Lateinische vornamen weiblich

Inhalte

Teil 9 des Aufsatzes Die römischen Eigennamen der republikanischen und augusteischen Zeit von Theodor Mommsen (bearbeitet von Knud Bielefeld)

Ferner erhellt nunmehr, weshalb das Pränomen der Frauen durchaus anders behandelt wird als das der Männer. Natürlich hatten auch die Frauen immer einen Individualnamen, der sich auch während der ganzen republikanischen Zeit an erster Stelle behauptet hat. Nicht nur in den älteren Erzählungen kommen Namen wie Acca Larentia, Gaia Caecilia, Gaia Tarratia, Quinta Claudia, Quarta Hostilia vor, sondern noch in der ciceronischen Zeit findet sich der Geschlechtsname in zweiter Stelle, wo Frauen mit zwei Namen genannt werden. Damit stimmen auch die Inschriften dieser Epoche.

Die Funktion des Pränomens als bürgerliches Merkmal, namentlich bei dem Heerbann und der Gemeindeversammlung, die Berechtigten beziehungsweise Pflichtigen von den Nichtbürgern zu unterscheiden, galt allerdings nicht für die Frauen. Sie empfingen weder das bürgerliche Gewand noch den bürgerlichen Namen unter der Autorität des Geschlechts oder der Gemeinde. Daher ist das Pränomen der Frau früh nach Art des männlichen Cognomen behandelt worden: weder war die Auswahl beschränkt noch gab es obligatorische Abkürzungen. Andererseits wurde das weibliche Pränomen nicht als rechtlich vollgültig und notwendig angesehen. Es konnte, wie das männliche Cognomen, weggelassen werden. Wie alt diese Regelung ist, lässt sich schwer bestimmen, doch liegt es in der Sache, dass die Setzung des Individualnamens bei Frauen so gut wie bei Männern das Ursprüngliche ist und erst später bei jenen der bloße Geschlechtsname eintritt.

Es zeigen auch die uralten Inschriften des pisaurischen Hains keine Frauennamen ohne Pränomen. Auf den pränestinischen Grabsteinen dagegen sind bereits Frauennamen zahlreich anzutreffen, die aus dem bloßen Geschlechtsnamen, etwa noch mit Beisatz des Vater- und Mannsnamens bestehen,. Dasselbe gilt von den übrigen republikanischen Denkmälern so wie von den Schriftstellern. Die Praxis, den Individualnamen der Frau auch der Stellung nach als Cognomen zu behandeln, scheint erst im Anfang der Kaiserzeit aufgekommen zu sein.

Namensgebung

Aus Theoria Romana

Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Zeitpunkt und Regeln der Namensgebung bei Römern
    • 1.1 Zeitpunkt der Namensgebung
    • 1.2 Regeln der Namensgebung bei Knaben
    • 1.3 Regeln der Namensgebung bei Mädchen
    • 1.4 Namensgebung bei Ehen und deren Kinder
      • 1.4.1 Beispiele für Namensänderungen durch Eheschließung
      • 1.4.2 Kinder
    • 1.5 Namensänderungen bei Adoptionen
    • 1.6 Namensgebung bei Ehen von Adoptierten und deren Kinder
  • 2 Namensgebung bei Peregrini
    • 2.1 Namensänderung bei Adoption eines Peregrinus in eine römische Gens
    • 2.2 Namensänderung bei normaler Einbürgerung eines Peregrinus
    • 2.3 Namensgebung bei Ehen eingebürgerter und adoptierten Peregrini und deren Kinder
  • 3 Namensgebung bei Sklaven
    • 3.1 Namensänderung bei Freilassung eines Sklaven
    • 3.2 Namensgebung bei Ehen freigelassener Sklaven und deren Kinder
  • 4 Namensnennung in offiziellen Dokumenten
  • 5 Liste überlieferter Namen von römischen Bürgern
  • 6 Liste überlieferter Namen von Peregrini und Sklaven
    • 6.1 Männernamen
    • 6.2 Frauennamen

Zeitpunkt und Regeln der Namensgebung bei Römern

Zeitpunkt der Namensgebung

Bei den Römern erhielten Knaben und Mädchen ihre Namen jeweils erst einige Tage nach ihrer Geburt. Dies diente auch dazu, dem Vater die Möglichkeit zu geben, das Kind offiziell anzuerkennen indem er es auf seinen Arm nahm.

