Komplikationen BEI der geburt

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Komplikationen während der Geburt

Auf dem Weg ins Leben kann es zu Schwierigkeiten kommen, die den Verlauf einer Geburt stören. Manche dieser Probleme sind absehbar, andere treten unerwartet ein.

© iStock.com/muchemistry

Keine Geburt ist gänzlich vorhersehbar – sie kann immer anders verlaufen als erwartet. Bestimmte Risiken können sich schon vor der Geburt abzeichnen, manche Probleme treten erst während der Geburt auf. Mehr als jede dritte Geburt wird mit einem größeren geburtshilflichen Eingriff beendet, zum Beispiel mithilfe einer Saugglocke oder durch einen Kaiserschnitt.

Risikoschwangerschaft und Geburt

Zu den Geburtsrisiken, die sich schon während der Schwangerschaft zeigen, gehören ungünstige Kindslagen wie die Beckenendlage und die Querlage, ein sehr kleines oder sehr großes Kind sowie eine Fehllage des Mutterkuchens (Plazenta praevia).

Risiken durch Krankheiten der Mutter, wie Diabetes oder Bluthochdruck, sind meist schon vor der Geburt bekannt. Mögliche Erkrankungen des Kindes, zum Beispiel ein Herzfehler, können oft schon im Mutterleib erkannt werden. Nicht alle Risikoschwangerschaften haben jedoch Risikogeburten zur Folge. Manche erfordern nur eine intensivere Kontrolle während der Geburt. Manche Erkrankungen können allerdings eine Geburt auf normalem Weg ausschließen, zum Beispiel eine schwere Gestose bei der Mutter oder ein Hydrozephalus (Störung des Gehirnwasserkreislaufs) beim ungeborenen Kind.

Bestehen Risiken in der Schwangerschaft, die eine normale Geburt erschweren können, wird die Frauenärztin, der Frauenarzt oder die Hebamme mit den Eltern besprechen, welche Art und welcher Ort der Geburt für Mutter und Kind am besten geeignet sind. Außerdem ist es sinnvoll, sich schon einige Wochen vor dem Geburtstermin in der gewählten Geburtsabteilung vorzustellen, damit die Entbindung in Ruhe geplant und der Umgang mit möglichen Komplikationen besprochen werden können.

Probleme während der Geburt

Probleme treten oft erst im Verlauf der Geburt auf, ohne dass sie vorhersehbar waren. In der Regel lassen sie sich aber gut behandeln. Zu den häufigsten Schwierigkeiten gehören:

  • das kindliche Köpfchen dreht sich nicht richtig ins mütterliche Becken,
  • der Muttermund öffnet sich nicht,
  • die Herztöne des Kindes verschlechtern sich,
  • die Wehen sind unregelmäßig oder werden schwächer.

Durch eine fortwährende Betreuung während der Geburt können diese Probleme meist rechtzeitig erkannt werden. Ob und wie medizinisch in den weiteren Ablauf der Geburt eingegriffen werden muss, ist dann von der jeweiligen Situation abhängig.

Vorzeitiger Blasensprung

Bei etwa jeder fünften Geburt springt die Fruchtblase, bevor die Wehen eingesetzt haben. Bei den meisten Schwangeren beginnen die Wehen dann innerhalb von 24 Stunden.

Je mehr Zeit zwischen Blasensprung und Geburt vergeht, desto mehr steigt allerdings das Risiko einer Infektion für Mutter und Kind. Deshalb sollte man möglichst bald ins Krankenhaus fahren, wenn Fruchtwasser abgeht. Falls die Fruchtblase tatsächlich geplatzt ist, wird noch eine bestimmte Zeit auf den Beginn der Wehen gewartet, dann jedoch die Geburt eingeleitet. In dieser Zeit werden die Temperatur und die Entzündungswerte im Blut der Mutter regelmäßig kontrolliert.

Das Köpfchen dreht sich nicht richtig ins mütterliche Becken

In den meisten Fällen dreht sich das Kind während der Geburt selbst in die günstigste Geburtslage: Es drückt das Kinn fest auf die Brust und schiebt den Hinterkopf passend in den Beckeneingang der Mutter. Beugt das Kind den Kopf nicht genügend, entwickelt es je nach Grad der Streckung eine Stirn- oder Gesichtslage. Ein Grund dafür kann sein, dass die Nabelschnur um den Hals liegt (Nabelschnur-Umschlingung).

Schiebt das Kind den Kopf nicht passgerecht in den Beckeneingang, kann sich der Kopf nicht richtig in das Becken „einstellen“. Solche sogenannten Einstellungsanomalien können zu Verzögerungen oder einem Geburtsstillstand führen und manchmal eine normale Geburt verhindern.

Die Hebamme kann durch das Abtasten der Schädelnähte des Kindes die genaue Haltung des Köpfchens feststellen. Manchmal lässt sich die Einstellung des Köpfchens durch eine bestimmte Lage der Mutter oder durch „Beckenkreisen“ verbessern. Die dazu nötigen Positionen erfordern Geduld und werden hin und wieder als unangenehm empfunden. Manchmal hilft auch eine Periduralanästhesie (PDA): Wenn die Schmerzen nachlassen, kann sich die Frau besser entspannen. Ist ihre Muskulatur entspannt, kann das Köpfchen dann möglicherweise noch den richtigen Weg finden.

Führt eine Einstellungsanomalie trotz aller Hilfestellung zum Geburtsstillstand, wird entschieden, ob eine Saugglockengeburt möglich oder ein Kaiserschnitt nötig ist.

Der Muttermund öffnet sich nicht

Normalerweise öffnet sich der Muttermund, wenn die Fruchtblase, das Köpfchen oder der Steiß des Kindes auf den Muttermund drücken. Für den nötigen Druck sorgen die Wehen, also die Arbeit der Gebärmuttermuskeln.

Ist der Muttermund zu fest oder der Druck nicht stark genug, kann er sich nicht öffnen. Bei zu festem Muttermund können beispielsweise Entspannung helfen, die Verminderung der Wehen durch sogenannte Wehenhemmer oder durch eine PDA. Dass der Druck nicht stark genug ist, kann beispielsweise bei einer Wehenschwäche passieren, wenn sich das Köpfchen nicht richtig einstellt. Oder bei Frühgeburten, die mit ihren kleinen, weicheren Köpfchen nicht ausreichend Druck ausüben können. Manchmal hilft die Unterstützung der Wehen durch einen Wehentropf.

Schlechte Herztöne

Die Herztöne des Kindes werden während der Geburt immer wieder mit einem CTG aufgezeichnet oder mit einem Holzrohr von der Hebamme abgehört. Werden dabei Abweichungen vom normalen Herztonmuster hörbar, kann das auf eine Stresssituation oder eine Gefährdung des Kindes hinweisen. Gründe dafür sind unter anderem Wehenstörungen, eine Nabelschnur-Umschlingung oder eine Unterversorgung des Kindes.

Ob medizinisch in die Geburt eingegriffen werden muss, hängt unter anderem von der Geburtsdauer und dem Geburtsfortschritt ab. In den letzten Minuten kann ein Kind Stress gut tolerieren, über mehrere Stunden jedoch nicht. Droht ein Sauerstoffmangel, wird ein sofortiger medizinischer Eingriff in den normalen Geburtsablauf nötig.

Die Geburt verzögert sich

Eine länger andauernde Geburt muss nicht problematisch für Mutter und Kind sein. Dabei muss aber stets geprüft werden, ob das Kind ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Ein Wehentropf oder eine Periduralanästhesie können den Geburtsverlauf unter Umständen begünstigen. Je nach Befund muss die Geburt möglicherweise mithilfe einer Saugglocke unterstützt oder durch einen Kaiserschnitt beendet werden.

Als verzögert gilt ein Geburtsverlauf, wenn die Geburt bei Erstgebärenden mehr als 18 Stunden und bei Mehrgebärenden mehr als zwölf Stunden dauert. Bei einem verzögerten Geburtsverlauf können schwache Wehen, eine Einstellungsanomalie oder ein Missverhältnis zwischen kindlichem Kopf und mütterlichem Becken eine Rolle spielen.

Unregelmäßige Wehen

Während einer normalen Wehe steigt der Druck in der Gebärmutter kontinuierlich an und fällt langsam wieder ab. Verlaufen die Wehen sehr unregelmäßig, sind sie nicht effektiv und sehr ermüdend für Mutter und Kind.

Bei einer Wehenschwäche sind die Pausen zwischen den Wehen zu lang, oder die einzelne Wehe ist zu kurz oder zu schwach. Wenn sich die Gebärmutter nicht kräftig genug zusammenzieht, bewirken die Wehen keinen Geburtsfortschritt.

Unregelmäßige Wehen können mit wehenhemmenden oder wehenfördernden Medikamenten behandelt werden. Manchmal werden auch homöopathische Mittel oder Akupunktur eingesetzt.

Störungen in der Nachgeburtsphase

Auch wenn das Kind schon geboren ist, können noch Komplikationen auftreten. Deshalb wird die Mutter während und nach der Geburt des Mutterkuchens (Nachgeburt) besonders gut beobachtet. Kritisch sind in dieser Phase starke Blutungen. Sie können durch eine Wehenschwäche nach der Geburt verursacht werden oder dadurch, dass der Mutterkuchen nicht oder nur unvollständig ausgestoßen wird.

Je länger der Mutterkuchen oder ein Rest in der Gebärmutter verbleibt, desto größer ist die Gefahr starker Nachblutungen: Solange die Gebärmutter nicht vollständig entleert ist, kann sie sich nicht genügend zusammenziehen, um die Wunde, die durch die Ablösung des Mutterkuchens entstanden ist, wieder zu verschließen.

Meist kann die Gebärmutter durch wehenfördernde Maßnahmen wie Akupunktur, Handgriffe oder Medikamente veranlasst werden, sich fest zusammenzuziehen. Löst sich der Mutterkuchen oder der Rest trotz aller Hilfen nicht von selbst, muss er mit der Hand gelöst oder mittels einer Ausschabung entfernt werden. Dieser Eingriff erfolgt in Vollnarkose oder in Periduralanästhesie (PDA), falls diese schon liegt.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 11.11.2010

Kompli­ka­tionen während der Geburt

Die wichtigsten Ursachen hierfür sind:

  • Vorne liegender Mutterkuchen (Placenta praevia)
  • Zu frühes Ablösen des Mutterkuchens (vorzeitige Plazentalösung)
  • Anormale Nabelschnurmündung
  • Schlaffheit der Gebärmutter (Uterusatonie)

Placenta praevia

Die Placenta praevia kommt bei etwa 0,4 Prozent der Schwangerschaften vor, gehäuft bei Mehrlingsschwangerschaften und bei schnell aufeinander folgenden Schwangerschaften. Dabei wird der Muttermund durch die Plazenta vollständig oder teilweise verschlossen.

In der Frühschwangerschaft kann dies durchaus normal sein. Später aber kann eine Geburt auf normalem Wege dadurch unmöglich werden. Wird die Placenta praevia bereits während der Schwangerschaft erkannt, wird die Frau in den meisten Fällen mit einem Kaiserschnitt entbunden. Die Placenta praevia macht sich meist schon einige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin durch schmerzlose Blutungen ohne ersichtliche Ursache bemerkbar.

Blutungen aus einer Plazenta praevia können lebensbedrohlich sein. Bei bekannter Plazenta praevia kann es notwendig sein, die Schwangere bereits ein bis zwei Wochen vor dem Geburtstermin in die Klinik aufzunehmen und Blutkonserven bereitzuhalten.

