Lavendelöl in der schwangerschaft

Lavendelöl – Schwangerschaft und Geburtshilfe

Lavendel in der Schwangerschaft und Geburtshilfe

Die Anwendung von Lavendel und dem ätherischen Lavendelöl hat in der Geburtshilfe und der Unterstützung Schwangerer eine bereits sehr lange Tradition. Dieses Wissen wurde gerade durch die Hebammen bis in die heutige Zeit getragen und genutzt. Durch die wissenschaftliche Erforschung des Lavendels ist man sich auch in medizinischen Kreisen seines Nutzens bewusst und er ist auf vielen Geburtsstationen von Krankenhäusern ein integraler Bestandteil des Betreuungskonzeptes von schwangeren Frauen, gerade zur Geburtsvorbereitung.

Welche Lavendelöl-Sorte sollte benutzt werden?

Für alle folgenden Anwendungsbeispiele empfehlen wir ausschließlich qualitativ ausreichend hochwertiges Lavendelöl des Lavandula Angustifolia (Echter Lavendel). Das Öl sollte entweder aus einer Wildpflückung, oder aus einem rein biologisch kontrolliertem Anbau stammen. Das Öl aus der Wasserdampfdestillation ist zu bevorzugen, da dieses Herstellungsverfahren besonders die wertvollen Inhaltsstoffe schont. In unserer eigenen kinesiologischen Testung von Lavendelölen bestimmen wir die gesundheitliche Wirkung der Produkte. Es sollte für alle unten folgenden Empfehlungen eine Qualität von mindestens 85% (besser ab 90%) verwendet werden. Mehr Informationen zum Thema finden Sie unter Lavendelöl Qualität und Lavendelöl kaufen.

Nebenwirkungen und Risiken von ätherischen Ölen in der Schwangerschaft

Auch die ätherischen Öle des Lavendels können, wenn man Sie überdosiert oder falsch anwendet, zu unerwünschten Wirkungen, sogenannten Nebenwirkungen, führen. Wie bei allen ätherischen Ölen ist besondere Vorsicht geboten, wenn das Öl zum Einsatz bei sensiblen Personen, Asthmatikern, Allergikern, Schwangeren und stillenden Frauen sowie Diabetikern und Menschen mit Epilepsie kommt. Wenn eine persönliche Überempfindlichkeit gegen Lavendel bekannt ist, sollte das Öl natürlich nicht verwendet werden.

Wichtiger Hinweis: In großen Mengen verwendet kann das ätherische Lavendelöl, eine anregende Wirkung auf die Gebärmutter haben. In den ersten Schwangerschaftswochen wird die Anwendung deshalb mitunter kritisch betrachtet. Deshalb sollte die Verwendung von Lavendelöl in der Schwangerschaft sicherheitshalber mit Ihrem behandelnden Arzt, Heilpraktiker, bzw. Ihrer Hebamme abgesprochen werden. Kinder unter zwei Jahren und Säuglinge sollten nicht mit ätherischen Ölen behandelt werden, da dies zu Atemstillstand führen kann. Die ätherischen Öle sollten deshalb auch nicht in der Nähe der Schlafstätte des Kindes ausgebracht werden.

Lavendelöl während der Schwangerschaft

Lavendelöl lässt sich, behutsam und gezielt eingesetzt, jedoch auch während der späteren Schwangerschaft zur Linderung kleinerer und größerer Beschwerden gefahrlos einsetzen.

Entspannung im Lavendelbad

Die entkrampfende und auch entspannende Wirkung des Lavendels kann man sich in der bereits fortgeschrittenen Schwangerschaft zu Nutze machen. Jede schwangere Frau weiß den positiven Effekt eines Entspannungsbades auf das Wohlbefinden zu schätzen. Wichtig ist, das Lavendelöl vorsichtig und sparsam zu dosieren, oder gleich auf einen fertigen Badezusatz zurück zu greifen. Wir empfehlen ein Entspannungsbad mit dem Lavendelöl des Echten Lavendels (Lavandula Angustifolia) auf Grund der hochwertigen Inhaltsstoffe.