Knaben erhielten ihren Namen am 9. Tag nach der Geburt, Mädchen erhielten ihn einen Tag früher, also schon am 8. Tag.

Da erst in der Zeit nach Kaiser Marcus Aurelius offizielle Geburtslisten geführt wurden, hängte man dem Kind früher eine Kapsel mit dem Namen um den Hals. Diese bulla trug das Kind bis zum Tag der offiziellen Mann- respektive Frauwerdung. Bei der Verleihung der toga virilis legte man dem jungen Mann nicht nur die Männertoga an, sondern nahm ihm auch die bulla ab. Oft wurde in der bulla danach das Resultat der ersten Rasur auf dem Hausaltar geweiht und aufbewahrt. Bei den Mädchen passierte dies nach der ersten Monatsblutung. Diese Tradition hielt sich in vielen Häusern auch nach Marcus Aurelius.

Regeln der Namensgebung bei Knaben

Ein römischer Männername besteht aus 3 Teilen, dem praenomen, dem nomen gentile und dem cognomen. Das praenomen ist der Vorname des Römers. Die Zahl dieser Vornamen war jedoch so gering, dass dieser Namensteil praktisch keine Bedeutung hatte. In der späten Republik wurden einige wenige cognomina als praenomina verwendet und schlichen sich so zu den traditionellen praenomina dazu. Das nomen gentile ist der wichtigste Bestandteil des Namens. Es zeigt an, zu welcher gens ein Mann gehört. Ein cognomen war dann vorallem in der späteren Kaiserzeit so etwas wie ein Spitzname. Meist wurde dieses aus irgendwelchen besonderen Merkmalen einer Person erstellt, oder auf Grund eines Defizites der Person. So heisst Caecus der Blinde oder Brutus ist der Grobe.

Der Name eines römischen Mannes besteht also aus einem praenomen, einem nomen gentile und einem cognomen. Das heisst z.B. Lucius Annaeus Florus. Der Erstgeborene erhielt häufig den Namen seines Vaters.

Regeln der Namensgebung bei Mädchen

Frauen haben kein praenomen sondern nur ein nomen gentile und seit der Kaiserzeit gelegentlich ein cognomen, z.B. Iulia Andreia. Oftmals wurden mehrere Töchter jedoch auch nur mit den Cognomen Maior (die Ältere) und Minor (die Jüngere) unterschieden.

Namensgebung bei Ehen und deren Kinder

Es gab im Prinzip zwei Formen der Ehe. Bei der Manus-Ehe ging die Frau automatisch in die patria potestas des Ehemannes über. Das führte natürlich auch dazu, dass sie das nomen gentile des Ehemannes annahm. Bei einer Manus-freien Ehe jedoch gab es verschiedene Möglichkeiten. In der Kaiserzeit waren Manus-Ehen und der Namenswechsel der Frau jedoch eine absolute Seltenheit!

Beispiele für Namensänderungen durch Eheschließung

In diesen Fällen heiratet Iulia Andreia Lucius Annaeus Florus

Manus-Ehe: Iulia Andreia => Annaea Andreia

Manus-freie Ehe: Iulia Andreia =>
Annaea Iuliana oder Annaea Iuliana Andreia (vergleichbar mit einer Adoption, jedoch kein Wechsel der Gens) oder ändert ihren Namen gar nicht.

Kinder

Die Kinder wurden wieder gemäß den normalen Namensregeln benannt und trugen als nomen gentile automatisch dasjenige des Vaters, so dieser das Kind anerkannte. Tat er dies nicht, so erhielt das Kind – im Falle einer Ehe cum manu – kein nomen gentile und wuchs demnach gleich wie das Kind eines Peregrinus auf. In einer Ehe sine manu galt, wenn der Ehemann das Kind nicht als sein eigenes anerkannte, das Kind als unehelich und erbte den Status der Mutter (und damit auch ihr nomen gentile so sie eine römische Bürgerin war).

