Kindersitz test 2019

Inhalte

Die 10 besten Kindersitze im Test & Vergleich 2019/2020

Die Top10 der Kindersitze

Nr. Bild Produktinfo Shop
1. Cybex Gold Kinder-Autositz Solution S-Fix, Gruppe 2/3 (15-36 kg), ab ca. 3 bis ca. 12 Jahre, urban black, für Autos mit und ohne Isofix Amazon
2. Britax Römer Dualfix, Autositz Gruppe 0+/1 (Geburt – 18 kg), Kollektion 2019, cosmos black Amazon
3. Britax Römer First Class Plus, Autositz Gruppe 0+/1 (Geburt -18 kg), Kollektion 2019, cosmos black Amazon
4. Cybex Silver Pallas 2-fix, Autositz Gruppe 1/2/3 (9-36 kg), mit Isofix, Kollektion 2018, Pure Black Amazon
5. Maxi-Cosi Priori SPS Plus Kindersitz – optimalen Seitenaufprallschutz und 4 Sitz- und Ruhepositionen, Gruppe 1 (9-18 kg), nutzbar ab 9 Monate bis 4 Jahre, slate black Amazon
6. CYBEX SILVER Solution X-fix Autositz Gruppe 2/3 (15-36 kg), Pure Black Amazon
7. Britax Römer 2000024691 Autositz EVOLVA 123, Gruppe 1/2/3, 9 – 36 kg, Kollektion 2017, Cosmos Black Amazon
8. Maxi-Cosi Axiss, drehbarer Kindersitz, Gruppe 1 Autositz (9-18 kg), nutzbar ab 9 Monate bis 4 Jahre, nomad black Amazon
9. Safety 1st Manga Autositzerhöhung – Kindersitz Gruppe 2/3 – ab 3,5 bis 12 Jahre, schwarz Amazon
10. Patron Sitzerhöhung Max, schwarz/grau Amazon

Bei einem Autounfall kann der richtige Kindersitz Leben retten und gehört deswegen zu den Essentials der Erstaustattung. Seit 1993 gilt in Deutschland, Österreich und in der Schweiz laut der Straßenverkehrsordnung nicht nur die Anschnallpflicht, sondern auch die Kindersitzpflicht. Alle kleinen Fahrgäste, die unter zwölf Jahren oder kleiner als 1,50 m sind, dürfen nur in einem ordnungsgemäßen und passendem Rückhaltesystem mitfahren.

Solltest du den Autositz mal nach einem ereignisreichen Spielenachmittag daheim vergessen haben, kann das nicht nur gefährlich für deinen kleinen Liebling sein, sondern es kommt zudem auch noch ein Bußgeld bis zu 70 € auf dich zu. Da ein cooler Look und ein ergonomisches Design allein nicht ausreichen, um deinem Knirps eine sichere und bequeme Autofahrt zu garantieren, solltest du die Auswahl, Nutzung und den Einbau des Kindersitzes nicht auf die leichte Schulter nehmen und dich vorab genau mit der Sicherheits- und Gebrauchsanweisung befassen.

Welche Kindersitzgruppen gibt es und welcher passt optimal zu dem Gewicht und der Größe deines Kleinen? Wie werden die unterschiedlichen Kindersitz-Varianten im Automobil sicher und schnell befestigt? Zu diesen und weiteren Fragen findest du bei babys10 die passenden Antworten, Vergleiche und Empfehlungen, um mit beruhigtem Gewissen sicher mit deinem Schatz im Straßenverkehr fahren zu können.

Welcher Kindersitz ist der richtige für mein Kind

Seitdem der Hersteller Storchenmühle 1963 mit dem weltweit ersten Autositz „Nicki“ auf den Markt ging, hat sich bis heute einiges getan. Wahrscheinlich bist du deshalb bei der großen Auswahl an Kindersitzen ein wenig verwirrt, aber keine Sorge: Auch wenn es immer mehr Modelle gibt, hilft babys10 dir, den richtigen Kindersitz auszuwählen und unter den verschiedenen Produkten von Cybex, Britax Römer, Kiddy, Casualplay, Besafe, Nanina, Recaro und Maxi-Cosi einen Durchblick zu bekommen.

Häufig werden gerne auch Begriffe wie Babyschale oder Reboarder synonym für Kindersitz verwendet. Was aber genau die Unterschiede zwischen Babyschale, Kindersitz und Reboarder sind, kannst du in dem Artikel zu Babyschalen genauer nachlesen.

Außerdem kannst du dich darüber informieren, welche Rückhaltesysteme bei babys10, ADAC und Stiftung Warentest am besten abgeschnitten haben und wo du die Testsieger kaufen kannst.

Was gibt es für Kindersitze & Kindersitzgruppen

Aufgrund der vielen Angebote kann der Kaufprozess für junge Eltern schnell in einer zeitintensiven Recherche und einem verwirrenden Informationsfluss enden. Um die verschiedenen Qualitätskriterien zu gewährleisten, werden die unterschiedlichen Babyschalen, Reboarder, Kindersitze und Kindersitzerhöhungen von den Herstellern in Klassen bzw. Altersgruppen eingeteilt. Erst dann kann, abhängig von Gewicht und Körpergröße, das ideale Gestell einen bequemen Halt und genügend Bewegungsfreiraum bieten. Schließlich sollte dein kleiner Sprössling genügend Platz haben, um sich mit seinem Lieblingsspielzeug, wie dem kuscheligen Hoppel -Hase oder Schmuse-Esel Pauli, die lange Autofahrt zu verkürzen.

Wer braucht welchen Kindersitz

Prinzipiell ist jeder Autositz nach den Zulassungskriterien der ECE Mindestnorm konzipiert, die entweder der klassischen ECE-R44/04 oder der ECE-R129 entsprechen. Die Europäische Union unterteilt die Kindersitze in sechs verschiedene Kindersitz-Gewichtsgruppen:

Kindersitzgruppen

Gruppe 0 für Kinder, die weniger als 10 kg wiegen und unter 15 Monate alt sind
i-Size für alle Kinder, die nicht größer als 105 cm sind und unter 15 Monate alt sind
Gruppe 0+ für Kinder, die bis zu 13 kg wiegen und nicht älter als 3 Jahre alt
Gruppe 1 für Kinder, die zwischen 9 und 18 kg wiegen und nicht älter als drei Jahre alt sind
Gruppe 2 für Kinder, die zwischen 15 und 25 kg wiegen und zwischen 3 und 12 Jahre alt sind
Gruppe 3 für Kinder zwischen 22 und 36 kg und die nicht älter als 12 Jahre alt sind

i-Size-Norm & Reboarder

Die bereits erwähnte ECE-R129 Norm ist auch als i-Size-Norm bekannt und orientiert sich nur an der Größe deines Kindes. Sie erfordert ein rückwärtsgerichtetes Fahren bzw. „Reboardern“. Da es bei den meisten Autounfällen zu einem Frontalaufprall kommt, sorgt der Reboarder bei dem Körper deines Spatzes für eine Kräfteentlastung. Dies ist besonders in den ersten Lebensmonaten deines Kindes sehr wichtig, da die Halsmuskulatur noch zu schwach ausgeprägt ist, um das große und schwere Köpfchen eigenständig halten zu können. Nicht nur der Hersteller Cybex bietet hierfür den passende Reboarder-Babyschale Aton an, sondern auch Besafe mit Modell IZI oder Perego mit Viaggio (9-18 kg) überzeugen im Autositz Test 2019.

An dieser Stelle gilt es jedoch zu erwähnen, dass du dich natürlich grob an diesen Normen und Vorgaben orientieren kannst, aber letzten Endes entscheidest du selbst, welcher Sitz zu der Anatomie deines jungen Rackers perfekt passt. Dabei gilt es, am besten immer auf den fürsorglichen und sensiblen Mama-Instinkt zu hören.

Mitwachsende Kindersitze

Viele Hersteller bieten zudem mitwachsende Kindersitze an, die sich dann nicht nur dem Gewicht, sondern auch der Größes deines Kindes anpassen. Bei mitwachsenden Kindersitzen hast du die Möglichkeit, Sitzverkleinerer zu verwenden und diese bei Bedarf zu entfernen, wenn dein kleiner Zwerg groß genug ist. Außerdem haben mitwachsende Kindersitze den Vorteil, dass du nicht bei jedem Wachstumsschub deines kleinen Spatzes sofort einen neuen Kindersitz kaufen musst.

Kindersitzerhöhungen

Die kostengünstigeren Kindersitzerhöhungen gehören zu der Gruppe 2 und können demnach von Kindern verwendet werden, die das Gewicht von 15 kg überschritten haben. Hersteller wie Chicco, Kaufmann, Safety 1st, Patron oder Nania bieten hierzu praktische Modelle mit witzigen Star Wars, Frozen oder Mickey Mouse Motiven an. Auch Babygo und Perego haben Kindersitzerhöhungen im Sortiment, die aber nicht immer in allen Online-Shops vorrätig sind. Allerdings haben solche Erhöhungen meist keine ausreichende Kopfstütze und den notwendigen Seitenaufprallschutz. Sollte dein winziger Weltentdecker nach den abenteuerlichen Aktivitäten mal wieder müde sein, kann sich bei dem Mittagsschläfchen im Auto schnell der Gurt verschieben oder der Kopf zur Seite rutschen, sodass ein erhöhtes Verletzungsrisikos besteht.

Babyschale oder Kindersitz

Da die Babyschale – wie der Name schon sagt – nur für Babys geeignet ist und somit als Autositz für Säuglinge der Gruppen 0 und 0+ dient, wird mit der Zeit diese Schale für die jungen Abenteurer schnell zu klein werden und den notwendigen Bewegungsfreiraum einschränken. Deswegen wird ab Gruppe 0+ und Gruppe 1 bereits ein Kindersitz empfohlen, der in bunten Farbmustern und witzigen Prints für gute Laune sorgt. Außerdem wird es dein kleiner Schatz ohnehin lieben, in seinem eigenen coolen Kindersitz zu fahren. Schließlich haben Mama und Papa nicht so einen tollen Kindersitz, in den sie schon ganz alleine hineinklettern und sich dann anschnallen können.

Was bei Kindersitzen wichtig & zu beachten ist

Nachdem der richtige Kindersitz ausgewählt wurde, kann damit die erste Spritztour durch die Stadt gemacht werden. Allerdings bringt der ideale Autositz wenig, wenn dieser nicht ordnungsgemäß nach Anleitung in der Karosserie montiert und befestigt wurde. Vielleicht steht auch schon der gemeinsame Urlaub vor der Tür und du weißt nicht, wie man den Sitz oder die Erhöhung schnell und trotzdem sicher im Flugzeug transportiert. Da der Sitz auch mobil eingesetzt werden kann und soll, beispielsweise bei einer Taxifahrt, zählt der ergonomische und leicht verständliche Ab- und Einbau zu den wichtigsten Kaufkriterien.

Wo Kindersitz im Auto befestigen

Damit der Kindersitz in ­puncto Sicherheit überzeugen kann, solltest du einige Faktoren beim Einbau, bei der Befestigung und der Platzwahl beachten. Grundsätzlich gehören Kinder ab 2 Jahren auf die Rückbank, da der sicherste Platz im Auto hinter dem Beifahrer ist. Insbesondere nach einer anstrengenden Shoppingtour kannst du deinem kleinen Fahrgast stressfrei und in aller Ruhe beim Ein- und Aussteigen oder Anschnallen helfen, da die Beifahrertür zum Gehweg hin geöffnet wird und nicht zur Straße. Außerdem sind meistens nur die Außenplätze der Rück­sitz­bank isofixtauglich und für einen Kindersitz geeignet.

Bist du aber alleine mit deinem Säugling unterwegs und hast eine längere Strecke zu Oma und Opa vor dir, ist eindeutig der Beifahrerplatz vorteilhafter. Wenn mal wieder Babys Bäuchlein grummelt, weil es gerade verdaut, dann kannst du problemlos kurz zu ihm rüber schauen und ihn ein wenig streicheln. Dazu musst du nicht einen risikoreichen Schulterblick zur Rückbank wagen.

Du darfst aber auf keinen Fall vergessen, den Airbag auf diesem Platz zu deaktivieren, bevor du den Reboarder oder die Babyschale auf dem Beifahrersitz montierst. Bei einem Unfall bietet dieser leider keinen zusätzlichen Schutz, sondern kann im schlimmsten Fall ernste Verletzungen verursachen

Wie Kindersitz im Auto befestigen

Bevor du dich auf die Suche nach dem passenden Autositz begibst, kannst du dir überlegen, was dieser alles leisten muss und auf was du persönlich am meisten Wert legst. Wird der fipsige Nachwuchs hauptsächlich im Kindersitz in deinem Auto chauffiert? Oder holen Omi und Opi den Sprössling öfters zur einer Bummelfahrt ab? Sollte Letzteres der Fall sein, kann ein leichter, trage- und montagefreundlicher Sitz mit Isofix-Befestigung besser zu eurem Lifestyle passen.

Kindersitz mit Isofix-System

Zu den schnellsten “Klicktechnik”-Befestigungssystemen gehören die Isofix-Sitze, die zwar universell einsetz­bar sind, aber in Fahrzeugen mit Staufächern oder Schubladen vor den Rück­sitzen eher zeitraubend und nachteilig sein können, da sie schwieriger zu befestigen sind. Gerne kannst du weitere Informationen in dem Artikel über Isofix-Babyschalen nachlesen, da die Verwendung bzw. Montage von Kindersitzen ähnlich funktioniert.

Drei- & Fünfpunktgurt-Systeme

Alternativ dazu kannst du ebenfalls den klassischen Dreipunktgurt, Fünfpunktgurt oder Hosenträgergurt verwenden, der zwar in jedem Auto einbaubar ist, aber im Gegensatz zum Isofix-Gurt sehr kräftig festgezogen werden muss. Hier gilt das Motto: Je weniger Spielraum, umso sicherer. Nicht mehr als eine Handbreite sollte zwischen Brust und Gurt sein.

Speziell die Autositze der “Kidfix Sict” Kollektion von Britax Römer können in Fahrzeugen mit einer Isofix-Befestigung, aber auch zusätzlich mit dem traditionellen Dreipunktgurt-System fixiert werden. Der Hersteller Maxi-Cosi greift bei dem Modell Cabriofix explizit auf das Dreipunktgurt-System zurück und bietet dafür zusätzlich ein kombinierbares Kinderwagen Klicksystem, sodass dein Baby ungestört im Kinderwagen weiterschlafen kann.

Kindersitzerhöhung mit Dreipunkt-System befestigen

Bei der Kindersitzerhöhung wird immer – egal, ob mit oder ohne Rückenlehne – die Befestigung via Dreipunktgurt verwendet. Da jedoch einige Kinder je nach Körpergröße und Statur bei dieser Art von Befestigung manchmal Nacken- oder Kopfschmerzen bekommen können, ist ein Fangkörper mit Sitzschale eine weitere Möglichkeit, deinen Schatz bei einem Crash ausreichend zu schützen.

Der Fangkörper ist mit dem Anschnaller befestigt und sorgt dafür, dass dein Kind bei einem Frontaufprall durch eine angenehme Polsterung sachte und sicher wie bei einem Airbag aufgefangen wird und die jungen, empfindlichen Kinderknochen geschont werden. Auch bei diesen Kindersitzen kann der Sitz zusätzlich im Auto mit dem Isofix-Befestigungssystem angebracht werden.

Insbesondere Hersteller Kiddy hat sich mit dem Modell Guardianfix auf Rückhaltesysteme mit Fangkörpern spezialisiert und überzeugt nicht nur mit hervorragenden Sicherheitstests, sondern auch mit farbenfrohen Designs in lebendigen Apfel-Grün.

Wie Kindersitz reinigen

Gerade bei einer längeren Autofahrt kann es passieren, dass deine kleine Raupe Nimmersatt mal wieder hungrig ist und nicht mit dem Essen warten mag: Es wird gekrümelt und gekleckst, ob Eis, Brei, Kekse oder andere Schleckereien, alles ist dabei und landet im Auto auf der Rückbank und auf dem Kindersitz. Von Gesicht, Händen, Strampler und Body ganz zu schweigen.

