Kupferball pearl index

Inhalte

 Der Kupferperlenball

Der IUB® Kupferperlenball ist eine neue Methode zur Langzeit-Verhütung. Er wurde von einem israelischen Gynäkologen mit dem Antrieb entwickelt, eine unbeschwerte Verhütung ohne Hormone für mehrere Jahre zu ermöglichen. Die bisherigen Erfahrungen belegen dem IUB® (Intrauterinball) als Verhütungsmethode eine hohe Sicherheit, bei gleichzeitig geringen Nebenwirkungen und Risiken. Der Kupferperlenball wird nicht in der Gebärmutterwand fixiert.

Wirkung des Intrauterinballs

Beim Kupferperlenball sind auf dem Draht aus Nitinol kleine Kupferperlen aufgefädelt, welche in der Gebärmutter wirken. Es werden vom IUB® dauerhaft Kupferionen freigesetzt, die den Samen des Mannes unbeweglich machen und abtöten. Durch die Kupferionen, basierend auf einer körpereigenen Reaktion, wird zusätzlich die Gebärmutterschleimhaut verändert.
Vorteilhaft bei der Wirkung des IUB® (Intrauterinball) ist vor allem, dass der Wirkmechanismus nur lokal geschieht. Das heißt, innerhalb der Gebärmutter werden bestimmte Prozesse ausgelöst, die aber keinen Einfluss auf das Hormonsystem der Anwenderin haben. Der natürliche Menstruationszyklus, der Eisprung und alle fein abgestimmten Hormonproduktionen laufen weiterhin völlig ungestört und natürlich ab.
Der IUB (Intrauterinball) hält bis zu 5 Jahre. Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt sollten während der Anwendung vom Kupferperlenball ein- bis zweimal pro Jahr wahrgenommen werden. Er wird erst ab einem Mindestalter von 15 Jahren eingesetzt.
Auf Wunsch kann der Kupferperlenball auch jederzeit vorzeitig entfernt werden, zum Beispiel wenn Kinderwunsch besteht. Eine Schwangerschaft ist direkt nach dem Entfernen des Kupferperlenballs möglich, da die verhütende Wirkung mit der Entfernung endet und der natürliche Zyklus für die Dauer der Anwendung vom Kupferperlenball nicht beeinflusst wurde.

Was ist ein Kupferperlenball?

Der Kupferperlenball ist eine Methoder der Langezitverhütung. Auf einem Draht aus Nitinol sind kleine Kupferperlen aufgefädelt. Diese entfalten sich in der Gebärmutter zu einem kleinen Ball. Er kann bis zu 5 Jahre insertiert bleiben. Der Kupferperlenball wird nicht in der Gebärmutter verankert. Im Gegensatz ist die Kupferkette nicht so leicht ausstossbar.

Insertion des Kupferperlenballs

Das Einsetzen des IUB® (Intrauterinball) dauert, wie bei anderen Spiralen auch, nur wenige Minuten. Berichten zufolge wird das Einsetzen des IUB® (Intrauterinball) von Patientinnen als deutlich weniger unangenehm empfunden, als das Einsetzen einer klassischen Spirale.
Zuerst wird die Scheide mit einem Desinfektionsmittel behandelt. Gegebenenfalls wird der Muttermund mit einer Klemme gehalten, um die Gebärmutter während dem Einsetzen des IUB® (Intrauterinball) strecken zu können. Ist der Gebärmutterhalskanal sehr schmal, dann wird manchmal ein Medikament eingesetzt, damit sich dieser für ein erleichtertes Einsetzen des IUB® (Intrauterinball) öffnet. Der Frauenarzt führt den in einer Einführungshülse steckenden IUB® in die Gebärmutter ein. Dort angekommen wird der IUB® (Intrauterinball) in die Gebärmutter vorgeschoben. Der IUB® (Intrauterinball) nimmt nun automatisch seine vorgesehene dreidimensionale Form an und setzt sich von allein an die richtige Position in der Gebärmutter. Das Röhrchen wird wieder entfernt und der Rückholfaden wird auf eine passende Länge gekürzt, damit er die Patientin nicht stört.
Das Risiko einer Verletzung oder Perforation der Gebärmutter ist aufgrund der neuartigen Form und der einfachen Insertionstechnik für den Frauenarzt als gering einzuschätzen.
Während des Einlegens des Kupferperlenballs können Sie Krämpfe oder Zwicken fühlen. Einige Frauen verspüren kurz nach dem Einsetzen Mattigkeit, Übelkeit und Schwindel. Es kann ein Schmerzmittel eingenommen werden.
Ihr Arzt kann Sie bitten, sich für einige Minuten hinzulegen, bevor Sie die Arztpraxis verlassen.

Wirkung des Kupferperlenballs

Während der gesamten Zeit der Anwendung des IUB® (Intrauterinball) muss man sich keine Gedanken um das Thema Verhütung mehr machen. Allerdings schützt das Einsetzen des Kupferperlenballs nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten, wie Chlamydien oder HIV, sodass bei wechselnden Sexualpartnern trotzdem Kondome verwendet werden sollten.

Vorteile

  • 5 Jahre wirksam
  • Hohe Sicherheit
  • Wirkung ohne Hormone
  • Gut verträglich
  • Verursacht keine Gewichtszunahme
  • Kein Einfluss auf die sexuelle Lust
  • Der natürliche Zyklus bleibt intakt
  • Für fast alle Frauen geeignet, auch junge Frauen ohne Geburt
  • Eine gewünschte Schwangerschaft ist direkt nach dem Entfernen möglich

Nachteile

  • Nach der Insertion kann es zu Abstoßungen kommen
  • Schmierblutungen können auftreten
  • Die Periode kann sich durch den Kupferperlenball verstärken, so auch die Regelschmerzen
  • Perforation (Durchschiebung des Gebärmuttermuskels)
  • Kein Schutz vor Geschlechtskrankheiten

Kosten

Der Kupferperlenball kostet inklusive Einlage zwischen 330€ und 500€.

Eine Alternative zum Kupferperlenball ist die sichere GyneFix®-Kupferkette. Mehr Informationen hier!

Quellen:

Dr. C. Macho „Verhütung ohne Hormone – Vom Gräfenberg-Ring zum Intrauterinball“ S. 32, Journal für Gynäkologische Endokrinologie Nr. 24/2014 – Krause und Pachernegg

Kupferperlenball: Alles über die neue hormonfreie Verhütung

Zugegeben: So neu ist der Kupferperlenball auch nicht. Es gibt ihn in Deutschland seit 2016. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine Langzeit-Verhütungsmethode, genauer gesagt eine Sonderform der Kupferspirale. Im Gegensatz zur Pille oder dem Verhütungsring wirkt der Kupferperlenball hormonfrei.

Wie wirkt der Kupferperlenball?

Ähnlich der Kupferkette oder der Kupferspirale sitzt der Kupferperlenball in der Gebärmutter. Dort setzt er fortlaufend Kupferionen frei, die die Spermien des Mannes in ihrer Beweglichkeit bremsen und ihre Überlebensdauer reduzieren. So kann die weibliche Eizelle nicht befruchtet werden.
Darüber hinaus befindet sich mit dem Kupferball ein Fremdkörper in der Gebärmutter, der für eine ständige sterile Entzündung sorgt. Das wiederum bewirkt eine Veränderung der Gebärmutterschleimhaut, sodass sich keine befruchtete Eizelle dort einnisten kann.

Wie sieht der Kupferperlenball aus?

Der Kupferperlenball ist ein dreidimensionales Gebilde in der Form eines kleinen Balles mit einem Durchmesser von 1,5 Zentimeter. Er besteht aus einem Draht aus Nitinol, auf dem kleine Kupferperlen aufgefädelt sind. Erst beim Einsetzen entfaltet sich der Ball in der Gebärmutter zu seiner vollen Größe, so dass er nicht so leicht herausrutschen kann. Der Kupferperlenball wird, anders als die Kupferkette, nicht in der Gebärmutter verankert.

