Kindsbewegungen ab wann

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Solange man das Baby nicht spürt, ist so eine Schwangerschaft irgendwie noch recht abstrakt. Zumindest erging es mir in beiden Schwangerschaften so. Sobald ich mein Kind im Bauch treten spürte, hatte ich auch einen richtigen Bezug dazu, wollte es noch mehr beschützen und pflegen. Ab wann man Kindsbewegungen in der Schwangerschaft merkt, ist ganz unterschiedlich. Alles, was Du dazu wissen solltest, erkläre ich Dir, wenn Du weiterliest.

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Ab wann bewegt sich das Baby im Bauch?

Jedes Baby bewegt sich bereits ab der 8. Schwangerschaftswoche, also schon sehr früh. Allerdings sind diese Bewegungen noch unwillkürlich, das heißt nicht durch Impulse aus dem Gehirn gesteuert. Es handelt sich um primitive Reflexe, ähnlich wie Muskelzuckungen.

Erst allmählich verbinden sich die Nervenbahnen im Gehirn und der Fötus kann die Bewegungen steuern. Das ist so ab der 17. Schwangerschaftswoche der Fall. Dann „tritt“ Dich Dein Baby also wirklich.

Diese frühen Bewegungen sind auch in aller Regel noch nicht für die Mutter spürbar. Zum Einen sind sie noch recht schwach, weil das Baby noch so klein ist. Zum anderen erreicht der Fötus nicht so häufig die Wand der Gebärmutter, weil es noch von so viel Fruchtwasser umgeben ist.

Ab wann spürt man Kindsbewegungen in der Schwangerschaft?

Im Durchschnitt spürt man die ersten Kindsbewegungen ab der 19. Schwangerschaftswoche. Es ist aber auch bei einigen Frauen möglich, dass es bis zur 28. SSW dauert, bis die ersten Babytritte und Bewegungen des Babys spürbar werden.

Bei mir hat es in der ersten Schwangerschaft bis zur 18. Schwangerschaftswoche gedauert, in der zweiten nur noch bis zur 17. Woche.

Ganz selten gibt es Frauen, die schon in SSW 13 oder SSW 14 von ersten Kindsbewegungen berichten. Ganz ausschließen lässt sich das medizinisch nicht, ist aber eher ungewöhnlich.

Ab wann Du die Bewegungen tatsächlich spüren kannst, ist schwer vorherzusagen. Denn dafür sind verschiedene Punkte ausschlaggebend:

Lage von Plazenta und Gebärmutter

Wenn Deine Plazenta nämlich vorne, also zwischen Baby und Deiner Bauchwand, liegt, dämpft sie die Bewegungen ab und es dauert viel, viel länger, bis Du Dein Baby spüren kannst. Denn in der Gebärmutter selbst hast Du keine Nerven, die Dich über erste Kindsbewegungen informieren könnten.

Erst, wenn die Kindsbewegungen des Babys auf Deine Bauchdecke treffen, kannst Du sie spüren. Das heißt auch, die Gebärmutter muss auch eine gewisse Größe erreicht haben, denn in den ersten Schwangerschaftswochen liegt sie nicht unbedingt an der Bauchdecke an.

Anzahl der Schwangerschaften

Bei der ersten Schwangerschaft dauert es in der Regel länger, bis schwangere Frauen die Bewegungen des Babys im Bauch spüren können.

Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass sie nicht wissen, worauf genau sie achten müssen. Denn zu beschreiben, wie sich erste Kindsbewegungen anfühlen, ist beim ersten Baby gar nicht so einfach. Manche beschreiben es als zartes Flattern oder Streicheln von innen. Ich würde sagen, es fühlt sich an wie Muskelzucken, andere beschreiben es ähnlich wie Verdauungstätigkeit. Das liegt aber auch daran, dass das Baby direkt nach dem Essen im Bauch zu strampeln beginnt.

Deshalb nehmen viele Erstgebärende die ersten Kindsbewegungen auch erst wahr, wenn definitiv starke Tritte gegen die Bauchwand dabei sind. Da gibt es dann keinen Zweifel mehr.

