Kind kratzt sich am po

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Madenwürmer im Darm: Mit dem Kratzen am Po beginnt ein Teufelskreis

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Es juckt und juckt. Im Po zwickt es so sehr, dass man kaum einschlafen kann. Dann kann es sein, dass man sich mit Madenwürmern angesteckt hat. Das sind winzige Würmer, die im Darm von Menschen leben. „Die Würmer ernähren sich von den Nahrungsbestandteilen im Darm“, erklärt Ralf Bialek. Er ist Kinderarzt und Experte für Madenwürmer. Doch wie kommen die Krabbeltiere überhaupt in den Darm?

Madenwürmer legen Eier. Die Eier sind so klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht sieht. Sie können zum Beispiel über die Hände in den Mund gelangen. Verschluckt ein Mensch diese Eier, entwickeln sich daraus im Darm innerhalb von zwei Wochen ausgewachsene Würmer. Die Wurm-Weibchen und die Wurm-Männchen paaren sich dann.

Die Weibchen krabbeln im Anschluss den ganzen Darm entlang bis zum Po-Loch. An der Haut rund um das Loch legen sie Tausende klebrige Eier ab. Wenn die Würmer aus dem Po krabbeln und die Eier ablegen, kann das schrecklich jucken – vor allem nachts. „Es gibt Kinder, die merken, dass irgendetwas im Po ist und dann davon aufwachen“, sagt der Experte Ralf Bialek.

Was man nicht tun sollte

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Das Problem ist: Wenn es am Po juckt, kratzen sich viele dort. Dadurch gelangen Wurm-Eier an die Hände und unter die Fingernägel. Kommt man dann mit den Händen an den Mund, kann es passieren, dass man wieder Eier verschluckt. Manche fassen auch einen Gegenstand an und schmieren die Wurm-Eier daran ab – ohne es zu wissen. Wenn jemand anderes den Gegenstand berührt, kann er sich mit den Eiern anstecken.

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Ärzte können auf verschiedene Art und Weise feststellen, ob jemand Madenwürmer hat. Manchmal kann man die Würmer dabei beobachten, wie sie aus dem Po-Loch krabbeln. Oder man kann sie im Kot sehen.

Der Fachmann empfiehlt außerdem einen ganz besonderen Trick: „Am besten ist es, wenn man einen durchsichtigen Klebestreifen kurz auf die Haut um das Po-Loch klebt und dann wieder abreißt.“ Dann bleiben die Eier auf dem Klebestreifen kleben. Und man kann sie unter dem Mikroskop anschauen.

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Madenwürmer können keine gefährlichen Krankheiten auslösen. „Sie sind an sich harmlos“, sagt der Experte. Deshalb ist es auch nicht schlimm, wenn man sich mal damit ansteckt. Nur der juckende Po nervt.

Wer Madenwürmer hat, sollte trotzdem ein Medikament dagegen nehmen. Außerdem ist wichtig: Alle Sachen gut waschen, an denen Wurm-Eier sein könnten. Also Unterhose, Handtuch, Schlafanzug, Bettwäsche – und natürlich die Hände. Hilfe gibt es unter www.kindergesundheit-info.de ; www.kinderäerzte-im-netz.de

Juckreiz am Po kommt öfter vor, als du vermutlich denkst, doch niemand spricht darüber. Zu groß ist die Scham, was alles rund um die Rosette betrifft. Wir verraten dir, was du tun kannst, wenn der After juckt und welche Gründe es dafür geben kann.

Juckreiz am Po durch übertriebene Hygiene

Es klingt paradox, aber eine der häufigsten Ursachen eines juckenden Afters ist übertriebene Hygiene. Wer aggressive Seife, feuchtes Toilettenpapier und Klopapier mit Duftstoffen verwendet, reizt die empfindliche Haut um die Rosette und zerstört ihre natürliche Schutzbarriere.

Mangelnde Sauberkeit kann den After reizen

Doch natürlich ist es nicht nur übertriebenes Waschen, das für den lästigen Juckreiz am Po verantwortlich sein kann. Auch Fäkalreste, die durch pupsen oder Durchfall den Weg zum After finden, können die Hautreizung auslösen. Vor allem in Zusammenhang mit Schweiß kann es schnell zum unerträglichen Juckreiz kommen.

Juckender Intimbereich: Es muss nicht immer eine Infektion sein

Sensibler Popo

Die Haut ist in der Pofalte besonders sensibel, da dort viele Nervenzellen sitzen. Das ist beim Analsex zwar von Vorteil, kann aber bei Hautirritationen zum Problem werden kann. Das Jucken wird unertäglich und Betroffene, wollen nur noch die betroffene Stelle kratzen, wer dem Drang nachgibt, verschlimmert die Symptome und das Jucken verwandelt sich in ein Brennen.

So kannst du Afterjucken vorbeugen

  • Als vorbeugende Maßnahme gilt: Wasche deine Pofalte bestenfalls nur mit Wasser.
  • Wenn dir eine Reinigung nur mit Wasser nicht ausreicht, um dich sauber zu fühlen, verwende ein mildes, leicht saures Waschgel ohne Seife. Wichtig: Immer gründlich abspülen, damit keine Seifenreste in der empfindlichen Pofalte hängen bleiben.
  • Verzichte auf feuchtes Toilettenpapier und Klopapier mit künstlichen Duftstoffen.
  • Benutze weiches Toilettenpapier und achte darauf, das Poloch sanft vom Stuhl zu beseitigen und nicht trocken zu rubbeln.
  • Verwende Slips aus atmungsaktiver Baumwolle statt synthetischer Unterhosen.
  • Meide Nahrungsmittel, die in Verdacht stehen, Afterjucken auszulösen. Dazu zählen: Zu scharfe, zu salzige oder zu süße Speisen, Zitrusfrüchte, koffeinhaltige Getränke und Alkohol.

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Hausmittel gegen Juckreiz am Po

  • Als Hausmittel gegen eine gereizte Rosette hilft ein Sitzbad mit Eichenrinde. Dieses darf jedoch nur höchstens dreimal die Woche angewendet werden.
  • Auch ein Beutel Schwarzer Tee gilt als natürlicher Helfer bei Juckreiz. Den Beutel einfach abkühlen lassen und auf die betroffene Stelle legen.
  • Kompressen mit Zaubernuss (Hamamelis) sind ebenfalls ein bewährtes Hausmittel gegen Afterjucken. Sie können mehrmals am Tag auf die betroffene Region gelegt werden. Zunächst kann eine Behandlung mit Zaubernuss etwas brennen. Das lässt mit der Zeit aber nach.

Medikamente gegen Afterjucken

Eine Zinksalbe kann überschüssige Feuchtigkeit binden. Nur im Notfall darf eine Cortisoncreme angewendet werden. Da Cortison der Haut auf Dauer eher schadet als nützt, darf das Medikament höchstens drei Tage verwendet werden.

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Auch Krankeiten können den Juckreiz am After auslösen

Wenn der Juckreiz am Po länger anhält, solltest du einen Proktologen zurate ziehen, denn der ist auf Beschwerden im Analbereich spezialisiert. Hinter der Hautreizung an der Rosette können nämlich auch folgende Krankheiten stehen:

  • allergische Reaktionen auf Lebensmittel
  • Hämorrhoiden
  • lang anhaltender Durchfall
  • Hautkrankheiten
  • Bakterien -und Pilzinfektionen
  • Herpes
  • Parasiten
  • Morbus Crohn

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Nächtliches Jucken am Po: Können Würmer dahinter stecken?

Ja. Und zwar Madenwürmer. Gerade bei Kindern kommt dieser Parasit relativ häufig vor. Der Madenwurm ist zwar unterm Strich eher harmlos und bleibt oft sogar völlig unbemerkt. Er kann aber auch lästige Symptome verursachen.

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Dazu gehört insbesondere Jucken am Po. Vor allem nachts. Denn dann wandern die Weibchen der Würmer zum After, um dort ihre Eier abzulegen. Klingt eklig, aber wenn man sich überlegt, dass weltweit etwa jeder Zweite irgendwann in seinem Leben Madenwürmer beherbergt (meistens im Kindesalter), relativiert sich das. Wobei die Häufigkeit in Entwicklungsländern doch deutlich höher ist. Denn die Infektion mit Madenwürmern entsteht vor allem durch mangelnde Hygiene. Konkret meist dadurch, dass Kinder mit Madenwürmern in Kontakt kommen und sich später die Hand in den Mund stecken.

