Kümmel tee stillen

Inhalte

Fencheltee beim Stillen: Das müssen Mütter wissen

  • Trinken Sie Fencheltee während der Stillzeit, geben Sie die Wirkstoffe des Kräutertees an Ihr Kind weiter. Allerdings sollten Sie den Tee ungesüßt zu sich nehmen.
  • Besonders wirksam sind die ätherischen Öle, die in Fencheltee enthalten sind. Sie wirken entkrampfend, was dem Baby besonders während der Zeit der Kleinkinderkoliken hilft.
  • Zudem wirkt Fencheltee schleimlösend, appetitanregend, antiseptisch und zudem noch verdauungsfördernd.
  • Anders als Grüner Tee oder Schwarztee enthält Fencheltee kein Koffein, das dem Kind schaden könnte.
  • Wie eingangs erwähnt, zählt Fencheltee neben Kümmel-, Anis- und Brennnesseltee zu den Stilltees, auch milchbildende Teesorten genannt. Das bedeutet, dass Fencheltee die Milchproduktion anregt.
  • Das ist allerdings auch der Grund, warum Sie Ihren Konsum auf zwei bis drei Tassen Fencheltee am Tag begrenzen sollten. Trinen Sie mehr davon, kann das bei empfindlichen Babys Bauchschmerzen hervorrufen.
  • Übrigens können Sie Fencheltee selber machen. Eine ausführliche Anleitung finden Sie in einem weiteren Artikel.

Fragen an die Hebamme: Wie viel Stilltee muss sein?

Immer wieder erlebe ich im Hebammenalltag, wie Wöchnerinnen tapfer etliche Tassen Stilltee trinken, obwohl er ihnen vielleicht überhaupt nicht schmeckt. Aber was tut man nicht alles für die Milchbildung…

Doch leider wird die Wirkung des Stilltees völlig überschätzt. Wenn man auf die Inhaltsstoffe schaut, wird man feststellen, dass die meisten Stilltees eine Mischung aus Fenchel, Kümmel und Anis sind. Manche Tees enthalten zusätzlich Zitronenverbene, Majoran, Melisse und Bockshornklee. Von diesen Kräutern gibt es einzig für den Bockshornklee Berichte, die eine Wirksamkeit in Bezug auf die Milchbildung zeigen.

In vielen Stilltees ist Bockhornklee (Trigonelle founum-graecum) aber gar nicht erst enthalten. Auch wird es in der Stillberatung eher in Form von höher dosierten Bockshornkleesamenkapseln empfohlen als in der Kräuterteevariante. Ein eventuelle Einnahme sollte aber immer mit Hebamme oder Stillberaterin abgestimmt werden.

Steigerung der Milchmenge durch Stillen

Die wichtigste Maßnahme zur Steigerung der Milchmenge bleibt, das Baby zum häufigen, direkten und effektiven Stillen an der Brust zu bewegen. Das sorgt dafür, dass das „Milchbildungshormon“ Prolaktin durch den Saugimpuls vermehrt ausgeschüttet wird. Wenn das Baby dies nicht schafft, muss die Brust entsprechend durch Abpumpen oder Handentleerung stimuliert werden.

Grob lässt sich sagen: Je öfter und länger angelegt wird, desto mehr Muttermilch wird durch die entsprechende Prolaktinausschüttung produziert. Entscheidend für die Milchmenge ist also die häufige und effektvolle Entleerung der Brust. Dies ist das A und O. Jedes Galaktogoga (Substanz oder Medikament, das die mütterliche Milchbildung anregen, steigern oder aufrechterhalten soll) kann dabei immer nur unterstützen, weshalb es auch nicht ohne zeitgleiche vernünftige Stillberatung angewendet werden sollte.

Neben der also nicht eindeutig belegten Wirkung von Stilltees können diese zum Teil auch unerwünschte Stoffe enthalten, wie eine Untersuchung von 15 Still-und Milchbildungstees durch Ökotest ergab. Vieles spricht also dafür, dass Stillende diese Tees gar nicht trinken müssen.

Entspannende Teepause

Allerdings haben solche Tees genauso wie Milchbildungskugeln, Malzbier oder Wochenbettsuppe eine nicht zu unterschätzende Placebo-Wirkung. Auch die Reduktion von Stress im Wochenbett wirkt sich positiv auf die Hormonlage und somit auf die Milchbildung aus. Wenn zwei Tassen Stilltee am Tag zu einer entspannenden Teepause für die Mutter beitragen, kann das auch ohne wissenschaftlich belegte Wirkung sicher hilfreich sein.

Voraussetzung ist dafür aber wahrscheinlich, dass der Mutter der Tee auch schmeckt. Auf keinen Fall sollten sich stillende Mütter aber kannenweise Stilltee und auch nicht andere Getränke weit über das Durstgefühl hinaus zuführen. Eine zu hohe Flüssigkeitsaufnahme führt sogar nicht zu mehr, sondern zu weniger Milch. In der Stillzeit sind zwei bis drei Liter empfohlenen. Zu viel Trinken sorgt für die Ausschüttung von ADH (antidiuretisches Hormon). ADH bewirkt, dass vermehrt Wasser aus dem Körper „ausgeschwemmt“ wird.

Trinken nach Durstgefühl ist in der Regel in der Stillzeit eine gute Richtlinie für die erforderliche Trinkmenge. Der Durst ist bei den meisten Müttern in der Stillzeit ausgeprägter. Wenn nicht, kann ein Glas zu jedem Stillen und jeder mütterlichen Hauptmahlzeit die Stillende an regelmäßiges Trinken erinnern. Ideal sind Wasser und verdünnte Obst- oder Gemüsesäfte, ebenso Früchte- und Kräutertees. Ja, das darf auch der Stilltee sein, wenn er denn mundet. Nur große Stillwunder sollte man sich davon nicht versprechen, egal was auf der Verpackung steht.

Die „Frage an die Hebamme“ bekam ich übrigens diese Woche von einer Schwangeren gestellt, die sich auf die Stillzeit mit ihrem in wenigen Wochen erwarteten Baby vorbereiten wollte. Einen Stilltee-Großeinkauf muss sie also kurz vor der Geburt nicht mehr tätigen. Aber wir haben uns vorher noch zur Stillberatung getroffen. Da habe ich ihr hoffentlich alle wichtigen Informationen mit auf den Weg gegeben, mit denen sie gut informiert und entspannt in die Stillzeit starten kann.

Der Text enthält Affiliate-Links zu unserem Amazon-Konto.

Wie Milchbildungstee beim Stillen hilft

Ein geringer Milchfluss muss kein Grund zum Abstillen sein – Milchbildungstee ist ein einfaches Hilfsmittel, damit dein Baby seinen Durst löschen kann.

Muttermilch ist besonders in den ersten Lebenswochen ein kostbares Geschenk der Natur, um das Neugeborene optimal zu ernähren und sein Immunsystem aufzubauen. Das Stillen vertieft die emotionale Bindung von Mutter und Baby zudem noch mehr. Wenn dein Milchfluss zu wünschen übriglässt, kannst du mit Milchbildungstee ein wenig nachhelfen! Was solltest du über diese Teemischungen wissen? Und kann sie jede junge Mama ohne Bedenken trinken?

Milchbildungstee kann den Milchfluss verbessern

Milchbildungstee: Nicht jede Frau braucht ihn!

Gerade beim ersten Baby sorgen sich Mütter oft, ob sie alles richtig machen. Sie haben hohe Erwartungen an sich selbst und möchten Fehler und Versäumnisse vermeiden. Gerade natürliche Hilfsmittel, ob es nun ätherische Öle oder Milchbildungstees aus Kräutern sind, werden dabei leicht in ihrer Wirkung unterschätzt – es ist ja schließlich „nur Natur“. Kräuter und Co. sind aber oft effektiver, als man annimmt, und sollten nicht nach dem Motto „Mehr hilft mehr“ eingesetzt werden.

Milchbildungstees sollten im Allgemeinen nicht zu früh – zum Beispiel schon in der Schwangerschaft – getrunken werden. Auch sollte man sie nicht direkt nach der Geburt trinken, um auf Nummer sicher zu gehen. Warte erst einmal einige Tage ab, wie sich der Milchfluss entwickelt! Das Risiko, wenn du zu früh oder zu viel Milchbildungstee trinkst: prallvolle Brüste, die schmerzen. Das Baby kann dann gar nicht so schnell trinken, wie die Milch entsteht, und der Mutter drohen Milchstau und Entzündungen.

Vertraue erst einmal darauf, dass dein Körper weiß, was zu tun ist, und gib ihm ein bisschen Zeit. Und denk daran, dass du zum Stillen generell deutlich mehr trinken solltest, damit dein Körper die Flüssigkeit für die Milchproduktion verwenden kann. Dafür eignen sich Wasser, Fruchtschorlen sowie Früchte- und Kräutertees – wichtig ist nur, dass du weißt, welche Kräuter eine milchbildende Wirkung haben und welche den Milchfluss womöglich sogar hemmen.

