Kinderwunsch wie oft sex

Wie oft solltest Du Sex haben um schwanger zu werden?

Falls Du Dich im Internet bereits über Fruchtbarkeit und Empfängnis informiert hast, dann weißt Du sicherlich schon, dass Paaren oft empfohlen wird, jeden zweiten Tag Sex zu haben zu haben. Für die meisten Paar erscheint dieser Rat sinnvoll und sie denken nicht weiter darüber nach.

Wenn Du, so wie wir, gerne noch mal nachhakst, dann fragst Du Dich vielleicht: Wenn Sex alle zwei Tage gut ist, ist täglicher Sex dann noch besser?

Oder vielleicht scheint Dir jeder zweite Tag zu viel zu sein. Klappt es auch mit etwas weniger? Wie kam es überhaupt zu der Annahme, dass ein Tag mit Geschlechtsverkehr gefolgt von einem ohne als die beste Lösung angesehen wird? Ist das nur eine dieser Behauptungen im Internet, die sich verselbstständigt hat und schließlich als Wahrheit angenommen wurde, oder gibt es dazu fundierte wissenschaftliche Belege?

Wir haben herausgefunden, dass Sex an jedem zweiten Tag tatsächlich die beste Variante ist, aber der Weg zu dieser Erkenntnis ist ein bisschen kompliziert. Es gibt verschiedene Faktoren, die dabei eine Rolle spielen. Im folgenden Text haben wir die ganze Sache für Dich aufgeschlüsselt.

Hier erfährst Du auch, warum manche Paar es besser finden, jeden Tag einen Versuch zu starten. Lies es Dir einfach durch und entscheide dann selbst, was für Dich und Deinen Partner die beste Variante ist.

Spermienzahl

Eine Spermienzahl von mindestens 20 Millionen pro Milliliter ist für eine Empfängnis vonnöten. Studien belegen, dass die Chancen ein Baby zu zeugen am höchsten sind, wenn es mindesten 40-50 Millionen/ml sind. Bei der Spermienzahl wird alles zwischen 35 und 120 Millionen/ml als normal angesehen.

Wenn die Anzahl der kleinen Schwimmer Deines Partners eher am unteren Ende angesiedelt ist, dann solltet ihr sichergehen, dass seine Spermienkonzentration hoch genug ist, um ein Kind zu zeugen. Der beste Weg um das zu erreichen ist, wenn er nur jeden zweiten Tag ejakuliert. Es kann aber auch sein, dass er eine so hohe Spermienzahl hat, dass sie nie geringer ist als 40 Millionen/ml. Wenn das der Fall ist, dann könnt ihr Sex haben so oft ihr wollt, ohne dass die Wahrscheinlichkeit dass die Empfängnis gemindert wird. Ohne eine Samenanalyse im Labor kann man das allerdings nicht herausfinden.

Gesundheit der Spermien

Alle zwei bis drei Tage zu ejakulieren trägt zur Gesundheit der Spermien bei. Nach einigen Tagen ohne Höhepunkt wird die Anzahl der Spermien zwar steigen, damit aber auch die Menge der toten, unbeweglichen und anormal geformten Spermien darunter. Für eure Chancen auf eine Befruchtung der Eizelle kann sich das negativ auswirken.

Sex während Deiner fruchtbaren Tage

Wenn ihr während Deiner fruchtbaren Tage (normalerweise die fünf Tage davor und der Tag des Eisprungs selbst) jeden Tag miteinander schlaft, dann liegt die Chance auf eine Schwangerschaft bei 25%. Wenn ihr nur jeden zweiten Tag Sex habt, dann ist die Wahrscheinlichkeit mit 22% ein bisschen niedriger. Wenn Paare es nur einmal in der Woche tun, dann steht die Chance auf ein Baby bei nur noch 10%. Wenn es Dir schwer fällt Deine fruchtbaren Tage zu bestimmen oder Du vielleicht einfach keine Lust darauf hast, dann solltet ihr den Monat über einfach jeden zweiten Tag miteinander schlafen. Somit ist garantiert, dass der Geschlechtsverkehr an einem der richtigen Tage stattfindet. (Diese Zahlen beziehen sich auf Schwangerschaften, die mit einer Lebendgeburt endeten. Wenn man Fehlgeburten dazurechnet, dann ist die Empfängnisrate bei täglichem Sex und Sex an jedem zweiten Tag etwas höher.)

