Logisches denken fördern

Logisches Denken bei Kindern fördern

Es gibt viele gute Gründe das Logische Denken bei Kindern zu fördern. Mit einem guten logischen Denkvermögen gibt es zumeist große Vorteile in der Schule, besonders in den Fächern Musik, Mathematik und den verschiedenen anderen Naturwissenschaften. Doch wie kann man das Logische Denken bei Kindern am Besten fördern?

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, um das logische Verständnis zu fördern. Die wahrscheinlich beliebtesten und effektivsten sind hierbei das Erlernen eines Instrumentes, Gehirntraining oder das Erlernen eines Brettspiels wie Schach oder Dame. Oberste Priorität hat aber stets, dass das Kind selbst Freude an der jeweiligen Tätigkeit hat und nicht lediglich dazu gezwungen wird. Ansonsten kann es passieren, dass die Ergebnisse sehr schlecht sind.

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Die Vorzüge der verschiedenen Methoden

  • Beim Erlernen eines Instrumentes ist der Vorteil natürlich offensichtlich. Das Musikverständnis wird stark verbessert und ein Instrument zu beherrschen, ist natürlich immer ein Vorteil. Dafür ist diese Methode zumeist sowohl sehr kostspielig als auch zeitaufwendig.
  • Beim Schach wird das das Logische Denken von Kindern ebenfalls gefördert. Zusätzlich erwirbt man hier auch ein taktisches und strategisches Verständnis. Allerdings kann es schwierig sein, Schachgruppen für Kinder zu finden, da es zumeist ein Sport ist, der von Älteren betrieben wird.
  • Beim Gehirntraining gibt es den besonderen Vorteil, dass es nicht nur die Logik, sondern auch die Intelligenz trainieren und verbessern kann. Als großer Nachteil ist hier zu sehen, dass es nur alleine durchgeführt werden kann, dafür ist der Zeitaufwand hier allerdings auch am geringsten.

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Ein professionelles Gehirntraining auf NeuroNation fördert das logische Denken bei Kindern wohl am meisten. Durch eine Vielzahl von spaßigen aber effektiven Übungen trainiert man so die Logik, Intelligenz aber auch andere Fähigkeiten, wie das räumliche Vorstellungsvermögen. Auf NeuroNation bieten wir insgesamt über 60 verschiedene Übungen an, von denen ein Drittel kostenlos sind, damit Sie sich selbst von der Effektivität dieser Übungen überzeugen können. Probieren Sie es aus!

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Logisches Denken und seine Entwicklung bei Kindern

Logisches Denken und seine Entwicklung bei Kindern.

Logisches Denken entwickelt sich bei Kindern erst allmählich. Der erste Schritt bei kleinen Kindern ist die Erkenntnis, wenn….dann. Dieses einfache Ursache- Wirkung Prinzip ist eine Reihenfolge, die Kinder erst nach und nach erlernen und in immer mehr alltäglichen Situationen anwenden lernen. Z.B. Wenn ich auf einen bestimmten Knopf drücke, geht das Licht an! In manchen Situationen kann diese für Eltern mit Stress verbunden sein. Z.B. wenn die lieben Kleinen plötzlich nicht mehr im Bett liegen bleiben, sondern sich zum ersten Mal vorsichtig der Gedanke einschleicht, wenn ich hier oben liege, passiert da untern noch etwas anderes. Sicher mag es andere Aspekte geben, die Kinder dazu bewegen, mit 2 – 3 Jahren wieder aufzustehen oder nach den Eltern zu rufen. Mir geht es hier nur um das Verständnis, wie sich das Denken in logischen Reihenfolgen entwickelt.

Ein weiteres Beispiel, dass gerne überbewertet wird, ist das erste bewusste Lügen eines Kindes. Da hat ein Kind im Kindergarten bewusst ein Spielzeug heimlich eingesteckt…..als es Zuhause entdeckt wird, ist das Entsetzen groß. Es gilt zu bedenken, dass ein gewisses logisches Denken erst einmal funktionieren muss, um bewusst so handeln zu können. Im Umkehrschluss ist dies der Moment, wo sich bei dem Kind auch ein Gewissen entwickeln kann, denn auch hierfür ist logisches Denken notwendig. „Wenn ich so etwas tue, dann könnte jemand anderes mit meinen Sachen auch so umgehen.“ Diese Logik findet sich in der Redensart wieder: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.

Ursache und Wirkung zusammenzubringen und eine bestimmte Abfolge einhalten zu können, ist in vielen Lebenssituationen sehr wichtig. Erst passiert das – dann passiert das. Kinder, die damit Schwierigkeiten haben, sind in der Regel die Kinder, die häufig ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität) diagnostiziert bekommen. Diese Kinder zeigen eine hohe Impulsivität, eine erhöhte motorische Unruhe und wirken schnell unkonzentriert. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass Reihenfolgen nicht als Reihenfolgen wahrgenommen werden bzw. nicht automatisch in Reihenfolgen gedacht wird oder es schwer fällt diese einzuhalten. In der Praxis führt das dazu, dass sie das zuerst gesagte noch mit bekommen, aber sich keine Gedanken darüber machen, was der 2. Schritt wäre.

Eben diese Kinder schalten aufgrund neuer interessanter Eindrücke schnell um auf etwas Neues um und blenden andere Dinge aus. Das geschieht nicht willentlich, nicht mit Absicht. Deswegen machen sie sich oft um die Konsequenzen ihres Handelns weniger Gedanken und können Situationen und deren Auswirkungen nicht so gut überblicken.

Ein Schulleiter berichtet: „Es ist unfassbar! Sie können sich das nicht vorstellen. Der Junge stand vor mir mit großen braunen Rehaugen hat er mich angeguckt und ich habe ihm erklärt: Dominik, Du darfst in den Pausen das Schulgelände nicht verlassen. Und er hat vor mir gestanden, mich angeschaut und genickt!

