Knoblauch in der ss

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Ernährung in der Stillzeit

Die gute Nachricht zuerst: Rohmilchkäse, Sushi und Räucherlachs, ein halbrohes Steak dürfen Sie wieder geniessen, da nun Toxoplasmose oder Listeriose keine Gefahr mehr für Ihr Baby darstellen.

Mehr essen oder weniger?

Eine spezielle Diät während der Stillzeit ist nicht notwendig. Aber wie bereits während der Schwangerschaft sollten Frauen in der Stillzeit auf eine besonders ausgewogene und hochwertige Nährstoffzufuhr achten. Durch das Stillen werden Sie reichlich Kalorien verbrennen, ca. 500 kcal mehr pro Tag. Ein gesunder Appetit ist also völlig in Ordnung. Denn Stillen ist schwere körperliche Arbeit! Nicht zuletzt wird die Qualität der Muttermilch auch durch die Ernährung der Mutter beeinflusst.

Es ist trotzdem wichtig, nur seinem Hungergefühl zu folgen und nicht rein vorsorglich mehr zu sich zu nehmen. Unterernährung wie auch Überernährung verringert die Milchproduktion – und das sollte vermieden werden.

Wenn gleichmässig über den Tag verteilt kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel wie Brot, Kartoffeln, Teigwaren und Früchte gegessen werden, trägt dies zu einem stabilen Blutzuckerspiegel bei. Es wird empfohlen, Vollkornprodukte zu bevorzugen, da diese gegenüber raffinierten Stärkeprodukten mehr Nahrungsfasern, Vitamine und Mineralstoffe enthalten und ausserdem die Verdauung auf Trab bringen.

Welche Lebensmittel sind wichtig und was verträgt das Baby gut?

Die Gemüsesorten Möhren, Brokkoli, Fenchel und Spinat sowie die Obstsorten Apfel, Bananen, Trauben, Aprikosen und Mango werden meist gut vom Baby vertragen. Den späteren Geschmack des Kindes kann man beim Stillen ein wenig beeinflussen. Kinder essen bestimmte Obst- und Gemüsesorten lieber, wenn die Mutter sie bereits während der Stillzeit häufiger zu sich genommen hat.

Mit welchen Lebensmitteln sollte man in der Stillzeit vorsichtig sein? Welche Nahrungsmittel können beim Kind Blähungen (Koliken), Unruhe oder andere Unverträglichkeiten auslösen? Lesen Sie hier…

Dreimal in der Woche sollten fettarmes Fleisch oder Fleischwaren auf dem Speisezettel stehen. Sie liefern Proteine, Zink, Eisen und B-Vitamine. Für den kleinen Hunger zwischendurch sollten Sie zu leichten Zwischenmahlzeiten wie Früchten, Joghurt oder Vollkornprodukten greifen. Mit der Auswahl von Milchprodukten wird zusätzlich der erhöhte Bedarf an Proteinen und Kalzium abgedeckt.

Obwohl der Fettbedarf während der Stillzeit nicht erhöht ist, lohnt es sich, das Augenmerk auf eine qualitativ hochwertige Fettzufuhr zu richten. Die essentiellen Fettsäuren – insbesondere Omega-3-Fettsäuren – sind beim Baby für die Entwicklung des Nervensystems und somit auch des Gehirns nötig und beeinflussen die Funktion der Leber, die Augennetzhaut sowie das Immunsystem des Kindes positiv. Basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen empfiehlt die European Food Standard Agency (EFSA) deshalb zwei Portionen fetthaltigen Seefisch, d.h. Makrele, Lachs, Hering, pro Woche zu essen. Mit dem Einsatz von hochwertigem Öl, wie z.B. Rapsöl, kann der Bedarf ergänzt werden.

Meeresfische wie Hering oder Lachs liefern ausserdem Jod. Dieses essentielle Spurenelement spielt eine wichtige Rolle für die körperliche und geistige Entwicklung des Babys. Aber auch die Mutter profitiert davon. Denn in Mitteleuropa ist Jodmangel weit verbreitet, auch bei ansonsten guter Ernährung. Deshalb sollten Frauen nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch in der Stillzeit zusätzlich Jodid zu sich nehmen, z.B. durch jodiertes Kochsalz oder in Tablettenform (täglich zwischen 230 und 260 Mikrogramm Jodid). Das empfehlen Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Vegetarisch oder vegan – geht das?

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, sich während der Stillzeit vegetarisch zu ernähren. In diesem Fall ist es jedoch erforderlich, dass die Mutter sich intensiv mit der richtigen Zusammenstellung der Nahrungsmittel beschäftigt. Sie sollte besonders darauf achten, dass es zu keinem Mangel an Eiweiss und Eisen kommt. Sich während der Stillzeit vegan zu ernähren, ist dagegen nicht zu empfehlen. Jahrelange strenge Veganerinnen leiden oftmals unter einem Vitamin B12-Mangel. Kann dieses Vitamin mit der Muttermilch somit nicht weitergegeben werden, sind bleibende neurologische Schäden bei dem Säugling zu befürchten.

Was hemmt und was fördert die Milchbildung?

Bestimmte Nahrungsbestandteile wirken hemmend auf die Milchbildung. Dazu gehören Kräuter wie Petersilie, Salbei oder Pfefferminze (auch in Form von Tee).

Förderlich dagegen sind Kreuzkümmel, Anis, Kümmel, und Fenchelsamen, die sich auch in den so genannten Milchbildungstees finden, ausserdem Ingwer, Koriander Kardamom, Kurkuma, Paprikapulver und Sternanis. Diese Gewürze lassen sich sogar gezielt einsetzen, wenn Ihr Baby unter Blähungen leidet. Die Milchbildung können Sie anregen mit sogenannten Stillkugeln, hochkalorischen Energielieferanten, die Sie einfach selbst herstellen können.

