Kleinkind bläschen im mund

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0 Shares Aktualisiert am 25. Januar 2020

Viele denken nicht an Mundfäule, wenn ihr Kind an Fieber leidet und kleine Bläschen im Mund- und Rachenraum oder Lippenbläschen innen hat.

Stomatitis Aphtosa: Die Mundschleimhaut hat weiße Flecken. Gibt es weiße Flecken im Rachenbereich sind Bilder schwieriger aufzunehmen.

Die Mundfäule, auch als Stomatitis Aphtosa bekannte Herpes-Infektion, tritt insbesondere bei Kindern auf, eben mit solchen Symptomen wie weiße Bläschen auf dem Gaumen oder weiße Bläschen auf der Lippe, Aphten im Rachen beziehungsweise Aphten im Hals; auch kann die Zunge entzündet sein. Eine Entzündung am Gaumen geht nicht weg? Auch hier sollten Sie hellhörig werden.

Mundfäule bei Erwachsenen gibt es zwar auch, aber es sind meist Kleinkinder bis 5 Jahre, die von dieser schmerzhaften Herpesform heimgesucht werden.

Das Expertenteam von Dentaly.org hat für Sie recherchiert, wie sich Mundfäule beim Kleinkind aber auch beim Erwachsenen zeigt und wie sich Mundfäule behandeln lässt, um die Aphten bei Kindern und Erwachsenen zu heilen. Außerdem zeigen wir Ihnen Mundfäule-Bilder.

Was ist Mundfäule (Stomatitis Aphtosa)?

Wunde Stelle im Mund

Der deutsche Name der Erkrankung geht auf den sehr strengen Geruch zurück, den die sich bildenden Blasen in der Mundschleimhaut, Blasen im Rachen oder eine Blase am Zahnfleisch produzieren. Dieser Herpes am Zahnfleisch wird von den Betroffenen teilweise als Pickel am Zahnfleisch wahrgenommen.

Die Mundfäule hat verschiedene Bezeichnungen:

  • Aphthöse Stomatitis
  • Auf Latein Stomatitis aphthosa
  • Genauer auf Latein: Stomatitis herpetica
  • Noch genauer Gingivostomatitis herpetica

Verursacht wird sie durch den Erstkontakt des Herpes-Virus „Herpes simplex Typ 1“ (HSV-1) und ist eine Erkrankung der Mundschleimhaut sowie des Zahnfleisches bei der sich Pusteln beziehungsweise kleine Bläschen bilden, die sehr schmerzhaft sein können. Das Zahnfleisch juckt in einigen Fällen und eine Entzündung am Gaumen ist zu beobachten. Auch kleine Bläschen am Gaumen sind möglich. Die Mundschleimhaut löst sich teilweise ab, was die Nahrungsaufnahme erschwert.

Dieses schmerzhafte Leiden tritt meist bei Kindern zwischen 10 Monaten und 5 Jahren als Erstinfektion des Virus auf, vereinzelt jedoch auch im Erwachsenenalter oder bei Kindern, die älter als 5 Jahre sind. Die aphtöse Stomatitis ist als nicht durch Plaque induzierte gingivale Erkrankung klassifiziert. Das Krankheitsbild ist dem einer Aphthe ähnlich.

Krankheitsbild

Symptome dieser Herpesinfektion

Die Mund- und Gaumenentzündung beginnt in der Regel mit hohem und bis zu fünf Tage andauerndem Fieber. Das Virus ist hochansteckend. Nach zwei bis drei Tagen ist das Zahnfleisch angeschwollen, was sich durch dickes Zahnfleisch zeigt, zunächst bestehen jedoch noch keine Zahnfleisch-Schmerzen, trotz Zahnfleischentzündung beim Kind oder Erwachsenen. Später greift die Entzündung meist auch auf die Innenseiten der Mundhöhle über (Mundhöhlenentzündung). Hauptsächlich betroffen sind:

  • Gaumen
  • Zahnfleisch
  • Zunge (z.B. durch Herpes an der Zunge)
  • Unter Umständen auch die Lippen

Gaumen entzündet? Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern ist diese Art von Mundschleimhautentzündung ausgeprägt.

Hinzu kommt, dass sich die Papillen der Zunge, die auf lateinisch Papillae linguales genannt werden, entzünden. Diese erscheinen dann als kleine, weiße Punkte, was mit stark brennendem Schmerz verbunden ist. In diesem Zustand ist die Nahrungsaufnahme nur erschwert möglich und es kann sein, dass man mit dem Kind den Notdienst aufsuchen muss.

Es kann sich auch eine Blase auf der Zunge bilden, also Herpes auf der Zunge (Zungenherpes). Sind die Blasen sehr klein, werden diese teilweise als Punkte auf der Zunge wahrgenommen oder aber als weiße Flecken auf der Zunge. Außerdem können weiße Punkte auf der Lippe auftreten (Weiße-Punkte-Lippe). Es könnte auch sein, dass der Gaumen brennt, das Zahnfleisch brennt oder die Lippe brennt. Wenn Ihr Kind Ihnen sagt „meine Zunge brennt seit Tagen“ oder über brennendes Zahnfleisch klagt, sollten Sie aufhorchen. Es kann auch sein, dass die Zunge angeschwollen ist.

Schmerzen Zahnfleisch und kommt es zum Gefühl des Brennens in der Mundhöhle, will das Kind womöglich nichts mehr essen und trinken. Dann sollten Sie so schnell wie möglich zum Arzt oder in das Krankenhaus gehen. Einerseits weil das Kind nicht genug Flüssigkeit und Nahrung aufnehmen kann und andererseits kann eine Zahnfleischentzündung starke Schmerzen am Zahnfleisch verursachen. Schmerzendes Zahnfleisch ist geschwollen und hat in diesem Stadium eine blutrote Farbe und neigt zu leichten Blutungen. Die Halslymphknoten sind angeschwollen und Speichelfluss tritt vermehrt auf.

Mundgeruch bei Kindern als Hinweis auf Mundfäule

Sehr typisch ist ein saurer Mundgeruch. Der Mundgeruch bei Kindern mit Stomatitis Aphtosa ist außerdem sehr stark. Mundgeruch beim Kleinkind kann also ein ernstzunehmender Hinweis auf Mundfäule sein. Wenn Ihr Partner sagt, das Baby riecht aus dem Mund, schauen Sie mal in den Mund hinein, ob Sie weitere Hinweise auf Mundfäule erkennen können und gehen sicherheitshalber zum Arzt.

Ferner geht ein permanenter Schmerz von den zahlreichen Bläschen am Gaumen beziehungsweise dem Herpes am Gaumen sowie den Bläschen am Zahnfleisch – also Herpes am Zahnfleisch – aus oder es wird ein Schmerz durch kleine Bläschen auf der Zunge beim Kind oder Erwachsenen verursacht, wodurch die Betroffenen gereizt sein können. Ein entzündeter Gaumen ist sehr unangenehm. Teilweise ist der Gaumen geschwollen oder es schmerzt eine Aphte am Gaumen oder es schmerzen sogar mehrere Aphten am Gaumen.

Tauchen Bläschen auf der Zunge bei Kindern oder Erwachsenen auf, trocknen diese Bläschen nach ungefähr einer Woche ein. Die wunden Stellen heilen ohne Narbenbildung ab. Ab diesem Moment ist das Virus nicht mehr übertragbar.

Symptome Mundfäule
Stark säuerlicher Mundgeruch
Geschwollene Lymphknoten
Schmerzhafter Bläschenausschlag am Gaumen sowie eventuell am Mund
Intensiver Speichelfluss
Mehrtägiges hohes Fieber
Verweigerung von Essen und Trinken
Gerötete Mundschleimhaut
Geschwollenes Zahnfleisch
Schmerzen beim Essen und Trinken
eventuelle Übelkeit und Brechreiz

Nicht zu verwechseln ist Mundfäule mit Mundsoor. Lesen hier alles über diesen Pilz im Mund. Ein Anzeichen für Soor ist zum Beispiel eine stark belegte Zunge.

Eine geschwollene Unterlippe oder geschwollene Lippen treten unter anderem im Zusammenhang mit Lippenherpes auf. Ist die Lippe geschwollen, muss es sich also nicht unbedingt um eine Stomatitis Aphtosa handeln. Bei Herpes auf der Innenlippe kann man schon eher an Mundfäule denken. Auch hier kann die Lippe entzündet und geschwollen sein. Eine angeschwollene Lippe ist also kein eindeutiger Hinweis für das Vorliegen einer Mundfäule, sollte aber trotzdem ernst genommen werden.

Weiße Flecken im Rachen ohne Schmerzen könnten auch die üblichen Belege sein, die sich so bilden. Sollten Sie unsicher sein, ob es sich bei diesen Flecken vielleicht doch um Herpes im Rachen also eine Aphte im Rachen handelt, gehen Sie sicherheitshalber zum Arzt, damit er sich die Flecken anschaut. Gleiches gilt, wenn die Lippe angeschwollen ist und Sie vermuten, dass es sich um Mundfäule oder eine andere Krankheit handelt.

Welche Nahrungsmittel sollte man nicht essen?

Starke Gewürze beim Essen sollte man meiden

Besonders warmes, trockenes und hartes Essen kann weh tun. Der Kontakt mit scheuernden, harten Materialien wie zum Beispiel Pizza, trockene Backwaren, aber auch hartes Obst und Gemüse wie Apfel und Karotte sind nicht zu empfehlen.