Vorzeitige Plazentalösung

Die vorzeitige Lösung der Plazenta tritt meist bereits während der Schwangerschaft auf.

Anormale Nabelschnurmündung

Die sogenannte Insertio velamentosa (abnormale Nabelschnurmündung) kommt bei etwa einem Prozent aller Schwangerschaften vor. Dabei setzt die Nabelschnur nicht an der richtigen Stelle der Plazenta an. Beim Blasensprung oder während der Wehentätigkeit kann es daher zu einem Zerreißen wichtiger Versorgungsgefäße des Kindes kommen.

Hinweise auf ein derartiges Ereignis sind starke Blutungen aus der Gebärmutter zum Zeitpunkt des Blasensprungs und Veränderungen im CTG. Trotz starker Blutung aus der Gebärmutter ist der Allgemeinzustand der Mutter meist nicht beeinträchtigt, da das Blut ausschließlich aus kindlichen Gefäßen stammt. Die Beendigung der Geburt erfolgt meist durch einen Kaiserschnitt.

Uterusatonie

Die Uterusatonie ist die häufigste Ursache einer schwerwiegenden Blutung in der Nachgeburtsphase. Hierbei zieht sich die Gebärmutter nach der Geburt nicht ausreichend zusammen. Es kommt zu einem Blutverlust von mehr als 500 Millilitern, nachdem die Plazenta geboren worden ist.

Um eine Kontraktion der Gebärmutter zu erreichen und die Blutungen zu stoppen, werden Wehenmittel verabreicht, eine Eisblase (Eisbeutel) auf den Unterbauch gelegt oder die Gebärmutter von außen mit der Hand zusammengedrückt. Manchmal ist auch eine Akupunkturbehandlung sinnvoll. Meist kommt die Blutung dadurch zum Stillstand. Sehr selten muss eine operative Entfernung der Gebärmutter vorgenommen werden.

Weitere Komplikationen:

Geburtsstillstand

Die Dauer der Eröffnungsphase beträgt etwa sieben bis zwölf Stunden, die der Austreibungsphase etwa 20 bis 60 Minuten.

Zu einem Geburtsstillstand kann es in jeder Phase der Geburt kommen. Wenn eine Spontangeburt dann nicht mehr möglich ist, muss das Kind daher vaginal-operativ mit einer Zange oder Saugglocke oder per Kaiserschnitt entbunden werden.

Mögliche Ursachen für einen Geburtsstillstand sind:

  • Wehenschwäche, die auch durch wehenfördernde Mittel wie Oxytocin nicht beseitigt werden kann, zum Beispiel durch allgemeine körperliche Erschöpfung bei Mehrlingsschwangerschaften
  • Missverhältnis zwischen Kindsgröße und mütterlicher Beckengröße
  • Einstellungs- und Lageanomalien

Einstellungs- und Lageanomalien

Bei Einstellungs- und Lageanomalien machen die Stellung des Kindes im mütterlichen Becken oder seine Lage in der Gebärmutter eine normale Geburt schwierig oder unmöglich. Zu den häufigsten Lageanomalien gehören die Beckenendlage und die Querlage. Sie treten bei etwa fünf Prozent aller Schwangerschaften auf und erfordern fast immer einen Kaiserschnitt.

Bei der Beckenendlage liegt das Kind nicht mit dem Kopf nach unten im Becken, sondern mit dem Steiß. Manchmal wird dann der Versuch unternommen, das Kind manuell von außen zu wenden. Bei der Querlage liegt das Kind quer in der Gebärmutter, eine Spontangeburt ist nicht möglich. Um Kind und Mutter nicht zu gefährden, muss die Geburt durch eine Schnittentbindung beendet werden.

Nabelschnurkomplikationen

Bei einem Nabelschnurvorfall befinden sich nach erfolgtem Blasensprung Teile der Nabelschnur vor dem vorangehenden Teil des Kindes.

Dadurch wird die Nabelschnur zusammengedrückt und die Nabelschnurdurchblutung verschlechtert sich. Dies führt zu einer mangelnden Sauerstoffversorgung des Kindes.

Der Nabelschnurvorfall ist glücklicherweise eine seltene Komplikation. Er tritt nur bei etwa 0,5 Prozent aller Geburten auf, stellt jedoch für das Kind eine lebensbedrohliche Situation dar.

Besonders gefährlich ist ein Nabelschnurvorfall bei der Schädellage, da hier die Nabelschnur durch den Druck des harten Kopfes fest abgedrückt wird. Es ist daher oft unumgänglich, das Kind durch einen Kaiserschnitt zu entbinden. Begünstigend für die Entwicklung eines Nabelschnurvorfalls sind:

  • Querlage
  • Beckenendlage
  • Mehrlingsschwangerschaft

Tritt in der Schwangerschaft ein unerwarteter Blasensprung vor Beginn der Wehentätigkeit ein, sollte sich die Schwangere unverzüglich mit ihrem Arzt oder ihrer Hebamme in Verbindung setzen. Das abgehende Fruchtwasser kann die Nabelschnur durch den Muttermund schwemmen und so zu einem Nabelschnurvorfall führen. Bei Gegebenheit einer solchen Gefahr (das Fruchtwasser geht schwallartig ab) ist ein Transport ins Krankenhaus liegend zu erfolgen, weshalb ein Krankenwagen (Feuerwehr) gerufen werden sollte.

Wenn der Kopf des Babys bereits ins Becken eingetreten ist, dichtet dieser die Öffnung meist sehr gut ab. Ein weiterer Abgang von Fruchtwasser wird dadurch verhindert. Während der Nabelschnurvorfall eher selten auftritt, kommt es bei etwa 20 Prozent der Geburten zu einer Nabelschnurumschlingung. Hierbei schlingt sich die Nabelschnur um den Körper oder auch den Hals des Kindes.

Dies ist bei einer Nabelschnurlänge von durchschnittlich 55 Zentimetern nicht verwunderlich. Da die Nabelschnur sehr dehnbar ist und deswegen keine Mangeldurchblutung des Kindes auftritt, erfolgt die Geburt meist auf natürlichem Wege und muss nicht durch einen Kaiserschnitt beendet werden. Bei circa zehn Prozent der Umschlingungen kommt es jedoch zu einer Durchblutungsstörung und einem Sauerstoffmangel des Kindes. In diesem Fall muss ein Kaiserschnitt erwogen werden.

Schlechtes CTG

Das Kardiotokogramm (CTG) dient der Überwachung der kindlichen Herztöne und der Wehentätigkeit während der Geburt.

Die Herzfrequenz des Kindes ändert sich je Sauerstoffangebot rasch. Das CTG zeigt diese Veränderungen an und gibt dadurch dem Arzt Aufschluss über die kindliche Sauerstoffversorgung.

Ein Sauerstoffmangel stellt für das Kind eine große Gefahr dar. Mithilfe des CTGs kann der Arzt derartige Gefahren jedoch frühzeitig erkennen und rechtzeitig behandeln. Er achtet dabei vor allem auf Abweichungen von der normalen Herzfrequenz des Kindes.

Die normale kindliche Herzfrequenz beträgt 120 bis 160 Schläge pro Minute. Wenn das Kind sich bewegt, steigt die Frequenz kurz an, während einer Wehe nimmt die Herzfrequenz kurzzeitig ab.

Folgende Abweichungen können Anzeichen einer kindlichen Gefährdung sein:

  • Wenn die normale Herzfrequenz um mehr als zehn Schläge pro Minute steigt oder sinkt.
  • Wenn die Herzfrequenz unabhängig von der Wehentätigkeit stark schwankt.
  • Wenn der Herzschlag nach einer Wehe nur verzögert langsamer wird.

Wann ist ein CTG notwendig?

Ein Kardiotokogramm muss unbedingt eingesetzt werden bei

  • abnehmenden Kindsbewegungen,
  • Terminüberschreitungen,
  • Diabetes mellitus der Mutter, also bei Zuckerkrankheit,
  • Mehrlingsschwangerschaft,
  • vorzeitigen Wehen und
  • Blutungen in der zweiten Schwangerschaftshälfte.

Manchmal untersucht der Arzt auch das kindliche Blut, um besser abschätzen zu können, wie groß der Sauerstoffmangel des Kindes ist. Dazu entnimmt er dem Kind durch den Muttermund hindurch an der Kopfhaut Blut und analysiert dessen Sauerstoffgehalt.

Komplikationen nach der Geburt

Nach der Geburt kommt es zu einem Blutverlust von bis zu 300 ml. Plazentalösungsstörungen mit starkem Blutverlust stellen eine Notfallsituation dar. (Orbon Alija / iStockphoto)

In der Nachgeburtsperiode sind verschiedene Komplikationen möglich. Seitens der Mutter steht dabei ein erhöhter Blutverlust im Vordergrund.

Ein erhöhter Blutverlust nach der Geburt kann durch unterschiedliche Ursachen bedingt sein, wie etwa eine Blutung durch Geburtsverletzungen sowie Störungen der Plazentalösung oder eine Kontraktionsschwäche der Gebärmutter.

++ Mehr zum Thema: Komplikationen während der Geburt ++

Störungen der Plazentalösung

Normalerweise kommt es etwa zehn Minuten nach der Geburt des Kindes zu erneuten Wehen (Nachgeburtswehen). Dabei löst sich der Mutterkuchen (Plazenta) von der Haftstelle an der Gebärmutterwand und wird ausgestoßen. Gleichzeitig schließen sich die Gefäße, wodurch die Blutung der Haftstelle gestoppt wird. Der normale Blutverlust in der Nachgeburtsphase beträgt bis zu 300 ml.

Kommt es zu Lösungsstörungen der Plazenta von der Gebärmutterwand, geht dies meist mit einem starken Blutverlust einher und stellt eine Notfallsituation dar. Die Störung der Plazentalösung kann durch unterschiedliche Ursachen bedingt sein, wie etwa eine Wehenschwäche oder eine starke Verwachsung der Plazenta mit der Gebärmutterwand (z.B. bei Vernarbung der Gebärmutter nach Operationen oder Infektionen). In einigen Fällen löst sich die Plazenta von der Gebärmutter ab, kann aber nicht ausgestoßen werden, da der Muttermund schon wieder verschlossen ist (Plazentaretention).

Als therapeutische Maßnahme wird zunächst ein Kontraktionsmittel verabreicht und gegebenenfalls die Harnblase der Frau entleert (eine volle Blase hemmt die Uteruskontraktion). Zeigen diese Maßnahmen keinen Erfolg, muss die Plazenta mittels spezieller Handgriffe manuell entfernt werden; dies geschieht in Vollnarkose oder Lokalanästhesie. Zusätzlich wird meist eine Kürettage durchgeführt, um zu verhindern, dass Plazentareste in der Gebärmutter zurückbleiben.

Uterusatonie (atonische Nachblutung)

Nachdem der Mutterkuchen ausgestoßen ist, muss sich die Gebärmutter zusammenziehen, um die Wundfläche, also die Haftfläche der Plazenta, zu verkleinern und die Gefäße zu verschließen. Geschieht dies nicht, kommt es zu einer verstärkten Blutung und einer akut lebensbedrohlichen Situation für die Frau.

Eine Kontraktionsschwäche der Gebärmutter (Uterusatonie) tritt vor allem bei Überdehnung der Gebärmutterwand (z.B. Zwillingsschwangerschaft, sehr großes Kind, große Fruchtwassermenge, Mehrgebärende) sowie bei Erschöpfung der Gebärmuttermuskulatur (z.B. nach besonders langem Geburtsverlauf) auf.

