Kleinkind heiser und husten

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Kehlkopfentzündungen – Anzeichen & Verlauf

Akute Formen

Akute Kehlkopfentzündung (akute Laryngitis)
Erstes und deutlichstes Anzeichen einer akuten Kehlkopfentzündung ist Heiserkeit – von einem leichten Krächzen bis hin zum totalen Stimmverlust (Aphonie) – bedingt durch die entzündeten, geschwollenen Stimmbänder. Dazu kommt häufig ein rauer, trockener, teilweise auch bellender Husten. Beim Schlucken oder Sprechen kann der Patient lokale Schmerzen verspüren. Manchmal tritt Fieber auf, es ist selten hoch. In seltenen Fällen kann eine besonders starke Schwellung der entzündeten Stimmlippen auch zu Atemnot führen. Diese Komplikation kommt bei Kindern häufig vor (Pseudokrupp), ist bei Erwachsenen aber eher selten. Ein Schmerz hinter dem Brustbein (Retrosternalschmerz) deutet auf eine Mitbeteiligung der Luftröhre (Laryngotracheitis) hin.

Im Normalfall verläuft eine akute Laryngitis harmlos und heilt innerhalb weniger Tage von selbst aus – vorausgesetzt dass der Patient seine Stimme wirklich schont. Hält die Heiserkeit trotzdem länger als zwei Wochen an, sollte der Betroffene unbedingt einen HNO-Arzt aufsuchen, da eine bösartige Geschwulst am Kehlkopf (Kehlkopfkarzinom), die ähnliche Symptome auslöst, ausgeschlossen werden muss.

Pseudokrupp
Eine akute Kehlkopfentzündung im Rahmen eines Virusinfekts äußert sich bei Kindern sehr häufig in einem sogenannten Pseudokrupp. Meistens sind die Kinder bereits erkältet und haben einen leichten Husten und Fieber. Die klassischen Symptome treten dann sehr plötzlich und typischer Weise am Abend oder in der ersten Nachthälfte auf: Das Kind bekommt einen starken trockenen, bellenden Husten („Seehundgebell“), hinzu kommen Heiserkeit und Atemnot. Beim Einatmen ist ein zischendes, pfeifendes Atemgeräusch (inspiratorischer Stridor) zu hören. Durch die Aufregung kann es zu Erstickungsanfällen kommen, deshalb ist es besonders wichtig, das Kind zu beruhigen. In den meisten Fällen klingen die Beschwerden durch einfache Maßnahmen wie frische Luft und Befeuchten der Luft von selber ab.

Bei Anzeichen für eine schwere Atemnot ist allerdings sofort der Notarzt zu rufen! Diese Anzeichen sind:

  • sichtbares Einziehen der Haut zwischen den Rippen beim Atmen
  • Beben der Nasenflügel
  • zunehmendes Pfeifen
  • blasse Haut, bläuliche Verfärbung der Lippen

Die Symptome können sich in den folgenden Nächten wiederholen, fallen dann aber meist deutlich schwächer aus. Bei einem normalen Verlauf ist eine Laryngitis subglottica in ein bis drei Tagen überwunden.

Kehldeckelentzündung (Epiglottitis)
Eine Kehldeckelentzündung macht sich durch drei typische Symptome bemerkbar: Rachenentzündung (Pharyngitis), Schluckschmerzen (Dysphagie) und Atemnot (Dyspnoe). Die Betroffenen wirken schwer krank, haben hohes Fieber und klagen – im Unterschied zum Pseudokrupp – über starke Halsschmerzen. Hinzu kommen Schluckbeschwerden, starke Speichelbildung und eine „kloßige“ Sprache. Die Atmung hört sich durch den Speichel „karchelnd“ bzw. röchelnd an, nicht pfeifend wie beim Pseudokrupp. Der Patient begibt sich bevorzugt in eine sitzende Haltung mit nach vorne gebeugtem Kopf und nach vorne gestützten Armen. Durch die rasch zunehmende Schwellung des Kehldeckels kommt es zu Atemnot, die sehr schnell in lebensbedrohliche Erstickungsanfälle übergehen kann. Heiserkeit oder Husten treten nur selten auf.

Der Verlauf einer Epiglottitis kann dramatisch sein. Mit Antibiotika lässt sich in den meisten Fällen eine schnelle Abheilung erzielen. Treten Abszesse auf, muss operiert werden (Entlastung des Abszesses).

Diphtherie (Echter Krupp)
Meist entwickelt sich eine Kehlkopf-Diphtherie aus einer vorhergehenden Rachen-Diphtherie. Die Symptome sind bellender Husten, Heiserkeit und Stimmlosigkeit (Aphonie). Das Einatmen fällt schwer und geht mit Pfeifgeräuschen einher. Bei richtiger Therapie ist eine Diphtherie zwar langwierig, es bestehen aber gute Heilungschancen.

Chronische Laryngitis

Die verschiedenen Formen der chronischen Laryngitis treten mehr oder weniger alle mit den gleichen Anzeichen auf, die wechselnd stark über mehrere Wochen anhalten. Diese sind in erster Linie Stimmveränderungen wie Heiserkeit, eine tiefere Stimmlage und Stimmlosigkeit, begleitet von Räusperzwang, trockenem Husten, lokalen Schmerzen und einem allgemeinen Trockenheitsgefühl im Rachen. Manchmal hat der Patient auch das Gefühl, einen Fremdkörper im Hals stecken zu haben (Globusgefühl). Schmerzen sind aber eher selten.

Der Verlauf einer chronischen Laryngitis hängt in erster Linie davon ab, ob und wie schnell es gelingt, die zugrundeliegende Ursache (z.B. Rauchen, chemische Belastung, gut- oder bösartige Geschwulst) auszuschalten bzw. zu behandeln.

© istockphoto, PIKSEL

Die Kehlkopfentzündung, in der Fachsprache Laryngitis genannt, ist eine Entzündung der Kehlkopfschleimhaut. Der Kehlkopf befindet sich am Eingang der Luftröhre und sorgt mit seinen Stimmlippen dafür, dass der Mensch sprechen kann. Man unterscheidet zwischen einer akuten und einer chronischen, das heißt länger andauernden, Form der Kehlkopfentzündung.

Akute Kehlkopfentzündung

Die akute Kehlkopfentzündung tritt häufig in kalten Jahreszeiten im Rahmen einer Erkältung auf. Die Entzündung wandert meist aus dem Nasen-Rachenraum in den Hals, seltener kann sie auch aus den Bronchien oder der Luftröhre aufsteigen. Das typische Symptom der Kehlkopfentzündung ist Heiserkeit, welche häufig mit dem Gefühl der Trockenheit im Hals und einem Hustenreiz einhergeht.

Ursachen einer Kehlkopfentzündung

In der Regel sind Viren die Ursache für die Kehlkopfentzündung, hinzukommen kann aber eine begleitende bakterielle Infektion, die die Symptome verstärkt. Eher selten sind rein bakteriell verursachte Kehlkopfentzündungen.

Auch sehr kalte, warme oder trockene Luft oder eine plötzliche starke Stimmbelastung wie etwa beim Schreien können die Schleimhaut reizen und zu einer entzündlichen Reaktion führen. Außerdem ist das Rauchen von Zigaretten eine häufige Ursache einer Kehlkopfentzündung.

Sind Viren oder Bakterien die Auslöser, kann die Kehlkopfentzündung ansteckend sein. Meist sind die Erreger auch im Nasen-Rachenraum und werden somit leichter übertragen. Vor allem durch Husten, Niesen, Naseputzen und Sprechen steigt die Ansteckungsgefahr, man spricht von einer „Tröpfcheninfektion“. Besonders ansteckend ist die Kehlkopfentzündung für Raucher oder Menschen mit bereits gereizter Schleimhaut.

Chronische Kehlkopfentzündung

Bei einer ausbleibenden Besserung einer akuten Kehlkopfentzündung oder bei länger anhaltenden Symptomen spricht man von einer chronischen Laryngitis. Diese Form entwickelt sich häufig aufgrund einer langen Einwirkung von schleimhautreizenden Stoffen wie Nikotin oder Schadstoffen und Industrieabgasen.

Menschen mit einer chronischen Entzündung in den Nasennebenhöhlen oder in den Bronchien sind ebenfalls gefährdet, an einer chronischen fortgeleiteten Kehlkopfentzündung zu erkranken. Auch Sänger leiden durch eine andauernde übermäßige Belastung der Stimme gelegentlich an einer chronischen Kehlkopfentzündung.

Symptome der Kehlkopfentzündung

Die typischen Symptome der Kehlkopfentzündung sind Heiserkeit, bellender Husten und das Gefühl einen „Kloß“ im Hals zu haben.

Bei der akuten Kehlkopfentzündung treten folgende Symptome auf:

  • Die Schleimhaut des Kehlkopfes schwillt an, wodurch die Atmung erschwert wird.
  • Eine eingeschränkte Beweglichkeit der Stimmlippen führt zur Heiserkeit.
  • Betroffene leiden zumeist unter weiteren allgemeinen Symptomen eines Infektes wie starken Halsschmerzen und Schluckbeschwerden sowie manchmal auch Fieber.
  • In seltenen Fällen kann die Schleimhaut so stark anschwellen, dass sehr starke Atemnot besteht. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Bei der chronischen Kehlkopfentzündung kommen als Symptome eine weniger belastbare Stimme und eine tiefere Tonlage hinzu.

Wann zum Arzt?

Kommt es zum Abhusten von grünem Schleim oder gar von Blut oder treten andere sehr starke Symptome auf, wird ein Arztbesuch unerlässlich. Auch eine länger als drei Wochen andauernde Heiserkeit sollte unbedingt vom Arzt untersucht werden, denn auch andere Ursachen wie zum Beispiel eine bösartige Erkrankung des Kehlkopfes (Kehlkopfkrebs) können eine länger anhaltende Heiserkeit bewirken.

Kehlkopfentzündung bei Kindern

Bei Kindern sind Beschwerden des Kehlkopfes oft schwerwiegender, da der Kehlkopf noch sehr klein ist und Schwellungen schneller zu Atemnot führen. Bei einer viralen Entzündung spricht man von Pseudokrupp, der typischerweise bei Säuglingen und Kindern zwischen sechs Monaten und drei Jahren vorkommt.

