Kinderwunsch beim mann

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Kinderwunsch bei Männern: Warum das männliche Geschlecht anders tickt

Lisa und Pascal sind seit vier Jahren glücklich liiert. Eigentlich läuft alles bestens zwischen den beiden, wäre da nur nicht Lisas aufkeimender Kinderwunsch. Mit 34 hört sie ihre biologische Uhr sprichwörtlich ticken, ihr rennt die Zeit davon. Und Pascal? Der denkt zunächst an seine Karriere, für Kinder hat er schließlich noch jede Menge Zeit. Doch warum ist der Kinderwunsch bei Männern häufig so anders ausgeprägt als bei Frauen? Und kann man den Kinderwunsch beim Mann sogar wecken?

Spätestens, wenn Frauen die magische 30 überschritten haben, denken sie über das Thema Kinder und Familie nach. Aber wie sieht es mit dem Kinderwunsch bei Männern aus? Fakt ist: Die meisten Männer setzen sich später mit dem Thema Familienplanung auseinander als Frauen. Aber über kurz oder lang kommt in den meisten Fällen auch bei ihnen der Wunsch nach einem Kind auf – dann, wenn sie bereit dafür sind.

Die Unterschiede beim Kinderwunsch zwischen Männern und Frauen

Worin unterscheiden sich Männer und Frauen in Bezug auf den Kinderwunsch? Die meisten Frauen denken nach den ersten Jahren im Beruf immer mal wieder an Nachwuchs. Männer setzen zunächst einen anderen Fokus. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen Dinge wie Erfolg im Job, Geld verdienen und das Leben mit der Partnerin genießen. Aus biologischer Sicht können es Männer tatsächlich entspannter angehen. Während Frauen bereits ab 35 Jahren als „Risikoschwangerschaften“ gelten und die Torschlusspanik immer präsenter wird, nimmt die Zeugungsfähigkeit der Männer in diesem Alter erst langsam ab. Zeugungsfähig sind sie aber ohne Probleme bis ins hohe Alter. Bei Männern spielt beim Thema Kinderwunsch das Alter also keine primäre Rolle. Die Basis für den Wunsch nach Nachwuchs ist eine intakte, auf die Zukunft ausgelegte Partnerschaft. Die Soziologin Dr. Diana Baumgartner hat das Thema Vatersein und Kinderwunsch eingehend untersucht und dabei herausgefunden, dass der Kinderwunsch beim Mann neben einer harmonischen Paarbeziehung außerdem von diesen Faktoren abhängt:

  • Erfahrungen aus der eigenen Familie und Kindheit
  • aktuelle Lebensphase
  • sozioökonomische Situation (Bildung, Beruf, Einkommen, Wohnort usw.)

Der Mann bringt also bereits aus seiner Vergangenheit und seiner Herkunftsfamilie bestimmte Prägungen und Erlebnisse mit, die zusammen mit seiner beruflichen und aktuellen Situation und der Stabilität der Beziehung darüber entscheiden, ob und wann er bereit für ein Kind ist. Den Kinderwunsch beim Mann wecken, gelingt da nur bedingt.

Wann und wie der Kinderwunsch beim Mann entsteht

In welchem Alter der Wunsch nach einem Baby konkret aufkommt, kann nicht pauschal benannt werden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat zu diesem Thema eine großangelegte Studie erstellen lassen, in der die männliche Sicht zu Lebensläufen und Familienplanung im Mittelpunkt stand. Um herauszufinden, in welcher Form der Kinderwunsch beim Mann an die Oberfläche kommt, wurden über 1.500 Männer im Alter von 25 bis 54 Jahren in vier unterschiedlichen Regionen Deutschlands befragt. Danach sind 60 Prozent der 25- bis 34-Jährigen kinderlos, bei den 35- bis 44-Jährigen sind es nur noch ein gutes Viertel (26 Prozent) und in der Gruppe der über 44-Jährigen sogar nur noch 18 Prozent.

In aller Regel sind bei den jungen Männern die Voraussetzungen für eine Familiengründung noch nicht gegeben. Gerade einmal 31 Prozent der jungen Männer sind verheiratet und haben Kinder, bei den über 34-Jährigen beträgt dieser Anteil mehr als das Doppelte (63 Prozent). In der Frage „Wie entsteht der Kinderwunsch beim Mann?“ kommt die Studie zu dem Schluss, dass bei den meisten der Wunsch nach Nachwuchs zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auftritt. Tendenziell wünschen sich hoch qualifizierte Männer etwas später Kinder als weniger gebildete.

Feste Partnerschaft als wichtige Voraussetzung für Männer mit Kinderwunsch

Doch egal, ob 25 oder 45 – ohne die richtige Partnerin an ihrer Seite erwacht in den wenigsten Männern das Verlangen nach einer Vaterschaft. Denn das wohl wichtigste Kriterium, um beim Mann den Wunsch nach einem Baby zu erreichen, ist eine stabile Beziehung. Zwar gibt es Frauen, die sich so sehr nach einem Baby sehnen, dass sie ab einem gewissen Alter ohne den Kinderwunsch des Mannes den Schritt wagen und sich von Anfang an für ein Leben als alleinerziehende Mutter entscheiden und danach nochmal auf Partnersuche mit Kind gehen. Bei Männern dagegen steht der Wunsch nach einer festen Partnerschaft meist vor dem nach Nachwuchs. Diplom-Psychologin Lisa Fischbach erklärt:

„Wir streben in der Liebe auch Freiraum, persönliches Wachstum und gemeinsame Entwicklung mit dem Partner an.“

Zusammen mit der Partnerin wird er auf gemeinsame Lebensziele hinarbeiten. Eines davon: Er will mit ihr zusammenbleiben wegen einem eigenen Kind.

Und wenn der Kinderwunsch beim Mann ausbleibt?

Frauen können den Wunsch nach einem Baby bei ihrem Partner nur bedingt beeinflussen oder herbeiführen. Es ist für ihn von großer Bedeutung, dass die Beziehung harmonisch läuft und er sich sicher sein kann, eine verlässliche Partnerin und gute Mutter für die Kinder zu haben. Stößt Ihr Kinderwunsch bei Ihrem Mann auf taube Ohren, ist es wichtig, offen und ehrlich über das Thema zu sprechen. Eventuell blockieren ihn Unsicherheiten und Ängste, die Sie in aufrichtigen Gesprächen aus der Welt schaffen können. Kommt ein Kind für Ihren Partner aber absolut nicht in Frage und lassen sich seine Zweifel an die Beziehung nicht aus dem Weg räumen, sollten Sie darüber nachdenken, ob sie für Sie auch ohne Kinder sinnvoll ist. Druck hilft hier gar nicht.

Kinderwunsch bei Männern: Mit Geduld wird alles gut

Bei Männern das Thema Kinderwunsch zu wecken ist meist ein langer Prozess, insbesondere wenn er zunächst kein Kind will: Erst einmal wollen sie beruflich und privat etwas erreichen, um eine solide Basis für die Familie zu schaffen, bevor sie sich dazu entschließen, Vater zu werden. Während dieses Prozesses bereiten sie sich seelisch und moralisch langsam auf das Vatersein vor. Wenn Sie als Frau ausreichend Geduld und Feingefühl aufbringen, dann stehen die Chancen gut. Denn je klarer der Kinderwunsch eines Mannes ist, desto engagierter setzt er sich später in seiner Rolle als Vater ein. Und genau darauf kommt es doch an.

Kinderwunsch: Will mein Mann ein Kind?

Fünf Zeichen, dass …
… er sich ein Kind wünscht

1. Alle seine Freunde werden Papa

Erst ist es nur einer, der Nachwuchs bekommt, und dann – schwupps – sind die kinderlosen Männer in seinem Freundekreis plötzlich in der Minderheit. Da bekommt sogar der überzeugteste Feier- und Karriere-Typ Vatergefühle!

2. Er hat keine Angst mehr vor Verhütungspannen

War er früher pedantisch darauf bedacht, das Kondom nach dem Sex auf eventuelle Schadstellen zu überprüfen, ist er jetzt extrem entspannt, wenn’s ums Thema Verhütung geht. Könnte sein, dass er sich heimlich eine kleine Panne wünscht…

3. Er liebt es, mit Kindern zusammen zu sein

Er spielt den Fußballtrainer des Nachbarsjungen, leitet auf dem Kindergeburtstag seines Neffen die Kissenschlacht und fragt, ob er das Baby seiner Kollegin mal auf den Arm nehmen darf. Keine Frage: Der übt schon mal.

4. Er spricht von potenziellem Nachwuchs

„Wenn wir mal Kinder haben…“ – diesen Satz haben Sie in letzter Zeit häufiger zu Ohren bekommen? Jetzt müssen Sie nur noch für sich klären, ob Sie auch (schon) Kinder wollen. Ihren Liebsten müssen Sie jedenfalls nicht mehr davon überzeugen.

5. Er baut ein Nest

Er spielt mit dem Gedanken, ein Haus zu bauen, renoviert die Wohnung ohne mehrmalige Aufforderung, bunkert Essens-Vorräte und liebt neuerdings gemütliche DVD-Abende? Da ist der Nestbautrieb schon relativ stark ausgeprägt…

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Plötzlich Leih-Mutter Secondhand-Männer: Wenn der Traummann schon Kinder hat

Jeans oder schwarze Hose? Niederknien oder stehen bleiben? Umarmen oder nur Hallo sagen? Vor unserer ersten Verabredung war ich nervös. Meine Hände waren nass, meine Lippen trocken, dann klingelte es an der Tür. Ich öffnete. Da stand er: Lukas. Braune Augen, blonde Haare, verschämter Blick. „Hallo, Alexandra“, sagte er. „Ich muss was trinken.“ Hinter ihm lächelte aufmunternd der Mann, den ich seit einigen Wochen liebte. In der Küche füllte ich Lukas ein Caipirinha- Glas bis oben mit Cola light. Lukas trank es in einem Zug leer. Er sah glücklich aus. Ich dachte: Das mit uns, das kann was werden.

Mittlerweile weiß ich, dass Lukas’ Mutter von Cola light ungefähr so viel hält wie ein Homöopath von Antibiotika. Mittlerweile bin ich mit dem Mann, den ich liebe, zusammengezogen. Seine Söhne Lukas, 6, und Adrian, 3, sind jedes zweite Wochenende zu Besuch. Und mittlerweile treibe ich mich in Internet-Foren herum, die Titel tragen wie „Der gebrauchte Mann“ und in denen alle über nervige Exfrauen und die eigene Ohnmacht diskutieren. Alle, das sind Zweitfrauen wie ich. Frauen, die einen tollen Mann und dazu gratis Kinder erworben haben – und sich nun fragen, ob das Gesamtpaket eventuell eine Mogelpackung war.

Autorin: Alexandra Dresche

Das sollten Sie wissen, wenn Sie einen Mann mit Kindern daten

Jemand Neues kennenzulernen, ist gar nicht so einfach. Ist man erst einmal über 30, wird es sogar besonders schwer. Noch herausfordernder ist es jedoch, wenn der potenzielle neue Partner bereits Kinder hat. Doch schon vorhandener Nachwuchs muss kein Hinderungsgrund sein, wenn man einige Dinge beachtet. Über diese fünf Punkte sollten Sie sich im Klaren sein.

1. Auf die Kinder kommt es an

Wenn Sie das Herz eines Mannes gewinnen wollen, der bereits Kinder hat, müssen Sie auch in den Herzen des Nachwuchses einen Platz finden. Denn ist dies nicht der Fall, bedeutet das ziemlich schnell das Aus für die Beziehung. Stimmt die Chemie zwischen Ihnen und den Kindern partout nicht, sollten Sie einen Schlussstrich ziehen, bevor Sie emotional zu viel investieren.

2. Ihr Partner wird wenig Zeit für Sie haben

Kinder brauchen unglaublich viel Zeit. Je nach Alter müssen Sie beschäftigt und umsorgt werden. Da ist es nur natürlich, dass Elternteile weniger Zeit für sich selbst, für Hobbys und neue Beziehungen haben. Machen Sie sich deshalb klar, dass Sie bei einem Mann mit Kind immer nur die zweite Geige spielen und die Kinder für ihn immer das Wichtigste sein werden.

3. Alles geht etwas langsamer

Während es mit einem Mann ohne Kinder recht schnell ernst und auch leidenschaftlich werden kann, wird es ein Mann mit Kindern immer eher langsam angehen lassen. Sehen Sie das positiv: Zum einen geben Sie sich nicht übereilig für ein belangloses Abenteuer her. Zum anderen werden die Kinder geschützt, wenn der Mann ihnen nicht vorschnell jede neue Bekanntschaft vorstellt. Lernen Sie den Nachwuchs schließlich kennen, wissen Sie, dass es der Mann ernst mit Ihnen meint.

4. Bis Sie die Kinder treffen, kann es dauern

Für Sie ist die Situation auch nicht ganz einfach, denn natürlich würden Sie gern so bald wie möglich die Kinder treffen, um zu sehen, ob es passt. Dennoch sollten Sie nicht auf ein Treffen drängen. Elternteile kennen Ihre Kinder gut und wissen, wann sie ihnen was zumuten können. Wenn Sie hier Druck ausüben, riskieren Sie unnötige Spannungen, die vielleicht völlig unnötig zu einem frühen Ende führen.

5. Meinungen müssen vorsichtig geäußert werden

Der Schritt, sich trotz Kindern einer neuen Beziehung zuzuwenden, erfordert Mut und setzt den Anfangspunkt für eine sehr sensible, oft konfliktreiche Phase im Leben eines Elternteils. Achten Sie darauf, dass Sie hier nicht zusätzlich für Konflikte sorgen, indem Sie sich negativ über den Nachwuchs oder auch die Mutter der Kinder äußern. Sonst verlieren Sie den Mann, bevor Sie ihn für sich gewonnen haben.

Können Sie nicht schweigen, weil manche Punkte zu gravierend sind, müssen Sie eine Entscheidung treffen: Suchen Sie ein klärendes Gespräch oder erwägen Sie, die Sache aufzugeben.

Vater erklärt: Um sich wie ein echter Mann zu fühlen, brauchen Sie Kinder

Nein, Männer werden nicht erwachsen. Frauen reifen innerlich früh zu Müttern heran, Männer bleiben Kinder. Mit derselben Begeisterung, wie sie als Jungs gekickt haben, schauen sie als Erwachsene Fußball und zählen mit kindlicher Freude die WM-Auswahl von 1954, 1974, 1990, 2014 auf.

