Lebensmittel in schwangerschaft

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Liste: Diese Lebensmittel sind in der Schwangerschaft verboten

Darf ich in der Schwangerschaft keinen Kaffee mehr trinken? Was muss ich essen, um genug Folsäure aufzunehmen? Die Vielzahl von Ratschlägen zur richtigen Ernährung in der Schwangerschaft kann Frauen verunsichern. Unsere Tabelle der erlaubten und verbotenen Lebensmittel in der Schwangerschaft bietet einen schnellen Überblick.

Für Schwangere gibt es ständig neue Empfehlungen zur Ernährung, die sich teilweise widersprechen. Ein zu stark eingeschränkter Speiseplan ist laut Experten eher kontraproduktiv. Schließlich müssen die werdende Mutter und ihr Baby alle wichtigen Nährstoffe bekommen. ​Schwangere sollten sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren. Die Unterschiede zu einer normalen, gesunden Mischkost sind gar nicht so groß:

Liste für Lebensmittel in der Schwangerschaft

erlaubte Lebensmittel mit Vorsicht zu genießen verbotene Lebensmittel
reichlich frisches Obst und Gemüse rohes Obst und Gemüse waschen vorgeschnittene, abgepackte Salate und Früchte, rohe Sprossen
Fleisch und Fisch gekocht oder gebraten Innereien, Schwertfisch, Merlin rohes Fleisch und roher Fisch, z.B. Tartar, Sushi, Salami, roher Schinken, Räucherlachs, Mettwurst
Pasteurisierte Milch, Milchprodukte, Eier und Eierspeisen Rohmilchkäse, schon fertig geriebener Käse, nicht pasteurisierte Milch, rohes Ei (z.B. in Tiramisu), unbehandelte Frischmilch
kalt gepresste Pflanzenöle, z.B. Olivenöl Sahne, Schmalz
Fertigprodukte und Fastfood, Süßigkeiten
Wasser, ungesüßter Tee, verdünnte Fruchtsäfte Kaffee, Softdrinks, chininhaltige Limonaden (z.B. Bitter Lemon) alkoholische Getränke

Obst und Gemüse

Schwangere sollten reichlich frisches Obst und Gemüse essen. Sie liefern wichtige Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien. In der Schwangerschaft ist Folsäure (Vitamin B9) besonders wichtig. Folsäurelieferanten sind zum Beispiel

  • Kohl,
  • Brokkoli,
  • Spinat,
  • Spargel,
  • Hülsenfrüchte,
  • Vollkornbrot und
  • rote Beete.

Zwar gibt es den Rat, Hülsenfrüchte und Lauchgewächse wie Zwiebeln zu meiden, weil sie schwer verdaulich sind und Blähungen oder Übelkeit auslösen können. Wer sie verträgt, könne laut Experten aber ruhig zugreifen.

Verbote gibt es nur bei Produktwahl und Zubereitung. Das gilt zum Beispiel für abgepackte Fertigsalate, vorgeschnittene Früchte und nicht erhitzte Sprossen. Sie können mit Keimen belastet sein, die dem Baby schaden. Außerdem sollten Schwangere rohes Obst und Gemüse nie ungewaschen verzehren.

Fleisch und Fisch

Fleisch und Fisch enthalten Proteine und versorgen Schwangere außerdem mit Eisen und Jod.

Aber: Alle Produkte, die roh sind, nicht ausreichend erhitzt oder nur kaltgeräuchert wurden, sind in der Schwangerschaft tabu. Dazu zählen rohes Fleisch, Tatar und Sushi, sowie Räucherlachs und Rohwurstwaren wie Salami. „Diese Lebensmittel können mit gefährlichen Keimen kontaminiert sein, die zu Erkrankungen, Wehen und Fehlgeburten führen können“, sagt Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. Erreger von Listeriose und Toxoplasmose können auf die Plazenta und das ungeborene Baby übergehen.

Außerdem sollten stark mit Quecksilber belastete Fischsorten wie Schwertfisch, Thunfisch oder Merlin nur selten auf den Teller kommen. Auch Innereien wie Leber können Schadstoffe wie Schwermetalle enthalten.

Milchprodukte und Eier

Milchprodukte decken am besten den erhöhten Bedarf an Kalzium. Eier und Eierspeisen versorgen den Körper unter anderem mit Eisen und Folsäure. Aber auch hier gilt: Nicht roh essen! Nicht pasteurisierte Milchprodukte wie Rohmilch-Camembert oder Gorgonzola können mit Krankheitserregern belastet sein. Das gilt auch für Speisen mit rohem oder halbgarem Ei, zum Beispiel Tiramisu, Softeis oder Mayonnaise. Unter anderem Toxoplasmen, Listerien und Salmonellen können dem Ungeborenen schaden. Schwangere sollten Eier nur verzehren, wenn Eigelb und -weiß durch Erhitzung fest sind.

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Fertigprodukte und Fastfood

Experten halten Fertigprodukte und Fastfood in der Schwangerschaft für problematisch. Das gilt besonders, wenn sie künstliche Zusätze wie Geschmacksverstärker, Zuckersatzstoffe oder Farbstoffe enthalten. Sie belasten den Organismus der Mutter und können beim ungeborenen Kind das Allergierisiko erhöhen.

Ein weiterer Aspekt: Auch Schwangere müssen auf ihr Gewicht achten. „Übergewicht kann zu Krankheitsbildern wie Bluthochdruck führen. Außerdem kommt es bei überernährten Babys häufiger zu Komplikationen wie einer Frühgeburt“, erklärt Albring.

Getränke in der Schwangerschaft

Zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag sind während der Schwangerschaft nötig, größtenteils Wasser und ungesüßte Getränke. Alarmzeichen für einen Flüssigkeitsmangel können zum Beispiel Kopfschmerzen oder Verstopfung sein. Für Schwangere sind laut der Zeitschrift „Baby & Familie“ (Ausgabe 12/2019) vor allem Mineralien wie Magnesium und Kalzium wichtig. Sie können zum Beispiel Vorwehen vermeiden und dem Baby beim Knochenaufbau helfen. Die Zeitschrift empfiehlt als Getränk daher Mineralwasser mit mindestens einem Gramm gelöster Mineralien pro Liter.

Chininhaltige Getränke wie Bitter Lemon können in großer Menge hingegen Wehen anregen und sollten zurückhaltend genossen werden. Das gilt auch für Koffein. Kaffee und Co. sind in der Schwangerschaft nicht gänzlich verboten. Denn bis zu drei Tassen pro Tag werden als unbedenklich angesehen, erklärt das Netzwerk Gesund ins Leben, ein Zusammenschluss unter anderem von Frauen- und Kinderärzten sowie Hebammen. So zeigen Studien beim Konsum von bis zu drei Tassen während der Schwangerschaft keine nachteiligen Wirkungen auf Mutter oder Kind. Auf hohe Koffeinmengen, wie sie in Energydrinks enthalten sind, sollten Schwangere aber besser verzichten.

„Oberste Priorität hat der Verzicht auf Alkohol, da dieser das zentrale Nervensystem des Ungeborenen nachweislich stark schädigt“, warnt Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik.

Viele werdende Mütter haben großen Durst. Das ist erst einmal ganz normal. Bei sehr starkem und ständigem Durst sollten sie aber den Arzt um Rat fragen. Denn das kann ein Anzeichen für Schwangerschaftsdiabetes sein.