Wie lange wirkt der Kupferperlenball?

Der Ball wird für maximal fünf Jahre eingesetzt. Direkt mit dem Einsetzen besteht der Verhütungsschutz.

Was kostet der Kupferperlenball?

Die Kosten des Kupferperlenballs liegen zwischen 330 und 500 Euro. Das klingt zunächst viel, geht man jedoch von der Höchsteinsatzdauer von fünf Jahren aus, sind das umgerechnet 100 Euro im Jahr und monatlich ca. 8 Euro.

Ist das Kupfer schädlich für meinen Körper?

Die Kupfermenge, die täglich durch den Kupferperlenball im Körper freigesetzt wird, ist sehr gering. Zum Vergleich: Wir nehmen durch die Nahrung täglich mehr Kupfer auf, als die Menge, die durch die Verhütungsmethode in unseren Körper gelangt. Denn Kupfer ist ein Spurenelement und in vielen Nahrungsmitteln wie zum Beispiel Bananen enthalten.

Kann ich oder mein Partner etwas beim Sex spüren?

Nein, in der Regel nicht. Zwar gibt es zwei 10,5 Zentimeter lange Rückholfäden, die in die Vagina hineinreichen und die tastbar sind, aber das sollte keine Probleme beim Sex oder mit Tampons etc. geben.

Wer setzt den Kuperball ein?

Nicht jeder Frauenarzt ist darin geübt, den Kupferperlenball einzusetzen. Hier solltest du dich am bestern im Vorfeld erkundigen, ob dein Frauenarzt dazu gehört. Grundsätzlich geht dem Einsetzen eine körperliche Untersuchung voraus, da die Gebärmutter eine bestimmte Länge ausweisen muss, damit das Verhütungsmittel in Frage kommt (siehe nächster Punkt).

Ist die Methode für jeden geeignet?

Ab einem Alter von mindestens 15 Jahren kann der Kupferperlenball eingesetzt werden. Aber: Die Gebärmutter muss eine bestimmte Länge haben, und zwar zwischen sechs bis neun Zentimetern. Ist die Gebärmutter kürzer als sechs Zentimeter erhöht sich die Gefahr der Ausstoßung, von Blutungen, Schmerzen oder einer Perforation.

Wie erfolgt das Einsetzen?

Der Frauenarzt schiebt zunächst ein Röhrchen in die Gebärmutter – darin liegt der Kupferball. Allerdings nicht in der Form eines Balls. Vielmehr hat der Faden, auf dem die Perlen aufgereiht sind, eine Art Formgedächtnis. Sobald er das Röhrchen verlässt, verändert er seine Form (sprich der Nitinol-Rahmens geht auf), und er wird zum frei in der Gebärmutter schwebenden Ball.

Was sind die Vorteile des Kupferperlenballs?

Der Kupferperlenball ist eine langfristige Verhütungsmethode. Man muss sich also für eine lange Zeit keine Sorge um die Verhütung machen, vorausgesetzt man lässt ein bis zweimal pro Jahr von seinem Frauenarzt testen, ob der Ball noch an Ort und Stelle ist. Durchfall oder Antibiotika haben keinen Einfluss auf die Wirksamkeit. Die hormonfreie Verhütungsmethode verursacht keine Gewichtszunahme, die Libido bleibt gleich und der natürliche Zyklus der Frau ebenfalls.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

  • Nach dem Einsetzen kann es in einzelnen Fällen passieren, dass der Körper den Kupferperlenball abstößt.
  • Die Periode kann sich verstärken, so dass man unter erhöhten Regelschmerzen leidet.
  • Es können Schmierblutungen auftreten.
  • Es besteht die Gefahr der Perforation der Gebärmutter. Um das zu vermeiden wird vor dem Einsetzen sichergestellt, dass die Gebärmutterhöhle nicht zu klein ist.
  • Der Kupferperlenball bietet keinen Schutz vor Geschlechtskrankheiten.

Wie sicher ist der Kupferperlenball?

Der Kupferperlenball soll – wenn er korrekt angewendet wird – ähnlich sicher wie beispielsweise die Pille oder die Kupferspirale sein. Dennoch sollte man regelmäßig zum Frauenarzt gehen, um checken zu lassen, dass noch alles ok ist.

Kann ich nach dem Entfernen schnell schwanger werden?

Ja. Die Verwendung des Kupferballs hat langfristig keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Nach dem Entfernen des Kupferperlenballs ist eine Befruchtung direkt wieder möglich.

Quellen:

  • Profamilia.de
  • Kupferperlenball.de

Noch mehr spannende Themen rund um die Verhütung:

Für den Notfall: So verhältst du dich richtig bei einer Verhütungspanne
Und die Pille für den Mann: Kommt sie jetzt doch endlich?
Noch mehr Infos zum Thema findet ihr in unserer Rubrik „Verhütung“

Auch auf gofeminin: Mach es sicher: Alle Verhütungsmittel im Überblick

Kupferspirale und Nebenwirkungen

Wie jede Verhütungsmethode, kann auch die Kupferspirale Nebenwirkungen verursachen. Leider eilt der Kupferspirale der Ruf voraus, dass sie unangenehme Nebenwirkungen verursacht. So pauschal gesagt, ist dies aber nicht richtig. Denn zum einen ist es von Frau zu Frau unterschiedlich, ob und welche Nebenwirkungen mit der Kupferspirale auftreten und zum anderen hängt die Häufigkeit des Auftretens von Nebenwirkungen auch mit dem gewählten Modell der Kupferspirale zusammen.
Wer bei der Auswahl vom passenden Modell ein paar entscheidende Punkte berücksichtigt, kann in der Kupferspirale eine nebenwirkungsarme, preiswerte und vor allem gesundheitsschonende Verhütungsmethode mit einer hohen Sicherheit finden.

Ziel der Forschungsarbeit in der Geschichte und insbesondere in den vergangenen zwanzig Jahren war es, die Nebenwirkungen der Kupferspirale und deren Ausprägung zu reduzieren, um die Anwendung für die Frau angenehmer zu machen. Mit der Entwicklung der Kupferkette als Sondermodell der Kupferspirale wurde dieses Ziel erfüllt, denn die typischen gefürchteten Kupferspirale-Nebenwirkungen wie z.B. eine starke Periode oder Menstruationsschmerzen werden mit der Kupferkette nur selten beobachtet.

Die Kupferspirale-Nebenwirkungen im Schnellüberblick

Mögliche Nebenwirkungen Kupferspirale (Gold- und Silberspirale) Kupferkette Kupferball Hormonspirale
Akne/Hautveränderungen NEIN* NEIN* NEIN* JA
Sexuelle Unlust NEIN NEIN NEIN JA
Kopfschmerzen NEIN* NEIN* NEIN* JA
Depressive Stimmung NEIN NEIN NEIN JA
Nervösität NEIN NEIN NEIN JA
Beeinträchtigung des natürlichen Zyklus NEIN NEIN NEIN JA
Veränderung der Regelblutung Verstärkung möglich sehr selten bei GyneFix® 200, bei GyneFix® 330 leichte Verstärkung möglich Verstärkung möglich Verstärkung oder Ausbleiben der Blutung möglich
Zwischenblutungen JA JA JA JA
Einfluss auf die Fruchtbarkeit nach Absetzen NEIN** NEIN NEIN JA
Verrutschen JA NEIN JA JA
Ausstossung JA (ca. 6,7%)1 JA (ca. 1,2 – 2 %)1,2 JA (Häufigkeit ca. 2,7 – 14,5 %)3 JA (Häufigkeit ca. 8%)1
Perforation selten selten selten selten
Infektionsrisiko* 0,54 % 0,54 % 0,54 % 0,54 %