Die richtigen Getränke für stillende Mütter

Selbstverständlich müssen Sie als stillende Mutter reichlich trinken. Welche Getränke besonders zu empfehlen und welche eher ungünstig sind, erfahren Sie hier.

Und bitte verzichten Sie Ihrem Baby zuliebe auf Zigaretten und Drogen. Babys von Raucherinnen haben ein vielfach erhöhtes Risiko für den plötzlichen Kindstod (SIDS) und Atemwegserkrankungen.

Linksammlung „Stillen“

Häufige Fragen zum Thema

Wie lange dauert es, bis sich meine Nahrung in der Muttermilch bemerkbar macht?

Unser Sohn hat Neurodermitis. Sollte ich während des Stillens auf Kuhmilch in meiner Ernährung verzichten?

Habe ich zuwenig Milch?

Darf ich stillen und gleichzeitig eine Diät machen?

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Muttermilch mit Geschmack

Gefährliche Schlankheitsmittel aus dem Internet

Muttermilch besser mit Bio-Ernährung

Newsticker

Knoblauch in der Muttermilch | 26.11.2016

Noch recht wenig ist bekannt, welchen Einfluss die Nahrung der stillenden Mutter auf die Ernährungsprägung der Säuglinge hat. Man nimmt heute an, dass Kinder diese Geschmäcker dann im späteren Leben bevorzugen, weil sie an Kindheitserlebnisse erinnern, vor allem an gute. Viele Aromastoffe werden jedoch im Körper so stark verändert, dass sie nur noch wenig mit dem typischen Geschmack des Ausgangsprodukts zu tun haben. Zum Beispiel ändern Fischöl und Stilltee das Aromaprofil der Muttermilch nicht, während Eukalyptuskapseln (gegen Erkältungskrankheiten) deutlich herauskommen. Die Forscher vermuten, dass der Körper der Mutter eine Schutzfunktion übernimmt, indem er nicht alle Inhaltsstoffe der Nahrung zum Säugling durchlässt. Knoblaucharomen jedenfalls scheinen den Appetit anzuregen, wie in einer anderen Studie an Säuglingen gezeigt wurde. Sie tranken mehr Milch, wenn die Mutter Knoblauch gegessen hatte.

Stillen mit Chräbeli: Anis-Guetzli sind für Stillende die perfekte Advents-Nascherei. Denn Anis regt die Milchbildung an und lindert Krämpfe. Anis und Sternanis lassen sich aber nicht nur in Weihnachtsgebäck verarbeiten, auch in herzhaften Gerichten wie mit Fisch, Gurken und Rotkraut kommt eine Anisnote gut zur Geltung. Zwar ist der Geschmack nicht jedermanns Sache, aber die Wirkung ist erwiesen: Das in Anis enthaltene ätherische Anethol lindert Bauchkrämpfe, Blähungen und beim Baby die Dreimonatskoliken. Fettige Speisen werden durch Anis bekömmlicher. Bei trockenem Husten hilft es, heissen Anistee zu inhalieren. Anis und Sternanis sehen zwar völlig unterschiedlich aus – aber der Geschmack ist sehr ähnlich.

Gesunde Ernährung während der Stillzeit

In der Stillzeit ist der Kalorienbedarf mit durchschnittlichen 250 Kalorien mehr pro Tag weiterhin erhöht. Zu bevorzugen sind Lebensmittel mit hohem Nährstoffgehalt und wenigen Kalorien – etwa Obst und Gemüse. Gerade bei Wachstumsschüben des Kindes sind Speisen und Getränke hilfreich, die die Milchproduktion anregen. Auf welche Speisen du besser verzichtest, hängt von eurer individuellen Situation ab.

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Hohe Nährstoffdichte für Mutter und Kind

Stillende Frauen brauchen knapp 700 kcal/Tag zusätzlich zum typischen Kalorienbedarf einer Frau ihres Alters, um genügend Milch produzieren zu können. Da du jedoch vermutlich von den Fettpölsterchen, die während der Schwangerschaft angelegt wurden, zehren kannst, sind zwischen 200 und 300 zusätzliche Kalorien am Tag ausreichend. Wichtig sind vollwertige kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel und gute Fette, wie sie etwa in Rapsöl oder Meeresfischen vorkommen. Den hohen Bedarf an Proteinen, Kalzium und Eisen kannst du im Prinzip mit denselben Speisen decken wie während der Schwangerschaft.

Zitrusfrüchte solltest du zunächst vorsichtig verwenden, da manche Babys darauf mit einem wunden Po reagieren. Blähendes musst du nicht grundsätzlich vom Speiseplan streichen, als Faustregel gilt: Iss, was du selbst gut verträgst. Solltest du jedoch beobachten, dass dein Baby explizit nach Hülsenfrüchten, Zwiebeln, Knoblauch, Vollkornprodukten oder Kohl Verdauungsprobleme hat, empfiehlt es sich natürlich, diese Lebensmittel künftig wegzulassen.

Was riskant und was gut für dein Baby ist

Du solltest wissen, welche Nahrungsbestandteile die Milchbildung hemmen, da du diese später beim Abstillen nutzen kannst, aber während der Stillzeit vermeiden solltest. Es handelt sich um Petersilie, Salbei und Pfefferminze als Kräuter und Tees. Dagegen helfen Kreuzkümmel, Anis, Kümmel, und Fenchelsamen bei der Milchbildung und sind deshalb oft in fertigen Stilltee-Mixturen enthalten. Anregend auf die Milchproduktion und zum Teil auch gegen Blähungen wirken sich Ingwer, Koriander, Kardamom, Kurkuma, Paprikapulver und Sternanis aus.

