Kind trinkt wenig

Mein Kleinkind trinkt zu wenig: Tipps für den Sommer

Kinder haben ein geringeres Durstempfinden als Erwachsene – gepaart mit einem erhöhten Flüssigkeitsbedarf kann das schnell zu Flüssigkeitsmangel führen. Wir zeigen dir, wie du bei Hitze die Trinkmenge deines Kleinkindes spielerisch steigerst.

Die Sommerzeit ist für Kinder sehr aufregend. Besonders wenn die sie bei hohen Temperaturen und Sonnenschein viel im Freien spielen, tritt das Trinken schnell in den Hintergrund. Da Kleinkinder im Moment leben und sehr schnell abgelenkt sind, fällt es ihnen schwerer, auf ihre körperlichen Bedürfnisse zu hören.

Nicht nur im Sommer sollten Kinder viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Nur ein leichter Flüssigkeitsmangel kann schon zu Konzentrationsschwäche, Lustlosigkeit, Kopfschmerzen und Schwindel führen. Besonders Mädchen bekommen schnell eine Blasenentzündung, wenn sie zu wenig trinken.

Trinkt dein Kind zu wenig? Die ersten Anzeichen von Flüssigkeitsmangel

  • gelber, stark riechender Urin

  • geringe Urin-Menge

  • geringe Schweißmenge trotz Anstrengung

  • Bauchschmerzen und / oder harter Stuhl

  • Schmerzen beim Stuhlgang

  • Blässe und trockene Lippen

  • Schwindel

  • Kopfschmerzen

  • Schlappheit

  • keine Tränen

Wenn du ein oder mehrere Symptome von Dehydrierung bei deinem Kind feststellst, ist es wichtig, seine Flüssigkeitsspeicher wieder aufzufüllen. Häufig reicht ein großes Glas Wasser oder Elektrolytlösung aus der Apotheke. Wenn die Anzeichen anhalten oder du dir Sorgen machst, ist ein Anruf oder Besuch beim Kinderarzt die richtige Lösung. Damit es gar nicht soweit kommt, haben wir die besten Tipps und Tricks für dich zusammengestellt, wenn dein Kleinkind zu wenig trinkt.
Weil sie viel in Bewegung sind, verlieren unsere Kleinen so schnell wichtige Flüssigkeit, die es gerade im Sommer schnell zu ersetzen gilt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Kinder im Alter von 1 bis 4 Jahren eine Trinkmenge von ca. 820 ml pro Tag – als Faustregel sechs kleine Becher Wasser.
Eine feste Routine hilft im Alltag am besten, diese Menge zu erreichen – so versorgst du dein Kind automatisch und ohne Kopfzerbrechen mit genügend Flüssigkeit. Wir zeigen dir, wie du regelmäßiges Trinken schnell in eure Tagesordnung integrierst.

So baust du das regelmäßige Trinken in den Tagesablauf deines Kindes ein:

  • direkt nach dem Aufstehen und Zähneputzen ein Glas Wasser anbieten

  • zu jeder Mahlzeit und Zwischenmahlzeit ein Getränk reichen

  • für Zuhause: einen Becher mit Wasser für dein Kind griffbereit aufstellen

  • zwischendurch immer etwas zu Trinken anbieten

  • für unterwegs: die Trinkflasche für dein Kind gut sichtbar und greifbar in Rucksack oder Kinderwagen verstauen

Besonders Kleinkinder agieren gerne selbstbestimmt und ignorieren Mamas Annäherung mit dem Trinkbecher gekonnt. Die Lösung: Wenn es in Wasserbecher und Trinkflasche aufregender wird, regst du schnell Neugier und Appetit deines Kindes an. Dabei musst du nicht gleich auf zuckerreiche Limonade zurückgreifen, sondern kannst deinem Kind gesunde Getränke anbieten.

So animierst du dein Kleinkind zum Trinken: Die besten Getränke für Kinder

  • Mineralwasser mit Kohlensäure: viele Kinder finden es aufregend, wenn es beim Trinken im Mund blubbert und kitzelt

  • Frucht- und Kräutertees: der leichte Geschmack macht das Trinken interessant

  • Fruchtschorlen: kunterbunt und leicht süß schmecken sie den meisten Kindern. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ein Verhältnis von 1 Teil Saft und 3 Teilen Wasser

  • Fruchtwasser: Himbeeren, Erdbeer-Stücke oder Gurkenscheiben und Minze sind Beispiele für verspielte “Einlagen”, die Geschmack und Spielspaß geben, wenn dein Kind versucht, sie beim Trinken zu “erwischen”

  • Getränke einfrieren: Saft, Schorle oder Fruchtwasser in Eiswürfelform zum Lutschen geben

Da man gerade im Sommer häufig spontan Ausflüge plant, haben haben wir einige Tipps und Tricks, wie du Wasser und Co. deinem Kleinkind auch unterwegs schmackhaft machst.

Kleinkind

Die besten Durstlöscher für Kinder bei Hitze

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Die besten Trinktipps für Kinder für unterwegs:

  • Biete deine Trinkflasche an: Kleinkinder sind von der Welt der Erwachsenen fasziniert. Häufig trinken sie lieber aus der Wasserflasche oder dem Glas der “Großen”.