* Unmittelbar nach absetzen hormoneller Vehütungsmethoden kann es zu solchen Nebenwirkungen kommen. Diese hängen aber unmittelbar mit dem Absetzen der Hormone zusammen und nicht mit dem Beginn der Kupferspiralenverhütung.
** In sehr seltenen Fällen (meist nur dann wenn die Spirale zu groß für die Gebärmutter ist), kann es dazu kommen, dass die Spirale die Gebärmutter stark verletzt und Narben hinterlässt – dies kann Einfluss auf die spätere Fruchtbarkeit haben. 1.Siehe Artikel: http://docplayer.org/25301517-Anwendungshemmnisse-bei-intrauterinen-kontrazeptiva-vermindern.html 2. Siehe Artikel:3.Siehe Artikel:

Verhütung durch Kupferionen

Der Kupferball funktioniert genauso wie die Spirale: Es werden Kupferionen freigesetzt, die die Spermien lähmen. Auf diese Weise kann keine Befruchtung stattfinden. Die freigesetzte Kupfermenge ist dabei unschädlich für die Gesundheit und sorgt für eine sehr sichere Verhütung mit dem Pearl Index von 0,3 – 0,8. Der Pearl Index wird nach der Häufigkeit der Schwangerschaften trotz Verhütung ausgerechnet. Daher gilt, dass je niedriger der Pearl Index ist, desto sicherer ist das Verhütungsmittel. Zum Vergleich: Die Pille hat einen Pearl Index von 0,1 – 0,9. Die Wirkung des Kupferballs beginnt sofort mit dem Einsetzen und auch Hygieneartikel wie Tampons oder Menstruationstassen können sofort wieder verwendet werden.

Bye, bye Nebenwirkungen

Da der Kupferball völlig ohne Hormone auskommt, bleiben auch leidige Nebenwirkungen, die die Pille verursacht, aus. Keine Stimmungsschwankungen, Blähungen, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Schwindel, verringerte Libido und ganz zu schweigen von dem erhöhten Thromboserisiko, um nur einige zu nennen. Womit allerdings gerechnet werden sollte, ist eine längere, stärkere Regelblutung, vor allem wenn man bisher hormonell verhütet hat. Vielen Frauen ist nicht bewusst, wie stark ihre natürliche Periode tatsächlich ist, wenn sie jahrelang die Pille genommen haben. Dazu können in den ersten 3 – 6 Monaten Zwischenblutungen kommen. Diese Nebenwirkungen pendeln sich im Laufe der Zeit jedoch ein.

Eine Verhütung für alle?

Alle Patientinnen ab 15 Jahren können einen Kupferball bekommen, nur bei einer Nickel- oder Kupferallergie ist diese Verhütung nicht möglich. Besonders junge Mädchen und Frauen, die noch keine Kinder bekommen haben, sollten sich allerdings bezüglich einer Narkose beraten lassen. Das Einsetzen eines Kupferballs wird zwar im Allgemeinen gut vertragen, doch in einigen Fällen berichten Frauen von erheblichen Schmerzen. Da der Kupferball, um in die Gebärmutter zu gelangen, mit einem Stab durch den Muttermund eingeführt werden muss, muss der Muttermund geöffnet werden. Dieser Vorgang kann sehr schmerzhaft sein und zu länger anhaltenden Krämpfen führen. Sprich deinen Arzt oder deine Ärztin auf eine Narkose an, wenn du befürchtest, davon betroffen zu sein!

IUB® – der Kupferball zur Verhütung

Der IUB® (Intrauterinball oder Intrauterine Ball) ist eine Kupferspirale in der Form eines Balles und ist zur Langzeitverhütung (Long-acting reversible contraception – LARC) von fünf Jahren gedacht. Im deutschsprachigen Raum wird der IUB® auch als Verhütungsball oder Kupferperlen-Ball bezeichnet. Aufgrund seiner Form als Ball zählt der Kupferperlenball im Bereich der Verhütung zu den Weiterentwicklungen der Wirkungsmechanismus .

Wie wirkt der IUB®-Kupferperlenball?

Die verhütende Wirkung vom IUB® (Intrauterinball oder Kupferperlenball) basiert auf dem Wirkungsmechanismus der Kupferspirale. Der Verhütungsball IUB® besteht aus einem Nitinol-Draht, auf welchem mehrere kleine Kupferperlen aufgefädelt sind. Diese Kupferperlen mit einer Oberfläche von 300 mm2 geben stetig Kupferionen in die Gebärmutter ab, welche die Spermien des Mannes unbeweglich machen. Durch diesen Wirkmechanismus vom Verhütungsball IUB® soll verhindert werden, dass die Spermien zur befruchtungsfähigen Eizelle gelangen. Sollte wider Erwarten doch eine Samenzelle die Eizelle erreichen, dann würde im zweiten Schritt durch den IUB® die Einnistung trotzdem verhindert werden, da die Kupferionen zusätzlich die Gebärmutterschleimhaut einnistungsunfreundlich verändern.

Die drei Modelle des IUB®- Kupferperlenballs

Derzeit existieren drei Modelle vom IUB® Kupferperlenball, welche sich im Durchmesser unterscheiden. Die drei IUB®-Modelle heißen A (IUB® SCu300A mit einem Durchmesser von 12 Millimeter), B (IUB® SCu300B mit einem Durchmesser von 15 Millimeter) und C (IUB® SCu300C mit einem Durchmesser von 18 Millimeter). In Deutschland ist nur das B-Modell mit 15 Millimeter verfügbar.

Welche Kosten verursacht der IUB® als Verhütungsmethode?

Patientenerfahrungen zufolge berechnet der Gynäkologe für das Einsetzen vom IUB® zwischen 400 und 500 Euro. Aufgrund der Tatsache, dass der Ball zur Verhütung fünf Jahre getragen werden, belaufen sich die jährlichen Kosten für die Verhütung mit dem IUB® auf 80 – 100 Euro.

IUB®-Kupferball Nebenwirkungen

Im Vergleich zu den hormonellen Spiralen für die Verhütung, wie dem Verhütungsschirmchen oder der Hormonspirale, verursacht der Verhütungsball IUB® aufgrund seiner lokalen Wirkung in der Gebärmutter keine systemischen Nebenwirkungen. Analog zu den Nebenwirkungen der Kupferspirale kann sich unter Anwendung vom IUB® (Intrauterinball oder Intrauterine Ball) die Menstruation vorrübergehend und in Einzelfällen dauerhaft verstärken. Zudem können während der Verhütung mit dem Kupferperlenball Schmierblutungen auftreten. In ersten Studien und Praxiserfahrungen verzeichnete der Verhütungsball leider eine relativ hohe Ausstoßungsrate (ca. 14%). Einige Frauen verlieren den Verhütungsball dann oder er steckt im Zervixkanal fest und muss entfernt werden – regelmäßige Kontrollen sind deshalb sehr wichtig.

IUB®-Steckbrief

  • Sonderform der Kupferspirale
  • Wird seit 2014 angewendet und eingesetzt
  • 5 Jahre wirksam
  • Wirkung ohne Hormone
  • Sicherheit analog Kupferspirale
  • Kosten 400 – 500 Euro
  • Lokale Wirkung als Verhütungsmittel
  • Verursacht keine Gewichtszunahme
  • Kein Einfluss auf die sexuelle Lust
  • Der natürliche Zyklus bleibt intakt
  • Eine gewünschte Schwangerschaft ist direkt nach dem Entfernen möglich
  • Für kleine Gebärmutterhöhlen eher nicht geeignet

Für viele Frauen, die hormonfrei verhüten möchten, ist Kupfer eine tolle Alternative. Neben der klassischen Kupferspirale und dem Kupferkettchen, gibt es jetzt auch den Kupferball. Die Wirkung ist die gleiche, das Einsetzen allerdings fast schmerzfrei. Mittlerweile verhüten bereits über 3000 Österreicherinnen mit dem Kupferball.