Gewürze und Kräuter

Manche Kräuter und Gewürze stehen im Verdacht, wehefördernd zu sein und so unter Umständen zu einer Frühgeburt führen zu können. Allerdings nur in großen Mengen. In normalen Mengen sind Petersilie, Zimt, Ingwer und Co. für das Baby nicht schädlich.

Für die Ernährung in der Schwangerschaft gilt
Reichlich: kalorienfreie Getränke und pflanzliche Lebensmittel (Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte)
Mäßig: tierische Lebensmittel (Milch und Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier)
Sparsam: Süßigkeiten, Snacks, zuckerhaltige Getränke, Fett mit hohem Anteil gesättigter Fettsäuren

Vegetarische und vegane Ernährung

Grundsätzlich kann eine ausgewogene vegetarische Ernährungsweise, bei der auch Milchprodukte und Eier verzehrt werden, den Bedarf an den meisten Nährstoffen decken. Das Netzwerk Gesund ins Leben empfiehlt Schwangeren zur Absicherung eine gezielte Beratung. Bei einer veganen Ernährung muss die Zufuhr von Nährstoffen, die wichtig, in dieser Ernährungsweise aber nicht enthalten sind, ärztlich überprüft werden und eine individuelle Ernährungsberatung erfolgen. Um einem Nährstoffmangel vorzubeugen, kommen schwangere Veganerinnen nicht darum herum, bestimmte Nährstoffsupplemente einzunehmen.

  • Schwangere besonders gefährdet: Listerien können tödlich sein
  • Schwangerschaftsvergiftung: Ursache und Symptome
  • Auf die Dosis kommt es an: Frühgeburt durch Kräuter und Gewürze?

Allergieprävention durch Ernährung

In der Empfehlung des Netzwerks Gesund ins Leben heißt es: „Schwangere sollen zur Allergieprävention beim Kind keine Lebensmittel aus ihrer Ernährung ausschließen.“ Das Meiden bestimmter Lebensmittel in der Schwangerschaft habe für eine Allergieprävention keinen Nutzen. Helfen könnte demnach aber der regelmäßige Verzehr von fettreichem Fisch durch die darin enthaltenen langkettigen Omega-3-Fettsäuren.

Ernährung in der Schwangerschaft

Eine bewusste Lebensführung in der Schwangerschaft, bei der auch auf eine hochwertige und ausgewogene Ernährung geachtet wird, fördert die gesunde Entwicklung des ungeborenen Kindes. Es gibt aber auch Lebensmittel, die in der Schwangerschaft zwar nicht verboten, aber doch nicht empfehlenswert sind, weil sie die Gefahr von Infektionen bergen.

Artikelinhalte im Überblick:

  • Vorsicht bei diesen Lebensmitteln
  • Produkte aus rohem Fleisch
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Weichkäse aus Rohmilch
  • Gemüse, Obst und Sprossen
  • Ausgewogene Ernährung ist wichtig
  • Trinken nicht vergessen
  • Vegetarische Ernährung
  • Tipps zur Ernährung in der Schwangerschaft

Ernährung in der Schwangerschaft: Was tut dem Baby gut, was ist verboten?

Vorsicht bei diesen Lebensmitteln in der Schwangerschaft

Wir können Sie beruhigen: Die meisten Lebensmittel können auch in der Schwangerschaft verzehrt werden. Einige Nahrungsmittel können aber unter bestimmten Voraussetzungen Salmonellen, Toxoplasmose oder andere Infektionen hervorrufen. Besonders tückisch für Schwangere sind Listerien. Die Bakterien können zum Beispiel in Rohmilchprodukten einen guten Nährboden finden und schlimmstenfalls zu Hirnhautentzündung (Meningitis) des Babys oder einer Fehlgeburt führen.

Auch bei Lakritz sollten Sie sich zurückhalten. Studien zufolge erhöht ein übermäßiger Konsum des im Lakritz enthaltenen Glycyrrhizin nämlich das Frühgeburtsrisiko. Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft mehr als 100 Gramm Lakritz pro Woche gegessen hatten, wiesen später einen durchschnittlich niedrigeren IQ auf und litten häufiger an einer Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Halten Sie sich also lieber bei Lakritz zurück, wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten. Schließlich ist der Glycyrrhizin-Gehalt auch nicht in allen Lebensmitteln gekennzeichnet. Übrigens: Das Glycyrrhizin ist ein Bestandteil von Süßholz, das der Lakritz seinen charakteristischen Geschmack verleiht. Süßholz kann auch in anderen Produkten enthalten sein, zum Beispiel in Erkältungstees.

Ob Honig in der Schwangerschaft erlaubt ist oder nicht, darum ranken sich viele Gerüchte. Schließlich sollen Babys im ersten Lebensjahr auch keinen Honig zu sich nehmen. Fest steht: Honig ist ein Rohprodukt und kann theoretisch Bakterien enthalten. Dies ist aber sehr unwahrscheinlich. Als natürliche Süße ist Honig also erlaubt. Möglicherweise empfielt sich während der Schwangerschaft fruktosearmer Frühlingshonig, da dieser nicht so viel Zucker enthält.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Schwangeren, pro Tag nicht mehr als 300 mg Koffein zu konsumieren – das entspricht etwa drei Tassen Kaffee In manchen Ländern wird sogar zu nur maximal 200 mg Koffein täglich geraten. Verschiedene Studien zeigten einen Zusammenhang zwischen Koffeinkonsum in der Schwangerschaft und einem geringeren Geburtsgewicht.

Was sollte man in der Schwangerschaft nicht essen?

Thunfisch und andere Raubfische wie Schwertfisch oder Hai sollten in der Schwangerschaft nicht auf den Tisch kommen. Grund ist der hohe Quecksilbergehalt dieser Fisch: Sie stehen in der Nahrungskette der Meere sehr weit oben und da sich Quecksilber auch in kleineren Fischen anreichert, die von diesen Raubfischen gefressen werden, ist ihre Quecksilberbelastung entsprechend hoch.

Das Wichtigste in Kürze: In der Schwangerschaft darf man keine rohen oder nicht vollständig durchgegarten tierischen Lebensmittel essen. Gemüse und Obst sollte vor dem Verzehr immer gründlich gewaschen werden.