Salz und starke Gewürze brennen in den offenen Wunden. Heißes und saures Essen sollte ebenfalls vermieden werden. Dadurch wird die Aufnahme von Nahrung erheblich erschwert, was zur Verweigerung von Nahrung und auch Trinken führen kann. Durch den Schmerz ist das Sprechen erschwert, weil beim Sprechen betroffene Stellen mit der Zunge angeschlagen werden müssen.

Welche Nahrung wird empfohlen?

  1. Ausreichend Flüssigkeit trinken
  2. Kühlende weiche und ungewürzte Nahrung ist angebracht: Quark, Pudding, Yoghurt, Eis und Brei. Gemüse sollte gekocht werden und dann jedoch kalt gegessen werden.
  3. Abgekühlte Suppen und Tees um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen
  4. Trinkjoghurts
  5. Isotonische Getränke
  6. Geraspelter Apfel
  7. Birne, die zuvor gekühlt wurde. Die Beschaffenheit sollte weich sein.

Therapie der Mundfäule

Wenn das Zahnfleisch geschwollen ist, was tun Sie am besten? Auch bei den anderen Symptomen, wie Bläschen auf Gaumen, Zunge oder Lippe, stellt sich die Frage, was zu tun ist. Im Folgenden haben wir verschiedene Behandlungsformen bei Stomatitis Aphtosa aufgelistet. Auch für diese Mundschleimhautentzündung passende Medikamente werden teilweise mit angegeben. Sie sollten allerdings mit Ihrem Arzt besprechen, welche Medikamente tatsächlich in Ihrem Fall oder dem Ihres Kindes in Frage kommen.

Maßnahme Produkt
Mundspülung aus ätherischen Ölen Inspirol (Eukalyptus, Bergkiefer) zur Behandlung von Aphten
Entzündungshemmendes Mundspray aus ätherischen Ölen Repha-OS Mundspray (Myrrhe, roter Natania, Blutwurz)
Schmerzstillende Mittel Xylocain Gel 2 %
Desinfizierende Mundspülung Chlorhexidine
Virustatische Therapie Aciclovir (3-mal/ Tag 5 mg) zur Herpesbekämpfung oder Zovirax Suspension (geeignet für Säuglinge)
Antibiotika Bei starker Mundschleimhautentzündung. Hier gibt es diverse Produkte.
Schmerzstillendes und Juckreiz hemmendes Mittel Dynexan Mundgel (Lidocain)
Entzündungshemmendes Mundgel aus Kamille Kamistad Gel

* Mit einem erkrankten Neugeborenen aber auch mit einem Kleinkind sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen. Auch Ärzte und Zahnärzte müssen sich mit Mundschutz, Handschuhen und Schutzbrille vor einer möglichen Übertragung der Krankheitserreger schützen.

* Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Kind bei Stomatitis aphthosa ausreichend trinkt. Manchmal kann es hilfreich sein, einen Strohhalm zu benutzen, damit das Trinken mit Mundfäule beim Kind leichter fällt.

* Bei Kleinkindern: Der Schnuller sollte in den Kühlschrank gelegt werden.

Um die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme während der Erkrankung erleichtern zu können, sollten schmerzhemmende Mundgele und -lösungen eingesetzt werden. Bei schweren Verläufen sollte eine virustatische Therapie mit Aciclovir (dreimal pro Tag) erfolgen.

Je nach Krankheitsschwere kann bei der Mundentzündung nach Rücksprache mit dem Arzt Folgendes hilfreich sein:

  • Betupfen der Aphthen mit desinfizierender Lösung
  • Desinfizierende Mundspülungen mit Wirkstoffen wie zum Beispiel Chlorhexidin
  • Schmerzlindernde Mittel, die zum Beispiel den Wirkstoff Lidocain, der lokal auf die Stellen aufgetragen wird, verwenden
  • Beruhigende Mittel (hier empfehlen wir Kamille) und weiche, kühle, ungewürzte Nahrung

Intravenöse Verabreichung

In schweren Fällen von Stomatitis aphthosa kann es notwendig sein, dass der Arzt den Wirkstoff Aciclovir über eine Vene verabreicht. Aciclovir ist ein sogenanntes Virostatikum und richtet sich gegen Herpesviren.

Naturprodukte (Mundfäule-Hausmittel)

Zusätzlich zu den empfohlenen Mitteln kann es ratsam sein, die folgenden beiden Heilpflanzen (Mundfäule-Hausmittel) oder eines der folgenden, bekannten Produkte zu verabreichen:

Die Kamille heilt Entzündungen auf schonende Weise ab

Kamille

Die wohl am weitesten verbreitete Heilpflanze zur Linderung von Entzündungen im Mund- und Rachenraum ist die Kamille. Sie enthält ätherische Öle und Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe), die sowohl entzündungshemmend als auch antibakteriell wirken. Abgekühlter Kamillentee wirkt mildernd und beruhigend auf diese Mundschleimhautentzündung. Alternativ kann auch das aus Kamillenblüten gewonnene Kamillenöl verwendet werden. Kamille wird oft als Mundfäule-Hausmittel empfohlen, um die geschwollene Mundschleimhaut zu beruhigen – einen Arztbesuch ersetzt eine Anwendung von Kamille aber nicht. Eine Stomatitis-Behandlung und Hausmittel sind zwei verschiedene Dinge.

Unser Tipp:

Kamillentee, der zuvor in Eiswürfelförmchen gefüllt und für ein paar Stunden eingefroren wurde, ist sehr geeignet zum Lutschen und zur Beruhigung des Mund- und Rachenraumes.

Salbei

Salbei hat ähnliche Eigenschaften wie Kamille und ist sehr populär in der Naturheilkunde. Er enthält Flavonoide und ätherische Öle. Seine Wirkung ist stark entzündungshemmend und antibakteriell. Salbei ist für eine Kurzzeittherapie gedacht und sollte nicht in der Stillzeit verwendet werden; wegen des hohen Anteils an Thujonen. Thujone sind Nervengifte, die in hoher Dosierung Verwirrtheit und epileptische Krämpfe verursachen können. Die Anwendung sollte sich daher auf die Zeit der akuten Erkrankung beschränken. Für eine kurze Dauer stellt Salbei allerdings eine wirkungsvolle Alternative dar.

Salbeiextrakt

Neben Tee sind auch konzentrierte Salbeiextrakte, wie zum Beispiel Salbei curarina erhältlich, die vor der Anwendung verdünnt werden müssen und je nach Dosierung einen noch stärkeren entzündungshemmenden Effekt aufweisen können.

Wie lange hält Mundfäule an?

Die Mundfäule-Dauer ist begrenzt. Die Mundfäule der Kinder und Erwachsenen, die ein intaktes Immunsystem haben, heilt innerhalb von einer Woche ohne Folgen aus. Bei der Mundfäule-Dauer für Erwachsene gibt es also keinen Unterschied.

Es können bei einem schwachen Immunsystem Komplikationen auftreten. Die Mundfäule ist bei Kindern und Erwachsenen eine schmerzhafte Angelegenheit.

Komplikationen

Komplikationen sind eher selten, doch es gibt Ausnahmen. Bei Neugeborenen, die sich in den ersten beiden Wochen nach der Geburt anstecken, kann die Erstinfektion mit dem Herpesvirus einen komplizierteren Mundfäule-Verlauf nehmen.

  • Gefährlich kann es werden, wenn Herpesviren in die Augen verschleppt werden. Dort kann es zu schweren Infektionen kommen, die unbehandelt bis zur Erblindung führen können.
  • Das Gleiche gilt für die Übertragung auf die Schleimhäute der Geschlechtsteile (bei Kindern und bei Erwachsenen). Es gilt immer die Hände zu waschen.
  • Im schlimmsten Fall gelangen Herpesviren ins Gehirn und lösen eine Gehirnentzündung (Herpes-Encephalitis) aus.
  • Insbesondere bei Kindern, die vor Schmerzen nicht einmal mehr trinken wollen, besteht die Gefahr der Austrocknung: Ist der Mund und sind die Lippen sehr trocken und das Kind erscheint kraftlos, dann sind das die Anzeichen. In solch einem Fall erhält das erkrankte Kind im Krankenhaus Kochsalzlösung in Form einer Infusion, die ihm die fehlende Flüssigkeit schnell wieder zuführen wird.
  • Wenn das Immunsystem geschwächt ist, weil der Betroffene zum Beispiel gewisse Medikamente einnimmt, an Leukämie oder AIDS leidet, kann eine Stomatitis aphthosa zu Komplikationen führen.
  • Bakterien können die entzündete Schleimhaut zusätzlich angreifen. Man spricht dann von einer bakteriellen Superinfektion und der Arzt wird ein Breitbandantibiotikum verschreiben, das viele verschiedene Bakterien abtötet. Ein Antibiotikum kann bei einem schwachen Immunsystem zur Vorbeugung zum Einsatz kommen.

Ursachen für die Herpes-Übertragung

Erreger der Mundfäule ist in der Regel das Herpes Simplex Virus Typ 1 und sehr selten wird sie über den Herpes Simplex Virus Typ 2, den Genitalherpes-Erreger, verursacht. Die Mundfäule-Inkubationszeit beträgt zwischen einem Tag und 26 Tagen und ist die Zeit von der Ansteckung bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich erste Mundfäule-Symptome zeigen.