Beim 1. Kind spüren Schwangere die ersten Kindsbewegungen zwischen der 18. und 22. SSW. Ab der 2. Schwangerschaft können Kindsbewegungen schon in SSW 13 auftreten.

Körperbau

Sehr schlanke Frauen spüren Tritte etwas häufiger und früher, Übergewichtige dementsprechend später. denn auch das Fett der Mama dämpft die Bewegungen. So kann es auch sein, dass die Kindsbewegungen erst später sichtbar werden.

Körperhaltung

Mit der richtigen Lage kannst Du den ersten Kindsbewegungen etwas nachhelfen. Am besten spürt man sein Baby, wenn man sich flach auf den Rücken legt, die Beine nach unten ausgestreckt, und mit einer Hand sanft von oben auf die Bauchdecke drückt. So kann auch der werdende Papa oft schon von außen die Tritte spüren, wenn sie stark genug sind.

Wenn das nicht klappt, versuche mal die Bauchlage. Wenn Du noch gut auf dem Bauch liegen kannst, also ohne, dass es unangenehm drückt, kannst Du so eventuell Kindsbewegungen früher spüren.

Für manche Schwangeren klappt auch die Badewanne. Wichtig ist, dass Du eine Weile ruhig liegen bleibst. Denn durch die fehlende Bewegung wacht Dein Baby vielleicht auf.

Ab wann kann der Vater die Kindsbewegungen spüren und sehen?

Für viele Väter dauert es bis etwa zur 25. SSW, bis auch sie den Nachwuchs spüren können. Denn damit auch die Handinnenfläche „angerempelt“ wird, sind schon etwas kräftigere Tritte notwendig.

Übrigens ergeht es wohl vielen Paaren wie uns: Sobald der Papa seine Hand auf den Bauch legt, hört das Baby auf zu treten. Ein merkwürdiges Phänomen.

In meiner aktuellen Schwangerschaft konnte der werdende Papa die ersten Kindsbewegungen schon wenige Tage nach mir spüren, nämlich auch in der 17. Schwangerschaftswoche. Nur wenige Tage später sind die Tritte teilweise so stark, dass man sie durch das T-Shirt sehen kann.

Wie oft bewegt sich mein Baby im Bauch?

Wie oft Du die Tritte Deines Kindes wahrnehmen kannst, hängt von drei Faktoren ab:

  • Wahrnehmung der Mutter
  • Temperament des Babys
  • Tagesform des Babys
  • Größe des Babys
  • Lage des Babys

Starke Kindsbewegungen vor allem nachts

Manche Mütter haben viel Zeit, in Ruhe darauf zu achten.Vor allem in Ruhephasen und nachts bewegt sich Dein Baby wahrscheinlich mehr, denn dann wird es nicht durch Deine Bewegungen in den Schlaf geschaukelt und kann sich dementsprechend voll austoben. Ganz selten sind die Tritte Deines Babys sogar so intensiv und stark, dass es Dir schwer fallen könnte, einzuschlafen.

Tagsüber schläft das Baby etwa 70% der Zeit. Wenn Du also abends müde von der Arbeit nachhause kommst und im Bett gleich einschläfst, bemerkst Du die Bewegungen vielleicht seltener.

Viele Kindsbewegungen = Aktives Kind

Nicht alle Kinder sind gleich bewegungsfreudig und das zeigt sich schon im Mutterleib. Es ist wohl so, dass Babys, die sich im Bauch bereits viel bewegen, auch nach der Geburt besonders aktiv sind. Du lernst also auf diese Weise Dein Baby schon mal ein bisschen besser kennen.

Wann sind Kindsbewegungen zu wenig?

Bewegungen sind nicht jeden Tag gleich stark und viel, das ist ganz normal. Nur, wenn es sich über mehrere Tage gar nicht oder kaum bewegt, solltest Du aufmerksam werden. Es kann dann sein, dass es nicht mehr so gut versorgt wird. Als normal gilt alles ab 10 Kindsbewegungen pro Tag. Ein zu viel gibt es dabei nicht.