Als Jungs wussten sie über die technischen Finessen von Autos Bescheid, als Erwachsene träumen sie immer noch von einem Aston Martin, einem Carrera 911. Lassen Modellflugzeuge steigen und Foto-Drohnen fliegen. Streifen als Förster einsam wie Lederstrumpf durch den Mischwald. Werden tatsächlich Lokführer, werden wirklich Baggerfahrer, wirbeln eine Menge Staub auf, wühlen im Dreck, versetzen Berge, beeindrucken durch Getöse, haben immer den größten Bagger. Männer mögen nicht erwachsen werden und sind es auch selten. Schlimm ist das nicht, so lange sie gereift und dabei Kind geblieben sind.

Die ungewollten Väter waren später die glücklichsten

Reden wir von den unreifen jungen Männern. Unter ihnen gibt es die Törichten, die sich wie zu Großvaters Zeiten, als Verhütung ein Problem war, ein Kind anhängen lassen. Die Törichten wird es zu allen Zeiten geben, bei uns im Dorf waren es nach einiger Zeit die glücklichsten Väter.

Machos, Aufschneider und Prolls: Die Ewig-Unzufriedenen

Weniger lebensfroh sind die Feiglinge, sie bilden die größte Gruppe unter den Unreifen. Zu den Feiglingen gehören die Machos, Aufschneider und Vollgas-Prolls ebenso wie die Weicheier, Stubenhocker, Büchernarren und Online-Parallel-Weltler. Der Feigling ist bis Anfang dreißig vor allem mit sich selbst beschäftigt. Haltlos und einbeinig steht er im Leben, halbherzig studiert er, halbherzig übt er den erlernten Beruf aus. Sein Leitbild ist die Unsicherheit: Ist es das, was ich wirklich will? Ist es vorstellbar, sich mit diesem Scheiß die kommenden zehn Jahre abzuplagen? Mache ich nicht besser gleich etwas anderes?

Die Feiglinge sind leichte Beute für Frauen. Die Frau ist die einzige Konstante in ihrem Leben. Sagt der Feigling nicht endlich ja zum Kind, droht sie ihm: Sonst verlasse ich dich! Sie würde das niemals tun, Frauen, die mit Feiglingen zusammen sind, sind auf andere Art feige. Doch im Drang, endlich Mutter zu werden, ist sie dem Mann überlegen. Voilà, auch der Feigling bekommt ein Kind angehängt und fortan redet er sich jeden Tag ein: Ich wollte es doch auch!

„Reife Kerle“ können sich nicht in Babys einfühlen

Am schlimmsten freilich sind die reifen Kerle mit der Schulter, an der man sich ausweinen kann. Die einen Plan haben: Haus bauen, Baum pflanzen, Stammhalter zeugen. Mit einem Säugling oder einem Kleinkind fangen sie nur wenig an. Gewiss, auch sie lernen das Baby zu halten, zu wickeln, zu füttern. Doch welcher Kerl hat schon Lust sich einzulassen auf Willkür und Chaos, Geschrei und Gezeter, wer mag sich einfühlen in einen Baby-Kosmos, in dem keine Regeln gelten, in dem die Unvernunft, Hunger und Notdurft regiert, Impuls und Neugier triumphieren und der Verstand eine quälend lange Zeit auf Backe-backe-Kuchen-Niveau verharrt? Auch dem echten Kerl dämmert es schon bald: Vaterschaft – aus dieser Nummer kommst du ein Leben lang nicht mehr heraus!

Mann sein bedeutet auch Vater sein

Aber nun, Männer, hergehört! Das Mannsein entscheidet sich früher oder später an der Frage der Vaterschaft. Je eher ihr das herausfindet, desto leichter tut ihr euch mit dem Kind. Der Philosoph Sloterdijk wurde spät Vater. Er sagt: „Die Lektion bestand darin, dass man sich vom Erwachsensein erst einen halbwegs realistischen Begriff macht, wenn man in der Elternposition angekommen ist. Sonst wird man nur älter. Aber erwachsen nie.“

Der Blues-Sänger Tom Waits, der ein halbes Leben lang das Image des melancholischen Einzelgängers pflegte, hat vier Kinder. In einem Interview hat er einmal gesagt: „Es gibt eine Sache, die einen mit einem Schlag erwachsen werden lässt: Kinder.“

Wer freiwillig auf Kinder verzichtet, hat ein wichtiges Lebensziel verfehlt

Und was ist mit den Männern, die sich konsequent und bewusst der Vaterschaft verweigert haben? Aufs Gesamtleben gesehen haben sie meiner Ansicht nach ein nicht unwesentliches Lebensziel verfehlt. Abgeklärt betrachten sie es fortan als Gewinn, ihr Leben in aller Ruhe, Konzentration und Kontemplation zu Ende bringen zu dürfen.

Oder sie fallen als Maulhelden dem Hedonismus anheim und behaupten, um ein echter Kerl zu sein, brauche es eigentlich nur drei Dinge: ein Segelboot halbwegs heil durch einen Sturm zu steuern, mit einer Harley auf der Route 66 die USA von Ost nach West zu durchqueren und ein Hole In One zu schlagen (für alle Nicht-Golfer: Hole In One = mit einem einzigen Schlag den Ball einlochen).

Der Feigling, der es am Ende doch noch geschnallt hat, hat dafür nur ein mattes Lächeln. Väter sind keine besseren Menschen. Aber zumeist zufriedenere Männer.

Einseitiger Kinderwunsch: Was tun, wenn der Partner keinen Nachwuchs will?

Das Glück eines gemeinsamen Babys kann einem Paar ganz neuen Schwung verleihen. Die gemeinsame Fürsorge, Erziehung und liebevolle Hingabe zum Nachkömmling intensiviert das Verhältnis zum Partner und stellt das Leben vor spannende Herausforderungen. Doch was, wenn der Partner kein Kind will?

Inhalt:

  • Wenn der Mann kein Kind will
  • Wenn die Frau kein Kind will
  • Wie kann der Partner vom Kinderwunsch überzeugt werden?
  • Fazit: Einseitiger Kinderwunsch = das Ende jeder Partnerschaft?

Wenn der Mann kein Kind will

Bei Männern steht die Qualität im Vordergrund. Oft sind sie zufrieden, wenn sie in einer glücklichen Beziehung leben. Konfrontiert die Partnerin den Mann mit ihrem Wunsch nach einem Baby, denkt er zuerst an die Veränderungen des Alltags und seine Rolle als Vater. Aus folgenden Gründen kann er ihr Verlangen nach dem Familienzuwachs (noch) nicht teilen.

Er fühlt sich nicht reif für ein Kind

Für den Mann ist es an erster Stelle wichtig, ob er sich selbst bereit für ein Kind fühlt. Kann er die zusätzlichen Belastungen stemmen – in finanzieller, emotionaler und zeitlicher Hinsicht, oder fühlt er sich damit überfordert? Oft begründet sich ein einseitiger Kinderwunsch darin, dass der Mann noch Baustellen im Kopf hat, die er vor der Familiengründung schließen möchte. Das kann berufliche Sicherheit sein, aber auch die Frage, ob er sich emotional reif für ein Kind fühlt.

Die Umstände müssen passen

Danach geht es um die Frage der Versorgung des Kindes. Will ein Mann kein Kind, kann das an bestimmten Rahmenbedingungen liegen, die aus seiner Sicht noch nicht passen. Wie schätzt er die häuslichen Bedingungen ein? Wie ist es um das familiäre Umfeld bestellt? Gibt es ausreichend Möglichkeiten für die Kinderbetreuung? Solange er hier keine zufriedenstellenden Antworten findet, kann er den Nachwuchs ausschließen.

Einseitiger Kinderwunsch: Hat er die richtige Partnerin?

Während Frauen eine sehr direkte Bindung zum Kind aufbauen, bildet sich die Liebe zum Baby beim Mann über die Frau. Für ihn ist demnach der Kinderwunsch stark an die Zuverlässigkeit seiner Partnerin gekoppelt und ob er sich eine gemeinsame Zukunft mit ihr über Jahrzehnte hinaus vorstellen kann.

Wenn der Mann kein Kind will, sprechen Sie darüber, an welchen Schrauben Sie drehen können, um ihm das Gefühl zu vermitteln, dass Sie wirklich bereit für ein Kind sind. Ein einseitiger Kinderwunsch darf nicht direkt persönlich genommen werden

Wenn die Frau kein Kind will

Frauen müssen allein mit den körperlichen und hormonellen Veränderungen umgehen, die eine Schwangerschaft mit sich bringt. Sie stößt oft auf Unverständnis. Schließlich ist nur sie in der Lage, Nachkommen auszutragen. Doch genau das kann beim einseitigen Kinderwunsch oft das Problem sein – und darüber hinaus.

Das klassische Rollenbild als Hürde

Auch nach der Geburt des Kindes wird der Frau eine höhere Verantwortung zuteil. Zwar wird das klassische Modell des „Ernährer-Mannes“, der sich um die finanzielle Sicherheit der Familie kümmert und der „Fürsorge-Frau“, die für die Kindererziehung zuständig ist, aufgeweicht. Dennoch haben diese klassischen Rollenbilder immer noch Bestand und können besonders für Frauen, die Karriere machen wollen, eine Hürde sein. Mit ein wichtiger Grund, warum eine Frau (noch) kein Kind will.

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Sie traut ihm das Vater sein nicht zu

Liegt der einseitige Kinderwunsch beim Mann, kann dies ebenso daher rühren, dass die Frau ihrem Partner nicht zutraut, die neu entstehenden Herausforderungen zu meistern. Wie bewertet sie die berufliche Situation oder emotionale Stabilität des Mannes, und hält sie ihn zum jetzigen Zeitpunkt für fähig, ein Kind zu erziehen?

Frau will kein Kind wegen Kindern des Ex-Partners

Für beide kann es auch ein Hindernis sein, wenn sie aus einer früheren Partnerschaft Kinder mitbringen. Vielleicht war dies der ausschlaggebende Trennungsgrund der vorangegangenen Beziehung. Dann müssen Sie besonders sensibel sein und sich sehr vorsichtig an das Thema herantasten. Entsteht wegen einer solchen Erfahrung ein einseitiger Kinderwunsch, hat Ihr Partner das Kapitel „Nachwuchs“ womöglich schon abgeschlossen. Versuchen Sie ihm zu vermitteln, dass zwischen Ihnen eine ganz neue Konstellation besteht, und räumen Sie Beziehungszweifel aus dem Weg, die aus der negativen Vorgeschichte entstanden sind.

Wie kann der Partner vom Kinderwunsch überzeugt werden?

Sofern hinter der Ablehnung des Kinderwunsches kein persönliches, unveränderbares Grundsatz-Programm steckt, lassen sich Lösungen finden. Sprechen Sie ehrlich darüber, warum Ihr Partner den einseitigen Kinderwunsch nicht teilt. Gilt sein „Nein“ für immer, oder ändert sich womöglich in Zukunft seine Einstellung noch? Wenn ja, wie können Sie Ihrem Partner helfen, damit auch er bereit für ein Kind ist?

1. Zeigen Sie Geduld

Vielleicht müssen Sie mit dem einseitigen Kinderwunsch erst einmal zurückstecken und abwarten, bis sich bestimmte Dinge geändert haben. Geben Sie Ihrem Partner Zeit und fragen Sie, je nachdem, wie resolut er oder sie geantwortet hat, später noch einmal nach. Das kann nach ein paar Wochen sein, aber auch mehrere Monate dauern. Setzen Sie sich selbst nicht allzu sehr unter Druck. Die Entscheidung, ein Kind zu bekommen, sollten Sie nicht leichtfertig treffen. Beide Partner sollten zu einhundert Prozent dazu stehen.

2. Einseitiger Kinderwunsch? Entscheiden Sie gemeinsam

Haben Sie gemeinsam eine Entscheidung getroffen, sollten Sie diese kompromisslos akzeptieren – egal, wie sie ausfällt. Haben Sie das Thema Nachwuchs auf Eis gelegt, halten Sie sich zurück, den Partner vor Schaufenster mit Babykleidung zu schieben. Denken Sie an Ihre Abmachung und sprechen Sie den einseitigen Kinderwunsch nur an, wenn Sie beide vereinbart haben, nach einer gewissen Zeit noch einmal darüber nachzudenken.

3. Stehen Sie hinter Ihrem Partner

Haben Sie sich für ein Kind entschieden, seien Sie nicht hämisch, wenn sich Schwierigkeiten ergeben, auf die Sie im Vorfeld hingewiesen hatten. Bleiben Sie lösungsorientiert und beharren Sie beim bisher einseitigen Kinderwunsch nicht darauf, Recht gehabt zu haben. Gehen Sie die Beziehungsprobleme an, aber machen Sie sich gegenseitig keine Vorwürfe. Sie haben gemeinsam die Entscheidung getroffen – und das aus Überzeugung. Bei der Frage nach einem Kind gibt es keine Kompromisslösungen.

Kommen Sie nicht auf einen Nenner, führt kein Weg daran vorbei, auch über „Trennung ja oder nein?“ nachzudenken – so schmerzhaft das sein mag.

Fazit: Einseitiger Kinderwunsch = das Ende jeder Partnerschaft?

Warum lehnt Ihr Partner den Wunsch nach Nachwuchs ab? Gehen Sie den Ursachen dieser Frage auf den Grund. Wenn ein Mann oder eine Frau kein Kind will, muss das nicht an Ihnen oder Ihrer Beziehung liegen. Möglicherweise sind hat es mit dem Umfeld, der beruflichen Situation Ihres Partners oder schlechten Erfahrungen in seiner Vergangenheit zu tun. Sogar Selbstzweifel können hinter einem einseitigen Kinderwunsch stecken, sodass sich der andere einfach noch nicht bereit für ein Baby fühlt.

Sprechen Sie offen und ehrlich miteinander und machen Sie sich beiden keinen Druck. Dann kann sich die Einstellung womöglich noch ändern, und am Ende lässt sich Ihr Partner von seinem eigenen Kinderwunsch überzeugen.

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Doch der Kinderwunsch ist ein elementares Bedürfnis, das nicht beiseitegeschoben werden kann, sagt Jellouschek-Otto. „Es gibt in dieser Frage keine Kompromisse.“ Schließlich könne niemand „ein bisschen schwanger“ werden.

Um zu einer Lösung zu kommen, muss das Paar Klartext sprechen. „Und nicht nur ein Mal, sondern mehrmals“, empfiehlt die Paartherapeutin. Wichtig ist, gegensätzlichen Bedürfnisse nicht abzuwerten: „Dir ist wohl das Kind wichtiger als ich!“ und „Musst du schon wieder davon anfangen!“ haben in diesen Gesprächen nichts verloren.