Infizierung bei Geburt

Bei Neugeborenen, die bei der Geburt infiziert werden, kann eine Mundentzündung einen schweren Verlauf nehmen (siehe Komplikationen).

Mundfäule ist ansteckend. Stomatitis Aphthosa ist sehr schmerzhaft für die Kleinkinder, daher müssen die Erwachsenen vorsichtig sein, damit sie ihre Kinder nicht anstecken.

Infizierung durch direkten Kontakt

  • Das Ablecken eines Schnullers
  • Das Fleckenentfernen im Gesicht erfolgt mit der Spucke der Eltern
  • Zur Säuberung des Gesichts des Kindes wird ein zuvor benutztes Tuch verwendet
  • Die Brust geben ohne die Brustwarzen zuvor gereinigt zu haben
  • Die gemeinsame Nutzung von Besteck, Gläsern und Flaschen
  • Lieb gemeinte Küsschen

Leidet Ihr Kind unter akuten Zahnschmerzen oder hat es eine Eiterblase am Zahnfleisch?

Vorbeugung

Der Mundfäule beim Baby kann vorgebeugt werden. Insbesondere stellt sich das Problem, dass Mundfäule ansteckend ist. Ein sehr hoher Prozentsatz der Erwachsenen ist mit Herpes Simplex Virus Typ 1 infiziert, was es erheblich erschwert, dass sich die Kleinkinder nicht anstecken. Dennoch helfen die folgenden Verhaltensweisen, eine Ansteckung zu verhindern.

  • Den Schnuller der Kinder niemals mit dem eigenen Speichel säubern
  • Die Temperaturüberprüfung der Milchflaschen und des Babybreis sollte nicht mit den eigenen Lippen erfolgen
  • Die Brustwarzen vor dem Stillen des Säuglings reinigen
  • Das Entfernen von Schmutzflecken im Gesicht der Babys sollte nicht mit eigener Spucke erfolgen
  • Das an Mundfäule erkrankte Kind sollte zuhause bleiben und von Gemeinschaftseinrichtungen ferngehalten werden
  • Nicht gemeinsam aus einer Flasche oder einem Glas trinken

Dass sich Ihr Kind Herpes im Kindergarten also Mundfäule im Kindergarten holt, ist eine weitere Möglichkeit. Stellt sich noch die Frage bei Mundfäule, wie lange ansteckend ist die Krankheit überhaupt? Die höchste Ansteckungsgefahr besteht in der akuten Krankheitsphase. Je nachdem wie lange diese anhält, muss man also von einer Ansteckungsmöglichkeit ausgehen. In der Regel kann man wohl davon ausgehen, dass die Mundfäule circa zwei Wochen lang ansteckend ist. Aber ganz genau lässt sich das nicht sagen.

Mundfäule in der Schwangerschaft

Die Mundfäuleerkrankung in der Schwangerschaft ist für das ungeborene Kind unbedenklich.

Eine Krankheit mit ähnlichen Symptomen

Herpangina

Herpangina, auch Zahorsky-Krankheit genannt, ist ein Leiden, das in erster Linie Kinder betrifft. Herpangina bei Erwachsenen tritt in Einzelfällen jedoch auch auf. Folgende Symptome zeigen sich bei dieser Krankheit:

Erwachsene sind oft zu unvorsichtig mit ihrer Herpesinfektion und stecken so ihr Umfeld an. Mundfäule beim Kleinkind ist sehr schmerzhaft.

  • Fieber und Bläschen im Mund beim Kind oder Erwachsenen
  • Übelkeit, Bauchschmerzen
  • Schluckbeschwerden, aber kein Mundgeruch!

Besonders im Sommer und Herbst werden Kinder und Babys von dieser meist harmlosen Virus-Infektion befallen. Bläschen im Mund bei Kindern sind also nicht nur ein Hinweis auf Mundfäule, sondern auch auf Herpangina. Die Krankheit wird durch ihren Namen ganz gut beschrieben.

Herpangina ist eine Mischung aus Herpes und Angina: 2–3 mm große Bläschen, die aussehen wie Lippenherpes, sich aber im hinteren Rachenraum und Gaumen befinden. Es treten Schmerzen und Schluckstörungen wie bei einer Mandelentzündung (Angina tonsillaris) auf.
Der Arzt wird den Unterschied auf jeden Fall erkennen. Wir wollten Sie jedoch darauf hinweisen, dass es eine ähnliche Krankheit wie die Stomatitis Aphtosa gibt, mit vergleichbaren Symptomen wie einer Blase am Gaumen oder auch mehreren. Bei der Herpangina tritt jedoch kein Mundgeruch beim Kind auf.

Fazit

An Mundfäule erkrankte Erwachsene sollten wirklich besonders vorsichtig sein, um eine Infizierung anderer zu verhindern. Bei einer Herpesinfektion sollte jeder direkte Austausch mit anderen vermieden werden.

Aphten beim Kleinkind sind ein Hinweis auf Mundfäule und Kleinkind-Herpes sollte vom Arzt untersucht werden. Gleiches gilt natürlich auch bei Aphten im Mund beim Kind, Jugendlichen oder Erwachsenen.

Vernachlässigen sollte man aber auch die grundsätzliche Zahnpflege nicht. Lesen Sie auch unsere Artikel zum Thema Karies bei Kindern. Für Erwachsene relevant ist das Thema Parodontose.

Mundfäule (Stomatitis Aphtosa): Herpes auf Zunge, Gaumen und Lippen 5 (100%) 1 Stimme(n)
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Herpes: Ansteckung für Babys gefährlich

Schmerzhafte Mundfäule

Herpesbläschen wie Erwach­sene bekommen Kinder meist erst ab dem fünften, sechsten Lebensjahr. Bei Babys und Kleinkindern kann sich die Erstinfektion durch die sogenannte Mundfäule (Stoma­titis aphthosa) äußern. Typische Zeichen: vermehrter Speichelfluss, das Kind ist quengelig, mag weder essen noch trinken. „Schaut man in den Mund, sind Zahnfleisch, Zunge und Backentaschen rot, geschwollen und weisen offene Stellen auf“, so Schus­ter. „Solche ­Aphthen tun sehr weh.“ Je früher Eltern ihr Kind zum Arzt bringen, ­umso besser. Er kann die richtige Behandlung einleiten, etwa mit einem viren­hemmenden Mittel. Ansons­ten können nur die Symptome behandelt werden: zum Beispiel mit schmerzstillen­dem Gel, Ibuprofen oder Paracetamol. Doch das muss der Arzt entscheiden.

Wichtig: Das Kleine sollte genug trinken. „Verweigert es die Flüssigkeitsaufnahme, ist eine kurzzeitige stationäre Aufnahme im Krankenhaus die schonendste Behandlung“, so Schuster. Nach vier, fünf Tagen klingen die Symp­tome meist ab.

Vor Ansteckung schützen

Während der Akutphase verzichtet man am besten auf Kontakt mit anderen. Die kleinen Patienten wollen dann meist nur ihre ­Ruhe haben, vor allem aber ist auch die Flüssigkeit in den Bläschen sehr ansteckend. Herpes wird zudem häufiger von einem Kind aufs andere übertragen als von Erwachsenen, etwa über Spielzeug, das Babys ausgiebig mit dem Mund untersuchen. Treten bei Erwachsenen ­typi­sche Zeichen wie Spannungsge­fühle an der Lippe auf oder sind bereits Bläschen da, sollten sie sich von Babys bis circa anderthalb Jahren fernhalten. Und wenn die Eltern selbst betroffen sind? Dann gilt:

  • Bläschen gut mit spezieller Creme oder Pflaster abdecken (siehe auch unten),
  • das Baby bitte nicht küssen,
  • auf gute Handhygiene achten, also regelmäßig mit Seife waschen.

Aufs Stillen muss keine Mutter verzichten, es sei denn, sie hat auch an der Brustwarze Herpes­bläschen. Das aber ist so gut wie nie der Fall.

Herpes simplex, Herpes labialis, Herpes genitalis

Ansteckung von Herpes simplex im Kleinkindesalter

Die Ansteckungswahrscheinlichkeit von Herpes labialis (HSV1) lässt sich nicht exakt berechnen. Ist aber durchaus nicht gering. Immerhin haben bereits 80% aller zweijährigen Kinder und über 90% der Jugendlichen Antikörper gegen HSV 1 gebildet.

Ob sich ein Säugling oder Kleinkind an Herpes simplex infiziert, hängt einerseits von der Intensität und Dauer des Kontaktes mit der erkrankten Person ab (s.u.). Zum anderen wird die Erkrankungsgefahr von der Antikörperschutzrate bestimmt, die das Baby normalerweise über den Mutterkuchen (Placenta) übertragen bekommt. Diese sogenannte mütterliche Leihimmunität liegt hierzulande zum Geburtszeitpunkt bei über 90%. Allerdings fällt der Herpes-Immuntiter bei den Säuglingen in den ersten Monaten stetig ab.

Ansteckend sind nur Personen, die aktuell unter einer Lippenherpes-Infektion leiden. Die Inkubationszeit beträgt wenige Tage.

Krankheitsformen der Herpes-Infektion

Eine Reihe von Herpes-Infektionen verläuft im Kleinkindesalter unbemerkt. Typisch ist bei der erstmaligen Herpes simplex Infektion der Ausbrauch der so genannten Mundfäule (Stomatitis aphtosa), einem sehr schmerzhaften und meist hochfieberhaften Krankheitsbild. Betroffen sind in erster Linie Kinder zwischen 8 Monaten und 3 Jahren. Aber auch „einfache“ Halsentzündungen (Tonsillopharyngitis) mit Schwellung der Halslymphknoten werden beobachtet.

