Kräuter in der stillzeit

Inhalte

In der Natur gibt es viele Gewürze und Kräuter, die unsere alltägliche Küche verfeinern und einen guten Effekt auf unsere Gesundheit haben. Doch gerade im Bereich der Kräuter, Gewürze und Pflanzen lauern für schwangere Frauen so einige Tücken. Wir stellen Ihnen fünf Pflanzen vor, die Sie während der Schwangerschaft nicht essen sollten, da sie frühzeitige Wehen auslösen können.

1. Salbei

Salbei ist ein unglaublich gutes Mittel bei Halsschmerzen und Heiserkeit, denn er wirkt antibakteriell und schmerzlindernd. Das perfekte Hausmittel bei einer anstehenden Erkältung – außer in der Schwangerschaft. Salbei hat in größeren Mengen aber eine wehenfördernde Wirkung und sollte bis zum Ende der Schwangerschaft gemieden werden. Besonders beim Genuss eines Salbei-Tees kann es schnell zu einer Überdosierung kommen.

2. Basilikum-Öl

Während Basilikum als Küchenkraut völlig unbedenklich ist, sollten Sie in der Schwangerschaft auf das intensive und sehr aromatische Basilikum-Öl verzichten. Das stimuliert nämlich die Gebärmutter stark und kann Wehen auslösen. Später allerdings kann es beim Einsetzen der ersten Wehen verwendet werden, um die Geburt zu beschleunigen.

3. Zimt

Gewürze wie Zimt, Ingwer, Kardamom und Nelke enthalten eine hohe Konzentration an Kamphen. Dieser Stoff erwärmt den Unterleib und regt die Durchblutung an – auch in der Gebärmutter. Eine übermäßige Verwendung in der Küche kann sich also negativ auf die Schwangerschaft auswirken. Das bedeutet jedoch nicht, dass Lebkuchen, Zimtschnecken oder die indische Küche vollständig vom Speiseplan verschwinden müssen: In Maßen und als Küchenkraut angewandt ist Zimt harmlos

4. Aloe Vera

Die sonst so gesunde und erfrischende Aloe Vera wirkt abführend, was gleichzeitig verfrühte Wehen auslösen kann. Verzichten Sie also auf die innerliche Anwendung der Pflanze. Salben und Cremes zur äußerlichen Anwendung sind aber unbedenklich.

5. Wacholder

Herzhafte Gerichte wie Suppen und Eintöpfe verfeinert die Wacholderbeere wunderbar, doch auf die Gebärmutter haben die dunklen Beeren und das Wacholder-Öl eine stark stimulierende Wirkung. Der Wacholder sollte deswegen als Tee oder Gewürz während der Schwangerschaft gemieden werden. Beim Einsetzen der Wehen kann er jedoch sehr hilfreich sein und die Geburt erleichtern.

Sie müssen keineswegs vollständig auf die genannten Gewürze und Kräuter verzichten, sollten aber auf Ihren eigenen Körper hören: Schränken Sie Ihren Konsum der jeweiligen Nahrungsmittel ein und meiden Sie die Verwendung hochkonzentrierter Öle.

STAR-EMPFEHLUNGEN FÜR DICH

Erhalte sofort alle Neuigkeiten zu deinen Stars, indem du ihnen folgst!

Kräuter in der Schwangerschaft

Natürliche Ernährung ist besonders während einer Schwangerschaft sehr wichtig für Mutter und Fötus. Jedoch gehört etwas Erfahrung dazu, in der richtigen Menge zum richtigen Zeitpunkt Kräuter in diesem Zeitraum zu verwenden.

Als Grundsatz können Sie in vielen Fällen hierauf vertrauen: Verwenden Sie so wenig wie möglich von den erlaubten Kräutern und nur so viel wie nötig davon. Es gibt allerdings auch Ausnahmen, nämlich Kräuter, die Ihren Schwangerschaftsverlauf zum Risiko machen könnten. Auch hierüber erfahren Sie die wichtigsten Erklärungen für Ihre fürsorgliche Ernährungspraxis.

Erlaubte Kräuter in der Schwangerschaft

Do’s und dont’s in der Schwangerschaft

Wir stellen im folgenden verschiedene Heilkräuter vor, die positive Eigenschaften in der Schwangerschaft haben können. Im Anschluss daran gibt es ebenfalls eine Auflistung der Heilpflanzen, die Sie vermeiden sollten, um möglichen Risiken aus dem Weg zu gehen. Natürlich sollte man trotzdem den möglichen Einsatz der Heilkräuter immer mit dem Arzt besprechen. Nur er sollte entscheiden, ob und welche Behandlung bei welchen Beschwerden sinnvoll ist.

Umfassend erklärt und mit vielen Rezepten – Unser Buchtipp:



Kräuterhandbuch für Mutter und Kind. Natürliche Kräfte wohltuend nutzen

€24,95
Kostenloser Versand Jetzt Kaufen
Amazon

Ein tolles Buch mit vielen wertvollen Tipps

Hilfreiche Heilkräuter und deren Wirkung

Anis ist ein gängiges Küchengewürz und auch als Teemischung beliebt. Gering dosiert ist er unbedenklich. Seine Kräuterwirkung entfaltet sich bei hoher Dosierung als Stimulanz der Gebärmutter. Während der Schwangerschaft ist diese Wirkung vor und während des Geburtsvorganges positiv.

Bockshornklee wird als Tee oder Gewürz verwendet, überwiegend in Speisen der arabischen Welt, aus Asien oder den USA. Schwangere sollten bis zum natürlichen Beginn der Wehen nur sparsam damit umgehen.

Eisenkraut wirkt bei Bronchitis und Verdauungsproblemen, allerdings auch stimulierend auf die Gebärmutter. Besser weichen Sie während der Schwangerschaft auf andere Heilmethoden aus. Zur Unterstützung der Wehentätigkeit ist es wiederum gut geeignet.

Fenchel in normaler Menge ist während der Schwangerschaft als Tee oder Küchengewürz unbedenklich. Allerdings liegt im Fenchelöl eine intensive Dosierung vor, weshalb dies nicht für Schwangere geeignet ist.

Himbeerlaub dient als Heilkraut zur Entspannung der Muskulatur. Während der Schwangerschaft eignet es sich nicht zur Verwendung. Doch erleichtert es den Geburtsvorgang und hat leicht schmerzstillende Auswirkungen auf die Wehen.

Das Öl von Jasmin oder Kamille ist in kleinen Mengen unbedenklich, besser jedoch erst zur Schmerzlinderung während der Geburt im Einsatz. Beide Heilkräuter können ansonsten in normaler Menge auch während der Schwangerschaft genossen werden.

Lavendel ist wegen seiner beruhigenden Wirkung als Kraut oder Tee beliebt. Während Babys ihn gut vertragen, sollte er in der Schwangerschaft nur sparsam verzehrt werden.

Liebstöckel ist während der Schwangerschaft nur sparsam zum Verzehr geeignet, beschleunigt und erleichtert allerdings bei langwierigen Geburten den Geburtsvorgang.

Myrrhe wird hauptsächlich zur Pflege und Heilung der Mundschleimhäute eingesetzt. Schlucken Sie Spülungen mit den Extrakten der Myrrhe nicht hinunter und belassen Sie den Gebrauch dieses Krauts während der Schwangerschaft bei Ausnahmen. Höhere Dosierungen können Frühwehen auslösen.

Passionsblume löst Krämpfe, lindert Angstzustände und eignet sich in geringer Dosierung als Beruhigungskraut gegen Schlafstörungen. Nur eine sehr hohe Dosierung wirkt stimulierend auf die Gebärmutter und ist erst während des Geburtsvorgangs empfehlenswert.

Petersilie ist ein kräftiger Vitamin-C-Spender, jedoch über den Gebrauch als Küchenkraut hinaus in der Schwangerschaft ungünstig. Große Mengen wirken abführend und damit nachteilig auf die Versorgung des Fötus.

Das Öl der Pfefferminze kann während der Schwangerschaft fötale Störungen auslösen. Tee vom getrockneten Blatt der Pfefferminze ist bei normalem Genuss unbedenklich.

Rosmarin ist wegen seiner anregenden Wirkung eine gute Kreislaufunterstützung während der Schwangerschaft. Allerdings sollte er als Gewürz nur in geringer Dosierung, als Öl gar nicht verwendet werden.

Salbei dürfen Sie als Tee oder Gewürz während der Schwangerschaft bedenkenlos genießen. Allerdings sollten Sie während der anschließenden Stillzeit darauf verzichten, weil dieses Kraut die Milchbildung hemmt. Nach Penelope Ody, Mitglied des National Institute of Medical Herbalists in Großbritannien gilt Salbei in ihrem Buch “Kräuter für eine gesunde Schwangerschaft: Von der Empfängnis bis zur Gebut” in großen Mengen zu einer Stimulierung der Hormone und Gebärmutter. Somit ist Salbei nur stark eingeschränkt zu nutzen und man sollte hier besonders vorsichtig sein.

Schafgarbe als „Frauenkraut“ genießen Sie während der Schwangerschaft besser mit Vorsicht. Während der Geburt stimuliert es positiv die Gebärmutter.

Thymian mit seiner desinfizierenden Wirkung befreit auch die Atemwege. Seine Bedenklichkeit in der Schwangerschaft ist umstritten, küchenübliche Mengen zum Würzen sind jedoch stets erlaubt.

Zimt unterstützt die Behandlung der Zuckerkrankheit Diabetes. In der Küche empfehlen Fachleute generell seinen besonders sparsamen Einsatz. Dies gilt ganz besonders für die Schwangerschaft. Natürlich dürfen Sie damit weiterhin in gewohnter Dosierung Ihre Speisen verfeinern.