Im Zweifel auch einen Blick auf den Stuhl werfen

Wenn Ihr Kind vor allem nachts über Juckreiz am Po klagt oder Sie feststellen, dass es sich im Bett ständig am Po kratzt, sollten Sie nicht nur einen prüfenden Blick auf das Hinterteil werfen (Ekzeme?, Hautrötungen?), sondern auch auf den Stuhl. Denn die Madenwürmer werden mit dem Stuhl ausgeschieden und sind als kleine, etwa 1 cm lange weiße Fadenwürmer recht gut erkennbar. Auch das ist natürlich wenig appetitlich, aber sind die Würmer einmal identifiziert, kann man sie mit ein- bis zweimaliger Einnahme an Wurmmitteln sehr schnell wieder loswerden.

Im Zweifel: Lieber zum Arzt, am besten gleich mit einer Stuhlprobe dabei.

Insgesamt eher harmlose Gesellen

Die Larven der Madenwürmer (Oxyuren) wandern zwar auch durch den Darm, verursachen aber im Gegensatz zu Spulwürmern und Bandwürmern nur selten Bauchschmerzen. Zwar wird neben dem Juckreiz in der Po-Region gelegentlich auch Nasenjucken mit ihnen in Verbindung gebracht. Da sie aber bei ihrem Wanderzyklus grundsätzlich nur im Verdauungstrakt unterwegs sind, treten ansonsten keine Beschwerden auf.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Juckreiz im After (Pruritus ani, Afterjucken)

Zwischen ein und fünf Prozent der Bevölkerung leiden an Juckreiz im Analbereich. (07-10-09 © Nenad Aksic / iStockphoto)

Juckreiz im Analbereich ist eine Erscheinung, die viele betrifft, über die aber nur wenige sprechen.

Kurzfassung:

  • Juckreiz am After kann aufgrund von verschiedenen Ursachen entstehen – vom Hämorrhoidalleiden bis hin zu Hygienefehler.
  • Tritt der Juckreiz nur kurzfristig auf, ist eine diagnostische Abklärung oder Behandlung nicht unbedingt notwendig.
  • Eine Diagnose erfolgt durch ein Gespräch und gegebenenfalls einer Tastuntersuchung.
  • Die Behandlung von Pruritus ani ist von den Auslösern abhängig.

Der Fachbegriff „Pruritus ani“ beschreibt juckende Missempfindungen am Ausgang des Enddarms (Anus), aber auch im Umkreis von einigen Zentimetern um die Analöffnung herum (Perianalregion). Geht der Juckreiz mit sichtbaren Hautveränderungen einher, sprechen Ärztinnen und Ärzte z.B. von „Dermatitis oder Ekzem“ oder anderen entzündlichen und auch tumorösen oder infektiösen Erkrankungen.

Juckreiz im Analbereich tritt häufig bei proktologischen Leiden, also bei Erkrankungen des letzten Darmabschnitts, auf. Er kann aber auch andere, vergleichsweise harmlose Ursachen haben.

Wie häufig tritt der Juckreiz am After auf?

Auf jeden Fall ist das lästige, zum Teil mit Schmerzen verbundene Jucken weit verbreitet: Statistiken zufolge sind zwischen ein und fünf Prozent der Bevölkerung betroffen, Männer deutlich häufiger als Frauen.

Da dieses Problem in der „Tabuzone Po“ aus Scham oft verschwiegen wird, dürfte die Zahl der Betroffenen allerdings noch höher liegen. Am häufigsten zeigt sich der Pruritus ani zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Ein kurzfristig auftretender Juckreiz, der von selbst wieder verschwindet, bedarf nicht unbedingt einer diagnostischen Abklärung oder einer Behandlung. Dahinter können etwa verschiedene Speisen oder Getränke stecken, deren Inhaltsstoffe allergische Reaktionen hervorrufen oder häufiger Hautirritationen und Juckreiz in der Afterregion begünstigen. Zu nennen sind hier etwa scharf gewürzte Speisen, Salziges, Koffein, Nüsse oder Milchprodukte.

Hält das lästige Jucken hingegen über längere Zeit an, sollte auf jeden Fall ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Einerseits weil ein lang andauernder Pruritus ani fast immer Symptom einer (womöglich schwerwiegenden) Erkrankung ist. Andererseits weil das ständige Jucken, das oft auch von Brennen begleitet wird, die Lebensqualität der Betroffenen deutlich beeinträchtigen kann. Zudem ist bei Ausbleiben einer Therapie ein chronischer Verlauf des Pruritus möglich, dem schwerer als einem frühzeitig behandelten Juckreiz beizukommen ist.

Welche Ursachen hat das Jucken am und um den After?

Der Pruritus ani kann zahlreiche, teils sehr unterschiedliche Ursachen haben. Dazu zählen:

  • Hämorrhoidalleiden
  • Darmerkrankungen
  • Infektionen
  • Diabetes
  • Hygienefehler
  • Allergien und Hauterkrankungen

Hämorrhoiden als häufigster Auslöser von Afterjucken

Auch wenn sich die klinische Erfahrung nur bedingt damit deckt, werden in einer deutschen Leitlinie Hämorrhoiden als häufigster Auslöser von Afterjucken bezeichnet. Es handelt sich dabei um krankhaft erweiterte Gefäßgeflechte am Ende des Mastdarms. Dazu kommt es, wenn es durch eine Beeinträchtigung der sogenannten Feinkontinenz zu regelmäßigem Abgang von Flüssigkeit bzw. zu Stuhlschmieren kommt und dabei die empfindliche Haut um den Darmausgang gereizt wird.

++ Mehr zum Thema: Hämorrhoiden ++

Oft kann sich dadurch ein toxisch-irritatives Analekzem (Juckflechte) entwickeln. Diese entzündliche Hautveränderung macht sich auch durch Brennen bemerkbar.

Darmerkrankungen

Anhaltende Durchfälle gehören zu den möglichen Auslösern eines Pruritus ani, gleiches gilt für die anale oder Stuhlinkontinenz. Der vermehrte Kontakt der Region um den Anus mit den Ausscheidungen, aber auch das häufigere Abwischen der empfindlichen Haut, führt zu juckenden Hautirritationen. Diese können wiederum ein irritativ-toxisches Analekzem nach sich ziehen.

Als Grund für das Auftreten von Durchfällen kommen etwa Magen-Darm-Infektionen oder ein Reizdarm infrage. Aber auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn können anhaltenden Durchfällen zugrundeliegen.

++ Mehr zum Thema: chronisch entzündliche Darmerkrankungen ++

Pruritus ani ist darüber hinaus ein mögliches Symptom von Krebsleiden im Darmbereich (z.B. Kolorektalkarzinom). Dies ist einer der Gründe, warum ein anhaltender Juckreiz im Analbereich gewissenhaft abgeklärt werden sollte.

Diabetes und andere internistische Erkrankungen

Verschiedene internistische Erkrankungen können analen Juckreiz zur Folge haben. An erster Stelle ist dabei die Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus zu nennen. Aber auch Schilddrüsenleiden oder eine chronische Niereninsuffizienz können hinter einem Pruritus ani stecken.

Infektionen, die Juckreiz im After verursachen

Bei Erwachsenen tritt ein infektiös bedingter Pruritus ani meist nur auf, wenn eine Grunderkrankung vorliegt, die zu einer Schwächung des Immunsystems führt, wie etwa im Fall von HIV oder bestimmten Formen von Blutkrebs. Der auslösende Erreger ist in diesen Fällen mehrenteils der Hefepilz Candida albicans. Relativ häufig findet man eine Hefepilz-Begleitinfektion bei schon entzündeter Haut (Ekzem).

Einem Juckreiz im Analbereich können aber auch Feigwarzen (Kondylome) zugrundeliegen.

++ Mehr zum Thema: Feigwarzen ++

Unter Umständen können auch Medikamente, wie beispielsweise Antibiotika oder Kortisonpräparate, infektiös bedingtes Afterjucken begünstigen. Bei Kindern ist ein Pruritus ani insgesamt selten. Meist steckt eine Infektion mit Madenwürmern (Oxyuren) dahinter.

Mangelhafte und übertriebene Hygiene

Schweißabsonderungen und kleine Stuhlreste in der Analregion können das Afterjucken fördern. Aber auch übertriebene Hygiene wird mitunter zur Ursache eines Pruritus ani: Allzu häufiges Waschen, insbesondere mit aggressiven Seifen und Waschlotionen, greift den natürlichen Schutzmantel der Haut an.