Schwangerschaft

Die Brust richtig auf das Stillen vorbereiten

Weiterlesen Schwangerschaft Weiterlesen

Welche Kräuter enthalten Milchbildungstees?

Wenn du, am besten in Absprache mit deiner Frauenärztin oder Hebamme, doch zu dem Schluss kommst, dass du die Milchbildung ein wenig anregen solltest, brauchst du den passenden Tee. Wenn dir keiner empfohlen wurde, kannst du entweder einen fertig gemischten Milchbildungstee * kaufen oder ihn aus Kräutern selbst mischen.

Greif zu bester Qualität, am besten aus biologischem Anbau. Wenn du einen fertigen Stilltee kaufst – so werden Milchbildungstees auch genannt – achte jedoch darauf, dass du nicht versehentlich zu einem Abstilltee greifst.
Folgende Kräuter kommen in Milchbildungstees häufig zum Einsatz:

  • Anissamen

  • Fenchelsamen

  • Bockshornkleesamen

  • Kümmel

  • Schwarzkümmel

  • Kreuzkümmel

  • Himbeerblätter

  • Dill

  • Majoran

  • Basilikum

  • Zitronenmelisse

  • Zitronenverbene

  • Brennnesselblätter

Zwei Kräuter, die eine abstillende Wirkung haben und deshalb weder in einen Milchbildungstee gehören noch in der Stillzeit als Tee getrunken werden sollten, sind Salbei und Pfefferminz.

Baby

Baby stillen: von der ersten Muttermilch bis zum Abstillen

Weiterlesen Baby Weiterlesen

Rezept: Milchbildungstee selbst herstellen

Du brauchst:

  • 30g Fenchelsamen

  • 30g Anissamen

  • 30g Kümmel

  • 20g getrocknete Brennnesselblätter

  • 20g Bockshornklee

Fenchel, Anis und Kümmel regen den Milchfluss an. Brennnesseln wirken blutreinigend und blutbildend – hiervon solltest du jedoch nicht zu viel trinken: Die entwässernde Wirkung ist zwar prima gegen Wassereinlagerungen aus der Schwangerschaft, entzieht aber möglicherweise auch Flüssigkeit, die du für die Milchproduktion brauchst. Bockshornklee stärkt die Abwehrkräfte von Mutter und Kind und wirkt entzündungshemmend – gut für gereizte Brustwarzen. Wenn du dir beispielsweise einen fruchtigeren Geschmack wünschst, gib noch etwas Zitronenverbene dazu.

Zerstoße die Kräutersamen und Blätter leicht in einem Mörser und verwahre sie in einem luftdicht zu verschließenden Gefäß. Ein bis zwei Teelöffel in einen großen Teebecher geben, mit kochendem Wasser übergießen und acht bis zehn Minuten ziehen lassen. Fertig ist dein Milchbildungstee!

* gesponserter Link

Stilltee: Wie er wirkt und was er bringt

Ein intimer Moment der Ruhe mit deinem Kind. Ihr blickt euch versonnen in die Augen, während du es an einem ruhigen geschützten Ort wie selbstverständlich stillst. Soweit zu der romantischen Vorstellung, die viele Frauen vor der ersten Fütterung ihres Neugeborenen haben. Doch nach der Geburt wird vielen klar: Stillen ist ein viel komplexeres Thema als sie eigentlich vermutet haben. Wichtig ist es, in der ersten Zeit den Mut nicht zu verlieren und dem eigenen Körper zu vertrauen.

Stilltee unterstützt die Milchbildung: Was ist drin?

Stilltees können dir helfen, deine Milchproduktion zu fördern. Allerdings wirken Stilltees auch von Frau zu Frau verschieden. Daher sollte der Tee dir in erster Linie gut schmecken und dir ein gutes Gefühl geben. Weitere positive Effekte des Tees sind dann ein schöner Zusatznutzen.

Zu Beginn des Stillens reicht die Vormilch aus, damit dein Baby alles bekommt, was es braucht. Wenn dann der Milchfluss auf sich warten lässt oder geringer als benötigt ausfällt, kann ein Stilltee die Milchbildung unterstützen.

Aber Achtung: Nicht überall wo Stilltee drauf steht, sind auch die Inhaltsstoffe enthalten, die deinem Körper wirklich weiterhelfen. Du solltest also darauf achten, dass in der Mischung zum Beispiel Bockshornklee enthalten ist, dem eine milchbildende Wirkung nachgesagt wird. Eine wirksamere Anwendung kann etwa auch durch Bockshornklee-Kapseln erzielt werden, die in Drogerien und Apotheken erhältlich sind.

Tee gegen Bauchweh und Blähungen

Im Handel gibt es eine große Auswahl von Stilltee-Mischungen, die sehr schmackhaft sind. Wenn dein Baby mit Verdauungsproblemen zu kämpfen hat, kann es außerdem helfen, Fenchel-Anis-Kümmel-Tee zu trinken. Die indirekte Aufnahme der Wirkstoffe über die Muttermilch kann das Leiden deines Babys effizient lindern.

Stilltee: Wo kaufen?

Stilltee gibt es sowohl in der Drogerie als auch in der Apotheke und in Bio-Supermärkten und Reformhäusern zu kaufen. Sogar manche gängigen Supermärkte führen Stilltees.

Wie schnell wirkt Stilltee?

Es gibt Frauen, bei denen der Stilltee schnell und gut anschlägt, bei anderen ist keine Wirkung spürbar. Wie schnell der Tee also wirkt, unterscheidet sich von Frau zu Frau.

Wie viel Stilltee in der Stillzeit?

Stilltee kann die Milchbildung unterstützen, sollte aber nicht maßlos konsumiert werden. Ungefähr drei Tassen am Tag können eine positive Wirkung erzielen. Wenn bei dir Stilltee nicht anschlägt, kannst du es auch mal mit alkoholfreiem Bier oder Malzbier probieren. Bei manchen Frauen wirken diese Wunder. Aber Achtung: Nicht jedes Kind verträgt es, wenn die Mama hopfenhaltige Getränke konsumiert.

Tee zum Abstillen

Um Pfefferminz- und Salbeitee solltest du während der Stillzeit einen Bogen machen. Sie können den Milchfluss hemmen. Wenn du irgendwann die Entscheidung fällst, abzustillen, kannst du diese Tees sogar als Hilfsmittel nutzen, um die Milchproduktion deines Körpers zu verringern.

Hautkontakt hilft mehr als jeder Stilltee

kidsgo-Tipp: Stilltees können helfen, müssen aber nicht. Wichtiger als literweise Stilltee zu trinken, ist es, dass du viel mit deinem Kind Haut an Haut kuschelst. Wenn am Anfang die Milch auf sich warten lässt, setz dich nicht unter Druck und vertraue der Natur. Um ein wenig nachzuhelfen, kannst du dein Neugeborenes häufig anlegen. Aber achte dabei auch auf dein eigenes Körpergefühl und deine Grenzen.

Stilltee für mehr Wellness in der Stillzeit

Wenn du dir und deinem Baby viel Ruhe gönnst, fließt die Milch irgendwann meistens ganz von selbst. Ein Stilltee kann dies geschmackvoll unterstützen. Somit braucht niemand einen Silltee, um eieinen guten Einstieg in die Stillzeit zu haben. Dieser kann aber die natürlichen Vorgänge des Körpers unterstützen, der Mutter ein ruhiges Gefühl geben und einfach gut schmecken. Wenn du die Teezeit dann noch als bewusste Ruhepause für dich allein einbaust, wird der Stilltee mit Sicherheit Wunder wirken.

Wenn du eine gute Hebamme hast, frag sie ruhig mal nach ihrer Meinung zu Stilltees, und wenn du Sorge hast, nicht genug Milch zu haben, wird sie dir auch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Alternativ können dir auch Stillberatungen oder Stillcafés weiterhelfen.

Was Trinken während der Stillzeit?