Wie soll man denn bei all den Löchern, Schlaufen und Aufsätzen am Kindersitz noch herausfinden, wie man ihn auseinandernimmt, um ihn dann ordentlich waschen zu können? Zuerst kannst du natürlich die Herstellerhinweise lesen, die Trockenzeit sowie Waschtemperatur checken. Danach ist es ratsam, ein Foto von der Konstruktion mit deinem Handy zu machen, damit du später einsehen kannst, wo alle Riemen, Aufsätze und Accessoires befestigt werden.

Des Weiteren kannst du die einzelnen Teile, wie Bezug und Polsterung, abnehmen, um sie dann in der Waschmaschine im Schonwaschgang zu reinigen. Empfehlenswert ist dabei, auf Weichspüler und zu heiße Temperaturen zu verzichten. Es wäre doch ärgerlich, wenn der Bezug eingeht und nicht mehr auf den Kindersitz passt. Gerne kann der Bezug oder die Polsterung ca. zwei Tage an der Luft trocknen. Währenddessen kannst du die Ritzen und Schlupflöcher im Auto und am Sitz saugen.

Sollten nicht alle Flecken beim ersten Waschgang rausgehen, kannst du noch mit dem Polster Pflegespray von Meguiars Natural Shine nachhelfen. Für einen guten Duft im Auto sorgt dann das Primavera Bio Airspray. Das war’s auch schon, Sitz und Auto sind befreit von Krümeln und wieder bereit für das nächste Flecken-Duell, wenn sich mal wieder Quetschobst und Kaktus-Eis um die Wette ringen.

Wie Kindersitz im Flugzeug transportieren bzw. für Flug verpacken

Nun ist es endlich soweit und ihr könnt zusammen mit eurem kleinen Liebling den ersten Familienurlaub planen. Um im Urlaubsland lästige Zusatzkosten für Kindersitze zu vermeiden, kannst du den Kindersitz auch ganz einfach mit in den Urlaub nehmen. Der kleine Aufwand lohnt sich auf jeden Fall, da oftmals die Kindersitze in den Mietwagen schmutzig sind und nicht genügend Sicherheitskriterien erfüllen.

Kindersitze lassen sich, außer in den USA, in den meisten ausländischen Mietwagen mit dem klassischen Dreipunktgurt-System problemlos befestigen. Deshalb ist es sinnvoll, vorab die unterschiedlichen Gegebenheiten und Gurtsysteme mit dem Anbieter zu besprechen und sich mit relevanten Regeln im Ausland zu befassen.

Für das Flugzeug kannst du das Rückhaltesystem beispielsweise in eine extra Tragetasche oder Tüte packen, die dann am Check-In Schalter als Sperrgepäck gekennzeichnet wird. Bist du endlich am Zielort angekommen, kannst du den Sitz vom Rollband oder beim Sperrgepäckschalter abholen und dich zusammen mit deiner Familie auf ein neues Abenteuer begeben.

Die drei besten Kindersitze von Cybex, Kiddy & Britax im Vergleich 2019/2020

Im Kindersitz Test 2019/2020 erfährst du nun alles über die drei Testsieger von Cybex, Kiddy und Britax Römer. Natürlich gibt es noch weitere gute Kindersitze von Herstellern wie Maxi-Cosi oder LCP Kids. Jedoch wurden diese von ADAC und Stiftung Warentest größtenteils mit durchschnittlich bis gut bewertet und auch babys10 teilt diese Ansicht.

Kindersitz Cybex Gold Solution M-fix

Der Cybex Gold Solution M-fix Kindersitz ist sowohl von Stiftung Warentest als auch von ADAC mit der Note 1,8 in der Gruppe 2/3 als Testsieger hervorgegangen und bietet explizit für die “großen Kleinen” einen optimalen Schutz.

Das Rückhaltesystem gehört zum neuesten Familienmitglied der Solution Serie und begeistert durch neigungsverstellbare Kopfstützen, die verhindern sollen, dass Kinder beim Einschlafen mit Kopf bzw. Hals nach vorne kippen. Das wohltuende Belüftungssystem, das aus einem Netz aus Ventilationskanälen besteht, unterstützt ein angenehmes Körperklima, sodass sich deine junge Sportskanone auch an heißen Tagen schnell im Auto vom anstrengenden Fußballmatch erholen kann.

Das besonders innovative L.S.P. System Plus und Isofix-Connect-System erfüllt überdurchschnittlich gut wichtige Kriterien wie Flexibilität, Stabilität und selbstverständlich die Sicherheit beim Fahren. Durch das Abmontieren von den Rastarmen ist der Sitz auch kompatibel für Fahrzeuge ohne Isofix-System. Der Topseller unter den Autositzen kann in acht verschiedenen Farben schon für 190 € bei Amazon bestellt werden. Geht es mal wieder darum, welche Farbe denn jetzt trendy ist, kannst du einfach den kleinen Sesselpupser um Rat fragen.

Warum genau die verstellbare Kopfstütze ein Must-Have bei Kindersitzen sein sollte und wie der Cybex Gold Solution M-fix diese Anforderungen erfüllt, erklärt das folgende Video:

Kindersitz Kiddy Phoenixfix 3

Die Sitzschale von Kiddy mit zusätzlichem Fangkörper ist speziell für die Gruppe 1 und somit für alle Kids geeignet, die ca. 9 Monate bis 4 Jahre alt sind und zwischen 9 und 18 kg wiegen. Das neueste Modell der Phoenixfix-Serie wurde von Stiftung Warentest mit „sehr gut“ als Testsieger bewertet und hat sowohl vom TÜV als auch von dem Luftfahrtbundesamt eine offizielle Flugzeugzulassung erhalten. Der Phoenixfix 3 erfüllt zudem die Norm ECE-R44/04 und kann für die ganz Kleinen mit einem passendem Sitzkissen erweitert werden.

Der königliche Phoenix-Thron passt sich perfekt den Körpermaßen deines Kindes an und ermöglicht durch die spezielle Formgebung ein sicheres „Abrollen“ des Körpers. Neu eingeführt ist der innovative “Kiddy Shock Absorber”, der die bei einem Unfall frontal oder seitlich auftretenden Kräfte mechanisch absorbiert. Mit einem Dreipunktgurt-System werden Fangkörper, Sitz und Gurt im Auto abgesichert. Natürlich kannst du auch die schnellere Variante nehmen und ihn mit Hilfe der praktischen k-fix + Konnektoren bzw. dem Isofix-System im Fahrzeug befestigen.

Da dein Weltenbummler gerne genauso bequem fährt wie du, kann der individuell verstellbare Neigewinkel des Kiddy Kindersitzes für eine erholsame, ruhige und angenehme Fahrt sorgen. Bei diesem Modell musst du in puncto Sicherheit keine Abstriche machen und hast zudem auch noch eine farbenfrohe Auswahl an ausgefallenen Designs. Der großzügige Unfall-Plus-Austauschservice bietet dir die Möglichkeit, bei einem schweren Verkehrsunfall den Sitz auf Mängel zu überprüfen und ihn gegebenenfalls kostenlos gegen einen neuen, gleichwertigen Kindersitz auszutauschen.

Bei Amazon kannst du das flitzige Modell schon ab knapp 260 € kaufen. Gerne kannst du dich genauer über den Ein- und Ausbau des Kiddy Phoenixfix 3 Kindersitzes in dem nachfolgendem Video informieren:

Kindersitz Britax Römer First Class Plus

Der First Class Plus aus dem Hause Britax Römer ist ein Kindersitz der Gruppe 0+/1 und kann ab der Geburt bis 4 Jahre verwendet werden. Der Sitz zeichnet sich vor allem durch vorwärts- und rückwärtsgerichtete Sicherheit aus. Mit einem Eigengewicht von 8 kg gehört der Römer Kindersitz zwar zu der oberen Gewichtsklasse, kann aber trotzdem schnell ein- oder ausgebaut werden und zeigt sich deshalb als ein wahrer Allrounder im Alltag.

Allerdings verzichtet der Hersteller bei diesem Kindersitz auf die moderne Isofix-Befestigung und arbeitet mit dem standardmäßigen Dreipunktgurt-System. Speziell bei einem seitlichen Zusammenstoß schützen dann besonders dicke Schulterpolsterungen deinen kleinen Passagier vor Kopf-, Nacken- und Halsverletzungen.

Damit der Sprössling auch weich und luftig in der komfortablen Schale liegen kann, bietet der Sommerbezug eine angenehme Alternative für heiße Sommertage. Sollte dein Abenteurer jedoch gerne auch einmal die Welt aus dem Autofenster sehen wollen, kann die Sitzposition je nach Belieben geändert und verstellt werden. Die Kinderschale ist bereits ab 195 € bei Amazon in vier spannenden Farbvarianten wie Dark Grape, Crown Blue, Chili Pepper oder Black Thunder erhältlich und passt somit perfekt zur Polsterfarbe deines Fahrzeuges.

Das Fazit: Die Britax Römer Autositze der Kollektion First Class Plus ist eine Investition für die Zukunft, da der Kindersitz je nach Körpergröße deines Lieblings verstellbar ist und deinem Schatz auf lange Sicht sowohl Gemütlichkeit als auch Sicherheit garantiert. Das folgende Video erklärt anschaulich Ein- und Ausbau des Britax Kindersitzes und potentielle Risikofaktoren:

Wo Kindersitz kaufen

Nach all den Informationen, Tipps und Tests stellst du dir wahrscheinlich die Frage, wo du nun gut und günstig Kindersitze kaufen kannst. Natürlich bekommst einige Modelle auf Gebrauchtwaren-Plattformen wie Ebay oder Shpock, allerdings weißt du hier nicht, in welchem Zustand der Kindersitz wirklich ist. Da es bei dem Transport schließlich um deine “wertvollste Fracht” geht, solltest du hier keine Abstriche machen und vorzugsweise einen neuen Kindersitz entweder beim Fachhändler oder online via Amazon, Mytoys oder Babywalz erwerben.

Gebrauchte Kindersitze

Einige Hersteller, wie zum Beispiel Kiddy, bieten gegen Aufpreis an, den Kindersitz auf Mängel oder Beschädigungen zu prüfen. Somit kannst du gegebenenfalls auch ein gebrauchtes Rückhaltesystem kostengünstiger kaufen. Prinzipiell ist es natürlich vorteilhaft und sinnvoll, die Babyschalen oder Kindersitze aufzubewahren, da du nie weißt, ob du nicht vielleicht doch noch einmal Mami wirst. So sparst du dir nicht nur lästige “Doppelkäufe” und bares Geld, sondern kannst auch sicher gehen, dass der Sitz gut behandelt wurde.

Wie Kindersitz verschicken & verpacken

Wenn deine süße Prinzessin oder dein kleiner Prinz langsam zu groß für den Sitz werden, kannst du gerne zu einer simplen Sitzerhöhung greifen und deinen alten Kindersitz, wenn er noch in einem Top-Zustand ist, online verkaufen. Beim Verschicken des Kindersitzes kannst du einfach Luftpolsterfolien verwenden, die perfekt für einen sicheren Versand geeignet sind. Außerdem sind diese Folien ein prima Spielzeug für die Kleinen 😉

nach oben

ADAC*, the German test facility and Which? recently released test data for Radian 5 following dynamic safety testing and ease of use analysis at their facility. When used correctly, Radian 5 performs very well but was marked down for two reasons; firstly due to the complicated nature of the seat because there are so many parts to install and secondly because the seat was set up a different way than intended in the forward-facing configuration. We can confirm there is no product fault and Radian 5 is safe to use when installed and fitted correctly.

Radian 5 has multiple uses and installation methods available which can be confusing. Radian 5 adapts to meet the needs of the child from newborn all the way to 7 years and is implicitly designed to fit each occupant size not only from a functional perspective, but also from a safety perspective. This means there are lots of elements in the box to ensure children are properly protected at every age but this is a positive for parents because they get a lot of use out of one seat. When properly used, these devices provide a high level of safety.

Radian 5 is a combination seat covering multiple groups and traditionally these get lower scores because of the complicated nature and changes that have to be made to the seat as the child grows. This is normal because combination seats cover multiple age groups and of course have to be updated to accommodate very small children initially to larger children when they grow. When additional pieces have to be added it increases the risk of a poor installation and therefore Which? and ADAC place a high importance on this. However for the consumer, buying 1 seat instead of 3 can be a massive benefit and Radian 5 is safe to use when installed correctly.

In a video released from ADAC of the test, Radian 5 can be seen with the 15-25kg harness pads installed the wrong way around. This will negatively impact the results. This highlights the importance of correct installation and as a result, we will review the Radian 5 manual and instructions to ensure we give clear guidance to parents who purchase the seat. We will create simple and clear directions on how to fit and install Radian 5 to minimise potential errors in fitting. We have an ongoing program of activity to train our retailers who can assist with installation of Radian 5 and we recommend parents always get their seat fitted by an expert. For any parents who have queries, our dedicated customer service team are available to help.

The safety of children is very important to us and Radian 5 performs very well in an accident when all the required parts are fitted correctly. The Diono Radian 5 has successfully passed or exceeded all tests required for the EU under the ECE R44 / 04 regulation. On top of passing all the necessary regulatory tests, we have received a number of awards and positive test reports from news and parents’ magazines, bloggers and end-users. Radian 5 is a strong and durable child seat thanks to its complete steel frame and its usability up to the age of seven.

*Note the ADAC test data has been used by Which? to generate their report.

Babyschale: Test & Empfehlungen (02/20)

Zuletzt aktualisiert: 1. Februar 2020

Ist dein Sprössling jünger als 12 Jahre und kleiner als 150cm, muss er laut Gesetz in einem Kindersitz im Auto transportiert werden. Babyschalen eignen sich hierbei für den jungen Nachwuchs (bis ca. 1,5 Jahre) und helfen dir auch mit einem praktischen Tragebügel, dein Baby im Alltag herumzutragen.

Babyschalen kannst du anhand ihrer Installation voneinander unterscheiden: So gibt es welche, die sich mit ISOFIX oder mit Gurt im Auto befestigen lassen. Dieser große Babyschalen Test 2020 soll dir helfen, die für dich beste Babyschale zu finden. Hier zeigen wir dir, worauf du bei einem Kauf deiner Babyschale unbedingt achten solltest, um die beste Entscheidung für dich und dein Neugeborenes zu treffen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Babyschalen sind für den Transport deines Kindes in einem PKW geeignet. Durch den integrierten Tragebügel kannst du dein Baby überall hin mitnehmen.
  • Je nach Bauart kannst du dich für eine Babyschale mit ISOFIX-, oder Gurtbefestigung entscheiden. Dabei solltest du die Größe der Babyschale berücksichtigen. Diese werden in die Gruppen 0, 0+ und 1 eingeteilt.
  • Du solltest die verstellbare Höhe und Liegefläche, den Sitzverkleinerer, das Gewicht und das Zubehör einer Babyschale vor dem Kauf genauer unter die Lupe nehmen.

Babyschale Test: Favoriten der Redaktion

  • Die beste leichte Babyschale
  • Die beste mit Kinderwagen kompatible Babyschale
  • Die beste Babyschale mit Isofix System
  • Die beste Babyschale mit Sonnenschutz

Die beste leichte Babyschale

Angebot #AffiliateLink* 89,99 EUR

In den Seitenflügeln der Babyschale kommt die Side Protection System Technologie zum Einsatz. Bei einem Unfall (Seitenaufprall) wird das Verletzungsrisiko mit der Babyschale Maxi-Cosi Citi gemindert. Die Babyschale gehört zu der Gruppe der Kindersitze 0+ und ist für Kinder von 0 bis 13 Kilogramm geeignet bzw. ab der Geburt bis zum Alter von 12 Monaten.

