Kosten pro kind

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Wie viel kostet ein Kind? SO viel Geld geben Eltern bis zum 18. Lebensjahr aus

Wer kennt ihn nicht, den Spruch, „Ein Kind kostet so viel wie ein kleines Haus“? Aber was ist eigentlich dran an der Volksweisheit?

Kinder bereichern unser Leben und zeigen uns, was grenzenlose Liebe bedeutet. So anders ist doch die Liebe zum eigenen Kind als zum Partner oder den eigenen Eltern. Daher ist klar, dass der Kinderwunsch niemals auf Grund von finanziellen Gründen scheitern sollte.
Denn sind wir ehrlich: Jedes Paar, das sich von Herzen ein Kind wünscht, bekommt die finanzielle Komponente in jedem Fall hin. Trotzdem kann ein grober Überblick über die anfallenden Kosten ja nicht schaden, bevor es an die Gründung der eigenen kleinen Familie geht.
Wer sich gern einen Überblick davon machen möchte, wie viel Geld er jetzt schon im Monat wofür genau ausgibt, der sollte sich unbedingt ein Haushaltsbuch zulegen! (Hier kannst du ganz easy eines bei Amazon bestellen.)

Bis Kinder groß sind, kommt so einiges an Ausgaben zusammen. Wir verraten euch, mit welchen Posten ihr definitiv rechnen solltet.

So viel kostet ein Kind bis zum 18. Geburtstag

Das Statistische Bundesamt veröffentlichte eine Studie zum Thema „Konsumausgaben von Familien für Kinder“ und berechnete die durchschnittlichen Ausgaben von Eltern mit einem Kind bis zum 18. Geburtstag mit rund 126.000 Euro. Die Kosten für ein Kind staffeln sich dabei in diese drei Altersgruppen: 0 bis 6 Jahre, 6 bis 12 Jahre und 12 bis 18 Jahre.

Anfallende Kosten bis zum 6. Lebensjahr

Das Statistische Bundesamt kommt bei seinen Berechnungen auf Ausgaben von rund 519 Euro pro Monat – bestehend aus Verpflegung, Windeln, Spielzeug, Unterkunft und Kleidung. Die Erstausstattung und eventuelle Betreuungskosten sind hier noch nicht enthalten.

Dabei fallen alleine für die Baby-Erstausstattung circa 3.000 Euro an. Die Kosten für einen Krippenplatz liegen bei circa 400 Euro und für Kindergartenkinder bei circa 250 Euro pro Monat. Die Gebühren sind allerdings an euren Wohnort gekoppelt und regional sehr verschieden.

Anfallende Kosten für bis zum 12. Lebensjahr

Eins stellen Eltern ganz schnell fest: Die monatlichen Kosten für Anschaffungen steigen mit jedem Lebensjahr des Kindes. Gerade im ersten Lebensjahr profitieren Eltern noch von den vielen Geschenken, Leihgaben und der Unterstützung von Familie und Freunden.

Doch spätestens ab der Einschulung müssen Urlaubsreisen, Hobbys und Klassenfahrten finanziert werden. Die Wunschliste zum Geburtstag wird immer länger und während alle anderen Freunde eures Kindes schon ein Handy haben, versucht ihr euch noch krampfhaft dagegen zu wehren.

Mit steigendem Alter steigen auch die Ansprüche. Während wir noch versuchen, die Kinder zum Spielen an der frischen Luft zu animieren, wirken Smartphone, Tablet, Spielkonsole und PC auf sie deutlich reizvoller. Auch das Markenbewusstsein und der richtige Style werden nun immer präsenter.

Das „Dazugehören“ hat allerdings seinen Preis. Laut Statistischem Bundesamt kostet ein Schulkind seine Eltern circa 604 Euro im Monat. Auch hier sind Urlaub, Betreuung, Hobbys und Co. noch nicht enthalten.

Anfallende Kosten bis zum 18. Lebensjahr

Nach dem 12. Lebensjahr, also bei vielen mit Beginn der Pubertät, steigen die monatlichen Kosten noch einmal an. Insgesamt müssen Eltern dann circa 700 Euro im Monat einkalkulieren. Teenager essen in dieser Zeit mehr und ‚brauchen‘ immer die angesagtesten Klamotten. Auch beim Taschengeld und bei den Freizeitaktivitäten fallen höhere Summen an.

Alle Kosten im Überblick

Insgesamt kostet ein Kind im Monat durchschnittlich 584 Euro. Hochgerechnet bis zum 18. Lebensjahr bedeutet das Ausgaben in Höhe von rund 130.000 Euro pro Kind. Dabei steigen die Kosten jedoch mit jedem Lebensjahr des Kindes:

  • 0 bis 6 Jahre: 519 Euro im Monat, 6.200 Euro pro Jahr, 37.200 für 6 Jahre
  • 6 bis 12 Jahre: 604 Euro im Monat, 7.200 Euro pro Jahr, 43.200 für 6 Jahre
  • 12 bis 18 Jahre: 700 Euro im Monat, 8.400 Euro pro Jahr, 50.400 für 6 Jahre

Bei dieser Berechnung gibt es allerdings auch eine gute Nachricht: Je mehr Kinder in eurem Haushalt leben, desto geringer sind die durchschnittlichen Kosten pro Kind. Vor allem, weil ihr in größeren Mengen einkaufen, kochen und planen könnt. Auch Klamotten und Spielzeug können an die jüngeren Geschwister weitergegeben werden.

Wer bei all den laufenden Kosten Angst hat, dass das Geld irgendwann nicht mehr für die Kinder reicht, der sollte sich unbedingt schlau machen, wie leicht man für den Nachwuchs effektiv Geld anlegen kann. Einen ersten Überblick bekommt ihr beispielsweise in dem Ratgeber: „Für Kinder Geld anlegen: Wie Sie Kinder mit minimalem Aufwand absichern“ (hier direkt bei Amazon bestellen)

Und bei all der Rechnerei sollten wir eines nicht vergessen: Kinder sind ein Geschenk. Vielleicht sogar das größte Geschenk überhaupt. Wer schon einmal in die strahlenden Augen seines Kindes geschaut hat, der weiß, wie viel Liebe und Glück sie einem schenken. Das allein sollte alle Mühen, alle Sorgen und alle Ausgaben aufwiegen und uns auf das besinnen, was wirklich im Leben zählt: Die Familie.

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Wie viel kosten Kinder?

Bis zum 18. Lebensjahr kosten Kinder einiges an Geld. Wir zeigen dir, mit welchen Kosten du in welchem Alter rechnen musst, wo sich sparen lässt – und welche staatlichen Hilfen es gibt.

Von Windeln und Babybrei über Sport- und Musikunterricht bis zur Klassenfahrt und dem ersten Handy: Kinder kosten Geld. Viel Geld! Eltern geben das Geld für ihre Sprösslinge gerne aus, spüren aber jeden Monat aufs Neue: Die Ausgaben für die nötigen Anschaffungen steigen mit jedem Lebensjahr merklich an. Für Babys bekommt man noch viele Dinge geschenkt oder kann sie sich bei Freunden oder innerhalb der Familie ausleihen. Schöne Kleidung gibt es auch gebraucht. Zumindest für die Kleinen.

Aber spätestens ab dem Schuleintritt wird Eltern das Sparen nicht mehr so leicht gemacht. Die Überlegung, wie groß die Familie werden soll, ist für viele auch eine ganz unemotionale: Können wir uns Kind Nummer zwei und drei überhaupt leisten?

Was kosten Kinder?

Es kursieren verschiedene Modellrechnungen, die auf unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen basieren. Am leichtesten nachzuvollziehen ist die des Statistischen Bundesamts, sie stellt die laufenden Konsumausgaben in den Mittelpunkt ihrer Berechnungen.

Demnach kostet ein Kind im Monat durchschnittlich 584 Euro. Das macht, hochgerechnet bis zum 18. Lebensjahr, Kosten von knapp 130.000 Euro.

Kosten bis zum sechsten Lebensjahr

Das Statistische Bundesamt kommt für die Jahre bis zum Schuleintritt auf eine Jahressumme von etwa 6.200 Euro. Ein ganz ordentlicher Batzen Geld! Dabei handelt es sich hier nur um die laufenden Kosten für Nahrung, Kleidung, Möbel, Freizeit, Spielen etc. Sowohl die Erstausstattung wie auch die Betreuungskosten sind hier gar nicht enthalten! Die Kosten für die Erstausstattung belaufen sich auf durchschnittlich 3.000 Euro.

Hier kannst du aber viel Geld sparen, wenn du dir Kleidung bei Freunden borgen und größere Anschaffungen wie Babybett, Hochstuhl und Kinderwagen Second Hand kaufst. Wenn du nach der Elternzeit halbtags arbeiten möchtest und dein Kind in einer Kita betreut wird, musst du mit Kosten von 400 Euro für Krippenkinder und 250 Euro für Kindergartenkinder rechnen. Das ist allerdings nur eine ganz grobe Hausnummer, die Gebühren variieren stark – teilweise sind sie einkommensabhängig, teilweise unterscheiden sie sich von Stadt zu Stadt.

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Kosten für Kinder bis zwölf Jahren

Je älter Kinder werden, desto höher sind ihre Ansprüche an Spielzeug, Medien und Unterhaltungselektronik. Und mit steigendem Lebensalter werden auch, egal ob Junge oder Mädchen, die Bekleidungswünsche anspruchsvoller – selbst wenn das eigene Kind dabei nicht gleich zum Markenfetischisten wird. Ein Schulkind kostet statistisch 604 Euro im Monat. Auch hier sind anfallende Betreuungskosten für Hort und Ferienbetreuung nicht eingerechnet.

Kosten, bis die Kinder volljährig sind

Der Blick in die Statistik zeigt: Nach dem zwölften Lebensjahr werden Kinder so richtig teuer: Die monatlichen Kosten liegen dann bei durchschnittlich 700 Euro. Hauptgrund: Die Zeit der Kinderteller ist endgültig vorbei, Teenager haben ständig Hunger und brauchen fürs Wachsen viel, viel Essen. Und wer wächst, braucht neue Kleidung (55 Euro monatlich). Auch das Taschengeld und die Ausgaben für Handy etc. machen jetzt einen ernstzunehmenden Posten aus.

Größerer Haushalt: Geringere Pro-Kopf-Ausgaben

Das Statistische Bundesamt hat für geschröpfte Eltern aber auch eine gute Nachricht parat: Je mehr Kinder in einem Haushalt vorhanden sind, desto geringer sind die durchschnittlichen Kosten für Kinder. Denn zumindest ein Teil der Grundausstattung braucht nur für das erste Kind angeschafft werden und wird dann an die jüngeren Geschwister weitergegeben. Und das spart Geld: Verglichen mit den 584 Euro Konsumausgaben pro Monat im Ein-Kind-Haushalt, liegen die Ausgaben bei Paaren mit zwei Kindern bei „nur“ 515 Euro und mit drei Kindern bei 484 Euro pro Kind.

Unberücksichtigt: Versicherung, Betreuung, Arbeitszeit

Die Modellrechnung des Statistischen Bundesamtes umfasst nur die Konsumausgaben, nicht aber Vorsorge- und Versicherungskosten; und auch nicht die eventuellen, später anstehenden Kosten für ein elternfinanziertes Studium. Ebenfalls nicht berücksichtigt sind notwendige Investitionen wie etwa ein größeres Auto oder eine größere Wohnung.

Durch die stark angestiegenen Energiekosten in den letzten Jahren hat sich dieser Bereich zum größten Preistreiber entwickelt: Nach einer aktuellen Erhebung bezahlen Eltern für Wohnen und Energie, allein auf die Kinder bezogen, im Schnitt 127 Euro im Monat. Auch die Opportunitätskosten wurden bei der Modellrechnung außen vor gelassen: In den allermeisten Familien reduziert ein Elternteil seine Arbeitszeit und damit das Haushaltseinkommen.

Diesen Ausgaben stehen jedoch viele staatliche Leistungen gegenüber, die für ein Plus auf dem Konto sorgen:Staatliche Hilfen senken die Kosten für Kinder

Staatliche Hilfen senken Kosten für Kinder

Zum Glück stehen den immensen Ausgaben für Kinder auch einige staatliche Leistungen gegenüber, die für einen kleinen Ausgleich auf dem Konto sorgen.

Staatliche Leistungen für Eltern: Kindergeld

Das Kindergeld wird einkommensunabhängig bis zum 18. Lebensjahr des Kindes bezahlt. Aktuell liegt das Kindergeld bei 190 Euro für die ersten beiden Kinder, bei 196 Euro für das dritte und bei 221 Euro ab dem vierten Kind.

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Alternativ dazu: Kindergeldfreibetrag

Aktuell liegt der Kinderfreibetrag bei 7.248 Euro im Jahr pro Kind. Das bedeutet: Diese Summe muss bei der Einkommenssteuererklärung der Eltern nicht berücksichtigt werden, auf sie werden keine Steuern bezahlt. Das Finanzamt prüft automatisch, mit welcher Leistung (Kindergeld oder Kinderfreibetrag) du günstiger fährst.