Daraufhin entließ ich den Jungen, aber als ich in der nächsten Pause zufällig aus dem Fenster schaute, was sah ich? Dominik, und zwar wie er gerade wieder mit einem anderen Jungen das Schulgelände verlässt. Als ich ihn zur Rede stellte, sagte er peinlich verlegen: „Ich hab nicht mehr dran gedacht“.

Sicher gibt es auch Kinder, die solche Anweisungen absichtlich übergehen. Die sind hier nicht gemeint. Hier geht es um die Kinder, die aufgrund ihrer Impulsivität handeln und denen es dadurch schwer fällt, Regeln zu verinnerlichen, so dass sie als abgespeichertes Wissen in jedem Moment verfügbar sind.

Dennis (15 Jahre) beklagt sich darüber, dass er ständig Ärger hat. „Gestern“, z.B. erzählt er, „waren wir zu dritt im Kino. Irgendwann ist der Mülleimer neben mir umgekippt, dabei habe ich überhaupt nichts gemacht. So was passiert mir immer wieder.“

Bei Dennis kam mir ein Zufall zu Hilfe, denn ich hatte Dennis ein paar Tage zuvor zufällig in der Stadt vor der Eishalle beobachten können. Was ich gesehen hatte, war folgendes: Dennis kam nach seinem Eishockeytraining aus der Eishalle, den Eishockeyschläger noch in der Hand und schlenderte zur Bushaltestelle. Am Parkplatz vor der Eishalle waren Absperrgitter aufgestellt. Dennis bewegte den Eishockeyschläger in seiner Hand, ging am Absperrgitter vorbei und zog dabei mit seinem Schläger an den Stangen des Gitters entlang. Gedankenlos, wie es schien, obwohl es ein nicht unerhebliches Geräusch verursachte. Das Absperrgitter fing durch den Druck des Schlägers an zu wackeln, was Dennis aber anscheinend nicht wahrnahm. Das wiederholte sich bei vier Absperrgittern. Dicht neben den Absperrgittern parkten Autos und im Übrigen war es schon 19.30 Uhr abends. Heißt: mir war sofort bewusst, dass durch das Umkippen eines Absperrgitters ein Auto beschädigt werden könnte, auch stellte ich mir vor, dass es Anwohner oder Passanten gab, die sich durch den Lärm belästigt fühlen konnten.

Dies alles aber hatte Dennis nicht „auf dem Schirm“.

Ich versuchte Dennis zu erklären, was in meinem Kopf vorging, wenn ich mich für ein bestimmtes Handeln entschied. „Stell dir ein Monitor vor, einen Bildschirm! Ich bekomme eine Idee von dem, was ich machen möchte, also einen Impuls. Das Bild erscheint groß auf meinem Monitor, aber gleichzeitig erscheinen am unteren Rand des Bildes drei weitere Bilder, die mir zeigen, was in der Folge passieren könnte.

Dennis schaute mich verwundert an. Er schloss für einen Moment die Augen und überlegte. „Nein, bei mir ist immer nur das große Bild da! Mehr nicht.“

Genau dieser Jugendliche kam eines Tages und erzählte mir, dass er am Tag zuvor beim Üben mit seinem Vater für die bevorstehende Mathematikarbeit, vor Wut sein Heft zerrissen hatte. Sprunghaft erzählte er mir Einzelheiten der Situation. Wir nahmen jede Einzelheit und schrieben sie auf eine Karteikarte. Am Ende bestand der ganze Hergang aus 16 aufgeschriebenen Momenten. Aber Dennis benötigte relativ lange, um sie zunächst einmal in eine richtige Reihenfolge zu bringen und mir den Ablauf dann noch einmal in Reihenfolgen zu schildern.

Das sah in etwa so aus: Mein Vater hat mir die Aufgabe erklärt! Ich habe sie nicht verstanden. Er hat sie mir noch mal erklärt. Ich war sauer, weil er so schnell redet. Ich war sauer, weil ich es wieder nicht verstanden habe. Ich konnte gar nicht mehr zuhören. Ich habe meinen Vater angeschrieen. Ich wollte nur weg. usw.

Als Dennis sich anhand der Karteikarten den ‚Ablauf noch mal vergegenwärtigte, zeigte er auf eine Karte und sagte spontan: „An der Stelle hätte ich eine Pause gebraucht!“ Und er war sich sicher, sein Vater hätte dies verstanden.

Ich möchte an dieser Stelle nur auf eine Konsequenz hinweisen, die Kinder und Heranwachsende wie Dennis oft erleben. Diese Kinder werden erfahrungsgemäß wesentlich häufiger ermahnt. Wobei – das klingt noch viel harmloser, als es für manche Kinder wirklich ist.

Sie müssen sich einmal bewusst machen, dass viele dieser Kinder, die hier gemeint sich, die Schwierigkeiten haben mit Ursache – Wirkung, Regeln, Reihenfolgen etc, erfahrungsgemäß ihren Namen 150 – 200 Mal am Tag mit einem negativen Unterton hören. Und das ist nicht zu hoch gegriffen.

