Kindergeld nachzahlung wann wird überwiesen 2015

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Das Wort „Kindergeldnummer“ hat bestimmt schon jeder einmal gehört. Aber zeitgleich stellt man sich einige Fragen. Wer bekommt eine Kindergeldnummer? Woher bekomme ich diese? Oder wofür wird die Kindergeldnummer benötigt? Das sind nur ein paar kleine Fragen, die hier beantwortet werden.

Wer bekommt die Kindergeldnummer?

Eine Nummer für das Kindergeld erhalten alle, die ein oder mehrere Kinder haben. Dabei spielt es gar keine Rolle, wie viele Kinder Sie haben. Es bleibt immer nur diese eine Nummer. Und zwar für alle Kinder.

Woher bekomme ich eine Kindergeldnummer?

Die Nummer für das Kindergeld erhalten Sie nach einem Antrag auf Kindergeld. Diesen erhalten Sie direkt bei Ihrer zuständigen Familienkasse. Oder Sie lassen sich einen Antrag zukommen. Diesen müssen Sie dann natürlich ausfüllen. Ganz oben auf diesem Formular wird nach der Kindergeldnummer gefragt. Diese können Sie dann dort eintragen, wenn Sie schon Kindergeld beziehen und Ihnen diese Nummer bekannt ist. Sollte es der erste Antrag auf Kindergeld sein, dann lassen Sie dementsprechend das Feld frei und machen mit den anderen Daten weiter. Natürlich benötigt die Familienkasse auch noch die Geburtsurkunde und andere Unterlagen, um den Antrag bearbeiten zu können. Nach Einreichen und Bearbeitung des Antrages bekommen Sie bei einem Erstantrag die Nummer des Kindergeldes zugeteilt, welche dann mit dem Bewilligungsbescheid Ihnen per Post zugesendet wird.

Wofür wird diese Nummer benötigt?

Wichtig ist die Nummer schon deswegen, weil sich die Überweisung nach der letzten Ziffer der Nummer richtet. Schließlich möchten Sie ja auch wissen, wann ungefähr Ihr Kindergeld auf Ihr Konto überwiesen wird. Die Überweisung des Kindergeldes wird von der Familienkasse veranlasst. Am Anfang des Monats wird das Kindergeld mit den Endziffern 0 und 1 überwiesen. Die Überweisungen im Laufe des Monats haben die Endziffern 2 – 7. Und die Überweisungen am Monatsende haben die Endziffern 8 und 9. Aber nicht nur für die Überweisung ist die Nummer des Kindergeldes wichtig. Auch so sollten Sie die Kindergeldnummer immer gut aufbewahren. Sollten Sie einmal Fragen zum Kindergeld oder zur Überweisung haben und telefonieren mit der Familienkasse, dann wird immer die Nummer benötigt. Dasselbe gilt beim Schriftverkehr. Die Nummer des Kindergeldes muss dann immer mit angegeben werden. So kann die Post in der Familienkasse schneller zugeordnet und bearbeitet werden.

Wo finde ich die Nummer?

Die Nummer des Kindergeldes finden Sie auf einem Schreiben, welches Sie von der Familienkasse erhalten haben. Aber auch auf den Kontoauszügen finden Sie die Nummer. Aber nur, wenn Sie schon Kindergeld bezogen haben. Zuerst sehen Sie die Gutschrift und darunter steht dann die Nummer des Kindergeldes. Die Familienkasse wird aber dann immer als FK abgekürzt. Sollte es mal der Fall sein, dass Sie weder ein Schreiben der Familienkasse oder einen Kontoauszug mit der Nummer haben, dann müssen Sie bei der zuständigen Familienkasse noch einmal nach Ihrer Nummer fragen und diese dann am besten irgendwo notieren.

  • Eltern oder Kind: Wer hat Anspruch auf Kindergeld?
  • Eigene Wohnung während des Studiums oder der Ausbildung: Wer bekommt das Kindergeld?
  • Zweite Ausbildung und Zuverdienst: Wann gibt es kein Kindergeld mehr?
  • Eigene Wohnung und Job: Gibt’s trotzdem Kindergeld?
  • Behindertes Kind: Gibt es das Kindergeld noch länger?
  • Abzweigungsantrag: Ist eine direkte Auszahlung ans Kind möglich?

Eltern oder Kind: Wer hat Anspruch auf Kindergeld?

Man könnte meinen, das Kindergeld stünde den Kindern zu – stimmt aber nicht. Der Rechtsanspruch aufs Kindergeld liegt bei den Eltern, die es als Unterstützung nutzen sollen, um Ihren Nachwuchs zu versorgen. An diesem Rechtsanspruch ändert sich auch dann nichts, wenn das Kind von zu Hause auszieht und jetzt eine eigene Wohnung hat. In aller Regel sind es immer noch die Eltern, die vom Staat das Kindergeld erhalten – und es nach wie vor für ihre Kinder verwenden müssen.

Außerdem sind die meisten Eltern unterhaltspflichtig, d. h. sie müssen die ausgezogenen Kinder unterstützen – entweder als Barunterhalt (Geld) oder als Naturalunterhalt (Kost und Logis). Das Kindergeld wird mit diesem Unterhaltsanspruch verrechnet.

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Eigene Wohnung während des Studiums oder der Ausbildung: Wer bekommt das Kindergeld?

Spätestens wenn Ihr Kind volljährig wird und für einen Studienplatz weit wegzieht, stellt sich die Frage: Wer bekommt eigentlich das Kindergeld? Immerhin muss der Nachwuchs sich jetzt selbst versorgen und z. B. die Miete für eine eigene Wohnung zahlen – ohne elterliche Unterstützung oft unmöglich. Wenn der Nachwuchs studiert und unter 25 ist, zahlt Ihnen der Staat weiter das volle Kindergeld aus. Aktuell sind das je 194 Euro für die ersten beiden Kinder und noch etwas mehr für weitere Geschwister. Alles, was Junior sonst noch braucht, müssen Sie selbst finanzieren.

Wie viel Unterhalt bekommt mein Kind im Studium?

Der Bedarf von Studenten wird i. d. R. pauschal auf 735 Euro festgesetzt – unabhängig vom Einkommen der Eltern. Wenn es um die Unterhaltsansprüche von Kindern geht, lohnt sich aber ganz generell auch immer ein Blick in dieDüsseldorfer Tabelle– die ist rechtlich nicht bindend, aber die meisten Richter nutzen sie als Entscheidungshilfe bei Unterhaltsstreitigkeiten.

Welcher Elternteil das Kindergeld bekommt, richtet sich danach, wer dem Kind den höchsten Barunterhalt zahlt. Bei zusammenlebenden Eltern ist das natürlich kein Problem, bei getrennt lebenden schon eher. Damit hier keine Streitigkeiten aufkommen, sollten Sie den Auszug aus der elterlichen Wohnung immer gleich der zuständigen Familienkasse mitteilen. Die berechnet anhand der Einkommen der Elternteile, wer wie viel Unterhalt zu zahlen hat. Entsprechend wird dann auch das Kindergeld an denjenigen gezahlt, der mehr in die Ausbildung des Nachwuchses steckt. Das passiert nicht unbedingt automatisch; ggf. müssen Sie einen Antrag stellen, falls bisher der andere Elternteil das Kindergeld bekommen hat.