Elterngeld

Bis zu 28 Monate nach der Geburt des Kindes erhält der betreuende Elternteil das Elterngeld, das sich am vorgeburtlichen Nettoeinkommen orientiert. Mindestens sind das 300 Euro, maximal 1.800 Euro (bei einer Bezugsdauer von 14 Monaten). Hier erfährst du mehr über Elterngeld und Elterngeld Plus. Und unser Elterngeldrechner berechnet dir dein individuelles Elterngeld.

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Mutterschaftsgeld

Das Mutterschaftsgeld erhalten Arbeitnehmerinnen, die Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse sind und Anspruch auf Krankengeld haben: Das bisherige Nettogehalt wird im Zeitraum von sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bis acht Wochen nach der Geburt ausgezahlt. Zu beantragen ist das Mutterschaftsgeld bei Krankenkasse und Arbeitgeber.

Krankenkassenleistungen

Mutterschaftsgeld sorgt für Absicherung vor und nach der Geburt

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Wohngeld für Familien

Einkommensabhängig. Antrag bei der örtlichen Wohngeldstelle.

Kinderzuschlag

Einkommensabhängig. Der Kinderzuschlag soll zusammen mit dem Einkommen den Bedarf der Familie decken, damit die Familie nicht Arbeitslosengeld II beantragen muss.

Kinder sind keine gute Geldanlage. Aller familienpolitischen Leistungen zum Trotz bleibt unter dem Strich eine tiefrote Rendite – rein finanziell betrachtet zumindest. Sie wird hoffentlich immer überkompensiert durch eine gesteigerte Lebenszufriedenheit. Kinder sollten daher nicht in erster Linie als Kostenfaktor wahrgenommen werden. Aber gerade Familien dürfen die finanzielle Realität auch nicht ausblenden. Eine Finanzplanung ist sinnvoll.

Daniel Mohr

Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Woche.

  • F.A.Z.

Zunächst ist es hilfreich, sich einen Überblick über die zu erwartenden Kosten der Kinder zu verschaffen. Den meisten Eltern wird bald klar: Es wird im Laufe der Zeit nicht billiger, sondern immer teurer. Das Statistische Bundesamt gießt dies in Zahlen: 6000 Euro im Jahr kosten Kinder, bis sie sechs Jahre alt sind. Zwischen 6 und 12 Jahren sind es dann 7000 Euro und bis zur Volljährigkeit etwa 8500 Euro im Jahr. Wer addiert, kommt auf rund 130.000 Euro, je Kind wohlgemerkt. Nach dem 18. Geburtstag wird es noch teurer, vor allem, wenn für ein Studium eine eigene Wohnung gebraucht wird. Eine Summe von 230.000 Euro hat die Verbraucherzentrale Bayern einmal ausrechnen lassen, die ein Kind bis zum Abschluss des Studiums kostet. Mit etwa 130.000 Euro sei der Verdienstausfall der Eltern für die Erziehung von einem Kind zu veranschlagen, bei zwei Kindern seien es 175.000 Euro, bei drei Kindern 230.000 Euro. Andere Berechnungen kommen auf ähnliche Ergebnisse. Das Kindergeld, so es 25 Jahre bezogen würde, summiert sich nach aktuellem Stand auf 55.000 Euro. Auch andere familienpolitische Leistungen können den finanziellen Schaden bei weitem nicht ausgleichen.

„Die Kinder haben einen Unterhaltsanspruch“

Den Kosten für die Kinder können sich Eltern jedoch nicht entziehen. „Die Kinder haben einen Unterhaltsanspruch“, sagt Inge Saathoff, Fachanwältin für Familienrecht aus Oldenburg und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV). „Sie haben zwar keinen Anspruch auf Teilhabe am Luxus, aber sie müssen angemessen versorgt werden.“ Das teuerste Handy oder Markenklamotten müssen es nicht sein, wohl aber ein Taschengeld, wie es auch im Freundeskreis üblich ist. „Die Eltern haben aber natürlich einen Ermessensspielraum, was sie für pädagogisch sinnvoll halten.“ Im Trennungsfall der Eltern gibt die Düsseldorfer Tabelle präzise Auskunft, welchen Anspruch auf Unterhalt Kinder haben. Er reicht von 317 Euro im Monat in der untersten Einkommensklasse und für Kinder im Alter von 0 bis 5 Jahren bis hin zu 781 Euro im Monat bei Gutverdienern und Kindern ab 18 Jahren.

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Für Studenten wird ein Bedarf von 670 Euro im Monat unterstellt, wenn sie nicht zu Hause wohnen. Aus Kostengründen verlangen, dass die Kinder bei Ausbildung und Studium zu Hause wohnen bleiben, können die Eltern nur in Ausnahmefällen. „Das Kind hat grundsätzlich ein Recht darauf, woanders zu studieren“, sagt Saathoff. Es hat aber zu prüfen, ob Anspruch auf Bafög besteht. Das entlastet die Eltern. Die Hälfte der Summe muss das Kind später an den Staat zurückzahlen. Auch kann von Studenten verlangt werden, dass sie etwas dazuverdienen. „Der Studienerfolg hat aber immer Vorrang und darf nicht gefährdet werden.“ Ein über die übliche Studien- und Ausbildungszeit hinausgehender Aufenthalt an der Universität muss nicht finanziert werden.

Haushaltsrechner

Inwiefern hilft ein Haushaltsrechner bei der Finanzplanung?

Wer ein Haus kaufen oder bauen, einen Kredit aufnehmen oder Schulden loswerden möchte, muss ganz genau hinschauen bei der Kalkulation seiner monatlichen Lebenshaltungskosten. Die Erfahrung zeigt: Besonders bei großen Summen wird es nämlich auch bei guter Planung an manchen Monaten eng.

Bei der Kreditvergabe fordern Banken und Sparkassen eine genaue Auflistung der Einnahmen und Ausgaben. Sie ziehen diese Werte heran, um die Kreditwürdigkeit des Kunden zu beurteilen. Je aktueller und detaillierter Ihr Haushaltsplan ist, umso geringer ist die Gefahr, dass Ihre Kosten aus dem Ruder laufen. Denken Sie daran: Ihre Existenz hängt davon ab. Nutzen Sie deshalb am besten unseren Haushaltsrechner:

Die Bedienung des Haushaltsrechners bzw. Aufstellung eines Haushaltsplanes

Unser Haushaltsrechner umfasst alle wichtigen Einnahmen und Ausgaben. Die Bedienung ist ganz einfach. Wenn Sie die Seite aufgerufen haben, sehen Sie bereits die Liste mit Posten, in die Sie Ihre Werte eingeben. Zuerst folgen die monatlichen Einnahmen. Hier werden der eigene Lohn, der des Partners, staatliche Zuschüsse, Zins- und Kapitalerträge, Mieteinnahmen und sonstige Einnahmen erfasst.

Tragen Sie bitte immer den Wert für den Zeitraum eines Monats ein, damit die Berechnung stimmig ist. Der Rechner addiert die Beträge automatisch. Schon während der Eingabe können Sie sehen, wie sich der Wert verändert. Klicken Sie dazu einfach zu einem beliebigen Zeitpunkt auf „Berechnen“. Alle bis dahin eingetragenen Werte bezieht der Haushaltsrechner in die Kalkulation mit ein.

Im Einzelnen sieht das so aus:

Im Feld „Lohn/Gehalt/Rente (netto) – Eigen“ tragen Sie Ihr monatliches Nettogehalt ein. In dieses Feld gehört auch der Betrag Ihrer Rente, falls Sie bereits Rentner sind.

Das Feld „Lohn/Gehalt/Rente (netto) – Partner“ ist dazu da, das monatliche Nettoeinkommen Ihres Ehemannes oder Partners zu erfassen.

Bekommen Sie darüber hinaus noch staatliche Zuschüsse, dann tragen Sie diese bitte in das dritte Feld „Staatliche Zuschüsse“ ein.

An vierter Stelle werden die „Zins- und Kapitalerträge“ erfasst. Denken Sie daran, dass Sie diese pro Monat angeben müssen. Die Banken senden Ihnen meistens eine Jahresaufstellung zu. Dividieren Sie diesen Betrag bitte durch 12. Ansonsten ist die Berechnung nicht korrekt.

Als Vermieter oder Hausbesitzer haben Sie die Möglichkeit, eventuelle Mieteinnahmen in das folgende Feld „Mieteinnahmen“ einzugeben.

Alle weiteren Einnahmen erfassen Sie bitte im Feld „Sonstige monatliche Einnahmen“.

Monatliche Ausgaben

Nun kommen wir zu den Ausgaben.

Im Feld „Lebenshaltung (Essen, Trinken, Einkäufe)“ geben Sie möglichst genau an, wie viel Geld Sie im Monat für diese Posten benötigen.

Tragen Sie dann den monatlichen Betrag für Miete und Nebenkosten in das Feld „Miete inkl. Nebenkosten“ ein. Da die Nebenkosten in der Regel als Abschlagzahlung geschätzt werden, lohnt sich ein Blick in die letzte Nebenkostenabrechnung. Mussten Sie nachzahlen? Dann geben Sie lieber einen etwas höheren Wert ein.

Die Kosten für Ihr Auto werden im folgenden Feld „Auto (Sprit, Steuer, Versicherung)“ erfasst. Auch die Ausgaben für eventuelle Werkstattbesuche sollten hier mit einfließen.

Im Feld „Hobbies“ führen Sie die Ausgaben für Sportverein, Fitnessstudio, Musikstunden oder Ähnliches ein.

Sie leisten Unterhaltszahlungen? Dann gehören die monatlichen Kosten in das gleichnamige Feld „Unterhaltszahlungen“.

Zu den Ausgaben zählen auch regelmäßige Beträge, die Sie sparen. Nennen Sie deshalb im Feld „laufende Sparverträge (Fonds, Bausparen)“ alle Kosten für Fonds oder Sparverträge.

Im Feld „Beiträge zur Altersvorsorge“ werden die Beiträge zur Altersvorsorge aufgeführt, die Sie monatlich aufwenden.

Versicherungsbeiträge gehören in das Feld „Versicherungen“. Auch hier gilt: Jahresbeiträge teilen Sie bitte durch 12.

Etwaige Kosten für Bankkonto oder Depot werden im Feld „Kontoführungs- und Depotgebühren“ erfasst.

Einen wichtigen Posten stellen auch die laufenden Ausgaben für Kredite dar. Diese dürfen Sie nicht vergessen. Tragen Sie sie bitte ein in das Feld „Laufende Raten für Kredite und Darlehen“.

Etwaige weitere Ausgaben können im Feld „Sonstige monatliche Ausgaben“ aufgeführt werden.

Haushaltsplan berechnen

Das ist schon alles. Wenn Sie jetzt ganz unten auf „Berechnen“ klicken, sehen Sie, welche Summe Ihnen monatlich nach Abzug aller Ausgaben zur Verfügung steht.

Wozu dient ein Haushaltsplan?

Wer im Privatbereich einen Haushaltsplan führt, hat zu jedem Zeitpunkt den Überblick über seine Einnahmen und Ausgaben. Ähnlich wie die Einnahmen-Überschuss-Rechnung eines Unternehmens listet der Haushaltsplan im Detail auf, welche Fixkosten monatlich anfallen und wie viel Geld am Ende des Monats übrig bleibt.

Wissen Sie, wie viel Sie pro Monat für Wohnung, Auto, Versicherungen, Lebensmittel und Freizeit ausgeben? Viele meinen, solange am Ende des Monats das Konto nicht im Minus steht, sei dies ausreichend. Was passiert aber, wenn Sie krank werden oder in Rente gehen? Oder wenn Sie ein Haus bauen oder kaufen möchten und einen Kredit benötigen? Dann müssen Sie nicht nur wissen, ob das Geld dafür reicht, sondern auch Ihrer Bank die tatsächlichen Lebenshaltungskosten nachweisen. Andernfalls bekommen Sie keinen Kredit.

Am PC lässt sich mithilfe eines Haushaltsrechners ganz leicht ein Haushaltsplan erstellen, der alle Posten enthält.

Wieso erleichtert ein Haushaltsrechner die Aufstellung eines Haushaltsplanes?

Der große Vorteil des elektronischen Haushaltsrechners ist, dass er automatisch richtig rechnet. Außerdem listet er alle möglichen Kostenfaktoren auf, sodass man auch die Beiträge zur Altersvorsorge oder Konto- und Depotführungsgebühren nicht vergisst.

Wer händisch eine Liste über Einnahmen und Kosten macht, hat nicht die Möglichkeit, diese täglich zu aktualisieren. Er müsste jedes Mal eine neue Aufstellung machen. Außerdem vergisst man häufig Kostenstellen, die nur selten auftreten, zum Beispiel jährliche Abbuchungen oder Daueraufträge. Wenn Sie einen Online-Haushaltsrechner benutzen, können Sie mit wenigen Klicks Ihre Eingaben machen und diese ausdrucken. So lassen sich ganz leicht Vergleiche zwischen einzelnen Wochen, Monaten oder Jahren anstellen.

Was sollte ein Haushaltsrechner berücksichtigen?

Was ein Haushaltsrechner alles berücksichtigen sollte, ist je nach Lebenssituation unterschiedlich. Wichtig ist jedoch, dass die Hauptposten der monatlichen Einnahmen und Ausgaben aufgeführt werden. Sie entscheiden darüber, ob am Monatsende ein Plus oder ein Minus auf dem Konto steht.