Dosierung: Die Dosierung entnehmen Sie bitte der Verpackungsbeilage des Produktes. Häufigkeit: Maximal dreimal pro Woche.

Einschlafen / Schlafstörungen

Bei leichten Schlafstörungen empfiehlt sich ebenfalls ein Lavendelbad, oder eine Tasse Lavendeltee, der aus den Blüten des Echten Lavendels (Lavandula Angustifolia) hergestellt werden muss. In unserem Artikel Lavendelöl im Vergleich zu Lavendeltee finden Sie weiterführende Informationen, auch zur richtigen Zubereitung. Ein Lavendelduftsäckchen kann als Ergänzung in der Nähe der Schlafstätte zum Einsatz kommen.

Dosierung: Die Häufigkeit der Anwendung des Tees sollte dreimal pro Woche nicht überschreiten.

Hautjuckreiz

Diese bei Schwangeren häufig auftretende Beschwerde ist unangenehm und lästig, zumal sie häufig nachts auftritt. Der Arzt, Ihre Hebamme oder ein Heilpraktiker sollte hier zur Klärung der Ursachen immer der erste Ansprechpartner sein. Lavendelumschläge und ein in diesem Fall kühlendes Bad mit einem Lavendelzusatz kann aber Abhilfe schaffen. Für die Lavendelumschläge träufeln Sie zwei Tropfen Lavendelöl (Echter Lavendel) auf ein feuchtes Tuch und legen Sie dieses auf die schmerzende Stelle. Die heilende, pflegende und leicht anästhesierende Wirkung des Lavendels verspricht Linderung.

Dosierung: Dreimal täglich, drei bis fünf Tage maximal hintereinander dann sollten zwei Tage pausiert werden.

Brustspannen und empfindliche Brustwarzen

Durch das Brustwachstum in der Schwangerschaft kommt es häufig zu Spannungen in der Brust und zu empfindlichen Brustwarzen. Auch hier können warme Umschläge mit ein bis zwei Tropfen Lavendelöl Abhilfe schaffen und Linderung bringen. Die anästhesierende Wirkung des Lavendels kann sich so gut entfalten. Achten Sie darauf, dass die Umschläge nicht zu heiß sind, damit Sie Ihre Haut nicht versehentlich verbrühen. Träufeln Sie ein bis zwei Tropfen des Lavendelöls auf das Tuch und legen Sie dies auf die schmerzenden Stellen. Um die Brust auf das spätere Stillen vorzubereiten, hat sich auch eine direkte sanfte Massage mit Lavendelöl bewährt. Vorab ist aber zu klären, ob Sie das reine Öl vertragen, um eine allergische Reaktion auszuschließen.

Es gibt Hebammen, die empfehlen die Anwendung des Lavendelöls für die Brust und die Brustwarzen auch nach der Entbindung, doch wir lehnen diese Anwendung ausdrücklich ab, da dies für den Säugling ein zu großes gesundheitliches Risiko darstellt.

Dosierung: Einmal täglich, drei Tage hintereinander, dann zwei Tage Pause.

Nabelschmerzen

Ab der 28. Schwangerschaftswoche kann es durch Wachstumsschübe der Gebärmutter vereinzelt zu Schmerzen im Nabelbereich kommen. Lavendel wirkt schmerzlindernd und beruhigend. Träufeln Sie ein bis zwei Tropfen des Echten Lavendelöls auf ein feuchtes Baumwolltuch und legen Sie dieses auf den schmerzendes Nabelbereich.

Dosierung: Ein bis zweimal täglich, maximal drei Tage hintereinander, dann zwei Tage Pause

Lavendel während der Entbindung

Auch während der Entbindung wird die Kraft des Lavendels gerne genutzt. Speziell das Öl des Echten Lavendels (Lavandula Angustifolia) kommt dort – wie nachfolgend beschrieben –zum Einsatz, da es nachweislich eine beruhigende Wirkung besitzt.