Die federleichte Babyschale ist mit einem ergonomisch geformten Griff ausgestattet, was ein einfaches und bequemes Tragen des Autokindersitzes ermöglicht. Das praktische Travelsystem macht es möglich, das Kind ohne es zu stören aus dem Auto zu nehmen und auf dem Kinderwagen zu setzen. Die Babyschale ist für die Verwendung im Flugzeug zugelassen.

Die beste mit Kinderwagen kompatible Babyschale

Angebot #AffiliateLink* 74,96 EUR

Die Maxi-Cosi Citi Babyschale ist die Weiterentwicklung der Maxi-Cosi Citi SPS. Die Babyschale verfügt ebenso über SPS. SPS ist die Abkürzung für das Side Protect System, was wiederum eine spezielle Seitenaufprallschutztechnologie darstellt. Die Babyschale ist mit allen Kinderwagen von Maxi-Cosi, Quinny und vielen anderen kompatibel.

Die Wipp-Funktion ist wie beim Vorgänger immer noch integriert. Wenn die Babyschale auf dem Boden steht, kann das Baby diese selbständig als Wippe benutzen. Für einen sicheren Stand kann man den Bügel nach hinten klappen – schon wackelt die Babyschale nicht mehrMit 3,1 kg Eigengewicht ist diese Babyschale minimal schwerer (0,3 kg) als das Maxi-Cosi Citi SPS. Dennoch ist dieser Kindersitz leichter als der Durchschnitt der anderen Produkten.

Die beste Babyschale mit Isofix System

Diese Babyschale von Cybix Gold ist sehr stabil und wiegt nur 4,8 kg. Sie eignet sich für bis ungefähr 18 Monate alte Kinder und ist 64 x 43 x 56,5 cm groß. Sie kann in Autos mit und ohne Isofix festgemacht werden.

Die Babyschale bietet maximale Sicherheit und einen integrierten Seitenaufprallschutz. Die Neugeboreneneinlage ist herausnehmbar und die Kopfstütze ist 8-fach verstellbar. Das Material besteht zu 100% aus Polyester und ist bei 30 Grad waschbar.

Die beste Babyschale mit Sonnenschutz

Die Babayschale von Kinderkraft eignet sich für Kinder mit einem Gewicht von bis zu 13 kg. Sie besitzt eine praktische ausziehbare Sonnenblende und wiegt 3,1 kg. Die Schale ist 44 x 67 x 56 cm groß und verfügt über die Isofix Technik.

Dank der komfortablen Sitzführungen kann die Babyschale im Auto schnell und einfach je nach Wunsch nach vorne oder hinten ausgerichtet installiert werden. Die Babyschale wurde nach europäischen Sicherheitsbestimmungen getestet und zugelassen.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Babyschale kaufst

Worin liegen die Vorteile einer Babyschale?

Babyschalen sind für einen sicheren Transport der Babys unerlässlich. Die Säuglinge würden bei einem Aufprall durch den Sicherheitsgurt nicht geschützt werden. 1993 hat deshalb auch der Gesetzgeber die Kindersitzpflicht eingeführt. Kinder, die jünger als 12 Jahre und kleiner als 150 cm sind, müssen seitdem in Kraftfahrzeugen auf geeigneten „Rückhalteeinrichtungen“ sitzen.

Babyschalen sind zudem flexibel einsetzbar. Die Babyschalen besitzen einen praktischen Tragebügel, so dass man sie mit dem Baby zusammen überall mitnehmen kann. Wenn du ein Fahrgestell besitzt, musst du die Babyschale noch nicht einmal tragen, sondern kannst sie bequem schieben.

Woran erkennt man die passende Größe einer Babyschale?

Die passende Größe des Kindersitzes ist für die Sicherheit der Kinder entscheidend. Die ersten beiden Gruppen bilden die Kategorie der Babyschalen.

  • Gruppe 0: Geeignet für Babys mit einem Gewicht von 0 – 13 kg (bis ca. 1 Jahr)
  • Gruppe 0+: Geeignet für Babys mit einem Gewicht bis 13 kg. (bis ca. 1 1/2 Jahren)
  • Die Gruppe I richtet sich nicht mehr an Babys, sondern an Kleinkinder.

Das Alter des Kindes ist bei der Kaufentscheidung relativ irrelevant und dient nur der groben Orientierung. Neben des Gewichtes ist auch die Körpergröße deines Kindes entscheidend. Der Kopf muss mit seiner gesamten Fläche aufliegen. Wenn die Füße des Kindes bereits die Lehne berühren, ist das nicht weiter schlimm. Ein zu früher Wechsel zur Gruppe I kann gefährlich sein.

Innerhalb einer Gruppe kann es deutliche Größenunterschiede geben. Wenn dein Kind für die eine Schale zu groß ist, passt es womöglich in eine andere Schale derselben Gruppe.

Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen und sich nach den genauen Maßen zu erkundigen.

Folgende Tabelle zeigt dir bereits eine detaillierte Übersicht über die unterschiedlichen Grössen von Babyschalen, sowie die dazu passende Grösse des Kindes.

Sitzgruppe Gewicht Größe Alter
Gruppe 0 0 bis 13 kg 45 cm bis 75 cm bis ca. 1 Jahr
Gruppe 0+ bis 13 kg 45 cm bis 75 cm bis ca. 1 ½ Jahre
Gruppe I 9 bis 18 kg 70 cm bis 105 cm 6 Monate bis 4 Jahre
Gruppe II 15 bis 25 kg 100 cm bis 150 cm 3 ½ Jahre bis 12 Jahre
Gruppe III 25 bis 36 kg 100 cm bis 150 cm 3 ½ Jahre bis 12 Jahre
Gruppe II-III 15 bis 36 kg 100 cm bis 150 cm 4 bis 12 Jahre

Babyschale oder Reboarder?

Auch mithilfe von Reboardern kannst du dein Säugling transportieren. Doch worin liegen die Unterschiede? Reboarder gleichen den Gruppen 0+ und 1, sind also von der Geburt bis zum Alter von 4 Jahren benutzbar. Sie sind in skandinavischen Ländern bereits Standard. Seit der Einführung mussten deutlich weniger Kinder bei Autounfällen sterben. Autoren von zweroerten-shop.de Ganz klar zu empfehlen ist der Reboarder, im Vergleich zu anderen Babyschalen. Die Frage wieso der Reboarder rückwärts gerichtet sein soll, ist klar zu beantworten. Bei einem Aufprall wird die entstehende massive Kraft über den ganzen Oberkörper verteilt und dieser in die Schale gedrückt. Vorwärts gerichtet fliegen die Kinder nach vorne und die Zugkraft zieht am Kopf. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper etwa 15-20% größer als bei Erwachsenen und hat so gesehen mehr Gewicht!

(Quelle: zweroerten-shop.de)

Der größte Nachteil ist allerdings, dass du dein Kind nicht zusammen mit dem Reboarder aus dem Auto tragen kannst. Somit könntest du eine zusätzliche Babyschale benötigen, wenn du dein Kind zu Fuß über Treppen transportieren musst.

Durch das zusätzliche Gewicht ist der Wechsel zwischen verschiedenen Autos zudem komplizierter.

Wo dürfen Babyschalen bei einem PKW angebracht werden?

Babyschalen werden normalerweise auf der Rückbank transportiert. Wenn der Airbag des Beifahrers deaktiviert ist, darf das Kind neben dem Fahrer sitzen.

Wenn das Baby nicht mehr als 9 kg wiegt, muss es entgegen der Fahrtrichtung befördert werden. Bei manchen Kinderwagenaufsätzen ist ein Transport quer zur Fahrtrichtung möglich. Empfehlenswert ist dies jedoch nicht. Bei der Montage sollte unbedingt die Bedienungsanleitung beachtet werden.

Die Babyschale muss auf die Größe deines Kindes angepasst sein. Nur so kann sie für Sicherheit und für den optimalen Komfort sorgen. (Bildquelle: Wassana Sakulrattanapornchai / 123RF.com)

Was kostet eine Babyschale?

Die Preise einer Babyschale schwanken sehr stark. Die Preise reichen von 40 bis fast 400 Euro. Der größte Preisunterschied macht zweifelsohne ISOFIX aus. Wenn man das System integriert haben will, muss man zwischen 125 Euro und 400 Euro rechnen. Mit einer Dreipunktgurt-Installation kommt man bereits mit 40 Euro aus.

Folgende Tabelle fasst die Preise der beiden unterschiedlichen Babyschalen zusammen.

Babyschale Preis
Mit ISOFIX 125 bis 400 Euro
Mit Dreipunktgurt-Installation ab 40 Euro

Wo kann man eine Babyschale kaufen?

Natürlich kannst du Babyschalen im Fachhandel für Babybedarf kaufen. Du findest aber Babyschalen auch in vielen Kauf- und Einrichtungshäusern. Die größte Auswahl an Babyschalen findet man jedoch im Internet.

Besonders beliebt sind dabei folgende Shops:

  • amazon.de
  • otto.de
  • mytoys.de
  • babymarkt.de
  • baby-walz.de
  • real.de
  • windeln.de

Alle Babyschalen, die wir auf unserer Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen. Wenn du eine passende Babyschale gefunden hast, kannst du sie mit wenigen Klicks kaufen!

Welche Autositze haben bei Stiftung Warentest besonders gut abgeschnitten?

Die Seite kindersitztests.com ermittelt aus Tests von ADAC, Stiftung Warentest, ÖATMC und TCS eine Gesamtnote. In der Gruppe 0+ hat der Kiddy Evoluna i-Size gewonnen.

Ende 2016 haben die Stiftung Warentest und der ADAC zwei Babyschalen getestet, die beide mit der Note 1,7 abgeschnitten haben: Der Cybex Aton Q i-Size und der Cybex Aton Q i-Size/Base Q i-Size. Beide Produkte wiesen die gleichen Qualitätsmerkmale hinsichtlich Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffe auf.

Wie wichtig ist ein fahrbarer Untersatz einer Kinderschale?

Wenn die Kinderschale ein Fahrgestell besitzt, kannst du die Babyschale schieben. Diese Funktion ähnelt der eines Kinderwagens. Das entlastet deinen Rücken, kann jedoch langfristig den Rücken des Babys belasten. Kinderorthopäden empfehlen, die Babyschale nicht als Kinderwagenersatz anzusehen.

Es fehlt eine feste Liegefläche und die Babys können keine eigenständigen Bewegungen machen. Dies belastet die Wirbelsäule. Länger als zwei Stunden am Stück sollte das Baby nicht in der Schale liegen.

Sollte man gebrauchte Babyschalen kaufen, um Geld zu sparen?

Gebrauchte Babyschalen sind günstig – na klar! Viel wichtiger als der Schutz des Geldes ist jedoch der Schutz des eigenen Kindes. Wenn du den Sitz von Fremden kaufst, weißt du nie, ob der Sitz in einen Unfall verwickelt war. Deshalb ist es besser, die Sitze von Freunden oder Verwandten zu kaufen.

Insbesondere, wenn du einen gebrauchten Sitz kaufst, solltest du den Sitz auf Schäden überprüfen. Dafür solltest du den Sitzbezug abnehmen und die Schale nach Rissen oder Verformungen suchen. Auch der Gurt darf keine Risse, Quetschspuren oder Ausfaserungen aufweisen.

Wusstest du, dass die Babyschale 1984 in Europa auf den Markt kam?

Der erste Autositz für babys war damals ein Maxi Cosi. Damit kann die Traditionsmarke natürlich punkten und mit der langjährigen Erfahrung, zeigen, weswegen sie die am meisten gekaufte Babyschale sind.

Das Schloss muss problemlos in das Verriegelungssystem einrasten. Bei Hosenträgergurten dürfen die Polster des Gurtes nicht fehlen. Denke auch daran, dass die Anleitung noch vorhanden sein sollte. Nur so kannst du dir sicher sein, dass du alles richtig gemacht hast.

Ein veralteter Kindersitz entspricht möglicherweise nicht den gesetzlichen Regulierungen. Diese haben sich in den letzten Jahren deutlich verschärft haben. Achte deshalb immer auf das Prüfetikett. Wenn die Nummern mit einer 03 oder 04 beginnen, kannst du den Sitz auch heute noch verwenden.

Gibt es Babyschalen, die besonders für Frühgeborene geeignet sind?

Ja, auch für Frühchen gibt es spezielle Babyschalen, die das Kind in waagrechter Position transportieren. Bei einer aufrechten Sitzposition kann der Oberkörper zusammenklappen, wodurch die Atmung eingeschränkt wird.

Die Babytragetasche Römer Babysafe kann hier empfohlen werden, denn sie hat im ADAC-Test mit der Note gut abgeschnitten. Diese Tragetasche wird auf der Mitte des Rücksitzes festgeschnallt. Das Kind kann allerdings nur weniger Monate in dem Sitz liegen.

Wie gefährlich ist die Belastung durch Schadstoffe in Babyschalen?

Die Stiftung Warentest hat in der Vergangenheit bei verschiedenen Produkten für Kinder Schadstoffe gefunden. Darunter fallen Weichmacher, Flammschutzmittel und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Im Jahre 2011 konnten die meisten Kindersitze jedoch keine erhöhten Werte aufweisen. Wenn dein Kind an Allergien leidet, solltest du dennoch den Bezug abnehmen und waschen.

Entscheidung: Welche Arten von Babyschalen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wie willst du die Babyschale an das Auto anbringen? Diese Frage solltest du dir beim Kauf einer Babyschale als erstes stellen. Grundsätzlich kann man Kindersitze nach folgenden Systemen unterscheiden:

  • ISOFIX
  • Gurtinstallation

Die Entscheidung für eines dieser Systeme hängt insbesondere davon ab, ob dein Auto überhaupt ISOFIX unterstützt. Wenn das nicht der Fall ist, musst du die Babyschale mithilfe des Gurtes anbringen.

Manche Babyschalen sind besonders flexibel und lassen sich sowohl mit ISOFIX als auch mithilfe eines Gurtes anbringen. Wir stellen dir beide Systeme vor und zeigen dir ihre jeweiligen Vor- und Nachteile.

Wie funktioniert die Installation mit ISOFIX und was sind die Vor- und Nachteile?

ISOFIX ist ein Befestigungssystem für Kindersitze in Autos. Es bestehen deutliche Unterschiede zwischen dem US-amerikanischen und dem europäischen System. Wir beziehen uns im Folgenden auf die europäische Variante. Hier befinden sich zwei Haltebügel zwischen der Lehne und der Sitzfläche des Autos. Der Kindersitz wird mithilfe einer Klick-Funktion eingehakt.

Um eine hohe Sicherheit zu gewährleisten, werden die beiden Haltebügel mit einem anderen System ergänzt. Bei universell zugelassenen Babyschalen gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Bei dem sogenannten Top Tether wird ein zusätzliches Gurtband über die Sitzlehne gespannt.
  • Manche Babyschalen besitzen alternativ ein sogenanntes Support Leg (Stützfuß). Es stützt sich direkt am Bodenblech ab.
  • Die dritte Möglichkeit ist ein Low Tether (unterer Haltegurt), der bei Reboardern eingesetzt wird. Bei diesen rückwärts gerichteten Systemen spannt der Gurt die Babyschale zum Boden hin ab.

Der größte Vorteil der ISOFIX-Halterung ist seine hohe Sicherheit. Die Babyschale ist fest mit der Karosserie verbunden. Somit kann das Baby nicht zwischen Babysitz und Rückenlehne gequetscht werden.

Kleine Nachteile hat ISOFIX dennoch: Die Babybrust wird im Moment des Aufpralls stärker belastet. Zudem lassen sich Autokindersitze mit ISOFIX nur an den äußeren Plätzen anbringen, wobei der mittlere Sitz als sicherer gilt. Trotz dieser Wermutstropfen empfehlen Experten ISOFIX aus Sicherheitsgründen.

Den Kindersitz kannst du mit wenigen Klicks an das Auto anbringen. Bei diesen schnellen Handgriffen gibt es nicht viel, was du falsch machen kannst. Einige Basisstationen verfügen zudem über eine LED-Anzeige und akustischen Signalen, die eine korrekte Installation bestätigen. Du kannst die Basisstationen für die Babyschalen dauerhaft anbringen. So ist auch ein leerer Kindersitz fixiert.

