Leihmutter wie funktioniert das

Leihmütter

Leihmutterschaft besteht im medizinischen Sinne dann, wenn die Leihmutter mit dem Kind genetisch nicht verwandt ist, das heißt, wenn sie durch künstliche Befruchtung, zum Beispiel einer In-vitro-Fertilisation (IVF), schwanger geworden ist.

Verschiedenen Modelle einer Leihmutterschaft sind denkbar. Bleibt die genetische Elternschaft gewährt, stammen Eizelle und Samenzelle von den Eltern (homologene IVF), zum Beispiel wenn die genetische Mutter keine Gebärmutter mehr hat.

Bei einseitiger heterologer IVF stammen Eizelle oder Samenzelle von einer fremden Eizellenspenderin beziehungsweise einem fremden Samenspender.

Bei der beidseitigen heterologen IVF ist die genetische Elternschaft schließlich vollständig aufgehoben: Sowohl Ei- als auch Samenzelle stammen von Fremdspendern.

Kim Cotton: erste Leihmutter der Welt

Die Britin Kim Cotton war 1985 die erste Leihmutter der Welt. Ein ungewollt kinderloses Paar trat mit dem Wunsch an Kim Cotton heran, ihr Kind auszutragen. Die Leihmutter erhielt damals 6500 englische Pfund für diesen „Mutterdienst“ und weitere 15.000 Pfund von einer Zeitung, an die sie ihre Geschichte verkaufte.

Als das Kind geboren war, beschloss ein Gericht, dass es bei dem Paar bleiben durfte, das die Leihmutter Kim Cotton beauftragt und bezahlt hatte. 1991 übernahm Kim Cotton noch einmal eine Leihmutterschaft – für die Zwillinge eines guten Freundes, der allerdings nicht dafür zahlte.

Bereits 1988 hatte Kim Cotton eine Agentur für ungewollt kinderlose Paare gegründet, die eine Leihmutter suchen: COTS (Childlessness Overcome Through Surrogacy). Im August 2016 ist das 1000. Baby auf Vermittlung der Agentur von einer Leihmutter ausgetragen worden.

Normalerweise zahlen Mütter etwa 10.000 englische Pfund für das Austragen eines Kindes durch eine Leihmutter. Wie viel Kim Cotton für ihre Dienste verlangt, ist nicht bekannt – wohl aus gutem Grund. Die Vermittlungstätigkeit ihrer Agentur ist in Großbritannien auch heute noch heftig umstritten.

Kim Cotton allerdings kann die Aufregung um ihre gewinnbringende Tätigkeit nicht verstehen: „Wir haben nun mal keine ideale Welt, und Leute werden eben mit Geld motiviert – auch dazu, Kinder auszutragen. Keiner zwingt ja die Paare, den Leihmüttern große Summen zu zahlen.“

In Deutschland gesetzlich verboten

Aufgrund der ethischen, juristischen und gesellschaftlichen Komplikationen, die sich aus einer Leihmutterschaft und seiner verschiedenen Modelle ergeben, verbieten das Embryonenschutzgesetz eine solche in Deutschland. Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird danach laut erstem Paragraphen bestraft (Stand: 2019), wer:

„es unternimmt, bei einer Frau, welche bereit ist, ihr Kind nach der Geburt Dritten auf Dauer zu überlassen (Ersatzmutter), eine künstliche Befruchtung durchzuführen oder auf sie einen menschlichen Embryo zu übertragen.“

Entsprechend ist auch die Vermittlung von Leihmüttern unter Strafe gestellt. In § 13a-d des Adoptionsvermittlungsgesetzes (AdVermiG) wird der Begriff der Leih- oder Ersatzmutter definiert und die Vermittlung einer Ersatzmutter untersagt (Stand: 2019). § 14b regelt die Strafvorschriften.

In Deutschland ist eine Leihmutterschaft gesetzlich verboten

Die betreffenden Paragraphen im Wortlaut

§ 13a – Ersatzmutter

Ersatzmutter ist eine Frau, die auf Grund einer Vereinbarung bereit ist,
1. sich einer künstlichen oder natürlichen Befruchtung zu unterziehen oder
2. einen nicht von ihr stammenden Embryo auf sich übertragen zu lassen oder sonst auszutragen und das Kind nach der Geburt Dritten zur Annahme als Kind oder zur sonstigen Aufnahme auf Dauer zu überlassen.

§ 13b – Ersatzmuttervermittlung

Ersatzmuttervermittlung ist das Zusammenführen von Personen, die das aus einer Ersatzmutterschaft entstandene Kind annehmen oder in sonstiger Weise auf Dauer bei sich aufnehmen wollen (Bestelleltern), mit einer Frau, die zur Übernahme einer Ersatzmutterschaft bereit ist. Ersatzmuttervermittlung ist auch der Nachweis der Gelegenheit zu einer in § 13a bezeichneten Vereinbarung.

§ 13c – Verbot der Ersatzmuttervermittlung

Die Ersatzmuttervermittlung ist untersagt.

§ 13d – Anzeigenverbot

Es ist untersagt, Ersatzmütter oder Bestelleltern durch öffentliche Erklärungen, insbesondere durch Zeitungsanzeigen oder Zeitungsberichte, zu suchen oder anzubieten.

§ 14b – Strafvorschriften gegen Ersatzmuttervermittlung

1. Wer entgegen § 13c Ersatzmuttervermittlung betreibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
2. Wer für eine Ersatzmuttervermittlung einen Vermögensvorteil erhält oder sich versprechen lässt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Handelt der Täter gewerbs- oder geschäftsmäßig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.
3. In den Fällen der Absätze 1 und 2 werden die Ersatzmutter und die Bestelleltern nicht bestraft.

Sarah F., Leihmutter: „Ich habe schon früh darüber nachgedacht, Leihmutter zu werden. Dann habe ich erst zwei eigene Kinder bekommen, zwei Jungs, sie sind heute drei und fünf Jahre alt. Ich selbst bin 29. Mein Ex-Mann und ich teilen uns das Sorgerecht. Wir leben beide in der gleichen Stadt in Oklahoma und holen die Kids nach der Arbeit abwechselnd vom Kindergarten ab.

2014 habe ich über eine Freundin von einer Leihmütteragentur in Kalifornien erfahren und mir die Bewerbungsunterlagen zuschicken lassen. Ich wusste ja nicht, ob ich überhaupt in Frage komme. Die Rückmeldung war positiv, aber ich habe gemerkt, dass ich noch nicht so weit bin. Erst zwei Jahre später habe ich mein Profil freischalten lassen.

Die Agentur ist dafür zuständig, die Klienten mit den passenden Leihmüttern zusammenzubringen. Ich bin gläubige Christin, deshalb war mir wichtig, dass es sich um ein heterosexuelles Paar handelt, das selbst keine Kinder bekommen kann. Hier in den USA gibt es viele Leute, die einfach nur keine Schwangerschaft durchmachen wollen und ihr Kind deshalb von einer Leihmutter austragen lassen. Für so etwas würde ich meinen Körper nie hergeben.

Ich habe mich zu dem Schritt entschlossen, weil ich mir ein Leben ohne meine beiden Jungs nicht vorstellen könnte und weil mir Menschen leidtun, bei denen es mit dem Kinderkriegen nicht klappt. Ich selbst werde schnell schwanger und habe meine bisherigen Schwangerschaften als etwas sehr Schönes erlebt. Klar habe ich auch eine Aufwandsentschädigung bekommen. Aber darum ging es nicht. Hätte ich es auch ohne das Geld gemacht? Ja. Ist das Geld ein schöner Nebeneffekt? Natürlich.

Zum ersten Mal habe ich Lilian und Max aus Deutschland in einem Skype-Interview gesehen, das war im November 2016. Wir waren uns sympathisch und dann ging alles ganz schnell. Im Dezember haben wir uns in Kalifornien getroffen, hatten ein paar medizinische Untersuchungen, dann wurde mir die befruchtete Eizelle eingesetzt.

Meine Familie hat sich Sorgen gemacht, ob ich es wirklich schaffen würde, ein Kind neun Monate in mir zu tragen und dann wegzugeben. Trotzdem haben sie mich sehr unterstützt. Ich selbst hatte kein Problem mit der Situation. Ich habe das Baby in meinem Bauch nie als meines betrachtet. Es war immer das von Lilian und Max.

Während der Schwangerschaft sind wir in Kontakt geblieben, haben geskyped oder gemailt. Ich bin froh, dass sie so gelassen waren und mir nicht gesagt haben, was ich essen oder wie oft ich mich bewegen soll. Es gibt eine Klausel im Standard-Vertrag, in dem steht, dass die Eltern des Babys die Leihmutter zum Ernährungsberater oder zum Psychologen schicken können, wenn sie das für notwendig halten. Verrückt, oder? Lilian hat mich lediglich gebeten, nicht zu schwer zu heben, das finde ich normal.

Unerfüllter Kinderwunsch – ein Schwerpunkt auf SZ.de

Das Geschäft mit dem unerfüllten Kinderwunsch boomt. Welche Erfahrungen haben etwa eine Leihmutter oder ein Spenderkind mit der Reproduktionsmedizin gemacht? Und müssen wir uns früher mit dem Ende der eigenen Fruchtbarkeit beschäftigen? Lesen Sie hier alle Texte zum Thema.

Vier Wochen vor dem Termin ist plötzlich meine Fruchtblase geplatzt. Ich habe sofort bei Lilian und Max angerufen, sie waren zu dem Zeitpunkt ja noch in Deutschland. 25 Stunden nach dem Anruf kamen sie durch die Tür des Krankenhauses – und konnten noch live im Kreißsaal dabei sein. Die Geburt selbst verlief entspannt und ohne Komplikationen. Die beiden haben die Kleine wie abgemacht direkt zu sich genommen und sind mit ihr in die gegenüberliegende Ecke des Kreißsaals gegangen, um die wichtigen ersten Minuten mit ihr zu erleben. In getrennten Zimmern haben wir uns von der Geburt erholt.

Für die kommende Zeit ist vertraglich festgelegt, dass ich einmal im Jahr um den Geburtstag herum informiert werde, wie es dem Kind geht. Gerade haben wir aber deutlich öfter Kontakt, Lilian und Max haben uns zu sich nach Deutschland eingeladen und wir würden uns freuen, wenn sie mal wieder vorbeikämen. Ich sehe mich nicht als zweite Mutter von Lola. Sollte sie mich irgendwann näher kennenlernen wollen, wenn sie älter ist, bin ich dafür absolut offen. Aber unsere Beziehung wäre dann eher wie die einer Tante zu ihrer Nichte. Lilian ist und bleibt die Mutter.

Nach dieser Erfahrung kann ich mir vorstellen, noch einmal ein Kind für ein Paar auszutragen. Wenn Lilian und Max noch eines wollen, auf jeden Fall. Seit ich mit meinem neuen Freund zusammen bin, denke ich auch darüber nach, noch mal ein eigenes Kind zu bekommen. Das hatte ich zuvor ausgeschlossen. Zuerst mache ich auf jeden Fall ein Jahr Pause. Ein bisschen anstrengend ist so eine Schwangerschaft dann doch.“

Claudia Wiesemann, Medizinethikerin: „Über Jahrhunderte wurden Frauen, die keine Kinder bekommen konnten bemitleidet, weil sie etwas Wichtiges nicht erreicht hatten. Dieses Stigma hat sich bis vor kurzem auch auf Eltern übertragen, die sich ihren Kinderwunsch durch einen medizinischen Eingriff erfüllt haben. Das ganze Thema gehörte in die Schmuddelecke.