Namensänderungen bei Adoptionen

Auch bei einer Adoption änderte sich der Name der adoptierten Person. Doch wurde generell zwischen Adoption und Adrogation unterschieden. Eine Adoption konnte nur stattfinden, wenn der pater familias die zu adoptierende Person aus seiner patria potestas entließ, also zur Adoption freigab. Daher ist die Adoption der Wechsel von einer patria potestas in eine andere. Eine Adrogation hingegen war die Aufnahme einer Person, welche nicht unter patria potestas stand, an Kindes statt in eine andere Familie. Das heisst, bei einer Adrogatio begab sich eine Person, welche vorher sui iuris war unter eine patria potestas. Die Regeln der Namensänderung waren jedoch in beiden Fällen dieselben.

Im Prinzip übernahm bei einer Adoption der Adoptierte das nomen gentile der neuen Gens. Dadurch ersetzte das neue nomen gentile das alte, welches mit einer kleinen Änderung der Endung zu -ianus (Claudius => Claudianus / Iulius => Iulianus / Annaeus => Annaeanus) als cognomen weiter im Namen geführt werden konnte. Auch das praenomen konnte sich dem Adoptivvater anpassen, oder sogar gänzlich anders lauten vor der Adoption.

Beispiele: Lucius Aemilius Paulus wird von Publius Cornelius Scipio adoptiert:

  • Lucius Aemilius Paulus => Lucius Cornelius Aemilianus (das nomen gentile wurde ersetzt und das cognomen angepasst)
  • Lucius Aemilius Paulus => Publius Cornelius Scipio Aemilianus (auch das praenomen und das erste cognomen wurde vom Adoptivvater übernommen)
  • Lucius Aemilius Paulus => Sextus Cornelius Aemilianus Lentulus (das praenomen und das zweite cognomen wurden komplett neu gestaltet)

Durch Adoptionen war es Männern möglich auch mehr als dreiteilige Namen zu führen.

Auch Frauen konnten adoptiert werden. Ihr Name veränderte sich dabei wie bei einer manus-freien Heirat. Das alte nomen gentile wurde in der abgeänderten Form hinter das neue gesetzt und ersetzte das bisherige cognomen oder schob das alte cognomen and die dritte Stelle.

Iulia Andreia => Annaea Iuliana oder Iulia Andreia => Annaea Iuliana Andreia

Die Variante ohne Veränderung des Namens war jedoch bei Adoptionen nicht möglich.

Namensgebung bei Ehen von Adoptierten und deren Kinder

Heiratete eine Frau einen Mann, welcher in seinem Leben adoptiert wurde, so übernahm die Frau gemäß den oben genannten Konventionen das nomen gentile ihres Mannes. Bei Kindern dieser Ehe wurde dies genauso gehandhabt. Sie erhielten das neue nomen gentile.

Namensgebung bei Peregrini

Peregrini trugen im Normalfall keine drei Namen nach römischem Beispiel. Sie konnten jedoch, je nach ihrer Einstellung zum römischen Reich ein praenomen und ein cognomen führen. Ein nomen gentile konnten sie jedoch nicht führen, da sie als Peregrini keiner einer römischen Gens angehörten.

Ebenfalls konnten Peregrini Namen aus ihrer Herkunftsregion oder ihrem Herkunftsland tragen.

Namensänderung bei Adoption eines Peregrinus in eine römische Gens

Wurde ein Peregrinus von einer römischen Gens adoptiert, so kamen dieselben Regeln zum Zuge wie bei der Adoption eines Römers in eine neue Gens. Der Peregrinus erhielt ein römisches praenomen, das nomen gentile der adoptierenden Gens und ein cognomen.

Beispiel: Athenus Maior wird von der Gens Claudia adoptiert: Athenus Maior => Lucius Claudius Maior

Natürlich waren hier ebenfalls alle Varianten des neuen Namens möglich, welche auch bei der Adoption eines römischen Bürgers möglich waren. Der adoptierte Peregrinus konnte also entweder sein vielleicht schon existierendes römisches Praenomen behalten, dasjenige seines Adoptivvaters annehmen, oder ein komplett anderes praenomen erhalten. Bei der Adoption eines Peregrinus konnte auch mit dem cognomen gespielt werden, da die Römer vielleicht ein anderes Merkmal hervorheben wollen, als die Leute aus seinem Herkunftsland.