  • MENU
    • Folio®-Familie
      • Über uns
        • Historie
        • Unsere Philosophie
        • Produktpalette
      • Folsäure, Vitamine & Jod
        • Folsäure
        • Vitamin B1
        • Vitamin B6
        • Vitamin B12
        • Vitamin D3
        • Jod
      • Folio® men
        • Produktinfo
        • Foilo® men Jetzt kaufen
      • Folio®forte
        • Produktinfo
        • Produktvergleich
        • Folio® forte jetzt kaufen
        • Folio® forte jodfrei jetzt kaufen
      • Anwendungsphasen
      • Folio®
        • Produktinfo
        • Produktvergleich
        • Foilo® jetzt kaufen
        • Foilo® jodfrei jetzt kaufen
      • Nausema®
        • Produktinfo
        • Nausema® jetzt kaufen
    • Kinderwunsch
      • Schwanger werden
        • Weiblicher Zyklus
        • Fruchtbarkeit
        • Bestimmung fruchtbare Tage
        • Folsäure-Versorgung
        • Tipps zum Schwangerwerden
        • Mythen
        • Hibbelglossar
      • Rechner & Tests
        • Eisprungkalender
        • Schwangerschaftstest
      • Männer mit Kinderwunsch
        • Spermienbildung
        • 10 Tipps für Männer mit Kinderwunsch
    • Schwangerschaft
      • Meine Schwangerschaft
        • Erste Anzeichen
        • Geburtstermin-Rechner
        • Beschwerden
        • Schwangerschaftsübelkeit
        • 10 Tipps bei Übelkeit
        • Dos & Don’ts
        • Vorsorgeuntersuchungen
        • Zusatzleistungen
        • BabyBauch-App
      • Ernährung
        • Tipps zur Ernährung
        • Vegetarische und vegane Ernährung
        • Folsäure, Vitamin B12, B6, D3 & Jod
        • Ernährungspyramide
        • Folatreiche Rezepte
      • Beauty-Tipps
      • Sport & Entspannung
        • Sport in der Schwangerschaft
        • Pilates-Übungen für die Schwangerschaft
        • Video Pilates für die Schwangerschaft
        • Entspannung
      • Für werdende Väter
        • Wir sind schwanger
        • Tipps für werdende Väter
        • Gedanken zur Geburt
        • Familie & Beruf
        • Behörden und Dokumente
    • Geburt
      • Rund um die Geburt
        • Gut vorbereitet in die Geburt
        • Geburt im Krankenhaus
        • Geburt im Geburtshaus
        • Hausgeburt
        • Der Kaiserschnitt
      • Geburtsanzeichen
      • Geburtsphasen
        • Eröffnungsphase
        • Übergangsphase
        • Austreibungsphase
        • Nachgeburtsphase
      • Nach der Geburt
      • Männer im Kreißsaal
    • Stillzeit
      • Rund ums Stillen
        • Die Muttermilch
        • Die Vorteile des Stillens
        • Ernährung während der Stillzeit
        • Medikamente und Schadstoffe
        • Verhütung
        • Stillen im Berufsleben
      • Stillpositionen
        • Stillen in der Seitenlage
        • Stillen im Sitzen
        • Stillen in der Rückenlage
        • Stillen von Zwillingen
      • Stilltechniken
        • Stillrhythmus
        • Stillen: Anlegen & Ablösen – Die Techniken
      • Stillprobleme
        • Milcheinschuss
        • Milchstau
        • Brustentzündung
        • Wunde Brustwarzen
        • Zu viel Milch
        • Zu wenig Milch
      • Abstillen
        • Hilfreiche Tipps zum Abstillen
        • Breimahlzeit
        • Breirezepte
      • Rückbildung
        • Pilates-Übungen für die Rückbildung
        • Video Pilates für die Rückbildung
      • Für Väter
        • Zuhause mit dem Baby
        • Stilltipps für Väter
    • Service
      • Ratgeber
        • Ratgeber Folio®-Familie
        • Ratgeber Nausema®
        • Ratgeber Folio®men
        • Ratgeber Jod
        • Folsäureversorgung
        • Fit mit Folat und Folsäure
        • Ernährungspyramide
      • Nützliche Checklisten
        • Wie schwanger werden?
        • Behördengänge vor der Geburt
        • Wie man(n) die Spermienproduktion anregen kann
        • Schwangerschaft & Arbeitgeber
      • Breirezepte
      • Folatreiche Rezepte
      • Bücher
        • Kinderwunsch-Ratgeber
        • Mein BabyBauchBuch
        • Mein BabyStillBuch
        • Buchempfehlungen Schwangerschaft
        • Buchempfehlungen Stillzeit
      • Apps
        • urbia Eisprungkalender-App
        • Mein BabyBauch-App
        • Baby & Essen-App
      • Pilates-Übungen
        • Pilates-Übungen für die Schwangerschaft
        • Video Pilates für die Schwangerschaft
        • Pilates-Übungen für die Rückbildung
        • Video Pilates für die Rückbildung
      • Rechner
        • Eisprungkalender
        • Geburtsterminrechner
      • Hibbelglossar
      • Kostenlose Bestellung
      • Downloads
        • Ratgeber Folio®men
        • Ratgeber Nausema®
        • Ratgeber Folio®-Familie
        • Kinderwunsch-Ratgeber
        • Mein BabyBauchBuch
        • Mein BabyStillBuch
        • Folsäureversorgung
        • Ratgeber Jod
        • Fit mit Folat und Folsäure
        • Ernährungspyramide
        • Pilates-Übungen für die Schwangerschaft
        • Pilates-Übungen für die Rückbildung
        • Folatreiche Rezepte
        • Breirezepte
      • Jetzt kaufen
    • Blog
      • Wunschbaby
      • Babybauch
      • Babyglück
      • Baby-Papa
    • Kaufen
    • Datenschutz
    • Sitemap
    • Suche
    • Kontakt
    • Impressum

Darf ich in der Stillzeit Tee trinken?

Nicht nur während der Schwangerschaft müssen Frauen besonders darauf achten, was sie essen und trinken, sondern auch in der darauffolgenden Stillzeit. Vor allem bei Tee sind sich viele Stillende oft unsicher. Und in der Tat gibt es einige Teesorten, auf die Frauen während der Stillzeit lieber verzichten sollten. Um welche Tees es sich dabei handelt und welche Teesorten Sie ganz bedenkenlos trinken können, das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Vorsicht bei diesen Tees

Besonders bei koffeinhaltigen Tees ist während der Stillzeit Vorsicht geboten. Viele der in Tee enthaltenen Pflanzenwirkstoffe können in die Muttermilch übergehen und werden beim Stillen dementsprechend an das Kind weitergegeben – dazu gehört eben auch das Koffein. Im kindlichen Körper wird die anregende Substanz deutlich langsamer abgebaut, als bei einem Erwachsenen. Die Wirkung hält damit länger und meist auch stärker an. Folgen davon sind Unruhezustände und Probleme beim Ein- und Durchschlafen. Zu den koffeinhaltigen Teesorten zählen grüne und schwarze Tees und Oolongs. Den Konsum dieser Tees sollten Sie während der Stillzeit so weit wie möglich einschränken. Bis zu zwei Tassen am Tag sind in der Regel aber vollkommen unbedenklich. Sie sollten nur darauf achten, dass Sie zusätzlich zum Tee keine weiteren koffeinhaltigen Lebensmittel wie zum Beispiel Kaffee zu sich nehmen.

Aber auch einige koffeinfreie Tees sollten Sie besser meiden. Enthält ein Tee Salbei oder Pfefferminze, dann ist er nicht für den Konsum während der Stillzeit geeignet. Diese beiden Kräuter können nämlich eine hemmende Wirkung auf die Milchbildung haben. Das Gleiche gilt auch für Hibiskus, der sich als Zutat in vielen Früchtetees findet. Vor dem Kauf von Kräuter- oder Früchtetees sollten Sie daher immer zuerst einen ausführlichen Blick auf die Zutatenliste werfen.

Früchte- und Kräutertees für Stillende

Aber natürlich gibt es auch einige Tees, zu denen Sie während der Stillzeit vollkommen bedenkenlos greifen können. Dazu gehören vor allem die sogenannten Stilltees. Dabei handelt es sich um spezielle Teemischungen, die die Milchbildung fördernde Zutaten enthalten. Am häufigsten werden hierfür Anis, Fenchel und Kümmel oder Bockshornklee verwendet.

Auch Früchtetee kann während der Stillzeit getrunken werden, solange er keinen Hibiskus enthält. Bei säurearmen Früchtemischungen sind Sie in diesem Fall fast immer auf der sicheren Seite. Hier wird meist komplett auf Hibiskus als Zutat verzichtet. Rooibos Tee ist für Stillende ebenfalls eine gute Wahl. Der Tee ist gut verträglich und kann bei Magen-Darm-Beschwerden beruhigend wirken. Während der Stillzeit haben Frauen einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf. Etwa drei Liter Flüssigkeit pro Tag sollten Stillende zu sich nehmen. Das ist oft leichter gesagt als getan, vor allem weil Wasser auf Dauer ziemlich langweilig werden kann. Tee sorgt hier für eine geschmackvolle Abwechslung. Gegen das ein oder andere Tässchen Tee ist also auch während der Stillzeit nichts einzuwenden. Aber wie auch schon in der Schwangerschaft gilt auch hier – in Maßen genießen und bei Fragen den behandelnden Arzt oder die betreuende Hebamme konsultieren.