Herpes-Komplikationen im Kleinkindesalter

Herpes-Komplikationen sind gefürchtet aber sehr selten.

  • Herpes-Enzephalitis: Abgeschlagenheit, Fieber, neurologische Auffälligkeiten wie Krampfanfälle und Bewußtseinseintrübungen bis hin zum Koma. Merke: bei Krampfanfällen im Zusammenhang mit einer möglichen Herpes-Ansteckung, bitte unverzüglich Blutuntersuchung auf Herpes-Antikörper veranlassen.
  • Herpes-Augenentzündung: sollte mit Acyclovir behandelt werden, um eine Narbenbildung an der Hornhaut zu vermeiden.
  • Ausgedehnte Hautinfektionen: besonders bei sensibler Haut / Neurodermitis: z.B. Ekzema herpeticatum, Exanthema multiforme exsudativum.
  • Herpes-Lungenentzündung: sehr selten.

Problem: Herpes genitalis (HSV2)

Am gefährlichsten sind Herpes-Infektionen um die Geburt herum. Säuglinge die in den ersten Wochen einen Herpes entwickeln haben ein erhebliches Risiko eine schwere Allgemeinkrankheit, oder eine Infektion des zentralen Nervensystems (Enzephalitis) zu entwickeln. Vor der Entbindung werden die Schwangeren daher gründlich untersucht und im Falle eines Herpes genitalis Infektion per Kaiserschnitt (Sectio) entbunden.

Vorbeugung vor Herpes-Infektionen

In den Herpesbläschen sind lebende Herpesviren enthalten, die beim Aufplatzen in die Umgebung gelangen. Verringern Sie die Übertragungsgefahr durch:

  • Regelmäßige Händedesinfektion
  • Abdecken der Herpesläsionen (Pflaster, Zinkpasten)
  • Vermeiden von direktem Kontakt (Küssen).

Therapie von Herpes Infektionen im Kindesalter

Schwere Herpes Infektionen im Kindesalter werden mit dem Virostaticum Aciclovir behandelt.

Häufig reicht einen naturheilkundliche Behandlung aus. Bewährt hat sich dabei die Lomaherpan-Salbe, Tannosynth Lotio, Virudermin und homöopathische Arzneien, wie:

  • Mercurius
  • Rhus toxicodendron
  • Sulfur
  • Acidum nitricum
  • Natrium
  • muriaticum

Lästige Fieberbläschen

Ebenso wie die Windpocken (Varicella-Viren), verbleiben auch die Herpes-Viren nach der Erstinfektion lebenslänglich in den Nervenbahnen unseres Körpers zurück und können bei Belastungen des Immunsystems (Sonne, Klimawechsel, Erkältungen, Fieber, Stress, seelischer Belastung, Menstruation) wieder reaktiviert werden.

Die erfolgreichsten Therapiestrategien zur Verhinderung des gehäuften Herpes-Befalls sind die Eigenblut- und Konstitutionsbehandlung.

Herpes bei Babys: Infektion verhindern!

Aktuell liest und hört man immer wieder Berichte, in denen Eltern vom Tod ihres Neugeborenen in Folge einer Herpesinfektion erzählen. Eine schreckliche Vorstellung. Doch dies sind längst keine Einzelfälle mehr. Die Gefahr besteht defintiv – und ist nicht zu unterschätzen! Wir erklären euch, worauf ihr achten solltet, wie ihr im Falle einer Infektion vorgeht und welche Folgen eine solche für euer Baby haben könnte.

Das Immunsystem ist zu schwach

Im Zuge einer Infektion mit Herpesviren wird der kleine Körper enorm belastet. Gerade in den ersten Lebensmonaten sind Babys sehr anfällig und das noch nicht ausgeprägte Immunsystem kann entsprechend nicht ausreichend Gegenwehr leisten. Die Folge: Infiziert sich ein Baby mit Herpes, breiten sich die Viren schnell und weitreichend aus: es besteht höchste Lebensgefahr.

Entzündungen, Grippe, Organversagen…

Eine Herpesinfektion äußert sich beim Baby oft schnell und meist unter folgenden Symptomen: Je nach Verlaufsform treten Bläschenwurf auf Schleimhäuten und Mund, eine Bindehautentzündung, zunehmende Trinkschwäche oder eine Trübung des Sehvermögens auf. Auch grippeänhliche Begleiterscheinungen, Fieber sowie gefährliche Hirnhautentzündungen können im Rahmen einer Infektion folgen. Ist diese im Körper des Babys bereits weit fortgeschritten, kann – trotz sofortiger Behandlung – eine daraus resultierende Blutvergiftung zu folgenschwerem Organversagen führen.

Bei Infektion: Umgehend mit Behandlung beginnen

Fällt euch bei eurem Baby eines der oben genannten Symptome auf, so konsultiert bitte direkt einen Arzt. Wurde Herpes diganostiziert, beginnt dieser zeitnah mit der entsprechenden Behandlung unter Nutzung moderner Medikation. Hier ist Eile geboten, denn die Krankheit breitet sich rasch aus.

Infektionen vorbeugen: Schützt euer Neugeborenes

Menschen, bei denen nachweislich Herpes ausgebrochen ist / war, sollten – sofern möglich – den Kontakt zu Babys gänzlich meiden oder minimieren. Bei Kontakt ist das Tragen eines Mundschutzes angebracht. Desweiteren – dies gilt übrigens auch für alle anderen – ist es absolut ratsam, sich im Vorfeld Hände und, wenn möglich, von der Infektion betroffene Stellen zu desinfizieren. Dass direkter Hautkontakt wie Küssen oder anderer körperlicher Austausch unbedingt vermieden werden sollte, steht außer Frage. Letztlich wichtig: Seid euch der Gefahr für euer Baby bewusst und unterschätzt ein für euch harmloses Herpesbläschen nicht. Prophylaktisch zu arbeiten ist hier, wie in den meisten Fällen, der richtige Weg.

Mundfäule

Mundfäule (Stomatitis Aphtosa) u. a. auch bekannt als Gingivostomatitis herpetica ist eine Erkrankung am Zahnfleisch, die durch das Herpes-Virus ausgelöst wird. Von Mundfäule (Aphtosa Stomatitis) betroffen sind vor allem Kinder im Alter von ein bis drei Jahren und Erwachsene. Bemerkenswert daran ist, dass rund 95 Prozent aller Menschen das Herpes-Virus zwar in sich tragen, es aber zu keinem Krankheitsausbruch kommt. Übertragen werden die Herpesviren durch Speichel im Mundraum, wie es beispielsweise bei der gemeinsamen Nutzung von Besteck oder Gläsern geschehen kann. Vorbeugende Maßnahmen gegen Herpesviren sind demnach in erster Linie auch hygienischer Art. Eltern und Kleinkinder sollten somit das Essbesteck nicht gemeinsam nutzen, um eine Infektion mit Mundfäule und Aphten zu vermeiden.

Was ist Mundfäule?

Bei der Stomatitis handelt es sich um eine Entzündung der Mundschleimhaut, sie kann lokal begrenzt einen milden Verlauf nehmen oder aber großflächig und schmerzhaft im Mund verlaufen. Mediziner unterscheiden zahlreiche Unterarten der Krankheit. Schwere Verläufe der Mundschleimhautentzündung werden von Fieber, Schmerzen und Schwellungen begleitet, die das Schlucken und Kauen beeinträchtigen. Seltener kommen weißliche Läsionen vor. Die Therapie erfolgt entsprechend der Krankheitsursache, meist reicht eine lokale Behandlung der Mundschleimhaut aus. Vor allem für Neugeborene ist eine Mundschleimhautentzündung gefährlich, da sie zu einer Hirnhautentzündung führen kann. Mukositis heißt übersetzt Schleimhautentzündung, welche alle Schleimhäute des Menschen betrifft.

  • Mundschleimhaut – Funktion und Pflege

Welche Formen der Stomatitis gibt es?

  • Stomatitis angularis (betrifft vor allem die Mundwinkel)
  • Stomatitis herpetica (Stomatitis aphthosa oder Mundfäule genannt, wird durch den Herpes Simplex-Virus verursacht)
  • Stomatitis bismutica (durch Vergiftung mit Bismut)
  • Stomatitis catarrhalis (Stomatitis simplex genannt, mit eitrigem Verlauf)
  • Stomatitis diabetica (tritt bei Diabetes mellitus auf)
  • Stomatitis epidemica (Maul- und Klauenseuche genannt)
  • Stomatitis gangraenosa (schwerwiegende Entzündung, die Weich- und Knochenteile zerfrisst)
  • Stomatitis maculofibrinosa (mit Bednar-Aphthen)
  • Stomatitis mercurialis (durch Quecksilbervergiftung)
  • Stomatitis mycotica (pilzbedingt)
  • Stomatitis saturnine (Folge erhöhter Bleiexposition)
  • Stomatitis ulcerosa (Stomatitis ulceromembranosa genannt, mit Geschwüren)
  • Stomatitis vesiculosa (nur selten beim Menschen, in der Regel tritt diese Variante bei Huftieren auf, wird durch Rhabdoviren verursacht)
  • Was man unter der weit verbreiteten Mundfäule versteht
  • Was sind Aphten?