Übersicht der erlaubten Heilkräuter

  • Anis
  • Bockshornklee
  • Eisenkraut
  • Fenchel
  • Himbeerlaub
  • Jasmin- / Kamillenöl
  • Lavendel
  • Liebstöckel
  • Myrrhe
  • Passionsblume
  • Petersilie
  • Pfefferminzöl
  • Rosmarin
  • Salbei
  • Schafgarbe
  • Thymian
  • Zimt

Tabukräuter während der Schwangerschaft

Die hier beschriebenen Heilpflanzen sollten Schwangere nach Möglichkeit vermeiden, da sie sich negativ auf die werdende Mutter und das Ungeborene auswirken können. Die Liste stellt natürlich nur einen Auszug an Pflanzen dar und sollte dementsprechend eher als grober Wegweiser verstanden werden. Für genauere Informationen gilt es stets, den Arzt zu befragen.

Zu vermeidende Heilkräuter und deren Wirkung

Aloe Vera als Hautheilkraut wirkt stark abführend. Bei äußerlicher Verwendung dürfen Sie den Blattsaft auch während der Schwangerschaft verwenden.

Das Öl des Basilikum ist erst während der Wehentätigkeit erlaubt. Vorher stört die hohe Dosierung im Öl den Verlauf der Schwangerschaft bis hin zu Frühwehen.

Beifuß stärkt und schützt zwar das Immunsystem, kann aber während Ihrer Schwangerschaft Geburtsschäden hervorrufen. Selbst als Küchengewürz ist er deshalb während der entscheidenden Entwicklungsmonate tabu.

Berberitze ist vor allem wegen des hohen Anteils an Berberin schädlich während der Schwangerschaft. Frühwehen sind die größte Gefahr beim Genuss dieses Krauts.

Blutwurz gehört wegen ihrer wehenstimulierenden Inhalte nicht in Ihr Kräuterfach während der Schwangerschaft. Schon kleine Mengen lösen einen Brechreiz aus.

Chinarinde wird als traditionelles Heilkraut gegen Malaria verwendet, ist aber eigentlich giftig. Eine Überdosierung kann auch außerhalb einer Schwangerschaft ein Koma auslösen oder Sie erblinden lassen. Verzichten Sie deshalb unbedingt auch auf kleine Mengen davon.

Frauenmantel ist, wie sein Name schon sagt, ein traditionelles „Frauenkraut“. In der Schwangerschaft sollten Sie ihn nur während der Geburt genießen, da er ansonsten die Gebärmutter zu stark stimuliert.

Die rheumatisch positiven Wirkungen machen die Küchenschelle in homöopathischer Dosis zur wertvollen Heilpflanze. Jedoch gilt die Pflanze mit allen Bestandteilen als giftig und darf während Ihrer Schwangerschaft keinesfalls verwendet werden.

In der Behandlung von Bluthochdruck und Krebsleiden wird die Mistel fachkundig eingesetzt. Doch die hochwirksamen Bestandteile wandern in die Plazenta, was zu schweren Entwicklungsstörungen Ihres Fötus während der Schwangerschaft führt.

Der Rainfarn ist als traditionelle Heilpflanze nahezu aus der Mode gekommen. Das könnte dadurch bedingt sein, dass einige seiner Arten giftig sind. In jedem Fall kann der Genuss auch kleiner Mengen während Ihrer Schwangerschaft Geburtsschäden bedingen.

Schöllkraut behandelt Leiden der inneren Organe, wirkt beruhigend und krampflösend. Während der Schwangerschaft sollten Sie es jedoch meiden, da es für seine wehenauslösende Nebenwirkung auch in frühen Schwangerschaftsmonaten bekannt ist.

Verbotene Kräuter für Schwangere

  • Aloe Vera
  • Basilikumöl
  • Beifuß
  • Berberitze
  • Blutwurz
  • Chinarinde
  • Frauenmantel
  • Küchenschelle
  • Mistel
  • Rainfarn
  • Schöllkraut

Fazit

Falls Sie Ihren Schwangerschaftsverlauf unproblematisch meistern möchten, ist eine schwangerschaftsfreundliche Ernährung die beste Medizin dafür. Kräuter bedeuten keinen Vorteil in dieser Zeit. Ein Verzicht schadet weder Ihnen noch Ihrem Baby. Die Anwendung bestimmter Kräuter kann im Bedarfsfall allerdings vieles für Sie bewirken. Doch dosieren Sie solche erlaubten Ausnahmen immer unter ärztlicher Aufsicht, und gehen Sie sparsam mit diesen natürlichen Helfern um.

Schnittlauch, Dill & Co: Kräuter und Gewürze in der Schwangerschaft und beim Stillen

Zu einer gesunden Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit gehören Kräuter und Gewürze unbedingt dazu. Welche besonders gut verträglich sind und welchen Nutzen sie für Schwangere und Stillende haben können.

Vorsicht bei folgenden Kräutern in der Schwangerschaft

Das Wichtigste vorneweg: Von diesen Stoffen ist in der Schwangerschaft abzuraten. Sie enthalten Kampfer – und der gilt in größeren Mengen als Wehen-Auslöser. Aber keine Panik: In verzehrüblichen Mengen sind auch solche Kräuter und Gewürze in der Schwangerschaft unbedenklich. Allerdings: Besonders konzentrierte Kräuterextrakte wie Öle sollten Schwangere meiden.

  • Ingwer
  • Kardamom
  • Nelke
  • Oregano
  • Zimt

Beruhigende Kräuter bei vorzeitigen Wehen

Kräuter und Gewürzen können in der Schwangerschaft aber nicht nur vorzeitig Wehen auslösen, sie können auch beruhigend auf den Körper wirken und Wehen hemmen. Dabei helfen, z.B.

  • Baldrian
  • Hopfen
  • Johanniskraut
  • Majoran
  • Melisse

Schwangerschaft

Richtig essen in der Schwangerschaft

Weiterlesen Schwangerschaft Weiterlesen

Kräuter liefern wichtige Vitamine für Schwangere und Stillende

Für die Ernährung in der Schwangerschaft und der Stillzeit haben Küchenkräuter viel zu bieten, denn richtig ausgewählt, wirken sie anregend – und liefern reichlich Vitamine und Mineralstoffe.

  • Schnittlauch: Enthält viel Vitamin C, Magnesium und Eisen. Ein Mangel an diesen Nährstoffen ist nicht selten in der Schwangerschaft. Schnittlauch wirkt keimhemmend, magenstärkend und verdauungsfördernd.
  • Kresse: Enthält viel Eisen und Kalzium. Schmeckt auf einem Butterbrot besonders gut.
  • Dill: Enthält viel Kalzium und Eisen. Es fördert den Schlaf, lindert Blähungen und wirkt sowohl desinfizierend als auch milchbildend. Für die Ernährung in der Schwangerschaft ist Dill deshalb besonders wertvoll. Dill sollte nicht mitgekocht werden, sondern erst zum Ende der Garzeit über das Gericht gestreut werden.
  • Petersilie: reich an dem Schutzstoff Beta-Carotin, den Vitaminen B1, B2, C und E sowie an Kalzium und Eisen. Frisch wird die Petersilie über die fertige Speise gestreut, tiefgefroren oder getrocknet kocht sie mit. Stillende sollten aber nicht zu verschwenderisch damit umgehen, denn allzu viel Petersilie kann die Milchproduktion hemmen.

Lesetipp

Listerien in der Schwangerschaft: Sind die Bakterien wirklich so gefährlich?

Jetzt Lesen

Kräuter und ihre Wirkung in der Stillzeit

Hartnäckig hält sich das Gerücht, Knoblauch und Zwiebeln würden dem Baby schaden oder die Milch ungenießbar machen. Wer die übliche Dosierung einhält, hat in der Regel nichts zu befürchten. Und wenn die Mutter in der Schwangerschaft schon gerne ab und zu Knoblauch gegessen hat, kennen die Kinder den Geschmack und lehnen die Muttermilch auch mit Knoblauchnote normalerweise nicht ab.

Sehr sensible Babys können allerdings mit Blähungen oder Durchfall reagieren. Wenn man merkt, es bekommt den Baby nicht oder es mag die Milch nicht trinken, solltest du so gut es geht auf Knoblauch verzichten.

Dasselbe gilt generell für alle Gewürze und Kräuter: Merkst du, dass etwas deinem Baby nicht bekommt, solltest du während der Stillzeit darauf verzichten oder es nur sparsam verwenden.

Kräuter und Gewürze sind nicht nur als Nahrungsergänzung der allgemeinen Gesundheit zuträglich, sie können auch zielgerichtet als natürliche Medizin angewendet werden, z.B. um die Milchmenge zu reduzieren oder den Milchfluss anzuregen.

Milchbildende Kräuter

  • Dill
  • Basilikum
  • Brennnessel
  • Kümmel
  • Fenchel
  • Anis
  • Kreuzkümmel

Milchproduktion hemmende Kräuter

  • Petersilie
  • Hibiskus
  • Salbei
  • Pfefferminze

8 wichtige Lebensmittel in der Schwangerschaft

Bilderstrecke starten (6 Bilder)

Der Kümmel und seine heilende Wirkung

6. Juni 2018 8 Min.

Viele Kinder mögen puren Kümmel im Essen nicht, stark verdünnt in Form von Tees wird er aber selbst von den Kleinsten gerne getrunken. Gut so, denn Kümmel kann eine positive Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt haben und zum Beispiel Blähungen lindern. Ein Grund, sich die Heilpflanze genauer anzusehen.

So wirkt Kümmel gegen Blähungen und Co.