  • Eiswürfel: Kinderärzte raten, im Restaurant oder Café ein großes Glas Eiswürfel für die Kleinen zu bestellen. So trinkt dein Kleinkind oder Baby auf spielerische Weise.

  • Wasserreiches Obst: Wassermelone besteht zu 96 Prozent aus Wasser. Aufgrund des süßen Geschmacks und der leuchtend pinken Farbe hat sie viele kleine Fans. Auch Honigmelonen (90 Prozent), Erdbeeren (90 Prozent) und Gurken (97 Prozent) sind beliebte und wasserreiche Snacks.

Wenn du glaubst, dass dein Kind trotzdem nicht genug trinkt, kannst du auch auf andere Quellen zurückgreifen: Joghurt, Milchshakes und Eis enthalten auch verhältnismäßig viel Wasser und sind manchmal eine gute Alternative zu einer langwierigen Diskussion oder kompletten Trink-Verweigerung. Auch Teilen kann Spaß machen: Wenn Teddy und Co. einen Schluck “getrunken” haben, ist dein Kind an der Reihe.

Die einfachste Lösung ist aber wie so oft die Vorbild-Funktion: Wenn du selbst regelmäßig zu Glas oder Wasserflasche greifst, lernt auch dein Kind, dass das Trinken einfach zum Alltag dazugehört.

Mein Kind trinkt zu wenig

Kinder ab einem Jahr brauchen bereits einen Liter Flüssigkeit pro Tag, das sind vier bis fünf Gläser täglich. Achtet man nicht darauf, dass das Kind auch diese Flüssigkeitsmenge zu sich nimmt, wird es meist weniger. Den gesundheitlichen Argumenten zum Trotz verweigern viele Kinder das Trinken, vor allem dann, wenn die Eltern auf möglichst ungesüßte, kalorienarme Getränke Wert legen. Allerdings gibt es einige Tipps und Tricks, mit denen man die Kleinen doch dazu bekommt, genug Flüssigkeit aufzunehmen.

Tipps für Trinkmuffel

  • Ermahnen Sie Ihr Kind nicht ständig zum Trinken, aber bieten Sie ihm immer wieder etwas an. Auch am Essenstisch sollten Getränke bereit stehen.

  • Manchmal bringt es auch die Verpackung. Bieten Sie Ihrem Kind lustige Gläser oder Flaschen an und geben Sie ihm einen Strohhalm. Dann macht das Trinken doppelt so viel Spaß.
  • Wenn Ihr Kind kein klares Wasser mag, dann bieten Sie ihm verdünnte Fruchtsäfte an; daraus lassen sich übrigens auch farbenfrohe Cocktails mixen, die selbst trinkfaule Kinder begeistern.
  • Es muss nicht immer ein Getränk sein. Auch mit Obst, Suppen oder Kompott mit wenig Zucker lässt sich der Flüssigkeitsbedarf des Kindes decken.

Schließlich sollten Sie nicht zu akribisch die Regeln für die Mengenangaben befolgen. Jeder Mensch hat einen individuellen Bedarf und manch ein Kind kommt mit weniger Flüssigkeit aus. Ein wichtiges Indiz für eine Austrocknung ist, wenn eine mit den Fingern hochgezogene Hautfalte für einen winzigen Moment stehenbleibt. Dann ist es allerhöchste Zeit für ein großes Glas Flüssigkeit.

Trinken – gewusst was

Milch

  • Rohmilch wird – abgesehen vom Filtern – nicht behandelt, sondern direkt vom Erzeuger als „Milch-ab-Hof“ abgegeben. Sie besitzt einen natürlichen Fettgehalt von 3,8 bis 4,2 Prozent. Für Säuglinge und Kleinkinder sowie Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem muss Rohmilch auf jeden Fall vor dem Verzehr abgekocht werden. Das Gleiche gilt für Vorzugsmilch – die für den Endverbraucher abgepackte Rohmilch.
  • Bei Vollmilch wird der Fettgehalt auf 3,5 Prozent eingestellt (Ausnahme: „Vollmilch mit natürlichem Fettgehalt“ mit einem Fettanteil von mindestens 3,7 Prozent). Vollmilch ist meist pasteurisiert und homogenisiert. Pasteurisieren ist die schonendste Form der Haltbarmachung von Milch. Hier wird die Milch kurzzeitig (15 bis 30 Sekunden) auf etwa 72 bis 75 Grad erhitzt und dann sofort wieder abgekühlt. Dadurch sterben die schädlichen Keime ab. Pasteurisierte Milch ist in der Kinderernährung abgekochter, ultrahocherhitzter oder sterilisierter Milch vorzuziehen, da sie im Gegensatz zu diesen noch viele wertvolle Inhaltsstoffe besitzt.
  • Fettarme (Teilentrahmte) und entrahmte Milch (Magermilch) besitzen 1,5 bis 1,8 (fettarme Milch) beziehungsweise maximal 0,5 Prozent Fett (Magermilch). Eine zusätzliche Anreicherung mit Milcheiweiß ist zulässig. Beide Milch-Varianten sind in der Regel pasteurisiert und homogenisiert.
  • H-Milch (H = haltbar) ist ultrahocherhitzte Milch. Bei ihrer Herstellung wird die Milch ein bis vier Sekunden bei Überdruck auf 135 Grad erhitzt. Dabei gehen wesentlich mehr wertvolle Inhaltsstoffe und Geschmack verloren als beim Pasteurisieren der Milch. Ungeöffnete H-Milch ist auch ungekühlt bis zu zwölf Wochen haltbar. Nach Anbruch sollte sie aber ebenso wie frische Milch rasch aufgebraucht werden.
  • ESL-Milch ist länger haltbare Frischmilch (ESL = extended shelf life). Sie kann auf zwei Wegen hergestellt werden: Entweder wird Frischmilch für ein bis vier Sekunden auf 85 bis 127 °C hocherhitzt oder nach einem sogenannten Mikrofiltrationsprozess kurzzeiterhitzt. Als Resultat erhält man in beiden Fällen eine Milch, die bei einer Lagertemperatur von maximal maximal 8 °C bis zu drei Wochen haltbar ist. Außerdem verliert ESL-Milch bei der Herstellugn weniger Vitamine und Geschmack als H-Milch.