Namensänderung bei normaler Einbürgerung eines Peregrinus

Bei der normalen Einbürgerung eines Peregrinus gab es im Prinzip 2 Möglichkeiten:

Der Peregrinus gründete eine eigene neue Gens, wählte also selbst ein praenomen, ein noch von keiner anderen Gens benutztes nomen gentile und ein cognomen. Bei dieser Variante warteten auf die neue Gens harte Zeiten, mussten sie sich doch erst einmal einen Namen und einen Ruf erarbeiten, damit sie ihren Platz im typisch römischen System fanden.

Alternativ schloss der Peregrinus sich einer existierenden römischen Gens an, er übernahm also das normale, unveränderte nomen gentile der Gens und begründete somit einen unabhängigen, plebejischen Zweig innerhalb der existierenden Gens. Gerne wurde dabei der Gensnamen des Kaisers, oder als glückbringend angesehene Namen wie z.B. Valeria angenommen. Dies wird durch viele Militärdiplome belegt, in welchen dem aus dem Militärdienst entlassenen Peregrinus das Bürgerrecht zugesprochen wurde und somit natürlich auch sein neuer Name genannt wird.

Beispiel: Athenus Maior => Lucius Claudius Maior

Auch hier waren jedoch mehrere Möglichkeiten gegeben, mit dem praenomen und dem cognomen zu spielen.

Namensgebung bei Ehen eingebürgerter und adoptierten Peregrini und deren Kinder

Heiratete ein eingebürgerter oder adoptierter Peregrinus, so war er ja mittlerweile ein Vollbürger Roms. Sein nomen gentile, egal welche Form es hatte, wurde gemäss den Regeln bei der Heirat zweier Bürger an die Frau weitergegeben. Auch die Kinder erhielten das nomen gentile des Vaters gemäss den Regeln für römische Kinder.

Handelte es sich also um einen eingebürgerten Peregrinus mit nomen gentile Annaeus, so hießen auch die Kinder so, Mädchen natürlich mit der femininen Form Annaea.

Namensgebung bei Sklaven

Sklaven trugen im Normalfall lediglich einen Namen, welcher oft ihre Herkunft angab, oder den sie beim Händler angegeben hatten.

Namensänderung bei Freilassung eines Sklaven

Bei der Freilassung eines Sklaven erhielt der ehemalige Sklave automatisch den Namen seines ehemaligen Herrn mit in seinen neuen Namen, das nomen gentile jedoch lediglich in der veränderten Form, da ein Herr seinen Sklaven oft nicht als Vollmitglied in seine Gens und Familia aufnahm (obwohl dies ebenfalls häufig vorkam)!

Beispiel: Krixos wird von Lucius Annaeus Florus freigelassen: Krixos => Lucius Annaeanus Krixos

Dies war jedoch nur eine gebräuchliche Abkürzung des offiziellen und ziemlich langen Namens Lucius Annaeanus Krixos Lucii Annaei libertus

Dieser lange Name wurde eingeführt, damit man die freigelassenen Sklaven an ihrem Namen von den eigenen Nachkommen unterscheiden kann. Die freigelassenen Sklaven machten jedoch, ebenso natürlich, von der Möglichkeit gebrauch, im Alltag nur den kurzen Namen zu nennen. Erst bei öffentlichen Urkunden und rechtsgültigen Unterschriften waren sie verpflichtet, den vollen Namen anzugeben.

Namensgebung bei Ehen freigelassener Sklaven und deren Kinder

Heiratete ein freigelassener, ehemaliger Sklave, so wurde bei der Namensgebung gleich vorgegangen, wie wenn ein adoptierter Bürger heiratete. Beispielsweise gab Lucius Annaeanus Krixos also das nomen gentile Annaeanus weiter. So entstanden neue nomina gentile und Unterfamilien einer Gens. Ebenso erhielten natürlich eventuelle Kinder dieses nomen gentile.

Namensnennung in offiziellen Dokumenten

In offiziellen Dokumenten gaben römische Bürger neben ihrem normalen Namen gewöhnlich noch zwei weitere Angaben an: So folgte zumeist nach dem nomen gentile die Filiation, also die Nennung des praenomen des Vaters, meist in abgekürzter Form (z.B. P. f. für Primi filius (= Sohn des Primus)). Um das römische Bürgerrecht weiterhin stärker zu betonen, gaben viele Römer zusätzlich ihren Stimmbezirk, die tribus, bei der Nennung des Namens an. Diese wurde ebenfalls häufig in gängiger Abkürzung hinter die Filiation gesetzt.