Kümmel wird in erster Linie gegen Verdauungsbeschwerden wie Blähungen eingesetzt. Genau genommen ist das ätherische Öl aus den Früchten für die wohltuende Eigenschaft der Pflanze verantwortlich. Das setzt sich neben Bestandteilen wie etwa den Flavonoiden (wirken antioxidativ und stärken die körpereigene Abwehr), vor allem – immerhin mit über 60 Prozent2 – aus Carvon zusammen. Dabei handelt es sich um einen Stoff, der nachweislich Bakterien und Pilze abtötet. Carvon interagiert mit dem außerdem enthaltenen Wirkstoff Limonen, einer immunstimulierenden und antibakteriellen chemischen Verbindung. In Kombination können die Bestandteile des Kümmels gegen Magen-Darm-Beschwerden wie etwa Blähungen helfen. Kümmel wird auch für Babys eingesetzt, da er besonders sanft wirkt.

Gut zu wissen: Babys sind sehr anfällig für Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen oder Krämpfe. Das liegt daran, dass das Verdauungssystem der Kleinen noch nicht vollständig entwickelt ist. Die Darmflora (Gesamtheit der Mikroorganismen im Darm) bildet sich in den ersten Lebenswochen und -monaten noch aus und stabilisiert sich erst um das dritte Lebensjahr herum.1 Bis es soweit ist, kann Kümmel mit seiner krampflösenden Wirkung für Babys verwendet werden.

Neben der Wirkung gegen Blähungen, hat Kümmel noch folgende positive Eigenschaften:

  • appetitanregend
  • entspannend
  • verdauungsfördernd
  • erfrischend
  • krampflösend
  • durchblutungsfördernd

Kümmel kann somit auch gegen Dreimonatskoliken helfen, unter denen Babys häufig leiden. Dabei handelt es sich um starke Bauchschmerzen sowie Magenkrämpfe, denen als Ursache etwa das Schlucken von zu viel Luft beim Trinken zugrunde liegt. Kümmel für Babys kann in diesem Fall den Magen-Darm-Trakt der Kleinen entspannen.

Kümmel für Babys und Kinder: Verwendung als Hausmittel

Wenn Ihr Baby oder Kind unter Verdauungsproblemen leidet, geben Sie ihm Kümmel zur Einnahme. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Darreichungsform:

  • Tee: Eine besonders unkomplizierte Einnahme von Kümmel für Babys und Kinder ist der Tee zum Trinken. Geeignete Produkte finden Sie in der Apotheke. Sie können den Tee aber auch selbst zubereiten.

    Rezept: Kümmeltee

    Übergießen Sie einen gehäuften Teelöffel zerdrückte Kümmelfrüchte aus der Apotheke oder dem Reformhaus mit 250 Milliliter kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee zehn Minuten ziehen und seihen Sie ihn danach ab. Das Heißgetränk sollte im Anschluss etwas abkühlen, sodass Sie es Ihrem Kind schluckweise zu trinken geben können. Verdünnen Sie den Tee aus Kümmel für Babys nochmals in einem Verhältnis von eins zu eins mit abgekochten Wasser.2

  • Gewürz: Kümmel wird in erster Linie als Gewürz verwendet. Da viele Kinder – sowie Erwachsene – den intensiven Kümmelgeschmack nicht mögen, müssen Sie bei der Zubereitung von kümmelhaltigen Mahlzeit für Ihre Kleinen kreativ werden. Eine Möglichkeit, den Geschmack abzuschwächen, ist keine ganzen Körner für Mahlzeiten zu verwenden, sondern das Gewürz in gemahlener Form zu benutzen. Alternativ können Sie den Kümmel beim Kochen in einem Säckchen zum Essen geben und danach wieder entfernen. So bleibt die wohltuende Wirkung (allerdings geringer als ursprünglich) erhalten, aber der Geschmack ist nicht ganz so intensiv, sodass auch die Kleinsten das Gericht essen.
  • Badezusatz: Geben Sie einen Liter starken Tee aus Kümmel in das Badewasser Ihres Kindes und lassen Sie es darin planschen. Auch die Dämpfe in Kombination mit der Wärme am Bauch können helfen, Beschwerden wie Krämpfe und Blähungen zu lindern, denn das wohltuende Bad beruhigt und entspannt die Muskulatur Ihres Schützlings.
  • Kümmel-Öl: Es eignet sich am besten zur Einnahme für Kinder ab vier Jahren. Träufeln Sie dazu fünf bis acht Tropfen des Öls auf einen Würfel Zucker zur Einnahme. Verwenden Sie das Öl aus Kümmel alternativ auch für Babys Bauch und massieren sie ihn damit. Auf diese Weise können Blähungen gelindert werden.
  • Arzneimittel: Selbst aus der Arzneimittelwelt ist Kümmel mit seiner positiven Wirkung nicht wegzudenken. Viele pflanzliche Medikamente aus der Apotheke beinhalten Kümmelfrüchte. Meist werden sie mit anderen magenfreundlichen Inhaltsstoffen wie Kamillenblüten oder Mariendisteln kombiniert. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten und klären Sie, ob das Präparat mit Kümmel auch für Babys oder Kinder geeignet ist.

Probieren Sie aus, in welcher Darreichungsart Ihr Kind den Kümmel am besten annimmt. Die meisten Babys trinken den Tee sehr gerne, da der charakteristische Geschmack nicht so stark ausgeprägt ist.

Kümmel – die Pflanze für Babys und Kinder im Überblick

Kümmel (Carvi fructus) gehört zu den Doldengewächsen. Dabei handelt es sich um eine Pflanzenfamilie, meist krautig, die einen schirmähnlichen oder büscheligen Blütenstand besitzt. Und so erkennen Sie ihn: Der kräftigere Stängel verästelt sich und es entwickeln sich mehrere, wiederum kleinere Stiele. Die Blätter sind grün, die einzelnen kleinen Blüten weiß – nur in seltenen Fällen, zum Beispiel im Gebirge, können sie rötlich bis kräftig rot sein. Insgesamt kann die Pflanze bis zu 80 Zentimeter hoch werden. Der Kümmel blüht von Mai bis Juni und wächst in Mitteleuropa

  • auf Wiesen,
  • Weiden,
  • Grasplätzen,
  • an Wegrändern,
  • Böschungen und
  • Bahndämmen.

Vorsicht beim Selbstpflücken:

Kümmel als Wirkstoff für Arzneimittel stammt aus Kulturen. Wer Kümmel selbst aus Wildbeständen pflücken möchte, sollte sehr vorsichtig sein. Die Verwechslungsgefahr mit anderen Doldengewächsen ist sehr groß. Viele davon sind sogar giftig, wie zum Beispiel der gefleckte Schierling. Wenn Sie sich also nicht sicher sind, dann lassen Sie den potentiellen Kümmel lieber an Ort und Stelle. Die Früchte des wildwachsenden Kümmels, die für die wohltuende Wirkung verantwortlich sind, werden von Juli bis September geerntet, sobald sie braun werden.

Für die richtige Aufbereitung der Früchte gehen Sie wie folgt vor:

  1. Schneiden Sie die Dolden ab und hängen Sie sie an einen luftigen Ort zum Nachreifen.
  2. Sobald die Früchte trocken sind, streifen Sie diese von den Dolden ab und lassen Sie sie etwas nachtrocknen.
  3. Bewahren Sie den Kümmel in Säckchen oder Dosen auf. Er ist bei ordentlicher Lagerung drei bis vier Jahre haltbar.

Um das ätherische Öl aus dem Kümmel zu erhalten, werden die frisch geernteten Früchte zerquetscht. Das Öl wird schließlich durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Dabei leitet man Wasser und Wasserdampf durch die pflanzlichen Bestandteile, was dem Kümmel das ätherische Öl entzieht. Da das Öl weniger dicht ist als Wasser, schwimmt es oben und vermischt sich nicht mit dem Wasser. Deswegen erfolgt die einfache Abtrennung.

Möglicherweise problematische Nahrungsmittel in der Stillzeit

Eine stillende Frau sollte sich nicht schon von vornherein bei der Menüzusammenstellung einschränken. Wenn das gestillte Kind mehrmals auf ein bestimmtes Nahrungsmittel reagiert, kann es immer noch reduziert oder gar nicht mehr gegessen werden. Nach einer Weile lohnt sich oft ein zweiter Versuch: Weil das Verdauungssystem des Kindes mehr und mehr ausreift, kann die Toleranzgrenze wieder ansteigen.

Die Faustregel lautet: Essen Sie das, was Sie selbst gut vertragen. Wenn Sie z.B. selbst Blähungen bekommen, sollten Sie das Nahrungsmittel versuchsweise auslassen. Nützliche Hilfe geben die Mütter- und Väterberatung sowie die Stillberaterinnen.

Blähungen: Bestimmte Nahrungsmittel wie Kohlarten, Knoblauch, Lauchgemüse, Zwiebeln, Spargeln, Hülsenfrüchte, frisches Brot und gewisse Früchtesorten bzw. Säfte haben den Ruf, bei gestillten Kindern Blähungen resp. sogenannte Koliken zu verursachen. Dies ist jedoch selten der Fall, da diese Beschwerden nicht mit der Ernährung der Mutter in Verbindung stehen müssen.

Umgekehrt kann man die Wirkung der Muttermilch auch nutzen, um die Koliken beim Baby zu mildern. Wenn die Mutter eine Kümmel-Fenchel-Anis-Mischung als Tee zu sich nimmt, bessern sich oft die Blähungen beim gestillten Kind.