Auf welchen Wegen ist die Krankheit Stomatitis ansteckend?

Verantwortlich für eine ansteckende Stomatitis sind orale Bakterien, Viren und Pilze. Die Keime lauern im menschlichen Speichel, daher gilt es körperlichen Kontakt und die gemeinsame Benutzung von Besteck mit erkrankten Personen zu vermeiden. Weil Kinder oft engen Kontakt mit ihren Spielgefährten suchen, sollten kleine Patienten vorübergehend zu Hause bleiben.

  • Warum ist der Speichelfluss (Basalsekretion) wichtig?

Was sind Ursachen und Symptome der Mundfäule (Stomatitis Aphtosa)

Immunschwäche und psychische Faktoren, die Einfluss auf den Hormonhaushalt haben, können den Herpes-Virus vom Typ HSV-1 aktivieren und eine Mundfäule auslösen. Die typischen Bläschen treten dann vor allem an den Lippen, am Mund und an der Nase auf. Daher stammt die volkstümliche Bezeichnung Lippenherpes. Bei Kleinkindern besteht zusätzlich das Risiko von Mundfäule.

Als Erstes vieler aufeinanderfolgender Symptome tritt Fieber in Erscheinung. Es kann über vier bis fünf Tage andauern und auf keine bestimmte Ursache zurückzuführen sein. Ab dem dritten Tag beginnt jedoch das Zahnfleisch anzuschwellen, ohne dabei Schmerzen auszulösen. Als weiteres Warnsignal einer Mundfäule tritt eine kleine Blase im Mund auf. Diese Bläschen können sich mehrfach bilden. Bilden sich kleine, weiße Punkte auf Gaumen, Zunge oder Lippen, hat die Entzündung auf diese Bereiche bereist übergegriffen und eine schmerzende, brennende Zunge und Schleimhäute sind die Folge. Dies kann wiederum dazu führen, dass Säuglinge und Kleinkinder das Trinken und die Nahrungsaufnahme verweigern.

Nun beginnt das geschwollene Zahnfleisch im Milchgebiss blutrot anzulaufen, wobei Blutungen auftreten können. Die Halslymphe schwillt an, die Speichelproduktion nimmt zu und es entwickelt sich ein stark-säuerlicher Mundgeruch. Die Schmerzen, die mit der Mundfäule einhergehen, führen dazu, dass die betroffene Person und vor allem Kleinkinder gereizt reagieren, vor allem im Hinblick auf die mit Schmerzen verbundene Nahrungsaufnahme. Darüber hinaus fällt das Sprechen schwer, sobald sich die betroffenen Stellen der Zunge mit Gaumen oder Mundinnenraum berühren.

Inkubationszeit und Verlauf der Mundfäule (Stomatitis Aphtosa)

Die Inkubationszeit der Mundfäule ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Im Durchschnitt liegt sie zwischen 1 und 26 Tagen. In dieser Zeit kommt es zur Bildung der für eine Stomatitis aphthosa typischen Bläschen an der Mundschleimhaut, am Gaumen, auf der Zunge und im Bereich des Zahnfleisches entlang der Zähne.

Die Bläschen brechen verhältnismäßig schnell auf und entwickeln sich zu schmerzhaften Geschwüren. Diese sind mit einer gelbbraunen Fibrinmembran überzogen. Mundfäule präsentiert sich in ihrer Symptomatik in unterschiedlichen Schweregraden. Der Verlauf ist variabel und dehnt sich über einen Zeitraum von 1 bis 3 Wochen aus. In dieses Zeitraums trocknen bestehende Bläschen aus und die entstandenen Läsionen heilen ab.

Die Symptome und Beschwerden der Mundfäule im Überblick:

  • Hohes Fieber, dass über vier bis fünf Tage hinweg andauert
  • Anschwellen des Zahnfleisches
  • Bläschen im Mund
  • Weiße Punkte auf Zunge oder Gaumen
  • Brennender Schmerz (vor allem bei Nahrungsaufnahme)
  • Rot angelaufenes und manchmal blutendes Zahnfleisch
  • Halslymphe schwillt an
  • Höhere Speichelproduktion
  • Starker, säuerlicher Mundgeruch
  • Bläschen im Lippenbereich (Lippenherpes)

Wie lässt sich Mundfäule (Stomatitis Aphtosa) behandeln?

Die gute Nachricht ist, dass sich das Herpes-Virus mit der Zeit von selbst zurückzieht. Normalerweise trocknen die Bläschen ab dem siebten Tag ein und heilen ab. Nun kann das Virus auch nicht mehr übertragen werden. Narben bleiben keine zurück und generell lässt sich sagen, dass Mundfäule für ältere Kinder und Erwachsene zwar äußerst unangenehm, aber nicht gefährlich ist.

Behandlung der Mundfäule

Bei der Behandlung wird zwischen der nicht medikamentösen Behandlung und der medikamentösen Behandlung unterschieden. Im Rahmen der nicht medikamentösen Behandlung einer Mundfäule wird auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr und bevorzugt breiige und kühle Nahrung geachtet, um eine zusätzliche Reizung der Mundschleimhäute zu verhindern. Ergänzend zur Behandlung kann Homöopathie angewandt werden. Hier wird die Einnahme von medizinischer Kochsalzlösung, Schwarzer Tollkirsche, Lachesis, Bärlapp, Borax, Immergrün oder homöopathischen Quecksilber in niedrigen Potenzen empfohlen. Als Hausmittel bietet sich die Verwendung pflanzlicher Arzneimittel wie Spülungen mit Schwarztee, Heidelbeere oder Malve oder Eibisch an. Durch ihre Gerb- und Schleimstoffe lindern diese den Schmerz.
Die medikamentöse Behandlung von einer Mundfäule erfolgt abhängig vom Krankheitsverlauf. Zur Linderung der schmerzhaften Symptome kommen verschiedene Schmerzmittel in Form von Tabletten und Zäpfchen zur Anwendung, die zum Teil eine fiebersenkende Wirkung aufweisen. Bei schweren Verläufen wird eine antivirale Behandlung vom behandelnden Arzt in Betracht gezogen.

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Komplikationen und schwere Verlaufsformen der Mundfäule

Eine mögliche Komplikation der Mundfäule ist das Verschleppen der Herpesviren in die Augenregion oder eine Enzephalitis als Folgeerkrankung. Vor allem Kleinkinder sind durch die schmerzhafte Aufnahme von Speisen und Flüssigkeiten der Gefahr der Dehydration ausgesetzt.
Liegt eine Abwehrschwäche vor, kann eine Mundfäule selten in ihrer schwersten Form als Aphthoid Pospischill-Feyrter (seltene Verlaufsform der Gingivostomatitis) verlaufen. Eltern sollten beachten, dass dieser schwere Verlauf auch eine Folge von anderen Erkrankungen wie Keuchhusten, Scharlach, Windpocken oder Masern sein kann. Tritt diese schwerste Verlaufsform der Mundfäule auf, ist häufig eine stationäre Behandlung mit antiviralen Kurzzeitinfusionen über mehrere Tage hinweg unverzichtbar.

Was tun bei Mundfäule (Stomatitis Aphtosa) bei Neugeborenen, Babys und Kleinkindern?

Ernstere gesundheitliche Folgen hat die Mundfäule, wenn sich Neugeborene mit Herpes-Encephalitis infizieren, denn hier können Gehirn- und Augenschädigungen folgen. Eltern, die den Verdacht haben, dass ihr Säugling daran erkrankt ist, sollten daher umgehend einen Arzt aufsuchen. Im Rahmen der Therapie erhält das Kind dann Schmerzmittel und Paracetamol um die Gesundheit wieder herzustellen.

Während der Erkrankung sollten ausschließlich kühle Getränke und kühle Speisen wie z. B. Pudding, Speiseeis oder Brei gereicht werden. Trinken Kleinkinder zu wenig, neigen sie dazu, schnell auszutrocknen. Eltern sollten die entsprechenden Symptome einer Mundfäule also stets gut beobachten.

Werden vom Kind beim Weinen keine Tränen mehr abgesondert oder vermindert sich die Menge des ausgeschiedenen Urins, kann bereits Gefahr im Verzug sein. Manche Ärzte empfehlen bei einem besonders schweren Krankheitsverlauf der Mundfäule zur Behandlung das verschreibungspflichtige antivirale Medikament Aciclovir. Grundsätzlich sollten als vorbeugende Maßnahmen strikte Hygiene und das Meiden von Ansteckungsherden eingehalten werden.

Mundfäule bei Kindern vorbeugen – geht das?

Die Ursache der Mundfäule, medizinisch als Stomatitis aphthosa bezeichnet, ist eine Infektion mit Herpesviren des Typs HV 1. Nur selten sind Herpesviren des Typs 2 die Auslöser einer Mundfäule. Diese werden durch Speichelkontakt oder Schmierinfektionen übertragen. Um die Gefahr einer Ansteckung weitestgehend zu reduzieren, sind Hygienemaßnahmen unverzichtbar. Dazu zählt das Vermeiden von engen Körperkontakt mit an akuter Herpes erkrankten Personen. Besteck wird genauso wenig gemeinsam genutzt, wie der Schnuller eines Kindes von einer Person mit Herpesbläschen in den Mund genommen werden darf. Personen, die an Herpes erkrankt sind, sollten sich vor Körperkontakt mit gesunden Erwachsenen und Kindern die Hände gründlich waschen. Ist ein Kind an Mundfäule erkrankt, sollte es weder in die Kinderbetreuung noch zur Schule gehen, um eine Ansteckung anderer Kinder zu verhindern.
Häufig verläuft eine Herpes-Infektion mit sehr milden oder gar keinen Symptomen. Ist die Immunabwehr durch Stress geschwächt oder, wie bei Kleinkindern, noch nicht voll ausgeprägt, begünstigen diese Faktoren die Entstehung einer Mundfäule. Erkrankt eine Frau während der Schwangerschaft daran, ist dies für das Ungeborene ungefährlich. Eine Ansteckung des Kindes ist nur während der Geburt möglich, wenn sich im Geburtskanal nicht abgeheilte Herpesbläschen befinden.