Liste überlieferter Namen von römischen Bürgern

Im Abschnitt der Spielregeln zur Namensgebung findet sich eine Liste römischer Namen, die für die im IR bespielte Zeit passend sind. -> zum entsprechenden Spielregelabschnitt

Liste überlieferter Namen von Peregrini und Sklaven

Auf dieser Liste stehen Männernamen von Bürgern ohne römischem Bürgerrecht, Ausländern und Sklaven, welche bis ins Jahr 105n.Chr. überliefert sind. Die Liste stellt eine Auswahl dar und ist absolut nicht komplett.

Männernamen

  • Vannius, Vercingetorix, Vergasillaunus, Vermina, Vibilius, Viriathus, Viridomarus, Viridovix
  • Zaleucus, Zeilas, Zenodorus, Zenodotus, Zenon, Zeuxis, Ziboetes, Zopyrus

Frauennamen

  • Barsine, Berenice, Beroe, Boadicea
  • Candace, Cartimandua, Chelidonis, Chiomara, Cleopatra, Corinna, Cratesipolis, Cynane
  • Deidameia, Demarete
  • Eurydice
  • Glaphyra

  • Harmonia, Hipparchia
  • Iotape
  • Lala, Lamia, Lanassa, Laodice, Locusta, Lysandra
  • Mania, Mariamne, Martina, Menimane, Monima
  • Nicaea, Nicarete, Nitocris, Nossis, Nysa
  • Olympias, Orsabaris
  • Pamphila, Parysatis, Perictione, Phila, Plancina, Praxilla, Praxo, Pythodoris
  • Roxana
  • Salome, Sappho, Semiramis, Sisygambis, Sophonisba, Spargapises, Stateira, Stratonice
  • Telesilla, Teuta, Thessalonice, Timocleia, Tomyris
  • Veleda

Die schönsten lateinischen Vornamen für Jungs und Mädchen

Klassischer geht’s nicht: Viele besonders schöne Namen haben ihren Ursprung im Lateinischen. Wir verraten dir unsere 50 Favoriten

Lateinische Vornamen

Auch wenn Latein eine Sprache ist, die in keinem Land mehr gesprochen wird, und als sogenannte „tote Sprache“ gilt: Viele Vornamen, die mehr als lebendig sind, lassen sich aus dem Lateinischen herleiten. Darunter sind auch ganz bekannte, die du sicher nicht unter „lateinisch“ abgespeichert hast. Carolin ist so ein Klassiker oder auch Clemens.

Beliebt: Namen, die nicht jeder kennt

Es gibt aber auch Vornamen, die haben zwar einen lateinischen Ursprung, sind aber nicht ganz so häufig. Also: Falls du keine Lust hast, dein Kind auf dem Spielplatz zu rufen und acht Köpfe schießen in die Höhe, wirst du mit Sicherheit in unserer Liste der schönsten lateinischen Vornamen für Mädchen und Jungen genauso fündig.