Lavendelbad zur Weheneinleitung

Zur Entbindungseinleitung hat sich schon oft ein Lavendelbad bewährt. Als Badezusatz ist es leicht Wehen-fördernd. Viele Kreissäle bieten auf Wunsch nicht nur eine Entbindung unter Wasser, bzw. eine Wassergeburt an, sondern man hat auf Wunsch auch die Möglichkeit, ein Lavendelbad zu nehmen. Im Zweifelsfall, wenn man im Vorfeld nicht abklären kann, welche Produkte genau benutzt werden und die Qualität und Herkunft unklar ist, ist es ratsam, auf das eigene Lavendelöl und den eigenen Badezusatz zurückzugreifen.

Dosierung: Die Dosierung entnehmen Sie bitte der Verpackungsbeilage Ihres Lavendelproduktes.

Aromatherapie während der Entbindung

Ein Lavendelöl des Lavandula Angustifolia in einer Duftlampe oder praktischer einem Diffusor, während der Entbindung eingesetzt, wirkt wunderbar entspannend. Eine Entbindung ist eine körperliche Höchstleistung und wenn der Geburtsvorgang durch den Einsatz von ätherischen Ölen unterstützt werden kann, ist das eine Wohltat. Eine Voraussetzung ist natürlich, dass die Frau den Geruch des Öles als angenehm empfindet und damit positive Assoziationen hat. Hilfreich ist es, wenn das Öl schon im Vorfeld häufiger benutzt wurde, am besten in einem entspannten Umfeld (z.B. während eines Bades / einer Massage / bei schöner Musik). So voreingestellt, bzw. konditioniert, kann es während der Entbindung seine Wirkung optimal auf körperlicher und seelischer Ebene entfalten. Grundsätzlich ist dieses natürlich auch immer im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt und / oder der Hebamme abzusprechen.Weiterführende Informationen finden Sie im Artikel Lavendelöl Duftlampe.

Dosierung: Auf einen Esslöffel Wasser kommt ein Tropfen des Lavendelöls.

Autor: Sandra Lindenau

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Hebammen ist ätherisches Lavendelöl schon lange Zeit als hilfreiches Mittel während der Schwangerschaft bekannt. Es wirkt beispielsweise gegen Schwangerschaftsstreifen, Nabelschmerzen und Juckreiz. Zusätzlich entfaltet es natürlich auch bei Schwangeren in einem Vollbad oder einer Aromatherapie seine gewohnt beruhigende Wirkung auf Körper und Geist. In vielen Entbindungsstationen gehört Lavendelöl als Geburtshilfe oder zur Geburtsvorbereitung genutzt.

Auf was muss man achten?

Man sollte gerade während der Schwangerschaft darauf achten hochwertiges Lavendelöl zu nutzen. D.h. am besten durch Wasserdampfdestillation gewonnenes Öl des echten Lavendel (Lavandula Angustifolia) aus rein biologischem Anbau verwenden.
Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass keine individuelle Überempfindlichkeit oder gar Allergie gegen Lavendel vorliegt. Schwangere sollten zudem genau auf die Dosierung achten und den Gebrauch mit ihrem Frauenarzt absprechen um Nebenwirkungen zu vermeiden. Besonders in den ersten Schwangerschaftswochen wird der Einsatz von Lavendelöl kritisch diskutiert, da das ätherische Öl Einfluss auf die Gebärmutter hat. Generell ist von einer großzügigen Dosierung während der Schwangerschaft abzuraten. Zu einem späteren Zeitpunkt der Schwangerschaft kann Lavendelöl jedoch in Maßen ohne Bedenken eingesetzt werden.
Während der Schwangerschaft kann Lavendelöl folgendermaßen eingesetzt werden:
• Zum Entspannen in der Badewanne
• Bei Schlafstörungen zum besseren Einschlafen
• Bei Juckreiz wirken Lavendelölumschläge
• Bei Nabelschmerzen
• Bei Spannen in den Brüsten und sensiblen Brustwarzen