Achtung: Milch ist ein Lebensmittel (Kaloriengehalt!) und kein Getränk. Es eignet sich daher nicht als Durstlöscher.

Wasser, Tee, Saft: Was soll mein Kind trinken?

Wie viel soll mein Kleinkind am Tag trinken? Und woraus am besten? Und vor allem was? Wasser, Tee, Milch? Die Frage nach den richtigen Getränken für den Nachwuchs ist für viele Eltern eine alltägliche. Spätestens mit Beginn der Beikost wird Trinken zum Thema. Denn nimmt das Still-Baby über die Muttermilch immer genug Flüssigkeit auf, so braucht ein Beikost-Kind neben der festeren Nahrung auch eine zusätzliche Trinkmenge von 200 ml über den Tag verteilt.

Und je älter das Kind wird, umso größer werden auch die Fragezeichen. Selbst beim Wasser, dem Getränk Nummer eins für Kinder. Soll es aus der Leitung kommen? Nehme ich einen Wasserfilter? Soll ich abkochen?

Lieber nicht zu viel Zucker

Wichtigste Regel für Kleinkinder: Nach Möglichkeit keine gezuckerten Getränke. Denn wer dabei übertreibt, erntet im schlimmsten Fall die bekannten Folgen: Übergewicht und Karies. Doch zwischen „nur Wasser“ und „nur Limo“ liegen sehr viele Möglichkeiten. Wie also packt man es an? „Die Mischung macht’s“, meint der Kölner Ernährungswissenschaftler Nicolas Ting. Bedeutet: Abwechslung hereinbringen, nicht nur beim Essen, sondern auch bei den Getränken.

Was und wie viel soll mein Kind trinken?

„Wichtigstes Getränk für Kleinkinder ist nach wie vor Wasser“, sagt Ting, „am besten sechs Portionen beziehungsweise Gläser am Tag.“ Und das kann gerne auch aus dem Hahn kommen. Ein zusätzlicher Wasserfilter sei dabei nicht notwendig, meint Ting. Es reiche aus, das Wasser erst ein wenig aus dem Hahn fließen zu lassen – so lange, bis es wirklich kalt und frisch aus der Leitung kommt. Wer unsicher ist, kann beim zuständigen Wasserwerk die Wasserqualität erfragen.

„Wasser ist das wichtigste Getränk für Kleinkinder“

Neben Wasser können auch ungesüßte Kräuter- und Früchtetees öfter auf den Tisch kommen. Weniger gut sind Säfte, denn sie enthalten viel Zucker und sollten wenn, dann nur verdünnt gegeben werden (drei Teile Wasser zu einem Teil Saft). „Aber eine Saftschorle pro Tag ist natürlich in Ordnung, am besten naturtrüb, damit noch ein paar bioaktive Stoffe enthalten sind“, fasst Ting zusammen. Man müsse nur aufpassen, dass das Kind dann nicht auf den Geschmack kommt und das pure Wasser nicht mehr mag.

Kleine Tricks erleichtern das Trinken

Ein guter Trinkanreiz: Eine Wasserkaraffe auf den Tisch stellen und mit Scheiben oder Stücken unbehandeltem Obst mischen. Das sieht toll aus und dieses „Zauberwasser“ weckt Neugier. Auch hier gilt: Was die Eltern trinken ist grundsätzlich erst einmal interessant. Deswegen sollten Eltern mit gutem Beispiel vorangehen und nicht daneben sitzen und Cola trinken. Das weckt nur Begehrlichkeiten und ist auch für die Gesundheit der Erwachsenen nicht unbedingt förderlich.