Was ist der Kupferball?

Beim Kupferball handelt es sich nicht um einen Ball aus Kupfer, sondern um 17 Kupferperlen, die auf einem Draht aufgefädelt sind. Der Draht ist mit einer weißen Polymerschicht ummantelt und liegt frei beweglich in der Gebärmutter – ganz ohne enden und Kanten. Der Kupferball ist rund und kann in der Gebärmutter nicht anecken. Es gibt ihn mittlerweile in zwei Größen – mini und midi – er ist hormonfrei und 5 Jahre wirksam.

Wie wirkt der Kupferball?

Wie bei allen Verhütungsmethoden mit Kupfer, werde auch beim Kupferball ständig geringe Kupfermengen in die Gebärmutter abgegeben. Die freigesetzten Kupferionen greifen mehrfach in den Befruchtungsvorgang in der Gebärmutter und in den Eileitern ein. Sie schränken die Beweglichkeit der Spermien ein und verhindern so die Befruchtung der Eizelle.

Für wen ist der Kupferball geeignet?

Die herkömmliche Kupferspirale ist manchmal zu groß für die durchschnittliche Gebärmutter. Der Kupferball ist für Frauen jedes Alters sehr geeignet – unabhängig davon, ob man bereits ein Kind bekommen hat. Der Kupferball ist wegen seiner Form sehr gut verträglich und verhindert durch seine Form mögliche Verletzungen und Irritationen der Gebärmutterschleimhaut.

Wie wird der Kupferball eingesetzt?

Der Kupferball wird von der Gynäkologin oder dem Gynäkologen in die Gebärmutterhöhle eingelegt. Am besten während oder kurz nach der Periode, wenn der Muttermund weicher ist als sonst. Kaum ist er durch das Einführungsröhrchen in die Gebärmutter gerutscht, erinnert er sich an seine dreidimensionale Vergangenheit und nimmt wieder seine rundliche Form an. Der Kupferball findet immer wieder die optimale Lage in der Gebärmutter. Das Video zeigt, wie der Kupferball eingesetzt wird:

Die beiden österreichischen Ärzte – Frau Dr. Eva Lehner-Rothe, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, und Herr Dr. Johannes Seidel, Gründungsmitglied und Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe bei Woman & Health – haben bereits viel Erfahrung mit dem Kupferball bei ihren Patientinnen: „Eine Ultraschall- Lagekontrolle direkt nach dem Setzen bestätigt die korrekte Lage und den sofort beginnenden Verhütungsschutz. Sehr wichtig ist auch die Ultraschallkontrolle nach 8 bis 12 Wochen, um zu sicher zu gehen, dass der Kupferball richtig sitzt“, erklärt Dr. Eva Lehner-Rothe.

Kann man den Kupferball verlieren?

Bei einigen Frauen kann es passieren, dass der Kupferball vom Körper abgestoßen wird. Aktuell wird eine neue Studie mit 200 Frauen in Österreich durchgeführt, um den Kupferball auch in Zukunft zu optimieren. Gynial-Gründer Rudolf Wessely: „Bei der Erstentwicklung – dem Kupferball mini – hatten wir in Österreich nach den Einzelberichten der Ärzte und den folgenden internen Berechnungen nach einem Jahr eine Expulsionsrate von knapp 7 Prozent. Bei der Weiterentwicklung – dem Kupferball midi – liegt diese nun nach einem vollen Jahr bei nur mehr 1,7 Prozent.“

Der Kupferball auf einen Blick:

– Verhütung ohne Hormone
– für 5 Jahre wirksam
– verhütet dort, wo er soll – in der Gebärmutter
– hohe Wirksamkeit (mit der „Antibabypille“ zu vergleichen)*
– gut verträglich
– beeinflusst nicht die Libido und den Knochenstoffwechsel
– kein Einfluss auf den Eisprung
– verursacht keine Gewichtszunahme
– Fruchtbarkeit sofort nach Entfernung wiederhergestellt

Was kostet der Kupferball?

Wie viel der Gynäkologe für die das Einsetzen eines Kupferballs verlangt, liegt in seinem Ermessen.

Laut Gynial liegt die Tarifempfehlungen für Gynäkologen seitens der Ärztekammer in Österreich bei EUR 520,-

Wo kann man sich den Kupferball einsetzen lassen?

Leider gibt es keine offizielle Ärzteliste. Du kannst dich lediglich bei deinem Gynäkologen informieren. In Wien können wir z.B. die Woman & Health Klinik empfehlen: www.womanandhealth.at. Dort kann man sich den Kupferball auch während einer Kurznarkose einsetzen lassen. Der Eingriff dauert dann ca. 5 Minuten.

Welche Verhütungsmethode passt zu mir?

Themen: Frauengesundheit, Verhütung

IUB Kupferball

Der IUB Kupferperlen-Ball (IUB steht für IntraUterinBall) ist ein hormonfreie Verhütungsmethode, die in die Gebärmutter der Frau eingesetzt wird und fünf Jahre vor der Schwangerschaft schützt. Der Kupferball kann jederzeit herausgenommen werden und die Fruchtbarkeit ist sofort wiederhergestellt.

Funktionsweise des IUB Kupferballs

Ähnlich der Gynefix® Kupferkette ist der IUB Kupferball in die Gebärmutter eingeführt. Die ständige Abgabe von Kupferionen vermindert die Spermienbeweglichkeit und verhindert dadurch eine Befruchtung der Eizelle. Die Kupferionen schützen zusätzlich vor Infektionen, allerdings nicht vor Geschlechtskrankheiten.

Der IUB Kupferball ist hormonfrei und hat keinen Einfluss auf die natürliche Hormonproduktion der Frau. Der Kupferball ist außerdem sehr flexibel und passt sich der Form der Gebärmutter an. Die Firma wirbt mit dem Begriff der „Formgedächtnislegierung“, die in der Medizin häufig bei Implantaten wie Stents verwendet wird.

Video zum IUB Kupferball

Aufbau des IUB Kupferballs

Der Kupferball besteht aus 17 Kupferperlen und ist sehr flexibel. Er passt sich der Form der Gebärmutter an und verhindert Irritationen und Verletzungen. Der Kupferball ist mit Nitinol beschichtet. Diese Beschichtung wird häufig in der Medizin verwendet, wenn Implantate ihre Form behalten sollen.

Am Ende des Kupferballs befinden sich zwei Fäden aus Polyamid, die zum Zurückholen des Kupferballs vorgesehen sind.

Vorteile des Kupferballs auf einen Blick

  • Hohe Sicherheit
  • 5 Jahre Wirkungsdauer ohne, dass man an die Einnahme einer Pille denken muss
  • Gute Verträglichkeit bei selten auftretenden Nebenwirkungen
  • Klein und flexibel
  • Hoher Tragekomfort
  • Kann von Frauen in jedem Alter benutzt werden, auch von jungen Frauen mit einer kleinen Gebärmutter
  • Leichtes Einsetzen und Entfernen
  • Keine Beeinflussung vom Zyklus durch synthetische Hormone
  • Sofortige Wiederherstellung der Fruchtbarkeit nach Entfernung
  • Gerechnet auf die Tragedauer vergleichsweise preiswert

Häufige Fragen

Kann ich nach der Verwendung des Kupferballs noch schwanger werden?

Ja. Der Kupferball wirkt nur, solange er eingesetzt ist. Wird er aus der Gebärmutter entfernt, ist die Empfängnisbereitschaft wiederhergestellt.

Ist der Kupferball für mich sinnvoll?

Der Kupferball ist für alle sinnvoll, die an einer langfristigen, hormonfreien Empfängnisverhütung interessiert sind, an die sie nicht denken müssen. Außerdem sollte der Gebärmutterhals groß genug sein, was ab 18 Jahren der Fall ist. Die Patientin sollte sich während der Behandlung grundsätzlich entspannen können, damit der Eingriff reibungslos funktioniert.