Irritationen und Juckreiz an der empfindlichen Haut des Analbereichs sind die mögliche Folge. Aus diesem Grund stehen viele Mediziner dem Gebrauch von feuchtem Toilettenpapier kritisch gegenüber. Allerdings erleichtert feuchtes Toilettenpapier die Entfernung von irritativ wirkenden Stuhlresten, was für dessen Anwendung spricht.

Kontaktallergien und andere Hauterkrankungen

Feuchtes Toilettenpapier birgt, wenn auch ausgesprochen selten, darüber hinaus die Gefahr eines kontaktallergischen Analekzems. Hier wird der Juckreiz nicht durch direkte Reizung der Haut, sondern durch eine allergische Reaktion hervorgerufen.

Ebenso können Seifen, Duschgels, Waschmittel oder Textilien Substanzen enthalten, die eine Kontaktallergie bedingen. Natürlich kann neben den häufigen Ekzemen auch jede juckende Hauterkrankung Ursache eines Pruritus ani sein, wenn sie im Perianalbereich auftritt, so etwa eine Psoriasis inversa.

Wie gelangt der Arzt zu einer Diagnose?

Am Anfang der Diagnose steht ein ausführliches Gespräch zwischen Arzt und Patient. Dabei werden einerseits Fragen nach dem Juckreiz selbst gestellt – wie lange er schon besteht, wann er auftritt und wie ausgeprägt er ist. Arzt oder Ärztin interessieren andererseits aber auch Stuhlunregelmäßigkeiten, Hygienegewohnheiten, Grunderkrankungen und bekannte Allergien. Die Antworten auf diese Fragen liefern erste Hinweise auf mögliche Ursachen eines Pruritus ani.

Im Anschluss folgen eine Inspektion des Analbereichs sowie eine Tastuntersuchung von Anus und Rektum. Sichtbare und verdächtige Hautveränderungen können eine Hautprobenentnahme (Biopsie) notwendig machen. Bei Verdacht auf ein infektiöses Geschehen erfolgen Abstriche (Pilz-, Bakteriendiagnostik). Da proktologische Erkrankungen alles in allem die häufigsten Auslöser von Juckreiz am After sind, kommt es in einem weiteren Schritt oft zu einer endoskopischen Untersuchung des Endarms (Proktoskopie).

Steht die Ursache dann noch nicht fest, können zusätzliche Untersuchungen notwendig werden – etwa eine Spiegelung des gesamten Dickdarms (Koloskopie) sowie eine Blutuntersuchung (Blutbild, Entzündungsmarker, Blutzucker usw.) oder ein Allergietest.

Wie wird Jucken am After behandelt?

Wie ein Pruritus ani behandelt wird, hängt davon ab, wodurch er bedingt ist. Angestrebt wird immer eine kausale Therapie, also eine Behandlung der Ursache. Ist diese beseitigt, verschwindet meist auch der Juckreiz – so etwa, wenn bei Diabetikern eine schlechte Blutzuckereinstellung optimiert wird.

Falls die Ursache sich nicht bzw. nicht sofort beheben lässt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Juckreiz zu lindern – dazu zählen etwa:

  • Sitzbäder
  • lokale Therapie mit örtlich betäubenden oder entzündungshemmenden Cremes

Letztere sollten nur in Absprache mit Arzt oder Ärztin eingesetzt werden, da die Analhaut sehr empfindlich ist und ein optimales Verhältnis von Wirkung/Nebenwirkung anzustreben ist.

Dem Juckreiz am Po vorsorgen: Ist das möglich?

Sowohl zur Behandlung als auch zur Vorbeugung eines Pruritus ani ist die richtige Analhygiene von entscheidender Bedeutung. „Richtig“ bedeutet dabei „gründlich“, vor allem aber „schonend“. In vielen Ländern ist es gang und gäbe, dass der After nach dem Stuhlgang mit Wasser gereinigt wird, und die Toiletten sind auch dementsprechend ausgestattet.

Weiters empfiehlt es sich, mehrmals täglich mit weichem, trockenem Toilettenpapier den After zu reinigen, um etwaige Stuhlbestandteile, die mit Winden etc. abgehen können, regelmäßig zu entfernen.

Das Abspülen mit reinem Wasser ist jene Hygienemaßnahme, die Experten und Expertinnen im Anschluss an den Stuhlgang empfehlen. Danach sollte der After mit weichem Toilettenpapier trockengetupft werden.

Vom gewohnheitsmäßigen Gebrauch feuchter Toilettentücher wird häufig gewarnt, weil diese Substanzen enthalten können, die den Schutzmantel der Haut zerstören und die Gefahr einer Allergieentwicklung bergen. Hartnäckige Stuhlreste können damit allerdings entfernt werden. Der Abschluss der Reinigung sollte aber immer mit trockenem Toilettenpapier erfolgen.

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Autoren:
Ulrich Kraft, Arzt und Medizinjournalist
Medizinisches Review:
Priv. Doz. Dr. Peter Komericki, Medizinische Universität Graz
Redaktionelle Bearbeitung:
Thomas Auinger

Stand der medizinischen Information: Oktober 2018

AWMF-online. Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Koloproktologie: Analekzem. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 013/007 (Erstellungsdatum 11/2002).
Georg Osterholzer: Pruritus ani – Strategien gegen den Juckreiz. Ars Medici 9/2007 S. 468-478.
Ernst G. Jung: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 6. Auflage.

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Wurmbefall bei Kindern – von Symptomen bis Hausmitteln

Kategorie(n): Gesundheit

Ganz ehrlich? Mir war lange gar nicht wirklich bewusst, dass es gar nicht so selten vorkommt, dass Kinder unter einem Wurmbefall leiden. Klar, der typische Bandwurm ist in aller Munde (igitt! Wortspiel). Hat ein Kind einmal etwas überdurchschnittlichen Appetit fallen schnell Sätze wie „Sag mal, hast du denn einen Bandwurm?“. Dieses Krankheitsbild ist uns in etwa bekannt. Es gibt jedoch eben auch andere gemeine Würmer, die sich nicht nur im Körper unserer Haustiere, sondern eben auch in dem unserer Kinder breit machen können. Wurmbefälle, nicht nur bei Kindern sind in allen Teilen der Welt verbreitet. Wurmerkrankungen, auch Helminthosen genannt, können dabei alle Organe des menschlichen Körpers beeinflussen.

Symptome für Wurmbefall bei Kindern

Tatsächlich zeigt sich ein Wurmbefall bei Kindern meist recht schnell durch verschiedene Symptome

  • Bauchbeschwerden
    Die Bauchschmerzen treten meist vor allem im Oberbauch auf
  • Appetitlosigkeit
    Zum Teil auch im Wechsel mit Heißhunger
  • Heißhunger
    Obwohl das Kind eigentlich genug isst, scheint es ständig Hunger zu haben
  • starker nächtlicher Juckreiz in der Analgegend
    Gerade bei Kindern, die dem Drang sich aufgrund des Juckreizes zu kratzen ohne Hemmungen nachgeben, fällt dieses Symptom als eines der Ersten auf.
  • Müdigkeit oder Unruhe
    Durch den entstandenen Schlafmangel können auch diese Symptome auftreten

Über diese Symptome hinaus können auch weitere Symptome bei Wurmbefall auftreten, die aufgrund der in Deutschland kaum vorhandenen Formen von Wurmerkrankungen aber nur selten zu beobachten sind. Dazu gehören: leichtes Fieber, grippeähnliche Symptome wie Husten, Erbrechen, Übelkeit und Durchfälle. Würmer, die für diese Symptome verantwortlich sind kommen wie erwähnt allerdings aufgrund des hier herrschenden Klimas kaum vor.

Wie überprüft der Kinderarzt Wurmbefall bei Kindern?

  • Untersuchung des Stuhls
    Eine Methode zur Erkennung des Wurmbefalls ist das Untersuchen einer Stuhlprobe. Leidet das Kind unter einem Wurmbefall, so lassen sich Glieder der Würmer im Stuhl vorfinden.
  • Blutuntersuchung
    Eine weitere Methode ist die Untersuchung einer Blutprobe. Bei Wurmbefall sind die Leukozyten (weiße Blutkörperchen) , die zum körpereigenen Immunsystem gehören, erhöht.
  • mikroskopische Untersuchung eines Abstrichs
    Bei starkem Juckreiz als Symptom kann ein Klebestreifen auf die Perianalhaut des Kindes geklebt und dann direkt auf einen Objektträger gegeben werden, um die Probe unter dem Mikroskop zu untersuchen. Denn bei einem Wurmbefall lassen sich oft Wurmeier in der Analregion des Kindes nachweisen.