Zeitrahmen der Unentschiedenheit vereinbaren

Kommt das Paar nicht weiter, kann es einen Zeitrahmen der Unentschiedenheit vereinbaren. „Lass uns in einem halben Jahr wieder darüber sprechen. In der Zwischenzeit macht sich jeder Gedanken zu einer Perspektive mit und ohne Kind“: So könnte die Absprache lauten, empfiehlt die Therapeutin.

Für eine Entscheidung ist eine realistische Einschätzung der Situation wichtig. „Es kann helfen, mit Paaren zu sprechen, die Kinder haben“, rät Jellouschek-Otto. Sie können schildern, was am Alltag mit Kindern bereichernd, aber auch was belastend ist.

Außerdem sollten die Partner zu hohe Erwartungen infrage stellen. „Die perfekte Mutter und den perfekten Vater gibt es nicht“, sagt Jellouschek-Otto. Es reiche völlig, wenn beide gut genug sind. Sie empfiehlt unsicheren Paaren, sich dem Leben mit Unwägbarkeiten hinzugeben. „Kontrolle zu verlieren löst Ängste aus und ein Kind reduziert die Kontrollmöglichkeiten“, räumt sie ein. Doch man lerne, im Hier und Jetzt zu leben und Vertrauen in sich, den Partner und das Kind zu entwickeln.
Ist eine Entscheidung gefallen, und der zögerliche Partner ringt sich zu einem Ja durch, sollte der andere nicht daran zweifeln. Sonst grenze man den Partner womöglich von Anfang an aus der Eltern-Kind-Beziehung aus.

Verantwortung für die Entscheidung übernehmen

Außerdem könne ein halbherziges Ja nach der Geburt durchaus ein überzeugtes werden, sagt die Paartherapeutin. „Wenn das Kind erst mal auf der Welt ist, entdecken viele ihre fürsorgliche Seite“, sagt Jellouschek-Otto.

Andersherum ist auch bei einer Entscheidung gegen Kinder wichtig, dass beide dafür die Verantwortung übernehmen. „Wird der Verzicht allein dem aufgeladen, der sich zuerst gegen Kinder ausgesprochen hat, kann das zur Munition für jeden Streit werden, auch wenn es um andere Themen geht“, sagt die Paartherapeutin.

Therapeutische Hilfe suchen

Kommt das Paar nicht weiter, sollte es therapeutische Hilfe suchen. Manche Paare haben nie gelernt, achtsam und geduldig über unterschiedliche Auffassungen zu sprechen, erklärt Psychologieprofessor Kaiser: „Sie sollten versuchen, dies mit professioneller Hilfe zu lernen.“

Spezielle Gesprächstrainings für Paare, beispielsweise „Paarlife“ oder „EPL“ reduzieren dem Psychotherapeuten zufolge erheblich das Trennungsrisiko. Auch Paarberatungsstellen oder Paartherapeuten sind gute Ansprechpartner. (dpa)

So geht dein Kinderwunsch (trotz Partner) garantiert NICHT in Erfüllung Und 7 Dinge, die du ändern musst, damit es doch noch klappt

Als ich gerade 30 bin, trifft mich Amor voll ins Herz.

Mit dem Mann darf es eine Familie sein. Hab ich ihm auch genau so gesagt. Also, ungefähr: “Kinder sind schon niedlich. Oder?“ “Joah, sind ganz nett.“

Juhuuuu, wie toll. Er wollte GENAU das gleiche wie ich. Eine Familie. Aber erstmal noch die traute Zweisamkeit genießen. So ein Kind braucht schließlich Aufmerksamkeit. Und dann: Paarleben adieu.

Also faltete ich das Thema Kinderwunsch sorgfältig zusammen und verstaute es in meiner mentalen Schublade. Wartete und hoffte darauf, dass mein Freund es selbst irgendwann wieder hervorkramte.

So lange habe ich mich in meiner Beziehung vor dem sicheren Kinderkriegen bewahrt.

Mit den folgenden Methoden schaffst du es auch, dass sich dein Kinderwunsch (in deiner momentanen Beziehung) NICHT erfüllt.

1. Verdränge deinen Kinderwunsch solange wie möglich

Du bist noch jung. Zumindest junggeblieben.

Kamen dir deine eigenen Eltern mit Anfang 30 noch uralt vor, hast du dir im selben Alter deine Jugendlichkeit und Mädchenhaftigkeit bewahrt, und das sieht man dir auch an.

Männer stehen auf dich, fühlen sich von deinem jungen Ich angezogen, weil du so unkompliziert wirkst, voller Leben und Sexyness bist.

Vielleicht steckst du sogar in einer ganz gut laufenden Beziehung. Es könnte also ziemlich einfach sein, mit deinem Partner eine Familie zu gründen.

Die Krux an der Geschichte: Immer mehr Männer, die auf Jugendlichkeit abfahren, machen schnell die Biege, sobald du das Thema Familiengründung ansprichst. Diese Bindung wäre ihnen dann doch zu fest und verbindlich. Hat auch schon Christina Mundlos thematisiert.

Also sagst du lieber erstmal gar nichts. Zu schön ist die Zeit mit deinem Partner, zu groß die Sorge, dass er noch abspringt vom Beziehungskarrussel und dich alleine zurücklässt.

Und gut möglich, dass du dir deinen Kinderwunsch nur einredest. Weil du auf Facebook letztens ein Babybauchbild von deiner Kindergartenfreundin gesehen hast. Weil jetzt die “normale“ Zeit wäre für ein Baby. Macht ja gerade jeder, diese Familiengründung.

Aber so sein wie jeder andere? Ne, das willst du nicht.

Damit du den Status Quo noch möglichst lange ausdehnen kannst, sag dir in regelmäßigen Abständen, dass dein Kinderwunsch reine Einbildung ist. Je öfter du es wiederholst, desto wahrer wird’s.

Falls dich doch mal die Gefühle übermannen, sobald du ein Baby oder schwangere Frauen siehst, lenke dich sinnvoll ab. Lerne beispielsweise alle 158 Strophen der griechischen Nationalhymne auswendig oder dechiffriere den Da Vinci Code.

GUT ZU WISSEN Wissenschaftler von der Max-Planck-Gesellschaft für demografische Forschung vermuten übrigens, dass sich das Thema Kinderwunsch zwangsläufig recht früh bei Frauen entwickelt . Weil junge Mädchen in der Gesellschaft aufs Mama werden abgerichtet werden, bevor sie den richtigen Partner treffen.
Und Männer? Die setzen sich oft erst mit ihrem Kinderwunsch auseinander, wenn die Partnerin an ihrer Seite den Beziehungstest mit Auszeichnung bestanden hat. Vorher bleibt die Familienplanung abstrakt oder löst sich direkt in Wohlgefallen auf.

2. Erzähle niemandem von deinem Wunsch, Mama zu werden. Ganz besonders nicht deinem Partner

Ist es dir irgendwann nicht mehr möglich, deinen Kinderwunsch zu ignorieren – was du aber möglichst lange versuchen solltest -, wird es Zeit für den nächsten Schritt: Besprich deinen Kinderwunsch niemals mit guten Freunden. Die haben ihre eigenen Probleme. Und vor allem, nerve deinen Partner nicht mit deinem Kinderwunsch.

Es ist doch alles gut zwischen euch.

Warum solltest du das kaputtmachen wollen?

Nur, weil du Mama werden willst?

Zum Erwachsensein gehört eben auch mal ein bisschen Frustration dazu. Du bekommst nicht immer das, was du willst.

Und außerdem HAST du doch fast alles: einen guten Job, eine schöne Beziehung, eine liebe Familie und ein paar gute Freunde.

Nur ein Kind nicht.

Dir fehlt also nur eine einzige Sache von deinem Wunschzettel. Überleg mal, wie unersättlich das aussieht, wenn du deinen Partner jetzt mit deinem Kinderwunsch stresst.

Beiße dir lieber beim Thema Mama, Papa, Kind und Labrador auf die Lippen. Die Zeit ist erst reif dafür, wenn dein Freund das Thema Familienplanung von alleine anspricht.

3. Zweifle deinen Kinderwunsch an

Woher weißt du eigentlich, dass du nach der Erfüllung deines Kinderwunsches nicht wieder irgendwann eine Leere spürst? Das Gefühl, dass es das immer noch nicht war? Du noch mehr brauchst, um ein erfülltes Leben gelebt zu haben?

Zweifle was das Zeug hält. Das ist eine wasserdichte Methode, mutige Pläne in die Flucht zu schlagen. Macht evolutionär auch total Sinn, denn wenn du nichts Neues wagst, kannst du auch keine Fehler machen. Und bleibst dadurch in deiner muckeligen Höhle.

Frisch gelähmt vor Unschlüssigkeit, musst du nur lange genug auf der Stelle stehen. Ganz schön bequem so ein Leben mit angezogener Handbremse. Und wie praktisch, denn die Zeit erledigt den Rest.

Und siehe da, mit Mitte 40 ist der Kinderwunschexpress an dir vorbeigerauscht, während du ihm hinterherwinkst. Du musstest nichts weiter tun als einfach zu zweifeln.

4. Ordne deinen Kinderwunsch IMMER den Wünschen deines Partners unter

Jetzt isses doch passiert.

Du hast ihm – vermutlich in einem unbedachten Moment – gesagt, dass du Kinder möchtest. Oder zumindest ein Kind. Er soll sich ja nicht gleich vor Schreck in die nächste Weinbar türmen.

Und es geschieht etwas ganz Wunderbares. Ihr unternehmt plötzlich viel mehr miteinander, geht öfter aus, ins Kino, fahrt in den Urlaub. Selbst gemeinsam kuscheln wird wieder Mode.

Und dann kommt er, der gruselige Satz:“Siehst du, zu zweit isses doch auch ganz schön“.

Recht hat er. Und schau mal, wie lieb er dich immer anschaut. Das wäre bestimmt nicht mehr so, wenn ihr Eltern seid.

Willst du das wirklich eintauschen?

Dein Freund hat außerdem auch noch Pläne. Möchte segeln lernen, einen Backpackingtrip nach Indien machen und endlich das Fernstudium in Medizin angehen. Nebenbei arbeitet er ja auch in Vollzeit. Und hat sowieso kaum noch Zeit für seine Kumpels.

Mit einem gemeinsamen Kind kann er das komplett vergessen.

Umso wichtiger, dass du weißt, wann es besser ist zu schweigen und abzuwarten, bis du an der Reihe bist. Sei nicht so egoistisch, ein Kind zu wollen, wenn dein Freund sein Leben noch gar nicht richtig gelebt hat.

GUT ZU WISSEN Weichen die Wünsche deines Partners komplett von deinen ab, wenn es um eine Familiengründung geht, kann es unschön werden. So beschreiben Forscherinnen der Universität Utrecht, wie latente Machtspielchen dadurch der Beziehung schaden. Sehnsuchtsvolle Blicke und Anspielungen auf fremde Babys können den Nicht-Kinderwunsch-Partner unter Druck setzen. Genauso verletzen das komplette Ignorieren der Bedürfnisse und Hinhaltetaktiken den Kinderwunsch-Partner.

5. Mache dir um deine biologische Uhr keinerlei Gedanken. Auch nicht mit Mitte 30

Gefühlt bist du noch in deinen Zwanzigern. Selbst wenn dein Körper schon ab und zu eine andere Sprache spricht.

Okay, deine Frauenärztin hat schon mehrfach angemerkt, dass sich die Eizellen einer Frau ab Mitte 30 irgendwann auflösen. Aber die will doch nur zeigen, dass sie ab und zu noch im Pschyrembel blättert.

Glaube bloß nicht an den Humbug einer biologischen Uhr. Wenn du willst, kannst du noch mit 50 Kinder kriegen. Mehrere auf einen Schlag. Wofür gibt’s schließlich die künstliche Befruchtung?!

GUT ZU WISSEN Laut Dr. Nicolas Zech, seines Zeichens Diplom-Genetiker und Reproduktionsmediziner, geht es bereits bei 33-jährigen Frauen bergab mit der Fruchtbarkeit. Und dadurch auch mit der Wahrscheinlichkeit, auf natürlichem Wege schwanger zu werden. Im Alter von 43 Jahren werden nur noch 4% auf dem klassischen Weg schwanger. Und bereits mit 45 sinkt die statistische Chance auf entmutigende 0%.

Was bei vielen Frauen da also so laut tickt ist die innere Panik, den Moment fürs Kinderkriegen zu verpassen, wenn der Richtige nicht auftaucht – oder er einfach kein Kind will. Das erzeugt wiederum Stress und Angst. Klar, mit solch einer inneren Unter Druck-Einstellung ist es nicht allzu einfach bei künftigen Dates so rüberzukommen, als würde man total zufrieden und ausgeglichen sein. Potentielle Partner sind dadurch schnell wieder über alle Berge.

Das kannst du aus meinen Fehlern lernen

Vielleicht zögerst du noch, ob du ein Kind haben möchtest. Oder du bist dir aus anderen Gründen unsicher.

Eine Studie des Delta-Instituts für Sozialforschung aus dem Jahr 2016 kommt zu dem Schluss, dass sich ein “Panorama weiblicher Verunsicherung“ abzeichnet, wenn Frauen an die Kinderplanung denken. Neben dem Risiko, sich finanziell (vom Partner) abhängig zu machen und die eigene Verwirklichung auf Eis legen zu müssen, haben alle Frauen in der Studie eine Sorge gemeinsam: das liebe Geld.

Bei mir war es so, dass ich mich stark nach meinem Partner gerichtet habe.

Was will er?

Was macht ihn happy?

Das führte dazu, dass ich meinen Kinderwunsch jahrelang ins Abseits gestellt habe. Und ging irgendwann so weit, dass ich ganz bewusst bei Babys weggeschaut hab’, als ich in Begleitung meines Freundes war. Oder versucht habe, in jedem kleinen Kind etwas zu sehen, was total nervt.

Ich habe mir selbst eingeredet, dass es der richtige Weg für mich ist. Keine Mama zu werden. Eine Beziehung zu zweit genügt doch.

Ich wurde scheußlich unzufrieden. Meckerte an meinem Kerl herum, der ja nichts anderes machte, als seine eigene Meinung zu haben. Beäugte schwangere Frauen skeptisch und konstruierte in meinem Kopf eine Version, in der sie ziemlich unglücklich werden würden als Mama.

Ich versuchte in anderen Bald-Eltern eine Macke zu entdecken, die mich froh darüber machte, dass ich den Weg nicht gehen “musste”.

Ich bekam Nackenschmerzen. Vom Verbissensein. Mein Kiefer tat weh. Weil ich nachts mit den Zähnen knirschte. Und überhaupt war ich ziemlich motzig anderen gegenüber. Weil ich innerlich eigentlich nur daran dachte, dass ich offenbar einen anderen Weg gehen MUSSTE.