  • Fette und Öle: Für den Aufbau des kindlichen Körpers sind Fette und Öle wichtig. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie nun besonders viel davon zu sich nehmen sollten. Das Gegenteil ist der Fall. Verwenden Sie Öle und Fette nur sparsam und achten Sie besonders darauf, ungesättigte Fettsäuren aus kaltgepressten pflanzlichen Ölen (Distel-, Sonnenblumen- oder Olivenöl) zu verzehren. Gesättigte Fettsäuren, wie sie in Fleisch, Chips, Butter oder Torten enthalten sind, sollten nur gelegentlich auf dem Speiseplan stehen.
  • Denken Sie daran, dass sich Fette auch in Lebensmitteln wie Soßen, Eis oder Schokolade verstecken. Insgesamt sollten Fette 30 bis 35 Prozent der gesamten Kalorienzufuhr ausmachen. Das sind etwa 80 bis 100 Gramm Fett und Öle pro Tag.
  • Süßigkeiten: Süße Leckereien versorgen den Körper mit Zucker und liefern schnell Energie. Sie machen aber auch schnell wieder hungrig. Lebensmittel wie Getreide, Kartoffeln, Gemüse oder Vollkornprodukte liefern bessere Kohlenhydrate, sättigen wesentlich länger und setzen die Energie über einen längeren Zeitraum frei. Gehen Sie deshalb sparsam mit Zucker und Süßigkeiten um, zumal diese Produkte oft auch noch einen hohen Fettanteil haben.
  • Rohe Lebensmittel: Rohe Lebensmittel wie frische Milch und Fleisch bergen die Gefahr, an einer Infektion (Salmonellose, Listeriose, Toxoplasmose, Trichinose) zu erkranken. Verzichten Sie daher auf frische Milch vom Bauern, Rohmilchkäse oder rohe Eier. Auch Rohwurst sowie roher Fisch sollten in der Schwangerschaft vermieden werden.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Um möglichen Mängeln vorzubeugen, greifen manche Frauen während der Schwangerschaft zu Nahrungsergänzungsmitteln, wie beispielsweise Multivitamin-, Jod- oder Eisentabletten. Fettlösliche Vitamine wie A, D, E oder K können sich im Körper anreichern und hohe Konzentrationen erreichen, was eventuell die Schwangerschaft gefährden könnte. Hier ist also große Vorsicht geboten! Wählen Sie Produkte, die speziell für Schwangere geeignet sind und meiden Sie Säfte, die Zusätze der Vitamine A und D enthalten. Sinnvoll ist es sicherlich auch, sich beim behandelnden Arzt zu erkundigen, welche Nahrungsergänzungsmittel nützlich oder schädlich sind.
  • Getränke/: Der morgendliche Fitmacher Koffein ist unter anderem in Kaffee, Schwarztee oder Energiedrinks enthalten. Gegen zwei bis drei Tassen Kaffee oder Tee, die über den Tag verteilt getrunken werden, ist nichts einzuwenden. Bedenken Sie jedoch, dass Kaffee und Schwarztee Ihrem Körper Flüssigkeit entziehen und der Tee zusätzlich die Eisenaufnahme verschlechtert und Verstopfungen fördern kann. Energiedrinks enthalten noch mehr Koffein als Kaffee. Sie sind oft mit Guarana, Taurin oder anderen Zusätzen angereicht, deren Unbedenklichkeit für Schwangere noch nicht bewiesen wurde.

Koffein in der Schwangerschaft: So viel davon steckt drin

Schwangerschaft: Produkte aus rohem Fleisch meiden

  • Mettwurst
  • Teewurst
  • Brühwurst
  • Pastete
  • Salami
  • Lachsschinken
  • Räucherschinken
  • Carpaccio
  • Tartar
  • blutiges oder rosa Steak

Ebenfalls meiden sollten Sie Gerichte mit rohen Eiern. Verzichten Sie auf Ihr „weiches“ Frühstücksei zugunsten eines hart gekochten Eis. Übrigens enthalten auch manche Cremespeisen rohe Eier, zum Beispiel Aioli oder Tiramisu. Auf (selbst gemachte) Mayonnaise sollte in der Schwangerschaft verzichtet werden, wenn diese rohe Eier enthält.

Aufgrund der Salmonellen-Gefahr dürfen Schwangere übrigens auch kein Softeis essen.

Da Wildfleisch häufig mit Bleimunition geschossen wird, empfiehlt es sich außerdem, auf den Verzehr von Wild in der Schwangerschaft zu verzichten. Bereits geringe Mengen an Blei können zu Schädigungen des Nervensystems führen.

Sushi, geräucherten oder gebeizten Fisch oder rohe Meeresfrüchte (Austern) darf man in der Schwangerschaft ebenfalls nicht essen. Fisch ist gesund und sollte bei Schwangeren aufgrund des teilweise hohen Gehaltes an Omega-3-Fettsäuren auf dem Speiseplan stehen. Diesen aber besser gründlich durchgaren.

Fisch und Meeresfrüchte

In der Schwangerschaft sollten Sie Lebensmittel aus rohem, geräuchertem oder gebeiztem Fisch sowie Meeresfrüchten vermeiden:

  • Sushi
  • eingelegte Heringe
  • Fischsalate ohne Konservierungsstoffe
  • Räucherlachs
  • gebeizter Fisch
  • Graved Lachs
  • rohe Muscheln wie Austern
  • vorgegarte Garnelen und andere Meerestiere aus der Kühlung
  • Thunfisch (aufgrund der hohen Quecksilberbelastung auch nicht gegart verzehren)

Dürfen Schwangere Weichkäse aus Rohmilch essen?

Verzichten sollten werdende Mütter auf Milchprodukte aus Rohmilch, weiche Käsesorten aus pasteurisierter Milch oder mit sogenannter Oberflächenschmiere wie Limburger oder Munster.

Gemüse und Obst oder Sprossen gut waschen

Auf rohen Sprossen, ungewaschenem Obst und Gemüse können ebenfalls Keime sitzen. Früchte sollten deshalb sorgfältig gewaschen oder geschält und Sprossen durcherhitzt werden.

Diese 5 Lebensmittel sollten Schwangere meiden

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Ausgewogene Ernährung ist wichtig

Dabei gilt der Leitsatz: Klasse ist besser als Masse. Denn der Nährstoffbedarf in der Schwangerschaft ist nur gering erhöht. Pro Tag sollten lediglich 250 Kalorien mehr zugeführt werden. Durchschnittlich nehmen Frauen während einer Schwangerschaft nur etwa 12 bis 13,5 Kilogramm an Gewicht zu. Sie brauchen also keine doppelten Portionen in der Schwangerschaft einzuplanen. Achten Sie stattdessen auf ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Üben Sie Zurückhaltung bei Zucker, Fast Food, Fett sowie konservierten Lebensmitteln.

Wenn Sie sich ausgewogen ernähren, werden Sie sich und Ihr Kind während der Schwangerschaft optimal versorgen. Einige Ausnahmen, die unbedingt beachtet werden müssen, gibt es dann aber dennoch:

  • Folsäure: Selbst bei gesunder Ernährung kommt es häufig zu einem Mangel an Folsäure, weil dieses B-Vitamin sehr empfindlich auf Lagerungsbedingungen, Hitze und Licht reagiert. Ein Folsäuremangel der Mutter erhöht das Risiko für Fehlbildungen im Nervensystem des Fötus. Bereits bei Kinderwunsch und während des ersten Drittels der Schwangerschaft sollten Sie daher zusätzlich zur gesunden Ernährung täglich ein Folsäurepräparat zu sich nehmen. Schwangeren wird eine zusätzliche Einnahme von 400 Mikrogramm empfohlen. Zitrusfrüchte, Tomaten und grünes Blattgemüse gelten als besonders ergiebige Folsäure-Quellen.
  • Eisen: Gelegentlich wird Eisenmangel in der Schwangerschaft zum Problem. Besonders dann, wenn Frauen bereits vor der Schwangerschaft einen Eisenmangel hatten. Ist der Mangel massiv, wirkt sich dies nicht nur negativ auf die Gesundheit der Mutter aus, sondern beeinflusst auch das Geburtsgewicht des Kindes. Mit einer ausgewogenen Ernährung können Sie einem Eisenmangel aber gezielt entgegen wirken. Mageres Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Spinat gelten als gute Eisenlieferanten. Ihr Arzt hält Ihre Eisenversorgung auch im Mutterpass fest.
  • Jod: Jeder dritte Deutsche zeigt Anzeichen eines Jodmangels. Während der Schwangerschaft kann dieser Mineralstoffmangel jedoch zu frühkindlicher Entwicklungsstörung führen. Sie können Ihren Jodbedarf mit Meeresfisch decken. Denken Sie beim nächsten Einkauf auch an Jodsalz. Falls Sie an einer Schilddrüsenstörung leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt ab, ob und wie viel Jod Sie zusätzlich einnehmen sollten.
  • Kalzium: In der Schwangerschaft sind Frauen häufig mit Kalzium unterversorgt. Zwei bis drei Portionen Milchprodukte wie Quark, Joghurt, Käse oder fettarme Milch sind gut geeignete Kalziumquellen und liefern daneben wichtige Spurenelemente. Schwangere, die nicht gerne Milchprodukte essen, können ihren Kalziumbedarf auch mit besonders kalziumhaltigen Gemüsearten decken. Kaufen Sie Fenchel, Brokkoli, Lauch oder Grünkohl. Auch Vollkornbrot und Nüsse oder kalziumreiche Mineralwässer können helfen, den Tagesbedarf des Minerals zu decken.