Windelausschlag: Das Vorurteil, dass die an sich wertvollen, Vitamin-C-haltigen Zitrusfrüchte (Orangen, Zitronen, Mandarinen und Grapefruits) oder essigsaure Lebensmittel in der Stillzeit nicht auf dem Speiseplan der Mutter stehen sollten, hat nach Meinung vieler Fachleute keinen wissenschaftlichen Grund. Es ist nicht belegt, dass Kinder durch die in den Früchten oder im Saft enthaltene Säure schneller wund werden. Individuelle Unverträglichkeiten können jedoch auch hier wie bei vielen anderen Nahrungsmitteln auftreten: Viele Kinder zeigen keine Beschwerden, andere reagieren schon auf kleine Mengen empfindlich. Besteht ein konkreter Verdacht, sollten Sie das mit Ihrem Kinderarzt besprechen und evtl. für zwei Wochen auf Zitrusfrüchte verzichten. Dasselbe gilt für Erdbeeren.

Auch scharf gewürzte Speisen werden häufig mit Windeldermatitis in Verbindung gebracht. Ein direkter Zusammenhang ist aber unwahrscheinlich. Erstens geht nur ein geringer Teil der Würze in die Muttermilch über, zweitens ist Ihr Baby die Schärfe schon vom Fruchtwasser gewohnt, wenn Sie schon in der Schwangerschaft regelmässig scharf gegessen haben.

Allergien: Schon vorbeugend während der Stillzeit auf allergene Lebensmittel zu verzichten, halten Fachleute nicht für angebracht. Aktuell gibt es keine eindeutigen Hinweise darauf, dass der Verzicht auf Eier, Nüsse, Milchprodukte, Weizen usw. das Kind vor Allergien schützt. Derzeit geht man eher davon aus, dass die Verträglichkeit gegenüber Allergenen steigt, je eher das Kind damit in Kontakt kommt. Probieren Sie vorsichtig aus, wie das Kind reagiert – insbesondere dann, wenn eines der beiden Elternteile schon eine Allergie gegenüber bestimmten Lebensmitteln hat.

Ein Spezialfall ist die Kuhmilch. Kuhmilch kann nicht selten beim gestillten Kind zu allergischen Reaktionen und Koliken führen, wenn sie von der Mutter getrunken wird. Auslöser dafür ist das Kuhmilcheiweiss. Leidet Ihr Kind unter Ausschlag und/oder Bauchschmerzen, können Sie versuchsweise Kuhmilch und alle Kuhmilchprodukte (Käse, Joghurt, Quark usw.) für mindestens zwei Wochen von Ihrem Speiseplan streichen. Geht es Ihrem Kind unter diesem Regime besser, ist es sinnvoll (in Absprache mit Ihrem Arzt), bis zum Ende der Stillzeit auf Kuhmilch zu verzichten. Sauermilchprodukte (z.B. Buttermilch) sind übrigens günstiger als Vollmilch.

Unruhe: Bei koffeinhaltigen Getränken, wie Kaffee, schwarzem oder grünem Tee, Cola und Energydrinks sollten Sie sich einschränken. Auch Alkoholgenuss kann beim Baby zu Unruhe und einer Verkürzung der Schlafzeiten führen. Ausserdem schadet er der kindlichen Entwicklung, v.a. des Gehirns. Mehr zu Getränken in der Stillzeit…

Schadstoffe: Manche Experten raten stillenden Müttern, wegen der Schadstoffbelastung auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten. Betroffen sind Leber, Niere und Wild, ungereinigtes Gemüse und Obst, langlebige Raubfische wie Thunfisch (Thon), Heilbutt oder Haifisch sowie stark geräucherte und gegrillte Produkte, weil beim Bräunungsprozess Schadstoffe entstehen können.

Aus demselben Grund sollten Sie zur Gewichtsabnahme keine Radikaldiät machen. Sie riskieren nicht nur, dass die Milchproduktion erheblich nachlässt, sondern auch, dass giftige Schwermetalle in die Muttermilch übergehen. Diese Schadstoffe haben sich über Jahre v.a. in Ihrem älteren Fettgewebe angesammelt und würden jetzt bei einer Abmagerungskur mit der Muttermilch ausgeschwemmt. Wenn Sie die Gewichtsabnahme stoppen, sobald Sie Ihr Ausgangsgewicht vor der Schwangerschaft erreicht haben, ist diese Gefahr nur gering. Einigermassen vertretbar ist eine sanfte Gewichtsreduktion von etwa 2 kg pro Monat.

Milchmenge: Bestimmte Nahrungsbestandteile wirken hemmend auf die Milchbildung. Dazu gehören Kräuter wie Petersilie, Salbei oder Pfefferminze (auch in Form von Tee). Auch Alkohol, Drogen und verschiedene Medikamente hemmen die Ausschüttung von Oxytozin und damit den Milchspenderreflex.

Milchgeschmack: Oft genug zeigen Stillkinder gar keine Symptome, wenn die Mutter Spargeln oder Knoblauch gegessen hat. Es kann jedoch sein, dass Ihr Baby den Geschmack in der Muttermilch ablehnt und das Trinken verweigert. Die gute Nachricht: Nach ein paar Stunden ist der spezielle Geschmack wieder verflogen.

Häufige Fragen zum Thema

Wie lange dauert es, bis sich meine Nahrung in der Muttermilch bemerkbar macht?

Unser Sohn hat Neurodermitis. Sollte ich während des Stillens auf Kuhmilch in meiner Ernährung verzichten?

Wie hoch ist das Risiko, dass unsere Kinder Allergien bekommen?

Haben gestillte Babys seltener Stuhlgang?

Wissen

Muttermilch mit Geschmack

Gefährliche Schlankheitsmittel aus dem Internet

Muttermilch besser mit Bio-Ernährung

Newsticker

Knoblauch in der Muttermilch | 26.11.2016

Noch recht wenig ist bekannt, welchen Einfluss die Nahrung der stillenden Mutter auf die Ernährungsprägung der Säuglinge hat. Man nimmt heute an, dass Kinder diese Geschmäcker dann im späteren Leben bevorzugen, weil sie an Kindheitserlebnisse erinnern, vor allem an gute. Viele Aromastoffe werden jedoch im Körper so stark verändert, dass sie nur noch wenig mit dem typischen Geschmack des Ausgangsprodukts zu tun haben. Zum Beispiel ändern Fischöl und Stilltee das Aromaprofil der Muttermilch nicht, während Eukalyptuskapseln (gegen Erkältungskrankheiten) deutlich herauskommen. Die Forscher vermuten, dass der Körper der Mutter eine Schutzfunktion übernimmt, indem er nicht alle Inhaltsstoffe der Nahrung zum Säugling durchlässt. Knoblaucharomen jedenfalls scheinen den Appetit anzuregen, wie in einer anderen Studie an Säuglingen gezeigt wurde. Sie tranken mehr Milch, wenn die Mutter Knoblauch gegessen hatte.

Letzte Aktualisierung : 25-11-19, BH

Kümmel

Wie wird der Kümmel angewendet?

Kümmel als Hausmittel

Bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder krampfartigen Magen-Darm-Störungen können Sie sich einen Kümmel-Tee zubereiten: Übergießen Sie einen Teelöffel frisch zerstoßene oder zerdrückte Früchte (ca. 3,5 Gramm) mit einer Tasse (ca. 150 Milliliter) siedendem Wasser und lassen Sie den Aufguss zehn Minuten zugedeckt siehen, bevor Sie die Pflanzenteile abseihen. Trinken Sie den Kümmeltee warm zwischen den Mahlzeiten. Sie können sich auch mehrmals am Tag eine Tasse frisch zubereiten. Die Tagesdosis liegt bei 1,5 bis sechs Gramm (Erwachsene). Für alle anderen Altersgruppen wird folgende Tagesdosis empfohlen: ein Gramm für Kinder im ersten Lebensjahr, ein bis zwei Gramm für ein- bis dreijährige Kinder, ein bis vier Gramm für vier- bis neunjährige Kinder, zwei bis sechs Gramm für zehn- bis 15-jährige Sprösslinge. Ab 16 Jahren gilt die gleiche Tagesdosis wie für Erwachsene.

Alternativ zum Kümmeltee kann man bei Blähungen und Bauchkrämpfen einige Kümmelfrüchte kauen. Das soll auch gegen Mundgeruch helfen.

Bei Kindern ist Kümmelmilch beliebt: Dazu geben Sie einen Teelöffel Kümmelfrüchte in eine Tasse heiße Milch, lassen sie zehn Minuten ziehen und seihen sie dann ab. Das Kind sollte die Milch schluckweise trinken.

Kümmel in der Aromatherapie

Die folgenden Rezepturen gelten – sofern nicht anders angegeben – für gesunde Erwachsene. Bei Kindern, Schwangeren, Stillenden, älteren Menschen sowie Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen (wie Asthma, Epilepsie) muss die Dosierung oft verringert oder auf manche ätherischen Öle ganz verzichtet werden. Besprechen Sie die Anwendung von ätherischen Ölen bei solchen Patientengruppen deshalb zuerst mit einem Aromatherapeuten (z.B. Arzt oder Heilpraktiker mit entsprechender Zusatzausbildung).

Das aus den Kümmelfrüchten isolierte ätherische Öl eignet sich sehr gut für eine Bauchmassage bei Bauchkrämpfen, Koliken und Blähungen – Beschwerden, die beispielsweise viele Säuglinge zeitweise plagen. Hier kann folgender Tipp helfen: Verstreichen Sie zuerst etwas Oliven- oder Mandelöl auf dem Bauch Ihres Babys. Dann geben Sie einen Tropfen Kümmelöl auf Ihre Fingerspitzen und streicheln damit sanft über den Bauch, am besten im Uhrzeigersinn.