Vorsicht ist bei unfermentierten Sojaprodukten geboten: Verschiedene Studien wiesen Schädigungen bei Mutter und Baby nach, wenn täglich beispielsweise mehr als 300 Gramm Tofu oder 800 ml Sojamilch konsumiert werden. Weitere Allergene, wie Weizen, Kuhmilch, Nüsse oder Hühnereier, brauchst du nur dann vorsorglich zu meiden, wenn dein Baby allergiegefährdet ist, weil du oder dein Partner bereits unter Allergien leiden.

Stillen soll stressfrei sein

Natürlich wird die Qualität der Muttermilch durch die Ernährung der Mutter beeinflusst. Das heisst aber nicht, dass du monatelang akribisch auf jeden Bissen achten musst. Besonders nach den ersten drei Monaten, in denen der Verdauungstrakt vieler Babys noch unausgereift ist, wirst du das Stillen als entspannte Art, dein Kind zu ernähren, geniessen können. Gesunde Ernährung ist letztendlich für alle Menschen wichtig und wenn du auf eine ausreichende Vitamin-Zufuhr achtest, kommt das deinem Körper ebenso zugute wie dem deines Kindes.

Ingwer in Schwangerschaft und Stillzeit: Was ist erlaubt?

Ingwer kann viel mehr, als Gerichten eine asiatisch-scharfe Note zu verleihen. Die Wurzel hat auch allerlei positive Effekte auf unseren Körper und kann bei unterschiedlichen Beschwerden von Erkältung bis Bauchschmerzen helfen. Verantwortlich für die heilende Wirkung ist das in der Ingwerwurzel enthaltene ätherische Öl Gingerol. Der Stoff soll eine entzündungshemmende, schleimlösende und schmerzlindernde Wirkung haben. Nicht umsonst wurde Ingwer 2018 vom NHV Theoprastus zur Heilpflanze des Jahres gewählt.
Unter den Hausmitteln ist Ingwer ein echter Allrounder. Besonders geschätzt wird er für seine zuverlässige Wirkung gegen Übelkeit. Ist die scharfe Wurzel damit die Rettung für alle werdenden Mamas, die unter Morgenübelkeit leiden?
Ganz so einfach ist es nicht. Denn Ingwer in der Schwangerschaft ist mitunter mit Vorsicht zu genießen. Hier erfahrt ihr, wie Ingwer auf den Körper der Schwangeren wirkt, was es beim Verzehr zu beachten gilt und ob Ingwer in der Stillzeit erlaubt ist.

Ingwer in der Schwangerschaft – ja oder nein?

Vor allem im ersten Trimester, in dem viele Frauen unter Übelkeit und Erbrechen leiden, ist der maßvolle Verzehr von Ingwer, beispielsweise in Form von Ingwertee, bedenkenlos. Die medizinischen Meinungen bezüglich der Verwendung von Ingwer im weiteren Verlauf der Schwangerschaft gehen aber zum Teil auseinander.

Die eine Seite meint: Ingwer hat unter anderem eine durchblutungsfördernde Wirkung. Das heißt, nimmt man zu viel Ingwer zu sich, kann die Wurzel frühzeitige Wehen auslösen. Deshalb finden Vertreter dieser Meinung, dass Schwangere wenn möglich ganz auf Ingwer in der Schwangerschaft verzichten sollten.
Die andere Seite ist überzeugt, dass Ingwer problemlos die gesamte Schwangerschaft über eingenommen werden kann. Zu den Befürwortern von Ingwer in der Schwangerschaft zählt beispielsweise die traditionelle chinesische Medizin.

Wie viel Ingwer in der Schwangerschaft ist erlaubt?

Die Dosierung von Ingwer und somit auch die Darreichungsform sind entscheidend, wenn es darum geht, wie gesund oder schädlich Ingwer in der Schwangerschaft ist. Ingwer in überschaubar geringen Mengen hat bei einer komplikationslosen Schwangerschaft keine Auswirkungen auf Mutter oder Kind.
Eine Tasse Ingwertee am Tag, mit ein paar Scheiben der Knolle, sind kein Problem und der Teelöffel Ingwerpulver im Curry auch nicht. Genauso problemlos sind Ingwerbonbons oder Schokoladen mit Ingwer.

Vorsichtig sein solltet ihr bei Nahrungsergänzungsmitteln mit Ingwer, Ingwer-Tabletten oder Ingwer-Tropfen. Der darin enthaltene Ingwer ist oft viel höher konzentriert als die frische Knolle selbst oder ein paar Flocken im Essen. Sprecht eine eventuelle Einnahme immer mit eurem behandelnden Arzt oder der Hebamme ab.

Lesetipp: Tee in der Schwangerschaft: Das müssen Baldmamas wissen

Im Video: 7 Ernährungsmythen, die jede Schwangere kennen sollte

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Wann sollte man auf Ingwer in der Schwangerschaft verzichten?