Vor einem Kauf solltest du unbedingt überprüfen, ob dein Auto über ISOFIX verfügt. Seit der Jahrtausendwende werden die meisten Kindersitze mit diesem System ausgestattet.

Wenn dein Auto nicht über dieses System verfügt, kannst du es auch nachträglich aufrüsten. Das ist jedoch sehr teuer. Manche ISOFIX-Kindersitze kann man alternativ mit dem Sicherheitsgurt befestigen, was für eine erhöhte Flexibilität sorgt.

Oftmals liegen die Kosten einer ISOFIX-Babyschale etwas höher als Babyschalen, die mit einem Gurtsystem angebracht werden. Durch die stabile Bauweise ist das Gewicht mancher ISOFIX-Sitze etwas höher.

Vorteile

  • Hohe Sicherheit
  • Unkomplizierte und schnelle Anbringung
  • Ist mit nahezu allen neuen Autos kompatibel

Nachteile

  • Etwas teurer als die Gurtinstallation
  • Unflexibel
  • Manchmal höheres Gewicht

Wie funktioniert die Gurtinstallation und was sind die Vor- und Nachteile?

Wenn dein Auto ISOFIX nicht unterstützt, wird der Autositz für Kinder mit dem sogenannten Dreipunktgurt angebracht. Ein Dreipunktgurt sollte in jedem PKW vorhanden sein – zumindest auf den äußeren Plätzen. Wie der Name schon sagt, ist der Dreipunktgurt an drei Punkten mit der Karosserie befestigt ist.

Dieser Gurt sichert die Babyschale im Sitz. Das Kind wird entweder durch integrierte Gurte der Babyschale oder durch den Autogurt gesichert.

Diese Anbringung des Kindersitzes mithilfe des Gurtsystems ist nicht nur zeitaufwändig, sondern auch komplizierter als ISOFIX. Oftmals verdreht sich der Gurt. Oftmals ziehen die Eltern den Gurt nicht nicht stramm genug. Wenn der Sitz falsch angebracht wurde, wird der Schutz des Kindes drastisch vermindert.

Vorteile

  • Kann in jedem Auto angebracht werden
  • Kostengünstiger
  • Lässt sich unkompliziert anbringen
  • Gewicht manchmal leichter

Nachteile

  • Nicht ganz so sicher wie ISOFIX
  • Die Anbringung des Gurtes dauert lange
  • Sehr fehleranfällig

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Babyschalen vergleichen und bewerten

Für den Laien ist es gar nicht so einfach, Babyschalen voneinander unterscheiden zu können. Wir greifen dir hier unter die Arme. Babyschalen lassen sich folgendermaßen unterscheiden:

  • Art der Installation
  • Sicherheit
  • Größe der Babyschale
  • Einstellbare Höhe der Sitzschale
  • Sitzverkleinerer
  • Verstellbare Liegefläche
  • Gewicht
  • Adapter für Kinderwagenstell
  • Zubehör
  • Design

Art der Installation

Dies ist wie die wohl wichtigste Frage, die du dir stellen solltest. Wenn du nicht darauf achtest, kannst du im schlimmsten Fall die Babyschale gar nicht für dein Auto benutzen.

Wenn dein Auto kein ISOFIX unterstützt, benötigst du eine Babyschale, die du mit dem 3-Punkt-Gurtsystem anbringen kannst. ISOFIX-Systeme gelten als sicherer, sind aber dafür etwas teurer. Bei einigen Modellen informiert dich eine Lampe über das erfolgreiche Anbringen. Über die jeweiligen Vor- und Nachteile kannst du dich oben in unserem Ratgeber ausführlich informieren.

Sicherheit

Dies ist ebenfalls einer der wichtigsten Kaufkriterien, schließlich ist das der eigentliche Zweck einer Babyschale. Bei einem Unfall darf die Babyschale dein Kind nicht im Stich lassen. Deshalb ist eine vorherige Information über die Sicherheit deiner Babyschale absolut zu empfehlen.

Um den Grad der Sicherheit von Kinderschalen einschätzen zu können, kann man Tests von Stiftung Warentest oder vom ADAC heranziehen. Sie informieren nicht nur über die Sicherheit einzelner Produkte, sondern auch über andere wesentliche Qualitätsmerkmale.

Wusstest du, dass Fluglinien es in der Regel nicht erlauben, Babys beim Flug auf dem Schoß zu halten?

Viele haben eigene Sicherheitsvorrichtungen im Flugzeug! Auch größere Kinder profitieren von diesen Sicherheitsvorrichtungen, da diese besser schützen, als nur der Beckengurt.

Größe der Babyschale

Die Größe einer Babyschale spielt gerade bei der sich verändernden Körpergröße der Babys eine entscheidende Rolle. Die Babyschale muss genau die richtige Größe für deinen Nachwuchs haben.

Wie du dies erkennen kannst, haben wir oben beschrieben. Du solltest unbedingt darauf achten, eine Babyschale der passenden Gruppe zu kaufen (0 oder 0+). Bei der Gruppe I handelt es sich bereits nicht mehr um Babyschalen, sondern um normale Kindersitze.

Einstellbare Höhe der Kopfstütze

Dein Baby wächst! Natürlich wächst die Babyschale nicht mit. Aber man kann manche Babyschalen auf die Größe des Kindes ausrichten.

Doch wenn du die Kopfstütze individuell auf dein Kind ausrichten kannst, kann die Babyschale dein Kind noch länger bei Autofahrten begleiten. Die meisten Modelle bieten bereits diese Funktion. Nichtsdestotrotz solltest du dich darüber vergewissern, gerade wenn dein Kind noch sehr klein ist.

Sitzverkleinerer

Damit dein Neugeborenes nicht in der Sitzschale versinkt und möglicherweise gefährdet ist, bieten einige Hersteller Sitzverkleinerer an.

Diese werden in die Babyschale gesetzt und sorgen für den notwendigen Halt. Wenn das Baby größer geworden ist, kann sie natürlich wieder entfernt werden. Nicht bei allen Babyschalen ist ein solcher Sitzverkleinerer integriert, deshalb solltest du dich darüber vor dem Kauf informieren.

Verstellbare Liegefläche

Wenn du die Babyschale in eine flache Liegeposition bringen kannst, ist es für dein Kind beim Schlaf gemütlicher und schützt den Rücken. Dies ist vor allem bei Frühchen relevant, da der Oberkörper in einer aufrechten Position zusammenklappen kann.

Gewicht

Das Gewicht einer Babyschale spielt sicherlich nicht die gewichtigste Rolle. Dennoch solltest du vor dem Kauf darauf achten, wenn du häufiger zu Fuß unterwegs bist.

Wenn man in einem höheren Stockwerk wohnt und der Aufzug fehlt, ist eine leichte Babyschale im wahrsten Sinne des Wortes eine Entlastung. Aber auch, wenn man zu Fuß unterwegs ist und der Kinderwagen gerade nicht parat steht, trägt man die Babyschale.

Bei nahezu jeder Babyschale dient hierfür der praktische Tragebügel. In solchen Situationen ist das Gewicht gerade nach einer Schwangerschaft entscheidend für den Komfort.

Eine leichte Babyschale ist auch beim An- und Abbau der Babyschale hilfreich.

Das Gewicht der Babyschale ist zunächst zweitrangig, jedoch sollte man bei mobiler Benutzung auf das Gewicht achten.

Adapter für Kinderwagengestell

Um auf das Tragen einer Babyschale ganz zu verzichten, gibt es passende Adapter für ein Kinderwagengestell. Mithilfe dieses Adapters sparst du Platz im Kofferraum und außerdem noch eine Menge Zeit. Du musst allerdings unbedingt darauf achten, dass deine Babyschale für das entsprechende Kinderwagengestell kompatibel ist. Hier helfen die Beschreibungen der Hersteller.

Nichtsdestotrotz solltest du auf einen Kinderwagen nicht völlig verzichten. Laut Experten kann der langfristige Transport in einer Babyschale dem Rücken deines Kindes schaden.

Zubehör

Viele Eltern erwarten beim Kauf einer Babyschale gewisse Extras, beispielsweise einen effektiven Sonnenschutz. Doch manchmal muss man dieses Zubehör separat nachkaufen. Damit es beim Auspacken der Babyschale keine Enttäuschungen gibt, solltest du dich vor dem Kauf über den Inhalt informieren.

Wenn notwendiges Zubehör fehlt, kannst du es bestenfalls nachkaufen. Viele dieser Produkte lassen sich universell anbringen. So lässt sich nahezu jedes Spielzeug an allen gängigen Babyschalen anbringen. Manch andere Zubehörteile sind jedoch nur für ein bestimmtes Produkt geeignet.

Als Beispiel sei hier ein fahrbarer Untersatz genannt, um die Babyschale nicht schleppen zu müssen. Die Hersteller spezialisieren sich oftmals bewusst auf ihr eigenes System.

Eignung für ein Flugzeug

Babyschalen sind nicht unbedingt nur für das Auto vorgesehen. Wenn du oft verreist, solltest du darauf achten, dass sich deine Babyschale auch für den Transport in einem Flugzeug eignet. Nur, wenn die Babyschale ein gültiges TÜV-Siegel mit dem Vermerk „For use in aircraft“ aufweist, ist die Babyschale tauglich zum Transport in einem Flugzeug.

Wenn du mit deinem Kind verreisen möchtest, solltest du auf jeden Fall der zuständigen Fluggesellschaft Bescheid geben. Wenn du dich für das Thema interessierst, kannst du unten in der Trivia weiterlesen.

Design

Für modebewusste Eltern ist dieser Aspekt natürlich auch nicht zu vernachlässigen. Schließlich gehört die Babyschale zum Lebensraum des Kindes. Ein ansprechender Bezug in Muster oder Farbe kann hier auf die Psyche des Kindes einwirken.

Um für eine noch angenehmere Atmosphäre zu sorgen, kannst du diverses Spielzeug anbringen, die dein Kleines zum Strahlen bringt.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Babyschale

Welches Zubehör gibt es für Babyschalen?

Schutz vor dem Wetter

Sommer oder Winter – in jeder Jahreszeit entdeckt dein Neugeborenes die Welt ganz neu! Damit es keinen ungünstigen Wetterverhältnissen ausgesetzt ist, gibt es natürlich auch für die Babyschalen passendes Zubehör.

Schönes Wetter verbindet man in der Regel mit Sonnenschein. Doch an einem sehr heißen Tag kann die Sonne deinem Baby gefährlich werden. Deshalb gibt es für die meisten Schalen einen entsprechenden Sonnenschutz, den du schnell und leicht abringen kannst. Bei manchen Babyschalen ist dieser direkt integriert.

Wenn es in Strömen regnet, benötigt dein Kind einen zuverlässigen Regenschutz, der ihm das Atmen nicht erschwert. Das transparente und wasserabweisende Material schützt dein Kleinkind nebenbei auch noch vor lästigen Insekten.

Fußsäcke versetzen dein Baby in eine ideale Temperatur. Das Kind kann in normaler Kleidung durch die große Öffnung angeschnallt werden. In dem flauschigen Material wird es sich richtig wohlfühlen!

Ersatz des Bezuges

Natürlich kann der kuschelweiche Bezug der Babyschale gewechselt werden. Ohne ihn ist die Babyschale schließlich nicht benutzbar, die Babyschale ist viel zu hart. Die integrierten Kopfstützen erhöhen zudem die Sicherheit deines Kindes.

Bei vielen Modellen liegt schon ein hochwertiger Bezug bei. Dennoch kann sich gerade nach häufigem Gebrauch ein Ersatzbezug lohnen. So sieht die Kinderschale wie neu aus! Wer den Kauf eines Ersatzbezuges vermeiden möchte, kann den Bezug vorab mit einem zusätzlichen Schonbezug kombinieren.

Babyspielzeug

Nicht immer ist dein Baby ausgelastet. Gerade bei einer längeren Autofahrt fehlt es dem Nachwuchs an Beschäftigung. Schenke deinem Kind ein paar schöne Stunden während der Autofahrt!

Um dein Kind bei einer langen Autofahrt bei Laune zu halten und zu beschäftigen, eignen sich zum Beispiel einfache Rasseln. (Bildquelle: Cathalin / .com)

Figuren, Spiegel und Rasseln regen die Fantasie des Kleinen an. Das Kleinkind will es beobachten, greifen und drücken! Anbringen kannst du das Spielzeug am Tragegurt. Das geschieht unkompliziert, mithilfe einer Spiralfunktion oder durch Schlaufen.

Wie transportiert man Babies im Flugzeug?

Das Reisen im Flugzeug kann für das Baby ohne eine geeignete Kinderschale lebensgefährlich werden! Deshalb sollte man bei der Fluggesellschaft den konkreten Fall schildern und einen Sitz für das Kind reservieren.

Wenn Kinder keinen eigenen Sitz haben, können sie nicht angemessen angeschnallt werden. Sie werden nämlich mit einem zusätzlichen Schlaufengurt am Gurt des Erwachsenen gesichert. Bei einem etwaigen Aufprall wird das Baby zwischen Elternteil und Vordersitz eingequetscht.

Trotz dieser Gefahr ist diese Art der Sicherung in der EU erlaubt. Als Gründe werden hierfür die niedrige Unfallwahrscheinlichkeit sowie die weltweit unterschiedlichen Sicherheitsstandards angeführt. Beschränkungen könnten zudem die Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Airlines vermindern.

Bei Kindern mit einer Körpergröße von 1,25 Meter sollte man einen Kindersitz mitnehmen, der ein TÜV-Zeichen mit dem Vermerk „For use in aircraft“ besitzt. Wenn dieses Siegel fehlt, können diese nicht im Flugzeug transportiert werden. Entweder sind sie für die im Flugzeug vorhandenen 2-Punkt-Gurte ungeeignet, oder sie sind nicht mit dem speziellen Schloss des Flugzeuges kompatibel.

Stimme in jedem Fall den Vorgang mit der jeweiligen Fluggesellschaft ab. Dort erfährst du auch, was du bei Flügen außerhalb der EU beachten musst.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/stiftung-warentest-und-adac-testen-kindersitze-die-ergebnisse-a-1148739.html

Kindersicherheit im Auto

Bildnachweis: unsplash.com / Sharon McCutcheon

Warum kannst du mir vertrauen?

Paula ist Hebamme von Beruf, übt ihren Job aber auf Grund einer Allergie nicht mehr komplett aus. Mittlerweile berät sie werdende Eltern vor der Geburt und hilft bei Fragen nach der Geburt. Diese Erfahrungen motivierten sie, darüber Artikel zu verfassen. Ihr Wunsch ist es, so noch mehr Eltern zu erreichen und Fragen klären zu können.

Meistgelesen

Babyphone mit Kamera: Test & Empfehlungen (02/20) Veröffentlicht von Jessica Brauer Babyschaukel: Test & Empfehlungen (02/20) Veröffentlicht von Paula Lang Wie lange stillen? – Das solltest du wissen! Veröffentlicht von Barbara Himmel Babydecke: Test & Empfehlungen (02/20) Veröffentlicht von Jessica Brauer Laufgitter: Test & Empfehlungen (02/20) Veröffentlicht von Jessica Brauer

31 neue Modelle haben ADAC und Stiftung Warentest im Frühjahr für den Kindersitz-Test 2019 unter die Lupe genommen, im Herbst folgten 20 weitere. Geprüft wurden die Kriterien Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt. Die Ergebnisse im Detail!

