzusuchen.

Magen Darm Infekte können meist nicht medikamentös behandelt werden, aber wir müssen sicherstellen das das Kind genug Flüssigkeit zu sich nimmt, wenn nicht freiwillig dann eben über eine Infusion.

Überall wo Menschen sich treffen und gerade in Kindergruppen ist die Ansteckung besonders hoch. Wir sollen die Kinder deshalb aber nicht isolieren. Denken Sie daran, das alle durchgemachten Krankheiten in den ersten beiden Jahren das Immunsystem aufbauen und die Kinder letztendlich stärken!

Liebe Grüße
Elfriede Seiwald

Zurück

Stillen bei Infektionskrankheiten der Mutter

Auch in der Stillzeit kommen Erkältungen, Durchfall, Erbrechen und weitere Erkrankungen vor. Mütter, die unter Infektionskrankheiten leiden, fragen sich, ob sie weiterstillen dürfen oder nicht. Die meisten Infektionskrankheiten stellen kein Stillhindernis dar, das weitere Stillen kann das Baby vor schweren Verläufen sogar schützen. Bei einzelnen, schweren Erkrankungen, vor allem HIV, wird in entwickelten Ländern vom Stillen abgeraten.

Muttermilch schützt den gestillten Säugling auf vielfache Weise vor Infektionskrankheiten. Sie enthält zahlreiche antimikrobielle, entzündungshemmende und immunmodulatorische Faktoren, die helfen, einer Erkrankung vorzubeugen oder sie abzumildern. Unter anderem gelangen Antikörper in die Muttermilch, die sich spezifisch gegen Erreger richten, mit denen die Schleimhäute der Mutter in Kontakt gekommen sind. Das heißt, das gestillte Kind erhält einen spezifischen Schutz gegen die Erreger aus der Umgebung der Mutter, auch bei akuten Erkrankungen der Mutter.

Wenn die Mutter die ersten Symptome einer Grippe oder Erkältung zeigt, ist das Baby den Erregern meistens bereits ausgesetzt worden. Muttermilch kann Säuglinge zwar nicht vor Erkältungskrankheiten schützen, da die Bildung spezifischer Antikörper durch die Mutter erst mehrere Tage nach ihrer Infektion stattfindet, d.h. wenn sie anfängt, sich besser zu fühlen. Dennoch: Durch die gebildeten Antikörpern und weitere Resistenzfaktoren in der Muttermilch erkranken gestillte Säuglinge insgesamt weniger schwer an Erkältungskrankheiten und müssen seltener ins Krankenhaus eingeliefert werden als nicht gestillte Säuglinge. Hat die Mutter Fieber, dann braucht sie vermehrt Flüssigkeit. Sie kann weiterstillen.

Bei einem Magen-Darm-Infekt (also Durchfall, Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen) der Mutter kann die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung auf das Kind durch konsequente Hygiene reduziert werden. Das heißt, das Kind soll mit Erbrochenem oder Stuhl nicht in Berührung kommen und die Mutter und andere Bezugspersonen sollten regelmäßig mit warmem Wasser und Seife Hände waschen. Wie bei allen Infektionskrankheiten gelangen die spezifischen Antikörper, die die Mutter im Laufe ihrer Genesung bildet, in die Muttermilch. Unspezifische Resistenzfaktoren (z.B. Oligosaccharide) beeinflussen die Darmflora des Babys so, dass krankmachende Bakterien sich schlecht vermehren können. Magen-Darm-Infekte sind daher bei gestillten Kindern seltener und weniger schwerwiegend als bei nicht gestillten.