Ich musste mich entscheiden zwischen der Liebe oder einem Kind. Die Variante, mich auf einen neuen Mann einzulassen, war für mich keine Option. Dafür brauche ich zu lange, um jemanden in mein Herz zu lassen. Das war für mich Grundvoraussetzung für eine Beziehung.

Irgendwann konnte ich mich nicht mehr im Spiegel anschauen, ohne am liebsten ein blickdichtes Handtuch über mein Gesicht zu werfen. Meine Mundwinkel hingen bis zum Äquator und zwischen meinen Stirnfalten konnte ich mittlerweile Tic-Tac-Toe spielen.

Es dauerte noch einige Zeit, bis ich den Mut aufbrachte, das Gespräch mit meinem Freund zu suchen und auch das Risiko einzugehen, dass wir danach getrennte Wege gehen.

Eine Studie der Bosch-Stiftung resümiert: Ist eine Beziehung noch nicht alltagserprobt oder nicht emotional genug, möchten 73 Prozent der Männer keinen Nachwuchs mit ihrer Partnerin. Bei Frauen sind es 61 Prozent, die sich unter den Umständen gegen ein Kind entscheiden würden.
Über pro oder kontra Familienplanung entscheidet also oft die subjektiv empfundene Qualität der Partnerschaft.

Bei dir muss es nicht gleich ein Alleingang mit einer Insemination werden. Eventuell schaffst du den Absprung auch noch früh genug, um mit einem anderen Partner eine Familie zu gründen.

Die folgenden 7 Schritte haben mir dabei geholfen, dass mein Kinderwunsch noch in Erfüllung gegangen ist. Wenn auch ohne Partner.

1. Nimm dir eine Auszeit

Bist du innerlich aufgewühlt, hinterfragst dich ständig, ob du ohne Kind auch glücklich sein kannst?
Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass du im Konflikt mit dir steckst. Egal ob du Single bist oder in einer Beziehung mit einem Partner festsitzt, der keinesfalls Kinder möchte: Du solltest für dich klären, was du wirklich willst.

Dein Partner hat tausend gute Gründe, warum er keine Kinder will.

Kinder sind teuer

Sie zerstören Beziehungen

Und sind Schlafdiebe

Mit einem Kind ist’s erstmal nichts mit persönlicher Selbstverwirklichung

Er fühlt sich zu jung für ein Kind

Er fühlt sich zu alt

Aber wenn du daran denkst, wie ein Leben ohne Kinder für dich ist, rupft das an deinen Nerven. Nachvollziehbar, denn im Grunde wolltest du schon immer eine Familie. Erst mit deinem aktuellen Partner kommt dir der Gedanke, dass du auch alleine mit ihm glücklich sein könntest. Aber für wie lange?

Mir hat es geholfen, dass ich mir eine Auszeit genommen habe, abgedüst bin nach Frankreich. Eine mehrwöchige Tour ganz alleine für mich. Das war stellenweise ziemlich traurig und einsam, auch wenn ich grundsätzlich gerne alleine bin. Es hat mir aber gezeigt, dass ich meinem Herzenswunsch treu bleiben muss. Und dass ich alles alleine schaffen kann.

Falls du mit deinem Partner zusammenlebst oder ihr euch regelmäßig seht, kann es guttun, diesen Einfluss kurzzeitig zu unterbrechen. Damit du deine Entscheidung ausschließlich von dir abhängig machst. Möglich, dass dir dazu auch schon eine Auszeit am Wochenende genügt.

Frisch gestärkt mit einem überzeugenden Gefühl zum Kinderwunsch fällt es dir danach bestimmt schon leichter, eine erste Tendenz pro oder kontra Kind und Beziehung zu fällen.

2. Hol Vertraute mit an Bord

Nehmen wir mal an, du kannst dir ein Leben ohne Kinder vorstellen. Ganz ohne Reue.

Zeit Freunde und Familie einzuweihen. Schließlich stehst du total hinter deiner Entscheidung. Bist schon ganz aufgeregt, wenn du daran denkst eine jener bewussten Nie-Mamas zu werden.

Oder doch nicht?

So richtig überzeugend wirkst du nicht, als du deine Wahl kontra Kind tränenreich aussprichst.
Andere mit ins Boot zu ziehen, wenn du deine Wahl getroffen hast, kann wachrütteln oder deine Entscheidung festigen.

3. Stehe zu deinem Kinderwunsch

Raffen wir mal ein wenig die Zeit und schauen, wie es dir geht, wenn du den Kinderlos-Weg mit deinem Partner gehst. In den ersten Monaten und Jahren, in denen ihr noch frisch verknallt seid, genügt dir sein Glück, um selbst glücklich zu sein.

Was aber, wenn du irgendwann das Gefühl hast, ihm deine Wünsche unterzuordnen? Wie lange geht das gut, ohne dass es zu Spannungen zwischen euch kommt? Du ihm irgendwann Vorhaltungen machst, dass du seinetwegen auf ein Kind verzichtet hast?

Wenn du dich dafür entscheidest niemals Mama zu werden, sollte das eine Herzensentscheidung sein. Genau wie der umgekehrte Fall.

Vielleicht hilft es dir, eine Liste für die Frage zu machen:

Warum möchte ich kein Kind?

Ist dein Partner der einzige Grund?

Empfindest du Traurigkeit, Angst und Verwirrung, wenn du an deine Zukunft ohne eigenen Nachwuchs denkst?

Dann ist es Zeit, zu deinem Kinderwunsch zu stehen.

Mache nicht den Fehler wie ich und schweige oder mache nur Andeutungen deinem Partner gegenüber, wenn es um deinen Kinderwunsch geht. Unkonkrete Sätze wie “Awwwwww, ein Baby“ oder “Wie du wohl als Papa wärst?!“ sind für Männer in den seltensten Fällen ein Zeichen dafür, dass du dir ernsthaft eine Familie wünscht.

Für Paartherapeuten ein bekanntes Bild, dass Frauen mit Schein-Diplomatie vorgehen. Verstecke deinen Wunsch also nicht, als wäre er eine Hanfplantage. Nimm dich und deine Bedürfnisse ernst und wichtig. Besonders ab Mitte 30 sollte deinem Partner klar sein, dass es dir ernst ist.

4. Spinne herum

Okay, du kannst nicht erwarten, dass sich die Meinung deines Freundes irgendwann ändert. Er war ziemlich unmissverständlich, als er dir von seiner Kinderlosigkeit vorgeschwärmt hat.

Bevor du ihm zuliebe auf eine Familie verzichtest, spinne mal ein bisschen herum.

Wie wäre es, wenn du einen anderen Partner hättest?

Einen, der sehr gerne Vater werden möchte?

Bereitet dir der Gedanke Unbehagen?

Oder bist du erleichtert und hoffst heimlich, dass du genau einen solchen Mann triffst?

In diesem Fall ist es ziemlich eindeutig, dass ein Kind zu deinem Leben dazugehört.

5. Gehe keinen Kompromiss ein

Ein eigenes Kind zu wollen ist nichts Verbotenes und sollte dir keinesfalls peinlich sein.

Natürlich wäre es toll, wenn ihr einen gemeinsamen Weg finden könntet, wie jeder von euch seine Vorstellung einer gemeinsamen Zukunft ausleben kann.

Aber zwischen einem Kinderwunsch und keinem Kinderwunsch gibt es keinerlei Abstufungen. Leider.

Jeder Kompromiss, den du deinem Partner zuliebe eingehst, gammelt still vor sich hin. Denn du kannst nicht ein bisschen Kind haben. Lasse dich also nicht auf eine Verhandlung ein, etwa einen Papageien anzuschaffen.

6. Setze dir selbst ein Ultimatum

Solange du biologisch noch die Möglichkeit hast auf natürlichem Wege ein Kind zu bekommen, ist es noch nicht zu spät für deine Entscheidung.

Irgendwann wird’s eng. Du musst diese Entscheidung also innerhalb einer Frist treffen, für die du keine Fernbedienung hast. Einerseits ziemlich gemein, dass es bei Männern anders ist.

Andererseits wird sich die Natur etwas dabei gedacht haben. Dass du dein Kind noch als vitale, gesunde Frau auf so sichere Weise wie möglich bekommen kannst.

Frauen und Männern, die ihre Wahl bereits voller Überzeugung getroffen haben, kann dieser biologische Zeitrahmen wurscht sein. Sie werden nicht plötzlich nach 10 Jahren aufwachen und denken “Meine Entscheidung von damals war der größte Fehler meines Lebens.“

Und es wäre doch unglaublich traurig, wenn du deine Entscheidung irgendwann bereust. Wenn du sie nicht mehr korrigieren kannst.

7. Stelle ihm ein Ultimatum

Dein Partner will den Weg nicht mit dir gehen? Oder zögert die Entscheidung immer wieder hinaus?

Setze ihm “ein Ultimatum von einem halben oder einem Jahr“, rät Konflikttrainerin Ursula Wawrzinek. Je nachdem wie alt er ist, denn auch Männer kennen das Gefühl der biologischen Uhr.

Psychotherapeutin Andrea Panzer hat ihre Erfahrungen mit männlichen Zeitfenstern gesammelt und fasst zusammen:

  • Männer mit 25 Jahren fühlen sich heutzutage oft noch nicht reif für eine Familie. Sagen sie “nein“ zum Kinderwunsch der Partnerin ist dieses Nein noch zu 90% verhandelbar
  • Ist ein Mann 35 und teilt deinen innigen Kinderwunsch nicht mit dir, ist zumindest noch ein Verhandlungsspielraum denkbar, wenn er anklingen lässt, dass er die Familien-Idee nicht komplett absurd findet
  • Ab 40 Jahre kann sich ein Mann zwar noch mehrere Monate Zeit lassen mit seiner Antwort, ob er Kinder möchte. Dann aber sollte er sich sicher sein, ob er Kinder mit dir will oder nicht. Bei einem Nein ist es oft sinnlos weiter zu diskutieren. Bei einem Ja, legt am besten bald los 🙂

Ist dein Partner ein konsequenter Neinsager, so Paartherapeutin Bettina Jellouschek-Otto, solltest du dich schnell entscheiden. Und deinen Partner verlassen, auch wenn’s eine tiefe Wunde hinterlässt.

Aber, was noch viel schmerzhafter ist: Wenn du dich über deinen Kinderwunsch hinwegsetzt. So zeigt eine Untersuchung der Universität Münster, dass Frauen mit nicht realisiertem Kinderwunsch ähnlich Schmerzen empfinden wie Frauen, die ein Kind verlieren.

Also werde selbst aktiv, damit dein gewünschtes Leben mit Kind nicht passiv an dir vorbeizieht.

Falls du dir selbst immer noch unsicher bist, ob ein Kind wirklich in dein Leben passt, kann ich dir den Blogtext “Kind ja oder nein? 15 Tipps für deine Entscheidung ohne Reue“ von Nicole Alps wärmstens empfehlen. Als Systemischer Coach nähert sie sich der Frage mit großer Empathie. Gut möglich, dass auch dir ihre Tipps helfen, eine finale Entscheidung zu treffen.

Realisiere deinen Kinderwunsch

Im Grunde kannst du deine Entscheidung für oder gegen ein Kind (mit oder ohne Partner) auf eine einzige Frage runterbrechen: Siehst du ein glückliches zukünftiges Ich, auch wenn du niemals in deinem Leben Mama wirst?

Wenn deine Antwort darauf “nein“ lautet, scheint es an der Zeit zu sein, die (Beziehungs-)Reißleine zu ziehen. Das muss ja keineswegs bedeuten, dass du nicht doch noch deinen Traummann findest.

Für den Fall, dass du nicht auf den nächsten Mister Right warten willst und schon mit dem Gedanken spielst, als Singlemama durchzustarten, kannst du dir hier nochmal die 9 Fragen durchlesen, die mir geholfen haben, mit einem klaren Ja alleinerziehende Mama zu werden.

Entschließt du dich tatsächlich zu dem Schritt, geht es in die nächste Etappe: Welche Möglichkeiten hast du, schwanger zu werden? Davon handelt einer meiner nächsten Blogbeiträge.

Kinderwunsch: Er will kein Kind – was tun?

Wir sind seit drei Jahren ein Paar, ich fühle mich langsam reif für ein Kind, für ihn ist es noch gar kein Thema. Ist das normal?

Auch wenn es nach Klischee klingt: Viele Frauen sind per se glücklich, wenn sie Babys sehen, Babys halten. Sogar Fotos von kleinen Kindern lösen bei ihnen Glücksgefühle aus, haben Experimente von Hirnforschern gezeigt. Bei Männern ist das tendenziell anders. Sie sind eher glücklich, wenn sie mit Frauen zusammen sind oder Bilder von Frauen ansehen. Männer wie Frauen streben nach Glück, aber bei Frauen stehen Kinder auf dem Wunschzettel viel weiter oben. Und weil Kinder nicht mehr zwingend dazugehören, weil man sich frei für oder gegen sie entscheiden kann, fällt es viel stärker ins Gewicht, dass die Geschlechter in der Kinderfrage oft unterschiedlich ticken.

Heißt das, für Männer ist eine Beziehung das Wichtigste?

Nein. Auch Männer wollen Kinder. Laut einer aktuellen Studie der Universität Bremen wünschen sich 90 Prozent der Männer bis 35 Jahre Kinder. Und bei den älteren sind es immerhin noch 80 Prozent. Trotzdem entscheiden sich Männer anders für Kinder als Frauen: „Männer entscheiden in der Kinderfrage sehr stark danach, ob sie die Beziehung wirklich tragfähig finden“, sagt die Demografieforscherin Dr. Angelika Tölke.

Das klingt aber abwegig. Warum ist Männern denn die Beziehungsqualität so viel wichtiger als Frauen?

„Frauen haben zum Kind von Anfang an eine unmittelbare Beziehung“, erklärt der Paar- und Familienberater Dr. Christoph Hutter. Für Männer läuft die Liebe zum Baby viel stärker über die Frau. Wenn die Beziehung scheitert, bleibt das Kind ja meist auch bei der Frau. Deshalb ist es für Männer wichtig, dass sie eine zuverlässige Partnerin haben. Gerade weil Männer sich vor allem eine tolle Frau wünschen und erst dann Kinder Thema werden, prüfen sie genauer, an wen sie sich fest binden. Wenn es die große Liebe ist, dann klappt es oft auch mit den Kindern.

Dann ist sein Nein überhaupt nicht gegen ein Kind gerichtet, sondern gegen mich?