ADAC und Stiftung Warentest haben im Oktober den zweiten Teil ihres Kindersitz-Tests 2019 veröffentlicht. Insgesamt wurden dabei 20 Modelle für verschiedene Altersklassen auf Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt geprüft. Die Ergebnisse sind weitestgehend erfreulich: 16 Modelle übertreffen die gesetzlichen Vorschriften zum Teil deutlich – zwölf von ihnen wurden mit „gut“, vier weitere mit „befriedigend“ bewertet. Außerdem scheiterte kein Sitz im Frontalaufpralltest. Die beste Sicherheitsbewertung aller seit 2015 getesteten Modelle erhielt der „BeSafe iZi Kid X3 i-Size“ für Kinder von ca. ein bis vier Jahren. Sowohl beim Frontal- als auch beim Seitenaufprall wurde er mit „sehr gut“ bewertet. Testsieger der Kategorie 40-105 Zentimeter wurde der Joie i-Spin 360 mit der Gesamtnote „gut“ (1,8). Vier der untersuchten Kindersitze schnitten im Test jedoch „mangelhaft“ ab. Grund dafür war der zu hohe Schadstoffgehalt. In den Bezugsstoffen des „Uppababy Mesa i-Size“ und des „Uppababy Mesa i-Size + i-Size Base“ überschreitet die gefundene Menge des Flammschutzmittels TCPP den für Spielzeuge geltenden Grenzwert. Bei „Hauck iPro Baby“ und „Hauck iPro Baby + iPro Base“ hingegen lag der Messwert für Naphthalin zu hoch. Der Stoff steht im Verdacht eine krebserzeugende Wirkung zu haben. Mehr zum Thema: Sicherheit
Kindersitz-Test Kindersitz-Test 2018: Die besten Sitze! (Update) 17 Kindersitze mit gutem Testergebnis

Teil 1: Kindersitz-Test 2019 von ADAC & Stiftung Warentest (Video):

Kindersitz-Test 2019: Vier Babyschalen mit zu hohem Schadstoffgehalt

Für den ersten Teil des Kindersitz-Tests 2019 haben ADAC und Stiftung Warentest 31 in Deutschland erhältliche Babyschalen und Kindersitze auf ihre Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und den Schadstoffgehalt hin untersucht. Die gute Nachricht: Insgesamt 23 Modelle schnitten mit hier „gut“ ab. Drei weitere erhielten die Bewertung „befriedigend“, da sie die gesetzlichen Vorschriften zum Teil deutlich übertreffen, zwei Modelle waren „ausreichend“. Das einzige „sehr gut“ ging an die Babywanne Maxi-Cosi Jade + 3wayFix (420 Euro), die vor allem in der Kategorie Sicherheit punkten konnte. Einziger Nachteil: Die Babyschale zählt zu den teuersten Produkten ihrer Klasse und kann nur in den ersten Lebensmonaten bis zu einer Körpergröße von 70 Zentimetern genutzt werden. Auch der ADAC bemängelt, dass der Großteil der aktuell getesteten Modelle nicht unter 200 Euro zu haben sei, das teuerste Modell kostet 570 Euro („gut“). Doch auch preisgünstigere Modelle wie der Nania Beone SP (50 Euro), der Britax Römer Adventure (80 Euro) und der Cybex Aton 5 (130 Euro) schnitten im Kindersitz-Test 2019 von ADAC und Stiftung Warentest „gut“ ab.
News Sicherheit: Auswahl Kindersitz Smartphone schlägt Kindersitz

Erster Teil des Kindersitz-Tests 2019: Die meisten „gut“, zwei „mangelhaft“

Leider gab es aber auch Ausreißer beim Kindersitz-Test 2019 von ADAC und Stiftung Warentest: Zwei Modelle wurden für ihre besonders schlechte Leistung abgestraft und daher mit „mangelhaft“ bewertet. Beim Crashtest des Chicco Oasys i-Size Bebecare + i-Size Base (400 Euro) riss das Gurtschloss aus der Sitzschale und der Kinder-Dummy wurde herausgeschleudert. Bereits im April 2019 warnten die Tester vor dem Modell. Der Hersteller wurde vorab über das Testergebnis informiert, liefert nach eigenen Angaben nur noch eine überarbeitete Version aus und bietet Kunden den Austausch des anfälligen Gurtschlosses an. Beim 230 Euro teuren Maxi-Cosi TobiFix hingegen war beim Kindersitz-Test 2019 die zu hohe Konzentration des Flammschutzmittels TCPP im Bezugstoff das Problem – es soll im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen.
Kindersitz-Test Kindersitz-Test: 53 Sitze Jahrgang 2017 Insgesamt 53 Kindersitze im großen Test

Teil 1: Kindersitz-Test 2019 von ADAC & Stiftung Warentest (Video):

Vier Modelle mit Alarmsystem im Kindersitz-Test 2019

Vier der Modelle, die ADAC und Stiftung Warentest im Kindersitz-Test 2019 unter die Lupe nahmen, verfügen über ein optionales Alarmsystem. Damit soll verhindert werden, dass Kinder im Auto vergessen werden und beispielsweise aufgrund der Sonneneinstrahlung überhitzen. Sensoren erkennen, wenn ein Kind im Sitz sitzt oder im Sitz angeschnallt ist. Über Bluetooth werden die Alarmsysteme mit einem Smartphone verbunden. Das funktioniert allerdings nur, wenn auch die entsprechende App installiert ist und die Alarmsysteme mit dem Mobiltelefon gekoppelt sind. Entfernt sich der Fahrer aus der Reichweite des Bluetooth-Signals, geben sie eine Warnung ab und können über das verbundene Mobiltelefon auch eine Meldung an vorher in der App hinterlegte Kontakte schicken. Zwar konnten die im Kindersitz-Test 2019 überprüften Modelle – ausgenommen der Chicco Oasys i-Size – durchaus überzeugen, die Alarmsysteme jedoch nicht. Unter anderem befürchteten die Tester auch, dass sich Eltern zu sehr auf das Alarmsystem der Kindersitze verlassen könnten und weist im Zuge dessen erneut darauf hin, dass schon 15 Minuten bei praller Sonne im geschlossenen Auto für Babys und Kleinkinder lebensgefährlich sein können. Der Appell des ADAC lautet daher: „Kinder niemals allein im Auto lassen! Auch nicht nur für kurze Stopps und auch dann nicht, wenn das Auto im Schatten geparkt wurde.“ Zudem weisen die Tester darauf hin, dass im Handel mittlerweile auch entsprechende Nachrüstsysteme erhältlich sind, so dass vorhandene Kindersitze weiterhin genutzt werden können. Dabei bleibe jedoch beim Kindersitz-Test 2019 die Frage offen, ab wann so eine Nachrüstlösung eine unzulässige Veränderung am Kindersitz darstellt und deshalb die Zulassung beeinträchtigt oder erlöschen lässt.
Ratgeber Ratgeber: Autofahren bei Hitze Wenn der Sommer zur Gefahr wird

Diese Trends beobachten ADAC & Stiftung Warentest

Im Zuge des Kindersitz-Test 2019 haben ADAC und Stiftung Warentest beobachtet, dass immer mehr „mitwachsende“ Modelle in den Handel kommen. Sie lassen sich vom Säuglings- bis ins höhere Kindesalter verwenden und schnitten im Test meist mit „gut“ oder „befriedigend“ ab. So können Eltern oft Geld sparen, weil sie nicht alle paar Jahre wechseln müssen. Der Nachteil: Kinder können in einem solchen Sitz nicht außerhalb des Autos befördert werden, weil die Modelle meist schwer sind und keine Tragebügel haben. Auch Kombiprodukte eines Herstellers mit getrenntem Sitz und Basis sind den Testern zufolge auf dem Vormarsch. Bei ihnen können mit nur einer Isofix-Station im Laufe der Jahre zwei oder drei Sitze desselben Herstellers montiert werden. Eltern legen sich damit allerdings über Jahre hinweg auf einen Hersteller fest, können bei der Isofix-Station aber Geld sparen. Außerdem nahm den Ergebnissen des Kindersitz-Test 2019 von ADAC und Stiftung Warentest zufolge auch das Angebot an dreh- oder umsteckbaren Modellen zu.
News Kindersitz mit Airbag: Maxi-Cosi AxissFix Air (Preis) Weltweit erster Kindersitz mit Airbag

ADAC gibt Tipps zum Kindersitz-Kauf

Wenn man einen Kindersitz kaufen möchte, rät der ADAC Eltern dazu, sich vorher unbedingt über das aktuelle Angebot zu informieren. Dabei kann der aktuelle Kindersitz-Test 2019 helfen, aber auch Ergebnisse der letzten Jahre lassen sich hervorragend vergleichen. Außerdem solle man auf keinen Fall ein Modell kaufen, ohne es vorher mit dem Kind selber ausprobiert zu haben. Es sei daher wichtig, mit Kind und Auto beim Fachhandel vorzufahren. Zudem weisen die Tester darauf hin, dass Kindersitze mit semi-universaler Zulassung (etwa Modelle mit Stützfuß) nicht in jedem Auto montiert werden können. Entsprechenden Produkten liegt aber eine Typliste bei, mit der sich überprüfen lasst, ob das Produkt im eigenen Fahrzeug verwendet werden darf. Denn: Kindersitze müssen möglichst stramm und standsicher eingebaut werden können. Zudem sollten Eltern darauf achten, dass Gurte keine Falten werfen und möglichst geradlinig verlaufen. Bei Babyschalen sollte vor allem geprüft werden, ob die Gurtlänge ausreicht, um den Sitz sicher anschnallen zu können. Bei Sitzerhöhungen mit Rückenstütze könne es vorkommen, dass sich der Gurt nicht selbstständig aufrollt, wenn sich das Kind nach vorne beugt, so die Experten des ADAC.
News Umfrage: Kinder über ihre Eltern Eltern nerven beim Autofahren

Kindersitze: Tests & Testsieger

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. zwei Normen: nach Körpergewicht (ECE R 44) und nach Körpergröße („i-Size“)
  2. Preis-Leistungs-Vergleich: auch teure Sitze können mangelhaft sein
  3. sehr gute Babyschalen ermöglichen Rückwärtstransport bis 15 Monate
  4. mitwachsende Sitze der großen Gruppe I-III nur bedingt empfehlenswert
  5. Isofix-Anbindung in der Regel sicherer als die Montage mit Gurt
  6. namhafte Marken für sichere Maxi-Cosi (Babyschalen) sind Britax, Joie, Cybex, Kiddy und BeSafe

„Concord Vario XT-5“ als Beispiel für einen mitwachsenden Gruppe-I-III-Sitz. Das Schutzniveau eines mitwachsenden Kindersitzes liefert oft nur Durchschnitt. (Quelle: concord.de)

Wie gehen Testmagazine beim Test von Kindersitzen vor?

Federführend bei Kindersitz-Tests ist die Stiftung Warentest, geprüft wird in Kooperation mit dem ADAC. Vier Testdisziplinen muss ein Autokindersitz dabei durchlaufen: Sicherheit, Handhabung, Ergonomie und Schadstoffe. Die größten Wertungsbrocken sind Messwerte in simulierten Front- und Seitenaufpralltests und eine darauf basierende Einschätzung von Verletzungsrisiken für die Kleinen. Weitere Punkte, die Testmagazine bewerten: Wie gut halten Gurt und dämpfende Materialien die Last auf den Kinderkörper in Grenzen? Halten die Isofix-Nasen unten am Sitz die Aufprallkräfte aus oder löst sich ein Modell wie der Recaro Optia von seinem Isofix-Sockel? Behält ein Kindersitz mit Gurt-Montage beim Frontalcrash seine Position? Und meistert ein i-Size-Modell die erweiterten Sicherheits-Anforderungen an den Seitenaufprallschutz?

Wenn die auto motor & sport Kindersitze bewertet, warten ebenfalls verschiedene Dummys auf ihre Einsätze, zudem prüfen Tester auch Handling, Komfort für das Kind und ob die Bedienungsanleitung Reserven hinsichtlich der Verständlichkeit aufweist. Alle Testmagazine jedoch setzen Kindersitze verschiedener Größen auf den Prüfschlitten, ob Autoschale für Babys ab der Geburt, Kindersitze bis vier Jahre (Gruppe 0/I oder Gruppe I), etwas seltener sogenannte Reboarder, die nur oder wahlweise bis ins Kindergartenalter rückwärts im Fahrzeug montiert werden; auch Kindersitze der großen Gruppen II-III oder solche, die über die gesamte Kinderzeit mit dem Kind mitwachsen (Gruppen I-III), müssen ein mindestens befriedigendes Schutzniveau abliefern; ein schlechteres Test-Ergebnis würde dazu führen, dass sich der Sicherheitsmangel verstärkt auf die Gesamtwertung auswirkt.

Auffallend mit Blick auf die Testhistorie zu Kindersitzen ist, dass die Messverfahren mit Prüfschlitten und Kinderdummy zunehmend komplexer geworden sind; damit lassen sich neue Erkenntnisse zur Unfallsicherheit und technischen Entwicklungen beim Fahrzeugbau gewinnen, etwa mit Blick auf die Bedienung eines Kindersitzes. Nicht zuletzt tragen neue Testmethoden den Veränderungen der Gesetzeslage Rechnung. So muss sich der gesamte Prüfstand mit Testkarosserie inklusive aller Aufprallszenarien beispielsweise auf die strenge Prüfnorm i-Size (ECE R 129) ausrichten.

Da ein Kindersitz aber auch im täglichen Betrieb punkten muss, fließen Handhabung und Ergonomie mit einem festen Anteil in das Qualitätsurteil mit ein. Besonders bei den meist schweren und unhandlichen Reboard-Kindersitzen, etwa beim Modell Axkid Wolmax, sind Sitzeinbau und Umbau in andere Fahrzeuge kritische Faktoren. Die Tester erwarten leichte, einfach zu befestigende Modelle und Gurtsysteme, die nicht verdrehen oder durch versteckte Laschen am Kindersitz gefädelt werden müssen; allgemein, im Besonderen auch bei rückwärts gerichteten Sitzen, liegt das Augenmerk der Tester auf dem Platzangebot für die Beine und den Sichtverhältnissen nach draußen.

Lassen Sie sich von der Werbung der Hersteller nicht blenden: Nicht immer nützt es Eltern, wenn sie komplexe Gurt- oder Isofixsysteme vor sich haben. Als selbstverständlich setzen die Tester daher voraus, dass ein Kindersitz auch mit Blick auf das bauartbedingte Fehlbedienrisiko sicher sein muss. Das bedeutet: Auch Personen, die sonst nicht mit Kindersitzen vertraut sind, muss der sichere Einbau gelingen. Mit Tests auf PAK (polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen), bestimmten Weichmachern, Formaldehyd, Flammschutzmitteln oder phenolischen Verbindungen kommen die Tester schließlich Schadstoffen auf die Spur, die der Gesundheit der Kinder schaden könnten.

Kindersitze mit Seitenaufprallschutz

    • Gut 2,0

    ab 450 €

    • Gut 2,0

    168 €

    • Gut 2,2

    ab 479 €

Preisgünstig, aber gut: Welches sind die besten Kindersitze ohne Isofix?

Babyschalen schützen zum Teil auch ohne Isofix-Anbindung zur Fahrzeugkarosserie gut. Das freut insbesondere Eltern, die bei der Wahl ihres Kindersitzes aufs Geld achten müssen, bringt aber Nachteile bei der Handhabung. Denn einen Kindersitz nur mit dem Fahrzeug-Gurt auf der Rückbank Ihres Autos zu fixieren, kann umständlich und zeitraubend sein, insbesondere mit Kind im Sitz. Klickbare Isofix-Basisstationen sind da deutlich komfortabler – aber auch meist teurer. Der größte Haken dabei ist, dass noch längst nicht jedes Auto mit den dazugehörigen Isofixösen in der Fuge zwischen Rückbank und Lehne ausgestattet ist.