Glücklicherweise hat sich da einiges getan. Sich assistieren zu lassen, ist mittlerweile ganz normal. Natürlich entsteht dadurch ein gewisser Druck, das, was medizinisch möglich ist, auch umzusetzen. Wer trotz Reproduktionsmedizin immer noch keine Kinder bekommt, wird nun doppelt schief angeschaut.“

Gertraud Klemm, Adoptivmutter: „Mein Mann und ich konnten keine Kinder bekommen, aber wir haben uns bewusst gegen eine Kinderwunschbehandlung entschieden. Ich wollte der Natur nichts abtrotzen. Wenn man wie ich als Biologin sieht, wie mühelos sich die Natur fortpflanzt, ist das auch eine Frage des Respektes vor Naturgesetzen. Außerdem gibt es so viele Kinder auf der Welt, die Eltern brauchen. Es gibt nicht das Recht auf eigene Kinder, auf Fortpflanzung der eigenen Gene, aber ich finde, jedes Kind hat das Recht auf Eltern.

Außerdem sind Kinderwunsch-Kinder immer auch Verkaufsprodukte. Die Industrie tut so, als könnte jeder ein Kind bekommen, dabei ist der Preis hoch. Und ich meine damit nicht den finanziellen Preis, ich spreche von den vielen Fehlgeburten, von den körperlichen und seelischen Wunden, die so eine Behandlung einem zufügt. Fast drei Viertel der Frauen haben danach immer noch kein Baby. Darüber wird nur nie gesprochen.

Wir haben zwei schwarze Kinder aus Südafrika adoptiert. Das erste Kind haben wir nach einem halben Jahr bekommen, auf das zweite haben wir sechs Jahre gewartet. Sie sind heute elf und vier. Als Mutter habe ich mich nicht sofort gefühlt, es hat mehrere Monate gedauert. Etwa so lange wie eine Schwangerschaft. Bis ich wusste: Das bleibt jetzt. Die Liebe kommt sehr schnell, aber es dauert, bis man sein Leben angepasst hat. Mein Mann und ich mussten unser Berufsleben von 100 auf 0 zurückfahren. Innerhalb von drei Wochen. So lange hat es gedauert vom Bescheid bis zum Kind.

Die Umgebung hat erst einmal positiv reagiert. Egoistisch fand es eigentlich keiner, dass wir zwei Kinder adoptiert haben. Im Gegenteil: Viele haben uns gelobt, dass wir nur helfen wollen, Gutes tun wollen, haben uns bewundert, dass wir so ein Wagnis eingehen. Das fand ich seltsam, denn eine Schwangerschaft ist doch auch ein Wagnis. Es gibt keine Kontrolle, keinen Qualitätsanspruch an das Kind – ob es nun das eigene ist oder ob es adoptiert wurde.

Gleichzeitig werde ich oft als Mutter zweiter Klasse behandelt: Als jemand, der es nicht geschafft hat, Kinder zu gebären. Als sei Schwangerschaft eine Leistung und ich zu faul oder keine richtige Frau. Mir wird auch unterstellt, die Bindung zu meinen Kindern sei nicht so groß, weil sie nicht leiblich sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich ein leibliches Kind noch intensiver lieben könnte; aber wahrscheinlich wäre die Liebe qualitativ anders.

Die Gene werden überschätzt. Die meisten wichtigen Beziehungen, die wir eingehen, haben nichts mit Genen zu tun. Mit dem Mann, mit dem wir Kinder bekommen, sind wir beispielsweise nicht verwandt. Und ich glaube, der Wunsch nach Fortpflanzung hat auch immer etwas mit Eitelkeit und Sicherheit zu tun. Mit Selbstverliebtheit und der Hoffnung auf Unsterblichkeit.“

Man muss sich dann nur noch entscheiden, ob man zuerst nur einen Versuch wagt oder gleich mehrere Befruchtungen bei unterschiedlichen Müttern gleichzeitig (was billiger ist). Und sollten am Ende aus Versehen Zwillinge dabei herauskommen, gibt es sogar Mengenrabatt.

In den USA kostet das Komplettpaket Kind rund 100.000 Dollar. Ein stolzer Preis, hinter dem aber auch neun Monate Arbeit, viele medizinische Untersuchungen und das Regeln vieler juristischer Formalitäten stecken. Die Leihmutter selbst bekommt zwischen 10 und 30 Prozent der Summe. Das entspricht etwa einem Jahresgehalt, umgerechnet auf den Lebensstandard des jeweiligen Landes. Deshalb geht es in Staaten, die nicht eben zu den Hochlohnländern gehören, auch weitaus billiger: Mit ukrainischer Geburtshilfe kostet ein Kind nur 30.000 Dollar und sogar nur 5.000 bis 10.000 Dollar, wenn die austragende Mutter in Thailand oder Indien wohnt. Gerade die Tiefstpreise, mit denen asiatische Vermittler zuletzt auf den Markt preschten, haben dafür gesorgt, dass ein massenhafter Leihmutter-Tourismus eingesetzt hat.

Inzwischen boomt die Branche vor allem in Indien. Inzwischen gibt es etwa 3.000 Kliniken, die speziell damit Geld verdienen und von denen sich einige ganz auf ausländische Paare spezialisiert haben. Knapp zwei Milliarden Euro setzten sie mit den Babys auf Bestellung mindestens um, sagen Schätzungen der indischen Nichtregierungsorganisation CSR (Center for Social Research), die mit Unterstützung der UN Zahlen zum Umfang der Leihmutterschaft in ihrem Land erhoben hat. Für andere Länder fehlen solche Statistiken weitgehend. Von den USA heißt es lediglich, hier wäre der Markt etwa eine halbe Milliarde Dollar schwer, insgesamt sollen damit vier Milliarden Dollar weltweit umgesetzt werden.

Ausbeutung pur

Warum niemand genau weiß, wie groß das Geschäft mit der guten Hoffnung ist, liegt für Susanne Kummer auf der Hand. Sie ist Ethikerin und Geschäftsführerin von IMABE, dem Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik in Wien: „Dass es keine Zahlen gibt, ist bezeichnend, denn diejenigen, die diese Daten liefern müssten, sind ja diejenigen, die daran verdienen. Die müssten offenlegen, wie oft etwas schiefgegangen ist, wie oft es Fehlgeburten, Missbildungen oder Fehlversuche gegeben hat“, sagt sie. „Eine Leihmutter erhält nämlich nur Geld, wenn sie ein gesundes Kind abliefert. Und erfahrungsgemäß, das wissen wir aus der Medizin, verlaufen 80 Prozent der künstlichen Befruchtungen erfolglos.“ Für Kummer ist das Geschäft mit den Leihmüttern deshalb „Ausbeutung pur“.

Die Reproduktionsmediziner stellen sich gern als die Heilsbringer dar, kritisiert sie. Im Netz wimmelt es von prallen Bäuchen, lachenden Babys und gerührten Eltern. Es werde aber Zeit, dass nicht nur über die Mediziner und Besteller geredet werde, sondern auch über die Mütter, die ihre Bäuche vermieten. Die beteiligten Agenturen betonen gerne, gerade in armen Ländern sei das Kinderaustragen für die Mietmütter eine Chance, dem Elend zu entfliehen. Sie könnten sich davon ein besseres Leben leisten, ein Haus oder die Schulbildung ihrer eigenen Kinder bezahlen, von denen sie mindestens eines haben müssen, um sich als Leihmutter bewerben zu können. Die Realität sieht aber anders aus.

Viele Agentur-Websites Liste Kosten – einige sind genaue, während andere unterschätzen die tatsächlichen Kosten Ihnen entstehen. Leihmutterschaft ist teuer, und da viele IPs wollen realistisch erwarten, die wahren Kosten, wir haben versucht, so genau und umfassend wie möglich in den erwarteten nachfolgend aufgeführten Gebühren zu sein, aber jeder Leihmutterschaft und Situation ist einzigartig und Kosten variieren.

Als ehemalige künftigen Eltern, wir wissen, wie überwältigend und teuer verfolgenden Elternschaft durch Leihmutterschaft kann. In dem Bemühen, diese Reise zu erschwinglichen und damit möglichst vielen künftigen Eltern wie möglich zu halten, wir nicht markieren oder nehmen keine Schmiergelder aus einem der Verweise, die wir machen – einschließlich der Psychologe für Ihr Surrogate psychologische Bewertung, Anwälte für beide IPs und GS, Hintergrund-Kontrollen, Treuhandkonten, usw.. Wir wissen auch nicht in monatlichen Surrogate Unterstützung Meetings oder Prepaid-Geschenken hinzuzufügen, Leihmutterschaft, die viele andere Agenturen tun, um ihren eigenen Profit zu stärken (wir tun, jedoch, senden Geschenke für Ihre GSs aus unserer eigenen Vermittlungsgebühr bezahlt).

Die unten aufgeführten Gebühren sind relativ Standard-Tarife (es sei denn, wir können sie zu senken) und Sie sollten erwarten, bezahlen sie, auch wenn Sie eine unabhängige Leihmutterschaft zu tun, oder wählen Sie mit einer anderen Agentur arbeiten, waren.

SCREENING GEBÜHREN & MEDIZINISCHE KOSTEN

Blut-Screening-Panel für GS & Partner Prüfung der Surrogate die Eignung für die Schwangerschaft & STD Prüfung der Ehepartner oder Lebens other.Costs variieren je nach Labor oder Klinik auf der Grundlage. $1500 – $3500
Medizinische Bewertung Beratung und Untersuchung der Gebärmutter durch RE.Costs variieren Klinik zu Klinik. $1500 – $4000
Psychologische Bewertung In der Regel eine Sitzung mit einem lizenzierten Therapeuten Surrogate die Eignung festzustellen,. In der Regel umfasst ein MMPI oder PAIpersonality Profiltest durchgeführt und von den Kliniken ausgewertet therapist.Some ihre eigenen psychologischen Protokoll verlangen. $450 – $2000
Psychologische Beratung Ca. 12 -15 Monate. Monatliche Sitzungen mit Therapeuten. Nicht erforderlich, es sei denn, angefordert. Auf einer Fall-zu-Fall-Basis bestimmt. Bis zu $1500
Criminal Background Check Agentur bereitgestellten Hintergrundüberprüfung von pensionierten Polizei von Los Angeles Detektive getan – nicht ein Online-Service. $175
Frische IVF-Zyklus Gebühr und Medikamente Zusätzliche Kosten entstehen, wenn mit Hilfe der PID, Spenderin oder Samenspender, und Spender und Spendergebühren Vermittlungsgebühren, wo applicable.Cost variiert Klinik-by-Klinik gehören.
Je weitere IVF-Zyklen Mehrkosten erforderlich.
Durchschnitt: $12,000-25,000
Gefrorene IVF-Zyklus und Medikamente Die Kosten variieren je Klinik-by-Klinik. Durchschnitt: $3000 – $8000

RECHTSGEBÜHREN

Beabsichtigte Eltern Rechtliche Vertretung Entwurf, verhandeln, und Überprüfung Leihmutterschaft Vertrag mit den Bestimmungs Parents.Fees variieren je nach Zustand und Rechtsanwalt. $1000 – $4000
Surrogate Rechtliche Vertretung Überprüfen Vertrag mit Surrogate und verhandeln Änderungen an ihrem behalf.Fees von Staat und Anwalt variieren. $1000 – $1500
Kinder Gründung und Gericht Plädoyers Entwurf, Rezension, Unterschriften erhalten, und Datei-Rechts Plädoyer Papiere mit dem Gerichtshof. Anordnungen zum Erscheinen vor Gericht oder Versäumnisurteile wird gemacht, wenn required.Fees variieren je nach Zustand und Rechtsanwalt werden. $1500 – $4000
Surrogate / Schriftsätze Bewerten Plädoyers mit Surrogate in Zusammenhang mit der Errichtung des IntendedParent der elterlichen Rechte. Datei alle Dokumente mit dem Gericht.
Gebühren variieren je nach Zustand und Rechtsanwalt.
$500 – $1000
Gericht Anmeldegebühren Die Gebühr hängt von der aktuellen Gerichtskosten je, Familienstand der Leihmutter, und Grafschaft, wo Papiere eingereicht. $600-1000