Abends oder nachts tritt ein bellender, krampfartiger Husten auf, die Kinder sind heiser und bekommen besonders beim Einatmen eine starke Atemnot. Hierbei ist die Beruhigung des Kindes von enormer Bedeutung, denn durch Aufregung und Panik verschlimmern sich die Symptome deutlich. Am besten geht man mit seinem Kind in das Badezimmer und öffnet den Wasserhahn, um so die Luft anzufeuchten und dem Kind die Atmung wieder zu erleichtern.

Meist ist der Verlauf harmlos, es kann jedoch zu einer so starken Atemnot kommen, dass aufgrund der Erstickungsgefahr des Kindes unbedingt ein Arzt zu Hilfe geholt werden muss, der dem Kind dann Kortison, meist in Form eines Zäpfchens, verabreicht und so ein Abschwellen der Schleimhaut erreicht. Eine Intubation und damit kurzzeitige künstliche Beatmung ist sehr selten erforderlich.

5 Fakten über eine Kehlkopfentzündung – © istockphoto, art4stock

Epiglottitis: Entzündung des Kehldeckels

Eine wesentlich schlimmere, aber seltenere Form der Kehlkopfentzündung ist die bakterielle Entzündung des Kehldeckels, welche in der Fachsprache Epiglottitis genannt wird. Diese Form ist aber durch die Impfung der Kinder gegen Hämophilus Influenza B viel seltener geworden.

Es handelt sich um ein sehr schweres Krankheitsbild mit hohem Fieber und starken Schmerzen beim Schlucken. Betroffen sind vor allem Kinder zwischen zwei und acht Jahren, sie haben eine „kloßige“ Sprache und können ihren Speichel kaum schlucken, sodass dieser oft aus dem Mund läuft.

Neben den auffallend akuten und schnell auftretenden Symptomen kann die Epiglottitis vor allem dadurch vom Pseudokrupp unterschieden werden, dass bei der ersteren keinerlei Husten oder Heiserkeit vorliegt. Die Schleimhaut des Kehldeckels schwill sehr schnell so stark an, dass die Atmung nahezu komplett unmöglich wird. Diese Erkrankung kann lebensbedrohlich werden, wenn nicht sofort ein Arzt durch Kortison oder eine Intubation die Atmung sichert.

Bei richtiger Behandlung klingt die Entzündung aber schnell ab und hinterlässt keine weiteren Schäden.

Kehlkopfentzündung: Hausmittel

Da die Kehlkopfentzündung meist viral bedingt ist, ist keine spezifische Behandlung möglich. Es gibt aber Hausmittel, die die Symptome lindern können.

  • Betroffene Patienten sollten unbedingt ihre Stimme schonen und auch nicht flüstern oder räuspern, da jegliche mechanische Belastung zu einer dauerhaften Stimmschädigung führen kann.
  • Wasser oder Tee sind das billigstes Hausmittel. Viel trinken hilft, um die Schleimhäute feucht zu halten.
  • Rauchern wird unbedingt empfohlen auf das Rauchen zu verzichten.
  • Kalte, warme oder trockene Luft (zum Beispiel in klimatisierten Räumen) sollte vermieden werden. Für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit in der Raumluft können feuchte Tücher über der Heizung oder kleine Wasserschälchen auf dem Fensterbrett sorgen.
  • Lutschbonbons lindern die Symptome, sie befeuchten die Atemluft und regen den Speichelfluss an.
  • Ein sehr gutes Hausmittel sind Dampfinhalationen, beispielsweise mit Salzwasser (Emser Sole) oder Tee, welche eine angenehme Wirkung haben.
  • Eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit Obst und Gemüse und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft stärken das Immunsystem.

Kehlkopfentzündung: die richtige Behandlung

Dennoch können die beschriebenen Hausmittel einen Arztbesuch nicht immer ersetzen. Bei einer starken Atemnot kann die kurzzeitige Einnahme von Kortison notwendig sein, bis die Schleimhaut abgeschwollen ist und ein ausreichender Luftfluss sichergestellt ist. Reicht die medikamentöse Behandlung nicht aus, muss der Patient oder die Patientin in seltenen Fällen vorübergehend künstlich über einen Schlauch in der Luftröhre beatmet werden (Intubation).

Bei einer Beteiligung von Bakterien muss ein Antibiotikum eingenommen werden.

Ein quälender Reizhusten kann mit der Einnahme eines Hustenblockers während der Nacht gelindert werden. Tagsüber können schleimlösende Medikamente das Abhusten erleichtern. Paracetamol oder Ibuprofen sind geeignet, um Schmerzen und Fieber zu bessern.

Auch die Homöopathie bietet eine mannigfache Auswahl an Mitteln zur Behandlung der Symptome der Kehlkopfentzündung. Vorrangig werden dabei Causticum, Phosphorus, Arum triphyllum oder Drosera in niedrigen Potenzen empfohlen.

Dauer der Behandlung

Meist heilt die akute Kehlkopfentzündung bei einer angemessenen Behandlung nach einer Dauer von etwa zehn Tagen folgenlos aus. Die chronische Kehlkopfentzündung hingegen ist hartnäckiger, aber prinzipiell ist auch hier eine vollständige Rückbildung der Symptome möglich.

Werden jedoch Ursachen wie zum Beispiel das Rauchen nicht nachhaltig eingestellt, bleiben häufig Funktionseinschränkungen. Im schlimmsten Fall können die Zellen der Kehlkopfschleimhaut entarten und es entwickelt sich ein bösartiger Tumor. Rauchen und Alkohol fördern hierbei die Gefahr, an Kehlkopfkrebs zu erkranken.

Aktualisiert: 16.01.2019 – Autor: Marina Hochdorfer

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Kehlkopfentzündung (Laryngitis)

Bei einer Kehlkopfentzündung sind Heiserkeit und Hustenreiz typisch. Mitunter versagt die Stimme zeitweise vollständig. Bei der Entstehung können sowohl Krankheitserreger als auch Stimmüberlastung (z. B. bei Sängern, Lehrern) eine Rolle spielen. Im Rahmen der Behandlung hat die konsequente Schonung der Stimme oberste Priorität.

Kehlkopfentzündung: Ursachen

Bei den Ursachen für eine Kehlkopfentzündung gilt es zwischen der akuten und der chronischen Kehlkopfentzündung zu unterscheiden.
Akute Kehlkopfentzündung – mögliche Ursachen:

  • Virale Infektionen der Nase, der Nasennebenhöhlen oder auch der Tonsillen
  • Bakterielle Infektion (häufig bakterielle Superinfektion, die sich auf dem Boden einer viralen Infektion entwickelt)
  • Überlastung der Stimme bei Vielrednern wie Lehrern oder auch Sängern
  • Einatmen von Reizgasen

Chronische Kehlkopfentzündung – mögliche Ursachen:

  • Stimmüberlastung
  • Nikotin-Konsum
  • Vermehrte Mundatmung (bei behinderter Nasenatmung)

Kehlkopfentzündung: Symptome

Vor allem die ausgeprägte Heiserkeit („krächzende“ Stimme) oder gar der vollständige Stimmverlust sind bei einer Kehlkopfentzündung typisch. Auch ein trockenes Brennen oder Kratzen im Hals sowie Hustenreiz und Schmerzen beim Schlucken und Sprechen sind möglich.
Bei einer chronischen Laryngitis kommt häufig ein Fremdkörpergefühl im Hals hinzu – es besteht das Bedürfnis, sich ständig räuspern zu müssen.

Kehlkopfentzündung: Behandlung

Zur Behandlung der Kehlkopfentzündung können unterschiedliche Maßnahmen zum Einsatz kommen.
Dazu zählen:

  • Konsequente Stimmschonung (nicht sprechen, flüstern oder räuspern)
  • Verzicht auf Rauchen
  • Einsatz von schleimlösenden Hustenmitteln
  • Inhalieren
  • Ggf. Antibiotika bei Nachweis von bakteriellen Erregern (Verschreibung durch den Arzt)

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Was genau ist eine Kehlkopfentzündung?

Eine Kehlkopfentzündung, auch Laryngitis genannt, wird häufig durch Viren und Bakterien im Bereich zwischen Rachen und Luftröhre ausgelöst. Diese greifen die Kehlkopfschleimhaut an und verursachen Schwellungen, Entzündungen und Schmerzen.

Krankheiten & Behandlung Kehlkopfentzündung – Ursachen, Symptome und Behandlung

Es wird zwischen zwei verschiedenen Arten der Kehlkopfentzündung unterschieden: der akuten und der chronischen Kehlkopfentzündung.

  • Von einer akuten Kehlkopfentzündung ist die Rede, sobald eine Verbindung mit Erkältungskrankheiten auftritt. Sie klingt in der Regel nach höchstens drei Wochen wieder ab.
  • Die Heilung einer chronischen Kehlkopfentzündung dauert meist um einiges länger. Besonders betroffen sind starke Raucher, Menschen, die regelmäßig Chemikalien einatmen oder Menschen mit stimmbelastenden Berufen (z.B. Sänger, Lehrer).

Wie wird eine Kehlkopfentzündung behandelt?

Suchen Sie bei dem Verdacht auf eine Kehlkopfentzündung in jedem Fall einen Arzt auf. Eine solche Erkrankung sollte immer medizinisch begutachtet und behandelt werden, ansonsten kann aus einer akuten eine chronische Kehlkopfentzündung werden. Ärzte raten bei einer Laryngitis dazu, die Stimme zu schonen, nicht zu rauchen sowie keinen Koffein oder Alkohol zu konsumieren. Auch Speisen mit scharfen Gewürze sind bei einer Kehlkopferkrankung eher schädlich.

Je nach Krankheitsverlauf und Art des Erregers werden dem Patienten Medikamente verschrieben, etwa entzündungshemmende, abschwellende Mitteln oder Antibiotika.

Welche Hausmittel helfen gegen eine Kehlkopfentzündung?

Den Heilungsprozess können Sie mit einigen natürlichen Hausmitteln aktiv unterstützen. Diese helfen Ihnen dabei, die Schleimhäute ausreichend zu befeuchten und die Krankheit schneller loszuwerden. Sprechen Sie bei einer akuten Kehlkopfentzündung den Einsatz der folgenden Hausmittel vorsichtshalber mit Ihrem behandelnden Arzt ab.

Viel trinken

Achten Sie darauf, dass Sie über den Tag verteilt viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Am besten warme bzw. heiße Getränke wie Kräutertee.

Inhalieren

Inhalieren Sie zweimal täglich für mindestens zehn Minuten. Geben Sie zum Beispiel ein paar Tropfen Eukalyptusöl in eine Schüssel mit kochendem Wasser, beugen Sie sich über die Schüssel und bedecken Sie Ihren Kopf mit einem Handtuch. Atmen Sie den Wasserdampf einige Minuten lang tief ein. Eukalyptus wirkt antiviral und antibakteriell – ein natürliches Mittel gegen Halsschmerzen.