Welche Ausgaben zählen zu den Lebenshaltungskosten?

Lebenshaltungskosten sind alle Ausgaben, die regelmäßig im Alltag anfallen und das Überleben sichern, aber auch Bildung, Freizeit und Reisen ermöglichen. Je nach Haushaltsgröße, Wohnort und Lebensstandard unterscheidet sich die Höhe dieser Kosten. So sind die Mieten in einer Groß- oder Hochschulstadt in der Regel deutlich höher als in einer Kleinstadt oder auf dem Land. Wer viel und gerne reist, ins Theater oder ins Restaurant geht, hat höhere Ausgaben als jemand, der sein Wochenende oder den Urlaub lieber zu Hause verbringt.

Private Konsumausgaben

Die monatlichen Kosten für den Lebensunterhalt werden auch als private Konsumausgaben bezeichnet und umfassen laut Statistischem Bundesamt folgende Bereiche:

  • Wohnkosten (monatliche Miete, Nebenkosten)
  • Lebensmittel (Nahrungsmittel, Getränke, Tabakwaren)
  • Kleidung
  • Drogerieartikel
  • Mobilität (Kfz-Kosten, ÖPNV-Fahrtickets, Flugtickets)
  • Bildung (Ausbildungs- und Studiengebühren, Materialkosten)
  • Urlaubsreisen
  • Sport und Freizeit (Fitnessstudio, Kino, Theater)
  • Tierhaltung

Weitere Ausgaben

Neben den zum Bestreiten des Alltags notwendigen Ausgaben kommen bei einigen Verbrauchern noch weitere Faktoren hinzu, die das Statistische Bundesamt nicht als Lebenshaltungskosten berücksichtigt. Dazu gehören beispielsweise:

  • Unterhaltszahlungen
  • Versicherungen
  • Raten für bestehende Kredite
  • Bewirtschaftungskosten für bestehende Immobilien

Die Bank zieht bei Kreditvergabe echte Einnahmen heran

Bei einer Kreditaufnahme spielt für die Bank vor allem die Differenz aus Einnahmen und Lebenshaltungskosten eine Rolle, also das frei verfügbare Einkommen, das am Monatsende übrig bleibt. Daran misst die Bank, welche Ratenhöhe für den Kreditnehmer erschwinglich ist, und entscheidet daraufhin über seine Kreditwürdigkeit.

Zu den Einnahmen zählen das monatliche Nettogehalt sowie andere regelmäßige Einkünfte. Das könnte beispielsweise folgendes sein:

  • Nettoeinkommen aus selbstständiger Tätigkeit
  • Nettoeinkünfte aus geringfügiger Beschäftigung
  • Nettoeinkünfte aus Rente oder Pension
  • Nettoeinkünfte aus regelmäßigen Überstunden, Boni oder Tantiemen
  • Einkünfte aus Unterhaltszahlungen und Kindergeld
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen
  • Erträge aus Beteiligungen
  • Mieteinnahmen aus bestehenden Immobilien

Statt Lebenshaltungskosten nutzen Banken aber die Haushaltspauschale

Kreditinstitute ziehen zu ihrer Prüfung selten die realen Lebenshaltungskosten ihrer Interessenten heran. Sie gehen von einem Richtwert aus, der sich „Haushaltspauschale“ nennt. Die Höhe des Werts unterscheidet sich regional oft erheblich. In der Regel kommen die Banken bei einem Einpersonenhaushalt auf 600 bis 800 Euro. Für jede weitere Person kommen 200 Euro hinzu. Verrechnet mit den Einnahmen, ergibt sich nun, wie viel Geld die Interessenten monatlich für ihr Finanzierungsvorhaben aufbringen können.

Was ist der Lebenshaltungskostenindex (Verbraucherpreisindex)?

Anhand des Lebenshaltungskostenindex (Verbraucherpreisindex) können Banken die aktuellen durchschnittlichen Lebenshaltungskosten ablesen und so ihre Haushaltspauschale festlegen. Der Index wird jährlich vom Statistischen Bundesamt erhoben und dient der Beobachtung von Preisentwicklungen, welche die Lebenshaltungskosten beeinflussen. Das heißt, es wird die für Kreditnehmer wichtige Inflationsrate ermittelt. Lag der Gesamtverbraucherpreisindex im Januar 1993 noch bei 75,8 Punkten, so war er im Januar 2017 bereits auf 108,1 Punkte gestiegen. Der Index ist jeweils auch nach Region, Haushaltsart und -größe sowie Produktkategorien einsehbar.

Lebenshaltungskosten berechnen: So geht’s

Ihre Lebenshaltungskosten berechnen Interessenten, indem sie alle monatlichen Ausgaben addieren. Spannend zu wissen ist jedoch, wie viel am Ende übrig bleibt, wenn Haushalte die Lebenshaltungskosten von ihren Nettoeinnahmen abziehen. Dazu bilden sie die Differenz aus jeglichen Einnahmen und sämtlichen Ausgaben. Das Ergebnis steht dafür, wie viel Geld jeden Monat übrig ist und in die Kreditfinanzierung einfließen kann. Natürlich ist es sinnvoll, nicht den gesamten Überschuss in das Darlehen zu stecken. Jeder Haushalt profitiert von monatlichen Rücklagen – schließlich ist es nie vorhersehbar, wann die Waschmaschine den Geist aufgibt oder das Auto eine größere Reparatur benötigt.

Ganz ohne Formel und Taschenrechner ermitteln Interessierte ihre Lebenshaltungskosten mit dem Haushaltsrechner von Verivox. Sie können dort viele verschiedene Arten von Einkünften und Ausgaben eintragen und den Betrachtungszeitraum auf „monatlich“, „vierteljährlich“, „halbjährlich“ oder „jährlich“ festlegen. So lassen sich Einnahmen und Ausgaben übersichtlich einander gegenüberstellen. Der Rechner präsentiert als Ergebnis die Summe der monatlichen Einnahmen, die Summe der monatlichen Ausgaben und die sich daraus ergebende noch verfügbare Geldsumme.

Was passiert, wenn die Lebenshaltungskosten von der Haushaltspauschale abweichen?

Die Haushaltspauschale ist bei den Banken und Sparkassen in der Regel fest definiert. Doch was passiert eigentlich, wenn die realen Lebenshaltungskosten des Kreditinteressenten deutlich unter- oder oberhalb dieses Betrags liegen? Je nach Lebensstandard können sich die Ausgaben von Haushalt zu Haushalt stark unterscheiden. Besondere Kosten, die nicht in jedem Haushalt anfallen, werden oft noch einmal gesondert berechnet – zum Beispiel in der Selbstauskunft des Kreditnehmers.

Eine Korrektur der Haushaltspauschale nach unten erfolgt in der Regel nicht, da der Betrag sich an den üblichen Sozialleistungen orientiert und somit schon relativ niedrig angesetzt ist. Generell gilt: Wer seine Lebenshaltungskosten mit seinem Einkommen nur gerade so decken kann und am Ende des Monats nur wenig übrig hat, wird voraussichtlich eher keinen Kredit bekommen. Für gute Chancen auf ein Darlehen sollte der Haushaltsüberschuss also möglichst groß sein.

Die Studienzeit ist spannend. Aber das Leben, Essen und Feiern haben ihren Preis. Wie viel genau man als Student an Lebenshaltungskosten einplanen sollte, verrät dieser kostenlose Online-Rechner. Zusätzlich findest du die verwendete Formel, den Rechenweg und praktische Tipps, um das Studentendasein auch finanziell angenehm zu gestalten.

Studentenrechner: Lebenshaltungskosten

Was genau muss ich eigentlich für mein Zimmer zahlen? Wie kann die Miete fair aufgeteilt werden? Der WG-Kosten-Rechner hilft.

Wie viel kostet das Studentenleben?

Der Beginn eines Studiums ist mit einer umfassenden Veränderung der gewohnten Lebensumstände verbunden. Gerade in finanzieller Hinsicht stellt das freie, eigenständige Leben für viele Studenten eine enorme Herausforderung dar. Bevor überhaupt ein Euro verdient ist, müssen Studierende für ihren täglichen Lebensunterhalt, Lehrmaterial, Semesterticket sowie für diverse andere Kosten jede Menge Geld aufbringen. Hinzu kommt, dass junge Menschen das Studentendasein verständlicherweise auch genießen möchten. Dazu gehören Partys ebenso wie die eine oder andere Reise.

Kopfzerbrechen bereitet nicht nur das Lernen, sondern auch der monatliche Kassensturz.

Was benötigt ein Student an Geld?

Damit sich das Studium nicht zum finanziellen Desaster entwickelt, sollten sich junge Menschen, bereits einige Zeit vor dem Auszug aus dem elterlichen Haushalt, Gedanken über ihren künftigen Geldbedarf und die entsprechende Finanzierung machen. Wie hoch sind die monatlichen Einkünfte? Welche Ausgaben kommen in welcher Höhe auf mich zu? Wie viel Geld hat ein Durchschnittsstudent monatlich zur Verfügung? Welche Einsparmöglichkeiten gibt es? Der Online-Rechner stellt für Abiturienten und Studienanwärter eine hervorragende Möglichkeit dar, sich einen ersten Überblick über die künftige finanzielle Situation zu verschaffen.

Monatliche Fixkosten

Die Miete einschließlich regelmäßig anfallender Nebenkosten, wie Heizung, Strom und Wasser ist mit Abstand der größte Posten regelmäßig wiederkehrender Ausgaben. Laut einer Erhebung des Deutschen Studentenwerkes zahlen Studierende in Deutschland durchschnittlich knapp 300 Euro Miete. Die konkrete Höhe der Miete hängt von mehreren Faktoren ab. Der wichtigste Faktor ist die Wohnform, wobei eine eigene Wohnung in aller Regel teurer ist als ein WG-Zimmer oder ein Zimmer in einem Studentenwohnheim. Außerdem schwanken die Mieten innerhalb Deutschlands gewaltig. Sie können sogar innerhalb einer Stadt deutlich variieren, je nachdem, in welchem Stadtteil die Unterkunft liegt.

Darüber hinaus muss jeder Student krankenversichert sein. Wer nicht älter als 25 ist, kann im Rahmen einer Familienversicherung kostenfrei bei den Eltern versichert bleiben. Der Beitrag für eigenständig versicherte Studenten ist etwas höher. Das kostet derzeit rund 60 Euro. Viele Versicherungsgesellschaften reduzieren auch die Beiträge anderer Versicherungen.

Hinzu kommen Kosten, die zwar nur einmal pro Semester anfallen, jedoch große Löcher ins ohnehin knappe Budget reißen. Dazu zählen spezielle Studiengebühren für Auslandssemester, Kosten fürs Semesterticket oder Verwaltungskostenbeiträge. Die Höhe dieser Ausgaben ist zum einen vom Bundesland abhängig. Jede Hochschule bzw. Universität kann aber auch einige Gebühren in Eigenregie erheben.

Allgemeine Lebenshaltungskosten

Essen, Trinken, Kleidung, Fahrtkosten, Haare schneiden, Telefon, Internet, Lern- und Arbeitsmittel, ab und an mal eine neue Jeans: Jeder Student muss natürlich sein tägliches Leben finanzieren. Die Kosten für die Ernährung hängen maßgeblich vom Einkaufs-, Ess- und Kochverhalten ab. Mensa-Essen oder selbst einkaufen? Mahlzeiten allein organisieren oder gemeinsam mit den WG-Bewohnern kochen? Konventionelle Lebensmittel oder Bio-Qualität? Je nach Anspruch können laut Erhebungen des Deutschen Studentenwerkes die Ernährungskosten zwischen 80 und 250 Euro pro Monat schwanken.

Eher ein Bild aus dem Hochglanzprospekt, als ein Abbild des Studentenlebens. Studieren hat schon lange nichts mehr mit hippiesker Rumtreiberei und extensiven Trips durch die Weltgeschichte zu tun. Im Gegenteil: Die Kosten eines Studiums summerien sich häufig auf viele Zehntausend Euro.

Hinzu kommen sporadische oder tägliche Fahrtkosten, Kosten für Kleidung, für Telefon, Handynutzung und Internet. Wie hoch die Aufwendungen für Lernmittel ausfallen, hängt maßgeblich vom gewählten Studienfach ab. Laut dem Deutschen Studentenwerk betragen sie pro Student durchschnittlich 30 Euro pro Monat, wobei Studenten bestimmter Fachrichtungen mit circa 20 Euro auskommen, andere wiederum rund 70 Euro benötigen.

Ein nicht zu unterschätzender Posten sind die Aufwendungen für Freizeit, Kultur und Sport. Schließlich besteht das Leben nicht nur aus Wohnen, Studium und Essen, auch Freizeitaktivitäten gehören zu einem erfüllten Studentendasein dazu. Diese Ausgaben sind in hohem Maß vom Studienort abhängig. Oft sind sie in Großstädten höher als in der Provinz, was einerseits am größeren Angebot, aber auch an den zumeist höheren Preisen liegt.

Am Ende des Geldes noch so viel Monat: Ein Problem, dass viele junge Menschen kennen.

