Liegen in der schwangerschaft

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Liegen in der Schwangerschaft

Oft kommt die Diagnose beim Routine-Check beim Frauenarzt: „Sie sollten sich unbedingt schonen!“ Wer in der Schwangerschaft liegen muss, spürt statt Vorfreude plötzlich nur noch Sorgen und Langeweile. Hier erfährst du, warum das Liegen in der Schwangerschaft so wichtig ist und wie du die Auszeit auf dem Sofa oder im Bett am besten hinter dich bringst.

Wenn man in der Schwangerschaft liegen muss

Vorzeitige Wehen, Blutungen oder eine Schwäche des Gebärmutterhalses, bzw. des Muttermunds (Cervixinsuffizienz) – Gynäkologen verordnen da schnell eine Auszeit auf dem Sofa, um eine Frühgeburt zu verhindern. Denn so wird die Gefahr reduziert, dass sich der Gebärmutterhals verkürzt und sich der Muttermund zu früh öffnet. Die vorzeitigen Wehen sind ein Signal des Körpers, das besagt ‚Bitte kürzer treten!‘ – das auf gar keinen Fall ignoriert werden darf. Wenn du das Signal aber ernst nimmst, musst du dir in aller Regel keine Sorgen um dein Baby machen: Das Schonen ist allermeist eine effektive Maßnahme, und der Gebärmutterhals verlängert sich durch die Auszeit wieder oder verkürzt sich nicht weiter. Häufig ist die Schonfrist, bzw. die Bettruhe nur eine kurze Pause. Manchmal dauert die Liegezeit aber auch über Wochen oder sogar Monate an. Auch wenn das qualvoll ist: Für dein Baby ist die Schonung jetzt ganz wichtig! Und was sind schon ein paar Wochen Liegen im Vergleich zu einem wunderbaren, langen Leben mit dem Kind?

Schon dich!

Zervixinsuffizienz: Was bedeutet eine Gebärmutterhals­schwäche?

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Wichtig zu wissen

  • Blutungen in der Schwangerschaft sind immer ein Alarmzeichen und Grund für einen schnellen Termin beim Frauenarzt.
  • Auf unter 2,5 cm sollte sich der Gebärmutterhals nicht verkürzen, da sind sich Gynäkologen einig.
  • Wenn du schon vorzeitige Wehen hast, ist das zwar in jedem Fall ein Grund, sich zu schonen – so lange die Wehen nicht muttermundswirksam sind, musst du dir jedoch keine Sorgen machen.
  • Gründe für die Diagnose gibt es viele: Wer generell ein schwaches Bindegewebe hat oder bereits eine Operation hatte, hat ein höheres Risiko, in der Schwangerschaft Probleme zu bekommen und liegen zu müssen. Ein zu geringer Eisenwert gehört ebenfalls zu den Ko-Faktoren für Frühgeburten und vorzeitige Wehen. Und auch Stress kann gefährlich werden, das haben Studien inzwischen bewiesen. Mach dir keine Vorwürfe, dass du selbst etwas falsch gemacht hast – das ist nicht der Fall! Wichtig ist jetzt nur, dass du den ärztlichen Rat ernst nimmst und dich wirklich schonst.

Was hilft bei frühzeitigen Wehen und einem verkürzten Muttermund?

Liegen, Liegen, Liegen. So viel wie möglich! „Das Liegen hilft, den Druck auf den Muttermund zu lindern“, erklärt Dr. Martina Rauchfuß, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Die Organe werden entlastet und der Blutdruck sinkt, dadurch gehen Blutungen zurück. Häufig bekommen Schwangere zusätzlich Magnesium verschrieben, das hilft die Muskulatur zu entspannen.

Was heißt „sich schonen“, was bedeutet Bettruhe?

Es gibt verschiedene Arten der Schonung in der Schwangerschaft:

  • 1. Stufe: Anstrengende Tätigkeiten vermeiden, nichts Schweres heben
  • 2. Stufe: Bettruhe in den eigenen vier Wänden
  • 3. Stufe: Bettruhe in der Klinik

Wenn der Arzt dir den Rat gibt, dich zu schonen, bedeutet das erstmal nur, dass du auf alle körperlich anstrengenden Tätigkeiten verzichten solltest: Kein Sport, kein schweres Heben, kein Werkeln im Garten, kein andauerndes Tragen des Geschwisterkindes. Davon abgesehen darf der Alltag ganz normal weitergehen. Horche in dich rein und gönn dir öfter mal ein Päuschen – wenn nicht sogar eine Pause. Auch wenn das im hektischen Alltag nicht immer leicht zu bewerkstelligen ist.

Wenn der Arzt Bettruhe verordnet, heißt das nicht, dass du von nun an das Bett nicht mehr verlassen darfst. Kurz aufs Klo gehen, Duschen oder etwas zu essen aus dem Kühlschrank holen, sind erlaubt! Aber nicht nur der Körper soll jetzt zur Ruhe kommen, auch der Kopf muss runtergefahren werden. Denn die Komponente Stress ist bei vielen Schwangeren mit ein Grund für die Diagnose Liegen.

Schwangerschaft

Dauerstress gefährdet das Ungeborene

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Liegen in der Klinik

Manchmal sind wehenhemmende Mittel (Tokolytika) notwendig, dann muss die Schwangere stationär in die Klinik aufgenommen werden. Auch wenn eine Frühgeburt droht, ist die werdende Mutter in der Klinik am besten aufgehoben. „Im Gegensatz zu früher lassen wir die Frauen aber nicht monatelang im Bett liegen. Sobald es möglich ist, werden sie wieder mobilisiert und können nach Hause“, sagt Martina Rauchfuß, die als Frauenärztin und Psychotherapeutin an der Berliner Charité arbeitet. Sollte sich wirklich eine frühzeitige Geburt anbahnen, bekommt das Baby im Mutterleib eine Spritze zur Lungenreifung. Dieses Medikament hilft dem Neugeborenen dann, selbstständig zu atmen, wenn es auf der Welt ist.

Wichtig zu wissen: Jede Stufe ist keine Diagnose für den Rest der Schwangerschaft. Wenn du den ärztlichen Rat ernst nimmst, darfst du vielleicht schon bald wieder deinen normalen Alltag aufnehmen.

Wie geht’s weiter?

Eine Frage, die sich Schwangere, die liegen müssen, täglich stellen: Wann darf ich endlich wieder aufstehen? Eine allgemein gültige Antwort hierauf gibt es nicht. Der Frauenarzt oder die Hebamme werden den Muttermund regelmäßig kontrollieren.

Bei Blutungen in der Frühschwangerschaft gilt die Faustregel: Wenn es drei Tage in Folge keine Blutungen gab, darf die Mama in Spe vorsichtig wieder aufstehen.
Wenn die 37. Woche erreicht ist, wird die Bettruhe aufgehoben! Von jetzt an gilt das Baby nicht mehr als Frühchen – und darf sich, wenn es möchte, auf den Weg machen, um endlich Mama und Papa kennenzulernen.

