Kind lesen lernen

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Lesen lernen in 4 Schritten: Wie Kinder lesen und schreiben lernen

Lesen lernen steht in der Grundschule im Mittelpunkt. Lesen ist für die sozialen Fähigkeiten der Kinder besonders wichtig. Beherrscht das Kind Lesen und Schreiben, dann öffnet sich die ganze Wissenswelt!

In jedem Lernprozess, und besonders beim Lesenlernen, spielt positive Motivation die entscheidende Rolle. Um das Kind zu fördern und nicht zu überfordern, sollten Eltern und Lehrer neue Informationen und Kenntnisse in einer didaktisch abgestimmten Folge dem Kind präsentieren: Fangen Sie stets mit einfachen Begriffen an und steigern Sie die Komplexität der Sprache nur langsam. Für die Wiederholung des Erlernten soll genug Zeit eingeplant sein.

„Wiederholung ist die Mutter des Lernens.“

Für das Lesenlernen ist die Fähigkeit des Lesers entscheidend, das Gelesene zu verstehen und sich beim Lesen zu konzentrieren. Leseverständnis entwickeln die Kinder, indem sie zuerst verschiedene Lesetechniken lernen und gut beherrschen: Wie verbinde ich Buchstaben zu Silben? Wie entsteht ein Wort aus Silben? Wie bilde ich Sätze aus Wörtern? (und so weiter)

Damit Kinder lesen lernen und die Schriftsprache in der Schule leicht lernen, benötigen sie in der frühkindlichen Erziehung Unterstützung. Eltern und Pädagogen sollten die Sprachentwicklung beobachten und mit folgenden Maßnahmen unterstützen:

  • Achten Sie auf die mündliche Ausdrucksweise des Kindes. Im Alter von 5 Jahren muss das Kind mit der Umwelt in klaren Sätzen und mit richtiger Aussprache kommunizieren.
  • Bringen Sie dem Kind Sprechlaute und Geräusche bei. Sprechlaute sind solche, die von einer Person in Worten ausgesprochen werden; Geräusche sind Töne, die sich aus der Interaktion einer Person mit Objekten ergeben können, beispielsweise Klopfen, Schritte, Husten, Knarren usw.
  • Führen Sie die gesamte Vielfalt der Spielformen in den Alltag des Kindes ein. Technik-Spiele, die motorische Fähigkeiten und visuell-räumliche Wahrnehmung entwickeln; Spiele mit Regeln, die zur Regelakzeptanz führen; Puzzle und Malen mit dem Fokus auf Details und ihre Unterschiede.
  • Zwingen Sie die Kinder nicht zum Unterricht! Motivieren Sie die Kinder mit Spaß beim Lernen!

1. Schritt: Am Anfang des Lesenlernens stehen die Laute

Der erste Schritt auf dem Weg zum Lesenlernen ist das Kennenlernen der Laute: verbale und nonverbale Laute, Vokale, Halbvokale und stimmhafte oder stimmlose Konsonanten. Hierfür ist die kostenlose Anlauttabelle von eKidz.eu eine hervorragende Quelle, um Ihrem Kind die Anlaute mit Spass beizubringen.

Spielerisch lernen Kinder, dass mit Buchstaben verbale Laute, die gehört und ausgesprochen werden, verschriftlicht werden. Probieren Sie mit Ihrem Kind, die Laute in einem Wort zu zählen oder Wörter zu suchen, die mit einem bestimmten Laut beginnen. Auf diesem Weg taucht das Kind in die Welt der Laute ein.

Mithilfe von Gesang können Kinder lesen lernen.

Vokale können gesungen werden. Vokale sind Laute, bei deren Aussprache der Luftstrom frei aus dem Mund fließt, wobei Lippen, Zähne oder Zunge keine Obstruktion im Mundraum bilden. Um die Unterschiede zwischen Vokalen und Konsonanten visuell zu verdeutlichen, erklären Sie dem Kind, dass Vokale in roten „Häusern“ leben oder mit roten Kreisen/Quadraten markiert sind.

Konsonanten können nicht gesungen werden. Beim Aussprechen trifft der Luftstrom auf ein Hindernis im Mundraum. Bauen Sie blaue „Häuser“ für Konsonanten.

Haben Sie dem Kind die Sprachlaute beigebracht, können Sie jetzt zusammen ein Wort akustisch analysieren:

  • Welcher Laut ist der erste?
  • Welcher ist der letzte oder der zweite?
  • Zähle alle Laute im Wort!
  • Anschließend können Sie die Buchstaben einführen: Mit welchem Buchstaben verschriftlichen wir welche Laute?

Ab dem ca. 5. Lebensjahr können die meisten Kinder bei phonetischen Spielen gut mitmachen. Jedes Kind entwickelt sich individuell auch in der Sprache. Davor sind die Fähigkeiten, die Laute zu unterscheiden, noch nicht vollständig ausgebildet.

vorgeschlagener Artikel: Die Auswirkung von Sprachstörungen beim Lesenlernen

2. Schritt: die Buchstaben kennenlernen

Wichtig zum Lesen und Schreiben lernen ist: Buchstaben sind verschriftlichte Laute! Sie bilden Wörter und damit Sätze. Um lesen zu lernen, muss sich das Kind nicht nur die grafische Gestaltung eines Buchstabens einprägen, sondern sich auch die damit bezeichneten Laute merken. Das heißt, es muss gelernt werden, wie der Buchstabe geschrieben wird und wie man ihn ausspricht.

Die Buchstaben lernen: Buchstaben werden einzeln, einer nach dem anderen gelernt. Beginnen Sie mit den Vokalen. Jeder Buchstabe besteht aus ähnlichen grafischen Elementen, deswegen sollte das Kind nicht durch eine große Menge von Buchstaben überflutet werden.

Empfehlenswert ist, die Buchstaben Schritt für Schritt einzuführen und nicht mehr als einen Buchstaben pro „Lernsitzung“ oder jedes Mal, wenn Sie lesen lernen mit Ihrem Kind üben.

„Spiele“ oder Lernstrategien für Ihr Kind, lesen zu lernen

Wenn Sie mit einem Buchstaben arbeiten, wenden Sie unterschiedliche Lernstrategien an. Zeigen Sie den Buchstaben und benennen Sie ihn. Jetzt können Sie zusammen mit dem Kind fantasieren:

  • Fragen Sie das Kind, an was es der Buchstabe erinnert.
  • Modellieren Sie zusammen die Form des Buchstabens und lassen Sie das Kind das Modell mit geschlossenen Augen betasten.
  • Zeichnen Sie die Konturen eines Buchstabens und geben Sie sie dem Kind zum Ausmalen mit Farben, Strichen oder Kreisen.
  • Rekonstruieren Sie zusammen den Buchstaben mit Zahnstochern o. Ä.
  • Üben Sie zusammen, den Buchstaben in der Luft oder auf Sand zu schreiben.

Dieser Ansatz hilft, die Buchstaben effektiver zu erlernen. Das Kind wird auf das Schreiben sensibilisiert und kann später leichter auf dieser Basis aufbauen.

Ich gebe Kindern gleich nach der Vorstellung eines Buchstabens die Möglichkeit, die Schreibweise des Buchstabens auszuprobieren. Das Buchstabenbild prägt sich damit besser ein und die erste Einführung ins Schreiben erfolgt auf natürliche Weise.

3. Schritt: Silben lesen lernen

Als nächstes lernt das Kind, Buchstaben zu Silben zu verbinden. Nach dem Kennenlernen mehrerer Vokale kann mit Konsonanten fortgefahren werden. Der nächste große Schritt ist meistens mit lesen in der 1. Klasse verbunden, nämlich die Verbindung von Buchstaben zu Silben, und anschließend ganze Silben lesen zu lernen.

Es ist unnötig, das Kind zu lange mit dem Auswendiglernen des Alphabets aufzuhalten. Die Buchstaben sind die Bausteine für den Aufbau von Wörtern, also lassen Sie das Kind sie früh ausprobieren.

Die Buchstaben zu verbinden und Silben lesen lernen — indem man die zusammenstellt — macht Spaß!

Am Anfang machen die Silben wenig Sinn für ein Kind: „ua“, „oa“.

Am besten fangen Sie mit Silben aus zwei Vokalen an. Danach können Sie mit geschlossenen Silben wie „am“, „om“, „ol“ fortsetzen. Im nächsten Schritt lesen Sie die offenen Silben: „mo“, „ma“, „la“. Jetzt können Buchstaben und Silbenbildung gleichzeitig erlernt und geübt werden.

Das Lesen von Silben ist eine wichtige Fähigkeit, die dem Kind hilft, sich auch die einzelnen Buchstaben leichter zu merken und zu lernen. Beherrscht das Kind das Silbenlesen, können kleine Wörter auch zusammenhängend gelesen werden: „Mama“, „Oma“, „Lama“, „lila“, „Limo“ und so weiter.

Ich empfehle, schon in diesem frühen Stadium die Kinder auf das Leseverständnis zu fokussieren. Damit das Lesen nicht zu einer mechanischen Reproduktion von Wörtern wird, fördern Sie das Kind, sich spielerisch mit dem Sinn des Gelesenen auseinanderzusetzen:

  • Verbinde das Wort mit einem Bild.
  • Bringe die Bilder und Beschriftungen aus einem Durcheinander in die richtige Ordnung.
  • Die Buchstaben und ihre grafischen Merkmale sollen weiter geübt werden.

Die Schreibübungen dürfen sich jetzt mit ganzen Silben und Wörtern befassen.

4. Schritt: Das Lesenlernen selbst (Wörter und Sätze fließend lesen)

Beim Übergang von Silben zu Wörtern ist das Lesetempo des Kindes langsam. Es liest in Silben und versteht das gelesene Wort nicht sofort. Es ist sehr wichtig, viel Zeit zu investieren und auf keinen Fall das Kind zur Eile zu drängen. Im Laufe der Zeit wird es beginnen, die Bedeutung des Wortes aus dem Kontext schneller zu erfassen und bekannte Worte schneller und flüssiger zu lesen und zu guter Letzt lesen zu lernen.

Jeden Tag wird die Anzahl der bekannten Wörter zunehmen und die Lesegeschwindigkeit steigt. Dabei sollte das Tempo beim Lernen des Alphabets beibehalten werden und auf keinen Fall versucht werden, den Lernprozess zu beschleunigen. Denken Sie daran, dass jeder neue Buchstabe immer noch sehr komplex für das Kind ist und es Zeit braucht, um diesen zu erlernen.

Jetzt kann das Kind viele Wörter selbst lesen und es immer schneller versuchen. Beim schnellen Lesen lernen viele Kinder das Wort zu erraten, jedoch lesen sie es dann oft falsch. Wenn Sie merken, dass beim Lesen viele Wortendungen nicht richtig sind und oft ganze Wörter mit geratenen Wörtern ersetzt werden, greifen Sie unbedingt ein: Reduzieren Sie das Lerntempo, wiederholen Sie mit dem Kind schon Erlerntes.

vorgeschlagener Artikel: Wie einfach ist es für mehrsprachige Kinder, lesen zu lernen?

Alles in Ruhe — Lassen Sie das lesen lernen etwas Zeit

Alle Kinder entwickeln sich unterschiedlich, lernen das Lesen und Schreiben in ihrem eigenen Tempo und haben auch unterschiedliche Interessen / Motivationen.

Stellen Sie sicher, dass die Texte für das Kind verständlich und interessant sind. Orientieren Sie sich nicht an der Entwicklung gleichaltriger Kinder. Manche Kinder befassen sich länger mit Silbenlesen, andere können rasch zu komplizierteren Texten übergehen und mit kleinerer Schriftgröße lesen. Fördern Sie Kinder individuell, lesen zu lernen!

Leseflüssigkeit wird nur mit einem guten Leseverständnis erreicht. Die Beherrschung einer Lesetechnik ermöglicht das Leseverständnis, soll aber nicht im Vordergrund des Unterrichts stehen. Natürlich müssen alle Buchstaben erlernt und auch beim Lesenlernen eingeführt werden, bevor der junge Leser das Lesen meistern kann.

Lesen lernen im Spiel:

Wieder empfehle ich Ihnen, Ihrem Kind das Lesen und Schreiben spielerisch zu lernen und üben:

  • Tausche die Silben in einem Wort.
  • Ersetze einen Buchstaben oder eine Silbe.
  • Erstelle ein neues Wort aus dem Buchstabensalat.

Ob Ihr Kind in ein paar Monaten oder in einem Jahr lesen lernt ist egal: Hauptsache ist, dass das Kind erfolgreich lesen lernen kann! Ich wünsche Ihnen erfolgreiches und motiviertes Üben vom Lesenlernen mit Ihrem Kind.