Was sind Aphten und welche Ursachen haben sie?

Aphten sind Defekte der Mundschleimhaut, wobei es für das entsprechende Krankheitsbild bis heute noch keine umgangssprachliche Bezeichnung herausgebildet hat. Einzig der Begriff „Mundfäule“ wird in diesem Zusammenhang oft verwendet.

Aphten lassen sich vom Zahnarzt als rötliche Erosionen im Mund identifizieren. Für die betroffenen Patienten sind Aphten meist schmerzhaft und können in der Regel nur symptomatisch behandelt werden. Ihre Entstehung geht auf sogenannte Auto-immunologische Reaktionen zurück.

Damit sind Krankheiten gemeint, deren Ursache eine Überreaktion des eigenen Immunsystems ist, da der Körper eigenes Gewebe als Fremdkörper ansieht. Zudem werden Viren, Bakterien und hormonelle Umstellungen oder die chronische Einnahme von Medikamenten als Auslöser dieser Form „Mundfäule“ zumindest vermutet. Aphten treten oftmals auch als Begleiterscheinung bei Zahnwechsel, Verdauungsstörungen und Allgemeinleiden auf.
Aphten treten meist als Blase im Mund bzw. auf der Mundschleimhaut auf. Zahnärzte werden mit den Symptomen dieser „Mundfäule“ sehr oft konfrontiert und dürfen sie nicht mit Druckstellen einer schlecht sitzenden Totalprothesen oder Zahnersatz verwechseln.

Aphten sind schmerzhaft, jucken und können während der Nahrungsaufnahme zusätzliche Schmerzen verursachen. Mit der lasergestützten PAD-Technik steht mittlerweile eine erfolgreiche Behandlungsmethode zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine licht aktive Desinfizierung, die auf der Interaktion zwischen Foto-sensiblen Bakteriostatiken und einer Lichtquelle basiert.

Was essen bei Stomatitis? Richtige Ernährung

Entzündungen im Mundraum machen die Nahrungsaufnahme beschwerlich. Doch gerade jetzt gilt es ausreichend und ausgewogen zu essen. Ein Eiweißmangel verzögert die Regeneration der Schleimhäute.

Bei der Ernährung auf scharf gewürzte Speisen saures und hartes verzichten. Gut verträglich sind weiche, cremige und pürierte Speisen. Cremesuppen, mildes Gemüse, Joghurt, Käse, Eiergerichte, Kartoffeln, Nudeln, Fisch und Hackfleisch aber auch Pudding und Eiscreme gehören dazu. Kühles und kaltes beruhigt die Schleimhaut, auf Heißes, scharfes, saures und bitteres sollten Patienten hingegen verzichten, denn durch die Stomatitis schmecken Bitterstoffe viel intensiver.

Neben bitteren Salatsorten sind auch Tomaten (auch in Form von Tomatensoße) und saure Obstsorten vorübergehend nicht empfehlenswert.
Ebenso wichtig ist es, ausreichend zu trinken. Mundfäule wird oft von Fieber begleitet und starker Flüssigkeitsmangel ist gefährlich. Insbesondere kleine Kinder trocknen rasch aus. Kalter Kamillen- und Salbeitee wirken lindernd und antiseptisch. Auch stilles Wasser und Milch sind geeignet. Alkohol, kohlensäurehaltige Getränke, Obstsäfte, schwarzer Tee und Kaffee sollten Patienten meiden, sie reizen die Schleimhaut nur zusätzlich. Gleiches gilt für Nikotin, weshalb auch das Rauchen eingestellt werden sollte.
Extratipp: Ein Strohhalm mindert den Kontakt mit der Mundschleimhaut und erleichtert kleinen und großen Patienten die Flüssigkeitsaufnahme.

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Nr.1 am 30.12.2019 um 10:38 Uhr von Pedro

Danke für den ausführlichen Artikel!
Ich hätte mir allerdings erhofft zu erfahren, wie ich meinem Kleinkind die Zähne putzen kann, solange es dieses stark geschwollene Zahnfleisch hat. Gestern hat meine Tochter danach regelrecht Blut gespuckt. Gibt es alternative Gurgellösungen o.ä., die man vorübergehend benutzen kann?
Danke!

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Nr.2 am 22.01.2020 um 10:03 Uhr von Dr.Seidel

Hallo – bei einem stark geschwollenen Zahnfleisch ist das Zähneputzen am Übergang Zahnfleisch-Zahn sicherlich sehr schwierig. Im Vordergrund sollte hier die Zurückdrängung der Ursache der Gingivitis im Vordergrund stehen. Symptomatisch kann eine Kamillenlösung und eine antibiotische Zusatzbehandlung die Schwellung bei entzündlicher Natur zurückdrängen.
Dr.Seidel

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 24.01.2020 von Autor Dr. Frank Seidel.

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Mundfäule Indikationen Als Mundfäule oder primäre Gingivostomatitis herpetica wird eine entzündliche Erkrankung des Mundraums bezeichnet. Die Ursache ist ein schwerer Verlauf der Erstinfektion mit Herpes simplex Viren. Betroffen sind vor allem Kinder. Neben schmerzhaften Geschwüren im Mundraum und um die Lippen können auch Begleitsymptome wie leichtes Fieber, Krankheitsgefühl und Kopfschmerzen auftreten. Die Behandlung zielt darauf ab, die Beschwerden zu lindern und eine Dehydratation zu verhindern. Antiviralia wie Aciclovir können den Verlauf möglicherweise positiv beeinflussen.

synonym: Gingivostomatitis herpetica, Stomatitis herpetica

Symptome

Die Mundfäule oder primäre Gingivostomatitis herpetica tritt vor allem bei Kindern zwischen 6 Monaten und 5 Jahren und bei jungen Erwachsenen um 20 Jahre auf und kann auch ältere Erwachsene betreffen. Sie äussert sich unter anderem in den folgenden Beschwerden: Geschwollene Halslymphknoten, aphthoide Läsionen und Ulzerationen im Mund und um die Lippen, Fieberbläschen, entzündetes, rotes, geschwollenes bis blutiges Zahnfleisch (Gingivitis, Gingivahyperplasie), Schmerzen, Mundgeruch, starker Speichelfluss, Reizbarkeit, Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen, Atemwegsinfektion und leichtes Fieber.

Die zunächst vorhandenen kleinen Vesikel auf der Zunge, der Mundschleimhaut, auf dem Zahnfleisch und dem Gaumen brechen schnell auf und entwickeln sich zu Geschwüren (Ulzerationen), die ineinanderfliessen und von einer gelbgrauen Fibrinmembran überzogen sind. Kinder mögen aufgrund der Verletzungen im Mund und der starken Schmerzen nicht essen und trinken. Der Schwere der Symptome und der Verlauf ist variabel. Die Läsionen können während 1-3 Wochen bestehen bleiben.

Link: Bilder bei dermis.net

Ursachen

Die Mundfäule ist die Erstmanifestation einer Infektion mit dem Herpes simplex Virus 1 (HSV-1) in der Mundhöhle. Seltener kann auch HSV-2 die Erkrankung auslösen. Übertragen wird das Virus meist durch direkten Kontakt, z.B. mit der Haut oder Speichel. Die Erkrankung ist hochansteckend. Deshalb kann es zum Beispiel in Tagesheimen es zu einer schnellen Ausbreitung und lokalen Ausbrüchen kommen. Die Inkubationszeit liegt bei zirka 1-26 Tagen. Es ist zu beachten, dass die Mehrheit der Primärinfektionen mit HSV-1 asymptomatisch, d.h. ohne erkennbare Beschwerden, verlaufen. Die Mundfäule ist daher die Ausnahme und nicht die Regel.

Komplikationen

Zu den möglichen Komplikationen gehört eine Verschleppung in die Augen, eine Dehydratation und im schlimmsten Fall eine Hirnentzündung (Enzephalitis). Da die Viren latent im Körper erhalten bleiben, können sie regelmässig reaktiviert werden und Fieberbläschen auslösen (siehe dort).

Diagnose

Die Diagnose wird in ärztlicher Behandlung aufgrund des klinischen Bildes und mit laborchemischen Methoden gestellt. Andere Erkrankungen, wie beispielsweise Aphthen oder ein Mundsoor können ähnliche Beschwerden auslösen und müssen bei der Diagnose ausgeschlossen werden.

