Kindergeld BEI 8 kindern

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Kindergeld und Kinderzuschlag werden überwiesen und können nicht bar ausgezahlt werden. Im Laufe des Überweisungstages wird der Betrag Ihrem Konto gutgeschrieben und Sie können darüber verfügen.

Auszahlung nach Endziffern

Aus technischen Gründen überweist die Familienkasse die monatlichen Leistungen an ihre Kundinnen und Kunden nicht am selben Tag, sondern gestaffelt. Zur Strukturierung der Überweisungen zieht die Familienkasse die Endziffern der Kindergeldnummern heran.

Kundinnen oder Kunden mit der Endziffer 0 erhalten die Zahlung am Monatsbeginn. Anschließend werden die Leistungen für die Endziffer 1 ausgezahlt, gefolgt von den Überweisungen für die Endziffer 2. Die Auszahlungstermine der Kundinnen und Kunden mit der Endziffer 9 sind immer am Monatsende.

Wichtig: An Wochenenden und Feiertagen kann sich der Geldeingang verschieben. Sie haben keinen Rechtsanspruch darauf, dass Ihre Leistungen an einem bestimmten Tag des Monats überwiesen werden.

Erstmalige Auszahlung

Bei der Erstauszahlung erhalten Sie den vollen Monatsbetrag, auch wenn Ihr Anspruch auf diese Leistungen nur am letzten Tag des Monats erfüllt ist.

Ein Beispiel:
Ihr Kind wurde am 30. März geboren. Dann gilt: Sie erhalten für den März das volle Kindergeld und gegebenenfalls zusätzlich den vollen Kinderzuschlag.

Kindergeld-Auszahlungstermine 2020:
Wann wird das Kindergeld 2020 überwiesen? – Die Termine

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Das Kindergeld wird nach der Kindergeldnummer sortiert vom Anfang des Monats bis zum Ende des Monats überwiesen. Ausschlaggebend für den genauen Zeitpunkt der Überweisung ist die letzte Ziffer in der Kindergeldnummer: Je niedriger diese ist, desto eher wird das Geld überwiesen und je höher, desto später kommt es.

In diesem Artikel finden Sie die genauen Termine für die Auszahlung des Kindergeldes im Jahr 2020.

Was bedeutet die Kindergeldnummer

Das Kindergeld muss kurz nach der Geburt bei der zuständigen Stelle in der Agentur für Arbeit beantragt werden. (Weiterlesen: Geburtsurkunde, Kindergeld und Elterngeld: Wo und wann beantragen?) Hier erhält man auch die Kindergeldnummer. Seit 2014 werden die Kindergeldnummern fortlaufend bundesweit vergeben.

Beispiel: Die Nummer lautet 001 FK 123456; hier entscheidet die letzte Ziffer, wann das Geld ausgezahlt wird. Sobald die letzten sechs Ziffern die 999999 erreicht haben, werden die ersten drei Ziffern nicht mehr 001, sondern 002 lauten.

Nummernvergabe bis 2013

Bis Ende 2013 angemeldete Kinder hatten eine andere Zusammensetzung, die sich wie in dem Beispiel 115 FK 154721 so erklärt:

115 = Dienststellennummer der erstmalig zuständigen Familienkasse;

FK = bedeutet „Familienkasse“

154721 = Zuordnung der Person; die letzte Ziffer entscheidet auch hier, wann das Geld ausgezahlt wird.

Auf Kontoauszügen stehen vor dieser Nummer noch drei weitere Ziffern: Sie stehen für die jeweilige Verbundsnummer der jeweiligen Familienkasse. Beispiel: Osnabrück gehört zu dem Verbund Niedersachsen-Bremen und der hat die Ziffern 237. Wer umzieht, erhält eine neue Verbundsnummer, die Kindergeldnummer – von der Familienkasse auch Kundennummer genannt – bleibt jedoch immer gleich.

Doch ob alte oder neue Kindergeldnummer: Sie ist ein Identifikationsmerkmal und kann auch nicht nachträglich geändert werden, um beispielsweise das Geld der Familienkasse früher zu bekommen.

Wieviel Kindergeld gibt es 2020?

Die Höhe ist abhängig von der Anzahl der Kinder: Familien erhalten seit Juli 2019 im Monat 204 Euro für das erste und zweite Kind. Beim dritten Kind gibt 210 Euro im Monat. Für jedes weitere Kind gibt es 235 Euro.

(Weiterlesen: Kindergeld, Elterngeld, Betreuungsgeld: Was ist was?)

Seit wann gibt es Kindergeld?

Die Einführung des Kindergeldes in der Bundesrepublik Deutschland beschloss der Deutsche Bundestag am 14. Oktober 1954. Damals sollte Familien ab dem dritten Kind 25 Mark monatlich gezahlt werden. Ab 1961 bekamen Familien bereits für das zweite Kind Kindergeld, seit 1975 wird das Kindergeld auch für das erste Kind gezahlt.

Kindergeld: Auszahlungstermine 2020:

Auszahlungstermine für die Endziffer 0:

  • 3. Januar
  • 5. Februar
  • 3. März
  • 2. April
  • 6. Mai
  • 4. Juni
  • 3. Juli
  • 5. August
  • 4. September
  • 5. Oktober
  • 4. November
  • 3. Dezember

Auszahlungstermine für die Endziffer 1:

  • 8. Januar
  • 6. Februar
  • 4. März
  • 3. April
  • 7. Mai
  • 5. Juni
  • 6. Juli
  • 6. August
  • 7. September
  • 7. Oktober
  • 5. November
  • 4. Dezember

Auszahlungstermine für die Endziffer 2:

  • 9. Januar
  • 7. Februar
  • 5. März
  • 6. April
  • 8. Mai
  • 8. Juni
  • 7. Juli
  • 7. August
  • 8. September
  • 8. Oktober
  • 6. November
  • 7. Dezember

Auszahlungstermine für die Endziffer 3:

  • 10. Januar
  • 10. Februar
  • 6. März
  • 7. April
  • 11. Mai
  • 9. Juni
  • 8. Juli
  • 10. August
  • 9. September
  • 9. Oktober
  • 9. November
  • 8. Dezember

Auszahlungstermine für die Endziffer 4:

  • 13. Januar
  • 11. Februar
  • 10. März
  • 8. April
  • 13. Mai
  • 10. Juni
  • 9. Juli
  • 11. August
  • 10. September
  • 12. Oktober
  • 10. November
  • 9. Dezember

Auszahlungstermine für die Endziffer 5:

  • 14. Januar
  • 12. Februar
  • 11. März
  • 9. April
  • 14. Mai
  • 15. Juni
  • 10. Juli
  • 12. August
  • 11. September
  • 14. Oktober
  • 11. November
  • 10. Dezember