Die therapeutischen Maßnahmen sind ähnlich wie bei Plazentalösungsstörungen: Gabe von Kontraktionsmitteln, Entleerung der Harnblase durch Setzen eines Katheters, zusätzlich werden Flüssigkeit und gegebenenfalls Blutkonserven verabreicht. Die Kreislaufsituation muss engmaschig überwacht werden. In sehr seltenen Fällen müssen die Medikamente direkt in die Gebärmutter gespritzt werden oder man tränkt eine Tamponade mit dem Medikament und „stopft“ die Gebärmutter aus. Das Ganze geschieht in Narkose. Falls alle Maßnahmen die Blutung nicht zum Stillstand bringen, kann es in extrem seltenen Fällen notwendig sein, die Gebärmutter notfallmäßig zu entfernen.

Fruchtwasserembolie

Dies ist eine sehr seltene, aber lebensgefährliche Komplikation während oder nach einer Geburt. Bei einer Fruchtwasserembolie gelangt Fruchtwasser über die Venen in der Gebärmutter in die mütterliche Blutbahn. In der Folge wird es in die Lunge geschwemmt und verlegt dort die kleinen Gefäße, in denen der Sauerstoffaustausch stattfindet. Dadurch kommt es bei der Mutter zu einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Form eines Schocks, der unter anderem mit Blutdruckabfall, Atembeschwerden und Kreislaufversagen einhergeht und lebensbedrohlich ist.

Das Risiko für eine Fruchtwasserembolie ist unter anderem erhöht bei ausgeprägten Geburtsverletzungen (z.B. Uterusruptur), vorzeitiger Plazentalösung, Kaiserschnitt, gesteigerter Wehentätigkeit bzw. bei Verletzungen des uterinen Venengeflechts. Zur Behandlung müssen intensivmedizinische Maßnahmen eingeleitet werden.

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Autoren:
Dr.med. Kerstin Lehermayr
Medizinisches Review:
Dr. med. Jasna Hönigmann
Redaktionelle Bearbeitung:
Philip Pfleger

Aktualisiert am: 18.12.2014 | 09:08

Weyerstahl T., Stauber M.: Gynäkologie und Geburtshilfe, Duale Reihe; Georg Thieme Verlag KG Stuttgart; 4.Auflage 2013
Geist C., Harder U., Stiefel A.: Hebammenkunde – Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf; Hippokrates Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart; 5.Auflage 2012
Schneider H., Husslein P., Schneider K.T.M: Die Geburtshilfe; Springer Verlag Berlin Heidelberg; 4. Auflage 2011

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Nachtschreck: Ursachen und wie du dich richtig verhältst

Nachtschreck ist eine Schlafstörung bei Kindern, die Eltern Angst machen kann. Zum Glück ist sie für Kinder ungefährlich. Dennoch solltest du einige Dinge beachten.

Beim Nachtschreck schreckt dein Kind plötzlich aus dem Schlaf auf, schreit und ist nicht ansprechbar. Wer das zum ersten Mal erlebt, ist oft sehr erschrocken. Zum Glück ist die Schlafstörung für Kinder ungefährlich. Du solltest jedoch einige Dinge beachten.

Was ist Nachtschreck?

Die Schlafstörung tritt vor allem im Vor- und Grundschulalter auf, am häufigsten zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr. Der medizinische Fachbegriff lautet: „Pavor nocturnus“. Das passiert beim Nachtschreck:

  • Dein Kind beginnt in der Nacht plötzlich laut zu schreien, oft schlägt es dabei um sich.
  • Die Pupillen sind geweitet, Puls und Atmung sind erhöht, oft kommt es auch zu Schweißausbrüchen oder Gänsehaut.
  • Das Kind ist kaum ansprechbar und reagiert nicht auf Beruhigungsversuche.
  • Nach etwa zehn Minuten schläft dein Kind wieder ein, am nächsten Morgen kann es sich an nichts erinnern.

Der Nachtschreck tritt bei vielen Kindern nur vereinzelt auf, bei vielen auch gar nicht. Bei etwa ein bis fünf Prozent der Kinder kommt er regelmäßig vor, bei Jungen häufiger als bei Mädchen.

Die Erklärung für Nachtschreck

Die Ursachen für den Nachtschreck sind medizinisch noch nicht genau geklärt. Als Hauptgrund für das Phänomen gilt, dass das Gehirn Probleme damit hat, vom Tiefschlaf zum Traumschlaf überzugehen. Das liegt daran, dass bestimmte Reifungsprozesse im zentralen Nervensystem bei Kindern noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Es hat diesen Übergang einfach noch nicht gelernt und ist nicht in der Lage, den Übergang zu managen.

Weil der Nachtschreck beim Übergang zwischen den Schlafphasen stattfindet, erinnert sich das Kind am nächsten Morgen nicht an den Vorfall. Darin unterscheidet sich der Nachtschreck auch wesentlich vom Albtraum, der in der Traumphase stattfindet und an den sich das Kind am nächsten morgen erinnert.

Der Nachtschreck beeinträchtigt in der Regel die Erholsamkeit des Schlafes nicht. Er gilt als gesundheitlich unbedenklich. Nur wenn er über das typische Alter hinaus oder sehr oft auftritt, solltest du einen Arzt aufsuchen.

So kannst du beim Nachtschreck helfen oder ihn verhindern

Sorge für einen ruhigen und erholsamen Schlaf für dein Kind (Foto: CC0 / / dagon_)

Tritt der Nachtschreck bei deinem Kind auf, solltest du dich zuerst einmal selber beruhigen. Gerade, wenn du die Schlafstörung bei deinem Kind das erste Mal erlebst, kann sie sehr beängstigend sein. Für dein Kind kannst du in dieser Situation nicht viel tun:

  • Bleibe bei deinem Kind und beobachte es
  • Achte darauf, dass es sich nicht verletzen kann

Damit der Nachtschreck gar nicht erst auftritt, kannst du dafür sorgen, dass dein Kind den Tag ruhig ausklingen lassen kann. Der Nachtschreck tritt nämlich vor allem dann auf, wenn Kinder körperlich oder seelisch sehr erschöpft sind und vor dem Schlafen nicht ausreichend zur Ruhe kommen konnten.

Weiterlesen auf Utopia.de:

  • Abendroutine: 12 Tipps, die dir helfen, besser zu schlafen
  • Öko-Test: Welche Kindermatratze ist die beste?
  • 10 Dinge, die Eltern ihren Kindern nicht geben sollten

KIRCHDORF. Während in den Monaten vor der Geburt unbändige Vorfreude vorherrschte, macht sich nun stetig ein wachsendes Gefühl von Hilflosigkeit und Überforderung breit. Schlaflosigkeit, Sorge und Frust nagen unentwegt an den Eltern. Auch wenn eine Kurzschlussreaktion in so einer Situation nachvollziehbar wäre, müssen betroffene Eltern alles daransetzen, um nicht die Nerven zu verlieren.

Das Schütteln eines Babys kann ein gefährliches Schütteltrauma – das dramatische Folgen für Gesundheit und Entwicklung nach sich zieht – erzeugen.

Besonders in den ersten Lebensmonaten laufen Kinder aufgrund der schwach ausgebildeten Nackenmuskulatur Gefahr, durch starke Schleuderbewegungen ein Schädel-Hirn-Trauma zu erleiden. Im Gehirn eines Säuglings befindet sich noch viel Flüssigkeit und so ist der Raum zwischen Hirn und Schädelknochen relativ weit. „Wird das Baby unkontrolliert geschüttelt, so fällt der Kopf heftig hin und her und das Gehirn prallt gegen das Schädelinnere“, erklärt Primar Gerhard Pöppl, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde im Landes-Krankenhaus Kirchdorf, „dadurch kann es zu Verschiebungen, Quetschungen und Prellungen kommen, Venen können reißen und Blutungen zwischen Hirnrinde und Gehirn entstehen.“
Diese Verletzungen bewirken irreparable Zerstörungen im Zellgewebe, die in weiterer Folge Entwicklungsverzögerungen, Sprach- oder Sehstörungen nach sich ziehen. Etwa ein Fünftel der betroffenen Kinder mit Gehirnverletzungen stirbt sogar an den Folgen. Damit zählt das Schütteltrauma zu einer der häufigsten Todesursachen bei Säuglingen im ersten Lebensjahr.

Was tun im Verdachtsfall?

Auch wenn betroffene Eltern oder Betreuungspersonen sich ihr Fehlverhalten nur eingestehen – ist es zu einem unkontrollierten Schütteln des Babys gekommen, so muss das Kind unbedingt unter ärztliche Beobachtung gestellt werden. Ein Schütteltrauma zeichnet sich in vielen Fällen nicht direkt nach dem Vorfall ab – äußere Verletzungen sind nicht erkennbar. Daher kommt es meist erst spät zu einer Diagnose“, weiß der Kinderarzt, „auch ungenaue Angaben zu den Gründen für eventuell auftretende Verhaltensauffälligkeiten führen zu Fehldiagnosen und erschweren die Behandlung.“ Dennoch ist bei einem möglichen Schütteltrauma die eigene Scham oder die Angst vor rechtlichen Konsequenzen außen vor zu
lassen. Nur wenn der Säugling umgehend in die Notaufnahme gebracht wird und
frühestmöglich Hilfe erhält, lassen sich weitere schwere Schäden vermeiden.

Auch wenn es Nerven kostet: Säuglinge kommunizieren schreiend

Wenn Babys ohne erkennbaren Grund über Stunden hinweg schreien, kann das Eltern verständlicherweise an die Grenzen ihrer Belastbarkeit bringen. Gerade sehr fürsorgliche Eltern haben Angst und sind enttäuscht, ihrem Kind und seinen Bedürfnissen scheinbar nicht gerecht zu werden. Liegen keine medizinischen Gründe vor, so gehört Schreien jedoch gerade in den ersten Lebensmonaten zum kindlichen Alltag. Eltern von ausdauernd schreienden Kindern sollten sich bei der Betreuung des Babys abwechseln oder Verwandte, Freunde und hilfsbereite Nachbarn um Hilfe bitten, wenn sie spüren, dass sie dringend eine Ruhepause
benötigen. „Versuchen Sie niemals, Ihr weinendes oder schreiendes Kind durch Schütteln zur Ruhe zu bewegen“, betont Primar Pöppl. Wenden sie sich an Ihren Kinderarzt, er kann sie an eine „Schreiambulanz“ überweisen. Wertvolle Tipps finden sie auch im Internet unter: www.bitte-nicht-schuetteln.de.

Fotos: gespag

Fehlbildung der Nabelschnur
 Insertio velamentosa: Was das für die Geburt bedeutet

Während der ersten zwei Drittel der Schwangerschaft ist diese Diagnose in der Regel unproblematisch. Auch die Versorgung des Ungeborenen ist in den allermeisten Fällen nicht beeinträchtigt. Erst kurz vor oder während der Geburt kann eine Insertio velamentosa für das Kind lebensbedrohliche Folgen haben. Laut einer 2013 veröffentlichten Studie der Uni Bergen aus Norwegen sterben in 1,6 Prozent der Fälle die Kinder bei oder kurz vor der Geburt – doppelt so häufig wie ohne eine Nabelschnur-Fehlbildung. Außerdem besteht eine höhere Gefahr für Behinderungen. Ein wichtiger Grund dafür: Entspringt die Nabelschnur an den Eihäuten, hat sie mehr Bewegungsspielraum. Dadurch kann es schneller zu einem Abklemmen einzelner Gefäße und damit zu einem Sauerstoffmangel beim Säugling kommen.

