Kindersicherung für YouTube

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YouTube-Kindersicherung: Sicheren Modus aktivieren und deaktivieren

YouTube-Videos bieten Unterhaltung für ein ganzes Leben, aber manche Filme sind einfach nicht für Kinder geeignet. Aus diesem Grund gibt es auf YouTube den „eingeschränkten Modus“. Diese „YouTube-Kindersicherung“ könnt ihr aktivieren, um Kindern einen einigermaßen sicheren Zugang zu gewähren. Doch Vorsicht – das ist leicht zu umgehen!

Inhalt:

  • YouTube-Kindersicherung im Browser aktivieren und deaktivieren
  • Den sicheren Modus im Smartphone umschalten
  • Die Kindersicherung bei YouTube umgehen

In unserer Anleitung zeigen wir euch alle Schritte Bild für Bild:

Bilderstrecke starten(4 Bilder) Anleitung: So aktiviert ihr die Kindersicherung auf YouTube

Der eingeschränkte Modus von YouTube funktioniert nicht wie eine richtige Kindersicherung. Das liegt daran, wie er arbeitet: Ist dieser Modus aktiv, dann werden alle Videos ausgeblendet, die vom Ersteller freiwillig als nicht kindertauglich markiert wurden. Das macht allerdings nicht jeder und ist ja auch eine Sache der Perspektive: Was ihr euren Kindern vorenthalten möchtet, findet jemand anderes vielleicht völlig harmlos. Insofern ist die Kindersicherung bei YouTube nahezu wirkungslos. Vor allem auch deswegen, weil ein Video oft von mehreren Personen hochgeladen wurde und nicht jeder es entsprechend markiert.

Den sicheren Modus aktivieren und deaktivieren – so geht’s im Browser

Wenn ihr die Kindersicherung bei YouTube aktivieren wollt, geht das nur im angemeldeten Zustand und ihr müsst ebenfalls angemeldet sein, um diese Einstellung wieder zu deaktivieren.

So schaltet ihr den sicheren Modus an oder aus:

  • Ruft die YouTube-Webseite auf und loggt euch mit euren Benutzerdaten ein. Dazu könnt ihr ein Google-Konto oder einen YouTube-Account verwenden.
  • Scrollt im linken Menü herunter bis zum Menüpunkt „Einstellungen“ und klickt darauf.
  • Im nachfolgenden Fenster findet ihr ganz unten verschiedene umschaltbare Optionen. Im rechten Bereich befindet sich die Auswahl „Eingeschränkter Modus“, der normalerweise auf „Aus“ steht.
  • Darunter könnt ihr die Kindersicherung an- oder ausschalten.
  • Mit einem Klick auf „Speichern“ sichert ihr diese Einstellung.

Diese Einstellung funktioniert nur in dem Browser, in dem sie gemacht wurde. Um die Einstellung später rückgängig zu machen, geht ihr ebenso vor. Allerdings lässt sich der sichere Modus auch leicht umgehen.

Die YouTube-Jungenschutzeinstellung in der App aktivieren

Auch in den YouTube-Apps für Android und iOS gibt es diese Kindersicherung.

So aktiviert ihr den sicheren Modus in der App:

  1. Öffnet die App – in der Regel seid ihr dort automatisch angemeldet. Falls nicht, loggt euch ein.
  2. Tippt nun auf euer Konto-Bild und wählt im nachfolgenden Menü die Option „Einstellungen“.
  3. Anschließend tippt ihr auf „Allgemein“.
  4. Nun scrollt herunter, bis zur Einstellung „Eingeschränkter Modus“ und aktiviert oder deaktiviert sie.

Das war‘s, jetzt sollten Videos, die als nicht für Kinder oder Jugendliche markiert wurden, ausgefiltert werden. Das Problem hier: Solange man in einem Google-Konto angemeldet ist, ist man auch bei YouTube angemeldet. Und dann kann jeder Nutzer die Einstellungen aufrufen und den sicheren Modus deaktivieren.

YouTube – Top 10 Tipps und Trivia.

So leicht lässt sich die YouTube-Kindersicherung umgehen

Der sichere Modus von YouTube taugt ohnehin nicht besonders gut als Kindersicherung, aber erschwerend komm t hinzu, dass er sich so leicht umgehen lässt.

Der Modus wird aktiviert, wenn man sich bei YouTube einloggt und ihn anschaltet. Die Einstellung wird in einem Cookie auf der Festplatte gespeichert, weshalb sie auch immer nur für den jeweiligen Browser funktioniert. Wird dieser Cookie gelöscht, ist die Einstellung hinfällig.

So einfach können die Kids die Kindersicherung bei YouTube im PC-Browser umgehen:

Entweder loggt man sich mit den bekannten Kontodaten bei YouTube ein und deaktiviert den sicheren Modus, oder man löscht einfach die Cookies.

  • In jedem gängigen Browser kann man mit der Tastenkombination Strg + Umschalttaste + Entf die Browserdaten löschen. Dort wählt man einfach die Cookies aus und löscht sie alle für die gesamte Zeit.

Danach ist der sichere Modus deaktiviert und man kann sich wieder jedes Video bei YouTube ansehen.