Und wie kommt mein Kind nun auf eine Trinkmenge von sechs Portionen am Tag? Nicolas Tings Ratschlag: „Während des Spielens öfter mal Trinkpausen einführen, so wie es die Kinder möglicherweise bereits aus der Kita kennen. Und zu jeder Mahlzeit Wasser anbieten.“

Trinken für Kleinkinder: Aus Becher oder Tasse

Grundsätzlich sollten Kleinkinder aus dem Becher oder der Tasse trinken und nicht aus der Trinkflasche. Das schult die Mund- und Zungenmuskulatur und beugt ständigem Nuckeln vor – eine der Hauptursachen für Karies im Kleinkindalter. Und wenn mal was daneben geht – auch egal. Denn je früher das Kind lernt, alleine zu trinken, desto besser. Das gilt im Übrigen auch für Milch oder Kindermilch, auch diese sollten aus dem Becher oder dem Glas getrunken werden. Für den sanften Übergang gibt es beispielsweise Becher mit Deckel, mit denen das Klecker-Risiko minimiert wird und die ab einem Alter von 12 Monaten empfohlen werden.

Auch bei Säuglingen und Kindern treten erfahrungsgemäß bei einer akuten Magen-Darm-Grippe wässrige Durchfälle, Erbrechen und Fieber auf.

Bei Kindern zeigen sich außerdem folgende Beschwerden und Komplikationen:

  • Appetitlosigkeit

  • Unruhe

  • Teilnahmslosigkeit

  • Trägheit

  • häufiges Schreien

  • Übellaunigkeit

  • Bauchschmerzen

  • Wasser- und Elektrolytverlust

  • Gewichtsverlust

  • Abnahme der Hautelastizität

  • Einstülpung eines Darmabschnitts (Invagination)

  • Schock durch Volumenmangel

  • Hirnkrämpfe oder Hirnentzündung als Folge des Wasser- und/oder Elektrolytverlusts

  • Unterzuckerung (Hypoglykämie)

In der Regel hört das Erbrechen bei ausreichendem Flüssigkeits- und Elektrolytersatz nach weniger als 48 Stunden auf. Der Durchfall sollte nach zwei, spätestens nach sieben Tagen abklingen.

Frühzeichen einer Austrocknung beim Kind sind:

  • Trockene Lippen, Zunge und Mundschleimhaut

  • Urin ist dunkel, Windel aber noch feucht (das heißt das Kind lässt noch mindestesn alle sechs Stunden Urin)

  • Kind darf schlapp sein, aber nicht teilnahmslos

Spätzeichen einer Austrocknung beim Kind sind:

Sollten Sie folgende Zeichen feststellen, sollten Sie das Kind umgehend einem arzt vorstellen oder, falls nicht möglich, ein Krankenhaus aufsuchen:

  • Kind lässt keinen Urin mehr (Windel acht Stunden trocken oder Kleinkind geht 12 Stunden nicht auf die Toilette)

  • bein Weinen zeigen sich keine Tränen

  • beim anheben einer Hautfalte zum Beispiel im Bauchbereich, geht diese nur langsam zurück oder bleibt ohne Halten stehen

  • die Augen des Kindes erscheinen eingefallen und seine Haut sieht blass-grau aus

  • das Kind ist schläfrig und teilnahmslos

Nephrotisches Syndrom bei Kindern

Auf einen Blick: Nephrotisches Syndrom

  • Beim idiopathischen nephrotischen Syndrom verliert Ihr Kind Eiweiße über den Urin. Es kommt zu Flüssigkeitsansammlungen im Körper.
  • Medikamente, die das körpereigene Abwehrsystem unterdrücken, sind eine wirksame Behandlung.
  • Häufig kommt es zu Rückfällen. Ziel der Behandlung ist es dann, die Rückfälle zu verringern und zugleich die Nebenwirkungen der Medikamente so gering wie möglich zu halten.
  • Nach einigen Jahren heilt die Krankheit bei den meisten Kindern aus. Selten kann eine dauerhafte Nierenschwäche auftreten.

DIE ERKRANKUNG

Die Nieren arbeiten wie ein Sieb oder Filter. Sie filtern Schadstoffe aus und behalten für den Körper wertvolle Stoffe zurück. Beim nephrotischen Syndrom ist das Sieb undicht und wertvolle Stoffe wie Eiweiße gelangen in den Urin. Somit fehlen Eiweiße im Blut. Da die Eiweiße im Blut normalerweise das Wasser halten, gelangt nun vermehrt Wasser in andere Gewebe. Diese Wassereinlagerungen können sich als Schwellungen bemerkbar machen. Der Fachbegriff lautet Ödeme.
Am idiopathischen nephrotischen Syndrom (kurz: INS) erkranken jedes Jahr in Deutschland rund 250 Kinder. Typischerweise sind Kinder im Alter von 1 bis 10 Jahren betroffen. Idiopathisch heißt, dass die Ursache unklar ist. Man weiß aber, dass das körpereigene Abwehrsystem dabei eine Rolle spielt.