Die gute Nachricht: Eine Insertio velamentosa kann schon im frühen Verlauf der Schwangerschaft festgestellt werden. So lassen sich (Geburts-)Komplikationen vorbeugen und vielen Kindern das Leben retten. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) fordert deshalb seit 2013, die Früherkennung von „Insertionsfehlbildungen“ der Nabelschnur in das Regelprogramm der Schwangerschaftsvorsorge aufzunehmen. Mit Erfolg, inzwischen haben viele Frauenärzte auf diese Forderung reagiert und schauen ganz genau hin.

Immerhin lassen sich schon bei der ersten Ultraschalluntersuchung zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche Auffälligkeiten an der Nabelschnur feststellen. Eine sichere Diagnose ist spätestens beim zweiten Ultraschall-Termin um die 20. Schwangerschaftswoche möglich. Besonders gut sichtbar ist eine Insertio velamentosa bei einem Ultraschall mit Farbkontrasten, der den Blutfluss in der Plazenta darstellt (Doppler-Sonografie). Wird diese Fehlbildung schon frühzeitig festgestellt, gilt die Schwangerschaft formal als Risikoschwangerschaft. Mutter und Baby werden ab der Diagnose besonders engmaschig überwacht – zuerst gibt es alle vier ein Ultraschall-Termin, im letzten Schwangerschaftsdrittel sogar alle zwei Wochen.

Frauenarzt Dr. PETER FRüHMANN

Fragen rund um die Geburt

Wie ist der Ablauf einer Wassergeburt?

Jede 10. Frau entscheidet sich für eine Wassergeburt. Sie ist allerdings nur bei komplikationsfreien Schwangerschaften empfehlenswert.

Nicht zu empfehlen ist sie bei:

  • Thrombosegefahr
  • Gestose
  • Beckenendlage
  • Auffälligem CTG
  • Verfärbungen im Fruchtwasser
  • Mehrlingsgeburten
  • Hohem Blutverlust

Vorteile

  • Kurze Dauer (meistens maximal 2 Stunden)
  • Entspannende Haltung durch die Tragkraft des Wassers
  • Weniger schmerzhafte Wehen
  • Geringere Gabe von Schmerzmitteln
  • Weniger Dammverletzungen
  • Schonender fürs Gewebe
  • Leichteres Herausgleiten für das Baby

Wassergeburten erfolgen meist in warmem Wasser, Hebammen und Ärzte sind außerhalb der Wanne. Die medizinische Kontrolle der Herztöne des Kindes erfolgt über wasserdichte Schallköpfe.

Was geschieht bei einer Fehllage des Kindes?

Nur etwa jedes 20. Kind liegt noch während der Wehen mit den Füßen voraus im Mutterbauch. Dadurch kann die Geburt lange dauern oder die Nabelschnur kann abgetrennt werden. Viele Kliniken raten in einem solchen Fall zu einem Kaiserschnitt.

Erfolgt trotzdem eine vaginale Geburt wird oft ein Dammschnitt gesetzt um die Geburt zu beschleunigen.

Kann es zu medizinischen Eingriffen während der Geburt kommen?

In manchen Fällen wird zur Beschleunigung der Geburt eine spezielle Zange verwendet. Dabei eventuell entstehende Druckstellen am Kopf des Kindes verschwinden später rasch wieder. Auch Dammschnitte können gesetzt werden, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen.

Saugglocken, die ein Vakuum zwischen Gerät und Kopf des Kindes erzeugen, werden eingesetzt, um das Kind aus der Scheide zu ziehen.

Wann ist ein Kaiserschnitt empfehlenswert?

  • Quer-, Schräg- oder Steißlage des Kindes
  • Bei großen Kindern, speziell wenn die Mutter an Diabetes leidet
  • Mehrlingsgeburten
  • Wenn die Plazenta vor dem Muttermund liegt
  • Wenn sich die Plazenta frühzeitig gelöst hat
  • Bei Gestose
  • Bei Infektionen im Genitalbereich
  • Wenn die Geburt nicht vorangeht
  • Wenn das Baby unter Sauerstoffmangel leidet

Zu welchen Komplikationen kann es während der Geburt kommen?

  • Insertio velamentosa (Nabelschnur setzt an der falschen Stelle an der Plazenta an)
  • Versorgungsgefäße des Kindes können beim Blasensprung oder bei den Wehen reißen
  • Starke Blutungen in der Nachgeburtsphase (Uterusatonie)
  • Gebärmutter zieht sich nach Geburt nicht stark genug zusammen
  • Geburtsstillstand durch schwache Wehen, erschöpfte Mutter, kleine Beckengröße der Mutter, Fehllage des Kindes
  • Nabelschnurvorfall

Welche Schmerzmittel können bei der Geburt verabreicht werden?

  • Spasmolytika: Gabe in Form von Zäpfchen oder Spritze, entspannt die Muskulatur
  • Opiate: Gabe als Infusion, wirkt beruhigend oder dämpfend
  • Periduralanalgesie (PDA): Schmerzmittel wird mit dünnem Schlauch ins Rückenmark gespritzt, wirkt manchmal wehenhemmend, kann Kopfschmerzen auslösen und Blutdruck senken
  • Pudendusblockade: Beckenboden und Damm werden örtlich betäubt, wirkt schmerzlindernd, allerdings nicht gegen Wehenschmerz.

Als natürliche und vorbeugende „Schmerzmittel“ gelten Yoga und Akupunktur während der Schwangerschaft. Sie bewirken, dass die Frau während der Geburt nicht so schnell verkrampft.

Insertio velamentosa

Tanja ist seit über zehn Jahren Hebamme. Zusammen mit ihrer Mutter, die ebenfalls Hebamme ist, begleitet sie in eigener Praxis Frauen rund um die Geburt. Vor der Geburt ihres ersten Kindes hat sie auch Beleggeburten begleitet. Doch aufgrund der horrenden Haftpflichtkosten und der hohen Unplanbarkeit in der Geburtshilfe kann sie diese momentan nicht mehr anbieten. Tanja hat hier schon von der Geburt ihres ersten Kindes berichtet. Die Schwangerschaft mit ihrem zweiten Kind war von Anfang an von Komplikationen und vielen Sorgen deshalb gekennzeichnet. Es stand sogar ein geplanter Kaiserschnitt im Raum. Doch dann kam alles ganz anders und ihr zweiter Sohn wurde bei einer sehr schnellen Geburt in der 36+1 Schwangerschaftswoche spontan geboren.

Der Wunsch nach einem zweiten Kind kam recht schnell nach der Geburt. Vorher sah ich mich jahrelang als absolute Einzelkindmama, aber mit Schwangerschaft, Geburt und Mutterhormonen war ich ganz schnell auf dem Dampfer, dass ein Kind doch quasi kein Kind ist und DREI doch eine schöne Zahl ist!

Die Schwangerschaft sollte dieses Mal leider nicht so schön und unkompliziert wie beim ersten Kind werden. Ging es mir in der ersten Schwangerschaft weitestgehend supergut und war ich voller Elan und Tatendrang (ausgenommen die ersten zwölf Schwangerschaftswochen, da hätte ich schlafen können wie ein Murmeltier), so war ich dieses Mal oft müde und abgeschlagen und hatte häufig leichte Migräneattacken. Das Ganze mag bestimmt auch eine psychische Komponente gehabt haben. Ab NMT (erster Nicht-Menstruations-Tag, also der Tag der zu erwartenden Regel, die ja bei Schwangerschaft ausbleibt) bis zur 20. SSW hatte ich nämlich teils massive Blutungen, fast immer mehr als peridodenstark.

Wie oft dachte ich, ich hätte mein zweites kleines Wunder verloren… wie viele Tränen habe ich in dieser Zeit vergossen. Die Blutungen setzen fast wöchentlich ein, immer plötzlich und unvorhersehbar. Weder meine Gynäkologin, noch ich konnte einen Auslöser fest machen. Ich ging zur Toilette und plötzlich war ein Schwall Blut da. Das zog sich dann mit Schmierblutungen immer ein paar Tage und immer, wenn man dachte, jetzt sei es vorbei, setzte eine neue Blutung ein. Wie oft sind mein Mann und ich am Wochenende panisch ins Krankenhaus gefahren, um erlösende Entwarnung oder ernüchternde Wahrheit zu hören. Wie oft machte ich mich auf den Satz gefasst:„Leider schlägt da kein Herz mehr.“ In manchen Momenten bin ich schier wahnsinnig geworden.

Ein Schwangerschaftskrimi

Und dann war da aber auch noch mein Spatzmann Nr.1, mein kleiner Sonnenschein, ein liebes und fröhliches Kind, das vor Freude und Energie strotzt – und es brach mir das Herz, das seine Urvertraute, seine Mutter, ihn das erste Mal in seinem jungen Leben mit so viel und immer wieder kehrender Trauer konfrontierte. Natürlich versuchte ich mich in seiner Gegenwart zusammenzureißen, zu lachen und Späße zu machen, und oft gelang das auch, weil nichts einen so gut ablenken kann, wie das eigene Kind. Waren aber gerade neue Blutungen da, gelang es mir nicht bzw. nur äußerst unzureichend. Und wem, der selbst bereits Kinder hat, soll ich erzählen, dass man diesen kleinen Menschen einfach nichts vormachen kann. Sie sind die Einzigen, die uns ab dem Tag ihrer Entstehung in- und auswendig kennen werden.

Meine Gynäkologin schickte mich in der 16. Schwangerschaftswoche zur Feindiagnostik nach Düsseldorf, um abklären zu lassen, ob die Blutungen von einem Gefäß im Gebärmutterhals kamen und nur mich betrafen und damit die Plazenta – und auch das Kind – blutungsfrei waren. Aber der Termin, der Entwarnung bringen sollte, brachte auch neue Verunsicherung. Zwar wurde die Plazenta sicher als Blutungsherd ausgeschlossen, jedoch wurde bei der genauen Untersuchung des Mutterkuchens vermutet, dass sich der Nabelschnuransatz nicht regelrecht auf, sondern neben dem Mutterkuchen in der Eihaut befand. Dieser Befund betrifft ein Prozent aller Einlingsschwangerschaften. Ebenso wie die Plazentaanomalie, die die Ärztin zu sehen glaubte. Zwei Mal ein Prozent – und beide Fälle korrelieren nicht miteinander! Hätte ich in der Woche doch besser mal Lotto gespielt!!! Zur sicheren Diagnose sollte ich um die 20. Schwangerschaftswoche erneut nach Düsseldorf kommen.

Exkurs Insertio velamentosa: Hier liegt der Nabelschnuransatz nicht wie bei 99 Prozent auf der Plazenta lokalisiert, sondern endet auf der Eihaut. Die drei das Kind versorgenden Gefäße laufen frei über die Eihaut bis zur Plazenta. Bei einem erfolgenden Blasensprung besteht die Möglichkeit, das eines oder alle diese Gefäße reißen. Somit wäre zum einen die (Sauerstoff)-versorgung des Kindes unterbrochen und zudem führen die Gefäße auch kindliches Blut und es könnte somit zum Ausbluten des Ungeborenen kommen.