In der App besteht das Problem, dass man sich bei YouTube abmelden müsste, damit niemand die Einstellungen ändern kann. Das bringt aber zwei Probleme mit sich: Zum einen meldet man sich damit auch aus allen anderen Google-Apps (inklusive Google-Mail, Maps oder dem Play Store) ab. Andererseits bezieht sich die Einstellung immer nur auf das gerade angemeldete Konto.

Als Alternative hat Google eine App namens YouTube Kids herausgebracht:

QR-Code Entwickler: Google LLC Preis: KostenlosQR-Code Entwickler: Google LLC Preis: Kostenlos

Das spezielle YouTube für Kinder beschränkt sich auf Videos, die auf jeden Fall sicher sind. Außerdem bekommen die Eltern dort die Möglichkeit, verschiedene Sperren einzurichten. Beispielsweise ist es möglich, die Suchfunktion zu deaktivieren.

Außerdem bekommen die Kids in der App eigene Konten und können keine Einstellungen verstellen. Die Eltern haben dafür die Möglichkeit, Videos zu sperren oder zu melden. Man kann sogar so weit gehen, nur ausgewählte Videos anzuzeigen.

Aber nicht vergessen: Damit die Kids diese YouTube-Sperre nicht umgehen, muss die „Erwachsenen-App“ von YouTube deinstalliert werden und selbst dann können die Kleinen YouTube immer noch in jedem installierten Browser aufrufen.

11 kontroverse Meinungen über YouTuber, die die Community spalten

Über YouTuber scheiden sich bekanntlich die Geister. Das geht weit über ein einfaches „Mag ich“ oder „Mag ich nicht“ hinaus. Wie stimmst du über die kontroversesten Meinungen über YouTuber ab?YouTube bietet unendlich viele Videos. Tutorials oder Vlogs, nicht alles ist immer für Kinder gemacht. Wie zeigen Ihnen heute, wie Ihre Kids trotzdem sicher YouTube nutzen können. (c)

Als Hauptportal in Sachen Video Inhalte ist YouTube absoluter Vorreiter. Darum finden auch viele Kinder und Jugendliche immer häufiger auf die Seite, um die neuesten Trends, Musikvideos und Vlogger zu schauen. Aber wie können Sie sicher gehen, dass Ihre Kinder nur die Videos schauen, die auch ihrem Alter entsprechen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie die eingebaute Kindersicherung nutzen und einstellen.

Kennen Sie YouTube Kids?

Je nachdem wie alt Ihr Kind ist, könnte YouTube Kids die bessere Wahl für Ihren Junior sein, als die komplette YouTube Vollversion. Als App für iOS und Android erhältlich ist der Inhalt konkret auf Kinder ausgerichtet. Vor allem Vorschüler finden hier alles was das Kinderherz begehrt.

Auch wenn der Videodienst meist großartig funktioniert, wurden Vorfälle gemeldet, in denen komische Videos auf der Plattform erschienen sind. Diese enthalten meist komische und manchmal verstörende Bilder. Der bekannteste dieser Fälle war ein Video in dem eine falsche Peppa Pig einen eher furchteinflößenden Besuch beim Zahnarzt hinter sich brachte.

Google betreibt einen sehr gewissenhaften Umgang mit diesem Problem und ist bemüht solche Videos schnellstmöglich zu finden und von der Plattform zu entfernen. Allerdings ist es ein ständiger Kampf gegen, was man nur als tief kranke, Menschen bezeichnen kann.

Wie bereits erwähnt, funktioniert der Videodienst meist großartig und die angezeigten Videos beinhalten lustige Lieder und farbenfrohe Charaktere. Trotzdem sollten Sie Ihr Kind während dem Schauen beaufsichtigen, um ungewollte Überraschungen zu vermeiden.

Wie Sie die Einstellung „elterliche Aufsicht“ auf YouTube nutzen

Die beste Art und Weise, wie Sie das von YouTube angezeigte Angebot filtern ist durch das Feature „Eingeschränkter Modus“.

Google beschreibt den Modus wie folgt: „Der eingeschränkte Modus versteckt Videos, deren Inhalt von Usern und anderen Signalen, als ungeeignet eingestuft wurde. Kein Filter funktioniert 100%ig, allerdings sollte er helfen den Großteil an ungeeignetem Inhalt unzugänglich zu machen.“

Um den „Eingeschränkten Modus“ zu aktivieren, müssen Sie die YouTube Seite via einem Web Browser aufrufen und öffnen. Loggen Sie sich in Ihren Account ein und klicken dann auf Ihr Account Icon in der oberen rechten Ecke der Seite.

Im erscheinenden Menü finden Sie ganz unten in der Liste „Eingeschränkter Modus: Deaktiviert“. Klicken Sie darauf.

Auch auf mobilen Geräten ist es möglich YouTube Kindersicher zu gestalten. Neben dem App sollten Sie aber auch in allen WebBrowsern den „Eingeschränkten Modus“ aktivieren, (c)

Das nächste Fenster erklärt in einer Nachricht was der eingeschränkte Modus beinhaltet und wie man diese Option aktivieren kann. Um dies durchzuführen, klicken Sie den kleinen Schalter der mit „Eingeschränkten Modus: Aktivieren“ beschriftet ist.

Die Nachricht informiert Sie zudem auch, dass der Modus nur auf dem Browser aktiviert wurde, den Sie gerade benutzen. Sollten Ihre Kinder YouTube über andere Geräte nutzen, müssen Sie die vorherigen Schritte auf allen Geräten wiederholen um diese kindersicher zu machen.