Wenn eine stillende Mutter unter Durchfall oder Erbrechen leidet, ist es in besonderem Maße wichtig, die verlorene Flüssigkeit und Elektrolyte (rezeptfrei in der Apotheke erhältlich oder selbstgemischt: 0,5 l Wasser, 0,5 l Obstsaft, 1 Teelöffel Kochsalz, 7-8 Teelöffel Zucker) schnell zu ersetzen. Da eine stillende Mutter große Mengen Wasser und Nährstoffe an das Kind abgibt, ist bei ihr die Gefahr bedrohlicher Kreislaufprobleme größer als bei einer nicht stillenden Frau. Da bei Fieber der Flüssigkeitsbedarf erhöht ist, sollte die Mutter ebenfalls darauf achten, besonders viel zu trinken. Sie darf weiterstillen.

Bei ernsthaften Infektionskrankheiten kontaktieren Sie bitte fachkundige Ärzte und eine Still- und Laktationsberaterin IBCLC (siehe auch unser IBCLC-Verzeichnis)!

Da HIV durch Stillen auf das Kind übertragen werden kann, wird in Industrieländern HIV-infizierten Müttern davon abgeraten, ihr Kind zu stillen. Die gleiche Empfehlung wird bei einer HTLV-I-Infektion ausgesprochen, die in manchen Regionen der Erde stark verbreitet ist. Bei Frauen, die nach der Geburt in ihr heimatliches Entwicklungsland zurückkehren, können andere Empfehlungen gelten: Aufgrund des hohen Risikos für Säuglinge, in manchen armen, unterentwickelten Ländern an anderen Erkrankungen zu sterben, wird in diesen Ländern unter der Einnahme von antiretroviraler Therapie auch HIV-positiven Müttern zum Stillen geraten.

Eine Herpes simplex-Infektion kann beim Neugeborenen schwere Erkrankungen auslösen. Ein direkter Hautkontakt des Kindes mit infizierten Partien muss daher unbedingt vermieden werden (bei Lippenherpes Mundschutz!). Sorgfältiges Händewaschen muss eingehalten und Schmusen und Küssen des Säuglings müssen vermieden werden, bis alle Läsionen abgeheilt sind. Stillen ist erlaubt, wenn an der Brust keine Herpes-Läsionen vorhanden sind oder wenn diese gut abgedeckt werden können. Wenn die Brustwarze selbst betroffen ist, sollte das Baby bis zur Abheilung der Läsion nicht an der betroffenen Seite angelegt werden, auch nicht unter einem Stillhütchen. Um die Milchbildung aufrechtzuerhalten, sollte die betroffene Brust regelmäßig entleert werden, etwa in dem Rhythmus, in dem das Baby daran trinken würde. Die gewonnene Milch muss pasteurisiert werden und dann darf das Baby sie trinken.

Bei Masern, Röteln, Mumps und Zytomegalie (CMV) wird zum Weiterstillen geraten. Bei CMV-positiven Müttern von Frühgeborenen vor der vollendeten 32. Schwangerschaftswoche muss die Muttermilch vor der Verfütterung ggf. pasteurisiert oder eingefroren werden.

Bei Hepatitis A ist Stillen erlaubt, wenn sowohl die Mutter als auch das Kind immunisiert werden.

Wenn eine schwangere Frau mit Hepatitis B diagnostiziert wird, bekommt der Säugling direkt nach der Geburt mehrfach eine aktive und passive Immunisierung. Stillen ist erlaubt, da die Infektionshäufigkeit sich bei gestillten und nicht gestillten Kindern nicht unterscheidet.

Hepatitis C: Laut Experten der WHO/UNICEF-Initiative Babyfreundlich (2017) gibt es keinen Grund, Müttern mit Hepatitis C vom Stillen abzuraten. Laut Lawrence & Lauwrence (2016) ist Stillen mit einer Hepatitis-C-Infektion vereinbar, nachdem eine ausführliche Beratung der Eltern stattgefunden hat.

Eine Mutter, die an einer geschlossenen Tuberkulose erkrankt ist, darf stillen. Eine vorübergehende Trennung von Mutter und Kind ist nur notwendig, wenn eine offene Lungen-Tbc der Mutter vorliegt und sie noch nicht zwei Wochen lang medikamentös behandelt wurde. Eine individuelle Beratung durch Ärzte und professionelle Stillberaterinnen ist – wie bei allen schwerwiegenden Erkrankungen – von großer Bedeutung.