Lesen Lernen – und wie Eltern es fördern können!

Wozu Lesen lernen?

Es stellt eine wichtige Kindheitserfahrungen dar, das Lesen zu erlernen und es sicher zu beherrschen. Dabei erschließt sich eine neue Welt, die Welt des geschriebenen Wortes. Da wir den Großteil unseres Wissens durch Lesen aufnehmen, gilt die Lesekompetenz als Grundvoraussetzung für den Zugang zu Bildung . Umso wichtiger ist es, dass Kinder frühzeitig an die Welt des Geschriebenen herangeführt werden und das Lesen als Selbstverständlichkeit erleben .

Das Thema Lesen lernen sollte dabei nicht nur auf die Grundschule und die unteren Klassen des Schulbereichs begrenzt sein. Auch die Familie ist ein fundamentaler Leseort, der das Leseverhalten der Kinder entscheidend prägen kann. Eine wichtige Funktion übernehmen dabei die Eltern. Sie können den täglichen Umgang mit den Buchstaben und Wörtern in Büchern, Zeitschriften und Zeitungen vorleben und dadurch Nutzen stiften und die Neugier der Kinder auf das Lesen wecken.

Während manche Kinder das Lesen bereits vor der Schule ohne große Mühen lernen und sich sehr schnell zu ambitionierten Leseratten entwickeln, gibt es auch viele Kinder, die dem Lesen nur wenig Vergnügen abgewinnen können. Dabei gibt es einfache Methoden, die Ihnen als Elternteil helfen, die Lesekompetenz Ihres Kindes zu fördern und von Beginn an beim Erlernen des Lesens zu unterstützen. Dieser Artikel zeigt Ihnen, was Lesen lernen bedeutet, welche Probleme auftreten können und wie Sie als Eltern den Lernprozess fördern können. So kann Lesen lernen einfach und mit Freude gelingen.

Was heißt Lesen lernen?

Und was sind die Stufen des Lesen lernens? Wie kommt es vom Buchstaben über Silben zu ganzen Wörtern? Das Thema Lesen lernen ist grundsätzlich ein komplexer Prozess, der aus verschiedenen Schritten und Teilfertigkeiten besteht.

Die Voraussetzung für das Lesen lernen ist die „Phonologische Bewusstheit “, die bereits im Vorschulalter, das heißt vor der Grundschule, trainiert werden kann. Diese meint die Fähigkeit, die Struktur unserer Sprache zu erkennen , d.h. Silben und Laute in Wörtern wahrzunehmen, wiederzuerkennen und bewusst zu benutzen. Dazu gehört zum Beispiel auch, Reime oder lange und kurze Vokale zu erkennen oder Silben zu sprechen.

Spätestens ab der ersten Klasse werden Kinder dann im Schulleben konkret an das Thema Lesen lernen herangeführt.

Dies setzt sich aus folgenden Schritten zusammen:

  • Dekodieren: Jeder Buchstabe muss mit einem Laut verknüpfen werden. Die Schwierigkeit besteht darin, dass es für einen Laut mehrere Schreibweisen geben kann (F:Flügel, V:Vogel, Ph: Philipp), sowie für eine Schreibweise mehrere Laute (ch: in Milch, Loch, Fuchs).
  • Buchstaben erkennen: Um die Laute den Buchstaben zuordnen zu können, müssen natürlich auch die verschiedenen Buchstaben erfasst und voneinander unterschieden werden können
  • Verbindung von Lauten: Ein weiterer Schritt besteht darin, aus einzelnen Lauten Silben und dann ganze Wörter zu bilden.
  • Wort- und Textverständnis: Der Leselernprozess ist jedoch nicht abgeschlossen, wenn ganze Wörter erfasst werden können. Ein wichtiger Teil der Lesekompetenz ist auch, das gelesene Wort beziehungsweise später Sätze oder ganze Abschnitte zu verstehen und in Zusammenhang bringen zu können.

Insgesamt stellt das Lesen eine große Koordinationsaufgabe dar , die erst nach und nach verinnerlicht beziehungsweise verselbstständigt werden kann. Während das Lesen zu Beginn eher einem Buchstabieren gleicht, kann das Lesen durch viel Übung sicherer und flüssiger werden.

Mit zunehmendem Alter sollte die Lesekompetenz dann immer weiter ausgebaut werden , das heißt auch längere Sätze und Texte mit komplexeren Inhalten gelesen werden. Obwohl die Schüler einer Klasse der Grundschule den gleichen Unterricht erhalten, zeigen sich schon frühzeitig Unterschiede in der Lesekompetenz. Der nächste Abschnitt erläutert Hintergründe dazu.

Woher kommen Leseprobleme?

Nicht immer läuft der Leselernprozess in der oben beschriebenen Reihenfolge ab. Es können Probleme auftreten , die nicht nur die Motivation Ihres Kindes hemmen, sondern sich im ungünstigsten Fall auch auf andere Schulfächer wie beispielsweise Deutsch, Französisch oder Latein nachteilig auswirken.

Manchmal können ganz einfache Gründe Schwierigkeiten beim Lesen lernen erklären. Will Ihr Kind partout nicht lesen, kann es sein, dass es die Lektüre vielleicht schlichtweg zu langweilig findet. Um dies zu testen, könnten Sie als Eltern einfach mal in eine Bücherei gehen und sich verschiedene Bücher mit Ihrem Kind ausleihen.

Auch körperliche Einschränkungen können beim Leselernprozess ans Licht kommen. Hat Ihr Kind vielleicht generell ein Handicap beim Lesen, da eine Fehlsichtigkeit vorliegt? In diesem Fall lohnt es sich auf jeden Fall regelmäßig Kontrolluntersuchungen beim Facharzt durchzuführen zu lassen.

In manchen Fällen deuten Schwierigkeiten beim Lesen lernen aber auch auf umfangreichere Lernstörungen hin, wie zum Beispiel eine Legasthenie oder Lese-Rechtschreib-Schwäche .

Folgende Anzeichen können beispielhaft genannt werden:

  • Wenig bis keine Motivation auf Lesen oder Lesen lernen
  • Erschwerte Laut- und Silbenverbindung
  • Erschwertes Erlernen und Zuordnen von Buchstaben
  • Verwechslung von ähnlichen Buchstaben und Lauten
  • Textinhalte werden nur schwer oder gar nicht verstanden

Falls Sie diese Form bei Ihrem Kind vermuten, kontaktieren Sie am besten eine Erziehungsberatungsstelle, die Fachstelle beim Jugendamt oder eine kinder- und jugendpsychiatrische Praxis. Diese können Tests durchführen, die Ihnen Aufschluss über die vorliegende Schwäche und Empfehlungen für die Förderung geben können.

Bitte beachten Sie aber generell, dass der Leselernprozess nicht von heute auf morgen abgeschlossen ist, sondern Zeit benötigt. Diese variiert auch von Kind zu Kind. Es ist ganz normal, wenn das Verbinden von Buchstaben, Lauten und Silben zu einem Wort nicht unmittelbar funktioniert und flüssiges Lesen nur mit viel Übung erreicht wird.

Erst wenn Anzeichen nach einem längerem Zeitraum nicht abklingen oder in der Kombination auftreten, sollten Sie alarmiert sein. Bei ersten Unsicherheiten können Sie sich auch immer an die Klassenleitung oder Deutschlehrerin wenden.

Wie kann Lesen gefördert werden? tutoria rät:

Als Eltern können Sie die Lesefähigkeit Ihres Kindes und die Begeisterung für Bücher maßgeblich beeinflussen. Nachfolgende Tipps zeigen Ihnen wie:

  • Als Eltern ein Vorbild sein: Greifen Sie als Elternteil auch regelmäßig zur Lektüre, das steckt Kinder zum Nachahmen an.
  • Mit Vorlesen begeistert: Lesen Sie Ihrem Kind regelmäßig vor und ziehen Sie es aktiv in die Auswahl des Buches mit ein. Vor dem Einschlafen beispielsweise ist es ein schönes Ritual, mit Ihrem Kind zusammen ein Kapitel aus einem Kinderbuch zu lesen. Wechseln Sie sich beim Lesen ab, lassen Sie Ihr Kind beginnen. Wenn es Fehler macht, korrigieren Sie diese zunächst nicht, um den Lesefluss nicht zu unterbrechen. Nur, wenn die Fehler sich wiederholen, weisen Sie Ihr Kind darauf hin. Hören Sie aufmerksam zu und reagieren Sie an relevanten Stellen auf das Vorgelesene. Unterbrechen Sie für kurze Lesepausen und sprechen Sie mit Ihrem Kind über den bisher erfassten Inhalt. So erkennen Sie direkt, ob das Leseverständnis auch bei lautem Vorlesen ausreichend ausgeprägt ist. Wenn Ihr Kind nicht mehr kann, loben Sie seine Leseleistung, geben Sie ihm Rückmeldung, was Ihnen besonders gut an seinem Vorlesen gefallen hat (Aussprache, Betonung, Flüssiges Lesen etc.) und übernehmen Sie im Anschluss bis zum Ende des nächsten Absatzes oder Kapitels die Rolle des Vorlesers.
  • Bücher auswählen lassen: Überlassen Sie Ihrem Kind die Wahl, mit welchem Lesestoff es sich gerne beschäftigen möchte. Nur durch das selbstständige Entdecken eigener Interessen kann eine Lesemotivation erst entstehen. Und ist diese erst einmal geweckt, ist die Basis auch für ein späteres Interesse, welches gerade im Fach Deutsch wichtig ist, gelegt. Ein Besuch im Bücherladen, in dem sich das Kind die (Nacht-)Lektüre selbst aussuchen darf, weckt daher das Interesse an dem eventuell gemeinsam gelesene Buch noch mehr.
  • Textverständnis fördern: Lesen Sie Ihrem Kind Bücher nicht nur vor, sondern stellen Sie nach einzelnen Abschnitten auch Fragen zum Text oder lassen sich die begleitende Bilder erklären. So lässt sich Ihr Kind nicht nur berieseln, sondern ist aktiv in die Geschichte mit eingebunden. Ausnahmen sind natürlich Gute-Nacht-Geschichten!
  • Aufmerksamkeit wecken: Nutzen Sie den Alltag mit Ihrem Kind dazu, es für die verschiedenen Buchstaben zu sensibilisieren, sei es durch die klassische Buchstabensuppe oder Kühlschrankmagnete, die immer wieder zu neuen Worten zusammengebastelt werden.
  • Buchstabenlernspiele: Ob eigens entworfene Leselernspiele oder selbsterfundene Spiele mit Lernfaktor – spielend lernen Kinder immer noch am Liebsten. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Buchstaben-Klatsch-Spiel. Immer wenn in einem Wort ein zuvor bestimmter Buchstabe vorkommt, wird geklatscht. Wer zuerst richtig klatscht darf einen Schritt nach vorne, wer falsch klatscht muss einen Schritt zurück usw.
  • Den Namen schreiben: Den eigenen Namen zuerst, dann den von Mama & Papa oder den der Geschwistern. So wird der Stamm vertrauter Buchstaben stetig erweitert und erhält unmittelbaren Bezug zum kindlichen Leben. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihr Kind von Anfang an die Buchstaben richtig schreibt und sich keine Fehler einschleichen.

Insgesamt sollte das Thema Lesen lernen stets ohne Druck von Seiten der Eltern thematisiert werden. Erzwingen Sie nichts, sonst verliert Ihr Kinder sehr schnell die Freude am Lesen. Zu Beginn reicht es oft schon, wenn 5 Minuten am Tag geübt wird.

Auch Geduld ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig, da in der ersten Zeit das Lesen lernen eher sehr langsam vorangehen wird. Denken Sie jedoch daran, dass auch die kleinsten Leseerfolge schon mit Lob verbunden werden. Das motiviert Ihr Kind weiter zu machen und sich stetig zu verbessern.

Nachhilfelehrer finden

Lesen lernen: So hilfst du deinem Kind

Lesen bildet und Bücher öffnen neue Welten, das weiß jeder. Man kann mit ihnen dem schnöden Alltag entkommen und etwas über das Leben und die Natur lernen. Einfach mehr wissen – was gibt es Schöneres für wissbegierige Kinder? Aber zunächst müssen die Kids erstmal das Lesen lernen. Und das ist manchmal gar nicht so einfach. Wie das Lesen lernen funktioniert und wie du deine Minis unterstützen kannst.