Auszahlungstermine für die Endziffer 6:

  • 15. Januar
  • 13. Februar
  • 12. März
  • 15. April
  • 15. Mai
  • 16. Juni
  • 13. Juli
  • 14. August
  • 14. September
  • 15. Oktober
  • 12. November
  • 11. Dezember

Auszahlungstermine für die Endziffer 7:

  • 16. Januar
  • 14. Februar
  • 13. März
  • 16. April
  • 18. Mai
  • 17. Juni
  • 15. Juli
  • 17. August
  • 16. September
  • 16. Oktober
  • 13. November
  • 14. Dezember

Auszahlungstermine für die Endziffer 8:

  • 17. Januar
  • 17. Februar
  • 16. März
  • 17. April
  • 19. Mai
  • 18. Juni
  • 16. Juli
  • 18. August
  • 18. September
  • 19. Oktober
  • 16. November
  • 15. Dezember

Auszahlungstermine für die Endziffer 9:

  • 21. Januar
  • 20. Februar
  • 17. März
  • 20. April
  • 25. Mai
  • 22. Juni
  • 17. Juli
  • 19. August
  • 21. September
  • 21. Oktober
  • 17. November
  • 16. Dezember

Kindergeld 2020: Auszahlungstermine und Höhe

Nach Bewilligung des Antrags wird das Kindergeld monatlich zu einem bestimmten Zeitpunkt auf das Konto der Eltern überwiesen. Doch wann genau sind die Auszahlungstermine?

Aufbau der Kindergeldnummer

Wenn Ihr Kindergeldantrag bewilligt worden ist, dann können Sie mit einer regelmäßigen Überweisung rechnen, die jeden Monat an einem bestimmten Tag erfolgt. Welcher das ist können Sie an der Kindergeldnummer ablesen, die Sie auf ihren Kontoauszügen oder auf den Schreiben der Familienkasse finden. Den genauen Überweisungstag für den jeweiligen Monat bestimmt die Endziffer der Nummer.

Ein Beispiel für eine Kindergeldnummer

Kindergeldnummer Beispiel: 123FK835453

  • 123 ist der Code für die zuständige Familienkasse
  • FK steht für „Feste Kindergeldnummer“
  • 83545 ist die Kindergeldnummer der Familie
  • 3 ist die Endziffer, die den Tag der monatlichen Überweisung laut Tabelle bestimmt

Zur Kindergeldauszahlung 2020 ist für Sie also nur die Endziffer wichtig. In diesem Beispiel bestimmt die 3 die Auszahlungstermine für die jeweiligen Monate. Beispielsweise wird im Dezember 2020 bei einer Kindergeldnummer mit der Endziffer 3 das Geld am 8. des Monats überwiesen. Alle weiteren Auszahlungstermine können Sie unserer Tabelle (unten) entnehmen.

Je niedriger die Endziffer der Kindergeldnummer ist, desto früher im Monat bekommen Sie das Geld überwiesen.

Info: Auch bei mehreren Kindern bekommt eine Familie nur eine Kindergeldnummer zugewiesen.

Tabelle: Kindergeld-Auszahlungstermine für das Jahr 2020

Kindergeld: Auszahlungstermine Beamte und Angestellte öffentlicher Dienst

Beamte und Angestellte des öffentlichen Diensts bekommen das Kindergeld nicht von den Familienkassen ausgezahlt. Sie müssen sich stattdessen an ihre Gehalts- und Besoldungsstelle wenden. Das Kindergeld wird dann zusammen mit den monatlichen Bezügen überwiesen.

Beamte können beim Dienstherren entsprechende Antragsformulare bekommen und bei der Personalabteilung Fragen klären.

Höhe des Kindergeldes 2020: Wie viel gibt es?

So viel Kindergeld wird seit Juli 2019 gezahlt:

  • erstes und zweites Kind: je 204 Euro pro Monat
  • drittes Kind: 210 Euro pro Monat
  • ab dem vierten Kind: 235 Euro pro Monat

Die Reihenfolge gilt auch dann, wenn eines der Kinder nicht bei Ihnen im Haushalt lebt (sogenannte Zählkinder). Das Kindergeld wird regulär für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr gezahlt (für Kinder über 18 Jahren gelten besondere Regelungen). Erwachsene Kinder, für die kein Kindergeldanspruch mehr besteht, zählen in der Reihenfolge nicht mit.

Übrigens: Die nächste Kindergelderhöhung erfolgt zum 1. Januar 2021. Die Beträge werden automatisch angepasst und von der Familienkasse ausgezahlt.

Kinderzuschlag soll Familien vor Armut bewahren

Für Familien mit geringem Einkommen gibt es zudem die Möglichkeit, zusätzlich zum Kindergeld einen Kinderzuschlag zu erhalten. Dieser ist eine Ergänzungsleistung zum Kindergeld und soll verhindern, dass Familien mit Kindern in den Hartz-IV-Bezug rutschen. Sind Eltern in der Lage, mit ihrem Einkommen zwar ihren eigenen Unterhalt, nicht aber den der Kinder zu decken, können sie den Zuschlag beantragen. Der höchstmögliche Kinderzuschlag beträgt für jedes im Haushalt lebende Kind seit Januar 2020 monatlich 185 Euro.

Mehr zum Thema: Kindergeldzuschuss: Wer hat Anspruch darauf?

Anspruch und Antrag auf Kindergeld

Der Antrag auf Kindergeld muss von einer anspruchsberechtigten Person mit Vorlage der Geburtsurkunde schriftlich beantragt werden. Dies geschieht bei der zuständigen Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit. Dort erhält man auch die entsprechenden Vordrucke.

Hat das Kind bereits das 18. Lebensjahr überschritten, sind zudem weitere Nachweise vorzulegen. Mit Vollendung des 18. Lebensjahres bleibt der Kindergeldanspruch weiterhin bestehen, wenn sich das Kind in einer Schul- oder Berufsausbildung befindet oder bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend gemeldet ist. In diesem Fall werden Leistungen bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres weiter gezahlt. Monate, in denen das Kind den Zivildienst abgeleistet hat, werden über das 25. Lebensjahr hinaus weiter gezahlt.

Bei allen Anträgen muss die steuerliche Identifikationsnummer des Antragstellers und des Kindes unbedingt angegeben werden. Wer seine Steuer-Identifikationsnummer vergessen hat oder sie nicht mehr findet, kann sie beim Bundeszentralamt für Steuern erneut schriftlich anfordern.

Eine telefonische Auskunft oder Mitteilung per Mail ist nicht möglich. Die Nummer wird per Post zugesendet. Für Neugeborene erhält der Berechtigte automatisch die Steuer-Identifikationsnummer.