Neben einem persönlichen Gespräch führt Dr. Rotmann vor dem Eingriff auch eine ausführliche Untersuchung der Patientin durch, wodurch die Voraussetzungen für den Kupferball überprüft werden. Sie können sich nach einem Termin bei Dr. Rotmann sicher sein, ob sich der Kupferball oder doch eine andere Verhütungsmethode für Sie eignet.

Spürt man den IUB Kupferball beim Sex?

Nein. Weder die Frau noch der Partner können den Kupferball beim Geschlechtsverkehr spüren.

Was kostet der IUB Kupferball?

Die Kosten für den Kupferball muss die Patientin grundsätzlich selbst tragen. Es sei denn, es liegt ein medizinischer Grund vor, der die Verwendung des Kupferballs notwendig macht. Dazu zählt beispielsweise, dass Sie aus medizinischen Gründen keine Kinder kriegen dürfen.

Privatpatienten wenden sich bitte an ihre Kasse um die Möglichkeit der Kostenübernahme zu überprüfen.

Wie beeinflusst der Kupferball meine Menstruation?

Da der Kupferball eine hormonfreie Methode zur Empfängnisverhütung ist, gibt es keine Auswirkungen auf die Menstruation. Weder der Eisprung noch die Gebärmutterschleimhaut werden durch den IUB Kupfer beeinflusst. Somit bleibt der natürliche Zyklus erhalten.

Nebenwirkungen des IUB Kupferballs

Leichte Blutungen oder Schmerzen können infolge der Gewöhnung in den ersten Tagen auftreten. Die Menstruationsblutungen sind nach der Einführung stärker als gewöhnlich, klingen aber ebenfalls bald ab.

In den ersten Tagen nach dem Einlegen kann es zu leichten Blutungen kommen. Es können auch leichte Krämpfe und Schmerzen auftreten, die aber üblicherweise bald abklingen. Zudem können die ersten Menstruationsblutungen stärker sein als gewöhnlich. Es kann auch zu sogenannten Schmierblutungen kommen. Sobald sich Ihr Körper an den IUB gewöhnt hat, lassen diese Nebenwirkungen nach und die Menstruationsblutung normalisiert sich in den allermeisten Fällen.

Was ist besser? Kupferkette, Ball… oder doch etwas anderes?

Will der Körper vielleicht etwas sagen, wenn es heißt, das geht (noch) nicht?

Wir, mittlerweile drei Ärztinnen in der Praxis, haben einen guten Ruf was hormonfreie Verhütung betrifft. Das bedeutet aber, dass mittlerweile viele junge Damen zu uns kommen, denen in anderen Praxen gesagt wurde, eine Spirale, eine Kette oder Ähnliches, käme für sie nicht infrage. Der Ball, der seit nunmehr 18 Monaten in Deutschland erhältlich ist, ist noch nicht in alle Praxen hineingerollt. Der Kupferball gilt als eine Alternative zur Spirale oder Kupferkette, für junge Frauen die nicht geboren haben. Aber was ist denn nun wirklich dran und ist er wirklich so gut? Für wen ist der Kupferball wirklich geeignet?

Erfahrungen nach 18 Monaten

Wir legen seit anderthalb Jahren die Bälle, sicher als eine der ersten Praxen in Deutschland. Am Anfang waren meine Kollegin Stefanie und ich sehr begeistert wie die Applikation in der Hand liegt und wie einfach die Bälle zu legen sind – was für ein Unterschied zur Kette! Wie oft habe ich über den relativ steifen Applikator für Gynefix geflucht. Ist die Kette aber erst einmal in der Gebärmutter und gut verankert, gibt es im Nachgang erstaunlich wenig Probleme für die Frauen. Ja, das Einsetzen ist schmerzhaft aber sobald die Instrumente aus der Gebärmutter entfernt sind, lässt der Schmerz schnell nach. Die Patientinnen berichten, dass sie den Rest des Tages Beschwerden haben, wie leichte Regel-Schmerzen. Mehr aber auch nicht! Manche sagen sogar, es war nix mehr, sobald sie aus der Praxis raus waren.

Mit den Bällen, ist das anders: einige Frauen haben überhaupt keine Beschwerden im Nachgang, andere haben extreme Schmerzen die teilweise bis zu fünf Tage anhalten. Im Gegensatz zur Spirale und der Kette ist der Intrauterine Ball dreidimensional. Er spannt sich in alle Richtungen in der Gebärmutter auf, sobald er aus dem Applikator freigesetzt wurde. Kein Problem für junge Mütter, die nach einer oder mehreren Geburten und guter Rückbildung eine kleine Gebärmutter haben. Der Ball spannt sich auf, aber die Patientin sagt, sie merkt nichts. Nun, wenn ein ganzes Kind bereits die Gebärmutter gedehnt hatte, toleriert diese das dreidimensionale Gebilde gut. Die heftigsten Beschwerden bei der Einlage des Balles und danach hatten bei uns immer Frauen mit einer sehr kleinen Gebärmutter, die vorweg lange die Pille genommen haben. In zwei Fällen waren die Schmerzen danach so stark, dass wir den Ball am gleichen Tag wieder entfernen mussten. Das haben wir in all den Jahren bei Spiralen und Ketten niemals erlebt.

Einer für alle, alle für einen? Das ist nur bei den Musketieren richtig!

Der Ball ist gedacht für Frauen deren Gebärmutter zu klein für eine normale Spirale ist, d.h. die Breite der Gebärmutter oben ist unter 2,2 cm, was der kleinsten Spirale entspricht. Ich würde dann immer eine Kupferkette empfehlen, wenn nicht die obere Gebärmutterwand (Fundus) zu dünn ist, um eine Kette einsetzen zu können. Ist der Fundus (Gebärmutterdach) dünner als 1 cm, ist das Risiko, die Gebärmutterwand zu durchstoßen, zu hoch. In Israel, wo der Ball entwickelt wurde, gibt es drei Größen: 12, 15 und 18 mm. Bei uns ist der Ball nur mit 15 mm Durchmesser erhältlich. Wir haben aber Patientinnen gesehen, deren Gebärmutter oben gerade mal 12, 13 oder 14 mm breit war und einen Fundus schmaler als 7 mm hatte. Dies sind die Damen mit den meisten Problemen nach der Einlage, bei denen aber auch so gar kein anderes Modell der intrauterinen Verhütung geht.

Rollen sie weg?

Rausgefallen ist erst einer der Bälle, die wir gelegt haben, wenige sind verrutscht und mussten ausgetauscht werden. Wir haben auch noch keine Schwangerschaft mit einem liegenden Ball erlebt. Das was das Teil tun soll, leistet es, es verhütet! Aber für einige Frauen mit einem relativ hohen Preis in Form von Schmerzen am Anfang. Langfristig sind fast alle Frauen sehr zufrieden, aber der Anfang kann holprig sein1. Bei Frauen mit einer sehr kleinen Gebärmutter sind wir dazu übergegangen, andere Verhütungsmethoden wie ein Diaphragma zu empfehlen. Das trifft nicht immer auf Gegenliebe!

Meine Kollegin Stephanie und ich stellen immer wieder fest, dass gerade die Frauen, deren Körper eigentlich nicht wirklich geeignet sind, am dringendsten eine intrauterine Vergütung möchten. Eine sehr, sehr kleine Gebärmutter, die oft dem Anfang der Pubertät entspricht, ein Zeitpunkt zu dem die Damen mit der Pille begonnen haben, noch eine halbe Kinder-Gebärmutter. Fragen wir nach, gab es die Pille damals häufig gar nicht so sehr zur Verhütung, sondern um die Menstruation zu regeln, Schmerzen und Unregelmäßigkeiten zu beseitigen. Diese jungen Damen sind oft gar keinen natürlichen Zyklus mehr gewöhnt und möchten sich in den meisten Fällen am liebsten gar nicht mit ihrem Körper beschäftigen. Sie wollen eine sehr sichere Verhütung, abgekoppelt von ihrer Sexualität über die sie sich keine Gedanken machen müssen. Hormone bitte bloß nicht, aber meinen Körper kennenlernen und aktiv die Verhütung in die eigene Hand nehmen bitte auch nicht.