Lavendelöl zum Entspannen in der Badewanne

Um das Wohlbefinden zu fördern eignet sich auch während der Schwangerschaft ein Vollbad mit Lavendelöl. Um die optimale Entspannung zu erzielen, sollte das Lavendelöl sparsam dosiert in das heiße Wasser gegeben werden. Alternativ können auch fertige Badezusätze mit Lavendelöl verwendet werden. In jedem Fall sollte es sich um Lavendelöl aus echtem Lavendel handeln, da dieses die hochwertigsten Inhaltsstoffe enthält und die beste Wirkung verspricht. Pro Woche sollten Schwangere aber nicht mehr als drei Vollbäder mit Lavendelöl nehmen.

Lavendelöl gegen Schlafstörungen

Auch bei Einschlafproblemen können Schwangere gefahrlos auf Lavendel-Produkte zurückgreifen. Dabei eignet sich wieder das Öl des echten Lavendel besser als die übrigen Sorten. Dabei kann beispielsweise -wie oben beschrieben- ein Lavendelbad genommen werden. Alternativ bieten sich auch Lavendel-Duftsäckchen in der Nähe des Bettes oder die Einnahme von Lavendel-Tee an. Bitte beachten Sie auch hier, dass pro Woche nicht mehr als drei Tees getrunken werden sollten.

Lavendelöl gegen Juckreiz

Schwangere werden besonders oft von Juckreiz geplagt. Noch ärgerlicher ist dieser sobald er nachts auftritt. Umschläge mit Lavendelöl können bei juckender Haut wahre Wunder bewirken. Zur Anwendung sollten 1-2 Tropfen Öl des echten Lavendels auf ein angefeuchtetes Tuch gegeben werden und um die entsprechenden Körperstellen gewickelt werden. Sie können die Wickel je nach Bedarf bis zu 3-mal täglich und bis zu fünf Tage hintereinander anwenden. Natürlich sollten Sie auf Lavendelwickel verzichten, wenn der Juckreiz von einer Erkrankung der Haut herrührt. Sprechen Sie die Einnahme am besten mit ihrem Frauenarzt oder ihrer Hebamme ab.

Lavendelöl gegen Nabelschmerzen

Während der Schwangerschaft aufkommende Nabelschmerzen sind lästig und kommen bei fast jeder Frau vor. Die Schmerzen am Bauchnabel treten häufig ab der 28. Schwangerschaftswoche auf und werden durch das Wachstum der Gebärmutter ausgelöst. Um die Schmerzen zu lindern sollten Sie ein angefeuchtetes Tuch 1-2 mal täglich mit 2 Tropfen Lavendelöl des echten Lavendels beträufeln und auf dem Nabel platzieren. Nach drei Tagen sollte die Anwendung für mindestens zwei Tage pausiert werden und falls die Beschwerden nicht verschwinden ein Arzt befragt werden.
Lavendelöl gegen spannende und über-sensible Brustwarzen

Auch bei Spannungsgefühlen in den Brüsten können Schwangere durch Umschläge mit dem Öl des echten Lavendels ihre Beschwerden lindern. Nutzen Sie dazu 1-2 Tropfen des ätherischen Öles auf einem feuchten Tuch. Das Öl kann sanft einmassiert werden. Dabei werden die Brüste sogar gleichzeitig schon auf das Stillen vorbereitet. Nach der Entbindung sollten Sie jedoch darauf verzichten, da Rückstände des Öles beim Stillen in den Organismus des Säuglings gelangen können. Während der Schwangerschaft kann es jedoch ohne Gefahr eingesetzt werden. Massieren Sie das Öl täglich einmal ein und machen Sie spätestens ab dem 4. Tag in Folge zwei Tage Pause.

Lavendelöl während der Geburt?