Apfelessig

Die mikrobiellen Eigenschaften des Apfelessigs helfen, Infektionen zu bekämpfen und beispielsweise eine Kehlkopfentzündung effektiv zu behandeln. Symptome werden gelindert und Bakterien und Viren bekämpft. Trinken Sie zweimal tägliche eine Mischung aus 2 EL Bio-Apfelessig (roh, ungefiltert), 1 EL Honig und Wasser. Wer die Wirkung noch verstärken möchte, der gibt ein wenig Cayennepfeffer hinzu. Auch das Gurgeln lohnt sich: Dazu einfach 1 EL Bio-Apfelessig in warmes Wasser geben, vermischen und für einige Sekunden mit der Mischung gurgeln.

Warmes Salzwasser

Salz ist ein wirksames Hausmittel, das Ihnen dabei hilft, die Bakterien abzutöten. Durch das Gurgeln mit warmem Salzwasser werden die Regeneration der Stimmbänder gefördert sowie Halsschmerzen gelindert. Geben Sie 1 TL Salz in warmes Wasser, rühren Sie gut um und gurgeln Sie – am besten mehrmals am Tag.

Bei Kehlkopfentzündung und Co.: Selbstheilung aus der Natur

Honig

Das klebrige, süße Gold schmeckt nicht nur gut, sondern wirkt auch antibakteriell und antiviral. Honig lindert Reizungen und Entzündungen im Hals-Rachen-Raum. Süßen Sie Ihren Tee also immer gerne mit einem Teelöffel Honig oder lassen Sie mehrmals täglich einen Löffel Honig im Mund zergehen.

Ingwer

Die würzige Knolle ist ein wahres Allroundtalent. Ja, auch gegen Kehlkopfentzündungen ist Ingwer ein gutes Hausmittel. Er hilft Ihnen dabei, die entzündeten Schleimhäute des Kehlkopfes zu beruhigen, die Halsschmerzen zu lindern und das Immunsystem zu stärken. Geben Sie 1 TL geriebenen Ingwer in eine Tasse mit kochendem Wasser. Lassen Sie den Ingwertee zehn Minuten ziehen bevor Sie ihn trinken. Drei Tassen pro Tag sind ideal.

Süßholzwurzel

Lakritze bzw. Süßholz ist ein natürliches Hausmittel gegen Kehlkopfentzündungen, Halsschmerzen oder andere Infekte. Am besten nehmen Sie Süßholz als Tee zu sich. Gießen Sie 1-2 TL Süßholzwurzel mit 250 ml kochendem Wasser auf. Lassen Sie den Tee ca. acht Minuten gut durchziehen.

Süßholzwurzel – ein geeignetes Hausmittel bei Kehlkopfentzündung Foto: istock/ChiccoDodiFC

Zwiebelsirup

Es ist wohl nicht die wohlschmeckendste Methode, um eine Kehlkopfentzündung zu behandeln, doch nach ein paar Mal ist die Zwiebelmischung gar nicht mehr so unangenehm. Die Wirkung ist umso besser: Zwiebelsirup löst den Schleim und hilft dabei, die Entzündung zu bekämpfen. So geht’s: Schneiden Sie drei Zwiebeln in feine Würfel und geben Sie diese mit vier Tassen Wasser in einen Topf. Lassen Sie das Ganze einige Minuten lang aufkochen. Solange bis sich die Mischung zum Sirup entwickelt hat. Mischen Sie 4 EL Zwiebelsirup mit warmen Wasser, 1 EL Honig und einem Spritzer Zitrone und trinken Sie die Mixtur dreimal täglich.

Bonbons lutschen

Indem Sie zum Beispiel Salbei-, Süßholz oder Zitronen-Bonbons lutschen, wird die Speichelproduktion angeregt. Warum das gut ist? Dadurch werden die Schleimhäute abgespült, befeuchtet und gepflegt.

Luft befeuchten

Trockene Luft kann den Schleimhäuten weiterhin schaden. Besonders im Winter, wenn die Heizungen auf Hochtouren laufen, wird dies zum Problem. Denn trocknen die Schleimhäute aus, werden Sie porös und besonders anfällig für Infektionen. Zur Vermeidung können Sie beispielsweise feuchte Tücher über die Heizungen hängen oder eine Schale mit Wasser auf die Heizung stellen. Auch automatische Luftbefeuchter sind empfehlenswert.

Kehlkopfentzündung • Typische Symptome & hilfreiche Hausmittel

Ursache für Heiserkeit ist meist eine Überanstrengung der Stimmbänder durch zu vieles und lautes Sprechen oder Singen. Anders ist das bei einer Kehlkopfentzündung, medizinisch Laryngitis. Dann haben Viren oder Bakterien zu einer Entzündung der Kehlkopfschleimhaut geführt. Wie Sie die wieder loswerden, verraten wir Ihnen hier.

Kehlkopfentzündung: Diese Symptome sind typisch

Eine Kehlkopfentzündung tritt in den meisten Fällen akut auf, etwa bei einer Virusinfektion. Die Symptome einer akuten Kehlkopfentzündung:

  • Heiserkeit von leichtem Krächzen (Dysphonie) bis zu totalem Verlust der Stimme (Aphonie)
  • Husten
  • Halsschmerzen, vor allem Sprechen kann weh tun
  • Kribbeln im Hals
  • manchmal Fieber
  • manchmal geschwollener Hals, in seltenen Fällen Atemnot

Wichtig: Bei Atemnot immer sofort den Notarzt alarmieren!

Eine chronische Laryngitis dagegen kann durch Rauchen oder durch eine andere dauerhafte Schadstoffbelastung über die Atemluft, durch eine dauerhafte falsche Stimmbelastung und sogar durch einen regelmäßigen Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre und den Rachen (Reflux, Sodbrennen – Laryngitis posterior) ausgelöst werden. Symptome sind hier aber auch Heiserkeit und Husten sowie Halsschmerzen. Ebenfalls räuspern sich Betroffene häufiger und haben oft eine tiefere Stimme als normal.

So ansteckend ist Kehlkopfentzündung

Vorsicht, akute Kehlkopfentzündung ist genau wie ein grippaler Infekt ansteckend. Beide Krankheiten werden meist von Viren ausgelöst, etwa Adenoviren oder Rhinoviren. Aber auch Grippeviren (Influenzaviren) können den Kehlkopf entzünden.

Die Viren verbreiten sich über Tröpfcheninfektion, werden also mit dem Husten und Sprechen weitergegeben und bei falscher Hygiene auch über Hände und Gegenstände. Abstand halten ist deshalb wichtig, wenn Sie Kontakt mit jemanden haben, der eine Kehlkopfentzündung hat.

Eine chronische Kehlkopfentzündung dagegen ist nicht ansteckend.

Akute Kehlkopfentzündung – was tun zur Behandlung?

„Bei Verdacht auf eine akute Kehlkopfentzündung sollten Betroffene vor allem ihre Stimme schonen, also möglichst wenig sprechen, auch nicht flüstern, denn auch dies belastet die Stimmbänder“, empfiehlt Professor Dr. Leif Erik Walther vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Wenn Sie sich neben dieser „Stimmruhe“ zusätzlich ein paar Tage Auszeit vom Alltag gönnen, heilt die akute Kehlkopfentzündung meist nach spätestens einer Woche von selbst ab.

Manchmal kann es vorkommen, dass sich auch noch Bakterien ansiedeln. Dann kann die Gabe eines Antibiotikums sinnvoll sein. Hier sollten Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen, die dann einen Abstrich der Rachenschleimhaut vornehmen und auf Bakterienbefall testen können. Erst dann ist ein Antibiotikum hilfreich.

Exkurs: Besondere bakterielle Formen

Es gibt auch seltenere Formen bakteriell ausgelöster Kehlkopfentzündungen, die vor allem bei Kindern vorkommen. Die Epiglottitis, eine Entzündung des Kehldeckels, entwickelt sich schnell mit starkem Fieber und stark anschwellendem Hals. Die Betroffenen reden „kloßig“, manchmal fließt durch die starken Schluckbeschwerden Speichel aus dem Mund. Die Erkrankung muss schnellstmöglich mit Antibiotika behandelt werden, da in schweren Verläufen Erstickung droht.

Der Pseudokrupp, die akute sublottische Laryngitis, zeigt sich vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern mit krampfartigem, bellendem Husten und Atemnot. Hier ist ebenfalls Erstickungsgefahr gegeben, und auch weil meist sehr kleine Kinder betroffen sind, sollte hier immer ärztliche Hilfe eingeholt werden.

Sieben Hausmittel gegen Kehlkopfentzündung

Unterstützen können Sie den Heilungsprozess mit einigen Hausmitteln. Sie sollen dabei helfen, die Schleimhäute zu befeuchten und feucht zu halten. Dann kann die lokale Abwehr die Krankheitserreger besser bekämpfen. Folgende Hausmittel sind in diesem Zusammenhang sinnvoll:

  • So wenig wie möglich bis gar nicht reden!
  • Trinken Sie viel, am besten warme bis heiße Getränke wie Kräutertee.
  • Heilkräuter: Bestimmte Heilkräuter eignen sich dabei besonders gut, etwa Salbei, Süßholz, Spitzwegerich.
  • Zitrone: Trinken Sie heißes Zitronenwasser.
  • Honig: Süßen Sie die Getränke mit Honig oder lassen Sie dreimal täglich einen Teelöffel Honig im Mund zergehen. Honig wirkt leicht antibakteriell und antiviral.
  • Apfelessig: Geben Sie einen Schuss Apfelessig in warmes Wasser und trinken Sie morgens und abends ein Glas.
  • Salz: Gurgeln Sie mit einer lauwarmen Salzlösung. Benutzen Sie dazu spezielles Heilsalz zum Gurgeln und Inhalieren aus der Apotheke oder streuen Sie eine gute Prise Speisesalz in ein Glas lauwarmes Wasser.
  • Inhalieren: Geben Sie medizinisches Salz in heißes Wasser und inhalieren Sie mehrmals täglich diesen Dampf. Auch Salbeitee eignet sich gut zum Inhalieren.

Bei Kehlkopfentzündung ist es außerdem sinnvoll, den Hals mit einem Schal oder Tuch auch von außen warmzuhalten. Auf Rauchen und Alkohol sollten Sie verzichten, beides reizt den Kehlkopf und kann sogar zu einer chronischen Entzündung in diesem Bereich führen. Ständige Heiserkeit, Husten und das Gefühl, der Kehlkopf sei angeschwollen (Globusgefühl), quälen dann über Monate hinweg.