Kindsbewegungen werden weniger kurz vor der Geburt

Zum Ende der Schwangerschaft, angeblich vor allem in den Tagen kurz vor der Geburt, werden die Kindsbewegungen schwächer und weniger. Denn jetzt hat es auch weniger Platz und bewegt sich nur noch, um die Position zu wechseln, nicht mehr, um zu üben. Einmal am Tag sollte man das Baby aber trotzdem noch spüren können.

Und nicht zuletzt kannst Du die Tritte vielleicht nicht richtig spüren, wenn sie nach unten bzw. hinten in der Gebärmutter gehen. Vor allem Tritte gegen die Bauchdecke und in den Rippenbereich spüren Schwangere dagegen sehr deutlich. Wenn das Baby also mit dem Kopf nach oben liegt, denkst Du vielleicht, es bewegt sich nicht – dabei spürst Du die Kindsbewegungen nur nicht.

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Kindsbewegungen – Schmetterlinge im Bauch

© fotolia, i love images

Obwohl das Ultraschallbild ganz deutlich das Leben im Bauch dokumentiert, warten die meisten Frauen ganz sehnsüchtig darauf, ihr Baby auch zu spüren. Bis das Baby so kräftig ist, dass die Mutter die Kindsbewegungen deutlich bemerkt, vergeht jedoch noch einige Zeit.

Erste Kindsbewegungen im Ultraschall

Bei der Ultraschalluntersuchung sieht man es zum ersten Mal ganz deutlich – das Kind bewegt sich. Doch bis die Mutter endlich ihr Baby spüren kann, dauert es noch etwas. Bereits in der 8. Schwangerschaftswoche beginnt der Fötus, sich zu bewegen. So dreht sich beispielsweise der Hals ein wenig und zwei Wochen später auch schon der Rumpf und die Arme. Zwischen der 10. und 12. Woche kann man schon Mundöffnungen und Schluckbewegungen erkennen. Genau wie der Hand-Greif-Reflex, der sich bis zur 16. Woche bildet, sind all diese Bewegungen zunächst primitive Reflexe. Allmählich lernt der Fötus, seine Muskeln zu gebrauchen. Er strampelt mit den Beinen, bewegt den Kopf und die Hände. Die Nervenbahnen verbinden sich miteinander und das Kind greift, streckt und dreht sich.

Wann sind erste Kindsbewegungen zu spüren?

Die meisten Frauen spüren ihr Baby in der 19./20. Woche ihrer Schwangerschaft, manche früher, manche später. Wann die Bewegungen bemerkt werden, hängt in erster Linie von der Lage der Plazenta ab. Sitzt sie an der Vorderwand der Gebärmutter, federt sie die Bewegungen des Fötus ab und sie sind kaum zu spüren. Liegt sie jedoch an der Rückwand, spüren die werdenden Mütter schon früh etwas von ihrem Baby.

So ganz leicht ist es auch nicht, das zarte Klopfen wahrzunehmen. Manche Mütter berichten, sie hätten Schmetterlinge im Bauch, andere sprechen von einem kleinen Goldfisch und wieder andere empfanden die Bewegungen so ähnlich wie Verdauungsprobleme. Doch mit jedem Tag werden die kleinen Tritte stärker. Und auch der werdende Vater bekommt endlich die Turnübungen seines Nachwuchses mit. Manche Mütter werden durch das Boxen ihres Babys aber auch um den Schlaf gebracht. Meistens werden die Kleinen nämlich erst so richtig rege, wenn sich die Mutter entspannt.

Platzprobleme zum Ende der Schwangerschaft

Zum Ende der Schwangerschaft bewegen sich die Kinder in der Regel nicht mehr ganz so heftig, da der Platz für Purzelbäume nicht mehr ausreicht. Allerdings werden die einzelnen Tritte, mit denen sich das Baby in die richtige Geburtsposition bringt, stärker. Wie oft eine Mutter ihr Baby spürt hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein sehr temperamentvolles Babys spürt man sicherlich häufiger als eine kleine „Schlafmütze“. Und manchmal ist man einfach auch zu beschäftigt um in sich hineinhören zu können. Das Ungeborene kann sich an einem Tag viel und an einem anderen Tag wenig bewegen. So ist es ganz normal, dass an manchen Tagen die Bewegungen nicht so intensiv sind oder man nur einen kleinen Schluckauf mitbekommt.