Getränke in der Stillzeit

Stillende Mütter brauchen reichlich Flüssigkeit, ca. 3 Liter pro Tag. Am besten gewöhnen Sie sich an, vor jeder Stillmahlzeit ein grosses Glas Wasser zu trinken. Mehr Flüssigkeitszufuhr steigert die Milchproduktion nicht, sondern scheint sie sogar zu hemmen.

Ganz wichtig ist, dass Sie bei so viel flüssiger nicht die feste Nahrung vergessen! Wenn der Magen immer flüssig gefüllt ist, geht oft das Hungergefühl verloren, und qualitativ hochwertige Nahrung ist für die Milchbildung und Ihr eigenes Wohlbefinden ebenfalls sehr wichtig.

Wasser und Tee

Mineralwasser und Kräuter- oder Früchtetees sind die besten Getränke für die Stillzeit. Wählen Sie ein möglichst kohlensäure-, kochsalz- und nitratarmes Mineralwasser aus. Früchtetees aller Art können Sie heiss und kalt geniessen, allerdings reagieren manche Stillkinder darauf mit Wundsein. Spezielle Kräuterteemischungen gibt es als „Milchbildungstee“ in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern. Solche Stilltees enthalten meist Anis, Fenchel und Kümmel und fördern die Milchproduktion. Weil auch Auswirkungen auf die Verdauung vorhanden sein können, führt Milchbildungstee in grösserer Menge gelegentlich zu Bauchweh bei empfindlichen Babys. Vermeiden Sie Salbeitee oder Pfefferminztee; er wirkt milchhemmend! Zur Abwechslung können Sie Tee auch einmal mit wenig bzw. verdünntem Fruchtsaft mischen.

Süssen mit künstlichem Süssstoff (z.B. Acesulfam, Aspartam, Cyclamat, Neohesperidin DC, Saccharin und Thaumatin) ist in der Stillzeit kein Problem. Diät-Getränke mit Zuckeraustauschstoffen (z.B. Sorbit, Xylit, Mannit, Isomalt und Laktit) können aber leicht abführend wirken. Getreidekaffee aus Malz oder Zicchorie wirkt milchbildend und ist in der Stillzeit – im Gegensatz zu „echtem“ Kaffee – generell zu empfehlen.

Fruchtsäfte verdünnen

Kaufen Sie möglichst Fruchtsaft und nicht Fruchtsaftgetränke oder Nektar ein, damit Sie den 100%igen Fruchtgehalt ohne Zuckerzusatz erhalten. Verdünnen können Sie den Fruchtsaft dann immer noch selbst, z.B. mit lauwarmem Leitungswasser, Mineralwasser oder ungesüsstem Tee. Sollte Ihr Baby mit einem wunden Po oder Ausschlag reagieren, warten Sie ab, bis der Ausschlag abgeklungen ist und probieren Sie es nach einiger Zeit erneut. Oft vergehen solche Unverträglichkeitsreaktionen während der Stillzeit. Ansonsten verzichten Sie besser auf die allergieauslösende Frucht.

Milch

Empfohlen wird 1/2 l Milch täglich, weil Sie jetzt einen stark erhöhten Bedarf an Eiweiss, Kalzium und Vitamin B2 haben. Vermeiden Sie gleichzeitig Getränke, die die Eisen- und Calcium-Aufnahme hemmen, wie Kaffee und schwarzer und grüner Tee. Die Qualität der Muttermilch für Ihr Kind wird nicht beeinflusst, wenn Sie selbst Milch trinken. Vorsichtig sollten Sie mit Kuhmilchprodukten sein, wenn Ihr Kind eine familiäre Allergiebelastung hat. Sauermilchprodukte (z.B. Buttermilch) sind dann günstiger als Vollmilch.

Wissen

Alkoholfreies Bier für stillende Mütter!

Häufige Fragen zum Thema

Stimmt es, dass Frauen mit kleinen Brüsten nicht genügend Milch produzieren können?

Kleine Brüste geben nicht genug Milch – das ist ganz falsch. Es ist völlig egal, wie gross der Busen ist: Entscheidend ist die Menge an Drüsengewebe. Das kann bei einer Frau mit grossen Brüsten durchaus kleiner sein als bei einer mit kleinen oder mittleren Brüsten. Die Brust ist kein Milchreservoir…

vollständige Antwort lesen Wie lange dauert es nach dem Stillen, bis sich wieder genügend Muttermilch in der Brust bildet?

Das lässt sich pauschal nicht so einfach sagen, denn die Brust ist kein Reservoir für Milch, sondern eine Produktionsstätte. Schon kurze Zeit nach dem letzten Anlegen (z. B. schon nach 15 Minuten) könnten Sie erneut anlegen und es würde auch wieder recht viel produziert. Deshalb können…

vollständige Antwort lesen Wie lange dauert es, bis sich meine Nahrung in der Muttermilch bemerkbar macht?

Wie lange es dauert, bis sich die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln in der Muttermilch zeigen, ist sehr unterschiedlich. Es hängt aber eng damit zusammen, wie lange Nahrungsmittel bei einem „normal“ arbeitenden Darm im Verdauungstrakt verbleiben, und dies wiederum hängt vor allem vom Fettgehalt der…

vollständige Antwort lesen Kann ich als Stillende Incarom Cereal oder Cafino Cereal trinken? Wenn ja, wie viel pro Tag und welche Wirkungen haben Gerstenmalz, Feigen und Eicheln?

Die von Ihnen genannten Lebensmittel gehören zu den so genannten „Eichelkaffees“. Eicheln sind gerbstoffhaltig, die Rinde der Eiche noch viel mehr. Die Gerbstoffe werden als „Drogen“ (so nennen Apotheker die Pflanzenheilstoffe) gegen Durchfall eingesetzt. Eicheln in diesen „Kaffee-Extrakten“ ohne…

vollständige Antwort lesen Darf ich stillen und gleichzeitig eine Diät machen?

Viele Frauen nutzen die Stillzeit nach der Geburt dazu, das in der Schwangerschaft angelegte Gewicht wieder zu verlieren. Wenn zu wenig gegessen wird, kann die für die Milchproduktion notwendige Energie aus den Reserven gewonnen werden, und es kommt zu einer Gewichtsabnahme.

Stillende kommen…

vollständige Antwort lesen Kann ich als stillende Mutter wieder joggen gehen oder bildet sich die Milch dann zurück?

Sport und Stillen sind kein Entweder/Oder! Ein Rückgang der Milchproduktion kann eigentlich nur passieren bei Sportarten, die die Brustmuskulatur extrem stark beanspruchen. Sie wissen ja sicher, dass Druck auf die Brust, z.B. mit einem viel zu engen BH oder mit der flachen Hand, den Milchfluss…

vollständige Antwort lesen

Stillende Mütter

Essen und Kochen in der Stillzeit – gezielt auswählen und Vorräte anlegen

Eine ausgewogene Ernährung im Sinne der Ernährungspyramide versorgt Sie mit allen Nährstoffen in der richtigen Menge. Generell gibt es keine spezielle „Still-Diät“, erlaubt ist (fast) alles, was schmeckt. Es kann sogar von Vorteil sein, möglichst vielseitig zu Essen: Denn die Auswahl Ihrer Nahrungsmittel beeinflusst auch den Geschmack der Milch. Bekommt das Kind so in frühen Tagen schon viele verschiedene Geschmacksrichtungen mit, sinkt das Risiko später zum „picky eater“ zu werden, also Angst vor neuen Lebensmitteln zu haben.

Wichtig sind, wie auch in der Schwangerschaft:

  • viel Gemüse, Kartoffeln und Obst
  • Vollkornprodukte
  • hochwertige Pflanzenöle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren
  • mageres Fleisch sowie Fisch
  • Milch und Milchprodukte

Wenn Sie voll stillen, brauchen Sie in den ersten vier Monaten rund 600 kcal täglich zusätzlich, später etwas weniger. Für sich selbst zu kochen ist in der Stillzeit oft nicht einfach. Manche Babys möchten immer dann trinken, wenn Sie gerade einkaufen, kochen oder essen wollen. Legen Sie deshalb gut haltbare Vorräte z. B. in der Tiefkühltruhe an und bereiten Sie die Mahlzeiten in den Stillpausen vor.

Trinken für viel Milch: Fördert Stilltee die Milchbildung?

Stillen macht durstig, denn für die Milchbildung wird viel Flüssigkeit benötigt. Trinken Sie mindestens 2 Liter täglich, an heißen Sommertagen sogar noch mehr. Am besten Sie stellen sich für jede Stillrunde sowie die Zeit davor und danach etwas zu trinken bereit – so denken Sie daran und können diese Ruhephasen zum Trinken nutzen.