Ob und wie viel Ingwer ihr während der Schwangerschaft zu euch nehmen wollt, hängt natürlich auch immer von euch ab. Wer generell eine Abneigung gegen das Gewürz hat, wird wohl kaum in der Schwangerschaft dazu greifen. Auch wer sich nach der Einnahme komisch fühlt oder meint, die Wurzel tue ihm nicht gut, der sollte auch darauf verzichten.
Auch aus medizinischer Sicht gibt es Punkte, die gegen die Einnahme von Ingwer in jeglicher Form sprechen. Dazu zählen:

  • eine Risikoschwangerschaft
  • Blutungen während der Schwangerschaft
  • eine Gerinnungsstörung der Mutter
  • ein empfindlicher Magen

Seid ihr unsicher, ob ihr Ingwer in der Schwangerschaft essen oder trinken dürft, fragt immer bei eurem behandelnden Arzt oder der Hebamme nach.

Wogegen hilft Ingwer in der Schwangerschaft?

Ingwer hilft, wenn einen eine Erkältung plagt, denn er hat eine schleimlösende und entzündungshemmende Wirkung. Er lindert Übelkeit und Erbrechen dank seiner antiemitischen (den Brechreiz unterdrückenden) Wirkung. Er unterstützt die Verdauung, dank seiner anregenden Wirkung auf Magensaft, Speichel- und Gallenbildung und er lindert Kopfschmerzen, dank seiner krampflösenden Wirkung.
Ingwer klingt nach dem perfekten Mittel für schwangere Frauen, weil er so vielseitig einsetzbar, dabei aber ganz natürlich ist. Denn gerade in der Schwangerschaft ist es ratsam, auf jegliche Medikamente zu verzichten und jene, die erlaubt sind, in so geringen Mengen wie möglich zu sich zu nehmen.

Kann Ingwer Wehen fördern?

Während Ingwer im Verlauf der Schwangerschaft nur in kleinen Maßen verzehrt werden sollte, um eine Frühgeburt zu vermeiden, ist er für viele Frauen zum Ende der Schwangerschaft eine wahre Rettung. Denn wenn der errechnete Geburtstermin bereits verstrichen ist und die Ungeduld die werdende Mama kaum noch zur Ruhe kommen lässt, kann der Verzehr von Ingwer die Wehen fördern.
Das liegt an der durchblutungsfördernden Wirkung der kleinen Wunderknolle. Sowohl die Gebärmuttermuskulatur als auch die Darmtätigkeit werden durch die enthaltenen Scharfstoffe stimuliert, was wiederum Wehen anregen und fördern kann.

Darf ich Ingwer während der Stillzeit zu mir nehmen?

Während der Genuss von Ingwer in der Schwangerschaft eingeschränkt werden muss, gilt das nicht für die Stillzeit. Denn Ingwer hat einen durchaus positiven Effekt auf das Stillen bzw. Mama und Baby.
Auf der einen Seite unterstützt Ingwer die Milchbildung bei Mama, was vor allem für Frauen wichtig ist, die selbst nicht ausreichend Milch produzieren. Auf der anderen Seite mildert die Knolle mögliche Blähungen beim Baby. Das enthaltene Gingerol wirkt magen- und darmentspannend.
Und auch im Falle eine Erkältung ist Ingwer das perfekte Mittel für stillende Mamas. Denn auch in der Stillzeit kann nicht jedes Medikament zur Linderung von Symptomen genommen werden. Ingwer aber ist dank seiner Natürlichkeit das ideale Hausmittel.
Es ist übrigens nicht entscheidend, ob stillende Mamas ihren Tee aus frischem Ingwer, losem Tee oder fertigen Teebeuteln machen. Die Wirkung bleibt stets dieselbe.

Frage & Antwort
Ist Petersilie für Schwangere tabu?

Ich habe gehört, dass Petersilie in der Schwangerschaft gemieden werden sollte. Da ich im dritten Monat schwanger bin, bin ich nun verunsichert. Können Sie mich aufklären? (fragt Anna N. aus Hildesheim)

Petersilie ist in jedem Kräutergarten zu finden und eignet sich besonders für die Sommerküche. Doch nicht nur der Geschmack der grünen Blätter, sondern auch die Wirkungen als Heilkraut sind seit Jahrhunderten bekannt. Nun scheinen diese aber in Vergessenheit zu geraten oder Verwirrung zu stiften. Die Hebamme, Autorin und Kräuterexpertin Ingeborg Stadelmann klärt auf: „Petersilie ist ein wunderbares Kraut, das jede schwangere Frau als Gewürz auch benutzen darf. Allerdings könnte es kritisch werden, wenn Schwangere die Petersilienwurzeln konsumieren.“ In denen befindet sich nämlich ein Stoff namens Apiol.

Dieses Apiol ist ein Hauptbestandteil des ätherischen Öls der Petersilie. Es wurde als Abkochung der Petersilienwurzeln bereits im Mittelalter im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe verwendet und kam vor allem bei Menstruationsbeschwerden und ausgebliebener Regelblutung zum Einsatz. Da Apiol die Gebärmuttermuskulatur anregt, wurde es als Tinktur aus Petersiliensamen oder Petersilienwurzeln auch als Mittel zur Abtreibung benutzt. Apiol in zu hohen Dosierungen kann allerdings zu Leber- und Nierenschäden, aber auch zu tödlichen Herzrhythmusstörungen führen, denn wie immer gilt auch hier die alte Paracelsus-Weisheit: „Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.“

Finger weg von Petersilien-Öl

„Meiden sollte man wegen der besonderen Wirkung in der Schwangerschaft vor allem das Öl aus Petersilienfrüchten“, betont Stadelmann. „Denn das darin enthaltene Apiol ist so hoch konzentriert, dass es hochtoxisch und aportiv wirkt.“ Aus diesem Grund würde kein Arzt, keine Hebamme und auch kein Apotheker einer schwangeren Frau dieses Öl zur Anwendung empfehlen. Das Essen der grünen Bestandteile der Petersilie dagegen ist sogar als Salat aus Petersilie, wie beispielsweise im Tabouleh verwendet, unbedenklich. Doch auch Frauen, die solche Petersiliensalate lieben, sollten beim Verzehr Maß halten und diese auch nicht täglich konsumieren.