Lesen lernen: Geduld ist gefragt

Das Lesen kommt nicht über Nacht: Die Mädchen und Jungen in der ersten Klasse lernen Buchstabe für Buchstabe. Angefangen mit den Vokalen, dann werden die Vokale mit Konsonanten zu Silben verbunden. Das dauert, bei manchem Wochen, bei manchem Monate. Bis irgendwann der Aha-Moment kommt und man tatsächlich ein Wort auf einen Blick erfasst hat. Und noch ein Wort. Bis es ein ganzer Satz ist. Die Reise hin zum flüssigen Lesen dauert, aber dein Kind hopst von einem Meilenstein zum nächsten:

  1. Wissen aller Buchstaben
  2. Buchstaben verbinden
  3. Silben lesen und verbinden
  4. Kurze und einfache Wörter wie Mama erkennen
  5. Längere Wörter wie Schulhof lesen
  6. Aufbau eines größeren Wortschatzes
  7. Grundverständnis für Grammatik

Lesen lernen: Eine schwierige Angelegenhei

Lesen mit der Anlauttabelle unterstützen

Viele Schulen nutzen die sogenannten Anlauttabellen: Hier wird jeder einzelne Buchstabe mit einem Ding oder Lebewesen verbunden. Neben einem Löwen steht dann der Buchstabe L, neben einem Topf das T. Die Kinder können mithilfe dieser Tabelle die ersten kurzen Wörter zusammenstellen. Du kannst dir so eine Anlauttabelle auch für das Kinderzimmer besorgen und dann könnt ihr zusammen immer mehr Wörter finden.

Buchtipps für Sechs- bis Achtjährige

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Lesen spielerisch fördern

Dein Kind mag noch so begabt sein, um das Üben kommt es nicht herum. Tägliches Lesen ist wichtig. Es erfordert eine hohe Konzentrationsleistung, deshalb sollten die Übungseinheiten nicht zu lang ausfallen – fünf Minuten reichen. Wenn dein Nachwuchs schon einige Wörter kann, nutzt den Alltag, um dies zu überprüfen: Lass ihn oder sie unterwegs Schilder lesen. Lest zusammen eine Zeitung und schaut, welche Wörter schon lesbar sind. Es werden von Woche zu Woche mehr.

In all der Zeit solltet ihr aber das Vorlesen nicht vergessen – Kinder sollen weiterhin Spaß an Büchern haben und so eine Kuschelzeit, in denen Papa oder Mama vorlesen, ist unschlagbar. Wenn ihr dann noch bei der spannendsten Stelle aufhört, ist die Neugierde geweckt und vielleicht ist sie so groß, dass selbst weitergelesen wird.

Apropos Vorlesen: Dein Kind sollte immer auch Vorlesen üben. Ist gerade niemand zur Hand oder hat dein Kind Hemmungen, eignen sich Haustiere hervorragend für so etwas. Manche Bibliotheken bieten Stunden mit geschulten Lesehunden an. Ist aber niemand Lebendiges gegenwärtig, hat Teddy bestimmt auch nichts dagegen, etwas vorgelesen zu bekommen.

Geduldige Zuhörer

Leseförderung: Ein Vorlesehund hilft

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Lesen ist ist die Grundlage für alles

Nichts ist toller als die Dinge selbst zu entdecken – neue Ideen, neue Welten. Bücher helfen dabei, das Allgemeinwissen und eine gute Bildung bedeutet auch immer bessere Berufschancen. Es gibt so viele Möglichkeiten, Kindern das Lesen schmackhaft zu machen. Spannende Bücher helfen, der Gang zur Stadtbibliothek und auch immer mehr Apps animieren, die Welt der Buchstaben zu entziffern. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Lesen eröffnet Kindern völlig neue Welten. Lesen ist zudem eine wichtige Grundkompetenz fürs Lernen allgemein. Wer schnell liest und begreift, was er gerade gelesen hat, hat – egal in welchem Schulfach – einen großen Vorteil, der sich oft noch im Erwachsenenalter zeigt. Bei der Überlegung, welche weiterführende Schule zu einem Kind passt, fällt der Blick schnell auf die Lesefähigkeit. Wer hier keine Probleme hat, hat gute Chancen, im text- und literaturreichen Gymnasium gut zu Recht zu kommen. Durch das Lesen vergrößert sich der Wortschatz, die Allgemeinbildung und Konzentrationsfähigkeit wird verbessert – außerdem lernen Kinder in Bücher viel über das Leben und den Umgang mit Problemen. Für Kinder ist das Lesen lernen ein großer Schritt: Die Freiheit erscheint grenzenlos, wenn man plötzlich all die vielen Buchstaben um sich herum verstehen kann. Lesen lernen ist aber auch immens schwierig.

Hilfe! Mein Kind will nicht lesen – 9 Tipps für kleine Lesemuffel

Lesen ist der Schlüssel zu erfolgreichem Lernen. Schließlich nehmen wir einen Großteil unseres Wissens in Textform auf. Es gibt Kinder, die schon vor der Grundschule ambitionierte Leser sind und am liebsten in ihr Herzens-Buch eintauchen würden. Andere Kinder können damit gar nichts anfangen und wollen nicht lesen. Es gibt ja auch so viele weitere tolle Hobbies …

Da wir das Lesen aber für uns und für die Schule brauchen, ist etwas Übung am Nachmittag eine gute Sache. Möchten Sie, dass Ihr Kind mehr liest, können Sie für etwas Anstoß sorgen, um das Interesse anzuregen, ohne unter Druck zu setzen. Das sind unsere kleinen aber feinen Tricks.

Ihr Kind will nicht lesen? 9 Motivationstipps:

Tipp 1: Oh, wie schön ist Lesen

Sie sind eine wahre Leseratte und könnten stundenlang Ihren Lieblingsroman wälzen? Dann zeigen Sie das auch Ihrem Kind. Zelebrieren Sie das Lesen, erzählen Sie Ihrem Nachwuchs, wie sehr sie sich über ein neues Buch freuen und was für ein Spaß Sie beim Lesen haben. Das alles natürlich ohne zu übertreiben. Auf diese Weise machen Sie auch Ihren Nachwuchs neugierig auf Bücher.

Tipp 2: Was gefällt dir? Auf welche Geschichten hast du Lust?

Manchmal will ein Kind nicht lesen, weil es noch kein Buch gefunden hat, das wirklich fesselt. Gehen Sie zusammen in die Buchhandlung oder in die Leihbücherei und stöbern Sie in den unterschiedlichen Abteilungen. Hat Ihr Kind eine Fernsehserie, die es gerne guckt? Vielleicht gibt es diese auch als Buch?

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind Bücher nicht nur nach dem Cover aussucht. Das führt oft zu Enttäuschungen und schadet der Leselust. Gibt es ein Buch, das Ihrem Kind bereits gefallen hat, ist ein Schmöker vom selben Autor meist eine gute Wahl. Hier passt der Schreibstil – ein wichtiger Faktor bei der Buchauswahl. Auch Comics oder Magazine sind erlaubt. Hauptsache es ist altersgerecht und Ihr Kind findet es gut.

Kein passendes Buch gefunden?

  • Hier finden Sie die Leseempfehlungen der Stiftung Lesen (mit Suchfunktion).

  • Inspiration können Sie sich zum Beispiel auf lovelybooks.de holen. Die aktive Lese-Community bietet viele Bücherlisten zu Themen wie „Deine liebsten Bücher aus der Kindheit“.

Redaktions-Tipp: Ein tolles Buch für Kinder, die bereits lesen können, aber noch nicht so richtig wollen, ist Harry Potter. Einfach geschrieben, aber gleichzeitig spannend und unterhaltsam erzählt.

Die ersten vier Bände können Kinder ab acht Jahren lesen. Für die letzten drei Bände sollten die Kinder aber schon zehn Jahre alt sein. Wer sich unsicher ist, ob die Bücher für seinen Nachwuchs geeignet sind, liest anfangs am besten mit den Sprösslingen gemeinsam und beobachtet die Reaktion.

Seit dem 6. Oktober gibt es auch eine illustrierte Schmuckausgabe des ersten Bandes mit liebevollen Zeichnungen, die einen noch tiefer in die Welt des Zauberlehrlings eintauchen lassen. ► Hier bei Amazon anschauen.

Tipp 3: Langsames Lesen bremst die Leselust

Aller Anfang ist schwer. Während Leseanfänger noch langsam lesen und jeden Buchstaben einzeln betrachten, erfassen geübte Leser bis zu acht Buchstaben auf einmal. Auf diese Weise verstehen sie auch sofort die Bedeutung des Gelesenen. Wer schnell lesen kann, hat also auch mehr Spaß dabei.

Will Ihr Kind nicht lesen, weil es ihm noch zu anstrengend und langwierig ist, lautet unser Tipp: Den Zeigefinger einsetzten. Um mehrere Buchstaben auf einmal erfassen zu können, kommt es nämlich auf die Augenbewegung an. Fährt Ihr Kind beim Lesen mit dem Zeigefinger unter den Zeilen entlang, lenkt das seinen Blick bewusst von Wort zu Wort und fördert seine Konzentration.

Tipp 4: Cliffhanger beim Vorlesen

Sind Sie ein Serien-Junkie? Dann kennen Sie das bestimmt: Die Folge endet, wenn es richtig spannend wird und die Versuchung ist groß, direkt die nächste Folge zu gucken. Ein schlauer Trick, den Sie auch anwenden können, wenn Ihr Kind nicht lesen will. Wenn Sie Ihrem Nachwuchs etwas vorlesen, dann stoppen Sie an der spannendsten Stelle und lassen das Buch aufgeklappt liegen. Mit Glück, möchte Ihr Kind unbedingt wissen, wie es weitergeht und schnappt sich selbst das Buch. Dieser Trick klappt vielleicht nicht auf Anhieb, hat aber großes Potential!

Tipp 5: Ihr Kind will nicht lesen? Dann geben Sie dem Lesemuffel selbst eine Hauptrolle

Sie finden kein Buch, das Ihrem Kind so richtig gefallen möchte? Dieses wird es ganz bestimmt nicht mehr weglegen: Eine Geschichte mit Ihrem Kind in der Hauptrolle. Bei framily z. B. gibt es personalisierte Bücher, in denen wir selbst die Figuren und Geschehnisse bestimmen können. Details wie Name, Aussehen, Hobbies oder Lieblingsessen sind frei wählbar. Auch Familie und Freunde können vorkommen.

Gestalten Sie das Buch gemeinsam oder überraschen Sie Ihren Nachwuchs damit. Für dieses Buch begeistert sich garantiert auch ein Kind, das eher nicht so gern lesen will.

Interaktive Bücher zum Eintauchen

Ein weiteres Genre, in dem Ihr Kind die Rolle des Helden in der Geschichte einnimmt, sind interaktive Bücher, auch bekannt als „Spielbücher“. In diesen Spielebüchern gilt es Entscheidungen zu fällen, die den weiteren Verlauf der Handlung bestimmen. Hierfür hat der Leser mehrere Auswahlmöglichkeiten und blättert entsprechend seiner Entscheidung an die jeweilige Stelle im Buch, die den Konsequenzen seiner Wahl folgen. Beispielsweise kann das dann so aussehen:

„Vor dir liegt eine Truhe, an ihr angeheftet ein altes Blatt Papier. Was tust du?
– Die Truhe öffnen. Lies weiter auf Seite 12.
– Das Papier lesen. Lies weiter auf Seite 24.
– Die Truhe in Ruhe lassen. Lies weiter auf Seite 38.“

Besonders im Fantasy-Genre gibt es einige Vertreter dieser interaktiven Bücher, aber auch bekannte Buchreihen, wie Sherlock Holmes und Asterix, haben bereits Spielbücher in ihrem Repertoire. Teil der Handlung zu sein, kann auch Kinder, denen sonst mitunter Berührungspunkte beim Lesen fehlen, motivieren, sich auf die Geschichte einzulassen und Spaß am Lesen zu entwickeln.

Tipp 6: Weg vom alten, staubigen Buch?

Auch wenn Ihnen möglichweise die guten, alten Bücher mit abgewetzten Seiten lieber sind, können digitale Medien ein Kind, das nicht lesen will, vielleicht umstimmen. Für die meisten Kinder sind Handy, Tablet und Co. unglaublich reizvoll. Darauf eine Geschichte lesen zu dürfen – der Hit! Ihr Kind kann ganze Romane auf dem eReader lesen oder Apps zum Lesenlernen auf verschiedenen Geräten nutzen.

Redaktions-Tipp: Der eReader „Kindle“ von Amazon bietet nicht nur Lesevergnügen, sondern auch viele Apps für Kinder. Außerdem können Eltern ganz einfach Nutzungszeiten und Zugriffsmöglichkeiten in den Sicherheitseinstellungen kontrollieren. (Hier finden Sie ausführliche Tipps, wie Sie all Ihre Geräte kindersicher machen.)