Die Cybex-Schale „Cloud Q“ schützt Babys auch ohne Isofix gut. (Bildquelle: cybex.de)

  • In der Kategorie Babyschalen ohne Isofix fallen die Maxi-Cosi-Kindersitze Citi oder Pebble positiv auf (test 6/2016) – und die Cybex Cloud Q schnitt bei Stiftung Warentest (Ausgabe 6/2015) ohne Isofix-Basis sogar geringfügig besser ab als mit Isofix-Basis Q-fix.
  • Die Stokke iZi Go Modular by BeSafe (ein Zwilling des BeSafe iZi Go Modular) war im Test (test 6/2017) mit Isofix-Basis (iZi Modular i-Size Base) sogar um eine Notenstufe schlechter als ohne Isofix-Station.
  • Eine gute Platzierung im oberen Notenspektrum teilten sich die Cybex-Babyschalen Aton 5 und Aton 5 mit Isofixbasis Aton Base 2 (test 6/2017) – aber auch eine Preisspanne im dreistelligen Bereich. Dasselbe Ergebnis bei den Babyschalen GB Idan und GB Idan mit Isofixbasis Base-fix: Die Stiftung Warentest kam zu einem guten Urteil bei der Sicherheit, die Preisdifferenz der Online-Händler erstreckt sich über einen hohen zweistelligen Betrag.
  • Gute Kleinkind-Kindersitze zur Montage mit dem Auto-Gurt besitzen Seltenheitswert in der Testlandschaft. Die meisten dieser Sitze für Kinder bis ca. vier Jahre halten sich im mittleren Notenspektrum auf. In der Gruppe I-III für Kinder bis zwölf Jahre stellt der Cybex Pallas M SL einen guten und daher empfehlenswerten Vertreter der gegurteten Kategorie (test 6/2017).

Welches sind die besten Kindersitze ab der Geburt mit sehr gutem Unfallschutz?

Für Babyschalen, also Liegeschalen speziell für Babys und Kinder bis etwa eineinhalb Jahre, gelten zwei Normen parallel nebeneinander: Die neuere i-Size-Norm (ECE R 129) orientiert sich an der Körpergröße des Kindes, die ältere – und weiterhin gültige – Norm (ECE R 44) am Körpergewicht. Wirklich etwas falsch machen können Sie nicht, und auch die Hersteller haben die Wahl, an welche der beiden Normen sie sich beim Bau ihrer Kindersitze halten. Für i-Size-Kindersitze können sie Spannen für die Körpergröße der Babys angeben, nur für klassische Babyschalen gilt einheitlich ein Maximalgewicht von 13 Kilogramm. Weil i-Size-Sitze aber auch einen Seitenaufpralltest bestehen müssen, sind die Sicherheits-Anforderungen hier höher – und Sie als Eltern mit einem i-Size-Sitz prinzipiell auf der sicheren Seite. Doch die Testhistorie zu Babyschalen zeigt, dass sich neben einigen sehr guten i-Size-Modellen auch Baby-Autokindersitze aus der klassischen ECE-Gruppe nach Körpergewicht unter die besten Kindersitze mit einreihen – zum Teil aber nur einen Bruchteil der bis 700 Euro teuren i-Size-Modelle kosten.

Eine kleine Auswahl an i-Size-Babyschalen:

  • Kiddy Evo-Luna i-Size
  • Cybex Aton M i-Size mit Basis M i-Size
  • Britax-Römer Baby-Safe i-Size mit i-Size Basis
  • Cybex Aton Q i-Size mit oder ohne i-Size-Basis Q-i-Size
  • Joie i-Gemm
  • Maxi-Cosi Pebble Plus mit und ohne Isofixbasis
  • BeSafe iZi Kid X2 i-Size
  • BeSafe iZi Go Modular i-Size

Klassische Babyschalen bis Körpergewicht 13 Kilogramm (ECE-Gruppe 0+):

  • Cybex Aton 5 mit oder ohne Aton Base 2
  • GB Idan mit oder ohne Base-fix

Welchen Vorteil bringen Kindersitze zum Drehen?

Die Entwicklung drehbarer Kindersitze kennt zwei Ausprägungen. Zum einen als vorwärts wie rückwärts montierbare Kleinkindsitze, die sich bis zu vier Jahre lang rückwärtsgerichtet im Auto verstauen lassen; zum anderen als rotierbare Babyschalen, allerdings mit Schwerpunkt auf Bedienkomfort: Hier geht es um schnelles Ein- und Aussteigen und um bequemes Anschnallen ohne tiefe Verbeugungen durch zur Türseite drehbare Schalen. Letztere bringen es auf hohe Beliebtheitswerte bei den Eltern – und an Beispielen wie dem Recaro Zero.1 Elite, Nuna Rebl Plus i-Size oder Joie spin 360 lassen sich die Bemühungen der Hersteller ablesen, Eltern beim Umgang mit den Sitzen möglichst gut zu unterstützen. Doch die Vorzüge sind oft theoretisch, wie Nutzermeinungen zeigen: Der Nutzwert drehbarer Kleinkindsitze wie etwa dem Maxi-Cosi Milofix, GB Vaya i-Size oder Cybex Sirona M2 i-Size scheitert an zu wenige Beinfreiheit für die Kleinen, oft muss mit zweieinhalb Jahren ein neuer Sitz her. Babyschalen, die sich zur Tür drehen lassen, finden Kunden meist überzeugend – und der Mehrpreis relativiert sich, da ein Folgesitz erst nach etwa drei bis vier Jahren fällig wird. Babyschalen, auch solche für Kinder bis 15 Monate, müssen viel früher ausgetauscht werden.

Schützen nur teure Kindersitze gut?

Eine unerfreuliche Erkenntnis aus dem ADAC-Kindersitztest vom Sommer 2019 lautet: Für Kindersitze müssen Sie immer tiefer ins Portemonnaie greifen. Die Preisspanne bei den getesteten Modellen bis 36 Kilogramm Körpergewicht reicht von ca. 200 bis mindestens 500 Euro. Doch teuer ist nicht gleich gut, das zeigt etwa der Testversager Chicco Oasys i-Size für 400 Euro eindrucksvoll. Umgekehrt schützen Kindersitze unter 100 Euro zum Teil überraschend gut. Dazu zählen beispielsweise der Nania Beone SP für rund 50 Euro oder der Britax Römer Adventure für rund 80 Euro (jeweils zum Testzeitpunkt), für die die ADAC-Tester jeweils die Note „Gut“ vergeben konnten.

Modell „GB Vaya i-Size“: Beispiel für einen um die eigene Achse drehbaren Kleinkindsitz mit den Vorzügen eines vollwertigen Reboard-Kindersitzes. (Quelle: gb-online.com)

Kindersitze mit rotierbarer Sitzschale im Überblick

    • Gut 1,7
    • Gut 2,0

    ab 450 €

    • Gut 2,2

    ab 479 €

Mitwachsende Kindersitze im Überblick

    • Gut 2,0

    ab 450 €

    • Gut 2,2

    ab 479 €

    • Gut 2,4

    ab 185 €

Gibt es überhaupt sehr gute mitwachsende Kindersitze?

In Tests sind die sogenannten mitwachsenden Sitze, also verstellbare Sitzsysteme für das gesamte Kindersitzalter, in der Rubrik Unfallschutz meist nur „befriedigende“ Vertreter ihrer Gewichtsklasse. Für eine Topbewertung als herausragende Gruppe-I-III-Kindersitze sind die Belastungswerte im Prüfbetrieb meist zu hoch oder eine sichere Gurtführung über Schulter und Becken ist nicht gewährleistet. Für die Kleinen bleibt ein mittleres bis hohes Verletzungsrisiko. Schlecht sieht es außerdem mit mitwachsenden Sitzen für alle Bedürfnisse aus. So lieferte der bislang einzige dieser Art (Graco Milestone für die Gruppen 0+ bis III) im Test einen nur „ausreichenden“ Schutz bei der Simulation eines Frontalzusammenstoßes.

Ein einziger Kindersitz von Geburt an reicht in der Regel nicht aus, sagen auch die Tester. Die besten „All-in-One-Sitze“ machen in der Kerndisziplin, der Unfallsicherheit, Punkte mit besonderen Schutzeigenschaften gut, die es sonst nur bei Sitzen für kleine Kinder gibt: mit zusätzlicher Befestigungsmöglichkeit an Isofixverankerungen, die den Kurvenhalt erhöhen und den Sitz bei einer Vollbremsung besser in Position halten – den Unfallschutz laut ADAC aber oft nicht verbessern. Die Isofixsysteme in den großen Gruppen sind meist an der Silbe „fix“ im Produktnamen zu erkennen, z. B. Kiddy Cruiserfix III, LCP Kids Saturn iFix oder Casualplay Multipolaris Fix.

Die Stiftung Warentest und ADAC raten Eltern, zu Beginn eine gute Babyschale zu kaufen. Erst wenn der Kopf des Kindes über den Rand der Babyschale hinausragt, werde ein Folgesitz fällig. Viele der größeren Sitze passen dann für das gesamte Kindergarten- und Schulalter. Empfehlenswert sind aber nur solche, deren Lehne und Kopfteil sich leicht an das Wachstum und die Bedürfnisse der Kleinen anpassen lassen. Für einen sicheren Transport raten wir, besonders die Anpreisungen der Online-Händler zu hinterfragen: Bei vielen preiswerten Sitzen der großen Gruppe II-II lässt sich das Rückenteil abnehmen, damit der Sitz auch größeren Kindern passt. Im realen Unfallgeschehen würde damit zugleich aber der komplette Seitenschutz wegfallen. Solche Sitzerhöhungen sind nicht vertrauenswürdig. Die getesteten dieser Art, etwa die Graco-Sitze Logico L oder Junior Maxi, entpuppten sich alle als mangelhaft.

Neuester Clou? – Kindersitze mit Alarmsystem

In den vergangenen Jahren starben mehrere Kleinkinder zum Beispiel an Hitzschlag, weil sie stundenlang im Auto sitzen gelassen wurden. In Italien sind deshalb Kindersicherungsvorschiften geplant, an die sich in bestimmten Fällen auch deutsche Reisende halten müssen. Wann diese Regelungen inkrafttreten und welche technischen Anforderungen sie im Detail aufstellen, ist derzeit noch offen. Reisen Sie mit dem eigenen Auto mit deutscher Zulassung nach Italien, haben Sie aber nichts zu befürchten, wenn Sie einen Sitz ohne Alarmsignal verwenden. Anders nur, wenn Sie ein in Italien zugelassenes Mietfahrzeug nutzen.

Maxi-Cosi, der Pionier in Sachen Kindersicherheit schlechthin, hat auch hier wieder die Nase vorn: Ein eSafety-Sitzkissen für Maxi-Cosi-Kindersitze soll helfen, die Kleinen nicht zu vergessen. Es wird mit Ihrem Smartphone gekoppelt und registriert, ob sich ein Baby im Sitz befindet. Im Notfall informiert Ihr Handy automatisch drei zuvor festgelegte Notfallkontakte und teilt den Standort des Kindes mit. Mit dem Cybex Sensorsafe, einem Clip zur Befestigung am Sicherheitsgurt des Kindes, nutzen Sie ein ganz ähnliches Alarmsystem. Es wird über Bluetooth und einer App mit Ihrem Smartphone verbunden und alarmiert Sie, wenn es zu einer gefährlichen Situation kommt.

Anlässlich des ADAC-Kindersitztests von 2019 warnen Experten aber vor solchen Systemen. Zwar konnten die vier getesteten Kindersitze – mit Ausnahme des Testverlierers Chicco Oasys i-Size – in Sachen Unfallsicherheit überzeugen; doch die dazugehörigen Notfallsysteme könne man nicht empfehlen. Sie könnten Eltern eine Sicherheit vorgaukeln und Gefahren für das Kind erst hervorrufen, anstatt es davor zu schützen. Auf der Suche nach immer ausgereifteren Sicherheitskonzepten für Kindersitze kann ein noch so ausgereiftes Schutzniveau offenbar flöten gehen.

Kleinkind an Bord? Kindersitze der Gruppe 1 im Test

Schon Tempo 30 kann tödlich sein. Aus diesem Grund ist eine gewissenhafte und vorschriftsmäßige Sicherung von Kindern im Auto unerlässlich und damit der richtige Kindersitz. Doch welcher ist der richtige?

Probesitzen vor dem Kauf

Im ersten Lebensjahr gibt es in der Regel keine großen Fragen: Fährt ein Baby im Auto mit, ist es in einer Babyschale am sichersten aufgehoben. Der Markenname Maxi-Cosi wird hier oft gleichbedeutend mit der Babyschale verwendet. Danach kommen für Kleinkinder Sitze der Gruppe 1 infrage. Für große Kinder bieten sich diese Sitze unter Umständen auch schon ab dem neunten Lebensmonat an. Hier lässt Du Dich am besten im Geschäft beraten.

In einem Kindersitz der Gruppe 1 können Kinder Platz nehmen, die zwischen neun und 18 Kilogramm wiegen und nicht älter als vier Jahre sind. Wichtiger Tipp: Bei Autokindersitzen gibt es keine Vorschriften bezüglich der Körpergröße. Deshalb ist es wichtig, dass ein Sitz vom Kind selbst getestet wird, bevor Du ihn kaufst. Beim Probesitzen kannst Du sichergehen, dass Dein Kind auch wirklich perfekt in den Kindersitz passt und so im Ernstfall optimal geschützt ist.

Quelle: Silvia Marks / picture alliance / dpa Themendienst Gute Kindersitze schützen Kinder bei Unfällen vor schlimmen Verletzungen

Vorwärts oder rückwärts gerichtet?

Wenn Du einen Autokindersitz der Gruppe 1 kaufen möchtest, bieten Dir die Hersteller in der Regel zwei Optionen an. Kindersitze der Gruppe 1 gibt es nämlich entweder als vorwärts gerichteten Autositz oder in der rückwärts gerichteten Variante. Die rückwärts gerichtete Variante ähnelt dem Konzept der Babyschalen wie dem Maxi-Cosi. Solche Sitze sind deshalb sinnvoll, weil sie die Nackenmuskeln von Babys und kleinen Kindern schützen können. Diese sind in diesem Alter noch nicht komplett ausgebildet und können bei einem Autounfall schwerwiegenden Schaden nehmen, wenn ein Kind in einem vorwärts gerichteten Sitz der Gruppe 1 im Auto mitfährt.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sein Kind so lange wie möglich in einem rückwärts gerichteten Kindersitz im Auto mitfahren lassen. Eine gute Möglichkeit, um sich alle Optionen offenzuhalten, ist zum Beispiel ein drehbarer Kindersitz wie der Britax Römer Dualfix i-Size. Der Hersteller hat diesen Kindersitz so konzipiert, dass er sowohl das rückwärts gerichtete als auch das vorwärts gerichtete Fahren ermöglicht.

Isofix, Top Tether? Das steckt hinter den Begriffen

Kindersitze der Gruppe 1 haben einige Merkmale gemeinsam: Normalerweise sind sie vom Hersteller mit einem sogenannten Fünfpunkt-Gurtsystem ausgestattet, das das Kind im Sitz sichert. Natürlich muss aber nicht nur das Kind im Sitz gut fixiert sein, auch der Kindersitz selbst muss absolut sicher mit der Autositzbank verbunden sein.

Manche Kindersitze können einfach mit einem Dreipunktgurt verspannt werden. Mehr Sicherheit gewährleistet jedoch in der Regel das Befestigungssystem Isofix. Dieses besteht aus zwei starren Haltebügeln und stellt eine stabile Verbindung zwischen Karosserie und Kindersitz her. Mit der Isofix-Halterung lassen sich Kindersitze sehr fest im Auto verankern. Das System ist nach der ISO-Norm 13216 standardisiert. Diese Norm gilt für die Haken und Ösen. Sie gibt jedoch keine Garantie, dass jeder Isofix-Kindersitz auch wirklich in jedes Auto passt. Zudem muss ein Isofix-Sitz noch zusätzlich gesichert werden, damit er nicht kippt. Entweder über einen Standfuß einer Basisstation oder über einen sogenannten Top Tether.

Der Top Tether gilt im Allgemeinen als besonders sicher. Im Prinzip versteht man unter dem Top Tether einen zusätzlichen Sicherheitsgurt an der Rückseite des Kindersitzes. Er soll noch mehr Sicherheit im Falle eines Unfalls bringen. Dieser zusätzliche Haltegurt wird in der Regel am oberen Ende des Sitzes befestigt und über die Rückenlehne an einem dafür vorgesehenen Verankerungspunkt im Auto festgemacht. Der Befestigungspunkt für den Top Tether ist seit Februar 2011 in allen in der EU zugelassenen Fahrzeugen Pflicht.