Wann besteht Grund zur Sorge?

Wenn sich das Baby über längere Zeit nicht mehr bewegt hat, muss das kein schlechtes Zeichen sein. Wer sich nicht sicher ist, sollte sein Baby zu Bewegungen ermuntern. Oft hilft es schon, sich hinzulegen und von einer Seite auf die andere zu drehen. Generell ist es natürlich anzuraten, bei Sorge um das Kind zum Arzt zu gehen und die Lage per Ultraschall prüfen zu lassen. In den meisten Fällen ist es alles in Ordnung und das Baby ruht sich nur ein bisschen aus.

Wie geht es dem Baby im Mutterleib?

Das Ungeborene bekommt übrigens viel mehr von der Außenwelt mit als wir meinen. Schon früh gewöhnt sich der Fötus an den Lebensrhythmus der Mutter. Dass dieser nicht unbedingt seinem eigenen entspricht, merkt man spätestens, wenn dieser zur Schlafenszeit der Mutter erst richtig wach wird. Aber auch Faktoren wie beispielsweise Stress der Mutter haben einen Einfluss auf das Ungeborene. In einem Projekt an der zweiten Universitätsklinik in Wien wurde festgestellt, dass es bei einer Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin zu verstärkten Bewegungen des Fötus kommt. Auch über das Fruchtwasser bemerkt er Veränderungen, da sich der Geschmack je nach körperlichem Zustand der Mutter ändert.

Im fünften/sechsten Monat empfindet das Ungeborene bereits Vibrationen, Druck und die Temperatur, wenn beispielsweise eine Hand auf dem Bauch der Mutter liegt. Die Mutter kann demnach ganz direkten Einfluss auf das Seelenleben ihres Kindes nehmen. So lassen sich viele der kleinen Boxer durch ruhige Musik oder leises Zureden beruhigen. Ob aus dem aktiven Boxer später ein lebhaftes Kind wird, ist nach wie vor nicht hundertprozentig nachgewiesen. Dieses Forschungsprojekt kann also jede Frau nach der Geburt selbst abschließen. Viel Spaß dabei!

von Ute Linnert

Zuletzt überarbeitet: März 2019

Kindsbewegungen

Es gibt viele unvergessliche Momente im Verlauf einer Schwangerschaft. Von der ersten Bestätigung der vagen Hoffnung durch einen Test oder den Arzt bis zu dem Tag, an dem Baby und frischgebackene Eltern gemeinsam das Spital verlassen dürfen. Der Augenblick, in dem Mütter zum ersten Mal die Bewegungen ihres Ungeborenen (und Väter später durch die Bauchdecke) spüren, ist für viele ein „Aha“- Erlebnis. Denn nun wird so richtig klar: Da lebt ein kleiner Mensch in mir, in perfekter Symbiose und doch eigenständig, ein kleines Wunder eben, dessen Wahrwerden gerade erst begonnen hat. Ab wann du mit diesem Erlebnis rechnen kannst und woran du erkennst, dass etwas nicht stimmen könnte, darum geht es in diesem Artikel.

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Flattern, Gluckern, Darmbewegung – jede Frau beschreibt es anders

Viele Frauen, die ihre erste Schwangerschaft erleben, deuten die Bewegungen ihres Babys oft fehl. Sie verwechseln sie vielleicht mit leichten Blähungen oder nehmen im fordernden Alltag kaum etwas davon war. In den ersten Monaten der Schwangerschaft hat das Kleine noch so viel Platz im Bauch und ist so komplett vom Fruchtwasser eingeschlossen, dass seine Tritte in der Schwerelosigkeit verhallen. Zappelig ist es allerdings schon ab der achten Schwangerschaftswoche.