► Hier bei Amazon anschauen.

Gute Apps für Lesemuffel

  • Die große Wörterfabrik – zauberhafte Geschichte und Spiel über den Wert der Sprache. Download: Google Play Store, App Store: 2,99 Euro

  • Emil & Pauline im Dschungel – Deutsch-Lernspiel für die erste Klasse. Download: App Store: 2,99 Euro

  • Happi schreibt – einfache Kreuzworträtsel für Kinder. Download: Google Play Store: 1,68 Euro, App Store: 1,99 Euro

Digitale Bücher mit Interaktionsmöglichkeiten

Digitale Bücher gibt es in zweifacher Form: Bei der ersten Form wird das analoge Buch mithilfe einer zugehörigen App erweitert. Hält der Leser das Handy über die Seite des Buches, werden beispielsweise 3D-Grafiken, Sounds, Animationen und Spiele angezeigt. Die Inhalte dienen dazu, das Gelesene zu ergänzen und bieten, nebst der eigenen Fantasie, Abwechslung beim Lesen.

Die zweite, geläufigere Form von digitalen Büchern ist das Buch als Datei, entweder für einen eReader oder für das Tablet. Die eReader-Variante ist meist eine digitalisierte Version eines klassischen Buches. Für das Tablet gibt es viele Buch-Apps, die nicht nur die Geschichte beinhalten, sondern diese auch animieren, vertonen und mit kleinen Spielen versehen.

Hörbücher zum Einsteigen

Um Ihr Kind für die Welt der Bücher zu begeistern, müssen Sie ihm nicht zwingend die gebündelten Werke von Goethe in die Hand geben – manchmal genügt auch schon ein MP3-Player. Eine spannende Geschichte kann durch einen guten Vorleser umso fesselnder für Ihr Kind sein und im besten Fall noch motivieren, selbst ein Buch zur Hand zu nehmen. Gerade für jüngere Kinder oder Kinder, die noch Probleme mit dem Lesefluss haben, können Hörbücher ein guter Anreiz sein, sich mit der Beschäftigung Lesen auseinanderzusetzen. Mehr zum Thema Hörbücher finden Sie in unserem Artikel „Kindern beim Lesen lernen helfen? Zaubermittel Hörbuch“.

Lesealternativen zum Buch

Es müssen nicht nur Bücher sein, um Ihr Kind fürs Lesen zu begeistern. Auch Magazine, Comics, Themenseiten im Internet oder gar Videospiele sind ein denkbarer „Buchersatz“. Wenn sich Ihr Kind für ein bestimmtes Thema begeistert, dann möchte es auch mehr darüber erfahren und hat dadurch die notwendige Motivation, den vorliegenden Text zu lesen. Gerade Jungs, die Lesen besonders in der Schule oftmals mit Zwang und Frust verbinden, können mit alternativen Lesestoff zum Lesen animiert werden.

Comics eignen sich ebenfalls gut als Lesematerial | © .com

  • Comics & Magazine

​Comics sind für Jungs eine gerne gelesene Alternative zum klassischen Buch. Oft sind die Themen, wie zum Beispiel Superhelden, für Jungs sehr viel interessanter und schrecken durch kleine, überschaubare „Texthäppchen“ nicht ab. Spannende Geschichten und visuell ansprechende Bilder halten auch ungeübte Leser bei Laune.

  • Themenseiten im Netz

Über Themen, die uns wirklich interessieren, informieren wir uns gerne, richtig? Wenn ihr Kind also keine Bücher lesen möchte, vielleicht lässt es sich ja dann beispielsweise für die Internetseite des favorisierten Sportvereins begeistern oder der Website über die Lieblingsserie? Das Internet bieten Unmengen an Texten, mit denen sich Ihr Kind von ganz alleine beschäftigen wird, wenn Sie ihm die Möglichkeiten aufzeigen.
Eine gute Übersicht von Internetseiten bietet das Klickheft der Leipziger Volkszeitung. Verschiedene Klicktipps zeigen hier interessante Websites, die interessant für die ganze Familie sind, wie zum Beispiel Kinderbuch-Blogs oder Geschichten, die sofort online verfügbar sind.

  • Videospiele

Videospiele verbindet man vielleicht im ersten Moment nicht mit Lesen. Das mag für einige Videospiele auch gelten, aber auch hier gibt es verschiedene Genres, die unterschiedlich viel Text zum Lesen bieten. Besonders sogenannte „Rollenspiele“ haben sehr viele Textzeilen, die die Welt des Videospiels erklären. In manchen Spielen liegen sogar ganze Bücher mit eigenen Kurzgeschichten in der Spielwelt verstreut, die den Spieler tiefer in die virtuelle Realität eintauchen lassen.

Kurzum: Es ist nicht per se wichtig, dass Ihr Kind unbedingt ein Buch liest – gerade in der heutigen Zeit gibt es sehr viele Alternativen zum klassischen Schmöker. Die Nutzung alternativer Medien zum Buch kann für manche Charaktertypen attraktiver sein als der Griff zum Buch. Das Wichtigste ist hierbei, dass das Kind Spaß am Lesen hat und keine negativen Gefühle damit verbindet.

Tipp 7: Kleine Leseaufgaben im Alltag

Wir sind umgeben von Werbung und Hinweisschildern. Probieren Sie doch mal, Ihren Sprössling ab und zu etwas vorlesen zu lassen. Um Ihr Kind nicht unter Druck zu setzten, flechten sie solche Aufgaben am besten ganz beiläufig ein: „Kannst du lesen, was da steht? Ich erkenne das von hier aus nicht.“ Wenn Ihr Kind nicht lesen will, ist es wichtig, dass es sich nicht belehrt fühlt.

Nehmen Sie als Eltern niemals die Rolle eines strengen Lehrers ein. Bei Ihnen soll Ihr Kind sich sicher und frei von Lernstress fühlen.Sie könnten sich auch gegenseitig kleine Nachrichten am Kühlschrank hinterlassen. Bei Amazon gibt es dafür schöne Kühlschrankmagneten aus Holz. Vielleicht machen Sie daraus einfach ein Spiel: Sie schreiben ein Wort, Ihr Kind liest es vor und bildet ein neues Wort, das mit dem letzten Buchstaben Ihres Wortes beginnt. Dann sind Sie wieder dran …

Lebendige Geschichten in der scoyo Lernwelt entdecken:

Tipp 8: Auf der Suche nach dem Lieblings-Lese-Ort

Wenn Ihr Kind nicht lesen will, fehlt vielleicht der richtige Lese-Ort. Manche Kinder erledigen ihre Hausaufgaben am besten am Schreibtisch, andere lümmeln lieber auf den Boden. So ist das auch mit dem Lesen. Fragen Sie Ihr Kind doch mal, wo es am liebsten lesen würde. Fällt ihm nichts ein, probieren Sie gemeinsam verschiedene Orte aus und lesen Sie Ihrem Kind dort vor. Mit der Taschenlampe unter der Bettdecke, auf der Wiese in der Sonne oder in der heißen Badewanne – vielleicht finden Sie einen Lieblings-Ort, an dem das Lesen einfach besser klappt.

Sie können Ihrem Sprössling auch eine gemütliche Leseecke einrichten. Alles was Sie brauchen, um so ein kuscheliges Leseparadies zu schaffen, ist ein großes, bequemes Sitzkissen, einen Baldachin und eine Lichterkette. Wäre vielleicht auch eine Idee für Ihr persönliches Leseparadies?

Eine Kuschelecke macht Lust aufs Lesen | © Instagram

Quelle: https://www.instagram.com/fitandhappywife_kerriann37/

Tipp 9: Jungs zum Lesen motivieren

Ihr Junge möchte partout kein Buch in die Hand nehmen? Dann sind die Väter der Familie gefragt! Zeigen Sie Ihren Söhnen, dass das Lesen keine „Mädchensache“ ist, lesen Sie ihnen spannende Geschichten vor und erwecken Sie somit die Begeisterung für diese wichtige Kompetenz. Wichtig ist dabei auch, was Sie Ihrem Sohn zu lesen geben, da die Geschmäcker der beiden Geschlechter meist eher verschieden sind. Jungen interessieren sich eher für Abenteuer-, Reise- oder Heldengeschichten. Genres wie Science-Fiction und Fantasy können Ihr Kind doch noch für das Lesen begeistern.

Alles Quatsch. Mein Kind will immer noch nicht lesen!

Ihr Kind will weiterhin nicht lesen und weigert sich auch, das in der Schule zu tun? In diesem Fall suchen Sie am besten das Gespräch mit dem Lehrer Ihres Abc-Schützen. Er kann Ihnen weitere Tipps und seine Einschätzungen geben, ob es sich um kindliche Unlust oder tiefergehende Probleme, wie eine Lernblockade oder eine Lese-Rechtschreib-Schwäche, handelt.

Lesen – Die besten Übungen für die Grundschule, Klasse 1

Leseübungen für Leseanfänger, 1. Klasse

Lesen lernen leicht gemacht: Mit unseren kostenlosen Leseübungen taucht Ihr Kind ein in das Abenteuer Lesen lernen. Lesen klappt nicht von Anfang an. Erst müssen die Grundlagen geschaffen werden. Unsere Kopiervorlagen sind kostenlose Arbeitsblätter, mit denen Erstklässler Buchstaben und Laute kennen lernen.

Von Anlauttabelle bis Leseverständnis

Mit einer Anlauttabelle entdecken Kinder die Welt der Buchstaben und ihres Klangs. Das schafft die Grundlage für erste Leseübungen zum Erfassen einfacher Wörter. Dann sollte Ihr Kind Doppelkonsonanten lesen lernen. Der nächste Schritt zum Lesen lernen ist das Aussprechen von Lautgruppen wie ch und sch. Bevor Schüler Texte flüssig lesen, müssen sie diese Lautgruppen erfassen. Dasselbe gilt für die Zwielaute ei, au und eu. So führen unsere Leseübungen Schritt für Schritt in die Welt der Wörter. Lesen lernen macht Spaß. Das Leseverständnis steigt. Schüler der 1. Klasse können bald Reimübungen und Übungen zum Leseverständnis absolvieren.

Kostenlose Leseübungen zum Download

Nutzen Sie unsere kostenlosen Leseübungen, um Ihrem Kind das Lesen lernen zu erleichtern. Verwenden Sie Arbeitsblätter und Kopiervorlagen, die Spaß machen und abwechslungsreich sind! Gratis Übungen für Ihr Kind: So fördern Sie es richtig!

Lesen lernen: Anlauttabelle

Leseanfänger müssen Buchstaben erkennen und den Buchstaben Laute zuordnen. Helfen Sie Ihrem Kind beim Lesen lernen und machen Sie kleine Leseübungen: „Womit beginnt Blume?“ Zeigen Sie auf die Blume und lassen Sie Ihr Kind auf den ersten Buchstaben schließen. Wichtig: Buchstabieren Sie nicht wie beim Aufsagen des ABC. B ist nicht „Be“, sondern „B“. Nur so versteht ihr Kind, warum es „Blume“ heißt – und nicht „Be-lume“!

Lesen lernen: einfache Worte

Ganz einfache Leseübungen für die 1. Klasse. Aus Buchstaben ergeben sich Schritt für Schritt einfache Worte. Was für ein Erfolgserlebnis, wenn ein Leseanfänger aus Lauten erste Silben und Worte zusammensetzt! Begleiten Sie Ihr Kind beim Lesen lernen!

Lesen lernen: Doppelkonsonanten

Doppelkonsonanten kommen recht häufig vor. Ihr Kind muss lernen, sie zu entziffern. Doppelkonsonanten werden wie ein Buchstabe gelesen. Sie signalisieren, dass der Vokal davor kurz ist. Kleine Leseübungen helfen Ihrem Kind, sich daran zu gewöhnen.

Lesen lernen: ch und sch

Die Lautgruppen „ch“ und „sch“ muss ihr Kind erkennen. Es sollte die Aussprache dieser Buchstabenkombinationen lernen. Erst dann kann es beginnen, Texte zu lesen. Üben Sie mit Ihrem Kind das Lesen dieser Lautgruppen. Ihr Kind sollte „sch“ nicht als 3 Buchstaben entziffern, sondern als einen Laut.

Lesen lernen: ei, au und eu

Auch die Aussprache der Zwielaute „ei“, „au“ und „eu“ muss Ihr Kind lernen, bevor es Texte lesen kann. Indem es die Zwielaute erst einmal einkreist, lernt Ihr Kind die Laute kennen. Dann folgen am besten Leseübungen. Lassen Sie Ihr Kind die Worte laut vorlesen.