Abby Chung, Pexels Egal ob Ihr Kind Nautik in Bremen oder Japanologie in Osaka studiert: Das staatliche Kindergeld steht Ihnen weiter zu.

Zweite Ausbildung und Zuverdienst: Wann gibt es kein Kindergeld mehr?

Der Student legt für seine akademische Ausbildung drauf – aber der Azubi verdient sein eigenes Geld. Besteht ein Anspruch auf Kindergeld auch dann noch, wenn das Kind volljährig ist, in eine eigene Wohnung zieht und ein Ausbildungsgehalt bekommt? Ja, der Anspruch bleibt bestehen. Warum? Weil er bei einem Kind in der ersten Ausbildung bis zum 25. Geburtstag immer besteht, egal ob Studium oder Berufsausbildung. Früher gab es noch aufwendige Einkommensprüfungen, wenn es ums Kindergeld für erwachsene Kinder ging. Heute entfällt das: Es ist egal, was wie viel die Kinder während ihrer Ausbildung oder im Studentenjob dazuverdienen.

Schwierig wird es bei einer Zweitausbildung oder einem Zweitstudium. Da verfällt der Anspruch auf Kindergeld meistens, da das Kind mit seiner Ausbildung einen vollwertigen Beruf ausüben und entsprechend Geld verdienen könnte – und somit nicht mehr auf die Hilfe der Eltern angewiesen ist. Die sind in solchen Fällen nämlich i. d. R. auch nicht mehr unterhaltspflichtig. Gelegentliche Ausnahmen bestätigen aber wie immer die Regel.

Eigene Wohnung und Job: Gibt’s trotzdem Kindergeld?

Ihr Kind ist volljährig, hat seine berufliche oder akademische Ausbildung abgeschlossen und zieht in eine eigene Wohnung, besteht grundsätzlich kein Anspruch mehr auf Kindergeld.

Ein paar Ausnahmen gibt es aber trotzdem:

  • Das Kind ist arbeitslos bzw. arbeitssuchend. Dann besteht der Anspruch weiterhin bis zum 21. Geburtstag.
  • Ihr Kind kann nur eine geringfügige Beschäftigung ergattern (bis zu 450 Euro). Kindergeld gibt es dann bis zum 21. Geburtstag.

In allen anderen Fällen gilt: Ihr Kind kann mit einer abgeschlossenen Ausbildung und einem Job für sich selbst sorgen. Die Familienkasse leistet daher keine finanzielle Unterstützung mehr in Form von Kindergeld.

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Behindertes Kind: Gibt es das Kindergeld noch länger?

Beim Auszug aus der elterlichen Wohnung besteht grundsätzlich Anspruch auf Kindergeld bis zum 18. (oder im Falle einer Ausbildung bis zum 25.) Geburtstag – aber es gibt auch Ausnahmen. Ist Ihr Kind behindert und kann seinen Lebensunterhalt selbst nicht bestreiten, lohnt sich ein Antrag auf Verlängerung. Dabei muss die Behinderung des Kindes vor seinem 25. Geburtstag festgestellt und ärztlich attestiert sein. Entscheidend ist aber auch, wie viel das Kind im Jahr verdient. Seit dem 01. Januar 2019 gilt ein Grundfreibetrag von 9.168 Euro. Übersteigt das Einkommen des Kindes diese Grenze, kann sich der Anspruch auf Kindergeld vermindern oder ganz entfallen.

Im Zweifelsfall gilt: Halten Sie Rücksprache mit Ihrer zuständigen Familienkasse. Bei einem behinderten Kind können Ansprüche auf weitere Sozialleistungen und finanzielle Förderungen bestehen. Inwiefern die das Kindergeld beeinflussen, kann Ihnen ein Berater der Familienkasse am besten erklären.

Abzweigungsantrag: Ist eine direkte Auszahlung ans Kind möglich?

In der Theorie unterstützen Eltern ihren Nachwuchs finanziell und benutzen das staatliche Kindergeld für die Förderung ihrer Sprösslinge. In der Praxis kümmern sich aber eben nicht alle Eltern so vorbildlich darum. Dann können Kinder bei der Familienkasse einen Abzweigungsantrag stellen. Bei Bewilligung wird das Kindergeld künftig direkt an das Kind gezahlt. Dazu muss das Kind aber beweisen, dass seine Eltern ihrer Unterhaltspflicht dauerhaft nicht nachkommen.

Auch mit einem Abzweigungsantrag bleibt der Rechtsanspruch bei den Eltern; nur die Zahlung wird weitergeleitet. Die Bewilligung ist auch eher die Ausnahme als der Regelfall.

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Kindergeld Erste Wohnung

Kindergeld ist eine staatliche Zahlung der Familienkasse an die Erziehungsberechtigten und wird i.d.R. bis zum 25. Lebensjahr gezahlt. Seit 2012 entfällt die aufwändige Einkommensüberprüfung bei volljährigen Kindern unter 25 Jahren für Kindergeld und Kinderfreibeträge. Das spart Eltern beim Kindergeldantrag und bei der Einkommensteuererklärung für das Kindergeld aufwendige Nachweise. Eltern bekommen auch dann eine weitere volle Kindergeld Auszahlung, wenn ihr Kind während seiner ersten Berufsausbildung oder seines Erststudiums hinzuverdient, egal wie viel.
Einschrän¬kungen greifen erst, wenn sich noch eine zweite Ausbildung anschließt. Dann fließt das Kindergeld nur noch, wenn das Kind nicht mehr als 20 Wochenstunden regelmäßig jobbt – und wie bisher auch nur bis zum 25. Geburtstag.

Sobald du ausziehst, kannst du deine Eltern darum bitten, dir das Kindergeld monatlich auf dein Konto überweisen zu lassen. Die Familienkasse kann das Kindergeld auf Antrag auch direkt überweisen (als Abzweigung), wenn die Erziehungsberechtigten zustimmen und du bereits in einem eigenen Haushalt wohnst. Den Antrag übermittelt dir die zuständige Familienkasse jährlich per Post.

Neuerdings kann der Antrag auch online ausgefüllt, ausgedruckt und per Post hingeschickt werden.

Wann wird Kindergeld bei eigener Wohnung gezahlt?

  • Bis zum 18. Lebensjahr für jedes Kind
  • Von da an musst du dich in einem Ausbildungsverhältnis befinden (Schule, duale Ausbildung, Studium etc.
  • Kindergeld gibt es bis zum 25. Lebensjahr, Wehr- und Zivildienst verschieben diese Grenze nach hinten

Hinweis: Zu dieser Zeit hast du kein Recht auf Kindergeld

  • Bei einer Übergangszeit von bis zu vier Monaten, in welcher du quasi nichts machst (z.B. zwischen Schulabschluss und Ausbildung)
  • Ob du mit deinem Partner in die erste gemeinsame Wohnung ziehst oder allein wohnst, spielt keine Rolle

Ist dieser Zeitraum größer, musst du arbeitssuchend gemeldet sein und bekommst bis zum 21. Lebensjahr Kindergeld, solange du dich glaubhaft um eine Ausbildung bzw. Job bemühst

Wann steht keines zu?