Sex während Deiner unfruchtbaren Tage Non-Fertile Window

Du glaubst vielleicht, dass es keine Rolle spielt, ob Du und Dein Partner während Deiner unfruchtbaren Tage miteinander schlaft. Tatsächlich tut es das doch! Es gibt einige neue Studien, die besagen, dass Sex einen positiven Einfluss auf das weibliche Immunsystem hat und dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis steigt.

Burnout

Paare, die versuchen ein Baby zu zeugen, können sich vor lauter Sex nach einer Weile ausgebrannt fühlen. Wir haben mit Testerinnen unseres Ava Armbands über das Thema gesprochen und es sind Begriffe gefallen wie „mechanisch“, „mühsam“, „stressig“ und „emotional belastend“. Viele Paare finden den täglichen Sex dann anstrengend. Wenn Du Deine fruchtbaren Tage also nicht kennst, dann musst Du monatelang jeden Tag Sex haben um sicherzugehen, dass Du den richtigen Zeitraum erwischt. Die gering höhere Wahrscheinlichkeit auf ein Baby ist es wahrscheinlich nicht wert, wenn der Aufwand euch auslaugt.

Interessante Fakten

  • Die Spermienkonzentration eines durchschnittlichen 35-jährigen Mannes sank von 73.6 Millionen/ml im Jahr 1989 auf 48.9 Millionen/ml im Jahr 2005.

Schwanger werden: Wie es am besten klappt – viele machen gleichen Fehler

So oft sollten Sie Sex haben, um schwanger zu werden

Besser: Weil Spermien drei bis fünf Tage in Gebärmutter und Eileitern überleben, „ist es viel erfolgversprechender, etwa zwei, drei Tage VOR dem erwarteten Eisprung Sex zu haben“, rät der Gynäkologe. Da sich der Eisprung aber immer auch verfrühen oder verspäten kann, gelte als Faustregel: Wenn das Paar den ganzen Zyklus lang alle drei Tage Sex hat, dann müsste es innerhalb weniger Monate klappen, unter der Voraussetzung, dass beide gesund sind.

Doch auch wenn dieser Sex-Zyklus nicht eingehalten werden kann: Wenn beide Partner keine gesundheitlichen Einschränkungen haben, sollte sogar ein einmaliger Verkehr zur rechten Zeit nach einigen Monaten für eine Befruchtung gereicht haben, beschreibt der Experte die Erfolgsaussichten. Immerhin befinden sich in einem Milliliter Ejakulat 40 bis 50 Millionen Spermien.

Fruchtbare Tage sicher berechnen

Oft verlassen sich Paare mit Kinderwunsch jedoch auf die Vorhersage der fruchtbaren Tage, besonders beliebt sind Protokolle über die Morgentemperatur. „Die Morgentemperatur steigt allerdings erst dann an, wenn der Eisprung passiert ist, das Hormon LH (Luteinisierende Hormon) erst etwa 24 Stunden vor dem Eisprung“, erklärt Christian Albring. Das erste ist also zu spät, das zweite ein bisschen kurzfristig für die meisten Paare als Vorhersage der Fruchtbarkeit.

  • Eisprungrechner: Hier berechnen Sie Ihre fruchtbaren Tage

So zuverlässig sind Kinderwunsch-Apps

Aussagekräftiger ist die Veränderung des Zervixschleims, weil sie schon mehrere Tage vor dem Eisprung einsetzt. „Wenn eine Frau lernt, die Veränderungen des Zervixschleims richtig zu interpretieren, dann hilft das bei der Familienplanung sehr“, betont der Experte.