Sehr oft wird Kümmelöl in Kombination mit anderen ätherischen Ölen verwendet. Beispielsweise können Sie für Ihr Baby ein Vier-Winde-Öl aus Kümmel-, Fenchel-, Anis- und Lavendelöl herstellen: Nehmen Sie als fettes Trägeröl 50 Milliliter Mandelöl und mischen Sie jeweils zwei Tropfen der genannten ätherischen Öle dazu. Sanfte Bauchmassagen mit dieser Ölmischung können kolikartige Bauchschmerzen bei Ihrem Kind lindern. Natürlich können auch größere Kinder und Erwachsenen dieses Vier-Winde-Öl verwenden.

Alternativ können Sie mit der Ölmischung eine feuchte Bauchkompresse herstellen: Verstreichen Sie etwas von dem Vier-Winde-Öl auf dem Bauch des Säuglings. Dann wickeln Sie ein vorgewärmtes, feuchtes Tuch um den Bauch. Zusätzlich können Sie eine kleine Wärmflasche (nicht zu heiß!) auflegen, um die Kompresse länger warm zu halten. Nach etwa einer halben Stunde die Kompresse wieder entfernen. Das Ganze können Sie bei Bedarf mehrmals täglich wiederholen.

Ein Massageöl gegen Reizdarm-Beschwerden (wie Blähungen, Bauchkrämpfe, Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall) wird für Erwachsene nach folgender Rezeptur zubereitet: In 50 Milliliter fettes Öl (z.B. Mandelöl) geben Sie vier Tropfen Melissenöl, zwei Tropfen Majoranöl und je einen Tropfen Kardamom- und Kümmelöl. Mit dieser Mischung den Bauch zweimal täglich massieren.

Fertigpräparate mit Kümmel

Manche Menschen greifen lieber auf Fertigpräparate auf der Basis von Kümmel zurück. Dazu zählen etwa alkoholische Auszüge in Tropfen, der Trockenextrakt in Dragees oder das Kümmelöl in magensaftresistenten Kapseln. Speziell für Blähungen und Bauchschmerzen bei Säuglingen (z.B. Dreimonatskoliken) gibt es zudem Präparate zum Einmassieren oder Einreiben (z.B. Salben oder Öle). Sie enthalten oft neben Kümmelöl noch andere wirksame ätherische Öle (wie Fenchelöl). Informieren Sie sich über die Dosierung und Anwendung von Fertigpräparaten über die Packungsbeilage oder bei Ihrem Arzt oder Apotheker.

Liste der Nahrungsmittel, die man in der Stillzeit meiden sollte…

ACHTUNG: Bitte erst alle Lebensmittel ausprobieren. Viele Babies reagieren darauf nicht und dann sollte natürlich alles gegessen werden ;)… Ich hab es so gemacht: bei diesen Lebensmitteln mit kleinen Portionen angefangen und dann gesteigert. Ich kann alles essen. Inzwischen sogar scharf würzen.

Hallo liebe stillende Mama,

es gibt einige Lebensmittel, die in der Stillzeit UNTER UMSTÄNDEN gemieden werden – sollte man merken, dass das Baby darauf reagiert (Wunder Po etc.). Diese lassen sich grob in diese Kategorien unterteilen:

Punkt 1: Die blähenden Lebensmittel (wie Hülsenfrüchte und Kohl) verursachen eher Unwohlsein bei der Mutter, welches sich dann auf die Babies überträgt. Was bei den Hülsenfrüchten bläht sind die unverdaulichen Ballaststoffe. Diese Stoffe geraden NICHT in die Muttermilch… Ich habe mit mehreren Experten, Stillberatern (sogar medizinische IBCLS Stillberater) und Hebammen gesprochen. Sie alle bestätigten mir, dass es sich nur um ein Ammenmärchen handelt. Lass dich nicht verunsichern. Hülsenfrüchte sind für Veganer für die Eiweißversorgung wichtig und sollten nicht gestrichen werden.

Punkt 2: Hier solltest du schon eher vorsichtig sein, denn ein wunder Po kann ganz schön unangenehm werden. Ich hab es auch versucht und wurde prompt bestraft – bzw. vielmehr mein Kind. Also lasse ich das jetzt. Aber es muss nicht sein, dass dein Baby auch tatsächlich ein Problem bekommt. Ich habe schon aus meinem Freundeskreis gehört, dass trotz Unmengen von Chili nix passiert. Also vorsichtig in deinem Tempo testen.

Punkt 3: Würde ich dringend beachten – außer vielleicht du hast zu viel Milch ;)… (Beim Milcheinschuss nicht eingreifen. Das reguliert sich im Normalfall alles von selbst). Außerdem wird die Milchproduktion übrigens negativ durch Rauchen, zu wenig Flüssigkeit, sowie Stress beeinflusst.

Punkt 4: Bezüglich der Allergene hat sich die Meinung in den letzten Jahren stark geändert. Früher riet man den Frauen sämtliche mögliche Allergene während der Schwangerschaft und Stillzeit zu meiden, hat dann aber festgestellt, dass dies doch keinen Einfluss hat. Solltest du, dein. Euer Kind ein hohes Risiko für Allergien haben, sprich bitte mit dem Kinderarzt.

Punkt 5: Kuhmilch. Der Vollständigkeit halber und falls sich hier Vegetarier oder Mischköstler auf meine Seite verirrt haben. Sehr viele Babies reagieren mit Koliken und/oder Hautausschlägen auf den Kuhmilchkonsum der Mutter. Lass die Kuhmilch mal weg und schaue, was passiert.

Was ich aber neulich aus einem Amerikanischen Youtube Video gelernt habe, war die Erfahrung einer Frau, die aufgrund von Koliken beim Baby die u.g. Allergene mied und plötzlich innerhalb weniger Tage keine Koliken mehr auftraten. Es ist also einen Versuch wert, falls dein Schatz unter starken Koliken leidet. Erstmal für 14 Tage die Allergene weglassen – und dann wieder eins nach dem anderen wochenweise in den Speiseplan aufnehmen. Achte auf die Veränderungen und reagiere entsprechend.

Und hier kommt die Liste:

BLÄHENDE NAHRUNGSMITTEL, die du nicht weglassen musst!!!

  • Hülsenfrüchte insb. Bohnen
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Vollkornprodukte (ganze Körner)
  • verschiedene Kohlsorten
  • Kohlensäure

WUNDER PO

  • Erdbeeren
  • Zitrusfrüchte (Orangen, Mandarinen, Zitronen, Ananas, Kiwis…)
  • Sanddorn
  • Rhabarber
  • Vitamin-C
  • scharfe Gewürze wie Chili
  • bei uns indische Gewürzmischungen…

MILCHHEMMENDE NAHRUNGSMITTEL

  • Kräuter: Petersilie, Salbei, Pfefferminze (in Haushaltsüblichen Mengen jedoch absolut unbedenklich)!!!
  • Pfefferminz- und Salbeitee

ALLERGENE (+KUHMILCH)

  • Weizen
  • Soja
  • Milchprodukte (falls Lacto-Vegetarier mitlesen)
  • Nüsse

Wichtig ist, dass du so wenig Nahrungsmittel wie möglich weglässt, damit du alle Nährstoffe bekommst. Sollte dein Baby etwas nicht vertragen ist es einen Versuch wert nach 3 Monaten neu auszutesten, da das Verdaungssystem bis dahin bereits reifer ist.

Ich hoffe ich konnte dir mit dieser Liste helfen und freue mich über Ergänzungen, falls ich etwas vergessen habe.

Alles Liebe

Deine Carmen

„Ja – schicke mir bitte das gratis eMail-Kurs über Vitamin B12 in Schwangerschaft, für Babies, Kinder und Erwachsene!“

Follow

Ausschließliches Stillen ist für Mutter und Kind gesund. Das bestätigen sehr viele Untersuchungen und Studien. Leider ist es aber auch für viele Mütter eine Herausforderung. Der weltweit am häufigsten berichtete Grund für das vorzeitige Abstillen ist die Wahrnehmung der Mutter, dass sie unzureichend Milch produziert.

Kräuter unterstützen die stillenden Mütter. Foto:

Daher verwenden viele Kulturen traditionelle Lebensmittel und Kräuter für Frauen, die nach der Geburt die Milchbildung unterstützen sollen.

  • Bockshornklee
  • Geißraute
  • Mariendistel
  • Hafer
  • Löwenzahn
  • Hirse
  • Algen
  • Anis
  • Basilikum
  • Benediktenkraut
  • Fenchelsamen u.v.a.

Der Mechanismus, wie die Kräuter die Muttermilchproduktion positiv beeinflussen, ist bei den meisten Kräutern nicht bekannt. Die meisten von ihnen sind auch nicht wissenschaftlich evaluiert, werden jedoch aufgrund ihrer traditionellen Erfahrung angewendet.

Auch bei uns in Südtirol verwenden viele Frauen Galaktagoga (milchsteigernde Mittel) auf Kräuterbasis, um ihre Milchproduktion anzukurbeln oder umgekehrt, um die Milchmenge zu reduzieren.

Eine Stillberatung sollten die Kräuter nicht ersetzen. Foto:

Als Hebamme und Still-und Laktationsberaterin ist mir wichtig zu unterstreichen, dass neben der Einnahme von Kräutern auch das Stillmanagement (Häufigkeit des Stillens / Pumpens) unbedingt unter die Lupe genommen werden muss und mögliche medizinische behandelbare Ursachen (wie z.B. mütterliche Unterfunktion der Schilddrüse) ausgeschlossen werden müssen.
Daher sollten Galaktogogen nur als Ergänzung eingesetzt werden und können eine umfassende Analyse und Beratung der stillenden Mutter nicht ersetzen.

Ich möchte euch hier einige der wichtigsten Kräuter beschreiben, die wir Hebammen und Kräuterexpertinnen stillenden Frauen empfehlen können.