Das hilft Schwangeren, die liegen müssen

Wer von heute auf morgen quasi ans Bett oder Sofa gefesselt ist, hat viel Zeit nachzudenken. Und viel Zeit, sich Sorgen um sein Ungeborenes zu machen. Jedes Ziepen im Unterleib wird zu Wehen umgedeutet, die Angst vor einer Frühgeburt steht immer im Raum. Ganz wichtig ist, dass du deine Sorgen jetzt nicht für dich behältst, sondern viel über deine Gedanken redest.

So überstehst du Angst, Langeweile und den Muskelabbau

  • Mach dich frei von einem schlechten Gewissen und suche die Schuld nicht bei dir. Versuche – auch wenn es anfangs unmöglich erscheint – deinen Kopf frei zu kriegen und dich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Häufig sind Projekte in der Arbeit nicht abgeschlossen, der Schreibtisch ein einziges Chaos, dazu kommt, dass weder das Babyzimmer eingerichtet noch die wichtigsten Sachen für den Nachwuchs besorgt sind. Das ist jetzt egal – es geht um das Wohl und die Gesundheit deines Babys, da ist alles andere nebensächlich!
  • Autogenes Training hilft beim Entspannen.
  • Demnächst ist es deine Aufgabe, ein kleines Menschenkind zu pflegen und zu umsorgen – genieße die vorerst letzte Zeit, in der sich andere um dich kümmern.
  • Nimm jede Hilfe an, die dir angeboten wird. Und scheue dich nicht, andere um Hilfe zu bitten.
  • Wichtig ist, dass du viel trinkst – vor allem bei der Einnahme von Magnesium, denn das kann zu einem trägen Darm führen.
  • Kommuniziere viel mit deinem kleinen Mitbewohner. Male dir Zukunftssituationen mit deinem Kind aus und freu dich auf die Zeit, wenn das Baby da ist.
  • Wer ganz plötzlich gar keine Bewegung mehr hat, baut schnell Muskeln ab. Hier können isometrische Übungen hilfreich sein: Dabei werden einzelne Muskeln gezielt angespannt, einige Sekunden gehalten und dann wieder entspannt. Deine Hebamme erklärt dir, welche Übungen gut für dich sind.

Mir ist so langweilig!

Auch wenn du die Zeit im Bett ganz entspannt hinnimmst, eines wird dir nicht erspart bleiben: Langeweile… Die gute Nachricht lautet: Jetzt ist Zeit für viele Dinge, die du schon immer mal machen wollten! Allerdings musst du dich jetzt natürlich auf die beschränken, die du im Liegen ausüben kannst. Hier ein paar Ideen:

  • Lesen! Alte Bücher, neue Bücher, die Lieblingsbücher aus der Jugend, die Zeitung von vorne nach hinten, die ersten Babybücher und und und.
  • Schau dir mal wieder all deine Lieblingsfilme an.
  • Puzzeln
  • Erstelle Fotobücher der letzten Jahre und Urlaube.
  • Ruf in aller Ruhe alte Freunde an.
  • Lade Freunde ein.
  • Leg dir auf Pinterest Boards für alle Lebenslagen an.
  • Plane den ersten Urlaub mit Baby.
  • Wolltest du nicht schon immer mal eine neue Sprache lernen?
  • Die Einkaufsliste für das Baby ist noch unendlich lang? Das ist nicht schlimm – alles, was du und dein Baby nach der Geburt brauchen, lässt sich online ordern.
  • Oder wie wär’s, wenn du mal die Stricknadeln zur Hand nimmst und Babys erstes Mützchen selbst strickst?

Wer kümmert sich um das Geschwisterkind, wenn die Mama liegen muss?

Wenn schon ein Kind da ist, dann ist übermenschliches Organisationstalent gefragt, das lässt sich nicht leugnen. Denn ein zwei- oder dreijähriges Kind lässt sich auch mit dem besten Willen nicht versorgen, wenn die Mama liegen und der Papa arbeiten muss. Nimm jede Hilfe an, die sich dir bietet – und scheu sich nicht, selbst aktiv Hilfe einzufordern. Das ist jetzt ein Notfall, den du alleine nicht bewerkstelligen kannst. In manchen Fällen bezahlen die Krankenkassen auch eine Haushaltshilfe, die sich um den Haushalt und vor allem um das Geschwisterkind kümmert.

Von wegen Bettruhe

„Bettruhe – eine potenziell gefährliche Behandlung.“ Das ist die neue Erkenntnis von Ärzten. Erschreckend, was alles passieren kann, wenn man zu lange im Bett bleibt: Der Fettanteil nimmt zu, die Muskulatur ab, die Körpertemperatur sinkt, der Spiegel männlicher Geschlechtshormone fällt, die Libido schwindet. Gehör, Schlaf und Gedächtnis werden schlechter. Da hilft nur eines: Bewegung! Sie ist die beste Medizin.

Bettruhe ist oft der erste Schritt einer medizinischen Behandlung. Viele kennen das Ritual aus eigener Erfahrung. Kaum ist man im Krankenhaus aufgenommen, legt man die Straßenkleider ab, zieht Nachthemd oder Pyjama an und geht ins Bett. Die Bedeutung eines Hospitals spiegelt sich in der Bettenzahl wider. Die Schwere einer Krankheit bemisst sich nach der Zahl der im Bett verbrachten Tage. Und ein guter Doktor setzt sich auf die Bettkante und hört zu.

Eine nur noch selten zu findende vornehme Zurückhaltung am Bettrand legt der bärtige Doktor an den Tag, den Pablo Picasso vor mehr als 100 Jahren in seinem Bild „Wissenschaft und Barmherzigkeit“ gemalt hat. Mit seiner Linken zählt er den Puls seiner Patientin, drängt sich ihr aber nicht auf. Er vertritt die Wissenschaft. Auf der anderen Seite steht eine Ordensschwester. Sie wendet sich der im Bett liegenden, kranken Frau zu und verkörpert die Barmherzigkeit. Für die Marburger Allgemeinärztin Annette Becker verbildlicht das Werk die Aspekte richtig verstandener Bettruhe. Schonung bedeute „mehr als nur die medizinisch verstandene Ruhigstellung, sondern auch Fürsorge, Behutsamkeit und Schutz einer durch Krank- heit belasteten Person“. Der französische Schriftsteller Jules Romains erzählt in dem Dreiakter „Knock oder Der Triumph der Medizin“ die Geschichte des Landarztes Knock, der ein ganzes Bergdorf in ein Lazarett verwandelt, indem er den Bewohnern absonderliche Leiden andichtet. Seiner ersten Patientin gibt dieser Krankheitserfinder Folgendes auf: „Wenn Sie zu Hause sind, gehen Sie gleich zu Bett. Am besten in einem Zimmer, wo Sie so weit wie möglich ungestört liegen. Schließen Sie die Vorhänge und Jalousien, damit Sie das Licht nicht irritiert. Vermeiden Sie jeden Kontakt.“ Eine ganze Woche müsse die Frau so ausharren, gebietet Dr. Knock, dann werde man sehen. „Wenn Sie sich gestärkt fühlen, wenn Kraft und Zuversicht sich wieder eingestellt haben, ist die Krankheit weniger schlimm als befürchtet, und ich werde der Erste sein, der Entwarnung gibt. Wenn Sie allerdings weiterhin allgemeine Müdigkeit und einen schweren Kopf verspüren, wenn Sie Mühe haben aufzustehen, dann sollten wir keine Minute verlieren und mit der Behandlung beginnen.“

Im Fortgang der Komödie wird die Dame ein Fall für die Medizin, und die Forschung im echten Leben erklärt, warum das so kommen muss: Schon nach wenigen Tagen im Bett schrumpfen die Muskeln, und im Körper nehmen ungute Prozesse ihren Lauf. Diese Folgen der Schonung können der Gesundheit stärker abträglich sein als jene Beschwerden, deretwegen man ins Bett befohlen wurde.