Übrigens: Der Petersilie werden auch sexuell anregende Eigenschaften zugeschrieben, denn sie ist botanisch mit dem Sellerie verwandt. Aus diesem Grund bekam das grüne, schmackhafte Kraut Namen wie „Stehsalat“ oder „Geilwurz“ verliehen.

Petersilie

Petersilie in der Schwangerschaft

Petersilie hat eine ungewöhnliche Fülle an Vitalstoffen und Spurenelementen, wie z.B. Vitamin B1, B2, C und E sowie Beta-Carotin u.v.m. Mit diesem Fundus an hochwertigsten Vitalstoffen ist es für die Petersilie ein Leichtes, unserem Organismus bei vielen verschiedenen Problemchen zu helfen. Sie hilft bei:

  • Sodbrennen und Aufstoßen
  • steigert das Leistungsvermögen
  • bekämpft Erschöpfungszustände
  • stärkt das Herz
  • löst Cholesterin in den Venen auf
  • unterstützt die Nebennieren
  • baut Knochen und Zahnschmelz auf
  • beugt Geburtsfehlern vor
  • verbessert die Nährstoffaufnahme
  • beseitigt das Völlegefühl im Magen
  • reduziert Entzündungen
  • motiviert die körpereigenen Abwehrkräfte und
  • reguliert das Hormonsystem.

Kann man die Petersilie auch in der Schwangerschaft essen? Die Petersilie können Sie beruhigt weiter als Küchengewürz nutzen, es sei denn, sie merken, dass sie sehr empfindlich darauf wirken. In sehr großen Mengen, d.h., in Mengen, die man üblicherweise nicht isst, kann er auf die Gebärmutter stimmulierend wirken, andere sagen milchproduktionshemmend.

Fehlgeburt durch Petersilie? Faktencheck

Fehlgeburt durch Petersilie: Auf vielen Foren und Webseiten zum Thema Schwangerschaft wird von dem Verzehr von Petersilie in der Schwangerschaft abgeraten, da diese Pflanze bei übermäßigem Genuss Fehlgeburten auslöst. Ist das wirklich so?

Die abortive Wirkung der Petersilie wird bereits im Mittelalter beschrieben. Schaut man sich diese Quellen genauer an, dann wird hier vor allem die Anwendung zum Auslösen einer Blutung beschrieben, also bei ausbleibender Menstruation. Unklar ist, ob diese Wirkung wirklich bestand und in welche Menge dafür notwendig ist.

Apiol als Wirksame Substanz der Petersilie?

Im Mittelalter funktionierte die Medizin sehr gemäß dem Prinzip „Versuch und Irrtum“, wobei Irrtümer deutlich häufiger waren als gelungene Heilversuche. Vor allem wird der Petersilie eine durchblutungsfördernde Wirkung zugeschrieben. Das war aber auch bereits zur Zeit Karls des Großen bekannt und Petersilie wurde daher zur Stärkung der Manneskraft empfohlen. Vermutlich ebenfalls durch die Verbesserung der Durchblutung wird der Petersilie eine Wirkung als Diuretikum nachgesagt, also zur Förderung der Nierenfunktion.

Naturgemäß erfolgte eine wissenschaftliche Untersuchung der Wirkung von Petersilie erst deutlich später. Erst 1715 isolierte der Leipziger Apotheker Heinrich Christoph Link bei der Dampfdestillation von Petersilienöl die Substanz „Apiol“ erstmals.

Die Wirkung und Herstellung der Substanz wurde 1855 von Joret und Homolle beschrieben und als wirksam bei ausbleibender Regelblutung beschrieben1)Joret and Homolle, Jour. Pharm. Chim., 1855, 212.. Von einer abortiven Wirkung war damals nicht die Rede.

Wirkt Apiol abtreibungsfördernd?

Wissenschaftliche Belege aus neuerer Zeit gibt es dafür nicht. In geringen Mengen wurde dem aus der Petersilie gewonnene Apiol eine schwangerschaftsbeendende Wirkung zugeschrieben. Allerdings ist die Dosierung schwierig und offenbar scheint die gewünschte Wirkung (also eine gezielt medikamentös ausgelöste Abtreibung) auch die Gefahr von tödlichen Zwischenfällen zu bedingen2)Edward Shorter, Wopmen’s Bodies: A Social History of Women’s Encouter With Health, III. (New York: Basic Books, 1982) p. 219-220. Mit anderen Worten: Wenn es wirken soll, ist es so giftig, dass es auch tödlich sein kann. Auch in der Gegenwart kam es durch Apiol oder durch die unsachgemäße Verwendung von Petersilie zu Todesfällen.

Darf man als Schwangere Petersilie essen?

Aus den historischen wissenschaftlichen Publikationen ist zu ersehen, dass das Öl der Petersilie und der darin enthaltende Wirkstoff Apiol giftig ist und zum Auslösen von Fehlgeburten führen kann – und zu Todesfällen. Was ist aber, wenn man die Petersilie nur in der Küche verwendet und sei es in höheren Konzentrationen (z. B. in der Petersiliensuppe)?