In der 22. Schwangerschaftswoche waren wir dann wieder dort. Ich war nun seit zwei Wochen blutungsfrei. Dafür hatte ich sechs Wochen Zeit gehabt, mir die wildesten Szenarien über die neuen Diagnosen auszudenken. In Düsseldorf kam dann die Bestätigung. Sicher eine „langstreckige Insertio velamentosa im Fundusbereich und eine irgendwie geartete Plazentaanomalie“…. so genau wollte sich da keiner festlegen. Es waren sich nur alle Ärzte einig, die in dieser Schwangerschaft bei mir einen Ultraschall machten – und das waren ein paar – dass „das Ding irgendwie komisch aussieht!“ Ich dachte immer nur: So lange ich es nachher nur im Garten verbuddeln muss, darf es ruhig kurios aussehen.

Nun hatte ich meine Diagnose, die ich nicht wollte. Zudem empfahl Düsseldorf mehrfach und vehement (ich sprach immerhin mit drei Ärzten) eine primäre Sectio bei 37+0, also gerade nach Beendigung der Frühgeburtlichkeit (Anm. d. Red.: Kinder, die bis zur Schwangerschaftswoche 36+6 geboren werden, gelten als Frühgeborene). Gerade für eine Hebamme eine Empfehlung, die man nicht bekommen möchte. Das gilt insbesondere, weil man als Fachperson natürlich bestens über die Risiken der Sectio aufgeklärt ist und einem im Bezug auf die Insertio velamentosa niemand wirklich sagen kann, wie hoch das Risiko der Gefäßruptur ist. Auf jeden Fall niedrig, besonders, wenn wie bei mir keine Vasa praevia vorliegt (Anm. d. Red.: der Nabelschnuransatz befindet sich in den Eihäuten direkt oder sehr nahe am inneren Muttermund, beim Blasensprung können die Gefäße der Nabelschnur einreißen). Und: Ich wollte mein Kind nicht unvorbereitet und drei Wochen zu früh einfach in diese Welt schmeißen.

Auf Geburtsortsuche

So nahm ich von der Idee der Sectio erst einmal Abstand. Ein aktiver Geburtshelfer sollte mich eines Besseren belehren, was meinen Spontanwunsch anbegeht, da die nicht-geburtsaktiven Praxisgyns mir nichts von Geburtshilfe erzählen sollten.
Ich machte also einen Termin in einer größeren Klinik hier vor Ort aus. Ich wusste, dass Fälle wie meiner dort schon spontan geboren hatten und für diesen Sonderfall gab mir die Kinderklinik am Platz, die ich bei normal verlaufenden, gesunden Schwangerschaften eher überflüssig für die Wahl des Geburtsortes fand, eine gewisse Sicherheit. Die Oberärztin dort konnte mein Anliegen der Spontangeburt in Hinsicht auf die Vorteile für Kind und Mutter völlig nachvollziehen und konnte auch meinen bis dato noch etwas unsicheren Mann davon überzeugen. Wir verblieben dabei, das Kind engmaschig zu kontrollieren und um die Schwangerschaftswoche 37+0 vielleicht befundsabhängig einzuleiten.

Die Wochen gingen dahin, Ängste und Horrorszenarien kamen und gingen. Ich träumte häufig von blutigen Blasensprüngen, von dem Moment, in dem ich registrieren muss: alles ist zu spät, mein wunderschönes Kind hat keine Chance. Oft wachte ich nachts von derartigen Träumen auf, die Tränen liefen übers Gesicht und auch jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, ist mir dieses Gefühl der Angst und des allumfassenden Verlustes so nah, das ich weinen muss. Ich habe mich so oft mit dem Gedanken auseinander gesetzt, 40 Wochen schwanger zu sein und dann kein Kind mit nach Hause nehmen zu können. Ich bereitete nur das Nötigste vor. Großanschaffungen wie einen Geschwisterwagen traute ich mich gar nicht zu machen. Immer war da dieses fiese Stimmchen in meinem Kopf, das flüsterte: Wer weiß, ob du es überhaupt benötigst!

Sieben Zentimeter ganz ohne Schmerzen!?

Ab der 32. Schwangerschaftswoche begann sich, wie bei meinem ersten Sohn auch, der Gebärmutterhals zu verkürzen. Bereitete mir das vor der ersten Geburt noch Sorgen, freute ich mich dieses Mal sogar etwas über die allmähliche Vorbereitung, sollte Nr. 2 doch, um einen vorzeitigen Blasensprung zu Hause zu verhindern, frühzeitig (ab 37+0) eingeleitet werden. Je weiter die Schwangerschaft ging, je nervöser wurde ich einerseits, andererseits kam immer öfter der Gedanke auf, ob ich wirklich eine fest terminierte Einleitung will oder ob ich damit nicht vom Regen in die Traufe komme. Die Hoffnung war da, dass es vielleicht einfach von ganz alleine mit Wehen losgeht.

Dieser Tag sollte kommen und ich sollte bis fast zum Schluss nicht begreifen, dass mein Wunsch nach einer natürlich startenden Geburt in Erfüllung geht! Ich war den Tag vorher (36+0) bei meiner Gynäkologin zur Vorsorge. Der Gebärmutterhals war nun sehr verkürzt und der Muttermund gut zwei Zentimeter geöffnet. Ich dachte nur: schön, zumindest gute Grundvoraussetzungen für eine Einleitung nächste Woche. Wehen waren eh immer wieder auf dem CTG und mal waren sie stärker, mal leichter und insgesamt unregelmäßig.

Am Abend dann wurden die Wehen etwas stärker, aber immer noch zu ignorieren und unregelmäßig. Nichts, wegen dem ich wegen Abständen auf die Uhr geschaut hätte. Nachts wurde ich von der ein oder anderen Kontraktion wach, aber es war nichts Spektakuläres. Am nächsten Morgen fühlte ich mich irgendwie matt und zerschlagen, obwohl eigentlich nichts passiert war. Ich bat meinen Mann, sich um unseren Sohn zu kümmern, damit ich mich noch einmal hinlegen und etwas dösen konnte, hatte ich doch eigentlich schon die ganze Schwangerschaft nicht geschlafen. Nachmittags registrierte ich irgendwie erst, das die Wehen immer noch da waren und wollte in die Praxis, um ein CTG zu schreiben. Meine Mutter kam, um mit meinem Sohn spazieren zu gehen und einmal zu untersuchen (sie ist auch Hebamme).

Der Gebärmutterhals war mittlerweile komplett weg und der Muttermund bei gut vier Zentimetern. Meine Mutter meinte, es geht los, ich solle ins Krankenhaus. Ich dachte nur: Ach quatsch, hier tut nichts weh, das sind bestimmt nur Senkwehen und es hört irgendwann wieder auf. Ich fuhr und schrieb ein CTG. Vier Wehen in 30 Minuten, so wie sonst auch oft. Nichts Spektakuläres also… meinte ich. Ich fuhr nach Hause, meine Mutter kam vom Spaziergang und wollte sicherheitshalber noch einmal nachschauen. Der Muttermund war nun sieben Zentimeter. Irgendwie glaubte ich ihr nicht, weil ich es mir einfach nicht vorstellen konnte. Sieben Zentimeter – und das ganz ohne Schmerzen?!

Unser zweiter, wunderschöner Sohn

Ich packte die Kliniktasche zu Ende und machte Abendbrot fürs Söhnchen. Mein Mann verfrachtete alles ins Auto und meine Mutter richtete sich darauf ein, bei uns zu bleiben und sich ums Kind zu kümmern. Ich informierte meine Kollegin und Beleghebamme, dass wir auf dem Weg sind und wir wollten uns im Krankenhaus treffen. Sie war keine fünf Minuten nach uns da, untersuchte und der Muttermund war zehn Zentimeter. Ich konnte auch das nicht glauben, alles erschien mir so utopisch. Bis grade dachte ich doch noch, ich hätte Senkwehen!?

Alles wurde für die Geburt bereit gestellt. Dazu gehörte auch, dass doch das OP- und Anästhesieteam (wie vorher bei der Geburtsplanung besprochen) sich mit im Kreißsaal postierte und für den Fall der Blutungen bei Blasensprung für eine SOFORTIGE Sectio (Anm. d. Red.: einen Notkaiserschnitt) bereit hielt. Die geliebte Fruchtblase hatte tatsächlich bis zur Vollständigkeit gehalten. Nun sollte sie geöffnet werden. Alle warteten gespannt. Und gespannt und gespannt… der Arzt bekam die Blase nämlich mit dem Amnicot (Anm. d. Red.: Eröffnung der Fruchtblase mit einem Gummi-Latex-Fingerling mit integriertem Reißhäkchen) nicht auf. Meine Kollegin erledigte dies mit einem Pieks. Klares Fruchtwasser lief ab und ich konnte es gar nicht glauben. So viele Nächte hatte mich dieser Moment um den Verstand gebracht, so viele Tränen hatte er mich gekostet. Und nun war das Schreckgespenst gebannt.

Die Angst vor dem Blasensprung und die – von mir gewollte (ich wollte ja bei der Geburtsplanung auch die maximale mögliche Sicherheit, auch auf Kosten der Intimität, die so eine Geburt eigentlich braucht) – Unruhe im Kreißsaal durch das Postieren des ganzen OP-Personals hatten dafür gesorgt, das sich beim Muttermund wieder ein vorderer Saum gebildet hatte, auch die Wehenintensität hatte seit Blasensprung ordentlich zugenommen. Der Muttermundssaum musste jetzt erst wieder aufgehen, was aber auf den Knien binnen zwei bis drei Wehen geschehen war. Nun wurde der Druck immer stärker und ich merkte, wie der der Kopf immer tiefer ins Becken rutschte. Noch drückte es nach vorn, Richtung Symphyse, und ich wartete auf den klassischen Druck auf den Darm, der den unwillkürlichen Pressdrang mit sich bringt. Und während ich noch wartete musste ich auch schon anfangen zu schieben. Nachdem ich den Dreh beim Pressen raushatte, war der Kopf innerhalb von drei Wehen geboren und ganz plötzlich und unverhofft war unser zweiter, wunderschöner Sohn in diese Welt gerauscht. In der 36.+1 Schwangerschaftswoche brachte er trotzdem stolze 3400 Gramm auf 51 Zentimeter mit. Sein Bruder, der genau drei Wochen später kam, wog 3600 Gramm. Wahrscheinlich wäre ich zum Termin hin dann dieses Mal einfach explodiert!

Rückwirkend würde ich mir wünschen, ich hätte vorher gewusst, was ich jetzt weiß – nämlich: Das alles gut geht. Das hätte mir 36 Wochen Schwangerschaftskrimi erspart, meinem Baby eine Menge Adrenalin in Mutters Blut und meinem großen Sohn (gerade 20 Monate alt) die Erfahrung einer teilweise völlig aufgelösten Mutter, die sich gern adäquater um ihn gekümmert hätte! Aber gut, life is life (nana naanaanaa) und wer weiß, wofür diese Erfahrung gut war? Zumindest habe ich durch ausführliche Recherchen zum Thema Insertio velamentosa und Plazentaanomalien viel dazu gelernt, was ich beruflich einbinden kann. Wie heißt es? Nichts im Leben geschieht umsonst.