– Wenn du dich in keinem weiterbildenen Verhältnis befindest

– Wenn du über 25 Jahre alt bist

– Während des Wehr- bzw. Zivildienstes

Hinweise zur Einkommensgrenze

Kindergeld wird bei einem Jahreseinkommen von bis zu 8.004 € gezahlt. Liegt das Einkommen im Kalenderjahr über der Freigrenze, entfällt das Kindergeld rückwirkend für das ganze Jahr.

Berücksichtigt wird allerdings nur das Einkommen aus jenen Kalendermonaten, in welchen Kindergeldanspruch bestand. Somit sinkt die Einkommensgrenze jedoch gleichzeitig um ein Zwölftel je Monat. Es kann auch jener Fall eintreten, dass das tatsächliche Einkommen im zurückliegenden Jahr erst später durch die Familienkasse aufgedeckt wird, wodurch rückwirkend der gesamte Betrag, also mindestens 2.208,00 €, zurück gezahlt werden müssen.

Sollte also schon zu Beginn des Jahres feststehen, dass dein Jahreseinkommen über der Freigrenze liegt, gibt es von Anfang an kein Kindergeld.
Auch ein Verzicht auf einmalige Zahlungen des Arbeitgebers wie dem Urlaubsgeld wird in der Regel nicht akzeptiert, um noch unter die Freigrenze zu gelangen.

Wie viel Kindergeld?

Abhängig von der Anzahl der Kinder deiner Eltern:

– bis 2 Kinder 184€

– bis 3 190€

– für jedes Weitere 215€

Was passiert in einer Übergangszeit zur nächsten Ausbildung?

Bei einer Übergangszeit von maximal 4 Monaten wird Kindergeld gezahlt.
Beträgt der Zeitraum beispielsweise ein halbes Jahr, wirst du keines bekommen und musst dich stattdessen beim Arbeitsamt als arbeitssuchend melden

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Kindergeldanspruch bei Auszug des Kindes

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihr Anspruch auf Kindergeld ergibt sich aus den §§ 62 ff. des Einkommensteuergesetzes (EStG).

Ihr Sohn ist ein berücksichtigungsfähiges Kind nach § 63 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 2 i.V.m. § 32 Abs. 3 und 4 EStG. Solange Ihr Sohn noch nicht volljährig ist, gilt das ohne Einschränkung. Wenn Ihr Sohn dann 18 geworden ist, kommt es für die weitere Berücksichtigungsfähigkeit darauf an, ob er arbeitslos und bei der Agentur für Arbeit als Arbeitsuchender gemeldet ist (bis 21 Jahre) oder eine Berufsausbildung macht (bis 25 Jahre).

Da Ihr Sohn nicht mehr in Ihrem Haushalt lebt, wird das Kindergeld an Sie (und nicht etwa an den Vater des Kindes) ausgezahlt, weil Sie dem Kind den Barunterhalt zahlen (§ 64 Abs. 3 Satz 1 EStG). An Ihren Sohn könnte das Kindergeld von der Familienkasse nur gezahlt werden, wenn Sie Ihrer gesetzlichen Unterhaltspflicht nicht nachkommen oder den Unterhaltsanspruch nicht voll abdecken können (§ 74 Abs. 1 EStG).

Sie müssen das Kindergeld also nicht an Ihren Sohn weiterleiten. Nach der gesetzgeberischen Konzeption steht es grundsätzlich den Eltern zu. Sie erfüllen Ihre Pflicht, wenn Sie Ihrem Sohn den geschuldeten Unterhalt zahlen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben, und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Kindergeld 2015: Auszahlungstermine, Kindergeldhöhe & Einkommensgrenzen

Das Kindergeld soll für die Grundversorgung jedes Kindes in Deutschland sorgen – und zwar von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr. Beim Kindergeld handelt es sich aber nicht um eine Sozialleistung, sondern um eine steuerliche Ausgleichszahlung. An dieser Stelle beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Kindergeld 2015 und halten Sie über Änderungen auf dem Laufenden.

>>>Zu den aktuellen Infos zum Kindergeld 2016

Höhe des Kindergeldes 2015

Das Kindergeld ist im Juli nach einem Beschluss des Bundesrates rückwirkend zum 1. Januar 2015 um vier Euro erhöht worden:

  • erstes und zweites Kind: 188 Euro pro Monat
  • drittes Kind: 194 Euro
  • ab dem vierten Kind 219 Euro pro Monat.

Ab September wird das Kindergeld in der neuen Höhe ausgezahlt. Die Differenz für die zurückliegenden Monate soll nach Informationen des Bundesfamilienministeriums ab Oktober als Nachzahlung überwiesen werden.

Zum 1. Januar 2016 wird das Kindergeld nochmals um je zwei Euro erhöht. Dann gilt:

  • erstes und zweites Kind: 190 Euro
  • drittes Kind: 196 Euro
  • ab dem vierten Kind: 221 Euro.

Kinderzuschlag soll Familien vor Armut bewahren

Für Familien mit geringem Einkommen gibt es zudem die Möglichkeit, zusätzlich zum Kindergeld einen Kinderzuschlag zu erhalten. Dieser ist eine Ergänzungsleistung zum Kindergeld und soll Familien mit Kindern davor bewahren, in den Hartz-IV-Bezug zu rutschen. Können die Eltern mit ihrem Einkommen zwar ihren eigenen Unterhalt, nicht aber den der Kinder decken, können sie den Zuschlag beantragen. Der höchstmögliche Kinderzuschlag beträgt für jedes im Haushalt lebende Kind 140 Euro. Ab dem 1. Juli 2016 erhöht er sich um 20 Euro.

Anspruch und Antrag auf Kindergeld in 2015

Der Antrag auf Kindergeld muss von einer anspruchsberechtigten Personen mit Vorlage der Geburtsurkunde schriftlich beantragt werden. Dies geschieht bei der zuständigen Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit. Dort erhält man auch die entsprechenden Vordrucke. Hat das Kind bereits das 18. Lebensjahr überschritten, sind zudem weitere Nachweise vorzulegen. Nähere Informationen zum Antrag auf Kindergeld 2015 finden Sie hier.

Kindergeld 2015: Auszahlungstermine

Das Kindergeld wird von der Familienkasse immer im Laufe des jeweiligen Monats ausgezahlt, für den der Anspruch besteht. Der Zeitpunkt für diese monatliche Überweisung hängt von der Kindergeldnummer ab. Die ist dem Schreiben der Familienkassen zu entnehmen. Hier finden Sie die Auszahlungstermine 2015.

Nicht grundsätzlich muss das Kindergeld an die Eltern überwiesen werden. Vor allem für Kinder, die selbst auf das Geld angewiesen sind – das sind besonders Studenten und Auszubildende -, kann es von Vorteil sein, wenn ein sogenannter Antrag auf Abzweigung gestellt wird. Damit lässt sich veranlassen, dass das Kindergeld nicht mehr an die Eltern, sondern direkt an das Kind ausgezahlt wird.