Horrormärchen über Spiralen und Kupferketten aus dem Internet

Ich bin mehrfach von jungen Damen gefragt worden, ob der Ball nicht wie ein Käseschneider die Gebärmutterwand durchtrennt, das hätte sie im Internet gelesen. Die Technologie des Balles ist entwickelt worden auf dem Boden der Stents, Formgedächtnismetall, das die Herzkranzgefäße offenhält. Das Material ist auch das gleiche (Abgesehen von den Kupferkügelchen, denn das Kupfer tötet die Spermien, aber die sind glatt und rund, die schneiden nirgendwo rein). Die innere Wand der Blutgefäße ist extrem sensibel, wird sie verletzt entstehen Thrombosen oder Gefäßverengung; d.h. eine Technologie, die darauf ausgerichtet ist, Blutgefäße auf zu spannen und Herzinfarkte zu verhindern, schneidet nicht in Gewebe ein. Die Schmerzen sind aber nur das Gefühl der Dehnung der Gebärmutterwand. Und wenn die Gebärmutter sehr klein ist, was wir des Öfteren beobachtet haben, wenn junge Frauen berichten, sie hätten bereits mit 13 oder 14 Jahren die Pille bekommen, dann ist es kein Wunder, wenn dreidimensionales Aufspannen, auch wenn es nur 15 mm sind, zu Schmerzen führt, bis der Körper sich dran gewöhnt hat. Übrigens, ich sage lieber „zierliche“ statt „kleine“ Gebärmutter, denn ein kleiner Uterus in der Jugend bedeutet nicht, dass eine Frau später keine Kinder bekommen kann. Die Gebärmutter wächst ohnehin erst mit der ersten Schwangerschaft in ihre eigentliche Größe. Und wenn die Pille sehr früh begonnen wurde, holt die Gebärmutter das, was in der Pubertät fehlte, meist innerhalb eines Jahres mit einem eigenen Zyklus auf.

Auch zur Kette gibt es natürlich Horrormärchen: sie würde festgenäht und das Rausziehen sei so traumatisch für die Gebärmutter, dass danach Schwangerschaften gefährlich werden würden. Hmmm, im Vergleich zu Kaiserschnitten ist der Piks winzig, nach Entfernen der Kette bleibt kein Material im Körper zurück. Wenn ich an die zweischichtigen Nähte der Gebärmutter bei einem Kaiserschnitt in den Neunzigern zurückdenke, was haben wir da für Massen von Nahtmaterial und Knoten in der Frau hinterlassen… die oft zwei Jahre später das nächste Kind völlig unkompliziert bekam. Einer meiner letzten Kaiserschnitte als Oberärztin war der vierte in Folge für diese Patientin und ihr viertes gesundes Kind auf diesem Wege, dagegen ist die Kette ein echter Witz. Also, meine Damen, lassen Sie sich nicht von Dr. Google ins Bockshorn jagen! Dennoch gibt es Situationen, in denen wir sagen müssen: „Kette oder Ball sind aktuell nicht für Sie geeignet! Und eine Spirale kommt erst recht nicht in Frage“

Ein Plädoyer für ein Kennenlernen des eigenen Körpers

Ist es wirklich gut, wenn ich meinem Körper eine Verhütungsmethode aufzwingen will, für die dieser noch gar nicht bereit ist? Nach einigen Monaten ohne Pille haben viele Frauen eine größere Gebärmutter, dann kann ja noch einmal überlegt werden. Aber dann gibt es eine Zeit zu überbrücken mit anderen Verhütungsmethoden. Ist das furchtbar oder eine Chance sich mit meinem weiblichen Körper auseinanderzusetzen? Ein Diaphragma einzusetzen ist einfach zu lernen und fordert mich heraus mich zu berühren, mich kennen zu lernen meine inneren Räume zu erspüren und nicht nur außen die Schamhaare zu epilieren. In einem Gespräch mit zwei sehr engagierten Lehrerinnen erzählten diese mir wie viele ihrer Schülerinnen im Bio-Unterricht eine starke Abneigung haben, sich mit Körperlichkeit die über das Äußere hinausgeht zu beschäftigen: Menstruation, Muttermundschleim… Bäh, Igitt, Pfui! Die Pille wird mittlerweile auch beworben für einfaches „Menstruationsmanagement“. Ich finde dieses Wort „Menstruationsmanagement“ gruselig! Der Ausdruck weiblicher Gesundheit soll weg gemanagt werden. Möglichst wenig Blut und nur dann, wenn Frau gerade mal dafür Zeit hat. Wir zahlen später einen Preis dafür, dass wir das Gespür für unseren Körper hinfort managen. Wie sollen wir lernen, wie wir gut unserem Körper vertrauen können, dass er eine Schwangerschaft und eine Geburt leisten kann. Wie können wir erspüren, dass Abläufe in unserem Körper ganz natürlich sind, wenn wir versuchen alles was mit Fruchtbarkeit und lebendiger manchmal chaotischer Weiblichkeit zu tun hat, zu eliminieren?

Daher, auch wenn ich gerne Spiralen, Ketten oder Bälle lege, möchte ich eine Bresche für das Diaphragma schlagen. Denn es ist, richtig angewendet und bei jedem Verkehr verwendet oder in Kombination mit natürlicher Familienplanung an den fruchtbaren Tagen, eine sehr sichere Verhütungsmethode. In diesem Herbst haben wir neue Filme gedreht für den Online-Kurs zum Diaphragma, es wird auch im neuen Jahr wieder ein Live Coaching geben, denn nicht alle Frauen können zu unseren beiden wunderbaren Hebammen kommen und ein Einzeltraining genießen. Es ist so spannend zu sehen wie gerade Frauen, die vorher zweifelnd waren, begeistert sind, nachdem sie viel über das Diaphragma gelernt haben. Der Tenor ist immer wieder: „Ich hätte nicht gedacht, dass das so einfach ist!“ Genau diesen Satz habe ich auch gerade in einem älteren Buch über Verhütungsmethoden gelesen: wenn die Frauen genau wissen, wie sie es anzuwenden haben, ist es eine langfristig sichere und unkomplizierte Methode, dann Kinder zu bekommen, wenn sie in unser Leben passen.

Es lohnt sich auf unsere Körper zu hören, denn sie sind so weise!

Wir wünschen Ihnen eine schöne Adventszeit und nur nette Dinge in den Schuhen!

Ihre

Dr. Dorothee Struck

Ein bis zwei mal pro Monat schreiben wir neue Beiträge, wenn Sie keinen neuen Blog-Eintrag, Webinar oder Online-Kurs verpassen möchten, melden Sie sich bitte für unseren Newsletter an.

Anmeldung zum Newsletter – wir geben Adressen nicht weiter!

wenn Sie RSS bevorzugen: hier ist der Feed: http://www.frauengesundheit-kiel.de/share/blogposts.xml

1 Welche Mittel naturheilkundlich nach einer Spiralen-Einlage gut geeignet sind, um Schmerzen und andere Beschwerden zu lindern, finden Sie in meinem Verhütungsbuch: Verhüten ohne Hormone, Alternativen zu Pille & Co

*Jepp, wir arbeiten unter andrem Im Blog bei Buchempfehlungen mit und erhalten pro verkauftem Buch ca. 3,5% Werbekostenerstattung. Sie können sich bei Amazon auch nur über Bücher informieren, bevor Sie bei Ihrem Buchhändler um die Ecke bestellen. Das ist uns ehrlich gesagt noch lieber, Amazon ist praktisch, aber die kleinen Buchhandlungen müssen auch leben! Wir verwenden nur Links von Amazon Europe, keine Amazon-Links, die auf Servern außerhalb Europas liegen. Für weitere Informationen lesen Sie bitte unsere Datenschutzerklärung.