Wenn eine Frau über längere Zeit regelmäßig ihren Zyklus beobachtet, Morgentemperatur und Zervixschleim registriert, dann könne sie nach einigen Monaten errechnen, wann wahrscheinlich im kommenden Zyklus der Eisprung stattfinden wird. Das ist dann aber trotzdem nur eine Rechnung. Niemand kann sicher sagen, ob der Eisprung dann tatsächlich zu diesem Termin kommen wird, oder ob er sich vier Tage verfrüht oder verspätet. Deshalb sollte weiter der Zervixschleim beobachtet werden.

Die meisten Kinderwunsch-Apps, Verhütungscomputer und Devices wie Ava und Ovularing würden nach der reinen Temperaturmethode funktionieren, erklärt er und urteilt: „Die können aber alle nicht zuverlässig den Eisprung für den jeweiligen Zyklus vorhersagen, sondern beziehen sich immer nur auf Berechnungen aus den früheren Zyklen.“

Der wichtigste Rat aus der Praxis

Der häufigste Fehler, der in Zusammenhang mit Kinderwunsch und Eisprung gemacht wird, ist also ausschließlich Sex am Eisprung-Tag zu haben und/oder danach. Am wichtigsten ist jedoch „VOR dem Eisprung Sex zu haben und nicht erst danach – und überhaupt zu verstehen, dass der Eisprung ganz grob geschätzt etwa 10-18 Tage nach dem BEGINN der Menstruationsblutung stattfindet, nicht erst ab dem Ende der Menstruationsblutung gerechnet“ fasst der Gynäkologe nochmal zusammen.

Fünf spezielle Tipps für Paare mit Kinderwunsch – welche sinnvoll sind und welche nicht

Neben diesen Grundlagen können jedoch noch verschiedene andere Faktoren mit darüber bestimmen, ob eine Schwangerschaft eintritt oder nicht. Sie sind recht speziell und werden oft als „Geheimtipps“ gehandelt. Christian Albring hat sie unter die Lupe genommen:

1. Frauen sollten beim Kinderwunsch-Sex keine Gleitmittel verwenden.

Viele Gleitmittel erschweren den Spermien die Beweglichkeit. Wenn eine Frau meint, dass sie Gleitmittel braucht, dann sollte sie eines verwenden, das jedoch die Vitalität der Spermien nicht herabsetzt. Aber wenn eine Frau Gleitmittel braucht, dann liegt es nahe zu vermuten, dass sie nicht ausreichend erregt ist, dass ihr Scheideneingang nicht ausreichend natürliches Gleitmittel produziert.

So etwas kann zum Beispiel passieren, wenn vor lauter Kinderwunsch-Stress dem Paar die Lust schon verlorengegangen ist, wenn sie erleben, dass Sex nur noch nach Uhr und Kalender funktionieren darf. So sehr sich das Paar Kinder wünscht – an diesem Punkt gilt es vielleicht sich nicht nur auf den Kinderwunsch zu konzentrieren. Denn jeglicher Stress ist kontraproduktiv.

2. Manche Sex-Stellungen sind besonders günstig für eine Befruchtung.

Die Stellung während des Geschlechtsverkehrs spielt keine Rolle. Nach dem Sex kann es sinnvoll sein, noch einen Augenblick im Bett zu verweilen, möglicherweise auf dem Rücken, damit die Spermien Zeit finden, in die Gebärmutter einzudringen. Das sofortige Aufstehen führt zum Entleeren der Scheide.

3. Der Orgasmus der Frau befördert die Spermien rascher in Richtung Gebärmutter.

Man vermutet, dass die Kontraktionen der Gebärmutter beim Orgasmus es den Spermien einfacher machen, in die Gebärmutter hineinzugelangen und auch zu den Eileitern befördert zu werden. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass ein Orgasmus der Frau vermutlich manchmal einen Eisprung auslösen kann, wenn dieser Eisprung sowieso kurz bevorstand.