„Bettruhe – eine potenziell gefährliche Behandlung, die einer vorsichtigeren Bewertung bedarf“, überschrieben vor einiger Zeit australische Ärzte ihren Aufsatz im Fachblatt „The Lancet“. Für ihre Übersichtsarbeit haben sie die medizinische Literatur gesichtet und nach Studien gesucht, in denen der Nutzen von Schonung erforscht worden war. Die Analyse von 24 Studien zur Bettruhe nach Operationen ergab: Bei keiner der Eingriffsarten verbesserte sich der Zustand der Patienten deutlich; in acht Fallreihen indessen wurde er schlechter, etwa nach Herzkatheter-Eingriffen, Entnahmen von Rückenmarksflüssigkeit per Hohlnadel (Lumbalpunktionen) oder Spinal-Anästhesie. In den 15 Studien, in denen Bettruhe direkt als Therapie gegen eine Erkrankung eingesetzt wurde, fiel das Ergebnis noch ernüchternder aus. Richtig besser ging es dadurch keinem einzigen, bei neun Diagnosen waren die Patienten deutlich schlechter dran: Das Liegen verschlimmerte die Beschwerden von Menschen mit akuten Rückenschmerzen, akuter Hepatitis, Schwangerschafts-Bluthochdruck, unkompliziertem Herzinfarkt oder Lungentuberkulose.

Besonders gravierend sind die Folgen für ältere Patienten, haben US-Forscher der Yale University in einer Studie nachgewiesen. Nach vier Wochen im Krankenhaus ist für einen 70 Jahre alten Menschen das Risiko, seine Selbstständigkeit zu verlieren, um das Sechzigfache erhöht. Der Zustand vieler Menschen verschlechtert sich im Krankenhaus so stark, dass manche von ihnen von hier aus in ein Altenheim verlegt werden müssen. Angelika Zegelin von der Universität Witten/Herdecke hat zwölf bettlägerige Männer und 20 bettlägerige Frauen befragt und herausgefunden, dass gut gemeinte Ratschläge und Maßnahmen zum Niedergang beitragen. Die Befragten berichteten, wie sie von Ärzten und Pflegern im Krankenhaus zu körperlicher Schonung ermahnt wurden: „Wenn Sie noch einmal stürzen, ist es aus!“ Zudem verstärkten Pflegebetten die körperliche Inaktivität. Diese hatten oft Gitter und waren durch Spezialmatratzen grotesk hoch. Auf Zegelins Frage „Seit wann sind Sie bettlägerig?“ antworteten einige Patienten: „Seit ich im Pflegebett liege.“

Der Verfall, der einen Menschen im Lauf einer mehrwöchigen Bettruhe erfasst, spielt sich in weiten Kreisen der Bevölkerung ab, verteilt auf viele Jahre. In der Mitte ihres Lebens, um das vierzigste Jahr, rutschen viele Bürger in einen passiven Lebensstil. Je mehr sie sitzen, desto schneller schrumpfen ihre Muskeln und werden durch Fett ersetzt. „Sarkopenie“ (nach dem griechischen „sarx“ für Fleisch und „penia“ für Mangel) heißt das Phänomen. Es äußert sich in langsamem Gehtempo, verringerter Greifkraft, erhöhter Sturzrate, Inkontinenz und nachlassender Knochenstärke. Diesen Niedergang der Leiblichkeit halten viele Menschen für eine natürliche Folge des Altwerdens, doch in Wahrheit geht er auf den jahrelangen Nicht- oder Minimalgebrauch der Muskeln zurück. Er ähnelt jenem Verkümmern, das bereits nach wenigen Tagen absoluter Bettruhe einsetzt. So ist beiden Verläufen eine verminderte maximale Sauerstoffaufnahme gemein, das Schlagvolumen des Herzens ist verringert, der Blutdruck erhöht. Die Konzentration der roten Blutkörperchen sinkt, und jene der Blutfette steigt, die Blutgerinnung verschlechtert sich. Der Fettanteil steigt auf Kosten der Muskulatur, Kalzium geht verloren, die Dicke der äußeren Knochensubstanz nimmt ab, die Fähigkeit zur Blutzucker-Verwertung ist beeinträchtigt, die Körpertemperatur sinkt, der Spiegel männlicher Geschlechtshormone fällt, die Produktion von Spermien ist gedrosselt, die Libido nimmt ab. Gehör, Schlaf und Gedächtnis werden schlechter, der Geschmacksnerv unempfindlicher.

All diese Veränderungen entstehen durch den ständigen Nichtgebrauch des Körpers. Den Beweis dafür kann jeder sesshafte Mensch am eigenen Leib führen. Die Abbauprozesse werden verzögert oder gar umgekehrt, sobald er den Körper wieder in Gang setzt. Selbst verkümmerte Zellen, Organe und Gewebe lassen sich nicht unterkriegen: Auf Bewegungsreize reagieren sie mit Erneuerung in jedem Alter.

  • Jörg Blech ist „Spiegel“-Redakteur. Der leicht gekürzte Text ist aus seinem Buch „Bewegung. Die Kraft, die Krankheiten besiegt und das Leben verlängert“, entnommen, das im Verlag S. Fischer erscheint. 256 Seiten, 17,90 Euro.

Schwangerschaftskomplikationen: Bettruhe in der Schwangerschaft

Sorgen und Langeweile verdrängen die Vorfreude auf das Baby, wenn Frauen in der Schwangerschaft Bettruhe verordnet wird, um eine drohende Frühgeburt zu verhindern. Gar nicht selten ordnen Frauenärzte und Hebammen diese an. Meist sind vorzeitige Wehen das Alarmzeichen und Grund für die ärztliche Empfehlung. Doch wie stehen Frauen diese bangen Wochen durch? Tipps, wie Schwangere Angst, Langeweile und Muskelabbau überstehen.

Geschwisterliebe – Zwillinge sind nach der Geburt unzertrennlich

Geschwisterliebe
Zwillinge sind nach der Geburt unzertrennlich

Sie kuscheln einfach weiter, als ob sie noch im Mutterleib wären. Video

„Sie sollten sich schonen“ – diesen Ratschlag gab in väterlichem Ton ihr Frauenarzt der 33-jährigen Lena. Das war in der 28. Schwangerschaftswoche. Dabei fühlte sich Lena bis dahin gar nicht gestresst. Sie genoss den Sommer und ihre zweite Schwangerschaft. Sie planschte mit ihrer knapp zweijährigen Tochter im Kinderbecken, radelte mit ihr auf dem Kindersitz durch die Wiesen, ging viel auf den Spielplatz. Sie wollte ihr noch viel Zeit schenken, bevor ihr Brüderchen kommt.