Nicht-medikamentöse Behandlung

Es ist wichtig, dass die Patienten ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, um eine Dehydratation zu vermeiden. Bei einem drohenden Flüssigkeitsmangel kann eine parenterale Verabreichung angezeigt sein. Die zugeführte Nahrung soll mild, kühl, flüssig bis halbfest sein (z.B. Breie, zerdrückte Bananen, Kartoffelstock, Nudeln), damit keine zusätzliche Reizung stattfindet. Scharfe, saure und heisse Nahrungsmittel wie zum Beispiel Tomaten, Zitronen, Zwiebeln, Chili oder Essig sollen vermieden werden! Zur Vorbeugung der Ansteckung sollte der Kontakt mit anderen Kindern in Tagesheimen vermieden werden. Auch Gesundheitsfachleute müssen sich mit geeigneten Massnahmen (Handschuhe, evt. Schutzbrille) vor der Ansteckung schützen.

Medikamentöse Behandlung

Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen und Lokalanästhetika oder andere topische Mittel werden zur symptomatischen Behandlung von Schmerzen eingesetzt. In schweren Fällen können auch Opioide angezeigt sein.

Nukleosid-Analoga wie Aciclovir oder verwandte Wirkstoffe sind kausal gegen Herpesviren aktiv. Gemäss einer Cochrane-Analyse aus dem Jahr 2008 gibt es schwache wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit von oralem Aciclovir. Falls eine Therapie in Betracht gezogen wird, soll sie so früh wie möglich begonnen werden.

Verschiedene pflanzliche Arzneimittel können zur Schmerzlinderung ausprobiert werden, zum Beispiel Gerbstoffe (z.B. Schwarztee, Eiche, Heidelbeere) oder Schleimstoffe (Malve, Eibisch).

Ob auf der Haut und Schleimhaut aufgetragene Desinfektionsmittel wie Chlorhexidin und Povidon-Iod den Krankheitsverlauf beeinflussen oder die Übertragung reduzieren, ist uns nicht bekannt.

Ein Nahrungsmittelersatz mit hochkalorischen Nahrungsmittel, Trinknahrung oder Elektrolytersatzlösungen bietet sich an, falls aufgrund der Schmerzen zuwenig Nahrung und Flüssigkeit zu sich genommen wird.

Mundspülungen können reiz- und schmerzlindern wirksam sein. In den USA wurde häufig eine Mischung von Diphenhydramin und einem Antazidum (Maalox®) lokal angewandt. Aufgrund der möglichen unerwünschten Wirkungen von Antihistaminika der 1. Generation halten wir diese Therapie nicht für empfehlenswert.

→ Nicht alle der aufgelisteten Arzneimittel sind für Kinder geeignet.

Literatur Autor

Autor: PharmaWiki Team. Mit bestem Dank an Severin Frei, Drogist, für Hinweise zu diesem Artikel. Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Rotes und geschwollenes Zahnfleisch: Was zu tun ist

Rotes Zahnfleisch? Geschwollenes Zahnfleisch? Hier erfahren Sie die Gründe…

Zahnfleisch besteht aus faserigem Gewebe, das voller Blutgefäße und stark genug ist, um Ihren Zähnen durch lebenslanges Kauen, Knabbern und Zerreißen von Nahrung hinweg Halt zu geben. Wenn es gereizt oder infiziert ist, kann es schnell anschwellen oder sich röten. Diese Schwellung verwandelt Ihr gesundes rosa Zahnfleisch in rotes, empfindliches Zahnfleisch, das beim Zähneputzen und Einsatz von Zahnseide schmerzt oder blutet. Das Zahnfleisch ist sehr wichtig für die Gesundheit Ihres Mundes. Je mehr Sie darüber wissen, desto besser können Sie die Ursachen von rotem und geschwollenem Zahnfleisch bekämpfen und Ihren Mund gesund halten.

Wodurch wird geschwollenes und schmerzempfindliches Zahnfleisch verursacht?

Ihr Zahnfleisch reagiert nicht nur auf den Gesundheitszustand Ihres Mundes, sondern auch auf den Ihres gesamten Körpers. Da das Zahnfleisch durch die Veränderung seiner Farbe gesundheitliche Probleme aufzeigen kann, ist es einleuchtend, dass die Ursachen von rotem und geschwollenem Zahnfleisch mit der Zahngesundheit sowie mit dem allgemeinen Gesundheitszustand in Verbindung stehen. Im Folgenden sind einige der möglichen Ursachen aufgeführt:

  • Zahnfleischentzündungen sind eine häufige Erkrankung, durch die das Zahnfleisch aufgrund einer bakteriellen Infektion anschwillt und sich rötet. Die Infektion befindet sich gewöhnlich oberhalb des Zahnfleischansatzes, wo man mit regelmäßigem Zähneputzen und Einsatz von Zahnseide nicht hinreicht.
  • Mangelernährung ist eine ernsthafte Erkrankung, die sich auf jedes System des Körpers auswirkt. Der Nachweis von Mangelernährung kann sehr schnell in Form von gerötetem Zahnfleisch sichtbar werden.
  • Karies ist eine weitere Ursache für geschwollenes Zahnfleisch. Was als schmerzender oder empfindlicher Zahn beginnt, kann schnell zu einem komplizierten Problem werden, wenn die Behandlung ausbleibt.

Ihr Zahnfleisch reagiert nicht nur auf den Gesundheitszustand Ihres Mundes, sondern auf den Ihres gesamten Körpers.

Geschwollenes Zahnfleisch: Was zu tun ist

Hier sind ein paar einfache Tipps, die Sie ausprobieren können, um mit den Schmerzen und Beschwerden umzugehen, die durch rotes und wundes Zahnfleisch verursacht werden:

  1. Achten Sie auf gute Mundhygiene, indem Sie täglich Zähne putzen und Zahnseide verwenden. Ersetzen Sie Zahnpasten und Mundspülungen, die Ihr Zahnfleisch reizen könnten, durch Produkte, die speziell für empfindliches Zahnfleisch entwickelt wurden.
  2. Gurgeln Sie mit Salzwasser, um die Schwellung Ihres Zahnfleisches zu senken.
  3. Essen Sie (zuckerfreie) kalte Speisen zur vorübergehenden Linderung.
  4. Nehmen Sie – unter ärztlicher Aufsicht – entzündungshemmende Medikamente ein.
  5. Suchen Sie Ihren Zahnarzt für eine professionelle Zahnreinigung auf. Eine regelmäßige, tiefe Reinigung kann dazu beitragen, das Risiko bakterieller Infektionen und Karies, die zu geschwollenem und schmerzempfindlichen Zahnfleisch führen, in Zukunft zu reduzieren.

Denken Sie daran: Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt oder Arzt, wenn Sie rotes oder geschwollenes Zahnfleisch haben. Es ist immer gut, einen Arzt zu konsultieren, bevor Sie es mit Selbstbehandlung versuchen. Es ist jedoch unerlässlich, Ihre tägliche Mundpflegeroutine beizubehalten und regelmäßig zur Kontrolle zu gehen. Rotes und geschwollenes Zahnfleisch ist unangenehm. Wenn Sie Ihren Zahnarzt aufsuchen und die Ursache und richtige Behandlung kennen, sind Sie auf dem besten Weg. Klicken Sie hier, um weitere Informationen zur Bedeutung der verschiedenen Zahnfleischfarben zu erhalten.

Mundfäule (Stomatitis aphtosa)

Die Übertragung des auslösenden Herpes-Virus

Das Ablecken eines Schnuller, die gemeinsame Nutzung von Besteck sowie ein lieb gemeintes Küsschen reichen schon aus, um den Herpesvirus zu übertragen. Im Falle der Übertragung kann der Virus die Mundfäule auslösen.

Der Name der Erkrankung geht auf den sehr strengen Geruch zurück, den die sich bildenden Blasen in der Mundschleimhaut und am Zahnfleisch produzieren. Mundfäule ist für die Betroffenen in der Regel sehr schmerzhaft und führt häufig dazu, dass Essen und Trinken häufig abgelehnt wird.

Symptome und Hilfe bei Mundfäule

Zu den typischen Symptomen der Stomatitis aphtosa zählen:

  • mehrtägiges hohes Fieber
  • geschwollene Lymphknoten
  • schmerzhafter Bläschenausschlag am und in allen Bereichen des Mundes
  • intensiver Speichelfluss
  • stark säuerlicher Mundgeruch
  • Verweigerung von Essen und Trinken

Damit Sie Ihrem Kind das Essen und Trinken erleichtern, sollten Sie ihm kühle, weiche und nicht säuerliche Speisen anbieten, um die Mundschleimhaut nicht unnötig zu reizen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind trotz der Schmerzen ausreichend trinkt.

Haben Sie das Gefühl, dass es zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, der Mund und die Lippen sehr trocken sind und es kraftlos erscheint, besteht die Gefahr einer Dehydrierung. In solch einem Fall erhält ein Kind im Krankenhaus Infusionen, die ihm die fehlende Flüssigkeit schnell wieder zuführen und das Allgemeinbefinden deutlich verbessern.

Ansteckungsgefahr bei Mundfäule

Die Herpesinfektion Stomatitis aphtosa ist hochansteckend. Daher sollten Familienmitglieder und andere nahestehende Personen, die noch nie mit einem Herpes Simplex Virus infiziert waren, Hygienemaßnahmen zur Vermeidung einer Ansteckung ergreifen. Keine ungeschützte Berührung mit dem Mund des kleinen Patienten, kein gemeinsames Benutzen von Geschirr und Besteck gehören beispielsweise dazu.

Vorbeugung von Mundfäule

Um die Übertragung von Herpesviren zu verhindern, sollte Ihr Kind möglichst nur aus der eigenen Trinkflasche trinken und eigenes Geschirr verwenden. Ebenfalls sollten nahestehende Personen Ihr Kind nicht liebkosen, wenn sie ein Herpesbläschen haben.