4. Nach der Ejakulation sollte die Frau das Becken hochheben, etwa Kerze machen, um die Spermien auf ihrem Weg zu unterstützen.

Da die Spermien selbst beweglich und unabhängig von der Schwerkraft sind, ist es sinnlos, ihnen darüber hinaus mit Kopfständen oder anderen Yogaübungen auf den Weg helfen zu wollen.

5. Nach dem Sex einen Softcup oder Menstruationstasse einsetzen, soll die Spermien länger in der Nähe des Muttermunds halten und damit die Befruchtungschance erhöhen.

Dafür gibt es keine Evidenz. Durch den Sex befinden sich sowieso zig Millionen Spermien direkt vor dem Muttermund. Kurz vor dem Eisprung verändert sich der Säuregehalt des Zervixschleims, der den Muttermund abschließt. Er wird basisch, lockt damit die Spermien an und schützt sie davor, in dem sauren Scheidenmilieu innerhalb weniger Stunden abzusterben.

So wichtig ist die Ernährung – keine Ess-Experimente bei Kinderwunsch

Außerdem kann auch eine Reihe von weiteren Faktoren darüber entscheiden, ob aus einem Paar Eltern werden. Dabei handelt es sich letztlich um einen gesunden Lebensstil. Ein entscheidender Faktor ist die Ernährung. „Sie sollte gesund und ausgeglichen sein und keine Mangelzustände entstehen lassen“, empfiehlt der Experte und unterstreicht diese Wichtigkeit durch das Beispiel von zwei prominenten Influencerinnen, die sich vegan und nur von Rohkost ernährt haben, „und die beide – wahrscheinlich dadurch – mit 30 Jahren schon fast in den Wechseljahren waren und keinen Eisprung mehr hatten.“ Beide haben ihre sehr strikte Diät jetzt aufgegeben und hoffen, letztlich doch noch Kinder bekommen zu können.

Besonders sinnvoll sind Folsäure und Jod. „Ein Mangel an Folsäure oder Jod kann nicht nur die Fruchtbarkeit herabsetzen, der Mangel an beidem kann vor allem dem ungeborenen Baby ganz erheblich schaden“, warnt der Gynäkologe. Deshalb sollte beides schon in der Kinderwunschzeit ausreichend zugeführt werden.

Untergewicht und Übergewicht sind keine gute Basis

In Zusammenhang mit der Ernährung kommt es auch auf das Gewicht an. Frauen mit Normalgewicht haben gute Chancen, schwanger zu werden. „Bei Untergewicht und auch bei Frauen, die sich extrem körperlich belasten, kann es passieren, dass der Körper im übertragenen Sinn „entscheidet“, dass in dieser Situation eine Schwangerschaft nicht verkraftbar ist“, warnt Christian Albring. Mangels nicht optimaler Stimulierung findet die Reifung von Eizellen nicht statt.
Doch auch Übergewicht kann die Babychancen mindern, weil es das hormonelle Gleichgewicht bei Frau und Mann ganz extrem stören könne. „Als Folge werden in einem solchen Fall beim Mann weniger funktionsfähige Spermien produziert, und bei der Frau können die Eibläschen mit den Eizellen in den Eierstöcken nicht mehr regelrecht ausreifen“, erklärt er den Hintergrund.

Stress abschalten, sich nicht auf den Kinderwunsch konzentrieren

Unbestritten ist auch psychische Belastung ungünstig. „Wir wissen, dass Stress die Fruchtbarkeit herabsetzt, weil unter Stress die Steuerung der Hormone durch das Gehirn nicht optimal funktioniert“, erklärt der Experte. Er rät Paaren mit Kinderwunsch, dass sich beide Partner über ihre Belastungen klarwerden und darauf hinarbeiten, diese Belastungen zu reduzieren.

Nicht selten führe auch die sehr schwierige Zeit mit einem vergeblichen Kinderwunsch bei beiden Partnern oder auch nur bei einem zu erheblichem Stress. „Manche Paare werden Eltern, wenn sie einfach irgendwann alle Anstrengungen aufgeben und lernen, die Dinge zu nehmen, wie sie kommen“, berichtet Christian Albring über seine Erfahrungen mit Patienten.