Milchbildung steigernde Kräuter
  • Bockshornklee:
    Es ist ein häufig verwendetes Gewürz, um die Milchmenge zu steigern.
    Einnahme: Wir empfehlen 3-4x täglich für eine Woche einen Tee mit Bockshornkleesamen zu trinken.
    Bockshornklee wird generell gut vertragen. Bei Durchfall sollte die Dosis reduziert werden.

    Tee mit Bockshornkleesamen steigert die Milchbildung. Foto:

  • Coleus amboinicus Lour:
    Coleus amboinicus (Lour) gehört zu der Familie der Lippenblütengewächse. Die Blätter dieser Pflanze werden in Indonesien seit Jahrhunderten verwendet, um die Muttermilch zu steigern. Sogar Studien haben den milchsteigernden Effekt dieser Blätter bestätigt.
    Einnahme: Viele Frauen nehmen die Blätter in Form einer Suppe das ganze erste Monat nach der Geburt ein.
  • Fenchel:
    Fenchel wird seit Urzeiten als Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze angebaut. Wegen seiner verdauungsfördernden und blähungswidrigen Eigenschaft wird er gern stillenden Frauen empfohlen, um Blähungen vorzubeugen.
    Die Fenchelfrüchte regen auch die Milchbildung an.
    Wie bei allen Kräutern ist aber auf die Dosierung zu achten und allgemein gilt: weniger ist mehr.
    Einnahme: Im herkömmlichen Milchbildungstees ist Fenchel neben Brennessel, Frauenmantel, Geißklee und Kümmel enthalten. Davon sollte man 3-4 Tassen täglich trinken.
    Wer selbst den Tee machen möchte: Die Kräuter und Früchte in einem Mörser zerkleinern, 2 Teelöffel davon pro Tasse heiß überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen.

    Fenchel Blüte – weniger ist mehr beim Fencheltee. Foto:

  • Geißraute:
    Der botanische Name “Galega officinalis” verrät es bereits, denn “gala” bedeutet Milch. Die Geißraute wird seit langem zur Anregung der Milchbildung gebraucht. Viele Bauern kennen die milchfördernde Wirkung bei Kühen, die um bis zu 30% mehr Milch produzieren.
    Auch bei den Menschen wurde dieser Effekt beobachtet und daher finden wir die Geißraute auch in jedem handelsüblichen Milchbildungstee wieder.
    Einnahme: Auch hier gilt die gleiche Empfehlung wie beim Fenchel. Ideal ist dieses Kraut in einer Kräutermischung 3-4 mal am Tag als Tee zu trinken.
  • Mönchspfeffer:
    Auch Mönchspfeffer wird oft empfohlen um die Milchmenge zu steigern.
    Einnahme: Es soll mindestens 10 Tage lang eine Mönchspfeffertinktur zu sich genommen werden.
    So nebenbei: Mönchspfeffer wird besonders gern aber auch bei Unfruchtbarkeit oder Zyklusstörungen verwendet.

    Mönchspfeffer als Tinktur steigert die Milchmenge. Foto:

Kräuter zum Abstillen
  • Salbei:
    Salbei ist schweiss- und milchbildungshemmend. Daher wird Salbeitee gern getrunken, um die Milchmenge zu reduzieren oder um das Abstillen zu erleichtern.
    Einnahme: Ich rate den Frauen, nur mit einer 1/4 Tasse Salbeitee zu beginnen, da die Reaktionen der Brust sehr unterschiedlich sind. Es gibt nämlich Frauen deren Milch schon nach dieser Menge spürbar zurückgeht, andere hingegen können auch mehrere Tassen am Tag trinken und spüren wenig Veränderung in der Milchproduktion.
  • Kermesbeere:
    Der botanische Name der Pflanze ist Phytolacca. Die Kermesbeere wird in homöopathischer Dosis in der Stillzeit gern verwendet bei Brustentzündungen und Milchknoten in der Brust. Sie kann die Milchbildung regulieren und als Urtinktur sogar bim Abstillen unterstützend wirken.
    Um die verschiedenen Ziele zu erreichen wird die Dosis leicht verändert.
    Einnahme: Wir Hebammen empfehlen Phytolacca gern in homöopathischer Dosis. Die tiefen Potenzen (D2-D4) regulieren den starken Milchfluss und beugen Brustdrüsenknoten vor. Mittlere und hohe Potenzen (D12 oder C30) sind oft hilfreich bei beginnender Brustentzündung mit Schmerzen und Knoten in der Brust.
    Kermesbeeren lassen sich auch im Garten ziehen, aber ACHTUNG: die ganze Plfanze ist giftig.

    Kermesbeere – die ganze Pflanze ist giftig. Foto:

Wir Hebammen können aus Erfahrung sagen, dass Kräuter in der Stillzeit eine große Unterstützung sein können, wenn die Wöchnerinnen mit ihren Säuglingen die üblichen Beschwerden plagen. Viele können sich selbst mit der richtigen Kräuteranwendung helfen.

Dennoch rate ich in den ersten Wochen nach der Geburt, bis sich das Stillen gut eingependelt hat, sich von einer erfahrenen Hebamme oder Stillberaterin begleiten zu lassen. So kann der Stillstart reibungslos verlaufen und die gesamte Familie profitiert dann monatelang und vielleicht auch jahrelang von einer positven Stillbeziehung.

Welche Gewürze/Kräuter meiden?

Antwort auf:

Welche Gewürze/Kräuter meiden?

Liebe Ryana.F,
es gibt keine allgemeingültige „Stilldiät“ oder generell verbotenen oder erlaubte Nahrungsmittel für die Frau während der Stillzeit (mit der Einschränkung, dass Alkohol möglichst gemieden werden soll). Der Einfluss der Ernährung der Mutter auf das Verhalten des Kindes wird meist erheblich überschätzt.
Von Ausnahmefällen abgesehen macht die Mehrheit der stillenden Mütter die Erfahrung, dass sie alles, was sie mögen, in Maßen essen können auch Schokolade und stark gewürzte Speisen ohne dass sich dies auf ihre Babys auswirkt und viele kleine Babys haben Blähungen ganz gleich, was ihre Mütter essen. Auch wenn viele Mütter davon gehört haben, dass durch den Genuss von „blähenden“ Lebensmitteln Blähungen bei ihrem Baby hervorgerufen werden, ist diese Meinung mit Vorsicht zu genießen. Darmgase entstehen bei der Verarbeitung von Faserstoffen (Ballaststoffen) durch die Darmbakterien im Verdauungstrakt. Weder Verdauungsgase noch Ballaststoffe gehen in die Muttermilch über, auch nicht, wenn die Mutter unter extremen Blähungen leidet. Genau so wenig verändern stark säurehaltige Nahrungsmittel den pH Wert der Muttermilch.
Letztendlich bleibt nicht anderes übrig, als auszuprobieren, ob ein Baby auf etwas reagiert oder nicht, denn das ist wirklich von Kind zu Kind unterschiedlich.
Prophylaktische Enthaltsamkeit ist jedenfalls nicht notwendig.
Ich hänge Ihnen noch einen Artikel von Prof. Dr. B. Koletzko zu diesem Thema an, der sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt hat.
Herzliche Grüße
Kristina
„Milch und Kohl. Schlimm für Babys Bauch?“
Stillende Mütter sollten unbedingt blähende Nahrungsmittel meiden, raten Hebammen seit Generationen, weil Kohl & Co. dem Baby Bauchkrämpfe bescherten. Doch was ist wirklich dran an derartigen Empfehlungen?
Zweifellos können blähende Lebensmittel bei der Konsumentin selbst Meteorismus auslösen, und ein Teil der im mütterlichen Darmtrakt gebildeten Gase findet sich in der Ausatemluft wieder, nicht aber in der Muttermilch zumindest nicht in nennenswerter Menge. „Muttermilch Sprudel“ muss das Baby also sicher nicht trinken, stellt Professor Dr. B. Koletzko Abteilung Stoffwechselstörungen und Ernährung, Dr. von Haunersches Kinderspital, Klinikum Innenstadt, München. Möglicherweise sind es aber Metabolite aus dem mütterlichen Stoffwechsel, die dem Kind Bauchkrämpfe bescheren, z.B. kurzkettige Fettsäuren oder andere organische Säuren. In einer offenen Beobachtungsstudie mit fast 300 Stillenden kam es in der Tat signifikant häufiger zu infantilen Koliken, wenn die Mutter Kohl, Zwiebeln und Kuhmilch zu sich nahm. Allerdings war dieser Effekt insgesamt nicht sehr stark ausgeprägt und für Brokkoli und Blumenkohl gar nicht nachweisbar.
Nur was den Genuss von Kuhmilch betrifft, geht die Erklärung für einen möglichen Zusammenhang mit kindlichen Koliken über reine Spekulation hinaus. In diesem Fall handelt es sich wahrscheinlich um eine allergische Reaktion auf Kuhmilcheiweiß. Bei 10 bis 15% der Kolikkinder, so konnten Studien nachweisen, liegt jedenfalls eine Unverträglichkeit gegen ein in die Muttermilch übergegangenes Fremdeiweiß vor. Bei heftigen infantilen Koliken rät der Pädiater den Müttern daher, sich versuchsweise eine Woche lang kuhmilchfrei (eigene Anmerkung: zwei Wochen sind sicherer, da Kuhmilchproteine bis zu 10 Tage im mütterlichen Organismus nachweisbar sind) zu ernähren. Falls sich die Symptome darunter deutlich bessern und erneuter Kuhmilcheiweiß Verzehr wieder kindliche Beschwerden provoziert, kann diese Kost für die Stillzeit
beibehalten werden. Meist ist dann allerdings eine Kalziumsupplementierung erforderlich.
Diät hält vom Stillen ab. Vom etwaigen Verzicht auf Kuhmilchprodukte abgesehen sind nach Prof. Koletzkos Meinung restriktive Ernährungsempfehlungen für stillende Mütter jedoch nicht
wissenschaftlich begründbar. Sie können zu einem Nährstoffmangel führen, verkomplizieren unnötig das Leben während der Stillzeit und sind nicht selten Ursache dafür, dass Frauen frühzeitig abstillen.
(Quelle: AFS Rundbrief 5 6/2001)

von Kristina Wrede, Stillberaterin am 04.01.2008

Weihnachtsgewürze in der Schwangerschaft in Maßen genießen

Lesezeit: 2 Minuten

Leckereien in der Weihnachtszeit. Auch Schwangere müssen darauf nicht unbedingt verzichten, wenn man auf einige Punkte Rücksicht nimmt.