Disclaimer:

Die Beiträge dieses Blogs dienen der allgemeinen Information über gesundheitliche Themen. Sie können und sollen in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen. Sie sollten daher die hier bereitgestellten Informationen niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden und sie dürfen nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Zur eigenverantwortlichen Behandlung geringfügiger Gesundheitsstörungen finden Sie hier Informationen zu Teemischungen und Produkten, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. Es entbindet sich nicht von der Pflicht, die Beipackzettel zu studieren und ggf. Rat von Ihrer Ärztin oder Apothekerin einzuholen. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sollten Sie auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen. Die Inhalte erheben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden.

Falls in diesem Blogbeitrag Präparate- und Produktnamen genannt sind; dabei wurden Warennamen nicht besonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises (Warennamen) kann also nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handelt. Die genannten Produkte stammen aus der Erfahrung in meiner Praxis und ich beziehe kein Geld von den betreffenden Pharmafirmen für die Nennung.

Affiliate-Hinweis: Wir verwenden Amazon-Partner-Links und erhalten eine Werbekostenerstattung von 3,5% pro Buch, das über einen der Links in diesem Blog verkauft wird. Die Links sind auch praktisch, um sich erstmal in Ruhe über ein Buch zu informieren. Aber ganz ehrlich, es ist mir viel lieber wenn Sie die Bücher bei ihrem lokalen Buchhändler bestellen.

Spezialist für intrauterine Verhütung!

Größtmögliche Sicherheit – für Verhütung und Gesundheit

Die Studien belegen es immer wieder, dass der „menschliche“ Faktor die eigentliche Verhütungssicherheit am meisten prägt! Die Chemische Wirkung auf den Körper durch eine Pille ist zwar prinzipiell verhütend, aber Vergessen, Antibiotika, Durchfälle, Erbrechen u.a. führen im Alltag zu einer ganz anderen Verhütungssicherheit. So sind alle Pillen, Verhütungspflaster und der Nuvaring mit 45 Schwangerschaften auf 1000 Frauen/Jahr zwar sicherer als das Kondom allein (80 Schwangerschaften), aber im Vergleich zu den „Spiralen“ bzw. „intrauterinen Systemen“ wie man sie heute bezeichnet mit 2-3 Schwangerschaften bis zu zwanzig Mal so unsicher! Insbesondere in der Gruppe der unter 21jährigen (!) ist die Notwengkeit für eine VERHÜTUNG, die man NICHT VERGESSEN KANN am wichtigsten.

Wir legen großen Wert auf Ihre Sicherheit – nicht nur im Bezug auf Schwangerschaftsverhütung – die Risiken unter einer Pille im Bezug auf die Beeinträchtigung Ihrer Gesundheit müssen immer mit bedacht werden. Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, Libomangel, Scheideninfekte, Zwischenblutungen sind neben der seltenen aber umso ernster zunehmenden Thrombosegefahr ein Aspekt der den „Intrauterinen Systemen“ meist gänzlich fehlt.

Damit Sie von Ihrer Verhütung am effektivsten profitieren, finden wir GEMEINSAM die geeignete Verhütung und das im wahrsten Sinne des Wortes „passendste“ System für Sie.

Die Praxis verfügt über eine Vaginal-3-D-Ultraschallsonde, mit der wir ein dreidimensionales Bild Ihrer Gebärmutterhöhle erzeugen (sog. 3D-Consulting). Wir messen die Höhlengröße und Muskeldicke und werden so auf Muskelveränderungen (wie z.B. Myome) oder Narbendefekte (z.B. nach einem Kaiserschnitt) oder Höhlendefekte (wie Septen, also Scheidewände in der Gebärmutter aufmerksam. Je nach Größe der Höhle und Dicke der Muskulatur lässt sich dann das optimale System finden, immer auch den Wunsch nach Blutungsfreiheit oder Hormonfreiheit berüchsichtigend.

Gelegentlich kommt es aber auch vor, das auf grund Ihrer Beschwerden doch eine klassische Pille für Sie am Besten ist (wie ausgeprägte Akne, Gebärmutterveränderungen, Endometriose, zeitnaher Kinderwunsch).

Sprechen Sie uns auf eine individuelle Verhütungsberatung und Analyse an!

Kupferball: Wie funktioniert die neue Verhütungsmethode?

Die Kupferspirale kennt jeder, seit Mai 2019 gibt es außerdem den Kupferball neu auf dem deutschen Markt. Wir haben ihn unter die Lupe genommen.

Der Kupferball (auch Kupferperlenball, IUB, IntraUterinBall) ist ein hormonfreies Verhütungsmittel für Frauen, das seit Mai 2019 in Deutschland auf dem Markt ist. Wie er funktioniert und was ihn von der Kupferspirale unterscheidet, liest du hier.

Wie funktioniert der Kupferball?

Der Kupferball besteht aus einem Faden, der mit einer Formgedächtnislegierung versehen ist. Dadurch nimmt er immer wieder automatisch seine Kugelform ein, egal, wie sehr man ihn verbiegt. Auf dem Faden sind mehrere feine Kupferkügelchen aufgefädelt. Der Kupferperlenball wird von der Frauenärztin in die Gebärmutter eingesetzt. Ab diesem Zeitpunkt gibt er regelmäßig Kupferionen von sich, die die Beweglichkeit von Spermien schwächen und auf diese Weise die Befruchtung einer Eizelle verhindern. Die Wirkungsweise des Kupferballs hält für etwa fünf Jahre.

Der Kupferball ist ein echter Verwandlungskünstler. Bevor er von der Frauenärztin in die Gebärmutter eingesetzt wird, ist von einem Ball noch nichts zu sehen. Der flexible Faden aus Nitinol, einer Formgedächtnislegierung, liegt mitsamt seinen feinen, aufgefädelten Kupferkügelchen nämlich noch lang gestreckt in einem dünnen Röhrchen. Das führt die Gynäkologin dann vorsichtig bis zum Eingang der Gebärmutterhöhle ein und lässt dann den Faden aus dem Röhrchen. Dabei nimmt der Faden automatisch eine Ballform an und sucht sich selbst seinen Platz in der Gebärmutter.

Durch die flexible Form und dem Röhrchen als Hilfsmittel wird das Einsetzen des Kupferballs als nicht schmerzhaft beschrieben. Jedoch können direkt nach dem Einsetzen des Balls Nebenwirkungen und Komplikationen auftreten: Diese sind oftmals leichte Blutungen, schwache Krämpfe oder Schmerzen. Häufig klingen diese aber zügig ab.

Was unterscheidet den Kupferball von Kupferspirale oder Kupferkette?

Die Wirkungsweise von Kupferspirale, Kupferkette und Kupferball sind zunächst gleich: Durch das Kupfer, das alle drei Verhütungsmittel in die Gebärmutter freigeben, werden Spermien geschwächt und die Befruchtung von Eizellen so unterbunden. Auch wenn es zum Kupferball bislang keine Studien gibt, so ist, was die Sicherheit belangt, davon auszugehen, dass sie den gleichen Pearl Index hat wie Kupferspirale oder -kette (0,3 – 0,8).

Unterschiede gibt es dennoch: Bei der vergleichbaren Sicherheit soll die Form des Kupferperlenballs weniger Risiken bergen, als die der Spirale oder der Kette. Das Perforationsrisiko wird gemindert (Durchstoßen der Gebärmutterwand), Schmerzen sollen reduziert werden und auch ein Verrutschten soll nicht mehr so leicht möglich sein. Auch das Einsetzen soll einfacher und schmerzfreier sein.