Kindergeld in der Ausbildung

Während einer Ausbildung können volljährige Kinder bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres Kindergeld beziehen, wenn Sie sich in einer betrieblichen Berufsausbildung oder in einem Studium befinden. Hinzu kommt das Wegfallen der Einkommensgrenze von 9.480 Euro. Das bedeutet, dass beim Überschreiten des Einkommens das gesamte Kindergeld nicht mehr zurückgezahlt werden muss.

Dabei gilt eine Ausbildung als berücksichtigungsfähig, wenn diese auch ernsthaft betrieben wird. Bei einer Unterrichtszeit von zehn Wochenstunden gehen die Behörden von einer ernsthaft angestrebten Ausbildung aus. Sollte die Wochenstundenanzahl darunter liegen, muss nachgewiesen werden, dass ein entsprechender Zeitaufwand durchgeführt wurde, beispielsweise durch praktische Übungen sowie Vor- und Nachbereitung. Sollte sich der Auszubildende zwischen zwei Ausbildungsabschnitten befinden, wie Abitur und anschließendem Studium, kann das Kindergeld höchstens für vier Monate weitergezahlt werden.

Kindergeld beim Praktikum

Haben Praktikanten Anspruch auf Kindergeld? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Bei Minderjährigen ist der Kindergeldbezug an keine Bedingungen geknüpft, weshalb jugendliche Praktikanten in jedem Fall bis zum 18. Lebensjahr bezugsberechtigt sind. Ab Erreichen der Volljährigkeit prüft die Familienkasse, ob die Voraussetzungen für den Kindergeldanspruch noch vorliegen.
Damit Kindergeld weiter gezahlt wird, muss das Praktikum anerkannt sein. Dies ist der Fall, wenn

  • die Ausbildungsstelle ein Pflichtpraktikum vorschreibt
  • die Ausbildungsstelle ein Praktikum als fachliche Voraussetzung empfiehlt
  • das Praktikum die Zugangsvoraussetzung für die Berufsausbildung oder das Studium ist

Kindergeld für behinderte Kinder

Eltern von behinderten Kindern, die älter als 18 Jahre sind, können weiter Kindergeld ohne Altersbeschränkung beziehen, wenn das Kind wegen seelischer, geistiger oder körperlicher Behinderung seinen notwendigen Lebensbedarf nicht aus sich selbst bestreiten kann.

Die Behinderung muss allerdings vor dem 25. Lebensjahr eingetreten sein.

Kindergeld für verheiratete Kinder in der Ausbildung

Auch für verheiratete Kinder gilt der Anspruch auf Kindergeld, sofern sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und sich noch in der Erstausbildung befinden. Dabei kommt es nicht darauf an, wie viel das Kind verdient und was der Ehegatte eventuell an Unterhaltsanspruch erhebt.

Kann ich rückwirkend Kindergeld beantragen?

Kindergeld kann seit Januar 2018 nur noch für sechs Monate rückwirkend beantragt werden. Zuvor war das rückwirkend für vier Jahre möglich. Das heißt, Kindergeld kann nur einige Monate später nachträglich gezahlt werden. In den vergangenen Jahren hat sich das Kindergeld erhöht, wie Sie aus der Tabelle entnehmen können:

ab 2010 ab 2015 ab 2016 ab 2017 ab 2018 ab Juli 2019
1. und 2. Kind 184 Euro 188 Euro 190 Euro 192 Euro 194 Euro 204 Euro
3. Kind 190 Euro 194 Euro 196 Euro 198 Euro 200 Euro 210 Euro
ab dem 4. Kind 215 Euro 219 Euro 221 Euro 223 Euro 225 Euro 235 Euro

Nähere Informationen zum Antrag auf Kindergeld 2020 finden Sie hier.

Einkommensgrenzen beim Kindergeld

Alternativ zum Kindergeld gibt es den Kinderfreibetrag. Wer den Kinderfreibetrag beansprucht, verzichtet auf die monatlichen Kindergeldzahlungen. Dies kann dann sinnvoll sein, wenn die Eltern über ein hohes Einkommen verfügen. In solchen Fällen ist die steuerliche Entlastung durch den Kinderfreibetrag häufig höher als die Zahlungen des Kindergeldes. Der Kinderfreibetrag für Familien liegt seit dem 1. Januar 2020 bei 7.812 Euro. Er besteht aus:

  • 5.172 Euro für das sachliche Existenzminimum des Kindes
  • 2.640 Euro für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf

Es handelt sich dabei um eine Zusammensetzung aus dem Kinderfreibetrag von 2.586 Euro (verdoppelt entspricht das 5.172 Euro) und dem Freibetrag für Betreuung, Erziehung und Ausbildung, was 1.320 Euro entspricht (verdoppelt 2.640 Euro).

Seit Januar 2012 ist es nicht mehr nötig, dass volljährige Kinder und ihre Eltern für das Kindergeld Erklärungen und Belege zum Einkommen der Kinder einreichen. Erst nach Abschluss einer ersten Berufsausbildung muss nachgewiesen werden, dass das Kind neben der Ausbildung nicht mehr als 20 Stunden in der Woche erwerbstätig ist.

Antrag auf Abzweigung für Studis und Azubis

Nicht grundsätzlich muss das Kindergeld an die Eltern überwiesen werden. Vor allem für Kinder, die selbst auf das Geld angewiesen sind – das sind besonders Studenten und Auszubildende –, kann es von Vorteil sein, wenn ein sogenannter Antrag auf Abzweigung gestellt wird. Damit lässt sich veranlassen, dass das Kindergeld nicht mehr an die Eltern, sondern direkt an das Kind ausgezahlt wird.

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  • Online ausfüllen: Kindergeld mit drei einfachen Schritten beantragen
  • Rechtliche Grundlagen: Wer hat 2020 Anspruch auf Kindergeld?
  • Tipps zum Kinderzuschlag: Kindergeldzuschuss – Wer hat Anspruch darauf?

Die Ausnahme bei der Kindergeldauszahlung

Sollte das Kindergeld jedoch nicht durch die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit ausgezahlt werden, sondern durch eine Gehalts- oder Besoldungsstelle des öffentlichen Dienstes, erfolgt die Zahlung zusammen mit dem Lohn oder Gehalt für den jeweiligen Monat.

Kindergeldnummer

Die persönliche Kindergeldnummer dient zur Identifikation Erziehenden, die Kinder in ihrem Haushalt versorgen und somit Anspruch auf Kindergeld haben. Die Nummer wird in der Regel von der Familienkasse nach der Bewilligung gestellt und gilt bis zum Ende der Anspruchsdauer. Zu den ersten Aufgaben frisch gebackener Eltern gehört deshalb der Antrag auf Kindergeld bei der örtlichen Familienkasse. Alle wichtigen Informationen zur KG-Nummer haben wir in einer kleinen Übersicht zusammengefasst:

Wo finde ich die Kindergeldnummer?