Wichtig: Sollten Sie länger als drei Wochen mit Heiserkeit zu kämpfen haben, sollten Sie immer ärztlichen Rat einholen. Hier können auch andere, schlimmere Erkrankungen hinterstecken. Und auch bei Erkältung sollten Sie mit gewissen Symptomen zum Arzt gehen.

Behandlungen chronischer Kehlkopfentzündungen beruhen immer auf der Ursache: Liegt beispielsweise eine Laryngitis posterior vor, also die refluxbedingte Kehlkopfentzündung, muss eine Therapie gegen die Refluxkrankheit her.

Auch einseitige Halsschmerzen können mit Heiserkeit einhergehen, das kann aber auch auf andere Erkrankungen hindeuten, etwa auf eine Seitenstrangangina mit Halsschmerzen bis zum Ohr.

Weitere Verfahren der Naturheilkunde sowie wirksame Naturheilmittel und Hausmittel finden Sie auf unserer Themenseite.

Mehr zu den Themen Erkältung sowie Halsschmerzen können Sie ebenfalls bei uns nachlesen.

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Hausmittel gegen Kehlkopfentzündung: 4 effektive Lösungen

Hausmittel gegen Kehlkopfentzündung: Hintergrund

Die Kehlkopfentzündung, auch Laryngitis genannt, entsteht durch Bakterien oder Viren, die zu einer Entzündung der Kehlkopfschleimhaut führen. Dabei wird zwischen zwei verschiedenen Arten unterschieden:

  • Kehlkopf akut entzündet: Bei einer akuten Entzündung treten gleichzeitig Krankheiten, die mit einer Erkältung zu tun haben, auf. Nach etwa drei Wochen geht die Kehlkopfentzündung meisten von alleine wieder weg.
  • Kehlkopf chronisch entzündet: Dieser Fall der Laryngitis ist meist deutlich länger in seiner Dauer. Oft sind Raucher oder Menschen, die ihre Stimme beruflich stark belasten, betroffen.

Hausmittel gegen Kehlkopfentzündung: Symptome

  • Heiserkeit bis zu totalem Verlust der Stimme
  • Fieber
  • Husten
  • Halsschmerzen (Einsatz der Stimme schmerzt)
  • Hals kribbelt

Hausmittel gegen Kehlkopfentzündung: Ursachen

  • Viren (z.B. Grippeviren)
  • Chronisch verstopfte Nase
  • Stimme stark beansprucht
  • Chronische Nasennebenhöhlenentzündung
  • Refluxkrankheit

Hausmittel gegen Kehlkopfentzündung: Hausmittel

  1. Apfelessig: Apfelessig ist einfach der Klassiker der Hausmittel. Auch gegen eine Laryngitis kannst du den Essig einsetzen, da er antibakterielle Eigenschaften aufweist. Dadurch können die Symptome gelindert werden. Bakterien und Viren werden bekämpft. Nimm am besten zweimal am Tag eine Mischung aus 2 Esslöffeln Essig, 1 Esslöffel Honig und Wasser zu dir. Du kannst den Essig auch zum Gurgeln verwenden. Dafür nimmst du 1 Esslöffel Essig in warmem Wasser.
  2. Ingwer: Die Wirkung von Ingwer hilft dir auch, wenn sich der Kehlkopf entzündet hat. Die Kehlkopfschleimhaut beruhigt sich durch den Ingwer und auch deine Stimme wird es dir danken, da Ingwer Halsschmerzen lindern und das Immunsystem unterstützen kann. Den Ingwer trinkst du dreimal am Tag und nimmst dafür einen Teelöffel, den du in kochendes Wasser gibst und dann ziehen lässt.
  3. Zwiebelsirup: Zugegeben, dieses Hausmittel ist wohl kein Hochgenuss, jedoch sehr effektiv. Und wenn du deinen Hals erstmal ein paar Tage daran gewöhnt hast, ist es auch nicht mehr so schlimm. Auch Zwiebelsirup hilft, den Schleim im Hals zu lösen und deine Halsschmerzen zu lindern. Nimm dafür drei Zwiebeln und schneide sie klein. Zusammen mit vier Tassen Wasser kochst du sie in einem Topf auf. Wenn sich ein Sirup gebildet hat, mischst du 4 Esslöffel davon mit warmen Wasser, etwas Honig und einem Spritzer Zitrone. Dreimal am Tag darfst du dir die Mischung schmecken lassen …
  4. Salz: Salz kannst du super zum Inhalieren bei einer Laryngitis verwenden. Benutze dafür spezielles Heilsalz, welches du in der Apotheke bekommst. Dieses gibst du in heißes Wasser und inhalierst mehrfach am Tag den Dampf. Du kannst auch Kräutertee, zum Beispiel Salbei, verwenden.

Hausmittel gegen Kehlkopfentzündung: Behandlung

  • Wenn du befürchtest, unter einer Laryngitis zu leiden, dann solltest du vor allem deine Stimme schonen. Darüber hinaus schadet es nicht, wenn du dir allgemein einige Tage Ruhe verordnest, um die Entzündung der Kehlkopfschleimhaut vollständig auszukurieren.
  • Da eine akute Kehlkopfentzündung meist von Viren ausgelöst wird, ist sie auch ansteckend. Durch Husten also auch Sprechen sowie mangelnde Hygiene können die Viren auch übertragen werden.
  • Damit sich aus einer akuten keine chronische Kehlkopfentzündung entwickelt, solltest du Krankheiten dieser Art auf jeden Fall vom Arzt begutachten lassen. Je nach Zustand kann dir der Arzt Medikamente bzw. Antibiotika verschreiben.

Zahnschmerzen? Welche Hausmittel gegen Zahnschmerzen helfen, erfährst du hier. Zudem verraten wir dir effektive Hausmittel gegen Nesselsucht. Wie du ein Lipödem erkennen kannst, liest du dagegen hier.

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Behandlung

Hauptpfeiler in der Behandlung von Kehlkopfentzündungen ist, die auslösenden Reize zu meiden (wie Tabakrauch oder Schadstoffe) und die Stimme zu schonen. Empfehlenswert ist es, bei einer Kehlkopfentzündung einige Tage gar nicht zu sprechen. Auf jeden Fall gilt: Nicht flüstern! Beim Flüstern werden die Stimmlippen maximal gespannt und somit erheblich belastet. Die richtige Stimmtechnik erlernen Sie bei einem Logopäden.

Medikamentöse Therapie von Kehlkopfentzündung

Bei stark geschwollenen Stimmlippen werden üblicherweise hydrocortisonhaltige Inhalationen verordnet. Bei bakterieller Kehlkopfentzündung helfen Antibiotika, zum Beispiel Amoxicillin, Azithromycin, Doxycyclin, Levofloxacin, Moxifloxacin oder Sultamicillin.Ist saure Magensäure Auslöser der Kehlkopfentzündung, sind Protonenpumpenhemmer wie Esomeprazol und Pantoprazol Mittel der Wahl.

Schmerzen und Fieber können mit fiebersenkenden Mitteln und nicht-steroidalen Entzündungshemmern (zum Beispiel Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure) gelindert werden.

Selbsthilfe gegen Kehlkopfentzündung

Heiße Wickel oder Halsumschläge und warme Getränke (ohne Säure und ohne Kohlensäure) lindern die Halsbeschwerden. Als hilfreich werden Dampfinhalationen mit ätherischen Ölen (zum Beispiel aus Eukalyptus, Pfefferminze, Salbei und Kamillenblüten) empfunden. Gurgeln oder Inhalationen mit Meersalz oder Salbeitee sind bei einer Kehlkopfentzündung ebenfalls zu empfehlen. Verzichten Sie auf säurehaltige und stark gewürzte Speisen sowie auf Alkohol.

Raucher sollten während einer Kehlkopfentzündung unbedingt aufhören zu rauchen. Tipps, wie Sie diesem Laster entsagen, finden Sie unter Rauchen aufhören.

Schonen Sie sich bei ausgeprägtem Krankheitsgefühl. Bei hohem Fieber empfiehlt es sich, einige Tage das Bett zu hüten. Um Ansteckungen zu verhindern, bleiben Sie am besten zuhause und meiden Sie Menschenansammlungen.

Homöopathie Arzneien

Die Behandlung von Kehlkopfentzündung kann mit homöopathischen Arzneien unterstützt werden. Bewährte Mittel bei Atembeschwerden mit bellendem Reizhusten sind Bryonia und Drosera. Rumex crispus soll helfen, wenn es in Hals und Rachen kratzt. Bei Atemnot ist Bromium ein häufig empfohlenes Homöopathikum. Bei Stimmverlust setzen viele Homöopathen auf Argentum metallicum. Spongia und Drosera sollen die Heilung von chronischen Kehlkopfentzündungen unterstützen. Bei Kindern mit Kehlkopfentzündung wählen homöopathisch versierte Heilkundler gern Sambucus niger und Spongia tosta.

Achtung: Kinder mit Entzündungen im Kehlkopfbereich sollten vor der Gabe homöopathischer Arzneien unbedingt ärztlich untersucht werden.