Auch dazu gibt es nur wenig wissenschaftliche Literatur. Vermutlich nicht, weil sich keiner die Mühe gemacht hat, die Wirkung von Petersillie auf den schwangeren Körper zu untersuchen, sondern weil niemand eine solche Untersuchung als sinnvoll ansah in Anbetracht der Harmlosigkeit von Petersilie als Küchenkraut. Was man findet, ist jedoch erwartungsgemäß beruhigend3)Kryzhanovskaya ES
Effect of flavoring Substances on the Bodies of Pregnant and Nursing Women
Voprosy Pitania 6 (1970), p. 130.

Zusammenfassung

Das Öl der Petersilie enthält Apiol. Dieses kann – in hoher Konzentration – möglicherweise Fehlgeburten auslösen. Allerdings auch nur in Mengen, die generell gesundheitlich schädigend sein können. Von der normalen Verwendung der Petersilie in der Küche muss Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch nicht abgeraten werden.

Noch Fragen?

Dann haben Sie in unserem Kinderwunschforum die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder Fragen an unsere Experten zu richten. Und hier finden Sie die Übersicht über zahlreiche andere Foren von wunschkinder.net.
Die am häufigsten gestellten Fragen haben wir nach Themen geordnet in unseren FAQ gesammelt.

Literatur

1. Joret and Homolle, Jour. Pharm. Chim., 1855, 212.
2. Edward Shorter, Wopmen’s Bodies: A Social History of Women’s Encouter With Health, III. (New York: Basic Books, 1982) p. 219-220
3. Kryzhanovskaya ES
Effect of flavoring Substances on the Bodies of Pregnant and Nursing Women
Voprosy Pitania 6 (1970), p. 130

Unter dem Begriff Kresse werden mehrere Arten von Pflanzen zusammengefasst, darunter die Brunnenkresse, Gartenkresse, Kapuzinerkresse und Winterkresse. Das kleine, anspruchslose Kraut mit dem schönen lateinischen Namen Lepidium sativum gilt als Vitaminbombe und wichtiger Mineralstofflieferant – aber kann man Kresse auch in der Schwangerschaft bedenkenlos essen?

Darf man Kresse in der Schwangerschaft essen?

In der Schwangerschaft sollte auf Kresse aus dem Supermarkt verzichtet werden, da sie sehr anfällig auf Listerien (Bakterien) ist. Unbedenklich ist aber selbst angepflanzte Kresse, da die Listerien bei der Lagerung und Verarbeitung entstehen.

Was steckt in der Kresse?

Bereits im Mittelalter war die Kresse als Heil- und Gewürzpflanze in jedem Klostergarten zu finden. Und auch heute ist sie in der Gemüseabteilung in den Supermärkten vertreten. Die Pflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse, die ihre ursprüngliche Heimat in Vorderasien hat, ist sehr anspruchslos und wird deshalb weltweit angepflanzt.

Vitamin C, Kalzium und Eisen sind die wichtigsten Inhaltsstoffe, daneben gibt es noch eine ganze Reihe an B-Vitaminen.

Grundsätzlich sehr gut für eine schwangere Frau, denn Eisen spielt eine wichtige Rolle bei der Blutbildung, Kalzium hilft bei der Stärkung der Knochen und Zähne und Vitamin C stärkt die Immunabwehr.

Der typische Geschmack und die leichte Schärfe werden übrigens von den enthaltenen Senfölen hervorgerufen. Also abschneiden und rauf auf das Butterbrot, oder?

Nur selbst angepflanzte Kresse für Schwangere

Auch, wenn die Kresse genau die Inhaltsstoffe hat, die man in einer Schwangerschaft dringend braucht, ist unbedingt Vorsicht geboten. Das kleine Kraut ist nämlich sehr anfällig für Bakterien, den sogenannten Listerien.

Diese sind in kleinen Mengen ohnehin in jedem menschlichen Darm zu finden, werden mit dem Stuhl ausgeschieden und sind normalerweise auch kein Problem für den Körper.

Oft finden sie aber einen so guten Nährboden, wie Wasserpfützen oder nicht hygienisch hergestellte Lebensmittel, vor allem Fleisch oder Fischprodukte, auf dem sie sich übermäßig vermehren können. Das kann vor allem kleinen Kindern, Schwangeren und älteren Menschen zum Verhängnis werden.

Auch die Kresse ist anfällig für diese Listerien, wenn man beim Aussäen und Lagern nicht hygienisch sauber arbeitet. Deshalb sollte man während der Schwangerschaft die Gartenkresse aus dem Supermarkt unbedingt meiden, denn auf dem Weg ins Regal werden so manche Stationen durchlaufen.

Als unbedenklich wird hingegen von den Ärzten der Verzehr von selbst gezogener Kresse auf dem Küchentuch, dem Küchenpapier oder auf Watte eingestuft, solange das an hygienisch sauberen Orten geschieht. Am besten ist dafür der Küchenbereich geeignet, wo ohnehin regelmäßig geputzt wird.

Vor dem Verzehr empfiehlt es sich aber trotzdem, wie bei jedem Gemüse und allen Kräutern, die Kresse gut zu waschen.

Ab wann darf ich meinem Kind Kresse zum Essen geben?

Während der Stillzeit ist es ebenfalls nicht ratsam, die Kresse im Supermarkt zu kaufen, denn auch dann noch können die Listerien für Mutter und Baby gefährlich werden.

Die kleine Vitaminbombe ist überhaupt erst ab etwa dem dritten oder vierten Lebensjahr empfehlenswert, da die in der Pflanze enthaltenen Senföle, die den typisch würzigen Geschmack hervorrufen, eine magenreizende Wirkung haben können.

Aber das ist von Kind zu Kind individuell, denn es gibt schon Zweijährige, die mit Hingabe scharfe Radieschen essen.