Lesen lernen: Reimwörter finden

Lesen lernen bedeutet auch, die Freude an Sprachspielen zu entdecken. Lassen Sie Ihr Kind Reimwörter finden und verbinden. Das schult das Sprachgefühl und ist eine wichtige Übung zum Wortschatz.

Lesen lernen: Sinn von Worten verstehen

Kinder lernen in der 1. Klasse Worte zu entziffern. Was für ein Erfolgserlebnis, wenn Buchstaben plötzlich Sinn ergeben. Fördern Sie das Leseverständnis mit dieser Leseübung. Ihr Kind muss einzelne Worte bestimmten Themenbereichen zuordnen.

Lesen lernen leicht gemacht: Einfache Tipps und Übungen für Ihr Kind

Lesen lernen: Wie schafft Ihr Kind das in der ersten Klasse?

Lesen lernen ist kompliziert für Ihr Kind und es benötigt dazu mindestens ein halbes, manchmal sogar bis zu zwei Jahren Zeit. Ein Erstklässler muss beim Lesen lernen zu ihm bisher unbekannten Hieroglyphen/Zeichen (= Buchstaben) eine Übersetzung finden (= die dazu passenden Laute). Erst nach und nach wird er beim Lesen üben aus den einzelnen Buchstaben Wörter zusammensetzen können.

Üben Sie keinen Druck auf Ihr Kind aus, falls es für das Lesen lernen länger braucht, als Sie erwartet haben, sonst verliert es schnell seine Lernfreude! Das Lesen lernen geschieht heutzutage meist mit Hilfe der Anlauttabelle. Dabei handelt es sich um eine Sammlung aller Laute der deutschen Sprache, denen zum Lesen üben passende Anlaut-Bilder zugeordnet sind (z. B. neben dem A ein Affe oder neben dem L ein Löwe).

An den meisten Schulen können Kinder außerdem mit einer Fibel Lesen lernen, einem speziellen Lesebuch für Erstklässler. Es gibt dabei verschiedene methodische Ansätze wie z. B. das Lesen in Silben (die Kinder üben beim Lesen lernen von Anfang an Silbenverbindungen wie ma – me – mi und die Texte und Wörter werden zweifarbig abgedruckt). Vielleicht hat Ihr Kind überhaupt keine Fibel? Seien Sie unbesorgt: Ein Leselehrgang ohne Fibel ist erlaubt, wenn der Unterricht den Lernzielen des Lehrplans entspricht.

Welche Voraussetzungen braucht Ihr Kind, um Lesen zu lernen?

Damit Ihr Kind den Prozess des Lesen lernens bewältigen kann, muss es einige Voraussetzungen erfüllen. In meiner Vorschulgruppe verwende ich die folgenden Testaufgaben zum Lesen üben, die mit einfachen ja-/nein-Antworten in einer Viertelstunde ein aussagekräftiges Bild über die Ausgangslage von Schulanfängern vor dem Lesen lernen geben. Überprüfen Sie es auch bei Ihrem Kind!

Einfache Tipps für das Lesen üben bei Erstklässlern

Wenn bei Ihrem Kind Probleme beim Lesen lernen auftreten, sollten Sie zunächst die Fibel oder andere „richtige Bücher“ zum Lesen üben wegräumen, weil die darin enthaltene Textmenge Ihr Kind beim Lesen lernen noch überfordert. Verbessern Sie mit anderen täglichen Übungen beim Lesen lernen die Leistungen Ihres Kindes. Den Eltern meiner Klasse gebe ich hierzu folgende Lerntipps, die sicherlich auch Ihrem Kind beim Lesen lernen helfen.

1. Spiele zum Lesen üben mit der Anlauttabelle oder einem Anlautplakat

Das sichere Erkennen der Buchstaben ist Grundvoraussetzung für das Lesen lernen. Nutzen Sie deshalb die Anlauttabelle Ihres Kindes, falls es von der Schule eine bekommen hat, oder besorgen Sie sich ein Poster mit Buchstaben und Anlautbildern zum Lesen üben.

  • Nennen Sie Anlaute beim Lesen lernen: Ihr Kind zeigt auf die passenden Bilder und benennt sie.
  • Zeigen Sie auf ein Bild: Ihr Kind nennt beim Lesen üben das passende Wort und den entsprechenden Laut.
  • Ihr Kind bekommt zum Lesen lernen eine Spielfigur und würfelt. Es rückt auf das entsprechende Feld vor und nennt den Anlaut. Ist die Lösung richtig, darf noch mal gewürfelt werden. Dann sind Sie oder ein anderer Mitspieler dran.
  • Erzählen Sie eine Geschichte, in der verschiedene Dinge von der Anlauttabelle vorkommen (z.B. Ein Löwe trifft eine Maus. Zusammen besuchen sie den Affen). Ihr Kind zeigt beim Lesen üben parallel auf die entsprechenden Bilder.

2. Silbenkarten

Eine grundlegende Lesetechnik zum Lesen lernen ist es, Buchstaben zu Silben zusammenzuziehen. Deshalb ist das Silbentraining von Anfang an sehr wichtig. Schreiben Sie beim Lesen üben Silben mit zwei Buchstaben (la, le, li, lo, lu usw.) auf einzelne kleine Kärtchen, jede Silbe einmal mit dem Groß- und einmal mit dem Kleinbuchstaben vorne (z. B. Ka – ka).

  • Die Karten mit den Buchstaben, die Ihr Kind schon kennt, liegen verdeckt auf dem Tisch. Abwechselnd wird eine Karte aufgedeckt und vorgelesen. Wurde richtig gelesen, darf die Karte behalten werden. Wer hat am Ende die meisten Karten? Dieses Spiel macht besonders viel Spaß, wenn Ihr Kind es mit einem Freund oder Klassenkameraden auf ähnlichem Leistungsstand spielt.
  • Legen Sie verschiedene Silben hintereinander zu einer Straße. Auf einzelnen Karten liegt ein Gummibärchen. Abwechselnd wird nun mit einer Spielfigur die gewürfelte Anzahl vorgerückt, und die Silben werden gelesen. Besondere Freude wird Ihr Kind haben, wenn es auf die Gummibärchenfelder kommt und sich stärken kann.
  • Versuchen Sie beim Lesen üben zusammen mit Ihrem Kind, aus einzelnen Silbenkarten Wörter zu legen (z. B. Li-mo-na-de oder Scho-ko-la-de).
  • Nennen Sie beim Lesen lernen ein Wort (z. B. Mami). Ihr Kind muss die Karte mit der ersten oder letzten Silbe des Wortes finden.
  • Legen Sie drei oder vier Silbenkarten, die zusammen ein Wort ergeben, vermischt auf den Tisch. Daraus soll Ihr Kind beim Lesen üben nun das Wort zusammensetzen.

3. Raketenlesen in zwei Varianten

Mit diesen Übungen zum Lesen lernen wird die Vorlesetechnik Ihres Kindes schon bald flüssiger werden.

  • Schreiben Sie beim Lesen lernen auf ein Blatt untereinander acht bis zehn Silben (ma, le, si usw.) oder legen Sie Silbenkarten von oben aus. Nun stellen Sie die Stoppuhr auf 20 Sekunden. In drei Durchgängen versucht Ihr Kind nun, so viele Silben wie möglich richtig vorzulesen, dabei beginnt es immer wieder von vorne. Sie zählen jedes Mal die Anzahl der richtigen Silben. Notieren Sie das Ergebnis und machen Sie am nächsten Tag weiter. Verbessert sich Ihr Kind? Steigern Sie beim Lesen lernen den Schwierigkeitsgrad später mit Wörtern oder kurzen Sätzen.
  • Schreiben Sie beim Lesen üben in die erste Reihe das erste Wort eines Satzes, in die zweite Reihe das erste und das zweite Wort usw. (z. B. Wir – Wir lesen – Wir lesen jeden – Wir lesen jeden Tag). Auch jetzt muss Ihr Kind wieder 20 Sekunden lang vorlesen und Sie zählen die richtig gelesenen Wörter.

4. Lese-Mal-Aufgaben

Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass es Erstklässler sehr zum Lesen lernen motiviert, wenn Sie sinnvolle Sätze lesen können. Schreiben Sie auf einzelne Zettel kurze Anweisungen wie z. B. „Male 1 Tomate!“ oder „Hole 1 Buch!“. Da Handlungen verlangt werden, erkennen Sie schnell, ob Ihr Kind wirklich liest oder (wie oft am Anfang) rät.

4 besondere Lerntipps für leseschwache Kinder ab Klasse 2

Liest Ihr Kind auch in höheren Klassen noch stockend, so sollten Sie die oben genannten Übungen mit den Silbenkarten beim Lesen lernen regelmäßig machen. Unterstützen Sie Ihr Kind beim Lesen lernen mit folgenden Lerntipps:

  1. Silbenbögen. Setzen Sie unter die einzelnen Silben eines Wortes Bögen, z. B. Eisenbahnwaggon oder Ballonfahrer. Das erleichtert Ihrem Kind das Verschleifen der Buchstaben.
  2. Weckerlesen. Gerade leseschwache Kinder sollten zu Hause täglich laut lesen üben. Allerdings haben sie meist wenig Lust, weil die stockende Lesetechnik sehr anstrengt. Vereinbaren Sie deshalb nur eine kurze tägliche Lesezeit (fünf bis zehn Minuten reichen völlig aus!) und stellen Sie den Wecker. Klingelt er, darf Ihr Kind spielen gehen.
  3. Üben mit dem Kassettenrekorder. Hat Ihr Kind Probleme beim Lesen lernen, so macht es ihm verständlicherweise wenig Spaß, sich immer wieder bloßzustellen, indem es anderen fehlerhaft vorliest. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Sie es regelmäßig selbstständig üben lassen. Hierzu kann Ihr Kind sich beim lauten Lesen eines Textes mit dem Kassettenrekorder aufnehmen. Anschließend kann es das Gelesene abhören, leise mitlesen und überprüfen, ob es Fehler gemacht hat. Diese Fehler kann es dann im Ausgangstext markieren und beim weiteren Üben darauf achten.
  4. Briefe/Listen schreiben. Machen Sie Ihrem Kind das Lesen lernen schmackhaft, indem Sie ihm immer wieder kleine Briefe schreiben oder es mit kurzen Einkaufslisten in den Laden schicken. Es wird sehr motiviert sein und alles daran setzen, Ihre Mitteilungen zu entziffern.

Lesen und Rechtschreibung verbessern

Am Anfang der Schulzeit bedeutet das Lesenlernen für die meisten Kinder vor allem eines: Anstrengung! Aber worauf können wir achten, damit Kinder im Lesen rascher Fortschritte machen? Anregungen finden Sie im folgenden Artikel.

Sehen wir uns zuerst an, wie der Leselernprozess für gewöhnlich abläuft:

Erstklässler prägen sich anfangs mühsam die Formen der einzelnen Buchstaben ein und lernen, jedem Buchstaben einen entsprechenden Laut zuzuordnen. Zunächst wird jeder Text Buchstabe für Buchstabe erlesen: O…m….a…- OMA!

Mit der Zeit lernen die Kinder, Buchstaben zusammenzuschleifen und größere Einheiten (z.B. Silben) auf einen Blick zu erkennen („Ma…ma“).
Die Anzahl der Buchstaben, die parallel verarbeitet werden können, nimmt daraufhin weiter zu. Das Kind kann nun immer größere Bausteine auf einmal erlesen (z.B. „Baum..rin..de“).

Mit der Zeit baut das Kind einen sogenannten „Sichtwortschatz“ auf. Dabei prägt es sich das Schriftbild von häufig vorkommenden Wörtern als Ganzes ein und kann diese nun „auf einen Blick“ erkennen (z.B. „und“, „Haus“, „warum“). Das Lesetempo steigt. Bei diesem Lernprozess dehnt sich auch die sogenannte Blickspanne aus. Während Erstleser noch jeden Buchstaben einzeln mit ihren Augen fixieren müssen, springt der Blick bei geübten Lesern mühelos innerhalb einer Zeile nach vorne – sie können Teilsätze oder sogar ganze Sätze auf einmal erfassen. Erst wenn das Lesen soweit automatisiert ist, dass es unbewusst und ohne Anstrengung abläuft, ist das Kind dazu in der Lage, dem Inhalt zu folgen. Leseanfänger benötigen hingegen noch derart viel Konzentration und geistige Kapazität für das Entschlüsseln der Buchstaben, dass sie den Inhalt des Textes noch nicht erfassen können.

Woran erkenne ich, ob die Lesegeschwindigkeit meines Kindes angemessen ist?