Querlage


Medizinische Qualitätssicherung am 29. April 2019 von Dr. med. Nonnenmacher

Bei der Geburt des Kindes liegt dessen Kopf im Normalfall in Richtung des Geburtskanals. Diese Lage nimmt es zwischen der 34. und 36. Schwangerschaftswoche ein. Bei einer Querlage liegt das Kind mit dem Rücken in einem rechten Winkel zum Rücken der Mutter. Es zeigt also kein Körperteil zum Ausgang der Gebärmutter. In diesem Fall ist eine normale, vaginale Geburt nicht möglich, weshalb das Baby mithilfe eines Kaiserschnitts geholt werden muss.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Was ist eine Querlage?
  • 2 Ursachen
  • 3 Symptome, Beschwerden & Anzeichen
  • 4 Diagnose & Krankheitsverlauf
  • 5 Komplikationen
  • 6 Wann sollte man zum Arzt gehen?
  • 7 Behandlung & Therapie
  • 8 Vorbeugung
  • 9 Nachsorge
  • 10 Das können Sie selbst tun
  • 11 Quellen

Was ist eine Querlage?

Die häufigste und gesündeste Lage des Kindes vor der Geburt ist die Schädellage. Dabei ist der Kopf auf den Geburtskanal ausgerichtet, sodass er während der Entbindung vorangeht. Es kann jedoch vorkommen, dass das ungeborene Kind die Drehung in die richtige Position, die normalerweise in der Mitte oder gegen Ende des neunten Monats erfolgt, nicht vollständig vollzogen hat.

Die Querlage beschreibt den rechten Winkel, in dem die Wirbelsäule des Kindes zu der der werdenden Mutter ausgerichtet ist. Anders als bei der Kopfgeburt, oder sogar der Steißgeburt, findet dadurch kein Körperteil den Weg in Richtung Geburtskanal. Daher kann das Kind weder durch Pressen noch durch Saugglocken oder Zangen nach draußen gelangen.

Nur bei etwa 0,5 bis 1 Prozent der Geburten tritt eine Querlage auf. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich bei Mehrlingsschwangerschaften, Frühgeburten oder Frauen, die schon mehr als vier Kinder geboren haben.

Ursachen

Zwei Hauptursachen können dazu führen, dass der Fetus vor der Entbindung quer liegt. Zum einen ist es möglich, dass die korrekte Ausrichtung von Kopf und Gesäß verhindert wird. Eine Art der Behinderung entsteht als Folge von Fehlbildungen der Gebärmutter.

Dabei kann es sich zum Beispiel um ein Gebärmutterseptum, auch uterus septus genannt, handeln, wobei die Gebärmutter durch eine Art Trennwand in zwei separate Bereiche unterteilt wird. Desweiteren kann auch die Plazenta ein Hindernis sein, wenn sie sich wie bei der plazenta praevia vor dem Muttermund in einer Fehllage befindet. In manchen Fällen liegt der Querlage auch ein Tumor im kleinen Becken zugrunde.

Ist in der Gebärmutter zu viel Platz vorhanden, damit sich das Kind ausrichten kann, liegt dies oft an einer ausgedehnten Gebärmutter. Die übermäßige Dehnung entsteht als Folge von vielen Schwangerschaften, weshalb mehrfache Mütter ein erhöhtes Risiko tragen. Auch ein Polyhydramnion, also die vermehrte Fruchtwasserbildung, und Fehlbildungen des Fötus sind mögliche Ursachen.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Die Lage des Babys, bei der sich Kopf und Po auf gleicher Höhe jeweils seitlich in der Gebärmutter befinden, macht eine natürliche Geburt unmöglich. Die Lage, in der die Körperhauptachse des Kindes einen rechten Winkel mit der Führungslinie des Geburtskanals bildet, ist von der Schräglage zu unterscheiden. Hierbei bilden die beiden Körperhauptachsen einen spitzen Winkel.

Schon die Form des Bauches deutet auf die falsche Position des Fötus hin und unterscheidet sich mitunter deutlich von der bei regulären Schwangerschaften. Die Querlage des Kindes verursacht bei der werdenden Mutter noch während der Schwangerschaft oft Schmerzen. Das ungeborene Kind hat zu diesem Zeitpunkt, und wenn weitere Komplikationen ausbleiben, unter keinen schmerzhaften Symptomen zu leiden.

Eine Querlage kann für Mutter und Kind jedoch lebensbedrohliche Folgen haben, vor allem, wenn die Geburt unerwartet einsetzt. Im Falle eines Blasensprung wird der Muttermund nicht ordentlich durch das Kind abgedichtet. Es besteht das Risiko eines Nabelschnurvorfalls, wodurch diese abgeschnürt wird und die Sauerstoffversorgung des Kindes nicht mehr gewährleisten kann.

Bei einer verschleppten Querlage kann ein Vorfall eines Arms des ungeborenen Kindes in den Geburtskanal stattfinden. Während der Wehen presst sich so die Schulter des Babys in das Becken der Mutter, wodurch im schlimmsten Fall die Gebärmutter zerreißen kann.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Querlage ist in vielen Fällen schon an der charakteristischen Form des Bauches zu erkennen. Die ausführliche Ertastung der Lage erfolgt in der Regel als Bestandteil der obligatorischen Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen von außen. Hierbei kommen die sogenannten Leopold-Handgriffe zum Einsatz.

Erfolgt die Untersuchung mittels Tastens über die Vagina ist zu spüren, dass das kleine Becken der Patientin leer ist. In jedem Fall kommt aber immer eine Ultraschalluntersuchung zum Einsatz, um den Befund zu sichern und genaue Aussagen über die Lage des Kindes treffen zu können. Wenn sich das ungeborene Kind zwischen der 34. und 36. Schwangerschaftswoche nicht in die Schädellage bewegt, ist davon auszugehen, dass eine reguläre vaginale Entbindung nicht stattfinden kann.

Komplikationen

In Folge der Querlage kann ein vorzeitiger Blasensprung oder ein Nabelschnurvorfall auftreten. Eine gefürchtete Komplikationen ist der sogenannte vollständige Armvorfall. Dabei gelangt ein Arm des Kindes in den Geburtskanal und die Schulter verkeilt sich im Becken, wodurch es zum Geburtsstillstand kommt. Die Gebärmutter wird dabei überdehnt und es besteht das Risiko einer Uterusruptur.

Im Allgemeinen muss bei einer Quer- oder Schräglage fast immer ein Kaiserschnitt durchgeführt werden. Dabei handelt es sich zwar um einen Routine-Eingriff, dennoch bestehen Risiken: Infektionsgefahr, Gewebeverletzungen, Wundheilungsstörungen, Thromboserisiko und Komplikationen durch Narkosemittel. Zudem verspürt die Mutter oft noch Tage bis Wochen nach der Entbindung starke Schmerzen. Ein Kaiserschnitt erhöht außerdem das Risiko für Zwischenfälle bei einer weiteren Schwangerschaft.

Das Kind hat nach einer Schnittentbindung häufig Probleme mit der Atmung oder erleidet aufgrund der Operation kleine Schürf- oder Schnittwunden. Gelegentlich bleiben längerfristig Lungenprobleme bestehen. Zuletzt können auch die verabreichten Schmerz- und Beruhigungsmittel Komplikationen hervorrufen. Neben den typischen Neben- und Wechselwirkungen können sich beim Kind vorübergehend Schläfrigkeit und Atemprobleme einstellen. In seltenen Fällen treten schwere allergische Reaktionen auf.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bei einer Querlage des Kindes sollte immer eine ärztliche Behandlung stattfinden. Dabei ist eine vaginale Geburt kaum möglich, sodass die Patientin auf einen Kaiserschnitt angewiesen ist. Nur dadurch kann das Kind überleben. In den meisten Fällen wird die Querlage schon bei den regelmäßigen Untersuchungen durch den Frauenarzt erkannt, sodass ein zusätzlicher Besuch beim Arzt zur Diagnose nicht mehr notwendig ist.

Aus diesem Grund sollten solche Untersuchungen während der Geburt immer durchgeführt werden, um die Querlage schon früh zu erkennen und bei der Geburt entsprechend einen Kaiserschnitt einzuleiten. Weitere Komplikationen treten dabei nicht mehr auf, wenn die Unregelmäßigkeit schon früh erkannt wird. Im schlimmsten Falle kann die Gebärmutter der Frau bei der Geburt aufgrund der Querlage vollständig zerreißen. In einigen Fällen leiden die betroffenen Frauen auch an Schmerzen, wobei diese allerdings nur selten vorkommen.

Durch eine entsprechende Behandlung im Krankenhaus während der Geburt werden Komplikationen vermieden, sodass auch die Lebenserwartung der Mutter und des Kindes nicht negativ beeinflusst wird.

Behandlung & Therapie

Eine frühzeitige Entbindung, also vor dem Einsetzen der Wehen, mittels Kaiserschnitt bietet einen sicheren Ausweg aus der lebensbedrohlichen Lage. Ist die Querlage auf zu viel Freiraum im Mutterleib zurückzuführen, kann der Eingriff noch verzögert werden, bis die Wehen einsetzen. In manchen Fällen richtet sich das Kind dabei doch noch in die Schädellage aus, weshalb eine reguläre Kopfgeburt möglich wird.

In jedem Fall sollte aber ein operativer Eingriff vorbereitet werden, um schnellstmöglich auf die Entwicklungen reagieren zu können. Sind eine erhöhte Fruchtwassermenge oder eine ausgedehnte Gebärmutter für die Querlage verantwortlich, kann ein erfahrener Geburtshelfer eine äußere Wende versuchen. Hierbei wird das Kind durch die Bauchdecke erfasst mit dem Ziel, es zu einer Rolle zu veranlassen.

Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die 37. Schwangerschaftswoche beendet wurde und sich das Kind in einem guten gesundheitlichen Zustand befindet. Zudem darf keine Fehllage des Mutterkuchens vorliegen und ein Kaiserschnitt muss weiterhin möglich sein. Bei Zwillingsgeburten kann versucht werden, den zweiten Zwilling direkt nach der Entbindung des ersten am Fuß zu erfassen und zu drehen, um eine vaginale Geburt doch noch möglich zu machen.

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Schon bei gynäkologischen Untersuchungen im Vorfeld einer Schwangerschaft lässt sich feststellen, ob Fehlbildungen der Gebärmutter oder Plazenta vorliegen, die zu Risikofaktoren werden können. Auch die frühzeitige Entdeckung und Entfernung von Tumoren des kleinen Beckens mindert die Gefahr einer Querlage.

Hat eine Frau schon mehrere Kinder geboren, sollte das Risiko einer Ausdehnung der Gebärmutter ebenfalls bedacht werden. Aber auch Frauen, bei denen Komplikationen wahrscheinlich sind, müssen nicht zwangsläufig ihren Kinderwunsch aufgeben. Durch die professionelle Anwendung eines Kaiserschnitts besteht heute für Mutter und Kind keine akute Lebensgefahr mehr.

Nachsorge

Nach einer Querlage und der Geburt richtet sich die Notwendigkeit und der Umfang der Nachsorge nach der Entbindung selbst. Konnte die Lage korrigiert werden und wurde das Kind auf natürlichem Wege geboren, sind entsprechende Nachsorgetermine beim behandelnden Gynäkologen einzuhalten. War ein Kaiserschnitt erforderlich, da es nicht die Möglichkeit der Lagekorrektur gab, so ist die Operationsnarbe zu kontrollieren und die ordnungsgemäße Abheilung dieser sicherzustellen.

Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit der häuslichen Hebamme und dem Gynäkologen. Besonderheiten wie Narbenschmerzen oder eine schlechte Heilung können so rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden. Welche Behandlung im individuellen Fall als notwendig erscheint, ist sehr unterschiedlich. Im Idealfall gestaltet sich die Nachsorge bei einer Querlage wie nach einer natürlichen oder einer Kaiserschnittgeburt und es sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich.