Bei einer Windpocken-Erkrankung der Mutter innerhalb von vier Tagen vor bis vier Tagen nach der Geburt erhält das Kind eine Impfung und eine antivirale Therapie. Das Kind darf bei der Mutter bleiben und gestillt werden. Mutter und Kind sollten gegebenenfalls gemeinsam isoliert werden. Bei einem späteren Auftritt der Erkrankung darf normal gestillt werden. Bei einem Zoster / einer Gürtelrose darf weitergestillt werden. Das Baby darf mit dem betroffenen Körperteil allerdings nicht in Berührung kommen.

Bei einer Borreliose darf das Kind weitergestillt werden, während die Mutter behandelt wird.

Quellen:

  • WHO/UNICEF-Initiative Babyfreundlich: Medizinische Gründe für das Zufüttern. Adaptierte Übersetzung der WHO-Empfehlung „Acceptable medical reasons für supplementation“, 2017.
  • Lawrence R, Lawrence R: Breastfeeding. A guide for the medical profession. 8. Auflage, 2016, Elsevier, S. 436.
  • M. Scheele: Aspekte aus der Stillpraxis; und H. Przyrembel: Die Vorteile der Muttermilch. In Stillen und Muttermilchernährung, Grundlagen, Erfahrungen und Empfehlungen; Gesundheitsförderung konkret Band 3, von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.), Köln 2001.
  • Schaefer C, Spielmann H, Vetter K: Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit. Urban und Fischer. 7. Aufl. (2006).

WEITERE ONLINE-PUBLIKATIONEN ZUM THEMA:

  • Europäisches Institut für Stillen und Laktation: Erkrankungen der stillenden Mutter

Hilfe gegen Magen-Darm-Beschwerden beim Baby

Anzeige

Hat Dein Baby Magen-Darm-Beschwerden?

Bei Deinem Baby bedeutet nicht jede Form des Erbrechens, dass es ihm schlecht geht. Es gibt auch Situationen, in denen es normal ist, dass sich Säuglinge übergeben. Zum Beispiel das Ausspeien kleinerer Mengen von Nahrung eine halbe bis ganze Stunde nach der Mahlzeit kann ganz normal sein. Macht Dein Baby ansonsten einen gesunden Eindruck, musst Du vorläufig keinen Arzt aufsuchen. Wird das Erbrochene allerdings mit hohem Druck und in großer Menge ausgespuckt, kann das Erbrechen für den ganzen Körper zum Problem werden. Wasser, Salze und Säuren gehen so verloren. Dann solltest Du einen Arzt aufsuchen. Aber auch wenn Dein Kind jünger als sechs Monate ist, ist ein Arztbesuch unabding.

Anzeige

Symptome von Magen-Darm-Beschwerden beim Baby

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Manchmal Fieber

Ursachen von Magen-Darm-Beschwerden beim Baby

Wenn Dein Kind einen weichen oder wässrigen Stuhl hat liegt häufig eine infektiöse Magen-Darm-Erkrankung vor. Auslöser können Rota- und Noroviren oder die Bakterien von verunreinigten Lebensmitteln sein. Diese besetzen die Darmschleimhaut und verhindern so den natürlichen Gang der Dinge. Der Darm kann nicht mehr genügend Wasser und Mineralien aufnehmen, sondern scheidet sie einfach aus. Durchfall ist eine Notreaktion des Körpers, um die störenden Bakterien los zu werden.

Die Art und Weise, wie Dein Kind erbricht, und die Konsistenz des Erbrochenen können Aufschluss geben über mögliche Ursachen. Deshalb musst Du auf das Aussehen und den Geruch des Erbrochenen achten.