Diagnose Bettruhe: Das steckt dahinter

Beim nächsten Routine-Check klang der Rat schon nicht mehr so väterlich. „Sie müssen liegen und dürfen nichts heben“, hieß es jetzt streng. „Wie soll das gehen?“ fragte sich Lena, ihre kleine Tochter wollte doch versorgt werden, gehoben, gewickelt, herumgetragen werden. Keine der Omas wohnt in der Nähe, ihr Mann hatte allen Urlaub für die Zeit nach der Geburt aufgespart. Womöglich müsste sie sogar stationär in eine Klinik aufgenommen werden, wenn sie dem ärztlichen Rat nicht folgte.

Lena organisierte alle befreundeten Mütter aus der Krabbelgruppe, Omas und Geschwister reisten an, damit sie die Zeit übersteht. Sie genießt die ruhigen Augenblicke, wenn sie mit ihrem Töchterchen im Bett kuschelte und auf dem Sofa Bilderbücher ansah.

Die Bettruhe kann – so wie bei Lena – Wochen oder Monate dauern. Die Diagnose trifft viele Schwangere und verlangt ihnen einiges an Disziplin, Organisationstalent und Selbstmotivation ab.

Blutungen sind ernste Warnzeichen

Das Alarmzeichen schlechthin sind Blutungen. Die häufigsten Ursachen sind vorzeitige Wehen und Gebärmutterhals- beziehungsweise Muttermundschwäche, in der Sprache der Mediziner Cervixinsuffizienz genannt. Manchmal steckt dahinter eine frühere Operation oder eine Veranlagung für schwaches Bindegewebe, sehr oft allerdings Stress. Psychosomatische Gründe sind ein starker Auslöser für diese Probleme, die unbehandelt zu Frühgeburten führen.

Werdende Mütter neigen dazu, sich zu überfordern, sie wollen noch alles in die Wochen vor der Geburt packen: Reisen mit dem Partner, Wohnung renovieren, Haus bauen, Kinderzimmer einrichten, berufliche Projekte beenden. Viele Frauen entwickeln Ängste vor der Geburt und dem neuen Lebensabschnitt als Mutter. All dies kann auch die Beziehung belasten. Partnerschaftsprobleme stressen die Psyche am stärksten.

So hilft das Liegen

Bettruhe ist in diesem Fall das Mittel der Wahl. Der medizinische Hintergrund ist einfach erklärt: Das Liegen entlastet die Organe, der Blutdruck sinkt, dadurch lassen die Blutungen nach. Im Liegen drückt das Baby nicht nach unten auf den Muttermund, außerdem wird das Wachstum des Kindes verbessert.

Hebammen kennen nicht nur die medizinischen Umstände einer solchen Bettruhe, sie erfahren im Rahmen der Schwangerenvorsorge auch, wie es den Müttern dabei seelisch geht. „Sie haben natürlich Angst und malen sich alle nur erdenklichen Schreckensszenarien aus“, beschreibt Diplom-Psychologin und Stillberaterin Katrin Jill Hagemeyer aus der Praxis „Die Kitties – Gesellschaft für dicke Bäuche“. Dabei sei es entscheidend, in welcher Phase der Schwangerschaft die Diagnose gestellt würde.

Zwei kritische Phasen während der Schwangerschaft

Am Anfang überwiegt die Angst, das Baby ganz zu verlieren, denn rund ein Viertel aller Schwangerschaften enden – oft sogar unbemerkt – noch vor der zwölften Woche. Besonders „brisant“ und „wackelig“ sind die lang ersehnten, vielleicht sogar künstlich unterstützten Schwangerschaften. Auf ihnen liegt das besondere Augenmerk, sie sind früh erkannt und eng überwacht. In diesen Fällen wird oft sehr früh eine Phase der Bettruhe verordnet. Die ständige Weiterentwicklung der Pränatalmedizin und die häufigeren Kinderwunsch-Behandlungen machen viele kleine Wunder möglich.

Die letzten Wochen der Schwangerschaft sind die zweite kritische Phase, in der viele Frauen liegen müssen. Dann wird durch den starken Druck oft der Muttermund zu durchlässig oder das Baby ist schlecht versorgt.

Ohnmacht oder Zähne zusammenbeißen?

Gegen Ende der Schwangerschaft will man dem Baby noch möglichst viel „Bauchzeit“ zukommen zu lassen, in der frühen Schwangerschaft geht es darum, dass der Fötus überhaupt bleibt.

Zwei grundsätzliche Strategien hat Hagemeyer bei betroffenen Frauen in dieser Notsituation beobachtet: Hilflosigkeit mit dem Gefühl der Ohnmacht oder bei anderen, pragmatischen Frauen das „Ich schaff das alleine“. Gerade diese Frauen müssen lernen, mit ihren Kräften zu haushalten.

„Dabei ist die erste Schwangerschaft tatsächlich für lange Zeit die letzte Zeitspanne im Leben einer Mutter, in der sie sich umsorgen lassen kann. Danach ist die Frau für die nächsten Jahre selbst der umsorgende Mensch“. Ein bisschen loslassen, ein bisschen delegieren schadet keiner Schwangeren. Doch nicht alle haben das passende Umfeld, das dies erlaubt. Besonders alleinstehende Mütter sind hier stark gefordert.

Strategien gegen Angst und Langeweile

Zuversicht heißt das Zauberwort, Positive Affirmation die passende Strategie. „Das sind Bilder der Zukunft, die Mut machen“, erklärt Hagemeyer, die auch familylab-Seminarleiterin ist. „So kann sich eine Mama zum Beispiel immer wieder das Bild, wie sie mit ihrem gesunden Baby im Arm auf der Lieblingsbank im Park sitzt, oder wie sie und ihr Partner das kleine Bündel Mensch direkt nach der Geburt bestaunen oder wie sie mit ihrem Baby im Tragetuch spazieren geht, vorstellen.“ Wem das zu abgehoben klingt, der muss sich vor Augen halten, dass werdende Mütter in dieser sensiblen Phase sowieso ihre ganz eigene Gedankenwelt haben und stark emotional reagieren.

Belastend für Umfeld und Partner

„Es geht darum, der Frau Zuversicht und Ruhe zu geben. Und das geht gut mit solchen sehr konkreten Bildern. Die kann eine Schwangerschaftsbegleitung ja mit der Mama zusammen erdenken“, rät Hagemeyer. Wie die Männer mit der neuen Situation zurecht kommen, hängt immer von der Partnerschaft ab, nicht selten aber sind die werdenden Väter überfordert.

Während die Ärzte für die medizinischen Werte und die unterstützende Apparatemedizin zuständig sind, gelingt es den Hebammen und Schwangerschaftsbegleiterinnen besser, die nötige Zuversicht in dieser Phase zu vermitteln.