Gelegentlich kann das so sein. Der Psychologieprofessor Peter Kaiser von der Universität Vechta schätzt, dass ein Viertel aller Paare nur übergangsweise zusammen sind, sich also wieder trennen werden. Oft ist die Halbherzigkeit aber auch nur einseitig. Wenn dann die Kinderfrage aufkommt, wird es turbulent. Familienberater Christoph Hutter trifft in der Praxis häufig Paare, die sich ein oder zwei Jahre lang heftig über die Kinderfrage streiten. Aber eigentlich geht es dabei im Kern um die Frage, ob man sich nicht besser doch trennen sollte.

Mein Exfreund wollte nie Kinder. Aber kaum hatte er eine neue Freundin, war die schwanger. Heißt das, unsere Beziehung war schlecht?

Nein. Nicht unbedingt. Auch Männer lernen schließlich dazu. Es ist wahrscheinlich, dass der Mann in einem solchen Fall mit der neuen Frau auch bereit ist für eine neue Lebenstextphase. Natürlich kann es auch sein, dass ihm die alte Beziehung einfach zu verstrickt oder zu manipulativ war. Frauen, die so eine Schocknachricht bekommen, sollten mit der Ursachenforschung aber gar nicht erst anfangen. Kinderwunsch-Experten sind sich einig, dass man so ein Trauma am besten durch eine Trauerphase verarbeitet. Die kann ein Jahr lang dauern. Danach sollte der Schmerz nachlassen. Gestehen Sie sich die Trauer also erst mal zu, wälzen Sie sich aber nicht jahrelang im Leid. In sehr heftigen Erlebnissen steckt auch die Chance, sich selbst blitzschnell weiterzuentwickeln.

Okay, ich schließe mit alten Geschichten ab. Aber wo finde ich den, der wirklich Lust auf Kinder hat?

Männer, die Kinder wollen, laufen überall herum. Und wir erkennen sie auch instinktiv. Wissenschaftler der Universität Chicago haben herausgefunden, dass Frauen den Kinderwunsch von Männern ziemlich genau an deren Gesicht ablesen können — da reicht auch ein Foto des Mannes. Eine weitere Untersuchung legt sogar nahe, dass Frauen maskuline Männer mit breitem Kinn und markanten Zügen zwar gern als Liebhaber auswählen, Männer mit weichen, runderen Gesichtern dagegen eher als Väter für ihre Kinder. Klingt ein bisschen nach Steinzeit-Prinzip, aber warum nicht mal nach einem Bilderbuchpapa Ausschau halten.

Der war dann wahrscheinlich schon mal verheiratet, ist Vater zweier Kinder und hat genug von Familie. Ziemlich ungerecht.

Das ist es auch, keine Frage. Vor allem, weil Frauen, die sich einen in der Praxis bewährten, guten Vater als Lover suchen, ja richtig gedacht haben. „Leider besteht in diesen Partnerschaften ein Interessenskonflikt „, sagt die Paartherapeutin Bettina Jellouschek-Otto. „Die Frauen gehen auf die Familienphase zu, aus der die Männer langsam wieder rauswollen.“ Wenn Sie sich einen geschiedenen Vater geangelt haben, heißt es: frühzeitig klären, was mit ihm noch möglich ist. Und gegebenenfalls gehen.

Jetzt mal generell: Wenn mein Liebster auf die Kinderfrage „Nein“ antwortet, woran erkenne ich, wie ernst er das wirklich meint?

Als Allererstes an seinem Alter. Denn: „Auch bei Männern gibt es Zeitfenster in Sachen Kinderwunsch“, erklärt die Psychotherapeutin Andrea Patzer. Ein Mann mit 25 meint mit einem Nein zu 90 Prozent „ich bin noch nicht reif“. Ein Mann mit 35 sollte zumindest einen Verhandlungsspielraum aufzeigen, zum Beispiel „Familie im Grunde toll finden“, damit man weiterdiskutieren kann. Und ein Mann mit 40 sollte in der Lage sein, innerhalb von einigen Monaten Stellung zu beziehen. Und trotz des hartnäckigen Mythos vom 60-jährigen Supervater: Ab 45 werden Männer hierzulande nur noch extrem selten zum ersten Mal Vater.

Aber ist sein Nein überhaupt verhandelbar?

Natürlich, und zwar klar und deutlich. Der größte Fehler ist das Schwelgen in Andeutungen. Sätze wie „Ich mag ja so gerne Kinder“ oder „Guck mal, das Baby da“ sind viel zu unkonkret. Paartherapeuten beobachten seit Langem, dass Frauen genau mit dieser Schein-Diplomatie vorgehen. Das Gegenteil wäre angesagt: Besonders ab Mitte 30 sollte man dem Partner klarmachen, dass es einem ernst ist. Die Konflikttrainerin Ursula Wawrzinek rät sogar: „Setzen Sie ein Ultimatum von einem halben oder einem Jahr fest.“

Aber setze ich meinen Partner mit solchen klaren Ansagen nicht total unter Druck?

Natürlich müssen Frauen gelegentlich pokern: Sprechen Sie das Thema klar an, aber fokussieren Sie sich nicht komplett darauf. Beißen Sie sich auf die Zunge, wenn Sie Babysachen sehen. Unterlassen Sie es, ihn auf den Geburtstag Ihres Patenkindes mitzunehmen. Wenn Frauen zu sehr für die Mission „Kind“ werben, treten sie eine negative Beziehungsdynamik los und drängen den Mann in die Defensive: „Die Frau rutscht dann in die Rolle der Befürworterin, der Mann wird zum Neinsager“, erklärt der Heidelberger Psychologe Tewes Wischmann. Also: Ein paar Grundsatzgespräche reichen. Und dann lassen Sie es eine Weile laufen.

Aber viele Männer schieben die Sache doch einfach immer weiter auf. Warum entscheiden sie sich nicht?

Wahrscheinlich liegt es auch am gesellschaftlichen Rollendenken. Männer sind hierzulande jedenfalls ziemliche Spätzünder in Sachen Familie. Erst mit 25 Jahren ist die Hälfte von ihnen überhaupt bereit, bei Mama auszuziehen, und lebt dann natürlich bevorzugt erst mal allein. Ähnliche Nesthockertendenzen zeigen Italiener und Spanier. In Holland und Dänemark dagegen gehen Männer fünf Jahre früher die Schritte ins Erwachsenenleben. Zum postpubertären Bummeln kommt noch ein übermäßiger Anspruch: 94 Prozent der deutschen Männer sind nach wie vor der Überzeugung, sie müssten komplett ihre Familie ernähren. Wenn sie aber merken, dass das kaum zu schaffen ist, werden sie zögerlich.

Heißt das, ein klares Ja überfordert viele Männer, aber Nein heißt gar nicht nein? Kompliziert …

Auch wenn es seltsam klingt – im Grunde sollten wir uns über diese unkonkreten Antworten freuen. Sie zeigen, dass unser Partner einen latenten Kinderwunsch hat. „Männer haben einfach eine sehr unkonkrete Familienplanung“, sagt Familienberater Hutter. Ein Mann, der aufschiebt, ist meistens nicht grundsätzlich abgeneigt.

Wie kann ich denn einen Mann, der sich einfach noch nicht sicher ist, von einem unterscheiden, der mich gezielt hinhält?

Harmlose Trödler sind vor allem ambivalent. Sie haben gleichzeitig Angst vor Nähe und Angst vor Verlust. Sie wollen nicht recht erwachsen werden, sind aber auch anhänglich und liebevoll. „Wenn diese Männer in einer Beziehung nicht komplett vereinnahmt werden, werden sie zugänglich“, sagt die Psychotherapeutin Claudia Clasen-Holzberg. Vorsicht dagegen bei verdeckten Neinsagern: Das sind Typen, denen Nähe letztlich nichts bedeutet, die häufig auch gegenüber ihrer Partnerin einfach abtauchen. Zum Thema Kinder lassen sie eher vage, witzige Kommentare ab. Mit Sätzen wie „Wie du wohl schwanger aussehen würdest?“ legen sie nur falsche Fährten.

Wie kann ich erkennen, dass mein Partner zu Kindern definitiv Nein sagen wird?

Es gibt Männer, die aufrichtig verwundert sind, dass andere überhaupt einen Kinderwunsch haben. Beispielsatz: „Warum ich keine Kinder will? — Genauso gut könntest du mich fragen, warum ich keine Erdnussallergie habe.“ Bei denen können Sie es komplett vergessen. Eine andere Sorte Männer hat einfach kein Herz für Kinder: Sie bezeichnen Kinder als Wiedergeburt des Tyrannosaurus oder lassen sie höflich links liegen. Wissenschaftler haben zwei Muster gefunden, die Männer mit Kinderwunsch auszeichnen: Entweder sie empfinden Kinder als eine Bereicherung und sagen das auch offen. Oder sie sind zwar keine Baby- Fans, bekommen aber beim Thema Familie leuchtende Augen — und sei es nur, wenn es um die Clan-Ehre bei „Der Pate“ geht.

Angenommen, mein Typ ist tatsächlich ein konsequenter Neinsager. Habe ich nicht doch eine Chance, ihn zu überreden?

Besser, Sie entscheiden sich schnell, was Ihnen wichtiger ist – Mann oder Kind – und verlassen den Mann dann gegebenenfalls. Denn: „Der Kinderwunsch ist extrem archaisch „, warnt Paartherapeutin Jellouscheck-Otto. Sich über ihn hinwegzusetzen tut weh. Eine Untersuchung der Universität Münster zeigt, dass Frauen, die auf ein Kind verzichten, obwohl sie sich sehnlich eines wünschen, ähnliche Schmerzen durchmachen wie Frauen, die ein Kind verlieren.

Denkbar sind ja viele Möglichkeiten: Man könnte einen schwulen Freund um eine Samenspende bitten oder im Ausland eine Samenbank aufsuchen — und trotzdem mit dem Liebsten zusammenbleiben …

„Kinder sind Hoffnungen.“ Dieser Satz des Romantikers Novalis ist ziemlich kitschig. Für Frauen und Männer, die Kinder bekommen, hat er aber ganz unbewusst eine Bedeutung. Eine Entscheidung für ein Kind ohne den Partner bedeutet deshalb innerlich: „Für uns beide gibt es keine gemeinsame Zukunft.“ Auch wenn die Liebe wirklich groß ist — so was ist Stoff für einen Jahrhundertroman, im normalen Alltag aber schwer auszuhalten.

Wie sieht es denn aus mit Verhütung-Weglassen?

Mit Verhütung ist es wie mit dem Steuerrecht: Es gibt Grauzonen. Wenn Ihr Freund ein Zauderer ist, kann man ihm ruhig ein bisschen Beine machen. Zum Beispiel ankündigen, dass man die Pille absetzt. Wenn er sich anschließend dreimal halbherzig um Kondome kümmert und dann nachlässig wird, kann man sagen: Da werden Entscheidungen eben im Tun gefällt. Ein weiterer Vorteil von Kondomen: Man kommt so auch mal in eine Ich-bin-vielleicht-schwanger-Situation. Dann kann man beobachten, wie sich der Partner verhält. Was gar nicht geht: heimlich die Pille absetzen. „Oft spüren Partner intuitiv, dass sie hintergangen werden. Frauen setzen mit so einem Vertrauensbruch ihre Beziehung aufs Spiel“, warnt die Psychotherapeutin Andrea Patzer.

Mal angenommen, ich habe keinen Partner, will aber wirklich sehnlich ein Kind. Kann ich mir dann von einer Affäre ein Kind machen lassen?

Jeder zehnte Mann wird ungefragt zum Vater gemacht, schätzt Väterrechtler Dietmar Nicolai Webel. Auch wenn diese Zahl hoch gegriffen ist – Männerverbände bezeichnen Aktionen, bei denen eine Frau einen Mann nach Geld, Status oder guten Genen aussucht und ihn dann vor vollendete Tatsachen stellt, als „seelische Vergewaltigung „. Also: Falls Sie schon immer von Ihrer persönlichen Besenkammer-Affäre geträumt haben – lassen Sie davon ab.

Aber oft sind langjährige Singlefrauen mit Kinderwunsch verzweifelt, weil sie ständig nur auf Männer treffen, die aus allen Wolken fallen, wenn es um Kinder geht.

Sehr viele Frauen zwischen 30 und 40 geben sich heute mädchenhaft. Ist ja auch super: Wir sehen gut aus, sind jugendlich und sexy. Aber: Männer, die genau darauf abfahren, suchen meistens keine Frau als Mutter ihrer Kinder. „Dadurch, dass Frauen selbst nicht in der erwachsenen Rolle agieren, lösen sie auch bei Männern keine Wünsche nach fester Bindung aus“, erklärt die Psychologin Patzer. Typen, die auf mädchenhafte Frauen stehen, nehmen oft blitzschnell Reißaus, wenn die Sprache auf Kinder kommt und es ernst wird.

Gibt es den richtigen Zeitpunkt, das Thema anzuschneiden?

Ja, am besten schon möglichst bald, wenn sich die Beziehung festigt – denn dann weiß jeder der Partner, woran er ist. Besser allerdings nicht gleich damit rausrücken, dass man immer schon vier Kinder wollte, denn Männer denken da anders. „Die allermeisten Männer planen von Kind zu Kind“, erklärt Familienberater Hutter. Wenn sie erst mal ein Kind haben, fällt es ihnen oft auch leichter, Ja zu weiteren Kindern zu sagen.

Klingt alles nach einer Menge Taktik. Warum können wir nicht ohne viel Lamento eine Familie werden?

Das geht schon, einige Paare schaffen das ja. Dabei kommt es übrigens nicht nur auf den Mann an, sondern auch auf Sie selbst, darauf, wie Sie mit ihm umgehen. „Nehmen Sie die Männer ernst“, empfiehlt Psychotherapeutin Andrea Patzer. Denn Frauen hecken die Kinderfrage immer noch viel zu sehr unter sich im Frauenzirkel aus. Nach dem Motto: Was weiß er schon über Kinder? Das funktioniert aber einfach nicht mehr. Denn ein Kind ist heute kein Selbstgänger mehr, sondern eine weitgehend bewusste Entscheidung. Fast wie ein gemeinsamer Hauskauf. Und versuchen Sie das mal hinterm seinem Rücken.

Kinderwunsch: Was tun, wenn die Partnerin ihn nicht erwidert?

Hinweis: Dieses Stück erschien erstmals im Juni auf NEON.de. Die meistgelesenen Stücke spielen zum Jahresrückblick in loser Folge noch einmal.