Trinken nicht vergessen

Vergessen Sie nicht, dass zu einer gesunden Ernährung auch das Trinken zählt! Nehmen Sie während der Schwangerschaft mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich – besser noch mehr. Decken Sie Ihren Flüssigkeitsbedarf mit Mineralwasser, ungesüßten Früchte- oder Kräutertees oder verdünnten Fruchtsäften. Meiden Sie neben kalorienhaltigen Durstlöschern wie Eis-Tee, Fruchtnektar und Limonade auch chininhaltigen Bitter-Lemon. Wenn diese in der Schwangerschaft im Übermaß getrunken werden, können Sie beim Neugeborenen Entzugserscheinungen auslösen.

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Vegetarische Ernährung in der Schwangerschaft

Eine vegetarische Ernährung stellt in der Schwangerschaft generell kein Problem dar. Wie andere Schwangere auch sollten Vegetarierinnen in dieser Zeit besonders darauf achten, genügend Folsäure, Eisen, Jod und Kalzium zu sich zu nehmen. Die Zufuhr von Eisen könnte ein Problem darstellen, denn der menschliche Körper kann Eisen aus tierischen Lebensmitteln wie Fleisch besser verwerten, als Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Daher sollten Vegetarierinnen eisenhaltige Speisen mit Vitamin-C-haltigen Getränken oder Lebensmitteln in der Ernährung während der Schwangerschaft kombinieren. Dann kann der Körper Eisen besser aufnehmen. Probieren Sie daher doch einmal Zitronensaft als Salatdressing aus oder trinken Sie zur Erbsensuppe ein Glas Orangensaft!

Vegane Ernährung in der Schwangerschaft

Tipps zur Ernährung in der Schwangerschaft

Achten Sie beim Essen in der Schwangerschaft besonders auf folgende Punkte:

  • Essen Sie während der Schwangerschaft kein rohes Fleisch: Erreger der Toxoplasmose werden über rohes Fleisch verbreitet. Dazu gehören auch roher Schinken etc. Steaks sollten durchgebraten sein.
  • Meiden Sie Rohmilchprodukte: Sie können an der für Sie harmlosen Listeriose erkranken, die aber in der Schwangerschaft für den Fötus sehr gefährlich ist. Deshalb sollte auch Käse aus Rohmilch gemieden werden, beschränken Sie sich aus Käse aus pasteurisierter Milch.
  • Während der Schwangerschaft müssen Sie nicht für Zwei essen: Es kommt mehr auf die Qualität als auf die Quantität an. Der Mehrbedarf an Kalorien in der Schwangerschaft beträgt nur etwa 200 kcal. Das entspricht beispielsweise einem
  • Achten Sie auf ausreichende Vitamin- und Nährstoffzufuhr: Frisches Obst und Gemüse sollte täglich auf dem Speiseplan stehen. Achten Sie jedoch darauf, das Obst und Gemüse gut zu waschen und essen Sie keine bereits geschnittenen Salat- und Obstsorten aus dem Supermarkt, da hier erhöhte Keimgefahr besteht.

Bei Getränken sollte in der Schwangerschaft folgendes beachtet werden:

  • Koffein: Mehr als drei Tassen am Tag sollten Sie nicht trinken. Auf koffeinhaltige Energydrinks sollte ganz verzichtet werden. Die Höchstgrenze für Koffein liegt bei 300 mg täglich
  • Kalorienarme Durstlöscher: Meiden Sie auch chinihaltige Getränke wie Bitter Lemon
  • Alkohol ist tabu: Als Folge des mütterlichen Alkoholkonsums kann es beim Kind zu Entwicklungsstörungen und Organschäden kommen. Es kann aber auf Alkoholfreie Getränke in der Schwangerschaft zurückgegriffen werden.

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Lebensmittel in der Schwangerschaft: Was ist erlaubt, was verboten?

schwangerschaft: verbotene lebensmittel

Schwangere sollten keine rohen tierischen Lebensmittel wie etwa Rohmilchprodukte oder bestimmte Fleischwaren und Fischsorten essen – zur Vermeidung von Listeriose und Toxoplasmose. Die Erreger können schwere Erkrankungen sowie Früh- oder Totgeburten auslösen.
Vorsicht ist bei folgenden Lebensmitteln geboten:

  • Rohmilch, Rohmilchkäse sowie Weichkäse, weil diese Milchprodukte bestimmte Bakterien, die sogenannten Listerien, enthalten können, die die Immunabwehr schwächen.
  • Roher oder geräucherter Fisch (etwa Thunfisch, Sushi und Muscheln), weil hier ebenfalls das Listeriose-Risiko erhöht ist.
  • Rohe Fleischwaren wie Mett, Salami, roher Schinken, Rohwurst oder Tartar sind wegen des Erregers der Toxoplasmose gefährlich. Er kann die Hirnentwicklung des ungeborenen Kindes schädigen.
  • Süßspeisen aus rohen Eiern (Softeis oder Tiramisu) bergen die Gefahr von Salmonellen, was zu massivem Erbrechen bei der Mutter führen kann.
  • Abgepackte Salate und Sandwiches können ebenfalls Listerien übertragen.
  • Vorsicht ist auch beim sogenannten Superfood geboten: Es hat aufgrund seiner exotischen Herkunftsländer oftmals Pestizidrückstände. Speziell Goji-Beeren können außerdem in Wechselwirkung zu blutverdünnenden Medikamenten treten.

mythen rund um lebensmittel in der schwangerschaft: was ist dran?

Bestimmten Lebensmitteln wird nachgesagt, sie seien ungesund für Schwangere. Doch vieles davon stimmt nicht. Das hat auch damit zu tun, dass einige Annahmen aufgrund neuerer Forschung überholt sind.
Parmesan zum Beispiel zählt zwar auch zu den Rohmilchkäsesorten, wird aber bei der Herstellung leicht erhitzt und reift lange, sodass er kaum Listerien enthält. Mozzarella besteht heute vorwiegend aus pasteurisierter Milch und ist dann auch unbedenklich für Schwangere. Leberwurst zählt nicht zu den rohen Fleischwaren, weil sie gekocht ist. Tatsächlich sollte sie in der Schwangerschaft wegen eines möglichen erhöhten Dioxingehaltes jedoch allenfalls in Maßen genossen werden. Das Umweltgift Dioxin lagert sich in den Organen der Tiere ab, wie der Leber, und kann bei Menschen das Nerven-, Immun- und Hormonsystem schädigen.
Zimt wird eine wehenfördernde Wirkung nachgesagt. Das ist jedoch allenfalls bei Verzehr in großen Mengen der Fall. Auch die Annahme, dass das im Zimt enthaltende Cumarin die Leber des Ungeborenen schädigen kann, trifft nur zu, wenn die Mutter regelmäßig viele zimthaltige Lebensmittel konsumiert.
Soweit bei der werdenden Mutter keine Lebensmittelallergie besteht, sind auch allergene Lebensmittel wie Erdbeeren oder Nüsse unbedenklich. Ein Verzicht während der Schwangerschaft beugt keiner späteren Allergie des Babys vor.
Manche Fruchtsäfte entwickeln Alkohol, wenn sie gären. Liegt der Gehalt unter 0,5 Volumenprozent, muss dies auf der Verpackung nicht angegeben werden und ist somit für den Verbraucher auch nicht sichtbar. Sollten Schwangere Saft trinken? Ernährungswissenschaftler raten zu maximal einem Glas pro Tag – allerdings weniger wegen des möglichen Alkoholgehalts als vielmehr aufgrund des hohen Energie- und Zuckergehalts.
Und: Um das Risiko für kindliche Fehlbildungen des Nervensystems beziehungsweise Neuralrohrdefekte zu senken, sollten Frauen, die schwanger werden wollen sowie Frauen in der Schwangerschaft zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung täglich ein Folsäuresupplement mit 400 µg Folsäure zu sich nehmen.