Versicherung

Krankenversicherung für die Surrogate Wenn bestehende Politik Leihmutter Leihmutterschaft eine Schwangerschaft nicht decken, oder ob sie keine Krankenversicherung hat: Entsprechende Krankenversicherung wird von IPs gekauft. Monatliche Versicherungsprämien für ein Minimum von 15 Monate. Braucht, um an Ort und Stelle gehalten werden für 3 Monate nach der Lieferung. IPs sind für alle Zuzahlungen verantwortlich, Selbstbehalte oder aufgedeckt expenses.If Surrogate hat Krankenversicherung, die nicht ausschließt, eine Leihmutterschaft Schwangerschaft IPs sind für Zuzahlungen verantwortlich & Selbstbehalte wie von der Versicherung festgelegt. ** Surrogates, die Versicherung, die eine Leihmutterschaft Schwangerschaft abdeckt, sind berechtigt, eine Erhöhung ihrer Grundvergütung bis zu empfangen $5000 je nach ihrer politischen Berichterstattung Durchschnitt $400 – $1000/ Monat, wenn nötig.
Co-zahlt & Selbstbehalte TBD (die meisten werden am Ende kostet zwischen $1000 – $7500)
Life Insurance Kauf ein $350,000 tige Politik Surrogate bei Unfalltod. Ca. $600/Jahr
Versicherung für ungeborenes Kind(reinigen) Für internationale Kunden nur.IPs müssen eine Krankenversicherung für ihr Kind oder ihre Kinder zu sichern, um Einfluss auf Geburts nehmen.
Internationale IPs müssen sicherstellen, dass ihre eigene Krankenversicherung wird ein Kind von ihnen außerhalb des Landes geboren decken, und wenn nicht, muss Vorkehrungen für eine solche Deckung und zeigen Versicherungsnachweis.
Variiert je nach Anzahl der Kinder Surrogat ist schwanger with.For internationalen Kunden können Kosten ab $20,000+

Surrogate Vorteile

Gestationsdiabetes Surrogate Basisvergütung Paid Surrogat in 11 Raten über den Verlauf der Schwangerschaft, beginnend mit der Bestätigung der Schwangerschaft durch Bluttest. 1st Zeit GSs: $35,000-$45,000 für CA, $30,000- $35,000 for non-CA, erfahrene GS (non-CA): $35,000+, erfahrene GS (CA): $45,000+
Monatsgeld Anstelle der Einzelverbindungsnachweis Erstattungen, Diese monatliche Gebühr deckt Autos unter 75 Meilen Hin-und Rück, lokale Reisekosten inklusive Verpflegung; Haushalt; Kinderbetreuung für lokale Termine; Telefongespräche; und sonstige Aufwendungen wie Schwangerschaftstests, und andere Nebenkosten auf die Leihmutterschaft im Zusammenhang. Beginnt bei der Vertragsunterzeichnung durch einen Monat nach der Geburt oder bei Beendigung des Vertrages Leihmutterschaft. Durchschnitt $200 – $400/Monat
Umstandsmode Mode Allowance Singleton Bezahlung mit 4. Monat der Schwangerschaft Zahlung. Multiples Zahlungen in zwei Teilen: $750 3. Monat der Schwangerschaft mit Zahlungs-und $250 im folgenden Monat. $750 Singleton 1000 $ ein Vielfaches
Mock-Zyklus Fee Bezahlt, wenn / falls die Surrogate nimmt Medikamente, um einen Zyklus, die Verdickung der Gebärmutterschleimhaut Tests simulieren. $500
Dropped Zyklus Fee Gezahlt, wenn der Zyklus nach dem Start von Medikamenten abgesagt, ohne Verschulden von der Leihmutter. $400
Embryo Transfer Fee Nach jedem Embryo-Transfer Verfahren Bezahlte. Die Gebühr beinhaltet verlorene Löhne und Kinderbetreuung für den Embryotransfer Reise (es sei denn, nach der Klinik, die Reise ist länger als 3 Arbeitstage). Nicht pro Tag umfassen, Parken am Flughafen, Flughafen-Shuttles, Luftverkehr / Autos / Hotelkosten. $1000 – 1500/versuchen je nach Erwerbsstatus der GS.
Invasive Verfahren Um sich für das Unbehagen mit Amniozentese oder andere invasive pränatale Diagnostik zu kompensieren, vorzeitige Beendigung Verfahren, fetale Reduktion, oder Eileiterschwangerschaft. $750 für den ersten Nadeleinführung(gegebenenfalls).. $250 für jede zusätzliche Insertion,pro Verfahren
C-Abschnitt Um zusätzliche Schmerzen und Leiden und zusätzlichen Risiken zu kompensieren. $3000
Verlust der Fortpflanzungsfunktionen Verlust der tubesLoss der Gebärmutter
Verlust der Eierstöcke und / oder komplette Hysterektomie
$2000$2000$5000
Mehrere Gebühr für jedes weitere Kind über ein durch bezahlt. Diese Gebühren werden über den Verlauf der Schwangerschaft Zahlungen beginnend mit dem 4. Monat Zahlungs verbreiten. $5000/pro Kind
Verlorene Löhne Verlorene Löhne wurden von Ergebnis nach Steuern für das Arbeiten Surrogates bestimmt und variiert je nach Invaliditätsversicherung und Effektivverdienste auf Basis nur. Möglicherweise im Verlauf der Schwangerschaft bezahlt:medizinische Bewertung Reise,Arzt verordnete Bettruhe, postpartale Erholung. Die Kosten variieren je Lage und Surrogate. Ca. $1500 – $8000
Verlorene Löhne für Ehepartner Es kann Löhne für Ehepartner oder Begleiter verloren (Ergebnis nach Steuern wie die jüngsten Lohnzettel überprüft) für medizinische Auswertung Reise, Embryotransfer Reise, invasive Verfahren, Notfällen und, wenn erforderlich, für die Geburt. Entschlossen pro Stunde basierend auf Nettolöhne der eingereichten paystub
Reisekosten und Tagegeld Wird die Reise von mehr als 4 Stunden ist notwendig, (für medizinische Auswertung und Transfer, invasive Verfahren, usw.) pro Tag pro Person gezahlt wird, um Nahrung und eventueller Nebenkosten. $25 für 4-8 Stunden / Person € 50 pro Tag, wenn 8 Stunden / Person
Reisekosten Aufwendungen für notwendige Klinik Termine, Transfer und invasive medizinische Verfahren: Hotel, Parkplatz, Hin-und Rückflugkosten für GS und Begleiter (auf Wunsch), Reisen zum und vom Flughafen, usw., notfalls. Die tatsächlichen Kosten. Durchschnittliche Reichweite $1000 – $4000
Lokale Reise Wenn Surrogate ist erforderlich, um mehr als reisen 75 Meilen Hin-und Rückfahrt mit dem Auto zum Arzt, Klinikbesuche, Überwachung Klinik, usw.. $.50/Meile für Meile über jeden 75 pro Google Maps
Mädchen-Service Wöchentliche Zimmerreinigung ab Woche 33 (für Singleton) 30 Woche für Zwillinge bis 2 Wochen nach der Geburt. Max $ 100 pro Woche – Gesamtdurchschnitt 9 -10 Wochen. Ein zusätzlicher Reinigungs kann erforderlich sein, wenn GS auf Arzt verordnete Bettruhe gelegt wird (während pg., Fehlgeburt, Kündigung / selektiven Reduktionsverfahren, Fruchtwasseruntersuchung, usw.) Bis zu $1000
Bettruhe Aufwendungen Im Falle der Arzt verordnet Bettruhe aufgrund von Komplikationen in der Schwangerschaft. Die Erstattung für die tatsächlichen Ausgaben wie Kinderbetreuung / Kindermädchen-Service, Fahrer, Hilfe bei der Wäsche, Kochen, Lebensmitteleinkauf, Fahren etc. $200-$700 wöchentlich
Kinderbetreuung Im Falle der Kinderbetreuung benötigen aufgrund Arzt verordnete Bettruhe pro Empfehlung des Arztes. Max. von $ 100 pro Tag wenn nicht anders angegeben
Optional Breast Milk Pumping Um Leihmutter Zeit und Aufwand zu kompensieren. Müssen sich gegenseitig vereinbart werden. $250/Woche plus alle Lieferungen und Versand
Fakultativ – Geburts Coach / Doula Eine Doula / Geburt Coach ist es, sowohl für die Surrogate und künftigen Eltern unterstützen. Doula / Geburt Coach betreut Geburt, und bietet fachliche Unterstützung sowohl für die Surrogate und künftigen Eltern während der Geburt. Durchschnitt $1000
Fakultativ – Nutritional Unterstützung Nahrungs Support / Ernährungsberatung durch eine registrierte Ernährungsberater Durchschnitt: $300-$600/Monat
Fakultativ – Nutritional Unterstützung Wenn Sie möchten, dass Ihre GS einschließlich Bio-Lebensmittel in ihrer Ernährung können Sie eine monatliche Gebühr anbieten oder per Prepaid-Karten an Supermärkte wie Whole Foods Durchschnitt $250 – $400/Monat

Verschieden

Treuhandkonto Set-Up Fee Inklusive anfänglichen Einrichtungsgebühr plus $ 10/check.Either Ihrem Rechtsanwalt oder gebunden Treuhandgesellschaft, nicht die Agentur, Übertragungsurkunde halten. Ca. $500 – $1000
GESAMTKOSTEN:

Wie Sie sehen können, es ist schwer zu schätzen, wie viel eine Fahrt kosten wird Leihmutterschaft. Jeder Fall ist anders und Szenario. Unsere Philosophie ist, dass “Sie für das Schlimmste planen und das Beste hoffen.” Komplikationen treten in einigen Schwangerschaften, während andere selig sind ereignislos. Manche Menschen brauchen Spenderinnen, und andere nicht. Einige IP-Adressen haben Embryonen eingefroren und wird daher niedriger IVF-Kosten haben. Auf der Grundlage unserer persönlichen Erfahrung in dieser Branche, wir erwarten, der Bereich, aus sein $75,000 zu $150,000 (was wäre der Worst-Case-Szenario mit absehbaren Höchstgeschwindigkeit Ausgaben sein.)Der Durchschnittsbetrag ausgegeben wird, $80,000 – $115,000 (für inländische Kunden) beim Start mit einem frischen IVF-Zyklus mit Nicht-Spender Embryonen. Donor Ei Zyklen reichen von $120,000 – $150,000. Internationale Kunden, die nach der Geburt rechnen müssen, sollten Versicherungs Zahlung einer zusätzlichen $30,000 oder mehr für nach der Geburt und Versicherungskosten. Wieder, es gibt keine Garantien, aber wir versuchen immer, unser Bestes zu tun, um die Kosten unter Kontrolle zu halten, gleichzeitig aber dafür sorgen, dass die Leihmutter erhält die Vergütung und Erstattung, die sie verdient.

Alle der oben genannten Kosten unterliegen wie die Profis, mit denen wir arbeiten können sich ändern, jederzeit, erhöhen oder senken ihre Gebühren, und individuelle Surrogates können ihre eigenen Gebühren haben, , die ihre einzigartigen Umstände zu reflektieren. IP-Adressen und / oder GS-Anwälte können zusätzliche Vertrags Empfehlungen.