Einkommensgrenzen beim Kindergeld

Alternativ zum Kindergeld gibt es noch den Kinderfreibetrag. Wer den Kinderfreibetrag beansprucht, verzichtet auf die monatlichen Kindergeldzahlungen. Dies kann dann sinnvoll sein, wenn die Eltern über ein hohes Einkommen verfügen. In solchen Fällen ist die steuerliche Entlastung durch den Kinderfreibetrag häufig höher als die Zahlungen des Kindergeldes.

Seit Januar 2012 ist es so, dass volljährige Kinder und ihre Eltern für das Kindergeld keine Erklärungen und Belege zum Einkommen der Kinder mehr einreichen müssen. Zuvor mussten Eltern und Kinder bei der Familienkasse noch nachweisen, dass sie die Einkommensgrenze für das Kind von 8004 Euro pro Jahr einhalten. Nun muss erst nach Abschluss einer ersten Berufsausbildung nachgewiesen werden, dass das Kind neben der Ausbildung nicht mehr als 20 Stunden in der Woche erwerbstätig ist. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

  • Wichtige Änderung: Ab 2016 ist für das Kindergeld die Steuernummer nötig
  • Kindergeld: Wer hat 2015 Anspruch?
  • Kindergeld: Kindergeldantrag 2015 – wo und in welcher Form?
  • Kindergeld 2015: Wo liegt die Einkommensgrenze?
  • Düsseldorfer Tabelle: Düsseldorfer Tabelle 2015

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Überweisungsplan Kindergeld PDF

Den Überweisungsplan Kindergeld 2015 findet ihr nachfolgend in einer Übersicht. Zudem kann man den Überweisungsplan Kindergeld 2015 als PDF kostenlos im Webangebot der Arbeitsagentur herunterladen.

Überweisungsplan Kindergeld PDF Download: Auszahlungstermine 2015

Der Anspruch für die Auszahlung des Kindergelds ergibt sich aus §66 Abs. 2 Einkommensteuergesetz. Für das erste und zweite Kind stehen jeweils 184 € zu, für das Dritte 190 €, das vierte und jedes weitere Kind erhält 215 € monatlich.

Der Zeitpunkt für die monatliche Überweisung ergibt sich aus der Kindergeldnummer. Die Kindergeldnummer ist auf den Kontoauszügen zu finden sowie dem Schriftverkehr mit der Familienkasse zu entnehmen. Der Überweisungsplan Kindergeld richtet sich nach der letzten Ziffer der Kindergeldnummer. Laut Überweisungsplan erhalten die Endziffern das Kindergeld zu Beginn des Monats. Die Endziffern 2 bis 7 erhalten das Kindergeld im Laufe des Monats, während Auszahlungen für Kindergeldnummern mit den Endziffern 8 und 9 laut Überweisungsplan für das Ende des Monats vorgesehen sind. Wer sein Kindergeld nicht von der Familienkasse (Bundesagentur für Arbeit) sondern durch eine Gehalts- bzw. Besoldungsstelle des öffentlichen Dienstes überwiesen bekommt, erhält das Geld zusammen mit dem Monatsgehalt. Die Kindergeldnummer setzt sich aus mehreren Ziffern und Buchstaben zusammen:

  • Die ersten drei Ziffern geben die Familienkasse an.
  • Die nachstehenden Zeichen „FK“ geben die feste Kindergeldnummer an.
  • Nachstehend wird eine individuelle Kindergeldnummer je Familie angegeben.
  • Die Kindergeldnummer wird je Familie und nicht je Kind vergeben.
  • Aus der letzten Ziffer lässt sich der Termin für den Überweisungsplan des Kindergelds entnehmen.

Überweisungsplan Kindergeld als PDF Download und Liste

Nachstehend findet sich der Überweisungsplan Kindergeld für 2015. Wer den Plan herunterladen und ausdrucken möchte, findet den Überweisungsplan Kindergeld 2015 als PDF online bei der Arbeitsagentur. Beachtet, dass es sich bei den angegebenen Terminen um das Datum für die Kindergeld-Überweisung handelt. Je nach Bank und Wochentag muss mit einer zusätzlichen Überweisungsdauer gerechnet werden.:

Kindergeld Auszahlungstermine 2015

Bei allgemeinen oder detaillierten Fragen zum Kindergeld könnt ihr euch an die kostenlose Service-Rufnummer für Kindergeld und Kinderzuschlag wenden: 0800 4 5555 30 – Servicezeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr. Bei uns findet ihr auch eine sowie einen KfZ Kaufvertrag als PDF.

Kindergeld ist in Deutschland die wohl wichtigste finanzielle Unterstützung für Familien. Die Familienkasse zahlt immerhin rund 33 Milliarden Euro für ca. 14 Millionen Kinder an Kindergeldleistungen aus und übertrifft damit fast alle Förderungsarten bei uns in der BRD. Kein Wunder also, dass sich daher auch viele Kindergeldbezieher für die Kindergeld Auszahlungstermine 2015 interessieren und wann die Kindergeldauszahlung für die eigene Familie im Monat erfolgt. Gerade für Erstbezieher sind die Auszahlungstage sehr interessant. Hier geht es direkt zu den Kindergeldauszahlungsterminen sortiert nach Monaten: –Kindergeldauszahlung nach Monaten–

Die Kindergeld Auszahlungstermine 2015 wurden ähnlich wie die Kindergeld Auszahlungstermine 2013 und 2014 gestaltet. Sortiert nach der Kindergeldnummer wird das Kindergeld dabei vom Anfang des Monats bis in das zweite Drittel des Monats hinein überwiesen. Ausschlaggebend dafür, wann genau die Kindergeldauszahlung stattfindet, ist dafür die letzte Ziffer in der Kindergeldnummer; die sogenannte Endziffer. Je niedriger diese Endziffer ist, desto eher wird das Kindergeld überwiesen. Je höher, desto später im Monat.

Jetzt alle Hinweise überspringen und direkt zu den Auszahlungsterminen gehen:

–klick–

Kindergeldnummer für die Kindergeldauszahlung

Die Kindergeldnummer ist auf jedem Kindergeldbescheid und bei jeder Überweisung auf dem Kontoauszug zu finden. Die Kindergeldnummer ist dabei immer nach folgendem Schema aufgebaut: 123FK987654

  • Code für den Ort der aktenführenden Familienkasse: 123
  • Feste Kindergeldnummer: FK
  • Individuelle Kindergeldnummer je Familie (Pro Familie wird immer nur eine Kindergeldnummer vergeben; nicht je Kind!): 987654
  • Davon lautet die Endziffer: 4

Auf Überweisungsbelegen kann das dann noch so ausschauen: KG264264FK123456 2235 22 Für die Kindergeldauszahlung ist dabei nur der gelb-markierte Bereich interessant; alle anderen Zahlen sind interne Schlüssel der Familienkasse. Siehe auch den Screenshot.