ernährung bei schwangerschaftsdiabetes

Von Schwangerschaftsdiabetes betroffene Frauen sollten auf stark zuckerhaltige Lebensmittel wie Schokolade, Kuchen oder Marmelade möglichst ganz verzichten. Auch Früchte können den Blutzuckerspiegel erhöhen und sollten daher nur in Maßen genossen werden. Vollkornprodukte und Gemüse sind dagegen ideal. Ein Arzt oder Diabetologe hilft dabei, einen detaillierten Ernährungsplan aufzustellen.

stillzeit: gesunde lebensmittel in der schwangerschaft gelten auch jetzt

Stillende Mütter brauchen ebenso wenig wie Schwangere einen speziellen Ernährungsplan. Doch sollten auch nach der Geburt gesunde Essgewohnheiten fortgeführt werden. Davon profitiert das Kind weiterhin – über die Muttermilch. Achten Sie also auch jetzt auf eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse, zuckerfreien Getränken, möglichst wenig Koffein und mit maßvollem Verzehr von Fleisch, Fisch, Wurst sowie Süßem. Fruchtsäure oder scharfes Essen kann, muss aber nicht zu einem wunden Po beim Baby führen. Probieren Sie einfach mal aus, was verträglich ist. Knoblauch und Hülsenfrüchte sind unbedenklich: Es ist ein Ammenmärchen, dass Säuglinge davon Blähungen bekommen. Die Infektionsgefahr durch Listeriose oder Toxoplasmose geht nicht über die Muttermilch aufs Kind über. Rohmilchkäse und Sushi sind also wieder erlaubt.

das wichtigste zu lebensmitteln in der schwangerschaft

Vierzig Wochen lang Verzicht auf gesundheitsgefährdende Rohmilchprodukte und rohe Fleischwaren, dafür viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte essen sowie viel Wasser trinken – das ist im Grunde alles, worauf gesunde Schwangere bei ihrer Ernährung achten sollten. Grundsätzlich ist es wichtig, ausreichend Nährstoffe zu sich zu nehmen. Vitamine und Mineralien sind wichtiger als Kalorien, denn der Energiebedarf steigt in der Schwangerschaft nur leicht.

Orangensaft in der Schwangerschaft: Was Mütter wissen müssen

  • Die an Vitamin C reichen Zitrusfrüchte stärken das Immunsystem. Die in der Orangenfrucht enthaltenen B-Vitamine regen den Stoffwechsel und die Blutbildung an.
  • Trinken Sie als Schwangere Orangensaft zum Essen, kann Ihr Körper zudem besser das Eisen aus der Nahrung aufnehmen. Eisen ist gerade in der Schwangerschaft sehr wichtig, um einer Blutarmut vorzubeugen.
  • Zudem stärken die Mineralstoffe Kalium und Calcium Ihre Knochen und Ihre Zähne.
  • Ihrem Kind schadet es überhaupt nicht, wenn Sie während der Schwangerschaft Orangensaft trinken.
  • Ihr Körper profitiert von denen gesunden Inhaltsstoffen des Orangensaftes. Dies ganz besonders, wenn er frisch gepresst ist.
  • Jedoch gibt es einen Nachteil. Während der Schwangerschaft kann das natürliche Gleichgewicht der Bakterien in der Mundhöhle gestört sein.
  • Die in Orangensaft enthaltene Säure kann die Zähne einer Schwangeren schneller angreifen und schädigen. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie keinen selbst gepressten Orangensaft, sondern einen industriell hergestellten Saft trinken.
  • Gekaufter Orangensaft enthält in der Regel zusätzlichen Zucker – und Zucker führt zu einer deutlichen Vermehrung von Kariesbakterien.
  • Ihren Zähnen zuliebe sollten Sie den Genuss von Orangensaft daher ein wenig einschränken. Am besten trinken Sie ihn während des Essens und putzen eine halbe Stunde später Ihre Zähne.

Was dürfen Schwangere nicht essen oder trinken?

Schwangerschaft bedeutet auch, auf das ein oder andere Nahrungs- oder Genussmittel zu verzichten, um dem Kind nicht zu schaden:

Alkohol in der Schwangerschaft

Ob Bier oder Wein – jeder Schluck Alkohol schadet dem Kind. Es gibt keinen risikolosen Grenzwert. Über die Nabelschnur gelangt Alkohol rasch in den kindlichen Kreislauf. Dort dauert es einige Zeit, bis der Alkohol wieder abgebaut ist, da die Organe des Föten noch nicht vollständig entwickelt sind. Die Folge können Früh- oder Fehlgeburt, geistige und körperliche Behinderung sein. Die schwerste Form von alkoholbedingten Schädigungen beim Kind nennt man das fetale Alkoholsyndrom (FAS). Es zeichnet sich durch diverse Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen aus.

Verzichten Sie deshalb unbedingt auf Alkohol in der Schwangerschaft! Auch Süßspeisen, Pralinen, Fruchtsäfte, Backwaren, Malzbier und sogar alkoholfreies Bier können geringe Mengen Alkohol enthalten. Hier ist der Gehalt aber so gering, dass beim gelegentlichen Verzehr kein Schaden für Ihr Kind zu befürchten ist.

In den ersten Wochen wissen Sie meist noch nichts von der bestehenden Schwangerschaft. Haben Sie in dieser Zeit Alkohol konsumiert, brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Im ersten Monat gilt das sogenannte Alles-oder-Nichts-Prinzip. Die embryonalen Zellen sind in dieser frühen Phase omnipotent, das heißt, sie können sich noch in jede Zelle entwickeln und geringe Störungen ausgleichen. Handelt es sich um eine schweren Defekt, kommt es zur Fehlgeburt. Kritisch wird der Alkoholkonsum ab der fünften Woche; dann beginnt beim Ungeborenen die Organentwicklung.