Ein HINWEIS AUF KOSTEN:

Ob Sie mit einer Agentur-Programm oder mit einem Ersatz selbständig zu arbeiten, Sie werden die meisten der oben genannten Kosten entstehen, in der Regel als „Leistungspaket zusammengefasst,“, Die neben Grundgebühr der Leihmutter ist. Auch wenn Geld kann ein Teil der Anreiz, Unser Ziel ist es, mit Frauen, die nicht nur für finanziellen Gewinn Surrogates werden arbeiten, sind aber beteiligt, weil ihre Herzen ihnen sagen, es ist das Richtige zu tun, , um das Geschenk des Lebens, um ein Paar oder Person, die nicht so tun können, auf ihre eigenen zu geben.

Leihmutterschaft

In Deutschland verbietet das Embryonenschutzgesetz (ESchG) Ärzten und Ärztinnen bei einer Leihmutterschaft tätig zu werden. Sie dürfen weder eine befruchtete Eizelle einer anderen Frau übertragen noch eine Schwangerschaft mit dem Ziel herbeiführen, das Kind an Dritte zu geben. Nach § 1 Abs. 1 EschG begehen Ärzte/Ärztinnen in diesen Fällen eine Straftat. Leihmütter und ‚Auftraggeber‘ machen sich hingegen nicht strafbar. Die Vermittlung von Leihmüttern ist in Deutschland nach dem Adoptionsvermittlungsgesetz gesetzlich verboten. Zivilrechtlich stellt sich die Frage nach der Mutterschaft, falls ein Kind trotz bestehender Verbote von einer Leihmutter ausgetragen wird. § 1591 BGB fasst das folgendermaßen: „Mutter eines Kindes ist die Frau, die es geboren hat.“

Die gesetzlichen Regelungen sind in Deutschland sehr strikt, aber auch in vielen anderen europäischen Staaten ist das Austragen eines Kindes durch eine Leihmutter verboten. Ausnahmen sind Belgien, Großbritannien, die Niederlande und die Ukraine. In anderen europäischen Ländern wie Schweden ist die Rechtssituation nicht eindeutig. In einigen Staaten der USA (z.B. Kalifornien) und Indien ist Leihmutterschaft zulässig. Insbesondere in den USA gibt es Vermittlungsagenturen, die sich explizit auch an Schwule, Lesben und Transgender (LGBT) wenden. Eine Leihmutterschaft in den USA ist teuer: Die Kosten für Leihmutter, Vermittlungsagentur und Anwaltsgebühren belaufen sich mindestens auf mehrere zehntausend Dollar. Dafür sind die rechtlichen Hürden oft niedriger.

Probleme bei der Anerkennung der Verwandtschaft

Paare, die sich ihren Kinderwunsch durch eine Leihmutterschaft im Ausland erfüllen wollen, müssen mit Problemen rechnen. Das Auswärtige Amt weist auf seiner Website ausdrücklich darauf hin, dass in Deutschland die im Zusammenhang mit Leihmutterschaft stehenden Tätigkeiten von Ärzten nach dem Embryonenschutzgesetz strafbar sind. Auch die Leihmutterschaftsvermittlung ist nach dem Adoptionsvermittlungsgesetz unter Strafe gestellt. Nicht strafbar machen sich hingegen die „Wunscheltern“.

Kinder, die von Leihmüttern ausgetragen werden, sind nach Rechtsauffassung des Auswärtigen Amtes nicht mit den „Wunscheltern“ verwandt und erwerben deshalb keine deutsche Staatsangehörigkeit durch Geburt. Ihnen werden daher auch keine deutschen Pässe ausgestellt. Damit kommt der klare politische Wille zum Ausdruck, Leihmutterschaft zu unterbinden. Es laufen Gerichtsverfahren gegen diese Auslegung.

Das Auswärtige Amt schränkt allerdings ein: Die rechtliche Abstammung vom deutschen genetischen Vater könne nach deutschem Recht hergestellt werden, wenn die Leihmutter nicht verheiratet ist und der Wunschvater mit Zustimmung der Leihmutter die Vaterschaft anerkennt. Wenn eine rechtswirksame Abstammung von einem deutschen Elternteil vorliegt, kann das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten und hat demnach auch Anspruch auf einen deutschen Reisepass.

BGH-Beschluss mit Tragweite

Ende 2014 hat der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (XII ZB 463/13 – Beschluss vom 10.12.14) entschieden, dass ein kalifornisches Gerichtsurteil in Deutschland anzuerkennen ist, das im Ergebnis der deutschen Rechtslage nicht entspricht. Danach sind beide Lebenspartner rechtliche Eltern eines von einer Leihmutter geborenen Kindes. Das Kind wurde mittels Befruchtung einer Eizellspende durch eine Samenspende eines der Lebenspartner gezeugt. Dieser Lebenspartner erkannte mit Zustimmung der Leihmutter vor dem deutschen Generalkonsulat in San Francisco die Vaterschaft an. Nachdem in Deutschland dagegen die Eintragung als Eltern ins Geburtsregister verweigert wurde, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in letzter Instanz, dass die Entscheidung des Superior Court of San Francisco, welche den Lebenspartnern die rechtliche Elternstellung zuweist, in Deutschland anzuerkennen ist. Anderenfalls könne es aufgrund eins „hinkenden“ Verwandtschaftsverhältnisses zu Nachteilen für das Kind kommen. Zudem sei das Kind mit einem Elternteil genetisch verwandt, mit der Leihmutter jedoch nicht. Die Abweichung vom deutschen Recht sei daher nicht so erheblich, so dass die kalifornische Entscheidung in Deutschland wirksam sei.

Pressemeldung des Bundesgerichtshofs (BGH) zum Beschluss XII ZB 463/13

In einem anderen Fall hat das Oberlandesgericht Düsseldorf (II-1 UF 10/16 – Beschluss vom 17.03.2017) entschieden, dass die beiden von einer Leihmutter geborenen Zwillinge vom Lebenspartner des leiblichen Vaters adoptiert werden können. Zuvor hatte das Familiengericht Düsseldorf eine Adoption abgelehnt.

OLG Düsseldorf: Kindeswohl als Maßstab

Das OLG Düsseldorf wertet die Adoption der Kinder als kindeswohldienlich. Es sei eine merklich bessere Entwicklung der Persönlichkeit zu erwarten, denn durch die Adoption werde „die Aufnahme in den Familienbund mit dem Vater und dem Annehmenden verankert und unter den Schutz des Famileinrechts gestellt, was die beste Gewähr für eine auf stabile Lebensverhältnisse gründende seelische Entwicklung des Kindes bietet. Ihre Situation erfährt durch die verlässliche Zuordnung eines zweiten Elternteils eine nicht unerhebliche Stärkung, die beispielsweise bei Ausfall des ansonsten einzigen zur Verfügung stehenden Elternteils virulent werden kann.“

Wie die beiden Entscheidungen belegen: Die Rechtsprechung zum Thema Leihmutterschaft und rechtlicher Elternschaft ist in Bewegung.

Im Forschungsbericht des Max-Planck-Institutes für ausländisches und internationales Privatrecht (vgl. Duden, Konrad; Basedow, Jürgen, Leihmutterschaft im Internationalen Privat- und Verfahrensrecht, Mohr Siebeck, Tübingen 2015) heißt es abschließend dann auch: „Das Recht der Kinder auf eine Integration in eine Familie mit den Wunscheltern wiegt schwerer als das staatliche Interesse an einer effektiven Durchsetzung des Leihmutterschaftsverbots durch Verhinderung der Elternschaft der Wunscheltern. Der Staat muss die Normativität des Faktischen – nämlich das Bestehen der sozialen Familie – anerkennen.“

Bisher kaum erforscht

Die Auswirkungen einer Leihmutterschaft auf alle Beteiligten sind bisher kaum erforscht. Polly Casey vom Centre for Family Research der University of Cambridge hat in einer Studie 198 Familien untersucht, unter ihnen 39 mit Kindern von Leihmüttern. Die Ergebnisse zeigen, dass es selten zu Problemen kommt: Die Leihmutter und das unfruchtbare Paar verstünden sich meist gut, auch nach der Geburt des Kindes halten sie Kontakt. Wie aussagekräftig diese Befunde sind, ist umstritten.

In Berlin findet zum wiederholten Male die umstrittene Reproduktions-Messe „Kinderwunsch-Tage“ statt (9./10. März). Obwohl es in Deutschland verboten ist, werben hier 50 Agenturen aus Europa und den USA für Eizellspenden oder Leihmutterschaft.

Aber warum eigentlich ist Leihmutterschaft in Deutschland verboten?

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Das Thema Leihmutterschaft ist in Deutschland durch das Embryonenschutzgesetz geregelt. Ärzten, die eine entsprechende Behandlung durchführen, droht bis zu drei Jahren Gefängnis.

§ 1 Abs. 1 Nr. 7 des Gesetzes regelt: „Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer es unternimmt, bei einer Frau, welche bereit ist, ihr Kind nach der Geburt Dritten auf Dauer zu überlassen (Ersatzmutter), eine künstliche Befruchtung durchzuführen oder auf sie einen menschlichen Embryo zu übertragen.“

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Rechtlich gilt die Frau als Mutter, die das Kind austrägt – auch wenn es genetisch von einer anderen Frau abstammt.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe ethischer Aspekte, die der Gesetzgeber bei dieser Entscheidung berücksichtigt hat. Einige Befürchtungen gelten inzwischen als überholt, weshalb Kritiker eine entsprechende Anpassung fordern.

Damals wurde argumentiert:

► Die Leihmutter könnte während der Schwangerschaft eine enge Bindung zu dem Kind aufbauen und es behalten wollten. Außerdem könne es dem Kindeswohl schaden, wenn die Beziehung zu der Frau, die es ausgetragen hat, unberücksichtigt bleibt.

► Ebenso könnte es sein, dass die Leihmutter der Schwangerschaft gleichgültig gegenübersteht und ihr Leben daher nicht den Bedürfnissen des ungeborenen Kindes anpasst und so die Gesundheit des Babys gefährdet.

► Eine Leihmutterschaft bringe zudem Unsicherheiten und psychische Konflikte mit sich, die das Kindeswohl gefährden.

► Die Leihmutter gehe gesundheitliche Risiken ein.

► Die Identitätsfindung eines Leihmutterkindes könne erschwert werden, weil es unter Umständen zwei leibliche Mütter hat.

► Eine Leihmutterschaft, bei der die Frau bezahlt werde, gelte als sittenwidrig.

Agenturen vermitteln Leihmütter

In den USA hingegen ist Leihmutterschaft in einigen Bundesstaaten erlaubt. Es gibt Agenturen, die Leihmütter vermitteln. Die Vereinbarungen und die Bezahlung wird in der Regel vertraglich festgehalten.
Weitere Länder, die es erlauben, dass eine Frau ein fremdes Kind austrägt, sind zum Beispiel Belgien, Spanien, die Niederlande und Großbritannien. Doch die Rechtsgrundlagen der einzelnen Länder sind sehr verschieden. Einige verbieten den Abschluss von Verträgen mit einer Leihmutter, in anderen Ländern dürfen Leihmütter nur aus altruistischen Gründen einspringen und sich nicht dafür bezahlen lassen.

Urteil zu Leihmutterschaft
BGH entscheidet gegen genetische Eltern

Ein deutsches Ehepaar hat in der Ukraine mit Hilfe einer Leihmutter ein Kind bekommen. Genetisch sind zwar die Deutschen die Eltern, doch rechtlich bleibt ihnen laut BGH-Urteil nur die Adoption.

Eine Frau, die mit Hilfe einer ukrainischen Leihmutter ein Kind bekommen hat, kann sich auf dem deutschen Standesamt nicht als Mutter eintragen lassen. Nach deutschem Recht ist das die Ukrainerin, wie aus einem Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervorgeht. Eine rechtliche Mutterschaft der Ehefrau sei nur durch eine Adoption des Kindes möglich, befanden die Karlsruher Richter.

Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Manche versuchen deshalb, sich ihren Kinderwunsch im Ausland zu erfüllen. So auch das Paar in dem Fall, der nun vor dem BGH verhandelt wurde.

Der Leihmutter war eine mit dem Sperma des Ehemanns befruchtete Eizelle der Ehefrau eingesetzt worden. Im Dezember 2015 gebar sie das Kind in Kiew.

Mutter ist „die Frau, die es geboren hat“

Das ukrainische Standesamt hatte nach der Geburt des Kindes das deutsche Ehepaar als Eltern registriert und eine entsprechende Geburtsurkunde ausgestellt. In Deutschland wies jedoch ein Gericht das zuständige Standesamt an, anstelle der Ehefrau die Leihmutter als rechtliche Mutter des Kindes einzutragen.

Der BGH verwies in diesem Zusammenhang auf eine Vorschrift im Bürgerlichen Gesetzbuch. Demnach ist die Mutter eines Kindes „die Frau, die es geboren hat“. Die Karlsruher Richter bestätigten mit ihrem Beschluss eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm.

Unterschied zu vorherigen Urteilen

Dabei haben die obersten Familienrichter ganz ähnliche Konstellationen im Einzelfall schon nachträglich anerkannt: 2014 durften zwei schwule Lebenspartner aus Berlin offiziell Eltern ihres in Kalifornien geborenen Kindes werden. Auch ihnen hat eine Leihmutter das Kind ausgetragen. Der Samen kommt von einem der Männer, die Eizelle ist gespendet. Genauso entschied der BGH 2018 bei Zwillingen, die eine Leihmutter im US-Bundesstaat Colorado nach einer Eizellspende geboren hatte: Die deutsche Mutter wurde anerkannt, obwohl die Kinder genetisch nur von ihrem Mann abstammen. Der entscheidende Unterschied: In beiden Fällen hatten US-Gerichte die Elternschaft der deutschen Paare noch vor der Geburt bestätigt.

Der BGH erkannte diese Entscheidungen an, obwohl die Rechtslage in Deutschland eine andere ist. Zum Wohl der betroffenen Kinder, wie es in beiden Beschlüssen hieß: Ein „hinkendes Verwandtschaftsverhältnis“ solle ihnen erspart bleiben – also dass sie nach deutschem Recht eine Mutter haben, die es nach amerikanischem Urteil nicht gibt.

Der aktuelle Fall ist allerdings anders gelagert. Denn hier gibt es keine ukrainische Gerichtsentscheidung, sondern nur eine Eintragung beim Standesamt. Daran sieht sich der BGH nicht gebunden. Die „bloße Registrierung in der Ukraine“ sei „nicht maßgeblich“, heißt es.

Az. XII ZB 530/17

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 23. April 2019 um 14:30 Uhr.

Wie viele Eltern kann ein Kind haben? Manche sieben. Einen Samenspender, eine Eizellspenderin, eine Leihmutter plus ein Ehepaar mit Kinderwunsch, dass den Anstoß zu der Operation geliefert hat. Macht fünf. Und weil Leihmutterschaft in Deutschland und vielen anderen Ländern verboten ist, kommt das Neugeborene zu Pflegeeltern, den Eltern sechs und sieben. Das lässt sich weiter variieren, per sogenannter reziproker In-vitro-Fertilisation. Eine entkernte Eizelle wird mit dem Erbgut einer anderen Frau bestückt und, mit Spendersamen befruchtet, in eine Gebärmutter nach Wahl gepflanzt. Lesbische Paare können sich so mit Doppelmutterschaft beglücken; eine genetisch, die andere biologisch. Seid fruchtbar und mehret euch und füllt die Erde. Ob Gott das vorausgesehen hat?

Das OLG erlaubt einer Frau, ihr Kind zu adoptieren

Das Recht tut sich schwer, hier zwischen Sorgepflichten, Kinderwünschen und Erbansprüchen die richtigen Zuordnungen zu schaffen. Nicht zu vergessen das Grundrecht, zu wissen, von wem man abstammt. Aber unmöglich ist es nicht. Jetzt hat das Oberlandesgericht Frankfurt/Main einen Rubikon überschritten von den vielen, die in diesem Grenzbereich fließen. Es erlaubt einer Frau, ihr Kind zu adoptieren (Az.: 1 UF 71/18). Das Kind war von einer ukrainischen Mietmutter ausgetragen worden, gezeugt mit der Eizelle der Frau und dem Samen ihres Mannes. Die gekaufte Leihmutterschaft sei laut Bürgerlichem Gesetzbuch eine „gesetzeswidrige Vermittlung“ von Kindern, hatte die Vorinstanz noch geurteilt – und die Adoption demnach nur zulässig, wenn es das Kindeswohl unbedingt erfordert. Doch da es einen Vater hat, könne es als Stiefkind der Mutter auch ein schönes Leben führen.

Eine bemerkenswert familienfeindliche Perspektive. Das höhere Gericht nimmt eine andere ein: Zwar sei Leihmutterschaft verboten, jedoch nicht die Vermittlung einer Anbieterin oder die Inanspruchnahme ihrer Dienste.

Es wird ein Pragmatismus sichtbar

Das Geschäft mit der Ukrainerin, die nach deutschem Recht als Mutter gilt, war adoptionsrechtlich damit nicht zu beanstanden. Die Annahme eines Kindes ist dann bereits zulässig, wenn es von der (Leih-) Mutter in sorgende Hände anderer Eltern gegeben wird. Hier wird ein Pragmatismus sichtbar, den auch die Vorstellungen der Justizministerin für ein neues Abstammungsrecht prägt. Demnach soll es neben der leiblichen automatisch eine „Mit-Mutter“ geben, wenn ein Kind in eine gleichgeschlechtliche Frauen-Ehe hineingeboren wird. Auch für Kinder aus Samenbanken wird der Einstieg ins Familienleben erleichtert.

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Es geht also voran. Nur die Leihmutter bleibt ein Tabu. Zu rechtfertigen ist das kaum. Die Weggabe von Kindern ist erlaubt, Frauen steht es frei, ihren Körper zu verkaufen, und das Abstammungsrecht kann man regeln. Doch Gesetze helfen nicht, wo die Sitte regiert.

Wie funktioniert Leihmutterschaft – und ist sie eigentlich erlaubt?

Stars wie Nicole Kidman, Sarah Jessica Parker und Lucy Liu machten es vor: Sie ließen ihr Kind von einer Leihmutter austragen. Kürzlich hat auch Reality-TV-Star Kim Kardashian angekündigt, sich für ihr drittes Kind eine Leihmutter suchen zu wollen. Aber ist das überhaupt erlaubt? Und wie funktioniert das eigentlich?

Wenn ein Paar ungewollt kinderlos bleibt, dann kann das eine Beziehung stark belasten. Manche Paare, die sich Kinder wünschen, denken deshalb über eine Leihmutter nach.

Bei einer Leihmutterschaft trägt eine Frau in ihrer Gebärmutter ein fremdes Kind aus und übergibt es danach an seine genetischen Eltern.

Dafür gibt es durchaus prominente Vorbilder – einige Stars haben in den vergangenen Jahren bereits Erfahrungen mit Leihmutterschaften gesammelt.

Die Schauspielerin Lucy Liu beispielsweise brachte ihren Sohn Rockwell Lloyd Liu 2015 durch eine Leihmutter zur Welt.

Kürzlich kündigte auch Kim Kardashian an, durch eine Leihmutter ein drittes Kind bekommen zu wollen.

Bei ihnen können sich Kim Kardashian und Kanye West Tipps holen: Diese fünf Promi-Ladys engagierten eine Leihmutter

Wie läuft eine Leihmutterschaft ab?

Bei einer Leihmutterschaft bringt eine Frau ein Kind zur Welt, das genetisch nicht mit ihr verwandt ist. Dafür wird ihr eine Eizelle eingepflanzt, die bereits befruchtet ist. Sie trägt das Kind aus und übergibt es danach an seine genetischen Eltern. Das wird vorher vertraglich geregelt.

Kann ein Paar keine Kinder bekommen, weil entweder der Mann oder die Frau unfruchtbar ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Befruchtung: So kann die Eizelle der genetischen Mutter mit den Samen eines fremden Mannes befruchtet werden, falls das Sperma ihres Partners das Problem ist.

Umgekehrt kann auch die Eizelle einer fremden Frau mit dem Samen des Vaters befruchtet und einer Leihmutter eingesetzt werden.

Es wird dabei aber unbedingt dazu geraten, keine Eizelle der Leihmutter zu verwenden, damit ihre Bindung an das Kind nicht zu stark ist.

Wenn ein Paar keine Kinder bekommen kann, gibt es zwar grundsätzlich auch die Möglichkeit, ein Kind zu adoptieren. Die Anforderungen dafür sind aber hoch – und die Nachfrage ist sehr groß.

Außerdem ist ein adoptiertes Kind nicht mit seinen Eltern verwandt. Einige Paare entscheiden sich deshalb für eine Leihmutterschaft.

Ist eine Leihmutterschaft erlaubt?

Die Ex-„GNTM“-Teilnehmerin hat auf Instagram ein süßes Foto gepostet.

In vielen Ländern auf der Welt sind Leihmutterschaften grundsätzlich verboten. Legal sind sie allerdings in einigen Staaten der USA und in Ländern wie Indien oder der Ukraine.

Eine Übersicht dazu gibt es hier.

In Deutschland sind sowohl die Vermittlung einer Leihmutterschaft als auch die medizinische Begleitung einer Leihmutter gesetzlich ohne Ausnahme verboten.

Dabei macht sich der Arzt strafbar, der bei einer möglichen Leihmutterschaft hilft. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

Das regelt das Embryonenschutzgesetz in Deutschland. Die Leihmutter und ihre Auftraggeber bleiben dagegen straffrei.

In Österreich verbietet das Fortpflanzungsmedizingesetz eine Leihmutterschaft. Dort ist auch die Samenspende sowie die Eizell- und Embryospende verboten.

In der Schweiz gestattet die Bundesverfassung alle Arten von Leihmutterschaften nicht. Hier gilt: Die Mutter des Kindes ist die Frau, die es zur Welt gebracht hat.

Was passiert, wenn man sich eine Leihmutter im Ausland sucht?

Grundsätzlich gibt es im Ausland Agenturen, die Leihmütter vermitteln, beispielsweise in den USA. Das ist allerdings nicht günstig – nach Schätzungen von Experten fallen dafür Kosten in Höhe von 60.000 bis 150.000 Dollar an.

Davon bekommt die Leihmutter einen Bruchteil. Der Rest des Geldes ist für Posten wie Schwangerschaftsuntersuchungen und Anwaltskosten vorgesehen. Als deutlich günstiger gilt eine Leihmutterschaft in Indien.

Doch egal, wo Paare sich eine Leihmutter suchen: Die Einreise mit dem Neugeborenen nach Deutschland ist schwierig.

In Deutschland ist es gesetzlich geregelt, dass die Frau als Mutter gilt, die ein Kind geboren hat (§1591 BGB). Dabei ist unerheblich, ob sie mit diesem Kind genetisch überhaupt verwandt ist.

Wird das Kind einer Leihmutter nun beispielsweise in Indien oder den USA geboren, dann hat es nicht die deutsche Staatsangehörigkeit und entsprechend keine gültigen Papiere, mit denen es nach Deutschland einreisen könnte.

Es gibt jedoch keine rechtlichen Konsequenzen für die Leihmutter oder die sogenannten „Bestelleltern“. Sie können ebenfalls nicht wegen Kinderhandels bestraft werden.