Erfahrene Frauen können die minimale Veränderung oft besser einschätzen. Sie spüren ihr Baby manchmal schon in der 16. Schwangerschaftswoche. Bei Müttern, die ihr erstes Kind erwarten, kann sich das erste bewusste Wahrnehmen bis in die 23. Woche verschieben. Spätestens ab der 25. Woche ist sich jede Schwangere sicher: Das kommt jetzt aber nicht von den Zwiebeln! Dein Baby tritt nun so kräftig und vehement, dass du (und auch der werdende Papi) es deutlich spüren kannst, wenn du deine Hand mit sanftem Druck auf den Bauch legst.

30. Schwangerschaftswoche – ich bin da und du bist da

Das Baby hat jetzt schon seinen eigenen Kopf. Oft strampelt es besonders herum, wenn du eigentlich deine Ruhe möchtest. Die Wissenschaft sagt, dass die Kortison Produktion der Mutter dafür verantwortlich ist. Bei ihr fördert dieses Hormon die Entspannung, beim Ungeborenen hat es aber den gegenteiligen Effekt und macht es munter. Weil dein Baby jetzt auch selbst bemerkt, wenn etwas um es herum im Gange ist, wird es auf äussere Reize reagieren. Ob das ein empörtes Knuffen ist, weil du noch nicht mit deiner Babykugel umgehen kannst und vielleicht gegen etwas gestossen bist oder ob es direkt gegen deine Hand tritt, du kannst mit diesem Winzling in deinem Bauch schon auf eine ganz eigene Art kommunizieren. Auch die Nabelschnur verbindet euch zwei in guten wie in schlechten Zeiten.

Bist du sichtlich gestresst, zappelt dein Baby unruhig hin und her. Das Adrenalin aus deiner Blutbahn kommt auch bei ihm an. Deshalb vermeide alles, was dich aufregt! Schädlicher Stress in der Schwangerschaft kann nicht nur Frühgeburten und spätere Verhaltensauffälligkeiten auslösen, er hat sogar Auswirkungen auf das Fruchtwasser und ist einer der Mitverantwortlichen für die sogenannte und gefährliche Mekoniumaspiration.

36. – 38. Woche – ich möchte dir nicht wehtun, aber ich habe keinen Platz mehr

Weil das Baby langsam immer tiefer rutscht, endet deine Gebärmutter jetzt am Rippenbogen. Babys Tritte in diese Richtung können sich unangenehm anfühlen, sollten aber trotzdem nicht unerträglich schmerzhaft sein. Schmerzen sind immer ein Warnzeichen und müssen mit dem Arzt besprochen werden! Die Bewegungen deines Babys sind nun nicht mehr nur spürbar, du kannst regelrecht dabei zuschauen, wie sich Po, Knie oder Füsschen gegen deine Bauchdecke drücken. Das ist besonders spannend für deinen Partner oder die Geschwister, die die Babykugel zwar wachsen gesehen haben, das Baby aber noch niemals so intensiv wie du wahrnehmen durften.

Ab der 38. Woche wird es still in deinem Bauch. Das Baby liegt jetzt tief in deinem Becken. Es kann sich kaum noch rühren und deshalb spürst du es nur noch selten, manchmal sogar gar nicht mehr. Viele junge Mütter machen sich deshalb Sorgen und befürchten, etwas könnte nicht in Ordnung sein. Wenn dich ein ungutes Gefühl plagt, lass dir von deinem Arzt oder der Hebamme die Ängste nehmen.

Wie oft und wann solltest du das Baby spüren

Gerade in Ruhe kannst du dein Baby am intensivsten spüren. Bist du viel auf den Beinen, wird dein Kleines sich eher zurückziehen. Am Anfang wirst du es vielleicht nur ein bis zweimal am Tag wahrnehmen. Das ist völlig normal. Zwischen 24. und 28. Schwangerschaftswoche wirst du dein Baby manchmal 24 Stunden lang nicht spüren. Auch das ist kein Grund zur Besorgnis. Alles über diesen Zeitraum hinaus solltest du aber mit einem Arzt besprechen. Ab der 34. Schwangerschaftswoche, bis einige Wochen vor dem Geburtstermin, bewegt sich das Baby etwa 10 Mal in zwei Stunden. Wenn du dich unsicher fühlst, kannst du Kontakt zu ihm aufnehmen, indem du dich in entspannt hinsetzt, die Beine hochlegst und ihm nachfühlst. Auch eine rasche Energiezufuhr durch Traubenzucker oder ein Glas Saft machen es aktiver.