Die KG-Nummer ist auf dem ersten Bewilligungsbescheid (Kindergeldbescheid) von der Familienkasse zu finden. Auch alle folgenden Dokumente und Schriftverkehr von und mit der Familienkasse führen die betreffende KG-Nummer auf.

Kontoauszug bei Überweisung

Sollten Sie Ihre Kindergeldnummer einmal vergessen, können Sie diese auf jedem Kontauszug von Überweisungen der Familienkasse finden. Die Abkürzung KG steht für die Kindergeldnummer, nachfolgend wird die Nummer aufgeführt. Eine dritte Möglichkeit ist die Erfragung der KG-Nummer bei der Familienkasse. Diese können Sie jederzeit telefonisch oder per Mail anfordern.

KG Nummer pro Kind oder Eltern?

Da die Kindergeldnummer zur Identifikation von Erziehenden dient, ändert sich die Nummer unter Umständen auch, wenn ein Kind den Haushalt wechselt. Grundsätzlich erhält ein Haushalt die selbe Kindergeldnummer, unabhängig davon ob ein, zwei, drei, vier oder mehr Kinder im Haushalt leben.

Aufbau der Kindergeldnummer

  • Die ersten drei Ziffern dienen zur Zuordnung der Familienkasse.
  • FK steht für „Feste KG-Nummer“
  • Die letzten 6 Ziffern dienen zur persönlichen Zuordnung.
  • Die Endziffer bestimmt dabei den monatlichen Auszahlungstermin.

Kindergeldnummer für Beamte

Beschäftigte im öffentlichen Dienst erhalten ihre Kindergeldnummer nicht von der örtlichen Familienkasse, sondern müssen diese bei ihrer jeweiligen Dienst- oder Vergütungsstelle beantragen. Der Dienstherr ist auch für die Auszahlung des Kindergeldes zuständig und zahlt dieses in der Regel direkt mit dem Gehalt/ Sold aus.

Die Höhe des ausgezahlten Kindergeldes findet sich auch am Jahresende auf der Lohnsteuerbescheinigung des Anspruchsberechtigten in Zeile 33 wieder.

Änderungen der KG-Nummer

Die Kindergeldnummer kann sich aus unterschiedlichen Gründen ändern: Nach einem Umzug in einen neuen Bezirk wird die KG-Nummer von einem neuen Amt erteilt und ändert sich somit. Möchten Sie die monatlichen Auszahlungstermine ändern lassen, können Sie die Änderung der letzten Ziffer bei der Familienkasse beantragen.

Familienkassen zahlen nur dann Kindergeld, wenn ihnen die Steueridentifikationsnummer des Kindes vorliegt. Die eigene Steuernummer haben die Eltern meist noch zur Hand. Doch wie findet man die Nummern der Kinder?

BILD erklärt es.

Wo finde ich die Steueridentifikationsnummer?

Sie finden Ihre Nummer auf der Lohnbescheinigung. Auf Ihrem Steuerbescheid müsste zusätzlich auch die Steuer-ID Ihrer Kinder zu finden sein.

Falls Sie ihre Steuer-ID oder die ihres Kindes nicht mehr zur Hand haben, können Sie diese vom Bundeszentralamt für Steuern per Post zuschicken lassen. Sie können dies per E-Mail ([email protected]) oder direkt auf der Webseite beantragen. Achtung: Die Bearbeitungszeit des Bundeszentralamt für Steuern dauert bis zu sechs Wochen..

Warum muss ich diese Nummer angeben?

Der Staat unterbindet damit Doppelzahlungen und ungerechtfertigte Zahlungen ins Ausland. Die Steuer-ID wird jedem bei der Geburt zugeteilt, so gibt es zukünftig nur noch eine Auszahlung pro Steueridentifikationsnummer.

Im Kindergeldantrag sind bereits seit mehreren Jahren Felder für die Angabe der Steuer-ID vorgesehen. Falls Sie diese bereits der Familienkasse mitgeteilt haben, brauchen Sie nichts mehr tun.

Tipp: Wenn Sie sich nicht mehr erinnern können, ob Sie dieses Feld ausgefüllt haben, schicken Sie sicherheitshalber Ihre Steueridentifikationsnummer an die Familienkasse.

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    Beide Elternteile müssen für den Kindesunterhalt aufkommen. Dieser teilt sich in Betreuungsunterhalt und Barunterhalt.

Wie teile ich der Familienkasse die Steuer-IDs mit?

Diese Nummern kann der Familienkasse nur schriftlich mitgeteilt werden. Hier finden Sie die Adresse ihrer zuständigen Familienkasse.

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Wer hat Anspruch auf Kindergeld?

Grundsätzlich bekommt jedes Kind bis zum 18. Lebensjahr Kindergeld.

Absolviert das Kind eine Ausbildung oder ein Studium, verlängert sich der Zeitraum bis zum 25. Lebensjahr. Arbeitslosen Jugendlichen steht das Kindergeld bis zum 21. Lebensjahr zu.

In welcher Höhe wird Kindergeld bezahlt?

Sie richtet sich nach der Anzahl der Kinder.

Die Summe für das erste und zweite Kind beträgt 188 Euro, für das dritte Kind 194 Euro und ab dem vierten Kind 219 Euro monatlich.

Für die Berechnung gilt das älteste Kind immer als das erste.

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Was versteht man unter einem Zählkind?

Kinder, die beim Ex-Partner leben, sind sogenannte Zählkinder. Sie spielen bei der Höhe des Kindergeldes eine große Rolle und sind nach deutschem Gesetz nur als rechnerische Größe zu verstehen.

Ein Beispiel vereinfacht die komplizierte Regelung:

Mutter A und Vater A haben zwei gemeinsame Kinder. Doch die Ehe scheitert. Vater A zieht aus, die Kinder bleiben bei Mutter A.
Sie bekommt monatlich Kindergeld in Höhe von 188 Euro + 188 Euro = 376 Euro.
Wenig später hat Vater A mit einer neuen Frau (Mutter B) zwei weitere Kinder. Die beiden Kinder aus erster Ehe sind nun Zählkinder.
Beantragt Vater A Kindergeld für alle Kinder, gelten die beiden Sprösslinge aus zweiter Ehe nicht mehr als Kind eins und zwei, sondern als Kind drei und vier.
Die Rechnung sieht dann so aus: 194 Euro + 219 Euro = 413 Euro.