Den eingeschränkten Modus auch auf mobilen Geräten aktivieren

Sollte Ihr Kind YouTube auf einem Tablet oder Smartphone konsumieren, braucht es ein paar ähnliche Schritte in den Einstellungen der YouTube App.

Öffnen Sie YouTube und klicken Sie auf das Account Icon in der oberen rechten Ecke. In der erscheinenden Box klicken Sie auf Einstellungen.

Nun wird Ihnen eine Seite mit Optionen präsentiert. Finden Sie den „Eingeschränkten Modus“ und klicken Sie auf den kleinen Schalter um den Modus zu aktivieren.

Um ganz sicher zu gehen, empfiehlt es sich auch auf mobilen Geräten YouTube in allen Webbrowsern auf „Eingeschränkter Modus“ zu setzen. Folgen Sie dazu der Beschreibung im vorherigen Punkt „Wie Sie die Einstellung „elterliche Aufsicht“ auf YouTube nutzen“.

Und das war‘s dann auch schon. Hoffentlich werden Ihre Kleinen nun sicher, vor dem etwas extremeren Inhalten die YouTube zu bieten hat, sein. Natürlich gibt es keine Garantie, beschränken Sie also die Zeit die Ihre Kinder online Videos schauen und bleiben, wenn möglich, im selben Zimmer wenn geschaut wird. So können Sie mögliche ungewollte Inhalte, die ein Filter übersieht, rasch abschalten.

*Martyn Casserly schreibt für PC Advisor (UK).

Um Ihre Kinder vor bestimmten Inhalten auf YouTube zu schützen, können Sie eine Kindersicherung einrichten, die Sie sowohl im Browser als auch in der App auf dem Smartphone aktivieren können. Ist die Kindersicherung einmal aktiviert, werden von YouTube alle Videos herausgefiltert, deren Videotitel, Beschreibungen und Metadaten potenziell gefährliche Inhalte für Kinder enthalten. Weiterhin kann der Ersteller sein Video direkt als „Inhalte mit Altersbeschränkung“ einstufen, wodurch diese Videos für das Kind ausgeblendet werden. Wie Sie die Kindersicherung aktivieren, zeigen wir Ihnen in unseren tipps+tricks.

  • Youtube-Kindersicherung im Browser aktivieren
  • Youtube-Kindersicherung in der App aktivieren

Youtube-Kindersicherung im Browser aktivieren

Folgen Sie unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung oder schauen Sie sich die Kurzanleitung an.

1. Schritt:

Rufen Sie YouTube.de auf und loggen Sie sich über „Anmelden“ ein. ×

2. Schritt:

Klicken Sie auf Ihr Profil-Bild oben rechts und wählen Sie „Eingeschränkter Modus: deaktiviert“ aus. ×

3. Schritt:

Klicken Sie nun auf den Schieberegler, um den eingeschränkten Modus zu aktivieren, damit Ihr Kind nicht mehr auf alle Videos zugreifen kann. Prüfen Sie in den Einstellungen Ihres Kontos, ob dort „Eingeschränkter Modus: aktiviert“ steht. ×

Youtube-Kindersicherung in der App aktivieren

Folgen Sie unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung oder schauen Sie sich die Kurzanleitung an.

Hinweis: Unsere Anleitung wurde auf einem Android-Gerät durchgeführt, funktioniert auf dem iPhone aber genauso.

1. Schritt

Öffnen Sie auf Ihren iPhone oder Android-Smartphone die YouTube-App und tippen Sie auf das Profil-Bild oben rechts. × Wählen Sie jetzt „Einstellungen“ aus. × Tippen Sie auf „Allgemein“. Bei iOS-Geräten entfällt dieser Schritt. ×

4. Schritt:

Aktivieren Sie den Schieberegler, um den „Eingeschränkten Modus“ zu aktivieren. Ihr Kind kann nun keine Videos mehr sehen, die eine Altersbeschränkung haben. ×

Kurzanleitung: Youtube-Kindersicherung im Browser aktivieren

  1. Öffnen Sie YouTube und melden sich an.
  2. Klicken Sie auf Ihr Profil-Bild und wählen Sie „Eingeschränkter Modus: deaktiviert“.
  3. Aktivieren Sie die Funktion, indem Sie auf den Schieberegler klicken.

Kurzanleitung: Youtube-Kindersicherung in der App aktivieren

  1. Öffnen Sie die YouTube-App auf Ihrem Smartphone.
  2. Tippen Sie oben rechts auf Ihr Profil-Bild und wählen Sie „Einstellungen“.
  3. Unter Android müssen Sie jetzt noch auf „Allgemein“ tippen, bei iOS-Geräten entfällt dieser Schritt.
  4. Aktivieren Sie „Eingeschränkter Modus“.