Weitere Methoden sind auch Ultraschall oder ein Antikörpernachweis.

Wie geschieht eine Ansteckung?

In Deutschland sind im Grunde drei Wurmarten stark verbreitet.

Zum einen handelt es sich dabei um die Madenwürmer (ca. 2 mm groß)

Madenwürmer sind relativ harmlose Zeitgenossen die als Parasit im Körper der Kinder leben und dann mit dem Stuhlgang ausgeschieden werden. Ein echt appetitliches Bild, wenn es in der Windel oder Toilette nur so kreucht und fleucht. Eltern erschrecken häufig enorm, doch die Gefahr ist relativ gering. In den Körper gelangen sie vor allem bei Kleinkindern, die im Sand spielen bzw. dazu neigen ihn zu essen (jammi!). Auch Fallobst oder Lebensmittel, die mit Sand und Erde in Berührung gekommen sind, könnten für einen Befall mit Madenwürmern verantwortlich sein. Grundsätzlich gilt: Erhöhte Gefahr besteht insbesondere für kleine Kinder, die grundsätzlich ALLES in den Mund nehmen.

Ein ebenso häufiger Wurmbefall ist der sogenannte „Schweinebandwurm“ (Stücke von etwa 10 mm, ähnlich Spaghettistücke)

Die Eier der Würmer gelangen mit Abwasser und Dung auf für Rinder oder Schweine bestimmte Weiden – daher auch „Schweinebandwurm“. Durch die Nahrungsaufnahme gelangen die Parasiten in den Darm der Tiere und die weiterentwickelten Larven gelangen in die Blutbahn. Dadurch gelangen sie in die Organe und in den Muskeln entwickeln sie sich zu Finnen. Der Wurmbefall entsteht dann entweder, wenn der Mensch nicht ausreichend gegartes finnenhaltiges Schweine- oder Rinderfleisch oder fäkaliengedüngtes Gemüse zu sich nimmt. Dann nämlich siedeln sich die Würmer menschlichen Dünndarm an und werden teilweise beim Stuhlgang ausgeschieden.

Auch der Spulwurm (Größe eines Regenwurms) kann im Körper von Kindern zu finden sein.

Er gelangt durch verunreinigtes Trinkwasser oder belastete Lebensmittel wie Gemüse und Obst in den Körper. Über den Dünndarm gelangen Spulwürmer in die Blutlaufbahn, sowie in die Lunge. Mit dem Bronchialschleim werden sie zwar abgehustet, doch häufig zeitgleich auch wieder verschluckt. So entsteht ein Kreislauf und die ehemals kleinen Larven des Spulwürms können sich zu einem ausgewachsenen Wurm entwickeln. Auch Spulwürmer sind im Normfallfall aber harmlos und verursachen lediglich oben genannte Symptome.

Die Grundsätzliche Problematik ist bei allen Wurmarten, dass ihre oft sehr kleinen Eier vom Körper zwar ausgeschieden werden, jedoch beispielsweise durch das Kratzen am Po bzw. dem Husten wieder in der Umgebung des Kindes und innerhalb einer Familie verbreitet werden. Durch eine schlechte Hygiene, wie seltenes Händewaschen steckt sich das Kind dann wie in einem Kreislauf immer und immer wieder neu mit den diversen Wurmarten an.

Ist Wurmbefall bei Kindern gefährlich?

Obwohl ein Wurmbefall bei Kindern in den meisten Fällen nicht gefährlich ist (häufig wird er nicht einmal bemerkt) und gut zu behandeln ist, so ist der Gang zum Kinderarzt beim Verdacht auf einen Wurmbefall des Kindes dennoch auf jeden Fall zu empfehlen. Zwar erfolgt eine Heilung häufig auch ohne Zutun, jedoch birgt das durchaus auch ein Risiko. So kann ein unbehandelter Wurmbefall über einen langen Zeitraum doch auch zu einer Blinddarmentzündung, Lungenproblemen, einem Verschluss des Darmes oder anderer wichtiger Gefäße im Körper des Kindes kommen.

Und: Auch wenn die häufigsten Wurmbefälle in Deutschland durch ungefährliche Würmer hervorgerufen werden gibt es auch meldepflichtige Ausnahmen, wie z.B. durch den Fuchsbandwurm.

Wie wird der Wurmbefall beim Kind behandelt?

Häufig verschreibt der Kinderarzt im Falle einer Wurmerkrankung ein Anthelminthika. Das sind besondere Medikamente, die die Würmer abtöten. Danach werden sie dann vom Kind ausgeschieden. Nicht alle Wurmmittel dürfen von kleinen Kindern eingenommen werden, darum berät bei der Dosierung und Einnahme der Anthelmintika der behandelnde Arzt. Sie werden meist mit den Mahlzeiten eingenommen.

Wurde der Wurmbefall zwar im Stuhl sichtbar, das Kind ist jedoch noch beschwerdefrei, so kann man kurzzeitig auch verschiedene Hausmittel anwenden, um den Wurmbefall möglicherweise auch ohne die Einnahme von Medikamenten wieder loszuwerden. Sauerkraftsaft bzw. rohes Sauerkraut oder ungekochte Möhrchen noch vor dem Frühstück (also nüchtern!) gelten hier beispielsweise als durchaus hilfreich.

Auch wenn Wurmerkrankungen in den meisten Fällen gut ausgehen , sollte im Sinne des Kindes aber wirklich nicht lange mit alten Hausmitteln experimentiert werden, sondern im besten Fall eine Behandlung durch den Arzt erfolgen, bei der dann auch alternative Methoden zu Medikamenten besprochen werden können.

Homöopathie

Zwar gibt es einige homöopathische Mittel die bei Wurmbefall helfen sollen, jedoch ist bei Kindern das reine Behandeln mit homöopathischen Mitteln mit Vorsicht zu genießen. Besser ist es hier einen Arzt zu Rate zu ziehen bzw. die Homöopathie eher unterstützend anzuwenden. Allgemein gelten besonders Artemisia cina, Silicea und Sulfur als wirksam.Gegen den Juckreiz (auch bei Einnahme eines wurmtötenden Medikaments) kann Teucrium marum helfen.

Wurmbefall vorbeugen

Um gesund zu bleiben und eine Ansteckung oder eine erneute Ansteckung – auch innerhalb der Familie – mit Würmern zu vermeiden sollte man einige hygienische Maßnahmen im eigenen Haushalt einfach zum Standard machen.

Vorbeugende Maßnahmen sind:

  • Gründliches Durchbraten von Fleisch und Tiefkühlkost (über 70 Grad Celsius)
  • Selbst gesammeltes Obst, oder Salat und Gemüse vor dem Verzehr gründlich waschen oder kurz in kochendes Wasser tauchen
  • Gründliches und regelmäßiges Händewaschen nach dem Spielen im Freien oder im Sand, nach dem Toilettengang und vor Mahlzeiten
  • Bettwäsche und Unterwäsche der Familie möglichst über 60 Grad Celsius waschen
  • Entwurmen von eigenen Haustieren

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Würmer bei Kindern: unangenehm, aber kein Grund zur Panik

Wenn es plötzlich im Stuhl des Kindes krabbelt und sich der Nachwuchs ständig am Po kratzt, dann heißt das oft: Wurmbefall. Woher die Würmer bei Kindern kommen und wie man die ungebetenen Gäste wieder loswerden kann.

Hilfe, Würmer im Stuhl!

Zur Beruhigung das Wichtigste zuerst: Würmer bei Kindern sind zwar unangenehm und lassen Eltern vielleicht schaudern, gefährlich sind sie aber nicht. Und sie sind auch kein Anzeichen für mangelnde Hygiene. Vielmehr kommen Madenwürmer bei Kindern relativ häufig vor, Spul- und Bandwürmer sind seltener. Warum das so ist? Kinder nehmen öfter ihre Hände in den Mund, egal wo sie vorher waren. Das macht es den Würmern leicht, sich häuslich im Kinderdarm einzurichten.

Wie infiziert man sich mit Madenwürmern?

Ursache des Wurmbefalls sind vor allem ungewaschener Salat, Obst und Gemüse, aber auch der Sandkasten ist ein möglicher Infektionsort. Über Hand-Mund-Kontakt gelangen die mikroskopisch kleinen Wurmeier in den Körper. Im Darm angekommen dauert es nur wenige Stunden, bis aus den Wurmeiern ausgewachsene Würmer werden. Diese kriechen dann bevorzugt in der Nacht aus dem After und legen ihre Eier in der Umgebung ab. Die Folge: Starker Juckreiz. Das Kind kratzt sich und verteilt so die Wurmeier mit den Händen weiter.