ANZEICHEN UND BESCHWERDEN

Typische Zeichen sind:

  • Ödeme vor allem im Gesicht (Augenlider), an den Beinen und Füßen sowie im Genitalbereich (Hodensack oder Schamlippen)
  • dunkel verfärbter und schaumiger Urin
  • zu wenige Eiweiße im Blut
  • erhöhte Blutfette

Es können weitere Beschwerden auftreten, wie Übelkeit, Müdigkeit oder Bluthochdruck. Zudem sind die Kinder anfällig für Infekte, da ihnen Eiweiße fehlen, die sonst Krankheitserreger abwehren. Durch den Wasserverlust
im Blut können Gefäße leichter verstopfen (Thrombose).
Unbehandelt können die Nieren so stark geschädigt werden, dass sie komplett ausfallen (Nierenversagen). Auch die Flüssigkeitsansammlungen können unbehandelt bedrohlich werden, etwa in der Lunge.
Das INS tritt in Schüben auf. Das bedeutet, es gibt Zeiten ohne Beschwerden und Zeiten, in denen Krankheitszeichen auftreten. Das typische INS verschwindet meist, wenn die Betroffenen erwachsen werden.

UNTERSUCHUNGEN

Der Arzt befragt Sie und Ihr Kind ausführlich und untersucht es körperlich. Urin und Blut Ihres Kindes lässt er im Labor testen. Mittels Ultraschall betrachtet er die Nieren.
Der Arzt prüft auch, ob bei Ihrem Kind das INS vorliegt oder ob es eine bestimmte Ursache für das nephrotische Syndrom gibt, zum Beispiel eine Erbkrankheit oder Entzündungen der Blutgefäße, in deren Folge ein
nephrotisches Syndrom entstehen kann.
Nur in bestimmten Situationen wird eine Gewebeentnahme aus der Niere empfohlen, zum Beispiel wenn die Medikamente nicht wirken oder das Kind zu Beginn der Krankheit älter als 10 Jahre ist.

BEHANDLUNGEN

Tritt das INS erstmalig auf, so empfehlen Experten Medikamente, die wie Kortison wirken. Diese unterdrücken das körpereigene Abwehrsystem. Krankheitsrückfälle und dauerhafte Nierenschäden sollen so vermieden
werden. Bei etwa 9 von 10 betroffenen Kindern sind Kortison-ähnliche Medikamente wirksam.
Tritt die Erkrankung erstmals auf, so empfehlen Experten derzeit, Kortison-ähnliche Medikamente 12 Wochen lang einzunehmen. Die bestmögliche Behandlung wird stets in Studien getestet. Es gibt Hinweise aus Studien, dass es nach 12-wöchiger Behandlung seltener zu Rückfällen kommt als nach 8-wöchiger: etwa 56 von 100 Kindern statt 67 von 100 Kindern hatten einen
Rückfall. Das heißt, etwa 11 von 100 Kindern wurden zusätzlich vor einem erneuten Schub bewahrt. Ob eine noch längere Behandlungsdauer mehr Rückfälle verhindern kann, ist laut aktueller Studienlage unklar.
Laut Experten sollen die Kortison-ähnlichen Medikamente in den ersten 6 Wochen drei Mal täglich eingenommen werden. Danach werden sie nur jeden zweiten Tag einmal morgens angewendet. Die Dosis richtet sich nach Größe und Gewicht des Kindes.
Trotz Behandlung kommt es bei etwa jedem dritten Kind zu wiederholten Rückfällen. In diesen Situationen werden Kortison-ähnliche Medikamente über einen kürzeren Zeitraum als beim ersten Mal verabreicht. Häufig sind die Mittel erneut gut wirksam, so dass sich die Nieren wieder erholen. Ziel ist es, die Nebenwirkungen der Medikamente gering zu halten, wie zum Beispiel
Gewichtszunahme, Wachstumsstörungen, Bluthochdruck, Knochenausdünnung oder Schlafstörungen.
Schwierig wird es vor allem dann, wenn die Kortison-ähnlichen Medikamente nicht oder nicht mehr wirken. Oft werden wiederholt oder dauerhaft weitere Medikamente benötigt, die die körpereigene Abwehr unterdrücken.

Sehr selten kann es passieren, dass die Nieren dauerhaft nicht mehr funktionieren (Nierenschwäche). Dann sind Behandlungen erforderlich, die die Arbeit der Nieren übernehmen – in der Fachsprache heißen sie: Nierenersatz-Therapien. Hierzu gehören die Blutwäsche (Dialyse) und der Ersatz der Niere durch eine neue (Transplantation der Niere). Allerdings kann in der eingesetzten Niere erneut ein nephrotisches Syndrom auftreten.
Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kinderärzten und Fachärzten für kindliche Nieren (Kinder-Nephrologen) können dauerhafte Folgen der Erkrankung und Schäden durch die Medikamente vermieden
werden.

WAS SIE SELBST TUN KÖNNEN

  • Ihr Kind braucht keine körperliche Schonung, es kann alles tun wie andere Kinder. Auch während eines Schubes braucht Ihr Kind keine Bettruhe.
  • Während eines Schubes sollte Ihr Kind eine salzarme Kost erhalten. Die Trinkmenge sprechen Sie am besten mit dem Arzt ab.
  • Um einen Rückfall rechtzeitig zu erkennen, sollten Sie morgens den Urin des Kindes mit einem Teststreifen auf Eiweiß kontrollieren.
  • Impfungen schützen vor bestimmten Infektionen. Allerdings können sie einen Rückfall des INS auslösen. Lassen Sie sich zu diesem Thema beraten.
  • Mit Unterstützung lässt sich der Alltag leichter bewältigen. Bei Bedarf können Sie als Familie psychosoziale Unterstützung erhalten.
  • Informieren Sie sich über Selbsthilfeorganisationen und tauschen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Betroffenen aus, zum Beispiel bei Gruppentreffen.