„Lukas, hör mir doch mal zu!“ „Lukas, sag mal… !“

„Dennis, wie oft soll ich dich noch rufen!“

„Dominik!!!“

„Philipp, …nicht schon wieder!“

„Klara, was hab ich dir gesagt?“

„Pascal, das gilt auch für dich!“

„Immer das gleiche! Ti–i-m-m-o-o!“

Wenn Sie so ein Kind kennen und es über einen Zeitraum von einer Stunde im Umgang mit anderen Menschen erleben, bekommen Sie vielleicht eine Vorstellung von dem, was ich meine. Wenn Sie dann einmal zählen und hochrechnen auf 8-12 Stunden am Tag, dann werden Sie merken, dass die Zahl keinesfalls unrealistisch ist. In jeder Schulklasse sitzen mindesten zwei solcher Kinder. Wichtig hierbei ist einfach zu bedenken, dass der Name das ist, worüber wir uns definieren. Über den Namen identifizieren wir uns. Wie wirkt es sich wohl auf die Ausbildung eines gesunden Selbstwertgefühls eines Kindes aus, wenn der Name fast immer negativ belegt ist?

Genau diesen Aspekt hatte ich auf einem meiner Abendvorträge erzählt und bekam am darauf folgenden Tag einen Anruf der Schulleiterin. Sie erzählte, dass sie einem Vater, dessen Sohn in der Schule sehr auffällig war, nahe gelegt hatte, sich meinen Vortrag anzuhören. Der Vater war nicht sehr begeistert sich so einen, wie er sagte: „psychologischen Quatsch“ anzuhören, aber er kam. Die Schulleiterin erzählte weiter, dass dieser Vater sie soeben aufgesucht hätte. Unter Tränen hatte er ihr mitgeteilt, dass er einsehe und bereit sei, sich Hilfe zu holen und auch an seinem Verhalten etwas zu ändern. Nach meinen oben beschriebenen Ausführungen, sei ihm aufgefallen, dass er seinen Sohn bis zum Frühstück schon 10mal in so einem Tonfall angesprochen hätte.

Für das Einüben von Reihenfolgen gibt es keine Patentrezepte. Sie erfordern viel Verständnis und viel Kreativität. Zum Glück kommt auch mir meine Intuition zu Hilfe und am folgenden Beispiel können Sie sehen, welchen Vorteil kreative Einfälle haben können.

Ich erwartete einen neuen 14 jährigen Schüler. Aus dem Vorgespräch mit der Mutter wusste ich, dass Gerrion hyperaktiv war und sehr darunter litt, dass er seine Hausaufgaben nicht zügig erledigen konnte. Er benötigte Stunden, da er sich selbst immer wieder ablenkte oder ablenken liess. Als Gerrion hereinkam und wir uns bekannt gemacht hatten, wurde mir sehr schnell klar, dass alle meine Vorüberlegungen und Planungen für den Verlauf der Stunde nichts taugen würden. Dieser wache, lebhafte Junge war dermaßen sprunghaft, schien alles gleichzeitig wahrzunehmen, redete in einem durch, schilderte mir zwischendurch in zwei Sätzen sein Problem, nahm so ziemlich jeden losen Gegenstand in meinem Raum unter die Lupe, kommentierte alles und war nur in Bewegung.

Irgendwann zeigte er mir, wie er sich an seine Hausaufgaben begab, aber …nur kurz, denn natürlich blieb er nicht bei der Sache. Da kam mir genialer Einfall. Ich fragte ihn, ob er etwas trinken wolle und ich bat ihm auch ein paar Kekse an. Er willigte sofort ein. Ich stand also auf und legte los: D.h. ich schauspielerte. Dabei kommentierte ich jeden meiner Schritte und Gedanken. „Ich gehe jetzt zur Tür, von dort aus in die Küche und hole für Dennis und mich Apfelschorle und Kekse.“ An der Tür angekommen, drehte ich mich um, blickte auf einen Gegenstand, „oh, das ist ja interessant!“ sinnierte laut darüber, wandte mich dann einer anderen Sache zu, und immer wieder ermahnte ich mich zwischendurch laut: „Jutta, denk an die Reihenfolge, du wolltest für Dennis und dich Apfelschorle und Kekse holen. Geh endlich in die Küche und…“ Mein Spiel dauerte sicher 10 Minuten, immer wieder lenkte ich von meinem ursprünglichen Vorhaben ab, kommentierte alles…und Dennis beobachtete mich intensiv, wurde immer ruhiger, bis er endlich nach einer geraumen Zeit laut und deutlich sagte: „Jetzt halt dich doch endlich mal an die Reihenfolge.“ Und jetzt tat ich es! Anschließend war es möglich, mit ihm über die Bedeutung von Reihenfolgen zu sprechen. Er schien die Wichtigkeit von Reihenfolgen zu begreifen und erkannte den Zusammenhang zu seinem Problem. Am Ende der Stunde, als seine Mutter ihn abholte, klang Dennis so: „Hallo Mama, schön dass du da bist. Ich packe jetzt meine Sachen ein (tat es!), dann setze ich den Tornister auf, nein, erst muss ich noch meine Jacke anziehen (tat es!), dann setze ich den Tornister auf (tat es!), jetzt muss ich mich verabschieden. Er kam zu mir gab mir die Hand und sagte: Danke, es war schön hier, bis nächste Woche!“ Dann wandte er sich seiner Mutter zu und sagte: „Mama, wir können gehen!“

Natürlich war sein Problem damit noch nicht behoben. Aber wir hatten einen Ausgangspunkt, von wo aus wir uns an das Thema „Reihenfolgen“ in Hausaufgabensituationen machen konnten.

Sie sehen also an diesem Beispiel: um im individuellen Fall einen Ansatzpunkt zu finden, bedarf es oft erst einmal eines Aha-Effekts bei dem Lernenden.

Fördern Sie das logische Denken Ihres Kindes

Spielerische Erfahrungen im Kleinkindalter sind notwendig, um sich in der Welt der Logik Schritt für Schritt weiterzuentwickeln und um auch später u. a. im Mathematikunterricht mithalten zu können. Es ist inzwischen zwar wissenschaftlich bewiesen, dass Menschen einen angeborenen Zahlensinn besitzen und schon vier Monate alte Säuglinge Zahlen erkennen sowie einfache Plus-Minus-Aufgaben durchführen können, aber ohne Förderung stagnieren diese Fähigkeiten.