Kehlkopfentzündung – wenn die Stimme versagt

Inhaltsverzeichnis:

  1. Kehlkopfentzündung Symptome – so erkennen Sie die Laryngitis
    • Der Aufbau des Kehlkopfs
    • Die Ursachen einer Kehlkopfentzündung
  2. Therapien bei einer Rachenentzündung
    • Welche Medikamente helfen bei einer Kehlkopfentzündung?
    • Welche Hausmittel sind bei einer Kehlkopfentzündung hilfreich?
  3. Kehlkopfentzündung Dauer
    • Die akute Kehlkopfentzündung
    • Die chronische Kehlkopfentzündung
    • Wie lange dauert eine Kehlkopfentzündung bei Kindern?
      • Das Krupp-Syndrom
      • Epiglottitis – die Entzündung des Kehlkopfdeckels
  4. Fazit – Das sollten Sie bei einer Kehlkopfentzündung machen

Kehlkopfentzündung Symptome – so erkennen Sie die Laryngitis

Das Bild einer Kehlkopfentzündung ist vielfältig: in einigen Fällen tritt lediglich eine Kehldeckelentzündung auf, in anderen sind auch die Stimmbänder betroffen. Hauptsächlich drückt sich die Entzündung durch Heiserkeit aus. Die Stimme ist beim Sprechen verändert und klingt kratzig. Bei einigen Betroffenen fällt die Stimme komplett aus, sodass sie nur noch flüsternd sprechen können. In diesem Fall spricht der Arzt von einer sogenannten Afonie. Dabei sind die Stimmlippen und Stimmbänder nicht mehr fähig, Laute zu bilden. Weitere Symptome der Infektion sind:

  • Halsschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • Reizhusten / Pseudokrupphusten
  • vermehrtes Räuspern
  • Atemnot (selten)
  • Fieber tritt bei akuten Kehlkopfentzündungen auf

Der Aufbau des Kehlkopfs

Quelle: https://www.thieme.de/statics/bilder/thieme/final/de/bilder/tw_anaesthesiologie/3.17_Kehlkopf.jpg

Damit Sie die Symptome der Krankheit besser einordnen können, möchten wir Ihnen den Aufbau des Kehlkopfs näher erläutern: Er besteht aus Knorpel und bildet die Verbindung zwischen Luftröhre und Rachen. Sobald Sie schlucken, verschließt der Kehlkopfdeckel Ihre Luftröhre. Mit den Stimmbändern steuert er die Bildung von Lauten oder Stimme und ist damit maßgeblich an unserer Fähigkeit zu sprechen beteiligt. Die Stellknorpel spielen bei der Stimmgebung in ihrem Aufbau und durch die von ihnen durchführbaren komplexen Bewegungen, ebenfalls eine große Rolle. Der Schildknorpel ist der größte Knorpel des Kehlkopfes. Im Alter kann er verkalken oder verknöchern und dann leichter brechen. Der Ringknorpel ist wie ein Siegelring geformt und bildet den untersten, zur Luftröhre gelegenen Teil des Kehlkopfskeletts.

Die Ursachen einer Kehlkopfentzündung

Die Kehlkopfdeckelentzündung bzw. Laryngitis kann verschiedene Ursachen haben: Oft sind Viren, die die Atemwege befallen, der Auslöser. Bakterien, die beispielsweise eine Erkältung auslösen, kommen ebenfalls infrage.

Menschen, die von Berufswegen ihre Stimme stärker beanspruchen, leiden tendenziell häufiger unter der Krankheit. Zu dieser Gruppe zählen beispielsweise Lehrer oder Sänger. Doch auch Menschen, die häufig staubige, trockene Luft oder chemische Dämpfe einatmen, sind davon öfter betroffen. Zudem gehören Raucher zur gefährdeten Gruppe, da der Zigarettenrauch die Stimmbänder zusätzlich reizt.

Weitere Ursachen können eine chronische Entzündung oder Allergien, welche die Nasennebenhöhlen betreffen, sein. Patienten, die unter der Refluxkrankheit (Sodbrennen) leiden, können aufgrund der aggressiven Magensäure ebenfalls eine Kehlkopfentzündung entwickeln. Um die genaue Ursache festzustellen, empfehlen wir den Gang zum Arzt. Dieser kann beispielsweise eine Kehlkopfspiegelung vornehmen.

Therapien bei einer Rachenentzündung

Bei der akuten Rachenentzündung gilt es vor allem die Stimme zu schonen. Halsschmerzen können Sie mit Tees oder speziellen Halstabletten begegnen. Diese sorgen für eine erhöhte Speichelproduktion und damit Befeuchtung der Rachenschleimhaut.

Die Therapie der chronischen Rachenentzündung ist jedoch weitaus schwieriger. Wichtig ist die Schonung der Stimme und Atemwege. Raucher sollten unbedingt eine Rauchentwöhnung angehen. Möglicherweise verschreibt Ihr Arzt Ihnen zur Abschwellung der Schleimhäute auch ein Kortison.

Welche Medikamente helfen bei einer Kehlkopfentzündung?

Zur Behandlung einer Kehlkopfentzündung eignen sich verschiedene Medikamente. Leiden Sie vor allem unter stark geschwollenen Stimmlippen, könnte der Arzt Ihnen Inhalationen mit Hydrocortison verordnen. Sind Bakterien der Auslöser für die Infektion, wird stattdessen meistens auf Antibiotika wie Amoxicillin, Azithromycin oder Doxycyclin zurückgegriffen. Ist die Kehlkopfentzündung jedoch nur eine Begleiterscheinung der Refluxkrankheit, muss eine Behandlung der Refluxkrankheit als Erstes erfolgen.

Welche Hausmittel sind bei einer Kehlkopfentzündung hilfreich?

Bei einer Kehlkopfentzündung können folgende Hausmittel die Heilung unterstützen und können Sie begleitend zur medikamentösen Behandlung anwenden:

Wir empfehlen Ihnen, möglichst auf das Sprechen zu verzichten. Sogar flüstern würde Ihre Stimme anstrengen. Inhalationen mit Salzwasser können die Beschwerden ebenfalls lindern. Sollten Sie Raucher sein, verzichten Sie auf das Rauchen. Der Zigarettenrauch reizt den Hals und Kehlkopf zusätzlich würde. Nichtraucher sollten Orte meiden, an denen geraucht wird. Dies gilt auch für Orte mit hoher Staubentwicklung.

Wir raten Ihnen außerdem, viel zu trinken. Die Zufuhr von Flüssigkeit verhindert das Austrocknen der Schleimhäute und führt zu einer erhöhten Feuchtigkeit im Rachen. Auch eine höhere Luftfeuchtigkeit hilft. Letztere können Sie mit feuchten Tüchern, die Sie über der Heizung aufhängen erreichen. Alternativ deponieren Sie dort kleine Wasserschalen. Sind Sie jedoch Allergiker, ist Vorsicht geboten, denn bei dieser Maßnahme können Allergiebeschwerden auftreten.

Im Idealfall trinken Sie viel warmen Tee mit Honig. Der Honig wirkt antiseptisch und mildert die Beschwerden im Hals, denn er legt sich wie ein Balsam auf die Schleimhäute. Außerdem sollten Sie Ihren Hals mit einem Schal oder Tuch warmhalten. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Video:

Heiser? Das hilft bei Kehlkopfentzündung

Kehlkopfentzündung Dauer

Wie lange dauert eine Kehlkopfentzündung? Die Dauer einer Kehlkopfentzündung hängt vor allem von der Fragestellung ab, ob Sie unter einer akuten oder einer chronischen Infektion leiden.

Die akute Kehlkopfentzündung

Wie lange dauert eine akute Laryngitis? Eine akute Kehlkopfentzündung ruft oft Bakterien oder Viren hervor. Die Patienten leiden einige Tage unter einem ausgeprägten Krankheitsgefühl mit Halsschmerzen und Husten sowie Heiserkeit. Manchmal klagen sie auch über den kompletten Verlust der Stimme. Die Entzündung heilt meistens von alleine in sieben bis vierzehn Tagen wieder ab.

Die chronische Kehlkopfentzündung

Die chronische Kehlkopfentzündung dauert länger als drei Wochen und entwickelt sich oft aus einer akuten Entzündung, welche nicht richtig ausgeheilt wurde. Die dauerhafte Belastung des Kehlkopfs, der Atemwege oder Stimmbänder durch bestimmte Risikofaktoren kann ebenfalls zu diesem Zustand führen.

Wie lange dauert eine Kehlkopfentzündung bei Kindern?

Kinder können an zwei Sonderformen der Larnygitis erkranken: das Krupp-Syndrom sowie die Epiglottits. Kinder leiden deutlich stärker unter den Symptomen einer Kehlkopfentzündung als Erwachsene und die Krankheit kann sich bei ihnen oft über mehrere Wochen ziehen.

Das Krupp-Syndrom

Das Krupp-Syndrom wird oft auch als Pseudokrupp bezeichnet und muss vom richtigen Krupphusten abgegrenzt werden. Meistens erkranken Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren am Pseudokrupp. Die Patienten leiden neben der Heiserkeit vor allem unter einem bellenden Husten sowie Schwierigkeiten beim Einatmen. Oftmals sind die Kehlkopfschleimhaut und Luftröhre so stark angeschwollen, dass es zu Atembeschwerden kommt. Das Krupp-Syndrom dauert meistens zwischen zwei Tagen bis zu 14 Tage. Länger treten die Beschwerden nur in seltenen Fällen auf.

Epiglottitis – die Entzündung des Kehlkopfdeckels

Der Begriff Epiglottitis bezeichnet die Infektion des Kehlkopfdeckels. Neben den Schluckbeschwerden und starken Halsschmerzen leiden die Kinder oft unter hohem Fieber. Ein weiteres Anzeichen für die Epiglottitis ist Atemnot. Letztere spricht für eine stark angeschwollene Kehlkopfschleimhaut. Bei der Kehldeckelentzündung schwellen vor allem der Kehlkopf und der Kehldeckel an. Kommt es zu dieser Infektion, sollten Sie schnellstmöglich einen Notarzt aufsuchen. Nach der Gabe von Kortison oder Adrenalin geht die Schwellung meistens zurück. In einigen Fällen ist ein Krankenhausaufenthalt notwendig.

Fazit – Das sollten Sie bei einer Kehlkopfentzündung machen

Eine Kehlkopfentzündung ist unangenehm und führt oftmals zu Halsschmerzen sowie Schluckbeschwerden. Leiden Sie unter einer akuten Entzündung, klingt diese oft binnen etwa vierzehn Tagen ab. Vor allem ist es wichtig, dass Sie Ihre Stimme schonen und viel trinken. Verzichten Sie auf scharf Speisen, Alkohol und Rauchen. Greifen Sie auf die von uns erwähnten Hausmittel zurück.

Dauern die Beschwerden an, spricht man von einem chronischen Krankheitsverlauf und Sie sollten zum Arzt gehen. Er identifiziert die Ursachen und definiert die entsprechenden Therapien. In diesem Fall werden Ihnen Medikamente verschrieben. Diese werden vor allem dann angewendet, wenn Bakterien oder Viren ursächlich für die Krankheit sind. Bei regelmäßiger Einnahme sollten die Symptome alsbald abklingen und Sie sich zügig wieder erholen.

Kehlkopfentzündung

Eine Kehlkopfentzündung kann verschiedene Ursachen haben:

Viren und Bakterien

Meist ist der Grund ein Befall der Atemwege mit Viren. Mögliche Erreger sind zum Beispiel Parainfluenza- und Influenzaviren (Grippeviren), Rhino- (Schnupfenviren) und Adenoviren. Darüber hinaus können sich auf den angegriffenen Schleimhäuten nachfolgend auch Bakterien ansiedeln, vor allem Streptokokken.