Kinder sollen trinken, bevor sie durstig sind

In Schulen und Kindergärten ist es Kindern meist nicht erlaubt, jederzeit zu trinken. Lehrer begründen dies mit der damit verbundenen Unruhe. Was müsste sich hier Ihrer Meinung nach ändern?

Renkawitz: Während des Unterrichts befürchten viele Lehrer neben der gesteigerten Unruhe oft Spritzer auf Lehrmaterialien, Boden oder Mobiliar. Zuckerhaltige Getränke hinterlassen dabei klebrige Flecken. Doch langsam bemerke ich ein Umdenken. Es gibt vorbildliche Klassen, in denen immer Mineralwasserflaschen und Becher bereit stehen. Die Kinder können sich zumindest in den Pausen bedienen. Tun sie es nicht, werden sie sogar erinnert.

Als geeignetes Getränk plädieren Sie für natürliches Mineralwasser ohne Kohlensäure. Warum ohne Kohlensäure?

Renkawitz: Es gibt nur wenige Mineralwasser, die natürliche Kohlensäure enthalten. Die meisten Sprudelwasser werden im Nachhinein mit Kohlensäure versetzt. Das ist unnötig, die Säure greift die Zähne an, das Gas führt zum Aufstoßen und man kann weniger davon trinken.

Es heißt immer wieder, in stillem Wasser vermehrten sich Keime oder Bakterien schneller. Wie lange darf man offenes, stilles Wasser aufbewahren?

Renkawitz: Wer sein Mineralwasser aus Gläsern trinkt, kann sich ganz in Ruhe zwei bis drei Tage Zeit lassen, die angebrochene Flasche aufzubrauchen. Wer hingegen direkt aus der Flasche trinkt, sollte sie möglichst binnen 24 Stunden leeren.

Was halten Sie von Leitungswasser? Und was spricht gegen Tees oder Säfte bzw. Saftschorlen?

Renkawitz: Bei uns zu Hause bekommen die Kinder tagsüber Mineralwasser, ein Glas Apfelschorle ist auch drin, zum gemeinsamen Abendbrot gibt es meist Tee. Die Hygiene von Leitungswasser ist hier zu Lande streng kontrolliert, aber es hat auf dem langen Weg zum Wasserhahn von seiner Natürlichkeit viel verloren und ist als Getränk nicht sonderlich beliebt. Früchtetees enthalten viel Säure und greifen die Zähne an. Teesorten die nicht aus biologischer Erzeugung stammen, sind zudem oft aromatisiert – ein Unding für Babys und Kleinkinder.

Wie geeignet ist Milch als Getränk?

Renkawitz: Milch ist kein Getränk, sondern ein energie- und nährstoffreiches Lebensmittel. Als Durstlöscher ist es daher wenig geeignet. Zum Start in den Tag ist Milch aber optimal, insbesondere für Kinder, die das Haus ohne feste Kost im Bauch verlassen – entweder, weil sie nicht frühstücken können oder sich auf das gemeinsame Frühstück im Kindergarten freuen.

Eltern äußern immer wieder, dass ihr (Klein-)Kind partout nichts trinken wolle und das Trinken völlig verweigere. Sie greifen daraufhin zu gesüßten Gertränken, damit ihr Kind überhaupt etwas trinkt. Ist dies in Ihren Augen sinnvoll?

Renkawitz: Nein. Das lässt sich konditionieren, wenn auch ein Paar Stunden oder Tage die Nerven der Eltern strapaziert werden.

Noch ein Wort zur Vorbildfunktion der Eltern?

Renkawitz: Kinder ahmen ihre Eltern nach und lernen so sinnvolles oder unsinniges Verhalten. Steht zu Hause immer eine Flasche Mineralwasser parat und wird davon regelmäßig getrunken, gewöhnen sich auch die Kinder daran. Sehen die Kinder aber, dass Cola oder Limonade getrunken werden, weckt dies ihr Verlangen.

Lies dazu auch:
Trinkt mein Kind genug?

Wie viel soll mein Kind täglich trinken?

Eltern machen sich oftmals Sorgen und meinen, ihr Kind trinkt zu wenig. Doch ist ihre Angst bei einem gesunden Kind meistens unbegründet, denn Kinder haben ein natürliches Durstgefühl, welches dafür sorgt, dass sie genug Flüssigkeit zu sich nehmen. Eltern sollten bedenken, dass ein Kind nicht nur durch Getränke, sondern auch durch Nahrungsmittel wie beispielsweise Obst, Joghurt, Suppe, Brei oder Gemüse,… Flüssigkeit aufnimmt. Natürlich sollte das Kind über den Tag verteilt ausreichend mit Flüssigkeit versorgt sein, deshalb ist es auf jeden Fall sinnvoll, wenn Eltern ihren Kindern regelmäßig etwas zu trinken anbieten, bereitstellen und das Kind darauf aufmerksam machen, etwas zu trinken. Doch wie viel und was sollte ein Kind am Tag trinken?