Man sollte auch nicht den Spaßfaktor für das Kind unterschätzen, wenn man gemeinsam die Kresse am Küchentuch anbaut, zusieht wie es wächst und sie gemeinsam erntet.

Was tun, wenn man doch Kresse aus dem Supermarkt gegessen hat?

Wenn es nach dem Verzehr von Kresse aus dem Supermarkt keine Krankheitszeichen wie Fieber, Durchfall oder Erbrechen gibt, muss man sich natürlich keine Sorgen machen. Der Körper kann im Normalfall gut mit einer gewissen Menge an Listerien umgehen.

Sollten aber die beschriebenen Krankheitssymptome auftreten, dann unbedingt gleich zum Frauenarzt oder mit dem Baby zum Kinderarzt fahren, denn dann kann es gefährlich werden.

Blutvergiftung und Hirnhautentzündung sind nur zwei Beispiele für die Gefährlichkeit einer Erkrankung durch Listerien. Bei Schwangeren kann ein Listerienbefall zu Frühgeburten oder zu schweren Schädigungen des Kindes kommen.

Übrigens kann der Ausbruch einer Erkrankung durch Listerien bis zu acht Wochen nach dem Befall erfolgen. Listerienbefall wird bei etwa 70 Prozent der Betroffenen erfolgreich mit Antibiotika behandelt.

Man muss also selbst entscheiden, ob man die Kresse während der Schwangerschaft und Stillperiode für einige Zeit vom Speiseplan streicht.

(dge) Die Empfehlung, dass mit rohen tierischen Lebensmitteln in der Schwangerschaft wegen der Gefahr von Toxoplasmose und Listeriose besondere Vorsicht geboten ist, ist relativ bekannt. Die lebensmittelbedingten Infektionen Toxoplasmose und Listeriose werden durch Parasiten bzw. Bakterien verursacht, die über rohe und leicht verderbliche oder verunreinigte Lebensmittel zum Menschen gelangen. Sie können während der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind übergehen und zu schweren Erkrankungen bis hin zum Tod des Kindes führen. Zum Glück kommen diese sehr selten vor. Das Robert KochInstitut (RKI) registriert in Deutschland pro Jahr insgesamt etwa 50 Fälle mit Komplikationen durch Toxoplasmosen und Listeriosen in der Schwangerschaft bei jährlich rund 700 000 Geburten, wobei das RKI für Toxoplasmosen von einer hohen Dunkelziffer ausgeht. Da die Folgen für das Kind schwerwiegend sein können, sollten Schwangere auf einen hygienischen Umgang mit Lebensmitteln achten und bestimmte Lebensmittel vorsorglich nicht verzehren.

Sollte in der Schwangerschaft auf den Besuch im Restaurant oder Kantine besser verzichtet werden und ist Salat problematisch? Ganz so einschränken müssen Schwangere sich nicht. Die wichtigste Empfehlung lautet nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) keine rohen tierischen Lebensmittel zu essen. Dazu gehören vor allem Produkte aus Rohmilch wie Käse, rohes oder nicht durchgegartes Fleisch, Rohwürste wie Tee- oder Mettwurst, roher Schinken, roher Fisch und Fischprodukte, Sushi, und gebeizten Fisch als auch rohe Eier sowie daraus hergestellte Speisen und Produkte. Weichkäse, auch aus wärmebehandelter Milch, und Räucherfisch sollten Schwangere ebenfalls meiden. Erhitzen für mindestens zwei Minuten auf über 70 °C im Inneren des Lebensmittels tötet beide Krankheitserreger ab.

Neben der Auswahl der Lebensmittel spielt die Hygiene bei der Lagerung und Zubereitung eine wichtige Rolle, um sich vor lebensmittelbedingten Infektionen zu schützen. Zur Küchenhygiene gehört u. a.: Vor der Speisenzubereitung und nach dem Kontakt mit rohen Lebensmitteln die Hände zu waschen, Gemüse und Obst gründlich zu waschen und dieselben Küchenutensilien nicht ohne Zwischenreinigung für rohe und gekochte Speisen zu verwenden.

Hintergrundinformation

Wo Listerien und Toxoplasmen häufig gefunden wurden, hat der 12. Ernährungsbericht der DGE in seinem Kapitel zur Lebensmittelsicherheit zusammengefasst. Listeriose können insbesondere solche Lebensmittel auslösen, die direkt vor dem Verzehr nicht noch einmal erhitzt werden, wie Hackfleisch, Rohwurst, Rohmilchkäse und bestimmte geräucherte oder gebeizte Fischereierzeugnisse (z. B. Räucherlachs, Graved Lachs), aber auch Frischgemüse und geschnittene Salate können mit diesem Keim verunreinigt sein. Beim Braten, Kochen oder Pasteurisieren werden Listerien abgetötet. Auf Sauermilchkäse sollte in der Schwangerschaft aus Vorsorgegründen verzichtet und auch immer die Rinde bei anderen Käsesorten entfernt werden, selbst wenn sie essbar ist. Wurst- und Käseaufschnitt, auch verpackt, sollten Schwangere nur in kleinen Mengen und möglichst weit vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums kaufen und umgehend verbrauchen. Meiden sollten sie den Verzehr von geschnittenen, verpackten Mischsalaten.

Mit Toxoplasmen kann der Mensch sich sowohl über Katzenkot, als auch durch den Verzehr von Lebensmitteln infizieren. Betroffen sind vor allem kontaminiertes Obst, Gemüse und Wasser sowie Produkte aus nicht ausreichend erhitztem Fleisch infizierter Tiere, insbesondere von Schwein und Schaf. Um einer Infektion vorzubeugen sollte Fleisch auf Kerntemperaturen über +67 °C erhitzt werden.