Stark beanspruchte Stimmbänder

Menschen wie Sänger oder Lehrer, die ihre Stimme stark beanspruchen, bekommen häufiger eine Kehlkopfentzündung. Der Stimmapparat ist dann gereizt und überfordert.

Reizende Atemluft

Auch Menschen, die sehr oft trockene Luft, Staub, chemische Dämpfe oder reizende Schadstoffe wie Zigarettenrauch einatmen, bekommen schnell eine Laryngitis .

Allergien

Auch andere Erkrankungen können eine Laryngitis hervorrufen. Wer beispielsweise allergiebedingt eine chronisch verstopfte Nase hat, atmet fast nur noch durch den Mund und begünstigt damit eine Rachen- und Kehlkopfentzündung. Das gilt auch bei einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung.

Verkrümmte Nasenscheidewand

Auch eine einer verbogenen Nasenscheidewand erschwert die Atmung. Sie kann daher ebenfalls eine Kehlkopfentzündung begünstigen.

Chronisches Sodbrennen (Refluxkrankheit)

Bei Menschen mit einer Refluxkrankheit gerät immer wieder Magensaft in die Speiseröhre – auch dadurch kann sich der Kehlkopf entzünden.

Ist eine Kehlkopfentzündung ansteckend?

Ist eine Infektion mit Viren und/oder Bakterien die Ursache der Laryngitis, kann sie durchaus ansteckend sein. Influenzaviren verbreiten sich beispielsweise, indem sie in Form von winzigen Tröpfchen beim Sprechen oder Husten ausgestoßen und von anderen Menschen wieder eingeatmet werden.

Wer sich ansteckt, kann dann aber auch nur einen Schnupfen oder eine Grippe bekommen, ohne dass diese auf den Kehlkopf übergreifen. Wie stark und wie lange eine Kehlkopfentzündung ansteckend ist, variiert abhängig vom Erreger.

Mediziner unterscheiden je nach Dauer zwei Formen der Kehlkopfentzündung:

Die akute Kehlkopfentzündung wird meist durch eine Infektion mit Viren oder Bakterien ausgelöst. Die Betroffenen fühlen sich in der Regel einige Tage lang krank, haben Halsschmerzen, Husten und sind vor allem heiser – manchmal funktioniert die Stimme überhaupt nicht mehr. Normalerweise heilt die akute Kehlkopfentzündung folgenlos aus.

Die chronische Kehlkopfentzündung hält länger als drei Wochen an. Sie kann sich aus einer nicht ausgeheilten akuten Laryngitis entwickeln, aber auch, wenn der Bereich von Kehlkopf und Stimmbändern dauerhaft belastet wird. Manchmal verursachen auch andere Erkrankungen (wie die Refluxkrankheit des Magens) eine chronische Kehlkopfentzündung.

Neben der normalen Kehlkopfentzündung sind zwei weitere Sonderformen möglich, die speziell bei Kindern eine Rolle spielen:

Pseudo Krupp (Krupp-Syndrom)

Krupp-Syndrom ist ein anderer Name für die akute stenosierende Laryngotracheitis. Um sie von der „echten“ Krupp-Erkrankung zu unterscheiden, bezeichnen Ärzte sie auch oft als Pseudo-Krupp. Diese Erkrankung tritt vor allem bei Kindern zwischen sechs Monaten und drei Jahren auf.

Das Krupp-Syndrom äußert sich vor allem in einer heiseren Stimme, einem bellenden Husten und krankhaften Geräuschen beim Einatmen (inspiratorischer Stridor). Neben der Kehlkopfentzündung ist bei den betroffenen Kindern die Schleimhaut auch im Bereich von Kehlkopf und Luftröhre so stark geschwollen, dass die Atemwege eingeengt sind und der Hals sich wie zugeschnürt anfühlt. Eine starke Schwellung kann Atemnot bei dem betroffenen Kind verursachen.

Eine weitere, inzwischen seltene Erkrankung ist die sogenannte Epiglottitis. Meist betrifft sie Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren. Es handelt sich hierbei um eine besondere Form der Kehlkopfentzündung, bei der sich speziell der Kehldeckel (Epiglottis) entzündet, der am „Eingang“ des Kehlkopfes sitzt.

Bei einer Epiglottitis schwellen Kehldeckel und Kehlkopf stark an. Das Kind hat hohes Fieber, starke Schluckbeschwerden, Atemnot und spricht „kloßig“. Eine Epiglottitis ist ein Notfall, der sofort ärztlich behandelt werden muss!

Kehlkopfentzündungen – was kann ich selbst tun?

Bei einer akuten leichten Laryngitis kann der Patient den Heilungserfolg günstig beeinflussen, indem er in erster Linie konsequent die Stimme schonen muss. Ein Raumluftbefeuchter sorgt für feuchte Luft und unterstützt damit den Heilungsprozess. Warme, nicht zu heiße Getränke tun dem Hals gut. Auch ein warmer Halswickel fördert die Durchblutung und kurbelt damit den Heilungsprozess an. Inhalieren mit Salzlösung, Salbei oder Eibisch ist wohltuend. Das Gurgeln der Lösungen hilft hingegen nicht, weil es den Kehlkopf nicht erreicht. Wichtig ist es aber, viel zu trinken, damit die Schleimhäute durchfeuchtet werden und die Erkältungsviren leichter ausgeschwemmt werden können. Die meisten Entzündungen im Rachenbereich sind durch Viren bedingt und heilen spontan aus. Antibiotika sind selten indiziert. Grippale Infekte können aber auch einhergehen mit Halsschmerzen, langwierige Verläufe haben.

Nachdem die akute Kehlkopfentzündung am häufigsten im Winter während der klassischen Erkältungszeit auftritt, helfen vorbeugend alle Maßnahmen, die die Abwehrkräfte des Körpers stärken. Hierzu zählen eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Schlaf sowie Stress und Rauchen vermeiden.

Klingen die Symptome der Kehlkopfentzündung nicht ab, werden heftiger oder kommt Fieber hinzu, sollte immer ein HNO-Arzt aufgesucht werden.

Inhalieren bei Heiserkeit

Statt der eigenen Stimme erklingt plötzlich ein raues Krächzen oder ungewolltes Flüstern. Ob dieser Erscheinung eine Erkältung vorausging oder nicht, die Diagnose ist klar: Heiserkeit.Tritt diese auf, sind die empfindlichen Stimmlippen gereizt und möglicherweise sogar entzündet. Neben der Heiserkeit können sich daher auch Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und eine starke Verschleimung einstellen. Um diese Symptome zu lindern, die Stimme schnell wiederherzustellen und das Allgemeinbefinden zu verbessern, sollten Betroffene inhalieren. Hilfreich ist diese Behandlung aber nur, wenn sie richtig durchgeführt wird.

Wie sollte bei einer Heiserkeit inhaliert werden?

Das Beugen über einen Topf, aus dem Wasserdampf aufsteigt, bringt bei Heiserkeit eine gewisse Linderung. Zumindest wenn der Kopf mit einem Handtuch abgedeckt und durch den Mund geatmet wird. Die Wirkung hierbei ist aber selbst mit Zusätzen relativ beschränkt. Für eine leichte Heiserkeit reicht diese Art der Inhalation jedoch völlig aus. Bei schwereren Entzündungen oder Reizungen ist jedoch der Einsatz eines Inhalationsgeräts mit Vernebler und Mundstück sinnvoller.

Wird ein Inhalationsgerät eingesetzt, das das Wasser und den gewählten Zusatz vernebelt und über ein Mundstück ganz gezielt weiterleitet, ist der Effekt größer. Bedingt ist dies zum einen durch die kleinere Tröpfchengröße. Die winzigen Tropfen können weiter und damit tiefer transportiert werden, als die des gewöhnlichen, warmen Wasserdampfes. Zum anderen bringt das Einatmen über ein Mundstück die Tröpfchen direkt in den Hals und damit an die Stimmlippen. Hier wirkt die Lösung befeuchtend. Und je nach gewähltem Zusatz, antibakteriell, entzündungshemmend und heilungsfördernd.

Die Inhalation mithilfe eines Verneblers oder einem Inhalator mit Mundstück empfiehlt sich also bei schwereren Entzündungen, während die breitere Inhalation über einem Topf bei leichter Heiserkeit vollkommen ausreicht.

Geeignete Inhalationszusätze bei Heiserkeit

Ist die Heiserkeit lediglich schwach ausgeprägt und auf eine Überanstrengung der Stimme zurückzuführen, kann Wasser ohne jeglichen Zusatz eingesetzt werden. Ziel hier sollte eine schlichte Befeuchtung der Stimmlippen sein, die durch ein Schonen der Stimme unterstützt wird.

Den gleichen Effekt bewirkt eine 0,9%ige Salzwasserlösung, die möglichst über einen Vernebler inhaliert werden sollte. Eine höhere Konzentration sollte diese allerdings nicht aufweisen, da sie sonst nicht mehr befeuchtend wirkt. Im Gegenteil, zu viel Salz führt zu einer Austrocknung der Schleimhaut.

Steht hinter der Heiserkeit eine Erkältung, darf die Inhalationslösung neben einem befeuchtenden Effekt, ruhig auch Entzündungen hemmen und Keime abtöten. Hierfür bieten sich Kamille und Salbei an. Wahlweise als Aufguss aus getrockneten oder frischen Blättern und Blüten oder aber als ätherisches Öl. Das ätherische Öl wirkt stärker als Aufgüsse, daher sollte mit diesem jeweils nur für wenige Minuten inhaliert werden.

Vorsicht bei Minze und Eukalyptus

Auch Minze und Eukalyptus kann in geringen Maßen eingesetzt werden. Bei diesen Zusätzen ist allerdings Vorsicht geboten. Zum einen eignen sie sich nicht für Säuglinge und kleine Kinder. Zum anderen können sie bei Schwangeren frühzeitige Wehen auslösen und zusätzlich den Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre vorübergehend schwächen. Wer also ohnehin schon unter Sodbrennen oder anderen Reflux-Krankheiten leidet, ist mit der Inhalation von Minze nicht gut beraten. Vor allem dann nicht, wenn dieser Zusatz über den Mund eingeatmet wird.

Hilft Gurgeln gegen Heiserkeit?