Zusammengesetzt ergibt das dann in unserem Beispiel die vollständige und formal richtige Kindergeldnummer 123FK987654. Für die Kindergeldüberweisung ist nur die letzte Ziffer interessant; die 4. In diesem Fall könnte man von einer Kindergeldüberweisung ab der zweiten Woche im Monat ausgehen. Das genaue Datum ist bei unserem Kindergeldauszahlungsplan abrufbar.

Eine niedrige Endziffer (0-3) steht für die Auszahlung direkt am Anfang des Monats. Bei mittleren Endziffern (4-6) sind die Kindergeldzahlungen eher am Anfang der zweiten Woche des Monats die Regel. Bei hohen Endziffern in der Kindergeldnummer (7-9) ist dagegen die Auszahlung vom Kindergeld am Anfang der dritten Woche die Regel. Je nach Feiertagen und Wochenenden kann sich der Zahlungslauf jedoch noch verschieben, weshalb es auch für 2015 wieder einen detaillierten Überweisungsplan für jeden Monat gibt.

Die Kindergeld Auszahlungstermine sind hier nach Monaten sortiert. Durch das Klicken auf den jeweiligen Monat öffnet sich ein Extrafenster mit Ihren Auszahlungsterminen. Am Anfang steht die jeweilige Kindergeld-Endziffer, gefolgt von dem Überweisungstag der Familienkasse und dem Tag der Gutschrift auf Ihrem Konto.

>>>Januar<<<
>>>Februar<<<
>>>März<<<
>>>April<<<
>>>Mai<<<
>>>Juni<<<
>>>Juli<<<
>>>August<<<
>>>September<<<
>>>Oktober<<<
>>>November<<<
>>>Dezember<<<

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Achtung!
Angestelle und Beamte im öffentlichen Dienst erhalten Ihr Kindergeldauszahlung mit der Überweisung ihrer Bezüge von ihrem Dienstherren. Die regulären Familienkassen sind für diese Personengruppen nicht zuständig. Der jeweilige Dienstherr übernimmt die Funktion der Familienkasse.Anträge und Formulare sind ausschließlich dort zu beziehen und auch wieder einzureichen.

Kindergeldauszahlung 2015 auf Kindergeld-Auszahlungstermine.de

Unser Portal Kindergeld-Auszahlungstermine.de informiert Dich über die aktuelle Kindergeldauszahlung. Wenn Du Fragen oder Anregungen zu den Kindergeld Auszahlungtsterminen besitzt, kannst Du Dich jederzeit an unsere Ansprechpartner wenden. Schreibe uns dazu am besten eine eMail an [email protected] oder ruf uns an: 05422 910 9696. Beachte dabei bitte, dass wir keine Behörde sind und auch nicht im Auftrag der Familienkasse arbeiten. Übersende uns daher bitte keine Kindergeld-, Akten-, oder Kontonummern. Um mit deiner Familienkasse zu sprechen ruf zwischen 08:00 Uhr und 18 Uhr folgende Telefonnummer an: 0800 455 553 0.

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Kindergeld Ratgeber 2019 / 2020

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, handelt es sich beim Kindergeld um keine Sozialleistung. Zwar wird es i. d. R. von den Familienkassen ausgezahlt, ist im Endeffekt aber eine steuerliche Ausgleichszahlung. Das Kindergeld soll das steuerliche Existenzminimum des Kindes freistellen und dient der Grundversorgung der in Deutschland lebenden Kinder vom Geburtsmonat an. Dabei entsteht der Anspruch automatisch, setzt aber einen schriftlichen Antrag voraus.

Kindergeld Höhe 2019 / 2020 – Wie viel Kindergeld gibt es?

Letztmalig wurde zum 01. Juli 2019 das Kindergeld angehoben, dieses Mal um je 10 Euro. Ebenfalls stieg der Kinderfreibetrag von 7.428 Euro auf aktuell 7.620 Euro. Die nächste Kindergelderhöhung kommt zum 01.01.2021. Für 2020 gelten demnach weiterhin die Beträge ab 01.07.2019.

Die nächste Kindergelderhöhung um 15 Euro findet zum 01. Januar 2021 statt.

01.01.2021 01.01.2020 01.07.2019 01.01.2018
1. und 2. Kind 219 Euro 204 Euro 204 Euro 194 Euro
3. Kind 225 Euro 210 Euro 210 Euro 200 Euro
ab 4. Kind 250 Euro 235 Euro 235 Euro 225 Euro

Kindergeld Höhe nach Anzahl der Kinder

  • für 1 Kind: 204 Euro
  • für 2 Kinder: 408 Euro
  • für 3 Kinder: 618 Euro
  • für 4 Kinder: 853 Euro
  • für 5 Kinder: 1.088 Euro

Wie hoch Ihr individuelles Kindergeld unter Berücksichtigung der Anspruchsvoraussetzungen ausfällt, können Sie mit unserem Kindergeldrechner ermitteln.

Weitere Informationen zu Änderungen beim Kindergeld vom 01.01.2019 sowie den Überweisungsplan finden Sie unter der eigens eingerichteten Informationseite Kindergeld Auszahlung 2019.

Was Eltern zum Kindergeld 2019 wissen müssen
Bild: lilo/ fotolia.com

Kindergeldanspruch

Einen Anspruch auf Kindergeld haben Eltern oder Erziehungsberechtigte (z.B. Adoptiv- und Stiefeltern, Pflegeeltern, Großeltern) für Kinder, die im Haushalt der Familie aufgenommen wurden. Weiter wird vorausgesetzt, dass die Erziehungsberechtigten in Deutschland

  • einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben oder
  • keinen Wohnsitz/ gewöhnlichen Aufenthalt haben, aber in der Bundesrepublik unbeschränkt steuerpflichtig sind

Für Ausländer oder im Ausland lebende Deutsche, die weder einen Wohnsitz/ gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik haben, noch unbeschränkt steuerpflichtig sind, gelten besondere Regelungen nach dem Bundeskindergeldgesetz (BKGG).

Anspruch für minderjährige Kinder

Der Kindergeldanspruch entsteht bereits im Geburtsmonat und besteht uneingeschränkt bis zum 18. Geburtstag des Kindes. Antragsberechtigt sind die Eltern oder andere Erziehungsberechtigte (nicht das Kind selbst!).

Auch wenn das Kind am Monatsletzten, z.B. 31.05. geboren wird, erhalten die Erziehungsberechtigten für den vollen Monat – in diesem Beispiel Mai – Kindergeld.

Volljährige Kinder

Mit Vollendung des 18. Lebensjahres bleibt der Kindergeldanspruch nur weiterhin bestehen, wenn sich das Kind in einer Schul- oder Berufsausbildung befindet oder bei der Agentur für Arbeit als arbeit- bzw. ausbildungssuchend gemeldet ist. In diesem Fall werden Leistungen bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres weiter gezahlt (die Monate, in denen das Kind den gesetzlichen Wehr- oder Zivildienst abgeleistet hat, werden über das 25. Lebensjahr hinaus weiter gezahlt).