Für die meisten Bundesländer in Deutschland gilt die Faustregel, dass Kinder dazu in der Lage sein sollten, zum Halbjahr der ersten Klasse im Durchschnitt zwischen 25 bis 40 Wörter pro Minute laut zu erlesen (und dabei möglichst wenige Fehler zu machen), zum Halbjahr der zweiten Klasse zwischen 60 und 85 Wörter pro Minute und zum Halbjahr der dritten Klasse ca. 105 bis 120 Wörter pro Minute. Im Verlauf der vierten Klasse sollte die Schwelle von 140, besser 150 Wörtern pro Minute erreicht werden. Erst bei dieser Geschwindigkeit ist das Lesen soweit automatisiert, dass man den Text auch inhaltlich richtig verstehen kann. Wie Sie die Lesegeschwindigkeit Ihres Kindes zu Hause erfassen können, erfahren Sie hier.

Und was tun, wenn mein Kind zu langsam oder sehr angestrengt liest?

Sie ahnen bereits, was jetzt kommt: üben, üben, üben!

Wenn Kinder Schwierigkeiten mit dem Leseerwerb haben, lohnt es sich sich, sich zu Beginn einen Überblick zu verschaffen, wo das Kind steht. Dazu können Sie eine einfache Lückenanalyse durchführen. Und so gehen Sie vor:

Schreiben Sie alle Groß- und Kleinbuchstaben, die in der Schule bereits durchgenommen wurden, einzeln auf Karteikärtchen. Orientieren Sie sich dabei an der Schreibweise aus den Schulheften Ihres Kindes. Zeigen Sie Ihrem Kind jeweils ein Kärtchen und bitten Sie es, den Buchstaben so schnell wie möglich zu benennen:

Alle Buchstaben, die nicht „auf einen Blick“, d.h. innerhalb einer Sekunde richtig lautiert werden oder bei denen Ihr Kind kurz zögert, legen Sie auf einen Stapel. Sie können davon ausgehen, dass diese Buchstaben noch nicht ausreichend automatisiert sind und daher einzeln eingeübt werden sollten. Wie Sie dabei vorgehen können, erfahren Sie etwas weiter unten.

Falls Ihr Kind alle Buchstaben unmittelbar und ohne zu zögern korrekt benennen konnte, prüfen Sie als nächstes, ob Ihr Kind das Zusammenlauten bereits beherrscht: Kann es Einheiten wie Ma, Ge, Ha, Zu, En, La, Ru, De, Ein, Ver, Vor, Men, Mal, Bis, Kri usw. auf einen Blick erkennen oder liest es noch buchstabenweise vor? Falls Letzteres der Fall ist, sollten die gängigsten Lautverbindungen automatisiert werden.
Nehmen Sie sich pro Tag 10 Minuten Zeit, um mit Ihrem Kind die fehlenden Buchstaben bzw. Lautverbindungen zu trainieren. Dazu eignet sich beispielsweise das „IntraAct Plus- Programm“.

Bei diesem Programm können alle Buchstaben separat eingeübt werden. Das Kind erhält jeweils Übungsblätter, auf dem der betreffende Buchstabe mehrmals abgedruckt ist. Mit einer Schablone fährt es über die Zeilen und benennt jeweils blitzschnell den Buchstaben beziehungsweise die Farbe des dazwischenliegenden Kästchens (dies dient dazu, den Kurzzeitspeicher zu entleeren, damit der Buchstabe im Anschluss wieder neu und aufmerksam eingespeichert werden kann). Wenn der erste Buchstabe sitzt, wird der zweite eingeführt. Abwechslungsweise werden auf Übungsblättern nun beide Buchstaben geübt. Anschließend werden die beiden Übungs-Buchstaben zu einem Wort zusammengezogen und so trainiert. Dem Programm liegen wichtige Prinzipien der Gedächtnispsychologie zugrunde, sodass auch schwache Leser/innen vergleichsweise rasch Fortschritte machen können.

Sofern Ihr Kind dazu in der Lage ist, Buchstaben und die gängigsten Lautverbindungen unmittelbar zu benennen, können Sie das Training auf einfache Lesetexte ausweiten. Falls Ihr Kind im Lesen Schwierigkeiten hat, sollten Sie besonders darauf achten, es nicht unnötig zu frustrieren. Achten Sie in diesem Fall darauf, dass:

  • die Texte nicht zu schwierig sind
  • der Text leicht vergrößert ist und einen angemessenen Zeilenabstand aufweist
  • die Wörter gegebenenfalls farblich in Silben segmentiert sind

Darüber hinaus gibt es mittlerweile sehr gute Übungsprogramme, um die Leseflüssigkeit und Lesegenauigkeit zu steigern:

Beschränken Sie die Leseübungen auf 10 bis 15 Minuten pro Tag und achten Sie auf eine entspannte Atmosphäre. Oftmals bietet der Moment vor dem Einschlafen eine gute Möglichkeit, um mit dem Kind in einem ruhigen und angenehmen Umfeld zu lesen. Verschiedene Forscher/innen haben untersucht, welche Aspekte Leseübungen wirksam macht. Chard und Kollegen (2002) trugen die Befunde zusammen. Demnach profitieren Kinder davon, wenn sie:

  • ein Modell für flüssiges Lesen erhalten, dass ihnen also jemand einen Abschnitt vorliest, den sie im Anschluss selbst noch einmal vorlesen.
  • bekannte Texte mindestens dreimal in Folge lesen, bis sich eine gewisse Flüssigkeit einstellt.
  • unmittelbar Feedback erhalten, indem ihr Gegenüber ihnen das richtige Wort sofort laut vorsagt, wenn sie sich verlesen.
  • Übungstexte erhalten, bei denen sie den Großteil der Wörter richtig erlesen können. Als Faustregel gilt: Das Niveau ist dann optimal, wenn dem Kind pro Minute weniger als 5 Lesefehler (Buchstaben verwechseln, auslassen etc.) unterlaufen. Wählen Sie gegebenenfalls einen einfacheren Text, falls die Fehlerzahl höher ist.

Um die Motivation Ihres Kindes zu fördern, können Sie etwas Schwung in die Sache bringen. Wechseln Sie sich während der Leseübungen mit dem Vorlesen ab und lassen Sie Ihr Kind mit der Zeit immer größere Abschnitte vorlesen. Falls Ihr Kind noch sehr langsam und holperig liest, ist es sinnvoll, wenn Sie als Elternteil den gelesenen Abschnitt Ihres Kindes jeweils nochmals laut vortragen, damit es den Inhalt mitbekommt und der Geschichte weiter folgen kann.

Lerncoach Romeo Pfammatter, der bei uns die Weiterbildung in Lerncoaching absolviert hat, erstellt wunderbare Videos zu verschiedenen Lernmethoden. Im folgenden Clip sehen Sie mehrere Lese-Lernstrategien, die den oben genannten Punkten Rechnung tragen. Weitere Clips gibt es auf Lernavanti. Ganz besonders gefällt uns daran die zugewandte, kind- und beziehungsorientierte Haltung, die deutlich zum Ausdruck kommt. Diese ist für den Erfolg und die Motivation entscheidender als die Art der Übung.

Aktuell:

Unsere Seminare für Eltern

Unsere Tagesweiterbildungen für Fachpersonen

Unsere Bücher

Für Eltern:

Die Welt der Buchstaben ist ganz schön aufregend, besonders wenn man das ABC spielend beherrscht und endlich all die spannenden Bücher eigenständig lesen kann. Meistens sind die Kinder mit großer Begeisterung dabei, wenn es spätestens in der Grundschule um das Lesenlernen geht. Doch bis es soweit ist, müssen die Kids fleißig trainieren, denn Übung macht bekanntlich den (Lese-)Meister! Doch wie gelingt das Lesen-Lernen am besten? Und was sollten Eltern beachten, damit das Lesenlernen auch problemlos gelingt? In unserem Ratgeber haben wir die wichtigsten Aspekte rund um das Thema Lesenlernen für Sie zusammengestellt. Unterstützt hat uns dabei unsere Expertin Julia Hacker, die bereits seit vielen Jahren als Buchhändlerin tätig ist.

Schritt für Schritt zum Leseschatz

Natürlich geht das mit dem Lesen-Lernen nicht gleich ruck-zuck. Denn das Lesen ist ein langwieriger Prozess, der mehrere Phasen durchläuft und vor allem das Ergebnis von viel Fleiß, Einsatz und Lese-Training ist. Beim Lesenlernen werden die Kinder zunächst spielerisch mit den Laut-Buchstaben-Verbindungen unserer Sprache vertraut gemacht. Dies passiert in der Regel zwischen dem 5. und 6. Lebensjahr, wenn der Spracherwerb weitgehend abgeschlossen ist. Auch wenn die meisten Kinder jetzt ihre Muttersprache recht sicher beherrschen, heißt dies noch lange nicht, dass sie schon bei der Einschulung fließend Lesen müssen! In der Grund- und Vorschule lernen die Kids mit Hilfe von lustigen Übungen, Liedern und Reimen die einzelnen Buchstaben des ABCs zu entziffern und ihnen unterschiedliche Laute zuzuordnen. Ganz allmählich werden so die geheimnisvollen Schriftzeichen entschlüsselt, wobei die verschiedenen Buchstaben mit den entsprechenden Lauten versehen werden. Egal ob beim lauten Vorlesen in der Schule oder beim stillen Lesen im Kinderzimmer – im Kopf werden die gelesenen Wörter von nun an auch „erhört“.

Schon früh fördern Bücher die Entwicklung des Kindes

Laute helfen beim Lesen-Lernen

In einem weiteren Schritt wird dieses Lese-Verfahren ausgedehnt, so dass ganze Lautfolgen wie Silben und schließlich Wörter erfasst und in den Wort- und Leseschatz der Kinder mit aufgenommen werden. Diesen Buchstabenfolgen wird nun über ihren Klang eine Bedeutung verliehen, so dass später daraus ganz automatisch „Lese-Regeln“ abgeleitet werden können. Genau wie bei einer Übersetzung werden in dieser Lese-Lern-Phase die unterschiedlichen Buchstabensequenzen der Lese-Texte in Lautfolgen übersetzt.

Besonders beim Erlesen neuer Wörter ist diese Lautfolge-Übersetzung sehr hilfreich. Dabei werden neue mit schon bekannten Buchstabenfolgen verglichen und anschließend daraus abgeleitet. Dem neuen Wort kann nämlich aus dem Gedächtnis heraus ein Klang und somit eine Bedeutung zugewiesen werden. Aber aufgepasst: da unsere Lese-Texte nicht in der reinen Lautschrift geschrieben werden, klingen manche erlesenen Wörter ein wenig anders, als sie im Buch geschrieben stehen. Für die richtige Aussprache muss daher beim Lesen sehr häufig nachgebessert werden. Deshalb ist gerade bei Lese-Anfängern das laute Vorlesen so wichtig. Nur so können die kleinen Leser den richtigen Klang der Worte erlernen.

Auch die richtige Aussprache beim Lesen spielt eine entscheidende Rolle

Übung macht den Lese-Meister!

Nachdem Klang und die richtige Aussprache erfasst sind, werden auch das Verständnis und die Sinngebung trainiert. Mit der Zeit werden die Kinder immer sicherer, so dass nicht nur einzelne Wörter, sondern auch ganze Sätze und Texte entschlüsselt werden. Die einzelnen Textbausteine ergeben einen Sinn und das Lese-Abenteuer beginnt: Worte werden zu Bildern und die Lese-Texte somit zum Leben erweckt.

Für das fehlerfreie Lesen sind ein ausreichender Wortschatz sowie das Erkennen von sprachlichen Strukturen unbedingt notwendig. Denn mit wachsender Leseerfahrung eignen sich die Kinder eine gewisse Leseerwartung an, das heißt sie entwickeln ein Gespür dafür, wie einzelne Wörter gelesen und ausgesprochen werden. Somit können neue Texte von Anfang an „richtig“ erkannt, entschlüsselt und ausgesprochen werden. Diese Leseerwartung erweitert sich durch das Lesetraining immer mehr, so dass auch grammatische Besonderheiten und gängige Satzbau-Strukturen unserer Sprache ganz automatisch übernommen werden. Auch der Lesekontext spielt eine gewisse Rolle beim Lesen, wobei Illustrationen und Bilder aber auch vorhergehende und nachfolgende Sätze beim Verstehen helfen.

Früh übt sich – angefangen beim gemeinsamen Lesen

Übrigens!
Auf die Plätze, fertig… Vorlesen! Um die Lesekompetenz Ihres Kindes schon früh zu fördern, sollten Eltern für jedes Alter das passende Buch parat haben. Angefangen mit einem bunten Bilderbuch bis hin zu den spannenden Lesebüchern können Sie zusammen mit Ihrem Bücherwurm in die spannende Welt der Kinderbücher eintauchen! Das gemeinsame Lesen ist dabei auch ein wunderbares Einschlafritual!