Eier des Madenwurms unter dem Mikroskop

Die Ansteckungsgefahr bei Würmern ist sehr hoch, denn die winzigen Eier sind mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. In Kita und Kindergarten finden die Wurmeier viele neue Wirte, denn ungewaschene kleine Kinderhände sind prima Multiplikatoren. Zudem infiziert sich ein betroffenes Kind durch das Kratzen auch immer wieder neu – es entsteht ein Infektionskreislauf.

Würmer bei Kindern: Symptome bei Wurmbefall

Das Hauptsymptom bei Madenwürmern ist der starke Juckreiz am After. Kratzt sich dein Kind also ständig am Po, ist das ein Grund, genau hinzuschauen. Das heißt im Klartext, den nächsten Stuhl auf lebende Würmer zu untersuchen. Madenwürmer sind ca. zwei Millimeter große, weiße Würmer, die an Bindfaden-Stücke erinnern. Sind keine Würmer zu sehen, ist ein Besuch beim Kinderarzt dennoch sinnvoll, denn ein leichter Befall kann sich zunächst auch nur durch den Juckreiz äußern. Zusätzliche Symptome, die aber nicht immer aufreten: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Gewichtsabnahme und Abgeschlagenheit.

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Ist es wirklich ein Madenwurm? Merkmale anderer Wurm-Arten

  • Spulwürmer: sind auch im Stuhl zu finden, sehen aber eher wie Regenwürmer aus
  • Bandwurm: keine lebenden Würmer im Stuhl, sondern bis zu einen Zentimeter große Wurmstücke, die Spagetti-Stücken ähneln

Behandlung bei Madenwürmern: Hausmittel und Medikamente

In der Regel wird man die ungebetenen Gäste schnell wieder los. Zum einen durch Medikamente (z. B. mit dem Wirkstoff Pyrantelembonat), die die Würmer abtöten. Oft wird dabei die ganze Familie mitbehandelt, um den Infektionskreislauf zu durchbrechen. Denn Würmer treten nciht nur bei Kindern auf.

Die „Wurmkur“ muss unbedingt nach einiger Zeit erneut durchgeführt werden, da das Medikament keinen Einfluss auf die Wurmeier, sondern nur auf ausgewachsene Madenwürmer hat.

Zusätzlich zu Medikamenten könnt ihr die Würmer auch mit einigen Hausmitteln bekämpfen. Gut geeignet sind zum Beispiel Sauerkrautsaft, rohes Sauerkraut oder rohe Karotten auf nüchternen Magen. Auch Schwarzkümmelöl, Ananas und Papaya sollen gegen Madenwürmer helfen.

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Wichtig: Richtige Hygiene verhindert Neuansteckung

  • Alle Familienmitglieder sollten sich öfter als sonst die Hände waschen; vor allem morgens nach dem Aufstehen und vor dem Essen.
  • Die Wurmeier haften durch das Kratzen unter den Nägeln und können sich so auf alle berührten Gegenstände im Haus ausbreiten. Am besten desinfiziert ihr einmal am Tag Türklinken, Griffe und oft berührte Gegenstände wie Spielzeug etc.
  • Schneidet die Nägel eures Kindes so kurz wie möglich.
  • Wascht Textilien, mit denen euer Kind in Kontakt kommt, so heiß wie möglich – vor allem Bettwäsche, Unterwäsche, Pyjamas und Kuscheltiere.
  • Trägt euer Kind in der Nacht enge Unterwäsche, kann das unbewusstes Kratzen verhindern.

Madenwürmer

Wurmbefall (Oxyuriasis) ist keine schlimme Erkrankung – aber trotzdem möchte man die lästigen Mitbewohner gerne loswerden. Solche Parasiten sind Lebewesen, die in einem anderen Organismus, z.B. dem Menschen, leben und sich auf seine Kosten ernähren.

Am häufigsten sind dies Madenwürmer, die im Dickdarm des Menschen leben. Optisch ähneln sie weissen Nähfäden, deshalb bezeichnet man sie oft als Fadenwürmer. Sie sind 0,5 bis 1 cm lang und leicht gekrümmt.

Spulwürmer sind selten. Sie wandern vom Darm aus über Leber und Lunge erneut in den Darm und entwickeln sich erst dann zu reifen Spulwürmern. Relativ selten infizieren sich Kinder über rohes oder unzureichend gebratenes Fleisch oder das Streicheln von infizierten Tieren (Hunden) mit Bandwürmern, die im Dünndarm des Kindes heranwachsen und eine Länge von 10 Metern erreichen können.

Eine wichtige Ansteckungsquelle ist gedüngter, ungewaschener Salat und anderes Gemüse. Aber die Parasiten lauern auch im feuchten Sand der Spielplätze oder im Staub von Kindergärten und Kuschelecken.

So steckt sich Ihr Kind an

Kinder kommen besonders häufig mit Parasiten in Kontakt, da sie oft ihre ungewaschenen Finger in den Mund stecken und sich damit immer wieder selbst infizieren. So gelangen die Eier des Springwurms oder Madenwurms in den Körper des Kindes und entwickeln sich innerhalb von vier bis acht Stunden. Nachts, wenn das Kind schläft, kriechen die weiblichen Madenwürmer aus dem After. Sie legen ihre Eier im Bereich der Analfalten, in nächster Umgebung des Darmausgangs, ab, was Juckreiz verursacht. Danach sterben die weiblichen Madenwürmer. Die männlichen Madenwürmer bleiben im Darm. Kratzt sich das Kind am After, bleiben die Wurmeier unter den Fingernägeln hängen. Berührt das Kind danach Gegenstände oder nimmt die Finger in den Mund, infiziert es sich immer wieder von neuem. Mädchen, die die Wurmeier durch Kratzen im Genitalbereich verbreiten, können eine Scheidenentzündung bekommen. Infizierte Kinder übertragen die Springwürmer auch leicht auf andere Kinder oder Familienmitglieder, z.B. durch engen Körperkontakt, Nahrungsmittel oder gemeinsame Kleidung.

Nächtlicher Juckreiz

Eine Madenwurminfektion kann ganz ohne Beschwerden verlaufen. Juckreiz im Afterbereich, vor allem nachts, ist noch das häufigste Symptom, kann allerdings auch durch eine Allergie auf eine bestimmte Seife oder Lotion entstehen, eine Verletzung am After durch zu harten Stuhlgang oder ein juckendes Ekzem durch ständiges Kratzen.

Bei den selteneren Spul- oder Bandwürmern gibt es andere Krankheitszeichen: Das Kind verliert Appetit und Gewicht oder hat wiederum in manchen Fällen auch Heisshunger. Es kann blass und müde wirken. Manche Kinder klagen über unspezifische Bauchschmerzen.

Diagnose unter dem Mikroskop

Der Arzt stellt die endgültige Diagnose, indem er die Eier der Madenwürmer auf einem Zellophan-Klebestreifen (Tesa-.Abstrich) vom Darmausgang unter dem Mikroskop identifiziert. In den meisten Fällen sind sie auch auf dem Stuhl mit blossem Auge zu erkennen.

Einmal-Behandlung reicht

Durch die Ansammlung vieler Würmer kann es in seltenen Fällen zu einem lebensbedrohlichen Darmverschluss kommen. Deshalb ist eine Therapie unbedingt angebracht. Zur Behandlung der Wurmerkrankung gibt es Medikamente, die den Stoffwechsel der Parasiten (Wurmkur) lähmen. Meist reicht eine einmalige Medikamenteneinnahme als Tabletten oder Saft, die sicherheitshalber nach ein bis zwei Wochen wiederholt wird. Familienmitglieder sollten vorsorglich mitbehandelt werden. Beschwerdefreie Angehörige können sonst die Ursache für eine erneute Infektion mit Madenwürmern sein.

Damit es gar nicht erst zum Wurmbefall kommt

Sorgfältige Hygiene ist hier besonders wichtig. Es gibt verschiedene Vorbeugemassnahmen:

  • Hände waschen mehrmals am Tag, insbesondere vor dem Essen und nach dem Stuhlgang
  • Fingernägel häufig kürzen
  • täglich duschen und frische Unterwäsche anziehen
  • Obst, Gemüse und Salat sollte vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden
  • Spielsachen, die ausserhalb der Wohnung (z.B. auf dem Spielplatz) benutzt werden, sollte man regelmässig in der Spülmaschine oder mit Spülmittel heiss abwaschen
  • Handtücher und Bettwäsche nach jeder Therapie wechseln
  • Haustiere sollten regelmässig entwurmt werden.