Gut zu wissen:

Zusätzliches Trinken über den Bedarf hinaus führt nicht zu einer vermehrten Milchproduktion. Die Milchbildung wird überwiegend durch die Frequenz des Stillens bestimmt.

Geeignete Getränke in der Stillzeit sind:

Kalorienfreie Getränke wie Trinkwasser, Mineralwasser

ungesüßte Kräuter- und Früchtetees

Tee ist besonders gut für Stillende. Kräutertee aus Kümmel, Fenchel und Anis regt die Milchbildung an.

Kaffee in der Stillzeit: Wie viel ist erlaubt?

2 bis 3 Tassen Kaffee und schwarzer Tee dürfen es täglich sein. Mehr regt Ihr Baby an und macht es wach.

Das mag ihr Baby nicht so gern

Denken Sie daran: Sie haben über die Muttermilch noch immer eine direkte Verbindung zu Ihrem Baby. Alles, was in Ihrem Blut enthalten ist, kommt auch bei Ihrem Kind an. Alkohol mag Ihr Baby gar nicht. Es wird davon müde und appetitlos. Ähnliches gilt für Nikotin aus Zigaretten. Es kommt schnell in der Muttermilch an und erreicht dort sogar noch höhere Werte als in Ihrem Blut. Außerdem werden auch die Milchbildung und der Milchspendereflex durch Rauchen beeinflusst. Genauso schädlich für das Kind ist passives Rauchen, deshalb sollten alle Personen in Gegenwart des Kindes auf das Rauchen verzichten. Lebensmittel wie Zwiebeln, Kohlgerichte, Pilze oder Hülsenfrüchte können bei Babys Blähungen verursachen. Probieren Sie aus, was Ihr Baby verträgt. Zitrusfrüchte und säurehaltige Säfte, z. B. Orangensaft, sollten Sie zunächst auch nur in kleinen Portionen testen. Die Säure kann Ihrem Baby einen wunden Po und Durchfall bereiten. Diese Obstsorten generell wegzulassen ist jedoch nicht sinnvoll, da sie wichtige Vitamine liefern.

Abwarten und Tee trinken heißt es auch in der Schwangerschaft. Tee ist eine gute Möglichkeit zur Deckung des höheren Flüssigkeitsbedarfes. Alle Teesorten sind aber in dieser besonderen Zeit nicht geeignet.

Tee ist ein wohltuendes Getränk und ist auch in der Schwangerschaft zu empfehlen. In den kalten Monaten tut Tee gut, um sich von innen aufzuwärmen. An warmen und heißen Tagen kann gekühlter Tee als Erfrischung dienen. Die Auswahl in den Teeregalen ist fast unendlich groß. Früchtetees sind in der Schwangerschaft und Stillzeit fast ohne Einschränkungen empfehlenswert. Einige Kräutertees sollten jedoch aufgrund ihrer Inhaltsstoffe besser gemieden werden. Günstig ist es, die Teesorte öfters zu wechseln. Denn die meisten Kräutertees enthalten pflanzliche Wirkstoffe wie ätherische Öle, die in der Naturheilkunde eingesetzt werden und als Arzneimittel wirken können. Zuviel kann sich dann negativ auswirken. Zwei bis drei Tassen Kräutertee sind aber meist unbedenklich in der Schwangerschaft und Stillzeit.

Als Faustregel kannst Du Dir merken, dass Tee, der aus Kräutern und Früchten zubereitet wird, die auch zum Kochen und Würzen verwendet werden, meistens sicher ist, also zum Beispiel Thymian- oder Pfefferminztee. Salbeitee bildet hier eine Ausnahme, denn er kann den Blutdruck erhöhen, was für das Baby gefährlich werden kann.

Mit koffeinhaltigen Getränken besser sparsam umgehen

Koffein kommt neben Kaffee- und Kakaobohnen auch in Teeblättern vor. Zuviel Koffein in der Schwangerschaft kann dem Kind schaden. Es kann unter anderem zu Fehlbildungen, Fehlgeburten und niedrigem Geburtsgewicht kommen. Da es keine genauen Grenzen gibt, bis zu welcher Menge Koffein für das ungeborene Kind unschädlich ist, sollte der Koffeingenuss in der Schwangerschaft und Stillzeit eingeschränkt werden. Mehr als 2 Tassen schwarzer Tee oder 3 Tassen grüner Tee sind nicht zu empfehlen. Das gilt auch für die Stillzeit.

Zu große Mengen an Grün- oder Schwarztee können in der Schwangerschaft zudem den Folsäurespiegel im Blut vermindern. Folsäure zählt zu den B-Vitaminen und ist insbesondere im ersten Schwangerschaftsdrittel für die Entwicklung des Fötus wichtig.

Schwarzer und grüner Tee sollten nicht unbedingt zum Essen genossen werden, da seine Inhaltsstoffe die Aufnahme von Eisen hemmen. Eisen ist ein Spurenelement und hat unter anderem als Bestandteil der roten Blutkörperchen Bedeutung für den Sauerstofftransport in unserem Körper.

Kräutertees: Auf die Dosis kommt es an

Kräutertees sind lecker und bringen Abwechslung in den Alltag. Sie können pur oder als Kräutermischung als Teezutat dienen. Viele Kräutertees werden aber nicht nur wegen ihres guten Geschmacks getrunken, sondern auch wegen ihrer Heilwirkung. Viele Kräuter können als altbewährtes Hausmittel so manche Beschwerden lindern, die gerne in Schwangerschaft und Stillzeit auftreten. Wie immer gilt: Die Dosis macht das Gift. Denn eine Überdosis an bestimmten Kräuterwirkstoffen kann auch nachteilige Folgen auf die Gesundheit von Mutter und Kind haben.

Ungeeignet in der Schwangerschaft sind beispielsweise:

  • Eisenkraut
  • Ginseng
  • Matetee
  • Passionsblume
  • Süßholzwurzel

uneingeschränkt geeignet sind in Schwangerschaft und Stillzeit:

  • Früchtetee
  • Roibuschtee
  • Hagebuttentee
  • Fenchel
  • Kamille
  • Melisse
  • Zistrose

Viele Kräutertees helfen bei Schwangerschaftsbeschwerden

Brennnessel ist in geringer Dosierung Bestandteil vieler Schwangerschaftstees, denn sie wirkt entgiftend, blutbildend, entwässernd und abwehrsteigernd. In größeren Mengen sollte purer Brennnesseltee jedoch nicht getrunken werden.

Thymian ist ein gutes Heilmittel gegen Husten und Erkältungen, denn es wirkt antientzündlich im Mund- und Rachenraum. In üblichen Mengen ist Thymian bestens in der Schwangerschaft geeignet. Große Mengen können allerdings stimulierend auf die Gebärmutter wirken.

In üblichen Mengen als Tee genossen ist Pfefferminze völlig unbedenklich und kann hilfreich gegen Übelkeit und Erbrechen sein. Reines Pfefferminzöl sollte allerdings nicht in der Schwangerschaft verwendet werden. Auch bei Sodbrennen ist Vorsicht geboten, da Pfefferminze die Magensäureproduktion steigern kann.

Fenchel wirkt gegen Blähungen und Magenkrämpfe, fördert die Verdauung und unterstützt die Milchbildung. So ist er bestens in der Schwangerschaft und Stillzeit geeignet.

Kamillentee ist als wohltuendes Getränk für Magen und Darm bekannt und kann in der Schwangerschaft völlig unbedenklich getrunken werden. Außerdem wirkt er beruhigend, krampflösend, antibakteriell und gegen Pilzerkrankungen.

Ähnlich wie Kamille wirkt auch Melisse gut bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, ist krampflösend sowie antiviral.

Hagebutte enthält viel Vitamin C und kann so das Immunsystem stimulieren. Außerdem wirkt Hagebuttentee leicht abführend und verdauungsfördernd und kann so einer Verstopfung, die häufig in der Schwangerschaft auftritt, entgegenwirken. Weiterhin kann Hagebutte schmerzlindernd sein.

Ingwer stärkt das Immunsystem und kann hilfreich bei Erkältungen sein. Außerdem ist Ingwer krampflösend und verdauungsfördernd. Er kann Beschwerden wie Schwangerschaftsübelkeit und Erbrechen mildern. Bis zu 6 g frischer Ingwer täglich sind in der Schwangerschaft geeignet. Höhere Dosen sind bedenklich, da Ingwer Wehen auslösend wirken kann.