Letztendlich sind jedoch auch Zigaretten und Alkohol kontraproduktiv, wenn es um Schwangerschaft geht. „Sowohl bei Frauen als auch bei Männern setzt Rauchen die Fruchtbarkeit ganz erheblich herab, und auch schon bei relativ geringen Zigarettenmengen“, warnt der Experte. Das Gleiche gilt für Alkohol, vor allem, wenn er regelmäßig konsumiert wird.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten – und zwar Frau und Mann

Paare, die vergeblich auf Nachwuchs warten, sollten gemeinsam zum Gynäkologen gegen. Als Faustregel gilt: „Wenn es nach einem Jahr ohne Verhütungsmittel mit der Schwangerschaft nicht geklappt hat, sollten beide Partner zur Abklärung gehen“, rät Christian Albring. Weil die Ursachen zu gleichen Teilen bei der Frau und beim Mann oder bei beiden gefunden werden, wird die Diagnostik immer bei beiden Partnern durchgeführt. „Nicht außer Acht lassen darf man, dass ein zu warmer Hoden bei der Spermienproduktion behindert. Übergewicht, zu enge Hosen und selbst regelmäßige Saunabesuche führen dazu“, fügt der Experte hinzu.

Der Arzt wird eine ausführliche Anamnese durchführen, gefolgt von körperlicher Untersuchung, auch mit Ultraschall. Beim Mann kann ein Spermiogramm durchgeführt werden. Mit Bluttests lässt sich die Hormonsituation überprüfen. Je nach der Ursache, die für die Unfruchtbarkeit festgestellt wurde, wird der Arzt einen Therapieplan gemeinsam mit dem Paar erstellen.

Schnell schwanger werden: 5 Tipps bei Kinderwunsch

Der Kinderwunsch ist da, der Partner bereit, die Pille abgesetzt. Jetzt solltest du natürlich deine fruchtbaren Tage kennen, um möglichst schnell schwanger zu werden. Aber du kannst noch mehr Maßnahmen ergreifen, um endlich Mama zu werden. Hier einige Tipps:

1. Sex zum richtigen Zeitpunkt

Beginnen wir mit dem Offensichtlichsten: dem Sex im richtigen Moment. Jeden Monat kannst du an maximal 6,5 Tagen schwanger werden. Um deine fruchtbaren Tage errechnen zu können, ist es nötig, dass sich dein Zyklus nach einer eventuellen Hormoneinnahme, etwa der Pille, wieder in seinen natürlichen Rhythmus eingependelt hat und sehr regelmäßig ist.

Der Eisprung findet 12 bis 16 Tage vor der nächsten Periode statt. Eine reife Eizelle ist nach dem Eisprung bis zu zwölf Stunden lang befruchtungsfähig. Weil die Samenzellen des Mannes aber bis zu sechs Tage im weiblichen Körper überleben können, ergibt sich pro Zyklus die Zahl von maximal 6,5 fruchtbaren Tagen. Die fruchtbare Zeit kann also bereits sechs Tage vor dem Eisprung beginnen und endet rund zwölf Stunden danach.

Eine Übersicht über deine fruchtbaren Tage kannst du dir mit einem Eisprungkalender verschaffen. Wir haben einen solchen Kalender für dich vorbereitet, den du dir hier kostenlos herunterladen kannst. So viel zur Theorie.

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Du planst mit deinem Liebsten ein Baby? Dann kommt es beim Sex auf das Timing an.

2. Fruchtbarkeits-Rechner als grober Anhaltspunkt

Wer keine Lust auf Rechnerei und Kalenderkreuzchen hat, um schnell schwanger zu werden, muss sich nur das Datum des ersten Tages seiner letzten Periode merken und seine Zykluslänge kennen. Hilfsmittel wie ein Online-Fruchtbarkeitsrechner oder eine Eisprung-App erledigen den Rest. Aber Achtung: Du musst dir im Klaren darüber sein, dass sie nur sehr ungefähre Angaben machen können. Wie lange dein Zyklus dieses Mal exakt dauern wird und wann ganz genau der Eisprung stattfindet, das kann niemand voraussehen.