© iStock, KoliadzynskaIryna

Wie viel sollten Kinder am Tag trinken?

Bei Kindern liegt der Wasseranteil im Körper mit 75 % wesentlich höher ist als bei normalgewichtigen Erwachsenen (Frauen ca. 50%, Männer ca. 60%), deshalb müssen Kinder im Verhältnis auch deutlich mehr trinken als Erwachsene. Je jünger Kinder sind, desto höher ist der Bedarf an Flüssigkeit. Wie viel Flüssigkeit Kinder pro Tag zu sich nehmen sollten, ist neben dem Alter natürlich auch davon abhängig, was und wie viel Kinder essen und wie aktiv sie sind. Ist ein Kind krank und hat Fieber oder leidet unter Erbrechen oder Durchfall, ist es sehr lebhaft und tobt ständig herum, so dass es häufig schwitzt oder ist es im Sommer draußen ziemlich heiß, dann steigt logischerweise der Flüssigkeitsbedarf bei dem Kind an und es muss mehr trinken. Damit Eltern einschätzen können, ob ihr Kind zu wenig oder genügend trinkt, gibt es bestimmte Richtwerte.

Richtwerte für den normalen Tagesbedarf an Getränken:

  • Ein- bis unter Vierjährige: 820 ml
  • Vier- bis unter Siebenjährige: 940 ml
  • Sieben- bis unter Zehnjährige: 970 ml
  • Zehn- bis unter Dreizehnjährige: 1170 ml
  • Dreizehn- bis unter Fünfzehnjährige: 1330 ml
  • Fünfzehnjährige und Älter: 1530 ml

Was sollten Kinder überwiegend trinken?

Da nicht alle Getränke gesund und empfehlenswert sind, sollten Eltern unbedingt darauf achten, was ihre Kinder trinken. Am besten ist es, wenn Kinder stilles Wasser, Trinkwasser (Leitungswasser), Mineralwasser mit wenig Kohlensäure oder ungesüßten Kräuter- und Früchtetee trinken. Auch Fruchtsaftschorlen im Verhältnis 1:3 (also ¼ Saft, ¾ Wasser) sind okay. Süße Getränke wie Limonade, Fanta, Sprite, Fruchtsaftgetränke, Fruchtnektare, sowie Cola, Spezi und Energy-Drinks, die auch noch zusätzlich koffeinhaltig sind, sollten möglichst ganz vermieden werden oder allenfalls eine Ausnahme bilden, denn sie sind ungesund, haben viele Kalorien und können somit zur Entstehung von Übergewicht beitragen. Studien zufolge nehmen Vorschulkinder teilweise allein durch zuckerhaltige Getränke 25 Prozent des täglichen Energiebedarfs zu sich. Zudem können zuckerhaltige Getränke den Zähnen schaden und zu Karies führen. Auch von Light-Getränken wird abgeraten, weil sie oft unverhältnismäßig süß schmecken und dadurch bei Kindern eine Vorliebe für Süßes hervorrufen können, was dann später ebenfalls wieder Auswirkungen auf das Gewicht haben könnte.
Was Milch, Kakao oder Eistee betrifft, so ist auch hier Vorsicht geboten. Milch und Kakao enthalten zwar viel Calcium, doch sie zählen nicht zu den Getränken, die in erster Linie als Durstlöscher oder zur Flüssigkeitszufuhr dienen. Sie werden zu den tierischen Lebensmitteln eingeordnet und vorwiegend wegen ihrer nahrhaften Inhaltsstoffe verzehrt.
Auch vor industriell hergestelltem Eistee wird gewarnt und abgeraten, denn dieser enthält meist Schwarzteeextrakt. Sein Coffeingehalt kann ebenso hoch sein wie bei Colagetränken.

Symptome bei Flüssigkeitsmangel

Trinkt ein Kind tatsächlich zu wenig, so deuten verschiedene Symptome auf das Flüssigkeitsdefizit hin.
Beträgt der Wassermangel
0 Prozent …taucht lediglich ein Durstgefühl bei dem Kind auf
– 2 Prozent …dann ist die Leistungsfähigkeit deutlich vermindert
– 4 Prozent …so führt dies zu einem trockenen Mund
– 6 Prozent …leidet das Kind bereits an erhöhter Körpertemperatur
– 8 Prozent …verursacht dies Übelkeit und Schwindelgefühle
– 12 Prozent …so ist das Kind bereits verwirrt
– 14 Prozent …ist die Lage ziemlich ernst und es droht ein Kreislaufkollaps

Hat ein Kind Kopfschmerzen, ist erschöpft oder ist eines der sonstigen Merkmale zu erkennen, dann spätestens sollte das Kind sofort reichlich trinken. Handelt es sich um Babys oder Kleinkinder und es besteht bei akutem Flüssigkeitsmangel keine Möglichkeit dem Kind Flüssigkeit zuzuführen, dann sollten Eltern mit ihrem Kind umgehend zum Kinderarzt gehen.