Lesen Sie folgende Beiträge mit weiteren Erläuterungen:

  • Kindergeld in Ausbildung
  • Kindergeld im Praktikum

Keine Altersbeschränkung für behinderte Kinder

Bei behinderten Kindern spielt es keine Rolle ob diese sich in einer Ausbildung etc. befinden. Sofern die Behinderung vor dem 25. Lebensjahr eingetreten ist, wird Kindergeld ohne Altersbeschränkung weitergezahlt.

Kindergeldantrag stellen

Der Kindergeldantrag erfolgt schriftlich mit dem dafür vorgesehenen Formular/ Vordruck

Um Kindergeld zu erhalten, müssen die Eltern dieses schriftlich beantragen. Grundsätzlich sind die Familienkassen zuständig, die in den meisten Fällen bei der zuständigen Agentur für Arbeit ansässig sind. Der Kindergeldantrag wird bei der Behörde eingereicht, wobei mit einer Bearbeitungsdauer von 4 bis 6 Wochen gerechnet werden muss. Seit 2018 gibt es auf der Internetseite der Familienkasse die Möglichkeit einige Anliegen auch Online zu erledigen.

rückwirkender Kindergeldantrag

Seit 01. Januar 2018 kann Kindergeld nur noch für die letzten sechs Monate vor Antragstellung beantragt werden. Bisher galt die Regelung, dass bei Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen bis zu 4 Jahre rückwirkend beantragt werden konnte. Um Leistungsmissbrauch zu vermeiden, wurde diese Frist drastisch gekürzt.

Antragsvordrucke

Entweder nutzt man hierfür die bei den Familienkassen ausgelegten Antragsformulare oder lässt sich diese zuschicken. Eine andere Alternative ist das Online Formular, welches zu Hause als PDF ausgefüllt und anschließend ausgedruckt werden kann.

Entsprechende Vordrucken zum kostenlosen Download finden Sie unter Kindergeld Formulare

Antrag bei Beamten und im öffentlichen Dienst

Für Beamte und Beschäftigte im öffentlichen Dienst gilt die Besonderheit, dass die Familienkasse nicht zuständig ist. In diesem Fall wird das Kindergeld beim Dienstherren bzw. der Vergütungsstelle beantragt und monatlich direkt an den Anspruchsberechtigten zusammen mit den Bezügen ausgezahlt.

Auszahlung

Die festen Auszahlungstermine sowohl für das Kindergeld als auch den Kinderzuschlag richten sich nach den Anfangsbuchstaben der Kindergeldnummer, welche auf dem Kindergeldbescheid vermerkt sind. Hier finden Sie die Termine zur Kindergeldauszahlung 2018

Kindergeld oder Kinderfreibetrag?

Ob Eltern das Kindergeld erhalten oder doch der Kinderfreibetrag nach § 32 Abs. 6 EStG gewährt wird, hängt von der Höhe des Einkommens ab. Am Jahresende macht das Finanzamt bei der Veranlagung zur Einkommensteuer automatisch eine Günstigerprüfung, welche Vergünstigung vorteilhafter ist. Als grobe Richtung gilt, dass der Kinderfreibetrag günstiger ausfällt als das Kindergeld bei einem zu versteuernden Einkommen von

  • ca. 33.500 Euro bei Alleinstehenden
  • ca. 63.500 Euro bei Verheirateten

Auch wenn das persönliche Einkommen diese Beträge übersteigt, muss dennoch ein Kindergeldantrag gestellt werden. In einem solchen Fall kommt es dann am Jahresende ggfls. zu einer Verrechnung und das Kindergeld wird als Vorauszahlung auf den Kinderfreibetrag berücksichtigt.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema sowie Beispielberechnungen siehe unter Kinderfreibetrag im Rahmen der Einkommensteuererklärung.

Was Sie sonst noch wissen sollten

Antragsteller in Deutschland Gesetzesgrundlage Gericht bei Streitigkeiten
unbeschränkt steuerpflichtig (Normalfall) Einkommensteuergesetz (§§ 31 ff. und §§ 62 ff. EStG) Finanzgericht
beschränkt steuerpflichtig Bundeskindergeldgesetz (BKGG) Sozialgericht

Weitere Informationen hält auch die Bundesagentur für Arbeit mit Ihrem Merkblatt bereit:

Letzte Aktualisierung: 17.12.2019

Kindergeld

Kindergeld Bezugsdauer

Wie lange bzw. bis zu welchem Alter die Familienkassen das Kindergeld auszahlen, ist unterschiedlich. Überwiesen wird das Kindergeld ab dem Monat, ab dem das Kind das Licht der Welt erblickt. Anschließend erfolgt die Auszahlung dann monatlich. Ohne weitere Formulare oder Anträge wird das Kindergeld dann bis zum 18. Lebensjahr in jedem Fall gezahlt, wenn sich das Kind so lange im eigenen Haushalt befindet. Ab dem 18. Lebensjahr gelten besondere Regelungen. So kann das Kindergeld bis zum 21. Lebensjahr des Kindes bezogen werden, wenn dieses beschäftigungslos, aber dafür bei einer Arbeitsagentur als arbeitssuchend gemeldet ist. Bis zum 25. Lebensjahr kann das Kindergeld bezogen werden, wenn sich der Nachwuchs in einer Ausbildung, einem Studium oder einem Freiwilligendienst befindet. Sollte nichts davon zutreffen, muss nachgewiesen werden, dass sich das Kind um eine derartige Stelle bemüht. Für behinderte Kinder gelten derartige Regelungen nicht, diese erhalten das Kindergeld unabhängig vom beruflichen Stand oder dem Alter.

Wann gibt es Kindergeld?

Wann das Kindergeld im Jahr 2019 ausgezahlt wird, hängt davon ab, welche Kindergeldnummer bzw. Endziffer der Kindergeldnummer für den eigenen Nachwuchs gilt. Diese wird durch die Familienkasse festgelegt und definiert gleichzeitig die Zeitpunkte für die Kindergeldauszahlungen. Konkret bedeutet das, dass bei den Endziffern 0 und 1 mit einer Auszahlung zu Beginn des Monats gerechnet werden kann. Mit zunehmenden Endziffern verzögern sich die Auszahlungstermine dann nach hinten, so dass die Endziffern 8 und 9 die Kindergelder am Ende des Monats erhalten. Möchten Sie sich über die Auszahlungen des Kindergeldes genauer informieren, können Sie dies mit Hilfe unserer Übersicht der Kindergeld Auszahlungstermine tun. Und hier sogar die genauen Zeitpunkte für Ihre Auszahlung bestimmen.

Was ist der Kinderzuschlag?

Der Kinderzuschlag (KiZ) ist noch einmal eine zusätzliche Form der Unterstützung durch die Familienkasse bzw. den Staat. Entscheidend hierfür ist ein jeweiliger Höchstbetrag, der für eine Familie individuell berechnet wird. Sollten die Eltern diesen Höchstbetrag nicht übersteigen, gleichzeitig aber ein Verdienstminimum (600 Euro bei Alleinerziehenden, 900 Euro bei Paaren) erreichen wird der KiZ gezahlt. Durch diesen Zuschlag soll gewährleistet werden, dass die Grundsicherung des Kindes vorhanden ist, auch wenn die Eltern durch das Kind Hartz IV beziehen müssen. Bewilligt wird der Kinderzuschlag allerdings nicht durchgängig parallel zum Kindergeld, sondern üblicherweise für einen Zeitraum von sechs Monaten. Zudem ist dabei zu beachten, dass dieser Zuschlag nicht gezahlt wird, wenn die Eltern Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe beziehen, aber kein weiteres Einkommen vorweisen können. In diesem Fall wird ausschließlich das Kindergeld gezahlt.