Unsere Lese-Tipps – So klappt’s mit dem Lesenlernen

Einige Kinder können bereits in der Vorschule ein bisschen lesen. Doch bei manchen Kindern dauert der Leselern-Prozess ein wenig länger. Während einige zu langsam lesen, können andere Kinder besonders lange Wörter mit sehr vielen Buchstaben nicht entziffern. Und wieder andere haben Probleme damit, dem gelesenen Text eine Bedeutung zukommen zu lassen und verlieren deshalb den Spaß am eigenständigen Lesen. Doch all dies ist noch lange kein Grund zur Sorge! Denn viele Verzögerungen im Leselern-Prozess lassen sich durch einfache und effektive Methoden ganz schnell beheben. Dabei ist es besonders wichtig, dass Ihr Kind beim Lesenlernen tatkräftig von Ihnen unterstützt wird. Mit den folgenden 10 Tipps wird das Lesen bald kein Problem mehr sein und Ihr Kind wird im Nu zum kleinen Lesemeister.

Wenn das Lesen dem Spielen gleichgesetzt wird

Motivation ist das A und O

Motivation ist der Schlüssel zum Lernerfolg, das wissen Sie doch selbst am besten! Daher ist es ganz wichtig, dass die Begeisterung der Kleinen für das Lesen gestärkt wird. Denn nur, wenn das Interesse am Lernen und Lesen von spannenden Geschichten bestehen bleibt, kann Ihr Kind sich mit Feuereifer die Welt der Buchstaben erschließen. Daher wählen Sie für die Übungen Texte und Themen aus, die für Ihr Kind interessant sind. Mädchen lernen sehr gerne mit den zauberhaften Übungsheften von Prinzessin Lillifee, während Jungen sich mit großer Begeisterung die piratenstarken Abenteuer von Capt`n Sharky erlesen.

Lob für die (Lese-)Meisterleistung

Jeder wird gerne gelobt, dies gilt vor allem auch für kleine Leseanfänger. Ein spontanes „Prima, toll gemacht!” oder „Klasse“ von Mama und Papa ist ein enormer Ansporn und stärkt das Selbstvertrauen. Als Leselern-Helfer loben Sie große und vor allem auch kleine Lern-Erfolge. Für besonders große Fortschritte können die angehenden Lese-Profis auch mal mit Sternchen-Stickern belohnt werden. Herausragende Lese-Leistungen können durchaus auch mit gemeinsamer Spielzeit oder auch mal mit einem kleinen Geschenk ausgezeichnet werden.

Spielend Lernen ohne Druck

Die meisten Kinder wollen lieber spielen als lernen. Warum also nicht beides miteinander verbinden? Denn mit Druck kommen Sie bei den Kids sowieso nicht weit! Das Leselern-Buch kann dabei auch ruhig mal beiseite gelegt werden. Zur Abwechslung können die schwierigen Wörter nämlich auch zusammen gesprochen, gesungen oder geklatscht werden. Beim Buchstabieren und Silbentrennen kann auch prima ein Ball zu Hilfe genommen werden. Dieser wird bei den Übungen zwischen Ihnen und Ihrem Kind hin- und hergeworfen. Durch diese Übung begreift Ihr Kind die Silbentrennung im Nu.

Regelmäßige Lerneinheiten mit kleinen Lernzielen

Noch ist kein (Lese-)Meister vom Himmel gefallen! Fehlerlos lesen können die Kinder erst nach einiger Zeit. Der Lese- und Schreiberwerb umfasst die beiden ersten Schuljahre in der Grundschule, daher haben Sie Geduld mit Ihrem Leseanfänger. Verlangen Sie nicht zu viel von Ihrem Kind, sondern lehren Sie in kleinen Schritten. Ist der gewählte Übungstext noch zu schwer, legen Sie ihn für später zurück. Denn regelmäßige Lerneinheiten bringen mehr als große Lernsprünge. Richten Sie sich bei den Themen der Übungstexte am besten nach den Vorlieben des Kindes.

In nur 15 Minuten zum Lesemeister!

Übung macht bekanntlich den Meister. Jedoch sollte das Lesenlernen auch nicht übertrieben werden. Studien belegen, dass kurze Lerneinheiten von 15 Minuten oft mehr Erfolg haben als stundenlanges Büffeln. Besonders wenn das Lesen Ihrem Kind noch einige Schwierigkeiten bereitet, sollten die Übungsphasen kurz sein aber regelmäßig in entspannter Atmosphäre abgehalten werden.

Eine entspannte Atmosphäre ist förderlich beim Lesenlernen

Auf den richtigen Ton kommt es an

Als Eltern wollen Sie Ihren Leseanfänger natürlich tatkräftig unterstützen. Doch auch beim gemeinsamen Lernen gibt es einiges zu beachten. Denn ein vorwurfsvoller Ton oder ein strenger Blick können dazu führen, dass Ihr Kind trotz allen Bemühungen den Spaß am Lesen verliert. Besser, Sie machen Ihr Kind behutsam auf den Fehler aufmerksam. Auch sollten Sie Ihr Kind darauf hinweisen, dass es nicht so schlimm ist, wenn sich mal ein Fehler einschleicht. Denn aus Fehlern lernt man bekanntlich am besten. Ganz wichtig: Wird der Lesefehler selbstständig bemerkt, loben Sie Ihr Kind besonders. Denn dies ist ein Fortschritt und zeigt, dass das Kind beim Lesen den Sinn im Auge behält

Lese-Abenteuer in ruhiger Atmosphäre

Nicht nur auf den Übungstext, sondern auch auf die Atmosphäre kommt es beim Lesenlernen an. Wählen Sie einen ruhigen Ort aus, an dem Ihr Kind nicht so leicht von Geräuschen oder Gegenständen abgelenkt werden kann. Denn eine ruhige Atmosphäre wirkt sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit Ihres Leseschülers aus.

Gemeinsames Lesen macht Freude

Viele Kinder lesen nicht gerne allein. Am besten Sie erlesen sich daher gemeinsam eine spannende Geschichte. Spielerische Lesevariationen und kleine Rollenspiele helfen zudem, die Kids für das Leseabenteuer zu motivieren. Oder Sie lesen halbe-halbe: Beginnen Sie beispielsweise damit, eine Geschichte vorzulesen. Im nächsten Absatz übernimmt Ihr Kind die Vorleserolle. Auch können Sie gemeinsam mit Ihrem Kind lesen, sozusagen „im Chor“. Im Flüsterton oder auch mal ein bisschen lauter – beim Lesen ist alles erlaubt!

Lustige Lesehilfen erlaubt

Beim Lesenlernen darf ein wenig geschummelt werden. Manchen Kindern bereitet der Sprung von einer Zeile in die nächste besonders viele Schwierigkeiten. Hierbei kann ein selbst gebastelter Lesepfeil aus Pappe prima helfen. Beim Lesen wird der bunt bemalte und beklebte Pfeil mit der Spitze nach rechts unter der Zeile angelegt. Ist die Zeile fertig gelesen, rückt er eine Zeile nach unten. So klappt der schwierige Zeilensprung im Nu!

Im Schneckentempo zum Lese-Profi

Viele leseschwache Kinder lesen viel zu schnell. Bei einem zu schnellen Lesetempo werden dann einzelne Wortteile überlesen und sogar ganze Wörter einfach ausgelassen. Doch gerade beim Lesen ist weniger mehr. Denn am Anfang ist es wichtiger, die Worte richtig zu erfassen als den Text im flotten Tempo unvollständig vorzulesen. Daher noch einmal zurück zum Anfang, um den Übungstext diesmal ein wenig langsamer vorzutragen!

Die aufregende Welt der Buchstaben

Zwei Mitarbeiterinnen der Buchhandlung Hacker & Presting schauen lächelnd in die Kamera. Im Hintergrund sind große Bücherregale zu sehen.
Julia Hacker von der Buchhandlung Hacker & Presting im exklusiven Interview.

Lesenlernen ist nicht nur ein spannendes Abenteuer, sondern auch eine geistige Höchstleistung. Denn Lesen gehört neben dem Schreiben zu den grundlegenden Fertigkeiten, die unsere Kinder im Grundschulalter erlernen müssen. Spätestens in der ersten Klasse werden die geheimnisvollen Buchstabenfolgen entziffert und zu spannenden Leseabenteuern. Doch wie wird das Lesenlernen zu einem echten Kinderspiel? Und wie können Sie die kleinen ABC-Schützen erfolgreich beim Lesen unterstützen? Dies und vieles mehr erfahren Sie von unserer Expertin, der Buchhändlerin Julia Hacker, von der Buchhandlung Hacker & Presting.

1. Welche Lesehilfen für die kleinen ABC-Schützen können Sie besonders empfehlen?

Am besten sind spannende Lesegeschichten in großer Schrift. Verschiedene Verlage bieten hierbei aufregende Lesebücher für Leseanfänger an, wie beispielsweise der Tulipan Verlag aus Berlin. In der Reihe Erst ich ein Stück, dann du. Gemeinsam lesen gibt es anschauliche Lesegeschichten für Leseanfänger und Fortgeschrittene. Auch Comics helfen prima beim Lesenlernen – sie verbinden nämlich hervorragend bunte Bilder mit lustigen Geschichten, die die Lust am Lesen wecken.

2. Mein Kind will nicht lesen – was können Eltern tun, damit die Leselust der Kids geweckt wird?

Ein guter Tipp sind Hörbücher! Denn beim Hören werden die Figuren den Kids zunächst über das Vorlesen vorgestellt. Die meisten Kinder wollen dann mehr erfahren. In den passenden Lesebüchern zum Hörbuch können sie sich dann über eigenständiges Lesen weitere Geschichten erschließen. Generell sind alle Kinder von humorvollen und spannenden Büchern begeistert, in denen Witz und bunte Bilder miteinander verknüpft werden. Auch Lernerfolge sind beim Lesenlernen sehr wichtig: die Kinder sind sehr stolz, wenn sie eine Seite fertiggelesen haben und umblättern können.

3. Gibt es Unterschiede im Leseverhalten von Jungen und Mädchen?

Jungen sind meistens ein wenig schwieriger zu motivieren! Aber coole Themen und Comics machen auch den Jungs viel Lust aufs Lesen. Sehr zu empfehlen sind vor allem die Abenteuer von „Cowboy Klaus“ von aus der Reihe Tulipan ABC. Auch aufregende Sachbücher über Ritter und Piraten werden von Jungen gerne gelesen. Die Verknüpfung von Bild, Anschauung und Wissen ist hierbei besonders spannend, wie zum Beispiel „Der kleine Drache Kokusnuss“ aus der Reihe Erst ich ein Stück, dann du. Gemeinsam lesen. Mädchen sind eher von Lesebüchern begeistert, die die klassischen Mädchenthemen wie Tiere und Familie aufgreifen. Ein Klassiker sind dabei die Geschichten von „Ich und meine Schwester Klara“ oder aber die Lesereihe Sonne Mond und Sterne für Erstleser aus dem Oetinger Verlag.

Lesen lernen: Die besten Tipps wie Sie Ihr Kind dabei optimal fördern

Machen Sie Ihr Kind jeden Tag neugierig aufs Lesen lernen!

Wer von klein auf vorgelesen bekommt und mit interessanten, spannenden Büchern aufwächst, der entwickelt auch den Wunsch, selber lesen zu können. Schon Einjährige lieben es, Bilderbücher anzusehen. Sie können oft gar nicht genug davon haben und genießen es, daraus erzählt zu bekommen. Im Laufe der Jahre entdecken sie dann auch den Sinn der Schrift, und schnell wollen sie Lesen lernen und selbst entziffern, was dort steht. Damit die Motivation und das Interesse am Lesen lernen bestehen bleiben, verrate ich Ihnen hier bewährte Lerntipps zum Fach Deutsch für Leseanfänger und lese­schwa­che Kinder.

Tipps zum Lesen lernen

1. Lesen Sie täglich gemeinsam mit Ihrem Kind

Es ist eine Binsenweisheit: Lesen lernen kann man nur durch lesen. Je regelmäßiger Sie gemeinsam mit Ihrem Kind lesen, desto schneller und besser wird Ihr Kind Lesen lernen. Aber auf keinen Fall darf der Spaß daran verloren gehen. Kurze Leseeinheiten von 10 Minuten, bei denen man sich gemütlich auf dem Sofa aneinander kuschelt, können eine Oase im Alltagsstress sein. Dabei liest Ihr Kind nur so viel, wie es möchte. Sie werden sehen, dass es mit der Zeit immer mutiger wird und immer längere Texte bewältigt. So kann es Schritt für Schritt Lesen lernen.