Wie kann man Kinder zum Trinken animieren?

Genauso wie viele andere Dinge müssen Kinder auch richtiges Trinkverhalten lernen. Da bei Kindern aber das Durstempfinden vom Körper noch nicht richtig signalisiert wird, sollten Eltern ihr Kind von klein an immer wieder ans Trinken erinnern und es dazu motivieren. Trotz allem sollten sie das Kind aber nicht zum trinken zwingen oder ihm ständig mit dem Getränk hinterher laufen. In erster Linie sollten Eltern beim Trinkverhalten selbst als Vorbilder fungieren, das heißt mit gutem Beispiel vorangehen und selbst auch regelmäßig viel Wasser oder ungesüßte geeignete Tees trinken. Oftmals haben auch bunte Becher oder Gläser eine positive Wirkung und verleiten Kinder zum trinken …und dann noch ein Strohhalm. Damit regelmäßiges Trinken zur Gewohnheit wird, sollte Wasser ständig bereitstehen, zu jeder Mahlzeit, zuhause im Wohnbereich, im Kindergarten und auch in der Schule. Ist die ganze Familie oder etwas größere Kinder alleine länger außer Haus, so sollte auch unterwegs das Trinken nicht vergessen werden.

Das sagt die Kinderärztin Dr. med. Nadine McGowan

Wenn Kinder spielen, vergessen sie manchmal die ganze Welt um sich herum. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Kind trinkt zu wenig, sollten Sie ihm etwas anbieten und es auch anschließend weiter daran erinnern, genug zu sich zu nehmen. Das gilt ganz besonders im Sommer, wenn die Kinder draußen in der Sonne toben. Denn die Schwitzmechanismen sind bei ihnen noch nicht ganz ausgeprägt – Kinder überhitzen deutlich schneller als Erwachsene. Entsprechend sollten die Kleinen dann auch mehr als die empfohlene Tagesmenge trinken.

Wie viel sollten Kinder trinken?

Als Faustformel gilt: Ab dem etwa siebten oder achten Monat, wenn drei Stillmahlzeiten mit Brei ersetzt werden, sollte das Baby zusätzlich etwa 100 Milliliter Wasser trinken. Ab dem 12. Monat nimmt der Wasserbedarf dann stetig zu:

  • 1 – 2 Jahre: etwa 600 Milliliter
  • 2 – 3 Jahre: etwa 700 Milliliter
  • 3 – 6 Jahre: etwa 800 Milliliter
  • 6 bis 10 Jahre: etwa 900 Milliliter
  • 10 bis 12 Jahre: etwa 1 Liter
  • 12 bis 14 Jahre: etwa 1,2 bis 1,4 Liter
  • ab 14 Jahre: mindestens 1,5 Liter

Wenn das Kind sich weigert, genug zu trinken, helfen auch wasserhaltige Gemüsesorten wie Wassermelone oder GurkenFoto: Fotolia

Es lässt sich nicht ganz genau sagen, wie viel Wasser mehr ein Kind trinken muss, wenn es zum Beispiel in der Sonne herumläuft oder Sport macht. Achten Sie deshalb auf Zeichen einer möglichen Dehydrierung: Trockene Lippen, Kopfschmerzen oder Herzrasen sind die typischsten. Sie sollten zudem stutzig werden, wenn das Kind sich plötzlich erschöpft hinsetzt, obwohl es kurz zuvor noch fröhlich gespielt hat. Ein weiteres Zeichen: Ein dehydriertes Kind wird weniger auf Toilette müssen – normal ist ein Toilettengang alle vier bis fünf Stunden.

Zum Trinken ist am besten natürlich Wasser geeignet, aber auch Schorlen oder Tee sind erlaubt. Es wird oft übersehen, dass viele Säfte wie zum Beispiel Orangensaft viele Kalorien haben – verdünnen Sie diese am besten auch mit Wasser. Zuckerhaltige Getränke wie Cola sollten nur im Ausnahmefall erlaubt sein.

Das Kind trinkt zu wenig: Die besten Motivationstipps

Während manche Kinder das Trinken vergessen, es aber nachholen, wenn man sie daran erinnert, weigern sich gerade die Kleinsten manchmal auch einfach, Wasser zu sich zu nehmen. Es gibt aber einige Möglichkeiten, sie zum Trinken zu Motivieren:

  • Der Lieblingsbecher: Hat ein Kind einen Lieblingsbecher, wird es diesen ständig benutzen wollen. Damit das funktioniert, sollte Ihr Kind den Becher auch selbst im Laden aussuchen dürfen
  • Es müssen nicht immer Getränke sein: Auch wasserhaltiges Gemüse wie beispielsweise Gurken oder Wassermelonen eignen sich zur Flüssigkeitsversorgung. Im Sommer ist auch ein selbstgemachtes Eis aus Früchten erlaubt
  • Der Nachahmer-Effekt: Gerade kleine Kinder wollen immer das, was die anderen haben. Bekommt also ein Kind ein Getränk – am besten in einem schönen bunten Becher mit Strohhalm – wollen alle anderen automatisch auch eines

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