Die beruhigende Wirkung des Lavendelöls kann während der Geburt seine beruhigenden Eigenschaften entfalten. Ein Lavendelbad wird daher oft als natürliche Alternative zur Einleitung der Wehen genutzt. Gerade die entspannende Wirkung auf den Geist kann dabei die Wehen auslösen. Ob es sich dabei um einen Badezusatz oder Öl handelt ist dabei nicht entscheidend. Auch hier sollten natürlich nur hochwertige Lavendelprodukte verwendet werden.
Als Alternative zum Bad kann auch eine sogenannte Aromatherapie mit Lavendelöl stimulierend auf die Wehen wirken. Hierbei wird das ätherische Öl in einer Duftlampe oder einem Diffusor eingesetzt um seine entspannenden Dämpfe im Raum zu verteilen. Pro Esslöffel Wasser sollten Sie einen Tropfen Lavendelöl hinzugeben.

Kein Schopf- oder Speiklavendel verwenden!

Wie bereits beschrieben sollten Sie während der Schwangerschaft nur hochwertiges Öl des echten Lavendels verwenden. Schwangere, ältere Menschen, Stillende, Kinder und Babies sollten auf keinen Fall Öl aus Schopflavendel oder Speiklavendel anwenden.

Aromatherapie

Jeder mag es, wenn es irgendwo gut riecht! Eine duftende Blume, die Schale einer Orange, frisch gemahlener Kaffee…und unsere Laune wird gleich deutlich besser. Düfte können aber nicht nur anregen, sondern auch entspannen: Bestimmte aromatische Öle helfen besonders in der Schwangerschaft, Ruhe und neue Kraft zu finden. Denn der Geruchssinn ist in diesen neun Monaten besonders empfindlich.

In vielen Apotheken, Reformhäusern oder Drogerien können Sie sich beraten lassen, welches Aromaöl zur Entspannung oder zur Linderung bestimmter Beschwerden für Sie geeignet ist. Wichtig ist: Es sollte immer ein naturreines Öl sein. Ätherische Öle müssen zudem immer an einem dunklen und kühlen Ort aufbewahrt werden, denn am Sonnenlicht verlieren die Öle schnell ihren Duft und ihre Wirksamkeit.

Wirkungen und Einsatzgebiete ätherischer Öle in der Schwangerschaft

  • Eine Aromalampe mit zartem Rosen-, Rosengeranien-, Vanille- oder Neroli-Öl baut Stress ab und helfen bei Angstzuständen.
  • Ein Riechfläschchen mit dem Duft von Bergamotte, Ingwer, Mandarine, Grapefruit, Neroli, Pfefferminz oder Zitrone kann bei Übelkeit helfen. Ermitteln Sie selbst durch Riechen den geeigneten Duft. Pfefferminze nur anwenden, wenn keine verstärkte Gebärmutteraktivität beobachtet wird.
  • Ätherisches Lavendelöl hilft bei Schlafproblemen Ängsten und Stimmungsschwankungen.
  • Mischungen mit Immortelle, Narde, Weihrauch und Palmarosa als Auflage oder Einreibung helfen zum Einschlafen.
  • Mischungen mit Rosengeranie, Majoran, Melisse, Neroli , Archangelika, Bergamotte und Rose helfen zum Durchschlafen.
  • Rosmarinöl (Chemotyp Verbenon) wirkt belebend bei Kreislaufstörungen und kann das Durchhaltevermögen steigern. Dazu ein bis zwei Tropfen auf einen Waschlappen tropfen und zum Waschen oder Duschen verwenden.
  • Geranie, Mandarine und Rose wirken stimmungsaufhellend.
  • Bei Kopfschmerzen hilft es vielleicht, eine Spur Lavendel oder Pfefferminze auf die Schläfen zu tupfen.

Achtung!

Vorsicht bei der Babypflege: Bestimmte Aromaöle können bei Säuglingen und Kleinkindern lebensgefährliche Vergiftungen auslösen. Dabei genügt manchmal schon ein Tropfen auf die Lippe oder Nase, um die Atemwege stark anschwellen zu lassen. Es führt zu einem Stimmritzenkrampf und Atemnot. Besonders gefährlich sind in dieser Hinsicht die Öle von Eukalyptus, Fenchel, Rosmarin, Wermut, Pfefferminze und Teebaumöl.