Feedback zum Tipp

YouTube Kids

Die Video-App speziell für Kinder
Mit YouTube Kids können sich Kinder eigenständig eine Vielzahl lustiger und lehrreicher Videos in einer sichereren Umgebung ansehen. Außerdem können Eltern und Aufsichtspersonen sie mithilfe der App auf ihrer Reise begleiten, wenn sie neue und aufregende Themen entdecken.
Mehr Sicherheit für Kinder im Internet
Wir arbeiten stets daran, das Videoangebot auf YouTube Kids familienfreundlich zu gestalten und unangemessene Inhalte herauszufiltern. Dazu verwenden wir automatisierte Filter, die von unseren Entwicklerteams speziell zu diesem Zweck entwickelt wurden. Außerdem setzen wir auf manuelle Überprüfungen und das Feedback von Eltern, um unsere jüngsten Nutzer online zu schützen. Aber kein System ist perfekt und es kann sein, dass uns ab und zu ein unangemessenes Video entgeht. Deshalb entwickeln wir unsere Sicherheitsmaßnahmen ständig weiter und bieten noch mehr Funktionen an, die Eltern dabei unterstützen sollen, ihrer Familie den richtigen Zugang zum Internet zu bieten.
Jugendschutzeinstellungen
Nutzungsdauer begrenzen:
Per Zeitlimit kannst du festlegen, wie lange dein Kind die App nutzen und sich Inhalte ansehen darf. Ermuntere es, nicht nur passiv zuzusehen, sondern Dinge auch aktiv selbst auszuprobieren.
Videoverlauf ansehen: Auf der Seite „Noch einmal ansehen“ werden alle aufgerufenen Videos angezeigt. Dadurch weißt du immer, was sich dein Kind angesehen hat, und bist immer über seine neuesten Interessen auf dem Laufenden.
Blockieren: Dir gefällt ein Video nicht? Dann blockiere das Video – oder gleich den ganzen Kanal – und es wird nie wieder angezeigt.
Melden: Du kannst uns jederzeit auf unangemessene Inhalte hinweisen, indem du ein Video meldest. Gemeldete Videos werden rund um die Uhr und an jedem Wochentag so schnell wie möglich von uns geprüft.
Individuelle Profile erstellen
Nachdem du dich angemeldet hast, kannst du für bis zu acht Kinder Profile mit jeweils eigenen Inhalten, Videoempfehlungen und Einstellungen erstellen.. Dabei kannst du je nach Bedarf den Modus „Nur genehmigte Inhalte“ oder die Altersstufen „Vorschulalter“, „Jünger“ oder „Älter“ auswählen.
Im Modus „Nur genehmigte Inhalte“ kann dein Kind nur Videos, Kanäle und/oder Sammlungen ansehen, die du selbst ausgewählt und genehmigt hast. In diesem Modus kann dein Kind auch nicht selbst nach Videos suchen.
Der Modus „Vorschulalter“ umfasst nur Videos, die das kreative Denken, Lernen und Erkunden auf spielerische Art und Weise fördern. Im Modus „Jünger“ können Kinder im Alter von 5 bis 7 Jahren ihre Interessen erkunden und sich Lieder, Cartoons und Bastelvideos ansehen. Der Modus „Älter“ bietet Kindern ab 8 Jahren außerdem die Möglichkeit, nach zusätzlichen Inhalten wie beliebten und für Kinder geeigneten Musikvideos und Videospielen zu suchen.
Weitere wichtige Informationen:
YouTube Kids muss von einem Erwachsenen eingerichtet werden, damit eine kindgerechte Nutzung der App gewährleistet ist.
YouTube Kids enthält bezahlte Werbung, die uns hilft, diese App weiter kostenlos anzubieten. Außerdem sehen Kinder unter Umständen auch kommerzielle Inhalte von Video-Creators, bei denen es sich aber nicht um bezahlte Werbung handelt. Wenn dein Kind YouTube Kids mit seinem Google-Konto verwendet, findest du die entsprechenden Hinweise zum Umgang mit dem Datenschutz in den Datenschutzhinweisen für mit Family Link verwaltete Google-Konten. Wenn dein Kind YouTube Kids verwendet, ohne in seinem Google-Konto angemeldet zu sein, gelten die Datenschutzhinweise von YouTube Kids.

YouTube Kids: Google erweitert Kontrollmöglichkeiten für Eltern

YouTube Kids: Mit einer Kinder-App will Google die YouTube-Nutzung kindgerecht gestalten. Jetzt erweitert man das Angebot um verbesserte Kontrollmöglichkeiten für Eltern.

Mit YouTube Kids eroberte 2017 hierzulande das Kinderfernsehen das Tablet der Eltern. Die App für iOS und Android soll mit kinderfreundlichen und lehrreichen Inhalten punkten. Doch unlängst mehrten sich Beschwerden über nicht-kinderfreundliche Inhalte. Daher bietet Google Eltern nun mehr Kontrolle über die Nutzung der App durch ihre Kinder. Sie entscheiden künftig gezielter, welche Inhalte ihre Kinder zu sehen bekommen, teilte Google mit. Man wolle Kindern einen sicheren Ort bieten, wo sie sich Videos ansehen und ihren Interessen nachgehen, so der Betreiber.

App liefert vertrauenswürdige Kanäle

Bereits kurzfristig solle es auf der App eine Vielzahl von vertrauenswürdigen Kanälen von Partnern geben, die Themen wie Kunst, Musik, Spiele, Lernangebote und Basteln abdecken. Die Angebote und Themen lassen sich von Eltern individuell auswählen. Später im Jahr sollen sich sogar jeder Film und jeder Themenkanal für Kinder freischalten lassen. Wenn die Suchfunktion deaktiviert ist, sollen YouTube zudem keine Empfehlungen mehr anzeigen.