Rohmilch, Sushi und Salami

Schwangerschaft geht manchmal mit Komplikationen wie Frühgeburt oder Fehlbildungen einher. Ursache können Lebensmittelinfektionen (Toxoplasmen, Listerien, Salmonellen) sein. Diese Keime finden sich vor allem auf rohen tierischen Lebensmitteln, die daher in der Schwangerschaft nicht verzehrt werden sollten. Konkret geht es in erster Linie um:

  • nicht (ausreichend) durchgebratenes Fleisch
  • rohen, in Salzlake marinierten oder kaltgeräucherten Fisch (Salzheringe, Forellenfilets, Räucherlachs, Sushi)
  • rohe Eier
  • Rohmilch

Abgeraten wird auch von Rohschinken, Teewurst, Mett und Salami in der Schwangerschaft. Essen Sie auch keinen Käse aus Rohmilch. Das Gleiche gilt für Speisen, die mit rohen Eiern hergestellt wurden (wie Mayonnaise oder Tiramisu). Sicherheitshalber sollten Sie auch Obst und Gemüse immer sorgfältig vor dem Verzehr waschen.

Cola in der Schwangerschaft

Cola enthält wie Kaffee den Muntermacher Koffein. Dieser hemmt die Eisenaufnahme und erhöht den Blutdruck. Über die Plazenta gelangt das Koffein auch zum Ungeborenen und wird dort ebenfalls wirksam. Trinken Sie daher nur geringe Mengen an koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee, Grüntee, Schwarztee oder Cola in der Schwangerschaft. Von koffeinhaltigen Energydrinks wird Schwangeren gänzlich abgeraten.

Gegen einen übermäßigen Genuss von Cola spricht außerdem sein hoher Zuckergehalt.

Lakritz in der Schwangerschaft

Das in Lakritz (Süßholzwurzel) enthaltene Glycyrrhizin steht im Verdacht, die kindliche Entwicklung negativ zu beeinflussen. Es erhöht den Blutdruck und macht die Plazenta möglicherweise durchlässiger für das Stresshormon Kortisol. Bei Kindern, deren Mütter regelmäßig in der Schwangerschaft Lakritz gegessen hatten, waren die Werte für Kortisol deutlich höher als bei Kindern, deren Mütter als Schwangere kein Lakritz verzehrt hatten. Auch wenn die genauen Zusammenhänge unklar sind, sollten Sie in der Schwangerschaft den Lakritz-Verzehr einschränken. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt Schwangere explizit vor einem übermäßigen und regelmäßigen Verzehr von Lakritz.

Schwangerschaft: Vorsicht mit Gewürzen?

Manche Kräuter und Gewürze können in großen Mengen Wehen auslösen, so zum Beispiel Gewürznelken, Petersilie und Zimt. Bei normalen Mengen zum Würzen von Speisen besteht aber keine Gefahr.

Zimt sollte noch aus einem anderen Grund nicht in größeren Mengen konsumiert werden. Insbesondere der sogenannte Cassia-Zimt enthält viel Cumarin – ein Aromastoff, der bei empfindlichen Menschen schon in geringen Mengen Leberschäden verursachen kann. Weniger Cumarin steckt im (teureren) Ceylon-Zimt.

Schwangerschaft: Verbot für Leber und Leberwurst?

Schwangerschaft geht oft mit Heißhunger auf bestimmte Speisen einher. Frische Leber sollte besser nicht dazu gehören, da sie sehr viel Vitamin A enthält. Das kann vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel schädlich für das Kind sein.

Leberwurst enthält dagegen deutlich weniger Vitamin A und kann gelegentlich verzehrt werden. Auch handelt es sich dabei um ein gekochtes Fleischerzeugnis und nicht um eine Rohwurst, auf die in der Schwangerschaft grundsätzlich verzichtet werden muss (z.B. Teewurst oder Salami).

Schwangerschaft mit Honig versüßen?

Für Kinder unter einem Jahr ist Honig gefährlich, da sich die möglicherweise enthaltenen Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum im Darm des Kindes ausbreiten und zum Säuglingsbotulismus führen können. Während der Schwangerschaft besteht aber kein Grund zur Sorge. Ihre Darmflora schützt sowohl Sie als auch Ihr Kind.

Im Zusammenhang mit Honig ist immer wieder auch die mitunter hohe Belastung mit Pyrrolizidinalkaloiden (PA) im Gespräch. Machen Sie sich darüber aber keine großen Sorgen: Belastet ist besonders Honig aus Mittel- oder Südamerika, weniger dagegen europäischer Honig.

Schwangerschaft: Schadstoffe in Pilzen, Innereien und Thunfisch

Schwangerschaft ist eine Phase, in der noch mehr als sonst schadstoffbelastete Nahrung vermieden werden sollte – zum Wohl des Kindes, aber natürlich auch der Mutter. Die Aufnahme von Schadstoffen können Sie niedrig halten, indem Sie:

  • Obst und Gemüse immer gründlich waschen oder sogar schälen
  • Wildpilze nur in geringen Mengen essen (Cadmium, Quecksilber, Radionukleotide!)
  • Innereien – vor allem von Wildtieren – nur selten konsumieren (Schwermetalle!)
  • nicht mehr als 20 Gramm Leinsamen täglich verzehren (Cadmium!)
  • Thunfisch und andere Raubfische in der Schwangerschaft nur selten essen (Quecksilber!)

Grundsätzlich enthält Fisch wichtige Nährstoffe, und sein Verzehr wird Schwangeren daher durchaus empfohlen. Durch die Nahrungskette reichern manche Fische jedoch Quecksilber an. Europaweit sind Höchstwerte von einem Milligramm Quecksilber pro Kilogramm Fisch erlaubt. Gerade Raubfische am Ende der Nahrungskette sind besonders belastet wie zum Beispiel Thunfisch, Aal, Hecht, Rotbarsch, Heilbutt oder Schwertfisch. Quecksilber kann die Blut-Hirn-Schranke und die Plazenta passieren und beim Ungeborenen schwere Entwicklungsschäden des Nervensystems hervorrufen. Daher gilt – egal ob frisch oder aus der Dose – beschränken Sie den Konsum von Thunfisch.

Schwangerschaft: Ist Mohn schädlich?

Der BfR rät vom übermäßigen Verzehr von mohnhaltigen Speisen ab. Grund dafür ist der mitunter hohe Gehalt an Alkaloiden wie Morphin und Kodein, die medizinisch zur Linderung starker Schmerzen eingesetzt werden. Bei Lebensmitteln mit reichlich Mohn kann die Morphinmenge mitunter im therapeutischen Bereich liegen. Keine Gefahr besteht jedoch zum Beispiel bei einer Mohnsemmel.

Spinat in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft gibt es eine Reihe an Lebensmitteln, auf die Frauen verzichten sollten, um ihrem ungeborenen Kind nicht zu schaden. Dazu zählen roher Fisch oder rohes Fleisch, Rohmilchkäse und Wurst aus rohem Fleisch. Eventuell enthaltene Keime können für das Baby gefährliche Krankheiten auslösen. Auch Waldpilze und geschnittene, abgepackte Salate sollten nur in kleinen Mengen in der Ernährung vorkommen, da sie einen erhöhten Wert an Schadstoffen enthalten können.

Besondere Vorsicht gilt auch bei rohen Eiern, die häufig in Desserts oder in Mayonnaise verarbeitet sind. Eine mögliche Infektion mit Salmonellen ist zwar für das Baby nicht schädlich, schwächt die werdende Mutter allerdings erheblich. Viele Mythen besagen auch, dass man keine Linsen, Zwiebeln und Hülsenfrüchte essen sollte, da sie zu Übelkeit und Blähungen führen können. Verträgt die Schwangere diese Nahrungsmittel jedoch gut, gibt es keinen Grund, auf sie zu verzichten. Zu guter Letzt sei an dieser Stelle noch Alkohol erwähnt. Auf das Glas Wein oder Bier zu verzichten ist selbstverständlich. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass auch einige Speisen wie beispielsweise Soßen mit Alkohol verfeinert werden. Ebenso zählen auch Pralinen mit entsprechender Füllung dazu. Schwangere sollten auf Alkohol in jeglicher Form so gut es geht verzichten, auch wenn eine einzelne Praline wahrscheinlich nicht genügend Giftstoffe enthält, um dem ungeborenen Kind nachhaltig zu schaden.