Zuversicht heißt das Zauberwort

Denn auch nicht alle Angehörigen und Freunde schätzen die Situation richtig ein, weiß die Beraterin. „Grundsätzlich ist die Information, die so eine werdende Mutter braucht ein ‚Ich habe mit Sachverstand gesehen, wie es Dir und deinem Baby geht, und ich glaube es wird alles gut‘. Ein so daher gesagtes: ‚mach Dir keine Sorgen alles wird gut‘ von jemandem der keine Ahnung hat, hilft da leider wenig oder macht es oft noch schwieriger, weil die Mutter das Gefühl bekommt, mit ihren Sorgen nicht ernst genommen zu werden.“

Vielen hilft, jemanden zum Reden zu haben. Hebammen können entsprechende Begleiterinnen vermitteln, in der Regel übernehmen ausgebildete Doulas diese Funktion. Sie stehen den Frauen emotional und psychisch zur Seite. Doulas waren traditionell Frauen, die den Schwangeren zur Seite stehen, nicht mit medizinischem Wissen, sondern mit Lebenserfahrung. Dieses Wissen ist verloren gegangen, die Rolle der Doulas ist allerdings neu definiert. Eine solche Begleitung wirkt sich positiv auf den Geburtsverlauf aus.

Stationär in der Klinik oder auf dem heimischen Sofa

Je nachdem wie stark die medizinischen Probleme sind und in welcher seelischen Verfassung die Mutter ist, muss sie in manchen Fällen sogar stationär in eine Klinik aufgenommen werden. Sind starke vorzeitige Wehen eingetreten, werden Wehenhemmer eingesetzt. Magnesium hilft die Muskulatur zu entspannen. Lässt sich eine verfrühte Geburt nicht mehr verhindern, kommen beim Baby Lungenreifespritzen zum Einsatz, um das Kind auf eine vorzeitige Geburt vorzubereiten. Diese Spritze soll dem Frühchen das selbständige Atmen erleichtern.

Allerdings beobachten Frauenärzte, dass Mütter von Kleinkindern zu Hause ruhiger sind als in der Klinikumgebung. Dort blockieren die Gedanken und Sorgen um das alleingelassene Kind, das man zu selten sieht, den Erholungseffekt. Wichtig ist, die Bettruhe einzuhalten. Dafür sollten sich die werdenden Eltern Hilfe holen, Freunde und Familie in die Hausarbeit mit einbeziehen. In manchen Fällen bewilligen Krankenkassen auch eine Haushaltshilfe, die sich um Kinder und Haushalt kümmert.

Wichtig ist dabei, trotzdem aktiv zu bleiben und die Geburtsvorbereitung weiter zu betreiben.

Was bedeutet überhaupt Bettruhe?

Doch was heißt eigentlich Bettruhe? Vorneweg: Man ist nicht an das Bett gefesselt. Kurze Gänge, wie zur Toilette oder von einem Zimmer zum anderen und Duschen sind meist erlaubt. Hebammen wissen, es geht oft gar nicht um die körperliche Ruhe. „Selbst wenn man eine dauerbeschäftigte Frau ans Bett bindet, wird es in ihrem Kopf weiterhin Dauerbeschäftigung geben und das ist genauso problematisch“, erklärt Hagemeyer ihre Erfahrungen.

Wann darf man wieder aufstehen?

Für Blutungen in der Frühschwangerschaft gilt die Regel, am vierten Tag ohne Blutung darf die Frau langsam wieder aufstehen. Bei Cervixinsuffizienz werden Frauenarzt oder Hebamme, die dann auch nach Hause kommt, den Muttermund regelmäßig kontrollieren.

Ziel ist es, die 37. Woche zu erreichen: Von da an da gilt das Baby nicht mehr als Frühchen, es darf kommen, auch wenn es noch vor dem errechneten Termin ist.

Nach der Geburt langsam anfangen

„In der Zeit, nachdem die Bettruhe aufgehoben ist, was meist erst nach der Geburt ist, ist es besonders wichtig, die Wöchnerin nicht mit der Wiederherstellung ihrer Mobilität allein zu lassen“, warnt Gesundheitswirtin Katharina Kröll-Mohr. „Die physikalische Therapie wird im Trubel der ersten Tage gerne übersehen.“

Sie weist darauf hin, dass Beschwerden wie Schulter-, Rückenschmerzen oder Muskelschwäche über Wochen bestehen können. Ohne entsprechende Bewegungsübungen und Behandlung können derartige Beschwerden sogar chronisch werden.

„Ich musste dann das Laufen erst wieder richtig üben, ich ging so wackelig wie auf Eiern“, erinnert sich Lena. „Das Schönste war ein kurzer Waldspaziergang mit Mann und Kind, da habe ich meine Lungen mit guter Waldluft aufgefüllt“. Ihr Sohn kam dann sogar pünktlich zur Welt.

Die Auszeit hat auch positive Seiten

Lena konnte der Auszeit schließlich auch viel Positives abgewinnen. „So viele gute Bücher habe ich noch nie in so kurzer Zeit gelesen, außerdem konnte ich viele Namensbücher lesen und war bei der Geburt tatsächlich ganz sicher, welcher der richtige Name für unser Kind sein wird.“ Und vor allem: „Ich habe gelernt, auf meinen Körper und seine Signale zu achten. So haben mein Baby und ich eine unglaublich enge Beziehung aufgebaut.“

ToDos für die Bettruhe: Das kann man im Liegen organisieren

Das schlimmste Übel in dieser Zeit, so berichten die Betroffenen in einschlägigen Foren übereinstimmend, ist die Langeweile, die das schlimme Grübeln nach sich zieht. Und die lässt sich auch nicht weg reden.

Das hilft gegen die großen und kleinen Plagen in der Bettruhe:

  • Entspannungsübungen
  • leichte Gymnastik gegen den Muskelabbau nach Anleitung durch die Hebamme
  • Eine vier bis sechswöchige Bettruhe baut die Muskelkraft schon um etwa 40 Prozent ab
  • viel trinken, damit der Darm nicht träge wird
  • eventuell sind Kompressionsstrümpfe angebracht, um Thrombosen vorzubeugen
  • Gespräche, die ablenken und beruhigen
  • alternative Heilmittel können unterstützend wirken, dürfen jedoch nur nach ärztlicher Anweisung genommen werden
  • Laptop und Smartphone: Die Nabelschnur zur Welt bringt Ablenkung, Information, Kommunikation und sogar ein bisschen Arbeit.
  • Außerdem lässt sich damit der Nestbautrieb auch im Liegen und online ausleben
  • Listen schreiben: Kindernamen, Baby-Ausstattung, Einkaufslisten

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  • Übelkeit, Wasser in den Beinen: Die häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden
  • Revolutionäre Technik: Automechaniker erfindet Geburtshilfe-Tüte
  • Befruchtung: Interaktive Grafik erklärt das “Wunder des Lebens“
  • Frühchen: zum Video
  • Geburtstermin: Schwangerschaft kürzer als bisher angenommen

Hilfe, wenn Schwangere liegen müssen

Gegen die Angst hilft Reden

Reden, reden, reden. Über die Angst, dass das Ungeborene Schaden genommen hat. Über die Vorwürfe, sich nicht richtig verhalten zu haben. Über die Machtlosigkeit, die Situation auf einmal nicht mehr in der Hand zu haben. Aber auch über die Sorge, wie man nun den Alltag organisiert. „Wer seine Ängste alleine ausbrütet, kommt nicht zur Ruhe, sondern verfällt in Panik oder eine Depression“, so die Gynäkologin. Und dies lässt den Druck auf den Muttermund zu- statt abnehmen. Die Ärztin versucht daher immer, zusammen mit ihren Patientinnen herauszufinden, wer sich für ein Gespräch am besten eignet. Nicht immer ist das der Partner, manchmal ist es eine gute Freundin, die Mutter, die Hebamme oder auch ein Psychologe.