Rechnen kann also jeder lernen, sofern er nicht eine Dyskalkulie (Rechenschwäche) hat. Kinder, die niemals die Gelegenheit hatten, sich intensiv mit verschiedenen Materialien zu beschäftigen und alle möglichen Experimente durchzuführen, haben allerdings in der Schule weitaus schlechtere Startchancen. Daher habe ich Ihnen einige Lerntricks und -spiele zusammengestellt, mit denen Ihr Kind das logische Denken und seine Rechenfähigkeiten verbessern kann.

Wie Kinder Sicherheit im Hunderterraum erreichen

Im Alltag aber auch in der weiterführenden Schule ist es absolut sinnvoll, die vier Grundrechenarten im Hunderterzahlenraum sicher zu beherrschen. Nutzen Sie daher jede Gelegenheit, mit Ihrem Kind diese Fähigkeit zu trainieren. Auch das Einmaleins sollte Ihr Kind im Schlaf können. Bei vielen Rechnungen wird es gebraucht, sowohl in der Grundschule als auch im späteren Mathematikunterricht. Da ist es zeitraubend, wenn Ihr Kind sich jede Aufgabe erst mühsam erarbeitet. Damit das Gedächtnis weniger arbeiten muss, eignet sich für viele Inhalte die Lernmethode des Memo-Haus. Dabei werden einzelne Räume verschiedenen Inhalten zugeordnet. Beim gedanklichen Wandern durch das Haus kann Ihr Kind sich diese Inhalte bildlich vorstellen. Auch beim Einmaleins-Lernen hat sich das schon bewährt. Und so geht es:

Lernmethode: Memo-Märchenhaus – ein Haus voller Zahlen

Erschaffen Sie sich mit Ihrem Kind ein fantasievolles Haus mit zehn Zimmern. Das kann zum Beispiel ein Märchen-, ein Tier-, ein Familien- oder ein Pflanzenhaus sein, in dem jeder Raum einen eigenen Charakter hat. Jedem Raum wird dann auch eine Einmaleins-Reihe zugeordnet. Im Märchenhaus könnte das wie in der folgenden Tabelle aussehen, wobei Ihr Kind die Märchen natürlich kennen sollte. Falls das nicht der Fall ist, wählen Sie lieber ein Tierhaus aus und entscheiden Sie sich für zehn verschiedene Tierarten.

Das Märchenhaus

Raum Märchen Einmaleins-Reihe
Flur Schneewittchen 1er-Reihe
Küche Hänsel und Gretel 2er-Reihe
Wohnzimmer Aschenputtel 3er-Reihe
Vorratskammer Zwerg Nase 4er-Reihe
Badezimmer Der Teufel mit den 3 goldenen Haaren 5er-Reihe
Mädchenzimmer Rumpelstilzchen 6er-Reihe
Jungenzimmer Frau Holle 7er-Reihe
Arbeitszimmer Rotkäppchen 8er-Reihe
Dachboden Das tapfere Schneiderlein 9er-Reihe
Keller Die Prinzessin auf der Erbse 10er-Reihe

Erfinden Sie nun gemeinsam mit Ihrem Kind zu jedem/r Raum/Märchen/Einmaleins-Reihe eine eigene Geschichte, zum Beispiel:

Flur: Dort ist das Schneewittchen zu Hause, das eine böse Stiefmutter hat. Jeden Abend schließt Schneewittchen die Augen und zählt langsam 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10. Bei jeder Zahl wünscht es sich, die böse Stiefmutter möge sie endlich in Ruhe lassen.

Küche: Hänsel und Gretel sammeln Brotkrumen, um den Weg aus dem Wald zu markieren. Jedes Kind findet immer zwei Brotkrumen und zusammen zählen sie: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18 und 20.

Vorratskammer: Zwerg Nase findet in der Vorratskammer eine Tüte Gummibärchen. Er ist entzückt und zählt seine Reichtümer in 4er-Schritten: 4, 8, 12, 16, 20, 24, 28, 32, 36 und 40.

Badezimmer: Dort grämt sich der Teufel mit den 3 goldenen Haaren, weil sie ihm ausgerissen wurden. Der tapfere Junge, der die Haare gegen Gold eingetauscht hat, zählt inzwischen seinen Schatz. Er bildet mit den Goldmünzen 5er-Stapel: 5, 10, 15, 20, 25, 30, 35, 40, 45 und 50.

Mädchenzimmer: Hier treibt Rumpelstilzchen sein Unwesen und stapelt Holz um sein Feuer herum. Je nachdem, wie kalt es ist, bedient es sich bei den kleinen oder den größeren Vorräten. Die Stapel setzen sich natürlich aus 6-er-Zahlen zusammen. Der kleinste enthält sechs Holzstücke, der nächstgrößere 12, dann kommt einer mit 18 Holzstücken, 24, 30, 36, 42, 48, 54 und der größte Holzstapel, den Rumpelstilzchen nur in eisigen Nächten benötigt, zählt 60 Holzstücke.

Frau Holle: Bei Frau Holle dreht sich alles um den Schnee, den sie mit ihren Helferinnen und Helfern auf die Erde rieseln lässt. Damit die Kinder damit Schneebälle unterschiedlichster Größen bauen können, fällt der Schnee in 7er-Häufchen auf die Erde. Für die kleinsten Schneebälle benötigen die Kinder 7 Flocken, für einen etwas größeren 14, dann 21, 28, 35, 42, 49, 56 und für den größten Schneeball 70 weiße, weiche Schneeflocken.