Einige Agenturen in den USA bieten allerdings auch an, bei den Einreisepapieren behilflich zu sein.

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Was spricht für und gegen eine Leihmutterschaft?

Ungeachtet der rechtlichen Fragestellungen und der hohen finanziellen Hürden einer Leihmutterschaft stellen sich dabei auch Fragen der Ethik. Es gibt einige Argumente pro und contra Leihmutterschaft.

Kritiker bemängeln vor allem, dass bei einer Leihmutterschaft nicht das Wohl des Kindes im Mittelpunkt steht, sondern die Abwicklung eines Rechtsgeschäftes. Die römisch-katholische Kirche lehnt Leihmutterschaften kategorisch ab.

Aus Indien gibt es immer wieder Berichte, dass sich vor allem arme Frauen als Leihmütter verdingen – und manchmal Probleme haben, ein Kind abzugeben, zu dem sie im Mutterleib bereits eine Bindung aufgebaut haben.

Befürworter wiederum sehen in der Leihmutterschaft eine Möglichkeit für Paare mit gesundheitlichen Problemen, Kinder zu bekommen, mit denen sie genetisch verwandt sind.

Das gilt auch für Frauen, für die eine Schwangerschaft ein besonderes gesundheitliches Risiko darstellt.

Seriöse Agenturen nehmen nur Frauen als potenzielle Leihmütter in ihre Datenbanken auf, die bereits mindestens ein gesundes Kind auf die Welt gebracht haben.

Sie sorgen dafür, dass die Leihmutter und die genetischen Eltern schon während der Schwangerschaft eine Bindung aufbauen können.

Da Leihmutterschaft ein relativ junges Phänomen ist, sind die psychischen Langzeitfolgen für Leihmütter und für die Kinder noch nicht umfassend erforscht.

Leihmutter – Was ist das?

In diesem Artikel erklären wir die Bedeutung einer Leihmutter und geben allgemeine Informationen zur Leihmutterschaft beim Kinderwunsch.

Leihmutterschaft: Ausweg mit Hindernissen

Was ist eine Leihmutter? – Foto: © Sandra Thiele

Der Wunsch nach einem gemeinsamen Kind sorgt für starke Gefühle. Erfüllt er sich nicht, etwa weil die Frau unfruchtbar ist oder weil sich homosexuelle Männer ein gemeinsames Kind wünschen, kann dies den eigenen Lebensplan zerstören und sogar die Beziehung gefährden. (Lesen Sie auch: Einseitiger Kinderwunsch) Ein Ausweg, über den immer mehr Paare nachdenken, ist die Beauftragung einer Leihmutter. Dieser Schritt jedoch ist nicht zwingend legal, weswegen sich Interessierte vorab genau informieren sollten.

Was ist eine Leihmutter?

Grundsätzlich bezeichnet der Begriff „Leihmutter“ eine Frau, die ihren Körper zum Austragen eines fremden Kindes zur Verfügung stellt. Hierbei wird entweder die Eizelle der Leihmutter mit dem Samen des künftigen Vaters befruchtet, oder auch eine gespendete Eizelle verwendet. Nach der Geburt des Kindes erhebt eine Leihmutter keinerlei Ansprüche darauf und übergibt es seinen neuen Eltern.

Die Leihmutterschaft in Deutschland

In Deutschland verbietet das Embryonenschutzgesetz schon seit 1991 die Leihmutterschaft. Die Vermittlung von Leihmüttern unterbinden soll auch das Adoptionsvermittlungsgesetz. Wer dennoch eine Vereinbarung mit einer Leihmutter trifft, muss mit Konsequenzen rechnen. Frei von Strafe bleiben hierbei jedoch sowohl die Leihmutter als auch der Beauftragende. Vermittler und Ärzte jedoch können mit empfindlichen Strafen entweder in Form hoher Geldbußen oder auch mit Freiheitsentzug von bis zu drei Jahren sanktioniert werden.

Die Suche nach einer Leihmutter in Deutschland ist daher praktisch unmöglich. Viele Paare neigen daher dazu, sich über ausländisches Recht zu informieren und die Dienste einer Leihmutter in einem anderen Land in Anspruch zu nehmen. Hier jedoch lauert die nächste Gefahr, denn gesetzlich betrachtet ist in Deutschland die Leihmutter nach der Geburt auch die rechtmäßige Mutter. Paare, die mit dem Kind nach der Geburt nach Deutschland einreisen möchten, könnten daher Probleme bekommen.
Dass es Hoffnung auf einen Ausweg gibt, zeigt jedoch ein Urteil des Bundesgerichtshofes aus dem Jahr 2014. Hier sprach sich das Gericht für die Übertragung der rechtmäßigen Elternschaft auf die neuen Eltern aus, wenn mindestens einer von beiden die genetische Verwandtschaft mit dem Baby belegen kann. In diesem Fall darf die Leihmutter keinerlei genetische Beziehung zu dem ausgetragenen Kind haben.

Wo das Beauftragen einer Leihmutter legal ist

Um die Legalität der Leihmutterschaft zu definieren, muss zwischen kommerziellen und altruistischen Modelle unterschieden werden. Erhält die Leihmutter bei der kommerziellen Leihmutterschaft Geld für ihre Leistungen, ist dies bei der altruistischen Variante ausgeschlossen.
Die kommerzielle Leihmutterschaft ist in Ländern wie

  • Indien
  • Russland
  • Ukraine
  • Südafrika
  • und in Teilen der USA

legal.
Die altruistische Leihmutterschaft bleibt beispielsweise in Australien ohne rechtliche Folgen. Auch in Großbritannien oder Kanada könnten Frauen ohne Gegenleistung ein Kind für Paare austragen. Hier gibt es jedoch teilweise strenge Vorgaben und mitunter ist die Adoption des Babys notwendig. Die Beauftragung einer Leihmutter in altruistischer Form ist daher nur wenig empfehlenswert, denn mögliche Komplikationen oder rechtliche Konsequenzen können nicht per se ausgeschlossen werden.

Kosten einer Leihmutter

Wie bereits erwähnt, zahlen Paare bei der kommerziellen Leihmutterschaft einen gewissen Geldbetrag als Entschädigung für die Strapazen von Schwangerschaft und Geburt. Auch Vermittlungskosten und die Ausgaben für die gesundheitliche Versorgung sowie für rechtliche Angelegenheiten tragen die baldigen Eltern. Daher ist die Beauftragung einer Leihmutter ein kostspieliges Unterfangen, bei dem je nach Land unterschiedlich hohe Ausgaben anfallen. So zahlen Paare in der Ukraine bis zu 30.000 Euro, in Indien etwa 10.000 Euro und in den USA ganze 100.000 Dollar oder mehr. Selbstverständlich sind viele Paare dazu bereit, diese Kosten zu tragen, sollten sich jedoch vorab genau über die Hintergründe informieren. Lediglich die Beauftragung seriöser Agenturen im Ausland ist ein möglicher Weg, der vor Betrug, rechtlichen Konsequenzen und anderen unangenehmen Folgen schützen kann.
Text: A. W. / Stand: 02.02.2020

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I. Blut

Mitten in einer heißen Nacht im Sommer 2017 wacht Shelly mit Bauchschmerzen auf. Sie läuft ins Bad, krümmt sich über dem Klo und sieht Blut. „Sie waren schwanger“, sagt der Arzt in der Notaufnahme, „trotz der Spirale.“

Drei Jahre vorher und 50 Kilometer südlich wacht Ori in seinem Bett in Tel Aviv mit einem Kloß im Hals auf, läuft ins Bad, spuckt aus und sieht Blut. „Das ist ein schlechtes Zeichen“, sagt er. „Du spinnst“, sagt Rami, sein Partner. Dann klingelt das Telefon. Es ist die Agentur, die dem Paar in Indien eine Leihmutter vermittelt hat. Die Frau habe eine Fehlgeburt gehabt. Es ist der elfte Versuch. Die elfte Leihmutter, die ihr Kind verloren hat.

Ori und Shelly kennen einander nicht, aber man könnte sagen, dass er ihr Spiegel ist. Shelly ist eine dieser Frauen, die sehr leicht schwanger werden. Sie hat mehr als eine Abtreibung hinter sich und findet das nicht schlimm. Shelly ist Ende dreißig, hat zwei Kinder, keinen festen Partner und keine Pläne für Familienzuwachs. Ori dagegen, Mitte vierzig und in einer Partnerschaft, will ein Kind, und das ist für ihn aufwändig, teuer und moralisch kompliziert. Als schwuler Mann darf er in Israel weder adoptieren noch eine Leihmutterschaft beauftragen. Für Männer wie ihn gibt es Agenturen, die Leihmütter im Ausland vermitteln. Eine Geburt in den USA kostet mindestens 75.000 Dollar. In Indien nicht einmal die Hälfte.

Dies ist eine Geschichte über das Kinderkriegen. Über zwei Familien und ihre Kinder, für die nie ein Mann und eine Frau miteinander geschlafen haben. Diese Kinder verdanken ihr Leben der Technik, der Globalisierung – und zwei fremden Frauen, die sie in ihren Körpern wachsen ließen. Eine tat es aus Nächstenliebe. Die andere unter Umständen, die manche Ausbeutung nennen. Beide werden dafür bewundert und verurteilt. Denn ihre Handlungen verwischen die Grenzen zwischen dem, was deins und meins ist, was uns nah ist und was fremd.

Für diese Geschichte habe ich Shelly und Ori über ein Jahr hinweg immer wieder getroffen. Einige der Szenen, die in diesem Text beschrieben werden, habe ich selbst miterlebt, andere habe ich in Gesprächen mit Shelly, Ori und anderen rekonstruiert. Ich traf Shelly viermal per Skype und zweimal persönlich, einmal in Israel und einmal in Berlin. Ori habe ich einen Nachmittag lang in Israel getroffen, danach war ich per Whatsapp über Nachrichten und telefonisch mit ihm im Kontakt. Ich habe Dokumente, Fotos und Videos gesehen, die dokumentieren, was die beiden mir erzählt haben. Nicht alle Personen tauchen mit ihrem richtigen Namen in diesem Text auf: Shelly möchte nicht, dass sie mit ihrer Geschichte bekannt wird. Die Namen aller Kinder wurden zum Schutz der Familien geändert. Alle richtigen Namen sind mir bekannt.

II. Erbe

Nach dem Abgang skypt Shelly mit einem guten Freund in Deutschland. Die beiden hatten gerade eine Affäre. Sie erzählt ihm von der Fehlgeburt. „Moment“, sagt er. „Du warst schwanger?“ Er starrt in die Kamera.

Einen Satz, den Shelly öfter über sich sagt: „Ich habe kein Herz.“ Was sie meint: Sie hat nicht viel für Romantik übrig. Mit dem Drama, das diese Welt um Liebesbeziehungen und ums Kinderkriegen macht, kann sie nicht viel anfangen. Ihr Körper ist kein Tempel, er funktioniert. Shelly heiratete mit Ende zwanzig und bekam zwei Kinder. Sie folgte einem Skript gesellschaftlichen Normalseins, das nicht gut zu ihr passte.

Im Gesicht des Mannes auf ihrem Bildschirm sieht jetzt Shelly etwas, das sie nicht erwartet hätte. Shelly begreift, dass sie nur ein paar Bauchkrämpfe hatte – er aber wäre fast Vater geworden.