  • Grünlich-bräunliche Galle kann z.B. auf eine Dünndarmverengung hinweisen.
  • Ist Schleim im Erbrochenen enthalten, hat Dein Kind eventuell eine Bronchitis oder eine Magenentzündung.

Anzeige

Maßnahmen gegen Magen-Darm-Beschwerden beim Baby

  • Dein Baby sollte viel trinken, idealerweise Teesorten, die eine beruhigende Wirkung auf den Magen haben wie Kamille, Pfefferminz und Gänsefingerkraut.
  • Wenn Du Dein Kind stillst, solltest Du es auch trotz der Magen-Darm-Beschwerden Deines Babys weiter machen, da Muttermilch Wirkstoffe gegen Durchfall enthält.
  • Achte insgesamt auf eine hygienische Zubereitung der Babykost und koche beispielsweise Löffel und auch Wasser vor dem Essen und Trinken ab.
  • Du solltest Deinem Nachwuchs öfter die Windeln wechseln. Zudem beruhigt Zinkoxidhaltige Salbe Babys wunden Po.
  • In den ersten Tagen empfiehlt sich leichte Kost für Dein Kind, zum Beispiel Laugenstangen, Weißbrot oder Zwieback.

Magen-Darm-Grippe bei Säuglingen?

Hallo,
naja, also das schwallartige Erbrechen deutet schon auf einen Infekt hin. Auch stecken sich die Kleinen ja doch meist an von ihren Geschwistern, ich würde da ruhig von ausgehen. Und mit einem so jungen Säugling würde ich lieber einmal zuviel zum Arzt gehen als einmal zu wenig. Der Arzt kann anhand der Darmgeräusche und anhand einer vollen Windel (bitte unbedingt mitbringen, ist ganz wichtig!) feststellen, ob ein Magen-Darm-Infekt vorliegt. Er kann Stillstuhl auf jeden Fall von Durchfall-Stuhl unterscheiden!
Mein Sohn hatte mit 7 Monaten eine Darmgrippe. Weil er soviel Flüssigkeit verlor durch Durchfall und zu weniges Trinken, musste er mehrere Tage ins Krankenhaus und an den Tropf. Obwohl er munter war, und propper und rosig aussah wie immer, war er bereits dehydriert (Austrocknungserscheinungen). Er hatte keine trockene Haut und keine eingesunkene Fontanelle! Erst die Blutuntersuchung brachte eine zu hohe Konzentration an bestimmten Stoffen ans Licht.
Natürlich passiert das nicht jedem Baby, ich will damit nur sagen, dass man damit nicht spaßen darf. Vom Ki-Arzt bekommt man normalerweise Mittel, die den Flüssigkeitsverlust bremsen und ein Präparat, das den Verlust an Mineralsalzen ausgleicht, speziell für Säuglinge. Wir mussten damals vor allem deshalb ins Krankenhaus mit ihm, weil er zu wenig trank während des Infekts. Solange die Kleinen richtig viel trinken, ist das meist nicht nötig und die normale Behandlung reicht.
Ich würde notfalls noch am Wochenende zu einem Ki-Arzt, der Bereitschaftsdienst hat, oder in eine Kinderklinik fahren. Mit einem so jungen Baby ist das gerechtfertigt, hier sollte man weder Eigendiagnosen wagen noch zu lange warten, ne?
Gute Besserung Deinem Krümel (falls es ein Infekt ist),
Hexe

Erbrechen bei Baby und Kleinkind

Erbrechen bei Baby und Kind: Was tun?

Empfohlene Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Erbrechen bei Kleinkind oder Baby sind:

Verlorene Flüssigkeit ersetzen

Die wichtigste Maßnahme besteht darin, das Baby oder Kleinkind bei Erbrechen mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen, um den Verlust durch das Erbrechen auszugleichen. Geben Sie ihm in kurzen Abständen kleinere Mengen an Flüssigkeit wie lauwarmem Wasser (normalerweise alle fünf Minuten einen Teelöffel). Falls der kleine Patient die Flüssigkeit nicht wieder ausspuckt, können Sie langsam die Flüssigkeitsmenge erhöhen.