Zuverlässiger wird das Ergebnis mit der symptothermalen Methode, bei der Temperatur und Zervixschleim-Beschaffenheit protokolliert werden, oder mit Ovulationstests (ab ca. 25 Euro) beziehungsweise speziellen Schwangerschafts-Computern (ab ca. 90 Euro), die den Eisprung einer Frau über die tägliche Aufwachtemperatur (Basaltemperatur), den Hormonspiegel und/oder eine Zervixschleim-Analyse errechnen.

3. Effektiv und simpel: Häufiger Sex

Ein sehr viel simpleres, aber ebenso effektives Hilfsmittel, um schnell schwanger zu werden, ist natürlich regelmäßiger Sex: Etwa alle zwei bis drei Tage sowie über den gesamten Zyklus hinweg und du kannst dir die Analyse deiner fruchtbaren Tage schenken.

Empfohlen werden besonders Sexstellungen, bei denen dein Partner möglichst tief in dich eindringen kann. Hierzu zählen etwa die Missionarsstellung oder die Doggy-Style-Stellung. Auch wenn es hierzu bislang keine Studien gibt, ist die Erklärung nachvollziehbar: Auf diese Weise soll sich der Weg der Spermien bis zur Eizelle verkürzen. 5 weitere Sexstellungen, um schnell schwanger zu werden, haben wir für dich hier zusammengefasst.

Einige Frauen bleiben zudem nach dem Sex eine halbe Stunde ruhig liegen oder lagern ihr Becken gar mit Hilfe eines Kissens etwas höher. Auch hier ist der Effekt bislang nicht belegt. Was einige neue Studien allerdings nahelegen, ist, dass die Kontraktionen während des weiblichen Orgasmus das Sperma auf seinem Weg zur Eizelle unterstützen.

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Wenn du schwanger werden möchtest, ist der Frauenarzt deine erste Anlaufstelle.

4. Kleine Hilfsmittel zum Schwanger werden

Welche Tipps und Tricks kannst du noch befolgen, um schnell schwanger zu werden? In jedem Fall solltest du deinen Frauenarzt aufsuchen, sobald du und dein Partner den Kinderwunsch in Angriff nehmen möchten. Er kann untersuchen, ob alle körperlichen Voraussetzungen für eine Schwangerschaft gegeben sind.

Ein weiterer Punkt ist eine ausgewogene, gesunde Ernährung – und zwar für dich und deinen Partner. Immerhin solltest nicht nur du deinen Körper bestmöglich auf die Schwangerschaft vorbereiten, auch dein Partner sollte für eine optimale Spermien-Qualität sorgen.

Verzichtet möglichst auf Koffein, Alkohol und Nikotin. Legt dafür besonderen Wert auf Lebensmittel mit Folsäure, Zink Calcium und Vitamin C. In welchen Lebensmitteln diese Nährstoffe stecken und welche Nährstoffe du außerdem zu sich nehmen solltest, um schnell schwanger zu werden, erfährst du zudem in unserer Bildergalerie.

5. Keine Panik: Schwanger werden kann dauern

Übrigens sollten sich Paare, bei denen sich trotz regelmäßigem Sex an den fruchtbaren Tagen und anderen Vorkehrungen über mehrere Monate hinweg keine Schwangerschaft einstellt, keine Sorgen machen. Selbst wenn beide völlig gesund sind, liegt die Chance, innerhalb eines Zyklus schwanger zu werden, lediglich bei 20 Prozent.