Gewürze in der Schwangerschaft

Weihnachtsbäckerei und Festtagsmenüs zeichnen sich in der Regel durch exotische Weihnachtsgewürze aus, die den Speisen eine unverwechselbare Note verleihen. Während der Schwangerschaft ist es allerdings ratsam, Kräuter und ätherische Öle vorsichtig zu genießen. Einige Kräuter regen die Menstruation an oder fördern Kontraktionen der Gebärmutter.

Besonders konzentrierte ätherische Öle sollten nur nach medizinischer Rücksprache eingesetzt werden. Bei einer gesunden Schwangerschaft ist der Verzehr der Gewürze in Maßen allerdings erlaubt. Wenn bei Ihnen eine Risikoschwangerschaft besteht oder Sie sich unsicher fühlen, besprechen Sie sich mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.

Weihnachtsgewürze

Die in der Weihnachtsbäckerei verwendeten Gewürzmengen sind für gesunde Schwangere unbedenklich. Sie brauchen also nicht auf ein paar Plätzchen zu verzichten. Anbei finden Sie eine Übersicht der gängigsten Weihnachtsgewürze sowie deren Wirkweise.

Anis

Diese sehr alte Heilpflanze stammt aus Asien. Der lakritzartige Geschmack ist sehr dominant, würzen Sie deshalb nur sparsam mit Anis. Das Gewürz findet sich in Anisplätzchen. Als Heilpflanze fördert Anis die Verdauung und hilft gegen Husten. In sehr großen Mengen kann Anis die Gebärmutter stimulieren, benutzen Sie deshalb während der Schwangerschaft kein Anisöl.

Ingwer

Als Pulver gehört Ingwer meistens zu Lebkuchengewürzmischungen. Die Ingwerwurzel schmeckt scharf und sehr individuell. Es gibt viele Süßigkeiten mit Ingwer und der Tee kann gegen Schwangerschaftsübelkeit helfen. Allerdings kann Ingwer Wehen auslösen und sollte deshalb nur in Maßen genossen werden.

Kardamon

Das ungewöhnliche Gewürz verleiht hauptsächlich Lebkuchen und Spekulatius ihr typisches Aroma. Da es auch heute noch von Hand geerntet wird, zählt es zu den teuersten Gewürzen. Kardamon enthält allerdings Kampfer, der in größeren Mengen Wehen auslösen kann. Aber die Mengen in den Lebkuchen sind ungefährlich.

Muskatnuss

Der Samen der Muskatpflanze kommt besonders zum Würzen von Speisen wie Kartoffelsalat zum Einsatz. Aber auch Lebkuchen enthalten geriebene Muskatnuss. Allerdings führt eine Überdosis zu Vergiftungen. Schon 4 Gramm lösen Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit aus. Da das Gewürz außerdem menstruationsfördernd wirkt, sollten Schwangere möglichst darauf verzichten.

Nelken

Die kleinen braunen Nelken geben Braten, Rotkohl, Glühwein und Lebkuchen eine kräftige Note. Nelken haben eine Wehen anregende Wirkung. Trotzdem können Sie die mit Nelken gewürzten Speisen essen, legen Sie die Stängel einfach an den Tellerrand.

Piment

Dieses relativ unbekannte Gewürz ist in vielen Gewürzmischungen zum Beispiel für Lebkuchen vorhanden. Piment kann in großen Mengen Wehen auslösen. Verzichten Sie deshalb während der Schwangerschaft auf ätherische Öle mit Piment.

Sternanis

Sternanis ist ein beliebtes Gewürz in der asiatischen Küche. Der sternförmige Anis duftet sehr markant und wird auch gerne für die weihnachtliche Dekoration eingesetzt. Sternanis kann allergische Reaktionen hervorrufen. Wenden Sie es nur in Maßen an.

Vanille

Die Königin unter den Gewürzen passt wunderbar zu Schokoladenplätzchen, Tees oder Nachspeisen. Allein der Duft beruhigt die Nerven und verbessert die Laune. Vanille fördert die Verdauung und kann unbedenklich von schwangeren Frauen gegessen werden.

Zimt

Das ultimative Weihnachtsgewürz ist in den letzten Jahren in die Kritik geraten. Denn der preislich günstigere Cassia-Zimt enthält Cumarin, das die Leber angreifen kann. Der hochwertige Ceylon-Zimt dagegen ist unbedenklich. Sie erkennen ihn an den hellen Zimtstangen, Cassia-Zimt sind die dunklen Stangen. Die durchblutungsfördernde Wirkung von Zimt kann vorzeitige Wehen auslösen. Halten Sie in der Weihnachtszeit beim Verzehr von Zimt unbedingt Maß.

Schwanger im Winter? So bleiben Sie in der kalten Jahreszeit gesund.

Bildnachweis: juefraphoto / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten…

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal:

Seit Anfang Oktober weiß ich, dass ich Schwangerschaftsdiabetes habe und habe mich auch ausgiebig mit diesem Thema beschäftigt. Alles was man im Internet dazu findet macht eher Angst als das es einem hilft damit entsprechend umzugehen.

Der nachfolgende Text ist nicht nur allgemein sondern auch auf meine Person geschrieben. Jeder Körper und jede Schwangere ist anders und es gibt keinen Masterplan, aber ich denke, es ist sinnvoll wenn man mal ein klein wenig Infos und Input bekommt, der nicht zwingend gruselig ist.

Natürlich ist es eine ernste Angelegenheit und wenn ich das Ganze ignorieren würde, dann schade ich zwangsläufig mehr meinem ungeborenen Kind als mir selbst. Daher habe ich alles auf folgende Weise gesehen “ich kann mich wehren, mein Baby nicht”.

Zuvor sei geklärt, bzw. kurz erläutert was Schwangerschaftsdiabetes ist. Eigentlich nämlich nichts Anderes als das bei zu viel Aufnahme oder Produktion von Zucker nicht nur der eigene Körper Insulin produziert sondern auch das Baby. Das unser Körper Insulin produziert ist völlig klar und auch richtig so. Insulin ist jedoch ein Wachstumshormon und führt beim Baby dazu, dass es zu groß werden kann. Natürlich gibt es Kinder die von Natur aus groß sind, aber in der Regel ist ein Kind bei Geburt nicht größer als 55cm und auch nicht schwerer als 4kg.

Eben habe ich es bereits angesprochen… die Produktion von Zucker. Ich selbst wusste bis vor der Diagnose nicht, dass der Körper um genau zu sein die Leber ebenfalls Zucker produziert, wenn nicht genügend Input kommt. Leider jedoch ist die Leber ein bisschen dumm und macht das so lange bis die Bauchspeicheldrüse mit der Produktion von Insulin zum Ausgleich hinterher gekommen ist. Bis sie das geschafft hat, kann aber bereits Zucker über die Plazenta an das Baby gelangen und dagegen will sich natürlich auch der Körper des Babys wehren. Alles also nicht so einfach.

Folgendes wird nach der Diagnose von Schwangerschaftsdiabetes gemacht:

Man erhält ein Blutzuckermessgerät mit allem Zubehör und misst dann regelmäßig seinen Blutzucker. In meinem Fall: Nüchtern (direkt nach dem Aufstehen), 1 Stunde nach dem Frühstück, vor dem Mittagessen, 1 Stunde nach dem Mittagessen und vor dem Abendessen sowie dann wieder 1 Stunde danach.

Zusätzlich bekommt man Informationen über Lebensmittel die den Blutzucker schnell ansteigen lassen und Lebensmittel die das ganze verzögern. Ich habe eine Woche lang dann meine Werte notiert und auch was ich gegessen habe und die erste Woche war wahnsinnig frustrierend. Eigentlich ging es nur ums Essen. Über alles macht man sich Sorgen und Gedanken. Bis zu einem gewissen Grad ist das natürlich und auch richtig, aber ich war wirklich gefrustet.

In der nächsten Woche wurde dann alles besprochen und man bekommt noch mehr Input. Gut für den Körper ist, wenn man pro Tag mindestens 12 Kohlehydrateinheiten (KE) zu sich nimmt. Verteilt auf den Tag bei 3 regelmäßigen Mahlzeiten sind das dann 4 pro Mahlzeit. Ich persönlich schaffe es leider meistens nicht. 10 KE sind durchschnittlich mein Maximum. Hinzu kommt, dass mein Körper morgens große Anlaufschwierigkeiten hat, aber so ab 10/11 Uhr auf Betriebstemperatur ist. Warum das wichtig ist? Tja, wenn du nicht weißt wie dein Körper funktioniert, dann kannst du vieles einfach gar nicht steuern.