Die meisten aromatischen Öle eignen sich aber auch gut für die Körpermassage. Dabei gelangen sie über die Haut in das Bindegewebe, die Lymphe, die Blutbahn und die Muskulatur. Sie müssen jedoch zunächst mit einem neutralen Massageöl, meist Jojobaöl, vermischt werden. Jojobaöl wird nicht ranzig und ist somit sehr lange haltbar ohne Konservierungsstoffe. Für den sofortigen Gebrauch kann man auch Mandelöl, Weizenkeimöl und sogar Olivenöl als Grundlage nehmen.

  • Zur Massage der Bauchhaut gegen Schwangerschaftsstreifen oder am Busen gegen das Spannungsgefühl eignet sich Lavendel- und Neroliöl.
  • Rückenmassagen bei Kreuzschmerzen unterstützt eine Ölmischung aus Jasmin und Mandarine.
  • Bei Schmerzen im Beckenbereich durch Dehnung der Mutterbänder hilft eine Massage mit Kamille, Lavendel, Mandarine, Neroli und Rosenholz.
  • Krampfadern werden durch morgendliches Ausstreichen (von unten nach oben) mit Lemongrass, Myrrhe, Schafgarbe und Zypresse in einer Mischung aus Calendula- und Mandelöl gelindert. Nicht bei hohem Blutdruck anwenden!.

Aromaöle kann man nicht einfach tröpfchenweise ins Badewasser geben. Mischen Sie ein paar Tropfen Aroma-Öl in einen Becher Rahm oder ein Glas Milch und geben Sie die Mischung dann ins warme Wasser. So verteilen sich die Inhaltsstoffe gleichmässiger und Ihre Haut wird erst noch gepflegt.

  • Bei Hämorrhoiden hat sich Myrrhe, Schafgarbe und Zypresse in Hametum- oder Ringelblumensalbe bewährt, alternativ auch ein Sitzbad mit diesen ätherischen Ölen.
  • Bei Harnwegsentzündungen unterstützt ein Sitzbad mit Meersalz (z.B. aus dem Toten Meer) und Bergamotte, Lavendel, Rose, und Schafgarbe.

Allergikerinnen sollten mit ätherischen Ölen vorsichtig sein. Besonders Zitrusöle, Lorbeer und Zimt lösen leicht Allergien aus.

Aufgepasst: Atherische Öle in der Schwangerschaft – Bei diesen Ölen vorsichtig sein:

Bei Pfefferminzöl ist generell Vorsicht angesagt. Es darf in der Schwangerschaft nur dann verwendet werden, wenn keine verstärkte Gebärmutteraktivität beobachtet wird. Klären Sie den Einsatz mit Ihrer Hebamme, Apotherkerin oder Ihrer Ärztin ab.

Weniger geeignet in der Schwangerschaft sind Lorbeer, Muskat, Nelken, Thymian, Wacholder, Zedernholz, Zimt. Sie können entweder Wehen auslösen oder sind giftig.

Ätherische Öle während der Geburt

Wenn Sie schon während der Schwangerschaft gute Erfahrungen mit der Aromatherapie gemacht haben, wird Sie Ihnen wahrscheinlich auch zur Schmerzlinderung unter der Geburt gute Dienste leisten.

Newsticker

Schöner Duft – Gefahr für’s Kind | 27.01.2017

Duftkerzen, Duftstäbchen und Duftlampen, die ätherische Öle verbrennen oder verdampfen, sind für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich – auch wenn sie natürliche ätherische Öle enthalten. Darauf hat der deutsche Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hingewiesen. Durch die Verbrennung würden unter anderem Feinstaub, Russ und zum Teil sogar Formaldehyd frei und verteilten sich in der Luft. Sie könnten die Haut und Schleimhäute reizen und auch Allergien auslösen. Ätherische Öle in Gelform oder als Flüssigkeit können zudem von Kleinkindern verschluckt werden können, ausserdem besteht – wie bei Kerzen auch – Verbrennungsgefahr. Duftkerzen, -stäbchen und -lampen sowie die dazugehörigen Öle und Gels sollten unbedingt ausserhalb der Reichweite von Säuglingen und Kleinkindern aufbewahrt werden.