Tipp: Setze dich also nicht selbst unter Druck, damit verringerst du eher die Chance, schnell schwanger zu werden. Vermeide stattdessen Stress und versuche dein Leben zu genießen. Geh an die frische Luft, bewege dich ausreichend und versuche regelmäßig zu entspannen. Erst nach zwei Jahren regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr sprechen Mediziner von einem „unerfüllten Kinderwunsch“. Dein Gynäkologe wird dich hierzu beraten können.

Befruchtung: Die größten Mythen

1 von 14 Die größten Mythen rund ums Thema Befruchtung Um die Befruchtung und alles, was mit ihr zusammenhängt, reihen sich eine Menge Mythen. Versuchen Sie und Ihr Partner gerade, ein Kind zu bekommen? Dabei halten Sie sich strikt an Ihren Fruchtbarkeitskalender, machen es nur noch in einer bestimmten Stellung und strecken danach brav die Beine zur Kerze in die Luft? All diese Dinge müssen Sie gar nicht tun – denn das sind alles nur Mythen, die Ihre Fruchtbarkeit gar nicht erhöhen. In unserer Galerie verraten wir Ihnen, was wirklich dran ist an den Mythen rund um die Fruchtbarkeit der Frau. Darf ich überhaupt jeden Tag Sex haben, wenn ich schwanger werden will? Oder verschlechtert dies nicht die Qualität der Spermien und damit die Chancen auf die Befruchtung? Tatsächlich gibt es einige Mythen rund ums Thema Befruchtung, die wahr sind. So sollten Sie nicht nur während einer Schwangerschaft keinesfalls rauchen, auch wenn Sie bereits versuchen, schwanger zu werden, gilt: Hände weg vom Glimmstängel! Wenn Sie bald schwanger werden wollen, schauen Sie sich unsere größten Mythen rund um die Befruchtung genau an – wir entlarven nicht nur viele gängigen Mythen als falsch, sondern verraten auch, welche Annahmen tatsächlich stimmen. Klicken Sie sich durch unsere Galerie und finden Sie heraus, wie Sie WIRKLICH bald schwanger werden können!

Bester Zeitpunkt für Geschlechtsverkehr: Wann kann man schwanger werden?

Auch täglicher Geschlechtsverkehr wirkt sich entgegen mancher Behauptungen nicht negativ aus – aber bedenken Sie, dass das Kindermachen nicht in Stress ausarten sollte. Das macht keinen Spaß und den sollten Sie schon haben.

Fruchtbare Tage erkennen: so geht’s

Die Spermien benötigen einige Zeit, bis sie bereit sind, eine Eizelle zu befruchten. Dies bezeichnet man als Kapazitation. Nach dem Eisprung ist eine Eizelle 12-24 Stunden befruchtungsfähig und die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, sinkt ab diesem Zeitpunkt extrem ab. Das bedeutet, die fruchtbaren Tage sind hauptsächlich VOR dem Eisprung.

Timing des Geschlechtsverkehrs und die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden

Timing des Geschlechtsverkehrs …
… und die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden – das beschäftigt alle Paare, die schon lange vergeblich versuchen, schwanger zu werden. Der Zeitraum der fruchtbaren Tage wird immer wieder unterschiedlich angegeben. Meist heißt es: Die Eizelle ist nach dem Eisprung 12-24 Stunden befruchtungsfähig, die Spermien können unter optimalen Bedingungen bis zu 6 Tage im weiblichen Genitaltrakt befruchtungsfähig bleiben. Daraus errechnet sich statistisch die Dauer der fruchtbaren Tage: nämlich bis zu 6 Tage.
Nicht alle dieser 6 Tage sind gleich gut geeignet, schwanger zu werden. Untersuchungen haben ergeben, dass die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden unter anderem davon abhängt, an welchem dieser Tage der Geschlechtsverkehr stattfindet (vorausgesetzt, dass nur einmal während der fruchtbaren Tage Geschlechtsverkehr stattfindet).

Tipps, um die Fruchtbarkeit zu steigern

Welches ist der fruchtbarste Tag?