Und: Frauen sollten sich bewusst machen, dass sie ihrem Körper vertrauen können. „Der Körper hat vorzeitige Wehen zum Schutz eingesetzt, und die werdende Mutter hat sie richtig gedeutet“, sagt Diplom-Psychologin Katrin Jill Hagemeyer aus Popelau. Es ist noch nichts schiefgegangen zu diesem Zeitpunkt. Riskant wird es erst, wenn die Schwangere die Signale missachtet.

Auch eine positive Visualisierung lenkt die Gedanken in die richtige Richtung. „Denken Sie daran, wie es sein wird, wenn das Baby geboren ist. Lassen Sie Bilder im Kopf entstehen, und stellen Sie sich vor, wie das Kleine aussehen wird oder wie es sich anfühlt, das Baby im Arm zu halten“, rät Hagemeyer. Auch mit dem Ungeborenen zu sprechen, ihm zu sagen, wie sehr man sich auf es freut, bringt gute Gefühle. Und vielleicht gelingt es auch, der eigenen Hilfsbedürftigkeit etwas Positives abzugewinnen. „Ich habe Frauen erlebt, die es genießen konnten, sich bemuttern zu lassen, bevor sie die Mutterrolle übernehmen“, sagt die Psychologin.

Die Muskeln fit halten

Wenn Schwangere nur liegen dürfen, baut der Körper seine Muskeln leider ziemlich schnell ab. „Nach der Liegezeit haben die Frauen dann Probleme beim Stehen und Gehen“, erklärt Schulz-Züllich. Hier beugen sogenannte isometrische Übungen vor: Dabei werden einzelne Muskeln gezielt fünf Sekunden lang angespannt, gehalten und anschließend wieder entspannt.­ Eine einfache, aber sehr effektive Methode, um die Muskulatur zu dehnen und zu kräftigen. „Am besten machen Sie einmal am Tag den Körper von oben nach unten durch. Wiederholen Sie jeden Muskel fünfzehn Mal“, rät die Ärztin. Die Gesichtsmuskeln lassen sich zum Beispiel durch Grimassenschneiden aktivieren. Fäusteballen beansprucht die Handmuskulatur; wer die flachen Hände vor der Brust zusammenpresst, trainiert auf diese Weise die Brustmuskulatur.

Den Kreislauf bringen ebenfalls sehr einfache Übungen in Schwung. Zum Beispiel das Fußwippen: Bei ausgestreckten Beinen einfach die Zehenspitzen Richtung Kopf anziehen und dann wieder nach unten strecken. Oder die Füße kreisen lassen, erst rechts, dann links herum. Auch Armkreise machen munter: Arme senkrecht in die Luft strecken, nach hinten absenken, knapp über dem Boden wieder nach vorne bringen und in die Luft hochziehen.

Der Langeweile keine Chance geben

Selbst wenn es Frauen gelingt, die vom Arzt verordnete Auszeit positiv zu sehen, fragen sich viele: Wie bringe ich nur die Zeit herum? „Vielleicht hilft ihnen der Gedanke, dass sie sich so noch einmal auf sich und ihre Interessen konzentrieren können, sofern diese im Liegen möglich sind“, sagt die Psychologin Katrin Jill Hagemeyer. Wer beispielsweise gerne liest, kann sich jetzt all die dicken Wälzer vornehmen, die ihn schon immer interessiert haben. Oder Sie lassen sich von Profis vorlesen: mit Hörbüchern. Manchen macht es auch Spaß, einmal ganz bewusst Musik zu hören – nicht nur nebenbei, wie so oft im Alltag, sondern sich wirklich einzulassen auf altbekannte oder ganz neue Klänge.

Und wem das Fernsehprogramm zu fade ist, der bittet seinen Partner, Filme auf DVD mitzubringen. Seit Ewigkeiten keine Stricknadel mehr in der Hand gehabt? Dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt, wieder damit anzufangen. „Stricken ist meditativ, und es kommt ein schönes Ergebnis heraus, zum Beispiel das erste Mützchen fürs Baby“, sagt Frauen­ärztin Schulz-Züllich. Einen ähnlich beruhigenden Effekt hat es, Tagebuch zu schreiben.

Und: nicht in der Wohnung ein­igeln! „Laden Sie Freunde ein“, rät Hagemeyer. Wenn Gäste der Schwangeren jedoch Vorwürfe machen, sie verunsichern oder gar Gruselgeschichten über problematische Schwangerschaftsverläufe erzählen, sollte man sie gleich nach Hause schicken. Sie brauchen das Gefühl, sich nützlich zu machen? Mit einem Laptop lassen sich zum Beispiel eine ausstehende Lohnsteuer­erklärung oder der Elterngeldantrag bearbeiten.

Haushaltshilfe von der Krankenkasse?

Verordnet der Arzt ­einer Schwangeren wegen Komplikationen Bettruhe, kommen die gesetzlichen Krankenkassen für eine Haushaltshilfe auf. Immer wieder lehnen Krankenkassen Anfragen jedoch erst einmal ab. „Lassen Sie sich nicht ­abwimmeln, und bitten Sie Ihren Arzt um Hilfe“, rät Psychologin Katrin Jill Hagemeyer. Oftmals fällt das Betroffenen jedoch schwer, da sie sich sowieso sehr hilflos fühlen. Tipp der Expertin: den Partner oder die werdenden Großeltern die lästigen Anrufe übernehmen lassen.

Frühschwangerschaft: Die ersten zwölf Wochen sind nicht „gefährlich“

Ein positiver Schwangerschaftstest bedeutet für viele Paare eine weitere Intensivierung Ihrer Beziehung und ist zeitgleich der Startschuss für das Leben als Familie. Neben der Vorfreude auf das Baby, wird eine Schwangerschaft aber oft auch von Schwierigkeiten begleitet.

Neben den gesundheitlichen Problemen und Einschränkungen, die eine Schwangerschaft mit sich bringt, steht vor allem die Suche nach einer Hebamme und einem guten Frauenarzt, der die Schwangerschaft begleitet und entsprechende Voruntersuchungen macht, an oberster Stelle. Jedoch ist es für schwangere Frauen in den letzten Jahren immer schwieriger geworden, eine Hebamme zu finden, da viele Geburtshäuser schließen und selbstständige Hebammen ihre Tätigkeit aufgeben. Zwar kann der Frauenarzt oder die Frauenärztin die meisten Fragen rund um das Thema Schwangerschaft beantworten, aber in vielen Situationen ist es für die werdende Mutter einfacher, ihre Hebamme zu Rate zu ziehen.

Sie steht der Frau beratend zur Seite und das nicht nur bei der Geburt, sondern auch davor und in der Zeit danach. Die Aufgaben der Hebammen vor der Geburt umfassen die Schwangerschaftsvorsorge, die Betreuung von Schwangerschaftsbeschwerden und die Geburtsvorbereitung. Ihre Aufgabe endet nicht mit der Geburt des Kindes. Nach der Entbindung unterstützt die Hebamme die frischgebackene Mutter während des Wochenbetts, gibt Tipps zum Thema Stillen und hilft bei der Rückbildungsgymnastik.