Letzte Aktualisierung : 14-08-19, AG, AS

Nabelschmerzen bei einer Schwangerschaft können, müssen aber nicht zum Nabelbruch führen. Wie können Sie also einen solchen Nabelbruch erkennen? Den Bruch erkennen Sie daran, dass sich der Bereich direkt um den Nabel herum direkt unter der Haut sich dunkel verfärbt. Beim Nabelbruch handelt es sich um eine Ausstülpung im Bereich des Bauchnabels durch eine Bauchwandlücke. Über diese Lücke wölbt sich dann Gewebe aus dem Bauchinneren hervor. Bei kleinen Brüchen ist dies ein zartes Hautstückchen oder Bauchfett, bei größeren Nabelbrüchen kann es ein Stück des Darms sein. Wie gesagt, Nabelschmerzen bei einer Schwangerschaft deuten nicht automatisch auf einen bevorstehenden Bruch hin. Je nach Größe kann es sein, dass ein Bruch nach der Schwangerschaft gar nicht behandelt werden muss. So können kleinere Brüche schon oft durch die Rückbildungsgymnastik geschlossen werden. Lassen Sie sich hier am besten von Ihrer Hebamme spezielle Übungen zeigen. Größere Brüche sollten aber chirurgisch behandelt werden. Hier wird in der Regel zunächst eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Sollte festgestellt werden, dass einige Darmteile schlecht oder gar nicht mehr durchblutet werden, ist ein Eingriff unvermeidbar, damit kein Gewebe abstirbt. Mit speziellen, sanften Anästhesieverfahren ist dies sogar während der Schwangerschaft möglich. Um also hier auf Nummer Sicher zu gehen, konsultieren Sie bei intensiven Nabelschmerzen bei der Schwangerschaft Ihren Arzt.

Nabelschmerzen, Krämpfe, harter Bauch

Guten Morgen 🙂
Also dann gehen wir mal der Reihe nach vor:
Der Schmerz am Nabel ist völlig normal und kommt daher, dass die Haut dort am dünnsten ist, aber am meisten gedehnt wird. Du hast einen sogenannten Dehnungsschmerz, dagegen hilft nicht viel, außer schön regelmäßig cremen und massieren, der Schmerz tritt aber immer nur kurzzeitig (2,3, Tage) auf, danach hat sich das Gewebe an den neuen Zustand gewöhnt und der Schmerz hört auf.
Der harte Bauch am Abend zeugt von Überanstrengung, ein klares Zeichen, etwas kürzer zu treten. An sich ist so ein harter Bauch aber nicht schlimm, solange er nur am Abend auftaucht und es sich keine Wehen entwickeln, das ist einfcah ein Zeichen, dass Du zu viel gemacht hast.
Beim Spazierengehen hast Du aber nicht nur einen harten Bauch gehabt, sondern die unteren Mutterbänder haben sich gemeldet, die beginnen schon mal gerne zu schmerzen wenn man zu lange läuft. Deshalb hat sich auch alles wieder so schnell beruhigt.
Versuch einfach öfter mal die Füße hochzulegen und treib es nicht so dolle, dann beruihgt sich auch der BAuch.
Was Deine WAdenkrämpfe anbelangt, zum einen ist es bei dem Wetter ganz wichtig viel zu trinken, mind. drei Liter/Tag, dann iss täglich eine Banane und ganz wichtig, eine Überdosis Magnesium alleine mach es nicht, es ist nicht gut, so viel auf einmal zu nehmen, denn dann scheidet der Körper den Großteil wieder aus.
Ich weiß nicht wie hoch Deine Tagesdosis ist, aber verteile sie unbedingt auf zweimal, z.B. zweimal 200 mg oder entsprechend mehr.
Es stimmt zwar, dass sich Magnesium und Eisen in ihrere Verwertbarkeit behindern, wenn Du jedoch am Morgen das Eisen nimmst und dann vier Stunden später die erste Ration Magnesium und abneds die zweite, ist alles völlig in Ordnung.
Wenn Du die Magnesiumeinnahme umverteilst und genug trinkst, werden die Krämpfe besser und auch Deine Gebärmutter beruhigt sich ein wenig.
Liebe Grüße 🙂
Eva