Es ist alles da. Jetzt. Wirklich, es würde uns an nichts mangeln. Früher, als wir noch zur Schule gingen, war es ja dieser Mangel, den wir so sehr fürchteten. Wer nicht verhütet, der lebt schlecht, isst schlecht und ist gescheitert. Wohnt in den Randbezirken großer Städte mit einem Kind in grauen Windeln aus Stoff.

„Doreen aus der 9b ist schwanger“, riefen die Freunde damals auf dem Schulhof. Und ich, ängstlicher Blick, dachte: arme Doreen.

Sie, die schwanger wurden, hatten merkwürdige Frisuren und trugen befremdliche Namen, hatten Kinder, die noch seltsamere Namen trugen. Viel zu früh.

Im Studium, nein, keine Kinder, das passt jetzt nicht. Die Abschlüsse, die Frauen, die Möglichkeiten. Die Länder, die mit Rucksack und Kondom bereist wurden. Die Lieben, die heute, im Blick auf das gelebte Leben, keine Lieben waren, sondern Jahreszeiten.

Die Studenten mit Kindern trugen ihre Unfähigkeit zu verhüten in Tücher gewickelt auf der Brust. Stillten in den Vorlesungen und waren Sonderlinge mit Augenringen.

Nach dem Studium: erst mal arbeiten. Arbeiten. Arbeiten. Sparen. Weniger Reisen, weniger Jahreszeiten. Die Träume verschwanden im Nebel, und das Leben musste sortiert werden. Keine Spätzle mehr, dafür Geschäftsessen und nur noch das gute Fleisch von der Theke. „150 Gramm Lammzunge, bitte.“

Augenringe haben wir jetzt auch, aber nur, weil wir nicht schlafen können. Weil wir an morgen denken. Daran, dass wir im Job vorankommen. Kinder, nein, das passt jetzt überhaupt nicht. Kinder kotzen auf Kleidung, Kinder sind krank und stecken an. Die anderen, die Kinder kriegen, die haben nichts. Sie kommen nicht weiter, sie haben keine Karriere, sondern nur: Kinder.

Der erste Kinderwunsch mit 29 Jahren

Ich war 29 Jahre alt, als ich zum ersten Mal ein Kind wollte. Und ich fühlte mich spät damit. Ich bin jetzt 36 Jahre alt und wünsche mir nichts mehr als ein Kind. Aber meine Freundin, Anja, sie will keins. Ich habe keine Argumente, sie davon zu überzeugen, kein Druckmittel. Ich kann sie sogar verstehen. Nur hilft es mir nicht weiter.

In meinem Freundeskreis, sogar dem erweiterten, bin ich ein Sonderling. „Ich will so unbedingt ein Kind“, sage ich. Und bekomme mitleidige Blicke von fremden Frauen. „Das ist aber süß“, sagen sie dann und streicheln mir mit ihren Blicken über den Kopf. Die Männer, die schon Väter sind, schütteln erschöpft ihre Köpfe: „Warte noch, du kannst doch immer ein Kind haben. Leb noch ein bisschen.“ Aber ich will nicht warten. Ich will ein Kind. Jetzt.

Jetzt ist doch alles da. Wir beide arbeiten, oft auch zusammen, als Journalisten. Wir verdienen Geld, kaufen Schnittblumen, wir haben Tagesdecken und fürchten uns nicht vor dem Morgen, wohnen in einer großen Wohnung, die wir doch eigentlich angeschafft haben, um Kinder darin großzuziehen. Gemeinsam haben wir alle Kontinente gesehen, haben echte Abenteuer erlebt, wir haben keine Zeit verschwendet, sondern in den letzten sechs Jahren gelebt. Wir haben uns ausdauernd kennengelernt. Wir haben viele Gemeinsamkeiten und wenige Konflikte. Wir beide mögen Käfer und lesen viele Bücher. Sie kann Pflanzen bestimmen und kennt sich mit der Benennung von Gesteinen aus. Alles, was sie sagt, interessiert mich. Ich habe mich noch nie mit ihr gelangweilt.

„Du kannst dich doch nicht mal um dich selbst kümmern“, sagt meine Freundin und schaut mich liebevoll an dabei. Sie zeigt auf unseren Kühlschrank, in dem seit anderthalb Jahren eine Lache aus verschüttetem Öl Bläschen wirft. Sie zeigt auf die Steuerunterlagen, auf die Quittungen und auf meine Zähne, die gereinigt werden müssten. Erinnert mich an den Flusskrebs, den ich als Haustier hielt und vergessen habe. So lange, bis mir auffiel, dass sein Haus, das Aquarium, kein Wasser mehr hatte. Unter dem Ball aus Algen lag der skelettierte Krebs. Sie erinnert mich an die Gottesanbeterin, Gotti, die ich so mochte. Ich habe vergessen, sie zu füttern, also verhungerte Gotti. „Passiert das auch unserem Kind, vergisst du es?“, fragt Anja mich, und ich schüttle entrüstet den Kopf. „Nein, niemals“, sage ich. Ich lasse doch kein Kind verhungern. Oder?

Gibt es einen richtigen Zeitpunkt fürs Kinderkriegen?

Wann ist ein Mann zuverlässig genug, um ein Vater zu sein? Die Kinder, die gezeugt wurden in meinem Umfeld, entstanden meist zufällig, aus Nachlässigkeit. Weil die Männer dachten, Coitus interruptus reiche als Verhütung. Dumm? Ja, bestimmt. Aber dann wurden sie eben trotzdem gute Väter. Was also bezeugt die Bereitschaft, zuverlässig zu sein? Es scheint eine unüberwindbare Hürde.

Anja: Vielleicht war es früher die Scham, die Mütter nicht laut klagen ließ. Vielleicht aber waren wir auch einfach zu jung, um ihre Wut und Enttäuschung während des Kaffeeklatsches herauszuhören. Heute jedenfalls hören wir die Wut. Die ganze Zeit. Bei kaum einem Treffen mit den wenigen Müttern gleichen Alters, in kaum einem Facebook-Post oder Artikel geht es nicht darum, wie anstrengend das eigentlich ist, Mutter sein, wie unrealistisch die Idee, man wäre andauernd damit zufrieden, glücklich sogar, würde seinen Job nicht vermissen oder sein unbeschwertes Leben. Die Mütter von heute, sie sagen, es sei eine Erleichterung, dass sie nicht mehr so tun müssen, als sei ihre Familienwelt rosarot. Doch mir fehlt gerade jetzt die rosarote Brille. Ich fürchte, ich kann nicht mehr daran glauben, dass Muttersein schön ist, ohne für naiv gehalten zu werden, auch von mir selbst.

Meine Eltern bekamen mich, als meine Mutter gerade 21 wurde, mein Vater war nur fünf Jahre älter. „Einfach ein Kind machen. Nicht so viel darüber nachdenken“, sage ich zu Anja. Es ist das einzige Argument, das ich habe. Ich verweise auf meine Eltern, ihre Eltern. Die haben es doch auch geschafft. „Aber das war eine andere Zeit“, sagt Anja dann immer.

Mit dem Kind erwachsen werden

Was spricht dagegen, mit einem Kind erwachsen zu werden? Ist es egoistisch zu sagen, dass ich glaube, ein besserer Mensch zu werden, wenn ich ein Kind habe, um das ich mich kümmern muss? Ich werde schon lernen, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen, wenn ich Vater werde. Ich werde das Öl aus dem Kühlschrank entfernen, weil es wichtig für die Milch ist, die gekühlt werden muss. Ich werde Arzttermine vereinbaren und Kindergärten heraussuchen.

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Was, wenn sie am Ende alles alleine machen muss, fragt sich Anja Buwert, 32. Vatersein sei doch wie Fahrschule: Der Fahrlehrer passt auf und bremst zur Not wie eine Mutter.

©Patrick Desbrosses

Ist das Kind schlau oder doof? Wird es gehänselt, oder ist es beliebt? Ich will das Kind kennenlernen und mich darum kümmern, weil ich es lieben werde.

Wir sind eine Generation, die keine Verantwortung mehr übernehmen muss. Gut ausgebildet, beweglich und ohne Sorgen. Nicht die Umstände gestalten unser Leben, sondern wir gestalten unser Umfeld. Ich bin davon überzeugt, dass Kinderkriegen der letzte Umstand ist, an den wir uns anpassen müssen. Meine Eltern, sie fürchteten Pershing-Raketen, wir fürchten Kinder.

Mir ist schon klar: „Regretting Motherhood“ ist zu Recht ein großes Thema. Heute folgen in Gesprächen mit Müttern, egal ob online oder persönlich, dem obligatorischen Halbsatz über das Glück der Familie viele weitere, die mit einem „Aber“ beginnen. Es sind diese ernüchternden Erzählungen über die Verantwortung, vor allem wenn die Frau sie allein trägt, die mich abschrecken. Was ist, wenn mir das auch widerfährt? Wenn Thilo das Kind nicht genug liebt? Und selbst wenn alles gut geht und wir gemeinsam Eltern sind: Was passiert, wenn mir zum ersten Mal bewusst wird, dass ich niemals wieder allein sein werde? Wie stark wird sich meine Persönlichkeit verändern? Natürlich, die Klagen der Mütter sind ein wichtiger Befreiungsschlag für uns Frauen, sie können der Anfang gesellschaftlicher Veränderung sein. Aber sie machen mir auch Angst. Und diese Angst wird umso größer, je öfter mein Blick auf den Ölfleck im Kühlschrank fällt, den Thilo seit Monaten so geflissentlich übersieht. Was ist, wenn ich am Ende doch alleine bin mit allem?

Linsenfrosch und Feuchtnäsling

Ich habe ein Wörterbuch, ein kleines, mit Tieren, die ich mir ausgedacht habe. Ich möchte meinem Kind, das vielleicht Ernst oder Linde heißt, vielleicht auch Remo oder Gerda, falsche Tiere beibringen. Wie mein Vater. Er brachte mir mit Absicht falsches Wissen bei, damit ich mich in der Schule blamiere. Es hat funktioniert. Und so habe ich viel Unnützes gelernt.

Die Kröte, sie heißt Linsenfrosch, weil der Rücken aussieht wie Linsensuppe, der Hund, ihn nenne ich Feuchtnäsling. Ich will spielen. Mit einem Kind. Mit meinem Kind. Meine Freundin sagt, sie fände das auch schön. Aber es reicht ihr nicht.

Kinder bringen uns nicht nur Vernunft bei, sondern sie erinnern uns auch daran, was wir nicht mehr sind. Auch deswegen möchte ich eins. In meiner Vorstellung ist Kinderkriegen gleichzeitig das Zurückerobern der eigenen Kindlichkeit. Das Wiederentdecken. Vielleicht werden wir wunderlich, wenn wir älter sind, ohne Nachwuchs. Weil uns niemand mehr daran erinnert, was es bedeutet, Spaß zu fühlen.

Facebook-Freunde, die Kinder haben, posten die Weisheiten ihrer Nachkömmlinge, posten das, was die kleinen Augen sehen, weil sie selbst blind geworden sind. Für die Einfachheiten des Lebens, Eiskugeln und Marienkäfer. Und ich stelle fest: Nicht nur die Jugendlichen, die damals in der Schule Mutter und Vater wurden, gaben ihren Kindern seltsame Namen, auch die Erwachsenen machen das.

Und dann ist da noch meine Arbeit als Dokumentarfilmerin. Der Job ist stressig, zeitaufwendig und manchmal gefährlich. Ich würde ihn mit Kind nicht mehr so wie bisher ausüben können. Weil es Menschen gibt, die Müttern das nicht zutrauen. Vielleicht aber auch, weil ich es mir dann selbst nicht mehr zutraue. Weil Sicherheit und Stabilität wichtiger werden, wenn ein Baby da ist. Weil ich dann gar nicht mehr wegwollen würde. Natürlich, Kinder geben einem etwas, wenn der Beruf es nicht mehr tut. Aber gleichen sie auch die Ungerechtigkeit aus, dass sich in der Regel noch immer die Mütter Lücken im Lebenslauf schaffen? Ja, auch ich könnte nach drei Monaten ins Arbeitsleben zurückkehren. Die DDR, das Land, aus dem Thilo und ich stammen, hat es vorgemacht. Mütter, die das geschafft haben oder auch heute noch schaffen müssen, beeindrucken mich. Aber was ist, wenn ich das nicht kann? Werde ich deshalb irgendwann sauer sein auf Thilo?

Ich will auf den Knien sitzen, im Spielzimmer, und aus Lego Raumschiffe basteln. Will auf dem Rücken liegen, in Brandenburg, und die Sterne erklären, das Universum. Will gemeinsam mit meiner Freundin und einem kleinen Wesen, das aus Liebe, Küssen und gespartem Geld entstanden ist, zeigen, woraus die Welt gemacht ist. Aus Pflanzen und Erde, will auf alles deuten, was es zu entdecken gibt. Ich will das gemeinsam mit meiner Freundin tun. Weil wir zu dritt noch mehr erleben können. Ich habe Angst, dass ich dafür zu alt werden könnte. Wenn das Kind 15 wird, bin ich 51. Wenn es 25 ist, bin ich 61. Wenn es 30 ist, bin ich vielleicht schon tot.

„Haben wir denn schon genug von uns beiden?“

Ich bin 36. Mein Vater ist 62. Er hat viel von mir, ich habe viel von ihm. Wie lange kann ich Neues entdecken, ohne altersstarr zu werden?

Natürlich mache ich mir Gedanken über das Alter. Ich hoffe, dass es kein Fehler ist, mir noch Zeit zu nehmen. Zeit, erwachsen zu werden und vor allem Zeit, allein zu sein. Ich habe keine Angst, im Kopf zu alt zu sein, wenn wir irgendwann ein Kind bekommen. Die größere Angst ist, für das Kind erwachsener sein zu müssen, als ich je sein wollte. Die Verantwortung zu tragen und abzufedern, dass der Partner das nicht tut. Weil er weniger Ängste hat oder sie besser ausblenden kann. Weil er mehr Annehmlichkeiten mit dem Kind sucht, als zu erziehen. Vielleicht müsste ich mich gegen überholte Weisheiten wehren: Kinder bräuchten im ersten Jahr sowieso viel mehr die Mutter als den Vater, so was. In öffentlichen Diskussionen, aber auch in Gesprächen mit Bekannten höre ich solche Sätze. Von einem Team, das füreinander einsteht, ist dagegen selten die Rede. Vaterschaft erinnert mich in der Theorie an die Zeit der Fahrschule. Im Zweifel wird der Lehrer der Wachsame, Vorausschauende und Strenge sein, der für einen bremst und Schlimmeres verhindert. Aber wer mag schon strenge Lehrer? Wird so womöglich auch die Liebe zwischen Thilo und mir ausgebremst? Es sind auch diese möglichen Verschiebungen und neuen Rollen innerhalb unserer Beziehung, die mich zum Grübeln bringen.