Kindsbewegungen sind etwas ganz Besonderes für alle werdenden Eltern. Sie sind ein spürbares Anzeichen für das Leben in ihrem Bauch und eine Möglichkeit, schon jetzt mit dem Ungeborenen in Verbindung zu treten. Lass dich trotzdem nicht verunsichern, wenn sie einmal ausbleiben. Dein Baby braucht viel Schlaf, um sich gesund zu entwickeln. Es gibt muntere Zeitgenossen, die ein wahres Workout in deinem Bauch veranstalten, genauso wie die stillen Träumer, von deren Anwesenheit man kaum einmal etwas bemerkt. Über den späteren Charakter deines Ungeborenen sagt das nur bedingt etwas aus. Der formt sich viel eher durch deine liebevolle Zuwendung.

Kindsbewegungen: vom Schmetterlingsflügel-Flattern zum Purzelbaum schlagen

Die ersten Kindsbewegungen – wann wird Ihr Kleines aktiv?

Schon bevor Sie überhaupt etwas davon mitbekommen, bewegt sich Ihr Baby im Bauch. Die Nervenstränge, die durch Arme und Beine laufen, machen bereits in der 7. Schwangerschaftswoche die ersten Kindsbewegungen in Form eines Zuckens möglich. Allerdings ist dieses Zucken noch so zart und Ihr Baby so klein, dass Sie es nicht spüren. In der 12. Schwangerschaftswoche absolviert Ihr Kleines sogar ein richtiges Sportprogramm. Es turnt mit fließenden Bewegungen im Fruchtwasser herum.

Schmetterlinge im Bauch: Das Baby spüren

Sie sind zum ersten Mal schwanger? Dann werden Sie die ersten spürbaren Kindsbewegungen zwischen der 15. und 18. Schwangerschaftswoche vielleicht mit einem nervösen Magen oder mit Blähungen verwechseln. Die Kindsbewegung äußert sich nämlich durch ein leichtes Ziehen in der Gebärmutter. „Schmetterlinge im Bauch“ – so beschreiben viele Schwangere dieses Gefühl. Beim zweiten Kind erkennen Sie die Zeichen schon und wissen, dass Sie gerade tatsächlich Ihr Baby gespürt haben. Ob Sie die ersten Kindsbewegungen wahrnehmen, hängt natürlich auch von anderen Faktoren ab: Schon im Mutterleib sind einige Kinder aktiver und temperamentvoller als andere. Und auch jede Schwangere ist unterschiedlich stark empfindsam.

Kindsbewegungen von außen spüren

Damit Ihr Partner die Kindsbewegungen von außen spürt, sind recht starke Tritte aus dem Bauch nötig. Daher muss der werdende Papa sich meist etwa bis zur 24. Schwangerschaftswoche gedulden. Babys spielen im Bauch gerne Verstecken. Es ist also gut möglich, dass Sie Ihr Kind spüren und immer dann, wenn der Vater gerade die Hand auflegt, ist es plötzlich wieder ganz ruhig.

Schwangerschaftskalender: Die faszinierende Reise durch 40 Schwangerschaftswochen

Turnweltmeister – Ihr Baby schlägt Purzelbäume

Im Laufe der Schwangerschaft wird Ihr Baby immer aktiver. Ab der 20. Schwangerschaftswoche spüren Sie meistens schon, dass Ihr Sprössling im Bauch herumtobt. Zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche enthält Ihre Fruchtblase rund 750 Milliliter Fruchtwasser. Ihr Baby kann sich darin frei bewegen und nutzt diesen Platz für Purzelbäume. Das Turnprogramm kann ganz schön wild werden, besonders dann, wenn Sie zur Ruhe kommen. Im Liegen spüren Sie die Kindsbewegungen stärker. Deshalb wird Ihr Baby Ihnen jetzt vermutlich auch in der ein oder anderen Nacht den Schlaf rauben. Ärgern Sie sich nicht, sondern genießen Sie das Gefühl. Ihrem Baby geht es schließlich richtig gut.