Da ich ohne Unterstützung morgens nur sehr wenige Kohlenhydrate zu mir nehmen könnte, habe ich Insulin auf Bedarf erhalten. Ich spritze mir also, je nachdem was ich vor habe zu Essen, die entsprechenden Insulineinheiten. Was definitiv ÜBERHAUPT nicht schlimm ist, eher im Gegenteil. Ich sehe das von mir gespritzte Insulin als eine Unterstützung für meinen Körper. Somit helfe ich mir, mir selbst zu helfen.

Ich halte mich an keine Diäten oder Essenpläne. Jede Schwangere kann glaube ich nachvollziehen, dass das auch wahnsinnig schwierig ist. Ich verzichte auch nicht großartig, aber ich esse definitiv anders. Was ich geändert habe ist, dass ich versuche auf Weißmehl (Weizenmehl) zu verzichten oder durch Dinkelmehl zu ersetzen. Auch zwinge ich mich dazu 3 Mahlzeiten regelmäßig zu mir zu nehmen. Leider habe ich oft gar keinen Hunger und wenn ich dann versuche zu essen, dann geht es meistens nach kurzer Zeit einen Rückwärtsgang. An solchen Tagen verteile ich mein Essen auf den Tag – also dann mit Zwischenmahlzeiten.

Ich versuche morgens ca. 2 bis 3 KE zu mir zu nehmen. Tja… die spannende Frage ist natürlich was da so sein kann. Obst kann ich morgens beispielsweise fast völlig vergessen, dass schafft mein Körper auch mit Unterstützung nur bedingt. Daher gibt es morgens meistens etwas mit Milch.

200ml Milch haben 1KE, wenn ich dazu 1 Esslöffel kernige Haferflocken esse, dann bin ich bei 2KE, denn 1EL Haferflocken haben ebenfalls 1KE. Meistens ist das mein Frühstück in der Woche.

Errechnen kann man die Kohlehydrateinheiten sehr einfach. Man nehme sich die Rückseite der Verpackung des gewünschten Essens. Dort sind die Nährwerte aufgeführt.

Beispielsweise die kernigen Haferflocken von Kölln (ja sorry wegen der Werbung, aber überall ist was Anderes drin):

Pro 100g sind 55,8g Kohlenhydrate enthalten. Davon sind 1,2g Zucker.

Die Angabe der Kohlenhydrate wird durch 10 geteilt. Somit stecken in 100g Haferflocken 5,6KE (oder am Besten gleich 6KE).

Das kann man im Übrigen bei allem genau so rechnen. Ob der Geflügelsalat (bitte kein “nimm’s leicht” oder sowas nehmen, denn der Vergleich zeigt, dass das Original a) besser schmeckt und b) weniger Kohlenhydrate hat – warum auch immer!)

Am Wochenende ess ich gern mal ein Brötchen. Gut ist, wenn ich dann eher Wurst und Käse esse als beispielsweise Marmelade, denn Marmelade (so lecker sie ist) ist leider ganz böse zu mir. Auch die, die ich eigens gekocht habe (so eine Gemeinheit!). Wenn ich aber so gar nicht auf den Klecks Marmelade verzichten kann, dann… tja. Spritz ich mir eine Einheit Marmeladeninsulin. Dabei rechne ich persönlich immer 1 Teelöffel ist 1KE.

Dann habe ich übrigens bei 1 Brötchen mit Marmelade auf einer Hälfte und Wurst/Käse auf der anderen 3KE. 1 Brötchen hat 2KE und die Marmeladeneinheit dazu.

Zwischen jeder Mahlzeit die man am Tag zu sich nimmt, sollten wenigstens 2 Stunden liegen in dem der Körper die Möglichkeit hat, das Essen zu verarbeiten. Damit ist nicht nur die Darmtätigkeit gemeint ;).

Zum Mittag oder auch Abendessen gibt es dann oftmals was Deftiges. Ich esse derzeit gern Kartoffeln oder aber auch die üblichen Verdächtigen wie Spaghetti Bolognese, Pizza und Co. Alles natürlich selbstgemacht. Bei Fertigprodukten immer schön vorher auf die Kohlenhydrate achten. Da ist manchmal Zeugs drin…. hach das will man nicht. Wenn es mal der Megahunger ist und damit mein ich nicht den richtigen Hunger sondern eher den Heißhunger auf noch n zweite oder dritte Runde Spaghetti, dann am Besten danach einen schönen Spaziergang machen, damit die Verarbeitung der Schlemmereien angekurbelt wird.

Im Internet kursiert die Meinung, dass man am Besten auf Kohlenhydrate verzichten sollte. Aber das ist echt ein total bescheuerter Rat. Kohlenhydrate sind für Mama und auch für das Baby wichtig. Es reicht schon aus, dass man die dann bewusst zu sich nimmt. Das heißt einfach und allein, dass man sich Gedanken über sein Essen macht und nicht wahllos bis zum Koma alles in sich reinstopft.

Während der Schwangerschaftsdiabetes-Zeit sollte man eigentlich auf Süßigkeiten verzichten und ich weiß wie schwer das ist. Wenn man aber weiß was an KE in einer Süßigkeit sind oder es einfach auch mal sein soll, dann bin ich der Meinung das man das auch machen sollte, ABER (!!!!) in Maßen. Ich bin ein totaler Junkie was Lebkuchen und Co angeht. Ich liebe die Weihnachtszeit und esse das sooooo gerne. Somit war das für mich anfangs das Schwierigste, aber….. nur Anfangs. Denn wenn man weiß was in so einem Lebkuchen (lieber nicht essen) oder einem Dominostein (eher essbar) drinsteckt, dann kann man sich davon auch mal einen gönnen. Bei Dominosteinen gehen sogar mal 2. Das tolle dabei ist…. Man genießt diese zwei Dominosteine sowas von extrem und sie schmecken 1000x besser als wenn ich sie in mich hinein schaufeln würde.

Ich liste hier mal einiges auf, was derzeit sehr hoch im Kurs bei mir steht und welche KE das dann hat. Hierzu habe ich von meiner Ernährungsberaterin bei der Diabetologin ein super hilfreiches Heft erhalten “Kalorien mundgerecht für unterwegs” (Bayer Diabetes Service). Dort sind sehr viele Lebensmittel und Ihre Broteinheiten aufgezeigt. Das einzige Manko sind eigentlich, dass dort Broteinheiten aufgezeigt sind und nicht die Kohlehydrateinheiten, aber da 10g Kohlenhydrate eine KE sind, kann man sich das wieder umrechnen.

Hier also meine Liste (die Angabe bezieht sich immer zu 1KE… sprich 1KE sind…):

  • 140g Ananas
  • 1/2 Banane
  • 1 Kiwi
  • 1/3 Kaki
  • 1 Apfel
  • 1 Birne
  • 1/2 Brötchen (lieber ein Vollkornbrötchen als ein helles)
  • 1/2 Hörnchen / Croissant
  • 1 hühnereigroße Kartoffel
  • 1/3 Kuchen (die meisten gehen leider eher nicht)
  • 3 Butterkekse
  • 1,5 Dominosteine
  • 1/3 Lebkuchen (sag ja die sind gemein)
  • 2 Spekulatius (lieber die Gewürz als die Butterdinger)
  • 1/2 Spritzkuchen (yeaaaahhh)
  • 1 Riegel Alpenmilchschokolade (Referenz ist hier Milka)
  • 1 Hanuta
  • 1 Milchschnitte
  • 2 Toffifee (gemein)
  • 1 Ü-Ei
  • 12 Gummibärchen (jedoch nicht zu empfehlen, da die schnell den Blutzucker ansteigen lassen)

Fastfood sollte man besser meiden. Was jedoch geht sind 6 Nuggets von McDonalds, denn die haben 1 KE. 1/3 Hamburger oder Cheeseburger hat auch je 1KE. von allem was größer ist, geht dann nur noch 1/4.

Auch wenn man mal unterwegs ist, muss man nicht zwingend verzichten. Ich habe aktuell entweder einen geschnittenen Apfel dabei oder aber einen Corny Riegel in der free Variante. Btw. der schmeckt viel leckerer als die anderen ;). Oder ich hole mir beim Bäcker ein belegtes Roggenvollkornbrötchen (bei uns heißt der Schusterjunge, weiß nur nicht ob das regional oder übergreifend ist).

Wir waren bisher schon im Kino und auch da hatte ich Knabbereien. Nur nicht das Popcorn…. das ist ÜBERHAUPT nicht geeignet. Aber Nüsse oder was Herzhaftes wie Käsesnacks oder Minifrikadellen sind eine Alternative. Vielleicht nicht die Beste, aber es geht. Dazu dann ein Zero-Getränk (Fanta oder Sprite, meistens vorher im Einzelhandel erworben) und schon kann der Film losgehen.

Was auch als Essen nicht zu empfehlen ist, ist leider das Chinesische Essen. Dort wird sehr viel mit Mehl und auch Zucker gearbeitet und der Reis ist wirklich arg schlecht für den Blutzucker. So ärgerlich es ist, aber das sollte man wirklich vermeiden.

Für solche, zu vermeidenen Dinge, habe ich mir eine “Nach der Geburt will ich…”-Liste gemacht:

  • bei Burgerking oder McDonalds essen
  • Cola und Redbull
  • Kino mit Popcorn
  • Cornflakes
  • Leberwurst- und Teewurstbrötchen (sollte man ja allgemein in der Schwangerschaft vermeiden)
  • Chinesisch essen
  • ….

Das werde ich dann abarbeiten 🙂 auch wenn das für viele wahrscheinlich auf völliges Unverständnis trifft ist es für mich einfach etwas, was ich machen möchte und worauf ich schon während der Schwangerschaft immer Lust hatte.

Meine 5ct zur Schwangerschaftsdiabetes und wie man damit umgehen kann. Ich hoffe ich konnte ein bisschen behilflich sein. Bei Fragen, gerne anschreiben.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.