Vor allem in den Großstädten, wie Hamburg, Berlin und München, wo die Anzahl an Schwangeren stetig zunimmt, wird die Situation immer schwieriger und die Angst bei den Frauen steigt, keine Hebamme bis zur Geburt zu finden. Ein neues Online-Tool für Terminbuchungen beim Arzt namens Doctolib kann hier Abhilfe schaffen, denn seit einem Jahr gibt es den Service auch in Deutschland. Über Doctolikönnen Patientinnen nun Arzttermine problemlos, schnell und zu jeder Zeit online buchen. Sie sind damit nicht mehr an die Sprechzeiten der Praxen gebunden und auf die telefonische Erreichbarkeit des Arztes oder der Ärztin angewiesen. Auch aus dem Fachgebieten der Gynäkologie und Geburtshilfe sowie der Kindermedizin nutzen bereits viele Praxen das Tool und bieten ihren Patientinnen den einzigartigen Service der Online-Terminvergabe an. Einige gynäkologische Praxen beschäftigen zusätzliche Hebammen oder arbeiten eng mit diesen zusammen, so dass es für ihre Schwangeren einfacher wird, eine gute und verfügbare Hebamme zu finden. Auch für die an die Geburt anschließenden U-Untersuchungen steht der Service helfend zur Seite. Denn viele Kinderärzte bieten auch diese Termine direkt online zur Buchung an, was den Alltag mit Kind zumindest in dieser Hinsicht vereinfacht.

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Wann redet man von einer Frühschwangerschaft?

Der Begriff Frühschwangerschaft bezeichnet die ersten zwölf Schwangerschaftswochen. In dieser Zeit ist das Risiko eines spontanen Aborts am höchsten.

Woran erkennt man eine Schwangerschaft?

Erste Symptome sind häufig das Ausbleiben der Periode, Übelkeit und Spannungsgefühle in den Brüsten.

Wie behält man den Überblick über die SSW oder berechnet das Datum für die Geburt?

Um den Geburtstermin und die SSW zu berechnen, können Sie die Naegele-Regel anwenden.

Frauen, die einen ausgeprägten Kinderwunsch haben, können es zumeist gar nicht abwarten, bis sie die ersten Schwangerschaftsanzeichen bemerken. Neben der Vorfreude kommen jedoch auch Ängste auf. Ist alles in Ordnung? Was kann ich tun, um die Schwangerschaft in der ersten Zeit nicht zu gefährden?

In unserem Ratgeber informieren wir Sie rund um das Thema Frühschwangerschaft. Wir erklären Ihnen, was die Frühschwangerschaft bedeutet und was Sie während dieser Zeit beachten sollten. Außerdem zeigen wir Ihnen die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft auf. Zuletzt geben wir Ihnen Auskunft darüber, wie Sie eine Fehlgeburt bemerken.

1. Die Frühschwangerschaft umfasst die ersten 12 Schwangerschaftswochen

Um eine Schwangerschaft festzustellen, können Sie einen herkömmlichen Schwangerschaftstest benutzen.

Als Frühschwangerschaft wird der Beginn einer Schwangerschaft bezeichnet. Grundsätzlich wird die gesamte Zeit in drei Trimester eingeteilt, welche jeweils etwa drei Monate umfassen. Das erste Drittel, also die erste bis zwölfte SSW, wird demnach auch als Frühschwangerschaft bezeichnet.

Diese ersten Wochen sind häufig eine sehr spannende und nervenaufreibende Zeit. Zunächst muss sich die Eizelle in der Gebärmutter einnisten. Um diese jedoch halten zu können, spielen viele Faktoren eine Rolle. Das Risiko einer Eileiterschwangerschaft oder einer Fehlgeburt ist in der frühen Schwangerschaft am höchsten. Daher geben viele schwangere Frauen ihren Verwandten und Bekannten erst nach den 12 Wochen Bescheid, dass sie schwanger sind.

Offiziell endet die Frühschwangerschaft in der 13. Schwangerschaftswoche, sodass sich Eltern ab diesem Zeitpunkt entspannt zurücklehnen können. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Schwangerschaft für Außenstehende noch nicht sichtbar. Zum sogenannten Schwangerschafts-Bauch kommt es erst ab der 13. SSW.

Um die Schwangerschaft bestätigen zu lassen, können Sie einen herkömmlichen Schwangerschaftstest aus der Drogerie oder der Apotheke machen. Am besten ist es, wenn Sie zusätzlich einen Termin bei Ihrem Gynäkologen vereinbaren. Neben der Bestätigung der Schwangerschaft können Sie mit dem Arzt Ihre individuellen Risiken besprechen und bekommen Tipps zur Ernährung während der Schwangerschaft. Zusätzlich werden Sie über die anstehenden Vorsorgeuntersuchungen informiert.

2. Die Symptome einer Schwangerschaft

Viele Schwangere fühlen sich in den ersten Wochen müde und abgeschlagen.

Die Symptome, die auf eine Schwangerschaft hindeuten, sind von Frau zu Frau sehr unterschiedlich ausgeprägt. Wenn keine Anzeichen auftreten, obwohl der Schwangerschaftstest positiv war, sind viele Frauen verunsichert. Bin ich schwanger oder war der Test ungültig? Nicht jede Frau zeigt die “typischen” Anzeichen. Lassen Sie sich daher nicht verunsichern, wenn Ihr Körper nicht aktiv auf die Veränderung reagiert.

Zu den ersten Schwangerschaftsanzeichen zählen das Ausbleiben der monatlichen Periode und Spannungsgefühle in den Brüsten. Weitere häufige Symptome einer Schwangerschaft sind Übelkeit, Erbrechen und Müdigkeit. Aber auch Heißhunger und ein veränderter Geruchs- und Geschmackssinn können in den ersten Schwangerschaftswochen auftreten.

Weiterhin können bei einer Schwangerschaft Ausfluss, Durchfall oder Schwindel in Erscheinung treten. Bei diesem Anzeichen handelt es zwar um lästige und unangenehme Symptome; sie sind jedoch völlig normal und harmlos.

Anders sieht es hingegen aus, wenn Frauen in der frühen Schwangerschaft unter Blutungen, Rückenschmerzen oder Unterleibsschmerzen leiden. Diese Symptome können auf mögliche Komplikationen hinweisen. Daher ist es ratsam, schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen.

Tipp: Machen Sie sich keine allzu großen Sorgen. Eine Frühschwangerschaft ist zwar mit bestimmten Risiken verbunden, stellt jedoch keine Krankheit dar.

3. Schwangerschaftswoche und Geburtstermin berechnen

Den voraussichtlichen Entbindungstermin können Sie mit einer einfachen Formel berechnen.

Um den Entbindungstermin berechnen zu können, benötigen Sie lediglich eine einfache Formel. Da die meisten Frauen den Zeugungstermin nicht genau bestimmen können, wird der Termin normalerweise post menstruationem berechnet. Das bedeutet, dass der Ausgangspunkt für die Berechnung der erste Tag der letzten Periode ist.