Gefahr für Schwangere: Vorsicht, wenn ihr den Bauchnabel SO ausstülpen könnt!

Muss man wirklich jeden Quatsch im Netz posten? Nein, natürlich nicht. Aber es gibt Fälle, da war es für die Menschen ein Glück, dass sie ihre Videos geteilt haben. Denn die Masse im Netz kann nicht nur gemein sein, sondern auch schlau.
Das erfuhr auch Reddit-Nutzer „Rebelrockstar „. Der postete auf ein Video seiner hochschwangeren Frau, die einen lustigen Trick mit ihrem Bauchnabel vorführt: Sobald sie ihren Bauch anspannt, stülpt sich plötzlich der Nabel hervor.

Das sieht ziemlich lustig aus und auch das Paar muss im Video kichern. „Könnt ihr das mit eurem Bauchnabel machen?“ lautet die Frage von Rebelrockstar an die Netzgemeinde.
Tatsächlich bekommt er sehr viele Antworten. Allerdings andere, als er erwartet hat. Einige Nutzer erkennen sofort, dass es sich bei dem ungewöhnlichen Phänomen um einen Nabelbruch handelt, auch Nabelhernia genannt. Der tut in der Regel nicht weh, weshalb die Frau es wohl nicht gemerkt hat – aber trotzdem ist es eine ernste Krankheit, die sogar lebensgefährlich werden kann. „Geht sofort zum Arzt!“ lautet daher der Rat viele User.

Was ist ein Nabelbruch?

Von einem Nabelbruch spricht man, wenn das Gewebe vor dem Bauchnabel entweder durchbricht oder sehr schwach wird. Dadurch können innere Organe wie der Darm in den so genannten Bruchsack hereingedrückt werden. Das, was man bei der Frau im Video sieht, ist also womöglich der Darm, der sich mit dem Nabel hervorstülpt. Schmerzen bereitet das meistens nicht.

Warum ist das gefährlich?

Was so lustig aussieht, kann schwere Folgen haben. Denn wenn die Darmschlingen im Bruchsack eingeklemmt werden, werden sie nicht mehr richtig durchblutet und können sogar absterben. Und dann kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen.

Muss man operieren?

Wer also eine solche Ausstülpung bei sich bemerkt, sollte sofort zum Arzt gehen und abklären lassen, ob es behandelt werden muss. In der Regel wird mit einer OP bis nach der Entbindung gewartet, es sei denn der Nabel verfärbt sich oder bereitet Schmerzen. Bei manchen Schwangeren verschwindet der Nabelbruch nach der Geburt auch von selbst wieder.

Wie entsteht der Nabelbruch?

Das Gewebe unter dem Bauchnabel ist generell eine Schwachstelle am Körper. Wenn der Druck im Bauch steigt, kann es zu der Lücke im Gewebe kommen. Gründe können starkes Übergewicht, schweres Heben, eine Schwangerschaft oder eine Bindegewebsschwäche sein.
Für „Rebelrockstar“ und seine Frau gab es zum Glück keinen Grund zur Sorge. Die beiden folgten dem Rat der Reddit-Nutzer und gingen zum Arzt. Doch es sei alles „normal“. Die Lücke im Gewebe stamme wohl noch von der letzten Schwangerschaft, so der werdende Vater. „Bin ich froh, dass ich ein Mann bin!“

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