Newsticker

Kinderärzte warnen vor Wurminfektionen: 20 bis 40 Prozent der Kinder haben wenigstens einmal eine Wurminfektion, betont der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Typisch ist der nächtliche Juckreiz am After, wo die Wurmeier abgelegt werden. Das Kind schläft schlecht und kann sich nicht konzentrieren. Medikamente helfen, doch ohne Händewaschen mit Seife, Bürsten und Kürzen der Fingernägel sowie sorgfältige Toilettenhygiene stecken sich Kinder immer wieder selbst an. Bettwäsche und die Kleidung häufig wechseln, aber auf keinen Fall die Betten ausschütteln, weil sich dann die Wurmeier auch im Hausstaub verbreiten. (swissmom-Newsletter 8.9.2012)

Entwurmungsmittel aus der Tiermedizin: Oxantel, ein Anthelminthikum, das seit langem in der Tiermedizin zur Entwurmung eingesetzt wird, ist auch beim Menschen sicher und effektiv. In einer Studie der Universität Basel auf der Insel Pemba vor der Küste Tansanias beseitigte Oxantel in Kombination mit Albendazol bereits nach einmaliger Einnahme 31 Prozent der Schulkinder komplett von einer lästigen Infektion mit dem Peitschenwurm Trichuris trichiura, gegen den derzeitige Mittel oft versagen. Eine Kombination von Oxantel mit Albendazol war notwendig, weil Oxantel allein nicht gegen Spul- und Hakenwürmer wirksam ist. Wurmerkrankungen sind auch in unseren Breitengraden nicht selten: 20 bis 40 Prozent der Kinder haben wenigstens einmal eine Wurminfektion. Typisch ist der nächtliche Juckreiz am After, wo die Wurmeier abgelegt werden. (swissmom Newsticker, 23.2.14)

Letzte Aktualisierung : 16-01-20, BH

Welche Würmer können am Po (After) auftreten?

Es gibt verschiedene Arten von parasitären Würmern, die den menschlichen Körper befallen können und Wurmerkrankungen auslösen. In Europa ist vor allem der Madenwurm sehr verbreitet. Schätzungsweise 30 Prozent aller Kinder werden im Laufe ihrer Kindheit mit diesem Wurm infiziert. Die Hälfte aller Menschen ist in ihrem Leben mindestens einmal betroffen. Der Madenwurm tritt am After auf.

Der Madenwurm

Der Madenwurm sind meist einen halben bis einen Zentimeter groß. Die Weibchen können mit bis zu 1,3 Zentimetern doppelt so groß werden wie die Männchen. Sie werden etwa einen halben Millimeter dick. Der Parasit ist weiß und lebt im Enddarm. In der Nacht verlassen die Weibchen den Darm und legen Eier in die Afterfalten, es entsteht ein unangenehmer Juckreiz am After. Sichtbar wird ein Befall durch Madenwürmer durch kleine weiße Bestandteile des Stuhls, die sich teilweise noch bewegen.
Der Madenwurm gehört zu den Fadenwürmern und ist der Eingeweidewurm, der weltweit bei den Menschen am meisten verbreitet ist. Er bevorzugt gemäßigtes Klima, wie es in vielen Gegenden Europas und Asiens vorherrscht.

Infektion mit dem „Afterwurm“

Vor allem Kinder sind durch Madenwürmer häufig betroffen. Oftmals gelangen sie durch den Mund in den Körper. Auch über Türklinken in Toiletten oder nach dem Kratzen am eigenen After können die Eier der Madenwürmer an die Hände gelangen und schließlich bei den Mahlzeiten in den Mund. Daher ist es sehr wichtig, sich vor jeder Mahlzeit die Hände gründlich zu waschen. Die Eier sind sehr klein und leicht und können über die Luft auf Gegenstände gelangen. Kinder sollten möglichst keine Hände oder Spielzeug in den Mund stecken.

Die Larven schlüpfen im Zwölffingerdarm, von dort wandern sie in den Dünndarm, wo sie sich am liebsten beim Blinddarm aufhalten. Sie saugen sich schließlich an der Darmwand fest, wo sie etwa zwei bis drei Wochen bis zur Geschlechtsreife bleiben. Nach der Paarung sterben die Männchen ab, während die Weibchen weiterwandern. Sie kriechen aus dem After und legen in den Anusfalten bis zu 17.000 Eier in 10 bis 30 Minuten ab. Danach sterben die Weibchen ebenfalls. Die Eier geraten über die Hände des Wirts oder durch die Luft erneut in den Körper des Wirts selbst oder in andere Wirte.

Symptome, die der Wurm am After auslöst

Das Hauptsymptom eines Wurmbefalls mit Madenwürmern ist der Juckreiz am After. Manche Menschen sind jedoch jahrelang immer wieder mit den Würmern infiziert, ohne es zu bemerken. Das Kratzen am After sollte unbedingt vermieden werden, denn so gelangen Eier unter die Fingernägel der Betroffenen und dadurch mitunter erneut in den Mund und den Darm. Auch kann der nächtliche Juckreiz zu Schlafstörungen und damit einhergehenden Folgen wie etwa Reizbarkeit, Unkonzentriertheit und Blässe führen. Wer intensiv kratzt, kann sich auch die Haut aufkratzen, was insbesondere am After zu bakteriellen Infektionen führen kann. Wer massiv von Würmern befallen ist, kann auch unter Bauchschmerzen leiden oder stark an Gewicht verlieren. Ebenso kann es zu Durchfall und Blutungen kommen.

Der Madenwurm dringt nicht in den Blutkreislauf ein und befällt keine anderen Organe. Allerdings kann es bei Mädchen passieren, dass die Vagina betroffen ist. Auch Harnröhre und Blase können befallen werden.

Wer den Verdacht auf einen Befall mit Madenwürmern hat, der kann nachschauen, ob im Stuhl Würmer zu erkennen sind. Diese lassen sich leicht als weiße Punkte bzw. Fäden erkennen. Eventuell sind auch tote Würmer in der Bettwäsche oder der Unterwäsche zu finden.

Madenwürmer bekämpfen

Wer Madenwürmer bei sich oder dem Kind entdeckt oder befürchtet, der sollte den Verdacht durch den Arzt abklären lassen. Dieser kann Untersuchungen und eine medikamentöse Behandlung durchführen. Daneben müssen besondere Hygieneregeln befolgt werden. Unterwäsche sollte morgens und abends gewechselt werden, das Bett muss täglich frisch bezogen werden. Die Bettwäsche und auch die Unterwäsche sollten bei mindestens 60 Grad Celsius, besser bei 90 Grad Celsius gewaschen werden. Die Fingernägel sollten kurz gehalten werden und nach jedem Toilettengang und vor jeder Mahlzeit gründlich mit der Nagelbürste gesäubert werden. Um das Jucken in der Nacht zu vermeiden, sollte eine besonders feste, eng anliegende Hose getragen werden. Diese Hygieneregeln sind bis zu sechs Wochen durchzuführen.

Nicht ausschließlich der Madenwurm kann aus dem Po kommen

Auch wenn der Madenwurm der typische Wurm ist, der am After zu finden ist und Beschwerden macht, können auch andere Würmer als Krankheitserreger an der Analöffnung beziehungsweise im Stuhl auftreten. Sehr selten treten beispielsweise Spulwürmer (Ascaris) mit dem Stuhl aus dem After aus. Bei Bandwürmern können manchmal kleine Abschnitte der Parasiten im Kot bemerkt werden, die Eier mit sich tragen.

Madenwürmer – ungebetene Gäste

Für die meisten Menschen sind Würmer im Darm eine Horrorvorstellung. Madenwürmer, Spulwürmer und Bandwürmer sind am häufigsten verbreitet. Gegen den Parasiten hilft in der Regel nur eine Wurmkur. Der Madenwurmbefall ist eine der häufigsten Wurmerkrankungen des Menschen und kommt vor allem bei Kindern vor. Allein mit Madenwürmern sind weltweit mehr als eine Milliarde Menschen befallen, nicht zu verwechseln mit dem Bandwurm oder sogenannten Zestoden.

Für Europa gibt es Schätzungen für Kindergarten- und Grundschulkinder von etwa 20 Prozent. Der symptomatische Madenwurmbefall (Enterobiose) ist aufgrund seiner weiten Verbreitung bei Kindern – und dem gelegentlichen Auftreten bei Erwachsenen – auch hierzulande immer noch ein Problem.