Und so weiter: Mit den restlichen Zimmern verfahren Sie genauso weiter beziehungsweise Sie lassen Ihr Kind so viele Ideen wie möglich selber einbringen. Je ausgefallener und fantasievoller die Ideen Ihres Kindes sind, desto besser wird es sich die Einmaleins-Reihen merken können.

Bauen Sie das wandelbare Haus langsam auf!

Gehen Sie beim Aufbau dieser Lernmethode langsam vor, denn auch das Einmalseins lernt Ihr Kind ja nicht an einem Tag. Immer wenn eine neue Zahlenreihe in der Schule durchgenommen wird, können Sie dem Haus ein weiteres Zimmer zufügen. So kommt Ihr Kind nicht durcheinander und verwechselt keine Räume. Das ist sehr wichtig, denn wenn es einmal damit beginnt, die Märchen durcheinanderzubringen, verliert die Methode an Wirksamkeit.

Vielleicht wirkt diese Lerntechnik etwas aufwändig, aber im Hinblick darauf, dass das Einmaleins lebenslanges Grundwissen ist, macht diese wirkungsvolle Methode durchaus Sinn. Außerdem können Sie die verschiedenen Märchen- oder Tierräume später auch für andere Lerninhalte verwenden.

Logische Intelligenz ist angeboren, verkümmert aber schnell, wenn sie nicht gefördert wird. Erstaunlich ist aber zum Beispiel dieses Verhalten: Erwachsene Hundehalter wissen, dass ihre Vierbeiner mit zunehmendem Alter kleine Intelligenzspiele spielen sollten, damit sie geistig fit bleiben. Doch Frauchen und Herrchen denken bei ihrer eigenen Fitness eher an Stepper und Joggingrunden im Park. Wo bleibt die Fitness für den Kopf?

Jeden Tag einen kleinen Logik-Dauerlauf von 15 Minuten machen, das hält die grauen Zellen in Schwung: Diese Empfehlung gibt die Hirnforschung bereits seit ein paar Jahren Menschen ab 20 Jahren. Zuvor, in der Schulzeit, gibt es automatisch genügend Trainingseinheiten.

Allein die Mathematik ist ein großes Feld, in dem die Logik immer wieder und immer wieder andersartig trainiert wird. Dass inzwischen viele Schulen einen Teil ihres Matheunterrichts durch Schachkurse ersetzt, passt ins Bild. Denn Schach fördert nicht nur die Logik, sondern auch strategisches, komplexes und vorausschauendes Denken. „Animal Kororo“ leistet dies ebenfalls.

Die niedliche Aufmachung macht dabei nicht nur Spaß, sondern ist generell ideal für Kinder ab dem Vorschulalter. Kinder denken und lernen anders, wissen Pädagogen, sie verbinden beides vor allem mit Emotionen. Und da Kinder im Hier und Jetzt leben, ist ein Alltags- oder zumindest konkreter Bezug zur Wirklichkeit vonnöten. „Animal Kororo“ leistet dies mit seinem Tierthema wie Förderspielzeug, das sich ebenso greifbare Themen sucht.

Dass derartige Förderinhalte ein Spiel sein können, sogar sein müssen, hat ebenfalls mit dem typischen Kinderdenken zu tun. Sie begreifen den Wissenserwerb als spannendes Abenteuer. Daher sollten Eltern auch nicht übertrieben ehrgeizig sein und ihre Kinder nicht ständig zu Denkaufgaben anhalten. Denn das bewirkt Unlust, Langeweile und Frust, der sich in Trotz äußern kann.

Hintergrund: Wie Kinder denken und spielen

Hirnforschung und Pädagogik beschäftigen sich intensiv mit dem Thema Spiele. Wer mehr über die Hintergründe wissen will, surft zu diesen Adressen:

Hirnforschung

Viele interessante News aus der Welt der Hirnforschung.

Pädagogik

Das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) hat ein Online-Familienhandbuch erstellt, das alle Aspekte des Lernens von Kindern vom Kindergarten bis zum Abitur beleuchtet. Eltern erhalten unter anderem wertvolle Tipps, welche Spielprinzipien sich für kleinere Kinder in welchen Phasen eignen.

Mathe-Spaß

Mathe-Spaß ist ein Portal, in dem die Mathematik zum Knobelspiel wird. Jetzt gibt es auch eine eigene Kinderseite, die voller kniffliger Aufgaben steckt.

Kinderspiele

Raten, Knobeleien, Logik und vieles mehr als Minigames: Die perfekten Pausenspiele nach ein paar schwierigen „Animal Kororo“-Leveln – oder zum Aufwärmen fürs DS-Tier-Logikspiel.

kinderspielegratis.de

Logikspiele & Wissensspiele
– Kostenlos online spielen!

Daher sind unsere Spiele zwar unterhaltsam, aber keinesfalls verschwendete Zeit. Logik umfasst ein weites Feld an Aufgabenstellungen, es kann sich dabei um Zahlenrätsel handeln, Wort- bzw. Bildrätsel oder auch Blöcke-verschieben-Spiele, für die wir sogar auch noch eine eigene Kategorie haben, in die du gerne mal hineinschauen kannst.

Entscheidend ist, dass du nicht mit einem zu hohen Schwierigkeitsgrad anfängst, denn dann kann sich schnell Frustration einstellen – also das Gegenteil von Spaß. Wir haben für jeden ein passendes Spiel und wenn dir nicht sofort das Schwierigste gelingen will, heißt das noch lange nicht, dass du nicht das geistige Potenzial dafür mitbringst – wie gesagt, auch in der Logik macht Übung und Training den Meister. Willy liebt Kekse ist zum Beispiel ein prima Spiel für Anfänger, da Willi dich sicher motiviert und die notwendige Taktik schnell zu erkennen ist. Vielleicht liebst du aber auch Wort- und Bildrätsel, bei denen du aus zwei Bildern ein Wort machen musst. Dieses Spiel gibt es in einer leichten und einer schweren Variante.