Bei einem speziellen Kaiserschnitt ist unter Umständen eine längere Nachsorge- und Kontrollzeit vorgesehen. Außerdem kann es bei Folgegeburten notwendig sein, wieder einen Kaiserschnitt durchzuführen. Auch für das Kind sind bei einem normalen Geburtsverlauf und einer bekannten Querlage keine besonderen Nachsorgemaßnahmen erforderlich, außer der üblichen Vorsorgeuntersuchungen und eventuell die Betreuung durch eine Hebamme, die Wöchnerin und Baby nach der Geburt zuhause betreut.

Das können Sie selbst tun

Wenn bei Ultraschalluntersuchungen ab der 35. Schwangerschaftswoche eine Querlage des Kindes festgestellt wird, besteht immer noch die Möglichkeit, dass sich dessen Lage wieder von allein normalisiert. Ist dies nicht der Fall, kann mit der Unterstützung eines professionellen Teams, welches aus einem Arzt und Geburtshelfer besteht, eine äußere Wendung versucht werden. Das muss die werdende Mutter jedoch wollen, da ansonsten eine solche Wendung nicht gelingt.

Die Schwangere muss allerdings jederzeit auch auf eine Geburt mit Kaiserschnitt vorbereitet sein. Bei Erstgeburten ist es in Deutschland unter diesen Bedingungen Standard, einen Kaiserschnitt durchzuführen. Für die werdende Mutter gibt es jedoch vorher noch andere Möglichkeiten, das Baby eventuell zu einer Lageveränderung zu animieren.

Dazu wird die Tatsache ausgenutzt, dass das ungeborene Kind bereits auf äußere Reize reagiert und sich mit seinem Kopf in Richtung dieses Reizes bewegt. Deshalb ist eine bewusste Kontaktaufnahme mit dem Kind notwendig, indem unter anderem zum Baby hingeatmet und mit ihm kommuniziert wird. Des Weiteren können der Lichtstrahl einer Taschenlampe von den Rippen nach unten geführt und akustische Reize etwa durch Klangkugeln in den Hosentaschen erzeugt werden. Das ungeborene Kind wendet sich zum äußeren Reiz und wird möglicherweise zur Drehung animiert. Schwimmen kann auch helfen, weil dadurch die Spannung im Bauch abnimmt und sich das Baby besser bewegen kann.

In der 34. SSW meiner zweiten Schwangerschaft liegt mein Baby in Querlage. Weil ich selbst nur Kopflage oder Steißlage kannte, war ich überrascht, als die Ärzte mir mitteilten, dass das bis zur Geburt so bleiben könnte und ich dann einen Kaiserschnitt bräuchte.

Wenn Du auch schon in die letzten Wochen der Schwangerschaft gehst und Dein Baby in Querlage liegt, interessiert Dich bestimmt, was das genau bedeutet, welche Gründe das haben kann und welche Entscheidungen Du eventuell noch treffen musst. Ich habe all das recherchiert und hier für Dich zusammen gefasst.

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Was bedeutet Querlage beim Baby?

Eine Querlage beim Baby ist eine Lage-Anomalie, die eine natürliche Geburt ausschließt. Genauer gesagt bedeutet das, dass Kopf und Steiß auf derselben Höhe quer im Bauch liegen. Das passiert in den frühen Schwangerschaftswochen noch recht häufig, weil im Bauch noch sehr viel Platz ist. Wenn der Platz langsam weniger wird, drehen sich die allermeisten Babys in Kopflage, also mit dem Kopf ins Becken und damit in die richtige Geburtsposition.

Etwa 3-4% der Kinder drehen sich mit dem Kopf nach oben, sodass sie mit den Füßen (Fußlage) oder dem Popo (Steißlage) zuerst geboren werden. Bei Kopflage, Fußlage und Steißlage spricht man von einer Längslage.

Im Gegensatz zu Kopf- und Steiß- bzw. Fußlage ist bei einer Querlage eine natürliche Geburt nicht möglich bzw. zu riskant. Denn quer passt das Kind natürlich nicht durch den Geburtskanal. Und selbst, wenn es sich mit den ersten Eröffnungswehen noch mit dem Kopf nach unten dreht, ist die Gefahr hoch, dass z.B. der Arm im Weg liegt (Armvorfall), die Schulter sich einkeilt oder die Gebärmutter reißt – und körperliche Schäden bei Mutter und / oder Kind während der Geburt entstehen.

Bei einer Querlage zu Geburtsbeginn ist darum ein Kaiserschnitt indiziert. Die Häufigkeit von Babys in Querlage in der 40. SSW liegt bei weniger als 0,6%. Es kommt also sehr selten vor.

Neben der Querlage gibt es noch eine sogenannte Schräglage. Dabei liegt das Baby nicht in einer Längslage (Kopf oben oder unten), man kann Kopf und Po seitlich ertasten – aber entweder Kopf oder Po sind etwas höher, also nicht waagerecht auf einer Linie. Bei der Schräglage stehen die Chancen noch besser, dass das Baby sich im Laufe der letzten Schwangerschaftswochen in die richtige Position bringt.

In den späteren Schwangerschaftswochen wirkt sich die Querlage auch auf Deine Bauchform aus. So ist der Fundusstand, also der höchste zu ertastende Punkt Deiner Gebärmutter, meist etwas tiefer als sonst in der entsprechenden Schwangerschaftswoche üblich. Dafür hat Dein Babybauch dann seitlich eine stärkere Ausdehnung.

Auch an den Kindsbewegungen kannst Du die Querlage spüren. Wenn Dein Baby sich streckt, spürst Du das rechts und links, weil Kopf und Po an den Seiten anstoßen. Auf diese Weise kannst Du selbst immer sehr gut erspüren oder ertasten, ob Dein Baby weiterhin in Querlage liegt, oder sich schon gedreht hat.

Gut zu wissen: Senkwehen gibt es auch bei Querlage oder Schräglage, denn sie werden nicht vom Druck des Köpfchens, sondern von Hormonen ausgelöst. Allerdings senkt sich der Bauch wahrscheinlich nicht ganz so weit, weil das Kind ja nach wie vor quer liegt und nicht ins Becken rutschen kann.

Warum liegt mein Baby in Querlage?

Warum genau Dein Baby nun quer liegt, kann natürlich niemand mit Sicherheit sagen. Es gibt allerdings einige Faktoren, die als mögliche Ursachen gelten. Zunächst einmal muss der Platz dafür im Bauch vorhanden sein.

Ursachen für die Querlage des Babys:

  • sehr viel Fruchtwasser in der Fruchtblase ist (Polyhydramnion)
  • die Plazenta sehr tief liegt versperrt den Raum im kleinen Becken (Plazenta Praevia)
  • das vorherige Baby sehr groß war und die Gebärmutter stark gedehnt wurde
  • viele Vorschwangerschaften vorliegen
  • ein Myom oder andere Fehlbildungen (z.B. Tumor) im kleinen Becken den Platz einschränken
  • eine Zwillings- oder Mehrlingsschwangerschaft vorliegt
  • Asymmetrie der Uterus-Bänder
  • verdrehte Uterusbänder oder Beckenbodenmuskulatur, z.B. durch Sturz
  • fetale Fehlbildungen
  • enges Becken

Auch kommt es vor, dass das Baby sich nicht richtig drehen kann, weil z.B. die Nabelschnur zu kurz oder um den Hals gewickelt ist. Das lässt sich auf dem Ultraschall leider nicht erkennen.

Wenn die Bauchdecke durch Vorschwangerschaften oder eine schwache Muskulatur zu dehnbar ist, kann es sinnvoll sein, einen Bauchgurt bzw. Bauchband für Schwangere zu tragen oder den Bauch regelmäßig einzubinden. Mit einem Schwangerschaftsgurt gibst Du dem Bauch und dem Bindegewebe mehr Halt und Deinem Baby weniger Platz.

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Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit einer Querlage beim zweiten Baby drei Mal so hoch wie beim ersten, nach mindestens vier Schwangerschaften sogar zehn Mal so hoch. Allerdings ist es auch normal, dass sich Kinder in der ersten Schwangerschaft viel früher in die Schädellage als Startposition für die Geburt begeben als in einer Folgeschwangerschaft.

Querlage Baby – wie lange ist normal?

Bis zur 28. Schwangerschaftswoche liegen noch bis zu 10% der Babys in Querlage. Darum werden in dieser Woche die Ärzte auch sicherlich nicht besorgt sein. In den allermeisten Fällen dreht sich Dein Baby in den kommenden zehn Wochen noch von selbst.

Nach der 36. SSW sind es nur noch etwa 3% der Babys, die in Querlage liegen. Und obwohl man manchmal denkt, der Platz wäre dann zu gering, können sich Kinder bis zur Geburt drehen, sogar mit den ersten Wehen noch.

Wenn Du also ein Querlage-Baby in der 38. Schwangerschaftswoche hast, bedeutet das nicht, dass das bis zur Geburt so bleiben muss. Auch in der 39. SSW oder 40. SSW kann sich Dein Baby noch in die richtige Position bringen.

Etwa 80% der Babys in Querlage drehen sich noch vor der 37. SSW.

Wichtig zu wissen: Blasensprung Solange Dein Baby in Querlage liegt, ist ein Blasensprung immer mit dem Risiko eines Nabelschnurvorfalls verbunden. Deshalb solltest Du, egal ob schon Wehen eingesetzt haben oder es sich um einen vorzeitigen Blasensprung handelt, immer liegend in die Klinik transportiert werden.

Was kann ich tun bei Querlage-Baby?

Zunächst einmal ist eine Querlage beim Baby kein Grund zur Panik. Normalerweise schlagen die Ärzte etwa ab der 34. SSW Alarm, sodass Du noch genug Zeit hast, gegenzusteuern. Wenn es keine anatomischen Gründe beim Baby gibt, die einer Drehung entgegen stehen, hast Du sehr gute Chancen, Dein Kind noch zu einer Längslage zu bringen.

Zunächst solltest Du versuchen, mit intensiven Übungen die Querlage zu beheben. Das kannst Du in Eigenregie tun und es ist völlig ungefährlich. Daneben gibt es verschiedene Therapieformen, die helfen können. Auch alternative Medizin und kleinere Tricks könnten wirken.

Erst, wenn all das nichts gebracht hat, solltest Du darüber nachdenken, ob Du eine von den Ärzten wahrscheinlich empfohlene Äußere Wendung vornehmen lassen möchtest.

Übungen bei Querlage

Es gibt zwei Inversions-Übungen, die Du zusammen mit Dehnübung und Hüftöffner-Übungen an einem Tag intensiv und ausgedehnt durchführen kannst. Das soll das Baby zur Drehung anregen.