Finanzquellen und Finanzierungshilfen

Bis zum ersten Studienabschluss sind Eltern verpflichtet, die Ausbildung ihres Kindes im Rahmen ihrer Möglichkeiten finanziell zu unterstützen. Weil sich der Betrag des elterlichen Anteils an deren Verdienst bemisst, reicht er für die meisten Studierenden nicht aus, um das tägliche Leben einschließlich Fixkosten zu bestreiten. Deshalb lohnt es sich grundsätzlich, circa zwei Monate vor Studienbeginn einen BAföG-Antrag zu stellen. Diese Mittel stellt der Staat bereit. Wie hoch das BAföG letztendlich ausfällt, hängt von mehreren Faktoren, unter anderem vom Verdienst der Eltern, ab. Falls der Staat das Studium fördert, ist die Hälfte geschenkt. Die andere Hälfte muss der Absolvent in Raten zurückzahlen. Genaue Informationen zur Antragstellung erteilt jede Hochschule.

Nebenjob als Student

Schätzungen zufolge haben rund 65 Prozent aller Studenten einen Nebenjob. Manche arbeiten als Werkstudent, andere als Hilfskraft an der Hochschule, wieder andere als Barkeeper oder Bedienung in einer Kneipe. Egal, aus welcher Quelle der Zuverdienst fließt: Ein Student darf maximal 182 Tage im Jahr bzw. 20 Stunden pro Woche arbeiten. Ansonsten verliert er seinen Studentenstatus. Außerdem sollten gewisse Verdienstgrenzen nicht überschritten werden, weil dann zusätzliche Sozialversicherungsbeiträge anfallen.

Stipendien und Studienkredite

Etwas weniger populär sind Stipendien und Studienkredite. So bietet beispielsweise die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung Stipendien an. Stipendien privater Institutionen sind zumeist auf bestimmte Fachrichtungen zugeschnitten. Ob Stiftung oder privat: Alle Stipendien belohnen sowohl Bestnoten als auch besonderes gesellschaftliches Engagement.

Nur wenige Studenten finanzieren ihr komplettes Studium über einen Kredit. Der Studienkredit ist im Gegensatz zum BAföG ein Privatkredit, der nach Studienende inklusive Zinsen zurückzuzahlen ist. Zumeist dient er der Überbrückung finanzieller Engpässe, etwa weil das Kindergeld wegfällt oder der Nebenjob gekündigt wurde.

7 wichtige Spartipps für Studenten

  1. Studierende bekommen bei den meisten Banken ein kostenloses Girokonto einschließlich EC-Karte. Manche Finanzinstitute bieten sogar noch eine kostenlose Kreditkarte an.
  2. Ob Friseur, Kinokarte oder Reise: Gerade in sogenannten Universitäts- und Hochschulstädten gibt es regelmäßige Gutschein- oder Rabattaktionen für die unterschiedlichsten Waren und Dienstleistungen. Manche sind extra fürs knappe Studentenbudget konzipiert und werden nur gegen Vorlage des Studentenausweises gewährt. Darüber hinaus gibt es oft spezielle Studententarife, die deutlich günstiger als die Tarife für Arbeitnehmer sind. Gezieltes Nachfragen lohnt sich immer!
  3. Beim Essen lässt sich einiges Sparen. Am günstigsten sind Grundnahrungsmittel beim Discounter. Frische Zutaten oder Fleisch vom Markt reißen schnell mal ein Loch in die Haushaltskasse. Selbst kochen oder selbst geschmierte Stullen sind meist günstiger als die Mensa. Mensaessen wiederum ist preiswerter als ein Restaurantbesuch.
  4. Studenten, die gerne Reisen, sollten sich nach Angeboten wie Work & Travel oder nach einem Praktikum im Ausland umschauen. Neben Sightseeing und Abenteuer lässt sich Geld verdienen oder die Finanzierung von Unterkunft und Essen einsparen. Nebenbei verbessern sich auch noch die Fremdsprachenkenntnisse.
  5. Gebrauchte Bücher, Möbel oder Kleidung sind bedeutend günstiger als Neuware. Ein idealer Ort für Angebote und Gesuche ist das Schwarze Brett des Studentenwohnheims oder der Hochschule. Alternativ bieten sich diverse Online-Plattformen zum Stöbern, Kaufen und Verkaufen gebrauchter, nicht mehr benötigter Lehrmaterialien sowie Alltagsgegenstände an.
  6. Mitfahrzentralen oder Fernbusse sind eine günstige Alternative zu teuren Bahn-Tickets.
  7. Statt Mitgliedsbeiträge an ein Fitnessstudio zu bezahlen, sollten sich Sportfans besser nach Sportangeboten an der Hochschule umsehen. Diese sind zumeist kostenlos. Keine Sorge, Hochspulsport ist alles andere als langweilig! Ob Aerobic, Pilates, Bootcamp, Schwimmen, Rudern oder Ballsport: Hier findet jeder Studierende seine Lieblingsdisziplin, die ihm hilft den Kopf vom Lernen freizubekommen, Stress abzubauen und fit zu bleiben. Spazierengehen oder Freeletics sind ebenfalls kostenfrei.

So viel kostet Eltern ein Kind bis zur Volljährigkeit

Windeln, Taschengeld, Führerschein: Der finanzielle Aufwand für ein Kind ist enorm. Eltern investieren in ihr Kind bis zur Volljährigkeit eine Menge Geld. Doch wie viel eigentlich? Wir durchlaufen die 3 Phasen eines Kindes (Baby/Kleinkind, Schulkind, Teenager/Jugendlicher) und schlüßeln die Kosten auf.

Phase 1: Baby und Kleinkind (37.368€)

519 Euro pro Monat kostet ein Kind seine Eltern durchschnittlich in den ersten sechs Lebensjahren. Mit 231 Euro ist die Grundversorgung in dieser Phase der größte Kostenpunkt.

Hierzu zählen u.a. Wohnen, Nahrung und Kleidung. Ins Geld geht mit durchschnittlich 37 Euro pro Monat auch die Kinderbetreuung – genauso wie 32 Euro für Innenausstattung. Die finanziellen Ausgaben für für Möbel wie Babyhochstuhl und Kinderbett sind nicht zu unterschätzen.

Fakten zu Phase 1:

  • 2976€ lassen sich junge Eltern im Schnitt die Erstausstattung für ihren Nachwuchs kosten
  • 1054€ geben Eltern jährlich für Strampelanzüge, Kuscheltiere und Wickelkommode bis zum dritten Lebensjahr aus
  • 1000€ müssen etwa in einen trockenen Babypo investiert werden

Phase 2: Schulkind (43.488€)

Auf 604 Euro monatlich steigen die Kosten für ein Kind zwischen 6-12 Jahren. Davon entfallen 103 Euro für Kultur und Unterhaltung. In keiner anderen Lebensphase geben Eltern mehr Geld für Spielzeug und Bücher aus.

Weil viele Eltern wieder anfangen zu arbeiten, verdoppeln sich die Kosten für Beherbergung und Verpflegung außer Haus auf 32 Euro pro Monat.

Fakten zu Phase 2:

  • 150€ kostet die Handyrechnung eines 6- bis 13 jährigen pro Jahr
  • 330€ Taschengeld erhält ein 6- bis 13 jähriges Kind im Durchschnitt pro Jahr
  • 240€ kostet die Ausstattung für den ersten Schultag mit Ranzen, Turnbeutel, Mappen und allem was man braucht

Phase 3: Teenanger/Jugendlicher (50.400€)

Teenager sind teuer: 700 Euro geben Eltern im Durchschnitt pro Monat für ihren jugendlichen Nachwuchs aus. Vor allem weil die Aufwendungen für die Grundversorgung weiter auf 405 Euro steigen. Davon allein 59 Euro für neue modische Kleidung.

Auch die Kosten für Transport und Kommunikation klettern auf 78 Euro pro Monat. (p.s. so eine Smartphonerechnung ist schließlich teuer).

Fakten zu Phase 3

  • 300€ pro Kind darf eine Hamburger Schule für eine Klassenfahrt zwischen den Jahrgängen 7 und 10 maximal fordern. Die meisten Bundesländer haben jedoch keine Obergrenze für die Kosten einer Klassenfahrt festgelegt.
  • 1706€ müssen Eltern durchschnittlich von der ersten Fahrstunde bis zum Führerschein zahlen
  • 79,95€ kostet ein jedes Jahr neu erscheinendes Fußballtrikot im Schnitt, welches zu jeder neuen Saison natürlich Pflicht ist 🙂

Fazit:

Rund 131.256 Euro Gesamtkosten investieren Eltern durchschnittlich in ein Kind bis es volljährig ist. Das machen im Schnitt jährlich 7292€. Am kostenintensivsten werden Kinder ab dem Teenageralter (13 Jahre) bis zur Volljährigkeit (18 Jahre). Rund 700€ müssen Eltern dann im Schnitt pro Monat in ihr Kind investieren. Dabei fließen 57,86% in die Grundversorgung, 13,14% in Kultur und Unterhaltung, 11,14% in Transport und Kommunikation, 10,43% in sonstige Konsumausgaben, 6,14% in Gastronomie und Hotel sowie 1,29% in das Bildungswesen.

Kinder kosten Geld – das weiß jeder. Aber laut einer neuen Einkommens-Statistik greifen Familien in Deutschland für ihren Nachwuchs immer tiefer in die Tasche. Demnach stiegen die Aufwendungen innerhalb von fünf Jahren für ein Einzelkind um 6,4 Prozent, für zwei Kinder um insgesamt 8,5 Prozent und für drei Kinder um sieben Prozent.

Diese Ergebnisse gehen zurück auf eine Studie zum Thema „Konsumausgaben von Familien für Kinder“ des Statistischen Bundesamtes. Sie basiert auf der sogenannten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, an der im Jahr 2008 etwa 60 000 Haushalte in Deutschland teilgenommen haben.

Zum Studienergebnis: Am meisten Geld je Kind geben den Statistikern zufolge Paare mit einem Einzelkind aus. Sie investieren durchschnittlich 584 Euro im Monat in ihren Nachwuchs – das sind 35 Euro mehr als im Jahr 2003.

Eltern von zwei Kindern geben je Kind 515 Euro aus, im Fall von drei Kindern betrugen die Ausgaben je 484 Euro.
Das liegt laut den Angaben vor allem daran, dass Eltern von Einzelkindern höhere Erstanschaffungskosten haben. In Familien mit mehr als einem Kind werden beispielsweise Spielzeuge und Kleidung mehrfach genutzt, sodass die Kosten je Kind sinken.

Darüber hinaus zeigen die Berechnungen der Wissenschaftler, dass nicht nur die absoluten Ausgaben für Kinder in Euro und Cent steigen. Vielmehr geben deutsche Eltern auch relativ gesehen mehr Geld für ihren Nachwuchs aus: Paare mit einem Kind zweigen etwas mehr als ein Fünftel (21,4 Prozent) ihrer privaten Konsumausgaben für ihr Kind ab, Eltern von zwei Kindern ein Drittel (32,7 Prozent) und Paare mit drei Kindern 42,3 Prozent.

Fazit: Das sind jeweils 0,2 bis 0,6 Prozentpunkte mehr als fünf Jahre zuvor.

Wenn man alle Ausgaben zusammenrechnet, so kostet ein Kind laut Berechnungen des Statistischen Bundesamts bis zu seinem 18. Lebensjahr 126 144 Euro – damit ist es so teuer wie ein kleines Eigenheim.

Lesen Sie hier die Ausgaben für die unterschiedlichen Posten:

Aufstellung der wichtigsten Posten *Ausgaben von Paaren mit einem Kind bis zum 18. Lebensjahr
Kleidung (auch Windeln) 10584 Euro
Kinderbetreuung 4752 Euro
Bildung 5616 Euro
Fahrzeuge/Verkehr 10368 Euro
Spielzeug (auch Geschenke) 4968 Euro
Ernährung 24192 Euro
Wohnen (Wasser, Energie, Miete) 27648 Euro
Möbel 6696 Euro
Bücher/Schreibwaren 3240 Euro
Nachhilfe 864 Euro
Freizeit/Sport 18792 Euro
Gesundheit 5400 Euro

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Aber natürlich unterscheiden sich die Kosten für ein Kind – je nach Entwicklungsphase. Am günstigsten sind Kinder von null bis sechs Jahren. Dabei sind Wohnen, Ernährung und Freizeit die größten Kostenfaktoren.

Am tiefsten in die Tasche greifen müssen Eltern von 13- und 18-Jährigen. Auch hier geht das meiste Geld fürs Wohnen drauf. Einen großen Kostenanstieg gibt es auch in den Kategorien Ernährung und Gastronomie sowie bei den „sonstigen Ausgaben“, die durch MP3-Player oder Computer stark ansteigen.

  • Sparen für die Kleinen

    Ausbildungspolice

    Viele Versicherer bieten so genannte Ausbildungsversicherungen an. Diese unterscheiden sich nicht von den klassischen Kapitallebensversicherungen: Zu einem bestimmten Zeitpunkt wird eine vereinbarte Summe ausgezahlt. Die Konditionen richten sich nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand des Einzahlers, etwa der Eltern oder auch Oma und Opa. Wenn der Versicherungsnehmer vor Vertragsende stirbt oder berufsunfähig wird, zahlt die Versicherung weiter. Nachteil: Die Renditen liegen häufig bei äußerst mickrigen 1,5 Prozent. Da diese Anlageform ohnehin sehr unflexibel zu handhaben ist, sind Ausbildungspolicen deshalb nicht zu empfehlen.