Und dann ist da noch die Liebe. „Ich habe noch nicht genug mit dir gespielt“, sagt Anja, wenn sie gegen das Kind argumentiert. „Ich will noch mehr Zeit mit dir“, sagt sie. „Haben wir denn schon genug von uns beiden?“, will sie wissen, wenn wir über Kinder sprechen. Wir machen das oft und ausdauernd. Sitzen auf langen Autobahnfahrten nebeneinander und stellen uns vor, wie das wäre, wenn wir Eltern wären.

„Denkst du, es hört auf, dass wir miteinander Freude haben?“, frage ich sie. Dann schweigen wir mindestens zwei Autobahnausfahrten lang. „Vielleicht“, sagt sie irgendwann.

Männer flüchten sich in Hobbys, Frauen tragen die Last

Ich beobachte die Partnerschaften, in denen Kinder plötzlich Teil des Alltags sind. Und ich lerne aus ihnen. Die Männer, sie flüchten sich in Hobbys, die Frauen stöhnen schwer unter der Last der Erziehung. Die Beziehung tritt in den Hintergrund. Aber ich will das nicht. Ich will versuchen, dass alles anders wird. Möglicherweise ist das ein Vorteil der späten Elternschaft. Ich lerne aus den Fehlern anderer, aus den ganzen auf dem Weg zerbrochenen Beziehungen, die ich begleitet habe.

Meine Freundin weiß, wie sehr es mich beschäftigt. Meine Freunde, die bis vor Kurzem ständig die unangenehme Frage gestellt haben, wann wir denn endlich unser Kind bekämen, fragen mittlerweile schon nicht mehr.

Müssen sie aber auch nicht. Ich weiß, dass ich Vater werden will. Aber ich kann warten, ich werde geduldig sein. Das habe ich gelernt.

Und dann denke ich: Ja, ich werde es beruflich schwerer haben. Ich werde eine andere Person werden, aber meine Freundin auch. Wir werden schlaflose Nächte haben und streiten, wegen Babygeschrei, Zukunftssorgen und Öllachen im Kühlschrank. Aber zum Glück gehört zum Menschsein auch immer die Arroganz zu glauben, dass man selbst die Ausnahme ist. Dass wir es besser machen werden. Und wie es am Ende wirklich wird? Wir werden es herausfinden.

Was tun, wenn sie ein Kind will und er nicht – oder umgekehrt?

Wenn die Bedürfnisse unterschiedlich sind, sind Verhandlungsgeschick und Kompromissbereitschaft gefragt. Drängeln, Überreden und Manipulieren bringen da nichts.

Die Bedürfnisse sind oft nicht die gleichen

Manche Paare sind sich schnell einig, wann sie sich zur Elternschaft bereit fühlen. In anderen Beziehungen sind die Bedürfnisse verschieden.

Was würdest du diesen Paaren raten?

Überleg mal, was du in den folgenden Beispielen raten würdest:

  • Der Mann möchte später ein Kind, die Frau sofort. Die Statistik zeigt, dass Frauen sich wahrscheinlich früher ein Kind wünschen als Männer.
  • Die Frau möchte gar keine Kinder, der Mann möchte nicht auf sie verzichten.
  • Der Mann hat schon Kinder und möchte keine weiteren. Die Frau hat noch keine Kinder und möchte später gern welche.

Im Gespräch über das Kind übt ihr Elternsein

Die Bedürfnisse sind unterschiedlich? Dann sind Verhandlungsgeschick und Kompromissbereitschaft gefragt. Die Planung eines Kindes ist eine gute Gelegenheit, sich auf die Rolle als Mutter und Vater vorzubereiten: Auch als Eltern werdet ihr immer wieder unterschiedliche Ansichten, Haltungen und Werte haben. Und doch müsst ihr euch über die Erziehung einigen können. Es ist also wichtig, dass ihr das Gespräch über den Kinderwunsch mit Respekt und Achtung führt. So steigen die Chancen für den Mut, sich auf das Abenteuer Kind einzulassen. Tipps für schwierige Gespräche findet ihr in diesem Text.

Drängeln, Überreden und Manipulieren bringen nichts

Versuch nicht, deinen Partner oder deine Partnerin umzustimmen und hoffe nicht auf seine oder ihre Begeisterung. Und fang nicht jeden Tag die gleiche Diskussion an – vor allem nicht, wenn du schon mehrmals deinen Kinderwunsch geäussert hast und euer Gespräch bisher kein Ergebnis hatte. Sonst wirst du traurig und fühlst dich hilflos – und er/sie nervt sich. Er/sie wird abwehrend reagieren, und du wirst drängeln und ihm/ihr vielleicht Vorwürfe machen. Das macht keine Lust auf Sex und bringt dich (d)einer Schwangerschaft nicht näher. Möglicherweise willigt der Partner/die Partnerin jetzt auch ein, des lieben Friedens willen. Aber wenn das Kind dann da ist, leiden die Beziehung und das Kind darunter, dass der/die andere im Grunde nicht dafür war und dir das im Nachhinein verübelt.

Keine „Unfälle“ produzieren!

Wenn du merkst, dass du in der Kinderfrage keine Kompromisse verträgst, sprich offen mit deinem Partner/deiner Partnerin. Wenn du als Frau darüber nachdenkst, heimlich einen „Unfall“ zu produzieren: Tu das nicht! Du wirst wahrscheinlich ein schlechtes Gewissen bekommen. Dein Partner hat bei zukünftigen Konflikten die Chance, dir zu sagen, er hätte niemals Kinder gewollt. Du riskierst also Beziehungsprobleme – und deinem zukünftigen Kind tut das auch nicht gut. Ausserdem zeigst du keinen Respekt vor der Entscheidungsfreiheit deines Partners.

Dem Partner/der Partnerin Lust machen

Was meinst du, wann kriegt dein Partner/deine Partnerin eher Lust auf ein Kind mit dir: wenn du nörgelst, drängelst, Vorwürfe machst, ihn/sie unter Druck setzt – oder wenn du ihm/ihr Lust machst auf eine langfristige Beziehung mit dir? Verführen heisst, jemandem Lust zu machen. Wie verführst du deinen Partner/deine Partnerin? Lies dazu bitte diese Tipps für Frauen/diese Tipps für Männer. Und natürlich hilft es auch, wenn du deine eigenen sexuellen Fähigkeiten pflegst, damit das Kind mit Lust entsteht.

Bedenkzeit geben

Wenn dein Partner/deine Partnerin NEIN sagt, bestimmt er/sie über den Kinderwunsch. Das ist völlig in Ordnung, so lange er/sie unentschieden ist. Du solltest dir in dem Fall überlegen, wie lange du ihm/ihr Bedenkzeit gibst – und ihm/ihr das auch sagen.

Abwägen: Partner/-in oder Kind?

Wenn du unbedingt ein Kind möchtest – und dein Partner/deine Partnerin definitiv nicht –, stell dir die Frage, ob du in dieser Beziehung bleibst oder dich von deinem Partner/deiner Partnerin trennst. Überleg dir gut, ob du ein Kind mit einem Mann/einer Frau willst, der/die keine Lust hat, Vater/Mutter zu werden. Du kannst ihn/sie durchaus vor die Wahl stellen, mit dir ein Kind zu planen oder sich damit abzufinden, dass du dir jemand anderen suchst, der auch ein Kind will. Damit gibst du auch ihm eine Entscheidungsmöglichkeit. Sag das aber bitte nur dann, wenn du wirklich bereit bist, den Schritt aus der Beziehung hinaus zu machen – und nicht einfach um ihn/sie zu manipulieren.

An diesen 4 Zeichen erkennst du, ob dein Partner Kinder will oder nicht

An welchem Punkt in eurer Beziehung seid ihr gerade: frisch verliebt, gerade zusammengezogen, verlobt oder sogar schon verheiratet? Egal, wie weit ihr schon seid. Irgendwann wird sie unweigerlich kommen. Die eine Frage: Kinder oder keine Kinder?

Ihr habt noch nicht über das Thema gesprochen? Wir verraten dir vier Zeichen, an denen du erkennst, dass dein Partner Kinder möchte oder nicht. Und im Zweifel: Am besten immer das Gespräch suchen – immerhin sollte man in einer gut-funktionierenden Partnerschaft über alles sprechen können.

Daran erkennst du, ob dein Partner Kinder möchte

1) Er zeigt dir überall süße Kinder

Auf einmal sind sie überall: Kinder. Egal ob beim Abendessen im Restaurant, beim Shopping-Bummel in der Stadt oder beim Ausflug an den See: Überall zeigt dir dein Partner plötzlich kleine Kinder, die er unheimlich süß findet. Wenn das nicht mal für akutes Baby-Fieber spricht.

Zumindest laut unseren Kollegen von Elite Daily. Die haben mit der Beziehungsexpertin Susan Winter gesprochen, die das plötzliche Bemerken von Kindern so interpretiert: „Der Partner versucht damit in Ihrer Reaktion zu lesen, wie Sie zu diesen kleinen Kreaturen stehen.“ So weiß er, auf welcher Basis zukünftige Gespräche zum Thema Kinder geführt werden können.

2) Er spricht öfter über eure Zukunftspläne als sonst

Zugegeben, fremde Babys zu kommentieren, ist nicht gerade die feinfühligste Art und Weise, den eigenen Kinderwunsch zu thematisieren. Das ist schon eher die Methode Wink mit dem Zaunpfahl. Ein viel subtileres Zeichen dafür, dass dein Partner Kinder möchte, ist, wenn er anfängt, über eure gemeinsame Zukunft zu sprechen. Er denkt weit voraus und macht Pläne – für euch beide gemeinsam. Auch so will er herausfinden, ob ihr beide in die gleiche Richtung gehen wollt – und ob auch bei dir das Thema Familienplanung in der Zukunft einen Platz hat.

3) Er erwähnt beiläufig, was für eine tolle Mutter du wärst

Gaaanz beiläufig lässt dein Partner immer wieder fallen, was für eine gute Mutter du doch wärst. Ist das der Versuch, eines nett gemeinten Kompliments? Vielleicht – aber nicht nur. Denn laut Susan Winter geht es vielmehr darum, zu sehen, wie du auf die Vorstellung von dir als Mutter reagierst. Fühlst du dich geschmeichelt? Check! Der Kinderplanung steht nichts im Wege.

4) Er stellt fest, wie viele eurer Freunde bereits Kinder haben

Sind die Kinder oder die Schwangerschaft von Freunden von euch in letzter Zeit viel öfter das abendliche Gesprächsthema? Vielleicht versucht dein Partner das Thema Kinder von einem anderen Blickwinkel aus anzusprechen. Immerhin wird das Thema durch gleichaltrige und euch nahestehende Personen viel greifbarer. Love-Coach Susan Winter sagt dazu: „Der Partner wird positiv über diese Schwangerschaften sprechen. Das soll der Katalysator sein, um eine ernsthafte Diskussion über eigene Kinder in Gang zu bringen.“

Trifft einer dieser Punkte auf deinen Liebsten zu? Dann solltest du das Thema vielleicht mal offen ansprechen.

Hast du als Kind auch gern Familie gespielt? Vater, Mutter, Kind? Viele Kinder lieben dieses Spiel und es dient schon als Vorbereitung auf das spätere Leben. Selbst viele Kinder, die bei nur einem Elternteil aufwachsen, wünschen sich diese Konstellation.

Ich vermute, dass es ein menschliches Grundbedürfnis ist, eine Familie zu gründen. Einen „Tribe“ zu haben, eine Gemeinschaft, in der man sich sicher und wohlfühlt, andere Menschen um sich hat und zusammenhält wenn es hart auf hart kommt. Hat er schon ein Kind von einer anderen Frau? Dann hilft dir dieser Blog.

Wie kommt es aber, dass dann heute so viele Menschen keine Familie gründen?

Warum sagen so viele Männer, dass sie keine Kinder wollen und wollen lieber ungebunden und als Singles leben?

Woher kannst du wissen, ob der Mann, den du gerade triffst, der Richtige ist um deinen Familienwunsch zu verwirklichen?

Heute schreibe ich darüber, weil mich eine Leserin gefragt hat. Der genaue Wortlaut war: „Wie findet man raus ob Mann eine Familie gründen will und es sich grundsätzlich mit dir vorstellen kann (man will ja auch nicht sinnlos Zeit vergeuden wenn man selbst Familie will und er nicht) ohne es direkt anzusprechen oder ihn unter Druck zu setzen? Schließlich will man das er das Thema als erstes aufbringt…“

Also zuerst einmal, für alle, die die Webinare Pandoras Geheimnis noch nicht gesehen haben und nicht über die Entwicklungsstufen des Mannes Bescheid wissen:

Nicht jeder Mann hat einen Wunsch nach Familie UND kaum einer hat ihn vor seinem 30. Lebensjahr.

Männer wollen zuerst einmal die Welt erkunden, Abenteuer erleben, ihre Karriere vorantreiben, Spaß haben und alles andere, als für kleine Lebewesen und eine Familie die Verantwortung übernehmen. Das heißt nicht, dass sie es nicht können, wenn sie müssen. Ein Mann kann auch mit 18 schon ein liebevoller, verantwortungsvoller Vater sein, aber wenn er es sich aussuchen kann, dann wartet er lieber ab.

Ab 30 wird es dann schon interessanter und Männer ab 40 haben meistens kein Problem damit, wenn die Frau einen Kinderwunsch äußert.

„Kein Problem damit?“ Was ist denn das für eine Formulierung?

Nun, das ist die knallharte Wahrheit. Männer träumen für gewöhnlich nicht ausschließlich davon eine Familie zu gründen und Kinder zu haben. Kleine weinende Babies, volle Windeln, die Kleinen zum Kiga zu bringen, am Wochenende zu basteln anstatt eine Motorradtour zu unternehmen… Naja. Eher nicht der Traum aller Männer.

Klar wollen viele Männer Kinder haben und Familie gründen, aber es ist nicht die TOP 1 Priorität in ihrem Leben. Wenn du jemanden willst, der sich so sehnlichst Kinder wünscht wie du, dann such dir eine Frau. Der Mann wird die Familienplanung eher dir überlassen, er ist genetisch auch gar nicht darauf programmiert.

Klischee? Ja und Nein. Es ist die Natur. Die Natur hat eben Männchen und Weibchen geschaffen und diese sind unterschiedlich. Das ist jetzt nicht gegen die Gleichberechtigung – klar sind wir gleich viel wert und gleich berechtigt – nur trotzdem sind wir verschieden. Das ist nicht meine persönliche Meinung, sondern eine erforschte Tatsache. (Spiegel.de – Hirnforschung. Nur eine Studie von vielen.)