Vater A bekommt durch die Zählkinder-Regelung 37 Euro mehr Kindergeld pro Monat. Beantragen die Mütter nur für ihre Kinder das Kindergeld, so würden beide jeweils nur 376 Euro bekommen. Das wären im Jahr immerhin insgesamt 444 Euro weniger.

Wie bekommt man Kindergeld?

Das Kindergeld muss schriftlich beantragt werden. Den Antrag wird bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit gestellt.

Als Nachweis müssen eine Bescheinigung vorlegen, dass das Kind mit im Haushalt lebt oder innerhalb von sechs Monaten nach der Geburt eine Geburtsbescheinigung.
Ab 18 Jahren wird eine Schul-, Ausbildungs- oder Hochschulbescheinigung verlangt.

Die Kindergeldnummer auf dem Kontoauszug ist auf den ersten Blick unübersichtlich und schlecht dargestellt. Letztendlich liest sie sich jedoch ganz einfach. Wenn Dir dieser Beitrag gefällt, freue ich mich wenn Du ihn teilst…

  • Für jedes Kind in Deutschland welches die gesetzlichen Voraussetzungen und Regelungen der Familienkasse erfüllt wird Kindergeld gezahlt. Dieses muss für jedes Kind einzeln über die Erziehungsberechtigten beantragt und genehmigt werden. Wurde ein Kindergeldantrag bestätigt und ist er zur monatlichen Auszahlung freigegeben, erhalten die Eltern ein Schreiben mit der Aufnahmebestätigung und der wichtigen Kindergeldnummer, welches unbedingt sorgsam aufbewahrt werden sollte. Zwar kann man seine Kindergeldnummer auch später umständlich telefonisch bei der zugehörigen Familienkasse, bzw. der Servicehotline in Erfahrung bringen, doch kann man sich diese Zeit auch besser sparen. Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung der meist optisch viel längeren Kindergeldnummer auf dem Kontoauszug. Hier stellt sich dann oft die Frage: „Wie lese ich die Kindergeldnummer auf dem Kontoauszug richtig?“, denn sie ist nicht selten von weiteren Zahlen eingefasst bzw. umgeben, die überhaupt nicht zur eigentlichen Kindergeldnummer gehören. Welche Kindergeldnummer auf dem Kontoauszug die Richtige ist und wie man sie genau ließ, bzw. was sie eigentlich je Ziffernfolge für eine Bedeutung für die Kindergeldzahlung hat, erfahrt ihr in diesem ausführlichen Informationsartikel.

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    Wie setzt sich die Kindergeldnummer zusammen?
    Eine Kindergeldnummer besteht aus mehren Ziffern und den Buchstaben FK nach den ersten drei Zahlen. Sie sieht im Musterbeispiel so aus:

    515FK999999

    • Die ersten drei Ziffern, im Beispiel 515 geben die Nummer der zuständigen Familienkasse für das beantragte Kindergeld an. Die Nummer 515 ist z.B. der Familienkasse Rheinland-Pfalz und Saarland zugehörig. Jede Familienkasse hat hie ihre eigene Kennummer.
    • Die 999999 ist die eigentliche persönliche Kindergeldnummer des Antragstellers auf deren Grundlage auch Kindergeld ausgezahlt wird. Jedes einzelne Kind bekommt eine individuelle Kindergeldnummer zugeordnet.

    Woran kann ich an der Kindergeldnummer auf meinem Kontoauszug sehen, an welchem Tag das Kindergeld monatlich ausgezahlt wird und wie wird der Kindergeldnummernzusatz richtig gelesen?
    Auch ich hatte das Problem zunächst mit dem Durcheinander der Zahlen auf dem Kontoauszug zurechtzukommen. Statt die Kindergeldnummer sauber getrennt und deutlich zu schreiben, wurde sie nämlich in weitere Zahlen verpackt. Man kann im Prinzip alles weglassen außer die 3 Stellen vor den Buchstaben FK und die 6 stellen dahinter. Das ist die richtige Kindergeldnummer. An welchem Tag das Kindergeld monatlich ausgezahlt wird, erschließt sich aus der letzten Ziffer der Kindergeldnummer auf dem Kontoauszug. Dahinter steht wiederum einfach codiert der aktuelle Monat und das aktuelle Auszahlungsjahr des Kindergeldes. Für den Auszahlungstag ist die letzte Ziffer der 6 stellige Zahl hinter dem „FK“ zu beachten, welche am Ende eine eine Zahl von 1-9 erhält. Zum Beispiel bedeutet die „1“, dass direkt am Anfang des Monats Kindergeld überwiesen wird, eine „9“ hingegen steht für den letzten Überweisungstermin des Monats und die Zahlen dazwischen wie z.B. die „4“ oder „5“ für Mitte des Monats. Die Überweisung für Kindergelder dauert im Extremfall 2 Tage. Normalerweise ist das Geld aber schon einen Tag nach offiziellem Auszahlungstermin auf dem Konto verfügbar.

    Wo kann ich mich informieren, ob ich überhaupt kindergeldberechtigt bin und wie hoch das aktuelle Kindergeld ist?
    Dazu kann ich aus persönlicher Erfahrung die staatliche Quelle rund um das Kindergeld nennen. Ausführlicher geht es kaum.
    Zu finden unter: Arbeitsagentur Kindergeldinformationen

    Kann ich mein Kindergeld bzw. den Antrag für Kindergeld auch online abgeben, wenn ja wo?
    Leider geht eine Online-Beantragung von Kindergeld aktuell nur „halb online“, denn eine Geburtsurkunde, sowie eine gedruckte und unterschriebene PDF Datei der Erziehungsberechtigten bzw. der Eltern muss immer noch handschriftlich nachgereicht werden und wird per Post an die zuständige Elterngeldstelle übermittelt. Für eine Onlinebeantragung von Kindergeld wird ebenfalls ein der Arbeitsagentur genutzt, welcher die Daten an die Familienkasse überträgt. Wichtig ist, dass unbedingt schon die steuerliche Identifikationsnummer des neugeborenen Kindes vorliegen muss, bevor man einen Kindergeldantrag stellen kann. Meldet man ein zweites Kind an, wird man nach der Kindergeldnummer des Erstgeborenen gefragt. Wie man die Kindergeldnummer über seinen Kontoauszug raus bekommt falls man das original Anschreiben der Familienkasse verlegt hat, erfahrt ihr weiter oben im Beitrag.