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Aber: Bei den Berechnungen ist die finanzielle Unterstützung vom Staat noch nicht eingerechnet, wie beispielsweise das Kindergeld.

Doch wer bekommt eigentlich Kindergeld in Deutschland?

Anspruch auf Kindergeld hat, wer in Deutschland seinen Wohnsitz oder Aufenthalt hat oder im Ausland wohnt, aber in Deutschland entweder unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist oder so behandelt wird.

Wie viel bekommen Eltern pro Kind?

Das Kindergeld beträgt für das erste und zweite Kind 184 Euro, für das dritte Kind 190 Euro und ab dem vierten Kind 215 Euro monatlich.

Was muss beachtet werden?

• Kindergeld müssen Sie schriftlich beantragen. Ihren Antrag müssen Sie bei der Familienkasse Ihrer Agentur für Arbeit stellen.

• Für ein und dasselbe Kind kann immer nur eine Person Kindergeld erhalten – und zwar die, die das Kind im Haushalt betreut.

• Grundsätzlich wird Kindergeld nur für Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt. Für Kinder über 18 Jahre bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres wird gezahlt, so lange sie sich in Ausbildung befinden.

• Kindergeld wird auch für über 18-Jährige bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gezahlt, wenn sie nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen oder als Arbeitsuchender gemeldet sind.

• Das Geld kann auch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres bezogen werden, wenn das Kind ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr leistet.

• Für ein über 18 Jahre altes Kind wird Kindergeld gezahlt, wenn es körperlich, geistig oder seelisch behindert ist und sich nicht selbst unterhalten kann.

Hintergrund

  • Kinderbonus Dieses Geld steht Eltern zu!

    Vom Kinderbonus bis zum Elterngeld: Auf welche Leistungen haben Mütter und Väter Anspruch? Diese Anträge können Eltern stellen.

Doch auch wenn das Kindergeld einiges an Kosten deckt, so entscheiden sich in Deutschland immer mehr Paare gegen ein eigenes Kind. Vor allem das Geld ist ein Hinderungsgrund für Paare, ein eigenes Kind zu bekommen. Insbesondere einkommensschwache Paare sind überfordert mit den Kosten.
Aber: Ein klammer Geldbeutel muss dennoch kein Grund für Kinderlosigkeit sein! Neben staatlicher Unterstützung gibt es viele Möglichkeiten, die Kosten zu senken, ohne das Kind und seine Bedürfnisse zu vernachlässigen.

Lesen Sie hier Tipps, die eine gute Betreuung erlauben – auch mit kleinem Geldbeutel.

  • Kleidung

    Kaum hat man den Kindern neue Klamotten gekauft, wachsen sie aus den Sachen wieder heraus. Alles immer wieder neu im Laden zu kaufen und anschließend wegzuwerfen, ist allerdings Verschwendung. Günstiger ist es, wenn man gebrauchte, aber fast neuwertige Kinderkleidung kauft, verkauft und tauscht. Neben lokalen Möglichkeiten in Second-Hand-Shops oder selbst organisierten Tauschbörsen gibt es dazu auch Online-Anbieter wie Kinderado.de und Kidskarton.de. Ähnliche Tauschbörsen gibt es auch für Zubehör (wie Wickeltische), Spielzeug und Sportgeräte.

  • Ernährung

    Gesunde und schmackhafte Gerichte müssen nicht teuer sein, wenn man bewusst einkauft (regionale Waren der entsprechenden Saison) und Reste nicht wegwirft, sondern angemessen verwertet. Fertiggerichte sollte man meiden, weil sie oft viel Salz, Geschmacksverstärker und Zucker enthalten, und auch weil sie teurer sind. Selbst zu kochen ist günstiger und auch förderlich für das Zusammenleben in der Familie.

  • Handy

    Einige Mobilfunkanbieter haben Sondertarife für Schüler, Studenten und Azubis (wie reduzierte monatliche Grundgebühren oder Freieinheiten). Bei Laufzeitverträgen kann oft ein vergünstigtes Handy bzw. Smartphone hinzugekauft werden. Am besten behält man die Kosten mit Prepaid-Karten ohne Vertragslaufzeit unter Kontrolle.

  • Reiten

    Ein Pony ist der Traum vieler Mädchen, der allerdings unerreichbar scheint, denn Anschaffung und Unterhalt verursachen enorme Kosten. Spaß am Reiten kann man trotzdem haben, wenn man sich entweder ein Pferd mit anderen teilt (was gleichzeitig den Teamgeist fördert), oder dem Reiterhof anbietet, dort für Reitstunden mitzuarbeiten.

  • Nachhilfe

    Kommerzielle Nachhilfeanbieter belasten manches elterliche Konto zu sehr. Wer sich stattdessen für private Nachhilfelehrer (Studenten, Lehrer, ältere Schüler) entscheidet, kann oft etwa die Hälfte sparen.

*Berechnung nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nach Ausgabenbereichen bei Paaren mit einem Kind

So viel Geld kostet ein Baby im ersten Jahr

Werdende Eltern unterschätzen oft die Kosten, die der Nachwuchs mit sich bringt. Laut einer amerikanischen Studie, sollten Sie im ersten Jahr mit einem ganz schönen Berg an Ausgaben rechnen. Denn nachdem die Erstausstattung () vor der Geburt geleistet ist (durchschnittlich ungefähr 3000 Euro) läuft der Kostenrechner nach der Geburt fröhlich weiter. Und mit zunehmendem Alter des Kindes werden die Kosten nicht unbedingt weniger. Aber wofür gibt man eigentlich wie viel Geld aus?

Wie viel im Jahr?

Die Macher der amerikanischen Studie errechneten, dass Familien mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 40.000 Dollar rund 21.000 Dollar für den Nachwuchs einplanen sollten. Etwas besser verdienende Haushalte mit einem Einkommen von rund 200.000 Dollar pro Jahr, geben sogar das Doppelte für das Baby aus, ungefähr 52.000 Dollar. Da das deutsche Gesundheitssystem und die finanziellen Unterstützungen hier aber weitaus besser sind, fällt der Jahresbetrag hier nicht ganz so hoch aus. Trotzdem sollten Sie im ersten Jahr mit rund 6.000 Euro rechnen. So setzen sich die Kosten zusammen:

Die Geburt

Wer schon Kinder hat weiß, dass bei der Geburt einige Kosten entstehen können. Während die gesetzliche Krankenkasse normalerweise alle „medizinisch notwendigen“ Dinge, wie Unterstützungen bei einer natürlichen Geburt, Kaiserschnitt und Nachsorge-Hebamme übernimmt, gibt es einige Wahlleistungen, die eine Geburt und die Zeit danach zwar angenehmer aber auch teurer machen können. Die Krankenkasse übernimmt im Krankenhaus normalerweise ein Mehrbettzimmer. Wer es aber etwas privater möchte, im Einzel- oder Familienzimmer, sollte mit rund 50 bis 100 Euro pro Nacht rechnen.

Windeln

Pro Jahr sollten Sie mit ungefähr 700 bis 800 Euro rechnen und das wohlgemerkt nur für die Windeln. Unser Tipp: Kaufen Sie Eigenprodukte aus dem Drogeriemarkt anstatt teurer Markenwindeln. Die sind mindestens genauso gut und kosten weitaus weniger.

WissensWert

Hendrik

16.11.2018

Was Kinder kosten kann man nicht beziffern!
Das ist alles individuell!
Aber Kinder sind ein Kostenfaktor, dem sich der Staat annehmen sollte.
Der Staat sollte Kindergeld streichen, dafür Kinderhort, Kindergrippe, Kindergarten, Schulen -> alles mit Ganztagsbetreuung und Studium (aber nur der 1. und 2. Versuch – also Wechsel wenn es nicht gefällt oder passt) übernehmen.
Das heutige „Zusatzgeld“ wird von vielen für rauchen, saufen, Drogen oder Überweisungen ins Ausland zweckentfremdet – dies ist für unseren Sozialstaat nicht förderlich.

Petra

09.06.2017

Wer bei einem Kind zuerst an die Kosten denkt der sollte lieber solo bleiben.Mit Liebe,Hilfe,Toleranz und viel viel Aufmerksamkeit wird aus jedem Erdenbürger eine selbstständige Persönlichkeit .Es muß auch Menschen geben die sich um das Wohl aller kümmern nicht nur Bänker Politiker und Millionäre. Die würden ohne all die großartigen Helfer in Ihrem Luxusleben Alt aussehen .Sie würden schlicht körperlich und geistig verhungern.Mut zum Kind auch wenn vielleicht kein Abitur drin ist.Jeder Mensch jedes Lebewesen ist das wertvollste was diese Welt hervorgebracht hat.

Jan

27.11.2016

Was hier teils erzählt wird…
Liebe Leute, gerade in jungen Jahren des Nachwuchses gilt: Gebraucht ist schlau. Wer für ein Neugeborenes einen Strampler für 20 Euro bei Benneton kauft, der hat den Schuss nicht gehört. Ebenso ein teureres Auto? Gerade bei Kindern brauche ich ein „Boxauto“ bei dem es mir nicht weh tut, wenn der Innenraum fleckig und der Lack außen Macken hat. Entweder alt oder Dacia. Da sparts dann auch an der Vollkaskoversicherung ohne SB. Und Urlaub auf dem Bauernhof oder an der Ostsee ist sowieso unschlagbar!
Natürlich kosten Kinder Geld. Meine Frau kann nur noch 50% arbeiten, bekommt weniger Rente und das Kind kostet zum Unterhalt auch noch Betreuungskosten. Da bekommen wir trotz Kinder-, Mutterschafts- und Elterngeld ein dickes Minus. Aber: Es lohnt sich! Und so viel ists nun auch nicht. Wir haben trotz Kind noch eine Sparquote inkl. privater Altersvorsorge von über 30%.

Anna

30.08.2016

@Simone: Sorry, aber Kinder brauchen nicht jedes Jahr zwei Mal in den Urlaub zu fahren, teuren Klavierunterricht oder Skiurlaub! Es gibt auch Alternativen. Viele Eltern denken, sie müssen ihnen alles ermöglichen, was heutzutage möglich ist. Das sind auch nur materielle Dinge. Charlotte hat Recht: Es geht darum, Zeit mit den Kindern zu verbringen und ihnen nicht jeden Tag ein durchgeplantes Programm zu bieten. Dann ist es nicht mehr weit, bis das Kind unter Burn-out leidet. Es geht darum wie man leben möchte. Finanzen sind relativ. Natürlich gibt man Geld aus, aber das tun wir für andere Dinge auch, die überflüssig sind. Wir erwarten unser 2. Kind und da muss man einfach mit dem Geld haushalten! Stellen Sie sich vor, wir schaffen es sogar, Geld zu sparen! Viele leben einfach über ihre Verhältnisse und wundern sich, warum am Ende nichts übrig bleibt. Wir haben eine 3-Zimmer-Wohnung mit 65m² und nicht jedes Kind braucht ein eigenes Zimmer! Das war früher auch nicht so! Es kommt immer darauf an, wie man sein Kind erzieht. Vielleicht sollten Sie mal anfangen, am richtigen Ende zu sparen…?
VG

Philipp

28.08.2016

Geld ist wichtig. Die Finanzen, keine Sorgen, Wohlstand. Und Kinder verursachen Kosten, man möchte seinem Kind Nähe und Vertrauen bieten, aber auch materielle Dinge. Abe mir auf mein Kind würde ich deshalb rückblickend niemals verzichten wollen, lieber noch ein Kind dazu. Das Glück und die Zufriedenheit, welche einem die Kinder geben, kann man mit Geld doch gar nicht aufwiegen.