Diese Logikspiele empfiehlt die Redaktion

  • Zwei Bilder – Ein Wort (einfach)
  • Willi liebt Kekse
  • Fliegende Schweine 2
  • Bomben schubsen
  • Affenrätsel Ballons

Denken, Knobeln, Rätseln – Gehirne auf Hochtouren

Ähnlich wie Sport in der Gemeinschaft mehr Freude macht, ist auch der Denksport ein Vergnügen das teilbar ist. Wenn du Lust hast, Gleichgesinnte zu treffen, die ähnliche Vorlieben haben und sich gerne ihr Gehirn zermatern, bist du bei SpielAffe genau richtig. Alles, was du tun musst, ist dich jetzt kostenlos in der Community anzumelden, denn dann kannst du deine besten Erfolge speichern und dich als kluger Kopf feiern lassen, anderen Tipps geben und natürlich unsere Spiele auch kommentieren. Aber jetzt wünschen wir dir erst mal viele gute und logische Ideen für unsere Logikspiele!

Fluide Intelligenz: Ist logisches Denken erlernbar?

Lange galt der Spruch: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Und Generationen von Schülern verzweifelten vermutlich, weil ihnen ein Lehrer mangelnde Intelligenz oder eine geringe Fähigkeit zum logischen Denken vorwarf. Sollte es Ihnen ähnlich ergangen sein, trösten Sie sich: Alles Blödsinn. Fluide Intelligenz heißt die Fähigkeit, über die der Mensch verfügt und die sich trainieren lässt. Wie sie mit logischem Denken zusammenhängt und was Sie dafür tun können…

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

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Fluide Intelligenz Definition: Eine Form der Intelligenz

Es gibt Menschen, die zweifelsfrei als intelligent bezeichnet werden, etwa wissenschaftliche Größen wie Albert Einstein. Dennoch ist die Frage, was Intelligenz eigentlich ist, nicht zweifelsfrei geklärt, zur Definition werden dann gerne psychologische Modelle herangezogen.

Die Psychologie macht verschiedene Formen der Intelligenz aus, zum Beispiel die emotionale Intelligenz. Als größten gemeinsamen Nenner kann man Intelligenz (lateinisch intellegere = verstehen, wählen zwischen) als Zusammenfassung der kognitiven Leistungsfähigkeit des Menschen beschreiben.

Ebenfalls bekannt sind die theoretischen Überlegungen des britisch-amerikanischen Psychologen Raymond Cattell, der 1971 die Zweikomponententheorie entwickelte. Ihr zufolge gibt es zwei Faktoren der generellen Intelligenz, die kristalline Intelligenz und die fluide Intelligenz.

  • Kristalline Intelligenz

    Mit kristalliner Intelligenz lässt sich das Faktenwissen beschreiben, das der Mensch sich im Laufe seines Lebens aneignet. Dazu gehört erworbenes Wissen wie Vokabeln lernen ebenso wie das Wissen um die korrekte Anwendung von erworbenen Wissen, so beispielsweise Fahrradfahren oder auch herausgefundene Wege zur Problemlösung.
    Der amerikanische Psychologe John L. Horn geht davon aus, dass die kristalline Intelligenz (Crystallized-Ability) im Laufe des Lebens weiter zunimmt.

  • Fluide Intelligenz

    Fluide Intelligenz (General-Fluid-Ability), auch fluides Denken genannt, beschreibt die Fähigkeit zu logischem Denken und Problemlösungskompetenz. Man geht davon aus, dass die fluide Intelligenz genetisch bedingt ist und ab einem Alter von 25 Jahren abnimmt.
    Fluide Intelligenz zeigt sich darin, wie schnell sich ein Mensch in neuen Situationen zurechtfindet und anpasst. Ebenfalls zählt dazu die Verarbeitungsgeschwindigkeit. Sie ist typisch für kleine Kinder, die beispielsweise mühelos Fremdsprachen erlernen.

Kristalline und fluide Intelligenz in Kombination

Da die fluide Intelligenz zu einem gewissen Grad angeboren zu sein scheint, bildet sie die Grundlage für die kristalline Intelligenz, beide Formen der Intelligenz hängen also zusammen.

Ein gutes Ausdrucksvermögen, Fachwissen und soziale Kompetenz gehen auf das kristalline Denken zurück, während die fluide Intelligenz vor allem für die Geschwindigkeit und Genauigkeit der Informationsverarbeitung steht. So lernen Kinder ja nicht nur Sprachen, sondern auch den Umgang mit technischen Geräten weitaus schneller und spielerischer als Erwachsene.

Die fluide Intelligenz ermöglicht die Aneignung von Wissen, die kristalline Intelligenz verknüpft dieses Wissen zu Erfahrung. Mit Erfahrung lässt sich wiederum der Abbau von fluider Intelligenz ausgleichen.

Welche Erfahrungen jedoch ein Mensch im Laufe seines Lebens macht und welches Wissen er sich aneignet, wird von vielen Faktoren bestimmt. Dazu zählen die persönlichen Interessen und Vorlieben, aber auch das soziale Umfeld und die Kultur.

Gerade in Deutschland ist die soziale Herkunft nach wie vor maßgeblich dafür, wer erfolgsversprechende Bildungswege einschlägt. Bei den Überlegungen zu fluider und kristalliner Intelligenz spielt also die alte Debatte um Anlage versus Umwelt immer eine Rolle.

Fluide Intelligenz kann trainiert werden

Besonders der präfrontale Cortex und der Scheitellappen stehen mit fluider Intelligenz in Verbindung. Da diese Bereiche vom altersbedingten Abbau betroffen sind, erklärt sich einmal mehr, warum Kinder und Jugendliche eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit haben.