„Hicks“ … was war das denn?

Ihr Baby kann nicht nur boxen und treten, sondern hat auch Schluckauf. Diesen werden Sie wahrscheinlich ziemlich heftig spüren. Und wenn Ihr Baby sich erschreckt, zappelt es plötzlich ganz wild in Ihrem Bauch herum. Aber keine Sorge, diese Kindsbewegungen sind kein Grund zur Beunruhigung.

Platzprobleme – langsam wird es eng

In den letzten Wochen Ihrer Schwangerschaft werden die Kindsbewegungen langsamer, kleiner und seltener, aber dafür auch sehr intensiv. In Ihrer Gebärmutter wird es nämlich zu eng für die großen Turnübungen. In der 36. Schwangerschaftswoche dreht sich Ihr Nachwuchs oft schon in die Startposition für die Geburt. Die Muskeln der Gebärmutter und des Unterleibs halten das Baby jetzt fest. Beim zweiten oder dritten Kind sind die Muskeln weicher und Ihr Kleines ist bis zum Ende der Schwangerschaft noch in der Lage sich zu drehen – sogar noch am Tag der Geburt. Nun können die Kindsbewegungen richtig wehtun. Vor allem, wenn Ihr Kleines mit Tritten Ihre Rippen trifft. Wenn Sie Glück haben und Ihre Bauchwand sehr dünn ist, können Sie bei einem Tritt einen Fußabdruck erkennen und das Füßchen sogar festhalten.

Kindsbewegungen: Wie oft sollten Sie Ihr Kind spüren?

Bei einigen Schwangerschaften dauert es etwas länger, bis sich die Kindsbewegungen bemerkbar machen. Dies trifft vor allem auf Frauen zu, bei denen die Plazenta an der Vorderwand der Gebärmutter (Plazenta Prävia) sitzt. Die Kindsbewegungen werden dann viel später und schwächer wahrgenommen. Auch übergewichtige Schwanger spüren das Baby häufig erst später. Zwischen der 20. und 24. Schwangerschaftswoche ist es ganz normal, wenn Sie Ihr Kind auch einmal einen ganzen Tag lang nicht fühlen. Danach sollten Sie Ihr Baby mehrmals am Tag spüren. Wenn Sie tagsüber beschäftigt und mit anderen Dingen abgelenkt sind, werden Sie Ihr Kind vielleicht gar nicht bemerken. Das heißt aber nicht, dass Ihr Baby nicht aktiv war. Notieren Sie sich den Tag, an dem Sie die ersten Kindsbewegungen gespürt haben und suchen Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme auf, wenn Sie etwas verunsichert.

Kindsbewegungen: so bringen Sie Ihr Baby auf Trab

Wenn Sie Ihr Baby länger nicht bewusst gespürt haben und sich Sorgen machen, können Sie es auch zu Bewegungen animieren. Legen Sie sich auf die Seite, schieben Sie Ihren Bauch sanft hin und her oder legen Sie einfach die Füße hoch und hören Sie Musik oder trällern selbst ein Liedchen. Lässt sich Ihr Kind nicht wachrütteln und Sie sind beunruhigt, sollten Sie zur Sicherheit Arzt oder Hebamme konsultieren. So kann schnell gecheckt werden, ob es Ihrem Kleinen gut geht.