Charlotte

21.07.2016

Wenn man Kinder haben möchte, ist es ganz normal, dass es mehr Geld zu investieren gilt. Trotzdem kann man sich bescheiden und nicht an gängigen Lebensansprüchen ( Markenkleideung, Permanentbespaßung, teure Skiurlaube etc. )orientieren. Lieber zelten am See als ins Ausland fähren, Paddel-, Wander-, oder Radtouren am Wochenende unternehmen, nur selten ins Kino gehen, dafür gute Filme zusammen ausleihen und anschauen, gemeinsam kochen, Wohnungen mit Freunden im Urlaub tauschen, in die Bibo gehene statt Computerspiele favorisieren usw. . Eben Zeit statt viel Geld füreinander investieren. Das ,macht Familienleben aus! Und trotzdem sollte und kann man als Mutter arbeiten gehen. Das ist kein Widerspruch! Wir Frauen müssen auch an unsere Rente denken…

Daniel Goßmann

21.07.2016

3 Kinder habe ich, für welche ich Unterhalt zahle. Also bleibt mir am Monatsende nur das was man einem zum Leben lässt. Trotzdem bin ich mit meinem Leben sehr zufrieden, denn man muss einfach wissen was man möchte. Wenn man auf Materielles nicht so viel Wert legt, aber auf Nähe, Zusammensein u.s.w., dann sind Kinder einfach eine Investition. Somit sind die Kosten gleichzeitig Inestitionen.

auch Familie 3 Kinder

21.07.2016

DANKE an „Familie 3 Kinder“& RICHTIG 😀 …..daraus folgt: Kinder kosten immer soviel wie ich bereit bin dafür auszugeben und nicht soviel wie eine Statistik ermittelt.
Bitte in Zukunft wieder seriöse Beiträge zum Thema Finanzen – Geldanlage und Immobilienanlage
Wer möchte das Glück mit Kindern, mit Geld aufwiegen?….ICH nicht…scheiß auf die Statistik…sagt nichts aus….i.d.F. unnützes Wissen
VG
Peter (Mathematiker)

Simone

20.07.2016

Oje, dieses moralische Gesülze vieler Kommentare hier. Als ob man nicht über Geld reden dürfte, nur weil man seine Kinder liebt.
Selbstverständlich kostet es sehr viel Geld, Kinder großzuziehen. Schon allein der Urlaub: Paare ohne Kinder verdienen in der Regel beide, zahlen nur für sich selbst, und machen auch noch Urlaub außer der Saison. Familien leben häufig von nur einem Gehalt (plus ein wenig Zuverdienst), bezahlen davon für vier, und das zwangsweise immer zur teuersten Jahreszeit.
Paare ohne Kinder kaufen sich in der Regel ein kleines schickes, sparsames Auto, Familien brauchen die große Benzinschleuder.
Paare ohne Kinder kommen mit der Dreizimmerwohnung aus, Familien brauchen pro Kind mindestens ein Zimmer mehr.
Kinder brauchen nicht nur Windeln, Essen und Kleidung, sondern auch Fahrten ins Schullandheim und Skilager, bekommen Fahrräder, Klavierunterricht, Computer und Führerschein, müssen versichert und betreut werden.
Das alles von weniger Einkommen, da es in der Regel nicht möglich ist, dass beide Eltern arbeiten.
Das Kindergeld von ca. 150 EUR pro Kind ist nichts anderes als der Ausgleich des steuerfreien Existenzminimums des Kindes. Ohne dieses würden Familien nämlich schlichtweg entsprechend MEHR Steuern zahlen als Paare ohne Kinder.
Zum Dank dafür bekommen die erziehenden Frauen auch noch weniger oder keine Rente. Denn ihre Kinder zahlen die Beiträge nicht an sie, sondern an die Paare ohne Kinder, die problemlos durchgehend erwerbstätig sein und sich somit entsprechende Ansprüche erwirtschaften konnten.
Diese Aufzählung ließe sich noch nahezu endlos fortsetzen. Ich habe es nie bereut, Kinder zu haben und würde jedem dazu raten.
Aber man darf auch im Zusammenhang mit Kindern ruhig mal über Geld sprechen. Besonders, so lange Kinderlose den (ohnehin bei weitem unzureichenden) Familienlastenausgleich für eine überzogene Bereicherung halten.

Ein mitdenkender Mensch!

20.07.2016

Die einzelnen Kommentare verdeutlichen wie wenig sich viele Menschen mit dem Thema Finanzen auseinandersetzten. In dem Artikels geht es um eine sachliche Betrachtung. Jeder sollte in seinem Lebensplanung aktuelle und zukünftige Kosten berücksichtigen. Sicherlich sind diese Kosten individuell und zum Teil auch steuerbar, jedoch ist es doch unumstritten, dass die Haushaltsausgaben in einem Haushalt mit Kind hören sind als in einem Haushalt mit einem alleinstehenden Ehepaar. Die in dem Artikel angegebenen Kosten sind Durchschnittswerte und erscheinen mir realistisch. Ich glücklicher Vater eines drejährigen Sohnes und bin der Meinung es gibt nichts schöneres auf der Welt als Kinder. Betrachtet man den finanziellen Aspekt habe wir wesentlich höhere Kosten als vor unserem Kleinen. Kinderbetreuung 400€ mtl., Verdienstausfall meiner Frau ca. 450€, Kosten für Verpflegung 150€ – das sind schon 1000€ mtl. Dazu kommt der Aufwand in Kinder/Jugendzimmeteinrichtung, Freizeitgestaltung, Ausgaben für Urlaub. Später fällt noch Schuldgeld bzw. Studienkosten an. Wenn man dies alles addiert kommt man schnell die angegebenen Beträge. Also sollte man mal kurz überlegen bevor man fehlende Seriösität und Verkaufstaktik unterstellt.
Trotz des Bewusstseins, dass uns unser Sohn sicherlich einen ordentliche Betrag kosten wird haben wir uns bewußt für ein Kind entschieden und unsere Ausgabensituation an diese Lebensplanung angepasst – ich denke besser als in ein Kind kann man sein Geld nicht investieren!

H. Voigt

20.07.2016

Ich kann allen Vorrednern nur Recht geben. Auch wenn meine Kinder bereits eigene Kinder haben kann ich solche Rechnung wie dargestellt, nicht verstehen. Ich habe den Eindruck das es um eine Versicherung (Lebensversicherung) geht.
Schade liebe Ing-DIBA. Dann macht es doch offiziell als Versicherungsangebot.

Simone Baur

20.07.2016

Danke liebe Vorredner für die klaren Ansagen.

Familie 3 Kinder

20.07.2016

1. Glaube nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast.
2. Gut wir haben wegen der 3 Kinder ein größeres Haus gebaut. Soll ich die Kosten den Kindern anlasten? Es wäre auch kleiner gegangen. Wir gehen gerne Essen auch mit Kindern? Soll ich die Kosten anlasten? Wenn ich ausreichend Geld verdiene um meinen Kindern etwas zu gönnen, dann würden unsere Zahlen eine Statistik gewalltig verschieben.
3. Aber was soll ich denn mit dem Geld machen, was wir verdienen? Der Bank geben für 0% Zinsen. Nein, dann verlebe ich es lieber mit meinen Kindern. Ist außerdem viel schöner wie allein. Da ich selber aus einer Großfamilie mit mehr als 5 Kindern stamme und es bei uns nur ein Einkommen gab, kann ich mit dieser Bilanz die Statistik gewalltig nach unten drücken.
4. Daraus folgt: Kinder kosten immer soviel wie ich bereit bin dafür auszugeben und nicht soviel wie eine Statistik ermittelt.
Bitte in Zukunft wieder seriöse Beiträge zum Thema Finanzen – Geldanlage und Immobilienanlage

AG

20.07.2016

Überflüssiger Artikel, soll ich mich jetzt dagegen versichern oder einen Kredit aufnehmen?

ein anderer Vater

19.07.2016

Wir haben 4 Kinder. Wenn die Zahlen stimmen würden, hätten wir ein riesiges Minus – und wären sicher ein Sozialfall. Das Gegenteil ist der Fall. Die Zahlen sind also praktisch völliger Blödsinn.
Natürlich kosten Kinder Geld – aber egal wieviel, sie sind jeden Cent wert.
Von daher mag ich diesen Beitrag überhaupt nicht.
Man kann doch Kinder nicht mit Geld aufwiegen!!!
So macht man doch nur Angst vorm Kinderkriegen. Das finde ich gräßlich.
Liebes DIBA-Team: Daumen nach unten.

Thomas

19.07.2016

Auch auf mich macht die angegebene Rechnung einen ziemlich unseriösen Eindruck, eben weil die Kosten so gar nicht pauschalierbar sind. Wir hatten in einer kleinen Mietwohnung gewohnt und uns aufgrund des Kinderwunsches dazu entschlossen, ein Haus zu bauen, um unseren Kindern (2) ein schöneres Wohnumfeld zu bieten. Außerdem habe ich zu dem Zeitpunkt eine Lebensversicherung abgeschlossen, um meine Familie abzusichern, was ich sonst nicht getan hätte. Wie soll man denn das denn „rechnen“. Bei aller deutschen Statistikwut, aber gerade so etwas wie Kinder sollten doch nicht auf eine „Ausgabe“ reduziert werden – auch nicht „nur“ zur Finanzplanung. Oder will man etwa alle sozial schwach gestellten Menschen dazu anhalten, keine Kinder zu bekommen, weil sie nicht finanzierbar sind?
Zum Schluss noch eine Anmerkung zur typischen Aussage, die staatlichen Hilfen seien „äußerst gering“. Das Kindergeld betägt 190 €- pro Monat. Bei den von der Ing-Diba genannten Beträgen von 500 – 700 € pro Monat, die ein Kind „kostet“, wären das „äußerst geringe“ 27 – 38%. Auf die volle Zeit von 25 Jahren gerechnet, sind das übrigens 57.000 €. Ich weiß nicht, welche Maßstäbe die Ing-Diba hat, aber mir erscheint das nicht gerade äußerst gering!

Ines

19.07.2016

500 bis 700 Euro im Monat PRO Kind? Das kann ich nicht bestätigen. Ich habe Zwillinge und statistisch wäre das dann beinah mein gesamtes Nettogehalt… So ein Quatsch!
Genauso sind 1.000 Euro Windeln IM MONAT total überzogen! Wiegesagt, ich hatte den Doppelpack und dann hätten wir verhungern müssen, wenn der Betrag stimmen würde. Seltsam, denn wir haben ausnahmslos die „teuren“ Pampers gekauft.
Und Kinderbetreuung wird nur so nebenbei erwähnt und ist bei den ganzen Zahlen nirgends mit eingerechnet. Also ich weiss ja nicht, was der Autor glaubt, wieviel Familien mit Kindern so verdienen, aber diese Zahlen sind fern der Realität!

ein Vater

24.06.2016

Die angegebenen Beträge sind utopisch überzogen und versuchen nur die lebensfremde Düsseldorfer Tabelle zu rechtfertigen. Die Angeben von jeanvauclaix kommen der Realität näher, spiegeln aber eher das Niveau der höheren Einkommensklassen. Meine Bank, die Ing Diba, sollte sich mit solch unseriösen Berichten zurückhalten. Dadurch wird schließlich nicht erreicht, daß das Kindergeld, Kinderfreibeträge oder gar der Sozialsatz für Kinder angehoben wird.

jeanvauclaix

20.06.2016

Ich empfehle jedem, selbst nachzurechnen. Ich führe seit Jahren entsprechende Statistiken und kann bislang – unser Sohn wird 14 – sagen: Diese Rechnung trifft auf uns nicht zu.
Sofern nicht direkt zuzuordnen (Kleidung; Schule; Spielzeug; Lebensqu.; Restaurant; Urlaub, Körperpfl./Medikamente; Taschengeld, Geschenke, Kindergarten und Sonstiges) trägt unser Kind ein Drittel aller Kosten, insbesondere Ernährung, Reinigungsmittel, Energie- und Nebenkosten. Miete zahlen wir nicht.
Während seiner ersten 10 Lebensjahre entstanden so auf das Kind entfallende Ausgaben von ca. 308 Euro monatlich im Zeitraum 2003-2012.
Für die nächsten drei Jahre stiegen die mtl. Ausgaben auf ca. 431 Euro. (Übrigens hauptsächlich bedingt durch mehrere sehr aufwendige Auslandsreisen.)
Rechnet man jetzt noch einen kalkulatorischen Mietanteil von ca. 100 Euro hinzu, so hätte er also bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gemessen an den Schätzungen des Statistischen Bundesamtes noch eine Reserve von ca. 55.000 Euro (oder monatlich 916 Euro). Ganz schön für einen Jugendlichen – oder?
Ach, noch etwas: Das Kind ist nicht verwahrlost, besucht mit sehr gutem Erfolg eine weiterführende Schule, betreibt ein aufwendiges Hobby und macht einen zufriedenen, wenn nicht sogar glücklichen Eindruck.

Großvater

17.06.2016

Unsere drei Kinder sind inzwischen eigenständig, teils verheiratet, mit eigenem Kind, im Ausland lebend, promoviert, gut verdienend, usw. – soviel zu den Fakten.
Was wäre unser Leben wert, wenn es diese Kinder nicht gäbe? Nichts!
Wenn man, wie in diesem Beitrag, nur die Kosten – auch noch schlecht recherchiert, wie andere Kommentator/innen bereits ausführten – aufschreibt, wird doch jede junge Familie abgeschreckt, Kinder zu bekommen. Was soll damit erreicht werden?
Bisher hatte ich von der ING-DiBa und auch von diesem Blog einen recht guten Eindruck – dieser wird hiermit erheblich in Frage gestellt. Sind andere Beiträge, die mir etwas über das Geld sagen sollen, ebenso unseriös?
Das Leben ohne Kinder ist doch wertlos, denn – um es zuzuspitzen und durch Übertreibung deutlich zu machen – wir leben, um uns zu vermehren. Es darf natürlich auch Menschen ohne Nachwuchs geben, genau so wie es Menschen mit zu viel Nachwuchs geben darf, was sich dann im Sinne eines Fortbestands der Menschheit ausgleichen wird.
Der Wert eines Menschen darf niemals in Geldwert ausgedrückt werden!