Stilltee ist kein Muss

Viele Frauen zwingen sich regelrecht zum Trinken von Stilltees, da sie davon ausgehen, dass er wichtig für die Milchbildung sei und wohltuend auf das Baby wirkt. Die Wirkung dieser Tees wird jedoch völlig überschätzt. Einzig und allein für Bockshornklee gibt es Studien, die eine Wirkung auf die Milchbildung bestätigen. Außer Bockshornklee befinden sich häufig Anis, Kümmel, Fenchel, Melisse oder auch Zitronenverbene in Stilltees. In vielen Stilltees ist noch nicht einmal Bockshornklee enthalten. Wer Stilltee vom Geschmack her nicht mag, kann ihn beruhigt weglassen und gegen ein anderes Getränk ersetzen. Um die Milchbildung anzuregen, ist es insbesondere wichtig, das Baby häufig an die Brust anzulegen. Auch eine Reduktion von Stress kann sich positiv auf die Milchbildung auswirken. Eine heiße Tasse Stilltee als entspannte Teezeit kann so auch ohne wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung positiv auf die Mutter und die Milchbildung wirken.

Kamillentee in der Schwangerschaft? Welchen Tee in der Stillzeit trinken?

Im Vamily Tee-Lexikon findest Du die Antworten. Erhalte eine Übersicht über die hilfreichsten Tees, die die wundervolle Zeit Deiner Schwangerschaft liebevoll unterstützen. Das Tee-Lexikon wird stetig erweitert…

Wichtig! Hausmittel, wie Tee, können Nebenwirkungen haben und sind nicht generell für jeden geeignet. Sprecht deshalb vor der Anwendung mit Eurem Arzt oder Apotheker!

Abstilltee

Stillen ist nicht nur die bloße Nahrungsaufnahme des Babys. Darüber hinaus ist es ein sehr emotionaler und bindender Vorgang zwischen Mutter und Kind. Daher kann auch nicht gesagt werden, wann der richtige Zeitpunkt zum Abstillen ist – den gibt es einfach nicht.

Wenn es dann so weit ist, sollte das Ganze in kleinen Schritten vor sich gehen. Zum einen, um das Baby schonend an die Nahrungsumstellung zu gewöhnen und zum anderen, damit sich das Brustgewebe ganz langsam zurück entwickeln kann. Heilkräuter, wie Pfefferminze und Salbei schränken den Milchfluss langsam ein.

Abstilltee kann auch bei übermäßigem Muttermilchfluss getrunken werden.

Rezept:

  • 60 Gramm Salbei
  • 40 Gramm Pfefferminze
  • 30 Gramm Walnussblätter
  • 30 Gramm Hopfenblüten
  • 20 Gramm Rosmarin
  • 20 Gramm Zitronenverbene

Diese Kräuter werden gut vermischt und anschließend in eine Teedose befüllt. Für eine Tasse Abstilltee gibst Du einen Teelöffel dieser Mischung in ein Tee-Ei und lässt das Ganze zehn Minuten ziehen. Mehr als zwei Tassen des Kräutertees solltest Du am Tag nicht trinken.

Brennnesseltee

Die Heilkräfte der Brennnessel können auf eine jahrhundertelange Tradition zurückgreifen: Verschiedene Wirkstoffe tragen erheblich zum körperlichen Wohlbefinden und die Gesundheit bei. Vitamin C, Provitamin A, Chlorophyll, Phosphor, Stickstoff, Folsäure, Amin, Kalk, Eisen, Magnesium, Kalium und Kieselsäure bewirken in ihrer Gesamtheit wahre Wunder. Sie beruhigen sowie entspannen Geist, Körper und Seele. Ganz klassisch ist Brennnesseltee zudem für seine entwässernde, blutreinigende und entgiftende Wirkung bekannt.

Für einen frischen Brennnesseltee werden zehn Teelöffel frische oder auch getrocknete Blätter mit einem Liter gekochtem Wasser. Diesen Aufguss lässt Du zehn Minuten ziehen und gießt das Ganze durch ein feines Sieb.

In der Schwangerschaft ist von Brennnesseltee, wie von allen entwässernden Tees, abzuraten.

Ceylontee

Ceylontee kommt aus den Anbaugebieten Nuwara Eliya, Dimbula und Uva des Inselstaates Sri Lanka, dem ehemaligen Ceylon. Die hauptsächlich schwarze Teesorte zeichnet sich durch ihr mittelkräftiges, leicht malziges sowie zitrusartiges, herbes und frisches Aroma aus. Da Ceylontee zu den Schwarztees gehört, sollte er in der Schwangerschaft und Stillzeit nur in Maßen, bis zu zwei Tassen am Tag, genossen werden. Wer ganz sicher gehen möchte, lässt den Tee etwas länger ziehen – die höhere Anzahl an Gerbstoffen vermindert die Koffeinaufnahme im Magen. Als Alternative kann auch ein zweiter Aufguss gemacht werden, welcher dann weniger Koffein enthält oder ganz auf entkoffeinierte Sorten zurückgreifen.

Eisenkraut-Tee

Eisenkraut gilt allgemein als wehenfördernd und geburtseinleitend! Außerhalb der Schwangerschaft kann man Eisenkraut-Tee z.B. bei Blutarmut, Erkältung, Erschöpfungszuständen, Nieren- und Lebererkrankungen, sowie bei rheumatischen Erkrankungen, Verstopfung und vielem mehr anwenden.

Wichtig! Haltet in der Schwangerschaft grundsätzlich immer Rücksprache mit einem Arzt oder einer Hebamme bevor Ihr Eisenkraut als Tee oder Tinktur oder einen anderen Tee innerlich nutzen möchtet.

Meine persönliche Erfahrung mit Eisenkraut in meiner 2. Schwangerschaft:

Ich habe irgendwie die Dosierung nicht gewusst und insgesamt ca. 2 Liter getrunken. Nach ca. 4-6 Stunden ging es dann richtig zur Sache :-). Ich hatte den Nachmittag immer schon leichte Wehen, so dass wir unsere Tochter bereits zu Freunden gebracht hatten. Wir wollten gerne zu hause bleiben beim zweiten Mal.

Da wir die Geburt etwas anschieben wollten (beim ersten Mal hat es ziemlich lange gedauert), habe ich also Eisenkrauttee getrunken, 2 Liter über ca. 4 Stunden. Da die Wehen erstmal nur regelmäßig aber nicht stark waren, ist meine Hebamme, nachdem sie mich noch einmal untersucht hatte, noch mal nach Hause gefahren. Wir sollten schlafen und uns ausruhen. Kaum lagen wir gegen 23:30h im Bett, platzte meine Fruchtblase. Da das in der ersten Schwangerschaft danach aber auch noch Stunden dauerte, ehe die richtigen Geburtswehen losgingen, waren wir entspannt.

Mein Mann rief die Hebamme an und erzählte ihr, was geschehen war und das sie sich ruhig Zeit lassen könnte. Während die beiden allerdings telefonierten, veränderten sich bei mir die Wehen schlagartig und wurden ziemlich heftig, so dass ich nur neben meinem Mann stand und rumfuchtelte, sie solle sich bloß beeilen. Nach 30 Minuten stand sie dann endlich in der Tür (es gab mal wieder keinen Parkplatz vor unsere Tür)! Ich hatte schon echt heftige Wehen und war erleichtert sie zu sehen. Wir atmeten und tönten dann gute zweieinhalb Stunden zusammen bis schlussendlich ein quitschvergnügnter, kleiner Junge in meinen Armen lag. Ich war überglücklich.

Im Nachhinein vermute ich, dass ich etwas zu viel Eisenkrauttee getrunken habe, da die Wehen echt krass waren. Die Geburt war insgesamt kurz und heftig, aber wundervoll!

Mein Tipp: Eisenkraut mit bedacht benutzen ;-)!

Fencheltee – Wirkung

Fencheltee ist mild und durch seine beruhigende Wirkung während der Schwangerschaft sowie Stillzeit sehr zu empfehlen. Die ätherischen Öle des Fencheltees wirken entkrampfend, schleimlösend, appetitanregend, antiseptisch und verdauungsfördernd. Die krampflösende Wirkung hat sich zudem bei Kleinkinderkoliken, gerade in den ersten drei Lebensmonaten, lange bewährt.

Der sanft süßlich schmeckende Teeaufguss eignet sich hervorragend in der Schwangerschaft gegen jegliche Art von Magenbeschwerden. Ich habe ihn unter jeder meiner 3 Geburten – leicht gesüßt – literweise getrunken. Fencheltee macht das Gewebe weich und ist so schön umhüllend mit seinem lieblichen Geschmack. Auch für Baby’s Verdauungsbeschwerden absolut empfehlenswert!

Himbeerblättertee

Himbeerblätter sind die Klassiker in der Schwangerschafts-Kräuterkunde. In den letzten Schwangerschaftswochen unterstützt dieser Tee auf natürliche Weise die Geburtsvorbereitung: Hebammen empfehlen das wohltuende und durchblutungsfördernde Getränk aufgrund seiner positiven Wirkung auf Muttermund und Gebärmutter. Krampfneigungen werden so gelockert und bei einigen Frauen der Muttermund auf natürliche Weise erweicht sowie leicht geöffnet. In den letzten Schwangerschaftswochen kann mit Himbeerblättertee die Geburt sanft vorbereitet werden und selbst einem Dammriss vorbeugen (Dammschnittprophylaxe).