YouTube Kids: So funktioniert die App

Die speziell für Kinder im Vor- und Grundschulalter entwickelte Video-App für Smartphone und Tablet hatte Google 2015 zunächst in den USA an den Start gebracht. Zur Einführung in Deutschland im September 2017 zählte die Anwendung pro Woche mehr als elf Millionen Nutzer. Das Angebot ist deutlich kinderfreundlicher gestaltet als die normale YouTube-App. Es unterteilt sich bislang in vier Themenbereiche: „Shows“, „Musik“, „Lernen“ und „Entdecken“. Große Schaltflächen und ein helles Design sollen dafür sorgen, dass sich die Kleinen gut allein zurechtfinden. Auch wenn der Nachwuchs noch nicht schreiben kann, ist das kein Problem: Die bekannte Sprachsuche ist mit an Bord. Google hatte bereits zum Start ein paar Kontrollelemente für Eltern eingebaut. Über einen Timer stellen Sie ein, wie lange Ihr Sprössling YouTube Kids nutzen darf. Gehen die Hintergrundgeräusche der App auf die Nerven, schalten Sie diese einfach ab. Bei den Inhalten arbeitet Google mit Partnern bekannter Kinderprogramme zusammen. Zugriff auf den vollen Umfang des Video-Netzwerks haben die Kleinen über YouTube Kids nicht. (Mit Material der dpa.)

Das Infoportal für sichere Handynutzung

Dieser Ratgeber eignet sich für Kinder, die zwischen zehn und 14 Jahre alt sind und das Gerät alleine benutzen.

Wenn das Gerät von mehren Personen genutzt werden soll, zum Beispiel von Ihnen und Ihrem Kind oder von Geschwisterkindern, dann lesen Sie auch den Beitrag Nutzerkonten: Android-Geräte teilen.

Neben der richtigen Konfiguration ist der wohl wichtigste Tipp, mit dem Kind im Gespräch zu bleiben und so ein Bewusstsein für Datenschutz und Privatsphäre zu schaffen.

1. Bevor es losgeht: Nutzerkonten

Bei den meisten Android-Geräten kann man mehrere Nutzerkonten einrichten. Beim ersten Einrichten wird auf dem Gerät das Haupt-Nutzerkonto angelegt, das automatisch den Status „Eigentümer“ hat. Wer mit diesem Konto angemeldet ist, hat die volle Kontrolle über das Gerät.

Wir empfehlen, dass Sie als Eltern den alleinigen Zugang zu diesem Eigentümer-Konto haben. Sichern Sie den Zugang mit einer PIN, die Ihr Kind nicht kennt. Richten Sie dann für Ihr Kind ein eigenes Nutzerkonto ein.

Sicherungsmaßnahmen, die Sie im folgenden für Ihr Kind im Kinderkonto einrichten, kann Ihr Kind dann nicht einfach aushebeln, indem es ein neues Nutzerkonto anlegt. Bei den meisten Geräten ist auch der „abgesicherte Modus“ nur vom Hauptkonto aus zugänglich. Im abgesicherten Modus sind alle nachträglich installierten Apps inaktiv. Er lässt sich über Tastenkombinationen starten.

2. Bevor es losgeht: Google-Konto auswählen

Überlegen Sie sich vorher, welches Google-Konto Sie mit dem Gerät verknüpfen wollen und wer darauf Zugriff haben soll. Das hängt natürlich vom Alter des Kindes und von Ihren Präferenzen ab. Unsere Tipps:

  • Wählen Sie nicht das Google-Konto, das Sie selbst aktiv nutzen. Sonst könnten Informationen von Ihrem Handy mit dem Gerät Ihres Kindes synchronisiert werden. Richten Sie stattdessen ein ganz neues Google-Konto ein.
  • Sie sollten der Eigentümer von dem neuen Google-Konto sein. Ihr Kind sollte die Zugangsdaten nicht kennen. Damit behalten Sie eine gewisse Kontrolle über das Gerät.
  • Diese Kontrolle kann Ihr Kind, wenn es technisch gewieft ist, umgehen. Eine vertrauensvolle Beziehung ist daher unentbehrlich, wenn Sie Ihrem Kind ein Smartphone in die Hand geben.

3. Gerät in Betrieb nehmen

Schalten Sie das Gerät ein und folgen Sie dem Konfigurationsdialog. Verbinden Sie sich gegebenenfalls mit einem WLAN. Nun fordert Google Sie auf, ein Google-Konto zu verknüpfen. Wählen Sie dafür ein neu angelegtes Google-Konto aus.

Richten Sie das Gerät nun zunächst so ein, wie Sie bei Ihrem eignen Gerät auch tun würden. Sie können dabei die Checkliste Neues Smartphone bekommen? So richten Sie es ein zur Hilfe nehmen. Eine minimale Einrichtung genügt, da Sie dieses Nutzerkonto nur selten brauchen werden.

4. Nutzerkonto für Ihr Kind einrichten

Legen Sie nun für Ihr Kind ein eigenes Benutzerkonto an. Die Benutzerverwaltung finden Sie unter Einstellungen > Benutzer.

Hinweis: Nicht alle Android-Geräte unterstützen diese Funktion – darunter Samsung-Geräte. In diesem Fall fehlt der Punkt Benutzer im Menü. Falls Ihr Gerät keine Nutzerkonten unterstützt, überspringen Sie diesen Punkt. Hinweis: Ihr Kind kann dann einige Sicherungsmaßnahmen aushebeln.