  1. Die Eisbärin: Dazu solltest Du mindestens ein bequemes Kissen haben und eine Yogamatte oder einen Teppich nutzen. Arme und Kopf liegen möglichst bodennah, ggf. auf dem Kissen auf. Dein Po streckt sich möglichst weit nach oben, die Hüfte ruht über dem Knie. Halte diese Position möglichst lange (10-30 Minuten) und wiederhole sie mehrmals täglich.
  2. Schulterbrücke / Indische Brücke: Auch bei dieser Stellung geht es darum, die Hüfte möglichst hoch zu bringen, während die Schulter- und Kopfpartie tief liegt. Nur drehst Du Dich diesmal auf den Rücken. Stell Deine Füße unter den Knien auf und hebe Dein Becken möglichst weit nach oben. Halte die Position, so lange Du kannst und wiederhole sie mehrmals täglich.Unmittelbar nach diesen beiden Inversionslagen kannst Du versuchen, das Baby mit Wärme und Kälte in die richtige Position zu „locken“: Lege ein nasses, kaltes Geschirrtuch, eventuell aus dem Gefrierfach, oberhalb des Köpfchens auf Deinen Bauch. Also auf die Seite, von der sich das Baby wegbewegen soll. Gleichzeitig legst Du und etwas Warmes nach unten, auf die Seite, wo das Köpfchen hin soll. Aber Achtung: Gefriere oder verbrühe nicht Deine Haut!Gleichzeitig solltest Du durch Übungen versuchen, Dein Becken zu öffnen und zu stabilisieren, um Dem Baby Raum zu machen:
  3. Extreme Seitenlage / Dehnung: Leg Dich flach auf Den Rücken. Nimm dann ein Knie über den anderen Fuß und dehne es möglichst weit in Richtung Boden. Diese Übung sollte Spannung erzeugen, aber nicht weh tun.
  4. Übungen zur Stärkung des Beckenbodens
  5. Hüftöffner-Übungen aus dem Yoga

Sollten die Übungen ihre Wirkung erzielt haben und Dein Baby hat sich gedreht, macht es Sinn, die neue Position für einige Tage zu stabilisieren, sodass es nicht zurück in die Querlage rutscht. Dazu kannst Du einen Bauchgurt tragen oder den Bauch mit einem dicken, elastischen Verband einbinden. Das wird z.B. in Japan bei jeder Schwangeren gemacht. Außerdem solltest Du Dich viel in der Aufrechten bewegen, z.B. bei Spaziergängen, Tänzen oder Gymnastikübungen. So rutscht Dein Kind hoffentlich weiter ins Becken. In den Tagen nach der Drehung darfst Du außerdem keine Inversions-Übungen mehr durchführen.

Chiropraktiker / Craniosakral-Therpaie

Es gibt Therapeuten, die auf die Behandlung des Beckens in der Schwangerschaft spezialisiert sind. So können sich asymmetrische Uterusbänder, -muskeln oder knöcherne Strukturen wieder richtig ausrichten.

Moxen

Als Moxen, Moxibustion oder Moxa-Therapie bezeichnet man eine Therapie aus der chinesischen Medizin. Dabei werden die Akkupunkturpunkte an der Fußsohle mit einem Beifuß-Stäbchen erwärmt. Moxen solltest Du in der 34. / 35. SSW für etwa 20 Minuten pro Tag versuchen.

Akkupunktur

Auch direkte Akkupunktur kann helfen, Fehlstellungen der Gebärmutter, Uterusbänder oder Knochenstrukturen zu beheben, sodass sich das Kind drehen kann.

Homöopathie

Manchen hilft auch die klassische Homöopathie gegen Fehlstellungen und andere Ursachen, die einer Drehung im Weg stehen.

Kontakt zum Baby

Was für einige vielleicht abgehoben klingt, ist für andere eine sichere Wahrheit: Als Mutter stehst Du im besten und unmittelbaren Kontakt mit Deinem Baby. Es kann also nicht schaden, laut oder innerlich mit ihm zu sprechen und es zu einer Drehung anzuregen.

Aufarbeitung der ersten Geburt

Denkbar wären auch psychische Faktoren auf Deiner Seite, deren Lösung auch die Muskulatur der Gebärmutter beeinflusst. Gemeint sind damit meist Erlebnisse aus der Schwangerschaft oder vorherigen Geburt. Sprich über Ängste und Frustration, die Dich vielleicht belasten – und warte ab, ob etwas passiert.

Schwangerschaftsgürtel

Ein Schwangerschaftsgürtel kann lockeres Bindegewebe stützen und so den Uterus aufrecht halten, sodass sich auch das Baby aufrichten kann. Zudem hilft der Schwangerschaftsgurt vielen Müttern bei Rücken- und Beckenschmerzen. Achte darauf, dass der Gurt nicht nur über den unteren Bauch gespannt wird, sondern vor allem die oberen Regionen komprimiert und stützt.

Äußere Wendung

Als letzter Versuch, dass sich Babys vor der Geburt drehen, wird von Ärzten meist zu einer Äußeren Wendung geraten. Diese wird von einer Fachperson von außen mit zwei Händen durchgeführt und führt in etwas mehr als 60% der Fälle zu einer erfolgreichen Drehung. Sie gelingt am besten, wenn Ursache zu viel Fruchtwasser oder zu viel Platz sind.

Allerdings ist die Äußere Wendung nicht gerade unumstritten. Denn dabei kann es zu Komplikationen kommen, die einen sofortigen Notkaiserschnitt notwendig machen. Deshalb wird die Äußere Wendung auch nur unter Überwachung in der Klinik durchgeführt.

Letztlich musst Du also entscheiden, ob Du lieber dieses Risiko eingehst, oder noch abwarten willst – mit der Option, dass trotzdem ein Kaiserschnitt durchgeführt werden muss.

Kaiserschnitt

Wegen des Risikos eines Nabelschnurvorfalls wird ein Kaiserschnitt bei Querlage häufig geplant und einige Zeit vor dem errechneten Entbindungstermin angesetzt. Alternativ könnte man warten, ob sich Dein Baby mit den ersten Wehen von selbst in die richtige Position bringt.

Fazit: Querlage kein Grund zur Panik

Denn es kommt sehr selten vor, dass sich bis zum Geburtstermin nichts tut. Wenn das aber der Fall ist, ist ein Kaiserschnitt meist unumgänglich – es sei denn, das Baby dreht sich mit den Geburtswehen noch. Um natürlich geboren zu werden, muss ein Baby sich immer in eine Längslage begeben.

Der Nabelschnurvorfall ist ein Phänomen, das vielen Schwangeren große Angst macht. Das ist verständlich, schließlich kann der Nabelschnurvorfall eine Behinderung oder sogar den Tod des ungeborenen Babys bedeuten. Doch mach Dich jetzt nicht verrückt: Ein Nabelschnurvorfall ist zwar gefährlich, aber sehr selten. Erfahre hier, was bei einem Nabelschnurvorfall passiert und was im Ernstfall zu tun ist.

Inhalt

Was ist ein Nabelschnurvorfall?

Von einem Nabelschnurvorfall spricht man, wenn die Nabelschnur vor das Baby rutscht. Das kann unter der Geburt oder bei einem vorzeitigen Blasensprung passieren. Durch das Gewicht des Babys kann die Nabelschnur abgeklemmt werden, die das Baby mit Sauerstoff, Nahrung und Blut versorgt.

Manche Babys haben ihren Kopf auch kurz vor der Geburt noch nicht ins Becken abgesenkt, sondern befinden sich noch ein wenig weiter oben. Bei mir bzw. meinem Sohn war dies beispielsweise der Fall, weil er die komplette Schwangerschaft auf meinem Schambein lag. Wenn die Fruchtblase dann platzt, fließt eine große Menge Fruchtwasser ab — weil der Kopf des Babys ja durch seine erhöhte Lage nicht wie ein Stöpsel funktioneren kann. In diesen Fall kann eventuell auch die Nabelschnur nach unten vor das Baby gespült werden. Einsetzende Wehen verstärken den Druck auf die Nabelschnur zusätzlich.

Was sind die Anzeichen eines Nabelschnurvorfalls?

Der Arzt oder die Hebamme können einen Nabelschnurvorfall meist leicht feststellen, da die pulsierende Nabelschnur vor dem Baby im Geburtskanal tastbar ist. Wenn die Untersuchung kein eindeutiges Ergebnis liefert, führt der Arzt bei ausreichend geöffnetem Muttermund eine Fruchtwasserspiegelung durch. Da das Baby keinen Sauerstoff mehr erhält, sinkt die Herzfrequenz ab und der Puls verlangsamt sich.

Was sind die Folgen eines Nabelschnurvorfalls?

Der Nabelschnurvorfall zählt zu den gefährlichsten Geburtskomplikationen und kann im schlimmsten Fall zum Tod des Babys führen. Durch den Druck auf die Nabelschnur verschlechtert sich die Versorgung mit Sauerstoff und Blut. Wenn die Versorgung nur eine Zeit lang unterbrochen ist, kann auch dies zu schweren Schädigungen führen. Sind keine Herztöne des Kindes mehr hörbar, wird meist eine Reanimation des ungeborenen Babys in der Gebärmutter mithilfe von Medikamenten durchgeführt.

Was tun bei einem Nabelschnurvorfall?

Mein Arzt hat mir bereits etwa 8 Wochen vor der Geburt gesagt, dass ich unbedingt liegend ins Krankenhaus transportiert werden muss, falls meine Fruchtblase vorzeitig platzen sollte. Das heißt, dass ich auf jeden Fall einen Krankenwagen hätte rufen müssen.
In der liegenden Position wird nämlich weniger Druck durch das Baby auf die Nabelschnur ausgeübt und es kann bestenfalls noch weiter durch die Nabelschnur versorgt werden.
Im Krankenhaus angekommen, versucht der Arzt zunächst, den Druck auf die Nabelschnur durch Hochschieben und Halten des Babys zu verringern. Anschließend führt er einen Notkaiserschnitt durch, da eine normale Geburt durch den Geburtskanal nicht mehr möglich ist.

Wann besteht ein erhöhtes Risiko?

Nabelschnurvorfälle kommen eher bei Babys in Beckenendlage, in Steiß- oder Querlage vor, die sich (noch) nicht mit dem Kopf nach unten gedreht haben. Sie liegen schräg, quer oder mit den Füßen voran im Bauch. Eigentlich logisch, da sie aufgrund der falschen Lage ja nicht richtig im Becken liegen und dadurch die Nabelschnur leichter am Baby vorbei zum Geburtskanal gespült werden kann. Oder die Nabelschnur befindet sich durch die falsche Lage noch unterhalb des Babys. In diesem Fall kann das Baby durch den plötzlichen Sog des Fruchtwassers in das Becken und damit auf die Nabelschnur gezogen werden. Auch bei Babys mit sehr kleinem Kopf (beispielsweise Frühchen) kann die Nabelschnur schneller vor das Köpfchen rutschen. Bei Mehrlingsgeburten tritt der Nabelschnurvorfall ebenfalls häufiger auf, außerdem auch bei einer sehr tief sitzenden Plazenta.

Wie häufig kommt es zu einem Nabelschnurvorfall?

Auch wenn sich Dein Baby noch nicht ins im Becken abgesenkt hat und Deine Fruchtblase vorzeitig platzt, muss das nicht bedeuten, dass sich die Nabelschur vor Dein Baby geschoben hat und Dein Baby in Gefahr ist. Die Ärzte können im Krankenhaus erfühlen, ob die Nabelschnur tatsächlich vor Deinem ungeborenen Baby liegt oder nicht. Die Häufigkeit des Nabelschnurvorfalls beträgt nur etwa 0,3 % unter allen Geburten in Deutschland, ist also wirklich sehr sehr gering.

Ich muss sagen, dass ich mich (Gott sei Dank) gar nicht so genau informiert habe, was es bedeutet, dass mein Sohn bis zur Geburt nicht richtig tief in meinem Becken saß. Die Folgen des Nabelschnurvorfalls sind ja wirklich beängstigend! Bitte verfalle aber nicht in Panik, falls Dein ungeborenes Baby auch noch nicht richtig liegt. Denn das bedeutet noch lange nicht, dass es tatsächlich zu einem Nabelschnurvorfall kommt!

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