Frank

15.06.2016

Die Kommentare zeigen, dass die Berechnungen hinken. Vor Jahren hatte ich eine interessante Zusammenstellung gelesen, (zu DM Zeiten) die das Thema sehr viel umfassender betrachtete. Mit Kind wird ein größeres Fahrzeug fällig – eine größere Wohnung -Einrichtung … Damit verbunden höhere Versicherungsbeiträge -Umzugskosten etc.
Diese Darstellung kam zu DM Zeien zu dem – für mich nachvollziehbaren Ergebnis von 1 Mio. DM bis zum 18. Lebensjahr. Nicht, dass ich die Entscheidung für oder gegen Kinder aus monetären Gründen kommentieren will-es geht mir lediglich darum diesen Ansatz der DiBa-Kalkulation zukommentieren. Er erscheint mir nicht erschöpfend zu sein.

Björn

15.06.2016

Uns trifft die größte finanzielle Belastung dadurch, dass wir aktuell ca. 30 % Verdienstausfall haben, trotz Kinderbetreuung (die alleine 420€/monatl. kostet), wir sprengen die Statistik mit 519 €/Monat u6 also locker. Es hängt mit Sicherheit damit zusammen wo man wohnt, und wie die Gemeinde/Stadt Eltern in der Kinderbetreuung unterstützt…
Dennoch will ich den kleinen Wurm nicht missen. Für kein Geld der Welt!

14.06.2016

Zu Thorsten M – ich hab auch Kinder und das ist schön. Aber wie lange haben Sie denn nicht mehr drauf geschaut, wie viel Kindergeld es gibt. Das ist der Stand von 2008. Aber das nur nebenbei, ich bin trotzdem ihrer Meinung.

Thorsten M

13.06.2016

Hallo Graf Zahl,
Ich denke mal, dass Sie keine Kinder haben. Sonst wùssten Sie, dass das Kindergeld nicht 300 € ausmacht, sondern 156€ je Kind. Und schön, dass sie als offensichtlich kinderloser finden, daß Sie die Familien finanzieren….
Haben sie mal daran gedacht, wer ihre Rente und Krankheitskosten zahlt?!? Sicherlich nicht Ihre nicht vorhandenen Kinder!
Also bitte nicht so einen Stuss schreiben, wenn man keine Ahnung hat.

Julian

13.06.2016

Ich sag mal so: Wer Kinder bekommt, trifft diese Entscheidung nicht aus finanziellen Gründen…

Big

12.06.2016

Ich möchte meine zwei Kinder nicht missen aber kosten in höhe von 700,- Eur im Monat halte ich für noch zu gering angesetzt.
Zu den bereits erwähnten Mehrkosten bei Miete ,Anschaffungen,Urlaub usw darf man auch nicht vergessen das die Ehefrau in den meisten Familien ihre Arbeit aufgibt um den größeren Haushalt ,der mehr arbeit breitet, zu versorgen.
Dadurch fäll nicht nur das Einkommen weg sondern auch die zu erwartende Rente wird geringer.

GrauKater

12.06.2016

Kinder sind zuerst die Freude und das Glück jeder Familie oder Paares. Und nicht zu vergessen: Basis einer Gesellschaft. Klar kosten sie auch (gar nicht so wenig) Geld, aber das kann doch kein wirkliches Kriterium sein ! Wer das denkt, dann bitte weiter unter der gleichen News-Rubrik: Was kostet das Leben eines Fußballfans 🙁

Graf Zahl

11.06.2016

Wieso macht das Kindergald nur „einen äußerst geringen Teil der monatlichen Kosten“ aus? Bei ca. 600 EUR monatlichen Kosten pro Kind sind 300 EUR Kindergeld pro Kind immerhin 50%! Ich finde 50% nicht äußerst gering, immerhin finanziert die Gesellschaft – auch Kinderlose – somit die Hälfte der Kosten mit. Eigentlich kein Grund zum Jammern. Und etwas sollte den Eltern Ihre eigenen Kinder ja auch wert sein.

Helmuth

10.06.2016

Die Kosten bis zum Ausbildungsende (inkl. Studium)
sind schon sehr realistisch mit ca 130 00.– EUR
pro Kind dargestellt.
Es macht aber auch stolz, wenn die Ausbildung sehr erfolgreich abgeschlossen wird.
Mein Tipp , Kinder fördern aber auch fordern.

Konrad

10.06.2016

Bitte nicht vergessen: Eltern sind zur Vorbereitung ihrer Kinder auf das Leben dar. Also kein Verwöhnprogramm mit 2000 € pro Monat starten! Das wird den Kindern nicht gut tun. Auch keine ständigen Fahrdienste, Kinder müssen wieder lernen Rad zu fahren und weg von Chipstüten und Fernsehen. Ein gesunder Wert sind 500€ pro Kind und Monat. Damit sollte es klappen solange sie nicht im Studium sind.

Quax

09.06.2016

Ich halte die 519-700.- € durchaus für realistisch. Wenn ich alleine die Mehrkosten der neuen jetzt größeren Wohnung und sind schon mal 400,- € weg.
Kleidung jedes Jahr neu incl. der Schuhe. Alle 2 Jahre ein Fahrrad und dann Kindergarten, Sportverein, Eintritte und ab und zu mal einen Urlaub mit den Nebenkosten. Da habe ich die 700.- ohne Probleme beisammen.

nicole

09.06.2016

Doch, doch die Kosten stimmen schon. Und da braucht man nicht Mitglied eines Golfclubs sein oder ein Internat in England besuchen… was man als Eltern immer gerne vergisst, sind die Kosten des normalen Lebens mit Kindern, wie Wohnung, Strom, Gas, Fahrkarte, etc. Wahrscheinlich weil man es schon lange nur noch so kennt. Paare haben diese Kosten in diesen astronomischen Höhen eben nicht! Dazu kommen Urlaube in Ferienzeiten, wo man als Familie immer abgezockt wird, teure Fachbücher in der Oberstufe/Universität, Führerschein und Spritkosten, teure Jahrgangsfahrten (auch gerne ins Ausland) und nicht zu vergessen Gesundheitskosten. Denn genau wie bei den Eltern gibt es vieles, vieles nicht von der Kasse und als Mutter von zwei Brillen- und Zahnspangen tragenden Jugendlichen weiß ich wovon ich hier spreche. Der Konsum ist, obwohl immer wieder gerne als erstes zitiert, das kleinere Problem!

Günni

09.06.2016

Ich habe 2 erwachsen Kinder!
Vorab: Kinder sind es Wert!!!!
Bedenken sollte man bei den Kosten nicht nur Essen und Pampers!!
Da fließt einiges mehr ein, was man so garnicht auf dem Schirm hat.
Stichworte auszugsweise:
-grössere Wohnung + NK
-Möbel (für die Kinderzimmer und nachkauf der Zerstörten)
-Viel mehr Geschirr
-Kleidung
-Utensilien (Schule,Freizeit/Hobby,Urlaub)
-diverse fahrten überall hin (Schule,Freunde,Ärzte)
-Geburtstage (Eigene und bei Freunden)
-später Elektronik!
Es kommt was zusammen!

Ben

09.06.2016

Meine Tochtef wird im Sommer 3 – ich glaube und hoffe, dass diese Kosten zu hoch sind….

M. Heinrich

09.06.2016

Ihren! Eltern

Ollii der Mogul

09.06.2016

@Ulrike finde ich auch. Allein das Mädchen-Internat in England (IGCSE) kostet ja schon 3.245,98€ pro Kind im Monat. Dann die Flüge hin- und zurück. Man sollte schon wenigsten ca. 10.000€ pro Kind im Monat rechnen und da haben sie noch nichts Gegessen.

Ulrike

09.06.2016

700 Euro sind viel zu wenig – ich gebe für meine Tochter rund 2.000 Euro pro Monat aus.

Von und Zu

09.06.2016

Meine Kinder (Tochter 7J und Sohn 4J) zerstören wöchentlich teure Vasen und verschlucken goldene Löffel, hinzu kommen teure chinesisch Kurse und die Piloten-Ausbildung. Wer dann noch die Fahrtkosten mit Chauffeur und Nanny betrachtet kommt aber schnell über die 700€. Aus finanzieller Sicht sollte man sich das gut überlegen! Bin aber jedes mal stolz wenn ich sie auf dem Golfplatz sehe, wo sie mit Kaviar-verschmiertem Mund über die Cum-Ex-geschäfte debatieren…

flo

Die Volkshilfe hat es ausgerechnet. Die letzte offizielle Kinderkostenanalyse der Regierung stammt noch aus dem Jahr 1964.

Die Volkshilfe hat pünktlich zum Schulstart die monatlichen Kosten für Kinder errechnet. Direktor Erich Fenninger geht von 625 Euro pro Monat aus, als Basis nannte er dabei die Referenzbudgets der Schuldnerberatungen. Fenninger kritisierte am Montag zudem, dass die letzte derartige Erhebung durch die Regierung, die sogenannte Kinderkostenanalyse, aus dem Jahr 1964 stammt.

Vier Faktoren hat die Volkshilfe bei ihrer Aufstellung herangezogen. So würden die materiellen Kosten rund 300 Euro pro Kind betragen – 120 Euro fürs Wohnen, 115 Euro für Nahrung und rund 65 Euro für Kleidung. Bis zu 200 Euro würden für Schulbildung monatlich anfallen. „Soziale Teilhabe“, wie etwa Freizeitaktivitäten, kosteten durchschnittlich 95 Euro. 30 Euro machten schließlich Körperpflege und Gesundheitsvorsorge aus.

Die Aufstellung der Volkshilfe differenziert nicht etwa zwischen den unterschiedlichen Schulstufen, in denen sich die Kinder befinden. Klar sei auch, dass es bereits mehrere Formen der Unterstützung durch den Staat gebe, wie etwa Familienbeihilfe und Mindestsicherung. Dennoch habe man nun eine „valide“ Zahl, mit der die Regierung arbeiten könne. Wie dies aussehen könnte, will die Volkshilfe in einem Monat vorstellen.

(APA)

Kinder haben ihren Preis: was ein Kind kostet

Im Rahmen der Familienplanung ist es sinnvoll, sich einmal in Ruhe hinzusetzen und das Familien-Budget durchzurechnen. Denn Kinder verbrauchen Geld, viel Geld. Wir rechnen Ihnen vor, wieviel ein Kind kostet und geben die besten Tipps und um Kinderkosten.

Sobald das Baby da ist, geht die Rechnung los: Wie viel kostet ein Kind? Foto: Mukhina1 – iStock / Getty Images Plus

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Von Sigrid Schulze

Darum geht es im Artikel:

Kinder kosten schon vor der Geburt eine Stange Geld

Die Höhe von direkten und indirekten Kosten

Wie viel Kinderbetreuung kostet

Kinder machen das Leben bunt. Kinder erfüllen das Leben, sie bringen uns zum Lachen, machen uns stolz, fordern uns heraus. Doch das Leben mit Kindern hat seinen Preis. Sie kosten Geld, das vor allem in Familien knapp ist. Denn in der Regel verzichten Eltern auf einen Teil der Erwerbstätigkeit und damit auf einen Teil ihres Einkommens, um den Nachwuchs betreuen zu können.

Wieviel kostet ein Kind? Schon vor der Geburt gilt es, einige Rechnungen zu bezahlen: für das Kinderbettchen, den Kinderwagen, die Baby-Kleidung. „Die Ausstattung für ein Baby kostet gut und gern mehrere 100 Franken oder mehr“, heisst es bei der Budgetberatung Schweiz. Ein Kind kann also schon vor Geburt mächtig auf das Budget schlagen.

Mehrere hundert Franken monatlich für ein Baby

Auch direkt nach der Geburt sind die finanziellen Mehr-Ausgaben spürbar. „Die stolzen Eltern verschicken Geburtsanzeigen. Ist die Familie wieder zu Hause, kommt viel Besuch, der verkostet werden möchte – man freut sich, sein Kind allen Verwandten und Freunden zu zeigen. Windeln und Babynahrung müssen eingekauft werden, …“, zählt die Budget-Beratung Schweiz auf. Kein Wunder, dass sich schon ein Säugling monatlich mit etwa 300 bis 400 Franken rechnet.

Das kostet ein Säugling im Monat

  • Nahrungsmittel: 60 bis 150 Franken
  • Haushaltsnebenkosten wie Waschmittel: ca. 40 Franken
  • Windeln und Säuglingspflege: 50 bis 100 Franken
  • Kleider: ca. 50 Franken
  • Krankenkassenprämie mit Unfallversicherung: 80 Franken
  • Gesundheitskosten: 20 Franken

(Erfahrungszahlen der Budgetberatung Schweiz)

Wieviel ein Kind kostet: die direkten Kosten

Kinder brauchen nicht nur Spielzeug, Sportgeräte, Fahrräder und eine persönliche Kinderzimmer-Einrichtung. Auch Kurse, zum Beispiel für Musik und Sport, Klassenfahrten und vieles mehr kommen den Eltern teuer zu stehen. Bis ein Kind 20 Jahre alt ist, geben Eltern mit einem Kind durchschnittlich einen hohen Betrag von 819 Fr. im Monat aus. „Diese Kosten werden praktisch durch den Wohlstandsverzicht der Eltern finanziert“, heisst es in der Studie „Familien in der Schweiz“. Jüngere Kinder verbrauchen weniger, ältere Kinder mehr Geld. Ein einzelnes Kind unter elf Jahren kostet durchschnittlich 600 Franken pro Monat, ein älteres bedeutet höhere Kosten von 873 Franken.