Es erinnert sie an etwas: An den Blick ihrer Schwester beim letzten Treffen, todtraurig. Ein paar Stunden, bevor Shellys ungewollte Schwangerschaft wegblutete, saßen die Zwillinge auf dem Balkon und blickten aufs Meer. „Was mache ich nur falsch“, fragte ihre Schwester, wütend auf die ganze Welt. Im Gegensatz zu Shelly, die praktisch schwanger wird, wenn sie einen Mann nur zu lang anguckt, sehnt ihre Schwester sich nach einem Kind, hat aber eine Fehlgeburt nach der anderen. Shelly versuchte, praktisch zu denken, die Optionen durchzugehen: Du könntest den Arzt wechseln, schlug sie vor, es mit anderen Hormonbehandlungen probieren. Aber die Schwester wollte keine praktischen Antworten. „Ich bin verflucht“, sagte sie.

Ein paar Nächte später liegt Shelly lange wach. Sie steht auf und geht auf den Balkon, wo sie alle wichtigen Entscheidungen trifft. Draußen wirft sich das Meer rhythmisch an den Strand von Hadera in Nordisrael. Sie atmet warme Luft und denkt nach. Übers Kinderkriegen und darüber, dass etwas, das für sie fast schon lästig einfach ist, für andere das Drama ihres Lebens bedeutet.

Und auf einmal ist dieser Gedanke da: „Wie wäre es, das Kind meiner Schwester auszutragen?“ Sie greift nach ihrem Handy und tippt ein Wort ins Suchfenster ein: „Leihmutter“.

50 Kilometer südlich sitzt Ori in seinem Apartment im Osten Tel Avivs, einer blitzsauberen Maisonette, und schreibt schon wieder an einem Buch. Einem E-Book, das er über Amazon verkaufen wird. Ori ist Kosmetiker, in seinen Büchern geht es um Schönheit: um Parfum, Sonnenschutz und Anti-Aging-Hautpflege. Er schreibt über Themen, die er versteht, um nicht darüber nachdenken zu müssen, was er nicht in der Hand hat. Denn Ori und Rami wollen ein Kind – seit fünf Jahren.

Die Agentur, die sie beauftragt haben, hat keine offizielle Warteliste. Aber Ori weiß, dass es eine inoffizielle gibt, und dass sie nach der elften Fehlgeburt wieder ganz nach unten rutschen. Es gibt keinen zweiten Versuch mit der gleichen Leihmutter. Das bedeutet: wieder warten. Mindestens drei Monate.

Eine Tochter haben Ori und Rami schon: Lior, schwarze Locken, helle Haut, ein kleines Schneewittchen. Auch sie hat eine indische Leihmutter geboren. Mit Lior ist alles bilderbuchmäßig gelaufen – wenn es denn Bilderbücher gäbe, in denen ein Mann aus einem reichen Land den Körper einer armen Frau mietet. Sicher wäre ein solches Bilderbuch hilfreich, um der Tochter später zu erklären, wer ihre Mutter ist.

In diesem Bilderbuch würde dann stehen, dass Ori und Rami, so wie die meisten Eltern eben, Kinder wollen, die ihnen ähnlichsehen. Rami ist rotblond, seine Familie hat Wurzeln in Bulgarien. Ori hat dunklere Haut, seine Mutter stammt aus Argentinien. In der Agentur-Datenbank fanden sie eine Eizellenspenderin aus Südafrika: Mitte zwanzig, der Vater Holländer, die Mutter Griechin. Kinder dieser biologischen Mutter, so Oris und Ramis Plan, werden ihnen ähnlichsehen.

Wer biologischer Vater ist, sagt das Paar niemandem. Denn: „Von wem ist das Kind?“, das ist die erste Frage, die jeder stellt. Die zweite: „Wie viel hat das Kind gekostet?“ Fragen, die ein Mann und eine Frau, die zusammen ein Kind bekommen, nie hören.

Seitdem Ori und Rami versuchen, ein zweites Kind zu bekommen, haben sie über 85.000 Dollar ausgegeben. Jeder Versuch kostet extra. Sie haben ihre Wohnung in der Innenstadt von Tel Aviv verkauft, sie wohnen jetzt nahe der Autobahn. Bei der Bank haben sie mehrere zehntausend Dollar Schulden.

Dann ruft der Chef der Agentur an. Er sagt: „Wir haben eine Leihmutter für euch, ein Paar ist abgesprungen. Und diesmal braucht ihr das nicht bezahlen.“

Drei Jahrzehnte vor diesem Anruf, im Sommer 1986, trug in den USA erstmals eine Frau ein Kind aus, das ihr genetisch fremd war: entstanden aus dem Samen und der Eizelle zweier anderer Menschen, gezeugt im Labor. Man nennt diese Methode der künstlichen Befruchtung In-vitro-Fertilisation, abgekürzt: IVF.

Für Ori bedeutet IVF vier Jahrzehnte später, dass er ein Kind bekommen kann, dessen biologische Mutter er nie kennenlernen muss. Er kann sie sich aus einem Katalog aussuchen: Sieht sie mir ähnlich? Ist sie gesund? Ist sie schön?

Für Shelly bedeutet IVF, dass sie ihren Körper ausleihen kann. An eine andere Frau, an ihre Schwester. Ein Embryo, gezeugt aus dem Ei ihrer Schwester und dem Samen deren Partner, könnte in Shellys Bauch zum Baby wachsen.

Wer darf eigentlich Kinder bekommen? Früher war es vor allem eine Glücksfrage, eine biologische Lotterie. IVF bedeutet für Shelly, Ori und viele andere Freiheit. Paare, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, schwule Männer, Frauen nach den Wechseljahren – Technologie hat den Kreis potenzieller Eltern größer gemacht.

Aber nicht nur die Natur ist unfair, das Gesetz ist es auch. Für heterosexuelle, fruchtbare Menschen ist das Recht auf eigenen, genetisch verwandten Nachwuchs selbstverständlich. Für alle anderen ist es das vier Jahrzehnte nach Geburt des ersten Retortenbabys immer noch nicht. Viele Länder haben strenge Regeln für Leihmutterschaften oder erlauben sie gar nicht. Deutschland zum Beispiel. Ori und Shelly haben das Glück, in Israel zu leben.

III. Babys

Shelly ist völlig übermüdet nach einer schlaflosen Nacht auf dem Balkon, als ihr Handy klingelt. „Sie interessieren sich dafür, Leihmutter zu werden“, fragt eine aufgekratzte Frauenstimme und legt sofort los: 45.000 Dollar könne sie verdienen.

Die Frau am anderen Ende der Leitung arbeitet für eine Leihmutter-Agentur. Shelly hat bei ihrer nächtlichen Recherche ihre Kontaktdaten in ein Pop-up-Fenster eingegeben, das mehr Informationen zu Leihmutterschaften versprach.

Die Frau spricht schnell weiter. Um alles werde man sich kümmern, schwärmt sie: die bürokratischen Prozeduren, die Ärzte, es werde selbstverständlich auch psychologische Betreuung geben: „Das ist eine großartige Gelegenheit für Sie.“ Je länger Shelly zuhört, desto wütender wird sie. Sie möchte ihrer Schwester helfen, und jetzt ist sie mitten in einem Verkaufsgespräch. „Ich habe kein Interesse“, sagt sie der Agenturfrau, als die ihre erste Atempause macht, „bitte rufen Sie mich nicht wieder an.“

Bis dahin wusste Shelly noch nicht einmal, dass man als Leihmutter Geld verdienen kann, nun erfährt sie, dass diese Prozedur die Eltern ein anderthalbfaches durchschnittliches Jahresgehalt kosten kann. Sie denkt an ihre Schwester, an deren Schmerz, dass man von Menschen mit Kinderwunsch fast alles verlangen kann.

Im Internet findet sie eine Anwältin, die sich auf Leihmutterschaften spezialisiert hat. Shelly schreibt ihr eine Nachricht, wenig später ruft die Anwältin zurück und bietet ein Treffen an. Es ist kein Verkaufsgespräch. Aber trotzdem eine Enttäuschung. Die Anwältin erklärt: Das Gesetz in Israel erlaubt nicht, für eine Verwandte ein Kind auszutragen.

Shelly ist enttäuscht, erleichtert, und sie hat jetzt einen anderen Blick: Wenn sie durch die Straßen geht, sieht sie überall Babybäuche. Wie viele sind aus Versehen schwanger geworden? Wie viele haben dafür kämpfen müssen?

Shelly will nicht akzeptieren, dass manche Menschen aus Geldgründen keine Kinder haben können.

Shelly ist nun mit einem Gedanken schwanger. Wenn sie schon ihrer biologischen Schwester nicht helfen kann – wieso dann nicht einer anderen Frau, einer Schwester im übertragenen Sinn? Sie wählt noch einmal die Nummer der Anwältin. „Ich möchte Leihmutter werden. Für ein fremdes Paar.“ Und sie denkt: Ich will das umsonst machen.

In Tel Aviv schleppt sich Ori unter Schmerzen durch die Gegend. Er hat Knieprobleme. In seinem Leben kommt er im wahrsten Sinne des Wortes nicht vorwärts. Zur Arbeit schafft er es nicht mehr, er weint viel, er will niemanden sehen.

Eigentlich ist Ori ein Typ, der sich gerne mit der Schönheit des Lebens beschäftigt. Als Kosmetiker weiß er, wie man Haut zum Strahlen bringt. Sein Teint, der von Natur aus ein bisschen braun ist, hat einen goldenen Schimmer. Wenn man genau hinsieht, merkt man, dass eine dünne Schicht Makeup auf seiner Haut liegt.

Aber Ori ist auch ein Mann, der tut, was nötig ist, um zu kriegen, was er will. „Als Schwuler musste ich das lernen – egal, wie andere das finden“, sagt er. Als Anfang 2000 in Israel die zweite Intifada wütete und überall im Land Bomben explodierten, gründete Ori gegen den Rat aller Freunde ein Unternehmen für teure Bio-Kosmetik. Heute hat er ein Kosmetikzentrum im schicken Norden von Tel Aviv und einen Onlinehandel. Auf seiner Website kann man ein goldenes Gesichtsserum kaufen: 30 ml für 87 Dollar. Ori ist Erfolg gewöhnt.

Aber niemand kann ihm sagen, warum die elf Schwangerschaften nicht geklappt haben. Um ein Kind zu zeugen, schickt die Agentur das in Israel eingefrorene Sperma nach Indien, die Spenderin aus Südafrika wird eingeflogen und gibt ihre Eizellen ab. Die Ärzte injizieren das Sperma in die Eizellen und frieren die Embryonen nach fünf Tagen ein. Sobald der Körper der indischen Leihmutter bereit ist, wird ihr der Embryo eingesetzt. Bei Oris Tochter Lior wurde daraus beim zweiten Versuch eine Schwangerschaft.

Ori dachte, er müsste maximal ein Jahr warten. Mittlerweile wartet er fünf. Seine Zukunft ist eingefroren in einem Stickstofftank in Indien.

IV. Eltern

„Sie wollen kostenlos Leihmutter werden? Kommt gar nicht infrage!“, sagt die Anwältin zu Shelly. „Sie machen sich keine Vorstellung davon, wie intensiv eine Leihmutterschaft ist, wie viele Stunden sie damit beschäftigt sein werden.“ Shelly bleibt stur, ihre vage Idee hat sich zu Entschlossenheit gehärtet. Sie will nicht akzeptieren, dass es vom Geld abhängen soll, ob ein Paar ein Kind bekommen kann. Die Anwältin sagt zu Shelly: „Ich kenne keinen einzigen solchen Fall.“

Aber sie kenne ein Paar, das sich eine Leihmutterschaft nicht leisten könne.

Es sind zwei Mittdreißiger, religiöse Juden. Die Frau produziert Eizellen, kann aber kein Kind austragen. Ihr Mann ist zeugungsfähig. Dem jüdischen Religionsgesetz nach müsste er sich von ihr scheiden lassen. Das will er aber nicht.