Gemüse, Salat und Obst sollten generell gründlich gewaschen, frisch zubereitet und bald verzehrt werden. Zu beachten ist, dass Lebensmittel, die mit Erde behaftet sind, wie zum Beispiel Karotten oder Kartoffeln, getrennt von anderen Lebensmitteln aufzubewahren und vor der Verwendung gründlich zu waschen sind. In Restaurants und Kantinen sollten Schwangere möglichst Speisen wählen, die direkt vor dem Verzehr erhitzt werden und auf Salate oder Antipasti aus offenen Auslagen oder Gefäßen lieber verzichten.

Noch viel mehr Fragen, die werdende Eltern zum Essen und Trinken in der Schwangerschaft haben, beantwortet die aktuelle Broschüre der DGE „Das beste Essen in der Schwangerschaft“. Verständlich und mit vielen Anregungen für den Alltag erfahren Schwangere, dass sie insgesamt wenige Besonderheiten beachten müssen. Daneben gilt die einfache Regel: ausgewogen und abwechslungsreich. Die 56-seitige Broschüre kann unter der Art.-Nr. 400442 zum Preis von 2,50 EUR zzgl. Versandkosten beim DGE-MedienService bestellt werden: Tel.: 0228 9092626, Fax: 0228 9092610, E-Mail. . info(at)dge-medienservice.de, , www.dge-medienservice.de.

Können Sie Gartenkresse schwanger essen?

Der Beginn einer Schwangerschaft ist nicht unbedingt einfach. Sie stellen Sich viele Fragen über Das Thema der Erhärtung. Können Sie wirklich Gartenkresse schwanger essen? Es scheint empfohlen zu sein, eine abwechslungsreiche Ernährung während Ihrer Schwangerschaft zu haben, aber einige Lebensmittel werden während der Schwangerschaft nicht empfohlen. Wir werden mit Ihnen sehen, ob Sie Gartenkresse schwanger essen können, die Risiken und Tipps, dieses Gemüse richtig zu essen. Im Anschluss an diesen Artikel erfahren Sie alles über den Konsum von Gartenkresse während der Schwangerschaft.

Können wir während unserer Schwangerschaft Gartenkresse ohne Sorgen essen? Und was sind die Tipps für den Verzehr dieses Gemüses sein?

Ist es ohne Risiko, Gartenkresse schwanger zu konsumieren?

Der Verzehr von Gartenkresse schwanger ist für die Schwangerschaft unproblematisch. Dieses kann von einer schwangeren Frau verzehrt werden. Es gibt jedoch verschiedene Vorsichtsmaßnahmen, die vor dem Verzehr zu treffen sind. Das einzige Risiko, ist das dieses Gemüse die Toxoplasmose übertragen kann. Die Toxoplasmose ist eine Krankheit im Zusammenhang mit einem Parasiten, der in Wasser und Boden vorhanden ist.

Was sind die Ratschläge für das Essen von Gartenkresse während der Schwangerschaft?

Die meisten Frauen haben bereits Antikörper gegen Toxoplasmose, aber einige nicht. Der Hausarzt zu Beginn Ihrer Schwangerschaft lässt Sie einen Bluttest machen, um Ihren immunologischen Status gegen Toxoplasmose zu bestimmen. Wenn Sie diese Antikörper haben, dann müssen Sie sich nicht an die nächsten Ratschläge halten. Der Toxoplasmoseparasit ist auf Gemüse vorhanden. Deshalb müssen Sie das Gemüse waschen, bevor Sie es essen. Essen Sie Gartenkresse nicht während Ihrer Schwangerschaft, besonders roh, wenn Sie nicht wissen, wie sie gewaschen wurden. Bei der Gartenarbeit Handschuhe tragen.
Eine weitere Übertragungsart der Toxoplasmose ist die Katze und ihr Kot. Deshalb sollten Sie bei der Reinigung des Katzenklos Handschuhe tragen.

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Was bringt es Ihnen, Gartenkresse während Ihrer Schwangerschaft zu essen?

Gemüse ist für die bessere Gesundheit aller Menschen unerlässlich. Sie haben eine ebenso nützliche Rolle während der Schwangerschaft. Das Essen von Gartenkresse schwanger ermöglicht eine gute Verdauung und einen guten Transit, um nicht durch Verstopfung gestört zu werden. Gemüse liefert auch sehr wichtige Nährstoffe, wie z.B. Folsäure oder Vitamin B9. Folate ermöglichen einen guten Verschluss des fetalen Rückenmarks. Die Vorteile von Gartenkresse essen ist ebenfalls die Versorgung an Wasser, Vitaminen, Antioxidantien und vielen anderen wichtigen Dingen. Gartenkresse essen, bringt Ihnen ebefalls viel Eisen, was vor allem für Vegetarier oder Veganer sehr wichtig ist.
Seien Sie vorsichtig, essen Sie nicht zu viel Soja oder Sojaprodukte (Sojasaft, Tofu,….) denn Sie enthalten Hormone, die wie Östrogen sind.

Wenn Sie mehr Informationen für eine ausgewogene Ernährung wünschen, können Sie den folgenden Link aufrufen.

https://www.esante-auvergne.fr/sites/default/files/hygiene-alimentaire_0.pdf sun15yinansun>

Fazit

Du kannst Gartenkresse ohne Risiko essen, es ist sogar sehr empfehlenswert. Gemüse wird die Grundlage für eine ausgewogene Ernährung sein.

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