    Wie lange dauert ein Antrag auf Kindergeld und wann bekomme ich das erste Mal Kindergeld ausgezahlt?
    Wie lange ein Antrag auf Kindergeld dauert kann ist äußerst unterschiedlich. Von wenigen Wochen bis hin zu zwei Monaten und in Extremsituationen auch etwas mehr ist möglich. Daher sollte man die Beantragung zum Erhalt des Kindergeldes auch möglichst direkt nach Geburt stellen, sowie man sich beim örtlichen Standesamt die Geburtsurkunde, sowie durch das Finanzamt die zugeschickte Steuer ID (steuerliche Identifikationsnummer) des Kindes organisiert hat. Keine Sorge, auch wenn das Kindergeld dann etwas später kommt und sogar verjähren kann, wird es bei diesen kurzen Zeiträumen nichts ausmachen. Siehe auch die Informationen im nächsten Punkt.

    Kann ich Kindergeld rückwirkend bekommen und kann mein Kindergeld verjähren?
    Kindergeld bekommt man ganz ohne Probleme auch noch sehr lange rückwirkend. Meistens schaffen es die Eltern auch nicht gleich im Geburtsmonat alle Unterlagen und Daten zusammenzutragen und direkt einen Kindergeldantrag zu stellen. Insbesondere für Babys die zum Monatsende auf die Welt kommen, ist das rechtzeitige Ausfüllen eines Kindergeldantrages schlichtweg unmöglich. Trotzdem bekommt man das Kindergeld in seiner aktuellen Höhe auch mehrere Monate und sogar Jahre nachgezahlt. Doch Vorsicht, extrem lange sollte man sich aber nicht mit der Beantragung Zeit lassen, denn Kindergeldansprüche können auch verjähren. Die Verjährungsfrist für Kindergeld ist äußerst großzügig bemessen und umfasst vier Jahre für die Antragstellung. Meiner Meinung nach hat man das Kindergeld dann aber auch nicht nötig, wenn man über vier Jahre mit der Beantragung wartet.

    Fazit:
    Der Beitrag entstand ursprünglich aus der Problematik heraus, das ich für unseren Zweitgeborenen beim Kindergeld-Onlineantrag der Arbeitsagentur die Kindergeldnummer des Erstgeborenen benötigt hatte. Da ich nicht alle Ordner nach dem Anschreiben der Familienkasse durchsuchen wollte, schaute ich dann auf meinem Kontoauszug nach der Kindergeldnummer. Diese war jedoch viel zu lang, für das im Antrag geforderte Nummernformat. Auch wenn ich mir vorstellen konnte, was davon die richtige Nummernfolge ist, suchte ich zur Sicherheit noch mal im Netz danach wie man die Kindergeldnummer auf dem Kontoauszug nun richtig zu lesen hat. Über etliche Forenbeiträge und Frage/Antwort Seiten fand ich dann umständlich die gewünschten Informationen. Ich hoffe ich kann Euch mit diesem Beitrag etwas schneller bei der Suche helfen.

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    • Abzweigungsantrag Kindergeld – Abzweigung

      (31.07.2019) Unter dem Abzweigungsantrag versteht man die Abzweigung des Kindergeldes an ein volljähriges Kind, wenn die Eltern ihrer Unterhaltspflicht nicht oder nicht ausreichend nachkommen. Der Anspruchsberechtigte, also in Normalfall die Eltern, ändert sich dadurch nicht. Hintergrund ist, dass es sich beim Kindergeld um eine Leistung handelt, die den Kindern zugute kommen soll. Voraussetzung ist, dass ein Kindergeldanspruch noch besteht, beispielsweise bei Kindern bis zum 25. Lebensjahr in Ausbildung oder ohne Altersbeschränkung, falls eine Behinderung vorliegt.

      Kinder können im Normalfall keinen eigenen Kindergeldantrag stellen, da es den Eltern zusteht. Bezugsberechtigt ist immer nur ein Elternteil. Leben die Eltern gemeinsam mit dem Kind in einem Haushalt, treffen sie selbst Vereinbarungen, wer den Kindergeldantrag steht. Wohnen Eltern getrennt, so erhält derjenige Elternteil das Kindergeld, bei dem das Kind lebt. Hat das Kind bereits einen eigenen Haushalt und wohnt nicht mehr bei den Eltern (üblich z.B. bei Studenten, die in einer WG wohnen), so erhält der Elternteil das Kindergeld, der den höheren Barunterhalt an das Kind zahlt leistet. Wird von beiden Eltern Unterhalt in gleicher Höhe oder gar kein Unterhalt gezahlt, müssen die Eltern eine Regelung untereinander treffen, wer das Kindergeld beantragt und erhält.

      Abzweigungsantrag ist ein Ausnahmefall

      Kann nicht sichergestellt werden, dass das Kindergeld auch tatsächlich dem Kind zugute kommt, kann das Kind im Sonderfall einen Antrag auf Abzweigung stellen (§ 74 EStG). Dies hätte zur Folge, dass zwar weiterhin die Eltern anspruchsberechtigt sind, das Kindergeld jedoch an das Kind direkt ausgezahlt (abgezweigt) wird. Der Anspruch selbst geht also nicht über, lediglich die Zahlungen werden weitergeleitet.

      Voraussetzungen

      Eine Abzweigung des Kindergeldes ist nur dann möglich, wenn der Kindergeldberechtigte regelmäßig keinen oder nur geringen Unterhalt zahlt (geringer als die Höhe des anteiligen Kindergeldes). Davon ist auszugehen, wenn der Berechtigte/ Elternteil:

      • dauerhaft kein oder nur unregelmäßig Unterhalt zahlt
      • nur Unterhalt zahlt, der unter der Höhe des anteiligen Kindergeldes liegt
      • mangels Leistungsfähigkeit (nicht genügend Einkommen) keinen Unterhalt zahlt
      • seine Unterhaltspflichten bereits durch dich Gewährung einer angemessen Erstausbildung erfüllt hat und für eine Zweitausbildung kein zivilrechtlicher Unterhaltsanspruch besteht. In diesem Fall wird keine Unterhaltspflicht verletzt, dennoch kann das Kindergeld abgezweigt werden (BFH Urteil Az. VIII R 50/01 vom 16.04.2002).

      Diese Voraussetzungen müssen dauerhaft erfüllt sein. Wird der Unterhalt hingegen nur einmalig oder vorübergehend nicht erbracht, so rechtfertigt dieser Umstand keinen Abzweigungsantrag.

      Wohnt das Kind im Haushalt der Eltern bzw. eines Elternteils, so wird bereits der Unterhalt in Form von Naturalunterhalt (Kost und Logis) erbracht. Grundsätzlich wird hier angenommen, dass diese Unterhaltsleistungen die Höhe des anteiligen Kindergeldes übersteigen, weshalb eine Abzweigung ausscheidet.

      Stiefkinder/ Pflegekinder

      Bei Stiefkindern (Kindern des Ehegatten) sowie Pflegekindern kommt eine Abzweigung des Kindergeldes nicht in Betracht, da eine zivilrechtliche Unterhaltspflicht nicht gegeben ist. An dieser Stelle greift die Regelung des § 1601 BGB, wonach nur Verwandte in gerader Linie einander zu Unterhalt verpflichtet sind.