Es ist jetzt Herbst in Hadera. Shelly trifft die beiden Menschen, mit denen sie vielleicht ein Kind zur Welt bringen will, in einem Café mit koscherer Küche. Der Mann trägt ein weißes Hemd, eine schwarze Hose und eine Kippa. Die Frau ein Kleid ohne Ausschnitt, das über die Knie geht.

Shelly weiß guten Stil zu schätzen. Sie selbst hat einen akkuraten, pechschwarzen Pagenkopf und schwarz umrandete Katzenaugen. Die Kleider und Blusen, die sie trägt, sind figurbetont.

Shelly kann mit Religion nicht viel anfangen. Aber dieses Paar gefällt ihr. Da ist eine Sanftheit in der Art, wie die beiden miteinander umgehen, die Shelly aus ihren eigenen Beziehungen nicht kennt. Im Nachhinein erinnert sich Shelly genau an einen Moment: Mitten im Gespräch greift die Frau nach der Hand ihres Mannes, hält sie fest und sieht ihm wortlos in die Augen. Tränen schimmern in ihrem Blick.

Shellys beste Freundin, die sie seit der siebten Klasse kennt, sagt, dass Shelly nie aus Trauer weint, höchstens aus Angst. Als Shelly an diesem Tag im koscheren Café das fremde Paar betrachtet, werden ihre Augen feucht. Es ist der Moment, in dem sie sich entscheidet, für diese beiden Menschen ein Kind zu bekommen.

Während Ori auf sein Kind wartet, tut er alles, um beschäftigt zu bleiben – zum Beispiel, indem er die Wohnung renoviert.

In Tel Aviv schleppt sich Ori jeden Montagmorgen vier Stockwerke in eine winzige Wohnung hoch. In Räumen, die nach Meer und Abgasen riechen, hat er Therapie. Für klassische Psychotherapie hat er nicht viel übrig, Oris Ex-Freund ist Psychologe. Mit ihm hat Ori schon einmal sein ganzes Leben durchanalysiert. Mittlerweile geht er nur noch zu Therapeuten, die mit alternativen Methoden arbeiten. Die Therapeutin in der winzigen Wohnung arbeitet mit Fantasiereisen und schamanischen Krafttieren. Schon beim ersten Termin geschieht ein kleines Wunder: Ori sitzt seit zwanzig Minuten auf ihrem grünen Sofa, als sie ihn bittet, aufzustehen, er soll im Zimmer umhergehen. Ori geht bis zur Badezimmertür und kann es nicht glauben: Die Schmerzen im Knie sind weg. Die Frau lächelt. „Du musst loslassen“, sagt sie ihm. Seitdem kommt Ori jede Woche wieder.

Die Agentur, die Ori und Rami ausgesucht haben, heißt Tammuz Family. Der Slogan: „You dream of Babies: We make them happen.“ Auf der Website sieht man eine Regenbogenflagge und Bilder von glücklichen Vätern mit Babys. Ihr Gründer Doron Mamet kam auf die Idee, nachdem seine Tochter in den Vereinigten Staaten von einer Leihmutter zur Welt gebracht wurde – ein Prozess, der 140.000 Dollar gekostet hatte. Mamet dachte, dass das auch billiger gehen müsste. „Ich war in der High-Tech Branche und alle haben nach Indien outgesourct“, sagte er bei einer Konferenz in New York. Warum nicht auch Inder zum Kinderkriegen engagieren?

Hier das Video von Mamets Vortrag

Mamet baute eine Infrastruktur mit Ärzten und Krankenhäusern in Südasien auf, und schon bald waren die ersten Frauen schwanger. Mittlerweile ist Tammuz Family eine der größten Leihmutter-Agenturen der Welt. Tausende Menschen mit Kinderwunsch reisen zu dieser Zeit nach Indien, wo es gute Ärzte gibt, hohe Standards und genug Frauen, die bereit sind, ihre Körper zu vermieten. Einige nennen Indien die Babyfabrik der westlichen Welt.

In Oris Bekanntenkreis mieten sich alle schwulen Männer zwischen 30 und 50 mit Kinderwunsch Leihmütter im Ausland. Denn in Israel gibt es kein Gesetz dagegen, dass ein Vater sein im Ausland geborenes Kind nach Hause bringen kann. Es ist eine allseits bekannte Lücke im System.

Aber immer mehr Kritiker in Indien rufen nach Regulierung. Sie befürchten, dass junge, arme Frauen ausgenutzt werden. Vielleicht gefällt es ihnen auch nicht, dass schwule Männer auf diese Weise Kinder bekommen. Schon 2013 hat Indien homosexuellen Paaren aus dem Ausland verboten, per Leihmutterschaft Kinder zu bekommen. Die Agenturen umgehen das Verbot, indem sie die schwangeren Leihmütter zum Gebären ins Nachbarland Nepal bringen.

Ori ist klar: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Indien und Nepal den Leihmutter-Tourismus ganz unterbinden werden. Elf frühe Fehlgeburten sind keine elf gestorbenen Kinder, aber Ori spürt den Tod in seinem Leben. Die nächste Schwangerschaft könnte die letzte Chance sein.

V. Opfer

In Hadera telefoniert Shelly oft mit der Frau, deren Kind sie bekommen soll. Sie nennt sie „die Mutter“ oder „die echte Mutter“. Oft weint die echte Mutter am Telefon, manchmal vor Freude, manchmal aus Angst. Sollte Shelly schwanger werden und das Kind verlieren, wird es keinen zweiten Versuch geben.

Shelly bekommt jetzt zum ersten Mal in ihrem Leben Hormone, die sie auf die Schwangerschaft vorbereiten. Monate vergehen. Sie hat viele Arzttermine, sie muss Blut abgeben, sie bekommt einen Ultraschall nach dem anderen, um zu prüfen, wie ihre Gebärmutterschleimhaut sich aufbaut. Die echte Mutter begleitet sie zu jedem Arzttermin.

Für das kinderlose Paar ist Shelly ein Gottesgeschenk. Shellys Bruder sagt ihr: „Du spinnst doch. Wie kannst du ein Kind weggeben?“

Shelly trifft einen Psychologen. Jede Leihmutter muss in Israel psychologisch untersucht werden. Der Psychologe ist misstrauisch, weil Shelly kein Geld will.

„Sind Sie gewohnt, sich für andere aufzuopfern?“

Shelly erzählt von ihrem Großvater, der sich sein ganzes Leben lang für andere Menschen eingesetzt hat, für Drogensüchtige und Obdachlose auf der Straße, die anderen keinen zweiten Blick wert waren. Sie sagt: „Ich habe lange nach etwas gesucht, das sich wirklich relevant anfühlt. Jetzt habe ich es gefunden.“

„Wie fühlt es sich an, nicht nur zu helfen, sondern den eigenen Körper herzugeben? “

Shelly antwortet, dass es sich ganz natürlich anfühlt. Dass sie eine schwesterliche Liebe zu der fremden Frau fühlt.

„Warum fühlen Sie diese Liebe? Weil sie unglücklich ist?“

Shelly sagt, darüber müsse sie nachdenken.

Keine zwei Wochen, nachdem Oris Agentur den zwölften Versuch bestätigt hat, geht es seiner Tochter plötzlich schlecht. Eines Nachts erbricht sich Lior, ihr ganzes Bett ist voll. Jedes Mal, wenn die Eltern denken, dass es vorbei ist, fängt sie wieder an zu würgen, bis sie nach Stunden endlich Ruhe findet. Ori schläft noch nicht lange, als er wieder tapsende Schritte im Zimmer hört. Lior steht im Zimmer, unter dem Oberteil ihres Schlafanzugs beult sich etwas. Ori schaut auf die Uhr, es ist fünf Uhr morgens. Lior strahlt. „Ich habe ein Baby im Bauch“, ruft die Tochter vergnügt, greift unter ihr Hemd und zieht eine Puppe heraus.

Am nächsten Tag ruft die Agentur an: Die Leihmutter ist schwanger. Ori kann zum ersten Mal seit Tagen wieder frei atmen.

Nur wenn diese zwölfte Schwangerschaft gut geht, werden Ori und Rami die Frau treffen, die ihr Kind austrägt. Sonst wird sie in der Reihe der elf anderen verschwinden. Doch selbst dann wird die Begegnung oberflächlich bleiben.

Wenn man Ori nach der Leihmutter fragt, die Lior zur Welt brachte, sagt er: „Sie war eine wunderschöne junge Inderin.“ Viel mehr weiß er nicht über sie.

Anders als bei Shelly und der echten Mutter basiert ihr Verhältnis komplett auf Geld. Die Leben von Eltern und Leihmutter berühren sich nur kurz für eine Transaktion und eine Dienstleistung. Ori bezahlt zehntausende von Dollar ja gerade dafür, dass er keine nähere Beziehung zu der Frau haben muss, die sein Kind auf die Welt bringt.

Er tut das ganz bewusst: Bevor er Rami kennenlernte, war Ori einmal knapp davor, eine ganz andere Art von Familie zu gründen. Eine gute Freundin wollte ein Baby und hatte keinen Partner, dafür aber mit über 40 eine laut tickende biologische Uhr. Ori und die Freundin ließen bei einem Anwalt einen Vertrag aufsetzen: Rechte und Pflichten der Eltern, ähnlich wie bei einem geschiedenen Paar mit Kindern, nur vor der Geburt. Dann machten sie einen Termin beim Arzt, für eine künstliche Befruchtung.

In der Nacht davor hatte Ori einen Traum: Er sah die Freundin mit zwei kleinen Kindern und einem anderen Mann. Eine Idealfamilie. Beim Aufwachen wusste er, dass er kurz davor war, einen großen Fehler zu machen. Auf einmal war klar, dass er keine dritte Person bei seinem Kind wollte, keine Mutter, die Teil dieser Beziehung war. Er wollte ein Kind mit einem Partner, den er liebt. Im Sommer 2009 trifft er Rami, zehn Jahre jünger, rotblondes Haar, Gesicht und Körper wie ein Filmstar. Zwei Jahre später heiraten die beiden Männer in einer privaten Feier ohne offizielle Urkunden, auf dem Video von der Hochzeit tanzt Rami in fast jedem Bild. Wieder zwei Jahre später kommt Lior auf die Welt.

An einem heißen Sommertag liegt Shelly auf einem Gynäkologenstuhl, die echte Mutter steht neben ihr. Eine Ärztin zieht den Ultraschallkopf durch das Gleitmittel und sagt: „Die Gebärmutterschleimhaut sieht super aus. Bringt mir den Embryo!“

Shelly sieht ein langes, dünnes Instrument, eine Art Nadel. Sie spürt etwas Eiskaltes in ihrem Bauch. Auf einem großen Bildschirm sieht sie eine Flüssigkeit in sie hineinfließen. Die echte Mutter neben ihr weint. Shelly zählt bis zehn. Dann ist der Embryo in ihr. Ob die Schwangerschaft erfolgreich ist, werden Bluttests zeigen.

Die Ärzte werden zuerst die echte Mutter anrufen, Shelly will es so.
Die Ärztin sagt: „Jetzt können Sie nur warten. Entspannen Sie sich. Und heben Sie nichts Schweres.“ Shelly bekommt noch mehr Hormone, geht jeden zweiten Tag zum Bluttest, der nächste Ultraschall ist in zehn Tagen.

Es ist der letzte Tag im August 2018, als Shellys Telefon klingelt.

„Der HCG-Wert liegt bei über 900!“, jubelt die echte Mutter.
„Was heißt das?“, fragt Shelly.
„Wir sind schwanger!“

Die Geschichte geht im nächsten Teil dieser zweiteiligen Serie weiter. In der nächsten Folge fliegen Ori und Rami nach Nepal. Shelly bekommt Zweifel. 80.000 Menschen gehen in Tel Aviv für ein liberaleres Leihmutterschaftsrecht auf die Straße.

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