Bis zur 37. Schwangerschaftswoche sollte der Tee aufgrund seiner Wirkungsweise nicht angewendet werden. Zu Beginn der Schwangerschaft kann eine Tasse am Tag jedoch die Schwangerschafts-Übelkeit etwas mildern. (Aber immer mit der Hebamme absprechen!)

Ingwertee bei Schwangerschaft und in der Stilzeit

Ingwer enthält neben den verschiedensten Vitaminen sowie Mineralien wie Eisen, Kalzium und Kalium ein breites Spektrum wirksamer Inhaltsstoffe, beispielsweise Scharfstoffe, Diarylheptanoide und ätherische Öle. Dadurch hat der Tee eine positive Wirkung auf den Magen- und Darmtrakt.

Traditionell wird Ingwer zudem als Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen eingesetzt. Schwangere sollten jedoch gerade in der Frühschwangerschaft nicht zu diesem natürlichen Mittel greifen, da Ingwertee eine wehenfördernde Wirkung hat. Auch danach ist der Genuss nur in Absprache mit dem Arzt oder der Hebamme zu empfehlen.

Kanne mit frisch aufgegossenem Ingwertee

Ingwertee selbst zubereiten? Nichts leichter als das!

Dafür schälst Du ein Ingwerrhizom, um es dann in ganz dünne Scheiben zu schneiden. Diese werden in kochendes Wasser gegeben und etwa zehn Minuten ziehen gelassen. Mit etwas frischem Zitronensaft und braunem Zucker, Agavendicksaft oder Ahornsirup rundest Du dieses Geschmackserlebnis perfekt ab.

Kamillentee – Wirkung – Kamillentee in der Schnwagerschaft

Der Kamillentee ist einer der beliebtesten und bekanntesten Kräutertees. Er ist nicht nur wohlschmeckend, sondern besitzt darüber hinaus die verschiedensten positiven Wirkungen bei Beschwerden aller Art. Qualitativ hochwertiger als der handelsübliche Tee sind ganze Kamillenblüten, welche in Teegeschäften oder Apotheken erhältlich sind. Kamille ist ein absolutes Allround-Heilkraut, dass man immer im Hause haben sollte! Ob als Tee, zum Inhalieren oder als Sitzbad -Kamillenblüten sind einfach unschlagbar in ihrer vielfältigen Wirkung! In der Schwangerschaft und Stillzeit ist Kamillentee uneingeschränkt zu empfehlen.

Eigenschaften von Kamillentee:

  • beruhigend
  • entzündungshemmend
  • schleimhautschützend
  • wundheilend
  • krampfstillend
  • austrocknend
  • blähungswidrig

Lapachotee

Lapacho – von den Indianern als „Baum des Lebens“ bezeichnet, stammt von Bäumen Mittel- und Südamerikas. Dieser Tee zeichnet sich durch sein erdiges Aroma in Kombination mit einer süßlichen Vanillenote aus.

Zu den Inhaltsstoffen gehören Eisen, Kalzium, Barium, Strontium, Bor, Kalium, Lapachol und Jod. Lapachotee wirkt antiviral, beruhigend sowie schweiß- und harntreibend. Darüber hinaus fördert er die Bildung von roten Blutkörperchen und schafft auf diese Weise eine optimale Sauerstoffversorgung des Blutes. Weiterhin stärken die verschiedensten Substanzen das Immunsystem und senken auf natürliche Weise den Blutdruck. In Südamerika und der USA wird dieser Tee selbst bei Zuckerkrankheiten und Krebs eingesetzt.

Da er keine Gerbstoffe sowie kein Koffein enthält, wird Lapachotee oftmals für Schwangere und Stillende empfohlen, während andere ihn in die Kategorie der verbotenen Tees einordnen. Ich möchte wegen der widersprüchlichen Aussagen eindrücklich von dem Genuss in dieser Zeit abraten!

Ostfriesentee

Diese kräftige Teemischung aus Ostfriesland besteht aus bis zu zehn Sorten Schwarztee, in erster Linie Assam. Auch Kräuter aus Afrika und Sri Lanka (Ceylon) sowie Darjeeling-, Sumatra- und Javasorten werden dazu gemischt.

Schwangere und Stillende sollten aufgrund der anregenden Wirkung nicht mehr als zwei Tassen Ostfriesentee am Tag genießen.

Schwangere Frau trinkt Ostfriesentee

Pfefferminztee

Pfefferminztee gehört zweifelsohne zu den Klassikern unter Teekennern. Nicht nur als wohltuendes Getränk, sondern auch wegen seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten als Arzneitee. Er wirkt beruhigend, verdauungsfördernd, krampflösend, auswurffördernd, entzündungshemmend, desinfizierend und galletreibend.

Im Handel wird dieser in Teebeuteln angeboten, wer mag, kann sich diesen aber auch ganz einfach selbst herstellen: Für einen frischen Pfefferminztee werden einige Blätter geerntet, gewaschen und dann einfach mit kochendem Wasser in der Teekanne aufgegossen. Nach zehn Minuten hat er sein Aroma entfaltet und kann genossen werden.

In der Stillzeit ist von Pfefferminztee abzuraten, da er wie Salbei die Milchbildung hemmt.

Roibuschtee

Der fruchtig süße Roibuschtee stammt aus dem Gebiet der Zederberge in Südafrika. Dieser enthält wenig Gerbstoffe, ist mild sowie koffeinfrei. Als einer der beliebtesten Kräutertees ist er daher ebenfalls für Schwangere und Stillende, aber auch für Kleinkinder, bekömmlich.

Roibuschtee kann durch seine Fülle an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien überzeugen: Kupfer für die Vitamin C- und Eisenverwertung, Fluor, Kalium, Natrium, Kalzium, Magnesium, Zink, Vitamin C, Phenolsäure, Rutin, um nur einige zu nennen. Darüber hinaus wirken die enthaltenen Flavonoide krampflösend auf den Darm und sind somit auch ein wirksames Mittel gegen Unruhe sowie Koliken bei Babys. Darüber hinaus wirkt dieser Tee antibakteriell und kann somit gegen Entzündungen im Mundraum eingesetzt werden, zudem helfen die Wirkstoffe bei Durchblutungsstörungen, Erkältungskrankheiten und Magenleiden. Die Inhaltsstoffe Quercitrin und Quercetin haben einen positiven Einfluss auf das Glückshormon Serotonin, daher können mit Roibuschtee auch Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Depressionen auf sanfte Weise behandelt werden. Weiterhin lindern die Inhaltsstoffe dieses Kräutertees Allergiesymptome wie Asthma, Hausstauballergien und Heuschnupfen.

Durch den hohen Vitamin C und Eisengehalt werden die Babys in der Schwangerschaft wie auch Stillzeit optimal versorgt. Nicht zuletzt fördert Roibuschtee die Bildung von Muttermilch.
Rooibos-Tee bei amazon hier erhältlich: Rotbusch-Tee (lose) – Premium Qualität Long Cut – Vegan Rooibos*

Salbeitee

Salbeitee war aufgrund seiner Heilkraft bereits im Altertum bekannt. Dieses Hausmittel enthält die verschiedensten ätherischen Öle, Vitamine, Gerbstoffe und Flavonoide. Zudem wirkt er krampflösend, entzündungshemmend, desinfizierend und schweißhemmend.

In der Schwangerschaft sollten nicht mehr als zwei Tassen am Tag getrunken werden. Frei nach Paracelsus: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht´s, dass ein Ding kein Gift sei.“ In der Stillzeit hingegen sollte auf Salbeitee verzichtet werden, da er die Muttermilchbildung hemmt.

Schwangerschaftstee kbA

Der Schwangerschaftstee kbA „Ich freu mich auf Dich“ von der Bahnhofs-Apotheke (Rezept nach Ingeborg Stadelmann) ist eine harmonische Mischung aller in der Schwangerschaft wohltuenden Kräuter. Ich liebe diesen Tee (und auch alle anderen aus der Bahnhofsapotheke)!

Folgende Kräuter sind in dieser Teemischung enthalten:

Brennnesselkraut: verbessert die Aufnahme von Eisen und die Wasserausscheidung über die Niere, wirkt also allgemein sanft entwässernd.

  • Frauenmantelkraut: unterstützt insgesamt die hormonelle Situation während der Schwangerschaft.
  • Johanniskraut: stärkt die Nerven durch seine antidepressive Wirkung.
  • Melissenblätter: wirken beruhigend und fördern einen guten und gesunden Schlaf.
  • Schafgarbenkraut: fördert die Blutgerinnung und wirkt zusätzlich entzündungshemmend.
  • Schachtelhalm bzw. Zinnkraut: wirkt harntreibend und fördert dadurch die Wasserausscheidung.