Optimale Gurtposition

Autokindersitze der Gruppe 1 sind in der Regel je nach Größe verstellbar. Bei der Verstellung solltest Du unbedingt daran denken, dass sich mit dem gesamten Sitz auch das Gurtsystem verschiebt. Damit Dein Kind im Auto optimal geschützt ist, sollte der Ansatz des Gurtes unmittelbar über der Schulter des Kindes verlaufen. Überprüfe in regelmäßigen Abständen, ob das auch wirklich der Fall ist.

Welcher Sitz passt? Tipps für den Einkauf

Wer auf der Suche nach einem passenden Autokindersitz der Gruppe 1 ist, wird schier erschlagen vom großen Herstellerangebot von Britax Römer über Maxi-Cosi bis hin zu vielen weiteren. Es gibt jedoch einige Merkmale, die die Suche etwas erleichtern können. Zum Beispiel ist es sinnvoll, wenn die Neigung des Kindersitzes verstellt werden kann. So können die Kinder während der Fahrt im Auto in eine leicht liegende Position gebracht werden und befinden sich dennoch im geschützten Bereich des Kindersitzes. Würden sie im Auto in aufrechter Position einschlafen, würde der Kopf automatisch nach vorne kippen und so ungeschützt aus dem Sitz herausragen. Dies wäre bei einem Seitenaufprall eine Gefahr.

Auch die Polsterung solltest Du im Auge behalten. Hier gibt es einige Unterschiede zwischen den Modellen. Einige Hersteller von Kindersitzen der Gruppe 1 bieten zum Beispiel besondere Polsterungen für mehr Sicherheit oder einen zusätzlichen Seitenaufprallschutz an. Es gibt auch Kindersitze der Gruppe 1, die ein Belüftungssystem integriert haben – für mehr Komfort beim Autofahren.

Ein weiterer Hinweis, der bei der Kindersitzauswahl helfen kann, sind die Prüfsiegel. Schau bei Deiner Auswahl, ob Du das Siegel ECE R 44 mit der Prüfnummer 03 oder 04 entdeckst. Du findest sie in der Regel auf orangefarbenen Aufklebern. Dieses Siegel sagt aus, dass der Autositz nach der neuesten Norm getestet und zugelassen ist. Es gibt auch immer noch Sitze, die nur der Norm EC 44 01 oder 02 entsprechen. Diese Autositze sind allerdings seit ein paar Jahren verboten. Übrigens: i-Size-Kindersitze haben auch eine Prüfnorm – sie lautet ECE R 129. Diese Norm ist international und gilt in mehr als 600 Ländern.

Was bedeutet i-Size?

Auf Deiner Suche nach dem richtigen Kindersitz der Gruppe 1 wirst Du mit Sicherheit auf folgenden Begriff stoßen: i-Size. Damit wird ein verbesserter Standard für Kindersitze beschrieben. Kindersitze, die nach i-Size zugelassen sind, müssen im Front- und Seitenaufprall besonders sicher sein. Kindersitze mit i-Size werden darüber hinaus immer mit Isofix eingebaut, damit es nicht zu einer falschen Montage kommt.

Ein weiterer Unterschied der i-Size-Sitze: Sie orientieren sich an der Körpergröße des Kindes und nicht daran, wie viele Kilogramm es auf die Waage bringt. Das ist insofern eine Verbesserung, weil Kinder so nicht zu früh in einen Folgesitz wechseln. Auch i-Size-Sitze sind auf ein Maximalgewicht beschränkt. Es errechnet sich aus dem Gewicht des Kindes und dem des Kindersitzes. Zusammen dürfen 33 Kilogramm nicht überschritten werden.

Immer Gruppe 1? Oder gibt es Kindersitz-Alternativen?

Ja, Alternativen gibt es! Und zwar die sogenannte Gruppe 1-2-3. Kindersitze dieser Gruppe können direkt nach der Babyschale benutzt werden. Eigentlich sind Sitze der Gruppe 1-2-3 ein Gruppe-1-Sitz und ein Gruppe-2-3-Sitz in einem. Wenn das Kind 18 Kilogramm wiegt und damit aus dem Gruppe-1-Sitz herausgewachsen ist, muss kein neuer gekauft werden. Denn bei diesen Sitzen kann der Fünfpunkt-Gurt ausgebaut und die Kopfstütze weiter verstellt werden.

Es gibt Sitze der Gruppe 1-2-3, die anstelle des Gurtsystems über einen Fangkörper verfügen. Kindersitze der Gruppe 1-2-3 sind praktisch, weil dadurch eine Anschaffung entfällt. Allerdings sitzen Kinder häufig in Gruppe-1-Sitzen besser. Diese Sitze sind optimal auf Kleinkinder zugeschnitten und bieten in der Regel eine optimale Passform.

Wie heißen die Testsieger?

Kindersitze befinden sich permanent unter Beobachtung – auch die Stiftung Warentest und der ADAC führen regelmäßig Kindersitz-Tests durch und schauen sich immer wieder viele unterschiedliche Hersteller und Modelle an. Die Testsieger können wertvolle Orientierung im unübersichtlichen Angebot auf dem Markt geben.

Gut abgeschnitten haben im Kindersitz-Test in den letzten Jahren zum Beispiel folgende drei Autositze:

Guardianfix 3

Dieser Kindersitz ist im Kindersitz-Test der Stiftung Warentest und des ADAC im Jahr 2017 einer der Testsieger in den Gruppen 1, 2 und 3 geworden und hat das Ergebnis „gut“ erhalten. Der Kindersitz verfügt über viele zusätzliche Funktionen wie eine tiefere Sitzposition sowie eine bis zu fünffach verstellbare Beinauflage. So passt sich der Sitz ideal an das Kind an. Er kann bereits für Kinder ab neun Monaten benutzt werden – und selbst Zwölfjährige (maximal 36 Kilo) können ihn noch nutzen.

Phoenixfix 3

Dieser Kindersitz wurde im Jahr 2016 Testsieger der Stiftung Warentest in der Kategorie „Bester Kindersitz in der Gruppe 1“. Er entspricht allen aktuellen Sicherheitsstandards und bietet vor allem für kleinere Kinder mit einem Sitzkissen und einem modernen Fangkörpersystem einen guten Schutz. Praktisch: Auch er wächst mit und passt sich an die jeweilige Größe des Kindes an. So kann er bereits für neun Monate alte Babys genutzt werden – ebenso wie für vierjährige Kinder, wenn sie 18 Kilogramm Körpergewicht nicht überschreiten.

Britax Römer Dualfix i-Size

Im Kindersitz-Test des ADAC hat der Britax Römer Dualfix i-Size gut abgeschnitten. Auch von Stiftung Warentest wurde der Sitz getestet und mit „gut“ bewertet. Im i-Size Dualfix können Kinder bis zu einer Größe von 1,05 Metern Platz nehmen. Bei einem Frontalaufprall oder Seitencrash bietet er guten Schutz. Der Britax Römer Dualfix i-Size hat zwar auch eine Zulassung für Neugeborene – Babys lassen sich darin aber nicht wie mit dem Maxi-Cosi zum Auto tragen. Der Sitz ist sehr schwer und wird fest im Auto montiert.

Und was kommt nach der Gruppe 1?

Ist Dein Kind älter als dreieinhalb Jahre und wiegt zwischen 15 und 25 Kilogramm, kann es nach dem Autokindersitz der Gruppe 1 auf Gruppe 2 umsteigen. Auch hier gilt, sich nicht nur auf die Maße des Kindes zu verlassen, sondern darauf zu achten, dass das Kind den Sitz vor dem Kauf auch wirklich getestet hat. Nur so lässt sich sagen, ob der Autositz auch tatsächlich passt und damit die gewünschte Sicherheit bietet.

Kindersitze nach Gruppen

Stiftung Warentest bewertet regelmäßig Kindersitze der Gruppe 1 (Kindersitze 9 bis 18 kg) sowie weitere Größenklassen. Die Kindersitz-Tests geben dabei gute Orientierung im großen Angebot an Sitzen. Nicht immer muss es jedoch der Testsieger sein, der am besten zu Deinen Anforderungen und denen Deines Kindes passt.

Stiftung Warentest hat zudem eine gute Übersicht über die gängigen Größen und Gruppen bei Kindersitzen zusammengestellt, die helfen kann, die passende Größe für Dein Kind zu bestimmen. Unterschieden wird dabei grob zwischen den sogenannten Normgruppen und den mitwachsenden Kindersitzen.

Normgruppen Gewicht (etwa) Alter (etwa) Körpergröße (etwa)
Gruppe 0 bis 10 kg Geburt bis 1 Jahr bis 75 cm
Gruppe 1 9 bis 18 kg 1 bis 4 Jahre 75 cm bis 100 cm
Gruppe 2 15 bis 25 kg 3,5 bis 7 Jahre bis 125 cm
Gruppe 3 25 bis 36 kg 7 bis 12 Jahre bis 150 cm
i-Size (Phase 1) bis 23 kg Geburt bis 4 Jahre 40 cm bis 105 cm
i-Size (Phase 2) 20 bis 36 kg 4 bis 12 Jahre 100 cm bis 150 cm

Mitwachsende Sitze Gewicht (etwa) Alter (etwa) Körpergröße (etwa)
Gruppe 0+ bis 13 kg Geburt bis 15 Monate bis 90 cm
Gruppe 0+/1 bis 18 kg Geburt bis 4 Jahre bis 100 cm
Gruppe 1/2 9 bis 25 kg 1 Jahr bis 7 Jahre 72 cm bis 125 cm
Gruppe 1/2/3 9 bis 36 kg 1 bis 12 Jahre 75 cm bis 150 cm

Wohin mit dem Kindersitz?

Am sichersten ist der mittige Sitzplatz auf der Rückbank – wenn möglich, sollte der Kindersitz also an dieser Stelle montiert werden. Sicher ist der Platz, weil bei einem Aufprall dort das Risiko am geringsten ist, dass durch Fensterscheiben, Frontscheibe oder Rückenlehnen das Kind verletzt wird. Der zweitbeste Platz für einen Autokindersitz ist die rechte Seite auf der Rückbank. Hier befindet sich der Sitz auf der Gehwegseite – das bietet Eltern und Kind beim Ein- und Aussteigen zusätzlichen Schutz.

Sicherheit, Handhabung, Ergonomie und Schadstoffgehalt bei den Kindersitzen waren laut ADAC Hauptkriterien im aktuellen Test.

Das Ergebnis: Von den 22 Produkten erhielt keines das Urteil „sehr gut“. 13-mal vergaben die Tester die Note „gut“. Drei Kindersitze schnitten „befriedigend“ ab. Allerdings wurden sechs Kindersitze „mangelhaft“ bewertet.

Zu den Verlierern zählen zwei Babyschalen. Auch wegen hoher Schadstoffwerte fallen die Modelle „Cybex Aton 4“ und „Cosatto Hold“ bei den Testern durch. Kindern kommen in den Sitzen direkt mit krebserregenden Stoffen in Kontakt.

Hier können Sie den ADAC-Kindersitztest 2015 downloaden.

Generell zeigt der Test von ADAC und Stiftungwarentest, dass in jeder Gewichtsklasse und für jedes Alter mehrere mit „gut“ getestete Sitze zu haben sind.

Wer auf der Suche nach einem passenden Kindersitz ist, sollte sein Auto auf jeden Fall zum Kauf mitnehmen, empfehlen die Experten. Nur so können Eltern überprüfen, ob das Modell auch in den Wagen passt.

Altersklasse Produkt „Note“
Bis 13 Kilogramm (0+)

Graco SnugFix + SnugFix Isofix Base, Graco SnugFix

Simple Parenting Doona+ Car Seat

Simple Parenting Doona+ Car Seat

Isofix Base

„gut“

I-Size

(Kindersitze
werden nach Größe
und nicht
nach Gewicht klassifiziert)

Maxi-Cosi Pebble Plus + 2wayFix

Maxi-Cosi Pebble Plus (jeweils 45-75 cm)

Concord Reverso (40-105 cm)

„gut“
9 bis 18 Kilogramm (I)

Maxi-Cosi Tobi

Britax Römer King II LS

„gut“
9 bis 36 Kilogramm (I/II/III) Joie Trillo Shield „gut“
15 bis 36 Kilogramm

Britax Römer Kid II

Britax Römer Kidfix SL

Kiddy Smartfix

„gut“

So wurde getestet

Für die Frontalaufprallversuche wurden die Kindersitze auf der Fahrzeug-Rücksitzbank einer VW-Golf-VII-Karosserie montiert. Beim Seitenaufprall waren die Sitze auf einer Testbank mit eindringender Türe montiert. Kameras hielten den Crashtest im Film fest.

Schadstoffe in Kindersitzen

Seit 2011 gehört eine Schadstoffprüfung zum Test. Dabei werden jene Teile, mit denen ein Kind in Kontakt kommt auf den Gehalt von Weichmachern, Flammschutzmitteln, Formaldehyd und Phenolverbindungen untersucht.

tz

Kindersitze > Gruppe 2/3

Die Kindersitz-Gruppe 2/3 bietet sichere Fahrt für Kinder zwischen 15 und 36 Kilogramm.

  • Gewicht: 15 – 36 kg

  • Alter: 4 – 12 Jahre

Nicht das Alter, sondern das Gewicht ist ausschlaggebend, um das Kind sicher und korrekt im Auto zu transportieren.

Ein Kindersitz der Gruppe 2 ist für Kinder mit einem Gewicht von 9-18 Kilogramm geeignet. Kinder zwischen 18 und 36 Kilo sind mit einem Sitz aus der Kindersitz-Gruppe 3 besser beraten. Auch mitwachsende Modelle der Kindersitz-Gruppe 2/3 können gut passen – diese Gruppe deckt die Gewichtsklasse von 15-36 Kilogramm ab.

Kindersitz-Gruppe 2 – wann passt er?

Wenn das Kind unter 12 Jahren oder 1,50 Meter Körpergröße ist, benötigt es einen Kindersitz. Für Kinder zwischen 9 und 36 Kilogramm ist die Kindersitz-Gruppe 2/3 ideal geeignet.

TESTSIEGER KINDERSITZE DER GRUPPE 2/3

Alle Kindersitze der Gruppe 2/3

Testergebnis Kindersitze Gruppe 2/3
Kindersitz Note Preis Kaufen
Cybex Silver Solution X2-fix 1,0 UVP 170 € Zu Amazon
Cybex Silver Solution X-fix 1,0 UVP 160 € Zu Amazon
Cybex Free-fix 1,0 UVP 180 € Zu Amazon
Joie trillo LX 2,0 UVP 100 € Zu Amazon
RECARO Monza Nova 2 2,0 UVP 300 € Zu Amazon
Maxi-Cosi Rodi XP Fix 2,0 UVP 160€ Zu Amazon
Britax Römer Adventure 3,0 UVP 100€ Zu Amazon
Storchenmühle Starlight SP 3,0 UVP 200€ Zu Amazon
Maxi-Cosi Rodi SPS 3,0 UVP 100€ Zu Amazon
KIDS IM SITZ Alto Ferrari 5,0 UVP 100€ Zu Amazon

Kindersitze > Gruppe 2/3

Auto­kinder­sitze: 491 Kinder­sitze im Test – Sicherheit für Ihr Kind

Auto­kinder­sitze – die Norm­gruppen im Klar­text

i-Size (Phase 1 von 40 bis maximal 105 Zenti­meter, entspricht etwa Norm­gruppe 0+/I und Phase 2 von 100 bis 150 Zenti­meter entspricht etwa Norm­gruppe II/III). Wesentliche Unterschiede zu den unten genannten, weiterhin gültigen Norm­gruppen nach ECE 44: Hier erfolgt eine Einteilung nach Körpergröße und nicht nach Gewicht. Kinder bis 15 Monate müssen rück­wärts gerichtet sitzen. Man spricht hier auch vom Reboarder. Auch für den Schutz beim Seiten­aufprall gibt es Vorschriften. i-Size-Sitze durften ursprüng­lich nur mit dem Einrast­system Isofix befestigt werden. Es gibt mitt­lerweile aber i-Size-Sitze (Phase 3), die sich mit dem Auto­gurt befestigen lassen – für Oldtimer zum Beispiel. Optimal: Es gibt eine ganze Reihe i-Size-zertifizierter Autos. Die sind von Hause aus auf die neue Sitznorm optimiert und bieten selbst­verständlich Isofix-Anker. Tipp: Verbindlich vorgeschrieben ist i-Size nicht. Sie können weiterhin andere mit Sehr Gut und Gut bewertete Sitze bedenkenlos kaufen und verwenden:
Daten­bank: i-Size-Sitze bis maximal 105 cm
Daten­bank: i-Size-Sitz von 100 bis 150 cm.