Ab einem Alter von Mitte zwanzig nimmt die fluide Intelligenz ab. Dass dennoch nicht alle Menschen plötzlich verblöden, erklärte man sich bisher damit, dass sich der Abbau der fluiden Intelligenz offenbar mit Erfahrungswissen kompensieren lässt.

Statt in Routinen festzustecken, soll man lieber häufiger seine Gewohnheiten ändern, beispielsweise einfach mal einen anderen Weg zur Arbeit fahren als bisher und somit neue Anreize für das Gehirn schaffen. Solche Tricks tragen bereits dazu bei, dass die fluide Intelligenz weniger schnell abnimmt.

Aber es ist noch mehr möglich. Die Schweizer Neuropsychologin Susanne Jaeggi fand in Studien heraus, dass fluide Intelligenz trainierbar ist. Zwar ist sie genetisch vorbestimmt, aber lediglich zu 40 Prozent. Das heißt satte 60 Prozent, also mehr als die Hälfte, lassen sich trainieren.

Genau genommen geht es bei fluider Intelligenz um das Arbeitsgedächtnis, welches dafür zuständig ist, Informationen kurzfristig zu speichern und zu verarbeiten. Wir benutzen das Arbeitsgedächtnis, wenn wir uns Telefonnummern merken oder ein Spiel spielen. Je schneller es funktioniert und möglichst viele Informationen gleichzeitig speichern kann, umso besser.

Typischerweise haben Physiker, Mathematiker und Hochbegabte ein besonders schnelles Arbeitsgedächtnis. Andererseits gibt es sehr gebildete Menschen mit einem hohen Wissen, die Schwierigkeiten haben, sich in ungewohnten Situationen zurecht zu finden – die fluide Intelligenz ist hier geringer ausgeprägt.

Steigerung des IQ in Versuchen?

Das Forscherteam um Susanne Jaeggi ließ Positionen von Kästchen auf einem Computerbildschirm aufleuchten, die sich die Versuchsteilnehmer merken mussten.

Erschien ein Kästchen an der gleichen Position wie das vorletzte, sollten sie einen Knopf drücken. Von Runde zu Runde steigerten die Forscher den Schwierigkeitsgrad der Aufgabe und die Probanden mussten sich beispielsweise zusätzlich Buchstaben merken.

Die doppelte Belastung schlug sich nicht nur auf das Arbeitsgedächtnis nieder, das erweitert wurde. Auch die gemessenen IQ-Werte stiegen deutlich an.

Allerdings wurden die Ergebnisse von anderen Forschern angezweifelt: Zwar ließ sich eine Verbesserung des Arbeitsgedächtnisses nachweisen, aber der Transfer auf die fluide Intelligenz nicht.

Fluide Intelligenz trainieren: Ein frommer Wunsch?

Leider ist auch die scheinbar neutrale Wissenschaft nicht frei von Wunschdenken, denn hinter jeder Forschung und jedem Ergebnis steckt ein Mensch, der ein gewisses Ziel verfolgt. Und gerade die Psychologie steckt in vielen Bereichen noch am Anfang, längst sind nicht alle biologischen, neurologischen oder psychischen Zusammenhänge des Menschen erforscht.

Zweifelsfrei hingegen haben verschiedene Untersuchungen belegen können, dass kontinuierliches Lernen geistig fit hält und vor Krankheiten wie Alzheimer schützen kann. Ob Sie nun Ihre fluide Intelligenz trainieren oder Ihre kristalline: Wenn Sie Ihre Intelligenz trainieren wollen, sind folgende fünf Faktoren ausschlaggebend:

  • Ehrgeiz

    Sie müssen eine Steigerung Ihrer intellektuellen Fähigkeiten erreichen wollen, um auch konkret im Alltag einen positiven Nutzen daraus ziehen zu können.

  • Abwechslung

    Vermeiden Sie ausschließliche Routine. Die ist in bestimmten Bereichen zwar vorteilhaft, weil Sie dann bestimmte Übungen verbessern. Ihnen sollte es allerdings darum gehen, viele verschiedene Gehirnareale miteinander zu verknüpfen. Das passiert durch ungewöhnliche, neue Wege.

  • Flexibilität

    Was auch immer Sie konkret trainieren, es ist wie mit einem Muskel im Fitnessstudio: Sie müssen sich natürlich gerade am Anfang an Ihrem persönlichen Niveau orientieren. Wer nie Gewichttraining gemacht hat, kann nicht plötzlich 100 Kilo wie nichts stemmen. Es geht darum, den goldenen Mittelweg zwischen Überforderung und Unterforderung zu finden und dann langsam zu steigern.

  • Motivation

    Sie brauchen ein gewisses Maß an Selbstmotivation. Das reine Training allein hilft nicht weiter.

  • Vielseitigkeit

    Idealerweise sollten unterschiedliche Aufgaben miteinander verbunden sein, so dass beispielsweise nicht einseitig ein Zahlenverständnis trainiert wird, sondern der Wortschatz und eine schnellere Auffassungsgabe ebenso. Textaufgaben in der Mathematik können hier hilfreich sein.

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Logisches Denken nicht logisch für mich?

Ich weiß nicht, was für dich „logisch“ bedeutet, aber an sich bedeutet das, aus Grundannahmen (Axiomen) die richtigen Schlüsse zu ziehen. „Richtig“ bedeutet hier, dass das Schlüsse sind, die durch die Grundannahmen gestützt werden.

Beispiel:
Grundannahme 1: Immer wenn es regnet, wird die Straße nass.

Grundannahme 2: Gerade regnet es.