Mundfäule lässt sich medizinisch nicht heilen. Nur die Symptome können behandelt und gelindert werden. Hierzu verschreibt der Kinderarzt häufig Salben und Cremes mit einem Antiviren-Wirkstoff. Die Dauer des Krankheitsverlaufes liegt bei etwa einer Woche. Sind die Bläschen im Mund abgetrocknet, ist die Erkrankung auch nicht mehr ansteckend und die Schmerzen lassen nach.

Mundfäule bei Babys & Kindern: Das hilft gegen die Schmerzen

Mundfäule klingt nicht nur schrecklich, sie ist auch äußerst schmerzhaft: Ein Herpesvirus verursacht viele kleine Mundgeschwüre, die brennen. Babys und Kleinkinder sind am häufigsten betroffen. So kannst du die die Schmerzen lindern.

Mundfäule wird von Herpesviren ausgelöst. Daher ist die Krankheit auch hoch ansteckend. Besonders häufig tritt Mundfäule bei Babys und Kleinkindern auf, die zum ersten Mal in Kontakt mit dem Herpes-Simplex-Virus vom Typ 1 (HSV-1) gekommen sind. Der Virus ruft eine schmerzhafte Entzündung der Mundschleimhaut mit Mini-Geschwüren hervor.

Vorwiegend auf Zahnfleisch und Gaumen, aber auch auf den Lippen und um den Mund herum entstehen kleine Bläschen (Aphten), die weißlich-gelb belegte und äußerst schmerzhafte Wunden hinterlassen. Die offenen Wunden verursachen typischen, fauligen Mundgeruch, was der Infektion ihren Namen gibt. Der korrekte Fachausdruck dafür ist Stomatitis aphtosa.

Weitere typische Begleiterscheinungen von Mundfäule sind: (teilweise hohes) Fieber, geschwollene Lymphknoten im Halsbereich, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit. Hat sich dein Kind zum ersten Mal infiziert, solltet ihr auf jeden Fall zum Arzt gehen.

Bei Mundfäule schmerzt der gesamte Mund

Achtung! Wegen der Schmerzen im Mund verweigern Babys und Kleinkinder oft die Nahrung. Hat das Kind nur wenig getrunken und wirkt teilnahmslos oder bemerkst du, dass die Fontanelle beim Baby dauerhaft eingefallen ist, dann geht umgehend zum Arzt. Es kann sein, dass das Kind bereits dehydriert ist und eine Infusion braucht.

Hat dein Kind Mundfäule, ist es also besonders wichtig, dafür zu sorgen, dass es genügend trinkt. Am besten bietest du ihm zimmerwarme, milde Getränke an. Saft sollte tabu sein, da die enthaltene Fruchtsäure die Mundschleimhaut zusätzlich reizt. Ideal ist Kamillentee. Er hat eine heilende und desinfizierende Wirkung. Zum Essen kannst du alles auftischen, was leicht zu kauen und zu schlucken ist: z.B. Kartoffelbrei, Grießbrei oder Joghurt. Suppen sollten auf Zimmertemperatur abgekühlt sein, denn auch heiße Speisen können im Mund schmerzen.

Leider kann man gegen die Mundfäule selbst wenig tun. Die Wunden im Mundraum müssen alleine ausheilen. Meistens dauert das zehn bis zwölf Tage. Narben bleiben keine zurück. Während der akuten Krankheitsphase könnt ihr ausnahmsweise auf das Zähneputzen verzichten, auch wenn es sich unhygienisch anhört. Das Reiben am Zahnfleisch verschlimmert die Schmerzen nur.

Die Schmerzen lindern

Um dem Kind ein wenig Erleichterung zu schaffen, kannst du Sie die Schmerzen mit speziellen Mitteln behandeln. Zahnungsgel ist zum Beispiel eine Möglichkeit. Das darin enthaltene, niedrig dosierte Betäubungsmittel kann zumindest kurzzeitig etwas Linderung verschaffen. Wenn du beim Arzt nachfragst, kann er desinfizierende Lösungen oder Gels verschreiben, sowie gegebenenfalls Schmerzzäpfchen. Zäpfchen sind bei Mundfäule auf jeden Fall eine gute Wahl, weil sie nicht wie andere Medikamente geschluckt werden müssen.

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Als pflanzliche Alternative können die schmerzhaften Aphten auch mit Nelkenöl oder einer Myrrhe-Tinktur behandelt werden. Dafür ein Wattestäbchen mit dem Öl bzw. der Tinktur tränken und die Bläschen damit betupfen. Allerdings brennt vor allem die Myrrhe-Tinktur sehr stark, so dass sich die meisten Kinder damit nicht behandeln lassen.

Hautausschlag bei Baby und Kind

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Der Mundfäule vorbeugen

Wirklich vorbeugen kann man Mundfäule nicht. Der Herpes-Simplex-Virus ist hoch ansteckend und überträgt sich über Schmier- und Tröpfcheninfektion. Da die meisten Menschen den Virus in sich tragen, ist der Kontakt damit fast unvermeidbar. Etwa 80 Prozent aller Zweijährigen tragen schon Antikörper gegen HSV-1 im Blut. Nicht alle von ihnen hatten eine Mundfäule. Allerdings ist es bei Erstkontakt mit dem Virus sehr wahrscheinlich, dass die Krankheit ausbricht.

Daher sollte auf jeden Fall der Kontakt mit Kindern vermieden werden, die gerade akut an Mundfäule erkrankt sind. Herpes wird sehr häufiger von einem Kind aufs andere übertragen, etwa über Spielzeug, das Babys gerne in den Mund nehmen. Hast du selbst gerade Herpesbläschen oder leidest du grundsätzlich häufig daran, dann solltest du vermeiden, den Schnuller oder das Fläschchen des Kindes in den Mund zu nehmen oder auch sein Besteck.

Sind die Bläschen im Mundbereich abgeheilt, besteht bei Mundfäule keine akute Ansteckungsgefahr mehr. Allerdings bleibt der Herpesvirus auch weiterhin im Körper. Er kann später immer wieder als Lippenherpes zurückkommen.

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Mundfäule (Stomatitis aphthosa): Woran erkennt man Mundfäule?

Letzte Änderung: 16.07.2019
Verfasst von Wiebke Posmyk • Medizinredakteurin Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

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Inhaltsverzeichnis

  • Herpes im Mundraum
  • Woran erkennt man Mundfäule?
  • Was tun bei Mundfäule?
  • Weitere Informationen

Die ersten Symptome einer Mundfäule (Stomatitis aphthosa) treten circa vier bis sechs Tage nach der Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus vom Typ 1 auf. Die Beschwerden können dabei unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Personen mit Stomatitis aphthosa haben zunächst Fieber und fühlen sich abgeschlagen. Kurz darauf entstehen auf den Schleimhäuten im Mundraum und manchmal auch an den Lippen zahlreiche kleine Bläschen. Diese platzen rasch auf und es entwickeln sich schmerzhafte, stecknadelkopf- bis linsengroße Schleimhautschäden mit weißlichem Belag und einem rötlichen Rand – sogenannte Aphthen.

Ob Wangenschleimhaut, Zahnfleisch oder Gaumen: Der gesamte Mundraum kann von der Mundfäule befallen sein.

Typische Symptome der Mundfäule sind:

  • eine gerötete Mundschleimhaut
  • starke brennende Schmerzen im Mund; häufig verweigern Kinder aufgrund der Schmerzen das Essen und / oder Trinken
  • Mundgeruch
  • hohes Fieber
  • erhöhter Speichelfluss
  • schmerzhaft geschwollene Lymphknoten im Bereich des Halses
  • evtl. Übelkeit, Brechreiz

Es kann vorkommen, dass sich die Stomatitis aphthosa ausbreitet, wenn Herpesviren durch eine Schmierinfektion auf Finger, Oberlippe oder den Naseneingang gelangen. Dann bilden sich auch dort Bläschen.

Der Arzt erkennt eine Mundfäule meist schon anhand der typischen Beschwerden. Erkrankungen, die ähnliche Symptome wie eine Stomatitis aphthosa zeigen, muss er dabei ausschließen. Hierzu zählen zum Beispiel Aphthen, die nicht durch Viren hervorgerufen worden sind, oder Morbus Behçet, eine bestimmte Form der Gefäßentzündung.

Sind Erwachsene von Mundfäule betroffen, sollte der Arzt abklären, ob möglicherweise das Immunsystem durch eine Krankheit geschwächt ist.

© Jupiterimages/iStockphoto Eine Stomatitis aphthosa kann der Arzt oft schon anhand der Symptome diagnostizieren.

Schwerste Verlaufsform: Aphthoid Pospischill-Feyrter

Die schwerste Verlaufsform der Mundfäule bezeichnen Ärzte auch als Aphthoid Pospischill-Feyrter. Dabei ist die Entzündung nicht nur auf die Mundschleimhaut beschränkt, sondern breitet sich auf den Rachen, die Speiseröhre, die Gesichtshaut um den Mund herum und manchmal auch auf die Genitalien aus. Aphthoid Pospischill-Feyrter tritt sehr selten auf. Meist sind Kinder und Jugendliche betroffen, deren Immunsystem stark geschwächt ist, etwa nach einer Infektionskrankheit wie Masern, Keuchhusten oder Röteln.

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