Gurgeln wird, ebenso wie das Trinken von Milch, häufig als heilsam bei Heiserkeit betrachtet. Das stimmt aber nur bedingt. Liegt eine Erkältung vor, deren Erreger sich auf die Stimmlippen ausgeweitet haben, kann das Gurgeln von Salzlösung oder anderen Mitteln in der Tat positiv wirken. Denn die antibakterielle Wirkung dämmt die Ausbreitung der Keime ein. Stammt die Heiserkeit hingegen von stark beanspruchten Stimmlippen, hat das Gurgeln keinerlei Effekt.

Unterstützende Behandlungen bei Heiserkeit

Egal ob die Heiserkeit durch eine übermäßige Beanspruchung oder durch eine Erkältung ausgelöst wird, in jedem Fall muss der Stimme Ruhe gegönnt werden. Das bedeutet also, dass so wenig wie nur irgend möglich gesprochen wird. Flüstern ist ebenfalls verboten, denn dieses strengt die Stimmlippen sogar noch mehr an, als Sprechen in normaler Lautstärke. Zugleich müssen Betroffene es vermeiden, sich zu räuspern. Beim Räuspern wirken gewaltige Kräfte auf die Stimmbänder ein, wodurch diese wiederum gereizt werden. Das Räusper-Verbot kann anfangs schwer zu befolgen sein. Gerade weil das Kratzen im Hals und die eingeschränkten Verständigungsmöglichkeiten dazu verlocken. Wird es aber nicht eingehalten, bleibt die Stimme für längere Zeit rau. Wer unter Heiserkeit leidet, sollte daher lieb zu Zettel und Stift greifen.

Zusätzlich gilt es, den Halsbereich warmzuhalten. Beispielsweise durch einen Schal. Eine gesteigerte Flüssigkeitszufuhr, in Form von Wasser, Tee, Brühe und Saftschorlen hilft weiterhin bei der Genesung. Entgegen dem weitverbreiteten Glauben ist Milch – ob mit oder ohne Honig – allerdings kein heilsames Getränk. Das Eiweiß in der Milch führt zu einer vermehrten Schleimproduktion, was die Heiserkeit sogar verschlimmern kann. Milchprodukte sind damit ebenfalls wenig ratsam.

Das Anregen der Speichelproduktion, beispielsweise durch Halsbonbons oder das lange Kauen von Kaugummis entfernt Erreger und spült die Schleimhäute. Bei Heiserkeit ist beides empfehlenswert. Zuckerfreie Varianten sind hier zu bevorzugen, da Zucker ebenso wie Milch die Schleimproduktion unnötig vorantreibt.

Das gezielte Inhalieren sowie das Befolgen einiger kleiner Tipps bewirkt zwar keine Wunder – kann die Stimme nach einer Heiserkeit aber schneller wiederherstellen. Bei einer zusätzlichen Erkältung sollte übrigens nicht nur die Stimme, sondern der gesamte Körper geschont werden. Dadurch wird das Risiko folgender Krankheiten deutlich vermindert.

Heiserkeit bei Kindern: Hilfreiche Tipps

Heiserkeit bei Kindern wird nicht immer auf Anhieb erkannt. Oftmals bemerken Eltern die heiseren Stimmen Ihrer Kinder aus Gewohnheit nicht. Wir verraten Ihnen, was Sie gegen Heiserkeit bei Babys und Kleinkindern tun können.

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Kinder leiden häufig unter grippalen Infekten. Besonders in den kalten Monaten sind sie anfällig für Erkältungen. Schuld daran ist ihr empfindliches Immunsystem, das sich noch im Aufbau befindet, und deshalb schlechter in der Lage ist, Bakterien und Viren abzuwehren. Husten, Schnupfen und Heiserkeit treten meist gemeinsam als Symptome der Atemwegsinfektion auf.

Von Heiserkeit spricht man, wenn das Stimmorgan – der Kehlkopf – durch eine Entzündung gereizt ist. Als Abwehrreaktion gegen die Infektion schwellen der Kehlkopf und die Schleimhaut im Hals an. Somit können die Stimmbänder nicht frei schwingen und die Stimme klingt heiser.

Da Babys noch nicht sprechen können, ist es schwierig, eine heisere Stimme festzustellen. Erkennbar ist die Heiserkeit daher an der Lautstärke. Schreit und weint das Baby leiser als üblich, kann davon ausgegangen werden, dass die Stimme belegt ist. Ein weiteres Indiz kann ein leises Schnarchen beim Schlafen sein.

Kleinkinder reden und singen viel und laut. Das beansprucht ihre Stimmen. Die mögliche Folge: Der Hals kratzt und die Stimme klingt rau und heiser. Fällt Ihnen eine vorübergehende Stimmveränderung bei Ihrem Kind auf, so können sie den Heilungsprozess mit Hausmitteln unterstützen.

Behandlung von Heiserkeit bei Kindern: Die besten Hausmittel

In der Regel wird Heiserkeit bei Kindern mit den gleichen Mitteln behandelt wie bei Erwachsenen. Handelt es sich um erkältungsbedingte oder durch häufiges Schreien ausgelöste Heiserkeit, so können folgende Hausmittel bei Kleinkindern angewendet werden:

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind reichlich trinkt, um den Rachen von Erregern frei zu spülen. Dazu eignen sich lauwarme Fenchel-, Kamillen- oder Salbeitees.
  • Stimme schonen: Auch für Kinder gilt: Lautes Reden und Singen vermeiden und nicht flüstern. Auch wenn es den Kleinen vermutlich schwer fallen wird, sich zurückzunehmen – seien Sie ein Vorbild und sprechen Sie in der gesamten Familie leiser und ruhiger.
  • Frische Luft: Gehen Sie auch mit einem erkälteten Kind ins Freie, damit es viel frische Luft einatmen kann. Außerdem sollten die Räume, in denen sich das Kind aufhält, regelmäßig gelüftet werden.
  • Ruhe und Schlaf: Genauso wichtig wie die Stimme zu schonen, sind ausreichender Schlaf und Ruhezeiten.
  • Wärme: Der Hals des Kindes sollte bei Heiserkeit immer mit einem Schal bedeckt sein. Besonders wohltuend und schmerzlindernd wirken auch warme Wickel, zum Beispiel Quark- oder Kartoffelwickel.
  • Lutschtabletten: Sie können größeren Kindern auch Hustenbonbons mit Salbei oder Isländisch Moos geben. Das Lutschen fördert die Speichelbildung und hält Hals und Kehlkopf feucht.

Heiserkeit bei Kleinkindern: Wann zum Arzt gehen?

Die Dauer einer Heiserkeit bei Kindern hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Ist zu langes Schreien der Auslöser für die raue, heisere Stimme, sind die Beschwerden normalerweise nach wenigen Tagen wieder verschwunden. Bei einem grippalen Infekt oder einer Erkältung klingen die Heiserkeitssymptome ab, sobald der Infekt ausgeheilt ist.

Jede Heiserkeit oder Stimmveränderung, die länger als ein bis zwei Wochen andauert, sollte von einem Facharzt abgeklärt werden. Wenn es neben der Heiserkeit zu starken Schmerzen, hohem Fieber oder Atemnot bei dem Kind kommt, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Ursachen für Heiserkeit bei Babys und Kleinkindern

Verschiedene Ursachen können akute oder chronische Heiserkeit bei Kindern auslösen. Hier erfahren Sie, welche Auslöser infrage kommen:

  • Wirksames Hausmittel: Wann Inhalieren gegen Husten hilft
  • Halsschmerzen bei Kindern: Wann Sie zum Arzt gehen müssen
  • Ohne Medikamente: Fünf sanfte Helfer gegen Husten und Schnupfen
  • Körperreaktion auf Bakterien: Fieber – Wann sollten Eltern mit dem Nachwuchs zum Arzt?
  • Die besten Hausmittel bei Erkältung: Was hilft gegen lästige Halsschmerzen?

  • Heiserkeit durch virale oder bakterielle Infekte der oberen Atemwege: Erkältungen sind eine der häufigsten Ursachen für Heiserkeit bei Kindern. Oft gehen sie mit Fieber, Halsschmerzen, Husten und Schnupfen einher. Bei einem heiseren Kind verändert sich der Klang der Stimme von kräftig und laut zu rau, belegt und leise.
  • Heiserkeit durch Schreien: Babys und Kleinkinder, die viel schreien, überlasten ihre Stimmen, was ebenfalls zu akuter Heiserkeit führen kann. Bei dauerhaftem Schreien kann das Kind sogar über längere Zeit hinweg heiser sein. In einigen Fällen bilden sich als Folge der Überstrapazierung der Stimmorgane sogenannte Schreiknötchen. Diese entstehen durch Schleimfäden auf den Stimmlippen, die sich dann zu gutartigen Knötchen verhärten und die Stimmbänder einengen. Normalerweise verschwinden Schreiknötchen bei Schonung der Stimme und spätestens in der Pubertät von alleine.
  • Heiserkeit durch Zahnen: Wenn Säuglinge und Kleinkinder zahnen, kann Heiserkeit als Begleiterscheinung auftreten. Viele Kinder empfinden dabei starke Schmerzen, sodass sie vermehrt schreien und weinen. Das strapaziert die Stimmbänder und sorgt für einen heiseren Stimmton.
  • Heiserkeit durch Entzündung des Kehldeckels: Im Kindesalter kann auch eine Entzündung des Kehldeckels zu Heiserkeit führen. Dabei ist der Kehldeckel sehr stark gerötet, geschwollen und schmerzt. Weitere Symptome dieser durch Bakterien ausgelösten Infektionskrankheit sind Fieber und Halsschmerzen – bis hin zu gefährlicher Atemnot.
  • Heiserkeit durch Pseudokrupp: Pseudokrupp ist ebenfalls eine Ursache für heisere Stimmen bei Kleinkindern bis etwa fünf Jahren. Die Entzündung des Kehlkopfs wird durch Viren ausgelöst und lässt die Schleimhaut in Hals, Rachen und an den Stimmbändern anschwellen. Nach einer anfänglichen Heiserkeit zeigt das Kind bei Pseudokrupp einen rauen, bellenden Husten und mitunter heftige Hustenanfälle in der Nacht. Üblicherweise verläuft die Erkrankung harmlos und heilt von alleine aus. Es besteht jedoch auch hier die Gefahr, dass der Kehlkopf so stark zuschwillt, dass es zu einer Atemnot kommt.

Häufige Symptome

Bei welchen Beschwerden Kinder zum Arzt sollten

Wohl jeder kennt Hausmittel gegen Erkältung, Fieber oder Erbrechen. Und tatsächlich müssen Eltern nicht mit jedem Wehwehchen ihres Kindes gleich zum Arzt gehen. Wann Omas Heilmittel ausreichen – und wann doch etwas Ernstes dahinterstecken könnte.