      Antrag Download (Formular)

      Die Abzweigung des Kindergeldes ist schriftlich an die Familienkasse zu richten. Vorgesehen ist hierfür der Vordruck „KG11e – Antrag auf Auszahlung des anteiligen Kindergeldes„.

      Bei der Antragstellung muss das Kind im Einzelnen darlegen, dass eine der o.g. Voraussetzungen erfüllt sind. Bis zur Entscheidung wird die Familienkasse die weiteren Kindergeldzahlungen zunächst vorläufig einstellen und dem Kindergeldberechtigten (Eltern) einräumen, innerhalb von zwei Wochen zu diesem Sachverhalt gem. § 91 Abs.1 AO Stellung zu nehmen. Zu beachten ist, dass

      • eine Entscheidung zur Abzweigung immer unter dem Vorbehalt des Widerrufs gem. § 120 Abs. 2 Nr. 3 AO erfolgt
      • eine Abzweigung nur erfolgen kann, wenn das Kindergeld noch nicht ausgezahlt wurde (ist rückwirkend also nicht möglich!)

      Die Familienkasse entscheidet dann im Rahmen ihres pflichtgemäßen Ermessens (auch geringe Unterhaltsleistungen sind bei diesem Ermessen mit einzubeziehen), ob und in welcher Höhe das Kindergeld abgezweigt wird. Wird keinerlei Unterhalt durch den Kindergeldberechtigten gezahlt, hat die Familienkasse keinen Ermessensspielraum und muss dem Antrag des Kindes in voller Höhe stattgeben.

      Bearbeitungsdauer des Abzweigungsantrags

      Ab Antragstellung sprechen die Familienkassen häufig von einer Bearbeitungsdauer von 6 Wochen, können sie aber häufig nicht einhalten, so dass sich die Bearbeitung auch über mehrer Monate hinziehen kann. Insbesondere, wenn die Unterhaltsverhältnisse nicht eindeutig geklärt sind und die Familienkasse viel „Ermittlungsarbeit“ leisten muss, zieht sich das gesamte Verfahren in die Länge. So sind auch Fälle bekannt, wo von Antrag bis zur tatsächlichen Abzweigung nicht 6 Wochen sondern 6 Monate vergangen sind.

      Höhe des abzuzweigenden Kindergeldes

      Die Höhe des abzuzweigenden Betrages kann, muss aber nicht mit der Höhe des Kindergeldes übereinstimmen, die tatsächlich auch für das eine Kind, welches den Antrag stellt, entfällt. Vielmehr kommt es hier zunächst auf den Gesamtanspruch des Berechtigten an, bei dem auch der Zählkindvorteil berücksichtigt wird.

      Beispiel 1

      Bei nur zwei Kindern, von denen eins die Abzweigung beantragt, wäre der Anspruch analog dem regulärem Kindergeld (seit 01.07.2019) von 204 €, da das Kindergeld für die ersten beiden Kinder jeweils 204 € beträgt.

      Beispiel 2

      Bei drei Kindern würde der Abzweigungsbetrag vom tatsächlichen Kindergeldanspruch abweichen. Für die ersten beiden Kinder sind es jeweils 194 € und für das dritte Kind 200 €, in der Summe also 588 €. Diese müssen nun durch die drei Kinder geteilt werden, so dass sich eine Abzweigung in Höhe von 196 € ergibt.

      Beispiel 3

      Hat der Kindergeldberechtigte Anspruch auf Kindergeld für vier Kinder, so beträgt die Gesamtsumme des Kindergeldes 813 €. Bei einer Abzweigung würden auf ein Kind somit 203,25 € entfallen.

      Wird vom Kindergeldberechtigten keinerlei Unterhalt an das Kind erbracht, ist der rechnerisch ermittelte Betrag auch die Höhe der Abzweigung. Wird jedoch teilweise Unterhalt gezahlt, so werden diese Beträge noch mit dem abzuzweigenden Kindergeld verrechnet, so dass sich auch ein geringerer Betrag ergeben kann.

      Abzweigung an Sozialleistungsträger

      Nicht nur die Kinder selbst sondern auch Behörden können eine Abzweigung verlangen. Insbesondere liegen diese Fälle vor, wenn Sozialleistungsbehörden für den Unterhalt des Kindes aufkommen, beispielsweise Leistungen zur Grundsicherung oder Eingliederungshilfe für ein volljähriges, vollstationär untergebrachtes, behindertes Kind.

      Sichern Sozialleistungsträger den Lebensunterhalt des Kindes, welches außerhalb des Elternhauses untergebracht ist, so sind die Eltern verpflichtet (sofern sie Kindergeld für das Kind beziehen), sich mit einem Kostenbeitrag von mindestens des Kindergeldes zu beteiligen. Leisten die Eltern den Kostenbeitrag nicht, so sind die Leistungsträger ermächtigt, einen Abzweigungsantrag bei der Familienkasse zu stellen.

      Der BFH hat mit Urteil Az. V R 48/11 vom 18.04.2013 entschieden, dass Sozialhilfeträger grundsätzlich nicht abzweigungsberechtigt sind, wenn sie Leistungen nach §§ 41 ff. SGB XII erbringen (Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) und das Kind im Haushalt der Eltern untergebracht ist.

      Beim Zusammenkommen mehrerer Ansprüche unter den Behörden handelt es sich um ein sehr komplexes Thema, welches auch einzelfallabhängig betrachtet werden muss. An dieser Stelle verweisen wir auf die Fachlitertur der Familienkassen sowie des Bundesverbandes für für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm):

      Hat man ein Recht auf sein Kin­der­geld?

      Es ist so: Die Eltern bekommen für ihre Kinder das Kindergeld: Jeweils 204 € für die ersten beiden Kinder, 210 für das dritte und 235 € für jedes weitere Kind. Aber warum ist das so? Das hat seinen Grund: Das Kindergeld ist als Unterstützung für die Eltern gedacht.

      Die Pflichten deiner Eltern

      Deine Eltern sind nicht dazu verpflichtet, dir das Kindergeld auszuzahlen, solange du minderjährig bist und noch zuhause lebst. Allerdings sind sie dir gegenüber zum Unterhalt verpflichtet, solange du in der ersten Ausbildung oder im ersten Studium bist und dich nicht selbst versorgen kannst und selbst kein Einkommen hast. Das Kindergeld wird dem Unterhalt dann angerechnet. Nach dem Gesetz schulden die Eltern dem Kind nur eine (!) Ausbildung. Mit dem Abschluss der ersten Ausbildung hat das Kind dann die Möglichkeit sich seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Die Eltern haben damit ihre Pflicht getan.