Hohe Ansteckungsgefahr bei Würmern

Der Madenwurmbefall ist häufig mit großen psychischen Belastungen für Kinder und Eltern verbunden. So scheuen betroffene Patienten aus Scham das vertrauensvolle Gespräch mit ihrem Arzt. Mangelndes Wissen bezüglich der Übertragungs- und Präventionsmöglichkeiten und frustrane Therapieversuche führen nicht selten zur Resignation von Betroffenen und Angehörigen.

Ansteckend sind nicht die Würmer, sondern die Eier, die nicht leicht zu erkennen sind, da sie so klein sind. Sie können daher leicht verschluckt werden, gelangen durch Einatmen in den Körper und nisten sich gern unter den Fingernägeln ein.

Madenwürmer im Darm – typische Symptome

Typische Symptome für einen Befall mit kleinen weißen Würmern, bei denen die Weibchen bis zu 13 Millimeter groß werden können, sind:

  • Wurmeier oder lebende Würmer im Stuhl
  • Starkes Po-Jucken, vor allem am Abend und in der Nacht Appetitlosigkeit
  • Nachweisbarkeit der Parasiten im Kot mit bloßem Auge
  • Durch Juckreiz und Kratzen kann es schlimmen Fällen zu Entzündungen am After kommen
  • Bei einigen Menschen verläuft die Wurmerkrankung aber auch symptomlos und bleibt daher oft unbemerkt

Wie infiziert man sich mit Madenwürmern?

Eine Infektion mit den kleinen Parasiten geschieht häufig über verunreinigte Lebensmittel und Speisen, Türklinken, Spielzeug, Tiere oder über die Luft. Vor allem Kinder sind gefährdet. Gelangen die Eier in den Körper, nisten sie sich im Dickdarm ein und ernähren sich dort von dem Nahrungsbrei.

Die weiblichen Madenwürmer legen ihre bis zu 10.000 Eier bevorzugt nachts in den Falten des Anus ab und verursachen dort starken Juckreiz. Über den Juckkontakt mit der Hand und Fingernägeln gelangen die Eier wieder in den Mund und lösen eine weitere Infektionskette aus.

Folgeerkrankungen von Madenwürmern

Werden Madenwürmer nicht behandelt, kann dies bei Kleinkindern zu Entwicklungsstörungen führen. Bei Frauen besteht das Risiko, dass die Madenwürmer auch die Scheidenregion befallen und dort Entzündungen auslösen, was jedoch selten vorkommt. Oft haben vom Wurm befallene Kinder ein nächtliches Schlafdefizit, da sie durch den Juckreiz schlecht schlafen können. Tagsüber sind sie dadurch müde und unkonzentriert.

Hausmittel gegen Würmer (jedoch nicht bei Bandwürmern)

Es gibt Hausmittel, die bei einer Wurmerkrankung eingesetzt werden und die medizinische Wurmkur unterstützen können. Folgende Lebensmittel mögen Würmer weniger: und können statt einer Wurmkur beim Menschen zunächst versucht werden:

  • Ananas, Papaya und frische Karotten: Vor den Mahlzeiten große Stücke verzerren.
  • Grapefruitkern-Extrakt: Der Saft aus der Schale und den Kernen der Frucht wirkt gegen die Parasiten. Schwangere, stillende Frauen und Kleinkinder sollten darauf jedoch verzichten.
  • Roher Knoblauch enthält schwefelhaltige Aminosäuren, die als natürliche Wurmkur im Darm bei Kindern und Erwachsenen aufräumt.
  • Weißkohlsaft sollte morgens auf nüchternen Magen getrunken werden.
  • Kerne von Kürbis und Papaya enthalten Enzyme, die Darmparasiten abtöten können.
  • Schwarzkümmelöl wirkt sich positiv auf die Darmflora aus und stärkt das Immunsystem.
  • Natives Kokosöl: Über den Tag verteilt ca. 3 bis 4 Esslöffel einnehmen. Es vertreibt Parasiten aus dem Darm und eignet sich auch bei Wurmbefall bei Hunden.
  • Sitzbäder mit Salzwasser und Eincremen mit Vaseline helfen gegen das Jucken am After.

Besteht ein Verdacht auf Wurmbefall, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Dieser klärt ab, um welche Wurmart es sich handelt. Die oben erwähnten Hausmittel können die schulmedizinische Therapie nur begleiten und nicht ersetzen.

Schutz vor Würmern

Vor allem ist bei der Wurmbekämpfung eine penible Hygiene wichtig wie kurz geschnittene Fingernägel, tägliches Wechseln von Unterwäsche und Bettwäsche und sehr häufiges Händewaschen. Auch sollten die Finger nicht nur vor dem Essen, sondern auch bei der Essenszubereitung, ebenso nach dem Toilettengang sowie nach dem Kontakt mit Haustieren gewaschen werden.

Ebenso empfehlen Experten, das Wechseln von Zahnbürsten und Fingernagelbürsten sowie Stofftiere für mindestens drei Monate in Müllsäcke zu verschließen, das minimiert Überlebenschancen für Wurmeier. Bei Verdacht auf Bandwürmer sollte sofort ein Gespräch mit dem Arzt stattfinden. Es gibt über 3500 Arten – sie sind besonders gesundheitsschädlich und kommen nicht selten bei Hund oder Katze vor: also Vorsicht.

Gertrud Maria Vaske

Natürliche Hausmittel gegen Darmparasiten

Darmwürmer sind Parasiten, welche sich gerne in der Darmwand im Gastrointestinaltrakt einnisten. Hier beeinträchtigen sie die Funktion des Darms und verursachen im gesamten Körper unterschiedlichste Symptome.

Je nach Art des Darmwurms können die Symptome variieren. Von Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Mundgeruch und einem konstanten Hungergefühl bis hin zum Juckreiz um das Rektum und einer allgemeinen Schwäche können sich die Symptome im gesamten Körper äußern. Aber auch unruhiger Schlaf, Anämie, Gewichtsverlust, Fieber, häufige Kopfschmerzen, Übelkeit und Schmerzen in den Beinen entstehen oft bei einem Wurmbefall des Darms.

Es gibt verschiedene Arten von Darmwürmer, die den menschlichen Körper befallen können. Zu den gefährlichsten gehören der Fadenwurm, Madenwurm, Bandwurm und Peitschenwurm.

Die meisten Parasiten gelangen in den menschlichen Körper durch eine schlechte Hygiene oder kontaminierte Lebensmittel oder Wasser. Aber auch Überträger wie Mücken, ein schwaches Immunsystem, der Verzehr von rohem und ungekochtem Fleisch und durch sexuellen Kontakt können Würmer übertragen werden.

Je nach Darmwurm und Befall werden verschreibungspflichtige Medikamente gegen Darmwürmer für ein paar Tage bis mehrere Wochen eingenommen. Die Behandlung kann zusätzlich mit natürlichen, antiparasitär wirkenden Lebensmitteln unterstützt werden.

Kürbiskerne

Kürbiskerne enthalten die Verbindung Cucurbitacin, welche besonders vorteilhaft gegen Darmwürmer ist. Cucurbitacin kann die Parasiten im Körper lähmen, verhindert, dass diese sich an der Darmwand festhalten, und hilft sie schnell aus dem Körper zu eliminieren.

Einfach 1 Esslöffel Kürbiskerne zerkleinern und mit 2 Esslöffel Honig vermischen. Die Mischung 1 Woche lang jeden Morgen auf leerem Magen essen und anschließend abführende Lebensmittel, wie einen grünen Smoothie, eine Banane oder Kiwi frühstücken.

Knoblauch

Knoblauch richtet sich gegen jede Art der Darmwürmer. Roher Knoblauch ist reich an schwefelhaltigen Aminosäuren, die antiparasitär wirken und helfen, Mikroben im Körper zu töten. Knoblauch wirkt außerdem antibakteriell, antimykotisch und antiseptisch.

Eine sehr einfache Möglichkeit, um Darmwürmer zu beseitigen, ist 1 Woche lang jeden Morgen auf nüchternem Magen 3 rohe Knoblauchzehen zu verzehren.

Kokosnüsse

Kokosnüsse gehören zu den beeindruckendsten Mitteln gegen Würmer. Sie helfen alle Arten der Darmwürmer auszutreiben und besitzen starke antiparasitäre Eigenschaften. Sowohl die ganze Kokosnuss als auch das Kokosöl können verwendet werden, um Darmwürmer zu bekämpfen.

Um Parasiten loszuwerden: Täglich mit dem Frühstück 1 Esslöffel zerkleinerte Kokosnuss verzehren. Nach drei Stunden in einem Glas warme Mandelmilch 2 Esslöffel Rizinusöl vermischen und trinken. Die Anwendung täglich wiederholen, bis der Befall verschwindet.