Schluss: Die Straße muss nass sein <- ein völlig logischer Schluss, ergibt sich direkt aus den Grundannahmen.
Und jetzt ein verrücktes Beispiel:

Grundannahme 1: Wenn jemand pinke Sachen trägt, dann hustet irgendwo ein Floh.
Grundannahme 2: Wenn ein Floh hustet, dann wird morgen das Wetter schön.
Grundannahme 3: Florian trägt heute pinke Sachen.
Schluss: Das Wetter wird morgen schön!
Das ist ein völlig logischer Schluss aus diesen Grundannahmen. Richtig ist er nicht unbedingt, weil Grundannahme 1 und 2 ja beide zweifelhaft sind.

Also: man kann auch mit verrückten Grundannahmen logische Schlüsse ziehen. Natürlich sind das dann letztendlich keine guten Schlüsse, wenn die Grundannahmen schlecht waren, aber sie sind trotzdem logisch.

So gesehen kann selbstverständlich ein Selbstmörder logisch handeln.
Und so gesehen kann, gemessen an deinen Grundannahmen, auch deine Buchinterpretation völlig logisch sein.
Damit bist du höchstwahrscheinlich schon in der Lage, logisch zu denken. Du machst nur vielleicht andere Grundannahmen als andere.
Und ob die jetzt richtig oder falsch sind, das ist ein anderes Thema. Da müsste man im Einzelfall mal schauen. Aber ich sehe jetzt überhaupt nichts ungewöhnliches an dem, was du erzählst. Es kann ja sein, dass dein Interesse an Mathe nicht so hoch ist, dafür hast du dann andere Stärken.

Dass man die Beweggründe von Mördern verstehen kann, finde ich nicht ungewöhnlich. Kann man ja meist auch irgendwie, auch wenn man dem nicht zustimmen kann (weil die halt andere Grundannahmen haben).

Die bloße Erinnerung an ein negatives Vorurteil kann die Leistung von Mitarbeitenden vermindern, obwohl sie eigentlich kompetent und motiviert sind. Warum ist das so? Und was kann man dagegen tun?

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Stereotype – das heißt Annahmen über die Merkmale, die eine bestimmte Gruppe von Personen charakterisieren – gibt es im Arbeitsalltag jede Menge: „Frauen können nicht logisch denken“ und sind deshalb ungeeignet für strategische Positionen, „Männer sind keine Multi-Tasker“ und deshalb keine guten Teamleiter, und „Ausländer sind faul“ und keiner will mit faulen Kollegen arbeiten. Jeder kennt Stereotype, und kleine Sticheleien oder Witze beim Mittagessen halten Stereotype im gemeinschaftlichen Gedächtnis aufrecht. Stereotype sind aber nicht nur unangenehm für die Betroffenen, sondern wirken sich auch auf die Arbeitsleistung aus.

Die Bedrohung durch Stereotype

Ein uns selbst betreffendes Stereotyp kann, wenn es einmal in unseren Köpfen aktiviert ist, unsere Leistung vermindern: Wenn man z.B. einer Gruppe von Frauen mathematische Aufgaben gibt und vorher erwähnt, dass bei dem Test Geschlechtsunterschiede auftreten, dann schneiden Frauen schlechter in diesem Test ab als Männer. Wenn der gleiche Test ohne eine solche Aktivierung des Stereotyps „Frauen sind schlechter in Mathe“ bearbeitet wird, dann sind die Testleistungen von Frauen und Männern gleich. Ähnliche Befunde gibt es für Männer im sprachlichen Bereich und für Menschen mit Migrationshintergrund im allgemeinen Leistungsbereich. Die bloße Aktivierung des negativen Leistungsstereotyps mindert die Leistung der stereotypisierten Gruppe – und das Stereotyp bestätigt sich damit selbst. Stereotype können, wenn sie nicht sowieso in den Köpfen sind, sehr leicht durch unbedachte Äußerungen, durch die bloße Angabe z.B. des Geschlechts auf einem Fragebogen oder durch eine unausgewogene Gruppenzusammensetzung aktiviert werden. Wie kommt es aber, dass Menschen bei Stereotypisierung schlechtere Leistung zeigen?

Warum vermindern Stereotype die Leistung?

Wenn ein negatives Leistungsstereotyp über die eigene Gruppe aktiviert wird, dann denken die Stereotypisierten vermehrt über Dinge nach, die nichts mit der Aufgabe an sich zu tun haben, z.B. über die ungerechte Behandlung. Dazu kommt, dass Stereotypisierte nervöser werden: Herzschlag und Blutdruck gehen in die Höhe. Auch negative Gefühle wie Angst und Frustration sind Folgen aktivierter Stereotype. Zusammengenommen heißt das, dass die Person stärker von der eigentlichen Aufgabe abgelenkt ist, weniger Kapazitäten zum Lösen der Aufgabe hat und negative Gefühle die Motivation zur Aufgabenlösung vermindern. All das führt dazu, dass selbst leistungsstarke, selbstbewusste und motivierte Menschen schlechtere Leistungen zeigen. Langfristig kann es dazu kommen, dass Stereotypisierte diesen Leistungsbereich meiden. Wenn aber ganze Gruppen vor bestimmten Bereichen zurück schrecken, dann gehen wichtige Beiträge dieser Gruppen verloren und Potentiale bleiben unausgeschöpft.

Maßnahmen gegen die Bedrohung

Im Arbeitsalltag können Stereotype sehr leicht (und oft unabsichtlich) aktiviert werden. Beim Einstellungstest können z.B. unbedachte Kommentare von Mitbewerbern das Ergebnis verfälschen. Bei der Präsentation von Ergebnissen kann ein Kommentar über den Kleidungsstil Stereotype aktivieren. Stereotype sind nicht leicht aus der Welt zu schaffen. Im Arbeitsalltag kann man aber bewusst Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass Stereotype die Leistung vermindern.

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