Die Kemptener Bahnhofsapotheke ist der absolute Geheimtipp der Hebammen und von mir. Die haben wirklich tolle Teemischungen, Aromaöle und Salbenmischungen. Alles demeter Qualität oder aber mindestens Bio. (Hier der Link: https://shop.bahnhof-apotheke.de/product/schwangerschaftstee-kba-140g.1339.html)

Stilltee

Bestimmte Kräutertees können die Milchbildung in der Stillzeit unterstützen oder anregen: Frauenkräuter haben kräftigende Eigenschaften und leiten den Milchfluss ein. Gerade bei Stillproblemen kann eine Tasse Stilltee oft wahre Wunder bewirken.

Diese Teemischung ist in jeder Apotheke, aber auch in Drogerie- oder Babymärkten erhältlich.

Stilltee bei amazon hier erhältlich: „Mutterglück“ BIO Stilltee – 80g loser Kräutertee*

Lust auf ein eigenes Rezept?

Mein persönlicher Stilltee

  • 40 Gramm Bockshornklee
  • 40 Gramm Anissamen
  • 40 Gramm Geißraute
  • 20 Gramm Lavendel
  • 20 Gramm Brennnessel
  • 20 Gramm Fenchel
  • 20 Gramm Melisse
  • 20 Gramm Majoran

Diese Kräuter werden gut gemischt und anschließend in eine große Teedose gefüllt. Für einen Aufguss nimmst Du einen Teelöffel pro Tasse (ich persönlich verwende gern ganz klassisch ein Tee-Ei). Zehn Minuten ziehen lassen und dann ganz in Ruhe genießen.

Stillbücher Empfehlung

Das Stillen sollte Sie nicht überfordern. Im Gegenteil: die wichtige und intensive Zeit für ihr Kind sollten Sie ernst nehmen und letztendlich genießen können zusammen mit ihrem Kind. Einen umfassenden Ratgeber bietet Ihnen das Bestseller Stillbuch von Hannah Lothrop.*

Vielen Dank an die Autorin für diesen tollen Ratgeber!

Nachtrag: Der Artikel wurde inzwischen erweitert von mir.

Tee in der Schwangerschaft und Stillzeit

Auch in dieser besonderen Zeit müsst ihr nicht auf euren Tee verzichten.
Da ich selbst leidenschaftlich gerne Tee trinke war ich zu Beginn meiner ersten Schwangerschaft etwas verunsichert, welche Tees für mich gut sind. Neben eigener Recherche stand mir auch immer meine Hebamme mit Rat und Tat zur Seite und kannte gegen so manches Schwangerschaftswehwechen eine wohltuende Teezubereitung. Mir haben die folgenden Empfehlungen während der Schwangerschaft und Stillzeit sehr geholfen.

Grüner und schwarzer Tee wirken durch das enthaltene Koffein anregend, deshalb solltet ihr nicht mehr als 2 Tassen täglich davon trinken oder auf eine koffeinfreie Variante umsteigen. Gerade in der Stillzeit empfiehlt sich der Genuss von koffeinhaltigen Getränken nur nach einer Stillmahlzeit, denn das Koffein wird über die Muttermilch an euer Baby weitergegeben und wirkt nun einmal anregend.

Früchte- und Kräutertees sind besonders gut als Durstlöscher geeignet. Für die Stillzeit gibt es wunderbare Teemischungen ohne Pfefferminze und Salbei, da diese abstillend wirken können. Bei Früchtetees empfehle ich milde Varianten ohne Hagebutte und Hibiskus, so vermeidet ihr eventuelles “wundsein“ durch zu viel Fruchtsäure bei eurem Baby. Und in der Sommerzeit eignen sich diese milden Tees auch noch hervorragend für die Zubereitung von Eistee.

Ingwer und Pfefferminze haben sich vor allem bei der anfänglichen Morgenübelkeit bewährt. Achtet auch hier darauf, dass ihr den Tee nicht über einen längeren Zeitraum und in großen Mengen trinkt.

Bei einem empfindlichen Magen, Sodbrennen oder schlechtem Schlaf kann eine große Tasse Kamillentee Abhilfe schaffen, diesem Tee sagt man eine entzündungshemmende und beruhigende Wirkung nach.

Kräuter auf die ihr gänzlich verzichten solltet, da sie wehenanregend wirken, sind Eisenkraut, Brombeerblätter, Frauenmantel, Schafgarbe und Wermutkraut.

Himbeerblätter werden von Hebammen in den letzten Schwangerschaftswochen empfohlen, durch ihre positive Wirkung auf Muttermund und Gebärmutter und die durchblutungsfördernden Eigenschaften eignen sie sich besonders um die Geburt sanft vorzubereiten. Ich habe ab der 35. Schwangerschaftswoche 3 bis 5 Tassen täglich getrunken. Hier ist es sehr wichtig, dass ihr euch mit eurer Hebamme absprecht, ab wann und wieviel Himbeerblättertee ihr trinken sollt!

Gerade am Anfang der Stillzeit hat sich Fencheltee bewährt. Mit seiner krampflösenden und verdauungsfördernden Wirkung kann er bei Kleinkindkoliken in den ersten 3 Lebensmonaten sehr hilfreich sein. Zudem regt Fenchel auch noch die Milchbildung an und ist deshalb auch in vielen Stilltees zu finden. Durch seine positive Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt hat er mir besonders über die Zeit der morgendlichen Übelkeit hinweg geholfen.

Um generell unerwünschte Wirkungen zu vermeiden, sollte ihr öfter die Teesorte wechseln und Tees lieber in Maßen trinken. Solltet ihr euch unsicher sein, oder Fragen zu Teemischungen haben, helfen wir euch gerne weiter.
Eure Ines

Hier gibt es weitere Informationen und Wissenswertes rund um Tee.

Koffeinhaltige Getränke beim Stillen nur in Maßen genießen

Ein Baby braucht mehr als 3 Tage, um das aufgenommene Koffein wieder abzubauen. Das kann zu Unruhe, Bauchschmerzen und Blähungen beim Säugling führen. Deshalb empfiehlt man stillenden Müttern, koffeinhaltige Getränke nur in Maßen und möglichst nach dem Stillen zu sich nehmen ….

Stillende Mütter sollten ihren Koffein-Konsum einschränken. Denn Koffein geht in die Muttermilch über. Der Körper eines Babys kann Koffein noch nicht ausreichend verarbeiten, so dass sich diese Substanz anhäuft. Ein Baby braucht mehr als 3 Tage, um das aufgenommene Koffein wieder abzubauen. Das kann zu Unruhe, Bauchschmerzen und Blähungen beim Säugling führen. Deshalb empfiehlt man stillenden Müttern, koffeinhaltige Getränke nur in Maßen und möglichst nach dem Stillen zu sich nehmen. Dann ist der Koffein-Spiegel der Muttermilch zumindest gesunken. „Koffein findet sich nicht nur im Kaffee, sondern auch in vielen Soft-Drinks, Sportgetränken, speziell schwarzem Tee, Schokolade und einigen rezeptfreien Medikamenten. Darauf sollten Mütter achten, wenn sie sich auf die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen 300 mg pro Tag beschränken wollen. Das entspricht etwa zwei bis drei Tassen Kaffee täglich“, rät Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin in Weimar sowie Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen.

„Es fehlen Untersuchungen darüber, welche Mengen ‚sicher’ für stillende Mütter und ihr Kind sind. Doch aus Erfahrung weiß man, dass viel Kaffee Schlafstörungen beim Baby verursachen kann“, so Dr. Niehaus. Die amerikanische Kinder- und Jugendärztin Dr. R. Lawrence berichtet sogar von einem Kind mit Krampfanfällen, dessen Mutter den ganzen Tag über Kaffee getrunken hatte. Die Ärztin macht Eltern darauf aufmerksam, dass sich bei Unsicherheiten der Koffein-Spiegel eines Kindes im Blut bestimmen lässt.

Ein Espresso (50 ml) enthält etwa 50 mg Koffein, eine Tasse Filterkaffee (125 ml) etwa 80-120 mg, 200 ml Cola beinhaltet ca. 20-50 mg und Milchschokolade (100 g) ca. 20 mg Koffein. Je länger schwarzer oder grüner Tee zieht, desto mehr Koffein geht ins Teewasser über. Zucker und Milch verzögern die Aufnahme des Koffeins. Mit einer ‚normalen’ Tasse schwarzen Tee (125 ml) konsumiert eine Mutter 30-60 mg Koffein. Erst 10 g Koffein sind für einen Menschen tödlich.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.