Weibliche lateinische Namen und ihre Bedeutung

Aurora – Morgenröte

Babette – Die Fremde

Benita – Die Gesegnete

Caecilia – Die Blinde, Schutzpatronin der Musik, himmlische Lilie

Carolin – Die Freie, die Starke

Celia – Die Himmlische, Schutzpatronin der Gaukler und Schauspieler

Christin – Die von Gott Gewählte

Clarissa – Die Leuchtende, dieBerühmte

Ellen – Die Strahlende

Emelie – Die Nacheifernde, die Tüchtige

Fabienne – Die Edle

Fee – Die Zauberhafte, die Glückliche

Florentine – Die Blühende

Florentia – Die in hohem Ansehen Stehende

Gina – Die Königin

Giulia – Die Heitere

Gratia – Anmut, Gnade

Laetitia – Die Fröhliche, die Glückliche

Lilliana – Die Lilie, die Seerose

Lucie – Die Strahlende, die Leuchtende

Lucretia – Aus dem Geschlecht der Lukretier

Marina – Kleine Maria

Mona – Die Einsame, die Edle

Ornella – Die Himmlische

Otilia – Der Reichtum

Männliche lateinische Namen und ihre Bedeutung

Anton – Aus dem Geschlecht der Antonier stammend

Benedikt – Der Gesegnete

Bennet – Der Gesegnete

Chris – Der Gesalbte, der Geweihte

Claudio – Der Hinkende

Clemens – Der Sanfte, der Gnädige

Cristiano – Der Kämpfer

Damian – Der Bezwinger, der Mächtige im Volk

Dante – Der Ausdauernde

Flavius – Blond

Florin – Der Blühende

Gregor – Der Wachsame

Jacob – Jahwe möge schützen

Laurin – Der Lorbeer

Livius – Der Eifersüchtige

Lucien – Der Strahlende, der Lichtbringende

Magnus – Der Große

Marek – Dem Mars geweiht

Marian – Der mit Glück Erfüllte

Markus – Sohn des Kriegsgottes Mars

Max – Der Größte

Quintus – Der Fünfte, der im fünften Monat Geborene

Severus – Der Ernsthafte

Victor – Der Sieger

Vitus – Der Lebendige

Lateinische Namen

Ahnenforschung Arbeitsblätter Babynamen Berufsnamen Biblische Namen Deutsche Namen Englische Namen Entstehung Familiennamen Familiennamen Flussnamen Forum Familiennamen Forum geografische Namen Forum Namen, alle Forum Vornamen Französische Namen Genealogie Gen-Evolu Germanische Vornamen, Glieder Gewässernamen Griechische Namen Grundwörter von Ortsnamen Häufige deutsche Nachnamen Hebräische Namen Herkunft von Namen Herkunftsnamen Hugenotten Italienische Namen Lateinische Namen Nachnamen Namen, allgemein Namenberatung Namensbedeutung Namensbedeutung, Beispiel Namensbücher Onogramm Onomastik Ortsnamen Patronymische Namen Polnische Namen Russische Namen Skandinavische Namen Spanische Namen Tschechische Namen Übernamen Übertragung von Ortsnamen Unterricht Verbreitungskarte, Beispiel Verbreitungskarten, A-Z Vornamen, Entstehung Vornamen – Lexikon Vornamen – Suche Vornamen und Recht Vornamen, beliebte, Deutschland Vornamen, beliebte, Österreich Vornamen, beliebte, Schweiz Vornamen, beliebte, USA Vornamen, beliebte, englische Weihnachten

Lateinische Mädchennamen

  • 01. Februar 2020

    Kommentar zu Christiane von Christiane

    Ich heiße schon 52 Jahre so. Als Kind hätte ich lieber wie meine beste Freundin geheißen…aber das ist lange her. Bin sehr zufrieden mit meinem Namen…

  • 31. Januar 2020

    Kommentar zu Greta von Freitag

    Ob einem diese Klimaschützerin Greta eher sympathisch ist oder nicht: Diese Greta hat auf jeden Fall erreicht, dass der Klimaschutz in den Köpfen der …

  • 31. Januar 2020

    Kommentar zu Mandy von Hallööö

    Nü, hallööö, gudn doch züsommen. In diesem Förüm schreibt ooch öfter ein Zonen-Ronny, Nü. Der gennt bestimmt die Zonen-Mandy, Nü.

  • 30. Januar 2020

    Kommentar zu Liah von Ela

    Meine Tochter würde am 19.07.15 geboren, und heißt Liah Sophie Damals kann ich keine Liahs, mittlerweile leider mehr. Trotzdem schöner Name

  • 30. Januar 2020

    Kommentar zu Lenia von Lenchens Mama

    Meine Lenia ist jetzt 1 1/2 Jahre alt und ich krieg nur positive Rückmeldungen bezüglich ihrem Namen. Ist sehr besonders und in der Umgebung gibt es n…

  • 30. Januar 2020

    Kommentar zu Vivienne von Vivienne❣️

    Ich liebe meinen Namen. Zuerst fand ich ihn ein bisschen komisch, aber als ich die vielen tolle Kommentare gelesen habe, ging es mir gleich besser …

  • 30. Januar 2020

    Kommentar zu Greta von Baldmami

    @Anit-Greta „Wer sein Kind so noch nennt, macht sofort klar, dass es sich um einen blinden, unterwürfigen Anhänger von ihr handeln muss.“ Dem kann…