Bei der Unterstützung der Eltern wird zuerst immer an das Kindergeld gedacht. Tatsächlich aber sieht der deutsche Staat mit dem sogenannten Kinderfreibetrag auch eine mögliche Alternative für die Eltern vor. Diese ist generell dann interessant, wenn ein entsprechendes Einkommen vorgewiesen werden kann. In diesem Fall räumt das Finanzamt dann Vergünstigungen ein, die sich für Eltern mehr lohnen können, als die Auszahlung des Kindergeldes. Gut zu wissen: Am Jahresende wird vom Finanzamt im Rahmen der Einkommensteuererklärung automatisch eine Günstigerprüfung durchgeführt, die dann feststellt, welcher Weg für die Eltern besser geeignet ist. Eine Faustregel sagt dabei, dass sich der Kinderfreibetrag dann lohnt, wenn ein jährliches zu versteuerndes Einkommen von

  • ca. 34.000 Euro bei Alleinstehenden
  • ca. 64.000 Euro bei Verheirateten

überschritten wird. Zu beachten ist hierbei dass auch beim Wunsch des Kinderfreibetrags ein Antrag auf das Kindergeld gestellt werden muss. Sollte dann bereits Kindergeld ausgezahlt worden sein, wird dies am Jahresende berücksichtigt und auf den entsprechenden Kinderfreibetrag angerechnet. Die aktuelle Kinderfreibetrag Höhe liegt bei 7.620 Euro und wurde zum 01.01.2019 angehoben.

Volljährige Kinder: Was ist zu beachten?

Damit das Kindergeld auch für volljährige Kinder fortlaufend gezahlt wird, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein. So erhalten Eltern das Kindergeld ab dem 18. Lebensjahr des Kindes in der Regel nur dann, wenn sich dieses in einer Ausbildung oder einem Studium befindet. Sonderfälle bilden zudem ein Freiwilligendienst oder ein soziales Jahr. In diesen Fällen wird das Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr ausgezahlt. Befindet sich das Kind nicht in einer Beschäftigung, kann bis zum 21. Lebensjahr Kindergeld bezogen werden, wenn das Kind bei der Bundesagentur für Arbeit als arbeitssuchend gemeldet ist. Teilweise kann die Zahlung dann sogar ebenfalls bis zum 25. Lebensjahr fortgeführt werden, wobei dann aber nachgewiesen werden muss, dass sich das Kind intensiv um eine Arbeits- bzw. Ausbildungsstelle oder einen Studienplatz bemüht hat. Eltern von behinderten Kindern müssen auch beim Erreichen des 18. Lebensjahres keine besonderen Anforderungen oder Rahmenbedingungen beachten. Ist die Behinderung vor dem 25. Lebensjahr eingetreten, wird das Kindergeld unter gewissen Bedingungen auch über das 25. Lebensjahr hinaus gezahlt.

6-monatige Auszahlungsbeschränkung beim Kindergeld

Bei Antragseingang seit 1.1.2018 wird Kindergeld rückwirkend nur für die letzten 6 Monate vor Beginn des Monats gezahlt, in dem der Antrag auf Kindergeld eingegangen ist. Die Finanzverwaltung unterscheidet aber zwischen Festsetzungs- und Erhebungsverfahren.

Beispiel: A beantragt im Juli 2019 rückwirkend ab September 2018 Kindergeld für ein Kind. Die Familienkasse setzt Kindergeld ab September 2018 fest, zahlt aber nur die Monate ab Januar 2019 aus.

6 Monate Beschränkung: Alt- und Neuregelung im Vergleich

Nach bis zum 31.12.2017 geltenden Recht konnte Kindergeld rückwirkend für den Zeitraum der Festsetzungsfrist nach § 169 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 AO von 4 Jahren ausgezahlt werden. Da nach Auffassung der Finanzverwaltung mit der 4-jährigen Rückwirkung auch eine Missbrauchsgefahr verbunden war, wurde mit Wirkung ab 1.1.2018 geregelt, dass Kindergeld rückwirkend nur für die letzten 6 Monate vor Beginn des Monats gezahlt wird, in dem der Antrag auf Kindergeld eingegangen ist.

6 Monate-Neuregelung nur im Erhebungsverfahren?

§ 66 Abs. 3 EStG soll nach Auffassung der Finanzverwaltung aber nicht im Festsetzungsverfahren, sondern nur im Erhebungsverfahren anzuwenden sein. Die Festsetzung von Kindergeld für Zeiträume, die über den 6-Monats-Zeitraum zurückreichen, soll erfolgen, wenn die Familienkasse das Vorliegen der Tatbestandsvoraussetzungen für den Anspruch auf Kindergeld ohne weitere Sachverhaltsaufklärung feststellen kann bzw. bei erkennbarem Interesse des Berechtigten. Ein erkennbares Interesse kann für einen Kindergeldberechtigten beispielsweise dann bestehen, wenn der Familienkasse bekannt ist, dass der vorrangig Berechtigte oder der nachrangig Berechtige dem öffentlichen Dienst angehört oder auch wenn der der Berechtigte Anspruch auf Kindergeld für ein jüngeres Kind hat. Wird für einen vergangenen Zeitraum – wie hier – Kindergeld festgesetzt und reicht dieser Zeitraum über den 6-Monats-Zeitraum zurück, wird in der Praxis dem Festsetzungsbescheid wegen der Auszahlungsbeschränkung ein Hinweis beigefügt.

FG: Festsetzungsbescheid für die Auszahlung bindend

Grundsätzlich ist Grundlage der Erhebung von Steueransprüchen – und damit auch der Auszahlung von Kindergeld – nicht der nach den Steuergesetzen entstandene materielle Steueranspruch, sondern der im Festsetzungsverfahren durch Verwaltungsakt konkretisierte Anspruch aus dem Steuerschuldverhältnis. Wurde ein Kindergeldanspruch wirksam und bestandskräftig festsetzt, hat der Berechtigte grundsätzlich einen Anspruch auf Auszahlung.

Daher kommen die Finanzgerichte Niedersachsen (Urteile v. 25.9.2018, 8 K 95/18, Haufe Index 2466876 und v. 25.10.2018, 10 K 141/18, Haufe Index 12466850) und Düsseldorf (Gerichtsbescheid v. 10.4.2019, 10 K 3589/18 Kg) zu dem Ergebnis, dass entsprechend der Festsetzung ein Anspruch auf Auszahlung (hier bei A ab September 2018) besteht. Dagegen soll auch nicht § 66 Abs. 3 EStG sprechen, weil die Vorschrift nicht dem Erhebungs- sondern dem Festsetzungsverfahren zuzuordnen sei. Die Finangerichte gehen davon aus, dass § 66 Abs. 3 EStG zwar grundsätzlich greift; die Regelung aber bereits im Festsetzungsverfahren zu berücksichtigen ist. Bereits der Wortlaut der Vorschrift ordne die Regelung des Festsetzungsverfahren zu, weil „gezahlt“ im Kindergeldrecht bislang unstrittig und einheitlich als „festgesetzt und gezahlt“ ausgelegt wird (z.B. § 64 Abs. 1 oder § 66 Abs. 2 EStG).