Ebenso ist die Größe des Kupferballs entscheidend: Er ist deutlich kleiner als die Spirale, die für manch eine Gebärmutter zu groß ist. Daher kommt sie für mehr – vor allem für jüngere – Frauen in Frage.

Der Kupferball kostet zwischen 300 und 500 €. Auf den ersten Blick sieht das ganz schön teuer aus, allerdings muss hier die Einsatzdauer beachtet werden: Geht man von einem Maximaleinsatz von fünf Jahren aus, sind das knapp 100 € pro Jahr und somit monatlich weniger als 10 €.

Der Kupferball ist auf den ersten Blick eine komfortable Methode zur hormonfreien Verhütung. Da er noch sehr neu ist, gibt es bislang allerdings keine Studien dazu. Am besten ist es immer, gemeinsam mit der Gynäkologin die individuell am besten passende Verhütungsmethode zu finden.

Die bisherigen Alternativen: Kupferspirale, Goldspirale, Diaphragma und Kupferkette. Bereits seit 2016 gibt es in Deutschland den sogenannten Kupferball. Cosmo erklärt, wie er wirkt und was ihn von anderen Verhütungsmitteln (mit Kupfer) unterscheidet.

  • Neue Studie zur Antibabypille Diese überraschende Nebenwirkung könnte deine Pille haben
  • Kupferball Wirkweise: So funktioniert das hormonfreie Verhütungsmittel

    Die empfängnisverhütende Wirkung des Kupferballs geht wie bei der Kupferspirale von der Legierung aus. Diese setzt regelmäßig kleine Mengen Kupferionen in der Gebärmutter frei. Durch sie wird unter anderem die Beweglichkeit der Spermien eingeschränkt. Außerdem geht man davon aus, dass das Kupfer das biologische Milieu der Gebärmutter so verändert, dass eine Einnistung der Eizelle verhindert wird. Der Eisprung wird jedoch nicht verhindert, was vielen Frauen für ihr weibliches Wohlbefinden wichtig ist. Seine empfängnisverhütende Wirkung hält vom Tag der Einlage an fünf Jahre. Der Kupferball kann jederzeit vom Arzt entfernt werden.

    Kupferball einlegen

    Der Kupferball ist ein kleiner Formwandler. Denn bevor der Gynäkologe ihn in die Gebärmutter einsetzt, liegt der flexible Trägerfaden des Kupferballes mit seinen 17 aufgefädelten Kupferkügelchen, die daran langgestreckt sind, in einem dünnen Röhrchen. Dieses wird vom Gynäkologen vorsichtig durch die Scheide und den Gebärmutterhals bis zum Eingang der Gebärmutterhöhle eingeführt. Als nächstes wird der Faden aus dem Röhrchen geschoben, wobei er automatisch seine Ballform annimmt und wie von selbst seinen Platz in der Gebärmutter findet.

    Möglich ist der Wandel des Fadens in seine dreidimensionale Form durch das sogenannte Formgedächtnis des mit einer dünnen Polymerschicht bezogenen Fadens. Acht Jahre Forschung und Weiterentwicklung stecken mittlerweile in diesem Verhütungsmittel, das stetig weiterentwickelt wird.

    Der Kufperball mit Röhrchen (links) und ohne (rechts)Ocon

    Wie viel kostet der Kupferball?

    Die Kosten für Voruntersuchung, Einlage und Nachkontrolle variieren von Arzt zu Arzt nicht unerheblich. Patientinnenerfahrungen zu Folge geht es bei 400 Euro los. Man liest aber auch von Frauen, die um die 500 Euro bezahlt haben. Da lohnt es sich, mehrere Preise einzuholen. Klingt trotzdem viel? Auf fünf Jahre gesehen sind das im Monat zwischen sieben und acht Euro. Im Vergleich zu vielen Pillen ist die Verhütung mit kupferhaltigen Verhütungsmitteln also vergleichsweise günstig.

  • Anti-Baby-Pille NebenwirkungenDiesen Einfluss hat die Pille auf deine Stimme
  • Video Zunehmen durch die PilleWie stark beeinflusst die Pille wirklich dein Gewicht?
  • Verhüten mit dem Kupferball: Vorteile

    • Sicherheit: Der Kupferball gehört zu den sicheren Verhütungsmitteln. Seine Sicherheit ist vergleichbar mit der der Pille – bei korrekter Anwendung!
    • Kleines Einführröhrchen: Das Einführröhrchen vom Kupferball ist dünner als die Röhrchen, durch die herkömmliche Spiralen eingeführt werden. Der Muttermund muss also für die Einlage weniger gedehnt werden, was als angenehmer beziehungsweise als weniger schmerzhaft empfunden werden kann. Viele Ärzte bieten allerdings ohnehin schon eine lokale Betäubung an.
    • Keine Ecken und Kanten: Bei herkömmlichen Spiralen wurden von einigen Anwenderinnen die fehlende Flexibilität und das Gefühl eines Fremdkörpers in der Gebärmutter als Nachteil beschrieben. Der Tragekomfort soll beim Kupferball – ohne Ecken und Kanten – deutlich besser sein. Das ist zwar bei der Kupferkette auch so. Doch hier stört einige Frauen der Gedanke daran, dass der Faden mit einem Knoten in der Gebärmutterwand verankert werden muss. Dies ist beim Kupferball nicht erforderlich.
    • Für fast alle Frauen geeignet: Der israelische Erfinder des Kupferballes Dr. Ilan Baram erklärt dazu, dass „15 Prozent aller Frauen Probleme mit herkömmlichen Spiralen (haben), die oft viel zu groß für weibliche Uteri sind und diese im schlimmsten Fall sogar perforieren“. Der Kupferball ist deshalb eine Alternative für fast alle Frauen. Auch mit sehr kleiner Gebärmutter.

    Verhüten mit dem Kupferball: Nachteil und Risiken

    • Menstruationsbeschwerden: Die Regel oder bisherige Regelbeschwerden sollen von den bisherigen etwa 3000 Anwenderinnen weitgehend unverändert geblieben sein. Bei der Verwendung von Kupfer als Verhütungsmittel ist es jedoch nicht ausgeschlossen, dass die Blutung etwas stärker wird. Wenn eine Frau ohnehin schon eine lange, starke oder schmerzhafte Regel hat, spricht das also eher gegen die Einlage des hormonfreien Verhütungsmittels.
    • Keime und Verletzungen: Wie bei allen Spiralen gibt es einige Risiken, über die die Anwenderinnen normalerweise durch den Arzt informiert werden sollten. Zum einen gibt es immer das Risiko einer Infektion, wenn durch die Einlage Keime in die Gebärmutter gelangen. Dank der guten Hygiene bei Ärzten geschieht dies jedoch selten. Außerdem kann es – wenn auch selten – zu einer Verletzung der Gebärmutterwand kommen. Und es besteht das Risiko einer Abstoßung (Expulsion), wobei diese Gefahr laut Herstellerangaben mittlerweile bei der neueren midi-Variante des Kupferballes auf 1,7 Prozent verringert werden konnte. Aktuelle Studien laufen.
  • Anti-Baby-Pille Unterschätzen wir die Nebenwirkungen?
  • Pearl Index Kupferperlenball

    Je niedriger der Pearl Index, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, trotz Verhütungsmethode schwanger zu werden. Der Pearl Index des Kupferballd liegt bei 0,3 bis 0,8. Zum Vergleich: Der der Pille liegt bei 0,1 bis 0,9.

    Noch ist die Pille zwar das meistbenutzte und hormonelle Verhütungsmittel. Durch gute Aufklärung und Mut zu neuen Wegen bei den jugendlichen Mädchen und Frauen von heute probieren jedoch immer mehr die sicheren Alternativen zur Pille aus. Sprich mit deinem Gynäkologen, wenn du umsteigen möchtest. Vielleicht passt hormonfrei verhüten ja auch zu dir.

    Text: Marthe Kniep

    About the author

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.