  • 30. Januar 2020

    Kommentar zu Bianca von christina milian 47

    Tolle Namenskombination sind für mich: Tamara-Bianca, Mareike-Bianca, Vivien-Bianca, Andrea-Bianca, Sabrina-Bianca, Maria-Bianca, Patrizia-Bianca…

  • 30. Januar 2020

    Kommentar zu Neeltje von Nele 🙂

    Ein sehr schöner, nicht standartmäßiger Name. Mir persönlich gefällt die Urform „Cornelia“ viel besser, aber heutzutage nennt leider keiner seine Kind…

  • 29. Januar 2020

    Kommentar zu Flavia von Sara

    Mein Vater heisst Flavio und es kommt für mich falls es ein Mädchen wird nur Flavia als Name in Frage 🙂

  • 29. Januar 2020

    Kommentar zu Chantal von Hofo

    Chantal im Jahr 2020 ist eigentlich richtig alternativ. Find ich lässig.

  • 27. Januar 2020

    Kommentar zu Noella von Friedrich

    Meine Schwester heißt Noella, sie ist auch sehr glücklich mit ihrem Namen. Sie wurde schon des öfteren fteren fteren, hauptsächlich von Männern, auf …

  • 27. Januar 2020

    Kommentar zu Leona von Laluna2810

    Meine Tochter heißt mit ZN so u.ist mittlerweile 10. Schade, dass immer noch dieser Vergleich mit Lyoner kommt….1.wird das komplett anders ausgespr…

  • 24. Januar 2020

    Kommentar zu Cordelia von Cordelia

    Ich habe diesen Namen seit 52 Jahren und finde ihn immer wieder schön aber leider kennen ihn die meisten nicht oder sagen ihn falsch (Cordula), den i…

  • 24. Januar 2020

    Kommentar zu Claudia von Zonen-Ronny

    @unter mir: In Saggsn saachd mor Glaudia. Da wird aus „t, k und p“ brinzibiell ä weeches „d, g und b“.

59 lateinische Vornamen für Mädchen und Jungen

Du suchst lateinische Vornamen für dein Kind? Wir haben unsere Favoriten für lateinische Mädchen- und Jungennamen samt Herkunft bzw. Bedeutung für dich zusammengetragen.

Lateinische Vornamen für Mädchen bilden hierzulande eher die Ausnahme.

Auf unserer Suche nach schönen weiblichen und männlichen Babynamen aus dem Lateinischen fiel eines schnell auf: Besonders lateinische Jungennamen finden sich hierzulande in eingedeutschter Form bereits zuhauf wieder – Constantinus, Paulus oder Sebastianus sind nur einige Bespiele. Lateinische Vornamen für Mädchen bzw. eine Abwandlung derer sind in Deutschland weitaus weniger vertreten und gelten, wenn mitunter überhaupt bekannt, oft als seltene Mädchennamen.

Lateinische Vornamen & ihre Bedeutung

Die lateinische Sprache hat sich schon im 6. Jahrhundert vor Christus entwickelt. Die Form, in der Latein heutzutage an Schulen gelehrt wird, stammt aus dem 1. Jahrhundert vor Christus. Tatsächlich gesprochen, wird Latein aber in keinem Land mehr und gilt daher als sogenannte tote Sprache. Lateinische Namen sind uns dennoch erhalten geblieben bzw. lassen sich viele Vornamen aus dem Lateinischen herleiten. So verbirgt sich z. B. hinter Albanus „der Weiße“, weil albus mit „weiß“ übersetzt wird. Viele lateinische Vornamen sind von den Römern übernommen worden und waren früher Nachnamen oder Beinamen, die die Stellung eines Mannes beschrieben.

Lateinische Vornamen für Mädchen enden meist auf der Endung „-ia“.