      Antrag auf Auszahlung

      Wenn die Eltern trotz ihrer bestehenden Verpflichtung keinen Unterhalt leisten, kann die Familienkasse das Kindergeld auf Antrag des Kindes direkt an das Kind auszahlen. Vorraussetzungen sind aber, dass das Kind volljährig ist (also über 18 Jahre) und einen eigenen Wohnsitz hat.

      Der erste Schritt ist aber immer, die Eltern um Unterhalt zu bitten. Hier gibt es Richtwerttabellen, z.B. die so genannte Düsseldorfer Tabelle (gültig für die alten Bundesländer) und die so genannte Berliner Tabelle (gültig für die neuen Bundesländer). Darin steht, wie viel Unterhalt dem Kind zusteht.

      Kindergeld und KinderzuschlagFür wen gibt es wie viel?

      Kindergeld für minderjährige Kinder gibt es ohne Einschränkung. Erst wenn die Kinder volljährig werden, gilt der Kindergeldanspruch nur noch dann, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

      Eltern erhalten das Kindergeld, bis die Kinder volljährig werden. Ab dem 18. Geburtstag gibt es das Kindergeld nur unter bestimmten Voraussetzungen.

      Bis zum 21. Geburtstag des Kindes können Eltern Kindergeld bekommen, wenn das Kind

      • arbeitslos und als arbeitssuchend gemeldet ist.

      Bis zum 25. Geburtstag des Kindes können Eltern Kindergeld bekommen, wenn das Kind

      • eine Ausbildung (dazu gehören auch Schule und Studium) macht oder
      • sich in einer Übergangszeit von vier Monaten befindet oder
      • keinen Ausbildungsplatz findet und darum seine Berufsausbildung nicht beginnen oder fortsetzen kann, oder
      • einen anerkannten Freiwilligendienst leistet.

      Wie hoch ist das Kindergeld?

      Die Höhe des Kindergelds ist nach der Anzahl der Kinder gestaffelt. Es beträgt zurzeit (2019)

      • für das erste und zweite Kind: 204 Euro monatlich,
      • für das dritte Kind: 210 Euro monatlich,
      • für das vierte und jedes weitere Kind: 235 Euro monatlich.

      Wie sieht das Antragsverfahren aus?

      Der Antrag auf Kindergeld muss schriftlich bei der zuständigen Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit gestellt werden – meist ist das jene, in deren Bezirk man wohnt. Die Familienkasse zahlt das Kindergeld monatlich aus. Es steht Eltern für jeden Monat zu, in dem sie an mindestens einem Tag alle Voraussetzungen erfüllen. Wurde das Kind zum Beispiel am 25. Mai geboren, dann erhalten Eltern das volle Kindergeld für den Monat Mai.

      Kann Kindergeld rückwirkend beantragt werden?

      Ja. Kindergeld kann für bis zu 6 Monate rückwirkend gezahlt werden. Voraussetzung ist, dass Eltern das Kindergeld zustand, aber nicht ausgezahlt wurde – zum Beispiel, weil sie keinen Antrag gestellt haben.

      Kinderzuschlag

      Der Kinderzuschlag ist eine Leistung für Familien mit kleinem Einkommen. Den Kinderzuschlag gibt es, wenn Du zwar genug Einnahmen für Dich selbst hast, aber nicht genug, um auch für den gesamten Bedarf der Familie aufzukommen.

      Der Zuschlag kann pro Kind bis zu 170 Euro im Monat betragen, abhängig von der Situation der Familie.

      Wenn Dein Einkommen höher ist als Dein eigener Bedarf, verringert sich der Kinderzuschlag. Auch das Einkommen der Kinder wird berücksichtigt, zum Beispiel, wenn Kinder Unterhalt, Unterhaltsvorschuss oder Waisenrente erhalten.

      Bei mehreren Kindern setzt sich der Gesamtkinderzuschlag aus der Summe aller einzelnen Kinderzuschläge zusammen.

      Über den Antrag auf Kinderzuschlag entscheidet die Familienkasse.

      Voraussetzungen

      Anspruch auf Kinderzuschlag haben Eltern für ihre unter 25 Jahre alten Kinder, wenn

      • das Kind im Haushalt lebt, noch keine 25 Jahre alt ist und nicht verheiratet oder verpartnert ist.
      • Eltern Kindergeld für das Kind beziehen oder nur deswegen keinen Anspruch auf Kindergeld haben, weil eine andere staatliche Leistung gezahlt wird, die das Kindergeld ausschließt.
      • Personen keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II (kurz: ALG II, auch „Hartz IV“ genannt) haben, weil der Bedarf der Familie durch die Zahlung von Kinderzuschlag und eventuell zustehendem Wohngeld gedeckt ist.
      • die monatlichen Einnahmen eine Mindestgrenze erreichen (die sogenannte „Mindesteinkommensgrenze“).
      • Einkommen und Vermögen bestimmte Grenzen nicht übersteigen (die sogenannte „Höchsteinkommensgrenze“).

      Ob es sich für lohnt, einen Antrag auf Kinderzuschlag zu stellen, könnt Ihr auf der Internetseite des Bundesfamilienministeriums mit dem Kinderzuschlags-Check prüfen.

      An wen wird das Kindergeld ausbezahlt?

      Entweder an einen Elternteil:

      Bei einem gemeinsamen Haushalt beider Elternteile mit dem Kind, können die Eltern bestimmen an wen von ihnen das Kindergeld überwiesen werden soll. Eine Änderung des Kindergeldberechtigten ist möglich wenn beide Elternteile einverstanden sind.

      Lebt das Kind nicht im gemeinsamen Haushalt mit beiden Elternteilen, wird das Kindergeld an die Person überwiesen, bei der das Kind seinen gesetzlichen Wohnort hat und hauptsächlich lebt.

      Teilen sich die Eltern das Sorgerecht, können sie sich einig werden, wer das Kindergeld erhalten soll.

      An das Kind selbst:

      Das Kindergeld kann vom Kind selbst beantragt werden, wenn es volljährig ist oder mündig gesprochen wird.

      An die Person die das Sorgerecht hat:

      Wenn das Kind, für das ein Anrecht auf Kindergeld besteht, über einen Gerichtsbeschluss in eine Institution oder Pflegefamilie kommt, wird das Kindergeld an die Institution oder die Person überwiesen, die die Aufsicht des Kindes hat und bei der das Kind seinen gesetzlichen Wohnort hat und hauptsächlich lebt.

      Bei Uneinigkeit:

      Bei Uneinigkeit bestimmt die Zukunftskasse im Interesse des Kindes und auf Grund der ihr vorliegenden Belege über den Empfänger des Kindergeldes.

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