2. Lesen Sie mit der ganzen Familie

Beim Lesen lernen muss auch niemand alleine sein. Schaffen Sie eine gemütliche Leseecke, in der das gemeinsame Schmökern zum Erlebnis werden kann. An einem verregneten Samstagnachmittag bleibt vielleicht der Fernseher mal aus, und die ganze Familie schnappt sich bei Tee und Plätzchen ihren Lesestoff. Oder Sie lesen abwechselnd eine Geschichte mit verteilten Rollen vor. Bitte achten Sie aber darauf, dass Lesen lernen niemals zum Zwang wird und immer freiwillig geschieht. Lesen darf keine Strafe sein und auch kein Muss, damit die Liebe zu Geschichten nicht verloren geht.

3. Teilen Sie sich mit

Lassen Sie Ihr Kind unbedingt an Ihren eigenen Leseerlebnissen teilnehmen. Lesen Sie ihm aus der Tageszeitung vor, informieren Sie über Produktaufschriften, sehen Sie sich Kataloge an, betrachten Sie gemeinsam Werbeplakate in der Stadt oder erklären Sie ihm den Busfahrplan. Schrift findet sich überall. Auch wenn Sie gerade einen besonders spannenden Krimi lesen, können Sie diese Erfahrung Ihrem Kind weitergeben und so mit ihm Lesen lernen.

4. Nehmen Sie den Faden auf

Ihr Kind liest Geschichten über Zauberer und Magie? Vertiefen Sie das Thema und besuchen Sie eine Zauberervorstellung oder lernen Sie gemeinsam einige leichte Tricks, die im Rahmen eines Familientreffens vorgeführt werden können. Bei Rittergeschichten bietet sich der Besuch eines Mittelaltermarktes an, und Bücher über Roboter und Computer sind ein guter Anlass zum Besuch eines Technik­museums. Aber auch umgekehrt funktioniert das: Nach einem Spaziergang können Sie die gesammelten Blätter im Naturbuch mit Ihrem Kind nachschlagen und so spielend Lesen lernen.

5. Schenken Sie ab und zu ein Buch

Auch wenn sie nicht gleich gelesen werden, können Bücher auf einem schönen Regal im Kinderzimmer ein angenehmer Blickfang sein. Früher oder später greift Ihr Kind vielleicht doch freiwillig danach und kann so Lesen lernen. Schenken Sie also ab und zu ein Buch, auch wenn Ihr Kind nicht immer in Jubelrufe ausbricht. Irgendwann ergibt sich bestimmt die Gelegenheit, genau dieses Buch aus dem Regal zu ziehen und sich in seinen Inhalt zu vertiefen. Spätestens wenn ein krankes Kind sich den Tag über im Bett langweilt, sollte ein schönes Buch zur Hand sein, um es abzulenken. Nebenbei kann es so Lesen lernen.

6. Stöbern und schmökern Sie

Bücher haben etwas Geheimnisvolles und Unerforschtes. Besuchen Sie mit Ihrem Kind Flohmärkte und stöbern Sie dort in den Auslagen nach tollen Büchern. Betreten Sie Büchereien und durchwühlen Sie Bücherkisten nach verborgenen Schätzen. Gehen Sie mit Ihrem Kind mal in ein Antiquariat und lassen sich dort die Geschichte von einigen Büchern erzählen. Und bestimmt ist es ein besonderes Erlebnis, einen Comicladen gründlich unter die Lupe zu nehmen. Je mehr spannende und interessante Kontakte Ihr Kind mit Büchern hat, desto stärker wächst sein Interesse daran und so besser kann es Lesen lernen. Fragen Sie Ihr Kind um Rat, welches Buch der Opa zu Weihnachten bekommen soll, und über­lassen Sie ihm die Entscheidung.

So lernen auch leseschwache Kinder lesen

Manchen Kindern fällt das Lesen schwerer als anderen. Um sie zu motivieren, braucht es oft mehr als einen schönen Bucheinband oder ein spannendes Thema. Trotz einer Lese­schwäche gibt es kaum ein Kind, das nicht früher oder später lesen lernt. Damit dies jedoch einfacher, besser und schneller gelingt, sollten Sie folgende Tipps beachten. Schon bald wird Ihr Kind sehr viel besser lesen als vorher.

Besondere Tipps für Leseanfänger oder schwache Leser

  • Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind in der Bücherei oder in einer Buchhandlung interessanten Lesestoff. Ihr Kind entscheidet, was es lesen möchte, nicht Sie. Auf vielen Büchern für Leseanfänger ist notiert, für welches Alter sie geeignet sind.
  • Das optimale Buch sollte viele Bilder und gerade so viel Text enthalten, wie Ihr Kind bewältigen kann. Lieber eine zu niedrige Lesestufe wählen als eine zu hohe.
  • Druckschrift ist leichter zu lesen als Schreibschrift, und die Buchstaben dürfen nicht zu klein sein. Für schwache Leser sollte wenig Text auf einer Seite sein.
  • Orientieren Sie sich immer am Können und am Interesse Ihres Kindes, damit es seine Motivation nicht verliert.
  • Durch Flattersatz wird das Interesse am Fortgang der Geschichte aufrecht erhalten. (Flattersatz bedeutet, dass jede Zeile auch einen Sinnzusammenhang enthält, also in sich sinnvoll abgeschlossen ist. Der Flattersatz vereinfacht das sinnentnehmende Lesen für die Kinder und ist in vielen Kinderbüchern schon als Standard zu finden.)
  • Mit dem Leselineal oder dem Lesepfeil bzw. Lesefenster gelingt es den Kindern besser, in der jeweiligen Zeile zu bleiben und nicht mit den Augen zu verrutschen. Das Leselineal deckt dabei die unteren Zeilen ab, der Lesepfeil oder das Lesefenster deckt zusätzlich noch die folgenden Wörter ab, und ermöglicht so die volle Konzentration auf das gerade zu lesende Wort. Lesepfeile gibt es im Buchhandel, sie können aber auch ganz einfach selber gebastelt werden.
  • Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass manche Kinder besser lesen, wenn der Farbkontrast zwischen Schrift und Blatt nicht schwarz/weiß sondern mit anderen Farben gestaltet ist. Um dies zu erreichen, gibt es verschiedenfarbige Lesefolien, die einfach über den zu lesenden Text gelegt werden. Ähnliches wird auch mit bunten Brillengläsern erreicht. Für den Anfang reicht es aus, wenn Sie sich blaue, rote, gelbe und grüne Folien im Geschäft für Bastelbedarf besorgen. Stellt sich heraus, dass Ihr Kind mit diesen Folien sehr viel besser liest, sollten Sie mit
    einem Augenarzt sprechen und eventuell farbige Brillen­gläser ausprobieren.
  • Lesen Sie im Team. Manche Kinder haben Angst davor, einen Text allein vorzulesen, weil sie befürchten, über schwierige Passagen zu stolpern. Anstatt es zu versuchen, fangen sie gar nicht erst an. Hilfe bietet das so genannte Paired Reading (abwechselndes, begleitendes Lesen).
    Dabei liest das Kind einen Text so lange vor, bis es stockt. In diesem Moment übernimmt der leise mitlesende
    Erwachsene, und so wird die entstandene Lesehürde gemeinsam fließend genommen. Ist die holperige Stelle überwunden, liest das Kind wieder alleine weiter.

Tolle Bücher für Kids

Um ansprechende Bücher für Ihr Kind zu finden, sollten Sie seine Interessen kennen und akzeptieren. Schaut es gerne Fernsehen? Dann finden Sie doch einmal heraus, ob es zu den beliebten Serien eventuell auch eine Buchreihe gibt. Oder haben Sie einen PC-Freak zu Hause? Auch zu vielen Computer- oder Konsolenspielen gibt es inzwischen entsprechende Bücher oder Comics. Ihre Tochter liebt Pferde? Wie wäre es,

ihr zum Geburtstag ein Zeitungsabonnement für eine Pferdezeitschrift zu schenken? Solch eine Lektüre macht den Einstieg ins Lesen leichter, und schließlich geht es genau darum, das Lesen nicht als Anstrengung zu empfinden. Kinder lernen das Lesen nicht wegen des Lesens, sondern weil sie wissen möchten, welche Geschichte ein Buch erzählt.

Lust aufs Lesen machen zum Beispiel folgende Bücher

Lesen ab 6 Jahren:

  • Lesedetektive (Leseförderung mit System ab 6 Jahre): Spannende und unterhaltsame Lesebücher für Anfänger und fortgeschrittene Leser. Übersichtlicher Seitenaufbau, große Druckschrift, schöne Zeichnungen und Leseverständnisfragen (Duden Verlag; z. B. Emil und der neue
    Tacho, Nuri und die Ziegenfüße, Anna und der geheimnisvolle Schlüssel).
  • „Leserabe“ Bücher: Nick Nase auf der Saurierspur (der Detektiv Nick Nase macht sich mit seinem Hund Schnuffel auf die Suche nach einer verschwundenen Stegosaurusbriefmarke; am Ende gibt es Fragen zur Geschichte und wenn man die weiß, kriegt man ein Lösungswort heraus), Meisterdetektiv Benjamin Katz und der Pirat im Gemüsebeet, Ätze das Tintenmonster (Ravensburger Verlag).

Lesen ab 8 Jahren:

  • Ursel Scheffler: Kommissar Kugelblitz, Ratekrimis: Für Kinderkrimifans super, bieten diese Bücher auch noch eine Folie, mit der man im Laufe des Buches geheime Botschaften sichtbar machen kann, was den Spaß am Lesen deutlich erhöht (Egmont Franz Schneider Verlag).
  • „Entscheide selbst“ sind Bücher, die nicht von vorne nach hinten gelesen werden. Im Text gibt es ständig Passagen, bei denen der Leser über den Fortgang der Geschichte selbst entscheiden kann (z. B. Die Insel der 1000 Gefahren, Ravensburger Verlag).

Lesen ab 9 Jahren:

  • Kjersti Wold: Fußballgötter fallen nicht vom Himmel, Fußballgötter schießen nicht daneben und Fußballgötter kann nichts schrecken. Geschichten über einen zu klein geratenen Jungen, der davon träumt, Fußballer zu werden (Carlsen Verlag).

Mein Tippp: Wenn Sie unsicher sind, welches Buch Ihrem Kind gefallen könnte, schauen Sie doch einmal auf der Internetseite www.stiftung-lesen.de nach. Sie finden hier lehrreiche Sachtitel, Vorlese-Bücher für Kleinkinder sowie spannende Romane für Schüler und Schülerinnen. Speziell für 8- bis 12-jährige empfiehlt Monika Osberghaus: Was soll ich denn lesen? 50 beste Kinderbücher, dtv 2003).

Wie gelingt das Lesenlernen mit der Silbenmethode und ABC der Tiere? Ganz einfach: ABC der Tiere setzt von Anfang an auf die Silbe. Die Silben werden als Ganzheit eingeführt und in vielfältigen Übungsformen beim Lesen und Schreiben automatisiert.

Im Video demonstriert die 6-jährige Maris, die in Baden-Württemberg seit dem 21. September in die erste Klasse geht, diese Übungen. Sie bearbeitet die Standardaufgaben aus dem Arbeitsheft und dem Schreiblehrgang und liest aus der Silbenfibel. Die Aufnahmen wurden Ende Oktober gedreht. Nach nur 5½ Wochen liest das Mädchen erste Silben bereits problemlos.

Es fällt ihr, im Gegensatz zu vielen anderen Kindern im Anfangsunterricht, nicht schwer, zwei Buchstaben im Zusammenhang zu nutzen. Maris liest nicht lautierend und versteht daher den Sinn.

Das flüssige Lesen wird durch die täglichen Übungen erzielt, nicht durch das zähe Zusammenziehen der Buchstaben. Die Automatisierung des ganzheitlichen Lesens der Silben erleichtert Maris – und allen Kindern – den Lesestart.

Die Silbenschule in der Silbenfibel:

  • Silbenteppiche/Silbenreihen: Die ersten Leseerfahrungen machen die Kinder mit Silbenreihen. Die Minisilben aus Vokal und Konsonant werden nur in Koartikulation gelesen. Sie werden automatisiert und nicht über die Synthese erfasst.
  • kurze Wort-Bild-Sätze: Nachdem die Kinder die Silbenreihen flüssig lesen können, werden die Wort-Bild-Sätze, erste sinntragende Sätze, angeboten.
  • Lesen von Schlüsselwörtern

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