Babyschalen 0+ (bis 13 Kilogramm). Reichen für Klein­kinder bis etwa 15 Monate. In diesem Alter sind die Kinder etwa 76 bis 88 Zenti­meter groß. Tipp: Wählen Sie einen rück­wärts gerichteten Sitz (Reboarder-Kinder­sitz). Ihr Kind fährt darin sicherer. Die Babyschale ist zu klein, wenn der Kopf Ihres Kindes über den oberen Schalenrand ragt.
Daten­bank: Babyschalen 0+.

Norm­gruppe I (9 bis 18 Kilogramm). Vierjäh­rige sind statistisch zwischen 96 und 112 Zenti­meter groß. In diesem Alter über­schreitet bereits jedes vierte Kind das Gewichts­limit von 18 Kilogramm. Tipp: Kaufen Sie einen mitwachsenden Sitz. Bei diesen Sitzen lassen sich Breite, Höhe und Gurt­verlauf anpassen.
Daten­bank: Kindersitze der Normgruppe I.

Norm­gruppe II (15 bis 25 Kilogramm). Sechs­jährige sind zwischen 108 und 127 Zenti­meter groß. Jedes zweite Kind ist in diesem Alter bereits schwerer als 25 Kilogramm. Tipp: Auch in dieser Alters­gruppe helfen mitwachsende Sitze. Verwenden Sie den Sitz aber stets mit Rückenlehne und Kopf­stütze. Nur so fährt Ihr Kind wirk­lich sicher.

Norm­gruppe III (22 bis 36 Kilogramm). Zwölfjäh­rige sind zwischen 139 und 168 Zenti­meter groß. Kinder ab einer Größe von 1,50 Meter benötigen keinen Kinder­sitz mehr. Sie können den normalen Auto­gurt benutzen. Kinder die kleiner sind, sollten im Auto­kinder­sitz sitzen – auch wenn sie schwerer sind als 36 Kilogramm. Tipp: Optimieren Sie den Gurt­verlauf des Auto­gurts über die obere Verstell­einrichtung. Wichtig: Der Gurt muss über die Schulter laufen. Er darf am Hals nicht einschneiden.

Kindersitz 9-36 kg mit ISOFIX im Test

Welcher Kindersitzgruppe entspricht der Intervall Kindersitz 9-36 kg? Welcher Gruppe der Intervall Kindersitz 15-36 kg? Wie funktioniert ISOFIX? Was ist beim Airbag zu beachten?

Vor dem Kauf eines Kinderautositzes sollten Sie sich gründlich informieren.

Wir bieten Ihnen einen Überblick zu den 5 besten Kindersitzen von 9-36 kg.

Nicht nur über den Sitz selber, sondern auch über die zahlreichen Begleitumstände. Gesetzliche Regelungen, Einbau, Flugzeugzulassung, Airbags und und und…

Die 5 besten Kindersitze von 9 bis 36 kg im Überblick:

Hier haben wir für Sie die wichtigsten und häufigsten Fragen auf einen Blick, damit Sie nach den passenden Antworten nicht lange suchen müssen. Ferner verlinken wir weiterführende Informationen.

Kindersitz 9-36 kg oder Kindersitz 15-36 kg – Wie werden die Gruppen abgegrenzt?

Es gibt keine allgemeingültige Einteilung Normierung der einzelnen Gruppen. Jeder Hersteller besitzt seine eigenen Alter-, Gewichts- und Größenangaben. Unsere Testberichte und Bestenlisten orientieren sich an den folgenden Gruppen und Alter-, Gewichts- und Größenangaben über die die meisten Autokindersitze der Hersteller eingruppiert und gegenübergestellt werden können.

  • Gruppe 0+
    • Geburt bis ca. 18 Monate
    • Bis ca. 13 kg
    • Ca. 40 – 85 cm
    • Kindersitze dieser Gruppe werden in der Regel als Babyschalen bezeichnet
  • Gruppe 1
    • Ca. 9 Monate – 4 Jahre
    • Ca. 9 kg bis ca. 18 kg
    • Ca. 80 – 105 cm
  • Gruppe 2/3
    • Ca. 3 Jahre – 12 Jahre
    • Ca. 15 kg – 36 kg
    • Ca. 100 – 150 cm

Kindersitz 15-36 kg – Cybex Solution X

Die genannten Zahlen sind Durchschnittswerte und jedes Kind ist einzigartig. So kann bei großen Kindern die Babyschale zum Beispiel schon nach 11 Monaten statt 18 Monaten zu klein sein.

Darüber hinaus bieten fast alle Hersteller Autositze an die dank Fangkörber und Größenverstellung für mehrere der oben genannten Gruppen zugelassen sind.

Ein Kinderautositz der in die Kategorie Kindersitz 9-36 kg passt, wäre zum Beispiel der Cybex Pallas 2-Fix. Ein Autokindersitz, welcher in die Kategorie Kindersitz 15-36 kg passt, wäre zum Beispiel der Cybex Solution X.

Auch andere Hersteller (z.B. Maxi Cosi, Recaro oder Britax Römer) bieten Kindersitze an die für mehrere Gruppen zugelassen sind. Kinderautositze die für mehrere Gruppen zugelassen sind, werden von uns in jeder Gruppenbestenliste geführt für die sie zugelassen sind.

Wie sieht die gesetzliche Bestimmung aus?

Wenn Sie ganz auf Nummer sicher gehen wollen, dann sollten Sie sich den Paragraphen 21 der Straßenverkehrsordnung ansehen. Hieraus wird ersichtlich, dass in einem Fahrzeug nur so viele Personen befördert werden dürfen, wie Sitzplätze mitsamt Sicherheitsgurt vorhanden sind.

Dabei müssen Kinder, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und kleiner als 150 Zentimeter sind, mit einem passenden Kinderautositz mitgenommen werden.

Wenn Sie 3 Kinder auf der Rückbank mitnehmen wollen, besteht für Sie folgende Ausnahmeregelung: Sofern Sie bereits zwei Autokindersitze auf der Rückbank installiert haben und der Platz hinten für ein drittes Kinderrückhaltesystem nicht mehr ausreicht, darf das dritte Kind mit einem standardmäßigen 3-Punkt-Gurt gesichert werden.

Ein Verzicht auf jegliche Sicherung ist jedoch strafbar. Wenn es zu diesem Fall kommen sollte, wird strengstens empfohlen, das größte und schwerste Kind nur mit dem 3-Punkt-Gurt zu sichern.

Für Kinder, die das 3. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gilt ein absolutes Beförderungsverbot ohne adäquates Kinderautositzsystem. Besitzen Sie ein älteres Fahrzeugmodell, das auf dem Beifahrersitz über keine Fahrzeuggurte verfügt, so dürfen Sie Ihr Kind nur auf der Rückbank mitführen. Ist keine Rückbank vorhanden oder fehlen auch hier die Sicherheitsgurte, so ist die Beförderung gänzlich untersagt.

Produkte, die über die veralteten Sicherheitsnormen CE44/02 oder 44/01 verfügen, sind nicht mehr für die Beförderung im Straßenverkehr zugelassen. Hierbei handelt es sich um veraltete Sicherheitsauflagen.

Zusammengefasst: Mit der Vollendung des 12. Lebensjahres oder mit dem Erreichen einer Körpergröße von 150 Zentimetern endet für das Kind die rechtliche Pflicht der Beförderung mit einem Kinderautositz.

Kindersitz 9-36 kg – Was ist beim Einbau zu beachten?

Bauen Sie den Kinderautositz vor dem Kauf unbedingt zur Probe einmal in jedes Fahrzeug ein, in dem Sie den Sitz verwenden wollen. Ausgewählte Autokindersitze haben noch ein spezielles Gurtstraffungssystem, um die Bremsverzögerung des Fahrzeugs unmittelbar auf den Sitz zu übertragen.

Es gibt ein Merkmal, an dem man direkt erkennt, ob der Sitz korrekt eingebaut ist. Wenn Sie das Gurtschloss des Sitzes lösen, sollte ihnen der Kindersitz kurz entgegen „springen“. Dann war der Sitz fachgerecht in das Sitzpolster gepresst.

Ist es erlaubt, dass ein Kind vorne sitzt?

Solange Sie ihr Kind mit einem passenden Kinderautositz befördern, ist es für den Gesetzgeber unerheblich, auf welchem Sitzplatz Sie dies tun. Alle führenden Verbraucherschützer und auch die Hersteller empfehlen jedoch aus Sicherheitsgründen die Mitnahme des Kindes auf der hinteren Sitzreihe.

Airbag und Kindersitz. Geht das?

Das Mitführen eines Kindes in einer entgegen der Fahrtrichtung installierten Babyschale bei einem aktivierten Beifahrerairbag ist strengstens verboten. Eine Babyschale montieren Sie also lieber von vornherein auf der Rückbank. Einen Kinderautositz dürfen Sie mit Beifahrerairbag in Fahrtrichtung benutzen. Schieben Sie den Beifahrersitz dabei jedoch ganz nach hinten.

Der Schultergurt sitzt. Ist eine Sitzerhöhung dennoch notwendig?

Ganz eindeutig: Ja! Ein korrekt verlaufender Schultergurt gibt Ihnen keine Garantie, dass der Beckengurt ebenfalls richtig platziert ist. Wenn der Beckengurt zu hoch anliegt, kann er Ihrem Kind schwere Unterleibsverletzungen zufügen.

Brauch ich auch bei gelegentlichen Fahrten einen Kindersitz?

Definitiv ja! Wie bereits erläutert, ist die Beförderung eines Kindes mit einem Kinderautositz Pflicht. Unabhängig davon, wie lange Sie beabsichtigen zu fahren.

Mein Kind wiegt mehr als 36 Kilogramm. Was nun?

Offiziell sind die Kinderautositze der Gruppe 3 nur für Kinder bis zu einem Gewicht von 36 Kilogramm geeignet. Dies ist jedoch keine gesetzlich genormte Angabe, sondern nur eine versuchstechnische Angabe.

Sie können und müssen also auch für schwerere Kinder einen Kinderautositz benutzen, sofern Ihr Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder eine Körpergröße von 150 Zentimetern noch nicht überschritten hat. Dies sollte jedoch kein Problem sein, da die Sitzkissen und Rückenlehnen der Sitze auch mehr als 36 Kilogramm aushalten.

Sollte Ihr Kind von der Statur her nicht mit einem Kinderautositz zu befördern sein, kann Ihnen das zuständige Straßenverkehrsamt für Ihr Kind eine Sitzbenutzungspflicht aussprechen.

Ich habe keine Kopfstützen im Auto und der Kopf meines Kindes ragt über die Lehne. Wie löse ich das Problem?

Die Lösung für dieses Problem sind Sitzerhöhungen mit mitwachsender Rückenlehne. Manche Sitze haben diese Funktion bereits integriert. Andere Hersteller bieten sie als Zubehör zum Verkauf an. Damit verlaufen auch die Sicherheitsgurte einwandfrei entlang des Körpers Ihres Kindes.

Wenn mein Kind während der Fahrt einschläft, kippt es gefährlich zur Seite.

Dies ist eines der größten Probleme der Autokindersitze. Hier schafft ebenfalls ein Kinderautositz mit einer mitwachsenden Rückenlehne Abhilfe. Damit geht die Ablegefläche für den Kopf nicht verloren und Ihr Kind wird auch im Schlaf sicher im Sitz gehalten.

Kindersitz 9-36 kg – Was ist das ECE 44 und i-Size?

Die ECE Prüfnorm 44 ist die aktuelle und europaweite Sicherheitsnorm, nach denen Kinderautositze zugelassen sind. D. h. alle Kinderautositze, die für den Straßenverkehr zugelassen sind, müssen die orangefarbene Plakette der ECE 44 auf dem Sitz haben.

Oftmals ist die Plakette auf der Unterseite des Sitzes angebracht. Die Plakette gibt Ihnen Auskunft darüber, für welche Gewichtsklasse der Sitz geeignet ist und in welchem Land die Zulassung erteilt worden ist.

Die i-Size Norm existiert parallel zur ECE Prüfnorm 44 und besagt, dass Kinder unter einem Alter von 15 Monaten zwingend rückwärtsgerichtet befördert werden müssen. Außerdem beinhaltet die i-Size Norm neue Seitencrashtests, die sich das Produkt vor der Zulassung unterziehen muss.

Mein Kind fährt viel mit einem Schulbus. Muss dort auch ein Kindersitz verwendet werden?

Schul- und Reisebusse sind aus dem Paragraphen 21 der Straßenverkehrsordnung ausgenommen. Demzufolge ist die Beförderung von Kindern unter 12 Jahren ohne Autokindersitz rechtlich erlaubt. In Kraftomnibussen ist lediglich die Existenz von Sicherheitsgurten an allen Sitzplätzen vorgeschrieben.

Darf ich mein Kind im Kinderautositz dick anziehen?

Verzichten Sie während der Fahrt auf dicke Kleidung bei Ihrem Kind. Die zahlreichen Kleidungsschichten verhindern, dass sich die Gurte möglichst eng an Ihr Kind schmiegen und können damit keine optimale Sicherheit gewähren. Oftmals ist die dicke Kleidung auch der Grund für den Trugschluss, dass die Gurte des Fahrzeugs zu kurz sind.

Wie sieht es aus mit der Verwendung von Kindersitzen im Flugzeug?

Kindersitz mit Flugzeugzulassung – Maxi Cosi Pebble

Nur ganz ausgewählte Modelle haben eine Zulassung für die Verwendung in Flugmaschinen. Achtung: Diese Zulassung muss vom TÜV erteilt sein.

Alle anderen Zulassungen oder Lippenbekenntnisse sind hinfällig. Nur der TÜV darf Kinderautositze für den Flugbetrieb freigeben. Achten Sie auf das Erkennungssymbol des TÜVs.

Was ist bei Kindersitzen für behinderte Kinder zu beachten?

Behinderte Kinder sind von der ECE Prüfnorm 44 befreit. Diese Befreiung muss jedoch durch ein Attest eines Arztes bestätigt werden und alle vier Jahre erneuert werden. Außerdem müssen Sie das Attest immer im Fahrzeug mitführen.

Gebrauchte Kindersitze sind wesentlich günstiger zu erwerben. Kann ich die auch benutzen?

Jein. Gesetzlich spricht nichts gegen die Verwendung von gebrauchten Kinderautositzen. Kaufen und benutzen Sie jedoch unter keinen Umständen einen Sitz, dessen Vorgeschichte Sie nicht kennen.

Die Kindersitzhersteller sprechen explizite Verwendungsdauern für ihre Produkte aus, die nicht überschritten werden sollte. Kleine Mängel können sich bei Kindersitzen und Babyschalen stark auswirken. Auch die angegebenen Kategorien ob Kindersitz 9-36 kg oder Kindersitz 15-36 kg können irreführend sein. Lassen Sie es beim Kauf von gebrauchten Kinderautositzen also Vorsicht walten.

Die 5 besten Kindersitze von 9 bis 36 kg im Überblick:

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.