Das A und O in der Schwangerschaft ist eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Die Tiefkühlprodukte von iglo, und hier im Besonderen der Spinat, sind bestens geeignet für einen ausgeglichenen Nährstoffhaushalt. Eine fortlaufende Qualitätskontrolle der Inhaltsstoffe und Verarbeitungsprozesse garantiert, dass iglo Tiefkühlspinat und Co. auch von Schwangeren bedenkenlos gegessen werden können. Wer sich weiterführend für Gesundheit, Ernährung und Spinat interessiert, findet auf der Übersichtsseite zum Thema Spinat weitere spannende Informationen. Bei speziellen Fragen nach möglicherweise gefährlichen Lebensmitteln in der Schwangerschaft, individuellen Risiken oder Beschwerden, sollte ein Arzt konsultiert werden.

was-wir-essen.de

Expertenantwort von Maike Groeneveld am 22.07.2014 16:05 Uhr

Sehr geehrte Fragestellerin,

seien Sie unbesorgt: Sie haben sich und Ihrem Baby mit Sicherheit nicht geschadet. Die Aussage „Spinat sei krebserregend“ ist so nicht richtig.

Spinat zählt zu jenen Gemüsearten, die während des Wachstums größere Mengen Nitrat aus dem Boden anreichern können. Der Gehalt hängt u.a. von der Beschaffenheit des Bodens, der Sorte und dem Zeitpunkt der Ernte ab. Nitrat ist an sich gesundheitlich unbedenklich. Hieraus kann jedoch Nitrit entstehen, z. B. wenn zubereiteter Spinat längere Zeit bei Zimmertemperatur gelagert wird. Aus Nitrit können sich wiederum – zusammen mit Proteinbausteinen – Nitrosamine bilden. Diese gelten als krebserregend.

Sie sehen also, es ist ein langer Weg vom Spinat zu den krebserregenden Nitrosaminen. Wenn Sie Spinat frisch kochen oder aufgetauten Spinat frisch zubereiten, ist die Bildung von Nitrosaminen praktisch ausgeschlossen. Dass Sie den Spinat länger als nötig gekocht haben, ist hierfür nicht relevant. Hierdurch gehen allerdings unnötigerweise Vitamine verloren.

Grundsätzlich sollten nitratreiche Lebensmittel – und dazu gehört auch Spinat – vorsichtshalber so behandelt werden, dass möglichst kein Nitrit entsteht. Das bedeutet, nitratreiche Lebensmittel sollten nach der Zubereitung nicht warm gehalten werden. Reste sollten schnell gekühlt, im Kühlschrank aufbewahrt und spätestens am nächsten Tag verbraucht werden. Unter diesen Voraussetzung können Sie ohne Bedenken jede Woche eine Portion Spinat essen.

Weitere Informationen zu Nitrat finden Sie in unserer Rubrik Verbraucherschutz

Verhängnisvolles Trio: Nitrat, Nitrit, Nitrosamine

und in der aid-Broschüre

Gemüse

Weitere Informationen zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“ finden Sie in unserer Rubrik Ernährungsinfos für

Schwangere

und in der aid-Broschüre

Das beste Essen in der Schwangerschaft

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Ich wünsche Ihnen und Ihrem Baby alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Maike Groeneveld
Diplom–Oecotrophologin/Ernährungsberaterin VDOE

Mal wieder zum Thema Ernährung: Spinat?

Hallo,
also das mit dem Spinat ist so:
1. Die Belastung von pflanzlichen Lebensmitteln wie Blei, Cadmium oder Uran wird momentan in der Presse etwas diskutiert, was aber Blödsinn und wohl nur eine vorübergehende Modeerscheinumg ist, da die Gehalte, die Du da aufnimmst extrem niedrig sind. Aber heutzutage sind die Meßgeräte so genau, dass man selbst die Konzentration eines Stückes Zucker im Bodensee nachweisen kann und deshalb wird alles diskutiert. Also keine Angst!
2. Was bei Spinat relativ viel vorhanden sein kann ist Nitrat, insbesondere im Winter, da es zu dieser Jahreszeit aufgrund der mangelnden Sonne von der Pflanze schlecht abgebaut wird und Spinat sozusagen eine sehr „nitratliebende“ Pflanze ist. Die schädliche Wirkung des Nitrates wird immer noch diskutiert und es gibt da auch verschiedene wissenschaftliche Ergebnisse. Allgemein kann man aber sagen, wenn du ab und zu mal Spinat isst, dann ist das garantiert nicht schädlich oder wenn du ganz sicher gehen willst, nimmst du welchen aus Bioanbau, da sind die Nitratgehalte wahrscheinlich etwas niedriger, da weniger gedüngt wird.
3. Die Geschichte mit dem Eisen ist leider ein Irrtum. Er beruht auf einer früher mal falsch angegebenen Kommastelle und hält sich seitdem seit Jahrzehnten in der Öffentlichkeit. Tatsächlich enthält Spinat nicht mehr Eisen, als andere Gemüse, dafür aber andere wichtige Vitamine, wie Vitamin C. Für eine Verbesserung der Eisenversorgung würde ich Dir eher ein Stück Fleisch empfehlen, dies enthält deutlich mehr Eisen, welches für den menschlichen Körper auch noch besser verfügbar ist.
Viele Grüße
Simimomo

Was man in der Schwangerschaft nicht essen sollte

durch Baby moov

Während der neun Schwangerschaftsmonate sind viele Nahrungsmittel entweder verboten, zu vermeiden oder nur in Maßen zu verzehren. Es ist daher nicht immer einfach zu verstehen und zu wissen, was man während der Schwangerschaft essen oder nicht essen kann. Eine Kurzübersicht der Nahrungsmittel, bei denen Sie während der Schwangerschaft aufpassen sollten!

Milchprodukte:

Alle Molkereiprodukte (Milch, Käse oder Joghurt) aus Rohmilch sind zu meiden, weil sie Listerioseträger sind. Die diese Krankheit verursachenden Bakterien sind sehr resistent und verbreiten sich sehr schnell. Daher ist Weichkäse (Camembert, Brie) oder Käse mit gewaschener Kruste (Münster) absolut verboten.
Passen Sie jedoch auf, keinen Kalziummangel zu verursachen: Hartkäse, Ricotta oder Joghurt und pasteurisierte Milch können weiterhin verzehrt werden.

Meeresfrüchte:

Alle rohen Krustentiere und Weichtiere sollten für die gesamte Schwangerschaft absolut gemieden werden. Tatsächlich können sie Vergiftungen verursachen, aber auch Träger von Hepatitis A sein. Dennoch sind Garneelen, Miesmuscheln und Jakobsmuscheln erlaubt, vorausgesetzt sie sind gekocht und vor allem sehr frisch. Achtung: auch warm serviert, bleiben die Austern roh und sind daher verboten.
Die sogenannten Raubfische, wie Schwertfisch, Haifisch und Thunfisch (außer in Dosen) sollten nicht mehr als einmal wöchentlich verzehrt werden, weil sie viel Quecksilber enthalten.
Letztendlich ist zur Vorbeugung gegen Listeriose der Verzehr von rohem Fisch, gleich ob als Sushi, Carpaccio, Surimi oder auch Tarama, zu vermeiden.