Die durchschnittliche Schwangerschaftszeit beträgt 266 Tage und damit 38 Wochen. Eine Schwangerschaftsdauer von 40 Wochen ergibt sich hingegen daraus, dass die Befruchtung etwa am 14. Tag des Zyklus stattfindet. Das bedeutet, dass die ersten beiden SSW stattfinden, wenn Sie eigentlich noch gar nicht schwanger sind.

Um den Geburtstermin berechnen zu können, wird die Naegele-Regel angewendet:

Erster Tag der letzten Periode + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr

    oder

Erster Tag der letzten Periode + 9 Monate + 7 Tage

Da die Zykluslänge jedoch nicht bei jeder Frau genau 28 Tage beträgt, kann diese Regel je nach Länge erweitert werden.
Und zwar wie folgt:

    Erster Tag der letzten Periode + 7 Tage + 9 Monate +/- Abweichung in Tagen

Das Gleiche gilt natürlich, wenn Sie die Schwangerschaftswoche berechnen möchten. Als Ausgangspunkt können Sie entweder den ersten Tag Ihrer letzten Periode oder den errechneten Geburtstermin nehmen.

Bei einem großen Kinderwunsch können Sie außerdem einen Fruchtbarkeitskalender oder einen Eisprungrechner verwenden.

4. Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen unbedingt wahrnehmen

Das erste Ultraschall-Screening wird bereits in der 9.-12. SSW vorgenommen.

Es steht nicht außer Frage, dass die Frühschwangerschaft die risikoreichste Zeit für eine Fehlgeburt darstellt. Dennoch sollten Sie diese nicht als Krankheit sehen und sich in Watte packen. Sie können beinahe alle Tätigkeiten wie gewohnt ausführen.

Es gibt jedoch auch ein paar Kleinigkeiten, die Sie beachten sollten. Zunächst sollten Sie Flugreisen in der frühen Schwangerschaft vermeiden. Diese können durch den Druckunterschied im schlimmsten Fall zu einer Fehlgeburt führen. Gegen regelmäßige Bewegung an der frischen Luft ist hingegen nichts einzuwenden. Sie können sogar leichte Sportarten ausüben. Vermeiden Sie jedoch intensive Trainingseinheiten.

Zudem ist es wichtig, dass Sie auf Ihre Ernährung achten und diese gegebenenfalls umstellen. Um das Baby mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, ist oftmals die zusätzliche Einnahme von Folsäure ratsam. Lassen Sie jedoch ansonsten die Finger von Nahrungsergänzungsmitteln. Auch von einer Diät ist unbedingt abzuraten, da eine ausgewogene Ernährung für die Entwicklung des Fötus sehr entscheidend ist. Auf Zigaretten, Alkohol und Drogen sollten Sie unbedingt gänzlich verzichten.

Der regelmäßige Gang zum Arzt ist in dieser Zeit besonders wichtig. Durch die gynäkologische Untersuchung kann der Arzt feststellen, ob mit dem Kind alles in Ordnung ist. In der 9. bis 12. SSW steht zudem die erste Ultraschalluntersuchung an. Zusätzlich wird der voraussichtliche Termin der Geburt errechnet.

Falls Sie einen Kaiserschnitt wünschen oder dieser nötig ist, findet er etwa ein bis zwei Wochen vor dem errechneten Termin statt.

5. Eine Fehlgeburt erkennen

Starke Unterleibsschmerzen können in der Frühschwangerschaft ein Alarmsignal sein.

Die meisten werdenden Eltern freuen sich sehr über die Nachricht, dass sie bald Nachwuchs bekommen werden. Da ist der Schock natürlich sehr groß, wenn Schwangere eine Fehlgeburt erleiden. Leider sind diese spontanen Aborte in der Frühschwangerschaft nicht selten.

Es gibt jedoch keine genauen Zahlen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt ist. Laut Schätzungen enden etwa 10 bis 15% der erkannten Schwangerschaften mit einem plötzlichen Abort. Bei einer künstlichen Befruchtung ist das Risiko noch höher.

Folgende Symptome können auf eine Fehlgeburt hinweisen:

  • starke Unterleibsschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Blutungen
  • Eitriger Ausfluss

Die Gründe dafür sind sehr vielfältig. Es gibt jedoch einige Risikofaktoren, die eine Fehlgeburt begünstigen. Zu diesen zählen:

  • Fehler in den Erbanlagen
  • Veränderungen der Gebärmutter
  • Masern, Herpesviren oder Ringelröteln in der Schwangerschaft
  • bakterielle Infektionen
  • hormonelle Störungen
  • psychische Belastungen

Nach einer Fehlgeburt ist häufig eine Ausschabung nötig. Bei dieser werden die Plazentareste aus der Gebärmutter entfernt. So können sich keine Folgeinfektionen entwickeln. Kommt es hingegen erst nach der 24. SSW zum Abort, werden Wehen und die darauffolgende Entbindung künstlich eingeleitet.

Viele Frauen plagen nach einer Fehlgeburt Schuldgefühle. Sie haben Angst, dass sie etwas falsch gemacht und ihrem ungeborenen Kind damit geschadet haben. In diesem Fall ist es wichtig, dass sich die Betroffenen professionelle Hilfe suchen, um den Verlust zu verarbeiten. Manchmal helfen bereits Gespräche mit anderen Frauen, die Gleiches erlebt haben.

Schwangerschaftsabbruch

Im Gegensatz zu einer Fehlgeburt handelt es sich bei einem Schwangerschaftsabbruch um eine aktive vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft. Die Gründe dafür sind vielfältig. Laut Statistik wurden 2017 rund 101 200 Abtreibungen in Deutschland vorgenommen.

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Sie wussten noch nicht, dass Sie schwanger sind, und haben in den ersten Tagen Alkohol getrunken? Viele Frauen plagt danach ein schlechtes Gewissen. Sie fürchten, dass sie ihrem Kind durch Alkohol in der Frühschwangerschaft geschadet haben könnten.

Nur eine gesunde Eizelle nistet sich ein

Diese Sorge ist normalerweise unbegründet, weil die Natur in den ersten 14 Tagen nach der Befruchtung nach dem sogenannten Alles-oder-Nichts-Prinzip verfährt. Das bedeutet, dass sich eine im frühen Stadium schwer geschädigte Eizelle nicht weiter teilt und sich nicht in die Gebärmutter einnistet. Sie wird meistens unbemerkt mit einer „verspäteten“ Regelblutung vom Körper wieder abgestoßen.

Ist die befruchtete Eizelle gesund, so nistet sie sich ca. 10 bis 14 Tage nach der Befruchtung in der Gebärmutter ein. Von jetzt an wird der Embryo über den Blutkreislauf der Mutter mit Nährstoffen versorgt. Das heißt, es kommen nun auch Giftstoffe wie Alkohol beim Kind an. Die Feststellung einer Schwangerschaft sollte deshalb möglichst früh erfolgen.

Sobald Sie wissen, dass Sie Mutter werden, sollten Sie also unbedingt auf alkoholische Getränke verzichten.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin

Falls Sie sich Sorgen machen und unsicher sind, ob aufgrund von Alkoholkonsum in den ersten Schwangerschaftswochen bzw. der Frühschwangerschaft Schädigungen bei Ihrem Kind vorliegen, sprechen Sie darüber offen mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.

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