Vor allem bei Erbrechen mit Durchfall kann der Körper viel Flüssigkeit sowie Elektrolyte (Natrium, Kalium etc.) verlieren. Dann ist die Gabe spezieller Elektrolytlösungen aus der Apotheke (WHO-Trinklösung aus Traubenzucker und Salzen) ratsam.

Hausmittel

Viele Eltern setzen bei Erbrechen beim Kind Hausmittel ein, vor allem wenn zusätzlich Durchfall auftritt. Oft wird dem Kind etwa verdünnter Saft oder Wasser mit etwas Traubenzucker und Kochsalz eingeflößt – eine selbst hergestellte Elektrolytlösung (siehe oben), wobei fertige Lösungen aus der Apotheke aber meist die bessere Wahl sind (die richtige Zusammensetzung ist hier gewährleistet).

Schon im Säuglingsalter bewährt sich eine dünne Karottensuppe (Karotte hilft auch gut gegen Durchfall), die Sie püriert, leicht gesalzen und gezuckert in kleinen Portionen geben – sofern Ihr Kind überhaupt etwas essen mag und nicht alles gleich wieder erbricht (siehe unten).

Hat sich Ihr Kind gerade erbrochen, können Sie ihm ein kühles Tuch auf die Stirn legen (wenn ihm das angenehm erscheint) – es kann die Übelkeit und das Schwindelgefühl lindern, die oft bei Erbrechen auftreten.

Einem größeren Kind können Sie nach dem Erbrechen anbieten, den Mund mit Wasser oder Tee auszuspülen, um den üblen Geschmack los zu werden.

Wenig oder nichts zu essen geben

Einen gereizten Magen sollte man nicht mit Nahrung belasten oder höchstens mit leichter Kost wie Zwieback. Es macht also nichts, wenn Ihr Kind bei Erbrechen einige Zeit nichts isst – wichtiger ist, dass es ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt!

Wenn Sie Ihr Kind normalerweise stillen oder mit Muttermilchersatz füttern, dann können Sie auch bei Erbrechen ruhig damit fortfahren. Achten Sie aber darauf, mehrere kleine Mahlzeiten zu geben nicht wenige große. Übrigens: Fertigmilchnahrung vertragen Babys oft besser, wenn Sie sie verdünnt anrühren (z. B. halb Milch, halb Wasser).

Wie erkenne ich, ob meinem Kind Flüssigkeit fehlt?

Wenn ein Kind häufig erbricht, kann sein Körper schnell austrocknen. Besonders rasch passiert das bei Säuglingen, wodurch es innerhalb sehr kurzer Zeit gefährlich werden kann. So können Sie feststellen, ob Ihr Kind infolge von Erbrechen (und evtl. Durchfall) einen Flüssigkeitsmangel entwickelt hat:

  • Achten Sie darauf, wie oft Ihr Kind seine Blase entleert (auf der Toilette bzw. in der Windel). Vermindertes Urinieren deutet auf Austrocknung hin.
  • Oft atmen Kinder tief durch den Mund bei Flüssigkeitsmangel.
  • Ein Zeichen für zu wenig Flüssigkeit ist außerdem, wenn Ihr Kind weint, ohne dass Tränen kommen.
  • Eine feucht-rosa Mundschleimhaut, feuchte Zunge und Speichel im Mund zeigen an, dass der kindliche Körper ausreichend Flüssigkeit hat. Dagegen deuten trockene, blasse Schleimhäute und ein Mangel an Speichel ein Defizit an.
  • Einen starken Flüssigkeitsmangel beim Baby erkennen Sie an stehenden Hautfalten: Ziehen Sie zwischen zwei Fingern die Haut am Bauch des Kindes etwas hoch. Verstreicht die Falte nach dem Loslassen nicht sofort wieder, hat das Baby viel zu wenig Flüssigkeit.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.