  1. Aliqua – „Irgendwie, irgendwo, irgendjemand, irgendetwas“
  2. Aurinia – „Steinkraut, Seherin“
  3. Aurora – „Morgenröte“
  4. Barda – „Die Bardin/Sängerin“
  5. Caecilia – „Die Blinde, Schutzpatronin der Musik, himmlische Lilie“
  6. Dulcia – „Die Süße“
  7. Eudocia – „Wohlgefallen, Wunsch“
  8. Florentia – „Die in hohem Ansehen Stehende“
  9. Gaea – „Die Erde“
  10. Gratia – „Anmut, Gnade“
  11. Hersilia – In der römischen Mythologie die sabinische Frau des Romulus
  12. Laelia – „Die Linkische“
  13. Laetitia – „Die Fröhliche, die Glückliche“
  14. Laurentia – „Die Lorbeerbekränzte“
  15. Lepida – „Die Milde, die Charmante“
  16. Lucretia – Aus dem Geschlecht der Lukretier
  17. Luscinia – „Nachtigall“
  18. Lycia – „Die Frau aus Lycia“
  19. Porcia – Von der weiblichen Form ‚Porcia‘ des römischen Familiennamens ‚Porcius‘
  20. Prudentia – „Klugheit, Vorsicht“
  21. Scholastica – „Schülerin“
  22. Sollemnia – „Feierlich, religiös“
  23. Sperantia – „Hoffnung“
  24. Tonitrua – „Donner“
  25. Viatrix – „Reisende, Pilgerin“
  26. Vivana – „Die Lebendige, die Lebhafte“
  27. Zenobia – „Leben aus Zeus“

Video: die schönsten italienischen Mädchennamen

Italienische Vornamen stammen direkt von den lateinischen ab. Vielleicht ist ja bei unseren Top 10 Namen aus dem Video dein neuer Liebslingsname dabei?

Lateinische Jungennamen

Lateinische Vornamen für Jungen enden meist auf der Endung „-us“.

    1. Antonius – „Aus dem Geschlecht der Antonier stammend“
    2. Aries – „Der Widder“
    3. Arminius – Name eines germanischen Kriegs-Fürsten
    4. Benedictus – „Der Gesegnete“
    5. Caius – „Der Erfreuende, der Zufriedene“
    6. Cupido – „Verlangen, Begehren, Lust, Liebe“
    7. Damianus – Name verbreitet durch den heiligen Damianus, Arzt und Märtyrer
    8. Elicius – Einer der Beinamen des römischen Gottes Jupiter
    9. Flavius – „Gelb-haarig, blond“
    10. Gregorius – „Der Wachsame“
    11. Hadrianus – „Der aus Hadria Stammende“
    12. Iacobus – „Jahwe möge schützen“
    13. Justinus – „Der Gerechte“

Kinder mit lateinischen Vornamen gelten nicht selten als intelligent und wohlhabend.

  1. Livius – „Der Bläuliche, der Eifersüchtige“
  2. Lucianus – „Der Strahlende“
  3. Lycius – „Mann aus Lycia“
  4. Marcius – „Dem römischen Kriegsgott Mars geweiht“
  5. Marianus – „Der Mann aus dem Meer“
  6. Maximin – „Der Große, der Größte“
  7. Natalis – „Der an Weihnachten Geborene“
  8. Octavus – „Der Achte, der im achten Monat Geborene“
  9. Philippus – „Der Pferdefreund“
  10. Quintus – „Der Fünfte, der im fünften Monat Geborene“
  11. Remus – „Der Ruderer“, Name eines der beiden Gründer von Rom
  12. Romaeus – „Rom-Pilger“
  13. Romulus – Name eines der beiden Gründer von Rom
  14. Severus – „Der Ernsthafte“
  15. Tatius – Ein König der Sabiner, der zusammen mit Romulus die Römer regierte
  16. Ulixes – Lateinische Form vom griechischen Jungennamen ‚Odysseus‘, Mythologie
  17. Victorius – „Sieger“
  18. Vitus – „Der Lebendige“
  19. Xystus – Lateinische Umbildung des ursprünglich griechischen Beinamens ‚Xystos‘

Die lateinischen Vornamen gefallen dir, du hast jedoch die Befürchtung, dass sie in Deutschland zu ausgefallen sind und wahrscheinlich eher nicht zugelassen werden? Keine Sorge, wenn die folgenden 29 Namen erlaubt wurden, werden es auch „Severus“ oder „Porcia“!

Lustige Vornamen, die wirklich erlaubt sind

BILDERSTRECKE STARTEN (39 BILDER)

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.