Wer auf einem einfachen Nutzerkonto angemeldet ist, kann alle Funktionen des Gerätes verwenden, kann aber nicht die Apps und Daten der anderen Nutzer sehen und keine Nutzerkonten einrichten oder löschen. Er kann das Gerät auch nicht auf Werkeinstellungen zurücksetzen und es in der Regel nicht im abgesicherten Modus starten.

5. Nutzerkonto konfigurieren

Loggen Sie sich nun in das Nutzerkonto Ihres Kindes ein. Sie werden als erstes aufgefordert, auch dieses Konto mit einem Google-Account zu verknüpfen.

Je nach Alter des Kindes kann es dasselbe sein wie das Konto, das Sie für den Hauptnutzer angelegt haben, oder aber ein eigenes, zu dem nur Ihr Kind die Zugangsdaten hat. Der Play-Store für das Konto Ihres Kindes ist dann mit diesem Google-Konto verknüpft.

Folgen Sie dann der Checkliste Neues Smartphone bekommen? So richten Sie es ein bis zum Punkt „Google-Dienste einrichten“.

6. Google-Dienste gemeinsam einrichten

Navigieren Sie zu Einstellungen > Google > Persönliche Daten & Privatsphäre > Aktivitätseinstellungen. In der Standardeinstellung speichert Google hier sehr viele Informationen darüber, was Sie mit dem Gerät tun. Zum Beispiel werden Suchanfragen, Wiedergabeverlauf von Videos bei YouTube und der Standort gesammelt.

Entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, was davon aktiv bleiben soll. Besprechen Sie, dass diese Informationen für Sie als Eltern über das Google-Konto eventuell zugänglich sind.

  • Wenn Google den Standort des Gerätes nicht erfassen soll, dann müssen Sie die Option „Standortverlauf“ und „Web- und App-Aktivität“ deaktivieren.
  • Im Google-Konto können Sie sehen, welche Apps auf dem Gerät installiert sind.

Mehr Informationen zu den Google-Diensten gibt es im Beitrag Google-Dienste datensparsam nutzen.

7. Google Play-Store gemeinsam einrichten

Um den Play-Store kommen Sie auf einem Android-Gerät kaum herum. Die App lässt sich leider nicht mit Bordmitteln sperren oder sichern. Damit hat Ihr Kind Zugriff auf jede Menge unangemessene Apps und Inhalte. Sie haben folgende Möglichkeiten:

  • Play-Store mit App sperren: Es gibt Apps, mit denen Sie eine Passwortsperre vor andere Apps legen können. Damit landen neue Apps nur mit Ihrer Hilfe auf dem Gerät. Nachteil: Ihr Kind lernt den App-Store nicht kennen und kann nicht selbst experimentieren. Hat Ihr Kind kein eigenes Nutzerkonto, kann es die Passwort-App aushebeln. Wir empfehlen dafür die App „App Lock“ von Reping Inc. Anders als die meisten anderen Apps dieser Art erhält diese App keine Berechtigung ins Internet zu gehen und überträgt somit keinerlei Nutzerdaten. Denken Sie daran, dann auch die Einstellungen zu sperren, sonst kann Ihr Kind die App einfach wieder deinstallieren.
  • Filter: Es gibt die Möglichkeit, einen Jugendschutzfilter im Play-Store einzurichten und diesen mit einer PIN zu sichern. Ein sicherer Schutz vor unangemessenen Inhalten ist dieser Filter aber nicht, da sich die App-Anbieter selbst für ein bestimmtes Alter einstufen und das nicht immer korrekt tun. So ist zum Beispiel die zweifelhafte App „Telefonnummern von schönen Frauen und Mädchen“ auch in der strengsten Stufe zu finden. Sie finden die Jugendschutz-Option im Play-Store unter Einstellungen > Play-Store > Menü (drei Striche oben links) > Einstellungen > Jugendschutzeinstellungen.
  • Vertrauen: Vereinbaren Sie Regeln für das Installieren neuer Apps. So kann Ihr Kind sich in der Welt der Apps umschauen. Über das Google-Konto können Sie regelmäßig kontrollieren, was installiert wird und ob die Regeln eingehalten werden.

Bezahl-Apps: Sie können einstellen, dass kostenpflichtige Apps und In-App-Käufe nur möglich sind, wenn man das Passwort zum Google-Konto eingibt. Wir empfehlen, diese Einstellung vorzunehmen, falls Sie Guthaben im Konto hinterlegt haben. Einstellungen > Play-Store > Menü (drei Striche oben links) > Einstellungen > Authentifizierung für Käufe erforderlich.