Soll hingegen zum Ausdruck gebracht werden, dass eine Regelung einen festgesetzten Kindergeldanspruch voraussetzt und damit die Erhebungs- bzw. Auszahlungsebene betrifft, wird bislang einheitlich der Begriff „ausgezahlt“ verwendet (z.B. § 70 Abs. 1 EStG). Auch der Gesetzeszweck spreche nicht für eine Zuordnung der Regelung zum Erhebungs- bzw. Auszahlungsverfahren. Die Regelung soll verhindern, dass für einen mehrjährigen Zeitraum in der Vergangenheit rückwirkend Kindergeld ausgezahlt werden kann. Diesem Zweck genüge die Regelung unabhängig davon, ob sie im Festsetzungsverfahren oder im Erhebungsverfahren berücksichtigt wird.

Gegen die Entscheidungen der Finanzgerichte Niedersachsen und Düsseldorf laufen Revisionsverfahren vor dem BFH (Az. III R 66/18, III R 70/18 und III R 33/19).

Hinweis: Auffassung der Finanzgerichte kann auch Nachteile mit sich bringen

Auf den ersten Blick scheint die Auffassung der Finanzgerichte vorteilhaft. Wendet man aber § 66 Abs. 3 EStG bereits im Festsetzungsverfahren an, hätte dies auch negative Auswirkung auf die Fälle mit berechtigtem Interesse. Erhält etwa ein Beamter als Teil seiner Beamtenbesoldung einen Familienzuschlag, ist dessen Höhe von der Anzahl der Kinder abhängig, für die er Anspruch auf Kindergeld hat.

Auswirkungen auf die steuerliche Entlastung über Kinderfreibetrag

Im Rahmen der Einkommensteuererklärung wurde beim Abzug der Kinderfreibeträge das Kindergeld auch bei fehlender Auszahlung angerechnet. In Folge dessen erhielten halten betroffene Eltern meist gar keine steuerliche Entlastung für ihre Kinder. Im Gesetz gegen illegale Beschäftigung und Sozialleistungsmissbrauch, dem der Bundesrat am 28.6.2019 zugestimmt hat, ist diese Regelung beseitigt worden. Das Kindergeld, das wegen verspätetem Antrag bei der Familienkasse nicht ausgezahlt wird, wird auch nicht mehr auf die Steuerentlastung durch den Kinderfreibetrag angerechnet. Der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine hat mit Pressemitteilung vom 27.6.2019 darauf hingewiesen, dass die Regelungen für noch alle nicht bestandskräftigen Veranlagungen gilt. M. E. stellt sich die Rechtslage aber wie folgt dar:

Im Gesetz gegen illegale Beschäftigung und Sozialleistungsmissbrauch wurde mit Wirkung vom 18.7.2019 § 66 Abs. 3 EStG gestrichen und dafür in § 70 EStG folgende Sätze 2 und 3 angefügt: „Die Auszahlung von festgesetztem Kindergeld erfolgt rückwirkend nur für die letzten sechs Monate vor Beginn des Monats, in dem der Antrag auf Kindergeld eingegangen ist. Der Anspruch auf Kindergeld nach § 62 EStG bleibt von dieser Auszahlungsbeschränkung unberührt.“

§ 52 Abs. 50 EStG bestimmt, dass § 70 Abs. 1 Satz 2 EStG auf Anträge anzuwenden ist, die nach dem 18.7.2019 eingehen. Die Neuregelung in § 31 Satz 5 EStG, wonach bei der Günstigerprüfung der Anspruch auf Kindergeld für Kalendermonate unberücksichtigt bleibt, für die durch Bescheid der Familienkasse ein Anspruch auf Kindergeld festgesetzt wurde, aber wegen der Auszahlungsbeschränkung (bzw. im Gesetzestext § 70 Abs. 1 Satz 2 EStG) nicht ausgezahlt worden ist, verweist wiederum auf § 70 Abs. 1 Satz 2 EStG. Demnach können m. E. noch nicht bestandskräftige Veranlagungen für Altjahre nur dann von der Neuregelung profitieren, wenn der Antrag auf (rückwirkende Festsetzung von) Kindergeld nach dem 18.7.2019 eingegangen ist.

Aktualisierung: Anhängiges BFH-Verfahren

Für die Zeiträume davor sollte aber trotzdem Einspruch eingelegt und das Ruhen des Verfahrens beantragt werden, weil hierzu ein Verfahren vor dem BFH offen ist. Das FG Hessen hat nämlich entschieden (Urteil v. 17.9.2019, 6 K 174/19), dass die materiell-rechtlich wirkende Einschränkung des Kindergeldanspruchs nach § 66 Abs. 3 EStG zwar nicht dazu führt, dass auch § 31 Satz 4 EStG dahingehend verstanden werden könnte, dass nur das tatsächlich an den Berechtigten und Einkommensteuerpflichtigen „gezahlte“ Kindergeld den Umfang des der tariflichen Einkommensteuer hinzuzurechnenden „Anspruchs“ entspricht.

Es sei jedoch anzuerkennen, dass die Hinzurechnung vor dem Hintergrund der Zielsetzung des Familienleistungsausgleichs bei der Sicherung und Verschonung des nach Art 6 Abs. 1 GG besonders zu schützenden kinderbezogenen Existenzminimums nur dann den Gewährleistungen des verfassungsrechtlichen Gleichheitssatzes entsprechen kann, wenn der Kindergeldanspruch gegenüber der Familienkasse ohne Einschränkungen durch eine Ausschlussfrist entsprechend § 66 Abs. 3 EStG bis zur Grenze der 4-jährigen Festsetzungsfrist geltend gemacht werden kann. Der Begriff des „Anspruchs“ i. S. d. § 31 Satz 4 EStG erfordere daher im Lichte des § 66 Abs. 3 EStG eine verfassungskonforme Auslegung.

Diese sei im Interesse eines gebotenen verbindlichen Ergebnisses bereits im Steuerfestsetzungsverfahren dahingehend vorzunehmen, dass ein bestehender Kindergeldanspruch, der vom Berechtigten und Steuerpflichtigen gegenüber der Familienkasse innerhalb der Festsetzungsfrist geltend gemacht wurde, aber gleichwohl ganz oder teilweise von der 6-monatigen Frist erfasst wird, nur in Höhe der tatsächlichen Auszahlung in die Vergleichsrechnung und Hinzurechnung einbezogen wird. Das Aktenzeichen des BFH lautet III R 50/19.

Schlagworte zum Thema: Kindergeld, Arbeitnehmerbesteuerung

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