Dazu täglich 2 bis 4 Esslöffel extra natives Kokosöl verzehren. Dieses Öl ist reich an mittelkettigen Triglyceriden, die Parasiten aus dem Körper vertreiben und gleichzeitig das Immunsystem stärken.

Neem

Neemblätter töten Parasiten richten sich gegen alle Arten der Darmwürmer. Sie helfen außerdem die Giftstoffe, welche diese beim Sterben hinterlassen aus dem Körper zu beseitigen.

Dafür Neemblätter zu einer feinen Paste zermahlen und jeden Morgen ½ Esslöffel davon mit einem Glas Wasser zu sich nehmen. Die Anwendung 1 Woche durchführen. In der 2. Woche eine Pause einlegen und in der dritten Woche wieder fortsetzen.

Gewürznelken

Gewürznelken töten Bandwürmer und zerstören parasitäre Eier. Sie wirken antiseptisch, antibakteriell, zerstören Parasiten und schützen vor den Folgen eines parasitären Befalls.

Einfach 1 Teelöffel pulverisierte Nelken in eine Tasse mit heißem Wasser geben, bedecken und 10 bis 20 Minuten ziehen lassen. Den Tee 3 Mal täglich für 1 Woche lang trinken.

Um maximale Erfolge zu erzielen, jedes Mal frisch gemahlenes Nelkenpulver verwenden.

Karotten

Karotten helfen, die Eier der Darmwürmer zu zerstören. Ihr hoher Beta-Carotin-Gehalt wird im Körper in Vitamin A umgewandelt, welches sich gegen die Eier der Darmwürmer richtet. Karotten sind außerdem reich an Vitamin C und Zink, welche die Funktion des Immunsystems unterstützen. Ein starkes Immunsystem hilft, Parasiten abzuwehren.

Einfach 2 Karotten raspeln, mit 2 Esslöffel Kürbiskernöl vermischen und 1 Woche lang jedem Morgen auf nüchternem Magen essen. An diesen Vormittagen nichts Weiteres essen, um die Darmwürmer zu beseitigen.

Kurkuma

Kurkuma arbeitet als internes Antiseptikum. Seine antimikrobiellen Eigenschaften töten Darmwürmer und lindern häufige Symptome, die durch Darmparasiten verursacht werden. Dazu gehören Blähungen, Bauchschmerzen und Übelkeit.

Einfach ½ Teelöffel Kurkumapulver mit einer Prise Salz in einer halben Tasse mit warmem Wasser vermischen und 5 Tage hintereinander trinken.

Es gibt verschiedene natürliche Hausmittel, die antiparasitär wirken und sich gegen Darmwürmer richten. Neben diesen Hausmitteln ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Mit einer ausreichenden Wasserversorgung wird der Stuhlgang angeregt und Giftstoffe besser aus dem Körper gespült.

Egal ob Parasiten, Bakterien oder Viren den Körper bedrohen, es sollte schnell gehandelt werden, um eine Beschädigung des Darms zu vermeiden. Denn die Gesundheit des Darms hat Einfluss auf den gesamten Körper. Eine Schädigung der Darmwand und eine gestörte Darmflora sind der Anfang vieler Krankheiten. Wer gesund sein und sich gut fühlen möchte, sollte seinen Darm pflegen.

Hinweis: Bei Verdacht auf Darmwürmer sollte immer mit einem Arzt Rücksprache gehalten werden, um gefährliche Folgen zu vermeiden.

Mit den richtigen Tipps

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Rhabarberwurzeln
Etwa 2 g Pulver von getrockneten und zerstoßenen Rhabarberwurzeln werden mit 1 Löffel Honig vermischt eingenommen. Diese Mischung nimmt man während 3 Monaten jeweils 4 Tage im Monat morgens auf nüchternen Magen. Die Dosierungen entspricht in etwa den Bedürfnissen eines Erwachsenen mit einem Körpergewicht von 75 kg. Für Kinder bis 14 Jahre wird die angegebene Dosierung auf 50 % der angegebenen Menge reduziert. Für Kinder bis 6 Jahren wird die angegebene Dosierung auf 25 % der angegebenen Menge reduziert.
Weißkohlsaft
1/2 Glas frisch gepresster Saft von rohem Weißkohl. Von diesem Saft trinkt man während 2 Monaten jeweils 6 Tage im Monat morgens eine Tasse auf nüchternen Magen. Die Dosierungen entspricht in etwa den Bedürfnissen eines Erwachsenen mit einem Körpergewicht von 75 kg. Für Kinder bis 14 Jahre wird die angegebene Dosierung auf 50 % der angegebenen Menge reduziert. Für Kinder bis 6 Jahren wird die angegebene Dosierung auf 25 % der angegebenen Menge reduziert.
Knoblauch in Milch
Man gibt 3 frische, geraspelte oder gequetschte Knoblauchzehen in 1 Tasse Milch. Die Knoblauchzehen müssen für 12 Stunden in der Milch ziehen. Von dieser Knoblauchmilch trinkt man jeden Morgen eine Tasse auf nüchternen Magen. Diese Kur macht man über den Zeitraum von 3 Wochen.
Tee (Aufguss) mit gemeinem Beifuß und Eberraute
Man übergießt eine Mischung von 25 g gemeinem Beifuß und 25 g Eberrautenkörner mit kochendem Wasser. Die Mischung muss 10 Minuten ziehen. Von diesem Tee trinkt man während 3 Monaten jeweils 3 Tage im Monat morgens eine Tasse auf nüchternen Magen. Die Dosierungen entspricht in etwa den Bedürfnissen eines Erwachsenen mit einem Körpergewicht von 75 kg. Für Kinder bis 14 Jahre wird die angegebene Dosierung auf 50 % der angegebenen Menge reduziert. Für Kinder bis 6 Jahren wird die angegebene Dosierung auf 25 % der angegebenen Menge reduziert.
Tee (Aufguss) mit Estragon
Man gibt 25 g Estragon in 1 Liter siedendes Wasser. Der Estragon muss 10 Minuten ziehen. Der Tee (Aufguss) zur Bekämpfung der Würmer wird über den Tag verteilt getrunken. Diese Kur macht man über den Zeitraum von 3 Wochen. Die Anwendung ist für Kinder nicht geeignet!
Tee (Aufguss) mit Echtem Thymian
Man übergießt 1 Thymianzweig in einer 1 Tasse mit kochendem Wasser. Der Thymian muss 10 Minuten ziehen. Der Tee wird nach dem Abkühlen in kleinen Schlucken getrunken. Diese Kur macht man über den Zeitraum von 3 Wochen. Die Anwendung ist für Kinder nicht geeignet!
Absud mit Tüpfeljohanniskraut
Man gibt 3 g blühende Sprossspitzen in einen Topf und übergießt die Pflanzen mit 1 Tasse Wasser. Die Heilkräuter zur Bekämpfung der Würmer müssen 2 Minuten lang kochen, danach abseihen und warm trinken. Die Anwendung ist für Kinder nicht geeignet!
Auszug mit Zwiebel
1 mittelgroße Zwiebel in 250 ml siedendes Wasser legen, den Topf vom Herd nehmen und 12 Stunden ziehen lassen. Danach die Zwiebel ausdrücken , die Flüssigkeit abseihen und zügig trinken. Sie können für diese Anwendung Winterzwiebeln oder Küchenzwiebeln verwenden.
Absud mit Tüpfelfarn
Man gibt 20 g Wurzeln vom Tüpfelfarn in einen Topf und übergießt die Wurzeln mit 1 Tasse Wasser. Die Heilkräuter müssen 2 Minuten lang kochen und weitere 10 Stunden ziehen. Die Anwendung ist für Kinder nicht geeignet!
Absud mit Walnussschalen
Man gibt 20 g Nussschalen in 1 Liter Wasser. Die Schalen müssen 10 Minuten kochen, dann wird die Flüssigkeit zur Bekämpfung der Würmer abgeseiht. Von dieser Anwendung trinkt man täglich 3 Tassen bis zur Vernichtung der Darmparasiten. Die Anwendung ist für Kinder nicht geeignet!
Tee (Aufguss) mit Portulak
Man gibt 20 g Portulak in 1 Liter siedendes Wasser. Die Pflanzen müssen 10 Minuten ziehen. Von dieser Anwendung trinkt man täglich 3 Tassen bis zur Vernichtung der Darmparasiten. Die Anwendung ist für Kinder nicht geeignet!

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