8. YouTube: Schwierige Entscheidung

Neben dem Play-Store ist auch YoutTube eine App, die Sie auf einem Android-Gerät nicht deinstallieren können. Aus Jugendschutzsicht ein echtes Problem. Sie haben folgende Möglichkeiten:

  • YouTube mit App sperren: Es gibt Apps, mit denen Sie eine Passwortsperre vor andere Apps legen können. Damit ist YouTube für Ihr Kind nicht nutzbar. Nachteil: Ihr Kind lernt die YouTube-Welt nicht kennen und kann nicht selber experimentieren. Hat Ihr Kind kein eigenes Nutzerkonto, kann es diese Passwort-App aushebeln. (Siehe Punkt 7.)
  • Filter: Sie können in YouTube den „Eingeschränkten Modus“ aktivieren. YouTube versucht dann, nicht jugendfreie Inhalte zu filtern. Ganz sicher ist der Filter aber nicht. Außerdem ist er nicht mit einer PIN gesperrt, Ihr Kind kann den Filter also deaktivieren.
  • YouTube Kids: Google bietet mit YouTube Kids eine eigene App an, die den Zugang zur YouTube-Plattform kindersicher machen soll. Vorteil: Hier kann man bestimmte Sicherungen einbauen und Nutzungszeiten festlegen, die auch mit PIN gesichert sind. Nachteil: Auch hier können unangemessene Inhalte durchrutschen. Die originale YouTube-App sollten Sie dann z.B. mit „App Lock“ von Reping Inc. sperren. Mehr Infos finden Sie im Beitrag YouTube Kids: Kinderschutz oder Werbeparadies?

9. Browser

Auch Googles Browser Chrome lässt sich nicht deinstallieren und öffnet Ihrem Kind den Weg zu sämtlichen Inhalten des World Wide Web. Es gibt verschiedene Optionen, Kindern je nach Alter einen halbwegs geschützten Zugang ins Internet zu ermöglichen.

  • Chrome mit App sperren: Da Chrome unter Android derzeit keine Filtermöglichkeit anbietet, empfehlen wir diesen Browser zu sperren. Alternativ können Sie andere Browser mit Filter zulassen (s.u.) oder den direkten Zugang ganz versperren und spezielle Angebote per App ermöglichen – zum Beispiel den Zugang zu Wikipedia.
  • FragFinn: Für Kinder bis 12 Jahre, die gerade erst das Internet entdecken, bietet sich FragFinn als Zugang zum Internet an. FragFinn ist eine handverlesene Positivliste mit rund 5000 geprüfte Online-Angeboten.
  • Qwant Junior: Variante des Browsers Qwant mit Jugendschutzfilter.

10. Messenger: Stellen Sie die Weichen

Alle Kinder lieben Messenger. Um WhatsApp kommen Sie eventuell nicht herum – schließlich möchte Ihr Kind dort mitmachen, wo alle anderen auch sind. Hier gilt: Das eine tun, das andere nicht lassen. Installieren Sie einfach zusätzlich noch einen der vielen sehr guten Messenger, die Nutzerdaten nicht an Facebook weitergeben.

Eine Auswahl haben wir im Beitrag Verschlüsselte Messenger: Wire, Signal, Telegram & Co zusammengestellt.

11. Zeitbeschränkung

Den meisten Erwachsenen fällt es schwer, nicht zu viel Zeit am Smartphone zu vertrödeln – warum sollte es bei Kindern anders sein? Vereinbaren Sie daher feste Nutzungszeiten. Eine App, die das Gerät nach Ablauf der Zeit sperrt, kann die Vereinbarung unterstützen. Achten Sie bei der Auswahl auf die Privatsphäre Ihrer Kinder – es muss nicht unbedingt gleich die Totalüberwachung sein. Wir empfehlen zum Beispiel für Android die App JoLo Kindersicherung.

11. Drittanbietersperre einrichten

Um ungewollten Kosten und Abzock-Abos durch sogenanntes Direct Carrier Billing (früher WAP-Billing) oder durch Sonderrufnummern zu verhindern, sollten Sie unbedingt eine Drittanbieter-Sperre einrichten.

Was es mit dem sogenannten Direct Billing bzw. WAP-Billing auf sich hat, erklären wir im Beitrag Bezahlen per Handy-Rechnung: Was steckt dahinter.

12. Verlust und Diebstahl

Smartphones gehen oft verloren, werden vergessen oder gestohlen. Android-Geräte bieten die Möglichkeit zur Fernortung. Unter Einstellungen > Google > Sicherheit können Sie die Option „Gerät aus der Ferne orten“ (wird manchmal auch als Remote-Ortung bezeichnet) aktivieren. Die Ortung funktioniert aber nur, wenn die Standortdienste aktiv sind.

Wir empfehlen, diese Funktion zu nutzen. Falls Sie nicht möchten, dass bestimmte Apps auf Ihren Standort zugreifen können, können Sie diesen Zugriff im Einzelfall deaktivieren (Einstellungen > Apps > App auswählen > Berechtigungen > Standort deaktivieren).

Welche Möglichkeiten der Fernortung es gibt und wo falsche Versprechen lauern, erklären wir im Beitrag Handys von der Ferne orten.

13. Apps selbst auswählen

Installieren Sie für die wichtigsten Funktionen gleich hochwertige Apps, die Ihre Privatsphäre respektieren. Vor allem für Browser, E-Mail, Suche im Internet, Messenger. Vorinstallierte Apps, die Sie nicht brauchen, sollten Sie hemmungslos deinstallieren.

Bei allen übrigen Apps sollten Sie einmal die Zugriffsrechte überprüfen (Einstellungen > Apps > App auswählen > Berechtigungen > Zugriffe deaktivieren).

Geeignete Apps für die wichtigsten Funktionen nennen wir im Beitrag Vorinstallierte Apps ersetzen.

Der Lieb­lings­cartoon als Porno, eine gefähr­liche Chal­lenge, bei der man sich selbst verletzen soll: Bei YouTube, Vimeo und anderen Platt­formen im Internet sind solche Videos keine Selten­heit. Inhalte dieser Art sind für Kinder verstö­rend und schlichtweg unge­eignet.