Eine amerikanische Studie hat untersucht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden an den verschiedenen Tagen ist, in Abhängigkeit vom Eisprung. Hierbei wurden die Probandinnen mit Kinderwunsch, die alle zur selben Zeit die Verhütung eingestellt hatten, regelmäßig untersucht, um den Eisprungtermin möglichst genau festzustellen. Geschlechtsverkehr fand jeweils nur einmal während der fruchtbaren Phase statt.*

Ergebnis dieser Studie ist, dass die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden umso größer ist, je näher der Geschlechtsverkehr dem Eisprung kommt.

Tag
abhängig vom Eisprung
Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden
-5 10 %
-4 16 %
-3 14 %
-2 27 %
-1 31 %
Tag des Eisprungs
(6. Tag)
33 %

* Übrigens: Täglicher Geschlechtsverkehr an den fruchtbaren Tagen erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft nicht auf 131 % 🙂

Hier gelangen Sie direkt zu unserem Eisprungkalender und können Ihre fruchtbaren Tage bestimmen.

Unsere Zyklus-Eisprungkalender-App ist für Android hier erhältlich:

Hier geht es direkt zum AppStore von Apple:

Kinderwunsch: Lässt sich das Geschlecht planen?

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Tipps zum Schwanger werden

Die wichtigsten Fragen und Antworten für Familien, die sich ein Kind wünschen.

Wie beeinflusst das Alter die Chancen, schwanger zu werden?

Bis zum Alter von 35 Jahren werden die meisten Frauen mit Kinderwunsch problemlos innerhalb eines Jahres schwanger. Ab dem 36. Lebensjahr nehmen die Chancen auf eine Schwangerschaft langsam, ab dem 38. Lebensjahr immer schneller ab. Dennoch können auch Frauen jenseits der 40 schwanger werden, es dauert aber unter Umständen länger. Außerdem erhöht sich mit dem Alter das Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft und Krankheiten oder genetische Veränderungen wie dem Down-Syndrom.

Entgegen landläufiger Meinung wirkt sich auch bei Männern das Alter auf die Fruchtbarkeit aus. Experten gehen davon aus, dass es spätestens ab 50 schwerer wird, Nachwuchs zu zeugen. Auch bei älteren Vätern ist das Risiko erhöht, dass das Kind bestimmte Krankheiten bekommt.

Welchen Einfluss hat die jahrelange Einnahme der Pille?

Die Anti-Baby-Pille wirkt sich nach ihrem Absetzen nicht negativ auf die Fruchtbarkeit aus. In Studien wurde gezeigt, dass selbst Frauen, die viele Jahre lang mit der Pille verhüteten, problemlos schwanger werden konnten.

Sollten Männer sich tatsächlich vor Hitze schützen?

Es gibt Hinweise darauf, dass Wärme die Samenproduktion reduzieren und damit die Spermienzahl senken kann. Männer sollten daher sicherheitshalber die Überwärmung der Hoden verhindern, indem sie auf sehr heiße Bäder und langes Sitzen mit Laptops auf dem Schoß verzichten.

Wie häufig sollten Paare mit Kinderwunsch Sex haben?

Eine Eizelle ist nur 12 bis 24 Stunden lang befruchtungsfähig, dennoch ist das Zeitfenster für die Befruchtung größer, denn die Spermien überleben häufig drei, manchmal bis zu fünf Tage im Eileiter der Frau, wo sie auf den Eisprung warten.

Etliche Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Zeitfenster etwa sechs Tage lang offensteht und zwar am Tag des Eisprungs und an den Tagen davor. Wer also erst auf den Eisprung wartet, vergibt sich Chancen und riskiert, dass der Sex zu spät kommt. (Wie Sie die Zeit des Eisprungs ermitteln, erfahren Sie hier.) Günstiger ist, schon vor dem erwarteten Eisprung mehrfach, am besten täglich, Sex zu haben. Zwar verringert sich die Anzahl der Samenzellen bei häufigem Sex, dennoch dürfte die Spermien-Menge bei gesunden Männern ausreichen, um ein Kind zu zeugen.

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