Fieber

Das ist unter Eltern ein Angstthema, wie Till Dresbach sagt. Er ist Oberarzt in der Neonatologie am Universitätsklinikum Bonn und gibt Notfallkurse für Eltern. Aber: „Fieber ist primär nichts Schlechtes. Es zeigt, dass der Körper sich gegen Erreger zu Wehr setzt.“

Bei Kindern spricht man ab 38,5 Grad von Fieber. Gemessen wird bei Säuglingen am besten im Po, das sei am genauesten. Bei älteren Kindern können Eltern auch im Ohr messen – am besten zweimal, um sicherzugehen, dass man das Thermometer richtig gehalten hat.

„Wenn es dem Kind trotz Fieber gut geht – wenn es spielt und trinkt, ist es erst mal nicht so schlimm“, sagt Dresbach. Ist es hingegen apathisch, liegt im Bett und trinkt nicht mehr, sollten Eltern mit ihrem Kind zum Arzt gehen. Trinken ist gerade bei Fieber wichtig: „Pro Grad Celsius Körpertemperatur steigt der Flüssigkeitsbedarf um 20 Prozent.“

Hat ein Säugling Fieber, sollten Eltern mit ihm auf jeden Fall zum Arzt gehen, sagt Hermann Josef Kahl, Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. „Da muss man aufpassen, dahinter kann so ziemlich alles stecken.“ Er rät Eltern von älteren Kindern, ab 39,5 Grad Celsius das Fieber zu senken – etwa mit einem speziellen Saft oder Zäpfchen. Es gibt eine Ausnahme: „Wenn das Kind schon mal einen Fieberkrampf hatte, muss man das Fieber sofort senken.“

Husten

Wenn das Kind hustet, ist vor allem viel zu trinken wichtig, sagt Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer. Einige Eltern haben mit Hustensaft etwa mit Efeu oder Primelwurzel gute Erfahrungen gemacht. Außerdem können Eltern die Brust des Kindes einreiben, zum Beispiel mit Lavendelöl. Das lindert manchmal den Hustenreiz lindern, wirkt schleimlösend und wärmt, wie Sellerberg erklärt.

Mit Kindern, die jünger als zwei Jahre sind, sollten Eltern bei Husten aber am besten zum Arzt gehen. Das gilt auch, wenn das Kind Fieber oder zusätzlich Ohrenschmerzen hat. Wenn der Husten länger als zwei Wochen anhält oder der Auswurf gelblich-grün oder blutig ist, empfiehlt Sellerberg ebenfalls einen Besuch beim Kinderarzt.

Schnupfen

Bei Schnupfen kann Kochsalzlösung aus der Apotheke helfen und oft abschwellendes Nasenspray ersetzen, sagt Dresbach. Wichtig sei, dass abends, wenn das Kind schlafen soll, die Nase frei ist. „Da kann man dann auch abschwellendes Nasenspray verwenden.“ Allerdings sollte das nur wenige Tage angewendet werden.

Auch ein bis zweimal am Tag für rund zehn Minuten zu inhalieren, zum Beispiel mit Kamillenblüten, kann laut Sellerberg die Beschwerden bei älteren Kindern lindern. Der heiße Dampf löst den Schleim. Eltern sollten aber aufpassen, dass das Wasser nicht zu heiß ist und sich das Kind nicht daran verbrüht. Wenn bei einem Kind zusätzlich über 39 Grad Fieber auftritt, sollten Eltern mit ihm zum Arzt gehen.

Heiserkeit

Ist ein Kind heiser, ist es ebenfalls wichtig, dass es viel trinkt, wie Kahl sagt. Wenn zur Heiserkeit Fieber hinzukommt, sollten Eltern mit dem Kind zum Arzt gehen – dahinter kann zum Beispiel eine eitrige Hals- oder eine Mandelentzündung stecken. Und: „Wenn die Halsschmerzen so schlimm sind, dass das Kind nicht mehr schlucken kann, gehen Eltern am besten mit ihm zum Arzt“, rät Dresbach. Sonst droht ein Flüssigkeitsmangel.

Erbrechen

Erbrechen: Wenn sich das Kind übergibt, sollten Eltern sich zunächst die Frage stellen, ob es in den vergangenen zwei Wochen auf den Kopf gefallen ist – also ob eine Gehirnerschütterung dahinterstecken kann, erklärt Kahl. Gerade mit kleineren Kindern gehen Eltern aber am besten sicherheitshalber immer zum Arzt. Ansonsten gilt bei Erbrechen und auch Durchfall: Viel trinken.

„Säuglinge können weiter gestillt werden, Muttermilch ist dann das beste für sie“, sagt Kahl. Größere Kinder benötigen unter Umständen eine Elektrolyt-Lösung aus der Apotheke, um Verluste möglichst auszugleichen. Ansonsten gilt laut Kahl: leichte Kost wie Zwieback, Banane oder geriebener Apfel sowie Tee mit einem Teelöffel Traubenzucker und einer Prise Salz.

Ausschlag

Hier können Eltern das Ganze erst mal beobachten – sofern das Kind nicht etwa mit gefährlichen Stoffen in Berührung gekommen ist. „Unspezifischer Ausschlag ist eigentlich nie etwas akut Bedrohliches“, sagt Dresbach. Kommen aber Halsschmerzen hinzu oder geht es dem Kind allgemein schlechter, kann es sich um Scharlach handeln und man sollte mit dem Kind zum Arzt gehen.

Laut Kahl kann hinter Ausschlag auch eine Allergie oder Überempfindlichkeit stecken. „Wenn es nicht weggeht, dann sollte man zum Arzt.“ Gleiches gilt bei Ausschlag mit Fieber.

Von RND/dpa

Eine heisere Stimme kann in jedem Lebensalter durch eine Veränderung des Kehlkopfes, insbesondere der Stimmlippen oder durch eine Funktionsstörung des Kehlkopfes entstehen. Bei Kindern im Vorschul- und Grundschulalter sind solche Stimmstörungen recht häufig, sie betreffen bis zu 25% aller Kinder (Keilmann, 1999).

Wenn ein Kind heiser ist, muss eine Untersuchung des Kehlkopfes durchgeführt werden. Diese Untersuchung kann mittels eines Kehlkopfspiegels oder eines starren Endoskops durch den Mund oder mittels eines flexiblen Endoskops durch die Nase erfolgen. In sehr seltenen Fällen muss in Narkose untersucht werden. Durch diese Untersuchung wird festgestellt, ob eine angeborene Veränderung des Kehlkopfes (z. B. eine Segelbildung zwischen den Stimmlippen, eine Asymmetrie des Kehlkopfes) oder eine Kehlkopferkrankung (z. B. Kehlkopfpapillome, eine Lähmung der Stimmlippen) vorliegt (Gray et al., 1996). Werden beispielsweise eine Stimmlippenzyste oder Kehlkopfpapillome festgestellt, dann muss das Kind operiert werden.

Bei Kindern im Vorschul- und Grundschulalter liegen primär meist keine organischen Veränderungen vor. Die meisten Heiserkeiten in diesem Alter beruhen auf einem Missbrauch der Stimme beim Sprechen, Spielen oder Singen. Aufgrund des auditiven (gehörten) Stimmbefundes und der Kehlkopfuntersuchung wird die Diagnose „hyperfunktionelle Dysphonie“ gestellt. Wenn möglich, sollte zusätzlich eine Stroboskopie zur Beurteilung der Stimmlippenschwingungen erfolgen. Die hyperfunktionelle Dysphonie kann auch zur Bildung von Stimmlippenknötchen führen. Diese Knötchen werden auch „Schreiknötchen“ genannt, wenn sie breitbasig im mittleren Drittel der Stimmlippen zu sehen sind, oder „Sängerknötchen“, wenn sie wie im Erwachsenenalter umschrieben sind und am Übergang vom vorderen zum mittleren Stimmlippendrittel liegen. Diese Stimmlippenknötchen werden ebenfalls durch die Kehlkopfuntersuchung festgestellt.

Die meisten Kinder mit einer hyperfunktionellen Dysphonie sind laut und impulsiv, oft sprechen auch die Eltern oder Bezugspersonen sehr laut. Die Kinder setzen ihre Stimme beim Spielen oder Singen in einem Maß ein, das die Leistungsfähigkeit des Kehlkopfes übersteigt. Viele der Kinder haben einen hohen Bewegungsdrang und Schwierigkeiten, die Kraft zu dosieren. Oft fällt auf, dass die Kinder zum Ausdruck ihrer Wünsche vor allem ihre Stimmkraft und zu wenig passende Argumente oder andere (nonverbale) Ausdrucksmöglichkeiten nutzen. Zum Entstehen einer Stimmstörung können auch Hörstörungen, Hörverarbeitungsstörungen oder eine geringe Musikalität beitragen (Beushausen, 1998).

Der Schwerpunkt der Therapie der hyperfunktionellen Dysphonie im Kindesalter und von kindlichen Stimmlippenknötchen ist die Elternberatung. Oft geht es in der Familie zu laut und zu hektisch zu. Situationen, in denen es meist zu stimmlichen Überanstrengungen kommt, sollten vermieden werden. Eltern, Erzieher und Lehrer sollten sich ihrer Rolle als stimmliches Vorbild bewusst werden.

In Abhängigkeit vom Entwicklungsalter und vom Schweregrad der Stimmstörung ist bei älteren Kindern ggf. zusätzlich eine logopädische Stimmtherapie angezeigt. In jedem Fall sollen unökonomische Belastungen des Kehlkopfes vermieden werden.

Eine operative Abtragung von Stimmlippenknötchen ist im Kindesalter nicht indiziert. Meist bilden sich die Stimmlippenknötchen während des Stimmwechsels zurück. Trotzdem sollte eine Verhaltensänderung angestrebt und eine Stimmtherapie bei den Kindern erfolgen, weil sonst auch nach dem Stimmwechsel eine Stimmstörung, vielleicht auch bleibende Schäden des Kehlkopfes bestehen bleiben.

Literatur
Beushausen U: Kindliche Dysphonien im Vorschulalter – Ein psycholinguistisches Therapieverfahren. Sprache Stimme Gehör 22 (1998) 147-152
Gray SD, Marshall E, Smith MD, Schneider H: Voice disorders in children. Pediatric Otolaryngology 43 (1996) 1357-1384
Keilmann A: Erkrankungen der Stimme bei Kindern und Jugendlichen L.O.G.O.S. interdisziplinär 7 (1999) 30-35

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