„Neben Gewalt und Sexu­ellem können gefähr­liche Geschlechter- und Welt­bilder vermit­telt werden. Die Welt dort ist oft geteilt in rosa und hell­blau“, erklärt Iren Schulz von der Initia­tive „Schau hin!“. Neben mögli­cher­weise anstö­ßigen Videos ist die Werbung proble­matisch. Denn für viele Kinder ist sie nicht von Inhalten zu trennen.

Doch das große Video­angebot lockt die Kids – und ist gleich­zeitig das große Manko. Denn bei den Portalen kann jeder fast alles hoch­laden. Beson­ders schlimme Inhalte werden viel­leicht irgend­wann durch einen Algo­rithmus oder nach einer Meldung von Mitar­beitern gelöscht. Wenn Kinder solche Platt­formen nutzen, sollten Eltern trotzdem mit ihnen gemeinsam Vorkeh­rungen treffen.

YouTube bietet dafür den einge­schränkten Modus an. Diesen können Eltern über das Menü auf der Start­seite akti­vieren. Der Modus soll nicht jugend­freie Inhalte auto­matisch heraus­filtern. Einen hundert­prozen­tigen Schutz bietet die Funk­tion aber nicht.

Gemeinsam Daten­schutz­einstel­lungen prüfen

Auch auf YouTube lauern jugendgefährdende Inhalte Zusätz­lich sollten Eltern und Kinder grund­sätz­lich gemeinsam die Daten­schutz­einstel­lungen über­prüfen. Kinder sollten keine privaten Daten verraten und vorsichtig beim Hoch­laden von Dateien sein.

Deut­lich mehr Optionen für die Kinder­siche­rung bietet YouTube Kids, das im Browser sowie als App für iOS und Android zur Verfü­gung steht. Dort gibt es Videos speziell für Kinder. Eltern können die Nutzung gezielt auf bestimmte alters­gerechte Inhalte beschränken und ein Zeit­limit fest­legen. Ist die Such­funk­tion deak­tiviert, werden nur noch von der Platt­form veri­fizierte Kanäle ange­zeigt.

Kinder nie alleine auf Video­platt­form loslassen

Trotzdem bewegen sich Kinder bei YouTube Kids in einem kommer­ziellen Umfeld. Ängste oder Verstö­rungen sind nicht ausge­schlossen. „Man sollte Kinder auf keine Video­platt­form allein loslassen. Selbst bei YouTube Kids rutscht etwas durch oder verstö­rende Inhalte werden in die Videos geschnitten“, meint Schulz.

Filter sind nur bedingt eine Lösung

Andere Anbieter setzen auf Filter. Bei Daily­motion etwa kann man unten auf der Website einen Fami­lien­filter hinzu­schalten. Aus Sicht von Experten sind Filter nur bedingt eine Lösung. „Die Filter sind für Kinder sehr leicht zu umgehen und bieten nur sehr redu­zierte Einstel­lungs­möglich­keiten“, kriti­siert Verena Weigand von der Baye­rischen Landes­zentrale für neue Medien.

Zusätz­lich zu den Einstel­lungen bei den Diensten selbst, können Konfi­gura­tionen oder Soft­ware auf dem Endgerät helfen. Sie sollen nicht kind­gerechte Inhalte auto­matisch heraus­sieben – und das nicht nur bei den Video­platt­formen, sondern etwa auch bei Such­maschinen.

Das Programm JusProg prüft nach Angaben der Betreiber, ob aufge­rufene Websites ange­messen für das Alter des Kindes sind. Bei der Einrich­tung der unter anderem für Windows-Rechner sowie iOS- und Android-Mobil­geräte verfüg­baren Soft­ware können Eltern zwischen vier Alters­stufen wählen. Ruft das Kind nicht alters­gerechte Inhalte auf, werden diese von dem kosten­losen Programm blockiert.

„Für Mobil­geräte gibt es teil­weise inte­grierte Jugend­schutz- oder Zeit­filter. Die funk­tionieren bei Android aller­dings anders als bei iOS“, sagt Birgit Kimmel, Pädagogin an der Landes­zentrale für Medien und Kommu­nika­tion Rhein­land Pfalz und Leiterin der EU-Initia­tive „Klicksafe.de“.

Keine Welt­angst vermit­teln

Die Exper­tinnen sind sich einig: Einen hundert­prozen­tigen Schutz für Kinder auf Video­platt­formen gibt es nicht. Sehr wichtig ist deshalb die Rolle der Eltern. „Sie sollten die Kinder aufmerksam machen, ohne eine Welt­angst zu vermit­teln“, erklärt Schulz. „Gut ist, sich mit den Kindern zusammen hinzu­setzen und sich die Platt­formen von ihnen erklären zu lassen.“

Regeln, welche Inhalte, wann und wie lange konsu­miert werden dürfen, können helfen. Darüber hinaus gibt es zahl­reiche Video-Platt­formen, die extra für Kinder gemacht sind. Dazu zählen die Ange­bote des KiKA oder der Videobe­reich Juki auf kindersache.de. Diese Dienste sind zwar nicht so groß und bekannt, für Kinder aber deut­lich sicherer.

5,5 Millionen aktive User des Online-Dienstes TikTok, alleine in Deutsch­land: Was ist das beson­dere an diesem Online­dienst für Teen­ager?

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