Spürbare Kindesbewegungen in der 20. SSW

Das erste Flattern im Bauch oder auch der erste Tritt gegen die Bauchwand der Mutter macht die Schwangerschaft für viele Frauen erst so richtig real. Nicht nur, dass der Bauch wächst, nein, nun bewegt sich das Kind spürbar und deutlich. Ab der 20. SSW werden die Kindesbewegungen für die meisten werdenden Mamas spürbar. Schon früh hat sich das Kind in Ihrem Bauch bewegt, doch da war es noch zu klein und schwach und so waren die Bewegungen bis zur 16. SSW kaum zu spüren. Doch in der 20. SSW hat Ihr Baby meist genug Kraft gesammelt um auf sich aufmerksam zu machen. Aktiv tritt es gegen die Bauchwand und das meist dann, wenn Sie sich eine Pause gönnen oder sich ins Bett legen. Ob Sie die Kindesbewegungen in der 20. SSW schon deutlich spüren, hängt allerdings auch davon ab, wie dick die Bauchwand ist und wie stark Ihr Kind ist. Meist können übergewichtige Frauen ihr Baby auch erst etwas später fühlen. Doch machen Sie sich nichts daraus, manche Kinder sind im Bauch schon sehr aktiv, andere eher ruhiger.

SSW 20: Entwicklung des Babys

20. SSW: Kindesbewegungen aktiv zu spüren

Schwangere Frauen, die bereits schwanger waren, spüren die Kindesbewegungen nicht erst in der 20. SSW. Meist machen diese sich schon ab der 16. SSW bemerkbar. Das liegt daran, dass diese Frauen wissen wie sich die Bewegungen anfühlen und wissen worauf sie achten müssen. Frauen, die das erste Mal ein Kind erwarten, spüren die Kindesbewegungen etwa ab der 18. SSW, meist aber auch erst ab der 20. SSW. Ab der 25. SSW werden die Turnübungen Ihres Kindes auch für Ihre Familienangehörigen real. Ab da können Sie die kleinen Vorführungen sogar mit auf dem Bauch sehen, wenn Ihr Baby heftig dagegen tritt. Durch Ihre Bewegungen schläft das Kind ein und ist daher zu diesen Zeitpunkten eher nicht so aktiv. Wenn Sie allerdings zur Ruhe kommen, dann ist das für Ihr Baby das Startsignal. Anfangs mag es noch erfreuen, kann aber schon bald die eine oder andere Mutter um den Schlaf bringen. Die Kindesbewegungen halten bis zur 32. Schwangerschaftswoche an. Ab da werden diese immer seltener, denn Ihr Baby hat nun nicht mehr so viel Platz in der Gebärmutter. Durch die Übungswehen, die auch in der 20. SSW starten, wird das Kind in die richtige Lage gerückt. Es schläft zum Ende der Schwangerschaft vermehrt und daher sind seine Bewegungen dann meist eher wie ein Dehnen im Bauch zu spüren.

Kindesbewegungen nicht zu spüren in der 20. SSW

Sofern Sie die ersten Kindesbewegungen in der 20. SSW noch nicht gefühlt haben, muss das kein Grund zur Sorge sein. Das Temperament eines Kindes ist sehr individuell und manche sind auch mal etwas ruhiger und gewinnen erst später an Kraft um auf sich aufmerksam zu machen. Oft kann es aber auch daran liegen, dass Ihre Bauchwand einfach etwas dicker ist und daher die Bewegungen nicht wahrnehmen. Auch übergewichtige Frauen spüren meist die Kindesbewegungen später als andere. Oftmals kann es auch sein, dass Ihr Baby sich bewegt, Sie es aber wenn Sie das erste Mal schwanger sind, mit anderen Beschwerden in Zusammenhang bringen, wie zum Beispiel mit Magenbeschwerden. Nehmen Sie sich eine Auszeit und horchen Sie in sich hinein. Meist hilft es, sich auf den Rücken zu legen und die Hand auf den Bauch zu legen um die Bewegungen bewusst wahrzunehmen. Im Regelfall turnt Ihr Baby meist sehr stark, wenn Sie sich eine Pause nehmen oder sogar im Bett liegen. Sollten Sie sich allerdings wirklich Gedanken machen, weil Sie Ihr Kind noch nicht spüren, dann suchen Sie Ihren Frauenarzt auf. Dieser kann Ihnen Gewissheit geben, dass alles in Ordnung ist.

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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