Also: Zurück zum Wesentlichen. Du willst eine Familie und Kinder haben und suchst den richtigen Partner dazu. Was ist zu beachten:

1. Männer ticken einfach anders.

Sie wollen auch Kinder haben, aber nicht unbedingt exakt planen und festlegen wann es so weit ist. Es ist also nicht notwendig mit deinem Mann darüber zu diskuttieren oder zu streiten. Wenn ihr schon eine Weile zusammen seid und einander vertraut, dann kann man damit beginnen.

2. Männer freuen sich meistens erst über die Kinder, wenn sie da sind.

Ich weiß wovon ich spreche, denn ich habe 2 Kinder, mit 2 unterschiedlichen Männern. Der eines ist Österreicher und ein Philosoph, der andere ist ein neuseeländischer Unternehmer. Total unterschiedliche Männer und trotzdem: Richtig realisiert haben sie es erst, als sie das neugeborene Baby im Arm hielten. Alles davor war für sie surreal. Eine dicke Frau, deren Emotionen Achterbahn fahren, all die Vorbereitungen und Pläne – für einen Mann nicht immer nachvollziehbar. Also nicht verzagen, wenn seine Motivation sich in Grenzen hält: Wenn er das Baby im Arm hält, dann wird er glücklich sein. Bis dorthin gib ihm Zeit. Er wird zweifeln, Angst haben, versuchen auszubrechen oder sich zurückziehen. Bsp.: Noch schnell einen Ibizaurlaub mit den Kumpels machen, bevor das Baby da ist. Lass ihn einfach. Er braucht seine Freiheit und Abenteuer.

3. Nicht jeder Mann ist geeignet als Vater

Überlege dir gut, mit wem du ein Baby haben willst. Wenn dein Mann jetzt schon NULL Verantwortungsbewusstsein zeigt, unzuverlässig ist, seine 7 Sachen nicht auf die Reihe bekommt, dann ist er entweder zu jung oder einfach nicht geeignet.

4. Finde heraus, ob er generell die gleichen Ziele hat wie du

Meine Klientin hat gefragt, wie sie es herausfinden soll. Ganz einfach: Sprich darüber. Frag ihn. Du musst ja nicht mit der Tür ins Haus fallen und ihm sagen, dass du 5 Kinder mit ihm willst, aber du kannst mal ganz allgemein fragen.
Wenn du dir sicher bist, dass du eine Familie gründen willst, dann sprich das auch aus. Es gibt keinen Grund die Wahrheit zu verschleiern, nur um ihm zu gefallen.
Einziger Hinweis: Der Ton macht die Musik.
Es ist ein Unterschied ob man sagt: „Ich will unbedingt im nächsten Jahr schwanger werden“ oder „Ich kann mir gut vorstellen irgendwann einmal Kinder zu haben. Du auch?“

5. Nimm den Druck raus

Von wegen biologische Uhr. Blablabla. Lass dich nicht stressen. Ich hab mein 2. Kind mit 34 bekommen. Eine Freundin hat ihr erstes mit 41 bekommen. Eine Klientin sogar mit 46. Also relax. Bis zum Wechsel kannst du noch schwanger werden.
Du kannst auch Kinder adoptieren, wie Brangelina, damit rettest du einem kleinen süßen Kind vielleicht das Leben und gibst ihm eine Chance auf eine Zukunft.

6. Jetzt zur Antwort auf die Frage

Wie finde ich heraus ob er Kinder will?

Ganz ehrlich? Finde zuerst einmal heraus, ob du mit ihm Kinder willst. Das ist doch viel wichtiger. Lerne ihn kennen. Schau ihn dir an. Fühle dich ein – wie wird das Leben mit ihm sein? Kannst du dich verlassen? Wird er für dich da sein, wenn du müde und dick nach der Geburt Heulkrämpfe bekommst? Kann und will er für euch sorgen? Willst du für ihn da sein und den Lebensweg mit ihm gehen?
Das ist viel wichtiger herauszufinden. Der Rest kommt von selbst.

Wenn du dann weißt, dass er der Richtige ist und er auch das Gefühl hat, dass er mit dir das Leben verbringen will, dann werdet ihr sowieso Kinder bekommen.

Er will nicht heiraten
9 Anzeichen, dass er Sie nicht heiraten wird

Den Traum in Weiß hatten Sie doch auch schon, oder? Selbst wenn Sie nicht zu den Frauen gehören, die beim Thema „Hochzeit“ gleich feuchte Augen bekommen, selbst wenn Sie den ganzen Firlefanz wie Kutsche, Schleppe und Tauben für völlig überbewertet halten – sobald eine Beziehung etwas ernster wird, fragen auch Sie sich früher oder später: Ist er der Typ zum Heiraten? Auch Männern sind diese Gedanken nicht fremd. Aber sie halten damit gern sehr hinterm Berg. Ob ein Mann zu diesem Schritt bereit ist, lässt sich oft schwer feststellen. Leider ist der Hochzeitsantrag traditionell Männersache. Sie können natürlich fragen, ob er Sie nicht mal fragen will – aber das verdirbt irgendwie die Romantik. Auch ein Antrag der Frau ist immer noch nicht gern gesehen (wieso eigentlich?). Wenn er also die Frage einfach nicht stellt, und Sie auch sonst unsicher sind, ob er überhaupt der Richtige zum Heiraten ist, sollten Sie unsere Checkliste studieren. Hier finden Sie 9 ziemlich sichere Anzeichen dafür, dass er (noch) nicht bereit ist, Sie zu ehelichen. Eines allein ist noch kein Drama – aber wenn gleich mehrere Signale zutreffen, sollten Sie die Beziehung noch einmal überdenken.

Ghosting: Das können Sie als Frau tun

1. Er kann (oder will) keine wichtigen Entscheidungen treffen

Männer, die sich schon im Alltag bei Kleinigkeiten nur schwer entscheiden können, sind auch kein allzu verlässliches Heiratsmaterial. Wenn er zum Beispiel beruflich öfter mal in der Luft hängt oder sich nicht dazu entschließen kann, wo er eigentlich am liebsten wohnen möchte und auch sonst nicht unbedingt ein Bündel an Entscheidungsfreude ist, dann kennt er sich offenbar selbst noch nicht richtig. Wie soll sich ein solcher Mann erst zu so etwas Stabilem wie einer Ehe entscheiden können? In dieser Situation hilft es nicht, ihn unter Druck zu setzen. Aber Sie müssen sich fragen, ob sich sein Verhalten noch ändern wird – und ob Sie noch so lange warten wollen.

ch_ch / .com Er baut gerne Luftschlösser, aber in all seinen Träumen haben Sie keinen Platz? Ein schlechtes Zeichen 2. Er will nicht heiraten, wenn er seine Zukunft ohne Sie plant

Männerträume sind gerne groß. In 10 Jahren will er Chef einer Riesenfirma sein, inklusive Luxusapartment und Segelboot. Oder er schwärmt davon nach Brasilien auszuwandern, eine Strandbar zu eröffnen und den lieben langen Tag zu surfen. Ganz egal welche Traumschlösser Ihr Liebster auch bauen mag – es fragt sich: Kommen Sie darin vor? Redet er von „wir“ oder bloß von sich? Und wenn er „wir“ sagt – interessiert ihn, was Sie darüber denken? Fragt er Sie, was Sie von Brasilien halten und ob Sie auch Lust auf Surfen haben? Selbst wenn seine Träumereien absolut unrealistisch sein mögen – sie sind häufig ein untrügliches Zeichen dafür, ob er Sie in seine Zukunft einplant oder er sich viel lieber als einsamer Wolf oder womöglich mit einer ganz anderen Partnerin an seiner Seite sieht.

3. Er fragt auch nicht nach Ihren Langzeitzielen

Ein Mann, der sein Leben mit Ihnen plant, interessiert sich für Ihre Träume und Vorstellungen. Schließlich will er wissen, ob er darin Platz hat, wo es Überschneidungen gibt, wo eventuell Kompromisse eingegangen werden müssen. Nicht falsch verstehen: Er muss nicht jedes einzelne Detail erfragen, aber wenn er kein Interesse an Ihrer Zukunft zeigt, sieht er sich höchstwahrscheinlich auch nicht dort. Auf einen Heiratsantrag werden Sie bei solch einem Mann mit Sicherheit lange warten.

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4. Er kann nicht mit Konflikten umgehen

Beziehungen sind harte Arbeit und ja, Streitereien passieren nun einmal. Aber wenn sie sich zanken, dreht er dann gleich komplett durch oder versucht erst ruhig zu erklären, was ihn stört? Geht es ihm um die Lösung des Problems, oder nur darum, seinen Ärger loszuwerden? Vertraut er sich Ihnen an, wenn er aufgebracht ist oder schließt er Sie aus? Bedenken Sie: Wenn schon kleinste Unstimmigkeiten reichen, um daraus einen Riesenstreit anzuzetteln, bedeutet das nichts Gutes für größere Konflikte, die weitaus schwerwiegendere Themen behandeln, wie sie in einer Ehe üblich sind. Und mit jemandem, der aus jeder Mücke so einen Elefanten macht, möchten vielleicht auch Sie nicht verheiratet sein.

ch_ch / .com Wenn er viel ohne Sie plant und sich in mehreren Punkten von Ihrem Leben abgrenzt, will er vielleicht kein gemeinsames.

5. Er meidet Ihre Familie

Nicht jedes Grünkohlessen Ihrer Tante sollte kriegsentscheidend sein, wenn es darum geht, ob er sich genügend einbringt. Aber wenn jeder Besuch bei Ihren Eltern oder Ihrer Familie zu Diskussionen oder Streitereien führt, wenn er diese Situationen aktiv umschifft und meidet, dann wird es schwierig. Keine Frage, wer sich für einen Partner entscheidet, muss nicht seine komplette Familie lieben. Aber an dem Spruch, dass man die Familie des Anderen wohl oder übel irgendwie „mitheiratet“, ist tatsächlich etwas Wahres dran. Letztlich ist eine Hochzeit nicht nur ein Familienfest – sie verbindet zwei Familien auf ganz besondere Weise. Sie macht viele Leute zu Schwagers und Schwiegers. Das muss wenigstens für Sie als Brautleute denkbar sein.

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6. Ein Mann will nicht heiraten, wenn er gemeinsames Wirtschaften scheut

Sie leben zusammen, teilen Tisch und Bett, fahren gemeinsam in den Urlaub, teilen quasi ihr ganzen Leben miteinander, aber wenn es ans Bezahlen geht, besteht er kategorisch auf 50:50? Dass eine Beziehung (auch in finanzieller Hinsicht) im Idealfall ausgeglichen sein sollte, ist sicherlich richtig. Was aber ist, wenn einer von Ihnen seinen Job verlieren sollte? Würde der Andere ohne mit der Wimper zu zucken sofort aushelfen und für seinen Partner einspringen – auch wenn er das Geld auf ungewisse Zeit nicht zurück bekäme? Diese Frage sollten Sie sich in einer Beziehung ernsthaft stellen. Ob Sie selbst dazu bereit wären und ob Sie glauben, dass der Partner ebenso handeln würde. Ein wichtiges Indiz, wenn Sie bereits gemeinsam wirtschaften: Spricht er größere Anschaffungen mit Ihnen ab oder kauft er das neue Motorrad einfach, ohne Sie vorher zu informieren? Die Rechtfertigung für solche Alleingänge im Nachhinein lautet nicht selten „Wieso? Ist doch auch mein Geld!“ Damit hat er zwar Recht, aber was ist, wenn dadurch nun der gemeinsame Urlaub nicht mehr finanzierbar ist? Fakt ist auch, dass eine gemeinsame Zukunft heißt, dass auch finanzielle Dinge gemeinschaftlich besprochen werden – da ist es auch ganz egal, wer vielleicht mehr verdient.

ch_ch / .com Er will keinen Kontakt zu Ihrer Familie und Ihren Freundinnen, hält Sie auch aus seinen Kreisen heraus? Gar nicht gut.

7. Er hält Ihre Freunde auf Abstand

Sie zu akzeptieren bedeutet auch Ihr Umfeld zu akzeptieren. Das soll nicht heißen, dass er Ihre beste Freundin genauso toll finden muss wie Sie oder dass er sich mit Kritik an Ihrem Freundeskreis grundsätzlich zurückhalten muss. Wenn die Sympathie allerdings komplett ausbleibt und er es gar nicht erst versucht Ihre Freunde besser kennenzulernen, dann sollten Sie sich ernsthaft fragen, ob er wirklich der Richtige für etwas Festes ist.

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8. Er steht vor seinen Freunden nicht zu Ihnen

Keine Frage: Keine Frau sollte von ihrem Partner verlangen, bei seinem Männerabend dabei sein zu können. Auch dass beide Partner jeweils ihren Freundeskreis haben und gewisse Konstellationen einfach nicht „passen“, ist sicherlich das Normalste der Welt. Haben Sie allerdings das Gefühl, dass Ihr Freund Sie ganz bewusst ausschließt, Ihnen permanent das Gefühl vermittelt, irgendwie nicht dazuzugehören, Sie im schlimmsten Fall vielleicht sogar verleugnet, tut das nicht nur weh, sondern ist ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass er der Falsche ist.

ch_ch / .com Nicht jede Kleinigkeit gehört auf die Goldwaage. Ein bisschen kalte Füße darf er schon haben.

9. Er kritisiert häufig Kleinigkeiten

Er mag es nicht, dass Sie öfter Make-up tragen? Er ist kein Fan davon, dass Sie sich manchmal frei nehmen, um mit Ihren Freunden mehr Zeit zu verbringen? Oder es stört ihn, dass Sie so häufig mit Ihrer Schwester telefonieren? Wenn er ununterbrochen sein Missfallen über kleine Dinge äußert, dann kann er mit den größeren erst recht nicht umgehen. Sie finden mit Sicherheit noch jemand Geeigneten, beziehungsweise jemanden, der einfach besser zu Ihnen und Ihren Träumen passt.

Wann ist es Zeit sich zu trennen?

Niemand sollte es irgendwem übel nehmen, wenn er oder sie beim Thema Heiraten ein wenig kalte Füße bekommt. Aber wenn Ihnen mehrere dieser Anzeichen bekannt vorkommen, könnte es sein, dass Sie die Beziehung noch einmal überdenken sollten. So oder so, es scheint Anlass für ein klärendes Gespräch zu geben. Dabei geht es zunächst gar nicht um das Thema Heiraten, sondern um die Frage, ob Sie sich ein Leben zu zweit vorstellen können.

Cornelia Holzbauer 30.08.2018

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