Fleisch:

Zur Vorbeugung gegen Listeriose aber auch Toxoplasmose sollte der Verzehr von rohem Fleisch vermieden werden. Die Toxoplasmose kann in vielen Fleischsorten, vor allem in Lamm- und Hammelfleisch vorkommen. Wenn man bereits Toxoplasmose hatte, ist man immun. Das Risiko, sich mit Listeriose zu infizieren, ist jedoch nicht völlig ausgeschlossen, weshalb Carpaccio, Wurst und rohes oder blutiges Fleisch vermieden werden sollten.

Obst und Gemüse:

Wie bei rohem Fleisch, können viele Früchte und Gemüse Toxoplasmose übertragen, wenn man nicht immun ist. Waschen Sie daher das Obst und Gemüse gründlich, besonders die Sorten, die aus der Erde geerntet wurden.
Zu den Obstsorten, die verzehrt werden können, gehören Pfirsiche, Nektarinen, Pflaumen, Waldfrüchte (Brombeere, Erdbeere, Himbeere, Heidelbeere…), Birnen, Äpfel, ….

An Gemüse können Artischocken, Spargel, Auberginen, Rote Beete, Karotten, Pilze, Gurken, die gesamte Familie der Bohnen (rot, grün, weiß), Kopfsalat, Feldsalat, Kartoffeln, Lauch, Radieschen und Tomaten verzehrt werden.
Grundsätzlich sollte jedes rohe Gemüse, auch das vakuumverpackte, vermieden werden.
Einige Gemüse, vor allem die Familie des Kohls (Kohl, Blumenkohl, Rosenkohl, Rotkraut….) aber auch Paprika und Chili, können Verdauungsprobleme verursachen und sollten deshalb nur in Maßen verzehrt werden.

Eier:

Alle Süßspeisen oder Gerichte auf Roheibasis, vor allem wenn diese außer Haus zubereitet wurden, können ein Risiko für Listeriose aber auch für Salmonellen darstellen, was zu Frühgeburten führen kann. Leider muss man sich auch von Mousse au Chocolat, Englischer Creme oder Chantilly Creme verabschieden, da diese ein hohes Risiko für Listeriose darstellen. Bevorzugen Sie zur Verminderung dieses Risikos industrielle oder hausgemachte Süßspeisen, aber diejenigen, die mit sehr frischen Eiern zubereitet wurden und sofort verzehrt werden.

Gewürzpflanzen und Gewürze:

Einige Gewürze sind zu vermeiden, weil sie Kontraktionen, Frühgeburten oder manchmal Fehlgeburten verursachen können. Achten Sie besonders auf Ingwer, Limetten, Ginseng, Hibiskus, Lavendel, Muskatnuss, Petersilie, Lakritze, Rosmarin aber auch Rhabarber, der das höchste Risiko darstellt. Zimt hat eine blutgerinnungshemmende Wirkung, kann den Blutkreislauf zu sehr stimulieren und eine Frühgeburt verursachen.

Soja:

Der Verzehr von Lebensmitteln oder Zubereitungen auf Sojabasis muss begrenzt werden, weil sie Phytoöstrogene enthalten, die mit dem Hormonsystem des Kindes interferieren können.

Süßspeisen:

Speiseeis und Eiscreme können ein Risiko für Listeriose darstellen, bevorzugen Sie deshalb industrielles Eis gegenüber dem handwerklich hergestellten.
Achten Sie allgemein auf Süßwaren, die Schwangerschaftsdiabetes verursachen können. Der Genuss von kleinen Süßspeisen, wie Keksen oder Bonbons, muss leider für die gesamte Dauer der Schwangerschaft begrenzt werden.

Getränke:

Alkohol
Es wird empfohlen, sich während der Schwangerschaft absolut zu enthalten, weil der Alkohol die Plazenta durchdringt und direkt ins Blut des Kindes gelangt. Das kann zu einem fetalen Alkoholsyndrom führen, was äußerst gefährlich für die Gesundheit des Kindes ist.

Koffein
Koffein ist in Kaffee enthalten, aber auch in Tee, Aufgüssen oder Getränken auf Colabasis. Diese Substanz kann negative Effekte auf die Herzfrequenz, Stress und auch den Schlaf haben. Bei Genuss in großen Mengen kann das Koffein Fehlgeburten oder untergewichtige Frühgeburten verursachen. Achten Sie besonders auf Tee und Kräutertees, die die Eisenabsorbtion des Kindes verhindern können.

Energiedrinks müssen absolut vermieden werden, weil sie eine Frühgeburt verursachen können.
Wenn eine Ödembereitschaft oder Hypertension vorliegt, sollte man Wasser mit Kohlensäure nur in Maßen zu sich nehmen, weil dieses viele Salze enthält. 
Sirups und sehr süße Getränke im Allgemeinen können zu Schwangerschaftsdiabetes führen.

Fette Lebensmittel:

Einige Lebensmittel, wie die meisten Torten, Bonbons aber auch Frittiertes, Gerichte mit Soße und Fastfood enthalten keine Vitamine oder Nährstoffe und fördern lediglich die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft. Versuchen Sie, diese Nahrungsmittel weitgehend zu vermeiden, auch wenn es schwerfällt!

Einige Kleinigkeiten, die sie sich angewöhnen sollten im Überblick:

* Waschen Sie das gesamte Obst und Gemüse,
* Verzehren Sie Fisch, Fleisch und Eier zügig und kochen Sie diese gut durch,
* Vermeiden Sie nicht pasteurisierte Milchprodukte,
* Achtung bei Alkohol und Koffein!

FÜR SCHWANGERE/STILLENDE
 Mini-Lauchquiche mit Fetawürfeln

ZUTATEN FÜR 1 SPRINGFORM (Ø 18 CM)

  • 100 g Vollkornmehl (alternativ Type 1050)
  • 4 EL Quark
  • 3 EL Rapsöl
  • 1 Msp. Backpulver
  • Salz
  • etwas Butter für die Form
  • 1 große Stange Lauch
  • Pfeffer
  • 100 g Feta
  • einige Stängel Thymian

Zubereitungszeit: 40 Min.

Mehl, 2 EL Quark, 2 EL Öl, Backpulver und 1⁄2 TL Salz rasch zum Teig kneten. Form fetten, Teig zum Fladen formen und in die Form drücken. Lauch von Wurzeln und Welkem befreien, längs aufschneiden, waschen und in Streifen schneiden. Restliches Öl in einer Pfanne erhitzen, Lauch darin andünsten, bis er zusammenfällt, 2 EL Quark unterziehen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Masse auf dem Teig verteilen. Feta aus der Salzlake nehmen und würfeln. Thymian waschen, trocken schütteln und die Blättchen von den Stielen zupfen. Beides über den Lauch streuen und im Ofen bei 180 Grad (Umluft 160 Grad) 25 Min. überbacken. Tipp: Wer Lauch wegen seiner blähenden Wirkung nicht so gut verträgt, kann einige Kümmel- oder Fenchelsamen mit dem Lauch andünsten oder Fenchelstreifen verwenden. Mini-Lauchquiche mit Fetawürfeln Vitamin B6 aus Lauch und Vollkornmehl stärkt die Nerven. Das tut gerade jetzt in der Stillzeit bei Schlafmangel gut. Auch gut für Stillende geeignet! Hier findest Du das Rezept. Michael Brauner

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