Je mehr Kinder – desto mehr steigen diese direkten Kosten. Pro Kind sinkt allerdings die Höhe der Ausgaben, wie folgende Zahlen zeigen: Zwei Kinder kosten zusammen 1’310 Franken im Monat, also 635 Franken pro Kind. Die durchschnittlichen Kosten für drei Kinder betragen insgesamt sogar 1’583 Fr. im Monat, aber nur 528 Franken pro Kind.

Ausgaben für Kinder: die indirekten Kosten

Zu diesen direkten Kinderkosten summieren sich die indirekten Kosten. Indirekte Kinderkosten entstehen dadurch, dass Eltern ihre Kinder betreuen, pflegen und erziehen. Noch immer sind es meistens die Mütter, die ganz oder halbtags zu Hause bleiben, um sich über den Nachwuchs zu kümmern. Sie verzichten in dieser Zeit nicht nur darauf, Geld zu verdienen. Auch die Karriere erleidet oft einen Knick. Ein Fakt, der sich auch auf die Zukunft erwerbsmindernd auswirken kann.

Je mehr Kinder vorhanden sind, umso mehr Mütter kündigen ihren Job. Der Statistische Bericht 2008 „Familien in der Schweiz“ zeigt, was das unterm Strich bedeutet: „Die Erwerbsreduktion führt zu kinderbedingten Einkommenseinbussen, die im Falle der Mütter mit drei Kindern in Paarhaushalten bis zu über 2’000 Fr. netto im Monat ausmachen. Sie liegen bei Müttern mit einem Kind um 1’000 Fr. im Monat.“

Die gute Nachricht: Während die direkten Kosten steigen, je älter ein Kind wird, sinken die indirekten Kosten. Viele Mütter suchen mit steigendem Alter ihrer Kinder wieder eine bezahlte Arbeit. „Reduziert zum Beispiel ein Kind unter elf Jahren das Erwerbseinkommen der Mutter um 1’320 Franken, so schrumpft der Effekt bei einem Kind zwischen 11 und 21 Jahren auf 330 Franken“, geht aus dem Statistischen Bericht 2008 „Familien in der Schweiz“ hervor.

Auch Kinderbetreuung kann teuer sein

Zu all diesen finanziellen Aufwendungen für ein Kind summieren sich die Kinderbetreuungskosten. Ein Paar mit einem Kind wendet durchschnittlich 490 Franken für die Betreuung auf. Bei einem Paar mit zwei Kindern reduzieren sich die Kosten auf 428 Franken pro Monat, bei einem Paar mit drei Kindern sogar auf 223 Franken. Dabei ist auch die Anzahl Kinder ein Thema: Familien mit mehreren Kindern nehmen oft pro Kind weniger familienergänzende Betreuung in Anspruch als Familien mit Einzelkindern. Gleichzeitig ist die Betreuung für Geschwisterkinder oft preiswerter.

Kinderkosten: Fazit

Es ist sinnvoll, vor der Familiengründung einmal durchzurechnen, wie viel Geld vorhanden ist, das für das Baby ausgegeben werden kann und wie die allgemeine finanzielle Situation der Eltern aussieht. Folgende Durchschnittswerte bieten Familien erste Orientierung, können im Einzelfall aber natürlich völlig anders ausfallen: Paare mit zwei Kindern benötigen ca. 635 Franken pro Kind im Monat, um all das zu bezahlen, was an direkten Kosten anfällt. Gleichzeitig entsteht eine Einkommenseinbusse von ca. 1’500 Franken monatlich. Pro Kind sind darüber hinaus rund 200 Fr. für Betreuung zu zahlen.

Weiterführende Links zum Thema: Wieviel kostet ein Kind?

  • Budgetbeispiele: www.budgetberatung.ch
  • Hier können Sie sich finanziell beraten lassen: www.budgetberatung.ch
  • Statistischer Bericht 2008 „Familien in der Schweiz“: www.bfs.admin.ch

Was kostet ein Baby? Alle Zahlen auf einen Blick

Über 2.000 Euro für die Erstausstattung

Kinderzimmer einrichten, Kinderwagen und Babyschale für das Auto besorgen – die ersten Einkäufe müssen schon vor der Geburt des Neuankömmlings getätigt werden. Die Kosten für die Babyerstausstattung inklusive Babymöbeln, Pflegeprodukten und Kleidung beziffert das Vergleichsportal Idealo in einer eher optimistischen Musterrechnung auf circa 2.140 Euro. Grundsätzlich schlagen folgende Anschaffungen am stärksten zu Buche:

  • Kinderzimmereinrichtung: ca. 1.000 bis 2.000 Euro
  • Kinderwagen: ca. 300 bis 600 Euro
  • Babyschale/Maxi-Cosi: ca. 100 bis 200 Euro
  • Geräte wie Milchpumpe, Flaschensterilisator oder Babyfon: je ca. 40 bis 200 Euro

Unser Tipp: Deutlich sparen können Sie, wenn Sie auf Secondhand-Produkte aus dem Bekanntenkreis oder aus dem Internet zurückgreifen. Über Portale wie eBay Kleinanzeigen oder Mamikreisel lassen sich viele Produkte erstehen, die oft noch neuwertig sind und die Familienkasse ordentlich entlasten. Oder Sie beziehen Verwandte und Freunde in Ihre Planungen ein und lassen sich Teile der Erstausstattung schenken. Ob Babyparty, Taufe oder Geburtstag – die Anlässe für Präsente sind schließlich vielfältig.

Ausgaben für Ihr Baby

628 Euro pro Monat

bzw. 7536 Euro im Jahr*

2140 Euro

für die Baby-Erstausstattung

25 Euro pro Monat

für Windeln

*Durchschnittliche Kosten für Paare mit einem Kind unter 6 Jahren, Berechnungen des statistischen Bundesamtes auf Grundlage der Einkommens- und Verbraucherstichprobe 2013, mit Inflationsrate hochgerechnet auf Feb. 2019

Behalten Sie die Finanzen im Blick

Was kostet ein Baby letztendlich? Hochgerechnet über 2.000 Euro vor der Geburt, danach monatlich gute 600 Euro – das ist nicht gerade wenig. Kein Wunder, dass der Volksmund die Kosten für ein Kind mit einem kleinen Einfamilienhaus vergleicht. Genau genommen sind es rund 140.000 Euro, die 18 Jahre nach der Familiengründung zusammenkommen. Da ist es gut, dass der Staat Familien mit Kindern jährlich mit rund 200 Milliarden Euro unterstützt. Sie erhalten beispielsweise Kinderbaugeld für den Erwerb oder Bau einer selbstgenutzten Immobilie. Insgesamt gibt es mehr als 160 Maßnahmen wie Steuervergünstigungen und Zuschüsse – damit Sie Ihrem Kind einen guten Start ins Leben ermöglichen können. Auf der Serviceseite des Bundesfamilienministeriums finden junge Eltern genaue Informationen zu den jeweiligen Leistungen, relevante Anträge und viele nützliche Tools wie zum Beispiel einen Elterngeldrechner.

Darüber hinaus ist es empfehlenswert, sich mit den regelmäßigen Ausgaben zu befassen. Das Greifspielzeug ist beim Spaziergang verlorengegangen? Die ersten Bodys werden langsam zu eng? Bodys, Söckchen und Strumpfhosen, aber auch Windeln und Milchpulver fallen einzeln betrachtet nicht so stark ins Gewicht, in Summe sind sie in der Haushaltskasse aber deutlich zu spüren. Um auch die „kleinen“ Ausgaben im Blick zu behalten, ist es daher sinnvoll, ein Haushaltsbuch zu führen. Auf diese Weise können Geldfresser und Sparpotenziale aufgedeckt werden, sodass mehr Geld für das Wesentliche bleibt. Selbstverständlich lässt sich das Haushaltsbuch auch digital führen. Hierfür bietet sich der kostenfreie Onlineplaner des Beratungsdiensts der S-Finanzgruppe „Geld und Haushalt“ an. Natürlich lassen sich auch Ein- und Ausgaben mit entsprechenden Apps wie Money Control, Mein Budget oder der Finanzchecker-App erfassen. So behält man auch von unterwegs oder auf Reisen den Überblick. Der Download ist kostenfrei bei bei iTunes und im PlayStore möglich.

Was kostet ein Kind im Monat?

Kosten im Monat für Kinder

Pauschal lässt sich hier kein Betrag nennen: Mit zunehmendem Alter steigen die Kosten, auch die persönlichen Umstände wie die Haushaltsgröße und individuelle Ansprüche beeinflussen diese. Das Statistische Bundesamt hat jedoch einen durchschnittlichen Wert für ein Kind errechnet, wobei das Alter unberücksichtigt bleibt: Als Richtwert gelten von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr hochgerechnet etwa 550 Euro monatlich.

Zur Entlastung für die Eltern gibt es staatliche Hilfen. Dazu zählt unter anderem Elterngeld, Kindergeld, steuerliche Ermäßigungen, Zuschüsse für die Betreuung und Wohngeld.

Schwangerschaft und Erstausstattung

Wiederum lässt sich kein Pauschalbetrag nennen. Eventuell können Sie von Freunden Kleidung, Fläschchen, Kinderwagen, Bett und Ähnliches erben oder zumindest Einiges gebraucht erwerben. Veranstalten Sie eine Babyparty, dürfen Sie sich mit etwas Glück über praktische Geschenke freuen, die Ihre Kosten senken. Andernfalls müssen Sie in Neuanschaffungen investieren.

Die Ausgaben gehen bereits während der Schwangerschaft in die Höhe. So benötigen Sie zum Beispiel Umstandsmode, sofern es sich um Ihr erstes Kind handelt. Möglicherweise möchten Sie Leistungen in Anspruch nehmen, die nicht von der Krankenkasse finanziert werden oder geben mehr Geld für eine ausgewogene Ernährung aus.

Vor der Geburt muss alles Erforderliche für das Baby besorgt werden. Dazu zählen Wickelkonstruktion, Babybett, Kinderwagen, Kleidung, Windeln, Decken, Schlafsack, Fläschchen, Flaschenwärmer und Schnuller. Hinzu gesellen sich eventuell ein Stillkissen, eine Babyschale für das Fahrzeug und Babyspielsachen wie Mobile, Rassel, Spieluhr oder Stofftier.

Eventuell kommt noch ein Babyphone hinzu, einige Eltern möchten Ihr Baby in einem Nestchen oder unter einem Betthimmel schlafend wissen, vielleicht soll auch ein Stubenwagen bereitstehen. Das summiert sich bei einem Neuerwerb selbst bei günstigen Anschaffungen schnell auf mehrere hundert Euro.

Nach der Geburt

Stillen Sie, fallen in den ersten Monaten keine Kosten für die Nahrung an. Andernfalls summiert sich diese sicher auf 35 bis 50 Euro im Monat. Windeln benötigt jedes Baby. Nehmen Sie nicht die Mühe auf sich, Stoffwindeln zu verwenden, dürfen Sie je nach Marke mit bis zu 50 Euro rechnen. Gut 10 bis 50 Euro sind für Pflegeprodukte aufzubringen. Ihr Kind wächst, daher sind in den ersten Monaten neue Strampler fällig. Möglicherweise müssen Fläschchen und Schnuller ersetzt werden.

Zu berücksichtigen sind außerdem versteckte Kosten wie der erhöhte Strom- und Wasserverbrauch. Sind Sie berufstätig und benötigen eine Betreuung für Ihr Baby, sind auch diese Ausgaben einzukalkulieren.

Sobald Sie Ihr Baby abstillen, sind Aufwendungen für die Beikost aufzubringen. Je nach Marke sind durchschnittlich mit etwa 30 Euro zu rechnen. Ihr Kind wird nun zusehends agiler, entsprechend dürfen die Beschäftigungsmöglichkeiten anspruchsvoller werden. Auch diesbezügliche Neuanschaffungen sind mit Kosten verbunden.

Statistiken zufolge summieren sich die monatlichen Ausgaben innerhalb des ersten Jahres auf durchschnittlich etwa insgesamt 3.000 Euro, sofern auf günstige Preise geachtet wird.

Ausgaben für Kleinkinder

Je mobiler Ihr Kind wird, umso mehr Ausgaben werden für Spielsachen fällig, auch wächst es aus seiner Kleidung heraus. Eventuell benötigen Sie ein neues Kinderbett und sehr wahrscheinlich einen anderen Kinderwagen. Dafür kann es bereits normale Nahrung zu sich nehmen, auf die Anschaffung von Brei können Sie daher verzichten. Auch die Kosten für Windeln werden weniger.

Das Statistische Bundesamt nennt einen durchschnittlichen jährlichen Betrag von rund 5.600 Euro bis zur Einschulung, wobei dieser bei Kleinkindern üblicherweise darunter liegt und mit dem Alter steigt. Schwankungen sind außerdem je nach Bundesland zu verzeichnen. Daneben spielen die persönlichen Ansprüche natürlich eine Rolle – die Spanne der Ausgaben ist nach oben offen.

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